[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Naira O'Connor

      Er war ihr Retter in Not, so konnte Naira ihren Freund wirklich bezeichnen, denn sie selbst hätte nichts gegen den Hund unternehmen können. Es war wie ein Schock für die Dunkelhaarige, dass Spike sich benahm wie einer der wilden Hunde im Wald, die Victor und den jungen Polizisten angegriffen hatten. Spike versuchte zuzubeißen, er traf sein Frauchen nur ein wenig mit den Zähnen an ihrer Haut, nichts wildes.
      "Ich habe keine Ahnung, was passiert ist..", antwortete die Dunkelhaarige hastig und vor allem voller Angst vor ihrem eigenen Hund. Spike hatte bisher noch nie irgendwelche Züge der Aggressivität gezeigt, er konnte nicht einmal anderen Hunden etwas antun, so kannte sie ihn einfach nicht. "Ich hatte mich umgedreht, da stand er so vor mir..". Victor versuchte zwar, den Hund irgendwie zurück zu halten, aber auch der Husky ließ nicht locker und versuchte sich von dem Mann loszureißen. Gute zehn Minuten dauerte das Ganze an, dann hörte der Hund schlagartig auf und blieb ruhig. Das Pfeifen war für die beiden Menschen nicht wirklich zu hören, aber der Hund hatte es deutlich wahrgenommen. Ein wenig unsicher blickte Naira zu ihrem Hund und streckte langsam ihre Hand aus, bereit sie jeder Zeit wieder zurück zu ziehen.
      "Spike..?",fragte sie ein wenig vorsichtiger und schluckte, bevor sie ihrem Hund durchs Fell fuhr. Er war wieder der Selbe, aber was war da überhaupt los? "Ich habe keine Ahnung, was mit ihm los ist..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor kämpfte mit dem Vierbeiner und fürchtete sich selbst davor nur ein wenig nachzulassen. Aber auch seine Angst dem Hund etwas zu viel Druck zuzumuten, hielt ihn davon ab Spike zu schlagen. Er hatte zu oft mit ihm gebalgt, zu viel gesprochen und ihn bereits als Teil seiner Umgebung und sogar Familie -er wagte es das Wort auf sich und Naira zu beziehen- zu bezeichnen. Dessen plötzliche Aggressionen schienen auch Naira nicht klar zu sein und sie zeigte noch nicht einmal Wut gegenüber dem Tier, dabei blutete ihr Unterarm, weil Spike sie beißen konnte, noch bevor Victor ihn vollends weggezerrt hatte.
      Der Detective spürte schlagartig wie die Spannung aus Spikes Körper wich und er sich nicht mehr drehte und wandte, um ihm ebenfalls in die Hand zu beißen. Stattdessen starrte er nach vorne, schnaufend als wäre er einen halben Marathon gelaufen. Victor ging nicht zu früh von ihm runter, wollte auch Naira davon abhalten, den Hund anzufassen, weil er Sorge hatte, Spike wollte sie herein legen. Aber er reagierte nur mit einem kurzen Zucken, als sie ihn streichelte. Victor leckte sich über die Lippen und nahm das Knie von Spike, dann vorsichtig die Hand von dessen Kopf, so dass er sich wieder bewegen konnte. Doch das tat der Hund nicht sofort. Etwas schien ihm selbst Angst zu machen, als ob er nicht verstand wo er war oder wie er dazu kam.
      "Fuck...", Victor sprang auf die Beine und lief auf die Terrasse hinaus, sah sich um, doch er sah nichts. Trotzdem hatte er das dumpfe Gefühl sie seien nicht in Sicherheit. Sie saßen wie auf dem Silbertablett. "Du scheiß Wichser...", knurrte Victor und schob die Terrassentür zu, schloss sie mit einem Dreh ab und sah zu Naira.
      "Das war Thomas...ich bin mir sicher...", seine Stimme war wieder so tief, wie er es sonst im Präsidium ausgesprochen hätte.
    • Naira O'Connor


      Ihr Unterarm blutete ein wenig, aber in diesem Moment war Naira viel wichtiger, dass ihrem Hund nichts größeres passiert war. Spike war sich selbst nicht bewusst, was er da überhaupt getan hatte und legte sich voller Reue vor die Füße seines Frauchens, während ihr Partner auf die Terrasse hinaus lief. Die Dunkelhaarige fiel auf ihre Knie, kümmerte sich dabei nur wenig um das verletzte Bein oder den Arm, sie drückte die Schnauze ihres Hundes an sich und fuhr dem Tier noch mehrmals durch das Fell, um sich und den Hund zu beruhigen. Es war ein Schock, so kannte sie ihren Hund einfach nicht, aber auch ihr schwebte schon im Kopf, wem sie das zu verdanken hatten. Ihr hass gegen den Mann war schon groß, aber er wurde mit jeder Tat noch immer größer, es wuchs bis in die Unendlichkeit und wahrscheinlich auch noch viel weiter hinaus.
