[2er RPG] Killer Instinct

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • (Gottcha ;) ich hab auch drauf geachtet :P )


      "Ich habe keine Ahnung, ob ich ihn so erwidchen kann, aber momentan haben wir kaum andere Optionen. Wenn Sie einen Plan haben, spucken Sie's aus."
      Marcus drängte sich näher als nötig an Vincet vorbei und ging rüber in die kleine Küche, um sich einen Kaffee zu nehmen. Er hatte auch heute Nacht kaum geschlafen, immerhin eine volle Stunde. Aber bei seinem Arbeitpensum war das einfach nicht genug.
      "Je weniger Serienkiller auf den Straßen sind, desto besser, finden Sie nicht auch?"
      Die Frage kam provokant rüber und das mit Absicht. Er musste wissen, wie groß der Einfluss von Crichton war. Hatte er den Polizisten in der Tasche oder er war er noch zu retten? Marcus hatte keine Lust auf ein Messer im Rücken.


    • "Ich habe keinen besseren Plan.", erwiderte Vincent und trat einen Schritt zur Seite als Marcus sich an ihm vorbei zwengte. Er hatte das Gefühl, dass sie keine Freunde werden würden, niemals. Obwohl er gleichzeitig das Gefühl hatte, dass sie vieles gemeinsam haben konnten.
      Er verwarf den Gedanken nach der nächsten Provokation. "Bin ich hier um Ihnen zu helfen, oder um mich beleidigen zu lassen?", fragte er und verschränkte die Arme. "Und bevor mir hier irgendetwas falsch ausgelegt wird, ja, je weniger Killer desto besser. Ich will weder von dem einen noch von dem anderen Killer eine weitere Leiche finden." Ob es etwas persönliches oder Marcus Job war, war Vincent ziemlich egal, er fühlte sich hier selbst wie ein Killer den die Beiden schnappen wollten.
      Vincent versuchte alles in dem Raum aufzunehmen, wobei er eher weniger Interesse an Andrew hatte. Die Freundlichkeit von Marcus Partner ging ein wenig unter und Vincent registrierte ihn kaum. Aber er registrierte das leichte Zittern von Marcus als er sich einen Kaffee holte, die dunklen Ringe unter seinen Augen, alles Symptome die Vincent bei sich selbst beobachten konnte, seit er aus Johns Keller entkommen war. Schlafmangel. Aber vielleicht war es auch nur ein Jetlag, Vincent wusste immerhin nicht woher die beiden kamen.
      Er selbst hatte letzte Nacht kaum geschlafen, obwohl es besser geworden war, seit er wieder in seinem Bett liegen konnte. Die Tage zuvor hatte er es sogar geschafft gut 4-5 Stunden am Stück zu schlafen, schrieb dies allerdings immer noch ein wenig der körperlichen Erschöpfung zu. Nur letzte Nacht war wieder grauenvoll gewesen, vor Allem wegen des unerwarteten Besuchs der zwei Agenten.

      @Insane Pumpkin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Earinor ()

    • Marcus wandte sich dem Polizisten zu, doch bevor er etwas sagen konnte, schritt Andrew ein, diplomatisch wie immer: "Ich entschuldige mich für das unfreundliche Verhalten meines Partners. Es war eine lange Nacht. Wir sind nicht hier, um Ihre Arbeit in Frage zu stellen. Wir wollen Ihnen helfen, aber auchsere Optionen sind momentan recht begrenzt. Ihre Idee mit den Buchstaben ist vielversprechend, erfordert aber weitere Leichen, die wir alle zu vermeiden versuchen. Bisher wurde das nächste Opfer kurz nach dem Fund der Leichenteile getötet oder entführt. Sie haben recht. Wir wissen nicht, ob unsere Opfervorhersage korrekt ist. Aber Sie müssen auch gestehen, dass wir nicht mehr tun können. Wir überlassen Ihnen die Wahl, ob Sie lieber den nächsten Fundort analysieren oder das potentielle nächste Opfer überwachen wollen."
      Marcus ließ seinen flappsigen Kommentar in seinem Kopf verpuffen und ging zurück zu den Bildschirmen. Er ließ sich auf die weggerückte Couch sinken und starrte beinahe besesse die Akten auf dem Bildschirm an, die er bereits alle auswendig kannte.




      John hatte alles beisammen, was er brauchte. Er wusste, dass die Polizei seine Nachrichten in der Zeitung entziffern konnte, zumindest die einfachen des Puppenspielers. Daher hatte er eine weitere Annonce aufgegeben, die gleich drei Codes beinhaltete. Einen davon hatte John komplett neu entwickelt. Er hatte ja jetzt Zeit.
      Er bat den Puppenspieler um regelmäßige Kommunikation. Er wusste nicht, ob er einen neuen Freund haben wollte, der seinen Hunger nachvollziehen konnte, aber die bloße Möglichkeit, sich nicht verstellen zu müssen, sorgte für ein Kribbeln in seinem Rücken, das er so nicht kannte. Es war aufregend.


