[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      Sie schlief nicht wirklich, jedenfalls hatte es lange gedauert, bis sie irgendwann eingeschlafen war. Ihre Gedanken waren einfach ständig am rasen, es gab so viel Stress, der sich in ihr breit machte und die Frau war sich sicher, dass sie vermutlich einfach nur zu viel nachdachte. Es war die Angst vor der Ehe, die Sorge, da ihre Familie nicht da war.. Sie bekam kalte Füße und hatte die Sorge, sich vielleicht gar nicht zu trauen. Ihre Eltern hatten ihr einfach gezeigt, wie schlimm eine Ehe war und Naira wollte nicht, dass es mit ihrer so passieren würde.
      Letztendlich schlief sie aber irgendwann und öffnete ihre Augen, als jemand an der Tür klopfte. Es war hell in dem Zimmer, die Sonne schien herein, das Meer war draußen zu sehen.. Erst, als ihr Handy klingelte erhob sich die Dunkelhaarige, um nach dem Handy zu greifen, Alex rief sie an. Sie hob ab, ihr Kopf schmerzte durch das Aspirin nicht, aber sie war trotzdem genervt.. "Chill", entgegnete sie ihm und schüttelte ein wenig den Kopf, bevor sie auflegte und Spike den Befehl gab still zu sein. Es war Zeit sich fertig zu machen.. Einen Moment lang blieb die Frau dennoch sitzen, fuhr sich durch das Gesicht, ihre Augen blickten dann zu dem Rothaarigen. "Auf dem Nachttisch liegt Aspirin, nimm eine jetzt und die andere in etwa drei Stunden, dann überlebst du den Tag". Sie seufzte, beugte sich dann aber vor um ihrem Mann einen Kuss auf eine der freien Stellen seines Körpers zu geben. "Aber wenn du nicht bald unten erscheinst wird Alex dich noch weiter nerven". Für Naira und Ramirez entfiel das Frühstück, die beiden hatten einen Termin im Wellnessbereich des Hotels, damit sich vor allem die Braut langsam fertig machen würde. Haare machen.. Schminken.. Das dauerte alles ein wenig, außerdem.. Naira war es nicht danach zu frühstücken, die Übelkeit nahm sie wieder ein.

      // Jaaaaa *-* //
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor wollte alles andere als aufstehen. Nichts um alles in der Welt wollte er sich nun nach gerade mal 4 Stunden schlaf dazu bewegen aufzustehen. Aber ihm blieb nichts übrig. Naira war wach und ging ans Handy. In der Stille des Zimmers konnte er auch so Alex Stimme wahrnehmen. Und dass sie ihm kurz darauf auch noch sagte, er müsse runter zu ihm, ließ sich alles ins Bild fügen. Er fluchte in das Kissen, drückte es an sich und murrte, selbst an sie ihm einen kleinen Kuss auf die Schulter gab.
      "Mein Schädel...", er nach 3 Minuten schaffte er es sich hoch zustemmen. Ihm war übel. Wie konnte er das damals aushalten? Diese Übelkeit war...scheiße. Aber er tat es. Heute war der große Tag, doch er fühlte sich noch nicht bereit. Nicht für den Altar...Eher für das Aufstehen.
      Müde fuhr er sich durchs Gesicht, rieb sich die Augen und versuchte beim Gähnen nicht unnötigerweise die Kehle zu reizen, dass ihm schlecht wurde. Die Aspirin nahm er letztlich doch sehr dankbar an.
      "Du warst schon immer die klügere von uns beiden...", sprach Victor heiser und stand auf, um kurz sein Hemd aufzusammeln und dann zu schauen, ob er bei ihr ins Bad ging. Da klopfte es wieder an der Tür.
      Entnervt riss Victor diese auf und stand direkt Alex gegenüber, der mindestens genau so blass und schlecht gelaunt aussah. Aber sobald er Victor im wachen Zustand sah, grinste er ihn breit an: "Na endlich! Verdammt. Komm runter zum Essen und lass Naira alleine! Du hast Verbot sie bis heute um 17 Uhr zu sehen!", er hielt ihm warnend einen Finger unter die Nase.
      Victor grummelte: "Ja, ich gehe nur noch duschen...bitte..."
      "Jawohl! Aber hurtig und...zieh dir was neues an. Du riechst immer noch nach dem Club.", Alex schnipste ihm verspielt gegen die Stirn. Am liebsten hätte Victor ihm dabei eine rein gehauen.
    • Naira O'Connor

      Naira hatte sich dann doch noch aus dem Bett und wollte zu ihren Sachen greifen, um sich etwas lockeres anzuziehen. Ein Wellness Tag, oder eher ein halber, vor der Hochzeit.. Das sollte sie entspannen, aber viel eher stresste es die Frau noch mehr. Sie hatte aber so Zeit sich über ihr Gelöbte sicher zu werden, was sie denn überhaupt haben wollte. Aufschreiben war nicht drin, sie hatte es versucht und was dabei gescheitert, es klang nicht nach ihr, es sollte aber nach ihr klingen.. Da fehlte ihr ihr Vater wieder..so streng der Mann auch wirklich war, so sehr fehlte er ihr. Er hätte sie getröstet und ihr gesagt, was sie zu tun hatte, dass sie sich vermutlich zu viele Sorgen machte.. Warum musste er so etwas gemacht haben und konnte nicht jetzt dabei sein? Nun.. Wenn er den Scheiß nicht durchgezogen hätte, dann wäre Naira auch nicht jetzt hier.. Vermutlich.. Dann würde sie vermutlich Victor nicht heiraten. Merkwürdig.
      Alex klopfte wieder, Victor öffnete die Tür und Naira zog sich währenddessen ihr Oberteil ein wenig weiter runter. Sie blickte beide Männer wütend an, es war noch immer ihr Zimmer, warum mussten sie in der Tür darüber sprechen, was jetzt zu tun war, während sie kaum was an hatte? "Vic!", rief sie laut zu ihrem Mann und zog wieder das strenge Gesicht an, um ihn darauf zu deuten, dass es ihr nicht gefiel. Klar hat Alex sie schon mal nackt gesehen, aber verflucht nochmal.. Sie war eine Frau und musste sich nicht vor jedem Kerl so nackt zeigen, wie sie halt schlief. Das Oberteil bedeckte gerade nur das Wichtigste, mehr war da nicht drin gewesen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte nicht darüber nachgedacht, wie gut das gerade war die Tür aufzureißen. Er dachte gerade überhaupt nicht nach, sondern sah nur genervt Alex an, der zwar seine ganze Aufmerksamkeit Victor schenkte, aber im nächsten Moment auf Nairas Rufen, musste er ihm über die Schulter schauen. Victor sah zurück und musterte sie, so halb nackt nur mit einem seiner Shirts bedeckt, die wahrlich nicht zu mehr fähig waren als lediglich gerade so ihr Höschen zu verdecken. Er sah sie einen Moment an, bis er ihren Blick endlich deuten konnte und im selben Moment Alex einfach nur rausschmiss.
      "Sorry...Ja...", er nickte. Alex verzog sich allem Anschein nach und würde auf Victor unten im Restaurant warten.
      Er sah sie entschuldigend an, griff nach der Aspirin und zerknaute sie. Irgendwo hatte er mal gelesen, dass das besser hilft, als es einfach nur herunter zu schlucken.
      "Willst du zuerst ins Bad?...Ich mein...könnte auch einfach zu mir rüber gehen...Oder...", er trat zu ihr und schob die Hände ohne groß zu stoppen in der Bewegung unter das Shirt. "Gemeinsam sparen wir Wasser..."
    • Naira O'Connor

