[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Das Wasser war kalt, als er versuchte sich das Gesicht zu waschen und ein leiser Fluch sprang ihm von den Lippen, als er trotz allem damit seinen Nacken nässte und das Gesicht. Es perlte am Bart ab und er kämmte ihn sich nur halbwegs mit den Fingern durch. Auch die Haare schob er sich nur achtlos mit einer Hand wieder nach hinten. Er hatte sich all die Jahre gehen lassen. Damals war er ein Hengst...Muskelbepackt, hübsches, akkurates Gesicht und seine flammenden roten Haare. Heutzutage war das gar nichts mehr. Das war alles weg. Die Haare leuchteten nicht, seine Augen verloren diesen Schimmer von Abenteuerdrang.
      Victor schob sich vom Waschbecken und kam wieder zurück ins Wohnzimmer, wo Naira genervt in der Küche stand und Spike noch feucht von draußen es sich auf einer Decke wieder gemütlich gemacht hatte.
      Victor schnaufte angestrengt und stand noch ein wenig im weg herum. Die Decke zog er sich enger um die Schultern und sah dabei hinaus aus dem Fenster oder versuchte es wenigstens. Aber das was man sah, war weiterhin nicht viel.
      "Ist das typisch für Anchorage? Das einfach Strom und Heizung ausfallen? ...Gab ja auch keine Warnung...Dabei ist der so stark gewesen..." auch er war nicht bereit nach draußen zu gehen, denn es fröstelte ihn bereits beim Gedanken sich in den nächsten Tagen raus zu begeben.
      Es mochte das Kranksein oder die letzte Nacht gewesen sein, doch er trat an Naira heran und legte den Kopf auf ihrer Schulter ab, um die Augen zu schließen und einmal tief durch zu atmen: "Ich bin zu müde um zu arbeiten...", gab er leise von sich, als wäre Arbeiten für diesen Tag überhaupt ein Thema.
    • Naira O’Connor

      „Es kann leider immer wieder im Winter passieren, dass uns ein Schneesturm überrascht.. aber bisher gab es nie einen Stromausfall dabei.. scheinbar springen die Notstromaggregate nicht an, was bisher nie der Fall war“,erklärte Naira und seufzte wieder, sie war wirklich schlecht gelaunt bis Victor seinen Kopf an ihrer Schulter ablegte und ihr Herz anfing zu rasen. Die Wärme, die von Victor ausging umhüllte sie langsam und Naira konnte nicht anders, als ihre Hand zu nehmen und Victor durch die Haare zu streicheln. „Du darfst dich auch ein wenig schlafen legen“,entgegnete die Frau und seufzte innerlich. Ihre ganze schlechte Laune war tatsächlich verschwunden, sie konzentriere sich viel mehr auf den Mann neben sich.
      „Komm, wir legen uns hin.. du schläfst noch ein wenig und ich werde mein Buch lesen.. was anderes bleibt uns nicht übrig..“. Sie wartete gar nicht auf seine Redaktion,schob den Herren lieber ganz langsam rückwärts nach hinten, um am Wohnzimmer vorbeizugehen und im Schlafzimmer zu landen. Dort war die Heizung am stärksten an gewesen,der Raum war deshalb noch gut gewärmt und im Gegensatz zu den anderen Räumen sehr kuschelig. „Aber um dich ins Bett zu kriegen bist du mir zu schwer.. das musst du nun selbst machen“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nur widerwillig ließ sich Victor von ihr in Richtung des Schlafzimmers drängen, wobei er auch zuerst dachte sie würden zurück auf das Sofa gehen, denn an dieses hatte sich der Amerikaner gewöhnt. Er konnte gut auf den ungemütlich und meist zu kurzen Sofas schlafen. Sie gaben ihm eine Art Sprungbrett in den nächsten Tag, um nicht in einem bett hängen zu bleiben. So glaubte er.
      Grummelnd schob Naira ihn beständig vor das Bett und ließ ihn dann da stehen. Hinfallen und dort bleiben musste er wohl selbst machen, ihren Worten nach.