    • "Schon gut...", entgegnete Vincent auf Andrews Intervention und massierte kurz seine Stirn. Er bekam Kopfweh, aber das war nichts Neues. "Der nächste Tatort läuft uns immerhin nicht davon, wenn wir es nicht schaffen vorher etwas heraus zu finden. Ich muss aber zugeben, dass ich mich mit den Opferprofilen weniger beschäfgigt habe, vor Allem am Anfang schien alles sehr zufällig." Vincent sah zurück auf den Bildschirm um zu sehen was Marcus machte. Er merkte wie seine eigenen Prioritäten offenbar verrutscht waren, obwohl er auch vor der Sache mit John weniger auf die Opfer geachtet hatte, als mehr darauf den Killer zu finden. Damals für den Ruhm, jetzt mehr um sein Gewissen zu beruhigen. So gesehen war er nie ein guter Polizist gewesen.
      "Ich glaube, dass er eine wichtige Position hat, ob in der Politik, oder in der Justiz, vielleicht auch ein Wissenschaftler. Ich denke dass er dadurch zu einigen Opfern leichteren Zugang hatte. Ich denke auch, dass die Position die er jetzt hat aber nicht genug ist, er will zeigen, dass er nicht zurecht weiter an der Spitze ist. Worauf ich hinaus will, ist dass wir Kontakte zu Leuten die in dieses Profil passen untersuchen sollten, wenn wir denken das nächste Opfer identifiziert haben. Es würde ins Täterprofil passen wenn er sich vor dem Mord schon zeigt - für den Effekt." Vielleicht war Vincent paranoid, aber er vertraute seinen Kollegen nicht, diese zwei Agenten aber kamen nicht einmal aus der Stadt. Er glaubte nicht dass sie etwas damit zu tun hatten, weswegen er seine Gedanken teilte.
    • Marcus brummte, was so ziemlich alles an Zustimmung war, was man von ihm zu hören bekam.
      "Vielleicht für die Show, vielleicht um Einblicke zu erhalten. Wird das Opfer entführt, findet man keine Spuren für einen Kampf, also kennt er die Umgebung. Wird das Opfer mehr oder weniger öffentlich getötet, passiert das ohne direkten Einfluss, also kennt er auch da die Umgebung. Täter kehren immer an den tatort zurück, das ist wahr. Aber was, wenn der Mord die Rückkehr an den Ort ist? Demnach muss man danach nicht mehr suchen, erdt recht nicht am Ablageort", fügte Markus hinzu, auf Vincent Aussage aufbauend.
      Der Blick des Agenten huschte zu seinem Gast, Skepsis in den Augen.
      "Sie glauben, er ist ein Cop", sprach er se Gedanken des Polizidten laut aus.
      Er hatte da auch so seine Theorien, aber er hatte nicht den Einblick in die Behörde, den Vincent hatte. Vielleicht wusste er mehr.
      "Sind Sie wirklich bereit, gegen Ihre eigenen Leute zu ermitteln?", stellte er die Frage aller Fragen, wohlwissend, dass ein Dezernat eine Familie war. Legte man sich mit einem Coo an, legte man sich mit allen an.


    • Vincent nickte ein wenig abwesend, seine Gedanken schweiften für einen Moment zu John, er wusste selbst nicht warum. Aber er dachte an das Handy, das er nicht dabei hatte und daran dass John wütend würde, würde er nicht abheben. Er dachte eigentlich er wäre hier schnell fertig, aber es sah eher so aus, als würde er den Tag hier verbringen. Er konzentrierte sich wieder als Marcus sich umdrehte.
      "Nicht unbedingt...", erklärte Vincent auf die Aussage hin, er denke es sei ein Cop. "Das war einfach mein erster konkreter Gedanke. Hauptsächlich habe ich aber meine Theorien bisher nicht geteilt, weil ich wie gesagt den Puppenspieler nicht darauf aufmerksam machen will, dass ich sehr wohl weiß, was er an seinen Tatorten versteckt." Er sah Marcus nun direkt an, er hatte kein Interesse daran wegzusehen, nur weil der Täter ein Kollege war, wenn es denn so sein sollte. "Ich bin bereit gegen jeden zu ermitteln.", machte er bestimmt klar und sah dann auf seine Armbanduhr. "Ich dachte nicht, dass der Tag so verlaufen würde. Vielleicht wäre es hilfreicher, wenn ich meine eigenen Unterlagen hole, darin steht so einiges, was in den Akten nicht zu finden sein wird." Eigentlich suchte er eine Ausrede für einen Moment nach Hause zu gehen, aber es war keine komplette Lüge. Seine Akten enthielten wesentlich mehr Informationen.
    • Wieder bohrte sich Marcus' Blick in den Polizisten. Nach einem langen Augenblick nickte er und wandte seinen durchdringenden Blick wieder dem Bildschirm zu. Er wusste, dass da mehr war uund dass er den Polizisten brauchte, um an Crichton zu kommen. Er war nie gut darin gewesen, sich jemandes Vertrauen zu sichern. Vincent war nur ein Werkzeug. Aber für den Augenblick musste er mit ihm als Kollegen klarkommen. Ein Serienkiller nach dem anderen...

