[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Naira O'Connor

      Das Paar betrat das Lokal und Naira musste sich sofort umsehen. Auch von Innern sah alles nach viel Kitsch aus, aber letztendlich war die Atmosphäre sehr angenehm, es roch nach leckerem Essen und das Lokal war gut besucht. Einer der Herrschaften begrüßte die beiden, er sprach davon, wie schön Naira war, da schmunzelte sie ein wenig. Sie hat schon einige Zeit lang nicht gehört, dass sie schön war, aber es war vermutlich nur eine Masche von ihm. Vermutlich sahen die beiden auch schon nach einem Ehepaar aus und man sah ihnen mit Sicherheit auch an, dass Victor seiner Frau nicht wirklich viele Komplimente machte.
      Naira bemerkte das Grummeln ihres Mannes und griff kurz zu seiner Hand, um sie kurz zu drücken, um ihm ein gutes Gefühl zu geben, dass sie zu ihm gehörte und das auch so bleiben wird. Er war oft eifersüchtig, zwar sprach er es nicht aus, aber man sah ihm an, dass er seine Frau am liebsten einsperren und nie wieder unter Männer rauslassen würde, wenn er die Chance hätte, aber letztendlich fand die Dunkelhaarige es irgendwie.. Süß. Er übertrieb damit schließlich nicht, sondern hielt es für sich zurück.

      Mit einem breiten Lächeln bedankte sich Naira für sich und ihren Mann, dann nahm der Kellner und gleichzeitig Inhaber den weiteren Weg ein, er würde bald wiederkommen. Stattdessen sah die Frau zu ihrem Mann, bevor sie zu der Karte in ihren Händen sah. Sie betrachtete die Gerichte, die angeboten wurden und war sich recht schnell sicher, was sie haben wollte. "Ich glaube, ich weiß.. Was ich essen mag". Sie blickte wieder zu ihrem Mann und betrachtete ihn einfach nur, während er sich die Karte ansah. Der Abend war bisher recht schön verlaufen, ihre Hoffnung war groß, dass es so bleiben würde, dann gäbe es auch einen schönen Abschluss zuhause, auf den sie aus war. Vielleicht würde sie auch etwas anderes wagen, wenn ihr Mann drauf anspringen würde.
      Der Kellner kam wieder, um sich nach den beiden zu erkundigen. Er blickte Naira erwartungsvoll an und legte ihr sogar seine Hand auf den Rücken, erhoffte sich damit vielleicht ein größeres Trinkgeld, wenn sich die Frau besser fühlen würde. Naira bestellte die Burritos, die sie sich ausgesucht hatte und wollte eine ganz normale Cola dazu haben, wobei sie die Hand des Mannes dezent von sich schob.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Zumindestens übertrieb der nüchterne Victor nicht damit. Der andere, der bereits etwas intus hatte, der hätte dem kleinen Mann bereits gesagt, was Sache ist und er hätte damit jeden anderen Mann in der Umgebung von 10 Metern mitgeteilt, dass Naira nicht auf dem Markt war. Sie war weg für alle und nur für ihn da. Ob er sie während so einer Rage überhaupt nach ihrer Meinung gefragt hätte, war auszuschließen. Es war Victor, der schließlich selten nachdachte, bevor er Menschen beleidigte. Dafür mochte er auch bereits das ein oder andere Mal etwas abbekommen haben.
      Dass Naira nach seiner Hand griff, beruhigte ihn tatsächlich ein wenig und gab ihm die Zuversicht, dass sie ihm sicherlich nicht abhanden käme. Nicht bei solch einfachen kleinen Komplimenten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu dienten, die Kunden langfristig an das Lokal zu binden. Wer mochte es nicht, hin und wieder ein Kompliment zu bekommen.
      Victor schmollte noch ein wenig, als er die Karte in die Hand genommen hatte und reinsah. Allen Anschein nach hatte Naira sich bereits entscheiden können. Er selbst konnte die Wahl nicht so einfach treffen und sah kurz auf, als Naira zu ihm sah, senkte aber wieder den Blick, als wolle er sie für den Moment nicht ansprechen.
      Als der Kellner wieder kam, bestellte Naira zu erst, selbst wenn der kleine Mann Victor zuerst gefragt hätte, die Tatsache, dass er Naira anfasste, regte Victor auf, so dass er sich vorerst nicht hätte zu Wort melden können. Er wollte ja nicht respektlos sein. Wenn der Laden hier Naira gefiel, dann müsste er wohl das ein oder andere Mal wieder herkommen können. Als er merkte, dass Naira sich von der Berührung befreite, atmete Victor durch und sah den Mann mit warnenden Augen an, auch wenn dieser es wohl zu ignorieren schien. War ja sicherlich nicht das erste Mal, dass jemand nicht einverstanden war mit seiner so herzlichen Art.
      "Ich nehme die Enchiladas...und Wasser.", bestellte Victor schließlich. Wieder mal war er froh, als der Mann sie beide alleine ließ. Victor schob das Menü bei Seite und stützte sich mit beiden Armen über den Tisch und sah Naira dabei an: "Der ist ziemlich aufdringlich...Hatten dich deine Kollegen davor auch gewarnt?", er hob eine Augenbraue an.
    • Naira O'Connor