      Sie blickte beide nacheinander wütend an, denn Alex hätte sich ebenso verziehen können, ohne ständig ins Zimmer blicken zu müssen. Warum mussten Kerle so egoistisch sein? Dachten sie nie daran, dass es eine Frau störte, wenn sie allem und jeden halbnackt dargestellt wurde oder war es ihnen einfach egal, weil es ihnen egal war, wenn andere sie so sahen? Sie lief schon fast rot an, aber mehr vor Wut, als vor Scham und hätte ihr Mann nicht die Tür zugemacht, wäre Naira auf beide zugegangen, um sie rauszuschmeißen, so hatte der Rothaarige Glück und durfte bleiben. Er wollte duschen, konnte er auch gerne machen. Ihre Wut verflog, als der Mann zu ihr kam und die Hände unter ihr Shirt packte. Seine warmen Hände an ihrer nackten Haut brachten eine Gänsehaut mit sich, sie verteilte sich auf dem ganzen Körper. Naira seufzte, bevor sie schmunzelte. "Okay.. Wir teilen uns das Wasser.. Aber ich bin trotzdem sauer, dass du die Tür einfach so aufreißt um mich allen halb nackt zu präsentieren!". Aber es war ihr Mann, zu dem sie sich hingezogen fühlte.. "Dann los.. Damit Alex nicht doch noch einmal hier auftaucht, wenn du nicht gleich unten bist". Sie gab ihm einen spielerischen Klaps auf den Hintern, damit der Mann sich beeilte. Ein Lächeln zierte ihre Lippen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das gemeinsame Wassersparen verlief tatsächlich sehr kurz. Victor hatte seinen Spaß, musste aber zugeben, dass er sich dafür anstrengen musste. Hoffentlich lief es in ihrer Hochzeitsnacht besser. Das waren dann eher seine Gedanken, die er hatte. Nicht weil ihm das Gelübde fehlte.
      Er trocknete sich gerade ab, als er Naira noch zusah und schmunzelte: "...Weißt du...ich bin glücklich...die letzten Stunden mit dir...mit Alex...waren schön. Er ist ein guter Freund...und ich vergesse sogar teils meine Eltern und dass sie kaum 2 Wände weiter neben uns wahrscheinlich bereits wach sind und die Morgennachrichten dreimal gesehen haben."
      Victor zog den Gürtel an seiner Jeans fest. Bevor er sich von seiner Frau verabschieden wollte. Sie musste sich nicht beeilen, schließlich hatte sie sowieso eine verabredung mit Ramirez und dann mussten sie sich fertig machen.
      "Wir...sehn uns dann denke ich erst heute...Vor dem Alter?", er trat noch einmal zu ihr und hob ihren Kopf am Kinn a, um sie zu küssen.


      Nachdem er Nairas Zimmer verließ musste er noch einmal in seins und zog sich dort neue Sachen an, parfümierte sich und machte wenigstens noch die Frisur sauber, bevor er kurz vor knapp auftauchte, so dass Alex es nicht wagte Naira noch einmal anzurufen.
      Er saß bereits mit einem Glas Champagner und Orangensaft sowie mehr als genug zu essen am Tisch und winkte ihn heran.
      "Hier...das wird den Kater etwas besänftigen.", Alex schob ihm ein Glas hin von dem prickelndem Getränk.
      Dann fing er an ihm zu erklären, was als nächstes anstand und was sie zu tun hätten. Im Gegensatz zu den Frauen war das sehr wenig. Aber sie ebenfalls durften sich ein wenig ausruhen. Victor erhoffte sich sogar ein paar Minuten Schlaf, die er dem Tag rauben könnte...
    • Naira O'Connor

      Es war in Ordnung, dass sie beide gemeinsam unter die Dusche stiegen und es hob sogar Naira ein wenig die Laune an, auch wenn sie nicht viel Zeit hatten. Die Übelkeit verflog trotzdem nicht, auch wenn sie gehofft hatte sich abzulenken, es war jedoch nicht ganz so schlimm, Victors Worte schafften dies nämlich für einen Moment. Kurz hatte sie ein wenig perplex zu ihm gesehen, er war ja eigentlich nicht mehr so betrunken und trotzdem hörte sie solche Worte von ihm.. Einfach so.. Aber daraufhin lächelte die Frau einfach nur, es war schön, dass es für ihn schön war, der Mann hatte es sich verdient. Auch wenn er manchmal schrecklich war, er arbeitete dennoch hart und auch er verdiente ein wenig Ablenkung, zumal die Dunkelhaarige nicht wusste, wie aufgeregt er denn darüber war, dass sie nun heirateten..
      Naira zog sich etwas einfaches an, sie ließ noch ihre Unterwäsche, die sie extra für diesen Tag besorgt hatte, in der extra Tüte, in die hoffentlich ihr Mann nicht rein gesehen hatte.. Der Rest war in Ramirez Zimmer gewesen, vor allem aber das Kleid. Sie blickte ein letztes Mal zu ihrem Mann, den sie vermutlich erst heute Nachmittag sehen würde, erwiderte seinen Kuss und seufzte, als die Tür ins Schloss fiel. Es dauerte nur einen Augenblick, da klopfte es an der Tür und Ramirez trat herein.
      "Na, hat sie Braut des Tages einen Kater?". Ramirez grinste breit, sie sah ausgeschlafen und erholt auch aber das tat sie immer, egal wie lang die Nächte waren. "Nicht wirklich.. Dafür hat Vic einen ziemlichen Kater". Ramorez grinste noch breiter. "Ja, kann ich mir vorstellen.. Alex nämlich auch.. Er hat dezent darauf aufmerksam gemacht, dass die Jungs viel Haut gesehen haben". Naira musste selbst grinsen. "Und ich erzählte ihm, dass wir beinahe von einem heißen Polizisten verhaftet wurden" Daraufhin lachten beide Frauen. "Es war aber richtig toll gewesen". "Fand ich auch.. Und jetzt komm.. Ich habe noch ein wenig vorbereitet.. Du wirst heute nur von hübschen Männern behandelt werden".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war es wichtig zu wissen, wie es seiner Frau ging. Zu jeder Zeit. Nur manchmal vergaß er, dass einmal in der Woche nach ihrem Zustand zu fragen, nicht ausreichend genug war. Desto seltener wurden auch die lieblichen Bekundungen. Und allgemein, war Victor ja eh der stumme Kerl, der lieber mit einer Umarmung zeigte, dass er sie gern hatte, statt zu reden.
      Auch wenn ihm seine betrunkenen Aktionen und das Geschwafel, dass Naira über sich ergehen lassen musste einfach ein ganz anderer Charakterzug von ihm war. Letztlich blieb nur zu sagen, dass Victor betrunken eine 180° Wendung machte. Ob nun zu einem besseren Mann oder nicht, dass konnte er dann nicht alleine sagen.

      Alex beugte sich über den Tisch wieder, schnappte sich ein Croissant mit Schinken und Käse und biss genüßlich hinein.
      "Ich habe gesehen, dass du nicht in deinem zimmer geschlafen hast, Mann. Ich dachte wir haben ausgemacht, dass du es tust. Und Dann heute Abend voll genießen kannst!", Alex klang anklagend. Aber er konnte es ihm wohl kaum verdenken.
      "Sie wird doch meine Frau...", "Ja, Vic...Sie wird! Ich dachte du wärst altmodisch.", "Alex...geh mir nicht auf die Nerven. Ich bin noch verkatert und müde und du hast mich heute morgen aufgeweckt..."
      Die Männer unterhielten sich noch über die vergangene Nacht. Doch keiner von ihnen sprach den eigensinnigen Kuss an, den sie sich am Ende gegeben hatten. Er war freundschaftlicher Natur konnte man sagen. Doch wer das Bild sah würde wohl kaum den Unterschied darin erkennen. Vielleicht hatten sie es beide auch vergessen und verdrängt.

      Den gesamten Tag über, bis hin zu der letzten Stunde war Victor eigentlich dank Eltern, Alex und den ganzen Unternehmungen gut beschäftigt. Bis es eben soweit war. Er hatte mit dem Gedanken gespielt Naira zu schreiben, sie anzurufen oder dergleichen, doch Alex hatte ihm sein Handy abgenommen und bereit gemacht. Mit den Worten, Ich lasse dich nun etwas alleine, aber du musst in 45 Minuten am Altar stehen, verschwand er wieder. Nun saß Victor in seinem Zimmer und starrte die Uhr an. Und damit wurde er immer ungeduldiger. Wie kam er an diesen Punkt seines Lebens? Er hatte Höhen, Tiefen und unglaubliche schwarze Löcher in seinem Leben. Aber diese Frau hatte ihn trotzdem gewählt und wollte mit ihm an Ende gehen. Er saß sogar in seinem Anzug bereit, starrte die Rose in dem Spiegel an, die er am Revers trug. Sie war blutrot. Seine Gedanken jagten den einen zum nächsten. Er durchlebte alles. Ängste, Freude und die ganzen langweiligen Abende. War er bereit? War sie bereit? Und warum hatte sie gefragt, ob er sie wirklich heiraten wollte.
      Aber er kam auch bis zum Ende zu keiner Antwort. Er wusst einfach, dass es richtig sei. Egal wie viel er getan hatte oder wie viel nicht. Sie war sein Ziel gewesen seit dem er sie getroffen hatte.
      Die 45 Minuten liefen ab.

