[2er RPG] Burning Desire

    • "Du hättest jederzeit reinkommen können, Schatz. Nichts, was du noch nicht gesehen hast", zwinkerte Carson ihr zu, machte aber Platz in dem recht kleinen Badezimmer.
      Er hatte sich dreimal am Waschbecken gestoßen, weil er nicht damit gerechnet hatte, dass es so nahe war. Aber das würde er Julia nicht erzählen, damit sie sich nicht schlecht fühlte. Er war nun einmal ein reicher Sack, der mit einer goldenen Besteckschublade geboren worden war. Es gab keinen Grund für Julia, sich schlecht zu fühlen, weil sie seinen Lebensstandard nicht bieten konnte. Nur würde sie es trotzdem, wenn sie davon erfuhr.


    • Kurz warf Julia Carson einen Blick über ihre Schulter hinweg zu, bevor sie sich daran machte ihre Waschsachen zusammen zu suchen. "Dann hätte aber einmal duschen nicht gereicht, Schatz.", gab sie zurück. Der Kosename fühlte sich noch etwas ungewohnt auf ihrer Zunge an. Das musste sie eindeutig üben...
      "Aber ich werde es bei meiner nächsten Dusche in Betracht ziehen.", fuhr sie fort, als sie mit ihrer Kulturtasche beladen wieder den kleinen Raum verließ. Mit ihrer freien Hand strich sie im Vorbeigehen über Carsons Oberarm. "Hast du eigentlich Hunger? Unser Frühstück wurde ja von einer spontanen Schulung unterbrochen.", sie kicherte leise, wurde dann aber wieder ernst. "Ich hätte dich das früher fragen sollen. Es tut mir leid, ich bin eine schreckliche Gastgeberin."
    • "Nein, bist du nicht. Egal wie oft du das noch sagst oder wie sehr du darauf bestehst."
      Carson nahm Julias Koffer und stellte ihn an die Tür, direkt neben seine Sporttasche.
      "Außerdem musst du nicht den Gastgeber spielen, wenn du mit dem Gast ins Bett hüpfst. Über die ganze Gast-Geschichte sind wie schon lange hinweg."
      Carson drückte sich sein Smartphone ans Ohr. Einen kurzen Augenblick später hatte er Austin in der Leitung, dem er sagte, er solle sie beide abholen.
      "Halbe Stunde", sagte Carson, nachdem er aufgelegt hatte.

      Austin fuhr sie beide zum Davis-Tower, wo er sie nicht am Haupteingang, sondern in der Tiefgarage raus ließ - aus Sicherheitsgründen. Von dort unten mussten sie einen Aufzug (wahlweise Treppen) ins Erdgeschoss nehmen, bevor sie nach oben ins Penthouse konnten. Doch zuvor legten sie noch einen Zwischenstopp in Carsons Büro ein. Eigentlich in Danas, das Direkt vor seinem Büro lag. Er wies seine Assistentin an, eines der leeren Büros weiter unten fertig machen zu lassen, da sie einen Gast hätten.
      Danach war Carson wieder ganz für seine Angebetete da und sie konnten nach oben fahren.


    • Julia sah sich mit großen Augen um, während Carson mit Dana sprach. Natürlich wusste sie, dass der Davis-Tower ein beeindruckendes Gebäude war. Doch die eleganten Büroräume von innen zu sehen, war trotzdem überwältigend. Sie konnte sich nicht vorstellen hier jeden Tag zu arbeiten und doch würde genau das in den nächsten Woche wahr werden. Sie hatte noch nie ein eigenes Büro gehabt, weshalb sie ein wenig nervös war. Doch zum Glück war Andrew ein geduldiger Chef, der ihr keinen Termin- oder Zieldruck machte.

      "Werde ich denn auch irgendwann dein Büro sehen? Ich bin neugierig, wie es aussieht.", gab sie zu, während sie neben Carson im Aufzug stand und ins Penthouse hinauf fuhr. "Dana hat nichts dagegen, dass ich hier bin, oder? Ich möchte dir wirklich keinen Ärger machen..." Sie war sich nicht sicher, wieso es ihr so sicher war, dass Carsons Umfeld sie mochte. Dem Geschäftsmann war es meistens egal, was das Umfeld über sie dachte. Aber leider konnte Julia das nicht. Sie wollte nicht, dass ihr Partner leiden musste oder das Opfer von bösen Gerüchten wurde, nur weil er sich mit jemandem wie ihr einließ. Im Grunde hatte er etwas besseres verdient.
    • "Dana ist dein größter Fan", sagte Carson grinsend und legte Julia den Arm um die Hüfte, "Sie ist ein bisschen neidisch, dass du zu mir ins Penthouse kannst. Sie wollte es schon immer mal von innen sehen."
      Er küsste sie in dem Moment auf die Schläfe, als sich die Aufzugtüren öffneten. Die Sporttascge warf er sich über die Schulter, den Koffer von Julia zog er hinter sich her.
      "Willst du eine nächtliche Tour? Oder bei Tageslicht morgen Vormittag?"
      Den Koffer und die Sporttasche brachte er beide hinauf ins Schlafzimmer. Danach kam er wieder runter und zog Julia in eine enge Umarmung. Es fühlte sich gut an, zu wissen, dass Julia hier blieb. Dass sie immer hier war. Rund um die Uhr.


