[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      Ihr Mann verließ das Zimmer, daraufhin erhob sich Naira und griff in eine ihrer Schubladen der Kommode, um ein paar Sachen rauszuholen. Sie hatte sich für die Hochzeit etwas besorgt, neue Unterwäsche in weiß, die sie normalerweise so gar nicht trug, ein Strumpfband, schicke Ohrringe, denn die Kette von ihrem Mann und der Verlobungsring konnten ja nicht der einzige Schmuck auf ihrem Körper bleiben. Die Frau griff auch zu etwas schickeren zum anziehen, falls die Truppe mit Victors Eltern zusammen essen gehen , oder etwas schicken machen würden. Sie war gerne auf so etwas vorbereitet, nahm ein wenig mehr mit und stopfte es in die Tasche, die für ihre Klamotten vorgesehen war. Oben ließ sie diese stehen, ihr Mann konnte die beiden Taschen runter tragen, Naira hatte schon Probleme damit die Treppe auch wieder runter zu kommen. Alex sprang zufrieden auf, er wollte direkt weiter, aber die Dunkelhaarige bremste ihn aus: "Gaanz ruhig.. Vor meinem ersten Kaffee mache ich gar nichts mehr". Sie hob die Hand und deutete dem Blonden an, er solle sich beruhigen, ihre Beine trugen sie währenddessen in die Küche, in der sie sich etwas Kaffee in die Tasse schüttelte und gleich mit einer Schmerztablette runter schluckte. Er war inzwischen lauwarm, da konnte sie ihn einfach wegkippen.
      "Was ist mit Spike?", fragte Naira laut ins Zimmer, der Hund erhob direkt seinen Kopf und entzog sich Ramirez Streicheleinheiten, um in der Küche etwas zu essen. "Der kommt natürlich mit! Ich habe an alles gedacht!".

      Gut zehn Minuten später war Nairas Auto gepackt und Alex am Steuer, auch wenn die Besitzerin nicht ganz zufrieden damit war. Sie saß hinten mit Spike zwischen ihr und Ramirez, die Taschen befanden sich im Kofferraum." Also", fing Alex an und fuhr den Wagen auf die Straße. "Wir.. Oder eher ich.. Haben uns etwas überlegt, um euch eine Freude zu machen, vor der ganzen Hochzeit.. Wir konnten natürlich nicht da sein, um euch bei der Planung zu unterstützen, wie es sich für Freunde gehörte.. Aber dafür gibt es jetzt eine deutlich bessere Idee.. Ich habe uns die beiden Tage gut geplant..Bis zur Zeremonie Wir fahren zuerst einchecken.. Unsere Zimmer warten schon, wobei ihr selbstverständlich getrennt schläft, bis morgen". Alex hob seine Augenbraue hoch, hielt kurz still und blickte zu Victor, ob er verstand warum. "dann habe ich einen Tisch reserviert in einem hervorragenden Restaurant.. Wir brunchen.. Um zwölf holen Victor und ich Mr. Und Mrs. Parker Senior ab, während Naira und Sophie zusammen ihr Kleid abholen.. Wir treffen uns dann wieder im Hotel, ich habe noch deutlich mehr vor.. Während für die beiden Seniors unter uns ein gutes Unterhaltungsprogramm laufen wird..Bis zu einem Abendessen heute Abend, an dem es weitere Anweisungen gibt..". Alex hob seine Augenbraue noch einmal an. "Habt ihr nicht noch einen zweiten Wagen gehabt? ".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Im Wagen konnte Victor immer noch nicht recht entspannen. Naira hatte scheinbar immer noch Schmerzen im Fuß, aber sie hielt sich wie immer wacker und ignorierte wohl den Schmerz bis zu dem Punkt, an dem es keinem auffiel. Victor kannte sie aber zu gut, deswegen kümmerte er sich auch darum die Taschen zu holen und das Haus noch einmal zu checken, bevor sie losfuhren.
      Alex und Ramirez waren so aufgeregt, dass Victor immer mehr das Gefühl bekam, dass etwas schlimmes geschehen wird. Die Offenbarung des Plans ließ ihn zwar nicht erleichtert aufatmen, aber ebenso auch nicht gerade vor Freude in die Luft springen. Er musterte Alex vom Beifahrersitz mit zusammengezogenen Augenbrauen. Alex hatte natürlich die ein oder andere Andeutung liegen gelassen, so dass Victor auf jeden Fall verstand, worum es ging. Victor schnaufte. Auch wenn es ihm nicht gefiel ohne seine Frau zu schlafen oder gar die Möglichkeit verboten zu bekommen, musste er es wohl hinnehmen. Er wollte nicht die Traditionen brechen. Sie würde wahrscheinlich den ganzen Tag mit Ramirez damit zubringen sich für die Hochzeit fertig zu machen.
      Aber das alles sei nur dahin gestellt, denn Alex erklärte ihnen, dass auch Victors Eltern beim Essen dabei sein werden und eigentlich wollte er das vermeiden.
      "Oh man...Das habt ihr euch dann selbst eingebrockt...", brummte Victor bei der Vorstellung, wie nörgelig seine Eltern werden konnten. Er mochte sie ja irgendwo, schließlich waren es die Menschen, die ihm sein Leben gegeben haben. Aber er kannte ihre Fehler und diese Macken, die sie an den Tag legen konnten, wenn ihnen Mal etwas nicht passte. Wohl nicht unbedingt viel anders, wie Victor selbst.
      "Schön und gut, dass ihr das alles vorbereitet habt...Aber wer zahlt den ganzen Spaß?", fragte Victor schließlich, weil er sehr gut davon ausgehen konnte, dass Alex die Rechnungen auf das junge Paar abwälzen würde. Doch Alex winkte ab: "Ich und Ramirez natürlich! Und ein paar gute Freunde von Naira aus dem alten Revier. Wir haben alle zusammen geworfen. Wie gesagt...weil wir ja nicht geholfen haben, bei der Planung. Also alles gut."
      Victor sah von Alex zu Ramirez nach hinten, die mit einem kurzen Schulter zucken, das bestätigte und als Kleinigkeit abtat.


