[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wirklich ein Lächeln konnte sie ihm heute nicht mehr abringen. Schlaf war das was ihn wohl am meisten lockte gerade und die Tatsache, dass er immer noch an ihr festhalten durfte ohne dass sie wegrannte. Als sie dann auch noch das Thema "Alex" anschnitt, kam er nur mehr ins Grübeln, als er ohne weiteren Kommentar den Wagen verließ und rüber ging zu dem Italiener. Der Gedanke plagte ihn zu glauben,d ass er dem Kollegen ähnlich sei. Demjenigen, der Naira nicht nur paranoid gemacht hatte, sondern auch einer der wohl eine verdammt ähnliche Leidensgeschichte mit sich zu tragen hatte und auch noch mit seiner jetzigen Partnerin zusammen war. Vielleicht sollte Victor endlich den Schritt tun und sie fragen...Er wollte nicht weiter im Ungewissen bleiben und mitdem Weihnachtsgeschenk, dass er sich im Kopf überlegt hatte, würde er es bestimmt anstellen können.

      In der Pizzeria stellte er sich hinter zwei anderen Leuten an und wollte sein Handy herausholen, doch das hatte er wohl in der Wohnung liegen gelassen. Wie alles andere, dass er hätte ruhig anziehen können. Wenn er so überlegte, war es doch kühl ohne ein richtiges Unterhemd. Und seine Hemden waren nicht gerade aus Flanell, sondern alle sehr kalt. Seufzend fummelte Victor nachdenklich und unruhig an dem Geldbeutel von Naira. Er drehte ihn in der Hand umher, ignorierte wohl die fragenden Blicke warum so ein Kerl wie er mit einem Damengeldbeutel herum rannte. Es war ihm dann doch egal gewesen. Sollten sie denken was sie wollten. Auch, dass er gerade mehr nach einem Drogenjunkie aussah, als nach einem Detective, der eine eigentlich gute Erfolgsquote hatte. Hatte...

      Die Pizza ließ auf sich noch 20 Minuten warten und er gab bescheid, dass er sie gleich abholen würde. Denn er nahm die Möglichkeit an dem Parkplatz der Pizzeria vorbei zu schleichen und einen Abstecher in einen kleinen Laden zu machen, der gerade schließen wollte. Obwohl es unüblich sein sollte und gerade solche Läden es sich wohl leisten könnten auch mal einen Tag zu zu machen, war er offen gewesen. Die kleine Dame davor besah ihn fragend und lächelte dann: "Harte Nacht wie? Und dann will man es zu Weihnachten wieder richten?", sie lächelte und Victor runzelte dabei nur die Stirn. Mochte sein dass sie recht hatte, "Selten dass ich auf Materielles zurückgreife...", erwiderte er grummelnd und lief rein. Sie zeigte ihm schnell ein paar Ketten, die er sich ausgedacht hatte und keine traf wirklich anfangs seine Vorstellungen, andererseits war er auch wirklich zum ersten Mal in seinem Leben in so einem Laden.
      Die Verkäuferin beriet ihn aber ausführlich und fast hätte er die Zeit beim Aussuchen vergessen.
      "Aber ich kann es nicht heute kaufen. Ich will sie darum bitten dieses Geschenk zurück zu legen...", er brauchte eine Weile, um sie von der Idee zu überzeugen, doch sie willigte am Ende ein. Wahrscheinlich hatte sie Mitleid. Mit Nairas Karte konnte er das sicherlich nicht bezahlen, das wäre auf keinster weise richtig. Victor unterzeichnete einen kleinen Zettel: "Ich werde es morgen holen..."
      "Einverstanden, Mr. Parker.", die Dame lächelte.

      Eine gefühlte Ewigkeit später kam Victor mit einer dampfenden Pizza im Karton wieder in den Wagen und reichte seiner Beifahrerin diese.
      "Viel Kundschaft...", er wich sofort einer kommenden Frage aus, warum er solange grbraucht hätte.
    • Naira O’Connor

