[2er RPG] Burning Desire

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    • Zum Glück des Paares dauerte die Fahrt zum Davis Tower ihre Zeit. Als Austin verhalten an die verspiegelte Fensterseite des Wagens klopfte, hatte Carson seine Hosen schon wieder richtig an, auch wenn er die Hände nicht von Julia lassen konnte. Seine Haare, die keiner Frisur mehr recht entsprechen wollten, waren der einzige Beweis für das, was eben auf der Rückbank stattgefunden hatte. Austin schwieg zu dem Thema. Er nahm sich nicht das Recht heraus, zu urteilen, dafür wurde er zu gut bezahlt und dafür kannte er Carson schon zu lange.
      Der Linebacker begleitete Carson und Julia bis ins Foyer des Davis Towers, fuhr aber nicht mit ihnen hinauf ins Penthouse. Er wollte ihnen genug Privatssphäre geben.
      Kaum waren die Türen des Aufzuges geschlossen, machte sich Carson wieder über die Frau an seiner Seite her. Er zog sie in seine Arme, küsste sie. Seine Hand fand ihren Weg bereits unter ihren Pullover und fummelte an ihrem Büstenhalter herum. Die Lehrstunde war noch nicht beendet.


    • Julia war sehr glücklich über Carsons Zeitgefühl, dank dem sie wieder ordentlich angezogen neben ihrem Freund saß, als der Wagen zum Stehen kam und Austin ihnen die Tür öffnete. Die Blondine strich sich mit einer Hand durch die Haare, um diese ein wenig zu ordnen, ahnte jedoch dass sie damit nicht sehr viel Erfolg haben würde. Und auch den roten Schimmer konnte sie nicht von ihren Wangen vertreiben.
      Aber als Carson ihre Hand ergriff und sie in Richtung des Aufzuges zog, vergaß sie, wie peinlich ihr die Situation ihr eigentlich sein sollte und was Austin nun vermutlich von ihr dachte. Aber im Grunde war es ja nicht das erste Mal, dass er so etwas miterleben musste...

      Carson ließ ihr kaum Zeit, um sich von der Aktion im Auto zu erholen. Stattdessen küsste er sie schon wieder, kaum dass sich die Türen des Aufzugs hinter ihnen geschlossen hatten. Und Julia beschwerte sich nicht darüber. Sie schmiegte ihren Körper an seinen, während sie seinen Kuss erwiderte und ließ gleichzeitig ihre Finger unter sein Shirt wandern, so dass sie über seine Bauchmuskeln strichen. "Ich liebe dich.", murmelte sie gegen seine Lippen, als er kurz von ihr abließ, um sie zu Atem kommen zu lassen. Mehr brachte sie dann jedoch nicht mehr hinaus und im Grunde waren auch keine Worte mehr nötig. Jede von Carsons Berührungen ließ Julia spüren, wie viel sie ihm bedeutete und die junge Frau tat ihr möglichstes, um ihm zu zeigen, dass sie das gleiche für ihn fühlte.
    • Carson zog Linien aus feuchten Küssen über Julias Hals, ihre entblößte Schulter. Dumpf nahm er das leise Ping des Aufziges wahr, als sie oben ankamen und die Türen geräuschloss aufglitten. Carson ging rückwärts, eine Hand an der Wand, um die Tür zu seiner Wohnung nicht zu verpassen. Jake wollte gerade das Sicherheitsbüro gegenüber verlassen, stockte und schloss die Tür wieder, bis die Luft rein war.
      Carson öffnete blind die Tür zum Penthouse, schob sich und Julia hinein und schloss sie mit dem Fuß wieder. Sofort zog er Julia Pullover und BH über den Kopf, ließ sein Hemd fallen und beseotigte auch sein T-Shirt. Sie schafften es gerade so bis zur Couch.
      Carsons Lippen lösten sich nie länger als nötig von Julias Körper, seine Hände waren überall. Ihm war bewusst, dass ihr einziges Zeitlimit ab jetzt der nächste Morgen war und Carson war entschlossen, diese Zeit zu nutzen.
      Er warf Julia auf die Couch, lag im nächsten Augenblick auf ihr, küsste sie, ihren geschwungenen Hals, ihre vollen Brüste, ihren Flachen Bauch. Ihrer beider Hosen stellten ein Hindernis dar, das er schnell entsorgte. Und dann war er auch schon in ihr, ein Teil von ihr. Er war nicht zimperlich, nahm sie voller Begehren, voller Verlangen. Er wusste nicht, wie oft er Julia zum Höhepunkt trieb, aber jedesmal, wenn sie seinen Namen stöhnte, spornte ihn das weiter an. Er selbst hatte nach dem vierten Mal aufgehört zu zählen. Ein Workout war nichts gegen das hier.