      Victor kam wieder und schloss die Glastür ab, während der Blick seiner Freundin auf ihm lag. Tränen hatten sich in ihren Augen gesammelt, aber noch liefen sie ihr diese nicht über die Wangen. "Es gibt niemanden, der sonst dafür in Frage kommen könnte..", stimmte sie ihrem Freund zu und seufzte, bevor sie ihr Gesicht in das Fell des Husky drückte. Sie atmete mehrmals tief durch, gab sich alle Mühe um nicht einen Anfall von Wut oder Trauer zu bekommen.. "Es wird Zeit ihn endlich zur Strecke zur bringen..". Naira hob ihren Kopf wieder und betrachtete ihren Freund. Ihre Stimme drückte den Ernst der Sache aus, auch wenn es sich eher danach anhörte, als könnte sie jeder Zeit zusammenbrechen. "oder irgendwie die nächsten fünf Tage zu überleben, bevor wir uns endlich aus diesem Staat verpissen können!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor kniete sich zu ihr, ignorierte aber auch tatsächlich für den Moment den reumütigen Hund. Etwas daran gefiel ihm nicht, dass sie dem Vierbeiner so schnell verzeihen konnte. Das durfte er ihr natürlich nicht sagen. Dafür hatte Naira ein zu großes Herz und zu viel und zu lange mit dem Hund alleine gelebt. Victor ergriff ihr Gesicht und lenkte es auf sich, damit sie ihn ansah. Er sah in ihre glasigen Augen und wie sie kurz davor war zu weinen. Aber er konnte nicht mitfühlend sein, ihre Worte waren ernst und hatten einen bitteren Beigeschmack, dem er ebenfalls zugeneigt war. Trotzdem zeigte sich seine Wut und die Verzweiflung gegenüber Thomas auf andere Art: "Wir müssen ihn loswerden, Naira.", er sah sie dabei fest an, ließ ihren Blick nicht los. Erst nach einer Weile, nach der er sich sicher war, dass Naira nicht mehr sagen könnte, ließ Victor ab, drückte seine Stirn an ihre und stand auf, um in die Küche zu gehen und nach den Erste Hilfe Sachen zu suchen, die er einmal achtlos in einen der Vorratsschränke deponiert hatte. Zum Glück war sein Besoffenes-Ich nicht immer so vergesslich. Victor nahm Desinfektionsmittel und genug Bandage mit, dass er ihr den ganzen Arm hätte mit einwickeln können.
      "Du blutest...", war auch das einzige was er sagte, als er sich zu ihr auf den Boden setzte und den Arm zu sich nahm, der bereits von einem langen Strahl von Blut gekennzeichnet war. Zu ihrem Glück war es keine tiefe Wunde, eigentlich nur ein Zwicken des Hundes gewesen, der die Haut aufgerissen hatte. Spike fiepste leise, wollte isch entschuldigen und streckte die Schnauze zu ihrem Unterarm, woraufhin Victor ihn aber wegschob. Nicht sehr freundlich und definitiv bestimmt, damit der Hund der Wunde nicht näher kam. Weniger aus Phobie vor den Bakterien, mehr wegen der Tatsache, dass der Hund sie nochmal beißen konnte. Mürrisch säuberte er ihren Unterarm mit dem Desinfektionsmittel.
      "Ich will...das wir ihn in den letzten fünf Tagen, die uns ab Morgen bleiben fangen. Wir stellen ihm eine Falle...", Victos ernster Blick ging hoch von ihrem Arm, "Es hat schon einmal geklappt ihn mit dir zu ködern. Diesmal...", Victor wusste nicht ob er es wirklich eingehen wollte, Naira in Gefahr zu bringen, nur um einen Psychopathen zu kriegen, "Diesmal bin ich einverstanden dass du...der Köder bist und tust, was auch immer nötig ist, damit er zu dir kommt...Und wir schalten ihn aus...Aus der Ferne. Ein einfacher Schuss zwischen die Augen."
    • Naira O'Connor

      Es tat ihr furchtbar Leid, dass ihr ein und alles so etwas durchmachen musste, dass Thomas es auch auf ihn abgesehen hatte. So langsam kamen der Frau Ideen in den Kopf, die sie besser nicht aussprach, um Victor nicht unnötig zu verärgern. Vor ein paar Tagen hatte der Psychopath ihr einen kuriosen Vorschlag gemacht, er würde sie alle in Ruhe lassen, die Frage war nur, was er im Gegenzug dafür wollte... Naira konnte sich schon vorstellen, was sie dafür leisten musste, aber unausgesprochen blieb es noch ziemlich realistisch, die Gedanken verschwanden jedoch wieder, als der Rothaarige ihr Gesicht zu sich zog. So verletzt wollte sie definitiv nicht angesehen werden, aber seine Augen beruhigten irgendwie das Chaos, in ihrem Inneren. Es war ein liebevoller Augenblick, auch wenn Victor nicht so wirkte, als wenn es ihm danach wäre.