      Also nahm Victor die Decke ein wenig hoch und kletterte hin, um sich mit Gesicht voraus in eins der Kissen zu legen. Es roch nach ihr und ihrem Parfüm. Nach frischen Bettsachen, die er schon lange nicht vor der Nase gehabt hatte.
      "Ist wie ein Traum...", nuschelte er noch müde und zog dabei die Decke über den Kopf, "Hier liegen bleiben...mhh...", er stöhnte jammernd. Die Glieder schmerzten mit der Krankheit und er konnte kaum sich irgendwie dazu aufraffen wirklich zu frieden damit zu sein.
      Doch keine 10 Minuten später war er eingeschlafen, mit dem Gedanken, dass Naira neben ihm lag und ihr Buch las.

      Eine gute Stunde wachte er auf, die Wangen rot, die Nase zu und das Gefühl unter der Decke wie im tropischen Wald unter zu gehen. "Ich sterbe...", krächzte er unter der Decke, noch bevor er sie von sich ziehen konnte und sich dann wieder auf das Bett legte.
    • Naira O’Connor

      Naira blieb zunächst vor dem Bett stehen und beobachtete ihren Partner dabei, wie er in das Bett kletterte und es sich gemütlich machte. Sie seufzte leise und nahm aus dem Wohnzimmer eines der Bücher, welches sie lesen wollte, bevor sie zu Victor ins Bett kletterte und die Decke um sich legte, um nicht zu frieren. Der Herr schlief, dann konnte sich Naira in Ruhe ihrem Buch widmen und ab und zu nach ihm sehen.

      Die Frau vertiefte sich in das Buch und sah erst wieder auf, als Victor nach einer guten Stunde ein Lebenszeichen von sich gab. Sofort legte sie das Buch wieder zur Seite und legte ihre Hand auf seine Stirn, um nach Fieber zu fühlen. Er glühte, das war definitiv nicht gut, vor allem da sie nirgendwo hin konnten, wenn die Frau ihn nicht gesund kriegen würde. „Du hast Fieber..“,stellte Naira fest und seufzte leise. „Ich bringe dir noch mehr Medizin..“. Gesagt getan, sie stand auf und lief in die Küche, um ihre kleine Apotheke durchzusuchen. Die ganze Wohnung war wirklich kalt geworden, der Boden vor allem fühlte sich wie eine Eisschicht an, selbst Spike war es zu kalt geworden und er hatte sich auf das Bett zu den beiden gelegt. Lange musste Naira nicht suchen, sie fand dann die nötigen Sachen und lief wieder in das Schlafzimmer. „Ich habe noch einmal Aspirin für dich.. und Vitamin C.. und noch ein Erkältungsmittel“. Naira legte alles auf den Beistelltisch und löste eine der Brausetabletten in einem Glas mit Wasser auf, bevor sie dem Herren alles hinhielt. Von wegen, ihm war nichts.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das miese an Erkältung war ja tatsächlich, dass sie einen auf das mindeste an Lebensfunktionen herunterbrechen konnte. Bei den Männern erst recht. Sie kannten es ja sonst nicht, wie es war, wenn man nicht mehr atmen konnte und wie alle Glieder nur schmerzten, weil man gerade existierte...Eine sehr dramatische Sichtweise und mochte ja sein, dass Victor sehr wohl wusste, wie das war. Doch gerade jetzt gesellte er sich zu dem Rest der männlichen Gesellschaft und würde am liebsten heulend weiterhin im Bett bleiben, während jemand anderes sich um ihn kümmerte.
      Und trotzdem, als Naira bestätigte, dass er Fieber hatte, verneinte er diese Tatsache und schüttelte grummelnd den Kopf, wie ein bockiges Kind, dass er nun einmal sein konnte, wenn es nicht gerade das Grummeln übertraf.
      Besser wurde es nicht, als sie ihm all die Medikamente brachte und dann auch noch von ihm verlangte alles auf einmal zu schlucken.
      "Das wäre ein guter Moment in dem ich es eher mit einem Scotch versuchen würde...", nuschelte er und setzte sich langsam auf, erst jetzt bemerkte er, dass Spike auf dem Bett saß.
