[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Naira O'Connor

      "Nur Glück?", fragte Naira und hob ihre Augenbraue hoch. "Dann zeig mal, was Können heißt". Sie lehnte sich zurück und kreuzte ihre Arme vor der Brust, um zu beobachten, was ihr Verlobter so aufriss. Er war besser, als die Dunkelhaarige, aber mit ihrem Glück lag sie noch vorne, das Grinsen war breit auf ihren Lippen zu sehen. "Wir werden ja sehen, ob du mich noch einholen kannst". Sie spielte mit ihm, setzte ihren verführerischen Blick auf und wollte den Mann ein wenig reizen, um seine Laune zu heben. Mit seinem Kommentar vorhin hatte er die komplette Laune gehoben, er war nicht mehr mürrisch und er hatte Spaß, wie es aussah.
      Naira nahm sich ihre Kugel und lief an ihrem Mann vorbei, um sich an der Bahn aufzustellen. Sie warf mit voller Konzentration die Kugel, sie blieb auf der Bahn und traf vier Pins an der rechten Seite. Sie nahm sich eine zweite Kugel und traf damit vier Pins auf der anderen Seite, es blieben noch zwei Pins übrig, aber ihr Zug war vorbei. "Ich bin immer noch in Führung", sie grinste ihren Mann an und blieb vor ihm stehen, sie wollte ihn nicht durch lassen. "Magst du schon einmal einen Vorgeschmack dessen bekommen, was du sowieso nicht bekommst?". Naira neckte ihn ein wenig, sie wollte sein Ego pushen und ihn dazu bringen, sein Bestes zu geben. Meistens klappte es, vor allem wenn sie mit so etwas warb, wie ihrem Körper.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Da konnte man doch diskutieren wie man wollte. Männer waren leicht gestrickt und wenn eine Frau mit ihrem Körper warb, dann waren die meisten, vorausgesetzt sie waren an dieser Frau interessiert, sehr leicht zu durchschauen. Auch seinen Blickwinkel ließ sich mit einigen wenigen Worten wenden und drehen. Wahrscheinlich gab es auch Männer, die nicht so einfach zu führen oder zu hintergehen waren, aber Victor gehörte dazu. Er ließ sich von ihr reizen und musterte sie, als sie erfolgreich bis auf zwei verbleibende Pins alles wieder abgeräumt hatte. Sie hatte sich vor ihm aufgebaut, auch wenn das bei dem Größenunterschied kaum etwas hieß. Trotzdem fand er sie in dem Moment süß und unterdrückte ein Schmunzeln, als er näher an sie heran trat und seinen Arm um sie legte, um sich bereits auf einen kleinen, aber wohltuenden Kuss einzustellen. Kurz bevor er sie küsste, änderte Victor aber die Taktik und er ließ sie los: "Oh...ich brauche keinen Vorgeschmack, meine Liebe...Ich werde das alles später auskosten. Wie heißt es so schön...Mit Geduld...kommt man weiter oder so? Na ja. Du weißt was ich meine...", er wedelte seinen versuchten Satz ab und trat wieder an die Bahn. Bewaffnet mit der Bowlingkugel, warf er den Blick kurz auf die anderen Spielgruppen und beobachtete einen Wurf von diesen. Manche stellten sich auch einfach nur hin und schoben die Kugel einfach an. Dann rollten diese langsam, aber geradlinig. Victor überlegte einen Moment, ob er das auch mal machen sollte, entschied sich aber dagegen, weil er vor seiner Frau natürlich keinen solchen Anfängertrick nutzen wollte. Er holte aus und ließ die Kugel los. Mit Schwung glitt sie über den Boden und riss zu seiner Überraschung alle Pins um.
      Erstaunt wandte er sich ab und hob die Hände: "Siehst du...Du hattest nur Glück.", er lief zu ihr und stellte sich einfach neben sie, um auf die Bahn zu blicken und auf den Fernseher, der die uralte Animation für den Strike abspielte. "Vielleicht sollte ich dich aber auch einfach gewinnen lassen. Ich weiß, ich krieg heute sowieso beides...".
    • Naira O'Connor

