[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

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    • Ob Anisa sich eigentlich bewusst war, was er da gerade getan hatte? Er selbst hatte diesen Art Beweis zu Beginn auch nicht verstanden, aber John Astolfo hatte ihm so damals Treue schwören lassen und er war dieser Bitte nachgekommen. Das er dies für seine Tochter ebenso tat, war zwar verständlich aber dennoch für Killian mehr als nur merkwürdig. Vielleicht war er mit den ganzen Riten auch einfach schon zu vertraut und bemerkte nicht einmal mehr, dass es für Ausstehende anders gedeutet werden konnte. So wie ihn Anisa jedenfalls anstarrte, könnte man meinen er habe ihr einen Heiratsantrag gemacht. Kill seufzte leise und erhob sich wieder. "Ich habe das bislang nur für deinen Vater getan. Ich binde mich also an unser Versprechen.", erklärte der attraktive Auftragskiller knapp und beugte sich einen Moment zu ihr hinunter, da er inzwischen wieder vor ihr stand. Grinsend blickte er ihr in die strahlenden Augen. "Kein Grund so rot zu werden Schätzchen.", ärgerte er sie frech um die ganze Situation auch für ihn wieder aufzulockern. Danach wanderte sein Blick auf die goldverzierte floral gestaltete Uhr an der ebenso kunstvoll verzierten Wand. "Wir sollten schlafen. Es war ein langer Tag, besonders für dich." Da er den Weg mit verbundenen Augen finden würde, hatte er auch ohne groß nachzudenken das übergroße Schlafzimmer mit dem ebenso riesigen Himmelbett in der Mitte des Raumes angesteuerte. Die Spielwiese von John Astolfo wenn man es so nennen wollte. Glücklicherweise wurde dieses Haus von den Bediensteten aber immer geputzt, gehegt und gepflegt, sonst wäre das doch etwas verstörend dieses Zimmer ausgerechnet mit Anisa aufzusuchen. Seit seinem letzten Besuch hatte sich hier nicht viel verändert, wie Kill befand. Mit leisen Schritten ging er an eines der bodenlangen Fenster und öffnete dieses um die frische Nachtluft ihren Weg in das Zimmer bahnen zu lassen. Inzwischen war der Himmel bereits mit Sternen verhangen und man konnte den großen Vollmond klar erkennen, welcher über dem Meer ragte. Killian staunte immer wieder über die Schönheit Italiens, ganz gleich wie oft er diesen Anblick schon gesehen hatte. Natürlich hatte Amerika ebenso schöne Orte, nur hatte er diese nie erlebt.


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    • Die geweiteten grünen Augen folgten dem Dunkelhaarigen, der sich wieder erhob und seufzend erklärte, was diese Geste bedeutete. In solch einer Form wurde ihr noch nie ein Versprechen gegeben, immerhin hatte sie nur wenig in der Astolfo zutun, auch wenn sie immer wieder in irgendetwas verwickelt wurde. Verwirrt hatte sie also ihre Hand an sich gedrückt und wollte gerade seine Worte erwidern, als er sich plötzlich zu ihr nach vorn gebeugt hatte und nach wenigen Sekunden sie schon wieder neckte. "Ich war nur überrascht, du Idiot!", rief sie ihm entgegen und fasste sich ganz automatisch an die Wangen, in denen sich die Hitze gesammelt hatte. Und dann noch dieser Kosename... So wurde sie von ihrem Vater genannt, das war vollkommen ausreichend und war nur merkwürdig, diesen Spitznamen von diesen verlockenden Lippen zu hören. Schnell hatte sie sich also mit einem anderen Thema befasst, zu Bett gehen, wie es Killian angesprochen hatte. Der Tag bestand eigentlich aus nichts anderem als einem, in Anisas Augen, langweiligen Frühstück, heißen und teilweise kalten Kaffee, dem Besuch ihres Vaters, Tränen und eine Menge Gesprächsstoff mit Killian. Sonderlich Lust zu schlafen verspürte die Rothaarige nicht, allerdings war ihr Körper und Gehirn erschöpft. Pausenlos ratterte es, wie sie den Tot hätte aufhalten können oder die Bilder der leblosen und Blutverschmierten Körper in ihrem Kopf, die einfach nicht verschwinden wollten. Den gesamten Tag hatte sie sich in der flauschigen Decke versteckt und das hatte ihrem Körper an 'Anstrengung' deutlich ausgereicht. "Ich komme gleich nach.", sagte Anisa dann, als Killian das Schlafzimmer schon ansteuerte und verschwand selbst im Bad, wo sie sich die Zähne putzte und wusch. Sie fühlte sich noch immer Blut befleckt und so schmutzig, das sie es in keine Worte
      fassen. Ihre schönen Augen glänzten und schimmerten, allerdings waren sie durch das unendliche Weinen leicht gequollen und leicht rot verfärbt. Im Spiegel wollte sie sich in keinem Fall ansehen. Sie musste schrecklich aussehen.
      Erst nachdem sie sich in dem Bad fertig gemacht hatte, steuerte sie durch das Wohnzimmer in Richtung Schlafzimmer, indem Killian die Fenster bereits geöffnet hatte und die frische Luft und den wundervollen Ausblick der Sterne genoss. Anisa kehrte dem Dunkelhaarigen den Rücken zu und machte keine Anstalten und zog sich den neuen Pullover über den Kopf. Einzig und allein der Sternenhimmel sorgte für Licht in dem Schlafzimmer, weshalb Anisa sich ohne Unwohlsein umzog. Durch das Licht schimmerte ihr nun nackter Rücken, nachdem sie sich auch aus dem BH befreit hatte, und zog aus dem Schrank ein neues T-Shirt, das ihr zu lang sein musste und sie sofort hineinschlüpft um darauffolgend ihre enge Hose auszuziehen. Sie dankte diesem Mann, immerhin machte es den Anschein, als würde er auch diese Nacht bei ihr verbringen und das war mehr als nur beruhigend.