    • Julia merkte gar nicht wie viel Zeit verging. Sie ließ sich von Carson führen, bis nichts mehr zählte außer ihm. Ihr Körper reagierte schon fast von alleine auf ihn, beinahe so als wäre er dafür geschaffen, eins mit ihm zu sein. Und vielleicht war er das sogar.
      Stunden später lag Julia neben Carson auf der Couch und versuchte wieder zu Atem zu kommen. "Mr. Davis, sie sind verdammt gut im Erklären.", sagte sie und kicherte. Dann legte sie ihren Kopf auf seiner Brust ab und spürte seinem Herzschlag, der sich nun langsam wieder beruhigte. Erst jetzt fühlte sie, wie müde ihr Körper war. "Ich befürchte, dass ich nicht aufstehen kann.", murmelte sie und kuschelte sich etwas enger an den Mann neben sich, da er im Moment ihre einzige Wärmequelle war. "Wir müssen also hier schlafen."
    • Carson war sprachlos. Sein Hirn war zu benebelt um sowas wie Sätze zu bilden und selbst wenn, seinen Lungen würden wahrscheinlich streiken. Aber Worte waren nicht nötig in dieser Situation. Er rollte sich einfach auf die Seite, zog Julia in seine Arme und genoss es, gemeinsam mit ihr und sämtlichen Körperflüssigkeiten, die sie so produziert hatten, zu liegen.

      Er nickte weg, schlief den Schlaf der gerechten - und der total erledigten - wachte aber wie immer besonders früh auf. Vorsichtig erhob er sich und trug Julia nach oben ins Schlafzimmer, ehe er duschen ging.
      Während er frühstückte, gab er den Auftrag, seine Couch reinigen zu lassen.

      Der Rest der Woche verging schleppend. Jeden Nachmittag erwischte sich Carson dabei, wie er sinnlos die Uhr anstarrte und einfach nur noch Feierabend machen wollte. Das schaffte er allerdings ziemlich gut: pünkltich Schluss zu machen. Spätestens um sieben war er oben im Penthouse und da Ricardo nicht für das Abendessen zuständig war, gingen er und Julia entweder auswärts essen oder er stellte sich in die Küche.
      Während dieser Woche tat sich nicht viel, weder mit der Firma, noch mit den Ermittlungen. Die Nachrichten hatten auch schon was interessanteres gefunden und Carson Davis war aus dem Rampenlicht rausgerutscht. Keine Reporter mehr vor der Tür zu haben war dann doch ganz angenehm.
      Am Freitagabend musste Carson überlegen, ob er noch die Lust zum Kochen fand. Wahrscheinlich eher nicht.



      Er hatte sich zurückgezogen, ließ ein wenig Gras über alles wachsen. Sollten sie ihn ruhig vergessen, das machte es nur einfacher. Tag für Tag beobachtete er. Plante er. Er würde noch ein wenig Zeit brauchen, um wirklich alles umsetzen zu können, wie er sich das vorgestellt hatte. Aber er war geduldig. Er wartete gern auf die richtige Gelegenheit. Übereilte Entscheidungen führten nie zum perfekten Ergebnis. Seine Zeit würde kommen. Bis dahin würde er einfach weiter beobachten. Und lernen, wie Carson Davis' Security arbeitete...


    • Es wunderte Julia nicht, dass sie am nächsten Morgen alleine in dem großen Bett im Appartement aufwachte. Mit einem leisen Seufzen stand sie auf, sie war enttäuscht von sich selbst, da sie anscheinend niemals so früh aufstehen konnte wie Carson und sich deshalb nicht von ihm verabschieden konnte. Es war im Grunde nur eine kleine, unwichtige Sache, aber Julia fühlte sich trotzdem einsam. Um sich abzulenken nahm die eine ausgiebige Dusche, wofür ihre schmerzenden Muskeln ihr sehr dankbar waren. Sie letzte Nacht war eindeutig anstrengender gewesen, als Julia bewusst gewesen war.
      Nachdem sie sich kurz mit Ronaldo unterhalten und die forschenden Blicke der Putzkraft, die sich gerade um die Couch kümmerte, ignoriert hatte, setzte Julia sich mit ihrem Laptop an den Wohnzimmertisch und begann mit ihrer Arbeit, während sie nebenbei frühstückte.