      Paul Parker, der unter Umständen erfuhr, dass Naira ohne ihren Vater unterwegs war, hatte sich erlaubt, irgendwann das ein und andere Wort mit Sophie Ramirez zu wechseln.
      "Ich weiß es steht mir nicht wirklich fest...Aber wir sind eine Familie mit Tradition. Eine Braut ohne ihren Vater an den Altar gehen zu sehen, finde ich nicht richtig.", sagte er, um sich zu erklären, bevor er dann überhaupt vorschlug, dass er das für Naira gerne machte. Er wollte sie begleiten, einfach weil er sie damit auch in die Familie einschließen wollte. Wenn sie Victors Frau wurde, dann wurde sie Teil der Familie.

      Am Strand saßen die wenigen Auserwählten, die auf die Feier eingeladen wurden. Sie hatten sich alle herausgeputzt und keiner der Frauen hatte es gewagt etwas weißes anzuziehen. Die Show und Aufmerksamkeit gehörte der Braut des Tages. Victor atmete noch einmal tief durch, bevor er den Weg zum Altar machte. Alex wartete als sein Trauzeuge und hielt auch stolz das kleine Schächtelchen mit beiden Ringen. Spike saß ebenfalls am Altar und sah sich interessiert um, was denn als nächstes geschehen würde.
      Leise drehten sich die Köpfe nach Victor um. Der Pastor, der sie vereinen sollte, begrüßte ihn freundlich und reichte ihm die Hand. Victor entgegnete ihm und fühlte bereits, wie sein Herz einfach nur noch raste. Er spürte wie sein Mund trocken war und wie er Lampenfieber bekam, obwohl er das sonst nie hatte...Hinter ihnen rauschte das Wasser. Die Sonne schien herrlich auf sie hernieder. Und dann setzte die Musik ein...
    • Naira O'Connor

      45 min bis zur Trauung.

      "Ich. Mache. Es. Scheiße. Nochmal. Nicht!". "Aber.. Naira!". Ramirez versuchte nun seit guten zwanzig Minuten die Braut aus dem Bad zu holen, damit sie zu Ende geschminkt werden konnte.. Sie musste auch noch ins Kleid.. "Naira komm schon! Das ist nur die Aufregung!". "Das ist keine Aufregung verdammt nochmal! Ich kann und will nicht heiraten.. Das ist der Punkt! Erinnerst du dich noch damals an meine Worte?! Ich werde niemals heiraten, niemals!". Mit damals meinte sie die Tage, als die Ehe ihrer Eltern zu Ende ging und der Horrortrip in der Familie anfing. Die Dunkelhaarige war sich einfach nicht sicher, ob sie es so ernst werden lassen wollte.. Was war, wenn Victor doch einen größeren Gefallen an seiner Arbeitskollegin finden würde? Eine Trennung.. Eine richtige Scheidung.. Da würde Naira letztendlich als eine geschiedene Frau genauso enden, wie ihre Mutter. Leider war das ein Hirngespenst, welches sie sich in den Kopf gesetzt hatte und nur schwer wieder raus bekam... Es half nicht, dass Ramirez versuchte sie zu überreden. "Lasst mich einfach in Ruhe hier sitzen.. Geht essen, es ist ja schon schließlich bezahlt.. Ich braucht kein Mitleid mit mir zu haben!".
      Damit verkroch sich Naira immer mehr in ihren Teufelskreis aus Gedanken und das, obwohl der Tag so gut angefangen hatte. Trotz des wenigen Schlafes war sie munter gewesen und hat sich es im Wellness Bereich gut gehen lassen. Es gab Massagen, Fußmassagen, eine Sauna, schmerzhafte Haarentfernung.. Eine Pediküre, viele gut aussehende Männer - wobei unter diesem Punkt ihre Gedanken bei Victor hingen - und einen Stylisten, der sich um die Braut kümmerte. Ihr Haar war wundervoll, es wurde lockig ein wenig nach oben gesteckt, ganz locker und ohne strenge, während sich manche der Strähnen sanft lockerten und so das Ganze abrundeten. Der Schleier saß auch und es gefiel der Braut wahnsinnig gut, aber oben bekam sie doch wieder die kalten Füße.
      Alex kam ins Zimmer von Ramirez angelaufen, er wurde gerufen und war zur Ort und Stelle. "Was los?", fragte er ein wenig nervös, dann wurde ihm schon erklärt, was Sache war. "Naira..", er trat an die Tür und wollte klopfen. "Verpiss dich Alex..", kam noch, bevor er klopfte. "Wir können doch reden! Es ist alles gut". "Nichts ist gut.. Ich habe Angst.. Ich will nicht.. Und ich habe nicht einmal ein Gelübde!!". Ein Seufzen verließ seine Lippen, bevor er unschlüssig zu den Leuten im Raum sah. Der Stylist war da mit seinen beiden Assistentinnen.. Ramirez..Der Fotograf.. Und er. "Geht mal kurz raus bitte..". Er deutete auf die Tür und mit einem Seufzer nahm Ramirez alle mit sich mit, bevor die Tür ins Schloss fiel. "Lass uns reden, Naira.. Nur du und ich". Alex bezweifelte, dass es die wütende Braut irgendwie besänftigen könnte, aber er hörte das Klick, welches ihm bestätigte, dass die Tür aufgeschlossen war. Ganz langsam betrat er das Bad, sein Blick führte ihn erst einmal durch dieses, bevor er Naira hinter der Tür auf dem Boden sitzend ansah. Sie hatte geweint, er brauchte sie danach nicht zu fragen, stattdessen schloss er hinter sich die Tür und setzte sich in seinem Anzug auf den kalten Boden neben der Frau. Sie schwiegen zunächst.
      "Weiß du..", fing er irgendwann an und seufzte. Er griff nach den Ringen, die er in seinem Sacco verwahrte und drehte die Schatulle in seinen Händen. "Eigentlich habe ich immer gedacht, dass ich am Altar auf dich warten werde, um dich zu meiner Frau zu nehmen". Er seufzte noch einmal. "Ich habe lange damit gekämpft, um festzustellen, dass es nicht so ist..". Sie saßen beide wie zwei Stückchen Elend nebeneinander und blickten in die Ferne. "Ich habe mich auch nicht damit abfinden können dass du ihn willst.. Ich meine, sieh ihn dir an.. Der Mann steht irgendwie auf seinen zwei Beinen im Leben, versucht sich irgendwie durchzukämpfen...und ich habe mich auch immer gefragt, was du in ihn verdammt nochmal siehst". Er schüttelte sanft seinen Kopf. "Dann habe ich gesehen, wie er dich ansieht.. Wie seine Augen ein wenig strahlen, wenn du lachst.. Wie er immer zu dir schaut.. Verdammt, der Kerl liebt dich wirklich.. Und er hat in der Nacht ganz stolz jede verdammte Frau von sich gehalten, weil er seine Frau schon gefunden hat". Alex ließ ein paar kleine Details raus, wie die Stip Bar, und so einiges mehr.. Aber das war nicht der Bestandteil des Gesprächs. "Und er sagt es immer wieder.. Weil du seine Frau wirst.. Gott.. Ich hasse es, wenn er es sagt, aber er wirkt glücklich, wenn er es tut.. Und wenn du dir nicht sicher bist, ob die Ehe mit ihm richtig ist.. Ich kann es verstehen.. Sieh dir mal an, was für eine Menge Scheiße er dir schon angetan hat.. Aber.. Dann Blick in den Spiegel.. Und sieh auch, was dieses Nervenbündel tolles aus dir gemacht hat.. Ich wünschte, ich hätte dich mal so zum strahlen gebracht, aber ich gönne es ihm wirklich.. Einfach, weil ich euch beide zu dem gemacht habt, was ihr heute seid.. Und wenn das Gelübde das Problem ist? Nun, dann sag ihm einfach wie immer offen und ehrlich deine Meinung.. Was anderes erwartet sowieso keiner". Sie schmunzelte tatsächlich bei den Worten, während Alex sich vorbeugte und ihren Kopf sachte küsste. "Kriegst du das hin?". Naira blickte ihn für einen Moment unschlüssig an, aber sie nickte. Sie würde es schaffen.. Irgendwie..
      "Geh da einfach raus.. Sieh ihn dir an.. Und wenn du dir sicher bist, dass er es ist, dann wird alles automatisch passieren.. Wirklich".
      Alex ging wieder aus dem Bad, es fiel ihm schwer sein Herz so zu öffnen, aber wenn er Naira damit helfen konnte war es ihm wert.. Er schickte Ramirez und den Rest wieder rein und.. Kaum waren sie drinnen, kam die Braut auch schon raus, um sich schminken zu lassen.. Mit einem Lächeln auf den Lippen.