    • Natürlich hatte sie fast schon patzig reagiert. Das war genau die Reaktion, welche sich Killian auch erhofft hatte. Dieses deprimierende und erdrückende Gefühl um Anisa herum, machte nicht nur sie sondern auch ihn langsam wahnsinnig. Die Lage von der hübschen Rothaarigen ist ernst und er konnte auch all ihre Furcht und Trauer verstehen. Würde sie aber sich weiter in diese Schwärze fallen lassen, würde sie darin ertrinken und zu Grunde gehen. Killian kannte diese Schwärze und Finsternis nur zu gut. Er selbst befand sich jeden Tag darin, nur war er nicht in ihr ertrunken, sondern ein Teil von ihr geworden. Er war im Gegensatz zu Anisa verdorben, kalt und ein Killer. Er war nichts weiter als ein skrupelloser und detestabler Mörder. Und doch wollte gerade er sie beschützen, das war pure Blasphemie an sich. Er seufzte leicht, drehte sich aber noch einmal zu der attraktiven rothaarigen Frau, welche er nun mal in sein Leben gelassen hatte und grinste sie frivol an. "Ich werde dich sicherlich noch mehr überraschen." Danach war er in das Schlafzimmer verschwunden, als Anisa verdeutliche sie würde gleich nachkommen. Er würde warten bis sie wieder an seiner Seite war und dann das Badezimmer aufsuchen, zuvor allerdings hatte das große Fenster in dem Schlafgemach geöffnet und die kalte Nachtbrise mit seinem dunklen Haar spielen lassen. Er wollte nicht davon ausgehen, dass sie hier sicher waren, aber dieses kleine Lustschlösschen von John Astolfo kannte nicht unbedingt jemand. Sollte sich doch einer ihrer Feinde hier her verirren, würde Killian sich darum kümmern. Er war vielleicht kein famoser Beschützer, aber er war ein herausragender Kämpfer. Die goldenen fast raubkatzenähnlichen Augen blickten in den dunklen Nachthimmel, während er die Schönheit der Nacht und Dunkelheit bewunderte und in sich zu vereinen schien. Erst als er die Tür hörte, hatte er sich zu Anisa gedreht, aber besaß genug Anstand sich weg zudrehen, als diese sich umzog. Er wusste genau wie nervig es war, von anderen Leuten beim Ausziehen beobachtet zu werden. Wenn es nicht für Sex war, war das nämlich verdammt unangenehm.
      Er war also kein Gentleman, sondern lediglich jemand der die Lage verstand. Erst als Anisa sich fertig umgezogen und Killian das Geräusch des schweren Schranktüre vernahm, hatte er sich umgedreht und verdeutlichte seiner Schutzbefohlenen ebenfalls das Bad aufzusuchen. Er brauchte nicht lange um sich das Gesicht zu waschen oder die Zähne zu putzen, könnte auch daran liegen das er den Schnellmodus gewählt hatte um schnell wieder bei Anisa zu sein. Jede Minute in der sie allein war, war ein perfekter Moment um sie zu töten oder zu verletzen. Das würde eine verdammt anstrengende Zeit für sie beide werden, soviel ist sicher.


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    • Schnell war sie umgezogen und trug nun ein graues Shirt, das, wie letzte Nacht schon, knapp ihren Hintern bedeckte. Killian erklärte ihr mit wenigen Worten, ebenfalls das Badezimmer aufzusuchen und nicht lange zu benötigen, bis er wieder bei ihr war. Ganze fünf Sekunden hielt sie alleine in diesem Zimmer aus und war wie angewurzelt stehen geblieben, bis sie das Schlafzimmer verließ und sich neben der Badtür an die weiße Wand lehnte und mit verschränkten Armen auf Killian wartete. Für ihre Angst schämte sie sich in keinem Fall, außerdem war es richtig, Vorsichtig zu sein. Erst als sich die Badezimmertür wieder öffnete und Killian heraus kam, regte Anisa sich wieder, sah zu diesen schönen goldenen Augen hinauf, die vermutlich nicht mit erwartet hatten, das Anisa ihm folgte. Stumm Stoß sie sich von der Wand ab und betrat gemeinsam mit Killian wieder das Schlafzimmer. Unverzüglich steuerte Anisa die großen Fenster an, die sie wieder schloss. Es war nicht nur so, das diese frische Nachtluft sie frösteln ließ, nein, sie hatte Angst. Und so unwohl ihr auch gewesen war, die offenstehenden Fenster des Schlafzimmers unbeaufsichtigt zu lassen, konnte sie keine Sekunde länger in diesem Raum bleiben. Das sie die Fenster auch schließen konnte, bevor sie das Zimmer verließ, das hatte sie nicht bedacht, in dieser Zeit konnte sie auch keinen klaren Gedanken fassen. Von der sonst so taffen Schönheit, war im Moment nicht sonderlich viel übrig. Nachdem Anisa die Fenster geschlossen hatte, in der Hoffnung, niemand hatte in diesen wenigen Minuten bereits die Villa betreten, schlüpfte sie unter die dicke Decke und beanspruchte lediglich die eine Hälfte des Bettes. Das ihr Körper fröstelte, merkte Anisa kaum, vermutlich lag es nicht nur an der Kälte, die sie herein gelassen hatten, sondern auch an ihrer Angst. Wer würde auch keine Angst verspüren, wüsste man, das es jemanden da draußen in dieser Welt gab, der deinen Tot oder gar eine Entführung plante. Bei diesen Gedanken gefror ihr das Blut in den Adern und merkte, das es ihr eiskalt über den Rücken lief.
    • Auch wenn er sich damit beeilte im Bad schnell fertig zu werden, damit er Anisa nicht länger als nötig unbeaufsichtigt lies, nahm er sich eine kurze Sekunde Zeit in den Spiegel zu sehen. Das Wasser lief an seinem Gesicht hinab, während er sich selbst in die Augen blickte. Sein Blick hatte sich seit Kindesalter nicht wirklich verändert, dieser raubtierartige Blick, der aggressive Ausdruck. Er war schon als kleiner Junge so gewesen. Amüsanterweise hatte sich das tatsächlich nicht geändert. Er schüttelte leicht mit dem Kopf um die Gedanken zu vertreiben und trocknete sich das Gesicht mit dem weichen Handtuch unterhalb des Waschbeckens ab. Als er wieder aufblickte, könnte er schwören einen Moment die goldenen Augen seiner Schwester im Spiegel zu sehen. "Ich leide wohl an Schlafmangel.", flüsterte er sich selbst zu und ging aus dem Badezimmer, während er perplex neben sich sah. Anisa hatte sich an die Wand gelehnt und dort auf ihn gewartet. Natürlich ... er hätte sich denken können, dass sie Angst hatte allein zu sein. Das mit dem Beschützen musste er eindeutig noch üben. Schmunzelnd wuschelte er ihr durch das Haar und schritt mit ihr zurück in das Schlafzimmer, woraufhin er perplex zum Fenster sah. "Du hast das fucking Fenster offen gelassen, als du aus dem Raum bist?", fragte er irritiert und seufzte leicht. "Leg dich hin, ich suche zur Sicherheit die Wohnung noch einmal ab. Schrei falls du irgendetwas bemerken solltest.", murmelte er dann und machte sich zuerst daran den Raum in dem sie sich befanden abzusuchen. Er sah fast schon klischeehaft unter dem Bett nach und im Kleiderschrank. Im Moment konnte er gar nicht vorsichtig genug sein. Es war ja bereits riskant genug sie überhaupt die paar Minuten allein gelassen zu haben. Killian arbeitete zwar am liebsten allein, aber er fragte sich ob es nicht unklug war Anisa nur allein zu bewachen. Wäre es nicht klüger von dem alten Sack gewesen, hätte er noch ein paar Bodyguards hier abgestellt?