      Sie wollte ihm einen Vorgeschmack geben, ihn mehr aufheizen und zeigen was er verpassen würde, wenn er sich nicht anstrengen würde, aber noch bevor Nairas Lippen seine berührten zog sich der Mann zurück und seine Worte ließen sie ene Augenbraue anheben. "Geduld also?", fragte sie und schmunzelte, denn ihr Mann war für sie nicht gerade mit Geduld bekannt. Aber sie ließ ihn machen, lehnte sich zurück und kreuzte die Arme vor der Brust, um ihrem Mann zuzusehen, wie auch er einen Strike hinbekam. Naira schmunzelte, sie schüttelte ihren Kopf, während ihr Mann auf sie zu lief. "Ich stehe immer noch mit einem Punkt vorne", sie neckte ihn schon wieder und deutete dabei auf den Bildschirm, der den Punktestand nach der Animation zeigte. Vic sprach vom absichtlichen Verlieren, daraufhin schnaubte seine Frau belustigt. "Ich wäre mir an deiner Stelle nicht so sicher.. Wenn ich gewinne wirst du machen müssen, was ich dir sage, schließlich bin ich dann der Meister". Sie streckte ihm tatsächlich die Zunge raus, auch wenn sie in Gedanken wusste, dass es egal war, ob er gewinnen oder verlieren würde, ihm würde tatsächlich beides gefallen. Er ließ sich gerne von ihr führen, sie gab ihm auch gerne die Richtung an, aber ab und zu musste auch er mal das Wort an sich nehmen und seine Frau mal scheuchen. Wie Katz und Maus spielten sie miteinander, aber es war ein Spiel, welches zumindest Naira nicht langweilig wurde, sie liebte es von ihm gejagt zu werden, aber genauso sehr liebte sie es selbst zu jagen.
      Sie nahm die nächste Kugel an sich und trat an die Bahn, bevor sie sich konzentrierte. "Du wirst mir Glück bringen, hörst du", flüsterte sie der Kugel zu, dann nahm sie ihre Kraft und warf die Kugel auf die Bahn. Sie blieb bestehen, nahm aber nur die Hälfte mit und ließ die andere Hälfte stehen. Beim zweiten Anlauf nahm sie den Rest noch mit und freute sich umso mehr, dass der Vorsprung immer größer wurde. "So macht man das!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Dass die zwei so viel Spaß haben konnten, hätte sich Victor nicht vorstellen können. Sein erster Gedanke bei ihrem Vorschlag zum Bowlingcenter zu fahren, war nicht gerade der freudigste. Er hielt nicht viel von diesem Spiel, aber das mochte gut und gerne an seiner Vergangenheit und an den Menschen liegen, mit denen eher bisher immer gespielt hatte. Heute war das eben doch anders. Nairas Freude und ihre überschwinglichen Reaktionen, wenn sie die Pins abräumte, gaben sogar ihm ein gutes Gefühl. Eins, bei dem er sich einfach nur neben dran setzen konnte und mit einem einfachen Seufzen zu sehen konnte. Er lächelte zufrieden in ihre Richtung. Wenn sie später den Meister machen wollte, konnte er gerne das Ruder überlassen. Nachdem Victor seiner Freundin erzählt hatte, wie es um ihn und seinen Turnons sich verhielt, waren sie auf eine andere Welle aufgestiegen. Jetzt konnten sie miteinander tun und lassen was sie wollten. Naira stieg drauf ein und Victor liebte es, wenn sie ihn in die Knie zwang. Manchmal musste zwar auch er noch ran, aber das machte nichts. Es wurde dann vielleicht nicht sehr aufregend, aber es klappte. Solange es klappte, solange konnte er auch tun was sie verlangte.
      Als sie alle Pins wieder abräumte, staunte Victor sogar ehrlicher weise und nickte ihr zu: "Wenn du so weiter machst, brauche ich doch gar nicht mehr überlegen, wer von uns beiden gewinnen soll...", er stand auf und ging rüber um den nächsten Ball zu werfen. Doch der ging kurz vor den Pins in die Rinne an der rechten Seite. Die Kugel stieß zwar noch einen Pin an, aber mehr schaffte sie nicht. Victor schnaubte unzufrieden. Die zweite Kugel räumte wenigstens 4 weitere Pins ab. Doch Naira blieb in Führung. Victor stützte die Hände in die Seite und grummelte: "Nein, irgendwie schmeckt mir eine Niederlage nicht so gut..."
    • Naira O'Connor

      Sie führte mit einem deutlichen Vorsprung und irgendwie fand auch Naira den Gefallen an dem Spiel. Es war das erste Mal, dass sie das spielte und es würde sicherlich nicht das letzte Mal mit Victor werden. Ihre Arbeitskollegen wollten sie zwar auch schon für einen Abend einladen, sie waren scheinbar öfter hier und gingen dann zu dem Mexikaner, aber die Frau war bisher schwer beschäftigt mit ihrem Vortrag und mit dem Vorbereitungen für die kleine Hochzeit, die vor ihnen stand. Sie wollte sich zwar ablenken, aber es war mit ihrem Mann noch deutlich schöner.
      "Wollen wir was trinken, Vic?", fragte Naira, als ihr Freund wieder kaum was abräumte und grinste breit. "Mit einem Bier darfst du fahren und ich glaube, du musst dich noch ein wenig lockerer machen". Sie blickte verführerisch zu ihm, aber wenn er nicht trinken würde, würde sie das auch nicht. Es würde jedoch erst zu einem richtigen Feierabend werden, wenn der Mann sich weiter lockern würde.

      Letztendlich war Naira wieder dran und sie schnappte sich ihre Kugel, um wieder das Beste zu versuchen. Letztendlich nahm die Frau vier Pins mit, war aber noch immer in Führung, sie musste ja gar nicht gewinnen, aber ihren Mann etwas zu necken machte mehr Spaß!
      "Übrigens, Vic.. Denkst du an den Termin morgen? Wir wollten nach etwas zum Anziehen für den großen Tag finden". Sie blickte zu ihm und überließ ihm die Bahn. Eigentlich wäre Naira fast schon bereit Alex mit Victor zusammen losziehen zu lassen, aber so wie es aussah konnte Alex erst früh am Morgen vor der Hochzeit kommen und damit wäre es deutlich zu spät. Bis dahin war es auch nicht mehr viel Zeit und letztendlich wusste Naira nicht, was sie überhaupt anziehen sollte. Vielleicht würde sie was finden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wann war Victor schon richtig locker gewesen. Es war zu lange her und das trotz der guten Ferien, die die beiden genossen hatten. Da war die Idee von einem Bier gar nicht mal so übel. Es war immer noch schwer nicht zu viel zu trinken, aber genau deswegen beließ es Victor auch sehr oft bei nur einem oder zwei Bieren. Das half ihm nicht zu sehr über die Strenge zu schlagen.
      "Ja...So eins klingt eigentlich ganz gut.", er trat zurück, ließ wieder Naira auf die Bahn und lehnte sich an den Tisch, wobei sein Blick kurz umher ging, um zu wissen wo sie etwas zu trinken bestellen könnten. Ein Bier, damit konnte man noch immer fahren, da hatte seine Zukünftige wohl recht. Als sie nur mittelmäßig abräumte, kam sie wieder zurück. Victor bewegte sich vorerst nicht, sondern legte den Kopf schief. Fast hätte er den Termin vergessen. Die Hochzeit ging während der regulären Arbeitszeit einfach ein wenig unter und auch wenn sie den ein oder anderen doch eingeladen hatten, so vergaß Victor immer wieder, dass es nicht reichte auf der Hochzeit mit Jeans und Hemd aufzutauchen. Er brauchte einen ordentlichen Anzug mit allem drum und dran und Naira brauchte ihr Hochzeitskleid. Um nicht ganz aufzufliegen, nickte Victor, "Ja...Aber bist du dir sicher, dass ich mitgehen soll, wenn du dein Kleid aussuchst? Ist ja...entgegen der Tradition.", er schob die Schultern dabei hoch. Ihm war es persönlich egal gewesen. Er hielt nicht viel von Traditionen, die jeder nur einhielt, weil es die Toten sagten.
    • Naira O'Connor