      5 Minuten bis zur Trauung

      Das Kleid saß, das Makeup war dezent und die Haare saßen.. Naira entschloss sich wirklich die Regeln ein wenig zu brechen und barfuß zu gehen, sie trug aber trotzdem den Schmuck von ihrer Schwiegermutter, es war wirklich schön, aber dezent. Trotzdem, Naira war sich noch immer ziemlich unsicher.. Sie hatte so viele Sachen, die sie störten.. Vor allem, dass ihre Familie nicht da war. Ihr Vater sollte sie immer zum Altar begleiten, sie wollte sich bei ihm einhaken und zusehen, wie seine Augen glasig wurden, jedoch nicht mehr, der Mann weinte nicht. Sie wollte stolz auf ihren Ausgewählten zugehen und sich sicher sein, dass sie glücklich werden würde, aber das alles fehlte.
      Im Foyer richtete Ramirez alles noch einmal, das Kleid, den Schleier.. Sie sah die Braut noch einmal an. "Ich kann das nicht..", murmelte Naira und seufzte. "Nicht schon wieder..", Ramirez war müde. "Ich kann da nicht einfach rausgehen.. Mein Vater sollte hier stehen und mich dahin begleiten..". "Du weiß.. Warum es nicht geht", Ramirez sprach mit ihr, wie mit einem kleinen Kind. "Aber ich habe einen anderen Vorschlag". Und genau dieser Vorschlag tauchte auf. Paul, Victors Vater bot sich an, die Braut zum Altar zu begleiten, so erklärte es Ramirez, während der Mann auf die beiden zuschritt und sich die Braut ansah. Ein wenig schockiert betrachtete Naira beide.. Aber mit Tränen in den Augen willigte sie ein und zog den Mann sogar in eine Umarmung, um sich bei ihm zu bedanken.
      Ramirez verschwand zum Altar, sie musste dort stehen und warten. Alex verständigte sich mit ihr mit den Blicken, ob alles soweit in Ordnung war, da fing die sanfte Musik an zu spielen. Dennoch, mit einem zufriedenen Lächeln bestätigte sie, dass alles in. Ordnung war.
      Naira ließ sich zum Altar begleiten, der Wind wehte ganz sanft und ihr Kleid bewegte sich zu diesem. Der Sand war warm und es störte sie plötzlich gar nicht mehr, dass sie barfuß war, auch wenn es ansanfangs ungewohnt war. Zusammen mit ihrem Schwiegervater im Arm bewegte sie sich auf die vorbereitete Location zu und während sich alle danach umsahen, um sie zu sehen, hatte Naira nur Augen für ihren Mann, der verdammt gut in dem Anzug aussah. Ihr Herz klopfte wie wild.. Ihr wurde es wieder übel, aber das sanfte Lächeln auf ihren Lippen gab nichts dergleichen zu sehen. Ja, es war der Mann, den sie heiraten wollte. Ja, es war alles, so, wie sie es gerne wollte.. Und ja, sie war bereit mit ihm das restliche Leben zu verbringen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victors Herz hämmerte. Das Murmeln der Leute regte ihn auf. Wer sagte was. Worüber unterhielten sie sich und warum grinsten sie ihn an. Das war zum verrückt werden. Und der Blick durch den Gang war immer noch leer. Keine Uhr in Sicht und er ermahnte sich auf die Uhr am Handgelenk zu sehen. Einfach weil er sich einredete das wäre unhöflich. Er wollte niemanden zur Eile zwingen. Allen voran nicht seine Frau. Aber er war aufgeregter denn je. Nicht einmal, als er ihr den Antrag machte und verstand was er da tat, war er so aufgeregt. Aber das mochte einfach daran liegen, dass er damals betrunken war. Jetzt half nicht einmal der Kater darüber hinweg. Unschlüssig was er mit seinen Händen machen sollte, steckte er diese in seine Hosentaschen.
      Die Zeit verging. Alex war für einen Moment eine Weile lang fort, doch nie hätte sich Victor vorgestellt, dass seine Braut kalte Füße bekam. Jetzt...heute Morgen war es noch so ruhig und romantisch gewesen. Der Gedanke zu heiraten setzte Victor noch eine rosarote Brille auf. Auch wenn es Verantwortung war, aber letztlich änderte sich doch nichts an seiner Situation.

      Dann war es soweit. Victor sah zuerst seinen Vater, er hatte nicht gewusst, dass dieser sich ihr anbot, um sie zu begleiten. Aber der Gedanke verschwand. Es störte ihn nicht, dass seine Eltern so innig sich gerade um seine Heirat kümmern wollten oder überhaupt Einzug in seine Ehe haben wollten. Sobald sein Blick auf Naira fiel, konnte ihm nur noch Alex mit einem Grinsen und einem Stoß in den Rücken, dazu verhelfen den Mund zuzuhalten. Victor schluckte. Sie war wunderschön. Und für diesen Moment war alles still. Das Rauschen des Meeres hielt Einzug in seinem Kopf. Er lauschte der wunderschönen Musik, die ihre Schritte begleitete. Der wehende weiße Stoff. Victor richtete sich automatisch auf, als sie auf ihn zu kam. Alle Besucher der Hochzeit hielten inne und auch sie konnten sich ein 'Wow' nicht verkneifen. Naira sah wunderschön aus.
      Er rang nach Atem, um sich der Aufgabe zu stellen, leckte sich die Lippen, als sie neben ihn trat auf die kleine Erhöhung. Der Pastor lächelte die zwei an. Obwohl er das wohl tausend Mal gemacht hatte, schien er sich wirklich für die zwei zu freuen.
      "Wir haben uns heute hier versammelt...", fing er mit tiefer und sanfter Stimme an.
      Victor riss sich kaum los von Naira. Zwang sich regelrecht dazu sich umzudrehen und seine Aufmerksamkeit dem älteren Mann im schwarzen Anzug anzusehen.
      "um die Ehe zwischen zwei besonderen Menschen zu schließen.", er begrüßte auch die Gäste und wandte sich dann an das attraktive Brautpaar vor seinem kleinen Pult.
      "Liebes Brautpaar. Jetzt ist der Moment gekommen eine wichtige Entscheidung im Leben zu treffen. Nicht nur für Sie alleine. Sondern für euch gemeinsam. Umgeben von Menschen, die euch nahe stehen. Ich werde nicht ausholen, dass Gott und die Gemeinde hinter dieser Entscheidung stehen und stets bei euch sind.", er räusperte sich. Victor warf Naira einen kurzen Blick zu. Das wurde seine Frau.
      "Victor Parker.", der Mann wandte sich an den Bräutigam zuerst.
      "Ich frage Sie hiermit: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit ihrer Braut, Naira O'Connor, den Bund der Ehe zu schließen?"
      Alles beobachtete die Trauung still und mit angehaltenem Atem. Jeder schwelte in seinen eigenen Gedanken.
      "Ja.", schaffte es Victor heiser auszusprechen und räusperte sich, um es beim nächsten Ja, nicht so fragwürdig klingen zu lassen.
      "Wollen Sie ihre Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?"
      "Ja.", diesmal ging es besser.
      Dann wandte sich der Pfarrer an Naira und sah sie mit gutmütigem Blick an.
      "Naira O'Connor, ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrem Bräutigam Victor Parker, den Bund der Ehe zu schließen?"
    • Naira O'Connor

