[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Es wäre deutlich leichter, müsste er niemanden beschützen. Er war es gewohnt in Gefahr zu sein, eigentlich war sein komplettes Leben eine Gefahrenquelle. Immer und immer wieder musste sich Killian mit den verücktesten Situationen herumschlagen, aber da war er meistens allein. Der Dunkelhaarige hatte keine Erfahrung als Bodyguard oder wie es war jemanden zu beschützen. Er fragte sich wirklich, was der alte Sack sich nur dabei gedacht hatte. Alles in allem glaubte er ja, dass er gerade einen echt schlechten Job machte. Wären sie nicht gerade in einem Kugelhagel, hätte er sich schmollend auf den Boden gesetzt und über die Gesamtsituation gemault. Nun den Luxus konnte er sich gerade nicht erlauben und so zog er die arme Anisa quer durch das Stockwerk, darauf bedacht das sie nicht zu viel sah was um sie herum geschah und vor allem damit sie nicht durchlöchert wurde. Killian bezweifelte, dass er seine Tochter als Schweizer Käse begrüßte. Glücklicherweise hatte sich trotz all der Angst und Panik in der Rothaarigen offenbar ihr Verstand gemeldet und sie schaffte es sowohl sich selbst, als auch Killian in Sicherheit zu bringen, im dem den Dunkelhaarigen in ein Badezimmer am anderen Ende des Flurs zog. Killian verfluchte sich ja selbst ein wenig dafür, dass er diese Geheimräume nicht kannte, das wäre ziemlich nützlich gewesen. Interessiert beobachtete er die Tochter seines Chef, wie diese mit einer kleinen Kleeblütenkette eine versteckte Türe in der Dusche öffnete.
      "Okay, so etwas brauche ich eindeutig für Zuhause.", staunte Killian beeindruckt. Es schien fast so als würde er die Gefahr ignorieren, doch dem war nicht so. Er erlaubte sich nur nicht unnötige Gefühle in diesem Augenblick, denn würde er beginnen sich Sorgen zu machen, wäre sie beide verloren. Glücklicherweise war das nicht die erste heikle Situation in seinem Leben. Er folgte Anisa also artig hinter die versteckte Türe, die sich direkt schloss und auf der anderen Seite garantiert wieder die Dusche Preis gab.
      "Wohin führt dieser Gang?", erkundete er sich bei der feurigen Schönheit, während er ihr weiterhin folgte.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Das einzige was sie wollte war, einfach von hier zu verschwinden. Wie sie Mario erblicken musste... Gott, hatte er nicht vor kurzem noch stolz von seinem Sohn erzählt? Stände sie nicht so unter Schock und hatte für eine Sekunde einen klaren Gedanken fassen können und ihnen somit zur Flucht verholfen, wäre sie an dem Anblick der Leichen zusammen gebrochen. Wie würde man seinen Tod seiner Frau und seinem Jungen erklären? Würde der Junge begreifen, das sein Vater nie wieder nachhause kommen würde? Bei diesem Gedanken wurde ihr Schlecht. Schnell verschwand sie hinter der Dusche und umklammerte die Hand des Dunkelhaarigen, um diesen in keiner Sekunde zu verlieren. Die salzigen Tränen spürte sie über ihre zarten Wangen kullern, während sie den nur wenig beleuchteten schmalen Gang folgte, der an einer Wendeltreppe endete und hinunter unter die Straßen führte. "Zu einer privaten Tiefgarage, dort finden wir ein Auto. Jedes der Zimmer hat einen eigenen Gang, umso schwerer ist es, uns zu folgen.", erklärte die Rothaarige unter hektischen Schritten. Selbst als sie die Wendeltreppe hinunter lief, ließ sie die große Hand von Killian nicht los. Anisa hatte angst, er würde einfach auf dem Absatz kehrt machen, um die Feinde die sie zurück gelassen hatten, einen nach den anderen abzuknallen. Im Moment schaffte sie es nicht, allein zu sein, geschweigedenn ein Auto zu fahren. An der letzten Stufe angekommen, führte ein weiterer schmaler Gang in eine kühle Tiefgarage, die für gerade Mal drei Autos ausreichte. Ein schwarzer SUV mit getönten Scheiben wartete bereits auf seinen Notfalleinsatz. Sobald das Auto gestartet werden würde, würde John Astolfo persönlich unverzüglich darüber informiert werden. Anisa griff nach dem Schlüssel der auf dem Reifen vorne rechts positioniert war und warf diesen Killian zu.
      Das Auto öffnete sich und die ängstliche Studentin stieg auf den Beifahrersitz und hoffte inständig, nicht weiter in Gefahr zu geraten. Waren alle tot?
