[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Ein wenig missmutig blickte Lev seinem besten Freund nach und wanderte mit seinen pechschwarzen Augen, welche sich so wundervoll mit seinem Haar ergänzten zu seiner neu gewonnenen Freundin. Der junge Mann ahnte ziemlich schnell was vorgefallen war und konnte sich ein schwerer Seufzen nicht verkneifen. Natürlich würde Anisa nicht wollen das sich Killian in so eine Gefahr begab und auch Lev war nicht gerade scharf darauf seinen besten Freund mal eben dem Löwen sprichwörtlich zum Fraß vorzuwerfen, aber was sollte er schon groß tun? Wenn Killian sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, würde er es durchziehen und lies sich von niemanden mehr aufhalten. Durch diese Stärke hatte er immerhin auch all das Leid was er bereits in seinem Leben ertragen musste überlebt und darum sprach Lev nur in den seltensten Fällen gegen die Entscheidungen des attraktiven Auftragskillers. Er hatte die Umarmung von Anisa erwidert und nickte auf ihre Frage hin. "Ja bitte.", antwortete er ihr freundlich und folgte Anisa in die Küche. Schmunzelnd beobachtete er sie dabei, wie Anisa bereits jeden Griff in dieser Küche ebenso geübt vollführte wie er. "Du kennst dich hier inzwischen gut aus,mh?", meinte er dann mit einem hörbaren Lächeln und blickte sich in der Wohnung um. "Killchen ist ein Sauberkeitsfanatiker, er freut sich sicherlich sehr darüber das du die Wohnung in seiner Abwesenheit so gut in Schuss hältst." Dankbar nahm er die Tasse nachdem Anisa den Tee fertig hatte an und setzte sich auf einen der Stühle, welche in der Küche an einem kleinen Tisch positioniert waren. "Killchen wird nicht verlieren, er kommt zurück. Das tut er immer, auch wenn ich deine Sorge sehr gut verstehe. Ich habe ich immer Angst, wenn er diese waghalsigen Missionen annimmt.", versuchte er Anisa ein wenig von der Sorge abzunehmen und sie mit ihr zu teilen.


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    • Sofort hatte Anisa sich daran gemacht, den Tee für Lev vorzubereiten. Mittlerweile kannte sie die gesamte Einrichtung der Küche auswendig und hatte in wenigen Minuten den Tee für Lev zubereitet. "Immerhin koche ich für den werten Herren.", antwortete die Rothaarige recht amüsiert. Irgendwie musste Anisa sich doch beschäftigen, wenn sie den gesamten Tag nur lernen würde, würde ihr noch der Kopf platzen und außerdem hatte sie sich versprochen, Killian dabei zu helfen, sich gesünder zu ernähren. Am liebsten würde sie ja Killian noch dabei helfen, eine gesündere Arbeit zu finden, allerdings war dies ein Thema, das Anisa noch eine sehr lange Zeit Kopfschmerzen bereiten würde. Auf Lev's nächsten Worte schmunzelte sie leicht und folgte ihm zum kleinen Tisch, an dem auch sie Platz nahm. "Irgendwie muss ich mich doch beschäftigen und außerdem habe ich mich langsam hier eingenistet, irgendetwas muss ich doch tun, um mich zu revanchieren. Und wenn es ihm dazu hilft, dann mache ich es doch gern.". Dann aber schnitten sie natürlich die Arbeit des Dunkelhaarigen an. Lev teilte ihr seine Sorge mit und versuchte sie aufzubauen. Anisa verstand, allerdings war ihre Sorge nicht unberechtigt. Ganz im Gegenteil. Sogar Lev meinte, das Killian bisher immer zurück gekehrt war, verstand er aber nicht, das es nicht immer so laufen konnte? Das irgendwann Die Zeit kommen würde, in der Killian nicht einfach so wieder zurück kam? Das sich alles von einer Sekunde auf die Andere ändern konnte? "Ich hoffe, du hast Recht.", murmelte Anisa und verschränkte ihre Arme, die sie auf dem kleinen Tisch abstürzte. "Glaubst du, er wird Isabella dieses Mal finden und erledigen können?", fragte sie dann unsicher. Bisher hatte Anisa noch nie so über den Tod eines Menschens geredet. Um ehrlich zu sein, hatte sie einfach große Angst. Nicht nur um Killian, sondern auch um sich selbst. Diese Frau ist eine Irre, eine Verrückte. Wer wusste schon, was sie dieses Mal geplant hatte.
    • Auch wenn man Lev die Sorge um seinen besten Freund ansah, war Anisa eine gute Ablenkung für ihn und sicherlich ging es der Rothaarigen genauso. Die gemeinsame Sorge um ihr Problemkind Killian hatte sie wohl zusammen geschweißt und eine gute Freundschaft ist daraus entstanden. Lev war froh, dass Anisa an der Seite des Dunkelhaarigen war. Oft genug hatte der Russe geglaubt, dass wenn es so weiter ginge Kill noch seine Menschlichkeit komplett verlor, mit Anisa schien er sie wieder bekommen zu haben. Er sah ihn öfter lachen, er hatte einen unglaublich sanften Gesichtsausdruck in ihrer Nähe und er wirkte so viel lebendiger. Anisa hatte wohl selbst keine Ahnung was für eine Macht sie über ihn hatte oder wie dankbar Lev ihr war. "Das sieht man. Ich bin froh das du ihn fütterst. Ab und an hatte ich schon Angst mein Killchen wird noch anorexisch." Natürlich machte man darüber keine Witze, aber ein Grinsen konnte sich Lev dann doch nicht verkneifen. Er hatte dankbar den Tee der Rothaarigen abgenommen und natürlich verstand er den Blick der Rothaarigen sofort. Ja, sie verließen sich beide darauf das er zurückkommen würde, aber auch wenn Killian ein echtes Naturtalent war, er war auch nur ein Mensch und das vergaßen viele. Auch Lev vergaß es gelegentlich und dafür hasste er sich. Gerade als Anisa ihre Frage stellte und der Schwarzhaarige antworten wollte, hörte er wie jemand von außen den Code für die Tür eingab. Hatte Killian etwas vergessen? Nein... auch wenn Lev und Killian die einzigen waren, welche die sich ständig ändern Codes kannte, stimmte hier etwas nicht.
      "Anisa...geh ins Schlafzimmer..."langsam stellte Lev seine Tasse auf den Küchentresen und bewegte sich ebenfalls vorsichtig in Richtung des Schlafzimmers von Killian. Glücklicherweise wusste er das Killian jemand war, der Waffen in seiner Wohnung versteckte. Eine davon war unter dem Bett befestigt. Sie mussten nur ...