      Er kam mit Verbandszeug wieder, erst dann bemerkte seine Freundin, dass sie am Arm blutete. "Das ist nicht allzu schlimm..",sagte sie und betrachtete die Rothaarigen, wusste aber genauso gut, dass es nichts ändern wurde. SIe ließ ihn einfach machen, strich ihrem Hund mehrmals durch das Fell, während dieser versuchte über die Wunde zu lecken. Dass Victor so kalt zu ihm war, war verständlich, aber Naira konnte es definitiv nicht, sie wusste, dass ihr Liebling nichts dafür konnte, was der Psychopath ihm angetan hatte. Kurz zuckte die Dunkelhaarige zusammen, sie ließ ihren Arm aber weiter verbinden. Ihr Blick lag für einen Moment auf der Wunde, dann blickte sie z ihrem Freund hoch. "Eine Falle..?",fragte sie vorsichtig nach und runzelte ein wenig die Stirn. Sie war ein wenig fassungslos, was ihr Partner da sprach, sie war ihm aber aufjedenfall nicht böse, es war eher verwirrend, was Thomas mit ihnen allen anstellte.
      Einen Augenblick lang sah die Frau in die Augen ihres Freundes, sie war sich sicher, dass sie es machen würde, aber die Angst war groß. "Ich mache das..", sprach sie leise und nickte dann mit dem Kopf. "Ich mache das.. Ich werde ihn zu euch führen und du musst ihn ausschalten.. Du muss mich retten..". Naira ergriff die Hände ihres Freundes, als würde sie nach einer Lösung greifen, die sie aus der Angst befreien würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Schmerz und Druck, der sich in seiner Brust ausbreitete, lenkte Victor nicht ab. Es war eher, als würde es ihn wieder tiefer ziehen und alles um einen mit hinein in ein dunkles, tiefes Loch. Er hatte seiner Freundin und Partnerin vorgeschlagen, dass sie der Köder sein sollte. Natürlich war das gefährlich und er konnte damit sowohl ihr Leben auf Spiel setzen, wie das des Mörders.
      "Langsam bleibt uns nichts anderes übrig...", knurrte er leise, während er sich selbst versuchte zu überzeugen, dass das schon seine Richtigkeit haben würde. Sie werden auch noch einmal mit Ramirez reden müssen, Alex mit einbeziehen und ein ganzes Team vor Ort haben müssen, das auf Knopfdruck abruf bereit war. Victors Gedanken verwandelten sich in einen Strudel, der nur aufgehalten wurde, durch Nairas Hände, als sie nach seinen Griff und sich festhielt. So konnten sie beide über Wasser bleiben und keiner von ihnen ertrank an der Angst vor dem...Unglaublichen. Thomas war unglaublich in jeder Hinsicht.
      Victor nahm ihre Hände und drückte sie fest, senkte dennoch den Blick: "Ich...werde dich immer retten wollen. Das bin ich dir in jeder Hinsicht schuldig...In jeder...", antwortete er ihr leise, als hätte man die ganze Wut mit einem Mal aus ihm gelassen.
      "Ich werde zwar nicht schießen...Weil ich kein Experte bin, aber wir besorgen einen Scharfschützen..:Den besten und damit erschießen wir dieses Arschloch...", Victor drückte noch einmal fest zu, bevor er einen Blick auf Spike warf, der mit traurigen Augen und der Schnauze auf den Pfoten hoffte, dass man ihm verzeihen wird.
      "...Was wirst du machen, wegen Spike?...Ihm wurde konditioniert und...ich tippe auf ein Pfeifen auf das er reagiert hat. Genau so wie die anderen Hunde, als wir im Wald waren. Kaum hörbar, aber für die Tiere laut."
    • Naira O'Connor

      Es war natürlich nicht leicht, so eine Entscheidung zu treffen und so einen Vorschlag zu machen, aber Naira zögerte nicht lange, bis sie einfach knallhart dem Zuspruch gab, was ihr Freund von sich gab. "Wir haben keine Andere Wahl, du sagst es", betonte sie seine Aussage und suchte nach dem Blick in seinen Augen. Natürlich, das würde nun alles seinen Lauf nehmen müssen, allein die Überzeugung von Ramirez und dem Team würde sehr viel Kraft kosten, aber die Dunkelhaarige war zuversichtlich, dass sie sie schon überzeugt bekommen würde, immerhin gab es einfach keinen anderen Ausweg, jedenfalls nicht für die beiden Detectives.
      Sie nahm seine Hand noch mehr zu sich und musste ihre Finger miteinander verschränken, um den Halt nicht zu verlieren, den sie gerade brauchten. Er war ihr Anker, ihr Licht in der Dunkelheit.. Der Polarstern, der ihr den Weg weisen würde, sie war einfach abhängig von ihrem Freund geworden. "Ich würde ihm am liebsten selbst die Kugel verpassen..", gab die Frau zu und schluckte schwer, während sie ihren Blick nicht von Victor nahm. "Ich habe noch nie verstanden, warum Menschen andere verletzten.. Aber ich würde ihm am liebsten die Pistole an den Kopf halten und ihn ein für alle Mal erschießen.. Damit er dich und mich in Ruhe lässt.. und das für immer..".