    • Killian behielt die Hand von Anisa, welche sich an ihn klammerte als sei er ein Rettungsanker, vermutlich war er das auch, fest in seiner. Würde er sie los lassen, würde die Rothaarige zusammen brechen, dass wusste er. Er bemerkte sehr wohl ihre glitzernden Tränen, welche sich wie Diamanten an ihrer Wange ihren Weg bahnten. Er bemerkte ihre zitternden Hände, die bibbernden Lippen und den ängstlichen Blick. Der Alte hatte wirklich ganze Arbeit geleistet, seine Tochter aus allem was ihre dunkle Welt betraf hinaus zu halten, bis jetzt. Es war als hätte man Anisa direkt in die Hölle geworfen und nun bemerkte sie all die Dämonen, welche um sie herum lebten. Was muss das für ein Schock sein? Es war traurig, dass Kill sich das schon lange nicht mehr vorstellen konnte. Zu was für einem Menschen war er eigentlich geworden? Wie viel Blut klebte bereits an seinen Händen und wie viel würde folgen? Wo war das letzte bisschen Menschlichkeit in ihm geblieben? All diese Fragen würde er nicht beantwortet bekommen, darum war es wichtiger seine Aufgabe zu erfüllen. Er musste Anisa beschützen und das um jeden Preis. Glücklicherweise schien die feurige Schönheit deutlich mehr Selbstbeherrschung zu haben, als er dachte und das imponierte ihm tatsächlich ein wenig. Sie fand einen Ausweg, ein Schlupfloch und damit würden sie beide unbeschadet verschwinden können. Schnell waren sie zu der geheimen Garage geflüchtet, die Wendeltreppe hinunter gerannt, während sie aufpassen mussten über keine der schmalen Stufen zu fallen. All das jetzt erlebte, würde Anisa garantiert nur schwer verarbeiten, aber Killian war froh, dass sie sich noch so schnell bewegen konnte. Vielleicht war es das Adrenalin, aber welchem Umstand er das zu verdanken hatte, er war froh darüber. Ein wenig beneidete er die Kleine tatsächlich für ihre Reaktion. Wann hatte er eigentlich das letzte Mal geweint oder Angst verspürt? Ihm war bislang nichts wichtig genug, dass er Angst haben könnte es zu verlieren und genau das machte Killian so gefährlich und tödlich. Er hatte keine Schwäche, darum leistete er auch perfekte Arbeit. Schnell fing Kill den Schlüssel auf, welchen Anisa ihm entgegen warf und startete eine zugegeben sehr beachtliche Karre, kaum hatte er sich hinter das Steuer geworfen. Anisa hatte sich neben ihm auf dem Beifahrersitz klein gemacht. Kaum hatte er das Auto gestartet, drückte er direkt auf das Gaspedal, die Reifen quietschten und mit Höchstgeschwindigkeit raste er aus der unterirdischen Garage, während auch schon sein Handy in der Hosentasche klingelte. Mit einer Hand fischte er das Gerät heraus und klemmte es sich zwischen Ohr und Schulter, während die andere Hand am Lenkrad verweilte. "Beruhige dich alter Mann, es gab ein paar Komplikationen, aber Anisa geht es gut. Ja, ich fahre zum zweiten Versteck. Ich werde die Verbindung jetzt kappen, damit wir nicht geortet werden. Ciao.", daraufhin hatte er das Handy ausgeschalteten und auf die Rückbank geschmissen. "Der Alte übernimmt ab jetzt."


      ღ For my lovely Warlock ღ

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rheira ()

    • Erst als Anisa sich in das Auto gesetzt und sich angeschnallt hatte, merkte sie, wie ihr ganzer Körper zitterte. Und nicht nur das, sie war noch immer nur in einem Seidenumhang gekleidet und dem etwas Stoff, darunter. Ihre nackten Füße waren mit Dreck und Blut verschmiert und ihr Make-up vermutlich völlig unter ihren Tränen verkaufen, trotzdessen diese Produkte als Wasserdicht gekennzeichnet wurden. Mit ihren langen Ärmel rieb sie sich über ihr verweintes Gesicht und starrte aus dem Fenster auf der Beifahrerseite hinaus. Bis zu diesem Zeitpunkt war Anisa davon überzeugt, das ihr niemals etwas passieren würde. Ihr gesamter Körper schlotterte vor Angst und das Adrenalin pumpte durch die Adern. Mario... Seinen leblosen Körper, der bereits in seiner eigenen Blutlache lag, sie konnte gar nicht anders, als an seinen Sohn zu denken. Ihre unregelmäßige Atmung versuchte sie einigermaßen wieder zu normalisieren, auch wenn es schwierig war, in so einem rasenden Auto sich zu beruhigen. Ob man versucht hatte, sie zu töten? Was wäre passiert, hätte man nach ihr lebend verlangt? Hätte sie den Platz der Frauen einnehmen müssen, die diesem Mann oder auch der Frau, nun fehlten? Eine schreckliche Vorstellung. Aber nun waren sie in Sicherheit. Zumindest hoffte Anisa dies inständig. Der Wagen fuhr in hoher Geschwindigkeit durch die Straßen, schlängelte sich an anderen Autos vorbei um schneller an seinem Ziel anzukommen, allerdings dies, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen. Während der Fahrt hatte Anisa nur aus dem Fenster oder über die Schulter geblickt, um mögliche Verfolger ausfindig zu machen. Einen ordentlichen Satz würde sie ohnehin nicht über ihre ebenso zitternden Lippen bringen. Ihre Tränen flossen immer langsamer, wobei sie das Zittern nicht sonderlich unterdrücken konnte.
      Am nächsten Versteck angekommen, schaffte die eingeschüchterte Frau es, nur schwer, ihren Körper weiterhin unter Kontrolle zu haben. Würde sie sich in einem ruhigen Moment befinden, wäre sie vermutlich bei weitem schon zusammen gebrochen. Aber sie schaffte es, sie behielt sich, so weit es ihr Möglich war, im Griff. Nicht nur für sich, sondern auch für Killian, der sie mit seinem Leben beschützte und dafür Sorgte, das ihr nichg ein Haar gekrümmt werden würde.
    • Der zweite Unterschlupf, einer von vielen das nur mal am Rande erwähnt, befand sich ebenfalls hier in Venedig, allerdings deutlich am Rand der Stadt. Eine kleine Villa, für die Astolfos ungewohnt schlicht eingerichtet. Der Garten war bescheiden, fast schon niedlich. Ein kleiner Kieselsteinweg führte durch einen kleinen Garten in welchem Rosen gepflanzt waren zu der kleinen Villa ohne zweites Stockwerk. Die Terrasse war ebenfalls voller Rosen und es gab auch nur eine kleine Garage für ein einziges Auto. Killian erinnert die Hütte eher an ein Lustschloss, in welches der Chef wohl seine Betthäschen entführt, aber er könnte sich natürlich auch irren. Immerhin hatte ihm John diese Villa auch präsentiert. Nun das war ein anderes Thema ...