      Sie kamen am Hotel an. Es war direkt am Strand und man hörte und roch das rauschende Wasser. Es war ein wenig windig, aber die pompöse Aufmachung des Hotels gab einem das Gefühl im Urlaub zu sein. Selbst als Naira und Victor ihre kleine Reise durch die Welt gemacht hatten, hatten sie nie in solchen Hotels übernachtet. Scheinbar war das nun angebrachter.
      Victor stieg aus und nahm sich die Taschen raus mit ihren Sachen, bevor er kurz auf Naira beim Aussteigen half.
      Alex sprang ran: "Also wo ist der zweite Wagen? Hast du gar nicht gesagt."
      "Ach...ja. Der steht ein paar viele Kilometer weiter in einer anderen Stadt. Und ist eigentlich auch nur ein Dienstwagen."
      "Ach, als ob du den nicht schon mal für ein paar Privatfahrten genutzt hast.", Alex grinste, "Aber warum denn so weit weg...Verdammt."
    • Naira O'Connor

      Naira lies sich aus dem Wagen helfen und betrachtete für einen Moment das Hotel von außen. Es war.. Groß.. Und sehr exklusiv, in so einem hatte sie bisher nicht schlafen können, wenn sie ehrlich war. Sie selbst war überwältigt für einen Moment, bevor sich die Gruppe zum Eingang des Hotels machte.
      "Kein zweiter Wagen lässt es schwieriger gestalten.. Aber ich plane ein wenig um, dann klappt es", entgegnete Alex nachdenklich auf dem Weg zur Rezeption, er bat die Gruppe kurz zu warten und checkte bei einer jungen Blondine ein. Er kam mit ein paar Schlüsseln zurück, die er freudig in der Hand hielt. "Jeder hat ein eigenes Zimmer, bis auf Mr. Und Mrs. Parker, die schlafen zusammen.. Ihr beide bleibt bis morgen Abend auseinander, dann dürft ihr aber die erste Nacht als Ehepaar verbringen". Um auf seine Gedanken anzuspielen stieß Alex seinen Ellenbogen gegen Victors Arm, er wollte ihm scheinbar etwas schmutziges vermitteln, Naira rollte daraufhin mit den Augen. Sie bekam ihren Schlüssel, bevor sie zu ihrem Mann sah. "Bringst du mir die Tasche ins Zimmer?". Ihr Ton war deutlich liebevoller, als er es vorhin war und sicherlich hätte sie es gar nicht fragen müssen, aber sie fragte trotzdem.
      Der Aufzug brachte die vier hoch in eine der oberen Etagen. "Ich hab's!", verkündete der Blonde irgendwann und blickte zu dem Rest der Gruppe. "Wir gehen brunchen.. Dann holen Victor und ich seine Eltern ab.. Ihr könnt währenddessen hier warten.. Wir fahren dann zum Brautmodenhändler und ihr könnt dort alles klären, bevor wir wieder zurück fahren und ich euch die große Überraschung verkünde!". Naira lächelte sanft, sie hatte verstanden, dass es sowieso nichts brachte sich gegen zu wehren." Okay, ich habe sowieso keine andere Wahl". "Du hast es erfasst!".
      Mit einem auffälligen Geräusch verkündete der Aufzug, dass sie ihre Etage erreicht hatten und Alex sah sich um, um die richtigen Zimmer zu finden. Links waren die von den Jungs, rechts hatten die beiden Frauen ihre Zimmer. Naira blickte noch einmal zu ihrem Mann, er sollte ihr folgen. "Zwanzig Minuten, dann sehen wir uns unten!", verkündete der Blonde und ging in seine Richtung. Die Dunkelhaarige öffnete ihre Zimmertür und musste vorsichtig reinsehen, um keinen Schreck zu kriegen. Es war groß, wenn nicht riesig. Ein großes Bett befand sich an einer der Wand, an der gegenüberliegenden kürten große Fenster diese und gaben eine Aussicht auf das Meer frei. Unter den Fenstern gab es eine Sitzgelegenheit, weiter hinten auch eine Tür zum Badezimmer. "Ich habe sowas immer nur in Katalogen gesehen", stellte die Frau fest und betrat das Zimmer, in welchem sie sich umsah. Vor allem der Blick auf das Meer gefiel ihr sehr.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war auch begeistert von dem Hotel. Kaum waren sie drinnen, eröffnete sich ihnen eine riesige und geschmackvolle Lobby. Man hatte des Tresen hinter denen 3 Frauen und ein Mann für das Check-In standen. Ein großer Kronleuchter hing in der Mitte des Saals und es gab weiter weg einige Sitzgruppen aus weichem dunklen Leder. Die Wege wurden mit einem roten Teppich ausgelegt. Ansonsten zeigte sich ein Champagner farbener Marmorboden. An diesem Punkt wollte Victor gar nicht mehr wissen, wie viel sie alle dafür bezahlten. Sollten sich doch Alex und Ramirez darum kümmern...Er selbst hätte nicht einmal für seine Hochzeit so viel ausgeben wollen. Und das obwohl er Naira die Welt zu Füßen gelegt hätte.
      Alex checkte sie ein und bekam die Schlüssel mit denen er fröhlich vor sich hin klimperte und mit ihnen dann in den Aufzug ging. Die Andeutung auf die erste gemeinsame Nacht mit Naira konnte Victor gar nicht kommentieren. Er zog lediglich den Arm von Alex weg, als dieser ihn mit dem Ellbogen stoßen wollte. Eine Geste, die er natürlich verstand, aber nichts davon offenbaren wollte, dass er sich darauf freute. Er kämpfte in seinem Kopf noch immer damit sich zu entspannen und alles einfach nur noch geschehen zu lassen.

      Vor den Zimmern angekommen, wollte Victor erst einmal 10 Minuten bei Naira verbringen. Er brachte ihr die Tasche auf das Zimmer und kam selbst kaum aus dem Staunen heraus, als er den Ausblick sah. Das Meer draußen war wunderschön und es glitzerte vor sich hin. Durch die dicken Scheiben hörte man auch kaum etwas vom Tosen des Wassers. Das Zimmer war groß und das Bett viel zu riesig für eine einzige Person. Victor schnaufte, als er ihre Tasche auf das Bett abstellte: "Das er uns gleich hier trennt...Da kann man doch locker gemeinsam darin schlafen...", er schnaubte wieder und sah zu ihr. "Aber schön ist es..."