      " Buona Sera", hauchte eine verführerische aber auch kalte Frauenstimme in die Wohnung und Lev erkannte die Stimme direkt.


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    • Die Gesellschaft des Russen tat der Rothaarigen mehr als nur gut. Nicht nur das sie seine Anwesenheit als angenehm empfand, es lenkte sie davon ab, das Killian wieder seiner Arbeit nachgegangen war. Gott, sie hoffte wirklich, das er schnellst möglich wieder zu ihr nachhause kommen würde. Sie fürchtete sich, das Isabella wieder irgendetwas ausgeheckt hatte, bei dieser Verrückten konnte man nie wissen. "War es denn wirklich so schlimm?", hackte Anisa dann besorgt nach. Lev hatte ihr erzählt, das Killian unregelmäßig und nur ungesunde Nahrung zu sich nahm und sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ihm bei der gesunden Ernährung zu unterstützen. Das Frühstück bekam er noch immer nicht ganz runter, aber Killian gab sich für die schöne Rothaarige äußerst viel Mühe. Als sie Lev den Tee übergeben hatte, setzten sie sich gemeinsam an den kleinen Tisch und konnte sich die Frage über Isabella nicht zurückhalten. Aber Anisa erhielt keine Antwort, das Einzige was plötzlich zu hören war, war die Codeeingabe für die Wohnungstür. Irritiert sah Anisa Lev an, der ebenso überrascht war. Hatte Killian etwas vergessen? Das es sich um jemand Anderen handeln konnte, wollte Anisa nicht glauben, niemand kannte den ständig wechselnden Code dieser Wohnung, abgesehen von Lev und Killian selbst. Langsam erhob sich die schöne Rothaarige, eingeschüchtert von der Reaktion des Russen und folgte seinen Worten. Lev folgte ihr ins Schlafzimmer, bevor sie allerdings den Raum erreichen konnten, konnte Anisa eine ihr bekannte Stimme hören. Eine viel zu bekannte Stimme. Mit Schock geweiteten Augen sah sie zu Lev. Ihr Körper war wie erstarrt, ihre Beine gehorchten ihr nicht mehr und wuchsen mit dem Boden zusammen. Das war nicht möglich, wie konnte es sein? Das konnte nicht Isabella sein, Nein. Diese Stimme musste ihr einfach nur ähneln...
    • Für Smalltalk blieb den beiden leider keine Zeit. Lev hätte sich natürlich deutlich lieber mit Anisa unterhalten und den ein oder anderen leckeren Tee gekostet, aber das war ihnen wohl nicht vergönnt. Viel schlimmer war noch, dass Lev es nicht rechtzeitig bis zum Schlafzimmer seines besten Freundes schaffte, er selbst keine Waffen bei sich trug und nun fieberhaft überlegte, wo die nächste von Killians Waffen versteckt war. Das allerdings Isabella durch die Tür schritt, als wäre das gerade im Moment nicht das absurdeste überhaupt, half ihm nur bedingt bei seiner Überlegung. Die attraktive Italienerin hatte sich wohl für ihre persönliche Vendetta ordentlich heraus geputzt. Sie trug ihr langes Haar zu locken, gedreht zu einem Zopf an der Seite. Ihre leuchtenden Augen dunkel geschminkt, während ihre Lippen feuerrot leuchteten, ebenso wie das passend rote Kleid, welches sich an den schlanken Körper schmiegte, es sah aus wie Seide. Ob sie wohl erwartet hatte Killian hier anzutreffen? Lev bezweifelte es stark. Hinter ihr tauchten zwei Männer auf, ein zierlicher Asiate mit einem Laptop in der Hand, offenbar derjenige welcher den Code geknackt hatte und ein braun gebrannter 2 Meter-Typ mit kahl rasierten Kopf und Sonnenbrille auf der Nase. Es war erschreckend unheimlich wie vorbereitet und analytisch diese Frau vor ging. Alles was sie tat war aufs Detail geplant, ihre Intelligenz erschreckend präzise. Lev hatte sich nicht ohne Grund seit Jahren vor dieser Frau in Acht genommen.
      "Isabella.", spuckte Lev verachtend ihren Namen in den Raum. "Keinen Mucks, sonst schieße ich eurer Principessa eine Kugel in den Kopf.", säuselte Sie zuckersüß, nickte dem Schrank an ihrer Seite zu, welcher Lev zusammen mit Anisa, welcher er grob auf die Beine half, an zwei Stühle Rücken an Rücken zusammen band. "Klischeehafter ging es wohl nicht.", fauchte Lev, der sich Anisa zur Liebe nicht gewehrt hatte. Es dauerte nicht lange, da hatte man ihm bereits den Mund zugebunden - ja Klischeehaft.
      " Buona Sera Principessa.", schnurrte Isabella entzückt und schritt auf Anisa zu. "Es ist so einfach mit dir ... du kannst dir wohl nicht mal für Kill die Hände schmutzig machen mh? Wärst du ins Schlafzimmer gerannt, hättest du die Waffe unter dem Bett unseres Süßen gefunden und mich erschießen können, aber das traust du dich natürlich nicht. Wolltest du Lev die Arbeit überlassen? Er ist ein Kämpfer." amüsiert hatte sich Isabella auf dem Sessel im Wohnzimmer den beiden gegenüber niedergelassen, überschlug ihre langen Beine und betrachtete die gefesselte Rothaarige.


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    • Irgendetwas an ihrem Gehör musste nicht ganz in Takt sein. Es konnte doch nicht Isabella sein, die gerade die Wohnung betreten hatte. Wie war es ihr möglich, diesen Code herauszufinden und wie um Gottes Willen hatte sie es unbemerkt hier her geschafft? Anisa gefror das Blut in den Adern und sie konnte sich nicht mehr bewegen. So sehr sie es auch gewollt hatte, sie konnte einfach nicht weiter gehen. Ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen und mit einem Mal wurde ihr ganz Schlecht. Anisa wusste um die ganzen versteckten Waffen, die sich in dieser Wohnung befanden, immerhin hatte Killian alles dafür gegeben, das sie in Sicherheit war und sich auch wehren konnte, wenn er sich mal wirklich nicht bei ihr befand. Aber Anisa hatte sich einfach nicht mehr vom Fleck bewegen können, sie war wie versteinert. Sie sprach nicht, hörte nur die ihr viel zu bekannte Stimme und spürte nur irgendwann, wie sie an einen Stuhl gefesselt wurde. In ihrem Kopf ging Anisa gerade alles durch, um nicht völlig durchzudrehen. Sie musste sich beherrschen, tief durchatmen und einen kühlen Kopf bewahren, um nichts falsches zutun. Nicht nur ihr Leben stand hier auf dem Spiel, sondern auch Lev's. Ihm durfte nichts passieren, nur weil sie eine Panikattacke hatte. Dann, als Anisa glaubte, endlich wieder Kontrolle über sich selbst zu gewinnen, wanderten ihre schönen Augen zu Isabella, die sich auf einen Sessel ihnen gegenüber gesetzt hatte. "Du siehst so aus, als hättest du dich in der gesamten Zeit in einer Gosse aufgehalten, hast du auch daher deine zwei Verfolger?", kam es ihr nur provozierend über die vollen Lippen. Anisa durfte keine Angst zeigen und auch nicht besitzen. Es würde Isabella nur beweisen, gesiegt zu haben und für Anisa selbst hieß es, die Nerven zu verlieren. "Du solltest verschwinden, solange du noch kannst.".