      Andrew begleitete den Polizisten zur Tür.
      "Er braucht einen Augenblick, um mit Leuten warm zu werden. Er ist Arbeitstier. Sie wirken wie ein Arbeitstier. Das wird schon. Ich will ihn nicht entschuldigen, er ist ein Arsch. Aber er ist der beste Bluthund, den ich kenne. Nutzen Sie ihn."


    • Marcus Blick sorgte jedes Mal dafür, dass Vincent Herz für einen Moment an Zahn zulegte, er musste sich jedes Mal zwingen sich wieder zu beruhigen. Jedes Mal glaubte er zu sehen, dass dieser Mann alles über ihn wusste, allein wenn er ihn anschaute, noch dazu schien er nie zu blinzeln. Und obwohl Vincent versuchte seinem Blick standzuhalten, schaffte er es nicht. Fairerweise musste man sagen, dass er seit dem Vorfall mit John kaum noch Augenkontakt zu irgendjemandem halten konnte, aus welchen psychologischen Gründen auch immer, aber Marcus war da noch einmal ein ganz anderes Kaliber.

      Andrew begleitete ihn zur Tür und Vincent sah auch ihn nicht direkt an, während er mit ihm sprach, Er schaute einfach irgendwohin in die Ferne. Er hatte sich wohl an einen ganz anderen Partner zu gewöhnen, als er gewohnt war. Der Gedanke verpasste ihm einen Stich, doch er schüttelte das Gefühl ab, während er merkte, dass er kaum zugehört hatte, was der Agent gesagt hatte.
      "Wird schon...", murmelte er, wissend dass der einzige Grund warum er hier war der war, dass die beiden John schnappen wollten. "Ich bin in weniger als einer Stunde wieder hier..."

      Es war nicht weit zu seiner Wohnung, er nahm sich trotzdem ein Taxi. Zu Hause angekommen beeilte er sich in die Wohnung und holte zuerst das Handy, das John ihm gegeben hatte. Kein verpasster Anruf, Vincent war erleichtert. Er packte seine Akten mehr schlecht als recht zusammen, überall schauten ein paar Zettel heraus, die Hälfte davon war sowieso zerknittert. Er stellte das Zeug zur Tür, aber sah sich noch einmal kurz um. Hatte er etwas vergessen? Er hatte auch noch genug Zeit und er setzte sich für einen Moment auf das Sofa.
      Seine Gedanken kreisten, aber blieben nirgends stehen, er konnte gar nicht sagen an was er alles dachte. Seine Hand griff wie von selbst nach dem Messer das John ihm gegeben hatte. Er merkte es erst, als er es in der Hand hatte.
      Er betrachtete die Klinge und griff danach, wollte testen wie scharf es war. Sehr scharf - wie sich herausstellte. Er zuckte nicht zurück, als er sich schnitt und er betrachtete wie das Blut langsam hervor quoll. Seine Gedanken sprangen wieder überall umher.

      "Sieh hin... du bist sonst immer so aufmerksam, wieso siehst du jetzt weg?", fragte John. Vincent war an Armen und Beinen gefesselt und fragte sich wie lange er schon hier war. Sein Partner war vermutlich tot, John hatte plötzlich mehr Zeit für ihn. Wie lange würde er das noch durchhalten? Er öffnete langsam die Augen, wandte seinen Blick seinen Körper hinab. Das Skalpell schnitt erneut in sein Fleisch, Vincent keuchte auf. Er sah zu wie das Blut aus der Wunde quoll und langsam seinen Körper hinab rann. Das Blut sammelte sich auf dem metallenen Tisch.

      John setzte sich auf Vincents Schoß, er war bestimmt schon über eine Woche in seinem Keller, länger vermutlich. Seine Kraft schwand von Tag zu Tag mehr und er war kurz davor aufzugeben. Aber John ließ das nicht zu, er war zärtlich, sprach ihm gut zu und nun saß er nackt auf ihm, ein Messer in der Hand. Doch dieses Mal nicht für Vincent, nein. Er schnitt sich selbst in die Hüfte, replizierte das Unendlichkeitssymbol, das er Vincent ebenfalls in die Hüfte geritzt hatte. Das Blut suchte sich seinen Weg über Johns Haut, über seinen Hüftknochen, weiter hinab. Es benetzte seinen Oberschenkel, bevor es sich seinen Weg auf Vincents kalte Haut suchte. Es war noch warm als es ihn erreichte. Vincent war nicht gefesselt zu dem Zeitpunkt, es war in diesem Moment, als Vincent nicht mehr gegen John ankämpfen wollte.

