[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Er erkannte Zweifel in ihren Augen. Zweifel die er noch nicht ganz zuzuordnen wusste, aber es auch einfach dabei beließ. Ehrlich gesagt hatte er höllische Kopfschmerzen und jetzt verstärkt nachzudenken war nicht gut für seine Nerven. Zumal es sicherlich nur wieder in irgendeiner Streiterei enden wird, da Killian nicht so ganz davon überzeugt war, dass das was in Anisas Kopf herumschwirrte ihm auch gefallen würde. Er sagte also auf ihre Wort hin nichts weiter, strich ihr noch einmal sanft durch das lange und weiche Haar und war dankbar, dass Anisa seinen Worten auch Taten schenkte. Um ehrlich zu sein, brauchte er eine Pause. Nicht von ihr persönlich sondern von allem um sich herum. Er musste nachdenken, hoffte das Lev ihm bald alle Informationen lieferte die er brauchte. Still rumliegen war nichts für den jungen Mann, er musste sich beschäftigen. Wenn er dies nämlich nicht tat, versank er in sich und seiner Gedankenwelt und diese schweren Ketten wollte er nicht tragen. Nicht jetzt, sie würden immerhin auf ihn warten. Irgendwann würden ihn seine eigenen Ketten zu Boden reißen, aber noch war er nicht bereit dafür, noch hatte er Dinge zu erledigen. Solang Isabella lebte war Anisa in Gefahr und es gab immer noch diese anderen Unbekannten welche nach ihrem Leben trachteten. Gott verdammt und dieses fucking Rätsel hatte er auch noch nicht gelöst. Wie sollte er sich bitte ausruhen? Allerdings behielt er diese Gedanken für sich, hatte nach außen hin weiter sein freches Grinsen und alberte mit Anisa herum. "Ich weiß, ich bin fantastisch. Sehen die meisten so.", scherzte Killian amüsiert auf ihre Worte hin und strich sich dabei gespielt theatralisch durch das volle Haar. "Kein Wunder das die Welt Pornos von mir will. Vielleicht sollte ich mich vermarkten?", scherzte er weiterhin amüsiert auch wenn ersteres kein Scherz war. Solche Filme existierten leider wirklich von ihm, aber das war Anisa glücklicherweise vorenthalten worden. Lev kümmerte sich schon seit Jahren darum das Internet davon zu säubern, was allerdings leichter gesagt als getan war. Das die Rothaarige seine nächsten Worte allerdings so ... nun extrem auffasste, damit hatte selbst er nicht gerechnet. Perplex sah er sie an und wusste nicht so ganz was er darauf sagen sollte. Das war ein neuer Zustand, ein sprachloser Killian. "Uhm ... okay, damit hab ich nicht gerechnet.", gab er dann zu, versuchte das ganze aber mit einem Lächeln zu lösen. "Danke."


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    • Anisa konnte gar nicht anders, als nur Schmunzelnd ihren Kopf zu schütteln. Da war er wieder, der Killian, der von sich selbst so überzeugt war, das man seine Arroganz fast schon spüren konnte. Zumindest war es wie am Anfang ihrer ersten Begegnung. Also ihrer ersten Begegnung, als ihr verkündet wurde, das er ihr Bodyguard werden sollte. Seine nächsten Worte aber, ließen die Augen der schönen Rothaarigen fröhlich funkeln. Sie wusste nicht, ob sie sich zu viel von seinem Kompliment ausmalte, ob er sie nun mochte oder nicht. Ob er ähnliche Gefühle hegte wie sie. Aber das war dünnes Eis, auf dem sich Anisa befand. Matteo hatte sie oft genug abserviert, ihm erklärt, das sie niemals mit einem Mann, aus dem Mafia-Untergrund an ihrer Seite haben möchte, aber ihre Gefühle zu Killian waren so stark, das sie diesen Schwur, den sie sich selbst gegeben hatte, brach. Zu Killian fühlte sich Anisa hingezogen, fühlte sich in Sicherheit und ein einziger Laut seiner Stimme, versuchte Gänsehaut auf ihrem gesamten Körper. Und dieser Sex... Da waren ihr die Gefühle, die sie für ihn hatte, noch nicht im Klaren gewesen. Aber es war einzigartig gewesen. Ganz anders, als die alle anderen Male, vor ihm. Ob er das auch gespürt hatte? Seine Reaktion auf ihre Antwort aber, deuteten nicht darauf hin, das er die gleichen Gefühle spürte wie sie. Oder er wollte es ihr nicht zeigen. Was auch immer es war, Anisa hoffte, auf eine Antwort, die ihr Herz nicht in tausend Scherben zerspringen lassen würde. Danke. Er sagte einfach nur Danke?
      "Du Idiot.", murmelte Anisa. Unsicher fuhr sie sich durch das Haar, erhob sich und lief zum Fenster und blickte aus dem Fenster. "Verstehst du es denn nicht?", fragte sie dann und drehte sich zu ihm um. Ihre Augen zeigten die Angst, vor einer Abweisung, ihre Unsicherheit und Schmerz. Aber was sollte sie schon tun? Sie könnte es doch nicht für immer für sich behalten und oft genug hatte sie den Eindruck, das Killian sie auch auf irgendeiner Weise mögen würde... Ihr Herz raste und ihre Hände begannen zu zittern, als sie die Worte aussprach, die sie schon lange in ihrem Herzen trug. Ich liebe dich.
    • Alles in Killian schrie danach die Rothaarige zu unterbrechen. Er war nicht dumm, ganz im Gegenteil. Seine Menschenkenntnis war oft exakter als es ihm eigentlich lieb war, darum wusste er genau worauf Anisa eigentlich hinaus wollte. Er hatte inständig gehofft, wie würde ihre Gefühle bis in den Tiefen ihrer Selbst verankert lassen, aber sie hatte genau die drei Worte ausgesprochen vor welchen sich Killian fürchtete. Keine Waffe, kein Gegner der Welt löste in ihm mehr Angst aus als dieses Geständnis. Er mochte Anisa, nein eigentlich empfand er mehr für sie als für sie beide gut war und genau weil er dies tat, wusste er das er das nicht sollte. Killian war selbstsüchtig und egoistisch, aber das erste Mal in seinem Leben wollte er dies nicht sein. Darum tat er etwas, dass ihm selbst den größten Schmerz bereitete, denn er sich selbst hätte vorstellen können, er wies sie ab. "Ich bin ein Mörder Anisa. Liebe ist etwas, dass ich nicht gelernt habe. Verzeih mir ...", antwortete er so überzeugend, dass man die Lüge dahinter nicht sah. Das was er gerade tat, war das erste Mal nicht selbstsüchtig. Er wollte sie retten vor sich selbst. Er war ein Mörder, ein Killer. Er beendete Leben ohne mit der Wimper zu zucken, an ihm klebte das Blut so vieler Menschen das er selbst schon Albträume davon bekam. Und doch machte er weiter, wollte in der Mafiawelt aufsteigen, wollte Stärke und versank damit immer tiefer in eine Dunkelheit, welche die Rothaarige nicht überleben würde. Die Nähe zu ihm war gefährlich, die Liebe zu ihm reiner Selbstmord. Sie hatte gesehen was geschehen ist, als Isabella ihre Nähe zu ihm gespürt hatte. Er war nicht gut für sie, er war Gift und er wollte nicht noch eine Seele verderben. Würde sie diese Liebe zu ihm aufrecht erhalten, würde sie daran sterben und das konnte er nicht zulassen. Er ... liebte sie zu sehr um das zulassen zu können und darum musste er sie beschützen. Vor sich, dieser Finsternis und sich selbst. "Ich werde dich immer beschützen Anisa, daran wird sich nichts ändern...."