      Es war langweilig nur in dem Auto zu sitzen und nichts zu tun. Naira hatte sich diverse Menschen angesehen, die an dem Auto vorbeiliefen und hatte auch alle gut gemustert. Manche, die sie erblickten runzelten die Stirn, die Frau musste wohl mehr als nur schrecklich aussehen, andere wiederum lächelten ihr zu und winkten sogar, sie kannten sie. Eine andere gefühlte Ewigkeit betrachtete die Dunkelhaarige ihren Hund und kraulte ihn. Spike hatte sich auch Sorgen gemacht und war ebenfalls traurig, aber mit ein wenig Kraulen und ein paar Leckerlis, die sie immer im Handschuhfach hatte, war der Hund wieder glücklich. Victor ließ noch immer auf sich warten, da beschloss die Frau das Fenster runter zu kurbeln und sich eine Zigarette anzuzünden. Klar, Victor störte es,er empfand, dass sie zu viel rauchte, aber die empfand, dass er zu viel trank und so waren sie quasi quitt, da keiner der beiden aufzuhören schien. Sie füllte ihre Lungen mit dem giftigen Zeug, ließ sie einen Moment darin und ließ sie auch wieder raus. Das tat gut, es dämpfte all die Gedanken, die sie noch hatte bezüglich des Streites, der stattgefunden hatte. Sicherlich, eine reichte nicht aus, deshalb folgte eine zweite, da erblickte sie auch ihren Partner. Naira wollte selbstverständlich fragen, warum es so lange gedauert hatte, aber mit einer kurzen und knappen Antwort beantwortete er ihre Frage schon.
      Die Frau rauchte nicht zu Ende auf, sie schmiss die halbe Zigarette aus dem Fenster und machte es wieder zu. Die griff zu dem Karton und hielt ihn auf ihren Schoß. Er war angenehm warm.. „Danke, Victor..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie ging nicht auf die lange Wartezeit ein und auch er beließ es einfach so wie es nun einmal am Ende war. Sie nahm es hin und er dankte ihr innerlich dafür. Vieles ließ sie unausgesprochen, das musste er ihr lassen. Manches besprachen die beiden nicht, auch wenn es notwendig war, für beide. Er fuhr wieder ruhig vom Parkplatz und reihte sich in die anderen Wagen ein. Auch wenn die Straßen nicht sicher genug waren, um schnell von A nach B zu kommen, brauchten sie nicht länger, als Victor in der Pizzeria und er konnte den Wagen sicher zwischen zwei andere Parken. In letzter Zeit fuhr er viel mit diesem und es fühlte sich gut an. Der Wagen war robust und konnte einiges mitmachen, außerdem war er groß und wirkte männlich. Eigentlich kaum zu glauben, dass so jemand zierliches so einen Wagen fuhr.
      Victor schnallte sich ab und überlegte kurz, wartete aber dann darauf, dass sie ihm die Pizza in die Hand drückte. Wenigstens die Pizza und den Baum konnte er noch übernehmen. Hauptsache Naira stellte sich nun nicht unbedingt bockig an und wollte tatsächlich im Wagen schlafen. Nicht heute. Nicht mit ihm.
      Die Tatsache, dass er so schnell einfach das Weihnachtsgeschenk für sie reserviert hatte und auch noch bei dem Preis beide Augen statt nur einem zugedrückt hatte, ließ ihn vorerst kalt. Das "böse" Erwachen würde er wohl morgen haben, wenn er sich für einen Moment, vielleicht für das Einkaufen, das Naira ja nicht erledigt hatte wegen ihrem Bein, aus dem Haus schleichen wird.
    • Naira O’Connor

      Sie schwiegen beide, Naira versuchte auch nicht zu seufzen, als Victor den Wagen fuhr und auch später einparkte. Es war schwierig, aber sie schaffte es wirklich, damit die Situation nicht eskalieren würde. Die Stimmung wirkte angespannt, da riskierte die Frau nichts.
      Vor dem Haus seufzte Naira dann, als ihr Partner aus dem Wagen ausgestiegen war. Sie öffnete die Tür ihres Wagens und versuchte auszusteigen, was gar nicht mal so einfach war. Wackelig auf den Beinen öffnete sie auch die Tür für ihren Hund, der schon einmal zu dem nächsten Baum lieg, sein Frauchen brauchte ja ein wenig Zeit. „Komm Spike!“, rief sie ihm zu, als sie an der Haustür angekommen war und der Hund kam tatsächlich. Er lief schon einmal hinter dem Rothaarigen vor, der mit dem Baum und der Pizza fast oben war, die Frau brauchte ein wenig länger. Das Bein schmerzte, aber sie zog es durch, um letztendlich komplett außer Puste oben an der Tür zu stehen. „Ich kann nicht mehr..“,murmelte sie kopfschüttelnd, ehe sie Victor die Schlüssel aus ihrer Jackentasche in die Hand drückte. Sie wartete, bis die Tür offen war und lief in die Wohnung, um sich auf das Sofa zu setzen und durchzuatmen. „Ich glaube.... danach ... habe ich riesige Muskeln“. Sie seufzte und atmete noch einmal durch, ehe sie versuchte die Schuhe auszuziehen. „Die Kammer hier um die Ecke.. der oberste Karton.. da steht auch Weihnachten drauf“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte alles an sich genommen und war fleißig vor gelaufen, denn auch wenn er es für höflicher und empfindsamer ansah neben ihr zu laufen und sich ebenfalls Zeit zu lassen beim Treppenlaufen, war das mit einem Baum und der Pizza unter der Hand nicht die klügste Idee. Oben konnte er sich die Schlüssel geben lassen. Gegen das Warten dort hatte er nicht, denn er konnte den Baum abstellen. Der Geruch der Pizza bewirkte aber das Gegenteil, als ihn hungrig zu machen. Es machte ihn eher nervös und machte ihn schwindelig.
      Die Wohnungstür öffnete er erst für sich, um durch zu schlüpfen und den Baum vorerst mit Schuhen an in das Wohnzimmer zu tragen. Die Pizza legte er auf den kleinen Tisch ab. Naira ließ er Zeit beim Meckern und Schuhe ausziehen.
      "Wenn das der Fall sein wird, lasse ich dich nicht mehr an meine Arme ran...", erwiderte er aus dem Wohnzimmer. Damit wollte er auf das vorherige Thema von Auskugeln kommen. Dann würde es wohl nicht mehr so simpel sein, sondern eher ein Brechen von Knochen. Victor war gestresst und müde, doch er hatte nicht verlernt seinen trockenen Humor an manchen Stellen loszulassen.
      Als er wieder zurück wollte fiel sein Blick auf die Scherben der Tasse, die er heute im Anflug seiner Wut zerstört hatte. Der Rest Kaffee war bereits getrocknet und hatte auch den Geruch über all hinterlassen.
      Das würde er später aufräumen müssen, wenn der Baum stand und die Kiste unten war. Dann konnte Naira, da dieser eh neben dem Sofa stand, schon ein wenig vorarbeiten und Victor währenddessen seinen Mist aufräumen.
      "Okay...", gab er ihr noch die bestätigung, dass er sie gehört hatte. Oben in der Kammer...Kiste mit Weihnachten darauf. Das hörte sich einfach an.
    • Naira O’Connor