      Das Messer durchschnitt Johns Haut. Vincent kannte das Muster, jede einzelne Linie, doch er zitterte. Der Schnitt war weit nicht so klar und gerade, wie Johns Schnitte es waren. Das Blut quoll links und rechts aus der Wunde, suchte sich seinen Weg Johns Körper hinab auf das weiße Bettlaken. Vincent sah zu, war fasziniert davon. Ebenso fasziniert wie er das Messer durch die Haut, dann durch Fasern und Fleisch schneiden ließ. Und er war fasziniert von Johns Atmung, die sich änderte, nicht so ruhig war wie sonst.

      Vincents Herz raste beinahe, er sah auf und hatte keine Ahnung wie lange er so dagesessen hatte. So in seinen Gedanken, seinen Erinnerungen versunken. Er stand auf um das Messer zu säubern und es wieder einzustecken, bevor er schnell die Akten aufsammelte und seine Wohnung wieder verließ. Zerstreut, weitere Gedanken blockierend stieg er in ein Taxi. Das Handy hatte er dabei, er würde sich überlegen wie er was erklären würde wenn es - was auch immer - so weit war. Er stieg vor dem Hotel aus und beeilte sich nach oben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Earinor ()

    • John wollte seine Anrufe zur selben Zeot machen, damit es für Marcus einfacher war, sein Versprechen zu halten. Aber wenn er jetzt so hier saß, konnte er es kaum abwarten.
      "Wollen Sie mir verraten, worauf sie warten?", fragte eine Frauenstimme.
      Sie stand hinter ihm im Türrahmen, eine Teetasse in der Hand.
      "Das Vergehen der Zeit. Vielmehr habe ich dieser Tage nicht zu erwarten", antwortete John und drehte sich mit seiner eigenen Tasse um, nachdem er das Teesieb entfernt hatte.
      Er lächelte freundlich, die Frau lächelte zurück. Es war erstaunlich wie ruhig sie diesmal blieb, war sie das letzte Mal doch beinahe in Panik geraten nur weil er ihr in die Augen gesehen hatte.
      "Verraten Sie mir, warum Sie dem hier zugestimmt haben?", fragte nun John und deutete auf die Leere zwischen ihnen.
      "Schlagzeilen. Wenn das hier vorbei ist, werde ich Millionen machen."
      John nickte. Reporter waren so einfach zu beeinflussen. Für eine Schlagzeile setzten Sie gern ihr Leben und ihr Vorstrafenregister aufs Spiel. Es war leicht gewesen, diese drittklassige Autorin und Reporterin auf seine Seite zu ziehen. Er hatte ihr sämtliche Technik abgenommen, sie schrieb alles per Hand. Aber das störte sie nicht. Stattdessen arbeitete sie bereits an Buch Nummer drei: Mein Leben mit dem Serienkiller. Ob sie es wohl so hinstellen würde, als ob er sie entführt hätte? Technisch gesehen hatte er das nicht. Er hatte ihr ein Angebot gemacht, sie hatte angenommen. Sie hatten sogar einen Vertrag unterschrieben und sie wusste, was ein Bruch dieses Vertrages mit sich brachte.





      "Was hälst du von ihm?", fragte Marvus seinen Kollegen.
      Marcus war kein Profiler, Andrew schon.
      "Er will den Puppenspieler genauso sehr stoppen wie du, mein Freund. Aber was den Diamanten angeht... er will ihn finden, aber ich weiß nicht, ob er ihn aufhalten oder für sich behalten will. Der Junge hat einiges durchstehen müssen. Die körperliche Folter steckt er weg wie ein Profi, aber die mentale Folter... es wäre zu früh, um vom Stockholmsyndrom zu sprechen. Aber er ist dem Diamanten auf jeden Fall zugetan in einer Weise, die nicht gesund sein kann. Der Vorteil daran ist, dass der Diamant bessesen ist. Dieser Polizist ist seine Schwachstelle. Wie müssen ihre Verbindung knacken und unseren neuen Freund wieder in einen Jäger verwandeln, ohne dass es die Beute bemerkt. Dann kommen wir an den Diamanten ran. Und er ist clever. Er hat fast alle Schlüsse gezogen, die du gezogen hast. Das einzige, was er nicht durchschaut hat, bist du."
      "Behalten wir ihn?", fragte Marcus.
      "Das hängt davon ab, ob er bereit ist, den letzten Schritt zu gehen. Ich denke, er wird länger zögern als du."
      "Ich setze einen Zwanziger dagegen."
      "Deal."


