[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      "Hm", entgegnete Naira auf die Sache mit Victors Chef. Sie wusste, dass er ihr aus der Hand fraß, nur um sie irgendwann davon zu überzeugen, für ihn zu arbeiten. Er war besessen von der Idee und solange er es war, solange konnte es die Frau ja auch nutzen, um ihren Mann im Griff zu haben. Er sprach weiter, er antwortete ihr auf die Bedenken, die sie hatte und das Gespräch von heute früh. "Ich war doch noch nie eifersüchtig", entgegnete Naira in Ruhe und blickte zu ihrem Mann. "Und du hast mir bis heute keinen Grund dafür gegeben.. Ich meine, du guckst dir nicht einmal andere Frauen an, die wir unterwegs sehen, es interessiert dich nicht..". Victor sprach dann, dass er dumm war und das sagte er gleich zwei Mal. Ein Seufzer verließ Nairas Lippen, sie wollte dem schon zustimmen, aber die Hand auf ihrem Knie ließ sie zusammenzucken. Kurz wollte sie die Hand wegschieben, sie wollte Victor wieder den Abstand zeigen, den sie gesetzt hatte, aber es gab ja noch die liebende Seite an ihr.
      Bei seinen Worten, dass er einen neuen Termin ausgemacht hat, um es irgendwie wieder gerade zu biegen konnte sie letztendlich auch nicht anders, als ihre Arme von vor der Brust zu lösen und mit ihrer Hand nach seiner zu greifen. Er durfte sie ruhig auf ihrem Knie lassen, es war schon in Ordnung. "Ich glaube, ich sollte heute nicht mehr darüber nachdenken..". Sie wahr ehrlich, es war wirklich besser, wenn Naira in Ruhe Morgen darüber nachdenken würde. Sie verschränkte ihre Finger miteinander, bevor ihr Blick zu der Krankenschwester glitt, die den nächsten Patienten aufrief, die Dame neben ihnen erhob sich und ging mit der Schwester.
      Naira lehnte ihren Kopf wieder zurück. "Ich habe den Psychiater aufgesucht, als meine Alpträume angefangen haben.. Du hast nicht mit mir darüber reden können, deshalb habe ich mich dazu entschlossen.. Aber ich hatte Angst es dir zu sagen, weil.. Weil ich nicht wollte, dass du dich gekränkt fühlst, dass du nicht mit mir darüber reden kannst.. Ich dachte, es würde dir auffallen, dass ich immer wieder später heim komme, aber.. Erstaunlicherweise nicht wirklich".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Hand auf ihrem Knie half ihm nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Nachdem sie ihn auch nicht von dort weg schob, konnte er sich sicher sein, dass sie es auch nicht tun würde, sondern sich wieder auch beruhigt hatte. Sie würde nicht mehr gehen, das hoffte er natürlich inständig.
      Sie erklärte ihm, warum sie nie eifersüchtig war und er konnte nicht anders, als den Kopf auf die Seite zu kippen und aus dem kleinen Fenster zu schauen, welches man mit Folie zu geklebt hatte, damit man weder rein noch raus schauen konnte. Nein, andere Frauen interessierten ihn nicht, wenn er mit Naira lief. Sie war die einzige Frau, die er wirklich so ansehen wollte, wie er es tat. Der er ein Lächeln schenkte. Andere Frauen nervten ihn wahrlich. Dass Naira nun aber doch eifersüchtig war, konnte er wohl getrost auf die Versetzung schieben und ihre Rastlosigkeit beim Thema Heirat.
      Als sie ihre Hand auf seine legte und die Finger miteinander verschränkte, atmete er erleichtert aus. Sie nahm ihm immer so viel Gewicht von den Schultern, dass er gar nicht bemerkte, dass sie die gleiche Liebe verdient hatte.
      Er drückte ein wenig fester die Hand zu, als sie über den Psychiater sprach. Von der anderen Seite des Raumes konnte man ein Schnalzen hören und Victors Blick fiel sofort auf die Person, die meinte ihnen zuhören zu müssen. Victor wollte etwas sagen, bremste sich aber. Nichts was er jetzt noch von sich geben wird, wäre nett gewesen oder respektvoll.
      "...ich bin wohl nicht sehr aufmerksam was meine Frau angeht...Tut mir leid."
      Dann kam auch schon die Schwester wiederein und bat Naira zum Arzt im dritten Sprechzimmer.
      "Schaffst du es oder soll ich mitkommen?", fragte Victor ohne ihr wirklich auf die Nerven gehen zu wollen, musste er ihr doch trotzdem seine Hilfe anbieten.
    • Naira O'Connor

      Es war immer sie, die die Last für sie beide trug und ihm die Kraft gab, ihr beizustehen. Diese Rolle spielte sie ungern, aber es war eine Rolle, die sie spielen musste und das wahrscheinlich bis zum bitteren Ende, dennoch.. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, als ihr Mann laut ausatmete nur, weil sie seine Hand in ihre nahm. Sie erklärte ihm den Psychiater, er brauchte daraufhin nichts zu erwidern, es reichte, dass er ihre Hand daraufhin drückte und fest hielt. Natürlich war es klar, dass jemand zugehört hatte, aber auch Naira schenkte der Person einfach nur einen bösen Blick, zu mehr reichte die Zeit auch nicht, sie würde aufgerufen.