      Die Frau bemühte sich es auch nur irgendwie hinzubekommen und ihre Schuhe auszuziehen, zu ihrer Überraschung schaffte sie es tatsächlich auch. Die Jacke dagegen war kein Problem, aber wegstellten von den Sachen war fast unmöglich. So langsam breitete sich ein kleines Fünkchen an Schuldgefühlen aus, dass sie Victor nun überall hin schicken musste, damit er es für sie tat.
      Sein trockener Humor war schon länger etwas, was ihr gefiel, auch wenn es manchmal teilweise wirklich unpassend war. Dieses Mal musste Naira schmunzeln, wenn nicht sogar grinsen, der Kommentar war gar nicht so schlecht gewesen.. „wenn ich dann die Muskeln habe, wirst du es mir gar nicht möglich machen müssen.. ich komme dann selber dran“. Leicht schüttelte sie den Kopf und seufzte, ehe die Frau sich erhob, oder es jedenfalls versuchte. Sie wollte sich was anderes anziehen..
      Die Kammer war ein Mysterium für sich, wie Naira es immer gerne sagte, auch wenn sie es gepflegt hatte, die Kisten und alles das, was darin war ordentlich zu verstauen. Es gab einiges an kosten, die in dieser kleinen Kammer zu finden waren, allesamt auch beschriftet. Von ‚Geschirr‘ über‘Fotos‘ bis hin zu ‚Erinnerungen‘ gab es so einiges, aber meistens ging sie gar nicht hin, es waren eher Sachen, die sie nicht wegwerfen wollte, weil es zu schade war ,aber die nicht offen rumstehen mussten. Währenddessen verschwand die Frau in ihrem Schlafzimmer und setzte sich auf das Bett, um irgendwie aus der schon sowieso kaputten Hose rauszukommen. Sie entschied sich lieber für ihren Pyjama.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Kammer war klein, aber als Victor das Licht darin anmachte, fand er genau diese Ordnung und gleichzeitige Unordnung vor sich fest. Man konnte sich hauptsächlich nur um die eigene Achse drehen in der Kammer und bis hin zur Decke die Regale mit all den sauber sortierten Kisten sehen. Die meisten sogar beschriftet. Victor musterte eine ganz besonders. 'Erinnerungen' waren immer eine fragile Sache gewesen und er hoffte nicht, dass man bei Naira Dinge fand, die sie ihm nicht erzählt hatte...Andererseits...Es waren ihre Kisten, er hatte hier nichts zu suchen, bis auf die für Weihnachten durfte er gar keine andere anfassen.
      Grummelnd ließ er diese also in Ruhe. Auch die Fotos ließ er alleine. Vielleicht an einem anderen Tag, an dem er nicht Gewaltbereit war, konnte er sie nach den Fotos fragen, nach den Erinnerungen. Naira hatte ihm zwar um einiges mehr über sich verraten, aber noch immer nicht so viel, dass er sagen konnte, er kannte diese Frau in und auswendig. Dafür kannten sie sich nicht lang genug.
      Er schnappte sich eine kleine Leiter und stellte sich darauf, um an das oberste Regl zu kommen. Dort sah er sich noch einen Moment um, bevor er die Kiste entdeckte. Durch die halb durchsichtigen Becken dieser, konnte er auch schnell die ganzen bunten Kugeln erkennen.
      Victor hatte den Sinn von Weihnachtsdekoration nicht wirklich verstanden. Dabei hatte seine Familie nicht ungerne an diesen Feiertagen miteinander etwas unternommen. Meistens wurde sogar eine krippe gestaltet...