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    • Dieses ängstliche hasste Anisa an sich. Im Normalfall zeigte sie keine Schwäche und ihre Ängste behielt sie im Dunkeln verborgen, niemand wusste, wovor sie sich ängstigte. Niemand wusste, wer die attraktive Medizin Studentin wirklich war, wer ihre Eltern waren und welch großer und gefährlichen Familie sie eigentlich angehörte. Nun, zumindest war sie Killian gefolgt und wartete vor dem Badezimmer auf ihn. Sie wollte nicht allein bleiben und zu ihrem Glück dauerte es nur wenige Sekunden, bis Killian das Badezimmer verließ. Stumm war sie mit ihm wieder in das Schlafzimmer zurückgekehrt und hatte dann erst das Fenster geschlossen, was Killian natürlich streng kommentierte. Seufzend zog sie die Vorhänge zu und wandte sich zu Killian um, der sie ungläubig anstarrte. "Tut mir leid.", murmelte sie unüblich brav und folgte seinen Worten und schlüpfte unter die Decke, während Killian sich daran machte, die gesamte Wohnung aufs Neue zu inspizieren. Sie wollte das nicht mehr, konnte dieser schreckliche Alptraum nicht endlich aufhören? Stumm starrte sie zum Fenster, dessen Sicht durch die Vorhänge und der Jalousien versperrt wurde.
      "Killian?", flüsterte sie dann, als sie die leisen Schritte im Schlafzimmer hörte. Als sie keine Antwort bekam, setzte sie sich vorsichtig auf und flüsterte erneut seinen Namen. Plötzlich spürte sie eine große kalte Hand die sich um ihren Mund presste. Panik brach in ihr auf, als sie in die dunkeln Augen blickte, ein Mann mit einer schwarzen Skimaske, die lediglich seine Augen freigab. "Halt den Mund.", flüsterte er kaum hörbar, woraufhin Anisa etwas kaltes an ihrem Hals spürte, eine Klinge. Panisch blickte sie in die dunklen Augen und wurde unsanft aus dem Bett gezerrt. Ihr Herz pochte, drohte aus ihrer Brust zu springen, solche Angst verspürte sie. Ihre Hände zitterten und spürte, wie sich die Tränen in ihren Augen bildeten. "Bitte...", stammelte sie, bevor ihr der Fremde ins wort fiel. "Halts Maul!", zischte er leise und zog die verängstigte Rothaarige aus dem Bett. Ihr wurde heiß, ihr gesamter Körper schlotterte und war so verängstigt, das sie nicht Klar denken konnte und folgte nur den Anweisungen des Mannes.
    • Am liebsten hätte Killian ja laut vor sich hin geflucht, aber in Anbetracht der Situation und wie es Anisa im Moment ging, würde das ohnehin nicht viel bringen. So kommentierte er das Ganze nur mit einem schweren Seufzen, biss sich auf die Zunge um nichts falsches zu sagen und hoffte inständig, dass sie beide das nicht bereuten. Er hatte Anisa angewiesen, sie solle sofort nach ihm rufen sobald sie etwas bemerkte und sich dann erneut zu einer kompletten Haus Inspektion aufgemacht. Langsam aber sicher ging ihm das zwar gehörig gegen den Strich, aber er musste auf Nummer sicher gehen. Das es ein Fehler war die Rothaarige im Schlafzimmer zu lassen, hatte er untypisch für Ihn nicht bedacht. Er war Schlafmangel gewohnt, aber nicht wenn er unklare Gedankengänge hatte und im Moment brachte ihn all das gehörig durcheinander. Anisa rief in ihm Erinnerungen wach, die er vergessen wollte und immer wieder wurde seine eigene Berufung auf die Probe gestellt. Er musste nun schützen, statt zu vernichten. Ein Metier mit dem er sich absolut nicht aus kannte. Er würde ein ernstes Wort mit dem Alten reden müssen. Nachdem Killian also lautlos wie immer durch das Haus schlich, stutzte er einen Moment als ein kalter Luftzug um ihn herum wehte. Weiße Vorhänge zogen unheimliche Schatten an der Wand, da er kein Licht an geschalten hatte und lediglich der Vollmond sein Bestes gab um die Finsternis zu erhellen. Er konnte sich allerdings nicht daran erinnern, dass er noch ein Fenster geöffnet hatte...
      "Scheiße!", schnell hatte er auf Absatz kehrt gemacht, glücklich das er selbst barfuß so einen guten Halt auf dem Boden hatte und griff nach seiner Waffe, die er selbst in der schwarzen Jogginghose die er trug bei sich versaut hatte. Wahrscheinlich wirkte ein Auftragskiller in Jogginghose und oben Ohne nicht unbedingt bedrohlich, aber im Moment war das irrelevant.
      "ANISA!", schrie er laut nach der Rothaarigen und rannte direkt ins Schlafzimmer, in dem er sie zurück gelassen hatte. Verdammt, was hatte er sich nur dabei gedacht?