      Er musste sich zwar oft genug vor dem alten Mann ausziehen, aber dabei war es immer geblieben. John Astolfo hatte nie Sex von ihm gewollt und auch sonst keine derartigen Handlungen, er wollte ihn lediglich ansehen. Den Sinn dahinter hatte Killian noch immer noch ganz begriffen, aber er war diesem Wunsch nachgekommen und stellte keine Fragen. Jedenfalls hatte Killian den Wagen in der Garage geparkt und wagte erst sich in den weichen Ledersitz sinken zu lassen, als das Garagentor sich hinter ihnen schloss und das Licht anging. Er atmete tief durch und konnte sich erst jetzt die Zeit nehmen zu Anisa zu sehen. Diese wirkte aufgelöst, hatte über die Fahrt hin geweint und zitterte wie Espenlaub. "Du hast das gut gemacht.", flüsterte er ihr leise zu und fuhr mit seiner Hand zu ihrem Kinn, damit sie ihn ansah. "Du musst am Leben bleiben, für alle die heute und auch sonst gefallen sind. Das verstehst du oder? Mario wusste worauf er sich einließ, es ist nicht deine Schuld." Daraufhin hatte er sie wieder los gelassen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Endlich! Sie waren endlich an einem der Verstecke angekommen und hoffentlich war ihnen auch niemand gefolgt!
      Mit dem Geräusch des Garagentores, als es hinter ihnen wieder schloss und der Motor des Autos, der ausging, ließ den schlanken Körper der Rothaarigen wieder etwas entspannen. Es war, als würde fast die gesamte Last von ihr fallen. Marios Anblick konnte sie im Moment jedoch nicht aus ihrem hübschen Kopf verbannen und als hätte Killian ihre Gedanken gelesen, zwang er sie durch seine Geste sie anzusehen. Seine ersten Worte hatte sie noch versucht zu ignorieren, als er dann aber von Mario sprach, konnte sie die Tränen, von denen sie gedacht hatte wieder unter Kontrolle zu haben, nicht wieder zurück halten. Was auch Killian sagte, im Moment würde sie sich für dieses Gemetzel verantwortlich machen. Würde sie niemanden benötigen, der über ihr Leben wachen müsste, wäre dies doch niemals passiert! Tief atmete die Rothaarige ein und langsam wieder aus, um dann aus dem Auto zu steigen und schritt schnell an Killians Seite. Plötzlich wandelte ihr Blick zu etwas besorgtem und sah zu dem Dunkelhaarigen hinauf. "Geht's dir denn gut? Du wurdest nicht verletzt, oder?", sagte sie mit leiser Stimme und einem besorgten Tonfall und erkundigte sich nach seinem eigenen Zustand. Zuvor
      war sie viel zu aufgelöst gewesen, um sich nach Killian zu erkundigen. Dieser junge Mann, den sie schon als kleines Kind kannte, war also diesen Gefahren, die sie heute erlebt hatte, immer wieder ausgesetzt. Für Anisa war es ein Wunder! Wäre Killian nicht an ihrer Seite gewesen, hätte sie das höchst wahrscheinlich nicht überlebt.
      Nach ihren fragenden Worten näherte sie sich vorsichtig der Tür, die in die Villa führte. Sie musste unbedingt ihre Füße waschen, das Blut klebte noch immer an ihr! Abgesehen davon, war sie auf der Flucht in einem verflucht sexy Seidenumhang, wirklich unangenehm.
    • Als sie aus dem Auto ausgestiegen waren, hatte er versucht mit Anisa zu sprechen. Er wusste, dass alles was er sagen würde nichts an der Tatsache ändern würde, dass das Geschehene schrecklich gewesen war. Natürlich könnte er sie trösten, aber damit würde sie diesen Anblick nicht vergessen können. Er würde ihr aber genauso wenig sagen, dass sie sich zusammen reißen sollte. Warum auch? Er fand es gut, dass die Rothaarige ihren Gefühlen freien Lauf lies und das ich jederlei Richtung. Sie zeigte Gefühl und das war wichtig. Sie sollte nicht enden wie er, in dem er sich fragte wann genau er eigentlich aufgehört hatte von all seinen Taten geschockt zu sein. Anisa sollte kein schrecklicher Mensch werden. Gerade als er von ihr abgelassen hatte und sie noch in der Garage standen, war die Rothaarige sofort an seine Seite gelaufen und hatte sich nach seinem Wohl erkundigt. Es war süß, dass musste Killian schon zugeben. "Es geht mir gut, so schnell sterbe ich nicht.", antwortete er ihr beruhigend und hielt sie als sie zur Tür hinein wollte zurück. "Lass mich zuerst durchgehen. Hier sollte zwar niemand sein, aber lass uns auf Nummer sicher gehen. Danach solltest du das Bad aufsuchen. Eine heiße Badewanne wird dir gut tun." Daraufhin öffnete er ihr die Tür und betrat zuerst die hübsche Villa. Im Vergleich zu dem pompösen Anwesen welches sie in der Innenstadt bewohnten, war diese Behausung eher ländlich und süß gehalten. Alle Schränke hatten ein florales Design und erinnerten viel mehr an den Stil Italiens. Kill fühlte sich jedes Mal, wenn er dieses Haus betrat, ein wenig in die venezianische Barockzeit zurück versetzt. All die Möbel waren hell, entweder in einen cremeton oder ganz weiß. Alles war so verspielt und niedlich eingerichtet, dass dieses Haus mehr etwas von einem Puppenhaus hatte. Um sie herum war es still, man hörte lediglich die Vögel von draußen im Garten. Einmal in der Woche kommen Haushälter vorbei, um sich um das sonst leerstehende Haus zu kümmern. Man wollte immerhin keinen Staub ansetzen lassen, sollte man sich hier oben doch mal einem netten Schäferstündchen hingeben. Killian wollte sich nicht zu lange mit der Untersuchung des Hauses aufhalten, dass könnte er später noch intensiver betreiben. Jetzt wollte er Anisa erst einmal ins Bad verfrachtet, damit sie sich beruhigte.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Es ging ihm gut und das war etwas, das die Rothaarige dann doch etwas beruhigte und das Killian auch diesen Ort überprüfen würde, hätte sie sich wohl denken können. "Natürlich.", seufzte Anisa und wartete ungeduldig, bis Killian nach ihr rief. Ununterbrochen hatte sie auf ihre dreckigen Füße gestarrt, die von Marios Blut benetzt waren. Dieser Mann... Er hatte sein Leben geopfert, seine Familie nun allein gelassen nur um dem Befehl eines Mannes zu folgen, um die Tochter dieses Mannes zu beschützen. Würde sie diesen verfluchten Schutz nicht benötigen, wäre diese Schießerei niemals passiert. Und vermutlich war Mario nicht der einzige, der sein Leben lassen musste. Schwermütig folgte dann auch Anisa in die Villa, woraufhin Killian sie sofort in das Bad führte und das Wasser einließen. Einige Badeperlen, die Anisa fand und einen angenehmen Duft und Schaum erzeugten, schmiss sie ins dampfende Wasser. In dem Moment als Killian das Bad verlassen wollte, hielt Anisa ihn mit ihren Worten für einen Moment auf. "Bleibst du in meiner Nähe?", fragte sie mit betrübter Miene.