      Sie seufzte, als ihr Mann sie darauf ansprach, wie aufdringlich der Mann doch war und blickte ihm in die Augen. Sie würden definitiv nie wieder hier her kommen, wenn es jedes Mal so aussehen würde, wobei es Naira auch nicht ganz so toll fand, was der Mann sich da leistete,aber sie schob es auf seine Gastfreundlichkeit und ignorierte es einfach größtenteils, was ihr Mann scheinbar nicht konnte. Mit einem sanften Lächeln griff sie wieder zu seiner Hand, die auf dem Tisch lag, um sie zu drücken und festzuhalten. Ihr Daumen strich sanft über seine raue Haut, die Frau würde sich den Abend nicht kaputt machen lassen. "Beruhige dich, Vic.. Mich hat keiner vor irgendetwas gewarnt und wenn ich es vorher gewusst hätte, dann würden wir jetzt auf dem Weg zum Diner sein..". Naira sprach ihre Worte sanft aus, sie wollte ihren Mann nicht noch mehr reizen, als es der Kellner tat, der gleichzeitig der Besitzer war, wie er es erklärt hatte. "Außerdem waren die, die es mir empfohlen haben überwiegend männlich und haben so etwas sicherlich nicht erfahren.. Aber wir essen hier einfach in Ruhe und fahren dann Heim, okay?". Es brauchte Fingerspitzengefühl, um Victor ein wenig runter zu bringen, so fühlte es sich jedenfalls für seine Frau an,es war jedoch eine ihr deutlich liebere Reaktion, als die, die Victor betrunken an den Tag legte. Er hatte ein Alkoholproblem und er wusste es genau, aber sie arbeiteten beide daran und bisher hielt es sich sehr gut in Grenzen, der Rothaarige hatte kaum noch Rückfälle, betrunken hatte seine Frau ihn schon länger nicht erlebt.
      Diese versuchte auch das Thema zu wechseln: "Ich mache mir furchtbar Sorgen darüber, ob mich die Presse nicht morgen auseinander nehmen wird.. Drei verschiedene Redakteure waren heute anwesend.. Und du weiß, wie gerne die Presse alles kritisiert". Sie seufzte und strich ihrem Mann noch einmal über die Haut auf der Hand.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ein wenig peinlich wurde es Victor jedes Mal schon, wenn er Naira anmerkte, dass er die Reaktionen der Männer nicht mochte. Und wenn sie dann so ruhig reagierte wie jetzt, ließ es ihn sogar ein wenig zurückschrauben. Ihre Hand auf seiner beruhigte ihn wirklich und legte ihn ab. Sein Blick fiel darauf und wie sie sanft darüber streichelte. Ja, er sollte sich eigentlich keine Gedanken machen und wenn die anderen ihr den Diner empfohlen hatten, dann wohl aus anderen Gründen, als dass der Inhaber hier gerne seine Gäste angrabelte. Victor seufzte leise und beugte sich etwas tiefer über den Tisch, um die Streicheleinheiten seiner Frau sich gefallen zu lassen.
      "Entschuldige, ich weiß ich sollte nicht immer so sein...", brummte er noch hinterher, bevor sie das Thema wechseln konnte und auf die diversen Presseleute zu sprechen kam, die sich wohl in ihrem Vortrag aufgehalten hatten. Stolz war er sicherlich auf seine Frau. Nur konnte er nicht ganz einschätzen, ob es ihr mit der Aufarbeitung des Falls so gut ging.
      "Die Presseheinis waren noch nie die besten...", meinte Victor und zog die Schultern an, bevor er sich vom Tisch heben musste, als der Kellner wieder kam und ihnen ihre Getränke servierte. Diesmal war er nicht so redefreudig und war schnell wieder weg. Victor sah ihm noch nach, ohne wirklich etwas böses hinterher werfen zu wollen.
      "Du wirst wohl wissen, dass sie auf jeden Fall kritische Sachen ausgraben werden...ziemlich persönlich werden...aber du musst sie einfach nur böse angucken und dann rennen sie schon alle weg.", er versuchte das ganze mit einem Lächeln zu unterstreichen und streckte nun selbst die Hand nach ihrer aus, um sie mit beiden zu umfassen. Manchmal brauchte er die Zuneigung, manchmal zeigte er sie in einfachen Gesten, bei denen er nicht überlegte was sie heißen könnten. Die waren immerhin besser, als sein überschwängliches, betrunkenes Ego, dass sich aufbauschen musste.
      "Wann musst du denn morgen mit denen reden?", fragte er sie, damit Naira ein wenig mehr erzählte, in der Hoffnung, dass sie so dadurch ihre Angst verlor vor den Interviews.
    • Naira O'Connor