      In den nächsten Tagen schaffte Julia es, sich an das Leben im Penthouse zu gewöhnen. Sie kam sich nicht mehr fehl am Platz vor, wenn sie in dem eleganten Wohnzimmer saß und ihre Arbeit erledigte und ein paar Mal traute sie sich sogar alleine das Fitnessstudio zu besuchen. Nachdem ihr Muskelkater von ihrem letzten Abenteuer mit Carson ein wenig nachgelassen hatte, hatte Julia beschlossen, dass sie an ihrer Kondition arbeiten musste - und sie wollte auch darauf achten, dass sie nicht zunahm. Carson Davis hatte immerhin eine hübsche Freundin verdient, für die er sich nicht schämen musste.

      Nachdem die Presse den Tower nicht mehr belagerte, hatte Julia auch endlich die Möglichkeit zusammen mit Dana in ihre kleine Wohnung zurück zu kehren. Es war ihr ein wenig peinlich, dass die Assistentin ihren Kleiderschrank durchsuchte und einige der Kleidungsstücke sehr skeptisch musterte, aber zum Glück war Dana zu höflich, um direkt zu sagen, dass sie etwas hässlich fand. Stattdessen wies sie Julia darauf hin, dass sie viele der Kleidungsstücke in besserer Qualität von einer angesehenen Marke haben könnte und Carson sich sicher freuen würde, wenn er ihr diese schenken durfte.
      Doch auch wenn Julia wusste, dass Dana recht hatte, schmerzte es sie bei einigen Kleidungsstücken trotzdem, sie in einen Altkleidersack zu packen. Zumindest konnte sie diese ausrangierten Sachen dem Frauenhaus spenden und wusste so, dass sie jemandem wirklich helfen würden.
      Die beiden Frauen verbrachten einen ganzen Vormittag in Julias Wohnung, überließen es dann jedoch Jake die Kleider im Frauenhaus abzuliefern. Sie gingen stattdessen auf Kosten von Carson etwas essen und Dana überredete Julia ein paar neue Kleidungsstücke zu kaufen, damit sie einen Ersatz hatte. Auch wenn Julia das Ganze anstrengend fand, hatte sie trotzdem einen schönen Tag und war glücklich, als sie am Abend mit den Einkaufstaschen das Penthouse im Davis Tower betrat. Inzwischen fühlte sie sich hier zu hause und das schönste war, dass jeden Tag Carson pünktlich Feierabend machte und zu ihr zurück kam.

      Julia hatte schon beinahe vergessen wie schön es war, wenn man auf jemanden warten konnte und wusste, dass er wirklich kommen würde.
      Deshalb saß sie auch am Freitag Abend im Wohnzimmer, den Laptop vor sich auf dem Tisch, an dem sie ein paar letzte Dinge erleidigte, während sie auf das Geräusch der Tür lauschte. Und als diese sich endlich öffnete und der Mann ihrer Träume eintrat, stand sie auf, um ihn zu Begrüßen. "Willkommen Zuhause.", sagte sie sanft, während sie ihn kurz in die Arme schloss und küsste.