      In einem unbeobachteten Moment öffnete sie die Schleife ihres Umhangs und der seidende Stoff gleitete über ihre weiche Haut zu Boden. Die passende dunkelrote Spitzenunterwäsche zog sie sich ebenfalls aus und stieg vorsichtig in das dampfende Wasser, nachdem sie ihre Füße zu aller erst von dem Blut und Schmutz säuberte. Komplett in dem Schaumbad versunken, tauchte Anisa einen Moment unter das Wasser, zm die salzigen Tränen und das verschmierte Make up aus ihrem Gesicht zu waschen. Das heiße Wasser wirkte nur langsam beruhigend auf den zitternden Körper, die jüngsten Ereignisse könnte sie nur schlecht vergessen. Das war nicht das Leben, für das sie sich entschieden hatte. Genau dem, wollte sie doch immer aus dem Weg gehen.
    • Killian wurde selten bei seinen Aufträgen verletzt, allerdings war er auch nicht Supermann oder war das Iron Man, der unverwundbar war? Jedenfalls kam auch er nicht immer ohne einen Kratzer von Missionen zurück. Jetzt allerdings fehlte ihm nichts und er wusste, dass es auch gut so war, nicht nur wegen sich sondern auch wegen Anisa. Wäre er verletzt worden, wäre die Rothaarige endgültig zusammen gebrochen. John Astolfo hatte wirklich ganze Arbeit geleistet, seine Tochter so komplett vom Leben im Untergrund zu isolieren. Kill konnte es nachvollziehen, fragte sich aber ob das so klug war. Immerhin schlugen die jetzigen Ereignisse auf Anisa ein wie eine Bombe. Das ihn selbst all das so kalt lies, schockierte ihn immer wieder. Wann war er nur so kalt geworden? Offenbar war es nun amtlich, er war ein Killer und das würde er nicht mehr los bekommen. Wie würde es erst werden, wenn er älter war? Mit seinen zarten 21 war er gerade einmal vor einem Monat in jedem Bundesland volljährig geworden. Der Dunkelhaarige schüttelte leicht mit den Kopf, darüber konnte er auch wann anders nachdenken. Als er das kleine Bad welches im Vergleich zu den sanitären Anlagen, welche Anisa sonst benutzt fast schon klein wirkte, untersucht hatte, informierte er die Rothaarige direkt darüber. Die Kleine musste dringend abschalten und wenn ein warmes Bad dabei half, wäre Killian der Letzte der sie davon abhielt. Schweigend hatte er sie in das Bad begleitet und nickte auf ihre Frage hin. "Ich werde direkt vor der Tür warten, ruf mich wenn du mich brauchst.", antwortete er ihr überraschend sanft für seine berufliche Tätigkeit und strich ihr leicht durchs Haar, ehe er den Raum verließ und sich von draußen an das harte Holz der Badezimmertür lehnte. Sein Blick wanderte auf sein Handy, welches er wieder eingeschalten hatte und überprüfte ob er Neuigkeiten erhalten hatte. Offenbar hatten sie wenigstens das Zuhause von Anisa von diesem Abschaum welcher sie angegriffen hatte bereinigt, das war ein gutes Zeichen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Auch wenn das heiße Wasser ihren Körper entspannte, ihre Gedanken konnte sie dennoch nicht von den Geschehnissen abwenden. Nicht nur Mario und all die anderen, die ihr Leben für sie gelassen hatten, sondern auch Killian hätte an diesem Abend erschossen werden können. Das war wirklich nicht ihre Welt und am liebsten würde sie fliehen. Was würde passieren, würde man sie in der Uni abfangen? Würden Unschuldige zu Schaden kommen? Gott, darüber sollte sie gar nicht weiter nachdenken. Dieser Job war verdammt gefährlich, das wusste sie, aber heute hatte sie es hautnah miterlebt. Wie gelassen Killian seine Waffe führte, als wäre die Pistole eine Verlängerung seines Armes. Genau das hatte sie doch nie gewollt, das sollte niemals aus ihm werden und doch trug es positiv bei. Wäre Killian nicht gewesen, wäre sie vermutlich tot. "Danke.", sagte sie leise, dennoch so laut, das ihre Stimme durch die Tür hallte. Einige Tage würde sie wohl in dieser Unterkunft verbringen. Ob sie jemals wieder in ihre Wohnung könnte? Und das ohne Paranoia? Sicherlich würde sie bei jedem Geräusch aufschrecken und sich sofort in das Bad verflüchtigen, nur um schnellstmöglich vor irgendwas oder irgendwem zu entkommen.
      Nachdem das Wasser an Wärme verlor und Anisa anfing, in dem kühlen Wasser zu frösteln, stieg sie fast nach einer ganzen Stunde aus der Wanne, ließ das Wasser ab und wickelte ihren nassen Körper in das große weiße Badetuch und wrang ihre Haare über der Badewanne aus, ehe sie die Tür vorsichtig öffnete und das Schlafzimmer aufsuch. Anisa erwartete keine große Auswahl an Kleidung, schnappte deshalb auch nur nach einem frischen Höschen und nach einem ihr zu großen T-Shirt, das ihr über den Hintern reichte und setzte sich mit ihren feuchten Haaren auf das große Doppelbett. "Killian?", rief sie den Dunkelhaarigen dann, um dem Dunkelhaarigen zu signalisieren, das sie fertig angezogen war. "Was passiert nun? Bleiben wir hier?", fragte sie unsicher.