      Er stellte schließlich seine Tasche auch ab und machte einen kleinen Rundgang zum Bad und besah auch die Ecke mit dem Kleiderschrank, der zum Teil sogar erlaubte zwei Schritte hinein zu machen.
      "Verrückt..."
    • Naira O'Connor

      Das Zimmer hatte Klasse und es war edel, aber auch sehr modern zugleich, wie es dir Dunkelhaarige empfand. Selbst für den Hund gab es einen extra Platz, aber Spike machte es sich ziemlich schnell auf dem großen Bett gemütlich, dort konnte er mit Sicherheit auch die Nacht verbringen, immerhin gäbe es dort Platz für vier, wenn nicht mehr!
      Sie verfolgte ihren Mann mit ihrem Blick, begutachtete ebenfalls alles, was er sich ansah, bevor sie zu ihm trat und nach oben zu ihm sah. "Ich kann nur schwer ohne dich schlafen", gab Naira zu und hob ihre Hand, um über die Wange ihres Mannes zu streichen. "Auch wenn du versuchst es mir anzutrainieren.. Ich habe lieber deine Nähe bei mir.. Deinen Körper, der mich wärmt". Das Lächeln auf ihren Lippen war groß, aber dennoch herzlich und auch wenn sie getrennte Zimmer haben sollten, Naira überlegte sich schon, wie sie am besten in das Zimmer ihres Mannes schleichen konnte, um mit ihm im Bett zu schlafen. "Aber vielleicht kriegst du doch nächtlichen Besuch.. Deiner Fast-Ehefrau".
      Die Hand zog Victor an seinem Kinn sanft zu ihr runter und die Frau legte ihre Lippen für einen Moment auf die ihres Mannes, um ihn sanft zu küssen. "Ich hoffe nur, dass dieser Tag nicht so chaotisch wird, wie es sich anhört.. Aber.. Wollen wir uns dein Zimmer ansehen?". Um es zu betonen, dass sie gerne mit wollte hakte sich Naira bei ihrem Mann an und sah ihn erwartungsvoll an. Wenn er es nicht wollen würde, würde sie zurück bleiben und warten, bis sie sich alle treffen würden, um zu brunchen, aber sie hoffte natürlich, dass er sie mitnehmen würde. Sie war gespannt auf seine Aussicht und langsam wurde es ihr wieder übel..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Victor schmunzelte, als sie direkt vor ihm stand und ihn so ansah. Der kleine Kuss veranlasste ihn dazu die Augen zu schließen und für den Moment zu vergessen, dass sie ihm mit ihren Worten einen Seitenstich verpasste. Er trainiere es ihr an...Nein, er war einfach nur zu beschäftigt, um wieder abzuschalten. Es war wie damals in seinem Job, nachdem er seinen Partner verloren hatte. Das ständige Trinken, die Arbeit, die nur langsam voran ging. Victor streichelte ihr über den Rücken, ließ sie sich bei ihm einhaken und schnappte sich seine Tasche, um damit rüber zu gehen.
      Natürlich durfte sie mit. Sie sollten beide sehen können, wie viel Geld ihre Freunde in diesen Urlaub gesteckt hatten.
      Victors Zimmer war ein wenig schlichter und es fehlte der schöne Ausblick auf das Wasser. Aber das machte Nichts. Stattdessen konnte man in den Innenhof sehen, der riesig war. Unten liefen kleine Menschen, wie Ameisen herum und in dem Hohlraum des Gebäudes hingen von einer Seite zur nächsten Girlanden. Keine aus Pappe oder etwas trostloses. Sie wirkten wie kristallisierte Tränen. Wie glänzender Regen. Die Wände waren in dunkles Holz gehalten und der helle Marmor unter ihren Füßen war blitzblank geputzt. Auch sein Bett war Kingsize und über dem Bett direkt an der Decke hing ein großer rahmenloser Spiegel. Victor legte den Kopf schief: "Das ist...ziemlich verrucht...", stellte er fest und musste direkt daran denken, dass er die Minuten nutzen konnte um mit Naira dieses Bett einzuweihen. Doch er sah nur zu ihr runter und warf dann die Tasche auf das Bett, bevor er sich streckte und das Bad noch ansah, dass eine riesige Regenwalddusche mit glasklaren Schiebetüren hatte und die Hälfte des Raums einnahm. Hier war der Boden schwarz.
      Victor staunte nicht schlecht.
      "Ich weiß nicht, ob ich den beiden danken soll dafür...", er grummelte leise und trat an Naira heran, um seine Arme um ihre Hüfte zulegen und sie anzusehen.
      "Und dann brunchen...und dann noch meine Eltern...mhh...Ich verstehe langsam, was du an Überraschungen hasst..."
    • Naira O'Connor

      Der Spiegel über dem Bett sollte vermutlich mehr der Optik dienen, als den verruchten Gedanken eines fast Ehepaares, aber Naira hatte den Blick zu Victor gelegt, als sie den Spiegel gelegt hatte und fast hätte sie schon geschmunzelt, um ihm anzudeuten, was sie machen könnten, aber letztendlich ließ sie es bleiben. Nur eine Tür weiter war Alex und wenn es nicht nach seinen Zeitplan gehen würde, dann würde er bestimmt auch reinplatzen, nur um die beiden aufzuscheuchen. Die Frau seufzte innerlich, bevor sie ihrem Mann in das Badezimmer folgte. Es war riesig, hier im Hotel war scheinbar alles riesig.. Das musste einiges gekostet haben.
      "Ich glaube, wir danken denen, wenn wir wissen was sie noch vorhaben.. Das ist mit Sicherheit nicht alles, was der Mann da geplant hatte.. Ich will mir auch gar nicht ausmalen, was das gekostet haben muss". Als Victor an seine Frau trat und die Arme um die Hüfte legte sah sie zu ihm hoch und lächelte sanft. "Nun, bei deiner letzten Überraschung habe ich eingewilligt, dich zu heiraten..". Das Schmunzeln auf ihren Lippen wurde noch breiter, für einen Moment war die Übelkeit sogar verschwunden. "Wir kriegen das aber alles in den Griff.. Auch wenn ich Angst habe, was er sich noch überlegt hat.. Und allein die Vorstellung, du bist nicht heute bei mir im Bett". Naira verzog leicht das Gesicht, bevor sie sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihrem Mann einen Kuss auf die Lippen zu geben. Das Schmerzmittel wirkte, damit war der Schmerz im Fuß beinahe verschwunden, so konnte der Tag weitergehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Überraschungen in den letzten Tagen hatten sich zu sehr für die Frau gehäuft. Die Woche war beschissen und nun mussten sie sich zusammenreißen, wie die Erwachsenen, die sie waren und einfach weiter machen. Es blieb ihnen nichts anderes übrig. Victor genoß den Kuss zwischen ihnen und schloss dabei die Augen, um zu vergessen, wer sie hier her gebracht hatte und wie er es hatte wagen können mit ihr zu sein.