      "Muss ich das trinken...", verstohlen blickte er auf die brausende Tablette, er hatte ja heute früh schon eine genommen und eigentlich sollte das auch reichen, seiner Meinung nach.
    • Naira O’Connor

      Sie seufzte und hob die Augenbraue hoch, um noch ein wenig mehr Ausdruck in ihrem Gesicht zu haben. Victor verhielt sich ein wenig wie ein kleines bockiges Kind, aber es war schließlich eine Grippe und Männer verhielten sich komisch, wenn sie krank waren, dies hatte die Frau schon bei Alex beobachten können. Das war eine weitere Gemeinsamkeit, die die beiden hatten.
      „Ja musst du, und wenn du noch weitere blöde Fragen stellst, dann wird es noch deutlich ekelhafter“,sprach die Frau und hielt es dem Rothaarigen hin, um noch mehr Druck aufzubauen. „Wenn du es ausgetrunken hast kannst du dich wieder hinlegen und schlafen gehen.. ich kraule sogar deinen Kopf, wenn du magst“. Da war wieder die weiche Seite der Frau, sie sorgte sich nun einmal um ihren Partner, strich ihm sogar sanft über den Oberarm, während sie sanft lächelte. Eine Gänsehaut bildete sich auf ihren Körper, der Raum war wirklich kalt, die Füße der Frau frorren und auch ihre Finger waren schön kühl, aber bald würde sie wieder unter der Decke liegen und sich wärmen.
      „Wir kriegen dich wieder gesund, wirklich.. dann wird es dir besser gehen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Kälte, die die Wohnung von draußen aufnahm, tat sogar gut. Victor hing nicht unbedingt mit den Füßen über der Bettkante und versuchte unbedingt direkt am Fenster zu liegen, doch das Fieber an sich bereitete ihm ein wenig Schwierigkeiten noch angezogen zu bleiben...Andererseits. Er sah an sich herunter und bestätigte noch einmal den Gedanken, dass er sich gar nicht weiter ausziehen konnte. Die Shorts waren alles, was er gerade trug und im Gegensatz zu ihm trug Naira weit aus mehr. Er bemerkte schnell, dass ihre Finger kalt waren und schnappte sich dabei den Becher mit der aufgelösten Tablette, bereit auf den Deal einzugehen. Wenn er das trank, würde sie bei ihm bleiben...Wenn das doch immer so einfach wäre.
      Victor trank mit Widerwillen das Glas auf einmal aus, stellte es wieder neben sich und schnappte wieder laut nach Luft, als würde er ersticken. Dann legte er sich wieder zurück auf das Bett und tätschelte den Platz neben sich, der schon wieder kalt geworden ist, nachdem sie ihn verlassen hatte.
      "Ich...", er senkte den Kopf und sah auf seine Hände im Schoß, "bin mir sicher, dass diese Weihnachten...selbst so um einiges besser werden...als die übrigen und das freut mich ...Wirklich."
    • Naira O’Connor

      Ihr Herz schmolz bei dem Anblick ihres Partners, er war wirklich wie ein kleines Kind. So süß hatte sie ihn schon lange nicht mehr erlebt, nur ein einziges Mal nachdem sie ihn im Krankenhaus nach ihrem Koma gesehen hatte. Da bildete sich sogar ein Lächeln auf den Lippen der Dunkelhaarigen und sie kletterte gerne wieder zurück in das Bett, um sich anschließend unter Victors Decke zu legen. Seine Worte ließen die Frau jedoch kurz Halt machen und zu ihm sehen. Sie hatte es sich schon mehrmals gedacht, dass Victors Vergangenheit den Menschen aus ihm gemacht hatte, der er jetzt war und das diese Vergangenheit sicherlich nicht gerade schön war, aber sie hätte sich nicht vorstellen können, dass er ihr so viele Details daraus preisgeben würde. Leise seufzte sie und strich ihre Haare hinters Ohr. „Ich bin mir sicher, dass diese Weihnachten wirklich schön sein werden.. auch für dich“, entgegnete die Frau und legte sich letztendlich hin, bevor sie ihren Partner zu sich zog. „Jetzt Versuch ein wenig zu schlafen, was anderes bleibt Dir nicht übrig..“, hauchte sie und strich mit der Hand durch seine Haare, bevor sie sich das Buch wieder schnappte. „Ich bin hier, falls was sein sollte“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • So offen hatte sich Victor auch schon lange nicht mehr gegeben. Oft genug hatte der junge Mann Probleme gehabt seine Gefühle irgendwie auszudrücken und gegenüber ihr konnte er es nach und nach einfach sagen. Es war, wie als ob das Klischee: Man sucht einen Partner der einen zu einem besseren Menschen machte, wirklich wahr wurde.
