[2er RPG] Burning Desire

    • "Ruhig und langweilig it is", sagte Carson und küsste Julia auf die Wange.
      Er schnappte sich seine Kaffeetasse, leerte den Rest in einem Zug und stellte die Tasse dann in die Spüle, ehe er in einen der Hängeschränke griff und das nötige Geschirr für Ricardos Kreationen herausholte.
      Mit einem fröhlichen Liedchen auf den Lippen, das er vor sich hinsummte, deckte er den Tisch, während Ricardo alles fertig machte.
      "Es freut mich, Sie heute so fröhlich zu sehen", sagte er, als er mit Carson alles zum Tisch brachte.
      Der Geschäftsmann entließ den Koch für den Tag. Gestern war ihm nach nichts gewesen, aber heute trat ihn die Motivation praktisch ins Gesicht.


    • "Ich möchte nicht, dass du dich langweilst.", warf Julia ein, während sie Carson mit ihrer Kaffeetasse in der Hand folgte, um sich schließlich zu ihm an den Tisch zu setzen. "Ich dachte einfach, dass uns beiden ein wenig Ruhe gut tun könnte. Wir haben uns ja schon eine Weile nicht mehr gesehen.". Im Grunde war es nicht länger als gewöhnlich gewesen, doch diesmal war es Julia wie eine Ewigkeit vorgekommen.
      "Möchtest du vielleicht runter ins Fitnessstudio gehen?", schlug sie vor, nachdem sie sich ein Brötchen auf den Teller gelegt hatte und begann es aufzuschneiden. Sie wusste, dass Carson gerne Sport trieb und vermutlich in den letzten Tagen nicht dazu gekommen war.
    • Carson hob eine Augenbraue.
      "Eigentlich keine schlechte Idee. Aber dann wärst du ja wieder allein hier. Oder willst du mitkommen?"
      Er schob sich einen Toast belegt mit Ei, Schinken und Käse in den Mund. Bisher hatte er Julia nicht als solche eingeschätzt, die regelmäßig trainieren ging. Allerdings war sie auch recht gut gebaut... was nicht war konnte ja noch werden. Und den zweideutigen Kommentar über Schweiß verkniff sich der Geschäftsmann jetzt auch.


    • Julia legte leicht den Kopf zur Seite, während sie über Carsons Vorschlag nachdachte. "Ich könnte nicht einmal ansatzweise mit dir mithalten.", gab sie dann zu. Sie war noch nie in einem Fitnesstudio gewesen und befürchtete, dass sie sich ungeschickt anstellen würde. Und sie wollte Carson wirklich nicht den Spaß verderben. Doch auf der anderen Seite war ein verschwitzter Carson auch ziemlich sexy...
      "Ich habe nichts dagegen zu warten.", sagte sie letztendlich. "Würde ich mitkommen, müsstest du mir erstmal zeigen, wie man diese Geräte benutzt und kämst gar nicht richtig zum trainieren."
    • "Ach was! Das ist leicht. Wir müssen dich ja nicht gleich zum Arnold Schwarzenegger machen."
      Er lehnte sich zurück und nahm sich einen Augenblick, um Julia zu mustern. Nicht mit den Augen von Carson Davis, sondern mit den Augen eines Sportlers.
      "Joggen. Ich glaube, das wird dir Spaß machen. Sobald du dein erstes Läuferhoch hattest, wirst du süchtig sein. Ich bin es jedenfalls."
      Er lachte und schob sich einen weiteren Bissen rein.
      "Ich hätte nichts dagegen, wenn wir zusammen trainieren", sagte er kauend und mit den Shcultern zuckend, "aber wenn du nicht willst, dann ist das auch in Ordnung. Dann mach ich nur eine kurze Runde."


    • Julia nahm einen Schluck Kaffee. Innerlich rang sie mit sich selbst, da sie am liebsten jede freie Minute mit Carson verbringen, sich aber gleichzeitig auch nicht vor ihm blamieren wollte. Doch schließlich lächelte sie ein wenig. "Sie sind aber nicht zu streng mit mir, oder Mr. Davis?", fragte sie unschuldig. "Ich bin schließlich eine Anfängerin."
    • Carson verengte die Augen. Ein leises, sehr kehliges Geräusch drang aus seiner Richtung. Es war seltsam, aber jedes Mal, wenn Julia ihn so vornehm, so geschäftlich ansprach... es jagte ihm einen angenehmen Schauer über den Rücken.
      "Ich werde so streng sein, wie ich muss, um Sie zum Lernen zu bewegen, Miss Kinnley", gab er zurück.
      Sein Blick bohrte sich in Julias. Bloße Ablenkung, um sie nicht gleich hier auf dem Tisch von ihren Klamotten zu befreien und eine gänzlich andere Form des Sports auszuüben. Dass er halb nackt war, half nicht unbedingt dabei.


