[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Die Hitze flaute ab und alles was zurückblieb war Zufriedenheit und der Gedanke befriedigt zu sein fürs Leben. Die Frau in die er sich verguckt hatte, lag auf seiner Brust und kam herunter. Ihr Körper war warm und weich und es war ihm sichtlich egal wie viel sie auf den Hüften hatte oder wie viel da fehlte. Es ging ihm um das Gesicht, um das was in ihrem Kopf steckte, in ihrem Herzen...Außerdem waren ihre Brüste immer noch ein guter Punkt. Er schnaufte noch leise auf, als sie meinte, er solle sie nicht ins Bett schicken. Nein, er wollte gerade niemanden irgendwohin schicken. Am liebsten würde er jetzt so einfach seinem Schlaf verfallen und für die nähsten 7 Stunden nicht aufwachen.
      Victor vermied es auf die Uhr zu sehen. Nachdem sie sich vergnügt haben kehrte zwar der rationale Gedanke wieder zurück, aber noch konnte er ihn bei Seite schieben und ließ sich von Naira auf die Seite ziehen. Er nahm sie in seine Arme und drückte sie an sich. Sie hätten eine Dusche verdient, aber sie waren mental einfach nur müde und fertig mit der Welt. Sie wollten sich vergraben und nicht mehr aufstehen. Gemeinsam in ein Loch klettern und dort verbleiben.
      Victor drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn, bevor er sich damit begnügte neben ihr einzuschlafen und sich keine Gedanken über den nächsten Morgen machen zu müssen. Hätten sie einen Blick nach draußen geworfen, hätten sie verstanden, dass sie wenigstens für den nächsten Tag eine Höhle nur für sich bekommen haben.
    • Naira O’Connor

      Am Morgen klingelte der Wecker gar nicht wirklich, oder beide hatten ihn überhört. Naira wachte erst durch das Vibrieren ihres Handys auf, welches nicht mehr aufhören wollte. Sie seufzte leise, zog aber die Decke ein wenig höher und kuschelte sich an den nackten Rücken des Rothaarigen vor ihn, bevor sie versuchte weiter zu schlafen. Das Handy gab aber keine Ruhe und letztendlich erhob sich die Frau, um nach dem Telefon zu sehen. Ihr Kopf schmerzte ein wenig und ihr Körper klebte überall, doch sie war sich nicht sicher, was letzte Nacht richtig passiert war. Gott war sie dicht gewesen..
      Als sie das Handy endlich fand ging sie dran und meldete sich mit einem kurze : „Hallo?“.
      „Naira? Ich hoffe doch, ihr seid nicht rausgefahren!“, hörte sie auf der anderen Seite der Leitung, aber sie verstand nicht ganz. Erst als ihre Augen zum Fenster sahen bemerkte sie es.
      „Ein Schneesturm..?“,murmelte die Frau verschlafen und konnte ihren Augen nicht trauen. Ramirez sagte noch etwas, aber die Verbindung brach ab, doch die Dunkelhaarige wusste genau, was es bedeutete: sie durften und mussten zuhause bleiben. Ein Grinsen bildete sich auf ihren Lippen und Naira kletterte wieder zurück unter die Decke, um sich an Victor anzukuscheln. Es war kalt in der Wohnung, vermutlich war der komplette Strom ausgefallen, deshalb auch die Heizungen, aber Victors Körper war warm und würde sie auch warm halten.
      Erst dann fiel der Frau auf, dass sie nur in ihrer Unterwäsche an, ihre Gedanken ratterten und ratterten, aber sie schlief eher ein, als dass sie sich hätte aufregen können, dass sie mit ihrem Partner geschlafen hatte. Schon wieder.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die träume blieben aus und er konnte durchschlafen. Lange und vor allem gut. Irgendwann hatte er sich im Schlaf umgedreht, um sich mit dem Gesicht der Lehne zuzuwenden, doch das geschah alles unterbewusst. Naira stieß er natürlich nicht von der Kante, auch wenn er wohl nichts hätte dagegen tun können, wenn er es getan hätte.
      Letzte Nacht hatte er sich auch nicht die Mühe gemacht nochmal seine Hose überzuziehen. Der wenige Alkohol brachte ihm die Müdigkeit und verstärkt wurde sie nur noch durch die große Befriedigung, die ihm Naira geben konnte. Er schlief also tief und fest bis zum nächsten Morgen. Selbst die sinkende Temperatur störte nicht, denn mit Naira an seinem Rücken wurde es ihm doch recht warm unter der Decke, dass er nicht einmal aufwachte, als sie sich bewegte. Als sie wach wurde und ans Telefon ging, regte sich Victor zwar, aber nur kurz und das höchstens und die Decke zurecht zu ziehen und einmal zu Schmatzen bevor er sich wieder der Dunkelheit hinter seinen Augen ergab. Diese Ruhe im Kopf war herrlich.
      Doch früher oder später musste er doch aufwachen. Er war ausgeschlafen und streckte sich. Ein lautes Gähnen entfuhr dabei dem Herren, doch er verstummte sogleich, als er die Frau neben sich erkannte und wahrnahm. Ihre Haut berührte sich noch immer und sofort erinnerte er sich an die Zärtlichkeiten, die sie gestern Nacht noch ausgetauscht hatten. Er musterte ihr schlafendes Gesicht, strich ihr sanft eine Strähne aus diesem und seufzte. Was hatte er nur für ein Problem. Wobei man das wohl kaum als Problem betiteln sollte. Naira tat ihm gut und sie war das einzige was ihn heute noch auf den Beinen halten konnte. Also beugte er sich in dem Gedanken runter und drückte ihr, hoffend dass sie noch schlief, einen kurzen Kuss auf die Stirn, bevor er versuchte über sie hinweg seine Hose zu ergattern. Nur in der Shorts erschien es ihm doch ein wenig zu kalt gerade...Seltsam.
