[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Die beiden wirkten so verzweifelt, dass es Killian das Herz brach. Er musste gestehen das er mit dem Anblick eines heulenden Levs nicht gerechnet hatte. Das Anisa so reagierte, das hatte er geahnt, aber nicht das sie so schrecklich aussah. Sie war dünner als ohnehin schon, hatte Augenringe wie Mondkrater und war so weiß wie die Krankenhauswand. "Macht euch keine Sorgen, ihm geht es so gut, dass das erste was er tut kaum ist er wach, seine Infusion heraus zu ziehen.", brummte die Krankenschwester tadelnd und blickte den Dunkelhaarigen böse an. Gerade als Killian etwas freches erwidern wollte, brach er in einem starken Husten aus. "Das kommt davon.", seufzte die Schwester und reichte ihm direkt ein Glas Wasser. Er hatte unglaublichen Durst, sein Hals fühlte sich immer noch an wie die Wüste selbst und Gott, was war hier eigentlich für ein Drama ausgebrochen? Der Dunkelhaarige wusste nicht wer ihm mehr die Bettdecke vollheulte. "Beruhigt euch ...", murmelte er überfordert und streichelte beiden wie kleinen Kindern durch das Haar. Als Anisa aber vor ihm so auf die Knie ging, wollte er sie direkt wieder nach oben ziehen. "Ja, ich sehe es aber steh wieder auf!" Seufzend gab er dann doch klein bei. Die beiden zu beruhigen erschien im ersten Moment unmöglich. Lev hatte sich von ihm gelöscht, wischte verlegen über die Augen und räusperte sich verhalten, dass niemand diese Tränen gesehen hatte. "Ihr seit solche Heulsusen.", lächelte Killian zärtlich. "Ich sterbe nicht so schnell." Daraufhin versuchte er irgendwelche Anhaltspunkte zu finden,wie lang er eigentlich schon hier war. Er fand aber keinen Kalender oder auch nur den kleinsten Hinweis, wie viel Zeit er hier bereits verbracht hatte. Die Schwester hatte sich entschlossen die drei vorerst allein zu lassen, was Killian begrüßte und sich zurück ins Bett legte, weil das Sitzen schmerzhafter war als er erwartet hatte. Er war immer noch so unglaublich müde. Aber er wollte noch viel mehr hier weg.


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    • Für Anisa war es schrecklich, Killian so zu sehen. Sie freute sich, das er endlich wieder wach war, in diese schönen Augen blicken konnte und endlich daran glaubte, das er es überlebt hat. So oft hätte sich sein Zustand ändern können. Von einer Sekunde auf die andere, aber so war es nicht. Irgendwann hatte Anisa es geschafft, sich von Killian zu lösen. Hatte sie in ihrem Leben jemals so viel geweint? Wie lang musste sie nun schon mit diesen schrecklichen Gedanken kämpfen, in was für einer Welt sie sich eigentlich befand. Mord, Drohung, Vergewaltigung und Folter, standen bei der Mafia weit oben. Damit konnte Anisa nicht umgehen und mit diesem Gedanken, das Killian vermutlich nie wieder aufgewacht wäre, war alles nur noch schlimmer geworden. Sie konnte es nicht weiter ertragen, sie benötigte Hilfe. Dringend, bevor sie selbst noch irgendwelche Dummheiten anstellte. Mit verweinten Augen sah sie endlich wieder in diese Augen, die sie so schrecklich vermisst hatte. Für Killian würde es ebenfalls noch schwer werden, würde er von Jaden erfahren. Wenn Jaden klug war, dann würde er noch etwas warten, bis er Killian davon erzählte. Killian brauchte nun Ruhe. "Wie sollten wir uns auch beruhigen?", sagte Anisa aufgelöst und doch ernst. "Du lagst eine Woche im Koma, Killian. Wir hatten Angst um dich.". Er sollte endlich verstehen, welchen Stand er nicht nur in ihrem Leben, sondern auch bei Lev hatte. Es war nicht so, als würde niemanden interessieren, ob er nun starb. Sehr wohl interessierte es jemanden! Sogar Jaden interessierte es! So sehr, das er sein Geheimnis ihr und Lev anvertraut hatte. "Du wirst hier noch einige Zeit bleiben müssen.".
    • Das war etwas mit dem Killian nicht umgehen konnte. Das sich jemand um ihn sorgte war noch nichts woran er sich gewöhnt hatte. Er wusste wie gern Lev ihn hatte und er wusste auch das er Anisa alles andere als egal war. Allerdings musste er ehrlich zu sich selbst sein und er gab zu, dass er damit nicht klar kam. Obwohl Killian eine solch ausgeprägte Menschenkenntnis besaß und eigentlich immer wusste wie er sich verhalten musste (auch wenn er mit Absicht oft das Gegenteil tat), dass war etwas das er nicht konnte. Außer seiner Schwester hatte sich nie jemand um ihn geschert. Als er in die Mafia aufgenommen wurde und das erste Mal einen Sinn im Leben bekam, war das auch Neuland. Es gab so vieles, dass er noch lernen musste. Lev wusste das, weshalb er nichts sagte auch wenn er Anisa zustimmte. Er wusste wie schwer sich sein bester Freund damit tat und hatte Nachsicht. Die schöne Rothaarige wusste dies nun mal nicht. Killian sprach nicht über sich und vielleicht war auch gerade das das Problem. "Entschuldige.", murmelte er leise und zog Anisa wieder zu sich hinauf und in seine Arme. "Ich bin hier.", versuchte er den beiden zu vermitteln. Mehr wusste er leider nicht zu tun. Lev seufzte schwer. "Wir sind müde und aufgelöst. Wir müssen das alles erst einmal verarbeiten, genauso wie du.", versuchte der junge Russe die Lage zu beruhigen, woraufhin Kill dankbar nickte. Seine Arme behielt er weiterhin um die zierliche Rothaarige. "Anisa.", flüsterte er ihr leise zu. "Ich bin hier. Du brauchst keine Angst mehr zu haben." Sanft streichelte er ihr durch das Haar. Wenn er wollte, dann konnte Killian sehr einfühlsam und sanft sein. Lev beobachtete das ganze eine Weile lang schweigend, jedoch mit einem zarten Lächeln. Es stimmte ... aus dem wilden Tiger war eine zahme Katze in der Nähe von Anisa geworden. "Du hattest eine schwere Zeit, nicht wahr? Du und Lev."