    • Lev versuchte mit den Füßen zu strampeln um sie beide irgendwie von dem Stuhl lösen zu können, aber es war vergebens. Er schrie gegen das Tuch welches ihm den Mund verband, so dass nur leise Geräusche durch drangen und man ohnehin nichts verstand. Isabella schien sich jedenfalls köstlich zu amüsieren. Die Worte von Anisa konnte sie nicht ernst nehmen, weshalb sie eher belustigt zu ihr blickte und kicherte. "Du drohst mir? Du die jetzt schon am liebsten Heulen würde? Was willst du bitte tun? Würde ich dir jetzt eine Waffe geben, könntest du nicht einmal schießen, würdest flehen das Killian auftaucht und dich wie immer rettet.", daraufhin winkte sie zur Seite und deutete dem groß gewachsenen Kerl sich vor die Tür zu stellen und dort zur Sicherheit Wache zu halten. Den zierlichen Asiaten hatte sie vor die Bewachungskameras gesetzt. Auf Nummer sicher ging Isabella schon immer, dass erklärte auch warum sie immer noch lebte. "Wenn wir schon dabei sind. Was glaubst du wie oft er wohl schon wegen dir leiden musste, nur um dich zu retten?", säuselte Isabella amüsiert und erhob sich von dem Sessel, ehe sie sich vor Anisa stellte und ihr mit den langen rot lackierten Fingernägeln über die Wange strich. "Lass mich raten, um dich armes unschuldiges Ding zu beschützen, hat dir niemand verraten was auf der Reise passiert ist nicht wahr?" Daraufhin hörte man Lev bereits verzweifelt irgendetwas sagen, aber man verstand weiterhin kein Wort. Eine Reaktion welche Isabella zum Lachen brachte. "Levs Reaktion zu urteilen, hat dir Killian tatsächlich nichts gesagt. Aww, wie immer leidet er ganz alleine. Er lächelt dir ins Gesicht, ist stark, unerschrocken und mutig, während er all das durch leiden muss und das nur weil er dieses Leben lebt und nun auch noch das Mädchen beschützen muss, dessen Vater nach ihm giert wie ein Geier." Grob fasste Isabella der Rothaarigen in die volle Mähne und zog sie kräftig nach oben. "Wo fange ich an? Bei deinem perversen Vater oder dem Knast, in welchen Killian geworfen wurde während Lev und dein früher Loverboy versucht haben ihn heraus zu holen?"


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    • Anisa setzte alles daran, stark zu bleiben, sie musste es, um keinen Rückfall zu erleiden. Deshalb sprach sie auch gegen Isabella. Es war zwecklos, das wusste Anisa. Killian konnte doch nicht ahnen, das diese Verrückte zwei eigenartige Männer an Land gezogen hatte, die ihr halfen. Hier, in seiner eigenen Wohnung vermutete er sie am aller wenigsten und vermutlich befand er sich auf dem Weg zu dem Treffpunkt, den Isabella Anisa als Nachricht über das Handy geschickt hatte. Vielleicht musste sie nur lange genug durchhalten, bis ihnen jemand zur Hilfe kam oder sie sich selbst durch irgendein Wunder befreien konnte. Isabellas Antwort brachte Anisa kurzerhand zu Schweigen. Sie hatte Recht, sie hatte absolut Recht. Ein einziges Mal hatte Killian der Rothaarigen ein Messer in die Hand gedrückt und sie hatte nichts weiter geschafft, als es fallen zu lassen. Selbst wenn Isabella ihr jetzt eine Waffe in die Hand drückte, schaffte Anisa es nicht, sie zu erschießen. Ihre nächsten Worte allerdings machten sie hellhörig. Killian musste wegen ihr leiden? Ihre Emerald grünen Augen fixierten die Brünette, die sich aus dem Sessel erhob und sich ihr näherte. Mit ihren rot, lackierten Fingernägel durch sie über ihre zarte Wange und kam auf die Reise in Rom zu sprechen, woraufhin Lev versuchte wie ein Verrückter etwas zu sagen, allerdings waren seine Worte nicht zu verstehen. "Wovon sprichst du...", brachte Anisa irritiert über die Lippen woraufhin Isabella antwortete und ihr dann grob in das Haar fasste und sie schmerzhaft daran zog. Mit Schmerzverzerrtem Gesicht sah Anisa zu der Brünetten die etwas aussprach, das Anisa absolut nicht verstand. Ihr Vater sei Pervers und Killian im Gefängnis gewesen? Während er sich in Rom aufgehalten hatte? Ihr Blick wanderte schockiert zu Boden. War dies der Grund, weshalb nur Jaden mit Lev telefonierte und Killian sich nicht meldete? Hatte er diese Zeit wirklich im Gefängnis verbringen müssen? Und was war die Sache mit ihrem Vater? "Ich hab ja schon immer gewusst, das du Verrückt bist.", meinte Anisa nur verwundert, ohne zu Wissen, was sie mit ihrer Aussage anfangen sollte. Das konnte nicht sein, Isabella log.