      Ganz langsam, Arm in Arm mit ihrem Schwiegervater und mit den Blumen in der Hand schritt Naira auf den Altar zu und ignorierte die ganzen Menschen um sich herum, bis auf den einen, dem sie das Ja-Wort geben wollte. Er stand da und sie wusste genau, dass sie ihn umgehauen hatte. Das Kleid, war genau das, was sie selber wiederspiegelte, samt der fehlenden Schuhe.. Die Frau hielt nichts von Traditionen, zeigte sich gerne elegant und weiblich, aber durch den recht freien Rücken zeigte sie doch, dass es noch eine andere Seite von ihr gab, die nur Victor kannte. Oh, wie versaut die beiden zusammen sein konnten, wie oft sie noch immer darauf aus waren, miteinander zu schlafen, wobei das vermutlich auch ihre gemeinsame Art war dem anderen zu zeigen, dass man ihn gern hatte. Ja, Naira hatte ihren Mann gern.. Und er würde sie spätestens gern haben, wenn er die Unterwäsche unter ihrem Kleid sehen würde.. Aufregend.
      Sie schritt auf ihn zu und mit jedem ihrer Schritte wurde sich die Frau sicherer. Sie verwarf den Gedanken, dass ihr Vater nicht da war.. Sie verwarf den Gedanken, dass ihre Mutter und ihre Schwester nicht da waren.. Sie verwarf auch den Gedanken, dass ihre gemeinsame Ehe vielleicht so enden könnte wie die, ihrer Eltern.. Naira sah einfach nur ihren Mann, der begeistert zu sein schien und lächelte nur ihn an, denn sie wagte es nicht einmal wo anders hin zu sehen.. Er sah so verdammt gut aus in diesem Anzug. So verdammt gut..
      Die Frau bedankte sich bei ihrem Schwiegervater ganz freundlich und ließ nur ungern seinen Arm los, denn genau das hatte was beruhigendes auf sie gehabt. Doch sie sah auch vom Nahen zu ihrem Mann, musterte ihn mit einem Lächeln auf den Lippen bevor sie beide zu dem Herren sahen, der sie trauen sollte. Auch sie blickte zwischendurch zu ihrem Mann, war kurz davor nach seiner Hand zu greifen, aber sie musste durchhalten. Ihr wurde es übel, schwindelig, schlecht... Alles auf einmal, aber die Frau uwang sich dazu es durchzustehen. Sie würde ihren Victor heiraten, den Mann, der ihr das Leben gerettet hatte..der ihr einen Sinn in ihrem sinnlosen Leben gab.. Der für sie immer da gewesen ist, wenn sie ihn brauchte.. Es war der Mann, dem sie vertraute, wenn ihre Komplexe gerade nicht im Weg standen, mit dem sie streiten, aber auch wilden Sex haben konnte. Er war der Richtige, er war an ihrer Seite.. Und er sagte ja.
      "Naira O'Connor, ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrem Bräutigam Victor Parker, den Bund der Ehe zu schließen?". Jetzt war Naira an der Reihe und blickte kurz zu dem Rothaarigen, um die Kraft zu holen, ja zu sagen. Alex und Ramirez waren sich ein wenig unsicher, vor allem nach dem, was vorhin im Zimmer gewesen ist, aber es reichte ein Blick auf Victor und Naira drehte sich zu dem Pfarrer um.
      "Ja". Sie lächelte breit.
      "Wollen Sie ihren Mann lieben und achten und ihm die Treue halten alle Tage seines Lebens?"
      "Ja". Das war die viel leichtere Frage gewesen. Ihr Blick glitt wieder zu ihrem Mann, es fühlte sich gut an, es gesagt zu haben.
      "Dann bitte ich jetzt um die Ringe". Das war Alex Aufgabe, welcher er nur zu gerne nach ging. Er kam vor, holte die Schatulle raus und hielt sie stolz Victor hin, damit er den Ring rausholen konnte, dem er seiner Frau an den Finger stecken durfte. Sie drehte sich zu ihm um, die Übelkeit in ihr stieg, aber sie konzentrierte sich einfach nur auf seine wundervollen Augen... Mit denen alles besser wurde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die angehaltene Stille war elektrisierend. Er hörte seinen eigenen Herzschlag. Hörte, wie Alex manchmal die Luft anhielt und dann wieder unentspannt ausatmete. Er hatte wohl am meisten zu tragen. Und doch war er ein guter Freund und stand hier. Auch wenn er eine Freundin hatte, hatte er Naira stetig nachgetrauert. Ihr und ihrer verbissenen Art.
      Victor schluckte trocken und senkte kurz den Blick, erwiderte aber Nairas Blick, als sie ihn ansah. Wollte sie einer Versicherung, dass er der richtige war? Ihr Lächeln war wunderschön. Es schnürte ihm alles zu. Und wenn sie das Ja aussprach, dann hielt er ebenso wie alles und jeder andere in dem Raum die Luft an.
      Sie sagte Ja und es brach wie eine warme, sonnige Welle über ihn herein. Er sah sie mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Hoffnung an. Und Alex vergaß er dabei fast, der mit einem Räuspern wieder auf sich aufmerksam machen musste, weil Victor zu vernarrt war in diese wunderschöne Frau. Leises Lachen ging durch die Reihen der Gäste, aber nicht aus Boshaftigkeit.
      Victor holte den schmalen Ehering heraus und hielt seine offene Hand hin, um Nairas hoch zu halten. Ihre langen zarten Finger waren bereit für den Ring. Er schob ihn sanft auf den Ringfinger bis ganz nach oben und legte denn seine Hand über ihre.
      Er sah ihr in die Augen und es wurde still um sie. Das Lächeln verschwand und es wurde peinlich leise. Alex schnaufte belustigt und ergriff das Wort leise zum Pfarrer: "Es ist seine erste Hochzeit..."
      Die Gäste lachten, der Mann ebenfalls und wandte sich dann mit ebenso großer Sanftheit an Victor, der ein wenig neben sich zu stehen schien. Aber einfach weil er überwältigt war. Mit einem Brummeln, das gekünstelt genervt sich anhörte, sah er zu Boden und dann wieder zu Naira hoch. Er musste sein nicht vorhandenes Gelübde an seine Frau sprechen.
      Doch er brauchte einen Moment, musterte sie, wartete scheinbar auf etwas. Doch dann schloss er seine Augen und atmete tief durch: "Als ich dich damals getroffen habe...Waren wir nicht überzeugt voneinander. Ich wusste nicht, was ich von dieser hübschen Frau in engen Jeans und Dienstmarke halten sollte. Sie achtete auf ihr Aussehen...Und war super in ihrem Job. Bis heute bist du die bessere...", Victor sah wieder in ihre blauen Augen, die durch das Meer in ihrer Nähe nur noch zu strahlen schienen.
      "Ich habe in den nächsten Wochen nie bemerkt, wie du mir nach und nach den Atem raubtest. Meine Gedanken besetztes und einfach nicht ablassen wolltest. Und ich war zu der Zeit kein einfacher Mann. Bin ich heute nicht. Aber du standest an meiner Seite...Hast mich auf die Beine geholt. Aus meiner Depression...hast mir die ein oder andere Ohrfeige verpasst, nur damit ich wieder gerade aussehe...", er presste die Lippen aufeinander und schnaufte angestrengt. Er liebte sie so sehr. Und wenn er nun daran dachte, wie sie zum ersten Mal miteinander umgingen, tat es ihm leid.
      "Du bist die schönste Frau. Sowohl von Außen, als auch in deinem Herzen...Und bei Gott...du weißt ich bin nicht gut im Reden...Und doch verstehst du immer was ich sage.", er schüttelte im Anflug eines leisen Lachens seinen Kopf.
      "Oder denke...Und selbst nach den Jahren gemeinsam...verdrehst du mir noch immer den Kopf. Manchmal bin ich wütend auf dich, dass du so viel Macht über mich hast. Aber dann erkenne ich, dass es mich nie hätte besser treffen können. Eine Frau...die mir den Weg weist. Die es besser weiß als ich...", Victor sah wieder auf in ihre Augen: "Ich liebe Dich, Naira. Ich tat es immer und du hast mir nicht nur mein Leben verschönert. Du hast mir ein neues Leben geschenkt..."
      Er endete und einige der Gäste waren wohl gerührt genug, um leise zu schluchzen.
    • Naira O'Connor