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    • Mit einer leisen Entschuldigung wurde Anisa auch schon wieder auf die Beine gezogen und spürte die warmen Arme um ihren zitternden Körper, die spürbar schmaler geworden waren. Wie hatte sie diese Woche nur überlebt? Anisa wusste es selbst nicht. Sie hatte sich mehr übergeben, als das sie gegessen hatte. Schlaf hatte sie ebenso wenig und pausenlos nachdenken, war echt reine Hölle gewesen. Oft genug hatte sie sich ausgemalt, was wäre, wenn sie die Nachricht erhalten würde, das Killian nicht mehr aufwachen würde. Wie sie ihm erklären sollte, was sie wirklich für ihn empfand und wie die Zukunft aussehen würde. Es war schrecklich viel Zeit vergangen und Anisa hatte das Gefühl, das es einen Monat gewesen war, anstatt von einer Woche. Sie fühlte sich noch schrecklicher, als sie aussah. Das sie freiwillig einen Psychiater aufsuchen würde, musste immerhin schon etwas heißen. Wieder hörte sie seine Stimme, die ihren Namen flüsterte. Wie gut es tat, diese Stimme zu hören! Und dazu seine sanfte Berührung, seine Umarmung und seine Hand, die durch ihr Haar strich. Sie hatte es so vermisst. Sie hatte ihn so vermisst! "Natürlich!", antwortete sie schluchzend. Wie ein Häufchen elend, so fühlte sie sich. Sonst hatte sie immer ihre Gefühle unter Kontrolle gehabt, aber Killian schaffte es, das sie ihren Körper einfach nicht mehr unter dieser Kontrolle hatte. "Ich hätte nicht gewusst, was ich ohne dich getan hätte. Du weißt doch gar nicht...", Anisa beendete ihren Satz nicht. Es war nicht der richtige Zeitpunkt. Nicht jetzt. Eine Abfuhr könnte sie ohnehin nicht ertragen. "Wir sind einfach froh, das du endlich wieder bei uns bist.", flüsterte sie dann und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, löste sich allerdings nicht aus seiner Umarmung.
    • Um ehrlich zu sein, wusste er nicht was er sagen oder tun sollte. Anisa war emotional am Boden und selbst sein bester Freund hatte wegen ihm geweint. All das waren solche Bilder für ihn gewesen, dass es ihn gänzlich überforderte. Ganz gleich was er auch sagte, es würde offenbar nichts daran ändern. Anisa weinte weiterhin, wollte sich offenbar auch nicht mehr beruhige und Killian konnte nichts anderes tun als ihr beruhigend durchs Haar zu streichen. Er hatte auch als die schöne Rothaarige begonnen hatte einen Satz zu beginnen, nichts mehr gesagt. Vielleicht war schweigen und da sein, die bessere Alternative. Er schenkte Lev ein sanftes Lächeln, streichelte Anisa weiterhin durch das feuerrote Haar das er so liebte und genoss die Zeit mit den beiden. Eigentlich wollte Killian einen Moment mit Lev allein sein und ihn einige Dinge fragen. Was war mit Isabella? Gab es etwas neues? Wie hatte John reagiert? Ihm schwirrten so viele Fragen durch den schönen Kopf, dass er gar nicht wusste wohin damit. Allerdings waren das Dinge die er lieber mit seinem besten Freund allein besprechen wollte. Anisa hatte genug mitgemacht und ohnehin wirkte sie so, als würde sie bei dem nächsten Ereignis zusammenbrechen. Das war alles zu viel für das zarte Nervenkostüm der schönen Frau. Kill wollte Anisa aber nicht allein lassen, also zügelte er seine Neugier. Als es plötzlich an der Tür klopfte, traten drei junge Krankenschwestern in das Zimmer. Sie hatten sich in der Zeit mehr als nur gern um den bewusstlosen Killian gekümmert und kicherten nun vergnügt als sie ihn im wachen Zustand erblicken durften. Das Mädchen in seinen Armen ignorierten sie dabei vollkommen. "Wie schön das sie wach sind Herr Darkbloom.", säuselte eine schöne Blondine mit großer Oberweite, strahlend grünen Augen und einer Haut wie die einer Puppe. "Bitte sagen sie uns sofort Bescheid, sollten sie etwas benötigen.", sprach die nächste. Eine zierliche Kleine Asiatin mit schwarzem langen Haar und Mandelförmigen Augen. Die Kupferhaarige neben ihr mit den schönen blauen Augen schwieg schüchtern und hob ein Essenstablett nach oben. Offenbar sollte Killian versuchen die ersten leichten Dinge zu essen. In diesem Fall es mit einer Suppe versuchen.