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    • Carson behielt Julia etwas länger in seinen Armen, legte seinen Kopf auf Julias Schulter und stand einfach nur da in der angenehmen, irgendwie weichen Stille des Penthouses. Vor Jahren war er hinauf in die Wolken geflüchtet, um dem Lärm der Stadt zu entkommen, während es seinen Onkel hinaus aufs Land gezogen hatte. Schon seltsam, wie verschieden die Ausführung des gleichen Wunsches sein konnte. Carson mochte es hier oben, hatte sich ein Nest weit weg von all den anderen gebaut und jetzt hatte er eine wunderschöne Vogeldame gefunden, diedieses Nest mit ihm teilen wollte.
      "Julia", begann er leise und hob den Kopf, "Du weißt, du musst doch hier oben nicht mit mir vor der Welt verstecken. Wir können auch woanders hinziehen. Irgendwo... weiter unten. Gesellschaftsnäher..."
      Er löste sich von ihr, ließ ihre Hand aber nicht los. Er begegnete nicht ihrem Block, sah einfach nur auf ihre Finger, die irgendwie immer zueinander fanden. Ihn faszinierten immer wieder die kleinen Dinge zwischen ihnen. Es war, als wäre er noch nie wirklich verliebt gewesdn, als hätte er noch nie eine Beziehung gehabt. Alles, was er damals mit... das war einfach nicht das Gleiche gewesen. Jetzt, so er einen Vergleich hatte merlte Carson erst, wie platonisch, wie falsch es damals gewesen war. Er war geblendet gewesen. Von ihr, von seinem Erfolg, von was auch immer. Das zwischen Julia und ihm... das war anders. Das war echt.
      "Ich will dir nichts aufzwingen. Du kannst immer Nein sagen, okay? Ich weiß, dass ich ein Kontrollfreak bin, ich weiß, dass ich ständig spontane Entscheidungen treffe, dass ich ungeduldig bin. Deswegen will ich, dass du weißt, dass du mir das sagen kannst. Das du mich stoppen kannst. Ich will mit dir zusammenleben, nicht dein Vormund sein. Das hattest du schon, das brauchst du nicht nochmal. Das hast du nicht verdient und ich will nicht diese Art Arschloch sein."
      Er legte Julia eine Hand an die Wange und suchte nun ihren Blick.
      "Verstehst du das?"


    • Einen Moment lang schwieg Julia, während sie sich in den schönen Augen ihres Partners verlor. Sie war sich nicht ganz sicher, wieso Carson gerade jetzt auf dieses Thema kam, aber sie beschloss ihn nicht danach zu fragen. Am Tonfall seiner Stimme konnte sie hören, wie ernst seine Worte gemeint waren und dass er sich wirklich Gedanken gemacht hatte.
      "Ich mag deine Wohnung.", sagte sie, nachdem sie einige Sekunden lang über ihre Antwort nachgedacht hatte. "Auch wenn das nun wieder kitschig klingt: Es ist mir im Grunde egal wo wir leben, so lange wir nur zusammen sind." Sie lächelte sanft. Es war ihr egal, dass sie gerade wie die Hautpdarstellerin eines romantischen Schmachtfetzens klang. Vor ein paar Monaten hätte sie niemals gedacht, dass sie jemals wieder mit jemandem zusammen sein würde und nun konnte sie sich ihr leben ohne Carson nicht mehr vorstellen - und sie wollte es auch nicht. Sie wollte ein Teil von seinem Leben sein und auch wenn er manchmal etwas fordernd war, so fühlte sie sich niemals von ihm eingeengt.

      "Ich glaube, du bist genau die Person, die ich gebraucht habe.", setzte sie nach einigen weiteren Sekunden des Schweigens an. "Ich habe mich so lange vor allem versteckt, dass ich jemanden brauchte, der mich aus meiner Komfortzone hinaus zieht und mir zeigt, dass die Welt gar nicht so schlimm ist, wie ich sie in Erinnerung habe. Jemand, der mir das Gefühl gibt, dass er mich beschützt und jemand, der immer ehrlich ist, selbst wenn es unangenehm sein könnte." Sie lehnte ihren Kopf leicht zur Seite, so dass sie ihre Wange gegen Carsons Hand schmiegen konnte. "Ich liebe dich so wie du bist. Wegen mir musst du nichts ändern."

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    • Carson lächelte, sein Daumen strich sanft über Julias Wange. Er liebte ihre weiche Haut. Wie so vieles an dieser Frau, war sie perfekt.
      "Diesem Wunsch kann ich leider nicht entsprechen. Weißt du, bei mir zieht bald jemand ein", sagte er entschuldigend und zuckte mit den Schultern.
      Dann lehnte er sich vor und küsste Julia sanft. Seine Hand strich von ganz allein durch ihre blonde Mähne in ihren Nacken, wo er sie sanft kraulte.
      "Ich wollte das nur mal gesagt haben, weißt du? Und dass du mir das nicht vergisst! Ich werde dir nicht den Kopf abreißen, wenn du eine andere Meinung hast."
      Carson zwang sich dazu, sich von von dieser Schönheit zu lösen. Sein Körper hatte schon auf Wochenende geschaltet, ergo war die Hose seines Anzuges nicht mehr groß genug. Er wandte sich ab und löste seine Krawatte, sowie die ersten drei Knöpfe seines Hemdes. Er ließ den Nacken kurz zu beiden Seiten knacken und rollte den Kopf vor und zurück. Den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen war anstrengend. Normalerweise lief er bei Telefonaten immer ein bisschen herum, um die Beine auszustrecken und so weiter, aber heute war irgendwie der Wurm drin gewesen.
      "Was willst du heute essen? Mein Hirn ist leer, es sei denn, du möchtest Bilanzen essen..."