      Victor zauberte ihrer Frau sofort ein Lächeln auf die Lippen, als er ihr von den Presseleuten sprach und wie sie diese bekämpfen konnte. "Was soll das denn heißen? Bin ich so böse?", fragte Naira ein wenig böse, wobei es nur gespielt war. Sie hatte eben vor diesen kritischen und persönlichen Sachen Angst, sie wollte nicht von den Presseleuten auseinander genommen werden, darauf war sie nicht vorbereitet. Aber die Geste ihres Mannes, die Zuneigung die er ihr indirekt gab gab ihr die Kraft, es vielleicht doch überstehen zu können. Die Suche nach ihrem Kleid morgen könnte ihr die Laune heben, wenn die Zeitungen nur Mist schreiben würden.
      "Ich habe keinen Interviews zugestimmt bisher..", antwortete die Dunkelhaarige ihrem Mann und lächelte ihn sanft an. "Ich wollte erst einmal abwarten, was sie zu dem Vortrag schreiben und es mir dann überlegen, ob ich welche geben möchte.. Je nachdem, wie gut es vor allem angekommen ist.. Ich habe wahnsinnig viele Visitenkarten bekommen". Ein wenig schüchtern lächelte die Frau, sie war diese Aufmerksamkeit gar nicht mehr gewohnt und seit sie nicht mehr im Revier das Sagen hatte, kam auch der etwas schüchterne Teil aus ihr heraus, es würde aber sicherlich mit der Zeit wieder vergehen. "Also wirst du morgen früh entweder was positives oder etwas negatives über deine Frau in der Zeitung lesen.. Ich hoffe nur, dass es nicht peinlich wird, denn dann nehme ich mir direkt Urlaub". Der Frau war nicht mehr bewusst, weshalb sie überhaupt zugestimmt hatte, die Presse zuzulassen..oder überhaupt den Vortrag zu halten. "Aber ich habe dich erwähnt.. Mehrmals.. Und Ramirez..und Alex.. Ohne euch wäre es schließlich nicht so weit gekommen, auch wenn der restliche Vortrag mehr.. theoretisch war.. aber ich hoffe, es wird einfach gut sein!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte es sehr wohl feststellen können, wie zurückhaltend Naira hin und wieder doch wurde. Damals war sie nicht so, sie wusste was ihre Machtquellen waren und sie wusste auch, wie sie diese zu nutzen hatte. Seit dem sie die neue Stellung hatte, musste sie ihr Selbstbewusstsein wieder erlangen. Doch das machte nichts, Victor liebte sie noch immer. Er hielt es für normal ihre Hand am Tisch mal zu nehmen oder ihre kleinen Gesten zu kopieren, die sie ihm gegenüber ausführte.
      Victor lauschte ihren Worten ruhig und nickte lediglich, als sie darüber sprach, dass sie vorerst keine Interviews haben wollte. Erst wenn die Presse gutes schrieb und nichts verdrehte, hätte sie Vertrauen in diese. Victor schmunzelte: "Die Option hätte ich auch gern...", sagte er zwischen ihren Worten und seufzte. Als Detective musste man das ein oder andere Mal die Presse im Haus erwarten und Fälle zurecht biegen oder der Bevölkerung, die Sicherheit geben, dass die Morde oder der einzelne Mord, der irgendwo geschehen ist, sich nicht weiter ausbreitete.
      "Du packst das. Ich kenn dich...und nein bist nicht böse. Du kannst manchmal nur sehr kritisch gucken, dass man seine eigene Geburt hinterfragen kann.", er tätschelte daraufhin ihre Hand und lehnte sich wieder zurück, als man ihnen das Essen brachte. Es roch wundervoll und es sah auch sehr appetitlich aus. Auch wenn Victor vorhin noch nett war, dankte er dem Mann, der ihr Essen brachte, nur mit einem knappen Nicken. Er sollte ruhig wegbleiben. Seinen Tip bekäme er in Amerika ja so oder so. Aber mehr als 10% würden es diesmal wohl nicht werden.
      "Ich kann meinen Hintern darauf verwetten, dass wir vielleicht am Rande erwähnt werden oder abgetan werden, als deine 'Kollegen'", er zeichnete Anführungszeichen in die Luft, bevor er sich ans Essen machte und Naira einen guten Appetit wünschte.
    • Naira O'Connor

      Victor erwähnte ihren bösen Blick und Naira lehnte sich zurück, um die Arme vor der Brust zu kreuzen und genau diesen Blick vorzuführen. Sie hob dabei auch ihre Augenbraue an und musste feststellen, dass sie nicht wusste, wie gut dieser Blick inzwischen war. "Du meinst den hier?", fragte sie noch ein wenig gespielt beleidigt, dann schüttelte die Frau jedoch schnell den Kopf und lächelte wieder. Sie zog es nur durch, wenn es wirklich nötig war, wenn ihr Mann etwas tat, was ihr nicht in den Kram passte, oder jemand sie wirklich auf den Arm nehmen wollte, vielleicht war der Blick gar nicht so schlimm, wie es alle empfanden,doch irgendetwas daran vereinfachte ihr das Leben, wenn sie wütend war.
      Das Essen kam und Naira musste feststellen, dass es besser aussah, als das, was sie sich unter den Gerichten vorgestellt hatte. Scheinbar mochten es die Mexikaner, alles in einen Wrap zu verpacken, aber es störte die Frau nicht im geringsten. "Ich hoffe, ihr werdet nicht einfach nur so abgestempelt.. Ich war ja schließlich nicht die einzige, die Anchorage gerettet hatte". Letztendlich wusste sie, dass Victor vermutlich recht hatte und es nicht anders sein würde, aber die Hoffnung starb bekanntlich zum Schluss. Auch die Frau wünschte ihrem Mann guten Appetit und nahm das Besteck in die Hand, um in Ruhe zu probieren. Das Essen war scharf, aber es war gar nicht mal so schlecht, vielleicht würde sie doch öfter herkommen wollen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor kannte den Blick nun viel zu gut. Er war ihm auch nicht wirklich lieber, als ihre tyrannischen Diskussionen und ihre halbherzigen Vorwürfe, er sei ein Arschloch in dem oder jenem Moment. Dieser Blick ließ das meiste Blut in seinen Adern gefrierern und er konnte isch nur zu gut vorstellen, was dabei in den Köpfen von anderen Männern und Frauen vor ging, die ihn abbekamen.
      "Ich bezweifel es, aber schön dass du auch an die anderen Leute denkst.", sagte Victor zwischen zwei Bissen ohne sich oder jemand anderen zu degradieren. Aber so war es bereits. Wer Alex, Victor oder Ramirez dabei waren interessierte die Presse herzlich wenig. Was interessant war oder mehr Leser einbrachte, das war die Herz zerreißende Geschichte der Detective, die so wieder an ihren Onkel erinnert wurde und dass ihr Vater hinter all dem steckte.
      Das Essen schmeckte gut und Victor musste doch sagen, dass ihm die Atmosphäre gefiel. Jetzt noch mehr nachdem der kleine Mann sie auch in Ruhe ließ und Naira nicht mehr auf die Pelle rückte. Entweder weil sein Blick genug Bände gesprochen hatte, oder weil Nairas kleine Bewegung seine Hand von der Schulter zu schieben, ihm genug vermittelt hatte.
      So oder so, war Victor nun eher geneigter wieder zufrieden zu sein. Als er fertig war leckte er sich die Finger ab, weil die Soße sich aus dem Wrap über seine Hände verabschiedet hatte.
      "Mh...Na gut, wegen des Essens kann man öfter herkommen, sage ich."
    • Naira O'Connor