      Nairas Stimme brach ein wenig, was vielleicht an dem Zusammenbruch lag, der sich langsam anbahnte. Sie nahm ihren Blick erst, als ihr Freund zu Spike sah und sah selbst hin. Ein Seufzer verließ ihre Lippen leise. "Ich werde mich nach einem Trainer oder so umsehen.. Irgendjemanden, der mir sagen wird, wie ich es ihm abtrainieren kann.. der Hund kann nun wirklich nichts dafür..". Eine Hand ließ sie von Victor los und fuhr ihrem Hund durch das Fell. "Er kann da nun wirklich am wenigstens für..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wenn sich Victor erinnerte, so konnte er nicht sagen, wie viele Jahre er zurück gehen musste, um solch zärtlichen Berührungen wieder im Gedächtnis warm werden zu lassen. Naira war die frischeste Erinnerung, mit der er bieten konnte und das gefiel ihm. Ihre Hand hielt er ordentlich fest. Weder sie, noch er wollten von einander weichen und das war für den Zeitpunkt auf gut so. Auch wenn es Victor nicht unbedingt mit Freude erfüllte, zu sehen, dass Naira noch immer dem Hund Gutes zusprach. Vielleicht lag es an der oberflächlichen Verbindung zu dem Vierbeiner, aber er hätte Spike just in dem Moment nur in ein anderes Zimmer gesperrt.
      "Möglich...", erwiderte Victor nachdenklich und atmete einmal tief durch bevor er sich wieder an Naira wandte, sich vorbeugte und ihr einen Kuss schenkte: "Ich bin dafür wir bestellen heute etwas zu essen...vielleicht etwas abseits von Pizza...aber ich verlasse dich heute nicht und Spike...", er seufzte laut, "Ich kann ihm keine Kopfhörer bieten, dass er das Zeichen für Angriff nicht wieder hört...Uns bleibt nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass dies nur ein Fingerzeig von Thomas war..."
    • Naira O'Connor

      "Chinesisch würde sich gut anhören.. Oder Indisch..", entgegnete Naira und sah wieder zu ihrem Freund, der ihr daraufhin einen Kuss schenkte. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, es war eine willkommene Abwechslung zu dem Stress, der heute geherrscht hat, dabei war es ihr freier Tag gewesen.
      "Ich gebe Spike was zur Beruhigung und er legt sich schlafen.. Ich denke, dass das das Beste für ihn sein wird..". Klar konnte sie die Abneigung ihres Freundes gegenüber Spike verstehen, er hatte sein Frauchen immerhin angegriffen, aber Victor wusste selbst, dass es nicht das normale Verhalten des Huskys war. Der Blick ging wieder zu dem Hund, der seine Schnauze auf Nairas Bein gelegt hatte, wie konnte sie ihm da nur böse sein?
      "Such du mal nach einem guten Lieferdienst und ich mache Spike seine Ecke hier irgendwo fertig, dann werde ich mich morgen zwischenzeitlich damit beschäftigen, einen Trainer zu finden..". Sie seufzte selbst und versuchte sich zu erheben, was aber mit dem verletzten und eingeschlafenen Bein nicht ganz möglich war, deshalb griff sie nach der Hand des Rothaarigen, um sich auf die Beine aufzuhelfen. Sie sah zu ihm, lächelte ihn sogar leicht an. "Wir kriegen das hin.. definitiv..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Möglich, dass er überreagierte und überhaupt keinen Grund dazu hatte sich um sie oder den Hund Sorgen zu machen. Aber alles was in den letzten Wochen und Monaten geschah, geschah weil Thomas es so wollte. Weil ein kranker Bastard, wie er es nur sein konnte, einen Menschen von innen heraus schaden wollte. Wieso war die Frage, die sich Victor selten stellte, aber auch gar nicht beantworten konnte. Er hatte den Verdacht, dass Naira die einzige in ihrem Kreis war, die überhaupt eine Vermutung hätte anstellen können. Es war alles kompliziert. Der Handgriff brachte ihn aber wieder dazu sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und half Naira auf die Beine. Natürlich nicht ohne sie mit einem ausführlichen Blick zu mustern, ob der Hund sie nicht auch irgendwo anders gebissen hatte. Er hoffte es für den Vierbeiner ja auch nicht. Und noch weniger für Naira, denn die würde sich querstellen den Hund loszuwerden. Victor seufzte lautstark, er gab seinen Gedanken nach und nickte Naira zu, dass sie den Hund ruhig legen sollte. Er selbst holte sein Handy heraus und ging in die Küche, wo er sich an die Arbeitsfläche lehnte. In dem Moment bemerkte er, dass er im Haus gar kein Internet hatte und mit seinen mobilen Daten danach suchen musste. Was ihn nicht gerade glücklicher stimmte, aber er würde es sich auf die "Zu-Machen-Liste" setzen, damit er es später wieder vergessen konnte.
      Hin und wieder sah er bei der Suche nach Lieferanten um die Ecke, um zu horchen, ob auch alles bei Naira noch in Ordnung war und der Hund nicht noch einmal meinte, sie zu beißen. Einerseits verstand er ja, dass es nicht die Schuld des Tieres war. Aber er war eine Gefahr, solange er labil war...