      Wie sie mit seiner Offenheit reagierte, half ihm dennoch, um zu verstehen, dass nicht jeder aus sienen Worten ihm einen Strick drehen wollte. Sie nahm es hin und auch er konnte es einfach so stehen lassen.
      Schließlich ließ er sich zu ihr ziehen und bettete seinen wieder zurück halb auf das Kissen, halb auf sie drauf, um ein wenig von den Streicheleinheiten Vorteile zu bekommen. Dass sie ihn zum Schlafen zwang, war ihm letztendlich auch egal. Er war müde und die Augen fielen im regelrecht zu. Ihre Hand durch seine Haare fahren zu spüren war dabei eine gute Ablenkung und beruhigte ihn zunehmen, um wirklich nach kurzer Zeit einzuschlafen.

      Doch so ruhig er sich gefühlt hatte, so unruhig wurden wieder seine Träume. Unüblich, denn wenn er bei ihr war, ließen sie ihn meist in Ruhe. Aber Vergangenheit holte einen schließlich immer unerwartet ab. Demnach wurde er im Schlaf unruhiger und wälzte sich von Naira runter und auf die andere Seite, aber wie es schien wollte er nicht ihre warme Seite verlassen und rutschte mit dem Rücken wieder näher.
      Trotzdem vergingen die Stunden, um ihn herum und das nächste Mal, als er wieder wach wurde, war es mitten am späten Abend. Es war dunkel und das nicht nur wegen den verschneiten Fenstern und so wie es im Zimmer sich anfühlte funktionierte die Heizung wieder, denn es war wärmer geworden.
    • Naira O’Connor

      Naira hörte nicht auf durch seine Haare zu fahren und so Victors Kopf zu kraulen. Scheinbar beruhigte es ihn, sein Atem beruhigte sich jedenfalls und nach einiger Zeit stellte die Frau fest, dass er schlief. Zunächst widmete sie sich ihrem Buch, selbst ihr Hund schlief am Ende des Bettes und kuschelte sich an ihre Füße, aber als Victor ein wenig unruhig wurde sah sie besorgt auf und war bereit, ihm zu helfen falls etwas sein sollte.
      Irgendwann war auch Naira sehr müde geworden und legte das Buch weg, um sich selbst schlafen zu legen. Sie kuschelte sich sogar an Victors Rücken und legte den Arm um ihn, aber so richtig wollte der Schlaf nicht kommen. Es waren zu viele Gedanken in ihrem Kopf, die allesamt raus wollten, viel zu viele hatten mit der Angst zu tun, wie es nun weiter gehen würde. Mit ihr und Victor, aber auch mit Thomas und mit ihrem Vater.. es gab viel zu viel in ihrem Kopf.. selbst mitten in der Nacht, als die Heizungen wieder liefen und der Sturm aufgehört hatte schlief die Frau noch immer nicht. Sie wollte sich aber nicht weiter wälzen und Victor und Spike womöglich aufwecken, sie erhob sich einfach vom Bett und verließ den Raum, doch nicht ohne den Bademantel mitzunehmen. Diesen warf sich die Dunkelhaarige um die Schultern, lief durch das Wohnzimmer direkt in die Küche, in der sie ein kleines Licht anschaltete. Draußen war noch immer alles mit Schnee verhüllt, aber nun würde es nur noch ein oder zwei Tage dauern, bis alle wieder raus könnten. Am liebsten würde die Dunkelhaarige auch rauchen, aber die Zigaretten waren wohl alle. Nun, sicherlich würde sie irgendwo noch was finden, aber damit würde sie nur zu viel Lärm machen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Kopfschmerz jagte durch seinen Kopf, als er sich aufsetzte. naira war nicht an seiner Seite und für einen Moment jagte es ihm nach seinem Alptraum sogar Angst ein. Doch er beruhigte sich ebenso schnell. Spike lag noch schlafend auf dem Bett und Victor beobachtete den Hund. Der musste die Ruhe weg haben. Manchmal würde er nur zu gerne wissen, was diese Vierbeiner über die Menschen dachten. gerade klug stellten sich nur wenige an und wenn sie es waren, dann auf einer Sprache, die die Hunde eh nicht verstanden. Victor seufzte und fuhr sich mit beiden Händen durch das Gesicht.