      Mit der Kiste auf den Armen lief er also raus und brachte diese in die Küche. Naira hörte er noch im Schlafzimmer wohl mit ihrer Kleidung kämpfen. Ob er ihr helfen sollte? Beim Anblick der Scherben in der Küche, er sah sogar eine unter einem Heizungskörper im wohnzimmer, wäre es wohl nicht sehr klug. Die Kiste stellte er neben das Sofa und dem Baum hin, bevor er sie öffnete und nach dem Standfuß sah, wo er den Baum fest machen konnte. Der Geruch von Tanne breitete sich bereits in den ersten Metern aus.
      Dann stand er auf, er stöhnte erschöpft und leise, bevor er sich schämend dafür in die Küche ging, um die Scherben einzusammeln und einen Lappen zu holen mit dem er die kleinsten Teile aufräumen und den Kaffee abwischen konnte.
    • Naira O’Connor


      Sie hatte es irgendwann geschafft aus ihrer Hose rauszukommen und sich umzuziehen, was sich um einiges besser anfühlte. Das Beste daran war ja auch, dass Naira endlich den Verband an ihrem Bein nicht vor ihren Augen hatte, sie konnte es also dezent wegblenden und mit den Krücken ins Wohnzimmer zu laufen. Victor hatte tatsächlich die Kiste gefunden, die sie gemeint hatte und der Baum stand sogar. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, sie wollte ihm danken, aber die Scherben, die in der Küche zu hören waren brachten sie wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Zu gerne hätte die Frau eine Hand nach Victor ausgestreckt und ihm gesagt, dass sie es machen würde, aber bei der Stimmung und Anspannung, dazu noch bei ihrem verletzen Bein war es besser, dass es Victor tat, er hatte es immerhin verursacht.
      „Die Wandfarbe ist abwichbar“, kommentierte Naira nur, als sie in die Küche sah, sie hatte die Flecken schon vor einigen Stunden bemerkt. „Danke Victor“. Sie hatte das Gefühl, dass alles besser werden würde, wenn sie genug Danke sagen würde, auch wenn es sxhwachsinnig war.
      Letztendlich setzte sich die Frau auf einen der Stühle, welche sie sich gekonnt neben den Baum schob und sah auch schon in die Kiste, um die Sachen zu begutachten,die sie hatte. Letztendlich gab es jedes Jahr die gleiche Deko, die auf dem Baum ging, aber es war nicht weiter schlimm. Sie dekorierte den Baum soweit,wie die es mit ihrem Bein schaffte, ihr Hund stand ihr brav zur Seite und versuchte alles aufzuheben, was seinem Frauchen aus der Hand fiel. Der Hund war wirklich ein Schatz, er sorgte sich aber auch nur, wie es jedes Lebewesen mit ein wenig Verstand tat.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor konnte sich kaum daran erinnern, jemals so wütend gewesen zu sein. Natürlich schmiss er damals gerne mal die ein oder andere Sache vom Tisch, wenn ein Fall den Bach runter ging. In seinem letzten Revier hatte er die Fallakte, Briefe und sein Telefon vom Tisch gefegt, weil er nicht vorwärts kam. Seltsamerweise konnte er danach immer sehr gut gerade aus sehen und denken. Es half ihm angestaute Wut loszuwerden. Aber heute hatte es in keine Rahmen überhaupt gepasst und angemessen war seine Reaktion schon dreimal nicht. Er hatte sie einfach gepackt gehabt, wäre er nicht so betrunken gewesen, hätte er das nie gemacht. Nicht einmal Alex hätte er so angefasst, wenn er nüchtern gewesen wäre.
      Victor rieb sich die Augen und schnaufte durch, als er die großen Scherben alle eingesammelt hatte und in den Müll verfrachtete. Naira bedankte sich und er warf ihr einen fragenden Blick zu. Auch der Hinweis mit dem, dass man den Kaffee wohl einfach von der Wand wischen konnte, ging an ihm vorbei.
      Er drehte den Waschlappen in der Hand und sah zu Boden: "Nein...", fing er wieder an mit diesem teuflischen Wort der Ablehnung, "Es...gibt keinen Grund sich zu bedanken...Nicht dafür..."
      Er biss sich auf die Unterlippe, unterdrückte den Drang ganz tief durch zu atmen und wandte sich wieder seinem Job zu das alles sauber zu machen, was er angerichtet hatte. Wenigstens hatte sie ihm nur den Arm verdreht, der zwar schmerzte, aber immer noch keine sichtbaren Rückbleibsel zeigte, die irgendwie ein schlechtes Gewissen heraufbeschwören konnten.
      Während er noch da saß und einen Teil der Küche wischte, musste er unweigerlich schniefen. Vielleicht aus Trauer, vielleicht weil er noch immer nicht voll gesund war.
      20 Minuten später war er halbwegs fertig und konnte seine Hände abwaschen. Erst dann kam er wieder zurück, fuhr sich durch die Haare und musterte den Baum, den Naira bereits zur Hälfte geschmückt hatte. Somit konnte er die andere Hälfte, die sie nicht erreichte im selben Muster ausfüllen. Wortlos ging er hin, nahm sich die verbleibenden Kugeln.
      "...ich wollte nicht...weißt du...", nachdenklich starrte er die erste Kugel an, die er aufgehängt hatte, "ich wollte nicht trinken...hatte es auch damals...als ich noch jung war...im Griff..."
    • Naira O’Connor