    • Julia sah zu Carson hinauf. "Wirklich? Dana mag mich?", sie konnte nicht verhindern, dass ihre Stimme ein wenig hoffnungsvoll klang. Diese Woche würde um einige leichter werden, wenn Carsons Assistentin nicht glaubte, dass Julia nur hier war, um ihren Chef abzulenken. Diese Erkenntnis erleichterte die Blondine mehr, als sie es vermutlich sollte. Es ärgerte sie ein wenig, dass sie sich immer noch so viel um die Meinungen anderer kümmerte. Doch diese Angewohnheit würde sie wohl nicht so bald ablegen können.

      Sie lehnte sich leicht gegen Carson, als er sie an sich zog und war fast ein wenig traurig, als die Aufzugtüren sich öffneten und damit diesen kurzen Moment der Zweisamkeit beendeten. Aber glücklicher Weise schien es ihrem Partner ähnlich zu gehen, denn schon wenige Minuten später befand Julia sich wieder in seiner Umarmung. Automatisch legte sie ihre Arme um seine Hüfte. "Willst du eine nächtliche Tour? Oder bei Tageslicht morgen Vormittag?" Kurz dachte die junge Frau über die Vorschläge nach. "Eine nächtliche Tour klingt aufregend, Mr. Davis.", gab sie schließlich zurück, da es spannend klang durch das riesige Gebäude zu streifen, während dort nicht der Arbeitsalltag herrschte.
    • "Natürlich mag sie dich. Warum denn auch nicht? Seit ich dich kenne, darf sie während der Arbeitszeit viel mehr shoppen, ihr Chef ist besser drauf und sie muss weniger Überstunden machen, weil ich Chef nicht mehr so lange arbeitet."
      Nicht, dass Dana zuvor unzufrieden war. Sie liebte ihre Arbeit bei Carson, das hatte sie ihm schon mehr als einmal gezeigt und auch direkt gesagt. Carson achtete darauf, dass er bei all seinem Reichtum und seiner Macht nicht zu einem Arschloch wurde. Dana brauchte einen Tag für persönliche Belange? Sie bekam ihn, solange es keine Überhand nahm und sie musste sich auch nicht dafür rechtfertigen. Sie kam mit einer Erkältung ins Büro? Carson schickte sie nach Hause, damit sie sich ausruhte. Dana schmiss sein gesamtes Leben, ohne sie wäre er vollkommen verloren. Also sorgte er dafür, dass diese Frau sich auch wohlfühlte bei der Arbeit. Er verlangte bei ihr nicht nach einem Kaffee, er fragte sie, ob sie Lust auf eine Kaffeepause hatten, die sie dann sogar zusammen verbrachten, während Dana ihn über seine Termine auf dem Laufenden hielt oder sie einfach nur so quatschten über Gott und die Welt. Zwar hatte ihre Meinung über Julia keine größere Bedeutung, aber Dana war Carson wichtig, nicht nur, weil sie die Herrin seines Terminkalender war.
      Er lachte leise, als Julia nach der Nachtwanderung verlangte.
      "Dann gehen wir jetzt", sagte er, "Aber halte mich von meinem Papierkram und meinem Telefon fern, sonst komme ich noch blöde Ideen, wie zum Beispiel arbeiten."
      Er verschränkte seine Finger mit denen von Juliana und führte sie wieder zum Aufzug, der erneut im Stockwerk seines Büros stehen blieb. Sie landeten damit in Danas Büro, das zeitgleich auch als Warteraum diente. Hier her führten zwei Aufzüge: Carsons Privataufzug, aus dem er gerade mit Julia trat, und ein zweiter aus dem fünfzehnten Stockwerk. Sie lagen nebeneinander und gaben nach ihrer Ankunft den Blick auf einen großen Raum frei. Links stand eine angenehme Sitzgruppe bestehend aus roten Ledersesseln und einer langen Couch aus der gleichen Kollektion: Niedrige Sitzfläche, niedrige Rückenlehnen, breite Armpolster und alles quadratisch praktisch gut gehalten. Der Cochtisch war eine Art Holzgeflecht, vielleicht sogar tatsächlich Treibholz, auf dem eine ovale Glasplatte angebracht worden war. Darunter lag ein Teppich im Design moderner Kunst mit vielen geometrischen Formen in passendem Rot, Grau, Weiß und Schwarz. An den Wänden hingen einige Meilensteine der Firma in Form von Bildern: Der Davis-Tower im Aufbau und nach der Fertigstellung bei Sonnenaufgang, Einige Bauarbeiten an Gebäuden in Dritte-Welt-Ländern, ein großes Verlagsgebäude, sowas etwas. Rechts im Raum befand sich dann das Herzstück von Carsons