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    • Was würde mit ihr geschehen? Was wollten diese Männer von ihr!? Sie hatte keinerlei Information die sie diesen Menschen geben konnte, sie nutzte wohl lediglich als Druckmittel. Etwas kaltes, spürte sie an ihrer Kehle, vermutlich eine Klinge, die sie davon abhielt, sofort zu schreien oder eine Flucht zu wagen. Eine raue, ihr unbekannte Stimme wies sie dazu an, durch das nun wieder geöffnete Fenster zu klettern und wurde unsanft in die Richtung geschubst. Ihre Atmung war schnell und ihr Herz raste wie wild und brachte ihren gesamten Körper dazu, zu zittern. "Mach schon!", forderte der Unbekannte die Rothaarige erneut ungeduldig auf, woraufhin Anisa gehorchte und durch das große Fenster schlüpfte. Hatte Killian denn schon eine Ahnung!? Wusste er, das sich hier jemand befand!? Das der Mann nicht alleine war, wurde ihr schnell klar, dar jemand auf der anderen Seite des Fensters bereits auf sie wartete und am Arm zerrte, sobald sie aus dem Fenster gehüpft kam. Auch der Mann folgte, der sie grob aus dem Bett gezerrt hatte und sagte etwas, auf einer Sprache, die Anisa nicht verstand. Das einzige was sie spürte, war ihr Herz, das so schnell schlug, das es bereits schmerzte und ihren Arm, der mit Gewalt in eine Richtung gezogen wurde. Nur stolpernd folgte sie der dunklen Silhouette, die sie zu einem geparkten Auto auf der anderen Straßenseite führte. "Nein...", flüsterte sie zu sich selbst und begann langsam zu realisieren, was eigentlich passierte. "Nein! Lass mich los!", schrie sie und begann sich zu wehren. Der Fremde schien damit nicht gerechnet zu haben, weshalb Anisa sich losreißen konnte und stolpernd davon lief. Unglücklicherweise war ihr Verfolger schneller, denn sie spürte den Tritt in ihren Kniekehlen, der sie zum fallen brachte und ein plötzlicher Schmerz in ihrem Gesicht. Man hatte nach ihr ausgeholt und sie angeschrien. "Versuch das nochmal und ich erschieße dich!", hörte sie und wurde schon wieder am Arm gezerrt und unsanft auf die Beine gerissen.
    • Er hatte keine Zeit um lange nachzudenken, musste reagieren und Handeln. Wenn er jetzt noch eine weitere Sekunde verlor, wäre die Tochter seines Bosses über alle Berge. Warum war er nur unaufmerksam gewesen? Seit wann wurde er so nachlässig? Killian könnte sich selbst verfluchen, aber das würde im Moment nicht sonderlich viel bringen. Irgendwelche Idioten, wahrscheinlich bis an die Zähne bewaffnet hatten ein unschuldiges Mädchen entführt, die sich nicht wehren konnte und nur beten konnte, dass Killian sie fand. Er musste Anisa finden, selbst wenn es ihn umbrachte. Er hechtete über das große Bett hin zum großen Fenster, welches weit offen stand. Die Entführer waren offenbar noch ziemliche Amateure zu Kills Glück, denn er konnte versteckt Autolichter ausmachen und sprang direkt aus dem Fenster und auf leisen Sohlen zur Lichtquelle. Der Dunkelhaarige erkannte in dem praktisch nicht vorhandenen Licht der Nacht, lediglich die Umrissen von ein paar Personen welche durch den hellen Mond und dem faden Autolicht beleuchtet wurden. Darunter auch ein roter Haarschopf, der selbst mitten in der Nacht noch auffiel. Wäre die Situation nicht so heikel, hätte er bezüglich der Tatsache fast schon gelacht. Seine goldenen Raubtierartigen Augen wanderten analytisch durch die Menge, ehe er leise tief ein und aus atmete, während er nach seiner Waffe griff. Er durfte jetzt keinen Fehler machen, musste den richtigen erwischen und dafür sorgen, dass Anisa nichts ab bekam. Ein Mann hatte offenbar Anisa gepackt, ein anderer saß im Auto und noch einer stand Schmiere. Gab es eine vierte Person? Kill konnte in der Dunkelheit nur das nötigste erkennen, weswegen es schwierig war noch weitere Personen zu lokalisieren. Es gab jetzt zwei Möglichkeiten, entweder er tauchte direkt auf oder aber er brauchte schnell einen verdammt guten Plan. Anisa jetzt zu töten würde ihnen nichts bringen, da sie als Druckmittel diente, also war sie vorerst mehr oder weniger außer Gefahr. Soweit man dies bei der groben Art wie sie mit ihr umgingen beurteilen konnte. Killian schlich leise aus den Gebüschen hervor und umrundete das Fahrzeug, ehe er leise auf der Beifahrerseite einstieg und dem Mann welcher gerade laut aufschreien wollte, als er ihn panisch ansah zuerst in Richtung des Kehlkopfes schlug damit er kein Wort herausbrachte und danach den Kopf so hart auf das Lenkrad schlagen lies, dass dieser so schnell garantiert nicht mehr auf wachte ... wenn überhaupt.
      "Was war das?", hörte er einen der Männer sagen, der offenbar nachsehen wollte und direkt mit panischen Augen in den Lauf einer Waffe blickte.
      "Boss ... wir haben Ärger.", stammelte er und lies die Waffe in seiner Hand fallen, ehe Killian hinter ihm auftauchte und zu dem Kerl sah, der gerade nach Anisa gepackt hatte.


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    • Mit all ihrer Kraft, versuchte Anisa sich aus den Fängen des Mannes zu befreien, der sie trotz jeder Regung festhielt. Der Maskierte war zu kräftig, was Anisa jedoch nicht aufhielt. Sie rief nach Hilfe, schrie Killians Namen immer wieder, bis sich eine große Hand an ihren Mund presste. "Halt dein verfluchtes Maul!", zischte er und packte sie an ihrem Handgelenk und drehte ihren Arm hinter ihren Rücken, damit sie keine andere Wahl hatte, als ihm zu folgen. Wenn sie sich nur eine falsche Bewegung erlaubte, könnte dieser Mann ohne Probleme ihren schmalen Arm brechen. Weiterhin steigen ihr die Tränen in die Augen und liefen über ihre Wangen. Dem geparkten Auto kamen sie immer näher, womit auch ihre Angst immer größer und größer wurde. Würde Killian sie noch retten können!? Sie hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gerechnet, hatte befürchtet in das Auto steigen zu müssen und nie wieder zurück zu gelangen. Ihr Gesicht brannte und spürte, wie etwas warmes an ihrem Kinn hinunter lief, vermutlich war ihre Lippe aufgeplatzt, durch den harten Aufprall der Faust, mit der sie nicht gerechnet hatte. Auch ihr Arm schmerzte und ihr Körper spürte langsam die kalte Nachtluft. Ganz vergessen, das sie noch immer lediglich in einem T-Shirt bekleidet war. Erst als sie dem Auto näher kamen und einer der Männer meinte, das sie Ärger hätten, hoffte Anisa inständig, das es sich um Killian handeln musste. "Verdammte Scheiße.", sagte der Maskierte, der die Rothaarige noch immer im Griff hatte und zückte sein Messer und legte es an Anisas Kehle, die ihren Hilfeschrei noch unterbrach, als sie die kalte Klinge an ihrem Hals spürte. Gott, sie hatte schreckliche Angst!