      Sie überhörte seinen Kommentar, dass es nicht nötig war und ging nicht drauf ein, denn es würde vielleicht wieder eine Diskussion auslösen und davon hatte die Frau genug. Sie hielt lieber den Mund und verzog sich ins Wohnzimmer.
      Es dauerte eine Weile, bis Victor wieder ins Wohnzimmer kam, bis dahin hatte die Frau einiges an den Baum schon gehängt. Es roch überall nach Tanne und so langsam kam auch die Weihnachtsstimmung auf, auch wenn sie noch nicht ganz so wollte. Naira setzte sich auf das Sofa, neben den Baum hin und beobachtete ihren Partner, wie er den Rest machen wollte. Er stoppte in seiner Tat, er öffnete sich ihr, aber es war gar nicht nötig. Sie hatte sich damit abgefunden, dass er trank. Er musste sie nur auch akzeptieren.
      „Du bist noch jung, Victor“, sprach sie und legte ihm vorsichtig die Hand auf seinen Arm. „Ich weiß, dass du es sonst nicht machen würdest.. ich hatte nie auch nur das Gefühl.. aber ich habe mich doch vor kurzem auch nicht zurückhalten können..“. Sie seufzte und schüttelte leicht den Kopf. „Ich hatte Dir fast die Nase gebrochen, dass ist auch nicht ohne“. Sie wollte ihn nicht verärgern, ihm nur ein wenig Halt geben, aber Naira war sich nicht sicher, wie. Vorsichtig lehnte sie sich zurück und hob ihr Bein an, um es auf dem Tisch abzulegen. Ihr fiel die Pizza ein, die auch noch da war, deshalb lehnte sich Naira vor und griff nach einem Stück. Sie war nicht mehr heiß aber warm.. und lecker.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihm ging es nicht einmal darum Mitleid von ihr zu bekommen oder Verständnis. Es ging mehr darum dieses erdrückende Gefühl von sich zu schaffen und endlich im Reinen mit einem selbst sein, aber er schaffte es nicht. Die kurze Berührung ließ ihn sogar zusammen zucken, weil er zu tief in den Gedanken war. Erschöpft sah er zu ihr und dann wieder zu dem Baum. Es half wohl nichts. Die Kugeln hingen sich nicht von alleine auf und leichter, als mit einer Vorgabe konnte man einen Baum nicht schmücken müssen. Victor ergab sich dieser Aufgabe wieder und hing einige auf. Naira mochte recht haben. Sie hätte ihm fast die Nase gebrochen und den Arm auch. Sie war bereit sich zu wehren und war ebenfalls wie er, mehr als nur am Rande des Abgrunds. Konnte er nicht endlich aufhören zu heulen und einfach sein lassen?
      "Es geht mir nicht ums Alter...damals...", er stockte in seiner Rede. Sie hätte es verdient zu erfahren, was ihn zu solchen taten gebracht hatte, aber es fiel ihm schwer.
      "Mein...Ex-Partner ist bei ... Nun, die Anwälte plädierten auf einen Unfall...Ich sei unschuldig gewesen...", er hockte sich hin und hing die letzten Kugeln hin. Es war komisch, denn je länger man sie betrachtete, desto mehr schienen sie nach einem Muster zu hängen oder zu nah aufeinander, zu weit weg. Man könnte ewig an ihnen basteln, aber einen richtigen Platz hatten sie nicht.
      "Ich habe mich damals verloren. ...Mit dem Trinken angefangen, weil es ablenkte...", sie hatte nie danach gefragt, aber sie wusste es. Warum sie es nicht tat konnte Victor nicht sagen, aber sie war nicht dumm. Wollte einfach Diskussionen aus dem Weg gehen, ihm aus dem Weg gehen, weil es ihr schlecht genug ging mit ihren eigenen Problemen.
      "Und...mit all dem was nun passiert...die Gefahr dich zu verlieren...den Fall...Mich selbst...Ich weiß nicht wie lange ich das mitmachen kann. Ich bin nicht so gut darin einfach zu vergessen was war..einfach zu sagen, es macht nichts..."
      Als er fertig war, setzte er sich zu Naira und legte die Hände gefaltet in den Schoß, um nicht zu zeigen wie sehr es ihn beunruhigte darüber zu reden.
      "Das...ist überhaupt der Grund warum ich hierher musste...Alles was ich in Brooklyn verkackt habe...sollte ich hier nicht wiederholen können. Aber das...gestaltet sich schwieriger...", Victor starrte auf den Boden, rutschte irgendwann etwas runter und lehnte mit dem Kopf an Naira.
    • Naira O’Connor