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    • Eigentlich sollte sie endlich aufhören zu weinen, aber die Tränen hörten einfach nicht auf zu fließen. Eine ganze Woche hatte sie sich darauf vorbereiten können, das Killian vielleicht kein Auge mehr öffnen würde und nun war er wieder bei ihr. Im Moment konnte sie sich einfach nicht von ihm lösen. Nun lag sie also weinend in seinen Armen, fühlte sich elend und streckte ihren Kopf erst wieder in die Höhe, als diese komischen Hühner an Krankenschwestern das Zimmer betraten. Dieses verdächtige Lächeln das sie auf ihren Lippen zeigen, deutete deutlich daraufhin, das sie ihn alle anziehend fanden. Und dieses grässliche Kichern! Oh Gott, begann sie wirklich schon mit Eifersucht? Nein, es lag ganz sicher am mangelnden Schlaf. "Vielen Dank.", schnaubte die Rothaarige, löste sich aus der tröstenden Umarmung und schnappte nach dem Tablett, nachdem sie mit eindringlicher Miene auf die kichernden Hühner zugegangen war. "Ab hier übernehmen wir.", erklärte Anisa knapp und betrachtete die drei Mädchen einer nach der anderen. Anisa duldete kein widersprechen und genau das, sagte ihre Gesichtsmimik aus. Sie ist nicht nur aufgelöst, völlig fertig und müde, sondern auch gereizt und das sollte nun niemand weiter herausfordern. "Danke.", wiederholte Anisa höflich und einem aufgesetzten Lächeln, während die Mädchen sie nur verdattert anglotzten. Sie hatten sich nicht von der Stelle bewegt und auch kein Wort gesagt. Eine von ihnen, die Blondine, hatte bereits ihren Mund geöffnet, sich dann allerdings doch dazu entschieden, nichts zu sagen und folgte den anderen beiden aus dem Zimmer. Kopfschüttelnd wandte sie sich zu Killian und Lev um und stellte das Tablett auf den kleinen, beweglichen Tisch ab und ließ sich selbst in den Stuhl, neben dem Bett fallen. Ihre Nerven waren am Ende und diese gackernden Hühner sollten gefälligst ihrer Arbeit nachgehen. Da fiel ihr wieder die Infusion ein, die Killian sich ohne weiteres herausgerissen hatte. "Das bleibt dort, bis sie dir sagen, das sie es abnehmen können.", sagte Anisa streng, nachdem sie sich wieder erhoben hatte und die Infusion neu legte. Ein Kinderspiel, selbst mit zittrigen Händen.
    • Auch Lev war gereizt und vollkommen übermüdet. In dieser Woche hatten er und Anisa Seiten aneinander kennengelernt, die selbst die vertrautesten Menschen nicht von ihnen kannten. Der Russe behauptete fast zu sagen, dass er und die Rothaarige ziemlich gute Freunde geworden waren. Sie wussten sich zumindest einzuschätzen, nahmen einander Zickereien schon gar nicht mehr übel und waren froh das der jeweils andere da war und man sich gegenseitig ertrug. Jedenfalls erging es dem Schwarzhaarigen sehr ähnlich als die drei Krankenschwestern das Zimmer betraten. Für gewöhnlich hätte er jetzt einen abfälligen Spruch abgelassen, gewartet bis Killian sie verscheucht und ihn dann getadelt. Allerdings hatte er dafür bei Weitem heute keine Nerven. Die hohen Oktaven, dieses Gekreische war zu viel und hätte Anisa sie nicht aus dem Zimmer geworfen, hätte er es getan. Killian hatte nicht einmal die Möglichkeit auf die Frauen zu reagieren, blickte nur ein wenig perplex zwischen Anisa und Lev hin und her und seufzte leicht. Gott, was war die Woche los während er geschlafen hatte? Vor allem, dass selbst Lev emotional so am Ende war. Bevor er auch nur die Gelegenheit bekam zu reagieren, hatte Anisa bereits die Infusion eingefädelt,was bei Killian für einen äußert genervten Gesichtsausdruck sorgte. "Du solltest dich lieber um dich selbst kümmern. So wie ihr beide ausseht, geht es mir deutlich besser als euch. Geht etwas Essen und schlafen, ihr seht aus wie aus irgendeiner Staffel von The Walking Dead.", kommentierte der Dunkelhaarige ihre Aktion und blickte seufzend auf die Infusion. "Das Ding tut weh."
      "Sagt derjenige der angeschossen wurde.", brummte Lev und rollte mit den Augen. Ein wenig pampig schmollte Killian vor sich hin, ehe seine Augen durch das Zimmer wanderten. "Wo sind eigentlich meine Klamotten und meine Waffe?", fragte er dann, während er an sich hinunter sah und nur das hässliche weiße OP-Kittelchen trug.


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    • Mit einer hoch gezogenen Augenbraue blickte Anisa den Dunkelhaarigen an, der die nächste Zeit noch an dieses Bett gekettet sein würde. So wie Anisa ihn zumindest kannte, würde er diese Art von Gefängnis allerdings nicht lange überstehen. Er musste sich bewegen und einfach nur im Bett herumliegen war keine seiner Stärken. Aber jetzt lag es an Anisa und Lev, den Dunkelhaarigen zu schützen. "Wir kümmern uns um uns, wenn es dir besser geht.", sagte sie und erwiderte auf von ihm keinen Widerspruch. Jetzt mit der schönen Rothaarigen zu diskutieren, glich einem Selbstmord. Auf seine nächsten Worte, antwortete Lev bereits und Anisa kontrollierte die Infusion und entfernte sich dann von ihm, als sie ihr Handy in ihrer Hosentasche vibrieren spürte. Irgendwann in der letzten Woche, hatte John ihr, ihr Handy in die Hand gedrückt. Scheinbar musste er bei Killian zuhause gewesen sein, denn dort hatte sie es fallen lassen. Allerdings hatte sie es nicht weiter hinterfragt, sie hatte ohnehin nicht den Nerv dafür, mit ihrem Vater zu diskutieren. Jaden hatte eine Nachricht gesendet, das er in den nächsten Minuten am Krankenhaus ankommen würde. Während sie die Nachricht las, biss sie sich auf die Unterlippe, blickte dann für einen Moment zu Killian und dann wieder auf ihr Handy. Eigentlich wollte sie jetzt nicht von seiner Seite weichen, aber Jaden würde früher oder später ohnehin wieder auftauchen und sich nach Killian erkundigen. Killian war endlich wach geworden und diese freudige Nachricht sollte sie auch mit Jaden teilen. "Deine Klamotten hast du an.", antwortete Anisa dann, nachdem sie das Handy wieder in die Hosentasche steckte. Nachdem man Killian in dieses Krankenhaus verfrachtet hatte, waren seine gesamten Klamotten Blut getränkt gewesen. Man hatte sie also entsorgt. Und seine Waffe? Um ehrlich zu sein hatte Anisa dazu keine Erklärung. Nachdem er Isabella erschossen hatte, hatte er vermutlich seine Waffe einfach liegen gelassen und die Sanitäter kümmerten sich sicher nicht darum, das Killian seine Waffe wieder erhielt. "Ich...", begann Anisa dann ihren Satz. "Ich bin gleich wieder da.", und verließ dann, wenn auch ungewollt, den Raum.