      Der Mann, der Anisa aus dem Schlafzimmer gezerrt hatte, schloss sich der Truppe an und schlich um das Auto herum, um den zu finden, der ihnen Ärger bereitete. Er wusste, mit wem er es zutun hatte, Killian Darkbloom war niemandem Unbekannt. "Komm schon raus, Kleiner! Eine falsche Bewegung und die Tochter stirbt!", rief er mit seiner rauen und tiefen Stimme.
      Während einer der Männer nach Killian suchte, blieb Anisa nichts anderes übrig, als zu beten, das sie lebend aus dieser Sache wieder heraus kam.
    • Es war nicht das erste Mal das Killian es mit mehreren Gegnern zu tun hatte, allerdings war es das erste Mal das er jemanden beschützen musste und darin hatte er leider nicht gerade Erfahrung. Wenn es um sein eigenes Leben ging, war die Sache deutlich einfacher. Was musste er tun um Anisa heil oder mehr oder weniger heil aus dieser beschissenen Situation zu bekommen? Er hatte den Fahrer aus geschalten, einen der Kerle entwaffnet, aber er war nicht dumm und bemerkte sehr wohl das noch jemand um das Auto schlich. Seine Sinne waren geschärft, seine Aufmerksamkeit glich der einer Raubkatze die ihre Beute verfolgte, als seine goldfarbenen Augen die Schatten um ihn herum beobachteten. Wie beschützt man jemanden? Was musste er tun? Je mehr er seinen Kopf zermartere, desto mehr verzweifelte er. Er hatte keine Ahnung. Wäre er allein würde ihm tausend Dinge einfallen ...
      Dann atmete er tief durch, eigentlich war es einfach. Er musste seinen Job machen, John Astolfo hatte für den Schutz seiner Tochter keinen Bodyguard angeheuert sondern einen Killer. Killian war ein Auftragsmörder und er würde niemals etwas anderes sein. Mit einem Grinsen bemerkte er wie er langsam ruhiger wurde und sich seine Züge entspannten. Das hier war keine Situation die er nicht kannte. Der Alte wusste warum er ihn beauftragt hatte. Er wollte keinen Beschützer für seine Tochter, er wollte einen Kämpfer für sie. Vorsichtig hatte er sich die zweite Waffe des Kerls gegriffen, welcher diese fallen lassen hatte als er von Kill bedroht wurde, ehe er aus dem Wagen stieg, direkt zu dem Fremden der nach ihm gerufen hatte. Gelassen und vollkommen ruhig, ging er auf ihn zu. "Versuch es doch.", daraufhin hatte er sich blitzschnell umgedreht und dem Kerl der Anisa fest gehoben hatte eine Kugel direkt in den Kopf verpasst. "Anisa ducken!", wies er sie an, während er die zweite Waffe an den Typen welcher ihn gesucht hatte entgegen hielt, der ihn ebenfalls bedrohte. "Du hast gerufen?", schnurrte er dem Fremden zu. "Deine Freunde sind tot, selbst wenn du mich jetzt umbringst...", er warf Anisa daraufhin die zweite Waffe entgegen. "Wird sie die Zeit nutzen und dich umbringen." Natürlich ging er nicht davon aus, dass Anisa dies tat, aber das war auch nicht nötig. Es ging allein um die Tatsache, dass sie die Oberhand hatten. Trotz der Dunkelheit konnte man den eiskalten Blick in den Augen des Dunkelhaarigen sehen. Diese Augen welche John Astolfo so sehr an ihm liebte. "Du wolltest das ich rauskomme. Hier bin ich."


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    • Es musste Killian sein! Er war gekommen um sie zu retten und hoffentlich gelang ihm das auch. Ihre Kehle war trocken und ihr gesamter Körper zitterte. Ihr Gesicht war Tränen übersät und verschleierten ihr somit die Sicht. Weg von hier, was anderes wollte sie nicht. Die Angst in ihr war zu groß, als sich nur einen Millimeter vom Fleck zu rühren, abgesehen von dem schlottern, das sie nicht unterdrücken konnte. Während der Mann nach Killian rief, ihm sagte, er solle nicht Feige sein, bewegte der andere sich von dem Geschehen weiter weg und zog Anisa mit sich mit. Die Klinge um ihre Kehle spürte sie noch immer und sie könnte schwören, ihre weiche Haut wurde bereits von dieser leichten Berührung angeritzt. Sie hatte befürchtet, das es möglich sein würde, das sie in solch Geschehnisse verwickelt werden würde, aber jeden einzelnen Tag hatte sie diese Gedanken verdrängt. Und nun stand sie hier, machtlos sich zu bewegen und versuchte ihren Atem zu beruhigen, um der Klinge zu entgehen und sich durch ihre unregelmäßige und hastige Atmung nicht selbst zu verletzen. Plötzlich merkte sie eine Regung in diesem Auto, Killian war ausgestiegen und hatte im nächsten Moment, ohne das Anisa wirklich realisieren konnte, was passiert war, dem Mann in den Kopf geschossen, der sie die ganze Zeit über fest gehalten hatte. Das Blut spritzte, der Griff um ihr Handgelenk lockerte sich und die Klinge, die leicht in ihren Hals schnitt, fiel klirrend zu Boden. Mit geweiteten Augen und Schnappatmung starrte sie zu Killian und reagierte auf seine Worte und tat das, was man ihr befahl. Sie hatte sich geduckt und am liebsten wäre sie kriechend geflüchtet. Die Pistole, die Killian ihr im nächsten Moment aber dann zuwarf, verhinderte dies und hatte sich schnell wieder erhoben und sie aufgefangen. Ihre Knie schlotterten und ihre Beine fühlten sich so weich an, als würden sie im nächsten Moment nachgeben. Perplex starrte sie die Waffe in ihren Händen an und hörte gar nicht, das Killian oder der letzt übrig gebliebene Mann sprachen. Wie schaffte es nur ein Mensch, mit diesem Ding jemanden zu töten? Weshalb hatte man diese Waffen nur erschaffen... Wie ein ängstliches Reh, erhob Anisa ihren Blick und entfernte sich einige Schritte.
      Grinsend wechselte der Blick des Maskierten zwischen Killian und Anisa, die sich ängstlich von ihnen entfernte. "Sieh dir diesen Haufen elend nur an, die könnte doch nicht Mal ein Tier erschießen.", antwortete er amüsiert, behielt Killian dann doch im Blick und richtete seine Waffe auf den Dunkelhaarigen. "Ich glaube, du weißt nicht, wen du vor dir stehen hast.", sagte er mit harter und eisiger Stimme, als er plötzlich zu einem Schlag ansetzte.