    • Julia sah Carson einen Moment lang still an. Sie traf nicht gerne Entscheidungen, aber inzwischen fiel es ihr nicht mehr so schwer, wie es noch vor einigen Monaten gewesen war. Carson hatte Recht: Er würde ihr nicht den Kopf abreißen, wenn sie ehrlich zu ihm war und einmal etwas für sich selbst forderte. Das hatte die Blondine inzwischen begriffen.
      "Wir könnten etwas bestellen.", schlug sie vor, nachdem sie ihren Blick von Carson losgerissen und erfolgreich den Gedanken verdrängt hatte, wie sexy er in seinem leicht geöffneten Hemd aussah. "Vielleicht Chinesisch, so wie bei unserem ersten gemeinsamen Wochenende. Erinnerst du dich?" Sie lächelte sanft, während sie daran dachte, wie überwältigt sie damals von der Kette gewesen war, die er ihr geschenkt hatte und die sie bis heute jeden Tag trug.
    • Carson seufzte wohlig und lies sich erschöpft auf die Couch fallen, was die leichte Beule in seiner Hose eher betonte als versteckte. Aber jetzt war es ihm egal. Julia wusste mittlerweile ja, was sie mit ihm machte. Er fischte sein Smartphone aus seiner Hosentasche und schrieb Austin, dass sie chinesisch wollten. Dann reichte er das Telefon rückwärts über die Rückenlehne an Julia, damit sie schreiben konnte, was genau sie essen wollte. Dabei machte er sich eine gedankliche Notiz, Julia mal Austins Nummer zu geben. Er schob es zu dem Stapel, den am Montag noch erledigen wollte.
      "Wie war dein Tag?", fragte er und legte den Kopf auf die Rückenlehne.
      Mit fahrigen Besegungen schob er die Schuhe von seinen Füßen und streckte die Beine aus. Das Wochenende war wirklich nötig.


    • Julia betrachtete einige Sekunden lang das Handy. Es gefiel ihr nicht, dass sie schon wieder etwas entscheiden musste. Doch da sie sowieso gerade in Nostalgie schwelgte, bestellte sie Bratnudeln, da sie diese auch damals zusammen mit Carson gegessen hatte. Danach legte sie das Handy vorsichtig auf den Couchtisch und machte es sich neben ihrem Freund auf der Couch gemütlich. Sie wusste nicht wie lange Austin brauchen würde, aber im Moment wollte sie einfach in Carsons Nähe sein. "Mein Tag war sicher nicht so anstrengend wie deiner.", antwortete sie und lehnte ihre Kopf an seine Schulter. "Ich habe einige Rechnungen überwiesen und einem unserer Geldgeber erklärt, dass man auch Spenden zeitgerecht überweisen muss. Ansonsten habe ich mit ein paar der Frauen telefoniert und geschrieben. Sie brauchen oft einfach jemanden, der ihnen zuhört oder ihnen einen Rat gibt." Mehr sagte Julia zu diesem Thema nicht, da sie Carson nicht mit unnötigen Details langweilen wollte.
      Unbewusst griff ihre Hand nach seiner und verschränkte ihre Finger miteinander. "Ich habe dich vermisst", gab sie leise zu.
    • Müde lehnte der Geschäftsmann seinen Kopf gegen den Julias. Er schloss die Augen und brummte leise.
      "Eigentlich sollte ich mich doch gar nicht beschweren", sagte er, "ich habe den ganzen Tag bloß rumgesessen. Da gibt es wesentlich anstrengenderes."
      Automatisch strich Carsons Daumen über Julias Hand.
      "Du riechst gut...", rutschte ihm einer seiner Gedanken heraus.
      Er war einfach nur ausgelaugt. Das kam immer mal wieder vor, wenn seine Woche anstrengend gewesen war. Nichts, was ein bisschen Schlaf, ein Bad und eine Runde Aport nicht wieder beheben könnten. Essen war der erste Schritt in die richtige Richtung, kuscheln definitiv auch.