    • Geduldig hatte Killian vor der Badezimmertür gewartet und sich keinen Zentimeter gerührt. Er fühlte sich fast ein wenig wie die Leibwächter des Bosses, die stumm wie diese englischen Soldaten mit den witzigen Pelzmützen herum standen. Killian war nie in England und fragte sich ja, ob sie wirklich so regungslos waren wie sie immer hieß. Sicherlich könnte er es sich nicht nehmen lassen ihnen irgendeinen Streich zu spielen. Ob Anisa wollte in der Badewanne alleine erneut weinte? Er hörte sie nicht, lediglich das Wasser wie es plätscherte. Killian versuchte sich daran zu erinnern, wie es für ihn war, das erste Mal einen toten Körper vor sich liegen zu sehen. Zu seinem eigenen Entsetzen war das erste Mal das er so etwas sah, seine eigene Schuld und er hatte pure Genugtuung verspürt. Nein, das stimmte nicht. Das erste Mal das er damit konfrontiert wurde, war beim Tod seiner geliebten Schwester und diese Narbe spürte er bis heute. Wenn er allein war und ihn niemand sah, nahm er sich die Zeit zu trauern. Er vergoss zwar keine Tränen mehr wie er es früher getan hatte, aber er trauerte immer noch und er würde dies sicherlich sein Leben lang. Er vermisste seine große Schwester mehr als jeden anderen Mensch auf dieser Welt. Wäre sie noch am Leben, wäre Killian niemals so geworden wie er nun war. Der Dunkelhaarige schüttelte schnell mit dem Kopf, so das ihm einige seiner dunkelbraunen Haarsträhnen ins Gesicht fielen und er diese erst einmal mit der Hand weg strich. Nein, das war ein Thema über welches er nie sprach und auch nicht nachdenken wollte. Die Erinnerung an seine Schwester war das Einzige auf dieser Welt mit dem man ihn verletzen konnte. Er war froh als Anisa aus dem Bad huschte und schnell im angrenzenden Schlafzimmer verschwand. Der attraktive Auftragskiller war ihr nicht gefolgt, sondern wartete fast untypisch artig darauf, dass sie ihn bat zu ihr zu kommen. Für heute waren ohne jegliche Scherze unangebracht, das wusste selbst jemand wie Killian. Als er die Erlaubnis erhielt, war er in das große Schlafzimmer mit dem riesigen Doppelbett eingetreten. Über dem Bett an der mit Schwammtechnik verzierten Wand hing ein Ölgemälde mit der Szenerie Venedigs. "Im Moment räumt man deine Wohnung auf. Wir werden dennoch etwas hier bleiben, bis sich die Sache gelegt hat und einige organisatorische Dinge geklärt worden sind. Der Alte hat jetzt gerade alle Hände voll zu tun, solange werden wir erst einmal für uns sein. Ich werde später mit ihm reden, wie es genau weiter geht. Einerseits halte ich es für klug, wenn du ganz normal zur Uni morgen gehst, damit wir keine Schwäche signalisieren, andererseits ist es auch sehr riskant. Was denkst du darüber?"


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Fragend und noch immer mit bedrückter Miene sah sie zu Killian hinauf, als er das Schlafzimmer betrat, nachdem er auf ihre Stimme gewartet hatte, die ihm den Zutritt gewehrte. Sie fragte, was nun geschehen würde und hörte seiner Antwort aufmerksam zu und klopfte neben sich auf die weiche Matratze, um ihm zu signalisieren, das er sich neben sie setzen soll. Egal wie sehr er es für klug hielt, am nächsten Morgen in die Uni zu gehen, sie könnte ohnehin den Vorlesungen nicht folgen. Und die Angst, die leblosen und blutigen Körper der Menschen, die an diesem Abend ihr Leben gelassen haben, wieder bildlich vor sich zu sehen und dadurch Tränen zu vergießen, war viel zu groß. Sie wollte nicht konfrontiert werden, nicht gefragt werden, was los war. Diese Gedanken würden nur weiterhin in ihrem Kopf kreisen und würde dazu führen, das sie ohnehin im nächsten Moment zu diesem Versteck flüchten würde. Schnell schüttelte sie den Kopf und sagte: "In keinem Fall werde ich morgen gehen. Ich könnte mich in keiner Sekunde konzentrieren und irgendwann würde ich die Kontrolle verlieren, denke ich zu viel darüber nach. Das schaffe ich nicht.". Und die Party die in den nächsten Tagen anstehen würde, würde sie ebenso vergessen. Nun fühlte sie sich nicht mehr so sicher, wie sie es sonst immer getan hatte. Was wenn man sie schon lange beobachtet hatte? Es war ein schrecklicher Gedanke. "Ich bleibe hier, in jedem Fall.", sagte sie noch einmal eindringlich und drehte sich in Richtung Fenster, aus dem sie in den dunklen Himmel starrte. Anisa hatte noch immer nicht realisiert, das dies wirklich passiert war. Das Menschen starben und sie auf Flucht waren. Noch nie in ihrem Leben wurde auf sie geschossen! Der Klang der Pistole, als diese abgefeuert wurde, die Körper, die leblos einen dumpfen Aufprall, den Boden zusammensackten und der Geruch von Blut, der ihr in die Nase gestiegen war... Am liebsten würde sie sich in das weiche Bett verkriechen und sofort einschlafen, um diesen Tag zu entfliehen. Obwohl sie daran glaubte, das diese schreckliche Erinnerung sie bis in den Schlaf verfolgen würde.