      Sie schmunzelte und zuckte mit ihren Schultern. "Mir sind die Traditionen sowas von egal.. Und außerdem will ich kein echtes Hochzeitskleid..mit dem ganzen Tamtam und dem Tüll.. Auch keine Schleppe oder so". Naira stellte sich zu ihrem Mann und blickte zu ihm von der Seite hoch. "Außerdem möchte ich etwas tragen, was dir gefällt und nicht nur mir.. Du muss mich den ganzen Tag darin sehen und wenn du dich an unseren Hochzeitstag erinnerst.. Dann sollst du mich schön in Erinnerung haben". Das Lächeln auf ihren Lippen war ehrlich, sie freute sich innerlich auf die Hochzeit, die anstand. "Und ich glaube, du bist der einzige, der mir ehrlich sagen wird.. Dass ich in etwas fett aussehe.. Mit wem soll ich sonst hin? Arbeitskollegen? Ich habe hier noch keine Freundin, mit der ich so etwas wichtiges machen würde.. Da musst du wohl mit".
      Naira stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste die Wange ihres Mannes. "Ist alles in einem Laden..wir kriegen das hin, zur Not trage ich Jeans". Sie zuckte mit den Schultern und entfernte sich von ihrem Mann. "Ich hole uns mal Bier, damit es ganz lustig wird". Sie sah Vic noch kurz hinterher, dann nahm sie den Weg zu der Theke, um dort nach Bier zu fragen. Mit Bier könnte es wirklich lustiger werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor entkam nicht der Vorstellung seine Frau einmal in Weiß und Tüll zu sehen. Sie würde hinreißend sein, aber das konnte er ihr wohl nicht sagen. Sie wat niemand der sich viel Glitzer und Weiß anhängen wollte und dass sie keine Traditionen respektierte, dass konnte er sich auch sehr gut vorstellen. Victor nickte knapp, bevor er sich durch den Bart fuhr und ein Lächeln unterdrückte: "Ich glaube das wäre zu gefährlich dir zu sagen in was du fett aussiehst und in was nicht...", meinte er leise und schüttelte schließlich den Kopf. Das wird er ihr sicherlich nicht sagen und egal was sie an haben wird, er wird es schön finden, weil er sie schön fand. Also war dieser ganze Besuch eigentlich fast schon zu banal. Vielleicht war ja das der Grund warum er es überhaupt vergessen hatte?
      "Du findest noch schon die perfekte Freundin mit der du über mich lästern kannst.Warte nur...", er schmunzelte, als sie ihm einen Kuss auf die Wange setzte, "Und nein du trägst keine Jeans zu einer Hochzeit. Wenn ich Anzug trage und ungemütliche Schuhe und Hemden, dann wirst du ein Kleid tragen.", er sah ihr noch hinterher, als sie zur Theke ging und das Bier holen wollte.
      Währenddessen warf Victor seine Kugel und traf nicht. Doch Naira brauchte länger. Und er hatte eigentlich nicht vor zu schummeln...Doch er hielt es für eine gute Idee ihr den Wurf zu vermasseln. Also warf er im Stillen für sie und warf sie alle gewollt in die Rinne. Als Naira gerade mit zwei Bierflaschen wieder kam, sah er sie unschuldig an.
    • Naira O'Connor