      Nie hätte Naira es erwartet, dass sich ihr Partner ihr öffnen würde, sie hatte es auch nicht gedacht, dass er es ihr verraten würde, warum er hier war. Sie wusste, dass er versetzt wurde, aber der Grund war ihr unbekannt, entsetzte die Frau sogar. Der Mann musste es nicht aussprechen, Naira verstand, was er ihr sagen wollte. Er hatte das alles schon einmal erlebt, das konnte sie nicht fassen, warum war sie so hart zu ihm gewesen? Es ergab alles seinen Sinn...
      „Victor..“, mehr kam aus ihr nicht raus, ihr sammelten sich Tränen in den Augen, die raus wollten, aber die Frau ließ sie nicht raus, sie musste Victor nun nicht untergehen lassen. Es war wichtig, dass sie ihn nicht für immer verlieren würde, dies konnte man später nicht wirklich retten. Es vereinfachte ihr einiges, dass er sich zu ihr setzte und sich sogar an sie anlehnte, mit dem Bein hätte es sich als äußerst schwierig gestaltet. Ohne zu zögern legte die Dunkelhaarige ihren Arm um Victor und platzierte seinen Kopf auf ihrer Brust. Sie drückte ihn sanft an sich, wollte ihm halt geben und ihn nicht untergehen lassen.
      „Du hattest mir das Leben gerettet, Victor..“,flüsterte sie und lehnte ihr Gesicht an seinen Kopf. „Ich werde dich nicht untergehen lassen, hörst du.. wenn dann schwimmen wir zusammen oder gehen zusammen unter“. Sie hauchte ihm einen Kuss auf den kopf, bevor sie ihre Augen schloss. Es war schwierig sich ihm zu öffnen,lange war es her, seit dem Naira ihre Gefühle so offen preisgab, aber Victor hatte sich ihr auf geöffnet.. „du hast hier noch nichts verkackt.. ganz sicher nicht bei mir, ich hab dich immer noch gern.. und ich brauche dich hier“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie nahm ihn an sich, drückte ihn in eine Umarmung und fest an ihre Brust. Vor 5 Minuten hatte Victor nicht heulen wollen, aber er war für heute fertig mit der gesamten Welt und während er sonst immer alleine durch diese trat und niemand ihm auch wirklich Beachtung schenken wollte, war es nun, als würde diese Mauer um ihn herum bröckeln. Naira konnte das schaffen. Victor konnte sich nicht mehr halten. Die Tränen brachen einfach aus. Sie sagte ihm zwar, er hätte nichts zerstört, aber wegen ihm hätte sie fast das Bein verloren. Wegen ihm wäre sie nicht mehr Dienstfähig. Er hätte einen weiteren Cop einfach so zerstört...Ja, er mochte sie irgendwie gerettet haben in der Hütte vor Monaten, aber es war nicht sein Verdienst. Sie hatte ihn gefunden. Er war bewusstlos und auch nur sie hatte es geschafft gegen den Mörder zu kämpfen. Sie wären beide drauf gegangen, wenn nicht sie es wäre, die gegen Thomas hatte kämpfen müssen.
      Wenn er ehrlich war, dann wäre ihm der Tod tatsächlich lieber gewesen. Es gab schließlich keinen Grund mehr zu leben für ihn. Es hielt an der Arbeit fest, an ihr, als neue Partnerin und die Gefühle, die er zu ihr entwickelt hatte, waren größer als anfangs erwartet oder gewollt.
      Victor unterdrückte ein Schluchzen und drückte sich an Naira. Emotionen, die er lange in sich gehalten hatte, brachen aus ihm heraus. Er konnte nicht mehr und Naira selbst konnte ihm nicht helfen. Sie hatte genug zu tun...Wieso wandte er sich überhaupt an sie.
      "Es tut mir so leid...Ich hätte...es früher sagen sollen...Aber...nicht mal jetzt erscheint es mir richtig..."
      Victor befreite sich aus ihrer Umarmung und beugte sich vor, um das Gesicht in den Händen zu vergraben und sich an den Knien abzustützen. Er rang um innere Ruhe und bekam sie nur mit Mühe wieder, wo er nicht mehr großartig Schniefen oder Schluchzen musste.
      "Du bist...um einiges stärker als ich...", er schnaubte mit einem schiefen Lächeln und atmete tief durch.
    • Naira O’Connor

      Es war schwer zuzusehen, wie elendig es Victor mit seiner Vergangenheit hatte und wie sehr es ihn mitnahm. Naira versuchte alles, um sich ihm ebenfalls zu öffnen, aber so einfach war es nicht, auch wenn sie alles daran setzte ihn weiter auf der Oberfläche zu halten. Er nahm sie nämlich mit und hielt sich an noch etwas anderem fest, was ihm scheinbar wichtig oder zumindest woran er festhielt. Sie verurteilte ihn dennoch nicht, es war nicht einfach das loszuwerden, was einen runter zog.
      Sie ließ ihn los, als er es wollte legte ihn aber die Hand auf dem Rücken, um drüber zu streichen. „Du hättest gar nichts müssen“, entgegnete die Frau und lehnte sich ein wenig vor, um ihre Stirn auf seiner Schulter abzulegen. „Du entscheidest selbst, was du wem wann sagen möchtest.. ich hätte dich auch nie dafür verurteilt, wenn du es mir nicht gesagt hättest.. du bist ein freier Mann Victor, du kannst vor allem hier in Alaska das tun, was du möchtest..“. Sie versuchte ihm irgendwie Halt zu geben, aber so wenig wie sie ihn wirklich kannte war es schwierig die richtigen Worte zu finden, die ihn an der Oberfläche halten würden.
      Naira seufzte über seine letzte Aussage. „Ich bin nicht stärker“, gab sie ehrlich zu. „ich bin nur eine verdammt gute Schauspielerin“. Sie erhob ihren Kopf und strich mit der Hand durch seine Haare, etwas was sie schon länger machen wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es waren die kleinen Berührungen, die sie vollbrachte, die ihn wissen ließen, dass er nicht alleine war. Auch wenn er kein Recht dazu hatte, egal was sie sagte, egal wie sehr sie ihn vom Anderen überzeugen wollte.
      Victor versuchte sich aufzurappeln, nicht mehr zu heulen, wie ein kleines Kind. er hatte seit Jahren nicht mehr geweint. Er war stark, so glaubte er, aber angesichts all der Zustände und wie gut seine Partnerin oder andere mit umgingen, konnte er es kaum als stark betiteln.
      Als sie dann meinte, es wäre lediglich ihre Schauspielkunst, die sie gut drauf hatte, schnaubte er wieder belustigt und nickte. Sie war wirklich gut darin. Sie konnte einem einfach alles verheimlichen.
      "Das ist eine gute Fähigkeit...für einen erfolgreichen Detective...", er wischte sich mit dem Handrücken über die Nase und legte den Kopf schließlich in den Nacken, als sie ihm durch die Haare streichelte. Das beruhigte ihn.
      Eine hand legte er ihr auf das knie des kaputten Beins und sah es aus dem Augenwinkel an. In der dünnen Pyjamahose konnte er ihre warme Haut spüren und er stellte sich sogar vor, wie die Wunde darunter pulsierte, weil sie schmerzhaft war.
      "Hast du...wenigstens Schmerz tabletten da? Ich könnte dir welche holen...das Bein macht bestimmt Probleme...", Victor lenkte wieder freilich ab von dem Thema, dass er heute emotional fragil war. Zu fragil, seiner Meinung nach.
      Er würde das schon irgendwie schaffen und wenn sie wöllte würde er sich sogar auf den Kopf stellen, nur um ihr etwas zu erleichtern heute.
    • Naira O’Connor