      Victor sah zum Fenster und erkannte die dicke weiße Wand an rauschenden Schneeflocken: "Verflucht..."
    • Naira O’Connor

      Sie hatte natürlich nicht mehr so tief geschlafen, wie sich die Frau es eigentlich gewünscht hatte, aber sie genoss die Wärme, die von Victor ausging und schlummerte ein wenig vor sich her. Naira spürte natürlich, dass sich Victor langsam bewegte, er war scheinbar wieder wach. Vielleicht war es nun die Möglichkeit zu fragen, was letzte Nacht passiert war, aber es war alles eindeutig. Sie hatten scheinbar wieder Sex miteinander, aber was die Frau wunderte.. es fehlten die Schuldgefühle. Eigentlich ging sie davon aus, dass es sich nicht gut anfühlen würde, aber es war genau gegenteilig. Es fühlte sich gut an, dass sie ihrem Trieb und ihren Wünschen nachgegangen waren.
      Der Kuss auf die Stirn ließ sie vor sich hinlächeln, mit so etwas hatte die Frau einfach überhaupt nicht gerechnet. Sie hatte noch die ersten Reaktionen des Rothaarigen vor sich, so erwartete sie es auch eigentlich. Naira hatte auch noch vor, weiter die schlafende zu spielen und auf dem Sofa zu bleiben, aber Victors Kommentar über den Sturm draußen war wirklich.. goldig.
      „Ich habe schon mit Ramirez gesprochen.. wir kommen und sollen nicht raus.. es kann auch Tage dauern, bis das vorbei ist“,murmelte die Dunkelhaarige und zog die Decke noch ein wenig höher, um weiter liegen zu bleiben. „Ich habe genug Vorräte da, aber ich entsinne mich nicht, dass es angekündigt wurde.. ich muss mit Spike kreativ werden..“
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Auch für Victor war es ein seltsames Gefühl und ungewöhnlich, denn zuvor war er derjenige, der dann anfing abzublocken und zu meinen, dass das alles gar nicht sein durfte. Es durfte auch nicht, aber Nairas Worte gestern waren Balsam auf seiner gebrochenen Seele. Sie hatte ihm offen, auch wenn betrunken, gesagt, dass sie ihn attraktiv fand und das die gefühle zwischen ihnen beiden nicht vorgegaukelt waren. So etwas zu hören tat gut. Das war auch der Grund warum er ihr einen "Guten-Morgen-Kuss" schenkte, auch wenn sie noch schlief. Am liebsten wäre es ihm auch gewesen, wenn sie gar nicht wach geworden wäre, doch es reichte wohl wie es schien, dass er den Mund auf machte und immer noch versuchte über die hinweg zu kommen und die Hose zu erreichen.
      Das Lächeln im Schlaf war schon so verwirrend, doch das hatte er noch überspielen können. Das Unterbewusstsein konnte schlimme Dinge mit einem im Schlaf anstellen. Victor lag aber falsch. Naira erklärte ihm den Anruf von vorhin und dass der Schneesturm draußen wohl längere Tage dauern würde. Er zuckte mit den Schultern und kletterte nun vollends über Naira hinweg. Erst als er stand und versuchte aufrecht zu gehen, bemerkte er die verkrampften Muskeln, die Kopfschmerzen und die belegte Nase.
      "Mhh...Scheiß Alaska. Hier gibt es alles unvorhergesehene...", grummelte Victor und zwängte sich wieder in seine Jeans. Seinem Zustand nach zu urteilen wäre es aber definitiv klüger gewesen liegen zu bleiben. Dummerweise durch Nairas Bewegung wurde es Victor ein wenig peinlich, dass er ihr so herzlichst einen Kuss so früh am Morgen gegeben hatte. Noch waren sie nicht da, wo sie sich einfach einen Kuss gaben und es dabei beließen. Sie waren nicht...zusammen, oder? Victor seufzte laut stark und schlürfte in die Küche, um den Gedanken zu entkommen. "Kaffee?", fragte er noch und sah wie Spike ihm noch hinterher rannte in die Küche. Es war wohl Zeit fürs Fressen. Victor nieste ihm zur Begrüßung entgegen und konnte gleich darauf nur Stöhnen, da sich gefühlt alles aus dem Gleichgewicht riss dabei. Er hielt sich den Kopf und schaltete erst die Kaffeemaschine an und gab Spike dann etwas zu fressen.
    • Naira O’Connor

      Sie bewegte sich weiterhin nicht und blieb einfach auf dem Sofa liegen, um der Wärme nicht zu weichen, die noch immer unter der Decke zu finden war. Sie murmelte etwas, aber mehr kam auch nicht von ihr, bis sie von Victor über Kaffee gefragt wurde.
      „Du bist echt der Beste!“,gab sie lautstark als Antwort. Naira hatte vor, bis in die Mittagsstunden unter der Decke liegen zu bleiben, aber Victor nieste wieder einmal und es war für sie das Zeichen, dass sie aufstehen musste. Jetzt musste sich die Frau wohl oder übel um ihn kümmern, er war krank.. vielleicht hatte er sie auch angesteckt, wenn sie wirklich Sex hatten?