      Nach einiger Überlegung bestellte Victor schließlich Curry Gerichte für beide, die in der nächsten Stunde kommen sollten.
    • Naira O'Connor

      Mit viel Liebe und viel Geduld nahm sich die Frau ihren Hund zu sich, nachdem sie seine Medikamente rausgesucht hatte und strich ihm durch das Fell. Spike tat es Leid, was er seinem Frauchen angetan hatte, aber sie konnte ihm nicht vermitteln, dass es nicht seine Schuld war, er konnte nichts dafür, in die Finger eines verrückten Psychopathen gekommen zu sein. Naira versprach sich, schnellst möglich diesem Kerl das Ende zu setzen, koste es was es wolle..
      Natürlich hatte sie bemerkt, dass ihr Freund immer wieder zu ihr gesehen hatte, um herauszufinden, ob es ihr gut ging, aber si sagte nichts dazu, er durfte gerne immer wieder nach ihr sehen. Er war mit dem Bestellen vom Essen beschäftigt, sie mit dem Beruhigen ihres Hundes, was bei dem Husky auch wieder einmal gut klappte. Er schlief tief und fest, da erhob sich die Dunkelhaarige und lief zu ihrem Freund, um ihm nicht länger alleine zu lassen. Von hinten schmiegte sie sich an ihm, küsste seine Schulter und legte den Kopf dort vorsichtig ab, sie wollte seinem verletzten Arm nicht wehtun. "Ich habe Hunger..", gab Naira zu und schloss ihre Augen. "ich hoffe, du hast was zu Essen bestellt, sonst werde ich noch umfallen..". Es war mehr Spaß, als wirklich ernst, aber durch den Vorfall mit Spike konnte sie diesen Spaß nicht wirklich ausdehnen.
      Sie öffnete wieder ihre Augen und betrachtete ihren Freund von der Seite ein wenig. "Ich hasse ihn jeden Tag immer mehr, weiß du..?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Naira kam zu ihm, lehnte sich von hinten an ihn, legte die Arme um ihn und gab ihm so ein wenig Zuversicht, dass sie das schaffen würden. Alles was ihnen im Weg stand, bis sie endlich wieder aufatmen konnten. Aber das würde noch so viel Zeit in Anspruch nehmen. Victor wusste nicht, ob die nächsten 2 Wochen überhaupt noch als 2 Wochen gesehen werden konnten. Er spürte jetzt schon, wie jeder kommende Tag, jede Stunde und jede Minute sich in ein zähes Etwas verwandelte, dass sie durchwaten mussten, um auf das andere Ufer zu kommen. Nur in der Hoffnung ihren Feind, den Feind dieses Landes nieder zu ringen. Dabei ging es noch nicht einmal mehr mit richtigen Dingen zu.
      Victor seufzte, legte eine Hand auf ihre und senkte das Kinn zur Brust. Ihr kleiner Versuch die Situation lockerer zu gestalten, ging an ihm vorbei, rang ihm nur ein müdes Lächeln ab. Die Wahrheit, wie sie über Thomas dachte, machte es ihm aber einfacher zu wissen, dass er sich anstrengen sollte. Victor drehte sich um, behielt ihre Arme aber immer noch um seine Taille, damit sie nicht daran dachte ihn loszulassen: "14 Tage, okay? Und dann sitzt der Arsch auch im Kittchen und hoffentlich mit einem Haufen an Lebenserhaltenden maßnahmen...", Victor strich Naira die Haare aus dem Gesicht, sanft und doch bestimmt hielt er ihr Gesicht fest, damit sie sich ansehen konnten: "Lass uns ein wenig aufräumen...Die ersten Sachen. Soll er da draußen erfrieren wenn er noch da ist."
    • Naira O'Connor

      Er war ihr Polarlicht in der dunklen Nacht, der Stern, der ihr den Weg wies und deutlich machte, dass es doch noch etwas gab, wofür es sich zu Leben lohnte. Victor gab ihr die Hoffnung, am Ende der nächsten Woche endlich von allem befreit zu sein, was so an ihr lastete.. Endlich ein normales Leben zu führen und mit ihren Freund zusammen aus dem Land zu reisen. Naira nahm sich fest vor, dieses Ziel vor Augen zu halten und sich nicht unter kriegen lassen, sie würde es definitiv hinbekommen, koste es was es wolle.