    • Vincent beeilte sich in den Lift, der wieder gesteckt voll war. Oben angekommen zwängte er sich nach draußen. Dabei wären ihm fast seine gesamten Akten aus der Hand gefallen, aber er konnte das rechtzeitig verhindern. Er klopfte mit dem Fuß gegen die Tür, da er keine Hand frei hatte und fing ein herunter rutschendes Blatt Papier mit seinem Mund auf. Als Andrew ihm die Tür öffnete trat er ein und verfrachtete seinen Kram auf einen freien Platz am Boden. "Da bin ich wieder...", murmelte er, Marcus stand immer noch an dem selben Fleck, an dem er gestanden hatte als Vincent gegangen war. Er fand ihn fast schon unheimlich, beschäftigte sich aber nicht weiter mit ihm. Stattdessen beschäftigte er sich mit dem Puppenspielerfall und wie ihm in Johns Gewalt schon aufgefallen war, konnte ihn Arbeit so ziemlich von Allem ablenken. Ob psychopathischer Killer, oder unheimlicher Geheimagent.
      "Ich wollte eigentlich...", begann Vincent und kniete sich auf den Boden um seine Akten zu durchwühlen. "...ähm... ich hatte eine Spur der ich nachgehen wollte, aber... wo ist es denn...?" Beim herausziehen einer dickeren Akte, stürzte die Hälfte des Aktenturms um, aber Vincent ignorierte das. Sowas war ihm recht egal, er konnte mit Chaos gut umgehen.
      "Ah...", machte er, als er gefunden hatte was er gesucht hatte, die Akte des letzten Opfers. "Ich weiß wir wollten uns um das nächste Opfer kümmern, aber ich wollte heute eigentlich ins Museum gehen und die Mitarbeiter befragen. Das Opfer wurde zwar nicht dort entführt, aber ich denke dass der Puppenspieler bei dem Empfang ein paar Tage zuvor war. Möglicherweise hat jemand etwas gesehen. Abgesehen davon stützt es die Theorie, dass er ein hohes Tier ist, einfache Leute waren dort nicht eingeladen. Abgesehen von Catering und Sicherheitsdienst. Und ich glaube nicht, dass er sich verkleidet hätte, also stand er entweder auf der Gästeliste, oder hat einiges hingeblättert um rein gelassen zu werden. Und mit Ihren Möglichkeiten könnten wir vielleicht sogar die Aufnahmen der Sicherheitskameras an dem Tag durchsehen?" Er hielt Andrew die Akte hin, in die er einige Notizen gekritzelt hatte, die für andere wohl nur schwer verständlich waren. Manchmal kannte er sich bei seiner Kritzelei selbst nicht aus, da er einfach dort hin schrieb wo gerade Platz war, manchmal sogar verkehrt herum oder um die Ecke. "Zumindest die Befragung sollten wir nicht zu lange aufschieben, solange das Ereignis noch im Gedächtnis der Leute ist."
    • Marcus tat sein Bestes, den Polizisten zu ignorieren. Funktionierte nicht besonders gut. Und die Unordnung, die er verusachte war auch nicht unebdingt nach seinem Geschmack. Aber er sagte nichts, konzentrierte sich lieber weiter auf sein Telefonat. Um der Ablenkung zu entgehen, stand er vom Sofa auf und ging hinaus auf en Balkon, ohne die Aussicht zu genießen. Er schob die Tür hinter sich zu und schob sich einen Kaugummi in den Mund, anstatt nach einer Zigarette greifen zu wollen. Er hatte eine Sucht mit einer anderen ersetzt. Immerhin brachte ihn die neue nicht so schnell ins Grab.

      Andrew sah seinem Kollegen kurz hinterher, dann wandte er sich Vincent zu und nahm ihm die Alte ab.
      "Die Idee ist gut", sagte er, während er die gekritzelten Notizen kurz überflog.
      Allein das verriet ihm, dass der Polizist mit Marcus aneinandergeraten würde. Ordnung und Chaos vertrug sich eben nicht besonders.
      "Die Gästeliste haben wir bereits, die Sicherheitsaufnahmen sind kein Problem."
      Andrew ging rüber zu der Bildschirmkonstruktion und tippte etwas auf dem Bildschirm ein. Im nächsten Moment tauchte das Bild eines Mannes auf, der aussah wie ein zu fülliger Playboy. Passenderweise trug er gerade kein Oberteil, wodurch man deutlich die ganzen kleinen Tattoos inspiriert von Videospielen auf seiner Brust sehen konnte.
      "Technischer Support Service, haben Sie es schon mit aus- und sieder einschalten versucht?", grüßte der Mann auf dem Bildschirm.
      "Lass Marcus nicht sehen, dass du schon wieder in Unterwäsche arbeitest", entgegnete Andrew, kannst du die Aufnahmen aus dem Museum durchsehen?"
      "Wonach suche ich?"
      "Gute Frage. Detective?"