    • Anisa verabscheute all diese Gewalt, diese Kämpfe, das Blut und das Elend. Eine Waffe war zum töten da und sonst zu nichts weiterem. Der klägliche Versuch es als Gegenstand zum Schutz zu bezeichnen, empfand Killian als peinliche Ausrede. Auch zum Schutz würde man anderen Leuten mit einer Waffe Schaden zu fügen. Eine Pistole bleibt eine Pistole und ein jeder wurde mit ihr in der Hand, sobald der Abzug betätigt wurde zum Mörder. Killian wollte nicht das Anisa schoss, allerdings die Tatsache das sie eine Waffe bei sich trug verringerte die Gefahr, dass man sich ihr näherte. "Unterschätze niemals die Angst eines Menschen. Auch jemand der angeblich schwach erscheint, kann unter bestimmten Bedingungen grausam werden.", antwortete Killian seelenruhig,während man ihm die Waffe entgegen hielt. Er war solche Szenarien gewöhnt. Wie oft er gerade so mit dem Leben davon kam, konnte er gar nicht mehr zählen. Es war nicht so das Kill lebensmüde war, ganz im Gegenteil. Allerdings zeigten seine Augen keine Furcht, sondern lediglich den Blick von jemanden der Leben rauben konnte. Die Rothaarige würde diese Bilder sicherlich niemals wieder aus dem Kopf bekommen. Das Blut welches wie Farbe auf einer Leinwand spritzte, ihre Kleidung besudelte. All die leblosen Körper um sie herum, ein Killer der sie beschützen sollte als Auslöser für all dies. Es war ein schrecklicher Anblick, das gab Kill gerne zu. Es schockierte ihn viel mehr das es ihn so kalt lies. Er war schon als Kind so ...
      Vielleicht stimmte es ja wirklich, dass Opfer zu Jägern werden. Als der Fremde mit tiefer und rauchiger Stimme sprach, dass Killian wohl keine Ahnung hatte wen er da von sich stehen hatte, hatte ihn der Dunkelhaarige mit so einem arroganten Gesichtsausdruck angesehen, wie ihn selbst seine Kollegen an ihm hassten. "Natürlich nicht. Du bist immerhin zu feige dich ordentlich vorzustellen.", schnurrte der attraktive Auftragskiller der Astolfos ihm zu, wich dem Schlag aus und trat ihm mit einem hohen Kick in die Magengegend.


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    • Sie hatte es schon immer vermieden, jemals in ihrem Leben eine Waffe in der Hand zu halten. Wie oft hatte ihr Vater sie darum gebeten, den Umgang mit einer Waffe zu erlernen? Nur um sich in der Not verteidigen zu können und jedes Mal hatte Anisa ohne zu überlegen abgelehnt. Den Umgang mit diversen Schusswaffen wollte sie niemals erlernen, sie hatte sich stets von all dem abgewandt und auf ihr eigenes Leben, außerhalb der Mafia bestanden. Wie könnte sie also jetzt mit dieser Pistole in ihrer Hand jemanden töten? Die Waffe lag schwer in ihrer Hand und fühlte sich so fremd an, das sie sie am liebsten fort geworfen hätte. Nachdem sie die Pistole lang genug in ihren Händen angestarrt hatte und dann schockiert und verängstigt in Killians Richtung blickte, blieb sie stumm. In die provozierenden Worte mischte sie sich nicht ein, hielt lieber den Mund und wäre am liebsten davon gerannt, würden sich ihre Beine nur bewegen. Gerade so hatte sie einige Schritte rückwärts gehen können, aber weiter konnten sie ihre Beine nicht tragen, sie war wie angewurzelt.
      Die dunklen Augen fokussierten den Mann ihm gegenüber an, richtete seine Waffe auf ihn und setzte dann zu einem harten Schlag an. Leider nur schlug er völlig ins Leere und spürte im nächsten Moment auch schon einen harten Tritt in seinem Magen. Ein kurzer Schmerzenslaut war von dem Maskierten zu hören, der jedoch nicht nachgab und seinen Schmerz unterdrückte und sofort auf offensive ging. Mit dem Pistolengriff schlug er gegen die Stirn des Dunkelhaarigen, trat gegen sein Knie und zielte auch schon auf die Rothaarige, die noch immer wie versteinert an dem selben Fleck stand.
    • Das zog sich alles viel zu sehr in die Länge. Killian hatte keine Lust dieses Gerangel über Leben und Tod noch endlos weiter zu treiben. Er musste schnell dafür sorgen, dass Anisa in Sicherheit und der Typ das zeitliche segnet. Leider stellte sich der Maskierte als deutlich robuster raus, als Kill sich erhofft hatte. Obwohl er einen harten Tritt in den Magen kassiert hatte, war er in der Lage Killian zu Boden zu reißen. Es dauerte keine Sekunde da hatte der fremde Angreifer schon den glänzenden Lauf der Waffe auf die vor Schock erstarrte Anisa gerichtet. Der Schein des Mondes spiegelte sich auf dem kalten Metall wieder und während das Licht seine matten Bahnen auf die schaurige Kulisse bahnte, zog in diesen paar Sekunden ein ganzes Leben an jemanden vorbei. Killian hatte keine Zeit darüber nachzudenken wie er am besten handeln musste, er tat es instinktiv und trat mit seinen langen Beinen gegen die Hand des Maskierten, der seine Waffe fallen lies.Sie beide fanden sich auf dem Boden wieder und ob gleich sich Killian nach einer der Waffen streckte, war der Angreifer schneller und drückte ab. Ein lauter Schuss ertönte, ein vor Schmerzen verzerrtes Gesicht, aber glücklicherweise nicht fatal. Ein Streifschuss an der Schulter, was den Angreifer über das Verfehlen fluchen lies, aber Killian trotz der Verletzung die Chance gab nach der Waffe zu greifen und sie dem Fremden an die Stirn zu halten. "Verdammtes Astolfohaustier.", war alles was der Maskierte noch über die Lippen brachte ehe Killian mit eiskalten Glanz in den goldenen Augen abdrückte. Die Kugel bahnte sich direkt in den Kopf des Maskierten und schenkte ihm so den Tod. Fluchend hatte sich Killian zurückfallen lassen und sich die blutende Schulter gehalten. "Das war knapp.", erleichtert atmete Kill aus und blickte zu Anisa. "Geht es dir gut?"