      Ja, es war eine sehr gute Fähigkeit für einen Detective, aber es war gar nicht so einfach, überhaupt dahin zu kommen. War war Naira Vater, der sie immer wieder dazu drängte, keine Memme zu sein und die Gefühle irgendwo tief in ihrem Herzen zu vergraben, als wäre das so einfach.. und noch immer hörte sie immer wieder die Stimme ihres Vaters, der ihr sagte, sie solle sich zusammenreißen. „Es kostet aber viel, so schauspielern zu können.. ich habe dafür jahrelang alles in mich gefressen, was nur möglich war..“. Sie seufzte und schüttelte den Kopf,ließ ihre Hand aber weiter durch seine roten Haare wandern. Ihre Augen betrachteten diese, während sie weiter sprach: „Mein Vater hatte mich immer wieder dazu... aufgemuntert.. meine Gefühle zurück zu halten.. er war der Meinung, dies würde mich zerstörten.. traurig ist nur, dass mich genau das Gegenteil zerstört hat...“.
      Naira seufzte wieder und lehnte sich mit den Kopf an Victors Schulter, er sprach das Bein wieder an. „Dem Bein gehts gut..“,murmelte sie, bevor ihr auffiel, dass es nach immer klang, sie sagte es unabhängig davon was damit war. „Wirklich.. es tut kaum weh, die Medikamente aus dem Krankenhaus wirken.. die haben mich damit auch zugepumpt.. und ich habe noch von heute früh was, du brauchst nicht loszufahren..“. Sie legte ihre Hand auf seine, die auf ihrem Knie lag und strich drüber. „Bleib einfach bei mir. Bitte..“. Das war die einzige Bitte, die sie für heute hatte. Es war ein scheiß Tag gewesen. „Aber der Baum sieht schön aus“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Man kannte es nicht, dass auch Frauen von ihren Vätern derart manipuliert wurden, dass sie ihre Gefühle verstecken konnte. Jetzt wo Naira es sagte, klangen Victors Gedanken darüber fast schon sexistisch. Natürlich konnten das Frauen und Männer konnten sehr wohl auch Weinen und gerne ihre Emotionen zeigen. Sie mussten sich nicht hinter irgendetwas verstecken. Victor drückte leicht zu, als sie seine Hand streichelte und nahm sie gleich darauf in seine, verschränkte die Finger fest miteinander. Weder er noch sie wollte, dass er ging und er hatte wahrlich nichts dagegen einfach nur da zu bleiben.
      "Ich werde nicht gehen...Ich kann für heute nicht mehr...das war alles dumm...", brummte er leise und ließ sich noch in so gekrümmter Haltung einfach zur Seite fallen, um auf ihrem Schoß zu liegen. Man wollte immer eine Bezugsperson, egal wann.
      "Wir sind so verdammt kaputt...", nuschelte Victor schließlich müde, als sie den Baum ansprach. Sie lenkten sich gerne von den Tatsachen ab, die sie betrafen, ob Naira nun, weil man es ihr so beigebracht hatte oder Victor, weil er nicht damit klar kam. So unterschiedlich waren sie dann doch nicht.
      Er hätte etwas über ihren Vater gesagt, weil sie auf ihn zu sprechen kam, doch er empfand es als eine unsensible Art, alles weider auf den Fall zu lenken und weiter über diesen nach zu grübeln. Solange Ramirez sie nicht zurück holte, mussten sie nicht weiter darüber nachdenken...Arbeiten konnten sie noch früh genug. Victor schloss die Augen und fing an wegzudösen.
    • Naira O‘Connor