      Sie erhob sich und musste die Hand ihres Mannes loslassen, der ihr seine Hilfe anbot. Kurz blickte Naira in sein Gesicht, bevor sie sanft lächelte. Sie hatte ihre Ehre im Auto zurück gelassen, als sie ihren Mann um Hilfe gebeten hatte, deshalb war es ihr auch egal, dass sie ihn jetzt darum bat, indem sie ihm ihre Hand hinhielt. Alleine konnte sie soeiwso nicht laufen und die Schwester war schon ein wenig genervt, als sie das erste Mal in das Wartezimmer geblickt und die Menge an Menschen gesehen hatte.

      Es dauerte einen Augenblick, bis sie Frau ins Zimmer kam und sofort zum Röntgen geschickt wurde. Ihren Mann wollte sie dennoch dabei haben, es fühlte sich einfach gut an, seine Hand zu halten und ihm in der Nähe zu haben, auch wenn die Enttäuschung noch tief saß. Er hatte sich zwar um einen neuen Termin bemüht, aber die Worte, die er ihr entgegnet hatte waren verletzend. Naira nervte Victor mit dem, dass sie ein wenig Zeit von ihm wollte, ein wenig Aufmerksamkeit, aber sie beschloss es anders zu machen. Es würde keine Nachrichten mehr von ihr geben und auch keine Vorschläge, gemeinsam zur Arbeit zu fahren, um dann abends vielleicht essen zu gehen. Sie würde ihn nicht mehr zuhause nerven, ob er sich nicht mit ihr auf die Couch legen wollte, wenn er so glücklicher war, dann würde sie es für ihn machen.
      Die freudige Nachricht war kurz: Naira hatte sich nichts gebrochen, aber ihren Fuß verstaucht und die Bänder ein wenig überdehnt. Sie sollte sich schonen und die zwei Tage zum Wochenende hin zuhause bleiben, um nicht womöglich noch weitere Schäden hervorzurufen. Es war in Ordnung, immerhin wäre sie vor der Hochzeit nur noch morgen zur Arbeit gegangen, aber sie sah es als einen weiteren Tag zur Vorbereitung, wenn sie denn noch überhaupt Victor das Ja-Wort geben wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor wartete geduldig bis alle Tests und auch das Gespräch mit dem Arzt durch war. Allem Anschein nach ging es ihr gut und dem Fuß auch, weswegen sie sich größtenteils keine Sorgen machen musst. Es war letztlich nur ein wenig ärgerlich, dass es so knapp vor ihrer Hochzeit geschah. Und auch wenn Naira ihre Bedenken, oder ihre Angst in dem Fall, geäußert hatte, bestand Victor darauf, dass sie sich gegenseitig das Wort gaben auf ewig zu einander zu stehen. Victor brauchte das. Inwiefern Naira ihn brauchte, konnte er nicht abschätzen. Ihren Worten nach machte er rein gar nichts für ihre Beziehung. Er hatte nur diese seltsamen plötzlichen Anfälle in denen er ihr das Blaue vom Himmel herunter versprach und sie glaubte ihm. Victor kratzte sich am Kinn und bedankte sich mit einem Nicken beim Arzt, bevor er mit Naira wieder nach draußen ging. Sie hatten noch die Arbeitsbefreiung am Empfang abgeholt und konnten dann wieder zurück zum Auto laufen.
      Victor musterte derweil die ganze Zeit den Boden. Auch wenn er Naira half zu laufen, war er gedanklich nicht ganz anwesend. Stattdessen mahlte sein Kopf und dachte über sie, den Psychiater, ihren Worten über ihn nach und alles was sonst noch so in der letzten Stunde auf sie zusammen gekommen ist. Victor schloss den Wagen auf. Sobald Naira rein geklettert war, blieb er kurz stehen und räusperte sich. Er wollte ihr sagen,d ass das mit dem Psychiater okay war, aber er verkniff es sich, ging um den Wagen herum und setzte sich hinter das Lenkrad um sie beide wieder nach Hause zu fahren. Er war nicht der aufmerksamste Mann, nicht der liebenswerteste und wohl auch nicht derjenige, den Naira verdiente.
      Sie fuhren stumm nebeneinander sitzen den Highway entlang wieder zurück. Es war bereits ganz dunkel geworden und am Himmel waren die Sterne zu sehen.
      Weil es aber selbst Victor zu still wurde, sah er zu ihr für einen knappen Moment, "Es ist immer das Bein ... "
      Die Aussage war banal. Man brauchte und konnte darauf hin nicht wirklich etwas antworten. Aber er wollte einfach nur irgendwas sagen, um die Stille etwas zu lockern.