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    • Was hatte sie übersehen? Welch Signale hatte sie immer wieder gespürt, die doch so falsch gewesen waren? Immer wieder waren die beiden in Situationen geraten, wo Anisa wirklich mit dem Gedanken gespielt hatte, das Killian sie auch lieben würde. Sie wollte ihm berichten, wie ihre Gefühle zu ihm standen. Er sollte nicht irgendwann aus dieser Welt verschwinden und nicht wissen, was sie wirklich für ihn empfand, ob es ihr nun das Herz brach oder nicht. Nur leider war es in diesem Fall das Erstere. Er liebte sie nicht. Killian empfand nicht das gleiche für sie. Ihr Herz, das vor wenigen Sekunden noch wie wild gegen ihre Brust gehämmert hatte, zerbrach in unendlich kleine Stücke und schlug nicht mehr, bis die Scherben wieder zueinander gefunden hatten und wieder langsam zu schlagen begannen. Ihr Hals war trocken und egal was sie sagen wollte, es fühlte sich an, als brächte sie kein einziges Wort heraus. Ihr stiegen die Tränen in die Augen, aber mühsam konnte sie diese noch zurückhalten. Die letzten Wochen hatte sie genug geweint und jetzt wollte sie nicht erneut zusammen brechen. Nicht vor Killians Augen. Sie hatte sich ohnehin darauf eingestellt, das er ihre Gefühle womöglich nicht erwidern würde, aber nun eine deutliche Antwort zu bekommen, von der sie gehofft hatte, er würde sie nicht aussprechen, katapultierte sie wieder zu ihrem Tiefpunkt. Es vergingen viele, zu lange Sekunden, in denen Anisa den Dunkelhaarigen nur stumm anstarrte. Sich seine goldenen Augen einprägte und sie sich im Klaren werden musste, das sie niemals ihr gehören würden. Er würde niemals ihr gehören. "Du bist kein Mörder.", sagte sie, um sich von der Tatsache abzulenken, das Killian ihre Gefühle nicht erwiderte. "Mein Vater ist an all dem hier Schuld und ich habe ihm fürs erste verboten, dich zu sehen.", gestand sie ihm, "Du wirst hier leider etwas Zeit verbringen müssen und vielleicht denkst du darüber nach, ob du das alles wirklich noch immer möchtest. Ob du weiter für meinen Vater arbeiten möchtest. Du könntest viel besseres tun, als das, was mein Vater dir aufträgt. Du bist besser, als du eigentlich denkst.". Es war schwer, die Tränen zurückzuhalten, aber umso länger Anisa versuchte, sie zurückzuhalten, umso mehr verlor sie die Kontrolle. "Ich sehe morgen wieder nach dir.", sagte sie nur zum Abschied, ehe sie schon aus dem Raum eilte und die Tränen über ihr schönes Gesicht rollten. Wie konnte sie nur so dämlich sein und glauben, das Killian wirklich ähnliche Gefühle haben würde? Alles was er jemals getan hatte, war nur auf seine Arbeit zurückzuführen.
    • Killian musste sich schwer beherrschen, dass er sie nicht in die Arme nahm, einen Scherz machte und ihr sagte das er das nicht so meinte. Er durfte es nicht. Er durfte diese Nähe nicht zu lassen. Wenigstens ein Mal in seinem Leben wollte er etwas richtig machen. Kill wusste das er nicht gut genug für die Rothaarige war, alles an ihm war ein einziges Desaster. Er lief mit einer Waffe herum als wäre sie ein Accessoire. Ein etwas zu gefährliches Kleidungsstück. Er schlief mit Leuten um sie hinterher umzubringen. Machte die Beine breit für Mann und Frau, nur um das zu bekommen was er wollte. Er lies zu das sich eine Irre in ihn verliebt, schürte ihr Verlangen und hatte zugelassen, dass sie wegen ihm andere Leute umbrachte. Sollte er ihr wirklich diese Welt zumuten? Nein, das durfte er nicht. Darum durfte er auch niemals eine Schwäche oder ein Bedauern vor Anisa zeigen. Er hatte dazu kein Recht ...
      Seine goldenen Augen ruhten auf dem schönen Mädchen vor sich. Er erkannte das Zittern ihrer Hände, das beben ihrer Lippen und das Glänzen in ihren Augen und doch sagte er nichts. Eines Tages würde er sie umbringen, auch wenn er es nicht selbst tat und das durfte er nicht riskieren. Sie war vielleicht die Tochter eines Mafiabosses, aber das war nicht ihre Welt. Eigentlich waren ihre Leben und ihre Herzen so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wenn er ihr weh tun musste, damit er sie beschützen konnte dann musste er es tun. Ganz gleich wie sehr er sich selbst damit weh tat. Er war diese Schmerzen gewohnt. Gab er nicht schon immer auf was er wollte?
      "Anisa, es ist nicht dein Vater gewesen. Ich wollte das. Ich habe mich für dieses Leben entschieden und bin einen Weg gegangen, den ich nicht hätte gehen müssen. Ich wollte Leben und mir war der Preis dafür egal. Ich bin nicht so toll wie du denkst. Ich bin ein Monster und ich werde immer ein Monster bleiben. Das Blut an meinen Händen lässt sich nicht mehr abwaschen." Er nickte lediglich als sie sich von ihm verabschiedete und fasste sich mit der Hand an seinen Kopf. Es ist besser so.