      Naira erhob sich widerwillig und griff zu Victors Hemd, welches auf dem Boden lag. Es war besser, als sich in die eigenen Klamotten wieder reinzuquälen, die sowieso nicht warm waren. Sie zog es sich über, um nicht nur in Unterwäsche rumzulaufen und knöpfte es sogar auf dem Weg zur Küche zu. Es war ihr zu groß, sogar deutlich zu groß, aber besser als nichts.
      „Der dritte Schrank links.. da ist Aspirin.. für mich auch bitte“,murmelte die Frau und lehnte sich an den Durchgang von der Küche zum Wohnzimmer. Sie war noch immer ziemlich fertig und verschlafen. „Habe ich schon einmal erzählt, dass ich noch nie einen Kater hatte? Nun habe ich jedenfalls welchen..“.
      Die Dunkelhaarige lehnte sich noch einen Moment an, bevor sie zum Kühlschrank schlenderte und nach der Milch griff, um aus dem Karton zu trinken. Als nächstes holte sie ein gefrorenes Stück Fleisch aus der Tiefkühltruhe, dabei rutschte ihr das Hemd ein wenig zu weit hoch, doch Victor hatte sie ja schon in ihrer hübschen, roten, knappen Wäsche gesehen, nichts Neues also. „Ich koche dir eine Suppe.. ohne Widerworte.. du legst dich nach dem Kaffee hin .. wir werden dich bis morgen wieder gesund kriegen“. Sie nahm weitere Sachen aus dem Kühlschrank raus, die für die Suppe essenziell waren. „Oder bis übermorgen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Du bist der Beste!", selten solche Worte gehört, die dann auch noch auf ihn bezogen waren, "Wenn Kaffee machen mich dazu qualifiziert...", grummelte er leise in sich hinein, kaum möglich dass Naira es gehört hätte. Aber er meinte es auch nicht böse, es war mehr belustigend, dass die Frau ihn als so jemanden bezeichnen wollte.
      Er setzte den Kaffee auf und blieb vorerst an der Theke stehen, doch als sein Blick auf Naira fiel, die mit in die Küche kam und wohl nun wach genug war um zu laufen, musste er ihr nachsehen. Das Hemd stand ihr. Warum standen Hemden halbnackten Frauen eigentlich immer so gut? Es ließ sie fantasieren, was sich darunter verbarg, die kleinen lücken zwischen den Knöpfen ließen einem nur selten Einblicke gewähren. Und die Länge passte für ein sehr kurzes Kleid, mit dem man sich sehr benehmen musste, um niemanden zu blitzen mit der Unterwäsche. Unwillkürlich leckte sich Victor über die Lippen. Er gehorchte, als sie ihm sagte wo sich die Kopfschmerztabletten befanden. Victor konnte sich doch sehr gut vorstellen, dass sie eine brauchen würde, denn so viel wie gestern in sie reinlief...Ein wunder, dass es noch nicht herauskam. Starkes Mädchen. Er suchte nach der Packung und holte dann zwei Gläser, um sie im Spülbecken aufzufüllen mit Wasser: "Es gibt ein erstes mal für jeden und der Körper macht ja auch irgendwann nicht mehr mit.", sagte Victor und warf sich dabei die Tablette in den Mund und spülte sie mit dem Wasser in einem Zug runter.
      Victor schämte sich nicht für die Blicke, die er ihr zu warf, vor allem nicht, für diejenigen, die liebendgerne das von gestern Nacht wiederholt hätten. Ihre Worte hallten noch immer in seinem Kopf wider. Er konnte sich sehr gut daran erinnern, weil sie den ersten Schritt gemacht hatte. "Nicht so mutig, ja...", nuschelte er in seinen Bart und schmunzelte leicht bei dem Gedanken. Diese Frau war alles andere als ein Angsthase.
      "Suppe...mir geht's gut. Morgen wird das schon wieder vorbei sein ich bin mir sicher...", antwortete er schließlich grummeln auf den Vorschlag ihm eine Suppe zu kochen. Wobei das weniger Vorschlag und mehr Anordnung war.
      "Wie wäre es wenn du dich heute auskurierst...Nachdem gestrigen Abend haben wir auch beide eine Dusche nötig..."
    • Naira O’Connor

      Die Aspirin war wirklich ihre letzte Rettung gegen die schlimmen Kopfschmerzen, die ihr der Kater verursachte. Wenigstens lenkten diese Schmerzen von den Schmerzen im Bein ab, Naira konnte so richtig laufen,ohne sich vor Schmerzen auf die Zunge beißen zu müssen, aber die Aspirin würde auch sicherlich diese Schmerzen beseitigen und damit auch ihre Laune verbessern. Die Frau sah auf und stellte sich auch auf, als sie das hochgerutschte Hemd und auch Victors Bemerkung bemerkte, sah sie ihn zuerst entsetzt an, schüttelte aber dann grinsend den Kopf. Sie sagte jedoch nicht, schluckte lieber die Tablette und reichlich Wasser hinterher. Victor war scheinbar nicht wirklich zufrieden damit, dass die Dunkelhaarige ihm Suppe kochen wollte, aber es war fragwürdig, warum er meinte, es würde ihm morgen besser gehen. „Wenn du meinst..“,murmelte Naira und stellte ihr Glas in die Spüle, ehe sie sich gegen die Theke anlehnte und zu dem Rothaarigen sah.
      „Wie wäre es, wenn wir uns beide auskurieren? Zusammen auf der Couch, wir können sowieso nichts besseres machen..“,schlug die Frau vor und nahm langsam den Weg aus der Küche raus. Es befanden sich schmutzige Gedanken in ihrem Kopf.. und die wollten raus.. letztendlich drehte sich um und griff zu den Knöpfen ihres Hemdes.