    • Als die sonst so feurige Rothaarige, welche nun eher wie ein Häufchen Elend wirkte, ihn bat sich neben sie zu setzen, kam er der Bitte gleich. Er konnte ihr ihr Verhalten nicht vorwerfen, warum auch? Sicherlich würde es ihm nicht anders gehen und ein wenig beneidete er sie um ihre Reaktion. Nicht weil sie litt, sondern weil sie das alles noch fühlen konnte. Er war über die Zeit einfach so kalt geworden, dass er sich oft vor sich selbst erschreckte. Allerdings war das gut so, würde er unter all dem was er so erlebte leiden, hätte sich Killian garantiert bereits das Leben genommen. Nur lebte der Dunkelhaarige verdammt gern, also nahm er das alles in Kauf. Er hörte aufmerksam der Tochter seines Chefs zu und nickte. "Ich kann es dir nicht verübeln. Ich werde dem Alten Bescheid geben.", antwortete er ihr und beobachtete Anisa, wie diese zum Fenster ging und dort hinaus sah. Sicherlich arbeitete ihr Kopf gerade auf Hochtouren und wenn sie nicht bald Ruhe bekam, würde sie ihm nicht zusammen brechen. "Komm her und ruhe dich aus Anisa. Ich gehe nirgendwo hin und bleibe bei dir. Dir wird nichts passieren.", versicherte er ihr dann und erhob sich vom Bett. Mit leisen Schritten wie er es eben gelernt hatte und nicht mehr abstellen konnte, war er zu ihr gelaufen. Seine Hand umfasste ihr schmales Handgelenk und zog sie von dem Fenster weg. Killian war nicht wohl dabei, sollten sie beobachtete werden und so mied er Fenster fürs erste. Vielleicht war das übertrieben und fast ein wenig paranoid, aber seine Vorsichtig würde Anisa am Leben erhalten. Es gab praktisch nichts, was Killian noch nicht erlebt hatte und diese jahrelange Erfahrung würde er nutzen um seine Arbeit perfekt auszuführen. Dieser Frau würde nichts passieren, dafür würde er schon sorgen. Er zog Anisa zu dem großen Bett und drückte sie sanft an den Schultern auf die weiche Matratze zurück. "Ich bin nicht unbedingt der fürsorglichste Mensch, aber wie wäre es mit einem Tee und du versuchst zu schlafen? Du wirst die Kraft brauchen."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Bedacht spähte Anisa durch die Vorhänge hinaus und starrte dann in den Sternenhimmel, der ihre Erinnerungen an die schreckliche Szenerie leider nicht löschen konnte. Womit sie nicht gerechnet hatte war, das Killian sich plötzlich geräuschlos erhoben hatte, um nach ihr Handgelenk zu greifen und sie zurück in das Bett führte. Widerwillig aber dennoch gehorsam folgte sie Killian, ließ sich hockend auf das Bett fallen und wurde im nächsten Moment auch schon sanft in die weichen Kissen und Decken gedrückt. Es war ein angenehmes Gefühl zu wissen, das Killian sich um sie sorgte oder zumindest versuchte, sie irgendwie zu beruhigen. Mit einem traurigen Lächeln griff sie nach der Hand des Dunkelhaarigen und zog diesen an ihre Seite auf die weiche Matratze. Ihre Gesichter waren nur wenige Zentimeter von einander entfernt und Anisa erinnerte sich natürlich an den Moment, bevor die ersten Schüsse ertönt waren. Es war elektrisierend, seinen heißen Atem an ihrem Hals zu spüren, ebenso wie seine weichen Lippen, von denen sie wissen wollte, wie sie schmeckten, aber in diesem Moment, wollte sie einzig und allein seine Nähe spüren und nicht die Lust befriedigen. Einige Sekunden blickte sie in die wunderschön goldenen Augen, die einer Raubkatze ähnelten und lehnte sich dann mit ihrer Stirn an seiner Schulter an. "Bleib einfach hier. Bei mir.", flüsterte sie und versuchte ihre Gedanken neu zu sortieren. Sie wusste, das Killian nur seiner Arbeit folgte, dem, was ihr Vater ihm auftrug. Aber sie war auch nur ein Mensch und brauchte nun die Nähe von Jemandem, den sie schon eine Weile kannte, dem sie sich anvertrauen konnte und von dem sie sich sicher war, in Sicherheit zu sein.
    • Es war eine andere Art von Intimität die sie in diesem Moment teilten, als Anisa ihn zu sich zog und ihre Stirn an ihn lehnte. Es war kein sexuelles Knistern zwischen Ihnen, wie bei all ihren Flirteien, welche sie die letzten Tage führten, damit sie sich gegenseitig ertrugen. Nein, das hier war anders. Es war vertraut und auch wenn Killian nicht der Typ für diese Art von Nähe war, war es in diesem Augenblick für ihn in Ordnung. Wenn er ehrlich zu sich war, hätte er sich auch eine Person gewünscht, als er damals all das durch gemacht hatte. Allerdings waren die Personen um ihn herum nur an seinem Äußeren interessiert und nicht an ihm selbst. Jegliche Nähe war mit Sex verbunden, eine andere Art von Intimität hatte Kill nie kennen gelernt. "In Ordnung, ich bin hier.", antwortete er Anisa leise und verharrte einen Moment in der Position über ihr, ehe er sich einen Moment löste. "Lässt du mich, mich nur umziehen?", mit einem leichten Schmunzeln hatte er sich vom Bett erhoben und ging noch ein Mal in das Badezimmer, um sich die Zähne zu putzen und das Gesicht zu waschen. Glücklicherweise gab es hier genug Gästezahnbürsten und alles mögliche an Zeug, das man eben so brauchte. Da dies hier nicht sein erster Besuch war, hatte er sich daran erinnert, dass er hier auch das ein oder andere Kleidungsstück vergessen hatte. So fand er auch eine Jogginghose wieder, die er längst vergessen hatte. Mit der grauen Hose, welche locker an seinen Hüften hing, ging er oben ohne zurück in das Schlafzimmer zu Anisa und setzte sich auf das Bett neben sie. "Sicher das ich nicht auf dem Sofa schlafen soll?", hakte er dann zur Sicherheit nach. Unter anderen Umständen wäre ihm das sowas von egal und er hätte sich einfach hingelegt und geschlafen. Allerdings war selbst Killian kein so großes Arschloch, dass er heute noch eine Diskussion mit Anisa anfangen würde. Ihre Steitereien konnten auch bis morgen warten.