      "Du muss mir aber sagen, ob ich in etwas Fett aussehe.. Nachher gucke ich mir die Fotos an und werde feststellen, dass sie alles vernichtet werden müssen!". Der Grund dafür, dass er mit musste war ganz einfach: Naira wollte ihren Mann dabei haben, sie wollte mit ihm einen schönen Tag haben und sie wollte auch, dass er ihr ein wenig Zeit gibt, denn die Frau kam die letzten Wochen viel zu kurz.
      Letztendlich ging sie das Bier holen und bekam zwei große Flaschen, die richtig gut gefüllt waren. Sie schaffte es auch, sie zum Tisch zurück zu bringen ohne zu stolpern oder etwas zu verschütten, die Schusswunde machte ihr schon länger keine Probleme mehr, nachdem die beiden zur Ruhe gekommen waren ging es deutlich besser. Manchmal humpelte sie, wenn der Tag zu anstrengend war oder sie mit dem Sport übertrieb, aber sonst war es unproblematisch, dafür war sie schon da kbar. Selbst an die Narbe habe sich die Frau gewöhnt, sie hatte keine Probleme mehr damit, sich nackt vor ihrem Mann zu präsentierten mit samt der Narbe. Doch kaum stellte Naira das Bier ab schon bemerkte sie, dass ihr Mann für sie absichtlich schlecht geworfen hatte. Ihre Augenbraue ragte sofort hoch, bevor sie ihren strengen Blick aufsetzte. "Also, wenn du es sooo nötig hast, zu schummeln, dann weiß ich nicht, ob du deine Belohnung überhaupt bekommen solltest". Sie legte beide Hände an die Hüften, wollte ihre strenge Miene weiter durchziehen, dann schmunzelte sie aber. "Ich bin aber immer noch in Führung, du Arsch".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Bier würde wohl helfen, das ein oder andere Lachen aus dem Detective zu locken und außerdem die tiefe Stirnfalte wieder zu glätten, die er bekam, wenn er zu lange und zu viel nachdachte über einen Fall.
      Auch wenn Naira bereits bei ihrem ersten Treffen sehr dünn war, und sie bis heute ein paar Pfunde zulegen konnte, zählte die Frau weiterhin zu den dünnen. Sie hatte einen flachen Bauch, wundervolle Beine und ein sehr schönes Gesicht. Mehr brauchte Victor nicht, um sich eine schöne Frau vorzustellen. Deswegen war jeder Versuch sich als 'fett' zu bezeichnen ein glatter Schuss ins Leere. Er würde sie nie so sehen. Aber das waren letztlich Frauenprobleme und er würde sie niemals verstehen.
      Als seine Frau wieder kam und bemerkte, dass etwas nicht stimmte, musste er sich zusammenreißen nicht zu lachen. Sie war natürlich gleich streng mit ihm, doch die Beleidigung war liebevoll und ihr wütendes Gesicht mehr als sexy für ihn. Victor lief zu ihr und legte beide Hände um ihre Taille und grinste. Es war, als ob niemand um ihn herum da war. Keiner der anderen Spieler. Auch wenn er sich sicher sein konnte, dass diese Menschen den ein oder anderen schrägen Blick auf das verliebte Pärchen warfen. Er ignorierte sie.
      Victor raubte sich einen Kuss von Naira und nahm sich dann eins der Biere, um es ihr zum Anstoßen hinzuhalten: "Ich habe dich auch lieb, Schatz. Aber ich weiß nicht was du hast...kannst du dich nicht daran erinnern, wie du die letzten zwei Würfe vermasselt hast?", er zuckte mit den Schultern, als sei es nicht seine Schuld gewesen.
    • Naira O'Connor

      Die Blicke, die die beiden immer wieder zugeworfen bekamen, egal wo sie waren, waren für Naira gar nicht mehr so schlimm. Anfangs war es sicherlich das Aufsehen durch die Medien, die ihren letzten Fall ordentlich aufgezeigt haben, dann sahen sie die Menschen aber oft bemitleidend an. Nun hatte man sich schon dran gewöhnt und es kamen ganz andere Blicke dazu, die Menschen waren oft neugierig, was das Pärchen machte und wenn die beiden für sich was machten, dann vergaß zumindest Naira häufig die Welt. Für sie gab es einfach nur noch ihren Mann, denn sonst war die Zeit mit ihm inzwischen wirklich rar geworden, sie wollte sie sich nicht damit vermiesen, auf andere Menschen zu achten. Auch hier, obwohl auf den Bahnen neben ihnen gut was los war, waren ihre Sinne nur auf ihren Mann fixiert, der noch dazu geschummelt hatte.
      Er baute sich vor ihr auf, seine Hände griffen zu ihrer Hüfte, allein dann hätte die Frau wie ein Kätzchen schnurren können, sie liebte es, wenn er sie anfasste. Der Kuss war kurz, aber es reichte, um ihre künstliche Wut ein wenig zu dämpfen. "Nein mein Schatz, ich kann mich nicht daran erinnern... Mein letzter Wurf war sogar sehr gut..". Dennoch grif Naira zum Bier, um mit ihrem Mann anzustoßen und einen Schluck daraus zu nehmen, ohne den Blick von ihm zu nehmen. "Aber nur zu, du bist mal wieder dran...Karma kommt zurück mein Lieber!". Sie schmunzelte, letztendlich war es nur ein Spiel und sie würde auch ihr Bestes geben, um Vic zu zeigen, dass sie auch damit gewinnen würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Viele hätten gesagt, dass Naira die Stärkere von beiden war. Sie ließ sich nichts gefallen, hatte immer etwas zu sagen und sie wusste, wie sie sich über so etwas wie kleine Schummlereien zu erheben. Victor hatte ja nur Spaß gemacht, trotzdem fühlte er sich nun sogar ein wenig schlecht, weil er nicht richtig gewinnen würde, wenn er es denn noch schaffen könnte.
      Sie stießen gemeinsam an und er nahm ebenfalls noch einen Schluck, bevor das Bier wieder abstellte.
      "Du wirst schon sehen, dass du nichts mehr dagegen tun kannst...Ich werde gewinnen und mir nehmen was mir zu steht.", es waren nur Floskeln, Sprüche, die er aufgegriffen hatte und nun in ihrer Beziehung verwendete, um ein wenig das Feuer anzufachen. Das Feuer, welches sie so selten auch mal zwischen einander hatten. Dadurch, dass er sich oft auf dem Präsidium aufhielt oder in seinem Büro und Naira sich um Vorträge kümmerte, die ihre gesamte Kapazität aufbrauchten, waren die gemeinsamen Stunden ein wenig Mau geworden.
      Victor schnappte sich einen Ball und konzentrierte sich. Die Kugel rollte und traf die eine Hälfte der Pins. Beim zweiten Wurf die andere und erhob Victor damit auf den ersten Platz von den zweien.
      "Ein wahres Kopf an Kopf rennen.", sagte er, als er sich wieder zum Bier und seiner Frau bewegte.
      "Weißt du wann Ramirez landet?", fragte er noch halbwegs beiläufig. Auch wenn die Frau eine gute Bekannte und vielleicht sogar Freundin geworden ist, nannte er sie immer noch respektvoll bei ihrem Nachnamen. Es fehlte sogar, dass er ihren Titel mit hinzu nannte.
      Victor nippte am Bier und sah auf die Anzeigetafel ihres Punktestands.
    • Naira O'Connor