      "Alles gut...", schnaufte er noch leise in sich hinein und atmete tief durch, bevor er aufsah und auf die Suche nach seiner Partnerin war. Er musste zu ihr. Sie alleine zu lassen wäre nicht richtig. Er fühlte sich schlecht, wenn er sie einfach alleine irgendwo ließ, denn der Gedanke sie noch einmal im Krankenhaus wiederzufinden war noch immer zu echt.
      Doch seinen schlimmen Gedanken zuwider, fand er sie in der Küche stehend. Ein kleines Licht war an und sie hatte es sich wohl dort zum denken gemütlich gemacht. Victor schleppte über seinen Schultern die Decke mit sich über den Boden und achtete nur wenig darauf, ob er etwas mit sich zog oder von irgendwo runter haute.
      In der Küche bemerkte er wie warm es doch in der Wohnung geworden ist: "...Der Tag ist fast vorbei...", nuschelte er und lehnte sich gegenüber von ihr an die Theke, um gähnend die Decke über den Schultern zu richten. Nur weil es warm war, würde er sie nicht runter nehmen. Sein Blick glitt dann an ihr runter. "Jetzt...da es wieder warm ist...wo ist mein Hemd von gestern eigentlich hin?" er sah sich gespielt um, er konnte sich schon glauben wo es war, aber er wollte es auch nicht für sich.
    • Naira O’Connor

      Es war für die Frau nicht zu überhören, dass es noch jemanden gab, der wach war und durch die Wohnung lief. Naira hatte sich auf eines der Stühle am Fenster gemütlich gemacht und ihre Beine angezogen, ihr Kinn lag dabei auf den Knien auf. Sie sah nicht auf, als Victor in die Küche kam und sich an der Theke zurücklehnte. „Ich wollte dich nicht wecken, entschuldige“, sprach die Frau und sah dann doch zu seinem Partner, der mit der dicken Decke auf den Schultern da stand. Als er nach seinem Hemd fragte schmunzelte die Frau und blickte aus dem Fenster raus. Sie hatte das Hemd getragen, und es vor Victor auch wieder ausgezogen, ein wenig peinlich, aber letztendlich hatte sie nichts, weshalb sie sich schämen müsste.
      „Ich habe es in die Wäsche gepackt, als ich es ausgezogen hatte“, antwortete Naira und sah wieder zurück zu dem Rothaarigen. „Ich hatte es bisher nur nicht waschen können“. Einen Moment lang herrschte eine stille, Naira wandt ihren Blick auch nicht ab. „Wie gehts Dir?“, fragte sie letztendlich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schmunzelte ein wenig, obwohl er viel lieber geschmollt hätte, denn Naira hatte das Hemd nicht mehr bei sich und aus der Wäsche würde er es nun auch nicht mehr holen, nur damit sie es anziehen konnte. Dabei wäre es auch eine Leichtigkeit zu seiner Tasche zu gehen, die seit einer Weile hier deponiert war, um hier übernachten zu dürfen. Alles gute Voraussetzungen um gar nicht mehr diese Wohnung verlassen zu müssen oder gar weg zu kommen von dieser Frau...natürlich auch dem Hund. Er mochte Spike.