      Es war ihr egal, dass ihr Mann die ersten Sekunden über nichts raus brachte, nachdem sie ihm ihre Hand gereicht hatte, er hätte von ihr aus auch nichts sagen müssen, ihr reichte es vollkommen, was sie in seinen Augen sah. Sie sah nicht mehr den gebrechlichen Mann, der er zum Anfang war, Victor war ein starker Mann geworden, der mit zwei Beinen fest im Leben stand, mit ihr gemeinsam. Das Gelübde war ihr letztendlich egal, sie hätte ihn auch ohne genommen, aber Victor brachte es über sich etwas zu sagen.. Und die Worte.. Sie waren so wunderschön.. Aber nicht so schön wie seine Augen, in die sie versuchte die ganze Zeit über zu sehen. Tränen sammelten sich in ihren, es war schwierig nicht zu weinen, während er davon sprach, wie gern er sie hatte. Die Fassung verlor die Frau dann auch, sie kämpfte nicht mehr gegen die Tränen an, sondern ließ ihnen einen freien Lauf. Er war kein Mann großer Worte, dass war der Rothaarige nur dann wenn er betrunken war, er war jetzt aber nüchtern und sagte ihr vor der versammelten Gesellschaft, dass er sie liebte. Sie lächelte, sie strahlte, weil es für sie ein deutlich schönere Liebesbekundung war, als die Hochzeit heiraten konnte jeder, aber es war so selten, so etwas von ihrem zukünftigen Mann zu hören, dass Naira es genoss.
      Mit ihrer freien Hand versuchte sie sich die Tränen ein wenig wegzutupfen, um das leichte MakeUp nicht zu verschmieren, aber letztendlich war es ihr auch egal, sie hatte sich für ihren Mann so hübsch gemacht, nicht für die Gäste und er nahm sie so, wie sie war.. Das hatte er doch gesagt.

      Es dauerte einen Moment, bis Naira soweit war den Ring auf der Schatulle zu nehmen, welchen Alex ihr hin hielt, dabei entdeckte er die ein oder andere Träne, die er sich verdrückte.. Sie holte tief Luft und nahm die Hand ihres Mannes in ihre, um ihm dann in die Augen zu sehen. Ihr Gelübde.. Gott, warum tat sie sich das jetzt an?
      "Victor..",fing sie an und sah kurz zu seiner Hand, um ihm den Ring sanft auf den Finger zu stecken. Ihre Augen blicken jedoch sofort wieder zu seinen. "Wenn.. Mir jemand bei unserer ersten Begegnung gesagt hätte.. Dass wir irgendwann zusammen vor dem Altar stehen würden.. Ich hätte gelacht.. Ich hätte wirklich herzlich gelacht.. Du.. Warst grausam.. Egoistisch.. Egozentrisch... Ein wahres Arschloch mit dem ich dazu noch arbeiten musste..". Sie schmunzelte. "Und dann waren wir das erste Mal was trinken.. Wir bekamen den wohl größten Fall unseres Lebens.. Mussten Zeit miteinander verbringen.. Und.. Ich kann dir nicht genau sagen, wann sich mein Herz dazu entschieden hatte dich auszuwählen.. Aber irgendwann habe ich deutlich gemerkt, dass du auch anders kannst.. Wir haben uns beide geöffnet, ich habe dich in mein Leben gelassen und du.. Hast mich so ganz langsam in deines gelassen.. Wir haben uns wahnsinnig oft gestritten, ich könnte gar nicht sagen, wie oft..". Sie musste über die Tatsache lachen, ja sie streiten sich noch immer ganz oft.. "Und wir streiten uns immer noch oft.. Und so stark, dass ich das Gefühl habe, die ganze Welt könnte dann untergehen.. Ich meine, wie oft sind wir schon zu weit gegangen? Bin ich vorballem zu weit gegangen? Aber mein Gott, du hast mir das Leben gerettet..". Die Tränen liefen wieder über ihre Wangen. "Dieser Mann hat mir mein Leben gerettet.. Und das nicht nur ein Mal.. Und auch nicht nur metaphorisch.. Ohne ihn würde ich nicht hier stehen... Er hat mir ein Leben gegeben.. Und er gibt es mir jeden Tag immer wieder aufs Neue, denn er.. Tut das alles nur für mich und ich weiß es ganz genau..". Ihre Stimme brach ein wenig, aber es war ihr egal, denn die Worte kamen einfach nur so aus ihr heraus. "Er würde nicht aufstehen, wenn es mich nicht geben würde.. Er opfert einfach sein ganzes Leben für mich.. Ich weiß genau, wie oft er leiden musste, wegen mir.. Für mich.. Ich kann dir nicht versprechen, daß ich dir das alles jemals wieder geben kann Vic.. Ich kann dir auch nicht versprechen, dass ich eine perfekte Ehefrau sein werde, denn sieh mich an.. Wir wissen beide, dass mir zur Perfektion einiges fehlt.. Aber ich werde jeden Tag für dich aufstehen und deine Frau sein.. Deine Stütze.. Dein Anker.. Ich werde dich lieben, ohne dich verändern zu wollen und ich werde hart daran arbeiten dir das zu geben, was du mir gibst.. Ich liebe dich, Vic".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war getan. Sie hatten sich die Ringe über die Finger geschoben und sprachen die Worte aus, die sie beide hören mussten. Victor hatte seine eigene Rede nicht einmal mehr im Kopf. Das Adrenalin verhalf ihm seine zu vergessen. Aber dafür konzentrierte er sich um einiges mehr auf die Worte, die seine Frau ihm sagte. Es war die Wahrheit. Sie waren eine Katastrophe gemeinsam. So uneinig und er so kindisch. Sie hatte ihm den Weg gewiesen und er war bockig gefolgt, nur um dann zu erkennen, dass es das richtige war.
      Unweigerlich lief doch die eine oder andere Träne über Victors Gesicht. Sie sprach an, dass er sie gerettet hatte. Und er würde es wieder tun. Sie sprach von ihm als Egozentriker und doch jemand, der einzig und allein nur noch für sie aufstand, atmete, ja lebte. Einfach weil er es ihr schuldete.
      Selbst der Pfarrer schien seine Worte verloren zu haben für den Augenblick. Nairas Rede war gut gewesen und gab den schluchzenden Gästen den Rest. Auch Alex stand da und kämpfte damit seine Tränen nicht zu sehr zu zeigen. Victor atmete noch einmal tief durch und sah zu dem Mann, der wieder ihre Aufmerksamkeit haben wollte. Victor hielt noch immer Nairas Hände fest.
      "Durch die mir verliehene Macht...ernenne ich euch, zu Mann und Frau."
      Das waren die letzten Worte, die er aussprechen müsste. Victor hatte die ganze Zeit darauf gewartet sie zu küssen und nun wartete er nicht einmal auf die Erlaubnis, sondern machte den Schritt vor und drückte seine Frau an sich. Durch die fehlenden Schuhe war sie ein wenig kleiner. Aber nicht minder attraktiv. Egal ob sie sich an Traditionen hielt. Sie war nun seine Frau.
      Er küsste sie mehrmals. Hinter ihnen fingen die Gäste an kräftig zu klatschen. Die Kollegen zu pfeifen und Alex hätte am liebsten selbst den Brautstraß geworfen, weil er sich so sehr für sie freute.
      Victor streichelte Naira die nasse Wange und bedankte sich leise für ihre Worte, bevor er sich kurz umdrehte und in die kleine Menge sah, die sie alle gemeinsam feierten. Ob sie sich nun für sie freuten oder für das Essen umsonst, das war gerade egal. Victor war glücklich, weil es Naira war und er strahlte selbst über beide Ohren und lächelte. Ein Lächeln mit allen weißen Zähnen, die er zeigen konnte für den Moment.
    • Naira Parker