      Es wäre deutlich angenehmer, wenn Victor sich ein wenig mehr Zeit für seine Frau nehmen würde, es konnte ja nicht sein, dass er sich ständig mit seiner Arbeit rausreden konnte, aber Naira gab zu, sie musste vielleicht ein wenig strenger zu ihm werden, um ihn da raus zu holen. Vielleicht sollte sie es sich zu Herzen nehmen und es versuchen, es musste ja auch nicht jeden Tag sein, aber so ein Mal die Woche wäre schön. Er kam ja auch seit geraumer Zeit auch nicht mehr um sie zum Essen abzuholen, obwohl sie gerne ein Mal in der Woche zusammen zu Mittag essen wollten.
      "Das werden wir ja noch sehen", kommentierte sie seine Ansprache, dass er sowieso gewinnen würde. Ein Grinsen schlich sich auf ihre Lippen, dann beobachtete sie, wie ihr Mann auf die Spitze rutschte. Sie war dran, dafür stellte sie auch ihr Bier ab. "Übermorgen", antwortete Naira und griff zu einer Kugel. "Sie schläft im Hotel, sie wollte sich uns nicht aufdrängen". Mit einem Augenverdrehen kommentierte sie das ganze. "Und Alex schläft in seinem Büro.. Das Sofa kann man schließlich ausziehen und so hat er einen Rückzugsort.. Besser, als würde er im Wohnzimmer schlafen". Victors Eltern müssten sich auch ein Zimmer in einen Hotel nehmen, solange sie überhaupt kommen würden.
      Naira warf die erste Kugel auf die Bahn und nahm die Hälfte mit, mit ihrem zweiten Wurf die andere Hälfte. "Also dafür, dass du geschummelt hast bin ich ganz gut!". Sie streckte ihm sogar neckend die Zunge raus, bevor sie an den Tisch zurück kam.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Ehe hatte kaum begonnen und es waren bereits die ersten Stolpersteine und Hürden zu nehmen für das Paar. Während es davor ihr Onkel gewesen ist und die Arbeit, sowie ihre eigenen verqueren Charaktere, so war es nun die Zeit weg von einander. Victor konnte nicht lügen und sagen er vermisste es nicht mit ihr gemeinsam zu arbeiten und zu denken. Aber andererseits konnte er sich alleine auch besser auf die Arbeit konzentrieren und Naira schwirrte ihm nicht immer im Kopf herum.
      Victor lehnte sich gegen den Tisch und trank das Bier, während er seine Frau von hinten musterte. Die Idee einer Ehe war nie verkehrt gewesen. Er hatte bloß nicht erwartet, dass er in seinen Lebzeiten je eine Frau fand, die sich auf ihn einließ ohne direkt wegzurennen, wenn er mal seine Anfälle hatte. Naira war ein Segen für Victor. So viel, wie sie mit ihm durchgehalten hatte, hätte man es ihr nicht verdacht, wenn sie Reißaus genommen hätte.
      "Wie Alex schläft in meinem Büro...", grummelte Victor während er in die Flasche schnaubte und dabei ein pfeifendes Geräusch erzeugte. Daraufhin hob er die Flasche vom Mund und sah seine Frau fragend an. "Mhh...Na gut. Aber ich werde ihn warnen, dass er nichts dort anfassen darf.", setzte er noch an. Eigentlich hatte er sagen wollen, dass er dann nicht in Ruhe arbeiten könne, wenn er daheim war. Aber eigentlich sollte er das auch nicht, wenn es mit den Feierlichkeiten begann. Und seine Eltern...Er musste noch dringend mit seinen Eltern noch einmal telefonieren. Wenigstens sollte er so tun, als würde er sich mit ihnen verstehen und fragen, ob sie denn gut ankämen.
      "Oh man...Das wird anstrengend werden. Alle auf einem Haufen und meine Eltern auch...Kommt deine Mutter und Schwester eigentlich nicht?", fragte er dann ganz beiläufig und schnalzte gleich darauf mit der Zunge, weil diese Frau ohne große Anstrengung wieder die Führung übernahm.
      "Wart's ab...", maulte er und stieß sich vom Tisch ab und nahm noch einen Schluck Bier, bevor er zu seinen Würfen ansetzte. Zu Nairas Glück vermasselte Victor den ersten Wurf und bekam nur 3 Pins. Beim zweiten räumte er nur 4 ab. Drei von ihnen blieben wieder stehen.
    • Naira O'Connor