    • Naira O'Connor

      Er war schrecklich.. Er forderte vieles, konnte es aber nicht zurück geben und zu alldem nervte es ihn tatsächlich, was er eigentlich wollte. Victor war ein schrecklicher Ehemann und ein schrecklicher Freund, aber Naira sah doch, dass er sich zwischendurch Mühe gab. Es waren vielleicht eher die kleinen Sachen, auf diese sie mehr Acht geben musste, wie der Kuss auf denn Kopf, wenn er nach Hause kam oder die Eifersucht, die der Mann an den Tag legte. Vielleicht war es aber auch nur das Gefühl, dass Naira etwas brauchte, woran sie halten wollte, sie liebte immerhin ihren Mann und auch wenn er nicht perfekt war, es war doch der Mann, für den sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt hatte.
      Sie liefen zu Nairas Wagen zurück, in welchem der Hund sie sofort begrüßte. Spike freute sich sein Frauchen wieder zu sehen, auch wenn die Atmosphäre noch sehr angespannt war. Wenn es selbst der Hund bemerken konnte, dann lief zwischen den beiden wirklich etwas schief. Die Stille war zerreißend, wie es die Dunkelhaarige empfand, aber sie hatte an diesem Tag schon so viel gesagt, dass es einfach kaum noch etwas gab, was sie sagen könnte. Ihr Mann sollte endlich etwas sagen, er sollte sie das eine Mal aus der Tiefe rausholen und sie an der Oberfläche halten, aber sie schwiegen weiterhin. Mitten während der Fahrt, während Naira die Sterne erblickte, die sie aus ihrer Position erblicken konnte, spürte sie den Blick ihres Mannes auf ihr. Victor sprach letztendlich von ihr, auch wenn es keinen Sinn ergab, was er da sagte. Verwirrt blickte sie zu ihm rüber,bevor sie verstand, was er von ihr wollte. Es waren definitiv die Kleinigkeiten, wegen welcher sie noch bei ihm blieb.
      Das Lächeln wurde breit auf ihren Lippen, es wurde zu einem Schmunzeln, je länger sie darüber nachdachte, was er da eigentlich gesagt hatte. "Es ist immer das Bein..",stimmte sie ihm zu, bevor sie ihre Hand auf seine Hand sanft drauflegte, um ihn nicht beim Fahren zu hindern. Naira blickte wieder in die Sterne, die sie aus dem Fenster sehen konnte, aber das Lächeln blieb auf ihren Lippen bestehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war einfach ein seltsamer Zeitgenosse. Jemand der seine Jugend unter Menschen verbrachte hatte, aber sobald er seinen Job hatte, nicht mehr die Kraft aufbrachte jemanden wirklich zu mögen. Frauen gingen, Männer hielten ihn schon lange nicht mehr für cool und das was er tat, war ihm sogar selbst zuwider, wenn er es denn mal erkannte. Damals war es ihm egal, weil er es nicht sah. Aber Naira zeigte ihm was er falsch machte und hielt es ihm direkt vor die Nase.
      Sein kleiner Kommentar darüber, wie ihre Verletzungen immer auf das eine Bein sich beschränkten, schien die Situation ein wenig aufzulockern, denn sie ergriff seine Hand und lächelte wieder. Dieser Blick, den er so mochte. Ganz im Gegenteil zu dem anderen. Der andere Blick war fies und sie konnte damit jeden aus den Raum jagen. Victor hielt ihre Hand fest und drückte sie sanft.
      Schließlich hatte er auch genug Kraft, um sie zu fragen.
      "Warum hast du mir nichts von dem Psychiater erzählt?", er wollte nicht anklagend klingen, aber das Raue in seiner Stimme wich nicht für den Augenblick. Dabei wollte er nicht fies zu ihr sein. Nicht mehr heute. Er wollte auch nicht über ihre Angst reden ihm das Ja_Wort zu geben, denn sie hatte bereits abgelehnt über den neugemachten Termin zu diskutieren. Und dann diese große Diskussion über ihren Job. War ihm das wirklich nie aufgefallen, dass sie darin unglücklich war? Victor fühlte sich schlecht. Trotzdem glaubte er nicht, dass es richtig sei, sie wieder in ihren alten Job zu bringen. Sie hatte sich fast selbst umgebracht, wo sollte das also noch hinführen?
    • Naira O'Connor

      Victor ergriff ebenfalls ihre Hand, er drückte sie ganz fest und in Nairas Brust bildete sich ein angenehm warmes Gefühl. So fühlte sich die Frau wenigstens für einen Augenblick geliebt und es gab ihr einen kleinen Teil zurück, den sie heute verloren hatte. Letztendlich stellte der Mann eine Frage, es ging also wieder um den Psychiater. Das Lächeln auf ihren Lippen verschwand, Naira seufzte und schüttelte sanft den Kopf. "Du hast.. Nichts von dem Fall hören wollen.. Oder meiner Vergangenheit.. Und ich kam damit nicht zurecht.. Ich habe mir den Psychiater gesucht und..". Sie seufzte. "Ich wollte dich nicht kränken.. Weil du gerade an dir selbst gezweifelt hattest.. Und ich hatte Angst, dass du die Idee doof finden würdest.. Wie vieles, was ich tue.. Der Mann hat mir aber ziemlich gut helfen können.. Und wenn du es doof finden würdest..Dann.. ". Naira stoppte kurz, sie brauchte einen Moment, um die richtigen Worte zu finden, um das zu umschreiben, was sie nicht direkt sagen wollte. "Dann hätte es mit den Wind aus den Segeln genommen.. Und ich weiß nicht, was ich dann womöglich gemacht hätte". Ihr Daumen strich sanft über Victors Hand, während sie darüber nachdachte, die nächsten Worte vielleicht auszusprechen, damit es ihr Mann besser verstand. "Manchmal.. Habe ich nämlich das Gefühl.. Als sollte ich mit dem Auto einfach beschleunigen und gegen den Baum fahren.. So richtig..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor fragte sich ob es richtig war da nachzubohren und zu fragen, was sie so sehr bedrückte, dass sie nicht mit ihm teilen wollte. Aber ihre Antwort reichte ihm zu wissen, dass sie recht hatte. Er hielt es nicht aus, wenn sie weinen neben ihm lag und nicht wusste was sie machen wollte oder gar konnte. Sie sah dann immer so verloren aus. So verloren, wie er es damals war und das tat ihm weh. Victor seufzte leise und behielt seinen Blick weiter auf der Straße. Die wenigen Ampeln an denen sie vorbei kamen, leuchteten in einem unnatürlich hellen rot heute.