      Alex hatte recht gehabt, sie musste sich nichts besonderes ausdenken, Naira musste einfach nur die Wahrheit sagen und das hatte sie getan. Ihre Tränen waren nicht aufzuhalten, aber auch Victor verlor die ein oder andere, am liebsten hätte sie ihm über die Wange gewischt, um diese wegzubekommen, es brach ihr das Herz, wenn er weinte, auch wenn es vermutlich nur aus Glück war,aber sie hielt stattdessen seine Hand fest und hörte, wie Alex und Ramirez beide ihre Tränen bekämpfen. Ja, selbst die harte Sophie hatte geweint. Und dann passierte es.. Dann waren sie beide Mann und Frau, sie trug seinen Nachnamen.. Seinen Ring von ihm.. Und sie konnte jetzt immer sagen, dass Victor ihr Mann war..mhmm wie das klingt.. Ihr Mann.
      Er durfte sie endlich küssen, so schnell konnte Naira gar nicht sehen, da waren seine Lippen schon auf ihren. Es hat sich so wundervoll angefühlt, endlich als seine Frau geküsst zu werden.. Es steckte vor allem so viel Liebe dahinter, so viel Glück, sie konnte es spüren.. Leise bedankte er sich für ihre Worte, aber das brauchte er nicht, sie tat es für ihn, um ihm deutlich zu machen, dass sie ihn liebte und wollte.. Naira ergriff seine Hand, als sich beide zu den Gästen drehten, der Fotograf hielt jeden Augenblick fest, vor allem aber das glückliche Gesicht des Brautpaar, sie strahlten beide vor Glück, sie hatten es endlich getan.
      Die ersten stürmten auf das Paar zu, wollten ihnen gratulieren und Alex war tatsächlich der, der sich zurück hielt, weil er noch ein wenig mit den Tränen kämpfte. Es gab viele Grüße für glückliche Jahre, es gab Umarmungen, aber da war etwas ganz anderes, was die Dunkelhaarige an dem wohl schönsten Tag ihrer Hochzeit aus der Bahn brachte. Sie erkannte sie.. Stehend hinten.. Wie sie zusah, wie sich das Brautpaar freute, das konnte nicht sein. Naira hielt inne.. Ramirez bemerkte, dass etwas nicht stimmte, aber bevor sie überhaupt fragen konnte, rief Naira schon, was los war: "Sam!". Ihre Schwester war da, sie wollte aber auch wieder gehen, wollte sie nicht bemerkt werden? Die Blondine drehte sich um, sie sah zu ihrer Schwester und die ganze Meute hielt inne. Sie war.. So.. Groß geworden.. So weiblich.. Und so schön. Es war ihre Schwester.. Spike, der sich bisher zurück hielt und brav war bellte, er erkannte die jüngere Schwester seines Frauchens. "Gott, Sam!". Da lief die Frau auch schon. Sie hatte ihren Strauß Ramirez in die Hand gedrückt und hielt ihr Kleid, während sie auf ihre Schwester zulief. Sam strahlte, sie hatte eigentlich damit gerechnet nicht erwünscht zu sein, aber da nahm sie ihre Schwester auch schon in eine kräftige Umarmung. "Gott.. Ich habe dich vermisst meine Kleine".
      Alex stand ein wenig verwirrt da und blickte zu Ramirez, die ihn ebenfalls verwirrt ansah. "Warst du das?", fragte er, aber Ramirez schüttelte den Kopf und stellte ihm genau die gleiche Frage.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor wischte sich selbst am Ende noch die ganzen Tränen aus dem Gesicht. Es war Glück, pures Glück und Wohltat in seinem Herzen. Er hatte das richtige getan. Auch wenn es betrunken war und nur, weil er sich bei ihr entschuldigen wollte und musste, hatte er ihr diesen Antrag gestellt. Letzten endes hatte er sich aber noch nie so gut gefühlt, als wenn er an ihren Lippen hing. Egal ob aus Trauer, aus Freude oder aus Leidenschaft. Sie ergänzten sich bis heute und brauchten noch immer keine Hilfe dabei. Nur eben...bei den vielen Streitgesprächen, um wieder zu einander zu finden. Victor war glücklich und wie es schien sogar seine Eltern. Seine Mutter drückte sich das Taschentuch an die Augen und atmete tief durch. Sie fuchtelte mit der Hand sich Luft zu und hoffte, dass ihr make Up nicht verwischte, während sein Vater ebenso stolz auf ihn sah.
      Aber das war nicht genug an Überraschung, dass sich die beiden getraut hatten. Victor war überrumpelt. Er glaubte weiter bis zum letzten Glückwünsche anzunehmen, da war Naira erst nur gedanklich abwesend, dann rannte sie plötzlich los und rief nach einer jungen Frau, die im Hintergrund bereits den Weg zurück antrat. Victor verstand nichts. Wer Sam war wusste er auch nicht. Es klingelte nicht in seinem Kopf, und das auch wenn Naira ihm mal von ihrer Schwester erzählt hatte. Aber durch das eine Mal merkte er sich ja keinen Namen...

      Alex und Ramirez sahen genau so ratlos aus. Aber Victor lenkte ausnahmsweise durch das ganze Adrenalin noch gepusht ein und verwies auf den Strauß: "Du wirst wohl die nächste sein."
      Sophie hob die Augenbrauen und brauchte einen kurzen Moment, dann fing sie an zu lachen und schüttelte den Kopf.
      Oh nein, das wollte sie nicht machen und nicht sein. Aber es war ja nur nett gemeint von Victor, weswegen sie ihm sanft in die Schulter kniff.
      "Du siehst übrigens gut aus Victor.", Ramirez lächelte. Er konnte ihr das Kompliment nur zurückgeben
      Alex trat endlich zu ihm und nahm ihn fest in den Arm: "Gott...ich hasse dich noch so sehr, wie am ersten Tag, als du dich in sie verguckt hast. Aber ich sehe hinter euch...und hinter dir! Wenn du wieder Mist baust!"
      Sie lachten alle herzlich. Sogar Victor lachte daraufhin, was sie alle milde überraschte.
      "Ich...glaube ich gehe kurz zu meiner Frau.", er war stolz das auszusprechen. Sie war seine Frau. Verdammt da schwellte ihm direkt die Brust vor Stolz an. Er nahm den Weg durch die kleinen Grüppchen an Gästen und trat zu Naira. Sanft legte er ihr eine Hand auf den Rücken. "Willst du...mir was erklären?", fragte er und musterte die junge Dame. Sie hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit Naira.
    • Naira Parker