    • Killian fühlte sich wie ein Kind, dass man versuchte vor einer heißen Herdplatte zu schützen. Er wartete eigentlich nur noch darauf, dass ihm einer der beiden auf die Finger klopfte, denn Finger erhob und ein lang gezogenes ´Nein´trällerte. Dann allerdings würde er sich wahrscheinlich aus dem Fenster stürzen. Es war ätzend und der Dunkelhaarige hatte wirklich keine Lust hier fest gehalten zu werden, zumal er auch wenn er es nicht zugab, panische Angst davor hatte irgendwo eingesperrt zu werden. Man konnte es Kindheitstrauma nennen. Es war nicht so, dass er an Cleithrophobie litt. Immerhin schloss er sich Zuhause konstant ein. Er bekam Panik, wenn er nicht derjenige war der bestimmen konnte, wann er den Raum verlassen konnte. Er war als Kind so oft von Leuten eingesperrt worden, dass er schon echte Panikzustände entwickelt hatte. Gut, er konnte hier jederzeit abhauen, aber mal ehrlich er bezweifelte das ihm Anisa oder Lev von der Seite wichen. Er liebte die beiden, aber das war ein Umstand mit dem er sich eindeutig nicht anfreunden konnte. Auf das vibrierende Handy von Anisa reagierte er nicht, er erkundigte sich viel mehr wo seine Klamotten und Waffe sich befanden. Ohne seine Waffe fühlte er sich fast schon nackt, ein echt trauriger Gedanke. Kill hatte sich von Klein auf an seine Waffe gewöhnt, dass er sich ohne nicht wie er selbst fühlte. Wenn Elaine sehen würde, was aus ihm geworden war würde sie sicherlich in Tränen ausbrechen. Anisas Worte auf seine Frage, stimmten ihn nicht sonderlich zufrieden. "Ich habe sie an ...", wiederholte er langsam. "Willst du mich verarschen?". Genervt wanderte sein Blick zu seinem besten Freund, von dem er sich eine Antwort erhoffte mit der er arbeiten konnte. Lev seufzte. "Deine Kleider waren Blut getränkt und deine Waffe hat sicherlich Astolfo. Das war nicht unbedingt etwas, auf das ich im ersten Moment geachtet habe." Der Russe hatte Mitleid mit Killian. Das sich sein bester Freund nach nicht einmal einer Stunde schon nach seiner Waffe erkundigte und bereits jetzt nervös wurde, weil er hier war, stimmte Lev traurig. Allerdings war das etwas, für was Killian nichts konnte. Er wurde so erzogen ...
      "Ich weiß das du dich ohne deine Waffe unwohl fühlst...", meinte Lev verständnisvoll, woraufhin sein Blick zu Anisa wanderte die plötzlich aus dem Raum verschwand. Der Schwarzhaarige hatte eine gewisse Vorahnung, Killian hingegen verstand die Welt nicht mehr. Erst hing sie an ihm, als wäre er ein Rettungsring und nun verschwand sie einfach? "Muss ich das verstehen?", hakte Kill bei seinem Kumpel nach, woraufhin dieser den Kopf schüttelte. Das Anisa aber den Raum verließ, gab Kill die Gelegenheit sich die Informationen zu holen, welche er benötigte.


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    • Killian von der Seite weichen, war wirklich das letzte, was Anisa nun wollte. Nach einer schrecklichen Woche, die sich nach einem ganzen Monat angefühlt hatte, war er endlich aufgewacht und nun musste sich ausgerechnet Jaden melden. Aber was sollte sie schon sagen? 'Komm nicht, Killian ist wach und hab jetzt keine Zeit für dich.'? Das konnte sie nicht tun. Nicht, nachdem er ihr und Lev gebeichtet hatte, das er sein Halbbruder sein musste. Und Lev hatte Recht, Killian brauchte jemanden wie Jaden. Eine Familie. Lev hatte es versucht und war nur gegen eine sture Wand gelaufen. Anisa hatte es versucht und brachte den Dunkelhaarigen nur in Schwierigkeiten. Sie gab sich noch immer für alles die Schuld. Wäre sie nicht am Leben, wäre vermutlich auch niemand gestorben... Innerlich Kopfschüttelnd folgte sie dem Flur, weit weg von dem Zimmer, indem Killian stationiert war. Falls er doch auf die Idee kommen würde, aus dem Zimmer zu flüchten, sollte er nicht Jaden über den Weg laufen. Zumindest nicht so. "Hey.", hörte sie eine dunkle Stimme und blickte zur Seite. Jaden hatte sich auf einer der Stühle gesetzt und bereits auf die schöne Rothaarige gewartet. "Hey.", murmelte sie. Mit einem Seufzen erhob er sich und schloss Anisa in seine Arme. "Du solltest endlich etwas schlafen und essen. Ehrlich, du siehst wirklich nicht gu-...", "Er ist wach.", schnitt Anisa dem Blonden das Wort ab. "Er ist... wann?", wollte Jaden wissen, nachdem er seine Umarmung überrascht löste. "Vor nicht einmal einer Stunde.", antwortete sie ihm und massierte ihre Schläfen. Ihr Kopf brummte höllisch. "Aber ich glaube, er ist noch nicht bereit dafür, so etwas zu erfahren. Du weißt, er traut dir nicht über den Weg.". "Ich weiß.", seufzte Jaden und fuhr durch sein blondes Haar. "Soweit geht es ihm gut. Immerhin wollte er direkt verschwinden, nachdem er wach geworden ist. Die Schmerzmittel dämmen den größten Teil seiner Schmerzen ein. Aber er wird noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben müssen.", erklärte Anisa. "Lass mich raten. Du hast vor, die gesamte Zeit ebenfalls hier zu bleiben, richtig?", Jaden musste nicht auf eine Antwort warten, er kannte ohnehin die Antwort. "Du solltest dich um dich selbst kümmern, Anisa. Du brauchst dringend Schlaf und das eine Toilette dein bester Freund geworden ist, ist nicht wirklich gesund.". Jaden wusste, wie miserabel Anisas Zustand war, außerdem sah man es ihr sofort an, das es ihr nicht gut ging. Augenringe wie Mondkrater, ein Gesicht so weiß wie die Wände und dazu hatte sie sogar Gewicht verloren, durch ihr ständiges Erbrechen und kaum essen. Anisa rollte lediglich mit ihren großen Augen.