      "Ich weiß nicht ob du das richtige getan hast, indem du mir nichts gesagt hast...", sprach Victor leise und versuchte weiterhin die richtigen Worte zu finden ihr zu sagen, dass es richtig war. Doch ihre Bedenken machten ihm Angst. Sie sagte, sie wolle sich selbst töten oder verletzen. Victor konnte nicht anders und sah sie an, solange es ihm das Auto und die leeren Straßen in der Nacht erlaubten.
      "Nein.", war das einzige was er zuerst entgegnen konnte. Denn er wollte und konnte nicht glauben, dass sie sich das Leben nehmen wollte. Wobei es wohl mehr als verständlich war. Nahc all dem was ihnen beiden widerfahren war und nach all dem was vor allem sich ihr offenbart hatte. Victor hob ihre Hand zu seinen Lippen und drückte sie an sich.
      "Bitte...ich kann echt ein mieses Arschloch sein, ich weiß. Und ich habe Schwierigkeiten meinen Unmut zu verstecken vor dir, weswegen du so viel abbekommst, dass es lange nicht fair ist.", sagte er leise und war noch lange nicht fertig mit seinen Sätzen. Er musste aber wieder auf die Straße schauen. Mit der anderen Hand steuerte er den Wagen auf die rechte Spur.
      "Und von uns beiden bist du die die am stärksten ist. Trotzdem...bitte...wenn du das Gefühl hast so etwas machen zu müssen. Sag es mir oder...keine Ahnung...", Victor ließ ihre Hand los. Seine Augen fingen an zu tränen und er konnte nichts dagegen tun. Aber er hielt sich noch wacker, dass er nicht weinte. "Oder sprich mit deinem Psychiater...irgendwem...mit Alex...Ramirez. Keine Ahnung. Ich will nur nicht, dass du aus meinem Leben verschwindest.", Victor riss sich sehr zusammen nicht zu weinen und kniff sich ins Nasenbein, um die Tränen zu unterbinden.
    • Naira O'Connor

      Sie merkte, dass etwas nicht stimmte schon nachdem sie es ausgesprochen hatte. Es waren keine Suizidgedanken, es waren einfach manchmal welche, bei denen sie einfach aufgeben wollte, aber sie tat es bisher nicht. Naira tat es ihrem Mann zur Liebe nicht, sie wollte es ihm nicht antun und sie wollte mit ihm glücklich werden, auch wenn er ein Arschloch war.
      Der Wagen kam auf der rechten Spur zum Stehen, die Frau blickte sofort zu ihren Mann, der sichtlich mit den Tränen zu kämpfen hatte, ihr Herz brach langsam in tausend Stückchen, als sie ihn so sah. Er würde sich vermutlich wieder Vorwürfe machen und das war der Grund, warum sie es ihm nicht gesagt hatte. Sie verzog ihr Gesicht, in ihren Augen bildeten sich ebenfalls Tränen, aber sie würde die stärkere von den beiden sein. "Heey..", sprach sie sanft und griff zu seiner Hand, die sich in das Nasenbein kniff. Sie wollte, dass er sie ansieht. "Vic..". Ihre Stimme brach ein wenig. "Ich hatte solche Gedanken, aber bisher.. Habe ich es nicht getan.. Wegen dir.. Weil ich dich liebe.. Weil ich dich nicht alleine lassen will". Ein wenig Panik machte sich in ihrem Inneren breit, sie wollte hier nicht zusammenbrechen, aber die Tränen liefen ihr trotzdem über die Wangen. "Ich habe es nur wegen dir nicht gemacht.. Weil ich meine Zukunft mit dir verbringen will.. Du bist mein Anker.. Du bist meine Rettung in der dunklen Zeit".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war dumm jetzt zu weinen. Aber das war ein Thema, dass Victor selbst nicht ganz verkraftete. Möglicherweise weil er seinem Freund zugesehen hatte, wie er in den Tod gerannt ist. Vielleicht weil er sich selbst nicht ein oder zweimal die Waffe in den Mund steckte, um abzudrücken. Aber am ehesten war es, dass er Immer noch das Bild von Naira vor sich hatte, wie sie blutend neben ihm in der kleinen Kammer lag und das Bewusstsein verloren hatte. Das war der Tag an dem Victor sich seinen Gefühlen bewusst werden musste und er es war der Moment, wo sie mit ihrem Leben spielte und sich die Waffe an den Kopf hielt.
