Killian wusste das wenn er zulassen würde, dass ihm all das zu Nahe ging er daran zerbrechen würde. Er hatte eine Möglichkeit gefunden wie er mit all dem umgehen konnte und er hatte es lernen und finden müssen. Vielleicht wäre aus ihm sonst irgendein kranker Psychopath geworden, wer wusste das schon. Das er nicht ganz normal war, dass war natürlich klar und auch nachvollziehbar. Nach so einem Leben konnte man nicht psychisch gesund bleiben. Dennoch war Killian nicht der Mann der sich brechen lies, er durfte nicht brechen, weil er sich sonst niemals wieder zusammen setzen konnte. Vielleicht hatte John aus ihm einen kalten Mörder gemacht, ihn geschaffen und heran gezüchtet, aber er hatte ihm neben all seinen Fehlern auch etwas Kostbareres gelehrt: Geistige Stärke. Killian schaffte es einfach nicht in diesem Mann nur das Schlechte zu sehen. Er war alles was er kannte, alles was ihm vor gelebt wurde. Von Kindesbeinen an hatte man ihn trainiert, geformt und das konnte man nicht so einfach abschütteln. Bezüglich ihres Vaters hatte sich Killian nicht geäußert. Natürlich wusste er, dass es nicht richtig war was John mit ihm tat, aber was sollte er dazu sagen? ´Ja ich weiß, dass dein Alter ein kranker Bastard ist, aber ich lebe ja noch und die anderen haben weiß Gott Schlimmeres getan als er?´erschien ihm nicht gerade die passende Antwort, weshalb er es vor zog zu schweigen. Er nickte bezüglich der Frage was den Knast anging. Nun war alles raus, was sollte er also noch verheimlichen? Killian hatte Anisa nie angelogen, er hatte ihr einfach nichts erzählt. Demnach konnte man dem Brünetten nicht vorwerfen ein Lügner zu sein, denn Lügen hasste er selbst wie die Pest. "Wie gesagt, so etwas erzählt man nicht einfach so. Es ist mir nicht egal was die Leute tun, aber wenn ich mir erlaube einzuknicken, werde ich mich davon nicht mehr erholen. Mir ist nicht geholfen, wenn ich in Selbstmitleid versinke. Alles was ich tun kann ist aufzustehen und weiter zu machen. Ich habe gelernt die Begierde der Leute zu meinem Vorteil zu nutzen.", als selbst bemerkte wie traurig und eingetrichtert diese Worte eigentlich klangen, blickte er einen Moment zur Seite. "Anisa... ich habe immer geglaubt, dass mir dieses Leben nicht nur Negatives bringt, dass ich irgendwann meinen Platz im Leben finde." Daraufhin wanderten seine Augen zu Anisa. Es war deprimierend, dass er gerade in so einer traurigen Situation sein wohl schönstes Lächeln zeigte, weil er diese Worte vollkommen ernst meinte. "Ich bin nicht unglücklich, warum auch? Ich habe einen Menschen gefunden der mich aufrichtig liebt. Eigentlich sehe ich mich als echten Glückspilz, ich habe dich." Daraufhin wollte er sie wenigstens bezüglich ihres Vaters mehr oder weniger beruhigen. "Dein Vater hat mich lediglich immer nur angesehen, mir aber nichts getan, das versichere ich dir. Ich bin für ihn so etwas ein Schmuckstück, einfach nur hübsch anzuschauen."

ღ For my lovely Warlock ღ