      Naira hätte sich nie vorstellen können, dass sie tatsächlich einen Mann finden würde, der es mit ihr auf Dauer aushielt und gegen sie Stand halten konnte. Alex hielt es damals mit ihr aus, aber er wurde regelrecht von ihr überrannt, weil er nicht gegen halten konnte bei Victor war es anders, er schrie sie auch mal an, wenn sie sich stritten und das brauchte seine Frau wirklich. Sie hatte zu viel Temperament und musste sich zügeln, dafür war Victor da. Ihre Streits waren aber schon immer so gewesen. Einer lief raus oder in ein anderes Zimmer, nachdem sie sich abgebrüllt hatten und die wundesten stellen getroffen haben. Naira konnte es wahrhaftig gut, sie wusste, wie sie ihrem Mann am besten wehtun konnte, aber sie wusste letztendlich auch, wie sie es wieder heilen konnte. Am besten fand sie jedoch die Versöhnung im Nachhinein, ein Wunder, dass bisher keiner der Nachbarn die Polizei gerufen hatte. Vielleicht auch, weil sie wussten, dass Victor Detective war und Naira ein ehemaliger. Vielleicht aber auch, weil sie sich dabei amüsierten..
      Victor war nicht zufrieden damit, dass Alex in seinem Büro schlief, darauf verdrehte seine Frau die Augen. Er wollte sich doch nur zurückziehen und arbeiten können, unbemerkt, aber das würde er während diesen Wochenendes nicht tun können!
      Nicht umsonst beharrte seine Frau darauf, er sollte sich einen freien Montag nehmen, um die Gäste alle zu verabschieden, die wieder fuhren und mit ihr zusammen aufzuräumen. Keine Arbeit dieses Wochenende, es könnte brennen oder es könnte ein Raubüberfall statt finden, ihr Mann hatte frei Punkt. Dafür hatte sie aber auch gesorgt, schließlich würde es ihr Mann sicherlich nicht machen, aber Naira stand noch immer gut mit dem Chef von Victor, er würde ihr jeden Wunsch erfüllen, in der Hoffnung, sie käme zurück.

      Victor war dran, seine Frau lehnte sich zurück und griff zu der Flasche, die ihre war. "Meine Mutter spricht noch immer kein Wort mit mir", antwortete Naira auf die Frage, ob ihre Mutter nicht käme. "Ich habe sie angerufen, sie sagte ich kann mir die Einladung sonst wohin stecken.. Dann fragte ich sie nach keiner Schwester, aber sie hatte einfach aufgelegt". Mit einem Schulterzucken nahm sie noch einen Schluck von Bier. "Wir haben aber schon so genug Gäste.. Wir sind bei.. Zwanzig Personen, das ist eine Menge, dafür, dass wir nur etwas kleines wollten... Vic..". Nun, einige der Arbeitskollegen waren eingeladen, jeder kam mit Begleitung, dass summierte sich.
      Sie lächelte wieder breit, als ihr Mann nicht die Führung übernahm und lief freudig an ihm vorbei." Sieh zu und lerne", zitierte sie ihn und nahm sich die Kugel, um letztendlich nur einen der Pins mitzunehmen. Sie lachte kurz, nahm sich aber wieder eine Kugel und räumte alle, bis auf einen Weg. "Immer noch besser, als der Schummler hier!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte nicht wirklich eingesehen warum er den Montag hatte freinehmen sollen. Seine Eltern würden so früh es ging abreisen ohne sich auch nur blicken zu lassen. Alex...Alex war ein großer mann und der kannte schon zu viel von Victor, weswegen er sich wohl kaum gekränkt fühlen könnte, wenn Victor wieder zur Arbeit musste. Aber seine Frau kannte wohl Wege und zog Strippen, die der Mann nicht kannte. Sie kontrollierte ihn vielleicht nicht, aber sie wusste, wie sie es hätte tun können. Noch immer war da ein wenig des Instinktes übrig geblieben von einer Detective. Sie ließ sich nichts sagen. Das konnte Victor vergessen. Deswegen fügte er sich meistens, auch wenn mit einem größeren Ach oder Och. Ihre Worte waren sein Befehl an diesem Wochenende. Und der Gedanke ließ ihn sogar ein wenig schmunzeln. Sie war seine Königin. Das war er behüten sollte, wenn es brenzlig wurde.


      Seine Spielkunst verlief enttäuschend schlecht, aber dafür konnte er wohl die Laune von Naira anheben, was ihm vollkommen ausreichte, wenn er ehrlich war. So oder so käme es doch zu dem ein oder anderen Techtelmechtel untereinander, ob nun sie oben saß oder er mal die Oberhand nehmen sollte, weil sie zu müde war oder abgelenkt. Es war ihm herzlichst egal. Als Mann musste man sowieso immer arbeiten, da gab es kein zurück.
      "Hm...Ich will nicht fies klingen, aber genau das hätte ich bei meinen Eltern mir gewünscht.", sagte Victor noch und musterte die Spielanzeige über der Bahn. Naira warf wieder und fast hätte er schadenfroh gelacht, doch dann räumte sie wieder mehr ab, als er und kam weiter in Führung. Victor grummelte, genoß aber sein Bierchen.
      "Ja, ich weiß, wir haben genug Leute, die uns das Wochenende versüßen werden...aber ich dachte nur...meine Eltern werden sicherlich fragen...Und Gott verbiete ihnen zu wissen, dass dein letzter Fall mit deiner Familie zu tun hat...", er schüttelte den Kopf, nahm noch einen Schluck und trat dann an die Bahn, um seine letzten drei Würfe zu spielen. Nur mit Glück schaffte er es sogar mit den dreien alle Pins abzuräumen. Aber wenn Naira nun ohne hinzusehen wieder einen Strike spielte oder ebenfalls alle abräumen konnte, dann hatte sie auf jeden Fall gewonnen.
      "Na komm, zeig dem alten Schummler, dass es sich gehört nach den Regeln zu spielen."
    • Naira O'Connor