      Diese Bilder werden niemals aus seinem Kopf weichen und wahrscheinlich, weil er sie viel zu gut nachvollziehen konnte. Dass nun auch Naira traurig wurde, wollte er nicht, aber er konnte dieses Gefühl nicht aus sich verbannen. Er atmete schwer und legte den Kopf in den Nacken, um die elenden Tränen fern zu halten, bevor er sie ansehen konnte.
      "Ich weiß doch...und trotzdem...bin ich nie da, wenn du mich brauchst...ich mache dir immer nur Vorwürfe, während du am liebsten und das wohl zu recht, alles beendet hättest, wenn ich nicht da wäre...", er ergriff ihre Hand und beugte sich dann zu ihr rüber, um sich zu umarmen. Er drückte sie fest an sich und legte den Kopf auf ihre Schulter.
      "Ich bin nur so, weil ich Angst um dich habe...nimm dir alles was du brauchst, Naira...Ich liebe dich.", die letzten drei Worte waren mehr ein Hauchen, als wirklich ausgesprochen.
      An ihnen fuhr ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit vorbei. Ohne die Warnblinker würde sie wohl kaum einer hier auf dem Seitenstreifen sehen. Aber das war Victor egal. Wäre doch ein guter Abschluss wenn sie beide ein Wagen rammen konnte und sie sich von dieser Welt gemeinsam verabschiedeten. Aber niemals alleine. Nicht solange Victor noch stehen konnte.
    • Naira O'Connor

      Sie verstand, dass er Angst um sie hatte natürlich, immerhin hat der Mann auch schon seinen Partner und besten Freund verloren, seine Frau hatte er auch schon beinahe verloren. Gleich zwei Mal. Sie sah die Bilder noch einmal vor dem geistigen Auge, wie sie blutend in der Kammer vor ihm lag und das zweite Mal, als sie auf dem Boden mit ihrem Onkel kämpfte. Es waren noch nicht einmal diese Bilder, die ihr Alpträume bereiteten, es waren die Vergangenheit, ihre Kindheit, die Probleme die sie noch immer verfolgten.
      Victor beugte sich vor, er nahm sie in den Arm und Naira griff geschickt zu ihrem Gurt, um sich abzuschnallen und so ihrem Freund entgegen zu kommen. Sein Kopf auf ihrer Schulter und sein rasendes Herz, welches gegen ihre Brust schlug gab ihr den Rest und sie ließ den Tränen einen freien Lauf. Selten erlebte sie ihn so emotional, wenn er nicht getrunken hatte, wenn Naira ehrlich war hätte sie Victor noch nie so gesehen, ohne Alkoholeinfluss, selbst der erste Antrag, mit dem die Hochzeitssache überhaupt angefangen hat basierte auf Alkohol.
      "Ich liebe dich auch, Vic", hauchte Naira zurück und strich über seinen Kopf, um ihn durch das Haar zu streichen. "Und ich werde dich nicht verlassen.. Ich bleibe bei dir.. Versprochen..solange du mir treu bist und mir wenigstens noch ein wenig das Gefühl gibst, dass du mich liebst". Sie musste sich auf die Lippe beißen, um nicht zu heulen. "Ich will nur dich, Vic.. Nur dich".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er verharrte noch in der Umarmung, als er ihren Worten lauschte. Ja, sie sollte ihn lieben und sie sollte solange bleiben, wie er es schaffte, sie bei sich zu behalten. Ob und wie lange das hielt, konnte nur noch Victor entscheiden. Wie so oft, sagte er sich still in Gedanken, dass er sie liebte und niemals verletzen wollte und deswegen sollte er sich um jeden Wunsch kümmern, den er ihr von den Lippen lesen konnte.
      Nachdem sich Victor wieder fassen konnte, ließ er sie los und fuhr sich noch einmal über das Gesicht, bevor er schwer ausatmete. Wieso kam es immer dazu, dass sie ihn zum weinen brachte...
      "Hmpf...Verdammt...lass uns nach Hause fahren, bevor uns einer noch hinten reinfährt...", grummelte Victor und versuchte wieder den kalten zu mimen, der nicht gerade die ein oder andere Träne vergossen hatte. Er setzte den Blinker und fuhr wieder auf die Straße. Beschleunigte und überholte einen Fahrer, der sich wohl ganz schön blöd umsah, weil er vor einer Minute den Wagen noch auf der Seite gesehen hatte. Victor griff nach Nairas Hand und verschränkte die Finger mit ihren.
      "...ich bin und werde dir immer treu sein...ich denke das muss ich nicht sagen...", griff Victor noch ihren Satz von vorhin auf. Er wollte nicht, dass sie glaubte, sie sei ihm nicht wichtig genug, oder nicht schön genug, dass er sich eine Affäre holen musste. Sie sollte sein ein und alles bleiben. Egal was diese Becca versuchen mochte.