      „Duschen?“, fragte Naira und biss sich leicht auf die Lippe. „Zusammen..?“. Sie öffnete das komplette Hemd und ließ es zur Boden fallen, bevor sie sich grinsend umdrehte und Richtung Bad lief. Warum nicht einfach den Gedanken nachgehen, die man hat? Die beiden waren sowieso in der Wohnung ‚gefesselt‘..was sollten sie sonst tun?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor war immer noch in einer Phase der Ablehnung und Vertuschung. Er wollte sich gegenüber zwar zugeben,d ass er nun wirklich krank war, denn der Schädel war warm, die Nase lief und war zu. Er fühlte sich selbst warm und die Kopfschmerzen kamen nicht von dem Alkohol, den er gestern getrunken hatte. Dazu hätte es mehr davon benötigt und er war wie ein Experte darin zu erkennen, ob es sich dabei um Kater handelte. Grummelnd verschränkte er die Arme vor der Brust und drehte das nun leere Glas in dem Hand. er beobachtete die Tropfen darauf und versuchte die letzten noch zu bekommen, doch er merkte schnell, dass seine Versuche von Naira wegzukommen nicht glückten.
      "Auskurieren war das gestern nicht...", er ging nicht davon aus, dass sie es vergessen hatte, aber als sie im nächsten Moment in Richtung Wohnzimmer ging und urplötzlich das Hemd fallen ließ, musste Victor doch mit offenem Mund hinterher sehen.
      "Glaubst du, dass das wirklich was bringt bei mir.", rief er noch hinter her, knirschte aber so gleich mit den Zähnen, denn doch, es brachte etwas. Egal wie müde oder krank ein Mann war und egal wie schwach er sich fühlte, er musste doch gegenüber ihr aufrecht stehen. Victor leckte sich über die Lippen. Seine Gedanken schweiften fort und er kratzte sich am Bart, wollte die Gedanken loswerden. Wusste sie es? Sie schien so...Sie hatte doch gesagt, sie empfand keinen Mut und konnte es ihm nicht sagen und nach ihrem ersten Mal, war sie abweisend genug, um zu zeigen,d ass sie auch ohne ihn konnte.
      Neugierig wie man nur sein konnte, weil er sich nicht satt gesehen hatte, lief er ihr ins Bad nach und wollte die Tür aufschieben, sie sehen und seine Hände wieder an sie legen. Da nieste er und hielt sich dabei den Arm vor den Mund: "Ughh...", Victor schniefte, bevor er die Tür vollends aufschob: "Ich dachte ich seh dich nur so fordernd wenn du betrunken bist...Du hast gesagt, dass du nicht so mutig bist...nüchtern, meine ich..."
    • Naira O’Connor

      Sie musste lachen und dieses Lachen war in der ganzen Wohnung zu hören. Naira hätte definitiv keinen Mut dazu gehabt, wenn sie über ihr Vorhaben nachgedacht hätte, aber sie ließ sich keine Zeit dazu, jetzt steckte sie natürlich in einer Situation, die sie so zwar wollte, aber definitiv nicht vorauszusehen war. Die Frau wusste auch ganz deutlich, dass es bei Victor was brachte, sie hatte doch seine blickte in der Küche bemerkt.
      Im Bad blieb sie stehen, seine Schritte waren nicht zu überhören, er war ihr wirklich hinterher gelaufen. Naira glaubte noch nicht ganz nüchtern zu sein, sie wollte nämlich noch immer nicht den Schwanz einziehen und die ganze Situation abbrechen. Jetzt war noch Zeit dafür. Sie konnte es noch als einen Scherz aussehen lassen..
      „Und ich dachte, du wärst nicht krank“, kommentierte die Dunkelhaarige und blickte nach oben zu dem Rothaarigen. Sie stand in ihrer Unterwäsche mitten in dem warmen Badezimmer, ihre Gefühle waren so durcheinander, wie sie es für kaum möglich gehalten hätte. Sie lächelte ein wenig frech, stand aber noch immer nur da. „ich habe nicht nachgedacht, bevor ich es getan habe.. oder Ich denke, der Alkohol ist noch nicht ganz aus meinem Körper raus..“. Die Frau biss sich leicht auf die untere Lippe. „Na los, bevor ich es mir anders überlege..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war wie ein Traum, heiß und unvorstellbar. Vielleicht sogar wie eine schlechte Romanze, die einem zeigen wollte, wie locker und erleichternd doch eine frische Beziehung sein konnte. Man durfte so viel ausprobieren. Victor war ins Badezimmer gekommen und was er sah ließ ihn natürlich nicht unberührt. Ihm war warm, aber er wusste nicht ob wegen der Raumtemperatur, dem Fieber oder doch der Frau vor ihm, die sich nicht für ihnen Körper zu schämen vermochte.
      Victor lehnte sich lässig mit verschränkten Armen in den Türrahmen und musterte sie von oben bis unten. Doch am längsten blieb er an ihrem Gesicht hängen und ihren Augen. Das erste Mal, als er sie gesehen hatte am Polizeipräsidium, hätte er am liebsten eine 180° Wendung gemacht und wäre wieder zurück nach Brooklyn. Dann hätte er all das verpasst. Sie war ihm ans Herz gewachsen und hatte einen besonderen Platz darin gefunden, auch wenn sie zuerst ein ungewollter Partner war und eine ungewollte Lebenswendung. Victor senkte den Blick und schmunzelte. So viel wie mit ihr, hatte er noch mit niemandem gelächelt. Nicht in dem letzten Jahr. Es tat ihm gut jemanden zu haben, der ein wenig mehr aus ihm herauskitzeln konnte, als das was er sonst preisgab.