      Es würde vermutlich gar nichts über ihre Kollegen stehen, die ihr bei der Auflösung geholfen haben, aber spätestens bei einem der Interviews würde Naira darauf bestehen, dass man sie mit einbezog. Sie wäre nichts, ohne ihrer kleinen Familie, zu der selbst Alex dazugehörte. Die beiden ließen die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein und kümmerten sich nicht mehr um das, was passiert war, denn nun war der Blonde ihr bester Freund, nach Victor natürlich.
      Auch die Dunkelhaarige fing an sich mit dem Essen zu beschäftigen und stellte nach wenigen Bissen fest, dass sie das Essen richtig gut fand. Es war gut gewürzt, die Schärfe war vorhanden und dominant, aber nicht zu kräftig, um es nicht genießen zu können. Alles schaffte sie nicht, aber den größten Teil aß Naira auf und lehnte sich dann zufrieden zurück. "Ich finde auch, dass wir hier öfter essen könnten..",stimmte sie ihrem Mann zu und lächelte breit. Es war ein wirklich gelungener Abend, auch wenn Victor sich zunächst angestellt hatte.

      Die beiden bezahlten und verabschiedeten sich, bevor sie in Victors Wagen einstiegen. Nachdem der Mann vom Parkplatz abrollte griff Naira dezent nach Victors Hand, um darüber zu streichen, letztendlich legte sie die Hand auf seinen Oberschenkel, um ihn nicht bei der Fahrt zu stören und strich sich langsam nach oben. Ein Gedanke kam ihr in den Kopf, aber so recht traute sie sich nicht es auszusprechen. Die erste Zeit über schwieg die Frau, bevor sie sich traute: "Vic? Was hältst du davon, wenn wir auf einen verlassenen Parkplatz fahren..und dein Auto einweihen?". Ein wenig schüchtern, aber dennoch verführerisch blickte sie zu ihrem Mann und hoffte, dass er verstand, was sie von ihm wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie waren sich letztlich einig, dass Mexikanisch gut war und wie es schien gefiel es auch Naira sehr, so dass es nicht letzte Mal bleiben wird. Victor sagte sich, er solle sich das merken, damit er ihr im Notfall einen aufmerksamen und guten Abend bescheren konnte, doch er wusste genau so gut, dass er es schon bald vergessen wird. Auch wenn er es nicht wollte und ausnahmsweise mal ein aufmerksamer Ehemann sein wollte. Nachdem sie bezahlt hatten, gingen sie gemeinsam raus. Die Nachtluft hatte ein wenig abgekühlt und Victor atmete diese herzlich gerne ein, bevor er sich wieder in den Wagen setzte, der noch immer sehr neu roch.
      Er fuhr aus der Parkbucht und lenkte den Wagen auf die Straße, um wie üblich zurück mit Naira zu ihrem Haus zu fahren. Eigentlich ging er auch eher davon aus, dass Naira für die zwei daheim etwas ausgedacht hatte, um ihr Spielchen zu treiben, aber sie legte ihre Hand auf seine bis sie dann sich auf seinen Oberschenkel legte und gefährlich hoch rutschte. Die sanfte Berührung jagte Victor einen schauder über die Haut und er warf ihr einen Seitenblick zu, bevor er auf den Highway einbog.
      Sie sagte nichts, also ging er davon aus, dass sie das lediglich als kleine Warnung oder als Vorspiel haben wollte. Doch als sie auf dem halben Weg fast daheim waren, fragte sie, ob sie den Wagen einweihen. Victor verstand erst nicht, worauf sie hinaus wollte, doch kurz darauf machte es Klick und er konnte nicht anders, als bei nächster Gelegenheit ihr einen schelmischen Blick zu zu werfen. Zumeist war es nun Nairas Aufgabe Feuer in ihre kleinen Bettgeschichten zu bringen und das schaffte sie. Victor selbst bevorzuge ja doch ausnahmsweise mal das Bett, weil er müde war. Aber Parkplatz und Auto einweihen klang eigentlich ganz gut. Zum Glück war das nicht sein erstes Rodeo im Auto. Aber er behielt das für sich.
      "Du bist ungezogen. Was werden denn nur die Kollegen sagen, wenn man uns entdeckt..."
      Er schnalzte mit der Zunge, fuhr aber nicht bei der richtigen Ausfahrt ab, sondern nahm den Weg aus der Stadt heraus.
    • Naira O'Connor