      "Das wird schon...Wir kriegen das irgendwie hin mit dem Schlafen...", er streichelte ihr über den Rücken, als es wie gedacht an der Tür klopfte. Victor seufzte: "Sprich nicht vom Teufel...", sagte er noch zu Naira, bevor er zur Tür ging und diese öffnete. Alex stand davor, lehnte sich locker an die Türschwelle und konnte sein Grinsen nicht verbergen. Der Flug hatte ihn wohl nicht demotiviert oder gar müde gemacht.
      "Also...was gibt's?", fragte Victor mürrisch. Dann erst sprang Alex auf und trat zurück, um den beiden Platz zu machen, zum rauskommen.
      "Wir gehen etwas essen. Was sollen wir sonst machen? Eine gute Grundlage muss immer verfügbar sein oder nicht?", zufrieden sah er zur Seite, als auch ramirez pünktlich nach Ablauf der 20 Minuten aus ihrem Zimmer kam und sich zu den vieren gesellte. Victor sah noch kurz zu Naira, bevor er sie vorausgehen ließ.
      "Der Gast sprach...dann müssen wir wohl essen."
      "Stell dich nicht so an! Ihr seht besser als als damals. Vor allem Naira.", Alex wandte sich an sie, "Du hast nicht untertrieben, als du meintest du hättest nun ein paar gesunde Pfunde auf den Hüften."
    • Naira O'Connor

      Der Moment wurde natürlich von dem Blonden wieder zerstört, aber es war in Ordnung, schließlich mussten Naira und Victor da durch, es war ihre Pflicht es zu tun. Mit einem sanften Lächeln bedankte sich Naira für das Vorlassen, bevor sie in die Richtung ihres Zimmer steuerte, um den Hund mitzunehmen. Der Blonde merkte die Pfunde an, die sie zugenommen hatte, woraufhin die Frau wieder sanft lächelte. "Ich habe mir Mühe gegeben", sprach sie und ging in ihr Zimmer, um nach dem Hund zu pfeifen, er sollte ruhig mitkommen und nicht den ganzen Tag in dem Zimmer hocken. Mit einem Nicken signalisierte die Frau der Gruppe, dass sie gehen konnten, was sie auch taten.
      Alex führte die kleine Gruppe nach draußen, an den Terassenbereich des Hotels. Ein Tisch war für sie bereits reserviert, es befand sich in einer Ecke, mit einer tollen Aussicht auf das Meer. Auf einem der Stühle nahm Naira Platz, sie betrachtete aber das Meer für einen Moment und seufzte zufrieden, seit ihr Mann ihr das Wasser gezeigt hatte war sie verliebt in diesen Anblick. Am liebsten hätte sie direkt am Wasser gewohnt, aber es war nicht möglich,stattdessen hatten sie es ja nicht weit und sie fuhr mit ihrem Hund oft an diesen. Ein Lächeln war wieder auf ihren Lippen zu sehen, dann setzte sie sich aber und betrachtete die Runde um sich herum. Der Tisch war riesig für nur vier Personen, aber nachdem Alex dem netten Kellner, der mal wieder besonders freundlich zu Naira war, um die Getränke und den Brunch an sich gebeten hätte und dieser irgendwann auch die ganzen Sachen gebracht hatte war klar, dass sie den Tisch bräuchten. Es gab unterschiedliches Gebäck, verschiedene Beläge, Obst, Gemüse, Süßes, auch herzhaftes, einfach alles mögliche und das in einer Menge, die man so einfach sicherlich nicht verdrücken könnte. Naira bestellte sich einen Kaffee und einen Orangensaft, die Lust auf etwas Süßes war wieder da. Ramirez lehnte sich noch etwas zurück, sie fing an die ersten Fragen zu stellen: "Wie ist eigentlich deine Arbeit, Victor? Ich habe nur wenig diesbezüglich von dir gehört".
      Naira schmunzelte kurz. "Schätzchen.. Er erzählt nicht einmal mir viel, vergiss es". Sie sah zu ihrem Mann und zwinkerte ihm zu, während sie in ein Brötchen mit süßer Marmelade reinbiss.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex führte sie wie ein Jüngling durch die Gänge nach unten. Dann durch das halbe Restaurant und hinaus auf die offene und riesige Terrasse. Neben all den anderen Gästen, nahmen sie gemeinsam wohl einen Drittel ein mit dem Tisch, den Alex bestellt hatte. Zufrieden stemmte er die Hände in die Seiten und lud alle dazu ein sich zu setzen. Victor staunte nicht schlecht, half seiner Frau sich zu setzen und warf sich dann selbst auf einen Stuhl neben sie, um dann den Blick schweifen zu lassen.
      Wer auch immer nun an Alex' Seite war, sie schien ihm und seinen ewigen Versuchen Naira für sich zu gewinnen, gut zu tun. Er tat es nicht mehr und wenn, dann waren seine Anspielungen sogar unschuldig. Hin und wieder regte es Victor auf, aber er kam damit klar. Besser sogar, als erwartet. Als das Essen da war und alle anfingen sich ihr Lieblingsgebäck auf die Teller zu tun, um es vor den gierigen Fingern der anderen zu schützen, fragte Ramirez nach Victors Arbeit. Naira grätschte rein und machte ihr schonmal keine Hoffnung darauf, dass Victor ihr viel erzählte. Aber ihre Frage war offen und es stand ihm zu ihre Frage mit einer simplen Antwort zu beantworten. Victor nahm sich etwas Ei und Speck mit einem Toast, um das amerikanische Frühstück zu vervollständigen.