      Eine Frau im Hemd ihres Freundes hatte ihren eigenen Reiz und Victor musste und konnte sehr einfach zu geben, dass dieser Anblick sehr gut war.
      "Schade...", antwortete er also nur noch und trat zu ihr ans Fenster, legte die Hände an ihre Schultern und streichelte über diese zum Nacken, wo er sie mit ein wenig mehr Druck festhielt: "Mir gehts gut...das wird schon passen...", grummelte er als Antwort und sah dabei aus dem Fenster. Es hörte sich nicht mehr danach an, dass es groß stürmte draußen. Ihm war nicht danach sie tiefer einzuweihen was mit ihm war.
      "Gehts dir besser mit dem Kopf...Hast schließlich gestern einiges getrunken..."
    • Naira O’Connor

      Schade..So eine Reaktion des Mannes hatte die Dunkelhaarige nicht erwartet, wann war er so mutig geworden ihr so etwas direkt zu sagen? Und das nüchtern..
      „Ich kann jederzeit ein anderes von dir tragen“,sprach die Frau und schmunzelte noch viel mehr. Auch sie war deutlich mutiger geworden, woran das lag konnte sie jedoch nicht sagen. Sie konnte ja nicht wissen, was sie letzte Nacht alles gesagt hatte.
      Ein Schauer durchfuhr die Frau, als sich Victor zu ihr stellte und seine Hände auf ihre Schultern legte. Er war noch immer ziemlich warm, aber er sah im Gesicht auch schon deutlich besser aus. Er sorgte sich aber um sie, da lächelte die Frau wieder sanft. „Mir gehts gut, die Schmerzen sind vorbei“,sprach sie, auch wenn es nicht ganz der Wahrheit entsprach. Ihr Bein schmerzte mal wieder, aber dagegen konnte keiner was tun, vielleicht Naira selbst, schließlich schwänzte sie die Physiotherapie, aber das musste keiner wissen. „Ich bin hart im nehmen.. da macht mir Alkohol nicht viel aus“.
      Die Frau hob ihre Hand, um sie an Victors Stirn zu legen. „Du bist aber nicht mehr so warm, das ist ein gutes Zeichen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er war auch nur mutig weil sie es in der letzten Nacht geschafft hatte Emotionen aus ihm heraus zu kitzeln, die er nie im Leben sonst offen gesagt hätte. Sie traute sich nüchtern genau so wenig wie er, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. sie verdiente es ein wenig mehr Zuspruch von ihm zu bekommen. Zwischen all den zurückhaltenden Berührungen und den betrunkenen Nächten gemeinsam an denen sie eins wurden, musste es eine goldene Mitte geben, mit der sie beide etwas anfangen konnte.
      Mit seinen Händen streichelte er so vorsichtig es ging über ihren warmen Nacken und streichelte die Haare zur Seite. Sie fühlte sich immer gut an, sie beruhigte einen. Ein wenig ertappt fühlte er sich trotzdem, als sie vorschlug auch andere Hemden von ihm zu tragen. Er räusperte sich daraufhin nur und ließ es mal im Raum stehen. Gerne hätte er zugesagt, aber ihm war auch so nach ein wenig überlegen nicht unbedingt danach hin zu rennen und ein neues zu holen. Es hatte aufgrund von gestriger Aktion eine größere Bedeutung gehabt.
      "Natürlich bist du hart im Nehmen...", seine Worte klangen ein wenig sarkastisch, auch wenn ihm sehr wohl klar war, wie stark Naira war, so wünschte er sich immer noch, dass sie manchmal nicht so tat, als ob die Welt nur auf ihren Schultern hing.
      Schließlich trat er weg und ging rüber in die Küche um den Wasserkocher anzumachen. Er wollte einen Tee, um sich von Innen ebenfalls aufwärmen zu können.
      "Solange ich den Scheiß von Tabletten nicht schlucken muss...wird schon alles wieder. ...Aber wirklich besser fühle ich mich nicht...es ist immer noch so verdammt warm...", grummelte er leise in die Stille der Wohnung. Dann bot er ihr an ebenfalls einen Tee zu machen.