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Erleichtert, das Killian in ihrer Nähe blieb, schmiegte sie ihren weichen Schopf weiter an seiner Schulter an. Wie lange war es wohl her, das sie zuletzt mit jemandem gekuschelt hatte? Sonst immer war ihr Kuschelgenosse ihr großes Kissen gewesen und dieser war immer in jeder Position gemütlich gewesen. Es meckerte nicht oder hatte Probleme, mit langen Haaren im Gesicht, ein Kissen war immerhin kein Mann, von dem sie das nervige gemecker ertragen musste. Es war Jahre her, das sie zuletzt jemandem auf dieser Art Nahe war. Sex zählte sie dazu nicht, das war etwas anderes und wenn sie ehrlich zu sich selbst war, dann schlief sie nur mit jemandem um ihre Lust zu befriedigen. Danach hatte sie entweder den Kerl aus der Wohnung geschmissen oder auf das Bett verwiesen, Jadon war wohl der einzige gewesen, dem sie diese Art von Zuneigung erwidert hatte. "Natürlich.", antwortete sie mit schwacher Stimme, als Killian sich rührte und sich für das Bett fertig machen wollte. Als der Dunkelhaarige aus dem Schlafzimmer verschwand, krabbelte sie schnell aus dem Bett, um die Schalosien zu schließen und verkroch sich wieder unter die Decke. Es dauerte nicht lang, bis auch Killian wieder das Schlafzimmer betrat und Anisa leicht Schmunzeln musste, als sie seinen Oberkörper betrachten konnte. Ihre Augen folgten Killian, der sich auf die Bettkante setzte und sich noch einmal erkundigte, ob er auch wirklich bleiben sollte. "Ganz Sicher.", flüsterte sie und zog ihn wieder zu sich, unter die Decke. Das er ihre weichen Beine und ihre nackte Haut spüren könnte, würde er sie berühren, war ihr völlig egal, sie brauchte jemanden und alleine wollte sie diese Nacht nicht schlafen. Vielleicht war die Angst zu groß, um allein zu sein. Ihre kühlen Finger fuhren über seinen Oberkörper zu seiner Seite, an der sie dann ruhten und legte ihren Kopf auf seine Brust und schmiegte ihren weichen Körper an seinen. Anisa wartete auf keine Zustimmung, sie tat das, was ihr verwirrtes Herz nun brauchte und suchte die Nähe, die ihren Körper entspannen ließ.
      "Ich habe das nie gewollt. Weißt du, das ich dich immer beobachtet habe? Mein Vater hat mir den Kontakt zu dir immer wieder verboten.", flüsterte sie dann in die Stille hinein und begann imaginäre, kleine Kreise an seiner Seite zu zeichnen. Vermutlich war es untypisch für die Rothaarige und vielleicht verwirrend für Killian, aber würde Anisa sich nicht mir irgendwas beschäftigen, würde sie ihre Gedanken nie ablenken können. Und auch wenn so ein Körper sehr einladend war, war ihr nach so einer Art Zuneigung nicht so zumute.
    • Schweigend kam Killian der Bitte von Anisa nach und legte sich neben sie in das weiche und große Bett. Sein Blick wanderte zur Decke über Ihnen, welche untypisch für das sonst so kitschig dekorierte Haus einfach nur schlicht weiß war. Nun gut, der große Kronleuchter mit den kleinen Kristallen machte es mehr als nur wett. Eigentlich wirkte diese kleine Villa wie ein Märchenschloss aus einem dicken Wälzer, welches man kleinen Mädchen vorlas, bevor diese Schlafen gingen, damit sie davon träumen konnten. Ob die Rothaarige auch zu diesen Prinzessinnen zählte? Den hart gesottenen John Astolfo konnte er sich zwar nur schwer als Märchenerzähler vorstellen, aber man konnte ja nie wissen. Anisa hatte ihren Kopf auf seinen Oberkörper gelegt und malte mit ihren schlanken, langen Fingern kleine Kreise auf seinen Körper. Kill erduldete all dies schweigend und lauschte ihrer Stimme. Er antwortete erst, als von ihm eine Antwort erwartet wurde. "Ich kann deinem Vater nicht verdenken, dass er dir den Kontakt verboten hat. Er wollte dich aus diesem Leben heraus halten, du siehst nun warum.", antwortete der Dunkelhaarige mit ruhiger Stimme. "Ich bin schon vor geschädigt zu euch gekommen. Ich war ein Straßenkind, wie du sicher weißt. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass der Alte dir die Einzelheiten verschwiegen hat." Killian konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal mit jemanden einfach nur im Bett lag, ohne mit ihr Sex zu haben. Mit Isabella schlief er grundsätzlich, gekuschelt hatten sie nie. Könnte auch daran liegen, dass Kill einfach nicht der Kuscheltyp war. Allerdings war die brünette Schönheit die einzige Person mit der er schlief und sie danach auch wieder sah. In ein paar Aspekten war die Chemikerin der Astolfomafia ziemlich unheimlich, aber sie war immer für ihn da gewesen und das schätze er an Isabella sehr. Sie kannte all seine Grausamkeiten und hatte sie ihm kein einziges Mal vorgehalten oder versucht ihn zu bekehren. Mit der Hand wanderte Killian vorsichtig zu dem roten Haarschopf und strich leicht über ihr Haar. Anisa lag auf seinem Arm und beschlagnahmte diesen, weswegen er sich die Freiheit nahm und diesen um sie gelegt hatte, während er etwas mit ihrem langen Haar spielte.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Ganz Sicher war es die Angst, die sie dazu gefordert hatte, den Dunkelhaarigen dazu zu bitten, nicht von ihrer Seite zu weichen. Gut, etwas auch die Lust von vorhin, aber alleine konnte sie die Nacht wirklich nicht verbringen. Hätte Killian die Couch vorgezogen, hätte Anisa vermutlich die gesamte Nacht mit ihren bildlichen Vorstellungen kämpfen müssen oder erneut mit ihren Tränen. Somit lenkte die Rothaarige sich von ihren Gedanken ab und durchbrach die Stille mit ihrer leisen und sanften Stimme. Anisa horchte seinen Worten, malte die kleinen Kreise weiter, bis sie zu einem sanften Streicheln überging und seinen Herzschlag hören konnte. "Ich weiß.", sagte sie schmunzelnd. "Ich hab ihn solange genervt, bis er mir etwas verraten hat. Und von jeden Tag hab ich es mir aufs Neue zur Aufgabe gemacht, dich als Freund zu gewinnen. Ich weiß nicht, ob es einfach daran lag, weil sich jemand in meinem Alter in meiner Nähe befand, aber ich wollte immer, das du ein Freund wirst. Ein Freund außerhalb dieser Welt und doch habe ich es nie geschafft. Ich bewundere dich, das du all das durchgestanden hast und noch immer durchstehst. Wäre ich an deiner Stelle gewesen, wäre ich vermutlich schon lange verschollen. Du bist stark und wirklich mutig, so wie du es schon als kleiner Junge gewesen bist.", erzählte Anisa und verriet einiges, das sie dem Dunkelhaarigen nie erzählt hatte. Sie hatte nie mit ihm geredet, was ihn betraf. Was sie sich damals gewünscht hatte oder was sie von ihm dachte, bisher war auch immer ein gewisser Abstand zwischen ihnen gewesen. Anisa glaubte, das er es wüssen dürfte, was sie von ihm schon immer gehalten hatte und was sie versucht hatte zu erreicht. Immerhin hatte John Astolfo den Kontakt zu seiner Tochter strikt verboten und wie Anisa schon vermutete, hatte er nie etwas über ihre Fragerei oder ihren Gedanken erwähnt. Und jetzt, in so einer Situation hoffte die schöne Rothaarige gehört zu werden, ohne ein Belächeln.