      Ihre Aufforderung sich sie zuschnappen und diesen Moment nicht aus den Fingern zu lassen, ließ ihn tief durchatmen. Er trat an sie heran und nahm ihr Gesicht in seine Hände, streichelte die Haare aus ihrem Gesicht und sah erst in ihre Augen und dann auf ihre Lippen, die er sogleich küsste. Doch er ging nicht weiter darauf ein. Es war ein sanfter, aber langer Kuss, der mehr als nur feurige Leidenschaft sagte. Er zeigte mehr den Respekt, den Victor für sie hatte. Denn als er von ihr abließ, lächelte er und drehte sich um: "Viel Spaß beim Duschen...aber ich lege mich doch hin.", damit ging er einfach raus. Das Lächeln verschwand nicht von seinen Lippen, nicht mal als er die Tür hinter sich schloss und Spike ihn mit angelegten Ohren ansah. Victor kraulte den Huskie, als er an ihm vorbei kam und legte sich auf das Sofa, zufrieden mit seiner Aktion gerade eben.
    • Naira O’Connor

      Sie war sich selbst nicht so ganz sicher, was sie erwarten konnte und vor allem auch würde, wenn Victor tatsächlich auf ihre Aufforderung anbeißen würde. Aber niemals hätte Naira das erwartet, was Victor tatsächlich tat. Es war ein sanfter Kuss, der sie dahinschmelzen ließ, als würde sie aus einem weichen Material bestehen. Ihre Knie wurden vor allem weich, aber es gab diese starken Hände auf ihren Wangen, die sie sicherlich auffangen würden, wenn die Dunkelhaarige tatsächlich den hat verlieren würde.
      Sie sah den Herren einige Momente an, während ihr Herz dahinschmolz und das Lächeln nicht von ihren Lippen wollte. Ja, das fühlte sich deutlich besser an, als alles andere was er hätte machen können, es triefte so vor Romantik, so eine Seite kannte Naira noch noch an ihrem Partner. Noch war sie sich auch nicht ganz sicher, was es bedeuten würde, aber sie ließ es auf sich zukommen und stieg einfach unter die Dusche, während ihre Gedanken noch immer bei Victor waren.

      Es dauerte einen Augenblick, den die Frau unter dem Wasser brauchte. Ihr Bein schmerzte mal wieder, gestern hatte sie definitiv übertrieben und das war nun der Dank dafür. Sie hatte versucht das Bein zu massieren und mit dem warmen Wasser etwas zu beruhigen, aber es funktionierte nur mäßig. Letztendlich kam sie irgendwann mal auch da raus und zog sich direkt im Schlafzimmer einen ihrer wärmeren Pyjamas an, es war nämlich wirklich kalt in der Wohnung.
      „Ich kann nicht glauben, dass die Heizungen nicht funktionieren..“,murmelte sie genervt und lief an Victor vorbei, um die Heizungen im Wohnzimmer und in der Küche zu testen. „Da bezahle ich schon massig Geld dafür..“,murmelte sie weiter und stellte fest, dass beide nicht anspringen wollten. Am Ende blieb ihr nichts anderes übrig, als sich zu Victor hinzulegen und unter die warme Decke zu kommen, ihr ganzer Körper zitterte schon.
      „Ich werde dich wohl oder übel als Heizung missbrauchen müssen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor machte es sich auf der Couch gemütlich und musterte den Boden zu seinen Füßen. Sicherheit fühlte sich natürlich anders an, das wusste er, aber gleichzeitig konnte er nicht so wirklich sagen, dass er nicht glücklich war. Er war glücklich und mehr als das. Naira gab ihm Halt, aber seine Frage ob er Sicherheit hatte, galt mehr der Tatsache, ob sie denn überhaupt zueinander gehörte. Ob sie diese Beziehung führen durften, jetzt nach allem das geschehen war. Victor kratzte sich wieder am Bart und schnaufte schwer: "Hund sollte man seien, wie?...Futter bekommen, niemals satt werden und jeder hat einen lieb...", grummelte er in Spikes Richtung, der ihm aber keinerlei Aufmerksamkeit schenkte in dem Moment. Stattdessen stand er auf und schnüffelte durch die Wohnung. Er war nicht sehr zufrieden damit zu Hause eingesperrt zu sein und das wahrscheinlich für eine sehr lange Zeit. Victor war mindestens genau so aufmerksam, wie Spike, als Naira endlich aus dem Bad herauskam. Sie hatte sich Zeit gelassen und Victor hatte sofort die Gedanken, dass sie etwas unanständiges darin getrieben hatte, schließlich wäre es ihre Einladung gewesen mit unter die Dusche zu springen. Aber Victor würde später gehen. Er war nie so der Typ dafür gewesen, der stark an seiner Hygiene hing. Ja, klar, die ein oder andere Dusche war mal fällig nach 3 Tagen nichts tun, aber zu seiner schlimmsten Zeit schaffte er es auch über eine Woche nicht zu duschen und er hatte immer noch kein Schimmel angesetzt gehabt.
      Naira ging erst maulend durch das Wohnzimmer, bevor sie sich zu ihm legte und unter die Decke kuschelte. Victor verkniff sich ein Lächeln, stattdessen machte er ihr Platz, so halb auf sich liegend und legte den Arm über sie. Er spielte mit ihren Haarsträhnen und musterte ihr Profil dabei.
      "Wer so saufen kann, der kann auch arbeiten, wie...Hast du eine Idee wegen Spike. Der wird es wohl nicht hier drin aushalten."