    • Oh, wie Recht sie doch hatte. Natürlich hatte Killian seiner geliebten Anisa alles verschwiegen um sie nicht zu gefährden oder traurig zu machen. Es war so rührend das Isabella am liebsten gekotzt hätte. Diese verfluchte rothaarige Hexe hatte aus ihrem Killian ein zahmes Kätzchen gemacht! Ihr Killian war nicht so! Ihr Killian war kalt, er war wunderschön und unberechenbar. Niemand durfte ihn haben außer Sie. Niemand passte so perfekt zu ihm und wenn sie ihn nicht haben konnte, dann durfte es auch kein anderer. Ihr geliebter Killian hatte als wunderschöner Killer frei und ohne Verpflichtung zu leben. Zuerst würde sie dieses Miststück beseitigen, die ihn beeinflusst und danach den perversen alten Idioten. Eines Tages würde Killian ihr dankbar sein, dessen war sich Isabella zu 100% sicher. Die attraktive Italienerin beobachtete amüsiert wie Lev auf dem Stuhl herum zappelte. Es war ihr Glück das der Russe keine Kämpfernatur war. Er war gefährlich ja, aber niemand im Vergleich zu Killian. Gefesselt konnte er nichts ausrichten. Isabella würde dieses Spiel genießen. Die ahnungslose Prinzessin wusste von überhaupt nichts. "Ich bin also verrückt? Wie niedlich unsere Principessa wird natürlich von allem und jedem beschützt. Wunderst du dich wirklich warum dir niemand etwas erzählt? Weil du schwach bist und jeder für dich einstehen muss, weil du nichts alleine kannst.", säuselte Isabella entzückt. Lev strampelte unterdessen immer noch wie ein Verrückter auf dem Stuhl herum. Die Panik stand ihm ins Gesicht geschrieben und nun war sich Isabella erst Recht sicher, dass es vorgesehen war Anisa auf Ewig im Dunkeln tappen zu lassen. "Na mal sehen, wo fange ich an?", grinsend lies sich die Brünette auf dem Sofa nieder und strich über die Lehne. Haaah ~ es roch alles so herrlich an ihrem Angebeteten. Dieser Duft, er machte sie ganz verrückt. Kichernd blickte Sie zu Anisa. "Ich hoffe du hattest eine schöne Zeit mit meinem Kätzchen. Er ist unglaublich nicht wahr? Sowohl im Bett als auch Privat, wenn man bedenkt was er alles durch leiden musste. Eigentlich hatte er geglaubt, dass er sich inzwischen gegen all die Typen wehren kann die ihm an die Wäsche wollen, nun nicht wenn er in Rom in den Knast gewandert ist. Hast du dich nicht gewundert, warum all die heimlichen Telefonate hinter deinem Rücken statt gefunden haben und Kill einfach nicht zurück kam? Er saß im Knast und was passiert wohl mit einem hübschen Jungen dort? Nun ich wusste das ihn das nicht brechen würde, er ist es gewohnt.Immerhin ist dein geliebter Daddy ebenso ein perverser alter Sack. Weißt du warum all seine Bodyguards früher so schnell verschwunden sind? Einen hat Kill als Kind getötet, weil er sich an ihm vergangen hat und die anderen wurden von deinem Vater umgebracht, aber nicht aus Herzensgüte, sondern weil er Killian mit niemanden teilen will. Wie oft musste sich unser Liebling vor ihm schon nackt ausziehen oder bei ihm in eurem reizenden Sommerhaus in seinem Bett schlafen?" Man vernahm plötzlich wie Lev es geschafft hatte, sich das Tuch das um seinen Mund gewickelt war mit den Zähnen herunter zu reissen. "Hör nicht hin Anisa!", schrie der junge Russe laut. "Wieso? Weil ihr der kleinen Prinzessin ständig die Wahrheit verschweigt? Hast du dich nie gewundert woher die blauen Flecke an Killian kamen als er klein war? Garantiert nicht vom Training. Dein Vater hätte jeden getötet, der den hübschen Jungen auch nur angefasst hätte."
      "Isaballa!", schrie Lev laut. "Oh, aber so unschuldig ist unser Killian auch nicht. Er weiß genau das er gut aussieht und die Leute auf ihn stehen. Wie oft hat er das zu seinem Vorteil genutzt und Leute während er mit ihnen geschlafen hat umgebracht? Wie eine schwarze Witwe." Entzückt leckte sich Isabella über die Lippen. "Er ist nicht zerbrochen und wenn du erst einmal weg bist, wird er wieder zu dem perfekten Killer, welcher er einmal war." Daraufhin erhob sich die Brünette und richtete ihre Waffe auf Isabella.
      " arrivederci Principessa."


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    • Verwirrt starrte Anisa zu der Brünetten hinauf. Sie hatte diese Schlange als Verrückt bezeichnet und genau das war sie auch. Diese Frau ist Irre! Und wovon sie plötzlich anfing zu sprechen, konnte Anisa nicht ganz verstehen. Das ihr einiges Verschwiegen wurde, dass war ihr bewusst, um was es sich aber handelte, konnte die Rothaarige doch nicht ahnen. Während Lev wie wild auf seinem Stuhl zappelte und alles daran setzte, das Tuch um seinen Mund abzuschütteln, saß Anisa fast schon still auf ihrem und sah Isabella verdutzt an. Wollte sie ihr tatsächlich sagen, was ihr verheimlicht wurde? Weshalb? Womöglich war ihre SMS doch nicht gelogen, nur hatte sie ausgelassen, das sie sie nach ihrem Treffen töten würde und diese Informationen teilte sie auch nicht, weil sie Anisa so sehr mochte. Oder log diese Frau nur? Ihre grünen Augen folgten Isabella, fixierten sie und achtete auf jede ihrer Bewegungen. Als sie sich dann auf dem Sofa nieder ließ, ließ Isabella die Rothaarige nicht lange warten und rückte sofort mit der Information raus. Anisa versuchte ihren Worten zu folgen, konnte ihnen aber keinen Glauben schenken, Levs Reaktion allerdings gab ihr zu verstehen, das diese Worte alles andere als eine Lüge waren. Ihre Augen waren geweitet, starrten zu Boden und ihr Körper begann bei jedem weiteren Wort zu zittern. Killian hatte die gesamte Zeit, die er in Rom war, in einem Gefängnis verbracht? Und man hatte sich an ihm vergangen? Es zerbrach ihr das Herz. Hatte er so wenig vertrauen in ihr? Vertraute er ihr nicht genug, um über solch schrecklichen Sachen in seinem Leben zu sprechen? Als Isabella dann aber von ihrem Vater erzählte, glaubte sie, sich gleich auf diesen teuren Teppich übergeben zu müssen. Hatte Lev ihr nicht erzählt, das ihr Vater ihn hatte töten lassen? Die ganzen Bodyguards... Er hatte es nicht für Killian getan... Er, ihr eigener Vater war genauso ein Mistkerl wie all die Anderen auch. Anisa spürte, wie ihr Herz wie wild gegen ihre Brust hämmerte. Ihr Vater wollte Killian nackt sehen? Er sollte in dem verdammten Bett in dem Sommerhaus schlafen? Hatten sie sich nicht bei ihrer ersten Flucht sogar in diesem Haus befunden? Anisa musste sich schwer beherrschen, um nicht die Kontrolle über sich zu verlieren, aber als sie hörte, wie Isabella erzählte, das Killian auf besondere Art seinen Körper zu seinem Gunsten nutzte, konnte sie nicht mehr. Das er Menschen tötete, wusste sie. Das er aber mit ihnen schlief und sie währenddessen tötete... Gott. Hatte sie sich so sehr in Killian getäuscht? Ihre Schock geweiteten Augen wanderten hinauf und sahen direkt in den Lauf einer Pistole und wenige Sekunden später war ein Schuss zu hören, Glas zersplitterte in tausend Teile und darauf folgte ein dumpfer Aufprall eines leblosen Körpers. Ängstlich zuckte die Rothaarige zusammen und sah nur, wie ein Körper zu Boden fiel. Erst verstand sie nicht, was hier vor sich ging und versuchte aus dem Augenwinkel zu erkennen, wer zu Boden gefallen war. Panik war ihr ins Gesicht geschrieben. War es Lev? Hatte sie Lev getötet? Gerade als Anisa panisch nach dem Russen schreien wollte, konnte sie erkennen, das es sich um den großen Mann handelte, der die Tür bewachen sollte, dann plötzlich ein zweiter Schuss. Der Asiate, der die Kameras im Auge behalten sollte, ließ einen schmerzerfüllten Schrei los, er wurde in die Schulter getroffen. Dann ein dritter Schuss, direkt in seinen Kopf, der nun ebenso leblos auf seine Tastatur fiel.