      "Die Arbeit...läuft. Es ist etwas größer als Anchorage. Nicht mehr so zurückgezogen und die Fälle sind irgendwie...normal. Bisher nichts besonderes.", erklärte er Ramirez und wusste direkt an ihrem Blick, dass sie wohl mehr erwartet hätte. Sie sah zu Naira und schmunzelte, als Bestätigung, dass sie ihr wohl hätte glauben schenken sollen.
      "Ach, reden wir nicht von der Arbeit!"
      "Genau...", stimmte Victor bei Alex mit ein und musterte den, der wohl etwas aus der Spur gekommen war, als Victor auf seiner Seite zu sein schien.
      "Ist es euer erstes Mal am Strand? So ein richtiger Strand?", fragte Victor und zog sich nach der Frage ein wenig in sich zurück. Er hörte nur mit einem halben Ohr zu, während er die meiste Aufmerksamkeit seinem Brunch widmete.
    • Naira O'Connor

      Es hatte sich alles deutlich verändert die vier hatten sich verändert, selbst Ramirez. Nach dem, was passiert war hätte mit Sicherheit keiner gedacht, dass sie irgendwann auf der Terrasse eines so schönen Hotels landen würden, um am nächsten Tag die Hochzeit von Victor und Naira zu feiern. Die Hochzeit.. Ja.. Das Thema brachte wieder ein wenig Übelkeit bei Naira mit sich, oder es war das Brötchen mit der Marmelade.. Vielleicht auch beides. Jedenfalls wurde es ihr wieder schlecht, aber sie schluckte es mit dem Kaffee runter und lehnte sich für einen Moment zurück, während Alex und Ramirez beide Victor zustimmten. Ramirez holte auch noch eine alte Geschichte raus, als sie in den jungen Jahren die Welt bereisen wollte, es aber nicht geschafft hatte, ans Meer zu fahren, was sie immer bereut hatte, vor allem bei diesem Anblick hier. Naira schweife mit ihren Gedanken ab, es fühlte sich wirklich schön an, die beiden hier zu haben, es fühlte sich wie das Heim kommen an, nach einem langen Arbeitstag, mit viel Stress und noch mehr Problemen. Das war mehr oder weniger ihre Familie, die am Tisch saß..
      Ihr wurde es wieder übel, für einen Moment runzelte sie die Stirn und blickte zum Meer, um sich vielleicht ablenken zu können, aber letztendlich entschuldigte sie sich bei den anderen und lief von der Terrasse runter, geradewegs durch das Restaurant in die nächste Toilette. Es kam selbstverständlich alles wieder raus, was sie gegessen hatte, die Übelkeit ließ damit aber nicht nach. Für einen Moment blieb sie einfach auf dem Boden der Kabine sitzen und lehnte ihren Kopf zurück, um das Rauschen in ihren Ohren zu verdrängen. Zu viel Stress. Definitiv.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wer hätte schon gedacht, dass sich das letzte und vorletzte Jahr so in sein Leben brennen würden. Eine tiefe Schlucht, die Naira und ihre Kollegen da in ihn gerissen hatten, doch keine schlechte. Sie war warm und bot ihm Sicherheit. Er war noch nicht soweit die beiden am Tisch als Familie zu bezeichnen, aber sie waren die ersten neben Naira, die sich um ihn geschert hatten. Ramirez hatte ihm die Waffe genommen und Alex sprach noch immer auf ihn ein, wenn er sich nicht richtig verhielt mit seiner Zukünftigen. Er hatte die Eifersucht ablegen können und doch kümmerte er sich mehr denn je um Nairas Wohlbefinden. Victor knabberte an einem Brotrand und musterte die zwei eine Weile, solange sie von damals erzählten. Noch nie hatte er soviel von Ramirez erfahren, wie heute. Es war irgendwie ein gutes Gefühl zu wissen, dass diese harte Frau, ihm das Vertrauen schenkte. Alex grinste derweil breit und beobachtete ein paar junge Kids, die sich bereits mit Kreischen und Fiepen auf in das Wasser machten. Victor verzog leicht das Gesicht. In dem Moment war Naira einfach aufgestanden und hatte sich unter Atem entschuldigt. Victor sah ihr nach, dachte sich aber auch nicht viel mehr dazu.

      Alex beugte sich über den Tisch und schnappte sich noch ein gekochtes Ei, dass er anfing zu schälen. Dabei konnte er das unverschämte Grinsen nicht sein lassen: "Nun, dann seid ihr verheiratet! Und dann? Habt ihr euch schon überlegt ob ihr Kinder wollt?", fragte er ungeniert. Victor legte den Kopf schief und wollte sofort Nein sagen. Aber er wusste es nicht. Deswegen schüttelte er schlichtweg den Kopf: "Wir sind nie darauf zu sprechen gekommen...", antwortete er schließlich. Die Antwort war zwar wohl nicht das A und O für Alex, aber er fiepste den Kindern ähnlich auf: "Stell dir doch nur vor! Kleine Nairas, die über all herum rennen! Ich würde euch jedes Wochenende besuchen, ey."
      Victor schluckte schwer. Er konnte sich das vorstellen und ihm missfiel der Gedanke nicht so sehr, wie er von ausgegangen wäre. Aber er enthielt sich, während Ramirez sich das Grinsen nicht nehmen lassen konnte: "Nun, lass die beiden doch erst einmal eine Weile lang verheiratet sein. Dann sieht man schon was daraus wird."
    • Naira O'Connor

      Es kam noch einmal alles hoch und nach dem dritten Mal konnte Naira mit Sicherheit sagen, dass ihr Magen auch wieder leer war. Wenn es so weiter gehen würde, dann würde sie alles wieder abnehmen, was sie zugenommen hatte und wenn sie nicht aufpassen würde, würde es auch ihrem Mann auffallen. Sie lehnte sich zurück und seufzte noch einmal, aber sie war sich sicher, dass sie sich nicht weiter übergeben würde. Dennoch, Naira blieb sitzen und versuchte ihren Blutdruck wieder in den Griff zu kriegen, aber es war nur sehr schwer.