      "Das ist eine gute Idee..", sprach die Dunkelhaarige zu dem Vorschlag, die Sachen schon einmal wegzuraumen, dennoch bewegte sie sich nicht. Stattdessen kuschelte sich die Frau noch ein wenig an ihren Freund und strich ihm sanft mit den Händen über die Brust." Aber du bist so gemütlich..und so warm..", murmelte sie noch hinterher. Einige Minuten verharrte sie noch so, dann erhob sich die Frau und Strich ein letztes Mal dem Rothaarigen durch die Haare. "Vielleicht werden wir fertig, bevor das Essen kommt.. Und können uns einfach auf das Sofa hauen..". Sie lief an ihrem Hund vorbei, sah noch einmal nach ihm, um dann die ersten Kisten nach oben in die erste Etage zu nehmen.. Die Treppe war eine kleine Herausforderung, da ihre Gedanken aber sowieso wo anders waren, bes haftigte sie sich nicht allzu viel damit. "Welches Zimmer denn?", fragte sie ein wenig lauter nach unten. Oben kannte sie sich nicht aus, das war auch das erste Mal, dass sie hier oben stand.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Liebe zwischen ihnen, die erst ihren richtigen Weg vor einer Woche gefunden hatte, war groß geworden und Victor erwischte sich bei dem Gedanken daran, wie erdrückend es auch war. Sie war eine starke Persönlichkeit, während er sich noch immer lieber in einer dunklen Nische verstecken würde. Auch wenn der Gedanke an Alkohol nicht mehr so präsent war, glaubte er nicht an seine eigene Kraft es ohne ihn zu schaffen. Nur wenn sie an seiner Seite bliebe und darin war er sich zu hundert Prozent sicher, würde er das meistern können. Aber es blieb nun einmal nicht viel Zeit viel darüber zu philosophieren, ihr Leben ging weiter und weder er noch sie wollten es wirklich vergeuden. Sein Vorschlag bereits die ersten Kartons hoch zu bringen, befand sie als gut und schnappte sich einen der ersten. Victor kam ihr mit einem weiteren hinterher und wartete darauf, dass sie die Treppe hochkam. Mit ihr übte er sich in Geduld und mit ihr konnte er sich auf jegliche Art einfach nur Zeit lassen.
      "Einmal nach links..", gab er ihr dann weiter, damit sie auf den Gang hoch kam. Das Haus war riesig und Victor brauchte selbst einen Moment um herauszufinden in welche Richtung sie gehen mussten, um sein Schlafzimmer zu erwischen. "Hmpf...Ich war noch nicht so oft hier oben...", erklärte er ihr brummig, als sie es in das Schlafzimmer schafften. Mehr als ein Schrank und ein Doppelbett stand nicht darin. Auch die Vorhänge fehlten und allgemein wirkte es sehr unfertig. Victor hatte schließlich auch lieber auf dem Sofa unten geschlafen.
      "Schau zu, dass du noch vor mir den meisten Platz im Schrank einnimmst.", er warnte sie neckend und wandte sich dann wieder nach unten, um weitere Kartons zu holen, die er nach und nach hoch brachte.
    • Naira O'Connor

      Ein Seufzer entfuhr der Dunkelhaarigen, als ihr Freund das Schlafzimmer wieder verließ und sie somit alleine mit den beiden Kartons ließ. Sie fühlte sich ein wenig unwohl, vielleicht aber auch nur, weil hier alles so fremd und neu war, vielleicht aber auch, weil sie ihre Wohnung gerne wieder hätte. Es war nichts gegen Victor, er konnte auch gerne bei ihr komplett einziehen, aber die Wohnung war ihr lieber gewesen, sie war klein, gemütlich und Naira kannte jeden einzelnen Winkel.. Vielleicht war es eine Sache der Gewohnheit und schon bald würde sich die Frau in dem Haus auch wohl fühlen, noch tat sie es nicht..
      Sie räumte die ersten beiden Kisten aus, ordnete ihre Klamotten in dem Schrank, wartete aber auf die Kommode, um ihre restlichen Sachen dort zu verstauen. Es würde mit Sicherheit eng werden in dem Schrank, aber dafür hatte sie ihren mitgenommen, die Frage war nur, wo Victor ihn aufstellen wollte.. Ein ganzes Ankleidezimmer wäre ein Traum aus ihrer Kindheit, dazu gehörten aber auch die Tütüs, die Ballettschuhe und alle Kleidchen, die sie als Kind besessen hatte. Die Erinnerung an das Duplikat ihres Elternhauses unter der Erde kam in der Frau hoch und sie musste schwer schlucken. Bei jedem noch so schönen Moment drängte sich der Psychopath immer mehr ein, natürlich war das sein Plan gewesen, er wollte die beiden von Grund auf zerstören und ihnen das nehmen, was sie an meisten liebten. Der Vorschlag von Thomas fiel Naira ein.. Sie könnte das alles beenden, wenn sie es nur wolle..