      "Ich dich auch ...", flüsterte er leise so das es niemand in der Stille um ihn herum vernehmen konnte.

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    • Anisa hatte keine Kraft mehr, um weiter mit Killian zu sprechen. Jedes Wort kostete sie so viel Kraft. Das Zittern in ihrer Stimme zu unterdrücken, die Tränen dazu zu zwingen, nicht aus ihren Augen zu fließen und auch das Zittern ihrer Hände zu kontrollieren. Ihr Herz war in tausend Scherben zerbrochen und würde eine Ewigkeit brauchen, um zu heilen. Als Kind hatte sie ihn schon so faszinierend gefunden und jetzt hatten ihre Gefühle die Oberhand gewonnen. Nur leider, wurden sie nicht erwidert. Ganz im Gegenteil, sie wurden in eine Tiefe geschleudert, denn es hieß nicht, das Killian sie nicht nur liebte, sondern die Liebe niemals hatte kennen lernen dürfen. Wie er es vermutlich sagen würde, war seine Liebe mit seiner Schwester gemeinsam gestorben. Das einzige was sie nur noch konnte, war ihm zu sagen, das sie sich am nächsten Tag nach seinem Zustand erkundigen würde, aber ob sie das auch wirklich schaffte, wusste sie in diesem Moment noch nicht. Sie wollte wissen, wie es im ging, auch, weil sie wusste, das ihr Vater nach ihm sehen wollte. Aber wenn sie ihn sehen würde, wusste sie, würde sie nicht lange brauchen, bis sie den Tränen wieder nahe stehen würde. Kaum war die Tür hinter ihr zugefallen, verlor sie die Kontrolle über sich selbst und die Tränen flossen über ihre Wangen. Killian ist kein Monster. So oft er es auch wiederholte, sie gab ihrem Vater die Schuld an allem. Wo würde sie denn nun überhaupt unter kommen? Sie wollte nicht nachhause, lieber wäre es ihr, sie würde wieder in die vertraute Wohnung von Killian betreten. Gemeinsam mit dem Dunkelhaarigen, der ihr dann sagen würde, das alles wieder gut wird. Aber jetzt war es Lev, der die Rolle von Killian übernahm. Er würde für ihren Schutz sorgen, solange Killian noch unter ärztlicher Beobachtung stand. Vermutlich könnte man eine vorzeitige Entlassung beantragen, würde Anisa dann für ihn Sorgen. Daran hatte sie ohnehin schon gedacht, denn so wie sie Killian kannte, konnte er nicht lange einfach nur herumsitzen und Däumchen drehen. Könnte sie das aber denn, nach einem gebrochenen Herz, überhaupt noch etragen?
    • Anisa hatte sich am nächsten Tag nicht blicken lassen, was sicherlich auch besser so war. Killian wusste was er mit seiner Reaktion angerichtet hatte, doch war es langfristig gesehen die bessere Alternative für die Rothaarige. Was erhoffte sie sich schon von einem Leben mit einem Mörder? Er würde niemals etwas anderes sein, als er nun einmal war. Ein Mörder, ein Dieb, eine Hure und ein Monster. Das Repertoire war groß, man konnte sich also gerne einen Namen heraus suchen. Es störte Killian nicht, er akzeptierte sich wie er war, aber das bedeutete nicht das er nicht wusste was sein Lebensstil bei jemand anderem anrichten konnte. So verantwortungslos und selbstsüchtig war nicht einmal er. Er hatte Gefühle für Anisa, doch hatte er gelernt wie man mit Gefühlen welche man nicht haben durfte umzugehen hatte. Sie wurden tief in eine Truhe im Innersten gesperrt. Tief in seinem Herzen, zusammen mit seiner Angst, seiner Hoffnung, seiner Kindheit und seiner Trauer. All diese Gefühle standen ihm bei seiner Arbeit im Weg, all diese Gefühle zerbrachen ihn und um nicht zu brechen, hatte er gelernt zu tolerieren und zu vergessen. Eigentlich war er tatsächlich der perfekte Auftragskiller. Lev bemerkte natürlich das so wohl etwas mit Killian als auch Anisa nicht stimmte. Glücklicherweise hatte er die Rolle des Bodyguards während er Abwesenheit des Dunkelhaarigen übernommen. Niemandem vertraute Killian so sehr wie dem Russen und daher wusste er auch, dass Anisa dort in guten Händen war. Er war dankbar das Lev ihn nicht auf seine Laune ansprach, er wusste allerdings auch nicht was Anisa mit ihm gesprochen hatte. Offenbar standen sich die beiden seit Neusten sehr nah. Doch das waren Dinge mit denen sich Killian nicht beschäftigen wollte, er war dankbar für die Ablenkung welche der Schwarzhaarige ihm bot, dank den neusten Informationen die er hatte. Nun wenn Lev etwas machte, dann schnell und gründlich. Offenbar hatte Isabella tatsächlich überlebt und sich in irgendeinem Hotel in Rom niedergelassen um Schutz zu suchen. Lev begrüßte es nicht, dass Killian bereits jetzt wieder in Arbeit versank, aber es tat ihm gut und daher schwieg der Ältere von beiden. Während Killian die Aufnahmen und Aufschriebe analysierte, zuckte er direkt auf als die Tür sich öffnete, griff unbewusst an seine Hüfte nur um fest zustellen, dass er dort ja keine Waffe mehr hatte. Grummelnd schnalzte er mit der Zunge, an diesen Umstand hatte er sich immer noch nicht gewöhnt. "Ganz der aufmerksame Tiger wie immer.", hörte er eine vertraute Stimme und blickte erstaunt auf, als er John Astolfo sah der in sein Krankenzimmer spazierte. Natürlich dicht gefolgt von zwei seiner vertrautesten Bodyguards: Giovanni und Frederiko. Zwei Männer so breit wie groß, mit schwarzen Anzügen und dunklen Sonnenbrillen. Lev hatte direkt die Fäuste geballt, als das Oberhaupt der Mafia an das Bett von Killian schritt. "Sieh dich nur an, mein schönes Kätzchen.", murmelte John und umfasste das Kinn von Killian, drehte es sanft und betrachtete ihn von allen Seiten. "Fass ihn nicht an!", fauchte Lev und sprang von seinem Stuhl, ehe Kill nach seinem Handgelenk griff. "Lev!" Die raue und bestimmende Stimme von Killian lies ihn schweigen, weshalb der junge Russe sich widerwillig auf den Stuhl zurücksetzen. "Wie folgsam.", murrte John verachtend an den Schwarzhaarigen gerichtet und blickte wieder zu Killian. "Ich dachte du sprichst nicht mehr mit mir alter Mann.", auf die Reaktion seitens Killian, waren die beiden Bodyguards direkt bereit ihm eine Kugel in den Kopf zu jagen. "Wie kannst du es wagen, so ...!", begannen sie fast im Chor, doch John erhob nur die Hand und lachte leicht. "Frech wie immer. Schön das man dich immer noch nicht zähmen kann." Daraufhin wanderte sein Blick kalt zu Lev und den anderen. "Lasst uns allein!" befahl er laut. "Den Teufel werde ich ...", begann Lev, doch Kill winkte ab. "Killchen das kann doch nicht dein ernst sein..." Lächelnd blickte Killian zu seinem besten Freund. "Schon gut." Widerwillig folgte Lev der Bitte seines Freundes und verließ den Raum. So waren Kill und John alleine. Eine Tatsache die Lev alles andere als schmeckte. Fehlte nur noch, das Anisa genau jetzt auftauchte ...