      Sie hatte ihre Kontakte und ihre Möglichkeiten, um genau herauszufinden, was ihr Mann tat und wo sie ihn finden würde, aber Naira vertraute dem Rothaarigen, sie spionierte ihm nicht nach. Stattdessen nutzte sie die Kontakte zu ihrem Chef, um ihren Willen durchzusetzen, den der Mann nicht verstand. Noch vor einem Jahr war sie genauso, aber hier war das Leben anders. Hier gab es ein Leben außerhalb der Arbeit und das musste der Mann verstehen. Sie würden auch einen Tag ohne ihn aushalten, er hatte schließlich einen triftigen Grund: er wollte heiraten. Es war ja nicht einmal so, als wäre es ihre Idee, es war alles auf seine Kappe gewachsen und das musste er nun ausbaden. Sie konnte nicht alles alleine machen, aber das würde der Mann früher oder später verstehen.

      Victor sprach seine Eltern wieder an, da seufzte Naira innerlich. "Und ich will nicht falsch klingen.. Aber ich wünschte meine Eltern wären nicht so verkorkst..". Sie zuckte mit den Schultern und stellte fest, dass sie sich da sowieso nicht einig werden würden. Es war wieder eine seiner Ideen gewesen und wenigstens ein Mal in ihrem Leben wollte die Dunkelhaarige ihre Schwiegereltern kennenlernen. " Wenn sie Scheiße sind.. Dann werden wir sie nie wieder sehen". Es war eine klare Ansage, an das würde sich die Frau auch halten, aber sie lächelte ihrem Mann zu und nickte ihm zu. "Wirklich.. Und wenn sie keine Lust hätten, hätten sie die Einladung abgelehnt". Er sprach davon, dass sie nichts von ihrem letzten Fall wissen sollten. "Sie brauchen nur meinen Namen im Internet einzutippen und kriegen meinen letzten Fall.. Das ändert auch nichts, denke ich.. Sie werden nur merken, dass ihre Schwiegertochter noch verkorkster ist, als ihr eigener Sohn". Naira zwinkerte ihrem Mann zu, er wusste sicherlich, was sie damit meinte und er wusste vor allem, dass es nicht böse gemeint ist. "Bei Familienfeiern werde ich sicherlich das Thema Nummer eins sein". Sie lachte, zu so etwas würde es mit Sicherheit nicht kommen, sie war nicht gern auf solchen Feiern und würde ihren Mann ruhig arbeiten lassen in diesem Zeitraum.
      Naira war wieder dran, sie nahm die Kugel und schaffte es mit ihren drei Würfen gerade mal so an der Spitze zu sein. Einen Punkt mehr besaß die Frau. "So macht man das, Looser.. Du alter Schummler du!". Die Freude war ihr im Gesicht zu sehen, aber jetzt würde es leckeres Essen geben. "Wollen wir uns jetzt ins mexikanische Essen stürzen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ob dieses früher oder später überhaupt noch kommen mochte, dass er es verstand, konnte keiner vorerst wissen. Victor war nicht nur langsam in seinem Denken, er ließ sich auch zu gerne Zeit, um nicht voraus zu rennen. Jetzt ohne die betrunkenen Stadien war er sogar ganz gemächlich geworden. Und auch wenn es immer noch zu Streitereien zwischen ihnen kam, war meistens doch er derjenige, der zuerst aufgab.Natürlich musste man hoffen, dass das so nicht bei ihrer Hochzeit passieren sollte. Wenigstens verstand Victor, dass er leise sein und das Wochenende mit seiner Liebsten verbringen sollte.

      Irgendwie musste Victor über den Fall mit seinen Eltern reden, wenn sie es denn überhaupt geschafft hatten den verstaubten Computer hochzufahren und nach ihm oder seiner Frau zu googlen. Er bezweifelte es natürlich, aber andererseits hatte er sie auch schon so lange nicht mehr gesehen, dass das alles sowohl der Fall sein konnte, als auch überhaupt nicht. Als Naira im entgegen brachte, dass ihre Familie nicht so verkorkst sein sollte, presste er die Lippen aufeinander. Dieses Spiel hatte er nicht damit bewirken wollen. Jeder hatte eine seltsame Familie und die konnte man sich leider nicht aussuchen. Die einen traf es schlimmer, die anderen besser.
      "Ach, ich kann mir gut vorstellen, dass sie sie nur angenommen haben, weil sie es für richtig hielten. Ob sie Lust haben ist eine andere Sache.", aber daraufhin zuckte Victor lediglich mit den Schultern und trank sein Bier, während er Naira beim Spielen zu sah. Sie war knap an ihm vorbei geschrammt und das obwohl sie vorerst sich mit ihm darüber unterhielt, wie viel verkorkster Naira war, als Victor. Das brachte ihn zum Schmunzeln wieder und erst recht als sie endlich gewann. Victor ließ das Schmunzeln zum Lächeln werden, trank aus und stellte sein Glas bei Seite, bevor er zu ihr kam. Er wischte sich noch mit dem Handrücken über den Mund, bevor er sie küsste.
      "Essen klingt gut, kleine Gewinnerin.", sagte er leise zu ihr, bevor er sich abwandte und dazu überging im Stehen die Schuhe auszuziehen: "Schade, dass wir die nicht behalten können...So sexy wie die sind..."
    • Naira O'Connor