      Ihr Mann brauchte einen Augenblick, bis er verstand, was Naira von ihm haben wollte, aber Anscheinend machte es irgendwann Klick. Der schelmische Blick, den er ihr zuwarf brachte sie nur zum Grinsen und ihre Hand rutschte noch ein wenig weiter bis zu der Beule in seiner Hose. Sie wollte ihn nicht von der Fahrt ablenken, deshalb strich sie nur kurz darüber, bevor sich die Frau wieder zurückzog und mit einem unschuldigen Lächeln wieder auf ihren Platz zurückrutschte.
      "Ich muss dir ja zeigen, was du am Wochenende heiratest.. Damit du es dir noch vorher gut überlegen kannst..". Naira grinste breit in sich hinein, sie konnte mit ihrem Mann die Fantasien ausleben, die sie sich sonst nicht getraut hatte auszusprechen. "Aber du magst doch, deine ungezogene Frau.. Die noch viel mehr drauf hat, aber das brauche ich dir ja nicht zu sagen..". Ihre Hand strich wieder über sein Bein und ganz brav wartete die Frau, bis ihr Mann einen geeigneten Ort gefunden und ein wenig weiter weg geparkt hatte. Erst, als der Motor aus war schnallte sie sich ab und lehnte sich zu ihm rüber, um ihn in einen leidenschaftlichen Kuss zu fangen. So langsam erhob sie sich auch und kletterte mit einem, dann auch mit dem anderen Bein rüber auf den Beifahrersitz zu ihrem Mann, auf dessen Schoß sie sich setzte. "Ich fand den Abend richtig schön.. Vic..",hauchte sie ihm entgegen und blickte kurz in seine Augen. SIe wollte den Augenblick genießen, bevor sie sich beide in die Leidenschaft stürzten würden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er brauchte es in ihrer Gegenwart nicht leugnen, dass allein die Vorstellung eines kleinen Stelldicheins mitten auf dem Parkplatz ihn ganz heiß machte. Deswegen war auch allein die kurze Berührung ein kleiner Elektrostoß durch seine Lenden. Er strengte sich an nicht zu schaudern. Ungezogen, das war das richtige Wort für seine Frau. Sie hatte Fantasien und Ideen, die sich Victor zwar mal ausgemalt hatte oder im Internet gesehen hatte, aber eigentlich nie mehr groß auslebte. Mit Naira ging das wohl...
      "Oh, ich habe mir das schon gut überlegt, ob ich diese Frau auch wirklich heiraten möchte.", sagte er und blickte über die Schulter nach hinten, um abzubiegen. Er manövrierte den Wagen vom Highway hinunter und auf einen Waldweg, dem sie einen Moment folgten, bis er den Wagen abstellte. Die Runden, die er bereits mit dem Wagen fahren durfte, kam er hin und wieder hier vorbei. Es war ruhig und verdammt still. Aber es war auch bereits dunkel, so dass man nicht viel von dem Wald erkannte. Aber das war der jungen Frau wohl egal, dass dieser Platz auch sehr gut der Anfang eines Horrorszenarios hätte sein können. Victor war das auch egal. Er schaltete den Motor ab und nahm sich noch die Zeit, um mit dem Sitz ganz nach hinten zurück zu fahren. Denn in dem Augenblick kletterte auch Naira bereits auf seinen Schoß. Er half ihr und hielt sie dann fest, als sie bei ihm ankam. Während seine Zunge mit Nairas beschäftigt war, wanderten seine Hände über ihre Taille zum Rücken und er streichelte sie. Er wollte noch im selben Moment ihren BH durch das Oberteil öffnen, als sie sich darüber äußerte wie gut sie den Abend fand. Victor hielt kurz inne und erwiderte ihren Blick. Da war wieder dieses Gefühl, dass er brauchte. Sie konnte ihn festhalten. Victor lehnte seine Stirn an ihre: "Ich möchte, dass du glücklich bist...immer...", raunte er leise und ließ im selben Moment die Hände unter ihr Oberteil gleiten und nach oben schieben, damit er wenigstens den Ausblick auf ihre schöne Oberweite hatte. Der Vorteil, dass sie beide wieder aßen...Naira hatte nun auch größere Brüste. Minimal, aber ihr Freund und Zukünftiger spürte das in jeder Hand. Sobald sie freigelegt waren, beugte sich Victor vor und biss spielerisch in die linke Brust von ihr, solange die Hände mit dem Verschluss am Rücken zutun hatten.
      Ein schöner Abend und ein guter Abschluss. Da verflogen sogar die schlechten Gedanken an seine Kollegin, die so kokett mit ihm gesprochen hatte. Es gab nur eine die ihn Vic nannte und es sollte nur eine geben, die es machte...
    • Naira O'Connor

      Der Wald und die Dunkelheit war nicht das große Problem, es war auch nichts, womit sich Naira irgendwie beschäftigen wollte, sie wollte nämlich ihren Mann und nicht irgendwelche Natur. Naira kletterte auf den Sitz, nachdem Victor diesen nach Hinten gefahren hatte und setzte sich auf seinen Schoß. Die Wärme, die von seiner Mitte aus kam war schon zu spüren und verstärkte nur ihre eigene Wärme zwischen ihren Beinen. Es war verrückt, so etwas hatte Naira noch nie getan, aber mit wem sollte sie es ausprobieren, wenn nicht mit ihrem eigenen Mann? Er war vor allem so offen, was ihre Gelüste und ihre Vorschläge anging, da konnte sich die Frau jedes Mal trauen etwas zu sagen. Es erfrischte ihre Beziehung und gab ihr einen gewissen Kick, den sie neben der Arbeit brauchte, da diese ihr so etwas nicht mehr geben konnte.
      Victors Worte zauberten der Frau wieder ein Lächeln, sie stürzte sich aber in die Gefühle, die aus ihrer Körpermitte ausstrahlten. Sie ließ sich das Oberteil auch ganz ausziehen, sie waren hier mitten im Wald, die Türen waren verriegelt und sollte sie jemand sehen, dann war es nun einmal so, es war schließlich nicht gegen das Gesetz, was sie hier taten und ihr Mann war Detective, er würde dem Fremden mit Sicherheit etwas sagen können. Der Mund an ihrer Brust ließ die Frau aufseufzen und vor allem aufstöhnen. Sie ließ sich auch den Rest ausziehen, konnte letztendlich nur mit ihrem Slip bekleidet auf ihrem Mann sitzen und sich an seinem Hals zu schaffen machen.