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    • Für Anisa waren die bisher vergangenen Stunden alles andere als leicht gewesen. Sie hatte nur wenige Stunden geschlafen und doch mehr, als die letzte gesamte Woche. Aber erholter fühlte sie sich nicht. Ganz im Gegenteil, sie fühlte sich noch elender als davor. Das sie Killian gebeichtet hatte, was sie für ihn empfand, hatte sie erneut in eine Ecke geworfen, aus der sie nur schwer herauskam. Und dann auch noch der erste Besuch bei einem Psychiater. Es war alles andere als leicht und jedes Mal verfluchte Anisa sich für den Gedanken an Killian. Es wirbelte erneut ihre Gefühle auf und die Erkenntnis, das er nicht das Gleiche fühlte. Aber niemanden hätte sie lieber an ihrer Seite gehabt, als ihn. Dennoch, hätte er ihre Gefühle erwidert, hätte er ebenso wenig bei ihrem ersten Besuch dabei sein können. Ohnehin dürfte er nicht den selben Raum betreten, aber der Gedanke, das er im Warteraum auf sie wartete, hätte sie deutlich fröhlicher gestimmt. Das er ihre Gefühle abwehrte, machte alles nur noch schlimmer. In jeder Sekunde fühlte sie sich schlecht und musste sich dazu ringen, etwas zu essen. Nun, zumindest behielt sie alles, was sie zu sich nahm - auch wenn es nicht viel war - bei sich. Besser, als wenn sie sich pausenlos übergab. So gern sie Killian auch besucht hätte, sie brachte es einfach nicht übers Herz. Sie stand bereits vor dem Krankenhaus, während Lev bereits hinein gegangen war. Das sogar John, ihr Vater das Krankenhaus betreten hatte, ging völlig an ihr vorbei. Denn Jaden war bei ihr, hatte Lev versprochen, auf sie Acht zu geben, solange er zu Killian gehen würde, auch wenn es den Schwarzhaarigen alles andere als erfreute. Anisa hatte ihn nur schwer besänftigen können, aber jetzt befand sie sich allein, mit dem Blonden, von dem Krankenhaus in dem kleinen Garten auf einer Parkbank und starrte auf die bunten Blumen, die rundum gepflanzt wurden.
      "Kill, mein Bester.", sagte John und versuchte einen Blick auf seine Brust zu erhaschen, auch wenn er durch den Stoff seiner Kleidung nicht erkennen konnte, in welch Zustand er sich nun befand. "Du hast meine Tochter mit deinem Leben beschützt, genauso, wie du es mir geschworen hast.", begann er dann, "Allerdings gefällt es mir nicht, das sie sich nun in den Händen, dieses Russen befindet. Er ist nicht dazu gemacht, mein Juwel zu beschützen, ganz im Gegenteil zu dir.". Wie John nun einmal war, sprach er sofort das an, was ihn störte. Und das war nun einmal Lev, der seiner Tochter gefährlich nahe war und die Tatsache, das Killian noch immer in diesem Krankenhaus gefesselt war. "Es muss eine Qual sein, in diesem Käfig zu leben, nicht? Ich sehe doch, wie du hier eingehst. Du hast gute Arbeit geleistet. Aber...", sagte er, "ich bin mir sicher, das du bereits weißt, das Isabella noch immer lebt. Sie könnte noch immer großen Schaden anrichten. Ein unberechenbares Flittchen.".
    • Lev tigerte sauer im Flur des Krankenhauses auf und ab. Er konnte es beim besten Willen nicht verstehen, wie Killian mit diesem Sack alleine bleiben konnte. Wie konnte er nur im selben Raum mit diesem Schwein sein? Waren ihm nicht diese zweideutigen Blicke aufgefallen? War ihm nicht aufgefallen, wie er auch von ihm nur benutzt wurde? War ihm nicht aufgefallen das er es war der Killian kaputt machte? Oder wusste Kill all dies, wie immer und es war ihm nur egal? Gott, es machte den jungen Russen fertig. Mit finsterem Blick beobachtete er die beiden Bodyguards, denen es offenbar genauso wenig wie ihm gefiel jetzt nicht in diesem Raum zu sein.
      Killian hingegen war die Ruhe in Person. Im Gegensatz zu den meisten fürchtete er John nicht. Ganz gleich was er auch mit ihm tat, konnte er John einfach nicht hassen. Er war es der ihm das erste Mal gezeigt hatte was Gerechtigkeit war, der ihn lobte und ihm aufzeigte wie perfekt er in seiner Arbeit war. Er war es der ihn von der Straße geholt hatte. Ohne das Oberhaupt der Astolfos wäre er schon lange tot. Das er das eigentlich alles nur seinem Überlebenstalent zu verdanken hatte, sah der Dunkelhaarige nicht. Er war geblendet von dieser Macht und dieser Erhabenheit welche John ausstrahlte und hatte ihn noch nie in Frage gestellt. Aber frech war er dennoch zu ihm, man bekam das Straßenkind nicht so leicht aus ihm heraus, aber auch das hatte er immer mit Humor genommen. "Es ist auch nur vorübergehend. Allerdings vertraue ich niemandem mehr als Lev. Ihr wisst wozu er fähig ist und es ist gefährlich sich die russische Mafia zum Feind zu machen. Sie werden Anisa an seiner Seite nichts tun.", erklärte Kill gewissenhaft, ehe er in die Augen von John blickte. Seine goldenen Augen schimmerten, als er davon sprach wie es ihm hier in diesem Käfig ging. "Nun, niemand will hier mehr raus als ich, alter Mann. Allerdings kann ich nicht mal eben das ganze Personal abknallen, nur weil sie mir helfen wollen." Als John Isabella ansprach hob Kill bereits die Blätter, welche er von Lev erhalten hatte nach oben. "Ich arbeite daran. Sie entwischt mir nicht. Ich werde jede Gefahr für Anisa und diese Familie vernichten.", sprach Killian zuversichtlich, ehe er sich im Bett aufrichtete.