    • Naira O'Connor

      Sie ließ ihn los, als der Mann es wollte und betrachtete sein Gesicht, um rauszusehen, ob er in Ordnung war. Ihre Augen waren rot und noch voller Tränen, doch sie war in Ordnung, denn sie hatte ihn bei sich. Auch wenn der Streit noch tief saß und die negativen Gefühle nur noch stärker geworden sind, statt schwächer, Victor war bei ihr und genau das zählte. Auch wenn er eine Arbeitskollegin hatte, die sich für ihn interessierte, der Mann hatte ihr mit seinen vorherigen Worten deutlich gemacht, dass nur sie für ihn zählte.
      Er war wieder der kalte und grimmige Mann, als er den Wagen startete und beschloss, sie nach Hause zu fahren. Insgesamt war es keine schlechte Idee, es war der Frau auch egal, dass sie nicht nach Meinung gefragt wurde, sie wollte selbst einfach nur noch ins Bett und schlafen, wenn sie die Möglichkeit bekommen würde. Es überraschte die Dunkelhaarige, dass ihr Mann zu ihrer Hand griff und tatsächlich die Finger miteinander verschränkte, sie sah sofort zu ihm und das Lächeln war wieder auf ihren Lippen zu sehen. "Und ich bin war und werde dir immer treu sein.. Aber das werde ich dir in drei Tagen noch offiziell bestätigen..". Naira glaubte tatsächlich, dass Becca irgendetwas hatte, was sie nicht besaß und Victor deshalb Interesse an ihr hatte. Er hatte es nicht offiziell bestätigt, aber sie war nicht dumm, dennoch, das Thema war damit beendet. Vorerst, denn die Frau würde sich zurücklehnen und einfach beobachten, während sie ihr Vorhaben durchziehen würde.. Naira würde ihren Mann in RUhe lassen und einfach darauf warten, ob er nicht irgendwann etwas mit ihr tun wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war nicht so, dass er es nicht wollte. Ihr seine Liebe zu gestehen war wichtig, aber er hatte bereits damals so Probleme gehabt, die Frau zu verstehen und richtig zu lesen und überhaupt das Vertrauen in ihre gegenseitigen Gefühle zu haben, dass er es immer noch nicht richtig fassen konnte. Mit der Hand von Naira in seiner, fuhr er den Wagen wieder zurück und eigentlich wollte er sie auch nicht fragen. Er ging davon aus, dass auch sie einfach nur noch Hause fahren wollte, um sich ins Bett zu legen. Der einzige Moment, wo er doch noch einmal zu ihr sah, war, dass sie ihm einen Hinweis auf das was in drei Tagen auf sie zu kam, gab. Sie wollte es bestätigen und damit schlug sein Herz wieder wilder. War sie wirklich bereit? War er bereit?
      Victor drückte kurz ihre Hand, bevor er sie los ließ, um zu Schalten. 20 weitere stumme Minuten vergingen, als sie auf ihrem Parkplatz einbogen. Victor stellte den Wagen wie so oft quer rein und machte sich nichts aus dem landwirtschaftlichem Aussehen ihres Grundstücks. Er öffnete Spike die Tür, der bereits unruhig hinten drin gesessen hatte und ging dann um den Wagen herum, um Naira raus zu helfen und sie nach drinnen zu bringen.
      "Soll...ich dir Tee machen oder sonst etwas, bevor wir dich hoch ins Schlafzimmer bringen?", fragte er sie, während er noch an der Haustüre nach seinem Hausschlüssel suchte.
    • Naira O'Connor

      Wenn Naira an die Hochzeit dachte, dann schnürte sich langsam ihre Kehle zu, als hätte jemand ein Seil um ihren Hals gebunden, um ihr die Luftzufuhr abzuschneiden. Sie war sich sicher, dass sie ihren Mann liebte und auch wenn sie einen sehr holprigen Anfang gehabt haben, sie wollte ihr Leben mit ihm verbringen. Ihre Angst kam jedoch nicht aus Zweifeln, ob er der Richtige war, ihre Angst saß noch viel tiefer.. Sehr viel tiefer. Wenn sie sich das Ja-Wort gegeben haben, war es nicht mehr so einfach die Sachen zu packen und das Haus zu verlassen, sollten sie sich wieder so heftig streiten und es war auch nicht so einfach, sich von ihrem Mann zu trennen, sollte er wirklich was mit einer anderen Frau anfangen. Vor allem hatte Naira aber gar nicht die Angst vor der Zukunft, sie wusste nicht, ob sie es zum Altar schaffen würde, ohne vorher kalte Füße zu kriegen.