      Es war nicht ganz einfach, aber das Gefühl vielleicht erwischt zu werden trieb es das Ganze noch an die Spitze. Der Wagen roch nach dem Schweiß und den Gelüsten, die Sie beide spürten und es füllte sich mit dem Stöhnen, welches aus Nairas Mund kam. Sie fühlte sich gut, all die negativen Gedanken waren verschwunden und sie gab sich ihrem Mann hin, dem sie einen schönen Abgang bereiten konnte. "Gott, ich liebe dich Vic!". Es stimmte schließlich auch, aber unter diesen Gefühlen wollten die Worte an die Oberfläche.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das eine kam zum anderen. Victor half seiner Freundin aus der Kleidung, um selbst in diesem knappen Raum sehen zu können was ihren Körper aus machte. Sie war wunderschön und auch wenn er nicht viel sah, weil es stock duster war, konnte er trotzdem ihre Konturen erkennen. Zufrieden lauschte er ihrer Stimme, die die Ekstase freiwillig übermittelten. Ihr Stöhnen regte ihn an mal sanfter, mal härter zu sein. Aber letztlich stellte er sich auch sehr auf seine Frau ein. Er wollte spüren, dass es ihr gut ging. Die Fenster des Wagens waren beschlagen und es war auch ohne die Heizung warm gewesen. Victor hatte die Arme um ihre schmale Taille gelegte, als er in ihr kam.
      "Huff...", schnaufend musste er sich erst einmal beruhigen und das Zittern und die Spannung aus seinen Muskeln vertreiben. Aber dann wurde es wieder ruhig. Die Hitze verschwand aus seinem Kopf.
      "Ja...ich liebe die auch...", er lächelte und gab ihr einen Kuss auf die Lippen, bevor er sie noch einmal an sich drückte. Noch immer klopfte sein Herz schnell und unaufhörlich stark. Aber er war glücklich und auch wenn es wohl nicht die beste Idee war nicht einmal ein Handtuch unter sich zu legen, so war es ihm trotzdem egal. Er hatte keinen Partner, der allein durch den Geruch hätte verstehen können, was hier geschehen ist. Victor küsste noch einmal ihre Schulter.
      "Enden unsere abendlichen Restaurantgänge nun immer so, Misses Parker? Wenn ja...dann weiß ich nicht woher ich das ganze Geld später nehmen soll...", er lachte leise und lehnte sich schließlich zurück. Per Knopfdruck ließ er das Fenster auf seiner Seite runter, um ein wenig Frischluft in den Wagen zu lassen.
    • Naira O'Connor

      Sie ließ sich auf die starke Brust ihres Mannes fallen, als auch er seinen Höhepunkt gehabt hatte und atmete mehrmals tief durch. Das Herz raste und schlug dabei heftig gegen den Brustkorb, während die Hitze sich langsam zurückbildete. In diesem Moment war Naira einfach alles egal, sie hatte es genossen mit ihrem Mann etwas zu tun, was sie noch nicht getan hatten.
      Naira schloss ihre Augen und atmete die frische Luft mehrmals ein, während sie den Worten ihres Mannes lauschte. Das Grinsen war wieder breit auf ihren Lippen zu sehen. "Mhmm..", stimmte sie ihm zu. "Ich kann mir vorstellen, dass es immer so enden kann, Detective.. Sie brauchen ihre Frau nur öfter auszuführen..Sie ist noch voller anderer Ideen.. Man kann an so vielen Orten Sex haben..". Spielerisch biss sie ihrem Mann sanft in die Schulter, um ihn ein wenig zu necken, bevor sich Naira erhob und ihre Haare zurückstrich. Ein Blick unter sich zeigte ihr die Sauerei, die sie veranstaltet haben, das Schmunzeln bildete sich wieder auf ihren Lippen. "Ich werde den Sitz später saubermachen".
      Die Frau erhob sich langsam und kletterte dabei auf ihre Seite zurück, bevor sie ihre Sachen zusammensuchte und sich langsam anzog. Ihr Blick glitt dennoch wieder zu ihrem Mann, dem sie zulächelte. "Ich hoffe, ich habe dich damit nicht allzu überrumpelt..". Ihre Hand strich über seine Wange, bevor sie sich zu ihm lehnte und ihm einen Kuss auf die Wange gab. Sie war bereit sich wieder anzuschnallen und nach Hause zu fahren, um vielleicht zusammen mit ihrem Mann im Bett zu schlafen. Es konnte natürlich auch sein, dass er wieder im Büro seine Zeit verbringen würde, um an dem Fall weiterzuarbeiten. Es war in Ordnung, er durfte sich ein wenig Ablenken, immerhin war der Abend recht schön gewesen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Gut war es doch, das vorerst niemand hinterfragen wird wofür Victor eigentlich den Wagen brauchte und wofür er ihn dann in Wahrheit nutzte. Die eine oder andere Fahrt, die er zum Spaß machte, musste ja nicht wirklich hinterfragt werden. Er zuckte zusammen, als sie ihn biss, hatte aber dennoch seinen Spaß dabei und half ihr rüber auf ihren Sitz.
      "Mach dir nichts aus dem...", kommentierte er noch was den Sitz anging, bevor er die Hüfte hochstemmte, um die Jeans wieder über die Lenden zu ziehen. Er zog den Gürtel enger und ließ dann die Fenster ganz nach unten fahren. Doch noch ließ er den Motor nicht anspringen, stattdessen streckte er einen Arm auf ihre Seite und streichelte über ihre Haare.
      "Ich habe absolut nichts dagegen, wenn es jedes Mal so enden wird. Dann gibt es ja Grund zurück zu kommen.", er zwinkerte, sein Humor war nie der beste gewesen, aber er würde in dem Alter wohl auch nicht mehr besser werden.
      Victor fuhr sich selbst noch einmal über die roten Haare und strich den Bart zurecht, bevor er den Schlüssel im Zündschloss umdrehte.
      "Es ist schön zu sehen, dass du dich wohl fühlst bei mir...ansonsten hättest du das wohl nicht gemacht oder warst du schon immer so versaut?", er grinste, fuhr den Wagen vom Parkplatz und machte sich wieder auf nach Hause zu fahren. Den ungefähren Wegen hatte er sich noch gemerkt und sobald er auch nur in ihrem Viertel war, konnte er sich auch ohne Probleme orientieren.
    • Naira O'Connor