      "Miss?", hörte sie irgendwann an der Tür und zuckte zusammen, sie hätte nicht gedacht dass jemand sie ansprechen würde. "Geht es Ihnen gut?". Naira spülte und erhob sich langsam, um die Tür aufzumachen und die Frau dahinter zu erblicken. Es war eine Dame des mittleren Alters, in einem schicken Anzugskleid und gemachten Haaren. Sie roch gut und lächelte die Brünette an. Naira nickte sanft, aber sie sah nicht so aus, als würde es ihr gut gehen. "Ich.. Ich denke es ist der Stress.. Vor der Hochzeit", gab die Frau preis und nahm die Serviette dankend an, die ihr gereicht wurde. Die hübsche Dame half ihr ans Waschbecken und machte eines der kleinen Handtücher nass, um Naira damit den Nacken ein wenig abzukühlen, während sich diese das Gesicht wusch. "Ich war damals auch vor der Hochzeit schwanger geworden.. Schrecklich, bis zum vierten Monat habe ich mich übergeben ohne Ende". Die Frau schüttelte den Kopf und seufzte, daraufhin sah Naira sie geschockt an. "I-Ich bin nicht schwanger", stellte sie fest und schüttelte den Kopf noch einmal, daraufhin wurde es der Frau ein wenig unangenehm. Als Mutter konnte sie gut spüren, was da los war, aber sie wollte die Frau nicht weiter aufregen. "Dann bedauere ich, dass sie so viel Stress vor der Hochzeit haben.. Es soll der schönste Tag ihres Lebens werden".

      Zwanzig Minuten war Naira weg gewesen, aber sie kam zurück und lächelte die drei am Tisch an. Ramirez runzelte ihre Stirn direkt und fragte, ob alles in Ordnung war, weil die Dunkelhaarige so blass war, aber diese nickte und nahm einen Schluck ihres Kaffees. "Ich habe nur mit meiner Mutter telefoniert". Sie lächelte gekränkt, den beiden musste sie nun wirklich nicht erzählen, was da los war, vor allem da die Worte der gutaussehenden Frau sie schon etwas.. Gekränkt haben.
      "Worüber habt ihr so gesprochen?". Alex wirkte ebenfalls besorgt, aber er wollte die schlechte Stimmung nicht weiter verbreiten, deshalb nutzte er den Moment: "Wir haben Victor ausgequetscht, wie es bei euch mit Kindern aussieht! Ich will Onkel werden.. Und Sophie freut sich schon darauf Oma zu spielen!".
      "Was soll das denn heißen?!?!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hätte sich jetzt vor der Hochzeit kaum ausgemalt, dass sie jemals Kinder haben werden. Er war glücklich in dem Trott, den er hatte und er war auch froh, dass man ihn zu nichts anderem zwang. Alex sah das wohl anders, denn er würde gerne Victor Feuer unterm Hintern machen. Dabei sagte er auch schnell, dass Victor nicht so übertreiben musste, aber ein wenig mehr Initiative musste der Mann schon zeigen. Mehr konnte Victor aber nicht erwidern nachdem Alex fertig war mit seiner Ansprache, wie es die Aufgabe des mannes sei als erstes zu fragen. Naira kam wieder zu ihnen an den Tisch und sie nahm wieder alle Aufmerksamkeit auf sich.
      Victor musterte sie. Sie sah blass aus, was ihn besorgt drein blicken ließ, doch er sagte, wie jeder andere an dem Tisch nichts. Stattdessen legte er eine Hand auf ihre und drückte sie sanft. Als einfaches Zeichen, dass er an ihrer Seite war. Gleich darauf verdrehte er aber die Augen, denn Alex fing das Thema mit den Kindern wieder an.
      "Ihr wärt sicherlich sehr gute...Verwandte...Onkel und...Oma.", Victor sah entschuldigend in Ramirez Richtung, fand es aber gleichzeitig amüsant, dass Alex sie nicht als Tante bezeichnet hatte. Aber es stimmte ja, sie war ein wenig älter als sie alle hier am Tisch. Victor räusperte sich dann: "Aber das wird wohl ein Fall für die Zukunft sein."
      "Oh, hoffentlich nicht so ein Fall, von dir, bei dem wir nichts erfahren werden!", Alex regte sich natürlich nur gespielt auf und grinste dann wieder in Nairas Richtung. Ihr gab man hier drin keine Chance etwas zu erwidern. Sie war aber die letzte, die eine Entscheidung darüber fällen konnte, ob es Kinder gab oder nicht.
      Victor grummelte leise und stand schließlich auf. Alex sah ihm nach, sprang aber im selben Moment auf: "Lass uns mal einen Spaziergang machen und die Frauen alleine lassen.", er sah über die Schulter zu Naira und Ramirez und zwinkerte den beiden Damen zu, bevor er sich Victor unter den Arm packte und ihn mit auf die Terrasse an den Rand zog, um das Meer zu beobachten.
      "Ich könnte zwar später noch mit dir über sowas reden, aber ich habe das Gefühl ich mache damit nur die Stimmung später kaputt.", fing er schließlich an und presste die Lippen dabei aufeinander. Victor verstand erst nicht worauf Alex hinaus wollte. Aber es war ihm scheinbar wichtig, dass sie Abstand zu ihrem Brunchtisch bekamen, um in Ruhe miteinander zu reden.
    • Naira O'Connor

      Es war gut, dass ihr Mann nach ihrer Hand griff, um sie festzuhalten und ihr damit Halt zu signalisieren, aber die beiden Männer verschwanden bald und damit war der Halt auch wieder verschwunden. Naira seufzte, als sie den beiden Männern nachsah, sie lehnte sich aber zurück, nachdem sie sich etwas Kaffee eingeschenkt hatte, ihre Augen blickten zu Ramirez, die gar nicht so erfreut war. "Naira, was ist los?", fragte sie direkt und durchbohrte sie schon fast mit ihrem Blick, als würde sie so erkennen können, was sich dahinter verbarg. Naira seufzte. "Du hast mit deiner Mutter keinen Kontakt und sie würde dich auch nicht einfach so anrufen..". Ramirez musste es natürlich sofort wissen, woraufhin ihr die Dunkelhaarige erklärte, dass sie einfach etwas Stress hatte, mit der Hochzeit und dem Ganzen. Sie nickte verständlich, wollte es aber genauer wissen, woraufhin ihr Naira erklärte, dass sie sich mit Victor vor zwei Tagen heftig gestritten hat, wovon sie auch die Fußverletzung hat, auf die sie eigentlich aufpassen sollte.. Sie erzählte ihr davon, dass Victor sie versetzt hatte, weil er mit einer Kollegin essen war, woraufhin sich Ramirez Miene verdunkelte. "Wir haben es aber geklärt", erklärte sie auch und lächelte sanft. "Ich habe es nur noch nicht mit dieser Becca geklärt". Durch das Schmunzeln auf Nairas Lippen musste auch ihre ehemalige Chefin lächeln, sie verstand sofort worum es ging. "Und wenn sie mir sehr auf den Keks geht bitte ich darum sie zu versetzen".