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    • Dem Oberhaupt der Astolfo-Familie gefiel die Sache überhaupt nicht, das seine Tochter mit Lev so in Kontakt geriet. Er sollte ihr keine Informationen geben, die sie nichts angingen oder falsche Tatsachen einfleuchen. Es gefährdete seine Arbeit und seinen Ruf. Das Anisa ihm sogar den Kontakt zu Killian verwehrte, war ohnehin etwas, das John überhaupt nicht passte. Sie sollte keine Bindung zu seinem Auftragskiller aufbauen, er hatte bereits Befürchtungen, aber Killian sah zu ihm auf und tat alles, was er von ihm verlangte. Ein leichtes Spiel also. Nur müsste er dafür Sorgen, das Anisa wieder die brave Tochter wurde, die sich sonst nie für seine Angelegenheiten interessierte. Nun, darum würde er sich wann anders kümmern, jetzt brauchte er wieder den Kill, den er zu seinem besten Auftragskiller ausgebildet hatte. Ungewöhnlich für John, ließ er die Worte erst einmal so stehen. Im Moment könnte er ohnehin nichts dagegen tun, das Lev den derzeitigen Bodyguard spielte, allerdings konnte er auch nicht leugnen, das die russische Mafia mehr als nur gefährlich für ihn werden konnten. Mit Russen war nie zu Spaßen. "Es wird nicht lange dauern, dann kommst du hier raus, Kill.", erwiderte er seine Worte und setzte sofort auf Isabella weiter. Diese Frau musste sterben und das so schnell wie möglich. Diese Frau wollte nicht nur den Tot seiner Tochter, sondern hatte sich gegen die Familie gestellt. Sie ist eine größere Bedrohung, als man jemals erwartet hätte. Das Isabella ohnehin nicht ganz normal in der Birne war, war kein Geheimnis, das sie sich aber gegen die Mafia stellen würde, nur um Anisa töten zu können. "Gut.", antwortete er nur und beobachtete, wie sich Killian in seinem Bett aufrichtete. Das er Schmerzen durchleiden musste, egal wie sich Killian bewegte, war John relativ. Es förderte ihn, das machte nun mal einen Killer aus. "Diese Frau muss so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden. Finde heraus, wo sie sich befindet und zögere keine Sekunde. Es muss so schnell wie möglich geschehen, es warten noch einige Aufträge und ich kenne niemand geeigneteren als dich.".
    • Von der wahren Identität des jungen Russen wussten lediglich John Astolfo und Killian. Lev war sozusagen der unabhängige Teil der Astolfo-Familie und stand für das Bündnis des Pavlov-Clans in Russland einer der größten und mächtigsten Mafiafamilien Russlands. Nicht einmal John war so waghalsig sich die russische Mafia zum Feind zu machen, demnach war Lev ein Ziel das nicht angegriffen werden konnte. Etwas was dem Oberhaupt der Astolfos alles andere als Recht war, aber in dem Punkt hatte er einmal nicht die Hosen an. Wenigstens hatten sie nicht noch einen Chinesen zum Partner, diese waren ebenso gefährlich, wenn nicht sogar noch mehr und Chinatown war praktisch überall und die Chinesen waren überall. John Astolfo war also umzingelt von gefährlichen Mafiafamilien aller Art, er durfte sich weder eine Schwäche noch einen Fehler erlauben. Das John sich nicht weiter nach Killian erkundete war der junge Auftragskiller gewohnt. Meistens wollte er ohnehin nur das er äußerlich nicht beschädigt wurde und seine Arbeit machte. Kills Gesicht hatte immerhin keinen Kratzer und somit war alles in Butter. Auf die Befehle von John hin nickte Killian wie gewohnt folgsam. "Ich kümmere mich so schnell wie möglich darum. Allerdings musst du dafür sorgen das ich hier raus komme alter Mann. Ich hab hier nicht viel zu melden im Krankenhaus und wenn ich einfach heraus spaziere bringt mich Anisa eigenhändig um." wies nun Killian ihn an und versuchte aus dem Bett aufzustehen. Das er lediglich nur sein weißes Nachthemd vom Krankenhaus trug interessierte ihn nicht. So oft wie er sich vor John bereits ausziehen musste, war Schamgefühl fehl am Platz. "Und ich brauche eine Waffe, am besten zwei. Meine wurden mir weg genommen."


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    • Ob Killian nun Schmerzen hatte oder nicht, interessierte John herzlich wenig. Sein Äußeres war das, was nicht beschädigt werden sollte und wenn ihm nun seine Arme nicht abgehackt werden würden, dann hatte John auch nichts zu befürchten. Für Beine gab es immerhin noch Prothesen, nicht wahr? Ein wirklich absurder Gedanke, wenn man bedenkt, das John ein so fürsorglicher Mann sein konnte. Dem einzigen Menschen dem John keinen Schaden wünschte, war seine Tochter. Und in gewissen Dingen seinem geliebten Kill, aber der hält so einiges aus, bis er nicht mehr von Nutzen sein würde. "Mach dir darum keine Sorgen, Kill.", besänftige er seinen Auftragskiller, "Ich werde schon dafür Sorgen, das du hier raus kommst. Es könnte etwas dauern, die Leute hier im Krankenhaus lassen nicht leicht mit sich reden, aber nichts, was ich nicht hin bekäme.". Für John war es nie ein Problem, das zu bekommen, was er wollte. Und Kill war jemand, der ihm aus der Hand fraß. "Dachte ich mir schon.", sagte er und zog eine Pistole aus seinem Gurt, die er versteckt hielt. "Allerdings musst du dich mit einer zufrieden geben.". Die Pistole hielt er Killian entgegen und auch eine Schachtel Munition holte er aus seiner Hosentasche hervor. "Eine Zweite bekommst du erst, wenn du wieder draußen bist. Nun, es gibt zumindest nichts, mit dem du nicht fertig werden würdest. Ich wusste doch, das du dich von so einer jämmerlichen Kugel nicht in die Knie zwingen lässt.". Entschlossen legte er seine große Hand auf die Schulter des Dunkelhaarigen. Er spürte, das sie schmaler geworden war, äußerte sich allerdings nicht dazu. "Ich zähle auf dich.", mit diesen Worten wandte sich John zum gehen.