      Am nächsten Morgen war Naira weit vor ihrem Wecker wach. Alpträume plagten sie schon wieder und hatten ihr den Schlaf diese Nacht geraubt, sie musste dringend wieder einen Termin bei ihrem Therapeuten machen und mit ihm über diese ganze Sache reden, sonst würde sie noch verrückt werden so kurz vor der Hochzeit und unter all dem Stress.
      Sie setzte sich auf die Bettkante und fuhr sich durch das Gesicht, es würde kein guter Tag für sie werden, wurde es nie nach den schlaflosen Nächten. Die Frau war sich gar nicht sicher, wie sie es vorher eigentlich hingekriegt hatte, da schlief sie sehr viel nicht, heutzutage lag es wahrscheinlich eher an den Alpträumen, dass sie den Tag über ziemlich gereizt war, als wirklich an dem Mangel am Schlaf. Vielleicht war der Vortrag keine so gute Idee gewesen, wie sie es vermutet hatte, vielleicht war es aber einfach der Stress, der ihr einen Streich spielen wollte.
      Ein Blick zur Seite verriet ihr, dass sie die Nacht wieder alleine verbracht hatte, aber wenn sie ehrlich war, konnte Naira dessen gar nicht böse sein. Victor machte doch nur seine Arbeit und er machte sie gut, es gehörte in seiner Position dazu, dass er auch seine Freizeit dafür aufopferte. Sie seufzte, bevor sie sich erhob und zu ihrem Bademantel griff. Spike war noch am schlafen, er hatte es sich auf Victors Seite gemütlich gemacht und würde sicherlich bald aufwachen, wenn er Nairas Anwesenheit nicht mehr spüren würde.
      Naira verließ das Schlafzimmer und blickte auf dem Weg nach unten in das Arbeitszimmer, die Tür stand einen Spalt weit geöffnet, da brauchte sie keine Angst zu haben ihren Mann zu wecken, Er schlief an seinem Schreibtisch mit dem Kopf mal wieder auf den Unterlagen, woraufhin seine Frau wieder seufzen musste. Leise schaltete sie seine Lampe aus und deckte Victors Schultern mit einer leichten Decke zu, bevor sie auch dieses Zimmer verließ und die Treppe runter nahm. Kopfschmerzen machten sich breit, ihre Laune war im Keller und nicht einmal der Geruch vom Kaffee, als die Maschine fertig war, konnte sie wieder heben. Bis die ersten Sonnenstrahlen zu sehen waren und Victors Wecker klingelte blieb sie unten und arbeitete an den Klassenarbeiten, die noch zu korrigieren waren. Sie war noch so gut und kochte frischen Kaffee, als sie den Wecker oben hörte, um ihren Mann wenigstens damit eine kleine Freude zu bereiten. Spike hatte sich recht spät ebenfalls runter gerafft, er bekam eine ordentliche Portion vom Kraulen und etwas zu Essen, bevor er sich zufrieden an den Füßen seines Frauchens breit machte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nachdem sie wieder zu Hause waren brachte Victor Naira noch ins Bett. Sie duschten abwechselnd und bevor Victor fertig war, war Naira bereits eingeschlafen. Deswegen wollte er sie auch nicht weiter stören. Stattdessen lehnte er die Tür an und ging in sein Arbeitszimmer. Spaß hin oder her. Er brauchte trotzdem die Arbeit, um sich abzulenken und alles vergessen zu können. Man kam nur schwer aus dem Stress heraus, den man sonst all die Jahre gebraucht hatte, um zu funktionieren. In der Arbeit sah Victor seine Seelenruhe bestätigt. Unter anderem ging das aber auch nur so gut, weil er wusste, dass Naira sicher bei ihm zu Hause war. Sie schlief und er setzte alles daran das aufrecht zu erhalten. Eben auf seine Weise und nicht vielleicht, die Art und Weise, die er eher an den Tag hätte legen sollen.
      Es wurde spät und je länger er über diesen einen Mord sah, desto weniger verstand er. Die Leiche wurde nie geborgen. Und ihr Bekannter war nicht ansprechbar. Es war kein Selbstmord, da hatte seine Frau schon recht. Aber was war es dann? Wieso sollte jemand die junge Frau ermorden wollen. Plus...er hasste Schiffe, musste er bemerken. Der Tatort, den er bereits besuchen durfte war ein großes Passagierschiff das immer dieselbe Route fuhr. Aber es war eng und nicht gerade geräumig. Es kitzelte das wenige seiner Klaustrophobie hervor. Solange er sich Gedanken darüber machte und das Internet, als auch die Akten durchwälzte, um einen Anfang zu finden, schlief er wie so oft auf seinen Unterlagen ein. Er bemerkte es schon gar nicht mehr. Die Schulter und Nackenschmerzen dadurch nahm er einfach hin.