    • Es war eine kleine merkwürdige Intimität zwischen Ihnen entstanden, anders konnte Killian es nicht beschreiben. Natürlich fand er Anisa attraktiv, dass stand nicht zur Debatte, aber es war etwas anderes. Diese Nähe war anders, eine komplett andere Form der Intimität. Kill war nie der Freund von Romantik oder Beziehungen gewesen. Er hatte immer wieder One Night Stands, aber nie eine Beziehung geführt. Die einzige sexuelle Konstante in seinem Leben war Isabella gewesen, aber eine Beziehung hatte er nie geführt. Zumal das von seiner Arbeit aus nicht einmal möglich war. Er konnte sich so etwas wie Liebe nicht erlauben und er glaubte ohnehin nicht daran. Die einzige Intimität die er als sinnvoll erachtete, waren Sex, Freundschaften und Familie. Die Mafia war seine Familie, wenn auch nicht seine Blutsverwandten. Für diese Familie würde er alles tun und trotz seines frechen Mundwerks und seinem Mangel an Respekt vor allem und jedem, war er eines wirklich, loyal. Er würde John Astolfo niemals hintergehen, ganz gleich was er von ihm verlangen würde. Dieser Mann hatte ihm ein Leben ermöglicht und Kill war jemand, der niemals etwas vergaß. Zu dieser Familie zählte auch Anisa und er würde sie beschützen. Er lauschte schweigend der zarten Stimme von Anisa und bemerkte immer mehr und mehr, dass sie zwar ein Teil dieser Welt war, aber irgendwie dann auch nicht. Sie war keinesfalls so unschuldig wie sie wirkte, aber sie war dennoch zu gut für dieses Geschäft. Killian musste gestehen, dass ihn diese Frau vor ein echtes Rätsel stellte. Gerade als Killian bezüglich der Freundesgeschichte etwas erwidern wollte, hatte Anisa weiter geredet. Die Komplimente und die Bewunderung die daraufhin folgte, hatten den Dunkelhaarigen so aus der Bahn geworfen, dass er mehr als nur dankbar war, dass das Zimmer nun dunkel war. Mit Komplimenten dieser Art konnte er schon immer sehr schwer umgehen. Er war Komplimente bezüglich seines Aussehens oder seiner Arbeit gewohnt, aber so reine und ehrliche Komplimente? Das war eine ganz andere Hausnummer. Mit einem knallroten Gesicht, drehte er seinen Kopf zur Seite und nuschelte peinlich berührt vor sich hin."Uhm ... also ... danke ....und so ...glaube ich."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Ihre Atmung beruhigte sich und ihr Körper entspannte. Die einzelnen Strähnen, die Killian immer wieder zwischen seine Finger führte und streichelte, hatten ebenfalls etwas beruhigendes, weshalb Anisa sich enger an den großen und muskulösen Körper schmiegte. Sie sprach Worte aus, mit denen Killian scheinbar nicht gerechnet hatte, hörte ihr dennoch artig zu, seine Verlegenheit spürte trotz der Dunkelheit. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren vollen Lippen und ihre Finger folgten der muskulösen Brust hinauf zu seinem Hals und legte einen Finger an sein Kinn, sein Gesicht in ihre Richtung zu drehen und hatte sich selbst von seiner Brust entfernt, um in der Dunkelheit seine schönen Augen zu suchen. "Mit so vielem kannst du umgehen, aber so ein Kompliment ist dir zu viel? Mein Hübscher, so kenn ich dich gar nicht.", flüsterte sie mit gekräuselten Lippen und ließ ihre Hand wieder hinab zu seinen Bauchmuskeln wandern. Zugegeben, seine Haut fühlte sich so weich an, so muskulös und anziehend, sie verstand, weshalb so sich so viele nach so jemandem sehnten. Nach diesem schönen Gesicht und nach diesem Körper, der sich unter ihren Fingern so gut anfühlte. Aber Killian war viel mehr, als nur ein attrakriver Mann. Anisa kannte ihn schon im Kindesalter, versuchte ihn vor ihrem eigenen Vater zu beschützen, jedoch misslang ihr jeder Versuch. Vielleicht aber läge dieser Mann nun nicht neben ihr, um sie zu beruhigen, um sie zu beschützen. Vielleicht aber auch, wäre seine Gegenwart und Zukunft nicht so gefährlich, wie es jetzt war. Im stillen dankte sie dem Dunkelhaarigen, das er an ihrer Seite war, sie vor dem Tod beschützte und Trost spendete. So könnte sie diese Nacht immerhin überstehen.
    • Benutzer online 7

      7 Besucher