    • Es war traurig wie nackt sich Killian ohne seine Waffe fühlte. Er fühlte sich unsicher und hatte immer wieder Momente in denen er panisch zusammen zuckte. Er war nicht einmal zwei Tage wach, wie sollte das so weitergehen wenn er bereits jetzt durchdrehte? Das ihm John eine Waffe zur Verfügung stellte, hatte ihm so eine innere Ruhe verschafft, wie eine Packung Zigaretten. Zigaretten, ja das bräuchte er jetzt auch noch. Die Worte von dem Oberhaupt der Astolfos, dass er sich auf ihn verließ waren wie Drogen für den geschundenen Körper des Dunkelhaarigen. Er saugte sie regelrecht ein wie ein Schwamm. "So schnell sterbe ich nicht.", antwortete Kill zuversichtlich auf die Worte von John hin, während ihm die Hand auf seiner Schulter so schwer vor kam wie ein Sack Zement. Wann war er eigentlich so kraftlos in dieser Woche geworden? Es wurde Zeit das er hier herauskam. Die Waffe hatte Killian direkt versteckt und hoffte wirklich das John es hinbekam, dass er hier heraus kam. Nicht weil er die Ruhe nicht brauchte, sondern weil sie ihn wahnsinnig machte. Er wollte diese Zeit zum nachdenken nicht. Sie warf immer nur wieder das weinende Gesicht von Anisa auf, die vielen Opfer die er auf dem Gewissen hatte und das traurige Gesicht seiner Schwester, die sicherlich entsetzt wäre, was aus ihm Bruder geworden war. Es gab so viele Dinge mit welchen sich Killian herum schlug, aber niemals aussprach. Gerade als John gehen wollte, hielt Killian ihn auf. "Hast du Zigaretten? Die sind mir ebenfalls geklaut worden.", brummte Killian und hoffte das auch hierbei ihm sein Gönner aus half. Anisa und Lev würden ihn sicherlich dafür verfluchen, aber alles mussten die beiden auch nicht bekommen. Wobei das bei jemanden wie Lev deutlich schwerer werden dürfte. Er war nicht ohne Grund sein Informant. Das Anisa allerdings zugelassen hatte, dass John hier war ...
      Es hatte sicherlich mit dem zu tun was gestern geschehen war. Ganz gleich wie sehr es schmerzte, es war besser so.


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    • John hatte Killian wieder daran erinnert, wohin er gehörte. Zurück zu seiner Arbeit, die auf ihn wartete. Und John würde keine Sekunde ruhen, bis Isabella nicht endlich gefasst war. Diese Frau stellte noch immer eine große Gefahr da und diese musste beseitigt werden. Und zudem, hatte John noch einige andere Aufträge für ihn parat. Die Pistole, die er extra für Killian mitgenommen hatte, hatte er übergeben, ermutigte ihn erneut, indem er meinte, auf ihn zählen zu können und wandte sich bereits zum Gehen ab. Killian allerdings bat ihn noch einmal um eine Kleinigkeit. Zigaretten. "Zigaretten? Geklaut?", wiederholte er amüsiert, griff erneut in seine Hosentasche und streckte dem Dunkelhaarigen die roten Zigarettenschachtel entgegen, die noch zur Hälfte voll war. "Wir sehen uns bald wieder.", verabschiedete John sich dann mit diesen Worten und verließ das Zimmer. John beachtete Lev nicht weiter und marschierte lediglich mit seinen zwei Leibwächtern aus dem Krankenhaus hinaus.
      In der Zwischenzeit befand sich Anisa noch immer vor dem Krankenhaus, gemeinsam mit Jaden, der sie ablenkte, indem er mit ihr über das Studium sprach. Er hatte nicht viel Wissen, nur hin und wieder hatte er bisschen was aufgeschnappt. Immerhin besuchte er diese Universität, nur um Anisa näher zu sein und jetzt, wo er ihr alles verraten hatte, war das wohl nicht mehr nötig. Was aber zwischen ihr und Killian am gestrigen Abend geschehen war, behielt sie schön für sich. Sogar Lev hatte sie noch nichts von dem erzählt, obwohl er wusste, was sie für den Dunkelhaarigen empfand. Was er wohl sagen würde, würde sie ihm erzählen, was er ihr als Antwort gegeben hatte? Nein, das war jetzt egal. "Lass uns langsam rein gehen... Ihr werdet vermutlich einige Zeit brauchen, bis ihr fertig mit einer gewaltigen Diskussion seit.", seufzte die Rothaarige und führte Jaden hinein in das Krankenhaus.
    • Zufrieden nahm Killian die Zigarettenschachtel entgegen, was für John offenbar mehr als nur amüsant war. Zugegen fand selbst Kill es ziemlich albern. Bei aller Liebe, wer klaute ihm bitte Zigaretten? Er trug alles mögliche bei sich, aber es mussten ja ausgerechnet seine Zigaretten sein. Am liebsten hätte der Dunkelhaarige sich ja jetzt eine Kippe angesteckt, aber er wusste sobald der Alte das Zimmer verlassen würde, würde Lev ins Zimmer rennen um nach dem Rechten zu sehen. Sollte er dann Kill mit einer Zigarette erwischen, würde er ihn wahrscheinlich steinigen. Also nickte Kill lediglich seinem Boss zu, als dieser meinte sie würden sich bald wiedersehen und versteckte die Zigaretten unter seinem Kopfkissen bei seiner Waffe, ehe er sich auf das Bett setzte. Keine Sekunde später stürmte ihm tatsächliche der Russe das Zimmer. "Okay, was musst du tun?", hakte er direkt nach und begann damit das Zimmer abzusuchen. Killian wusste das Lev ohnehin alles heraus fand, also war verheimlichen Zwecklos. "Das was ich ohnehin schon tue, Isabella verfolgen und bevor du mein Zimmer auf den Kopf stellst, ich habe eine Waffe verlangt und erhalten. Diese werde ich mir nicht wegnehmen lassen. Nicht einmal von dir.", antwortete Kill ihm ehrlich. "Wenigstens lügst du mich nie an.", seufzte Lev sich geschlagen gebend und lies sich auf dem Stuhl neben Killians Bett fallen. "Wie ich diesen Bastard hasse."
      Klischeehafterweise war John seiner Tochter am Eingang über den Weg gelaufen. Vorsichtig versuchte er sie anzulächeln, ehe er Jaden an ihrer Seite sah und sich sein Blick verfinsterte. "Killian wird bald entlassen werden, dann erhälst du den nötigen Schutz den du brauchst. Mir gefällt dein aktueller Umgang nicht." Daraufhin war er an ihnen vorbei geschritten und zu dem großen schwarzen Wagen am Straßenrand gelaufen. Natürlich in Begleitung seiner Bodyguards.