      An der Tür klingelte es, was die Dunkelhaarige aus ihren Gedanken riss. Sie rappelte sich zusammen und wollte die Treppe runter nehmen, um das Essen entgegen zu nehmen, welches Victor bestellt hatte. Das Bargeld musste sie zwar aus ihrer Jacke holen, aber dafür öffnete sie dem jungen Burschen schon einmal die Tür und ließ ihn für einen Moment ins Warme, um das Essen dann zu bezahlen und entgegen zu nehmen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor machte sich nichts aus der schweren Last, die er noch einmal Treppen hinauf hieven musste. Zwar war sein Arm eigentlich nicht in der Verfassung und er spürte eine nässende Wärme an der Wunde, aber Nairas Bein war ebenfalls nicht in der Verfassung etwas dergleichen durch zu machen und trotzdem hatte sich die frau gegen seine Worte gewendet gehabt. Einmal zu viel tatsächlich. Er verzieh ihr aber. Mit einem Seufzen fuhr sich Victor über die Stirn. Er schwitzte bereits, der Arm tauber, als er es sich wünschte, aber er trug die Sachen nach oben, bis der Rest da war. Das Ankleidezimmer für seine Freundin hatte er schon gänzlich vergessen und müsste demnächst wohl daran erinnert werden. Aber nebst dem Schlafzimmer gab es noch ein ganzes großes Bad direkt angeschlossen an das Schlafzimmer und noch 2 weitere Zimmer auf der Etage, die sie sich freilich aussuchen konnte. Victor schnaubte bei dem Gedanken daran, dass sie sich selbst bei einem Streit wohl tagelang aus dem Weg gehen könnten in diesem Haus, weil es groß genug war für eine ganze Familie mit vier Köpfen. Aber er wollte es ihr nicht sagen.
      Als die Tür unten klingelte hatte Victor den letzten Teil ihrer Kommode ins Zimmer gebracht und erst einmal an die Wand gelehnt. Noch im verschnaufen, konnte er Naira nur an sich vorbei ziehen lassen, als sie runter ging, um ran zu gehen. Victor nickte, weil er nicht daran dachte, dass es gefährlich werden könnte. Trotzdem spukte es ihm übel durch den Kopf und er ging an das Fenster, welches über dem Hauseingang war. An der Einfahrt stand ein kleiner PKW mit den üblichen Beschriftungen und Stickern einer Pizzeria, bei der er auch bestellt hatte. Das Auto war es aber nicht, dass ihn interessierte. Mehr der Schatten der auf der anderen Straßenseite stand und direkt auf den Eingang starrte. Victors Mund wurde trocken, er spürte wie er sich augenblicklich verkrampfte. Da war er. Immer so nah und doch konnten sie ihn nie fassen...Er sah wie Thomas sie anstarrte und sich wohl die Lefzen leckte...Victor griff automatisch an das Holster, dass er sonst getragen hätte am Gürtel, doch es war nicht da. Genau so wenig wie die Dienstwaffe, weil sie beim Umzug im Weg war...
    • Naira O'Connor

      Sie hatte den ungebetenen Gast auf der anderen Seite der Straße erst bemerkt, als Naira dem Boten das Geld in die Hand gedrückt und ihn zur Tür begleitet hatte. Auf der anderen Seite, gegenüber der Straße sah sie dieses dreckige Lächeln, welches einen Schauer über ihren Körper ziehen ließ. Sein Blick war nach weiter oben gerichtet, bis er die offene Tür und die darin stehende Detektiv erkannte. Thomas hob die Hand, mit einer lässigen Handbewegung wollte er seine Nichte grüßen, die ihm die Tür vor der Nase schloss und ihm so den Zutritt zum Haus verwahrte. Naira atmete mehrmals tief durch, sie schloss die Tür von innen doppelt ab, als könnte es den Psychopathen davon abhalten, das Haus zu betreten, dann lehnte sie sich mit dem Rücken an die Tür. Er war wirklich an jedem Ort, an welchem sie auch ging, er verfolgte sie. Erinnerungsfetzen sprangen vor ihr geistiges Auge, die Frau sah den Mann wieder vor sich stehen, wie er sich über sie beugte mit der Macht, in seinen Augen.
      Mit einem Kopfschütteln versuchte es die Dunkelhaarige, alles einfach wieder in Vergessenheit geraten zu lassen, aber so einfach war es nicht. Er hatte schon sogar ihre Gedanken erobert, es ging scheinbar alles nach einem Plan, aber sie wusste, wie sie sich davon befreien könnte. Er hatte etwas erwähnt..
      "Ich hasse diesen Dreckskerl..", murmelte sie und begab sich kopfschüttelnd in das Wohnzimmer, im welchen sie das essen abgestellt hatte. "Vic? Essen!". Vielleicht könnten die beiden ja in Ruhe essen und ein wenig Kraft tanken.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wie gern hätte er ihn einfach erschossen. Die 15 oder 20 Meter hätte er mit seiner Waffe noch mühelos überbrücken können und ihm die Kugel zwischen die Augen jagen. Victor legte die Hände auf den Fenstersims und starrte runter, bis er merkte, dass Thomas gar nicht mehr ihn ansah und ihm zuwinkte, sondern seiner Freundin, die unten die Türe aufmachte. Sie schien ihn gesehen zu haben. Victor konnte sich nur vorstellen, wie sich Naira fühlte. Dieser Mann war überall und wer er war, konnte keiner von ihnen sagen. Es war...seltsam. Wie ein Geist oder eher noch ein Phantom, dass sie verfolgte. Victor schnaufte, versuchte sich zu entspannen, als er Naira nach ihm rufen hörte. Lieber ablenken. Er wollte es schließlich so und hatte ihr den Vorschlag gemacht.