      Austin hatte heute einen seiner gefählvolleren Tage und brachte das Essen mitsamt Besteck ins Wohnzimmer rüber. Carson fühlte sich so, als ob er nicht einmal in der Lage war, die Stäbchen zu halten. Er ließ sich zwischen Couch und Tisch sinken und begann zu essen. Kaum hatte er einen Bissen intus, ging es ihm besser und er spürte, wie hungrig er war. Das Essen tat wirklich gut!


    • Während Julia sich neben Carson auf den Boden setzte, warf sie ihm einen besorgten Blick zu. Es tat ihr leid, dass er anscheinend einen so anstrengenden Tag gehabt hatte und gleichzeitig frustrierte es sie ein wenig, dass sie daran nichts ändern konnte. "Ich bin vermutlich die einzige, die sieht wie Carson Davis in seiner teuren Designerhose auf dem Boden sitzt, um zu essen.", scherzte sie, um die Situation ein wenig aufzulockern. Sie wusste nicht, ob diese Aussage der Wahrheit entsprach, doch sie hätte nichts dagegen, wenn es so wäre.

      Einige Minuten widmete Julia sich still ihrem Essen, was ausgesprochen gut schmeckte. "Weißt du, ich hätte nichts dagegen, wenn wir uns einfach nur ein faules Wochenende machen. Keine Termine oder aufwendige Ausflüge, wir verbringen einfach nur etwas Zeit zusammen. Wenn du möchtest, können wir sogar den ganzen Tag auf der Couch liegen und Filme anschauen, so wie früher.", schlug Julia schließlich vor, nachdem sie einige Zeit lang darüber nachgedacht hatte, was Carson gut tun könnte.
    • "Das klingt nach einem guten Plan", antwortete Carson mit vollem Mund.
      Er kaute erst noch leer, ehe er weiter sprach, es war dann doch ein wenig viel.
      "Tut mir leid, dass gerade die Luft raus ist. Ich weiß auch nicht, was heute los ist."
      Er seufzte und legte seine Stäbchen weg. In der gleichen Zeit wie Julia hatte er mal wieder das zwei einhalbfache verschlungen. Er wurde also nicht schon wieder krank, das war klar.
      "Heute war nichts anders als sonst, außer dass ich nicht sonderlich viele Telefonate hatte. Aber irgendwie... ich weiß nicht. Ich bin einfach müde."
      Er strich über Julianas Oberschenkel. Keine Hintergedanken, er wollte sie einfach nur berühren.
      "Kommst du nachher mit in die Wanne? Passt auf, dass ich nicht einschlafe und ertrinke?"


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    • "Es ist in Ordnung, dass du müde bist. Auch wenn du es vielleicht nicht merkst, hast du in den letzten Tagen doch hart gearbeitet.", sagte Julia sanft und legte ihre Stäbchen zur Seite. "Du hast es dir verdient einfach einmal nichts zu tun." Sie hob die Hand, um Carson durch das dunkle Haar zu fahren und ihn leicht im Nacken zu kraulen. Sie liebte seine Haare und war manchmal sogar ein wenig neidisch darauf, wie weich sie sich anfühlten.
      Kurz dachte sie über seine Bitte nach, auch wenn sie bereits wusste, wie ihre Antwort ausfallen würde. Sie konnte ihrem Geliebten so etwas natürlich nicht ausschlagen. "Das wäre wirklich nicht gut, wenn du ertrinkst.", kommentierte sie und kicherte leise. "Natürlich komme ich mit, aber überanstreng dich nicht."
    • Carson ließ den Kopf auf Julias Schulter sinken. Lange saßen sie so da. Vielleicht waren es auch nur wenige Minuten, aber die Zeit schien sich gerade unangenehm zu strecken und zu dehnen, als wollte sie, das Carson noch länger wach blieb, obwohl er jetzt schon darüber nachdachte, direkt ins Bett zu gehen. Andererseits wollte er aber auch noch gar nicht schlafen. Er hatte heute nicht genug Zeit mit seiner Liebsten verbracht und das störte ihn mehr, als ao müde zu sein, obwohl es noch nicht sonderlich spät war.