    • Ob es nun Glück oder Pech war, dass Killian nicht mitbekommen hatte das Isabella mal eben seine komplette Lebensgeschichte aus dem Nähkästchen quatschte war abzuwarten. Viel mehr starrte er genervt auf den schlanken Rücken vor sich, der in die gleiche Richtung rannte wie er: Sein Zuhause. Warum ihm ausgerechnet sein vermeintlicher Bruder mitteilen musste, dass er sich am falschen Ort befand und Isabella ausgerechnet Anisa und Lev in seinen eigenen vier Wänden abfing, war ihm zwar ein Rätsel, aber insgeheim war er dankbar das Jaden ihm geholfen hatte. Erneut! Das war ein Umstand den er allerdings alles andere als begeistert verdauen musste. "Will ich wissen, warum du schon wieder wusstest wo ich bin?", murmelte Kill, während er Jaden einholte und gemeinsam mit ihm zurück rannte. Er wurde das Gefühl nicht los, dass ihm der Blondschopf irgendwann einmal einen Peilsender in den Kaffee geworfen hatte und dieser nun in seinem Körper umher dümpelte - ganz toll. Jaden hatte ihm nicht wirklich verraten, warum er hier war. Lediglich ein´Du bist am falschen Ort´und schon waren sie zu zweit zurück gerannt. Rechtzeitig wie es aussah, denn gerade als Isabella ihre Waffe auf Anisa richtete und ein arrivederci Principessa säuselte, waren sie in der Wohnung angekommen. Er hatte nicht einmal einen Pin eingeben müssen ... er würde wohl ein ernstes Gespräch mit seinem Lieblingsrussen führen müssen. Die attraktive Italienerin und auch seine gleichzeitig ehemalige Bettgefährtin hatte nicht einmal die Zeit bekommen zu reagieren, als ihre Gefolgsleute auf den Boden fielen, da hatte Killian blitzschnell seine eigene Waffe gezückt. Gott, diese Flecken würde er nie wieder aus dem Teppich bekommen!
      "Arricederci Isabella." und drückte ab.


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    • Panik war in Anisas Gesicht zu erkennen, sie hatte ernsthaft geglaubt, das Lev erschossen worden war, als sie den Schuss gehört hatte. Woher der Schuss kam, konnte sie gar nicht deuten, allerdings waren es glücklicherweise die Anhänger von Isabella, die zu Boden gingen. Was Anisa nicht wusste, war, das Jaden Killian abgefangen und verraten hatte, das er sich am falschen Ort befand. Woher der Amerikaner das wusste, konnte er später noch erklären, nun aber gab es keine Zeit dafür. Gemeinsam mit Killian war Jaden zu der Wohnung des Brünetten gerannt und hatte irgendwann einen anderen Weg eingeschlagen. Jaden war durch ein Treppenhaus gestürmt und befand sich nach viel zu vielen Treppen irgendwann mit Schnappatmung auf dem Dach des Gebäudes. Er befand sich nur einen Block weiter und hatte die perfekte Sicht zum Balkon. Mit seinem Scharfschützengewehr, das er auf dem Dach postiert hatte, visierte er die zwei Männer an, die sich ebenfalls in Killians Wohnung befanden. Noch bevor Killian seine Wohnung betrat, erschoss Jaden den Mann davor, der leblos zu Boden fiel, dann nahm er sich den Asiaten vor, der die Kameras im Überblick behielt, scheinbar aber viel zu abgelenkt von Isabella gewesen war, als auf seinen Bildschirm zu starren. Ein fataler Fehler und wäre Jaden nicht außer Puste, hätte er seine zweite Kugel nicht in seiner Schulter versenkt, sondern in seinem Kopf. Keine Sekunde später und Killian betrat die Wohnung, woraufhin auch Jaden seinen dritten und letzten Schuss abfeuerte und den zierlichen Asiaten zur Streckte brachte.
      In den letzten Sekunden waren so viele Schüsse gefallen, das Anisa gar nicht hatte mitzählen können und starrte nur verängstigt in den Lauf, der vor einer Sekunden noch auf sie gerichtet war. Ihr Körper zitterte und ihre Atmung wurde schnell und unregelmäßig. Ein Rückfall konnte sie nun nicht gebrauchen, allerdings konnte sie dies alles nicht so schnell verarbeiten. Plötzlich zerrte Anisa panisch an den Fesseln, atmete schnell und glaubte, sich gleich übergeben zu müssen. Der Anblick der Leichen, des Blutes und der Geruch machten sie verrückt. Das war zu viel. Viel zu viel.