      Innerlich seufzte die Frau, als sich ihr Partner auf ihren Schoß fallen ließ. Es tat für einen Moment etwas weh, ihr Bein war definitiv darauf nicht vorbereitet, aber der Schmerz ließ nach und zurück blieb ein wohliges Gefühl. Die verschränkten Finger hatten Nairas Herz für einen Moment ausgesetzt, bevor es anfing wie bei einem Teenager zu rasen. Sie fühlte sich wirklich jung.. war sie ja irgendwie auch, aber sie fühlte sich um einiges jünger.
      „Ja, wir sind beide ziemlich kaputt..“, bestätigte sie die Aussage ihres Partners und lehnte ihren Oberkörper zurück. Ihre Finger glitten automatisch zu seinem Kopf und fuhren durch Victors rotes Haar. Es fühlte sich weich an, gab der Frau auch ein wenig Ruhe, es wurde zu ihrer Lieblingsbeschäftigung. „Aber wenigstens haben wir noch uns..“. Es war einer der Sätze, den die Frau hätte nie ausgesprochen, aber der heutige Tag hatte ihr gezeigt, dass nicht immer das richtig war, woran man selber glaubte. Sie war sich auch sicher, dass solche Worte Victor besser taten, als die, die sie ihm vor wenigen Stunden an den Kopf geworfen hatte.
      Auch Spike kletterte auf das Sofa zu Naira und Victor und lehnte seinen Kopf an sein Frauchen. Letztendlich fing sie an, beide zu kraulen, damit es beiden gut ging, während sie versuchte sich einfach zu entspannen. Sie war müde, aber sie wollte nicht schlafen, solange Victor so friedlich auf ihrem Schoß schlief.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Komplett ausgelaugt, aber wenigstens mit einem Lächeln auf den Lippen, schlief er auf ihrem Schoß. Ihre Hand, an der er noch Halt gesucht hatte, ließ er irgendwann locker und bemerkte nicht, dass sie ihn los ließ.
      Sie waren beide kaputt und es war keine gute Idee sich an einander fest zu halten, aber er konnte nicht anders und auch sie brauchte ihn. Sie hatten einfach einander und das reichte für den ersten Moment. Victor schlief für etwa eine Stunde, bevor er mit brennenden Augen wieder aufwachte und sich aufsetzte. Er rieb sie sich, stöhnte wegen der stechenden Kopfschmerzen, die nun durchkamen. Er hatte nichts getrunken nach seinem Exzess. Er hätte Wassert trinken sollen, um es sich milder zu gestalten, aber nun war es zu spät und er musste damit leben, was er geschafft hat.
      Erst nachdem er ein wenig wacher geworden ist, realisierte er, dass sein Schlafplatz der Schoß von Naira war und dass sie selbst nicht eingeschlafen war, aber dafür Spike sich den Platz genommen hatte und nun döste.
      Victor sah zu ihr, die kaum gegessene Hawaii Pizza, der Baum, der nun ein wenig leuchtete. Es war nicht sehr spät, aber spät genug, dass man wieder schlafen gehen konnte.
      "Tut mir...leid. Ich bin wohl eingeschlafen..."
    • Naira O‘Connor

      Die Zeit verging sehr schleppend, wie Naira fand, aber noch schlimmer waren die Gedanken, die sie plagten. Jetzt, nachdem Ruhe um die Frau herrschte konnten all die schlimmen Gedanken an die Oberfläche, die sie normalerweise tief verborgen hielt. Sie dachte über die Hütte nach, in welcher sie das kleine Mädchen fanden, es sollte eine Botschaft sein, aber was denn genau für eine? Nun, wenn Naira in der Lage gewesen wäre sich an all die Sachen aus ihrer Kindheit zu erinnern, dann würde sie mit Sicherheit darauf kommen, was es war. Es passte nämlich alles zusammen, der Wald, die toten Tiere, die Hütte, das Mädchen und der geheime Raum, all diese Indizien ergaben eine Einheit, die für sie noch verborgen blieb.
      Ihre Gedanken gingen aber auch noch weiter, sie dachte auch an Victor und die Gefühle zu ihm. Der Mann war äußerst schwierig, es war schwer die Mauer zu durchdringen, die ihn umgab, aber vielleicht war es auch das, was Naira bisher nicht von ihm locker lassen ließ. Sie wollte kämpfen und ihm zeigen, dass er unrecht mit seiner Meinung hatte, ‚sie sollten es lieber lassen‘. Vermutlich nur deshalb machte sie bisher alles mit, was Victor sich in den Kopf gesetzt hatte..

      Irgendwann wachte er auf und erhob sich von ihrem Schoß. Die Dunkelhaarige konnte endlich ihre Beine ein wenig bewegen, sie waren eingeschlafen. Einige Momente beobachtete sie den Mann, wie er versuchte wach zu werden.
      „Ist doch alles in Ordnung“,entgegnete sie und lächelte sogar ein wenig. Sie beugte sich vor um ein Stück der schon kalten Pizza zu nehmen. „Hast du denn wenigstens gut geschlafen?“,fragte sie, bevor sie in das Stück reinbiss.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Benutzer online 5

      5 Besucher