    • Naira O’Connor

      „Ich wäre heute auch zur Arbeit gegangen, wenn es nötig gewesen wäre“, murmelte Naira und wurde ein wenig rot um die Wangen, als Victor seinen Arm um sie legte. Sie lag halb auf ihm, während ihre nassen Haare sich irgendwie verteilten, sie sind schon viel zu lang geworden, aber bisher gab es nie Zeit dazu, vielleicht zu Weihnachten?
      „Ich habe keine Ahnung wegen Spike.. vermutlich lasse ich ihn kurz vor die Tür, damit er pinkeln kann und nehme ihn wieder rein.. ich werde nachher ein wenig mit ihm spielen, damit er nicht bekloppt wird..“. Die Frau seufzte und schloss ihre Augen, es war so angenehm wie Victor mit ihren Haaren spielte, ihre Kopfschmerzen ließen auch schon langsam nach.
      „In vier Tagen ist Weihnachten.. du bleibst dich, bei uns.. stimmt?“,stellte Naira fest und öffnete die Augen, um nach oben zu Victor zu schauen. „Ich würde eine Ente vorbereiten..wenn du Ente isst.. die liebt Spike nämlich am meisten.. und einen Kuchen würde ich backen..“. Es war schön, dass Victor mit Ihnen Weihnachten verbringen würde, sie hatte auch schon eine Idee, was sie ihm schenken würde. „Aber ich würde sagen, dass wir uns nichts schenken? Ich bin nicht gut darin und wir sind ja erwachsen..“. Ein Lächeln bildete sich auf Naira Lippen, bevor sie den Kopf wieder runter nahm. Ja, sie würde Victor definitiv etwas holen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es brauchte keinen Fernseher, kein Radio oder sonstiges, was ihn ablenken konnte. Einfach nur ihre Anwesenheit und wie sie bei ihm auf dem Sofa lag war Unterhaltung genug. Seine Gedanken kreisten um die Nächte, die sie gemeinsam hatten. Um die Beziehung, die er wohl am liebsten mit ihr hätte und die Tatsache, dass er sich in eine Frau verliebt hatte, die er anfangs nicht einmal akzeptieren wollte. Es war schwierig, aber es konnte doch funktionieren. So wie sie nun gemeinsam da lagen und er seinen Arm um sie hielt...Vor wenigen Wochen hätte Victor nicht einmal daran gedacht ihr so den Arm umzulegen, nicht einmal daran gedacht mit ihr so nah auf dem Sofa zu liegen. Das wäre seltsam geworden.
      Er musste schmunzeln, als Naira meinte, sie würde auch zur Arbeit gehen, wenn es sein musste, dabei tätschelte er sie leicht auf den Kopf: "Ich weiß...ich weiß...", damit widmete er sich wieder den Gedanken und sah rüber zu Spike, den sie einfach nur rauslassen würde. Victor sah wieder zum Fenster, das mehr zu geschneit, als wirklich irgendetwas war. Es sah sogar mehr danach aus, als ob der ganze Schnee alle Stockwerke unter sich begraben hatte.
      Die kommende Frage ließ ihn überraschend die Augenbrauen hochziehen. Weihnachten...Das war eine Zeit in der er lieber im Büro gehockt hatte oder in einer Bar und es sich einfach zwischen vielen Fremden Leuten hat "gut gehen" lassen. Niemand sah einen schief an, wenn man an Weihnachten trank...erst wenn man verstanden hatte, dass er alleine war, kamen die seltsamen und bemitleidenden Blicke. Ein Seufzen entkam seinen Lippen und er nickte. "Ich glaube...ich habe nichts anderes vor.", grummelte er spaßeshalber. Aber eigentlich meinte er wohl damit, dass er sich nichts besseres vorstellen könne. Es wäre schön mal wieder mit jemandem gemeinsam diese Nächte rumzubringen und auch wenn er hier zusagte, dass sie sich nichts schenkten - er glaubte es auch im ersten Moment - konnte er nicht ganz versprechen, dass er nicht wenigstens nach einem kleinen Geschenk für sie Ausschau halten würde.
      "Es wird schwierig wenn das Wetter anhalten wird, einen Baum zu holen...", er sah sich im Wohnzimmer um, auf der Suche nach einem Platz, wo man einen Weihnachtsbaum überhaupt hinstellen konnte.
    • Naira O'Connor

      Sie wusste selber nicht, was sie wirklich wollte. Natürlich, es war klar, dass sich ihre Beziehung zu Victor geändert hatte und Naira wusste auch, dass es vielleicht nicht ganz schlau war, sich darauf einzulassen, aber wer konnte ihr ihre Gefühle verbieten? Sie konnte doch nichts dafür, dass sie sich in den rothaarigen Mann, der dazu noch ihr Partner war verliebt hatte.. War es wirklich Liebe? Sie hatten vieles erlebt, sehr vieles sogar, doch ihre Gedanken galten neben der Arbeit immer nur Victor, dies hatte doch schon was zu heißen, oder? Der erste Schritt war auch schon letzte Nacht scheinbar passiert, Naira erinnerte sich zwar nicht wirklich, aber es fühlte sich alles ganz anders an, als es vorher war. Es zog sie viel mehr zu ihrem Partner..
      Nun lag sie neben ihm, er hatte sogar noch den Arm um sie gelegt. Das war vor einem halben Jahr nicht einmal zu denken oder sich vorzustellen möglich. Ohne zu zögern legte die Frau ihren Kopf auf seine Brust, er musste für sie gar nicht muskulös sein, die Brust musste auch nicht hart und gut gebaut sein, er musste nur er selbst bleiben. Ir Blick wandt sich ebenfalls zu dem Fenster, während sie das 'kaputte' Bein über seinen Körper legte.