    • Als sich Killian aufrichtete, hob Lev panisch die Arme und wollte seinen Freund direkt wieder in die weißen Lacken drücken, aber der Dunkelhaarige winkte direkt ab. Sein Blick war ernst und die goldenen Augen schimmerten in einem solchen Glanz, dass man keine Widerrede duldete. Killian konnte vieles Verzeihen, viele Dinge die man ihm bereits angetan hatte konnte er irgendwie verarbeiten, allerdings gab es etwas mit dem er absolut nicht umgehen konnte: Lügen. Lev wusste das, weswegen er es auch niemals wagte den Amerikaner anzulügen, zumal Killian es ohnehin merken würde. Er würde ihm also jede Frage beantworten müssen, die ihm der attraktive Dunkelhaarige stellte, ober es nun wollte oder nicht. So gab Lev also nach, setzte sich auf den Rand des Krankenbettes und blickte zu seinem besten Freund. "In Ordnung.", murmelte er leise, woraufhin Killian dankbar nickte. "Wo ist Isabella?", war die erste Frage welche der viel zu junge Auftragskiller stellte. "Wir haben ihre Leiche nicht gefunden, lediglich eine Blutlache wo zuvor ihr Körper lag. Es fehlt jede Spur von ihr.", antwortete Lev ehrlich. "Verstehe. Was ist mit John Astolfo?", stellte Killian bereits die nächste Frage, wirkte bezüglich Isabella nicht einmal überrascht. "Er ist zusammen mit den anderen eingetroffen, als du bewusstlos wurdest. Anisa und ich haben dich in das Krankenhaus gebracht und sie hat ihm verboten dich zu sehen." Killian hörte seinem Freund schweigend zu und versuchte trotz der höllischen Kopfschmerzen alle Informationen zu verarbeiten, während er leicht seufzte. "Wie viel hast du ihr erzählt über mich?"." Sie hat keines deiner Videos gesehen, weiß aber davon das du zu vielen Dingen gezwungen wurdest. Ich habe ihr gesagt, dass sie bezüglich ihres Vaters vorsichtig sein soll, aber nicht was er dir antut." Jetzt hob Killian doch ein wenig amüsiert eine seiner Augenbrauen. "Mir antun? Was tut er mir denn an?", hakte er leicht lachend nach. "Das ist nicht witzig!", fauchte Lev sauer und sprang von dem Bett wieder auf. "Er zwingt dich zum Morden, er hat dir früher jegliches deiner Talente eingeprügelt und das sprichwörtlich. Und du kannst mir nicht weiß machen, dass dieses anstarren während du dich ausziehst normal sei. Du bist kein Stricher verdammt!". Nicht sonderlich beeindruckt von seinen Worten sah ihn Killian lange Zeit an. Lev musste bei dem kalten Blick fast schon schwer schlucken. Diese Kälte galt nicht ihm als Person, sondern dem was Kill angetan wurde. War ihm all das so egal? "Killchen. Jetzt will ich dich etwas fragen.", begann er dann und sah dem jungen Mann nun in die Augen. Levs Augen spiegelten eine solche Traurigkeit wieder, dass Killian ehrlich gesagt nicht hinsehen konnte und den Blick abwendete. "Wolltest du sterben als du Anisa gerettet hast?". Da Kill Lügen hasste, war er auch jemand der selbst nicht log, also antwortete er ihm mit der einzigen Antwort die er in diesem Moment auf seine Frage hatte. "Keine Ahnung. Ich hab in dem Moment nicht nachgedacht, sondern gehandelt, es erschien mir richtig." Seufzend hatte sich Lev nach diesen Worten geschockt auf das Bett zurückfallen lassen. "Du weißt es nicht ..."


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    • Dieses ganze Gelaber, das es Anisa nicht gut ginge, ging ihr gehörig auf den Zeiger. Jadens Sorge wusste sie zu schätzen, aber es war einfach nur anstrengend. Ihr brummte der Schädel und es knurrte der Magen. Würde sie aber etwas essen, wusste sie, das sie diese Mahlzeit nicht lange bei sich behalten könnte. So elend hatte sie sich seit Jahren nicht mehr gefühlt und es machte sie fertig. Endlich konnte sie wieder Halt fassen, da Killian wieder wach geworden war, aber körperlich war sie bei weitem in keiner Top Form. Weshalb sie also die Sorgen von Jaden umgehen wollte, indem sie von Killians erwachen sprach. Allerdings hielt es nicht lange an und Jaden begann wieder aufs Neue, über ihre Gesundheit zu sprechen. Anisa wusste selbst, wie schrecklich sie aussah und diese Mondkrater die sich in ihrem Gesicht befanden, eigentlich Augenringe waren, waren mit Make up nicht mehr zu verdecken. "Es reicht.", seufzte Anisa irgendwann, nachdem Jaden sie immer wieder darauf ansprach, sie solle sich um sich selbst kümmern. Selbst wenn sie es wollte, sie könnte es nicht. Killian stand nun an erster Stelle und nur nebenbei, falls Lev ihr versicherte, allein mit ihm klarzukommen, würde sie sich um ihren Schlaf, gestörte Essenseinnahme und einem Psychiater kümmern. Was Killian wohl dazu sagte, wenn sie ihm von ihrem Vorhaben erzählte? Vielleicht sollte er sich auch jemandem anvertrauen... "Du bist schon immer so ein Dickschädel gewesen!", stöhnte Jaden und fuhr sich durch sein blondes Haar. Wieder vibrierte es in ihrer Hosentasche. Ein kurzer Blick auf ihr Display verriet ihr, das es sich um ihren Vater handelte. Er wollte am nächsten Morgen nach Killian sehen. Ohne eine Antwort steckte sie das Handy zurück und blickte in die strahlend, blauen Augen. Nach einem Augenblick wurde Anisa auch schon in die Arme des Blonden gezogen und spürte die wärme, die sein Körper ausstrahlte. "Bitte, pass auf dich auf.", sagte er mit gesenkter Stimme, löste sich wieder von ihr und hob ihr Kinn an, damit sie ihn ansah. "Hab noch Geduld, dann kannst du zu ihm.", sagte sie rasch und verabschiedete sich mit einer kurzen Umarmung, um darauffolgend in Killians Zimmer wieder zu eilen.