      Nach etwa einer Stunde, die er dann doch noch mit Julia in der Wanne verbracht und sich langsam in Suppenfleisch verwandelt hatte, fand er schließlich seinen Weg ins Bett. Er blieb noch eim bisschen wach, döste vor sich hin mit Julia in seinen Armen. Wann er genau er eingeschlafen war, konnte er im Nachhinein nicht mehr sagen. Aber am nächsten Morgen schlief er aus - bis sage und schreibe halb sieben - und verbrachte seine Zeit dann äußerst produktiv, indem er Julia beim Schlafen zusah. Sie war immer wunderschön in seinen Augen. Selbst wenn sie schlief war da dieser besondere Glanz, der sie immerzu zu umgeben schien. Damals in der Bar hatte Carson geglaubt, es sei das Licht gewesen, aber da hatte er falsch gelegen. Es war Julia selbst, die strahlte und irgendwie war es in den letzten Wochen immer heller, klarer geworden. Er konnte ihr wortwörtlich ansehen, dass sie glücklich war. Und er würde Himmel, Erde und Hölle in Bewegung setzen, damit das auch so blieb.


    • Als Julia am nächsten Morgen aufwachte, war es immer noch gemütlich warm im Bett. Mit einem zufriedenen Seufzter kuschelte sie sich etwas näher an die Wärmequelle. Es dauerte einige Sekunden, bis ihr Gehirn wach genug war, um zu verstehen, wieso sich das Bett diesmal nicht so groß und kühl anfühlte.
      Noch ein wenig verschlafen öffnete sie die Augen und lächelte, als sie tatsächlich Carson neben sich vorfand. "Guten Morgen.", begrüßte sie ihn und drehte sich auf die Seite, damit sie ihren Arm über seine Hüfte legen und ihn so ein wenig umarmen konnte. "Ich mag Samstage, weil du dann noch da bist, wenn ich aufwache." Sie ließ ihre Hand seinen Rücken hinauf streichen und ihr Lächeln wurde ein wenig breiter. Die Tatsache, dass Carson wirklich neben ihr lag, freute sie mehr, als es das vermutlich sollte. Kurz fragte sie sich, ob es wohl egoistisch war, dass sie ihn am lieben den ganzen Tag an ihrer Seite haben wollte.

      Einige Minuten blieb sie still in Carsons Armen liegen und zwang sich dazu ganz wach zu werden. Sie hätte sicher ohne Probleme noch einmal einschlafen gekonnt - weil ihre Position gerade so gemütlich war - aber sie wollte heute so viel Zeit wie möglich mit ihrem Freund verbringen. "Da heute dein fauler Tag ist, würde ich dir normalerweise anbieten, dir Frühstück zu bringen. Aber da Ronaldo sich vermutlich darum gekümmert hat, ist das nicht ganz fair.", begann sie und gab ihm dabei einen Kuss auf den Hals, da das die Stelle ist, die sie gerade am einfachsten erreichen konnte.
      "Ich könnte natürlich auch das machen, was wir getan haben, als du mir das erste Mal dein Büro gezeigt hast...", Julia ließ das Ende des Satzes offen im Raum hängen, sie war sich sicher, dass Carson wusste, wovon sie sprach. Natürlich hätte sie ihn auch einfach überraschen und die Initiative ergreifen können, doch sie wusste, dass der Geschäftsmann das nicht so gerne mochte. Sie wollte ihn zu nichts überreden, deshalb beschloss sie, ihm so lange die Kontrolle zu lassen, bis er sie ihr freiwillig gab. Und wenn er lieber etwas anderes tun würde, so wäre das für sie auch in Ordnung.
    • "Sex zum Frühstück?", Carson lächelte verschlagen und küsste Julia auf den Scheitel, "Wie könnte ich dazu Nein sagen?"
      Er schlang seine Arme um Julianas Körper und im nächsten Augenblick ragte er über ihr auf, bedeckte ihren Körper mit dutzenden Küssen.