      "Wie willst du das denn machen?". Ramirez hob unglaubwürdig die Augenbrauen. "Ich lasse mich für zwei Tage einstellen, übernehme den Posten und werde sie rausschmeißen, so einfach ist es". Sie war sich siegessicher und das durfte die Frau auch sein. "Victors Vorgesetzter würde alles dafür machen, dass ich zu meiner Berufung zurück komme.. Er sagt es mir oft genug". Die beiden Frauen verstanden sich, Ramirez war besser gestimmt und sie versprach Victor nicht die Hölle heiß zu machen, sie würde es einfach gar nicht ansprechen, wenn es nicht nötig war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex steckte wie ein Jüngling die Hände in die Hosentaschen und blickte in den Himmel. Er war blau. Hier und da eine kleine Wolke, aber ansonsten wunderschön anzusetzen. Die Sonne stand bereits oben und gab eine unglaublich angenehme Wärme von sich. Victor stellte sich neben ihn, überblickte stattdessen aber den Strand unter ihnen. Die Kinder...die müden Eltern, die aber mit einem Lächeln ihrem Nachwuchs erklärten, sie sollen nicht zu weit rausschwimmen.
      Victor seufzte leise.
      "Also du Casanova...Ich hoffe du weißt, dass du dich um Naira so gut es geht kümmern sollst?"
      "...", Victor antwortete nicht, er sah Alex auch nicht an, als er anfing ihm die Leviten zu lesen. Auch weil er Nairas Verletzung wohl erkannt hatte. Außerdem weil er wusste, dass Victor mit Becca Essen war und damit einen wichtigen Termin versaut hatte.
      "Es sind Frauen Victor...Natürlich wollen sie ein wenig mehr Aufmerkasmkeit. Also pass nur auf, auf diese Becca..."
      Victor verzog bei der Warnung das Gesicht. Konnte er ihn nicht in Ruhe lassen?
      "Das wird schon werden." Alex klopfte seinem neu dazu gewonnen Freund auf die Schulter. Dann kehrten sie nach 10 Minuten weider zurück. Victor wollte sich setzen, sich wieder seinem Kaffee widmen, aber er stellte sich hinter Naira und legte die Hände auf ihre Schultern, die er sanft drückte. Alex beugte sich über den Tisch: "Ich bin dafür ich hole mit Victor endlich seine wundervollen Eltern ab!"
      Victor verdrehte bei dem Kommentar die Augen.
      "Und ihr hübschen Damen, habt ein wenig frei? Vielleicht könnt ihr im Hotel nach einem Taxi fragen, um Nairas Sachen zu holen. Ginge natürlich auf mich.", Alex hatte die Spendierhosen an und er war sehr stolz darauf.
    • Naira O'Connor

      Die beiden Herren kamen auch wieder zurück und entgegen der Erwartung, dass sie sich wieder setzen würden stellte sich Victor hinter seine Frau und legte ihr seine Hände auf die Schultern. Ein sanftes Lächeln bildete sich sofort auf ihren Lippen und mit einer der Hände griff sie zu einer seine Hände, um drüber zu streicheln und sie auch zu halten. Es war ein schönes Gefühl, vor allem weil sie seine Nähe hinter sich hatte und so ein wenig Zuneigung bekam, die Alex jedoch schnell vernichten wollte. Er wollte Victors Eltern abholen, wobei es schon merkwürdig war, dass der Trauzeuge die Eltern des Bräutigams noch vor der Braut selber kennenlernte, aber es war okay. Vor allem, weil der nächste Vorschlag von ihm noch besser war.
      Naira sah hoch zu ihrem Mann und musterte ihn von unten. "Würde deine Mutter nicht bei der entgültigen Anprobe des Kleides dabei sein wollen?", fragte sie vorsichtig. Sie hatte keine Ahnung, wie es normalerweise war und wie man sich verhalten sollte, in Filmen waren häufig die Schwiegermütter nicht mit, aber sie waren meistens auch die, die nicht wollten, dass ihre Söhne heirateten. Jedenfalls waren sie nie mit der Auswahl zufrieden. Die Vorsicht sah man auch in Nairas Gesicht, sie schenkte ihrem Mann dennoch ein Lächeln und strich seine Hand weiterhin. "Ich will sie nicht kränken, oder so".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mit Alex jemanden abzuholen, der ihn für sein lautes Mundwerk hassen wird, war teils eine grauenvolle, aber teils auch eine wundervolle Vorstellung. Victor konnte es kaum erwarten zu hören, wie sich seine Mutter über ihn aufregen wird. Aber dann erinnerte er sich daran, dass sie sich zuerst über ihn auslassen wird. Etwas dass sie freilich gerne tat und ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
      Victor seufzte, schnappte sich Nairas Hand, die sie ihm aufgelegt hatte und hielt ihre Finger fest. Irgendwie war er dann doch mehr dafür, sich mit ihr zu unterhalten und auf ewig nur mit ihr eingesperrt zu sein, als nun die nachfolgenden Stunden durchleben zu müssen.
      Ihre Frage ließ ihn zu ihr runter sehen. Sie stellte in den Raum, ob Mrs. Parker, seine Mutter, bei der Anprobe dabei sein wollte. Da fiel ihm ein, dass er sie das gar nicht gefragt hatte und dieser Gedanke spiegelte sich auch direkt in seinem Gesichtsausdruck wieder.
      "Ich...weiß es nicht. Sie hat nichts gesagt...ich habe nicht gefragt. Ich...denke sie wird das wollen. Sie hat vielleicht sogar etwas für dich bei sich...Irgend eine doofe Brosche, die sie aus dem letzten Eck gekramt hat?", Victor hob die Schultern an. Er wusste nicht wie sentimental er in dem Punkt sein konnte. Seine Mutter war genau so anstrengend wie Victor es selbst war.