    • Killian hatte sich zwischenzeitlich erlaubt trotz des Schocks von Lev weitere Fragen und Bitten zu stellen. Er wollte eine Waffe, genaue Informationen was aktuell los war und das jemand Informationen über Isabella einholte. Er kannte die Brünette nur zu gut und wusste das eine Frau wie sie nicht aufgeben würde, um das zu bekommen was sie wollte. In diesem Fall war das nun mal er, ob er es nun wollte oder nicht. Lev wiederum musste verdauen, dass sein bester Freund bereits mit seinen Gedanken wieder überall war, nur nicht bei sich selbst. Sein Hirn arbeitete kaum war er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht schon wieder auf Hochtouren. Killian mochte zwar keine Schule besucht haben, war aber ausgesprochen intelligent. Natürlich hatte er all die wichtigen Wissensstände erst spät aufholen können, aber der Dunkelhaarige war immer stehts gewillt zu lernen. Zumindest was Lebenserfahrung anging, war er trotz seines Alters deutlich weiter als Lev es je sein könnte, obwohl sie beide einen Beruf in der Welt der Mafia bekleideten. Killian hatte nach einem Blatt Papier und einem Stift gefragt, notierte seinem besten Freund direkt alles was ihm zu Isabella einfiel und ihm bei der Informationsbeschaffung helfen konnte, da trat Anisa bereits wieder in den Raum. Lev blickte zur Rothaarigen auf und seufzte leicht. Was sollte er auch sonst tun? Killian war niemand der sich einfach mal zurück lehnen konnte. Er hatte ja nicht einmal erzählt, wenn er bei Aufträgen verletzt oder misshandelt wurde. Alles hatte er für sich behalten, war damit umgegangen wie er es für richtig hielt und hatte es tief in seiner Seele vergraben.Lev fragte sich wann seine Seele wohl daran zerbrach. Als sich die Tür öffnete hatte Kill aufgeblickt und Anisa einen Moment schweigend angesehen. "Ich möchte das ihr beide nach Hause geht. Es ist toll das ihr euch Sorgen um mich macht, aber ihr seht scheiße aus. Ihr könnt euch beide kaum auf den Beinen halten. Schlaft, esst und wenn es euch besser geht kommt mich besuchen. In dem Zustand landet ihr eher neben mir, als das ihr helfen würdet.", murmelte Killian dann ehrlich.


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    • Als Anisa den Raum betrat und Jaden darauf hingewiesen hatte, erst in ein paar Tagen wieder zu kommen, saß Killian bereits wieder aufrecht, soweit es ihm überhaupt möglich war, und notierte irgendetwas auf einem Blatt. Von dieser Entfernung konnte sie nicht erkennen, was er auf dem weißen Blatt notiert hatte, kümmerte sich aber nicht weiter darum. Seine Worte waren eher das, worauf sie reagierte. Einer ihrer geschwungenen Augenbrauen zog sie hoch, verschränkte die Arme und blickte erst zu Lev, der ihr etwas überfordert schien und dann wieder zu Killian, der ihr viel zu sehr den Eindruck machte, das er wieder voller Tatendrang war. "Das kannst du vergessen.", sagte sie ernst. "Wenn es sein Muss, dann lass ich sogar meinen Vater mitwirken und bringe ihn dazu, das sie Lev und mich hier behalten müssen. Nachdem wir hier eine beschissene Woche verbracht haben, glaubst du doch wohl nicht ernsthaft, das wir nun einfach so gehen.". Etwas, was Anisa noch nie getan hatte war, ihren Vater seinen Ruf anwenden zu lassen. Lieber arbeitete Anisa ehrlich, studierte wie jede andere Studentin an einer normalen Uni und bevorzugte, das man sie genauso behandelte. Sie hatte keinen besonderen Status, sie ist einfach nur die Tochter des gefürchtesten italienischen Mafia Bosses und besitzt ein Haufen Kohle. Aber damit Killian nicht eine Sekunde die Möglichkeit blieb, irgendeinen Unsinn zu machen, würde sie sogar diese Karte spielen, obwohl es gegen ihre eigenen Vorsätze galt. Somit setzte die schöne Rothaarige mal wieder ihren Dickschädel ein, wie es Jaden vorhin schon genannt hat und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. "Bitte schon dich einfach, Okay? Denk an deine Gesundheit, nicht an unsere.", sagte sie dann seufzend.
    • Killian war im Gegensatz zu den anderen im Umkreis von Anisa nicht sonderlich beeindruckt von ihrer Sturheit, ganz im Gegenteil. Ihn nervte dieser Dickschädel ungemein. Denkt sie etwa ihm macht es Spaß seine ihm nahe stehenden Personen so zu sehen? "Ach und du glaubst ich kann mich entspannen und schonen, wenn ihr beide ausseht als hättet ihr mehr schlecht als Recht die letzte Staffel von Game of Thrones überlebt? Denkt ihr ich mache mir keine Sorgen um euch Schwachköpfe und könnte mich entspannen, während ihr neben mir eingeht? Schönen Dank auch.", antwortete er ihr genervt und drückte Lev das eben Geschriebene in die Hand. "Kümmere dich bitte darum, während ich hier braver Patient spiele.", murmelte er ihm auf russisch zu, da er keine Lust hatte eine erneute Moralpredigt von der Rothaarigen zu hören zu bekommen, weil er bereits jetzt wieder arbeitete. Er hatte sich um sich weitere Zickereien zu ersparen wieder zurück ins Bett gelegt, blickte trotzig wie ein Kind an die Decke über ihn und hüllte sich in Schweigen. Lev konnte dich anders als die Situation zu belächeln. Ganz gleich wie reif und erwachsen Killian wirkte, weil er sich um Dingen kümmerte die weit den Verstand von vielen überschritt, er war noch ein Kind. Diese Jahre zwischen Ihnen dreien machten einen Unterschied, ob man es glauben wollte er oder nicht. Kill musste auf einen Schlag erwachsen werden, hatte keine Zeit Kind zu sein und wenn etwas nicht nach seinem Kopf ging, brach dieses versteckte Kind nun mal hervor. "Nimm es ihm nicht übel.", meinte er dann an Anisa gewandt und lächelte leicht. "Er wird sich benehmen. Wir sollten ihn vielleicht jetzt etwas in Ruhe lassen und versuchen Schlaf zu finden. Er hat so recht, so wie wir beide aussehen helfen wir ihm denke ich wirklich nicht."