    • Zugegeben hatte sich sein Bruder als sehr talentierter Sniper heraus gestellt und auch wenn es Killian in den Fingern juckte, ihm wegen des verpatzen Schusses aufzuziehen, musste er ihm doch sein Talent hoch anrechnen. Kill war ein Meister mit Nahkampfwaffen und konnte auch entfernte Ziele perfekt analysieren und treffen, solange sie eben im Blickfeld seiner Augen waren. Mit reinen Sniperfähigkeiten war er nicht gesegnet. Das seine Wohnung nun einem echten Horrorfilmszenario glich hatte der attraktive Dunkelhaarige nicht unbedingt geplant und es wurmte ihn, dass er nicht früher hatte reagieren können. Nun stand er schon wieder in der Schuld seines Bruder, es war zum verrückt werden. Er hatte aber keine Zeit sich und seinen Bruder gleichermaßen in Gedanken zu verfluchen, da er sich um Anisa und Lev kümmern musste. Die Rothaarige sah so aus, als wollte sie sich am liebsten übergeben und Killian konnte es ihr nicht verübeln. Nun sein Teppich war ohnehin im Eimer, da würde das auch nicht mehr viel ausmachen. Schnell hatte sich der Dunkelhaarige an die Seite seiner zwei liebsten Menschen begeben und diese von den Fesseln befreit. Warum Lev ihn allerdings so schuldbewusst ansah, würde Killian erst später in Erfahrung bringen, jetzt aber galt seine Sorge seiner Freund. "Anisa ... es tut mir Leid, dass ich so lange gebraucht habe.", flüsterte er ihr zärtlich zu und zog sie an sich. Während er die Rothaarige im Arm hielt, blickte er zu Lev, woraufhin ihm dieser zunickte und sein Handy zückte um alles Weitere in die Wege zu leiten. John würde informiert werden, die Opfer beseitigt und falls es Zeugen gibt diese entweder erpresst oder aus dem Weg geschafft. Es war alles solch eine Routine, dass es das Ganze unheimlicher machte als es ohnehin schon war. "Anisa?", flüsterte er vorsichtig an seine Freundin gewandt. Irgendetwas anders war neben diesem schrecklichen Anblick vorgefallen, dass spürte Killian... er hatte nur keine Ahnung was und wie schwer wiegend dies werden würde.


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    • Es war ein schrecklicher Anblick und Anisa gab wirklich ihr bestes, sich nicht sofort zu übergeben oder zusammen zu brechen. Ihr psychischer Zustand war alles andere als in Ordnung. Nicht umsonst hatte Anisa mühselig eine Therapeutin aufgesucht und sich in ihre Behandlung begeben. Dies alles war also kein gutes beisteuern ihrer Genesung. Als sie so panisch an den Fesseln zerrte und sich in ihre zarte Haut schnitt, kam wenig später jemand, um sie davon zu befreien. Noch immer starrte sie auf den Boden vor sich, ohne zu merken, wer genau es war, der ihre Fesseln löste. Auch die Stimme, die ihr sanft zusprach, realisierte sie erst nicht. Ihr Blick war eigenartig leer und doch voller Angst und Panik. Auch wenn Anisa eine starke und toughe Frau ist, ihr seelischer Zustand verkraftete solch Anblicke nicht. Dann hörte sie erneut eine Stimme, die ihren Namen flüsterte. Eine Stimme, die ihr so vertraut war und doch bereitete genau diese Stimme ihr Schmerzen. Noch immer mit schockiert geöffneten Augen blickte sie zu Killian, auch realisierte sie erst in diesem Moment, das er sie schützend in seinen Armen hielt. Wieder hallten Isabellas Worte in ihrem Kopf und Anisa konnte nicht anders, als heftig mit dem Kopf zu schütteln. Fort mit diesen verlogenen Worten! Sie seien alle nur gelogen, redete Anisa sich stumm selbst ein. Oder war Killian all das? Schlief Killian mit ihr und während seiner Arbeit, außerhalb ihrer schützenden vier Wände, schlief er mit seinem Opfer um ihn folglich zu töten? Das war krank. Und ihr Vater? Wie sollte sie ihm jemals wieder in die Augen sehen können? Er befahl Killian sich auszuziehen um ihn anzustarren? Hatte er ihn etwa auch schon angefasst? Gott, Anisa wurde schlecht. Bei diesen Gedanken drückte sie Killian von sich und erhob sich auf schwankenden Beinen und rannte, ohne große Überlegung aus der Wohnung. Sie brauchte frische Luft, in dieser Wohnung glaubte sie, noch zu ersticken. Ob ihr nun jemand folgte, wusste Anisa nicht. Das Einzige was sie hörte waren ihre Schritte, die durch das Treppenhaus hallten und dann plötzlich eine ihr bekannte Stimme, als sie gegen etwas rempelte. "Hey Schöne, ist alles Okay?", fragte Jaden aufrichtig besorgt, gegen den sie gestoßen war, als sie das Gebäude verlassen hatte. "Was ist hier nur los?", schluchzte Anisa plötzlich und stolperte in die Arme des Blonden, ohne sich selbst weiterhin auf den Beinen halten zu können. Was sollte sie nur glauben?
    • Killian wusste im Augenblick nicht was er schlimmer finden sollte, dass ihn der Anblick von all dem Blut und Tod nicht schockierte, er lediglich um seinen Teppich besorgt war oder über den Anblick seiner Freundin und seines besten Freundes. Es machte ihn fertig, dass er so kalt war bei dem Anblick. Hatte er tatsächlich aufgehört irgendeine Form von Schuldgefühlen zu besitzen, wenn er ein Leben nahm? Gott, was für ein Monster war er eigentlich?
      Wenigstens der Anblick seiner liebsten Menschen sorgte bei ihm noch für Sorge und Angst, weswegen er blitzschnell an der Seite der beiden war und sie befreite. Anisa hatte er in seine Arme gezogen, nur blieb sie dort nicht lang. Sie starrte ihn lediglich fassungslos an, drückte ihn von sich und rannte panisch aus dem Raum. Perplex saß Killian auf seinem Boden an der Stelle, an welcher er zuvor noch seine Freundin im Arm hielt und wusste nicht mehr weiter. Was war los? Lag es an dem furchtbaren Anblick? War sie wütend, dass erst so knapp zu ihrer Rettung geeilt war? in Killians Kopf kreisten so viele Fragen, dass ihm schwindelig wurde und er einen Augenblick glaubte, er müsste sich übergeben. Die Aussage von Lev die ihm zwar die Augen öffnete, sorgte erst Recht dafür das ihm speiübel wurde.