    • Julias Augen weiteten sich ein wenig. Sie hatte vergessen, welche Reaktion es bei Carson auslösen konnte, wenn sie ihn formell ansprach. Kurz überlegte sie, ob sie ihren Scherz nicht fallen lassen sollte, doch da es einfach schon zu lange her war, seit sie das letzte Mal so unbeschwert miteinander herum gealbert hatten, entschied sie sich dagegen.
      Und wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, so fand sie es auch etwas aufregend, mit welcher Intensität Carson sie ansah. "Dann verspreche ich, ein braves Mädchen zu sein, Mr. Davis.", entgegnete sie und stellte ihre Kaffeetasse vor sich auf den Tisch. "Ich weiß ja, dass Sie ein guter Lehrer sind. Und so... ausdauernd."
    • Seine Nasenflügel bebten. Um aus dem Bann dieser wundervollen Frau auszubrechen biss Carson erneut in seinen Toast, doch das schien nur wenig zu helfen, solange sein Blick ungehindert auf ihr lag. Immerhin war er jetzt auf Wanderschaft: glitt ihren glatten Hals hinauf bis zum Ohr, von da aus über die perfekten Wangenknochen zu ihren weichen Lippen....
      Carson biss sich selbst auf die Zunge. Er konnte nicht sagen, ob es aus Versehen oder mit voller Absicht gewesen war. Er räusperte sich, wandte den Blick ab und schob sich das letzte Stückchen seines Toasts in den Mund.
      "Dann werde ich mir mal was passendes anziehen", sagte er, stand auf und wischte sich die Hände an der zerrupften Jeans ab.


    • Einen Moment lang sah Julia Carson hinterher, bevor sie auch aufstand und das Geschirr in die Küche trug. Währenddessen überlegte sie, ob sie wohl zu weit gegangen war und beschloss, sich ein wenig zusammen zu reißen. Carson war sein Sport wichtig, sie sollte ihm das nicht verderben.
      Da sie keine richtigen Sportsachen dabei hatte, zog Julia sich einfach eine Shorts und ein schlichtes T-Shirt an. Sie war erleichtert darüber, dass sie auch ein paar Turnschuhe mitgenommen hatte, da sie nicht die ganze Zeit nur elegant gekleidet herum laufen wollte. Das zahlte sich nun aus.
      Nachdem sie mit ihrem Outfit zufrieden war, kehrte sie ins Wohnzimmer zurück. "Ich hoffe, du musstest nicht zu lange warten.", wandte sie sich an Carson und lächelte schüchtern.
    • Carson war in leichte Shorts und ein Tanktop geschlüpft und war gerade dabei, zwei Wasserflaschen zu füllen.
      "Du machst dir immer solche Sorgen um die kleinen Dinge", sagte er und schraubte die zweite Flasche zu.
      Er kam zu ihr rüber, drückte ihr eine der Flaschen in die Hand und küsste Julia flüchtig auf die Stirn, ehe er nach ihrer freien Hand griff und auf die Tür zuhielt.
      "Du hast gestern gesagt, dass du immer auf mich warten wirst. Das gilt auch für mich. Und fünf Minuten sind nun wirklich nicht die Welt."
      Sie machten ihren Weg hinunter ins das Fitnessstudio. Bis auf ein, zwei Leute war es komplett leer. Carson kannte die beiden. Sie waren Teil von Austins Sicherheitsteam. Er machte sich keine Gedanken um sie. Außer den Sicherheitsleuten - die hier kostenlos trainieren konnten, wie eigentlich jeder andere, der in diesem Gebäude arbeitete - kam hier nur selten jemand her. Als trauten sich die Mitarbeiter nicht.
      "Was willst du zuerst machen?", fragte Carson, als sie den großen Raum betraten, der mit Sportgeräten gefüllt war.
      Hier gab es alles, was das Sportlerherz begehrte. Inklusive Sauna, Squashfeld und Massagen.