      "Ich finde es gut, dass ich sie kennenlerne und so wenigstens mir ein eigenes Bild von ihnen machen kann.. Wir müssen sie ja später nie wieder einladen, wenn du nicht magst". Sie lächelte ihren Mann gut zu, wollte ihm zeigen, dass nichts gegen ihn geschah und er es einfach locker sehen sollte. Er musste ein wenig abschalten und aufhören, alles ständig negativ zu sehen, aber das würde sie ihm noch zeigen, noch deutlich machen.
      Naira gewann und sie freute sich riesig darüber, dass sie bei dem ersten Mal, an dem sie das Spiel überhaupt gespielt hatte gleich gewann.. und das, trotz des Schummelns von ihrem Mann. Er nannte sie sogar Gewinnerin, damit erfreute er ihre Seele noch viel mehr. "Ich würde dich sitzen lassen, wenn du mir mit diesen Schuhen ankommen würdest..", sprach die Frau mit einem Schmunzeln auf den Lippen, während sie sich ebenfalls die Schuhe auszog, die sie zum Anfang bekommen hatten. Bevor sie in ihre eigenen stieg trank sie noch das Bier zu Ende aus und sah wieder zu ihrem Mann. "Hat wirklich Spaß gemacht, Vic.. Danke..". Sie schenkte ihrem Mann ein Lächeln, bevor sie sich ihre Schuhe anzog und die Sachen einsammelte. Sie gaben die Flaschen und die Schuhe ab, dann ergriff die Frau die Hand ihres Mannes und hielt sich an ihm fest, während sie da Lokal verließen und auf dem Parkplatz ankamen. "Wenn mir mexikanisches Essen nicht schmeckt, fahren wir doch zu dem Diner", kündigte Naira an, während sie mit ihrem Mann auf das Restaurant auf der anderen Seite zuging. Es war ein älteres Gebäude in einem typisch spanischen Stil, über dem Namen des Lokals hing ein mexikanischer Hut, der leuchtete, viele Girlanden mit leuchtenden Kugeln hingen über dem Eingang. "Ein wenig kitschig ist es schon, findest du nicht?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wann hatte Victor jemals etwas locker gesehen. Scheinbar war dem Mann alles entweder zuwider oder er fand einen kleinen Hinweis darauf, wie es nicht zu sein hatte und warum es nicht in sein perfektes Bild passte. Aber dass sie einen Blick auf seine Eltern werfen wollte, konnte er ihr auch nicht verdenken. Schließlich hatte Victor auch auf ihre einen Blick werfen können und sie ganz indirekt treffen können. Ein Augenschmaus waren sie ja nicht, da musste er sich für seine ja auch nicht unbedingt schämen.
      Bei ihrer Erwiderung, sie würde ihn mit den Schuhen sitzen lassen, musste er doch schmunzeln und fragte sich, ob das nicht eine gute Idee wäre mal aus Spaß mit ihnen oder ähnlichen anzukommen. Vom groben unterscheiden sie sich kaum von den durchgelaufenen Halbschuhen, die er sonst zu seinen Arbeitsklamotten trug. Gemeinsam brachten sie die Schuhe rüber zum Tresen und Victor erfuhr, was es hieß mit seiner Frau etwas zu unternehmen. Es war ihr Lächeln und ihre Dankbarkeit, die ihm ein wolliges Gefühl schenkte und ihn sich fühlen ließ wie zehn Jahre jünger. Dabei kratzte er wohl bald schon an den 40. Mit dem warmen Gefühl in der Brust lief er mit Naira nach draußen.
      Das spanische Lokal war wahrscheinlich aus einem halben Kilometer oder mehr deutlich zu erkennen. Der Hut, die Girlanden...Nachts leuchtete es bestimmt wie ein Feuerwerk, wenn sie nicht Stromsparer sind. Victor steckte die Hände in die Hosentaschen. Die Zeit des Händchenhaltens war schon seit einiger Zeit vorbei gewesen. Zumeist liefen die beiden nur noch nebeneinander. Manchmal hakte sich Naira bei ihm ein. Aber gemeinsames Händehalten war schon lange vergessen worden bei den beiden.
      Victor warf einen Blick hoch und hob die Schultern an: "Es ist einfach nur ein wenig scharf. Das ist alles. Du wirst es schon mögen.", er lächelte knapp, bevor sie hineingingen. Ein kleiner Mann mit breitem Grinsen kam sofort auf sie zu. Auf seiner grünen Schütze stand der Name des Lokals: "Guten Abend. Oh bella, was eine wunderschöne Frau.", er grinste Naira an und zwinkerte auffällig, bevor er bei Seite ging und die zwei mit einladender Gäste in die Richtung eines Tisches hinwies. Victor, der es nicht gerne sah, wenn man seiner Frau solche Komplimente machte, weil er glaubte damit seine Stellung als Freund zu verlieren, grummelte. Er versuchte es aber noch abzutun als die Freundlichkeit des Mannes.
      "Soo...hier sind Ihre Karten. Wünsche, Anregungen und Feedback, gehen an mich. Ich bin übrigens auch der Inhaber.", der Mann lachte heiter. Victor erwiderte das ganze nicht. Er war noh immer nicht im stande leuten mit zu viel Freude freundlich entgegen zu kommen.
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