      EIn Lächeln bildete sich auf ihren rosa Lippen, als er mit einem kleinen Spaß ihrer Einladung zusagte. "Dann freue ich mich, dass Spike und ich dieses Jahr Gesellschaft haben!", kommentierte die Frau und schloss ihre Augen für einen Moment sogar, das Aspirin wirkte und ihre Kopfschmerzen nahmen langsam ab. "Ich weiß, das Wetter kann noch Tage anhalten, oder auch morgen schon wieder besser sein.. Aber wenn es besser wird, dann würde ich gerne einen Baum holen und ihn da hin stellen". Naira hatte sich ein wenig umgedreht, um mit dem Finger auf eine der Ecken zu zeigen, in der ein Baum nicht stören würde. Dort stand zwar eine große Lampe, deren Schirm über einer der Sofalehnen hing, aber dort stand der Baum jedes Jahr bisher. "Die Lampe bringe ich dann weg und ein mittelgroßer Baum hätte Platz.. Ich liebe es nämlich, wie die Wohnung riecht, wenn man reinkommt..". Für einen Moment war sie nachdenklich und legte den Kopf wieder zurück auf seine Brust. "Ich mag Weihnachten.. Aber nicht das kommerzielle Weihnachten.. Eher den Geruch von Tannenbaum und von Plätzchen.. Die Ruhe und die freien Tage, der Glühwein..". Sanft lächelte die Dunkelhaarige und schloss die Augen wieder. "Was magst du an Weihnachten?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte überhaupt nichts dagegen, wie sie ihn einnahm. Ihr Bein über seine, den Kopf auf der Brust. Sie war...sein. Sie mochte ihn und dass sie ihm das gestern gesagt hatte, hatte seinem Ego sehr gut getan. Ein Kompliment, dass sie in diesem Zustand so wohl nicht von sich geben würde, so wie er glaubte, und auch eins dass er nicht so recht selbst aussprechen konnte, wenn es um ihn ginge. Er würde sie mit Komplimenten an sich überhäufen können. Sie sah gut aus und bis auf ihren unglaublich sturen Charakter, war sie eine sehr attraktive Frau. Selbst ihr Körper...Seine Gedanken verzerrten sich nach ihren Lenden...
      Victor schnaufte, da er merkte, dass längeres darüber nachdenken nicht die besten Voraussetzungen für weiteres ruhiges Liegen hätte. Also wandte er sich mit seinen Gedanken doch wieder der Tatsache, dass Naira einen Baum zu Weihnachten haben wollte und sie zeigte ihm auch wo er stehen sollte und wieso. Bis dahin war alles soweit so gut. Er persönlich kaufte sich keinen Baum. Er brauchte keinen. Der Geruch war nicht notwendig und den ganzen Kram an Dekoartikeln, mit denen wusste er eh nichts anzufangen.
      Doch die Frage, was er an Weihnachten mochte, machte den Rothaarigen stutzig. Er sah erst zu ihr und dann wieder weg, um ein wenig über die Frage nachzudenken, doch seine erste intuitive Antwort wäre gewesen: Gar nichts. Es gab nichts, dass ihn noch aufgeheitert hätte. Die fröhlichen Menschen, die bunten Lichter...Der ganze Zimtgeruch, den die Leute auf einmal liebten, waren für ihn keine Gründe. Victor grummelte leise: "Der Alkohol...denke ich."
      Es gab keinen besseren Feiertag wahrscheinlich an dem man hätte sagen können, das war okay, wenn man sich guten Alkohol kaufte. Keiner musste letztlich wissen, ob man ihn alleine trank. Die meisten gingen davon aus, dass er eine Familie hatte.
      "Aber damit sei es wohl auch vorbei...ich sollte eigentlich nicht...Ich versuche es zu mindestens nicht...", er ließ die Hand ab vom Kopfstreicheln und seufzte schwer. Es war eine Bürde und eine Enttäuschung zu wissen, dass er eigentlich überhaupt nicht mehr trinken sollte, wenn er seine Nerven beruhigen wollte.
    • Naira O‘Connor

      „Hm..“,mehr kam als Antwort auf Victors Antwort vorerst von der Dunkelhaarigen nicht, sie musste es sich durch den Kopf gehen lassen, während sie dem Herzschlag ihres Partners zuhörte. Er hatte ein Alkoholproblem, das hatte sie schon sehr früh bemerkt gehabt, vor allem am Anfang war es nicht zu übersehen. Selbst Victors Wohnung war voll mit leeren Flaschen, er sagte aber sonst nie nein zum Alkohol. Doch bisher kam die Frau nicht auf die Idee, ihm etwas sagen zu können, immerhin war sie nicht in der Position dafür und der Rothaarige war auch erwachsen.
      „Dann wäre es ja nur fair, wenn ich auch auf Alkohol verzichte oder dich jedenfalls nicht dazu einlade.. oder nicht?“, stellte die Frau dann letztendlich fest und sah nach oben zu dem Herren. „Ich werde sicherlich nicht auf mein Gläschen Wein zum Weihnachtsessen verzichten, aber wenn es dir hilft, wird der Rest verbannt.. ich kann es ja schließlich nachvollziehen“.
      Naira nahm den Kopf auch wieder runter und blickte zu dem Fenster, bevor sie seufzte. „Ich gehe mal mit Spike vor der Tür, wenn es möglich ist.. hoffentlich erfriere ich nicht“. Bevor sich Naira von dem Sofa erhob hob sie ihren Kopf auf und lehnte sich vor, um Victor einen Kuss auf die Wange zu geben. Sie streckte sich auf dem Weg in das Schlafzimmer, ehe sie sich dort in wärmere Klamotten umzog, draußen würde es nicht nur verschneit sein, die Temperaturen sind bestimmt auch im einiges weiter gesunken.