    • Vincent sah zu wie Marcus das Zimmer verließ, er war fast froh darüber, dass er aus dem Raum verschwunden war. Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Andrew, der ihm die Akte aus der Hand nahm. Er folgte ihm zu dem Bildschirm auf dem wenig später ein Kerl zu sehen war, von dem Vincent erst einmal überrascht war. Er hatte so viele neue Fragen, stellte aber keine einzige davon. Wer war dieser Typ, wieso arbeitete er in seiner Unterwäsche? Und fast am wichtigsten, woher hatten sie so schnell die Aufnahmen? Sie hatten nicht gelogen als sie gesagt hatten, sie hätten wesentlich mehr Ressourcen zu bieten.
      Vincent brauchte eine Weile bevor er sich wieder gefangen hatte und antwortete.
      "Äh... Ich bin fast absolut sicher, dass der Puppenspieler sich dort mit dem Opfer unterhalten hat. Vermutlich mehr als ein kurzes Hallo wenn er die Gelegenheit dazu gehabt hat. Ich bin auch zu 99% sicher, dass es sich um einen Mann handelt." Eigentlich waren es 100%, da John ihn gesehen und als Mann beschrieben hatte, aber er wollte nicht darauf eingehen. Vincent wusste auch, dass der Puppenspieler blond war, die Haare aber vermutlich gefärbt hatte... zumindest hatte John das gesagt, der immerhin einen Teil seines Gesichtes gesehen hatte. Er rang mit sich, sollte er das erwähnen? Aber wie würde er das erklären... sie wussten bereits dass John ihn hatte ermitteln lassen, also was war dabei?
      "Johnathan hat ihn außerdem gesehen, teilweise nur und relativ kurz. Ich glaube nicht, dass er mich angelogen hat. Er sagte er wäre naturblond, hätte seine Haare aber dunkel gefärbt. Das ist aber schon fast zwei Wochen her, also könnte es sein, dass er schon wieder ganz anders aussieht."
    • "Noch ein Prozenteklopfer", bemerkte Stan.
      Man konnte deutlich hören, dass er bereits auf seiner Tastatur herumhämmerte.
      "Männlich, weiß, Unterhaltung mit dem Opfer, vielleicht blond, vieleicht auch nicht. Gebt mir 'ne halbe Stunde, dann schick ich euch die Akten."
      "Danke, Stan. Und zieh dir was an."
      Stamd grinste kindisch in die Kamera, dann wurde die Verbindung unterbrochen.
      Andrew drehte sich um, lehnte sich gegen den Tisch und musterte Vincent. Er tat es weniger intensiv als Marcus, eher neugierig.
      "Wieso nennen Sie ihn beim Vornamen? Bitte, fühlen Sie sich nicht verpflichtet zu antworten, das ist bloß meine Neugierde. Ich persönlich würde den Mann, der mich wochenlang gefoltert hat nicht mal beim Nachnamen nennen. Es gibt wunderbar viele Vokabeln, die so jemanden besser beschreiben: Monster, Ungeheuer, diverse Kraftausdrücke..."
      Er sah den leicht verwirrten, skeptischen Blick auf Vincents Gesicht und lachte leise.
      "Entschuldigung. Marcus nennt mich oft einen Streber. Ich habe Literatur studiert und lese viel. Wie hat Stan das mal genannt? Ich mag exotische Worte. Und ich bin aufdringlich neugierig, laut Marcus."