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    • Es war Anisa vollkommen Klar, das ihrem Vater ihr aktueller Umgang mit Lev nicht gefiel. Aber was interessierte es sie schon? Jaden gab vermutlich kein besseres Bild ab und das sie ihrem Vater ausgerechnet jetzt über den Weg laufen musste, ließ ihre Laune deutlich tiefer fallen. Eigentlich hatte sie nicht gewollt, das er den Kontakt zu Killian aufrecht erhielt, Lev hatte sie vor ihrem Vater gewarnt. Und nicht nur das, er hatte ihr eine Welt gezeigt, die sie nicht kannte, die ihr Jahrelang verschwiegen blieb und was wirklich mit Killian geschehen war und noch würde. "Mit einem verletzten Bodyguard ist mir auch nicht geholfen.", antwortete sie barsch und folgte dem Gang, der sie zum Zimmer des Dunkelhaarigen führen würde, ohne auf die Reaktion ihres Vaters zu warten. Oftmals hatte sie sich gegen ihn gewendet und doch war ihre Bindung doch anders geworden, was sowohl Anisa als auch John spürten. Jaden war ihr schweigend gefolgt und John lediglich gleichgültig angesehen, als er ihn so verabscheut anblickte. "Du solltest dich vor ihm in Acht nehmen.", sagte Jaden dann, als John bereits außer Hörweite war. "Oh, nicht du auch noch!", stöhnte Anisa und warf ihre Hände in die Luft. "Bitte, verschone mich mit deinen belehrenden Worten! Du wartest hier, bis ich dich rufe.", sagte sie dann, als sie vor dem Zimmer stoppten. Zögernd klopfte Anisa an der Tür, hoffte, das Lev ebenfalls im Zimmer war. Jetzt den Dunkelhaarigen zu sehen, war ohnehin schwer genug. Er liebte sie nicht und das musste sie sich endlich eingestehen. Allerdings zog sich ihr Herz zusammen, als sie das Zimmer betrat und Killian erspähte. Scheinbar war er aus dem Bett gesprungen, kaum war sie nicht mehr anwesend. An eine frühzeitige Entlassung glaubte Anisa nicht, wenn er seinen Körper nicht schonte. "Hey. Alles in Ordnung?", fragte sie dann, an Killian gewandt. Anisa sah bei weitem besser aus als den gestrigen Tag. Zwar sah man ihr die wenigen Stunden Schlaf an, aber sie sah nicht mehr aus wie eine wandelnde Leiche. Aber nun hier zu stehen und Killian anzusehen, als wäre nie etwas passiert, war für die schöne Rothaarige alles andere als leicht.
    • Das Wiedersehen mit John war merkwürdig. So sehr sich Killian auch danach gesehnt hatte, dass ihm sein Boss verzieh desto merkwürdiger war es, dass er plötzlich vor ihm stand. Natürlich war Kill nicht dumm und wusste genau, was das Oberhaupt der Astolfos in ihm sah, aber das war ihm egal. John war der erste Mensch der ihn anerkannt hatte, der Gerechtigkeit walten lassen hat, als es ihm schlecht ging, der ihn förderte und ein Leben gegeben hatte. All diese Dinge hatte der Dunkelhaarige nie vergessen. Ganz gleich wie unverschämt der junge Auftragskiller auch war, eines war er jedenfalls nicht: undankbar. Er war loyaler als die meisten und er hielt immer seine Versprechen. Diese Charaktereigenschaft liebte und hasste Lev gleichzeitig an ihm. Seufzend wollte er Killian bitten es doch einfach ruhiger angesehen zu lassen, wenn er schon unbedingt wieder arbeiten wollte, aber so weit kam der Russe nicht einmal. Als die Tür aufging war Anisa schon in den Raum getreten und Kill starrte sie an, als wäre sie eine Erscheinung aus dem Weltall. Er hatte ihr Gespräch nicht vergessen, ihre Tränen und den Schmerz welchen er sie ausgesetzt hatte. Doch war es besser so, irgendwann würde auch Anisa das verstehen. Sie gehörte nicht in seine Welt, es war zu gefährlich. Nein, er war zu gefährlich. Er war sprichwörtlich der Tod und die Rothaarige sollte nicht noch einmal in dieses Chaos gezogen werden, nicht wenn er das verhindern konnte. Er musste einfach nur jeden Feind aus dem Weg räumen, damit Anisa ein Leben führen konnte wie zuvor. Als wäre nie etwas geschehen.
      Er atmete also tief ein und aus, lies sich nichts anmerken als er sie ansah und schmunzelte leicht. "Es ist alles in Ordnung. Ich bin froh zu sehen, dass es dir besser geht. Du wirkst wieder deutlich menschlicher.", meinte er dann, woraufhin Lev mit den Augen rollte. "Das ist Killianisch für ´ich bin froh das es dir besser geht. Ich habe mir Sorgen gemacht´.", übersetzte Killian dann und grinste leicht. "Hallo Anisa, schön das du hier bist.", begrüßte nun auch Lev sie. Ihr Besuch war ihm deutlich lieber.


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    • Am liebsten hätte Anisa Killian sofort getadelt. Was machte er schon auf den Beinen? Er sollte sofort wieder in dieses dämliche Bett zurück, auch wenn er es hasste. Und so wie sie den jungen Auftragskiller einschätzte, hatte er den Besuch ihres Vaters mehr als nur begrüßt. Aber danach wollte sie nicht fragen. Es kostete sie viel zu viel Kraft, als sich mit ihm auseinander zu setzen, das er den Kontakt zu John mindern sollte. Seine Stimme ging ihr durch den ganzen Körper und verursachte Gänsehaut. Und schlimmer noch, ihr Herz versetzte es einen Stich. Dieses freche Lächeln, seine Stimme und sein Anblick. Wäre Jaden nicht hier, um endlich Killian zu konfrontieren, wäre sie vermutlich gar nicht aufgekreuzt. Ohnehin musste sie wieder gegen ihre Trauer ankämpfen, wenn sie dabei war, ihre Gefühle zu unterdrücken. "Den Umständen entsprechend.", antwortete Anisa kalt und verschränkte ihre Arme. Selbst Lev würde ihre distanzierte Art früher oder später auffallen, aber das war ihr egal. Würde sie diese Mauer wieder aufbauen, die sie auch in den ersten Wochen aufrecht erhalten hatte, würde sie irgendwann seine Anwesenheit ertragen können. Jetzt nur, hatte sie keine andere Wahl. "Schön auch dich zu sehen Lev.", sagte sie dann an den jungen Russen gewandt, mit einer deutlich weicheren Mimik.