      Sie kamen Zuhause an und Victor half seiner Frau aus dem Auto, bis zu der Tür, sonst hätte sie es kaum alleine geschafft. Er suchte nach seinen Schlüsseln, da fiel ihr ein, dass im Wagen ihre Sachen noch waren. "Kannst.. du mir meine Tasche noch bringen.. und die Zeitungen, die dabei waren? Die sollten hinten bei Spike gewesen sein..". Mit einem sanften Lächeln sah die Frau hoch zu Victor, bevor sie ihm die Schlüssel aus der Hand nahm, um die Tür in der Zeit aufzuschließen. Die Zeitungsartikel zu ihrem Vortag wollte sie gerne aufbewahren, um irgendwann zurück zu blicken, vielleicht würde sie es auch irgendwann einfach ihren Kindern zeigen , oder ausmisten, das wusste Naira nicht, sie wusste ja nicht einmal, ob sie überhaupt kinder haben würden, vielleicht würden sie ein kinderloses Ehepaar bleiben. Kinder waren teuer..
      "Ich würde mich auch schlafen legen.. es bringt nichts, heute noch auf den Beinen zu bleiben". Sie sprach wieder, als ihr Mann zurück kam, strif sich auf der Treppe den anderen Schuh ab, bevor sie hoch gehen wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor überreichte ihr die Schlüssel, als er sie endlich in den Unweiten seiner Hosentasche hatte finden können, bevor er zurück zum Wagen ging. Sie hatte ja nur einen gestauchten Fuß, kein gebrochenes Bein oder eine Schussverletzung. Er lief also zurück zum Wagen und wollte ihre Tasche holen. Da fiel ihm ein, dass er sie vielleicht hätte fragen sollen, wie die Zeitungen das alles aufgeschrieben hatten? Er hatte sich nicht einmal selbst danach erkundigt, ob sie etwas gutes geschrieben hatten.
      Victor grummelte leise. Mehr über sich selbst, als über die Tatsache, dass die Zeitungen, nie etwas positives über einen schreiben werden. Aber er sah vielleicht später rein, wenn Naira im Bett lag. Auch wenn er übermüdet war und sich nach und nach Kopfschmerzen anbahnten nach diesem emotionalen Tag, konnte er nicht sagen, ob er wirklich neben ihr im Bett einschlafen wird. Es war nicht so, dass er es nicht wollte. Er...fand einfach nicht die Kraft dazu, um wirklich einzuschlafen. Dinge beschäftigten ihn, wenn er ruhig da lag. Jetzt nach dem Streitgespräch hatten seine Gedanken neuen Stoff zum überlegen.
      Victor kam wieder rein und pfiff nach Spike, der wieder ins Haus kam und sich sofort zu seinem Futternapf machte. Victor schloss die Türe hinter sich und sah zu Naira.
      "Ja...es ist auch schon spät. Soll ich dir hoch helfen oder schaffst du es alleine?", er bot es diesmal nur an, wollte ihr natürlich aber nicht alles in diesem Moment abnehmen. Mit den Füßen streifte er sich die Schuhe von den Hacken und schob sie in die Ecke, bevor er ihre Tasche bei Seite stellte und seine Jacke ausziehen konnte.
    • Naira O'Connor

      Es fing wieder diese bedrückte Stimmung an, die sich noch weiter ausbreitete, als sie eigentlich sollte. Auch wenn die Gefühle im Auto ziemlich positiv waren, so sanken sie wieder deutlich, als Naira das Haus betreten hatte. Ihr Mann brachte ihre Sachen mit ins Haus, er bot ihr Hilfe an, um ihr hoch zu helfen, aber die Treppe war zu klein, damit er ihr unter die Arme greifen konnte. "Ich denke, ich sollte es alleine schaffen..hoffentlich jedenfalls". Sie lächelte wieder ihrem Mann sanft zu, widmete sich dann aber der Treppe zu, die sie nach oben brachte. Naira brauchte nur ihre Zähne zusammenzubeißen und sich nicht so anstellen, dann schaffte sie es auch nach oben. Ihr Mann würde sich sicherlich nicht mit ihr ins Bett legen, sie glaubte nicht daran und erhoffte es auch nicht, aber es tat ihr Leid ihm ständig sagen zu müssen, dass sie gerne das Bett zusammen mit ihr teilen würde, sie hatte beschlossen Victor in Ruhe zu lassen.
      Die Frau schaffte es ins Schlafzimmer und schaffte es auch irgendwie ihre Klamotten auszuziehen. Sie wollte unter die Dusche, bevor sie sich ins Bett legen würde, aber die Dusche war ziemlich rutschig und auf Dauer das Gewicht auf ihrem ursprünglich verletzten Bein zu halten war einfach nicht gesund. Es erwischte sie ein Krampf, die Kraft in dem Bein ließ nach, bevor sie ausrutschte und auf dem Boden der Dusche landete. "Verdammt!". Er schlief sicherlich die ganze Nachbarschaft, aber Naira war fertig und müde, ihr war es egal, sie wollte ihren Missmut einfach nur einen freien Lauf lassen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor sah ihr noch nach, als sie meinte, sie würde alleine hochkommen können. War ja nicht so, dass er sie einfach hochgehoben hätte. Er war heute sogar bereit dazu, sie auf den Armen nach oben in ihr gemeinsames Schlafzimmer zu tragen. Aber ihr Lächeln war verschwunden und Victor erkannte etwas trauriges über ihrem Gesicht. Ein Schatten, der sie wieder einnahm. Er seufzte leise und nickte: "Komme dann nach.", war sein übliches Wort, dass er ihr mitgab, wenn sie ins Bett ging. Zumeist war sie früher am Schlafen, als er. Victor griff nach der Zeitung, die aus ihrer Tasche ragte und ging mit dieser in die Küche, um sich selbst ein Glas Wasser und eine Kopfschmerztablette zu geben. Die Zeitung legte er auf den Tresen und blätterte zu der Seite, wo er den Artikel über Naira O'Connor lesen konnte. An ihren Nachnamen hatte er sich so gewöhnt, da war es ihm fast schon recht, dass sie diesen auch behielt und er ebenfalls diesen annahm. Aber so waren die Traditionen nicht. Die Frau nahm den Namen des Mannes und deswegen würde sie bald Naira Parker heißen.