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    • Für die im Moment zerbrechliche Rothaarige war dieser Kampf zwischen Killian und dem Maskierten ein schrecklicher Anblick. Sie war wie erstarrt, konnte ihre Beine nicht mehr bewegen und schaffte nichts anderes, als diesem Kampf wie eine Marionette mit großen Augen anzusehen und zu beten, das Killian nichts passierte. Nicht nur um ihr Leben hatte sie angst, auch das um Killians, denn der Maskierte entpuppte sich als guten Kämpfer. Selbst bei dem harten Kick in seinen Magen, hatte er nicht aufgegeben und wechselte sofort in die offensive. Irgendetwas musste sie doch tun! Einfach an einem Fleck zu stehen und zu warten was passierte, das war doch wohl nicht ihre einzige Möglichkeit! Zwischen die zwei Männer konnte sie sich nicht stürzen, sie wusste nicht zu kämpfen und wirklich etwas ausrichten gegen diese Muskeln konnte sie auch nicht, vermutlich fühlte es sich für diesen Mann nur an wie ein sanfter Windhauch. Und die Gefahr war viel zu groß, das sie erneut als Geisel dienen würde. Sogar als sie realisierte, das die Pistole plötzlich auf sie gerichtet war und Killian zu Boden gerissen wurde, konnte sie sich nicht bewegen. Ihr Gehirn sagte ihr, sie sollte davon laufen oder diesen Mann überrumpeln, damit würde er vermutlich nicht rechnen, weshalb ihr das einige Sekunden verschaffen könnte, aber ihre Beinen rührten sich nicht, sie gehorchten ihr nicht mehr. Ihr Herz raste bis zu ihrem Hals und das einzige was sie schaffte, waren die Augen fest zu schließen und zu hoffen, das das Glück auf ihrer Seite stand. Bei dem Schuss, der dann nach wenigen Sekunden ertönte und Anisa spürte, das ihrem zierlichen Körper nichts fehlte, öffnete sie langsam ihre Augen und sah zwei Männer auf dem Boden miteinander kämpfen. Killian... Es war Killian, der getroffen wurde. Es fühlte sich an, als würde ihr Herz in tausend Stücke zerbrechen und ein eiskalter Schauer jagte durch ihren gesamten Körper. Natürlich hatte der Dunkelhaarige die Chance genutzt, um nach der Waffe neben ihren Körpern zu greifen und den Lauf an die Stirn des Fremden gelegt. Bevor er abdrücken konnte, wandte Anisa ihren Blick ab, das wollte sie auf keinen Fall sehen. Sogar die Ohren hatte sie sich zugehalten, um den lauten Schuss für ihre sensiblen Ohren abzudämpfen. Wieder liefen ihr die Tränen über die Wangen, ohne das sie wusste, das sie irgendwann aufgehört hatte zu weinen. "Oh Gott.", säuselte sie, als sie zu Killian blickte und seine rote Schulter erblickte. Tränen übersät sank sie auf die Knie, näherte sich dem Dunkelhaarigen und schlang ihre Arme um seinen Hals. "Es tut mir so leid!", schluchzte sie. Hätte sie nicht so unüberlegt gehandelt, dann wäre vermutlich nie etwas passiert.
      "Wir müssen dich verarzten!".
    • Killian hatte keine Zeit um nach Anisa zu sehen, während er mit dem Fremden um die Waffe in seiner Hand kämpfte. Er wünschte sich zwar das Anisa all das nicht sehen musste, aber im Moment waren ihm diesbezüglich einfach die Hände gebunden. Es war eine Welt welche die zarte Rothaarige niemals hätte kennenlernen sollen, nicht so. Schlimme Filme und Geschichten ihres Vaters hätten alles sein sollen, was sie mit der Unterwelt verband. Doch nun erlebte sie alles hautnah mit. Sie war eine Geisel, sie sah Mord, sie sah Blut und all das nur weil man ihr ans Leder wollte bzw. ihrem Vater. Die Tochter von John Astolfo war der Dreh- und Angelpunkt eines kompletten Attentates geworden und das würde nicht der letzte bleiben. Kill musste zusehen, dass er Anisa darauf vorbereitete und das er sich darauf vorbereitete. Auch wenn es einen schmerzhaften Streifschuss zur Folge hatte, war er in der Lage den Maskierten zu überwältigen und ihm eine Kugel zwischen die Augen zu setzen, ebenso wie dem Angreifer zuvor. Ihm war es egal, dass er vor Anisa demonstrierte was für ein kalter Mörder er war, er musste sie beschützen und dafür würde er jedes schmutzige Register ziehen. Das schwere Gewicht des Fremden landete mit einem dumpfen Aufprall auf dem nassen Boden unter ihnen. Offenbar hatte es die Tage zuvor geregnet. Killian wusste es nicht mehr. Er atmete tief durch, versuchte sein Adrenalin welches ihm wie immer durch das Blut rauschte zu beruhigen und nicht mit seiner gewohnt kalten Art nach einem Auftrag mit Anisa zu sprechen. Er konnte mit Isabella kühler umgehen, aber nicht mit der Rothaarigen. Das würde sie nicht verkraften. Kill versuchte also so gut es ging nicht in sein Mafia-Ich zurück zu fallen und erkundigte sich nach Anisa. Kaum hatte er ihren Namen ausgesprochen, war sie zu ihm geeilt, weinte und schlang ihre zarten Arme um ihn. Ihr zierlicher Körper zitterte und er spürte die Tränen an seinem Hals, als sie ihr Gesicht bei ihm vergrub. "Beruhige dich erst mal.", antwortete er ihr ruhig und drückte sie vorsichtig von sich. "Es geht mir gut, das war nur ein Streifschuss. Du musst dich beruhigen hörst du?" Er wandte seinen Blick nicht von ihr und versuchte trotz der Dunkelheit in ihre Augen zu sehen. "Atme tief durch, wir müssen hier weg. Ich werde Leute anrufen, die das Chaos hier beseitigen. Wir verschwinden von hier."


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    • Was würde denn noch passieren? Es reichte, mehr konnte sie nicht ertragen. Bisher hatte sich die Rothaarige als deutlich Mutig erwiesen, war bereit, in wenigen Tagen schon wieder in ihr normales Leben zurück zukehren, aber daran war nun nicht mehr zu denken. Was wäre nur geschehen, hätte Killian diese Menschen nicht getötet, um sie zu beschützen? Hätte man sie gefoltert? Hätte man ihren weichen Körper berührt und ihr schreckliche Dinge angetan? Für Anisa war es immer unvorstellbar gewesen so zu denken, aber nun war sie erleichtert, das diese Männer nicht mehr lebten. Sie waren nun Sicher, würden nicht noch mehr auf lauer liegen, was man stark bezweifeln konnte, denn sonst hätten sie bereits in den ersten Sekunden eingegriffen oder Anisa entführt, solange Killian mit dem Maskierten beschäftigt war.