    • Naira O’Connor

      Victor räusperte sich und in diesem Moment wurde die Frau wirklich unsicher. War ihr Kommentar richtig gewesen? War es nicht vielleicht sehr übertrieben? Plötzlich plagte sie ein Gefühl der Peinlichkeit, vielleicht hätte sie besser den Mund halten sollen, aber letztendlich hatte er mit dem Schade doch die Richtung angegeben, oder nicht? Ein wenig unsicher sah sie zu ihm, aber sie schmunzelte dann, es musste richtig sein, weil sie es so wollte und das wollte sich die Frau immer wieder vor Augen halten. Sie musste mutiger werden, was das anging.
      Sein Sarkasmus kommentierte sie nicht, wobei sie am liebsten die Augen verdreht hätte. Es war ein abwegiger Kommentar seinerseits, aber es war besser es einfach so im Raum stehen zu lassen. Es war besser in seinem Zustand, aber viel gäbe es da auch nicht zu sagen. „Die Medikamente helfen, wirklich..“,murmelte die Dunkelhaarige und blickte zu ihrem Partner. Ihr fehlte ein wenig Wärme, nachdem er verschwunden war, aber sie würde es nun nicht zugeben. Dafür war sie zu gekränkt.
      „Ich hätte lieber eine Zigarette“,antwortete die Frau auf die Frage hin, ob sie denn auch einen Tee haben wollte und schüttelte sanft den Kopf. „Aber Danke.. soll ich dir lieber helfen und du setzt dich hin?“. Da war wieder der besorgte Blick, doch schnell sah die Frau wieder aus dem Fenster.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor lehnte sich mit der Seite an die Theke und kreuzte die Arme vor der brust, während er auf den Wasserkocher wartete, dass er sein Wasser erhitzte und er es in die Tasse füllen konnte. Dass er Naira mit seinen Worten gekränkt haben konnte, fiel ihm nicht ein. Selbst in seinem jetzigen Zustand in dem er doch sehr offen und tolerant war, konnte er nicht alle Feinheiten einer Beziehung zu einer Frau aufnehmen und sie richtig einordnen.
      Also blieb er stehen und hob nur ein wenig den Kopf an. Auch wenn sie der Meinung war die Medikamente halfen ihm und auch er war sich dessen bewusst, dass sie ihm helfen konnte, konnte er nicht einfach so zugeben, dass er sie brauchte. Sie schmeckten widerlich...Schlimmer als Kopfschmerztabletten für den Kater.
      "Du rauchst so viel...", grummelte er in ihre Richtung, als er sich endlich das Wasser einschenken konnte und dabei ignorierte, dass sie ihm helfen wollte. Stattdessen schnappte er sich ebenfalls einen Stuhl und setzte sich gegenüber von ihr, richtete die Decke um die Schultern und hielt die heiße Tasse in beiden Händen.
      "Musst mir nicht helfen, genau so wie du nicht willst, dass man sich um dich sorgt...", fing er an. doch sein Blick lag nicht lange auf ihr, denn er schweifte schnell zum Fenster.
      "Wie geht es deinem Bein eigentlich? Den Tag davor hast du es kaum ausruhen lassen...", er sah nah genug an ihr, dass er eine Hand ausstrecken konnte und ihre kalten Beine mit seiner warmen Hand berührte.
    • Naira O’Connor

      Sie seufzte leise, als Victor mit dem Thema anfing, dass sie zu viel rauchte. Natürlich könnte sie darauf reagieren und ihm auch was an den Kopf werfen, aber ihre Lust war sehr gering was das anging und so schwieg sie einfach nur, nahm seine Worte einfach so auf. Es herrschte eine Stille, während Victor sich den Tee machte und sich dann ihr gegenüber setzte. Er hatte wieder einmal etwas ihr gegenüber auszusetzen, aber da seufzte die Frau nur kurz. Letztendlich konnte sie den Mund doch nicht halten: „Es ist schon besser geworden.. ich lasse dich mir sogar helfen“. Das stimmte allerdings, aber scheinbar hatte Victor nichts besseres zu tun, als ihr jetzt Sachen vorzuwerfen, davon hatte sie aber auch genug in Petto, er sollte sich also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
      „Meinem Bein gehts gut“, antwortete sie, natürlich eine Lüge. „Es zieht, aber ich denke, es hat sich schon an die Belastung gewöhnt“. Nein, es hatte sich definitiv nicht daran gewöhnt, es wurde sogar deutlich zu viel belastet, aber es musste ja keiner wissen.