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    • Auch wenn Anisa es nicht zugeben wollte, Killian hatte recht. Aber sie konnte doch nicht einfach gehen und sich ausruhen, während Killian alleine in diesem Krankenhaus verbringen würde. Was wenn Jaden auftauchte? Immerhin ist er nicht sonderlich gut auf Killian zu sprechen. Vermutlich würden sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Und ihr Vater? Was, wenn er nur darauf gewartet hatte, das sie und Lev sich selbst etwas Ruhe gönnen? Und verdammt, wo sollte sie schon hin! Zurück in ihre Wohnung, die bereits wieder aussah, als wäre nie etwas passiert? Das konnte sie einfach nicht mehr. Es war alles zu viel und die Erinnerungen, wie die Leichen auf ihrem Fußboden in ihrer eigenen Blutlache lagen, brachen sie nur erneut. Nachdenklich biss sie sich auf die Unterlippe, als ihr Blick dann auf Lev fiel. Das Killian irgendetwas auf russisch seinem besten Freund sagte, während er ihm ein Blatt in die Hand drückte, hatte sie gar nicht bemerkt, so versunken war sie in ihren Gedanken. Seufzend löste sie ihre verschränkten Arme und fuhr sich überfordert durch das Haar. "Ist ja gut.", gab Anisa sich dann geschlagen. Ihr Blick wechselte wieder zu Killian, dann wieder zu Lev. "Lässt du uns nur für einen Moment allein? Ich komm sofort nach.", bat Anisa den jungen Russen. Sobald Lev den Raum verlassen hatte, zog Anisa den Stuhl etwas näher an das Bett heran und nahm platz. "Ich...", begann sie ihren Satz und schien nach Worten zu ringen. "Ich hatte viel Zeit, um nachzudenken.". "Wieso dir diese Entscheidung so leicht gefallen ist, das diese verdammte Kugel nur knapp dein Herz verfehlt hat... Ich hätte nicht gewusst, was ich getan hätte, hättest du die Augen nicht mehr geöffnet. Es ist vermutlich das beste, wenn ich mich in medizinische Obhut begebe.", gestand Anisa dann ihr Vorhaben. Es fällt ihr alles andere als leicht, aber Killian sollte es erfahren und von ihm erhoffte sie sich Unterstützung. Alleine hatte sie zu große Furcht.
    • Killian hatte erwartet, dass er sich noch ein Wortgefecht mit der Rothaarigen liefern musste. Ganz gleich wie intelligent Anisa auch war, sie war leider stur wie ein Esel und das war etwas mit dem jemand so stures wie Kill nicht klar kam. Allerdings hatte sich die Tochter seines Bosses als deutlich reifer und erwachsener verhalten, als er zunächst angenommen hatte. Vielleicht lag es auch daran das Lev klein bei gab und damit Anisa ermutigte, dass Kill schon auf sich aufpassen konnte. Was auch immer nun der genaue Grund war, er war erleichtert das er sich nicht mit ihr streiten musste. Der Dunkelhaarige war sich nämlich nicht sicher, ob er dafür die Nerven gehabt hätte. Als Anisa Lev bat den Raum zu verlassen, nickte Kill seinem besten Freund kurz zu, welcher der Aufforderung nachgab und den Raum verließ. Er hatte die zierliche Rothaarige noch darüber informiert, dass er auf sie warten würde und schon war Killian mit Anisa allein. Er hätte erwartet, sie würde ihm nun erneut heulend in die Arme fallen, ihm eine scheuern oder sich an allem wieder die Schuld geben, stattdessen hatte sie einen äußerst vernünftigen Vorschlag gemacht, welchen der junge Mann begrüßte. "Das ist eine gute Idee Anisa.", stimmte er ihr zu und seufzte leicht. "Du hast in letzter Zeit zu viel mit gemacht um all das ertragen zu können. Ich habe auch nicht gerade zu deinem Seelenheil beigetragen." Er nahm vorsichtig ihre Hände in seine, hatte natürlich bemerkt wie unsicher sie sich darüber war Killian diese Sache zu erzählen. Ermutigend drückte er leicht ihre Hände. "Ich stehe vollkommen hinter der Entscheidung und hoffe das es dir weiterhilft. Es tut mir Leid, dass ich dir solch eine Angst gemacht habe." murmelte er dann und lies ihre Hände wieder los. "Lev hat es auch nicht verstanden, warum es mir so leicht gefallen ist. Um ehrlich zu sein, weiß ich es nicht." Killian zuckte leicht mit den Schultern. "Es stand für mich nicht zur Debatte darüber nachzudenken. Würde so eine Situation noch einmal geschehen ... würdest du dich in Gefangenschaft befinden, oder Lev. Ich würde genauso handeln wie davor. Wie auch immer, es ist vorbei und ich möchte das ihr euch jetzt auf euch beide konzentriert. Euch so zu sehen, macht mich fertig."