    • Der Mann auf dem Bildschirm verabschiedete sich und Vincent konnte nicht anders als den Kerl mit den Computer Heinis zu vergleichen, die in jeder Polizeiserie vorkamen. Er sah Andrew hinter seinen braunen Haaren an, die viel zu lang geworden waren, er erinnerte sich an das Foto von ihm, das sie in den Nachrichten gezeigt hatten. Er hatte sich wohl ziemlich verändert, wenigstens hatte er sich für die Agenten extra rasiert.
      Hätte Marcus Vincent das gefragt, dann hätte er vermutlich nicht geantwortet, aber Andrew war ihm in einem gewissen Grad sympatisch, vielleicht war es auch nur irgendeine Art psychologisches Spiel das die beiden spielten. Guter Cop, Böser Cop oder sowas.
      "Eine dumme Angewohnheit... schätze ich?", antwortete er und verschränkte die Arme, bevor er den Augenkontakt wieder unterbrach. "Als er ins Gefängnis gekommen war, hat er mit niemandem gesprochen. Er hat nur nach mir verlangt. Ich bin sicher Sie wissen von der Vereinbarung. Ich kam ihn besuchen, sprach mit ihm, dafür hat er uns verraten wo wir seine anfänglichen Opfer finden, als er noch keine 'Kunstwerke' aus ihnen gemacht hat. Mein Chef meinte ich soll ihn nicht verärgern und Johnathan wollte, dass ich ihn beim Vornamen nenne. Das Spiel ging fast ein halbes Jahr so. Es ist wie einen Spitznamen loszuwerden, den man lange benutzt hat..." Es war die Wahrheit, was er Andrew da sagte... zumindest teilweise. Irgendwas in ihm mochte John aber, war ihm dankbar oder was auch immer es war. Er hatte ihm das Leben gerettet, war für ihn ins Gefängnis gegangen, hatte für ihn aufgehört zu morden. Vincent wusste selbst nicht ob es das war, was ihn an John fesselte, oder etwas anderes, das er einfach nicht verstand. Und seit er noch einmal in Johns Gewalt war, schwand das Gefühl von Schuld immer mehr und er fühlte sich weniger von ihm manipuliert als er sollte.
      Im Moment vermisste er ihn sogar ein wenig, aber er hatte aufgegeben sich deswegen fertig zu machen.
      "Wie kommt jemand der Literatur studiert hat zu so einem Job?", fragte er dann um das Thema John zu beenden, außerdem interessierte es ihn wirklich.
    • Andrew lächelte und fuhr sich durch das blinde Haar.
      "Das ist die eine Frage, die man bei uns nicht stellt", antwortete er.
      Er sah über die Schulter, Marcus war immer noch am tetelefonieren. Andrew bedeutete dem Polizisten, ihm in die Küche zu folgen, wo er neuen Kaffee aufsetzte.
      "Wie bereits erwähnt, sind wir eine Einheit, die sich auf Serienkiller spezialisiert hat. Unsere Mitarbeiter sind handverlesen, der Einstellungsprozess langwierig und aufwendig. Unsere Mitarbeiter haben alle eins gemeinsam und das ist nicht die Vorausbildung durch Polizei oder Militär. Wir nehmen auch Zivilisten auf. Aber nur, wenn sie eine bestimmte Voraussetzung erfüllen: Sie müssen jemanden, den sie geliebt haben, durch einen Serienkiller verloren haben und auf Rache sinnen. Die richtige Motivation kann enormes bewirken. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz in unseren Reihen, nicht zu fragen, wann, wie oder warum man rekrutiert wurde."
      Er füllte drei Tassen mit der schwarzen Plörre und schob Vincent eine Tasse hin.
      "Meine kleine Schwester wurde getötet, kaum dass ich aufs College bin. Ich habe ihr versprochen, dass wir uns in den Ferien wiedersehen. Stattdessen bin habe ich zwei Wochen geschwänzt, um auf ihre Beerdigung zu gehen. Der geschlossene Sarg hat mich irritiert, also habe ich nachgeforscht. Sagen wir, die Antworten, die ich fand, waren nicht zufriedenstellend. Tagsüber war ich Literaturstudent, nachts wat ich... besessen."
      Er zuckte mit den Schultern und nahm einen großen Schluck Kaffee.
      "Das Leben schreibt die interessantesten Geschichten, nicht wahr?"
      Er lächelte wieder und deutete auf die Tür zur Küche.
      "Diese Frage stellen Sie dem guten Marcus lieber nicht. Der wird Sie Ihnen eher am eigenen Leib zeigen, als es nur wiederzugeben."


    • Vincent folgte Andrew in die Küche und nahm den Kaffee dankbar entgegen. Er trank während er dem Agenten zuhörte. Ein Haufen Psychopathen also, er dachte sich schon, dass John es nicht überleben würde, wenn sie ihn fanden. Ob die zwei erwarteten, dass Vincent ihn zur Strecke brachte? Er war kein Richter... hier gab es nicht mal die Todesstrafe. Aber das war nicht der eigentliche Grund warum er es nicht tun wollte, trotzdem.
      "Auge um Auge und die Welt wird blind...", murmelte er und stellte seine Tasse ab. Er blickte kurz zum Balkon, Marcus telefonierte immer noch. Er interessierte Vincent, er wollte wissen mit wem er es zu tun hatte und wo seine Prioritäten lagen. Er kannte Vincents Akte vermutlich auswendig und er wusste nichts über den Agenten.
    • "Das mag sein, aber wir beschränken uns ja nur auf den kleinen Prozentsatz, der Menschen umbringt. Und wir sind immernoch auf seiten des Gesetzes. Wir haben nur weniger bürokratische Hürden zu überwinden, was unsere Arbeit beschleunigt. Dazu die Motivation, Menschen zu retten und man hat das perfekte Rudel Bluthunde."
      Andrew beobachtete den Polizisten, wann immer dieser nicht hinsah. Er beobachtete ihn sogar, als er hinsah, aber auf so subtile weise, dass es kaum zu identifizieren war. Nicht einmal Marcus hatte bemerkt, dass Andrew ihn analysierte.
      "Die Welt ist voller Schafe. Und es gibt Wölfe, die das ausnutzen. Wie hält man den Wolf vom Schaf fern?", fragte er und verließ die Küche wieder, als Marcus reinkam und auflegte.
      Der Mann knirschte mit den Zähnen, als er das Aktenchaos sah und ignorierte.
      "Was besorgt uns Stan", fragte Marcus, der jetzt seine Runden um den Tisch drehte.
      "Profile von jedem, der mit dem letzten Opfer im Museum gesprochen hat."
      Marcus nickte. Da hatte er wieder was zu lesen. Aber gut, so arbeitete er ja. Lernen, lernen, lernen, später wieder abrufen und zusammensetzen. So musste er heute Nacht wenigstens nicht wieder die Decke anstarren.
      "Okay. Und Sie?", fragte Marcus den Polizisten, "haben Siensich wegen morgen entschieden? Opfer oder Fundort?"