      Anisa konnte und wollte nicht länger um den heißen Brei reden. Sie wusste ohnehin nicht, was sie nun sagen sollte, während Killian ebenfalls in diesem Raum war. Mit Lev eine Unterhaltung zu führen, wäre vermutlich kein Problem, aber wenn Killian anwesend war... Es fühlte sich an, als hätte er ihr Herz in seinen Händen und würde nicht aufhören, mit einem Messer darauf einzustechen. "Es gibt jemanden, der dich gerne näher kennen lernen möchte.", sagte sie dann, ehe sie nach der Türklinke griff und ein bekanntes Gesicht das Zimmer betrat. "Hey, Kumpel.", begrüßte Jaden den Dunkelhaarigen gelassen mit einem breiten Grinsen.
    • Natürlich fiel Killian die gespielte kalte Art der Rothaarigen auf. Es war so lausig geschauspielert, dass es auffallen musste. Allerdings begrüßte er das. Lieber fing sie an ihn auf irgendeine Art zu hassen oder von ihr genervt zu sein wie am Anfang, bevor sie noch einmal all diese Höllenqualen durch leiden musste. Wegen ihm war sie entführt worden, wegen ihm war nun eine verrückte Irre hinter ihr her und wegen ihm machte sie sich nun Sorgen. Garantiert gab sich die dumme Nuss auch für seinen Zustand hier im Krankenhaus die Schuld, wofür sie überhaupt nichts konnte. Nein, es war besser es auf diese Art zu klären. Er musste Abstand zu ihr gewinnen und lediglich als ihr Bodyguard agieren, nichts weiter. Ganz gleich wie sehr er es selbst gerne anders haben wollen würde. Aber im Gegensatz zu den meisten in seinem Umfeld, sah man ihm all diese Gefühle nicht an. Er konnte Lächeln, reden und grinsen wie er es immer tat. Er hatte in seiner Ausbildung gelernt Gefühle abzutöten und vielleicht war das auch besser so. Gefühle ließen ihn Fehler begehen und Fehler konnte er sich nicht leisten. Er reagierte nicht sonderlich auf ihre Worte oder die freundliche Begrüßung welche sie an Lev richtete. Erst als plötzlich ein vertrauter blonder Haarschopf um die Türkante blickte, liefen all seine Killerinstinkte auf Hochtouren. Sei es nun Reflex oder angeborener Instinkt, er hatte direkt seine Waffe welche er unter dem Kissen hatte gezückt und auf Jaden gerichtet. "Seit ihr wahnsinnig?!", fauchte er sowohl Lev als auch Anisa an. "Was zur fucking Hölle macht er hier?" Killian hatte noch nicht genau herausgefunden in welchem Zusammenhang der Blonde mit der Mafia stand, aber er wusste inzwischen das er es tat. Er war gefährlich, warum zur Hölle hatte Lev das zugelassen? "Killchen.", seufzend packte Lev seine Waffe und drückte diese leicht hinunter. "Bist du verrückt geworden?", fauchte Killian seinen besten Freund an. "Lass ihn sprechen. Es ist wichtig.", antwortete der junge Russe ruhig. Kill verstand die Welt nicht mehr. Was verdammt nochmal war hier los? Nicht unbedingt begeistert davon hatte er die Waffe sinken lassen. "Du hast 5 Minuten."


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    • Um all den Schmerz schneller entfliehen zu können, beschloss Anisa die kalte Art wieder anzulegen, wie sie es immer tat, wenn sie nicht wollte, das sich ihr jemand näherte. Sie hatte Killian zugelassen, ihr Herz zu erobern, hatte geglaubt, er würde ebenfalls etwas für sie empfinden, aber sie hatte sich mehr als nur getäuscht. Das einzige was sie noch nervöser machte, war die Tatsache, das es Killian vermutlich völlig egal war, wie es ihr nun ging. Sie hatte die Schmerzen, sie spürte die Trauer und sie war es, die erneut weinte und nicht zum Schlaf fand. Und Killian? Killian lebte wie zuvor einfach weiter, spürte keinen Schmerz und sah in ihr noch immer die gleiche Frau wie vor wenigen Monaten auch schon. Ohne Lev nach seiner Meinung zu fragen, ob sie Jaden bereits schon Killian vor die Nase setzen sollten, hatte sie es bereits getan, aber mit so einer Reaktion hatte sie nicht gerechnet. Anisa hatte schockiert die Augen geweitet, während Jaden seine Hände lässig in die Hosentaschen steckte und sich gegen die Wand lehnte. Hatte er etwa eine Pistole wegen ihrem Vater? Hatte er sie ihm mitgebracht?! Der könnte sich noch etwas anhören! Genauso wie Killian, den sie noch in die Schranken weisen würde, egal ob sie wieder mit ihm alleine sein würde und all ihre Gefühle in ihr hoch kommen würden. Amüsiert beobachtete Jaden die Situation, während Lev versuchte, den Dunkelhaarigen zu beruhigen und Anisa nur schockiert neben ihm stehen blieb. Und dann, als Killian ihm fünf Minuten gewährte, begann Jaden zu erzählen. Er sprach erneut von seiner Familie, wie er aufgewachsen war und erzählte von seiner liebevollen Schwester. Jaden wirkte ganz anders, als er über seine Vergangenheit sprach. Wie jemand, der glaubte, einen Fehler getan zu haben. Aber was hätte er schon tun sollen? Er war ein kleiner Junge, der sich nicht zu helfen wusste. Sein Stiefvater hatte ihn schon immer gehasst und nachdem seiner Mutter herzlich egal war, was mit dem Blonden passierte, hatte er sich dazu entschieden, zu verschwinden. "Der kleine Bruder bist du, Killian.", sagte Jaden dann, als er von dem Baby redete, das seine Mutter zur Welt gebracht hatte. "Elaine hat vermutlich nie ein Wort über mich verloren. Sie wollte dich vor diesem Mann schützen.", versuchte Jaden zu erklären, allerdings hatte er selbst keine genaue Erklärung. Immerhin wusste er nicht einmal, ob Elaine ein Wort über ihn verloren hatte, jedoch glaubte er nicht daran. Sein Stiefvater hatte seine Anwesenheit nicht ertragen und ob es daran lag, das er von einem anderen Mann stammte, wusste er nicht. "Ich weiß, das klingt alles ziemlich beschissen.".
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