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    • Für Anisa war es alles andere als leicht, Killian von ihrer Idee zu berichten. Das er es als schlechte Idee empfinden würde, glaubte sie nicht, hatte aber die Angst, das er sie nicht unterstützen würde. Immerhin war er 'nur' ihr Bodyguard und im Moment befand er sich nicht in dem Zustand, ihr in irgendeiner Hinsicht zur Seite zu stehen. Und was, wenn es ihn eigentlich auch gar nicht interessierte? Diese Gedanken warf Killian allerdings sofort über Bord, nachdem er ihr ihre Idee als Gut betitelte und nach ihren Händen gegriffen hatte. Verloren blickte sie in seine schönen, goldenen Augen und sofort durchfuhr eine angenehme Wärme ihren Körper. Am liebsten wäre sie weiterhin an seiner Seite geblieben, einfach, damit die Angst in ihr hochkam, das es doch nur ein alberner Traum war. Auf seine nächsten Worte, fand Anisa keine eigenen. Was hätte sie auch sagen sollen? "Vielleicht solltest du dich auch jemanden anvertrauen.", sagte sie dann und griff wieder vorsichtig nach den Händen, die sie vor wenigen Sekunden selbst noch gehalten hatten. "Ich bin da, okay? Falls du jemanden zum Reden brauchst oder aber nur jemand, der dir zuhört, bin ich da.". Vielleicht wäre es auch für Killian gut, sich in seinem Leben endlich mal zu öffnen. Er brauchte ebenfalls jemand, dem er vertrauen konnte. Jemand dem ihm zuhörte. Natürlich war Lev schon lange Zeit vor ihr an seiner Seite gewesen, aber Killian öffnete sich nicht. Womöglich aber bei ihr? Ein Versuch war es immerhin Wert, weshalb sie ihm dieses Angebot auch offen legte. "Ich werde versuchen, in der nächsten Zeit auf mich zu achten, aber bitte, mach du das gleiche. Ich werde dich täglich besuchen, aber nicht den gesamten Tag dich mit meiner Anwesenheit belästigen.", sagte Anisa und versuchte ihre letzten Worte amüsiert über die Lippen zu bringen.
    • Ehrlich gesagt war Killian froh, dass Anisa sich Hilfe suchen wollte. Ganz gleich wie viel er auch verstand, wie viel er nachvollziehen und mitempfinden konnte, er war nun mal kein Therapeut. Zumal Killian ohnehin glaubte, dass seine Nähe dem kostbaren Astolfo-Juwel alles andere als gut tat. Allerdings wird der Alte schon wissen, warum er ausgerechnet Kill als Leibwächter für seine geliebte Tochter wollte. Was wohl mit dem alten Sack war? Ob es ihn interessierte was mit seinem Schützling geschah? Killian wollte nicht unbedingt Anisa danach fragen, vielleicht könnte er Lev in einer stillen Minute erneut abfangen und sich nach dem Rechten erkundigen. Jetzt jedenfalls musste er dafür sorgen, dass Anisa Hilfe bekam und ein wenig Abstand zu ihm nahm. Der Einfluss des Auftragskillers war nicht gut, er war alles andere als das was man einen angemessenen Umgang bezeichnen konnte. Aber in der Welt in der sie lebten, wer konnte da so etwas schon von sich behaupten? Als die Rothaaarige davon sprach, dass auch der Dunkelhaarige sich Hilfe suchen sollte und das sie da war, musste er schmunzeln. "Du bist wirklich süß.", murmelte er leise und strich ihr vorsichtig durch das lange Haar. Eine Sache die er äußert lieb gewonnen hatte. Es machte Spaß durch ihr langes flammenrotes Haar zu streichen, wie er diese Farbe liebte. "Ich zerbreche nicht so schnell Anisa, aber ich weiß das Angebot zu schätzen." Daraufhin zog er seine Hand zu sich und legte sich etwas mehr in das Bett zurück. Zugegeben jeden Schmerz dämpften diese Tabletten immerhin auch nicht. Da Anisa versuchte ihre nächste Worte mit etwas Humor zu nehmen, wollte Kill ihr den Gefallen erwidern und grinste sie ebenfalls an. "Und du glaubst du schaffst es nicht den ganzen Tag an mir wundervollem Wesen zu hängen? Da bin ich gespannt.", scherzte er amüsiert und nickte dann leicht. "Ruh dich etwas aus Anisa. Du bist zwar wunderschön, aber im Moment siehst selbst du furchtbar aus. Gönn dir eine Pause, von allem und auch von mir. Ich verspreche auch, dass ich nicht weglaufe ... ich versuche es zumindest hier nicht irre zu werden."


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    • Wie sehr Anisa es liebte, wenn Killian durch ihr langes Haar strich. Es beruhigte sie und war so ein angenehmes Gefühl, wenn jemand in ihrem Haar herum spielte. Und als Killian wieder durch ihr seidenes Haar strich, nachdem die ihm ein leichtes Lächeln, mit ihrem Angebot, entlockt hatte, schloss sie für einen Moment die Augen. Auf seine nächsten Worte runzelte sie allerdings die Stirn. So leicht zerbricht er nicht? Was war dann, als er ohne zu zögern die Pistole aufgehoben hatte und sie sich an die Schläfe hielt? Er hatte es nicht nur für sie getan... Er hatte seinen tot gewollt, oder nicht? "Ich hoffe, du kommst darauf zurück.", sagte sie dann nur seufzend. Jetzt Killian mit diesen Worten zu konfrontieren, brachte doch ohnehin nichts. Lieber hatte sie also versucht, ihre nächsten Worte amüsiert zu verpacken, auch wenn es ihr nur mit großer Mühe gelang. Killian versuchte ihre Worte ebenfalls amüsiert aufzunehmen, schenkte ihr daher ein breites Grinsen und Anisa konnte gar nicht anders, als zu schmunzelnd. Bei seinem Kompliment aber, funkelten ihre schönen Augen freudig. Für Anisa war es albern, diesen Gedanken zu haben. Aber er fande sie also wunderschön? Vielleicht mochte er sie auf die selbe Weise? "Glaub mir, es fällt mir schwer, den ganzen Tag eben nicht an dir, wundervolles Wesen zu kleben.", gab sie dann zu, auch wenn sie glaubte, Killian würde es ohnehin nur anders auffassen, als sie es eigentlich wollte. Aber ihm jetzt zu gestehen, was sie für ihn fühlte, war doch schwerer als gedacht. "Ich will keine Pause von dir. Nicht wenn du dich im Moment in solch einem Zustand befindest. Und auch wenn es dir blendend gehen sollte, will ich keine Pause von dir...".
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