      „Es ist so weiß draußen.. ganz schön ungewohnt, wenn man gar nichts mehr erkennt“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Natürlich hatte Victor etwas auszusetzen, denn er musste die Aufmerksamkeit von sich wieder auf jemand anderen lenken. Im Gegensatz zu damals, wo er sich mit seinem damaligen Partner gerne um die Aufmerksamkeit der Mädchen geschlagen hatte, wollte er heute nichts von dieser wissen. Er wollte seine Ruhe und er wollte sich verstecken in den wahrscheinlich ungünstigsten Momenten. Sie dabei wieder zurecht stutzen zu wollen war womöglich nicht die beste Idee. Vor allem wenn man betrachtete in welcher Situation sie waren und das sie nicht vor einander hätten fliehen können. Sie waren in dieser Wohnung für eine unbestimmte Zeit festgesetzt.
      Er musste ihr auch nachgeben, als sie sagte, sie lasse ihm sich helfen. Das tat sie. Aber ihr letzter Tag war so lange und durchwachsen, dass er nicht glauben konnte, dass es ihrem Bein einfach so gut ging und es nicht schmerzte. Was anderes blieb ihm aber in dem Moment nicht übrig und so zuckte er leicht mit den Schultern und machte es sich gemütlich, trank ein wenig von seinem Tee, der noch immer zu heiß war und folgte ihrem Blick zum weißen Fenster.
      "...Mhm...", brummte Victor in sich hinein und streckte die Füße aus, um sie vor dem Fenster auf die Heizung zu legen, gleichzeitig hoffend, dass sie bei dem Gewicht nicht abriss oder Ähnliches.
      "...Erinnerst du dich daran was du die letzte Nacht gesagt hast?", fragte Victor nach einer langen Stille, die sich zwischen ihnen wieder aufgezogen hatte. Er brauchte eine Antwort darauf, um zu wissen, ob er überhaupt noch mit dem Fakt umgehen konnte, dass es vielleicht alles einfach nur betrunkenes Gerede war.
    • Naira O’Connor

      Es war eine lange und teilweise unangenehme Stille, die sich im Raum ausbreitete. Naira schwirrten viele Gedanken im Kopf und sie hatte auch so viel, was sie dem Rothaarigen sagen wollen würde. Es waren zu viele Sachen unausgesprochen, vieles war noch ungeklärt,aber die Frau traute sich nicht. Sie war sich unsicher, wie der Herr reagieren würde, aber sie musste sich irgendwann zusamnenreißen.
      Victor stellte ihr die Frage, vor der sie tief in ihrem Kopf Angst hatte. Er sprach den vorherigen Abend an.. Naira war doch komplett dicht gewesen, wie sollte sie sich erinnern? Ihre Wangen nahmen eine rote Farbe an, während sich die Frau versuchte zu erinnern. Fetzen flogen vor ihrem inneren Auge, sie sah sich auf Victor sitzen, er zog ihr das Oberteil aus.. die Vorstellung brachte ein kribbeln mit sich. Das, woran sie sich erinnern konnte war wirklich heiß.. aber daran durfte sie jetzt nicht denken.
      „Du meinst .. die Sachen.. die ich im nüchternen Zustand nie sagen würde?“, fragte die Dunkelhaarige und vermied es ihren Partner anzusehen. Sie wollte am liebsten im Erdboden verschwinden,die Wangen blieben noch weiter rot. Sie versuchte sich mit dem Blick nach draußen abzulenken, versuchte ruhig zu bleiben.. es war ihr irgendwie unangenehm, solange sie nicht wusste, wie Victor damit umging. „Was ist.. damit?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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