      Als war die Rothaarigen also Killian um den Hals gefallen, vergrub ihr Tränen übersätes Gesicht an seinem Hals und schluchzte eine Entschuldigung nach der anderen. Es tat ihr leid, es tat ihr so schrecklich leid, das es ihr Herz brach, sein eigenes Blut an ihm herunter tropfen zu sehen. Ihre Atmung war ungleichmäßig, schnell und doch bekam sie so wenig Luft, das sie kaum reden konnte. Killian hatte sie sanft von sich gedrückt und suchte in nun fast völliger Dunkelheit den Augenkontakt. Nichts als ein Schluchzen brach sie hervor und nickte nur, er hatte Recht, sie mussten hier verschwinden. Anisa versuchte ihre Atmung zu beruhigen, indem sie tief ein- und wieder ausatmete. Es brauchte Zeit, aber sie atmete schon langsamer, immer noch schnell, aber sie verhielt sich etwas ruhiger als zuvor. "Wir müssen dich verarzten.", wiederholte sie, griff mit ihren zitternden Fingern nach seiner Hand und hob sich auf ihre weich gewordenen Beine. Ob Killian es für eine gute Idee hielt oder nicht, sie würde in diese verfluchte Villa zurück laufen um einen Verbandskasten zu organisieren. Danach konnten sie noch immer verschwinden, wohin auch immer sie dieses Mal flüchten würden.
    • Immer und immer wieder hörte sie das leise Schlurchzen von Anisa. Es würde dem Alten das Herz brechen sie so zu sehen, seinen starken Engel. Nun wirkte die Rothaarige zerbrochen, wie ein Spiegel den man in tausend Teile zerschlagen hatte. Sie verkraftete das Geschehene nicht, das Leid und all den Tod. Dennoch verlangte man von ihr Stärke, es war unfair. Killian wusste dies und doch hatte er keine andere Wahl als ebenfalls an ihren Überlebenssinn zu appellieren. Sie musste stark bleiben, ansonsten würde sie untergehen und in diesen Abgrund würde nicht nur sie fallen. Killian neigte nicht zur Melodramatik, geschweige den machte er sich unnötige Sorgen. Allerdings war er sich sicher, dass ihre Stärke allein diese Familie zusammen hielt. Würde sie brechen, würde es den stärken Mann der Unterwelt brechen und würde er fallen, dann die komplette Familie mit Ihnen. All das wollte Killian ihr nicht zumuten, er wollte sie beschützen und das nicht nur vor den Gefahren außerhalb der Familie, sondern auch vor diesem Schicksal selbst. Er würde ihre Trauer tragen, so wie in diesem Moment. Seine Stimmlage veränderte sich nicht, trotz des Geschehenen sprach er ruhig und leise mit ihr. Sie musste ihre Atmung und auch sich selbst beruhigen. Er hatte sich noch vom Fleck gerührt, bis Anisa nicht vernünftig mit ihm reden konnte. Es dauerte eine Zeit bis sie mit einem Schwall an Entschuldigungen fertig war, auf welche Kill erst gar nicht einging. Es war nicht ihre Schuld und garantiert nicht das erste und letzte Mal, dass dies geschehen würde. Er hatte es zugelassen, dass die Rothaarige seine Hand nahm, drückte diese leicht und sah sie immer noch ruhig und gelassen an. Zumindest hoffte er das diese Ausstrahlung trotz der mangelnden Sicht bei ihr ankam. "Das werden wir, aber ich möchte das du ruhig bleibst. Wir werden zurück in das Haus gehen, das nötigste mitnehmen und verschwinden. Ich werde Leute rufen, die sich um alles Weitere kümmern, während wir hier verschwinden. Das wichtigste ist, dass du mir vertraust und ruhig bleibst. Schaffst du das Anisa?", fragte er sie dann und half ihr dann auf die Beine als er aufstand. Natürlich war es alles andere als angenehm sich mit einer verletzten Schulter zu bewegen, glücklicherweise war es aber tatsächlich nur ein Streifschuss und würde keiner langen Behandlung bedürfen.


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    • Für Anisa war es ein Wunder, das ihre Beine nicht unter ihr nachgaben und sie zu Boden fallen ließ. Ihre Beine fühlten sich mehr an wie Pudding, als das sie ihr Körpergewicht standhalten konnten und sie forttrugen. Anisa schluchzte, entschuldigte sich tausend Mal und dankte Gott, an den sie nicht glaubte, das Killian nicht erschossen wurde. Für diesen Mann versuchte sie isch zu beruhigen, erhob sich nur wackelnd und griff zitternd nach seiner großen Hand, die sie nicht mehr los lassen würde. Für ihn musste sie nun stark sein, damit er es zulassen würde, das sie aufstand und in die Villa zurückkehrte, damit sie einen Verbandskasten holen konnte. Womöglich waren es auch ihre Gedanken an ihre medizinische Arbeit, die so beruhigend auf die Rothaarige wirkte. Sie wusste was sie tat, wusste was sie zutun hatte und kannte jeden einzelnen Schritt auswendig, was sie tun musste, um solch eine Wunde zu versorgen, sogar die Kugel hätte sie ihm mit dem richtigen Werkzeug entfernen können. All das hatte sie schon in der Astolfo Familie erlernen müssen, um andere Menschen am Leben zu erhalten. Das es sich in diesem Fall um Killian handelte, den sie verarzten musste, war ein anstrengender Gedanke. Die Tränen flossen noch immer über ihre Wangen und verschleierten ihr die Sicht, dennoch fand sie den Weg gemeinsam mit Killian zurück in die Villa. Von weitem konnte man noch die Lichter in den Fenstern leuchten sehen, es war also nicht sonderlich schwer, das einzige was Anisa beunruhigte war, das sie nicht wusste, ob sich noch jemand in der Villa befand und nur auf sie zwei wartete. Und doch hatte sie keine andere Wahl, als zurück zugehen, um diesen verfluchten Verbandskasten zu holen, um Killian zu versorgen. "Ich weiß es nicht.", antwortete Anisa verwirrt und zittriger Stimme und wischte sich über das nasse Gesicht. Sie wusste nicht was sie sagen sollte, wie sie reagieren sollte oder was sie denken sollte. Das einzige was sie wusste war, das sie Killian versorgen musste und dann zu verschwinden, alles andere war Nebensache.
      Anisa suchte, nachdem sie die Villa erreicht hatten, sofort das Badezimmer auf um nach einem Verbandskasten zu suchen.
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