      Victor seufzte und ging die ersten Zeilen durch, bevor er entschied, dass der heutige Streit einfach nur bescheuert war. Naira musste komplett fertig oder angepisst gewesen sein, wegen dem Blödsinn der darin stand. Er schob die Zeitung in dem Moment von sich, als er einen dumpfen Schlag hörte und wie Naira fluchte. Sofort war Victor auf dem Weg nach oben in das erste Geschoss, um nach ihr zu sehen. Er nahm zwei Stufen aufeinmal und war in binnen von Sekunden oben.
      "Naira?", er versuchte heraus zu finden wo sie war und hörte nur das Wasser in der Dusche rauschen, weswegen er sofort an die Türe trat und klopfte, bereit die Tür aufzumachen.
      "Ist alles in Ordnung bei dir?"
    • Naira O'Connor

      "Scheiße verdammt!". Es war ihr wirklich egal, dass sie vielleicht ein Tick zu laut war, aber sie war einfach fertig mit den Nerven und ließ es nun an allem aus. Sie versuchte sich zu erheben, aber der Krampf im Oberschenkel ließ nur langsam nach, weshalb sie dazu gezwungen war, einen längeren Moment auf dem Boden sitzen zu bleiben. Ihr Steißbein schmerzte, der Kopf musste sich auch leicht irgendwo angestoßen haben, aber generell ging es ihr gut. Ihr Mann klopfte an der Tür, er fragte, ob alles gut war und sie hätte ja am liebsten ruhig reagiert, aber ihre Verfassung ließ es nicht zu. "Nichts ist in Ordnung.. Der ganze Tag ist beschissen", knurrte sie ihrem Mann zurück und versuchte sich zu erheben, aber kaum stand sie auf dem Bein, fing der Krampf vom neuen an. Wütend schlug sie die Faust gegen eine der Fliesen, als sie wieder auf dem Boden landete und schaltete das Wasser aus, bevor sie sich durch das Gesicht fuhr. "Wieder ein scheiß Bein, welches Probleme bereitet.. Ich fühle mich wieder wie ein scheiß verdammter Krüppel". Gerade in letzter Zeit hatte sich Naira daran gewöhnt, dass das Bein endlich besser geworden war und keine Probleme bereitete, sie konnte wieder ein wenig trainieren, Treppen laufen und rennen, ohne Probleme und Schmerzen zu kriegen, jetzt war aber das andere Bein dran, der Fuß schmerzte wie verrückt, es pochte richtig, aber sie gab es auf, wartete einfach, bis der Krampf vorüber gehen würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war es an sich auch egal wie laut seine Frau war. Egal in welchem Zustand sie waren, ob miteinander oder ohne, Naira war nie wirklich leise gewesen, wenn sie genug Emotionen für die Situation übrig hatte. Er zuckte sogar davor zusammen, als sie noch einmal laut fluchte. Schließlich entschied sich Victor dazu reinzugehen. Worauf sollte er warten? Dass die Frau, die er bereits einige Male nackt gesehen hatte und in jeder erdenklichen Stellung, ihn auf einmal rausschmeißen wird, weil sie...nackt ist? Das war ein dummer Gedanke. Er trat also ein und sah Naira in der Dusche am Boden hocken. Sie war nass, hatte aber das Wasser vorhin ausgestellt. Victor konnte nicht anders, als sie mitleidig anzuschauen, schnappte sich ein Handtuch und kniete sich zu ihr runter. Er legte es um ihre Schultern.
      "Ich will dir ja sagen, dass du ruhig machen sollst...Aber ich denke das willst du nicht hören...", sagte Victor, als er versuchte unter ihre Arme zugreifen und sie auf die Beine zu hieven.
      Sie jetzt auf den Artikel anzusprechen brauchte er gar nicht erst.Nichts davon würde wirklich gut verlaufen. Naira war nicht ind er Stimmung er wollte auch nicht wieder etwas aus Versehen von sich lassen, dass sie beide verletzte.
      "Komm...", er versuchte sie lediglich zu stützen, merkte aber schnell wie verkrampft sie war und das sie nicht auftreten konnte. Deswegen machte er es nun doch, griff unter ihre Beine und hob sie hoch, um sie aus dem Badezimmer rüber auf das Bett im Schlafzimmer zu bringen.
      "Das vergeht wieder...es war ja nur ein Unfall...in zwei Wochen ist das wieder heil.", sprach er beschwichtigend auf sie und sah an ihr runter.
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