      "Sie weiß es Killchen... die Sache mit Rom, was dir in der Vergangenheit passiert ist ... mit ihrem Vater. Ich wollte Isabella aufhalten, aber ... moj Bog, praßtí minʲá paschálußta." entschuldigte sich Lev betroffen auf russisch, woraufhin Killian lediglich wie ein Zombie aufstand. Hatte sie etwa auch die Videos gesehen? Killian merkte wie er kreidebleich wurde und sich sein Magen förmlich umdrehte, trotzdem riss er sich zusammen jetzt nicht durch zu drehen. Er blieb ruhig ... ruhig wie immer. Tief atmete er ein und aus, nickte Lev zu und verschwand aus seiner Wohnung, nur um seine Freundin in den Armen seines Bruders wieder zu finden.


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    • Für Anisa war es eine schreckliche Wahrheit. Zu was Killian imstande war und was ihrem Liebsten angetan wurde. Das ihr Vater kein guter Mensch war, daran hatte sie niemals gezweifelt, das er aber ebenfalls dolch perverse Gelüste besaß, das brachte sie beinah zum übergeben. Damit kämpfte Anisa gerade, sich nicht übergeben zu müssen und mit dem Gedanken, das ihr Vater ihrem Freund so viel Leid antat. War Killian dies wirklich egal? Zog er sich tatsächlich fügsam vor ihm aus? Wurde er berührt? Dieser Gedanke war ekelerregend, woraufhin sich die Nackenhaare der Rothaarigen aufstellten. Ihr gesamter Körper zitterte, ihre Atmung war schnell und unregelmäßig und kaum was sie in die Arme des Blonden gestolpert, begann sie laut schluchzend zu weinen. Wieso tat man ihr das alles an? Belog man sie ihr gesamtes Leben? Anisa verstand, das Killian solch grausame Taten verschwieg, aber Gott verdammt wieso traute er nicht ihr? Bewies sie nicht jeden Tag, wie sehr sie ihn in ihrem Leben wollte? Wie sehr sie ihn brauchte und wie tief ihre Gefühle für ihn gingen? Enttäuscht von Killian und angeekelt von ihrem eigenen Vater, suchte sie Schutz in den Armen von Jaden, der überfordert seinen Blick hob, als er die Schritte des Brünetten kommen hörte. Weshalb Anisa weinte, konnte er nicht wissen, er glaubte, es sei wegen dem schrecklichen Szenario gewesen. "Es wird jetzt alles wieder in Ordnung, Anisa.", sprach er ihr beruhigend zu, woraufhin sie mit dem Kopf schüttelte, Worte brachte sie im Moment nicht zustande.
      Auch John ließ nicht lange auf sich warten und war aus einem schwarzen Auto gestiegen, das vor dem Gebäude hielt. "Anisa.", rief er seine Tochter besorgt, dabei fiel sein Blick auf Jaden, dessen Gesicht ihm unbekannt war, jedoch nicht an diesen Ort gehörte. Diesen Mann würde er noch genauer unter die Lupe nehmen. Jetzt aber gab er seinem väterlichen Instinkt nach und näherte sich seiner Tochter, die bei seiner Berührung zusammen zuckte und zurück schreckte, als ihre Augen ihn erfassten. "Du verdammtes Schwein!", brüllte Anisa ihrem Vater entgegen. "Du bist doch an allem Schuld! Wieso hast du das getan? Wieso tust du das!", brüllte die Rothaarige weiter und schlug kraftlos auf ihren Vater ein. "Pezzo di merda!", brüllte sie ihm entgegen, als John versuchte, sie irgendwie zu beruhigen. Die Reaktion der Rothaarigen schockierten ihn deutlich. John redete auf seine Tochter ein, kam jedoch nicht gegen ihre Stimme an und wollte gerade nach ihren Armen greifen, um ihre Schläge, die ihm keine Schmerzen verursachten, zu stoppen. Allerdings stieß sie sich von ihm weg, machte auf dem Absatz kehrt und lief so schnell sie konnte davon.
    • Was Anisa wohl von ihm dachte? War sie angeekelt von ihm? Hasste sie ihn nun wirklich? Vielleicht war es auch gut so und sie würde endlich nicht mehr in Gefahr wegen ihm sein, weil sie ihn nun endlich aus vollem Herzen hassen konnte. Doch ganz gleich wie sehr Killian versuchte sich zu beruhigen und irgendwie daraus etwas Positives zu gewinnen, er schaffte es nicht. Er hatte nie geplant das irgendetwas von seinem Leben ans Licht kommt, zumindest nicht vor Anisa. Lev hatte sein möglichstes getan, dass wenigstens diese schrecklichen Videos von ihm verschwanden und die Gerüchteküche zum Schweigen kam, aber das Isaballa Anisa alles verraten würde, das konnte er nicht ahnen. Ehrlich gesagt hatte Kill sie unterschätzt, er hatte die Textnachricht an die Rothaarige nicht ernst genommen und nun das. Sein Herz pochte wie verrückt, sein Magen drehte sich wie in einer schrecklichen Achterbahn und eine Angst die er sonst selten verspürte keimte in ihm auf. Gott, er wollte sie nicht verlieren! Er brauchte Anisa, er brauchte sie und ... ganz gleich wie schlecht er für sie war, er wollte sie bei sich. Verdammt...verdammt. Nicht noch einmal, er durfte nicht einmal einen kostbaren Menschen verlieren. Wie in Trance hatte er das Bild zwischen Jaden und Anisa beobachtet. Ob Jaden vielleicht wirklich besser für sie war auch wenn er selbst in diesem Metier lebte? Der Blonde schien offenbar keine Ahnung zu haben und wirkte überfordert. Konnte Killian ihm nicht verübeln. Ob sein vermeintlicher Bruder wohl wenn er von allem wusste noch Kontakt zu ihm wollte? Fast hätte Killian gelacht.
      Als John auftauchte wurde das Drama perfekt mit einem Streit abgerundet, während die Zeugen die verwirrt aus ihren Wohnungen stürzten anderweitig versorgt wurden. Glücklicherweise konnte man das Schweigen der Menschen mit Geld und Angst erkaufen.
      Die verwirrten Blicke von Jaden und John lagen nun auf Killian als Anisa abgehauen waren und man bemerkte direkt das sie beide etwas sagen wollten, doch Killian kam ihnen zuvor. "Ich kümmere mich um sie." Daraufhin nahm er die Beine in die Hand und rannte Anisa schnell hinterher. Glücklicherweise war er doch deutlich schneller und konnte sie vor dem Haus abfangen.
      "Anisa..."