    • Irgendwas an der Mentalität dieser Agenten störte Vincent. Er konnte nicht sagen ob es daher rührte, dass er nicht wollte, dass John starb, oder daher dass er es allgemein falsch fand diese Killer einfach hinzurichten. Vor Allem bei psychopathischen Killern wie John, die so intelligent waren, dass sie die die inter ihnen her waren vielleicht auf eine falsche Fährte lockten. Wer sagte ihnen, dass sie den Killer wirklich gefunden hatten nachdem sie suchten? Und wieso hatten sie das Recht zu entscheiden was mit ihnen passieren sollte.
      Für John wäre es ohnehin eine viel größere Strafe wieder eingesperrt zu werden, als zu sterben. Vor Allem weil er sicher nicht noch einmal frei gelassen werden würde, mit Vincent und einer handvoll seiner Kollegen als Aufpasser.
      "Ein Zaun tut es auch.", war Vincents Antwort, auch wenn er sicher war, dass das Vertrauen zu ihm nur weiter gesenkt wurde. Johns Tod war das Letzte was er wollte. Und auch den Puppenspieler sah er lieber hinter Gittern.
      "Wie gesagt, wenn wir mit dem Opfer kein Glück haben, läuft uns der nächste Fundort nicht davon.", murmelte er auf Marcus Frage hin. Egal wie sehr er es versuchte, der Typ wurde ihm immer unsympathischer und seine Art war herausfordernd und das nervte Vincent.
      "Wie soll das gemeinsame Ermitteln überhaupt stattfinden? Zwielichtige Treffen in dunklen Hotelzimmern um unsere Ergebnisse auszutauschen? Oder soll ich hier bleiben? Verschwinden? Warten bis Sie sich dazu erbarmen mit bescheid zu sagen?"
    • "Sie gehen wieder zur Arbeit", erklärte Marcus, "umd halten uns über die Ermittlungsergebnisse Ihrer Leute auf dem Laufenden. Sie suchen offiziell nach dem Puppenspieler, ganz einfach."
      "Sie sind eine Art Verbindungsoffizier. Wir werden auch anwesend sein, aber offiziell sind wir nur Beobachter des Justizministeriums und Sie wissen ja, wie gern das FBI sich Fälle teilt. Außerdem ermöglicht es Ihnen Ihre Bindung zum Dezernat, den Kaffeeklatsch mitzubekommen was meistens hifreicher ist als die eigentliche Ermittlung", führte Andrew genauer aus.
      "Und am Ende geben wir Ihnen genug Beweismaterial an die Hand, damit Sie der Held der Festnahme sind und wir unsichtbar bleiben", endete Marcus.
      Diesen Vortrag hatten sie schon oft gehalten. Manchmal detaillierter, manchmal grober, das hing immer von der Situation ab.


    • Vincent sah zwischen den Beiden hin und her, während sie ihm erläuterten was weiter passieren würde. Zum Glück musste er sich nicht in einem Raum mit ihnen aufhalten. Er fragte sich allerdings ob es so einfach für ihn war, den 'Kaffeeklatsch' mitzubekommen. Nicht jeder sah ihn als ein Opfer von John und noch weniger sahen ihn als Freund. Seit er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, hatte er nur allein gearbeitet, er wollte außerdem nicht über das Geschehene sprechen. Die einen bemitleideten ihn, die anderen verachteten ihn, aber eigentlich war Vincent das egal gewesen. Das redete er sich zumindest ein. Vielleicht war es mit ein Grund, warum John es so einfach mit ihm hatte. Vincent war allein gewesen, John war für ihn da. Er schüttelte die Gedanken ab.
      "Ich schätze mein Zwangsurlaub ist ab morgen zu ende.", fasste er zusammen und nahm einen letzten Schluck seines Kaffees. Er blickte kurz auf die Uhr, John würde bald anrufen, ein guter Zeitpunkt um zu verschwinden und es schien hier sowieso alles erledigt zu sein. "Ich schätze ich verschwinde dann jetzt. Danke für den Kaffee." Er stellte die Tasse ab und machte sich auf den Weg zur Tür. Seine Akten konnten sie ruhig behalten, er kannte sie in und auswendig.