      Carson wäre sogar nackt in die Küche gegangen, aber Julia hatte ihn überredet, wenigstens Unterwäsche anzuziehen. Ausgestattet mit Boxershorts, die nicht wirklich diskret waren, hopste er fröhlich die Treppe runter. Ricardo in der Küche begrüßte ihn, wusste genau was los war, sagte aber nichts. Er drückte seinem Chef einfach nur zwei Teller mit einem Frühstück in die Hand und fragte, ob er sich um ein Mittagessen kümmern sollte. Carson ließ sich das Mittagessen machen. Er hatte immer noch keine Lust zu irgendwas.
      Mit den Tellern bewaffnet kam Carson wieder hoch und setzte sich ins Bett, wie ein Teenager mit einer Tüte Chips und einem Freund zum lästern. Ricardo hatte bei dem Frühstück darauf geachtet, dass es nicht kleckerte. Gesundes Fingerfood eben.
      "Mh, weißt du", begann Carson, der sich gerade ein Stück Apfel in den Mund schob, "Ich hab darüber nachgedacht, dich mir nach Namibia zu nehmen."
      Dieser Gedanke schien völlig aus der Luft gegriffen, sinn- und zusammenhanglos.
      "Ich hatte letztens wieder meine fünf Minuten und habe mich mit meinen Leuten von einem der Fonds und einem Architekten zusammengesetzt. Wir bauen ein Krankenhaus, eine Schule und einen ganzen Haufen Brunnen. Ich helfe bei sowas gern mit und sollte das diesmal auch machen. Zwei Wochen oder so, aber... wenn du mitkommen willst, dann können wir einen Urlaub hintendran hängen. Ist erst im Sommer, also hast du Zeit, dich zu entscheiden."
      Er lehnte sich zurücknund genoss ein paar Srückchen Banane.
      "Zuerst kommt natürlich New York und dein Umzug in zwei Wochen. Und dann - Gott bewahre - mein 30. Geburtstag. Aber das ist einfach. Die kommen alle rüber, ich koche was und dann hat sich das. Und New York ist auch leicht. Der schwierigste Part ist, dass du alles beisammen hast, wenn wir fliegen. Ich kann nächste Woche ein, zwei Tage freischaufeln..."
      Carson hielt inne, als hätte man ihn plötzlich ausgeschaltet.
      "Ich glaube, ich weiß, was ich heute machen will. Wir packen für dich. Ich meine... es ist Ablenkung, richtig? Und ich muss meinen Kopf nicht benutzen. Es sei denn,du willst etwas anderes machen. Ist nur ein Vorschlag."


    • Eigentlich war das nicht das, woran Julia gedacht hatte, aber sie wäre dumm, wenn sie Carson seinen Willen ausschlagen würde. Deshalb saß sie einige Minute später erschöpft, aber glücklich und erstaunlich wach auf dem Bett, während sie auf ihren Liebsten wartete, der wenig später mit dem Frühstück zurück kehrte. "Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du immer nur etwas für mich tust und ich mich nie wirklich revangieren kann.", murrte sie und seufzte leise. Diese Tatsache störte sie wirklich, da sei das Gefühl hatte nie wirklich an Carson heran reichen zu können. Er tat so viel für sie, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Julia wüsste nicht, was sie tun würde, wenn er eines Tages feststellte, dass er etwas besseres verdient hatte - und im Grunde hatte er das auch.

      Die junge Frau griff nach einem Stück Apfel und steckte es sich in den Mund, bevor sie etwas dummes sagen und ihnen dadurch den Tag verderben konnte.
      "Nabibia?", wiederholte sie ein wenig ungläubig, nachdem sie sich Carsons Vorschlag angehört hatte. Sie war inzwischen an die spontanen Ideen des Geschäftsmannes gewöhnt, doch mit so einer Idee hatte sie trotzdem nicht gerechnet. "Nun... warum nicht. Das klingt gut.", stimmte sie letztendlich zu. Tatsächlich gefiel ihr die Vorstellung, dass sie eines von Carsons Projekten sehen und vielleicht sogar ein wenig mithelfen konnte. Sie war zwar noch nie so weit gereist, aber mit ihrem Freund an ihrer Seite, hatte sie keine Angst mehr. Er würde auf sie aufpassen, dessen war Julia sich inzwischen sicher.

      Sie war sich nicht sicher, ob Carson ihre Antwort wahrgenommen hatte, da er bereits weiter sprach und seine Gedanken so schnell von einem Thema zum nächsten sprangen, dass Julia ihm kaum folgen konnte. Das konnte man ihr auch anhören, als sie antwortete. "Packen? Meinst du für die Reise oder willst du wirklich in meine Wohnung fahren und da irgendwas zusammen packen?" Sie legte fragend den Kopf zur Seite. Die Vorstellung, dass Carson ihre kleine Wohnung durchwühlen könnte, kam ihr etwas seltsam vor. Aber es war sein freier Tag, deshalb würde sie seine Entscheidung hinnehmen.
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