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    • In was für einem Leben befand sich die Rothaarige? Hatte sie sich in den Menschen, die sie liebte, so sehr getäuscht? Was war das, dass ihr Vater an Killian band? Hatte er ihn auch schon berührt oder hatte er ihn tatsächlich nur angesehen? Gott, das sie sich so sehr in ihrem Vater getäuscht hatte, hatte sie niemals erwartet und das Killian dies einfach so hin nahm... Es war einfach nur ekelerregend, deshalb auch war Anisa davon gerannt und hatte Jaden sowohl als ihren Vater verwirrt zurück gelassen. Das war zu viel. Wohin sie nun rannte, wusste sie gar nicht, aber sie musste einfach nur weg. Leider nur kam die schöne Rothaarige nicht weit und eine vertraute Stimme animierte sie zum langsamer werden, bis sie zum Stehen kam. Nun Killian ansehen, konnte Anisa nicht, weshalb ihr Blick auf den Boden vor ihr gerichtet war. Als hätte dieser alle Lösungen für dieses Problem. Als würde er ihr erzählen, das alles, was Isabella erzählt hatte, gelogen war. Aber die Reaktion von Lev hatten Isabellas Worte bestätigt, sie hatte nicht gelogen. Während Anisa stumm den Boden anstarrte, hatte Jaden sich unbemerkt aus dem Staub und John sich um die Anweisungen bezüglich Killians Wohnung gemacht. "Wieso?", brachte sie dann gequält über die Lippen. "Weshalb hast du nie mit mir gesprochen? Verdammte scheiße Killian, mein Vater ist ein Perverser! Und du? Gott verdammt, du schläfst mit mir und bei deiner beschissenen Arbeit tust du das Gleiche aber pustest ihm währenddessen den Schädel weg?". Ob sie nun jemand hören konnte, war ihr herzlich egal. "Vertraust du mir nicht, das du nicht mit mir sprechen kannst? Glaubst du, ich erzähle der ganzen Welt davon?", fügte sie sofort hinzu, ohne Killian die Möglichkeit zu lassen, zu antworten. "Stimmt das alles?".
    • Als er Anisa gefolgt war hatte sie ihn nicht einmal angesehen, als sie mit ihm sprach. Nun was hatte er auch anderes erwartet? Abgesehen von Lev der seine Geschichte kannte, war er für alle entweder nur jemand fürs Bett gewesen oder jemand den man für das was er tat verachtete. War es so schwer zu glauben, dass er einfach nur am Leben bleiben wollte? Das er als Kind den Weg gewählt hatte, der seine einzige Chance war überhaupt den nächsten Tag zu überstehen? Was konnte er dafür, dass um ihn herum so viele kranke Seelen waren, welche in ihm nichts weiter als ein Sexobjekt sahen? Er hatte niemanden eingeladen. Er war nie mit seinem Äußeren hausieren gegangen. Irgendwann hatte er angefangen es zu akzeptieren, da er ansonsten durchgedreht wäre. Was hätte er sonst machen sollen? Heulen? Was hätte es schon geändert. Er hatte überlebt und das war in seinen Augen immer das wichtigste gewesen. Killian war schon immer jemand der mit körperlichem Schmerz besser umgehen konnte als mit seelischen. Ihm machte es aktuell mehr zu schaffen, dass er dabei rein gar nichts mehr fühlte. Der Tod lies ihn kalt, sowohl der von seinen Opfer als auch sein eigener. All der Schmerz lies ihn kalt und die Akzeptanz welche ihm eine unheimliche Ruhe bereitete. Wann war er zu so einem Monster geworden? Das waren seine Probleme, wieso musste er sich also an alles zurück erinnern und was als das was er gesehen wurde nur um sich noch mehr zu verletzen? Bei aller Liebe, er war kein Masochist. Dennoch hatte er Anisa weiter reden lassen. Das er nicht zu Wort kam störte ihn nicht, denn er sagte nichts. Ruhig wartete er bis sie damit fertig war ihren Frust hinaus zu lassen. "Das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Mal ehrlich könntest du damit offen umgehen? Wärst du mal eben damit herausgeplatzt frei nach dem Motto ´Ach im übrigen bin ich für die meisten nur ein lächerlicher Stricher und das haben sie mir mehr demonstriert als ich zählen kann. Oh und bevor ich es vergesse, damit ich nicht drauf gehe habe ich irgendwann anfangen diese Lust der Menschen auszunutzen, weil eine Kugel in meinem Kopf doch etwas zu abschreckend war?", er sprach all das so trocken aus, damit die Gefühle nicht noch weiter hoch kochten. Was sollte er auch schon anderes tun? "Ich bin kein Mensch der über sich spricht, dass wusstest du. Wenn du das auf Vertrauen beziehst, dann ist das deine Sicht der Dinge. Ich habe Lev auch nichts davon erzählt, er hat es mitbekommen und weiß daher davon."


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    • Die Antwort die Anisa von Killian erhielt, war für sie erschütternd. War das wirklich seine Antwort? Er war eben nicht der Mensch, der über so etwas sprach? Nachvollziehbar war es alle Mal, das man über solch ein Thema nicht einfach so sprach, aber hatte er denn vor, wirklich alles vor ihr zu verheimlichen? Verstand er denn auch nicht, was es für sie bedeutete? Eine normale Beziehung hatte Anisa nicht verlangt, bei aller liebe, das wäre niemals möglich gewesen. Aber etwas Ehrlichkeit, Vertrauen und Offenheit hatte sie erwartet, nachdem sie sich selbst so Offen gab. Und dieses Emotionslose... Machte es ihn denn gar nicht fertig? Anisa hatte Killian noch nie als Monster gesehen, würde ihn auch niemals als eines bezeichnen, aber verdammte Scheiße, konnte er denn nicht einmal jetzt Menschlichkeit zeigen? Emotionen? "Mein Vater ist ein verdammter Perverser.", meinte sie, ohne auf seine Worte einzugehen. Genau, ihr Vater. Was hatte dieser Mann aus Killian nur gemacht? Es war seine Schuld. Einfach alles. Es mag sein, das er Killian das Leben gerettet hatte, allerdings hatte er auch genau dieses verkommen lassen. Er hatte es verabscheut, das jemand seinen kleinen Liebling anfasste, nur weil er ihn nicht 'teilen' wollte. Das ist doch krank! "Warst du in Rom wirklich im Gefängnis? Wieso hast du nicht mit mir gesprochen? Lässt es dich wirklich kalt, wenn sie dir so schreckliche Dinge antun?", Anisa zerbrach es das Herz, bei diesem Gedanken, "Und mein Vater? Hat er dich auch...", dann verlor sie für einen kurzen Moment ihre Stimme, musste sich zusammen reißen und durfte nicht brechen. "Hat er dich auch angefasst?".
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