    • Julia sah sich neugierig um, als Carson sie durch das Fitnessstudio führte. Zwar war sie schon einmal hier gewesen, damals war sie jedoch nicht dazu gekommen sich umzusehen. Es kostete sie all ihre Willenskraft, um nicht rot anzulaufen, als sie sich daran erinnerte, was sie stattdessen hier getan hatte.
      "Was willst du zuerst machen?", riss Carsons Stimme sie aus ihren Gedanken. Die junge Frau machte einen nachdenklichen Laut. Im Grunde hatte sie keine Ahnung, was sie tun wollte. Hierher zu kommen war ein spontaner Einfall gewesen, mit dem sie Carson eine Freude machen wollte. Doch nun bemerkte sie, dass sie diesen nicht bis zum Ende durchdacht hatte. "Du sagtest, ich sollte das Laufband ausprobieren.", sagte sie schließlich. "Vielleicht fangen wir also damit an?"
    • Carson klatschte erfreut in die Hände und führte Julia rüber zu einer Reihe an Laufbändern am Ende des Raumes. Von hier aus konnte man die Stadt überblicken. Er ging um eines der Geräte herum und drückte auf einen Knopf. das Schwarze Band setzte sich langsam in Bewegung.
      "Einfach draufsteigen. Mach einen großen Schritt, damit du Zeit hast für den zweiten", erklärte er, "Und halte dich fest. Am Anfang ist es ein seltsames GEfühl, aber man kommt schnell rein. Ist wie mit den sich drehenden Röhren in einem Freakhouse auf dem Karneval."
      Das Band war auf Schrittgeschwindigkeit eingestellt, nichts zu schwieriges. Als Julia auf dem Band lief, stieg er grinsend auf das daneben.
      "Wenn du schneller gehen willst, dann drück auf den blauen Knopf. Der gelbe macht es langsamer und der rote hält es ganz an. Den würde ich dir aber nicht empfehlen, sonst lernst du fliegen. Absteigen ist am einfachsten, wenn du dich wieder festhälst und einfach auf den Rand trittst. Dann schaltest du es aus und gehst einfach runter."
      Mit diesen Worten schaltete er sein Laufband ein. Bereits mit der ersten Einstellung joggte er voraus. Nicht schnell, bloß gemütlich joggen.


    • Die ersten Schritte auf dem Laufband waren für Julia wirklich noch sehr ungewohnt, deshalb begann sie erst einmal langsam mit ihrem Training. Gelegentlich warf sie Carson einen kurzen Blick zu und bewunderte die Leichtigkeit, die er bei der Übung ausstrahlte. Als ihr dann jedoch durch den Kopf schoss, wie gut der Mann dabei aussah und ihre Gedanken in andere Richtungen abschweifen wollten, konzentrierte sie sich wieder auf ihr eigenes Trainingsgerät.
      Nach ein paar Minuten traute sie sich, die Geschwindigkeit zu erhöhen und war ein wenig stolz darauf, dass sie nicht sofort auf die Nase fiel. "Die Aussicht ist hübsch.", sagte sie, konzentrierte sich dann jedoch lieber wieder auf ihre Schritte.
    • Carson war mittlerweile bereits am schwitzen. Er hatte binnen weniger Minuten auf sein übliches Tempo erhöht.
      "Jap", antwortete er auf Julias Aussage, "Deswegen stehen die Laufbänder hier. Dann kann man sie wenigstens auch genießen."
      Er schnaufte ein bisschen, aber am Ende war er noch lange nicht. Er war gerade auf dem besten Weg zu seinem Läuferhoch! Es war seltsam, ohne Musik zu laufen. Es war seltsam, nicht allein zu laufen. Normalerweise machte er das immer allein und für sich. Krafttraining machte er gelegentlich mit Austin zusammen, aber Laufen... Laufen war sein Ding. Julia jetzt dabei zu haben war seltsam. Nicht schlecht, aber seltsam.


    • Nachdem Julia die Geschwindigkeit ihres Laufbandes noch etwas erhöht hatte, fand sie schließlich ein Tempo, mit dem sie sich wohlfühlte. Natürlich war sie um einiges langsamer als Carson, doch im Gegensatz zu ihm, ging es ihr nicht um Muskeltrainig. Sie wollte einfach nur die Bewegung und die gemeinsame Zeit mit ihrem Freund genießen. Auch wenn sie sich nicht unterhielten.
      Nach etwa einer halben Stunde, meldeten sich trotzdem Julias Beine zu Wort und beklagten sich gegen die ungewohnte Belastung. Einige Minuten lang war es ihr bereits gelungen diese zu ignorieren, doch irgendwann musste sie sich eingestehen, dass es falsch war sich zu veraußgaben und sie sowieso niemals mit Carsons Ausdauer mithalten konnte. Deshalb stellte sie sich auf den Rand des Laufband, so wie ihr Freund es ihr beigebracht hatte, und schaltete dieses aus.
      "Ich ähm...", setzte sie an, während sie vorsichtig vom Laufband hinunter trat. Im Grunde wusste sie nicht genau, was sie tun sollte. Sie hatte keine Lust schon zurück in die Wohnung zu gehen, wollte aber auch keines der anderen Geräte ausprobieren, da Carson ihr diese erklären und dafür sein Training unterbrechen musste. "Ich denke, ich werde mir die Sauna ansehen.", beschloss sie letztendlich und lächelte zu Carson hinauf, auch wenn der das nicht sehen konnte, da sie nun hinter ihm stand. "Lass dir so viel Zeit, wie du magst."
    • Die Sauna.... Gute Idee. Aber jetzt noch nicht, das Timing stimmte nicht.
      "Ist gut", keuchte Carson, "Ich komm nach..."
      Und so lief er weiter, bis seine Muskeln brannten und schließlich drohten, den Dienst gänzlich einzustellen. Carson fühlte sich unglaublich gut! Er machte danach einfach weiter und vergaß die Zeit. Ein einhalb Stunden später schwitzte er, lächelte er. Er fühlte sich, als könne er sich nicht mehr bewegen und er wusste, dass Büroarbeit morgen wahrscheinlich das Höchste seiner Kapazitäten darstellte, aber heilige Scheiße! Das war es wert gewesen!