      "Aber du...könntest ja hier auf sie warten...mach es abhängig davon, ob sie dich mag, ja?", er beugte sich runter und gab ihr einen kurzen Kuss. Woraufhin man nur hörte wie Alex ein Fiepsen von sich gab und dann quietschte wie ein kleines Mädchen: "Also ihr Turteltauben! Es geht los! Victor, wir gehen deine tollen Erzeuger abholen und ihr lasst euch ein wenig gehen Mädels!"
    • Naira O'Connor

      Victor verschränkte die Finger miteinander, hielt sie jedenfalls fest, als würde er sie nicht gehen lassen wollen. Ein sanftes Lächeln bildete sich dabei auf den Lippen seiner Frau, bevor sie sich noch weiter gegen ihn zurücklehnte und seinen Worten zuhörte. Er war sich nicht sicher, ob seine Mutter dabei sein wollte, Naira wusste es selber auch nicht, aber sie nickte bei seinen Worten, sie solle es davon abhängig machen, ob die Frau sie überhaupt mochte. Der kurze Kuss tat ihr gut, besser wäre es ein wenig längere Zeit mit ihrem Mann alleine, aber das würde es bald auch schon geben. Ungern ließ Naira seine Hand los und blickte ihnen nach. "Wir warten dann einfach.. Schreib mir, wenn ihr zurück fahrt.. Du kannst deine Mutter ja fragen und mir dann bescheid geben, ob wir warten sollen..". Sie lächelte sanft, es fühlte sich richtig gut an, zusammen darüber zu sprechen, wie es geplant werden muss, denn es war ihre gemeinsame Hochzeit, auch wenn es der Frau noch immer davor graulte. Sie hatte Angst, es war die wichtigste Entscheidung ihres Lebens, gleich nach der, aus Alaska auszuziehen und sich wo anders ein hübsches Leben zu gestalten.
      "Wir könnten ja in den Wellnessbereich gehen, solange die Jungs weg sind.. Ich denke, eine gute Stunde haben wir!". Ramirez war ein wenig aufgeregt und klatschte sich in die Hände, bevor sie sich erhob und Naira andeutete, sie solle ihr folgen. Diese nickte und erhob sich auch, um ein letztes Mal zu ihrem Mann zu sehen."Fahrt vorsichtig". Sie lächelte ihm sanft zu und folgte dann ihrer ehemaligen Chefin.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor und Alex verabschiedeten sich knapp bei den Frauen, bevor sie verschwanden. Victor versprach seiner Frau natürlich, dass er sich um die Frage kümmern würde und dass er auch vorsichtig fuhr. Auch wenn es allem Anschein nach Alex übernehmen wollte, denn dieser freute sich wohl augenscheinlich auf die Fahrt und die Zeit allein.
      Er grinste ihn an: "Ich hätte nie erwartet, dass sie einen wie dich nimmt, weißt du das?"
      Victor hob eine Augenbraue, als er ihm das sagte und musterte den blonden von der Seite: "Ja...Sind wir schon mal zwei.", entgegnete Victor ihm und ging auf Nairas Geländewagen zu, den Alex mit einem Klick öffnete. Sie steigen ein und gaben den Flughafen als nächstes Ziel in das Navi ein.
      Sie unterhielten sich noch ein wenig auf der Fahrt hin zum Flughafen, während Victor am Handy wohl eine SMS verschickte, damit seine Eltern ihn anriefen, wenn sie gelandet sind. 20 Minuten später, nachdem sie bereits am großen Flughafen waren, kam eine SMS von seinem Vater zurück. O.K..
      Victor seufzte hörbar: "Ich konnte mit meinen Eltern nie wirklich gut reden..."
      Alex legte eine Hand auf Victors Schulter und glitt bis zu seinem Oberarm, wo er ihn sanft drückte: "Mach dir nichts draus. Sie sind ja nur kurz da. Du hast ja nichts Falsches gemacht." Es mochte ja stimmen. Schließlich waren seine Eltern nun in der Bringschuld. Er lud sie zu seiner Hochzeit ein, obwohl sie gut keine Jahre mehr viel mit ihm geredet hatten.
      So verlief dann auch das erste Wiedersehen.
      Mr. und Mrs. Parker Senior waren ebenso rothaarig wie Victor selbst. Seine Mutter war eine kleinere untersetzte Frau mit ein wenig mehr auf den Hüften, doch das schadete ihr nicht. Sie trug einen seidenen Schal über den Schultern mit pastellfarbenen Aufdruck, eine brille mit einem goldenen Kettchen um den Hals und einen im Wind wehenden, leichten Hosenanzug, den sie mit einer weiten weißen Bluse paarte. Ihre langen Haare, die hier und da weiße Strähnen aufwiesen waren hochgesteckt und fixiert mit Klammern. Sein Vater hingehen war so groß wie Victor. Er trug eine Steppjacke einer überteuerten Marke, eine Jeans und ein Hemd darunter. Sie sahen beide aus, wie die Eltern von einem Snob. Victor schluckte. Sein Vater war der Grund warum er nun nichts anderes mehr trug als Hemden.
      Alex sprang noch vor Victor und erinnerte sich dann daran, dass es vielleicht doch lieber Victor zu erst machte.
      Dieser trat heran und wurde von seiner Mutter umarmt, sein Vater hielt ihm die Hand hin. ein strenger und konservativer Mann. Dann fing seine Mutter an ohne auf die kleine Vorstellungsrunde für Alex zu warten an ihrem Sohn zu nörgeln. "Du siehst unglaublich müde aus. Und unrasiert bist du.", sie zischte, als sie seinen Kopf zur Seite drehte: "Trinkst du immer noch so viel?", fragte sie vorwurfsvoll, woraufhin Victor nur seufzen konnte und es verneinte, "Dank ihr nicht."
      Da hielt seine Mutter ein und verengte die Augen. Das war wohl falsch gewesen es zu sagen.
      Bevor es noch am Flughafen eskalieren konnte, bat Alex alle ihm zum Wagen zu folgen, damit er sie ins Hotel bringen durfte.