      Der Wecker klingelte ihn schrill wieder aus dem Schlaf und noch als er den Kopf hochriss, bemerkte er die Verspannung, die sich über die linke Halsseite zog. "Verdammt...", fluchte Victor rau. Er warf nicht einen Blick auf die Unterlagen, sondern stand direkt auf und nahm den Weg zum Bad, um sich ein wenig frisch zu machen. Meistens war er ein wenig früher wach als Naira, doch diesmal war sie wohl zuerst unten gewesen und erwartete ihn mit einer heißen Tasse Kaffee. Trotz des Gesichtswaschens sah Victor immer noch stark zerknautscht aus, als er in die Küche kam und sowohl Naira, als auch Spike begrüßte.
      "Mhh...Tut mir leid...ich wollte dich gestern nicht mehr wecken...Habe also noch gearbeitet...", er rieb sich gähnend die Augen, bevor er die Hände um die warme Tasse schloss.
      "Hast du gut geschlafen?", Victor setzte sich neben Naira.
    • Naira O'Connor

      Sie hörte seine Schritte, die die Treppe runter gingen und sich auf in die Küche machten. Victor war immer früher wach, was an den unterschiedlichen Arbeitszeiten lag, Naira fing gut zwei Stunden später an, manchmal noch später und doch stand sie immer auf, nachdem sie die Tür ins Schloss fallen hörte. Sie war jahrelang früh aufgestanden und konnte sich einfach nicht mehr daran gewöhnen etwas länger zu schlafen.
      Die Frau wünschte ihrem Mann einen guten Morgen, sah aber nicht auf, denn der Aufsatz, den sie gerade las war ein wenig kniffliger zu verstehen und für den Moment wollte sie ihre Aufmerksamkeit nicht teilen. Sie gab es aber auf, es war vielleicht einfach noch etwas zu früh für den Quatsch, den sie vor sich hatte, warum konnte es nicht einfach eine Akte sein mit einem Mordfall oder einem Verschwinden? Sie sah schließlich zu ihrem Mann auf und nahm ihre Tasse in die Hand, bevor sie sich zurücklehnte. Ihr Mann kam neben sie, hatte sich wie in letzter Zeit öfter dafür entschuldigt, dass er nicht bei ihr im Bett war. Naira lächelte, er konnte manchmal wirklich fürsorglich sein. "Ich habe nicht schlafen können..", gab sie zu, erwähnte dabei aber nicht den Grund, weshalb es ihr nicht möglich war. Ihr Kopf brummte noch immer, ihr Nacken fühlte sich steif an und die Frau drehte ihren Kopf ein wenig, um den Nacken zu lockern. "Hast du wenigstens ein paar Stunden schlafen können?".
      In den Fingern kribbelte es ihr danach, mit ihrem Mann über seinen Fall zu sprechen und womöglich ihre Gedanken ein wenig abzulenken, aber es war immer ein sehr schwierige Angelegenheit und diese brauchte Fingerspitzengefühl.. Welches Naira nicht wirklich besaß, wenn es um ihre ehemalige Arbeit ging. Sie wagte es trotzdem, darauf zu sprechen zu kommen, immerhin machte auch sie sich die letzten Tage zwischendurch Gedanken darüber: "Hast du schon mal daran gedacht, dass sie das Schiff gar nicht verlassen hatte, als man ihr Verschwinden bemerkte? Vielleicht hat sie das Schiff erst im Zielhafen verlassen und es war eine geplante Sache?". Seine Frau nahm einen Schluck ihres Kaffees und zog die Beine an sich, stellte ihre Fersen auf ihrem Stuhl ab. "Ich meine, ich kann sie verstehen.. Wenn du keine Lust mehr auf diese ganze Sache hast, dann gibt es kein Zurück mehr.. Egal wo sie hingehen würde, man würde ihr auf der Spur sein..und wenn sie spurlos verschwindet und sich ein neues Leben irgendwo aufbaut, wo man sie deutlich weniger kennt.. oder vielleicht erkennt.. Dann hat sie Ruhe für immer". Naira zuckte mit ihren Schultern. "Ist nur so mal eine Idee, die mir in den Sinn gekommen ist..". Sie schmunzelte und wartete nur auf die Standpauke darüber, dass sie sich nicht in seine Arbeit einzumischen hatte. Und sie war okay, er wollte doch nur das Beste für sie.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ein Morgen zu zweit war selten und auch wenn Victor ihr viel lieber gesagt hätte, sie solle wieder zurück ins Bett gehen und sich noch etwas hinlegen, genoß er ihre Nähe am Frühstückstisch. Sie hätte auch die ganze Zeit nur in ihre Aufschriebe starren und ihn komplett ignorieren können. Aber sie tat es nicht, schob das Geschreibsel bei Seite und wandte sich an ihn. Victor murrte leise und verzog das Gesicht, als sie mitteilte, sie habe nicht geschlafen.
      "War vielleicht doch nicht so klug raus zu fahren, um ein wenig Spaß zu haben.", er gähnte wieder und stützte den Kopf auf einer Hand ab, um noch ein wenig die Augen ruhen lassen zu können. Die Schmerzen im Nacken hielt er aus. Letztlich waren sie weder neu noch außerordentlich ausgeprägt. Er musste damit leben.
      "Ich habe ein wenig Schlafen können. Vielleicht ein wenig zu viel.", antwortete er auf ihre Frage und zuckte dann lediglich mit den Schultern. Bis dahin war er noch verschlafen, aber als Naira wieder anfing über den Fall zu philosophieren grummelte Victor wie ein alter Hund, den man von der Stelle bewegen wollte. Er sah sie endlich an und schob dabei die Augenbrauen zusammen. Wütend konnte er nicht auf sie sein, aber es gefiel ihm einfach nicht, dass sie noch immer so hinterhing an dem Job. Vielleicht wird er sie irgendwann wieder loslassen müssen. Es war doch nur eine Frage der Zeit, bis die Frau sich aus seinen Fängen löste und wieder das tat was sie machen wollte. Aber ihre Idee war nicht schlecht.
      "Sie war mit jemandem unterwegs und der weiß auch nicht wo sie hin ist...keiner hat sie gesehen...", erwiderte er schließlich und schüttelte daraufhin den Kopf. Gleichzeitig holte er einen der Aufschriebe ihrer Schüler heran und ging über die erste Frage hinweg.
      "Was für ein Blödsinn...", entwich es ihm. Er wollte nicht mit ihr über den Fall reden. Aber vielleicht warf er später ihre Idee dem Team vor und die konnten ein wenig auf der Idee herum kauen.
    • Benutzer online 2

      2 Besucher