      "Komme.", rief er dann runter und hoffte, dass er seine Stimme unter Kontrolle hatte, so dass sie sein Misstrauen nicht wahrnahm. Kurz schweifte sein Blick durch das Schlafzimmer, dass noch mit Kartons und den Bauteilen der Kommode vollgestellt war. Dann ging er die Treppe runter und fand Naira im Esszimmer, das direkt mit der Küche verbunden war.
      "Hat das Geld gereicht?", fragte er und mimte den Abend zum ruhigen Spiel. Sollte Thomas doch wirklich da draußen erfrieren...Auch wenn Victor nicht mehr daran glauben konnte. Thomas war nicht loszuwerden.
      Victor trat an Naira heran und sah sich das bestellte Essen an, bevor er eine Hand an ihre Schulter legte und sie sanft zu sich drückte. Er hasste den Gedanken, dass er sie verlieren könnte, wenn er die Augen zu machte...Bahnte sich etwa wieder eine Schlaflosigkeit an? Musste er sich schon bald mit den selben Problemen quälen, die er damals verspürt hatte?
    • Naira O'Connor

      Es dauerte einen Augenblick, bis ihr Freund die Treppe runter kam und sich zu der Dunkelhaarigen gesellte. Viel zu viele Gedanken schwirrten ihr durch den Kopf, ihr Blick fiel auch eine Zeit lang auf ihre kleine Wunde an dem Arm, die ihr Hund ihr verursacht hatte. Es war keine Absicht, aber dennoch tat es in der Seele weh, dass Thomas ihren Liebling zu so etwas bringen konnte. Der Husky war das Beste, was ihr im Leben passiert war, neben Victor natürlich, aber die Verbindung des Hundes mit seinem Frauchen war etwas besonderes, was Thomas zerstört hat.. Er hatte es gewagt eine Grenze zu überschreiten, für die er noch früh genug bezahlen würde..
      Bevor der Blick auf den Rothaarigen gerichtet wurde versuchte es die Frau auf dem Fenster zu sehen, um den Schatten draußen zu erblicken, um ihn noch einmal anzusehen und vielleicht ein wenig mehr Hass in sich zusammenzubekommen, aber der Psychopath war verschwunden und mit ihm die Gedanken an ihn, denn jemand wichtigeres betrat das Wohnzimmer.
      Ein sanftes Lächeln bildete sich auf Nairas Lippen, als sie ihren Freund erblickte. Allein durch seinen Auftritt erhellten sich die dunklen Gedanken der Detective, sie wurden für eine gewisse Zeit einfach nach Hinten geschoben. "Ja, hat es..",antwortete sie und betrachtete Victor in seiner Tat. Er drückte seine Freundin an sich, sie schlang auch sofort ihre Arme um ihn, um anschließend den Kopf auf seiner Schulter zu betten. "Mir ist auch schon fast der Hunger wieder vergangen..". Aber so würde sie nur noch mehr abnehmen und noch kleiner werden, was dem Rothaarigen vermutlich nicht passen würde. Er beschwerte sich zwar nicht, aber der ein oder andre Spruch, die ein oder die andere Geste, sie zeigten der Frau deutlich, dass sie einfach ein wenig zunehmen musste, dessen war sie sich bewusst. "Aber ich muss ja was essen..wollen wir?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Hätte Naira nicht im selben Moment noch gesagt, dass sie sich trotzdem mit ihn zum Essen setzen wollte, hätte er ihr vielleicht sogar einen Vortrag gehalten. Er mochte sie zwar und an sich hatte Victor nichts an ihrem Körper zu bemängeln, aber sie war dünn und das ein oder andere hätte er dann doch eher fülliger...Dabei ging es ihm noch nicht einmal um ihre Brüste. Die waren ihm vollkommen egal.
      Schnaufend küsste er sie im Nacken, bevor er Naira los ließ und sich mit ihr an den Tisch setzte.
      In dem Haus fühlte es sich unglaublich leer und kalt an, weil es noch sehr offen war und wenig im Wohnzimmer stand. Das Sofa war das einzige das halbwegs Platz wegnahm und danach aussah, dass jemand darauf schlief.
      Er packte das Essen aus der Tüte aus und suchte in einem Karton auf der Küchentheke nach Besteck.
      "Ich habe sogar nur 2 Gabeln und 2 Messer...", kommentierte er dabei, als er eben diese heraus holte und rüber trug. Ein wahrer Männerhaushalt wenn man es so wollte, denn warum brauchte man viel mehr, als man wirklich nutzte.
      Ruhig fing Victor an zu essen. Hin und wieder hob er aber einen Blick zu seiner Freundin. Er schien etwas sagen zu wollen, aber er konnte dieses Gefühl selbst noch nicht gänzlich verstehen, wie sollte er also mit ihr darüber richtig reden können?
      "Du musst das alles aufessen ...Und dann können wir mal gucken ob ich noch irgendwo Bettwäsche haben die auf das Bett passt...", er verwies dabei auf ihr Essen. Die Portionen waren aber ganz nach Fast Food Art eine riesige Portion, die man wahrscheinlich sogar hätte teilen können. Victor selbst hatte ja schon lange nicht mehr viel gegessen.
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