    • Die Sauna war, wie der Rest des Fitnessstudios, wirklich gut eingerichtet und komfortabel. Deshalb fiel es Julia auch nicht schwer sich dort zu entspannen und beinahe hätte sie die Zeit vergessen. Aber ihr Kreislauf erinnerte sie nach einer Viertelstunde daran, dass sie es mit dem Schwitzen nicht übertreiben durfte.
      Deshalb nahm Julia die empfohlene kalte Dusche und kehrte dann in einen Bademantel gehüllt zurück in den Geräteraum. Einen Moment lang betrachtete sie Carson, der völlig in sein Training vertieft war. "Ich gehe schon mal nach oben, okay?", fragte sie vorsichtig, erhielt jedoch nur ein Schnauben zur Antwort, von der sie nicht einmal sicher war, ob es für sie bestimmt gewesen war. Etwas unschlüssig stand sie eine Minute lang im Eingangsbereich des Raumes, bis sie schließlich beschloss, dass Carson sie auch weiterhin nicht beachten würde und sie ihn deshalb nicht stören sollte.

      Deshalb zog sie sich schweren Herzens ihre Trainingskleider wieder an und leerte ihre Wasserflasche. Zwar fühlte sich der durchgeschwitzte Stoff nicht angenehm auf ihrer Haut an, doch sie wollte den beiden Bodyguards nicht im Bademantel gegenüber treten.
      Die beiden Männer warteten bereits vor der Tür auf sie und Julia fragte sich, ob sie wohl die ganze Zeit schweigend nebeneinander gestanden hatten. Das würde auch erklären, wieso niemand nach ihnen ins Fitnessstudio gekommen war...
      Julia bat Austin noch, Carson zu sagen, dass sie bereits vor gegangen war, für den Fall, dass er sie nicht gehört hatte. Dann ließ sie sich von Jake zurück in die Wohnung bringen, wo sie eine zweite - diesmal jedoch warme - Dusche nahm.
    • Carson wollte gerade in die Sauna gehen, als Austin sich räusperte.
      "Sie ist nicht hier."
      "Was? Warum?"
      "Weil Sie die Zeit vergessen haben, Sir. Sie sind seit fast zwei Stunden hier. Sie ist oben im Penthouse."
      "Oh..."
      Carson ging nun also auch wieder zurück in seine Wohnung, wo er Julia auf den Scheitel küsste und sich entschuldigte. Es tat ihm leid, dass er sie so ignoriert hatte. Und er versprach, dass es nicht noch einmal vorkommen würde.
      "Ich sollte wirklich duschen gehen", sagte er kichernd, als er seine Stirn gegen Julias lehnte, nachdem er sie geküsst hatte, "Ich bin ganz klebrig..."


    • Julia hatte es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht und entspannte ihre müden Beine, als Carson ins Penthouse zurück kehrte. Die junge Frau lächelte ihm entgegen und ihr Lächeln wurde noch etwas breiter, als er sie liebevoll auf den Scheitel küsste. Sie mochte diese kleinen Gesten und hatte sie in der letzten Woche sehr vermisst. Aber vor allem war sie glücklich darüber, dass sie nun wieder zusammen waren und etwas Zeit gemeinsam verbringen konnten.
      "Ich sollte wirklich duschen gehen. Ich bin ganz klebrig...", hörte sie ihren Freund sagen und lachte leise. "Willst du, dass ich mitkomme?" Die Frage rutschte ihr heraus, bevor sie genauer darüber nachgedacht hatte.
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