      Die Frau umhüllte sich in einem warmen Schal und zog auch eine Kapuze an, ihr war es in der Wohnung wirklich zu warm, perfekt fürs draußen. „Komm Spike!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Musste er das sagen oder hätte er auch einfach den Mund halten können? Sicher war er sich nicht. Aber irgendwann, wenn sie wirklich, mehr aus ihrer Beziehung machten, als nur das hier, dann musste er es ihr verraten und sie musste sich damit abfinden, dass er definitiv nicht anders könnte, als doch hin und wieder zu der Flasche zu greifen. Es war sein Glück, dass er es gestern nicht übertrieben hatte, aber es kostete nun einmal Überwindung.
      "Nein...", meinte er schließlich auf ihren Vorschlag selbst nicht mehr zu trinken, "Du ... sollst trinken so viel du willst. Nicht du hast das Problem ein Jahr lang nonstop getrunken zu haben...", erklärte er ihr knapp und ignorierte ihren Blick. Es war nicht einfach daran zu denken und gleichzeitig zu glauben, dass alles in Ordnung gekommen war. Er seufzte wieder leise, "Trink so viel du willst...das macht dich ...mutiger und redseliger.", hängte er noch an und konnte in dem Fall dann doch ein schiefes Grinsen nicht unterdrücken, denn diese Frau hatte einiges an Energie gestern da rein gesteckt, ihm Dinge zu verraten von denen er sonst nie ausgegangen wäre.
      Aber er ließ sie gehen. Spike musste raus und Victor fühlte sich warm und heiß. Sein Kopf schmerzte zwar nicht mehr so sehr durch die Tabletten, aber seine Nase war nicht gerade der Meinung freier zu werden.
      Als sie weg war, übernahm er die Decke und zog sie sich über den Kopf. Er wollte nicht mehr. Er brauchte das alles doch nicht mehr. Und doch wollte er nicht gehen. Wenn er an sein Haus dachte, dann schauderte es ihn, wie depressiv er wohl wäre, sein Leben dort weiterhin zu verbringen. Er hätte das Wohnzimmer nicht verlassen, die Flaschen hätten sich wahrscheinlich gestapelt und er würde jeden Tag krank zur Arbeit erscheinen. Hier bei ihr, hatte er eine Ablenkung, die er nur zu gerne nutzte.
      Ein lauter Nieser entfuhr ihm, als er so unter der Decke lag. Gleich darauf ein Schniefen und er dann stand er auf und lief ins Bad, um sich wenigstens die Zähne in der Zeit zu putzen. Die Decke schleppte er dabei mit sich über den Schultern.
    • Naira O’Connor

      Draußen erwartete die beiden eine Mauer aus Schnee, als Naira die Tür öffnete. Sie seufzte leise, schüttelte kurz den Kopf und entschloss sich dann, Spike rauszulassen. Der Hund lief freudig umher, bevor er in der Schneemaße verschwand und nur einen Tunnel in dem Schnee hinterließ. Naira blieb an der Tür stehen, die wartete einfach, bis ihr Ein und Alles fertig sein würde, steckte die Hände aber in die Jackentaschen und versuchte sich ein wenig aufzuwärmen. Sie fand tatsächlich eine Zigarette in einer der Taschen und Feuer, wahrscheinlich ein Versteck für die dunkle Stunde. Ohne zu zögern griff sie nach dieser und zündete sie sich an, um letztendlich ihre Lungen mit dem tödlichen Rauch zu füllen. Die Dunkelhaarige nutzte den Moment, um nachzudenken. Sie hatte kaum eine Ahnung, was am Abend zuvor passiert war, sie war sich nur sicher, dass sie wieder Sex hatte und das mit ihrem Partner. Die Frau konnte sich jedoch kaum entsinnen, was sie ihm gesagt hatte, aber der Alkohol hatte sie sicherlich gesprächiger gemacht, dies deutete Victor auch schon an. Es fühlte sich generell ganz anders an, neben ihm zu sein, als würde die Frau viel freier in dem sein können, was sie fühlte. Sie würde es ihm ja sagen, aber was war, wenn es tatsächlich nur einseitig war? Wenn sie sich damit zum Volldeppen machen und damit ihre bisherige Beziehung ruinieren würde? Sie war zwiegespalten, was den Victor nun für sie wirklich fühlte. Er hatte ihr betrunken schon einiges gesagt, aber irgendwie war es noch immer nicht eindeutig.

      Irgendwann war die Zigarette ausgeraucht und ihr Hund auch tatsächlich wieder zurück. Zwar komplett nass und noch voller Schnee, aber er war glücklich und so konnten beide wieder nach oben gehen. Auch wenn Naira nur im Flur gestanden hatte, ihr war es wieder fürchterlich kalt, selbst als sie in der Wohnung ankam, die Heizungen waren tatsächlich ausgefallen, wie es aber schien auch der Strom.. das Licht im Flur wollte nämlich nicht funktionieren.
      Die Dunkelhaarige seufzte laut und nahm aus ihrem Schlafzimmer ein Handtuch, um Spike ein wenig abzutrocknen, bevor sie eine warme Decke für den Hund rausholte und hinlegte. Der Hund würde früher oder später auch frieren, nicht nur sein Frauchen, aber selbst einen Tee konnte sie sich nicht machen. Der Herd sprang nicht an. „Ich hasse das Wetter..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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