      Naira wollte ihre Schwester nicht loslassen aus Angst, es würde vielleicht nicht wirklich sein. Es war so schön heute, was war, wenn es nur ein Hirngespenst war, den sich die Frau eingebildet hatte. "Nai.. Du siehst umwerfend aus!". Nai..eine alte Erinnerung kam hoch, wie lange sie diesen Spitznamen nicht gehört hatte.. Sam ließ ihre Schwester los und betrachtete sie von oben nach unten, bevor sie ihre Hände an ihre Wangen legte, um die Tränen wegzuwischen. Naira war überwältigt.. Erst ihr Mann.. Die Hochzeit.. Jetzt ihre Schwester.. "Sam, du bist so hübsch", warf sie in den Raum und griff zu ihren Händen, um sie festzuhalten. "Was machst du hier überhaupt?". Sam seufzte. "Ich habe mich mit Mom gestritten... Sie verheimlichte mir die Einladung für mich.. Sie sagte, dass ich nicht erwünscht wäre.. Aber.. Ich wollte dich sehen Nai..ich wollte sehen, ob du glücklich bist.. Und.. Ich habe dich nie glücklicher gesehen". Naira nahm ihre Schwester noch einmal in den Arm. "Ich wollte dich dabei haben..Deshalb war ich fast nicht bereit zu heiraten.. Ich wollte auch Mom gerne hier haben.. Und Dad.. Gott, ich freue mich, dass du hier bist!".
      Die Dunkelhaarige zuckte kurz zusammen, als ihr Mann hinter ihr trat und ihr die Hand auf den Rücken legte, aber sie strahlte ihn an. Mit einem Nicken blickte sie zu der Blondine, die den Rothaarigen deutlich musterte." Vic.. Das ist meine jüngere Schwester Sam..". Sie waren sich nicht sonderlich ähnlich, zumal Sam blond war, ein komplettes Gegenteil zu Naira. "Und Sam.. Das hier.. Ist.. Mein wundervoller Mann.. Victor". Mann.. Ihr Mann.. Gott das klang so gut, wenn sie es aussprach.
      "Ich freue mich, meine Schwester so glücklich zu sehen.. Und warum sagtest du nicht, dass er so gut aussieht.. Nai?! ". Sam hielt Victor ihre Hand hin. "Aber ich warne dich.. Ich stehe direkt auf der Matte, wenn du ihr wehtun solltest". Sie zwinkerte dem Mann zu, während Naira sich an dem Arm ihres Mannes hielt und glücklich war. "Jetzt habe ich die wichtigsten Menschen meines Lebens bei mir". Ihr wollten wieder die Tränen über die Wangen laufen. Sam schmunzelte.. "Geh und nimm die Grüße an, wir können nachher noch reden.. Ich wollte.. Ein paar Tage hier bleiben".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Nein, die Ähnlichkeit bestand auch nicht darin, wie sie ihre Haare hielt oder ihre Augen aussahen. Victor erkannte die Ähnlichkeit allein durch die kleinen, kaum sichtbaren Gesichtszüge, die wohl Geschwister eher selten wahrnahmen, aber jeder Außenstehende erkannte. Victor lächelte seine Frau an und sah dann zu der jungen Frau, die Naira ihm als ihre Schwester vorstellte. Es machte Klick in seinem Kopf und er nahm ihre Hand an. Die sachte Drohung, die salopp daher gesagt, wohl auch sehr gut in Kraft treten konnte, ließ ihn jedoch schmunzeln. Er war zu glücklich um heute miesepetrig zu sein: "Du musst dich dann ganz weit hinten anstellen. Aber wenn...dann melde dich bei Alex...Der wird dir weiterhelfen können.", er ging locker auf den Witz ein und tätschelte die hand von Naira, als sich diese bei ihm einhakte.
      Die tatsache, dass die Schwester ein wenig hierbleiben wollte, brachte Victor auf die Idee wenigstens zu dieser nett zu sein. Das Haus war an sich voll mit Alex in seinem Büro, aber wie könnte er Sam ausschlagen bei ihnen zu bleiben.
      "Wir haben ein großes Haus und...naira freut sich dich zu sehen...Du kannst gerne die Tage bei uns bleiben.", schlug er vor und sah dann abwartend zu Naira, ob diese ihm den Vorschlag nichtig machte. Denn am Ende entschied immer noch sie, als Frau des Hauses.
      Die Hochzeitsgäste mischten sich langsam durcheinander wieder und fingen anzureden, wodurch es wieder lauter wurde untereinander.
    • Naira Parker

      Es wunderte die Frau, dass ihr Mann vorschlug, ihre Schwester könnte bei ihnen schlafen. Naira blickte verwundert zu ihrem Mann, sie wusste nicht, was sie sagen sollte, es.. Es war überraschend, aber die Frau nickte dann kräftig und lächelte breit. "Das wäre schön, wenn du bei uns bleiben würdest.. Wir haben genug Platz und genug Möglichkeiten!". Es würde die nächsten Tage zwar eng werden, aber sie könnten zu fünft etwas machen, etwas zusammen machen. Naira könnte mit ihrer Schwester die Jahre aufarbeiten, sie hatten sich eine Menge zu sagen, vor allem, was ihren Vater anging.. Es gab so viel unausgesprochenes.
      Die strahlenden Augen der Dunkelhaarigen blickten zu ihren Mann und sie ergriff seine Wangen, um den Kopf zu sich runter zu ziehen und ihm einen Kuss auf die Lippen zu geben. Er war wirklich toll und er war ihr Mann. "Danke..", hauchte sie ihn entgegen. "Sam!", stellte Alex fest, auch Ramirez gesellte sich zu dem Brautpaar und der Schwester der Braut. "Alex! Dich gibt es noch?". Die beiden umarmten sich. "Tante Sophie". Auch Ramirez nahm die Blondine in den Arm, dann blickte sie in das glückliche Gesicht von Naira. Sie wollte was sagen, aber der Fotograf kam dazwischen. "Ich würde gerne ein paar Fotos vom Brautpaar machen.. Und zusammen mit dem Gästen!". Er blickte zu dem Brautpaar, um die Erlaubnis zu bekommen, da blickte Naira zu ihrem Mann. "Wird Mein Mann mit mir Fotos machen? Gemeinsam?". Sie hatten immerhin keine gemeinsamen Fotos, bis auf das, was bis jetzt auf der Hochzeit gemacht wurde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war selten so nett und großzügig, aber er war nun in bester Laune und fast schon wollte er sagen, dass er sogar die Nähe seiner Eltern nur halb so bedrückend fand, wie er sich anfangs vorgestellt hatte. Sie waren sehr nett. Sehr offen und akzeptierten das Brautpaar. Mehr wollte er nicht. Sein Vater hatte sogar von sich aus angeboten sie zu begleiten. Ein guter Tag...sowohl für ihn, als auch für Naira. Mit einem überraschten Ausdruck, nahm er auch Nairas Dankeschön-Kuss an, erwiderte diesen kurz und beobachtete dann die kleine Begrüßung durch Alex und Ramirez. Leider konnten sie nicht lange alleine bleiben. Der Hochzeitsfotograf drängte sich in einer typischen Manier durch die Leute zum Brautpaar und machte ein paar Schnappschüsse, in denen die Gäste vielleicht nicht perfekt aussahen, aber dafür das Brautpaar. Was man nicht alles für das Glück anderer akzeptiert.
      Nairas bittendes Gesicht konnte Victor nicht ablehnen und er nickte natürlich.
      "Dann lass uns gute Fotos machen.", das sagte er auch nur, weil er es für sie tat. Er hasste Fotos. Er mochte es überhaupt nicht abgelichtet zu werden, denn er fand es seltsam auf Kommando für ein Blitzlicht zu lächeln. Aber er tat es, weil er im Endeffekt Spaß daran hatte. Erst mit allen gemeinsam, dann mit einzelnen. Kollegen, Freunde, Eltern und verwandte. Dann nur noch das Brautpaar alleine. Sie wurden noch einmal an den Altar gestellt, dann nur vor das Meer selbst. Alex und Ramirez durften helfen. Auch Sam war gerne gesehen, während die anderen von einem Animator rüber in den Saal gebracht wurden, wo es bereits mehrere Sitzgruppen gab, die verteilt waren im Kreis. In der Mitte gab es eine große Tanzfläche und es gab Musik und Essen.

      Nachdem der Fotograf mehr als zufrieden war mit all den Bildern, die teils sogar ein paar sexy Posen hatten, wurden Naira und Victor entlassen. "Und nun dürfen wir wieder trinken!", rief Alex glücklich aus, auch wenn es gespielt war, er wollte die Stimmung aufrecht erhalten. Denn im Gegensatz zu den anderen Gästen, hatten sie ja mehr als genug am gestrigen Abend getrunken. Victor hielt Nairas Hand fest und küsste ihren Handrücken, während sie Seite an Seite den Saal betraten und dadurch eine weitere Welle an Applaus auslösten.
      Victor grinste: "Ich bin nicht mehr betrunken genug, um diese Freude auszuhalten. Willst du etwas trinken?", damit wollte er sich nicht nur ein wenig Auslauf gönnen zu dem Buffet, sondern auch seiner Frau die zeit zu gönnen, noch ein paar mehr Worte mit ihrer Schwester zu wechseln.
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