Arbeitstag: Dana saß hinter einem Tresen an ihrem langen Schreibtisch, der bestückt war mit gleich drei Telefonen und zwei Computern, daneben ihr eigener Laptop. Auf den ersten Blick sah sie einfach nur aus wie seine Empfangsdame, aber sie war so viel mehr gewesen. Er hatte ihr tatsächlich ein richtiges Büro angeboten, als das Gebäude in der Planung gewesen war, aber sie hatte gesagt, dass sie es so lieber hatte. Sein Kontrollzwang hatte wohl ein bisschen auf sie abgefärbt: Sie wusste gern, wer kam und ging, war dabei aber so diskret wie niemand sonst. Dana konnte Carson alle seine Geheimnisse anvertrauen und niemand würde je davon erfahren.
      "Ah! Hallo, Mr. Davis", grüßte sie ihren Chef und stand auf, als sie Julia erblickte.
      Die atemberaubend aussehende Brünette kam zu ihnen rüber und begrüßte Julia herzlich, wenn auch professionell.
      "Ich habe Mr. Grayson Bescheid gegeben. Er kümmert sich um das Büro. Es wird wohl das im fünfundzwanzigsten Stockwerk werden. süd-westliche Seite des Gebäudes, Glasfront."
      "Danke Dana. Wenn du willst, kannst du Schluss machen."
      Sie nickte lächelnd und eilte zu ihrem Arbeitsplatz zurück, wo sie noch schnell auf einigen Tasten herumhämmerte, ehe sie sich ihr Smartphone schnappte und mit auf das Display gesenktem Kopf die Handtasche schulterte und zu Aufzug lief. Sie konnte den Privataufzug ebenfalls nutzen, allerdings nur bis in dieses Büro. Das darüber liegende Stockwerk des Penthouses stand ihr nicht offen, da ihr Handabdruck nicht im System war.
      Carson führte Julia durch den großen Raum zu einer Doppeltür aus schwarz glänzendem Holz, auf denen in Silber das Logo der Firma prangte.
      "Willkommen in meinem unglaublich spannendem Reich des Papierkrams und der Bilanzen", verkündete Carson, als er die beiden Türen auseinander drückte und ein viel zu großes Büro präsentierte. Hier war so viel Platz in einem einzigen Arbeitsraum, wie manche als Wohnung bezeichneten.
      Die Tür lag etwas zur Rechten des Raumes, daher öffnete er sich eher nach links. Direkt neben der Tür an der Wand war eine kleine Hausbar eingerichtet, davor wirkte es wie eine Art Wohnzimmer mit all den schwarzen Polstermöbeln, die aus einer ähnlichen Kollektion zu stammen schienen wie die in Danas Warteraum. Sogar der Couchtisch war aus einem ähnlichen Holzgeflecht gemacht worden, nur dass es diesmal wesentlich dunkler war. An der Wand hingen auch noch weitere Erfolge von Davis Enterprises. Allerdings standen hier mehr Pflanzen rum. Bei Dana hatte in jeder Ecke eine gestanden, hier bei Carson im Büro - zumindest in dieser gemütlichen Sitzecke - stand eine in der Ecke, auf dem Tisch ein Bonsai, auf dem kleinen Tresen der Hausbar standen auch zwei und das Holzgeflecht des Tisches war durchzogen mit Ranken einer unidentifizierbaren Schlingpflanze. Aber außer den Pflanzen war hier alles in dunklen Tönen gehalten: Die Möbel schwarz, die Wände taubengrau, Akzente waren meist weiß oder Silber. Nur hier und da durchbrach etwas Holz das perfekte Zusammenspiel, aber nicht auf störende Weise, sondern genau passend.
      Der Raum hatte dann eine kleine Ecke, die dieses Wohnzimmer vom eigentlichen Büro zu trennen schien. Carsons Schreibtisch war ein ebenhölzernes Monster. Genauso stellte man sich den Schreibtisch eines stinkreichen Firmenimperators vor: Klobig, dunkel, massiv, edel. Und er war groß! Ein breiter Computerbildschirm fand darauf Platz, ein Festnetztelefon, und neben den zwei Stapeln Akten, die dort standen, lagen auch noch drei Dokumente ausgebreitet auf dem Tisch (die sollte er eigentlich endlich einmal unterschreiben und abschicken lassen...). Was man nicht sehen konnte war die Tür zum Badezimmer. Dana hatte auch so eine versteckte Tür, aber bei Carson sah man wirklich nichts. Sie versteckte sich hinter einem Schrank gleich neben dem Schreibtisch. Von der Tür zum Büro uneinsehbar. In dem Regal selbst standen Aktenordner und einige Sachbücher zu firmenrelevanten Themen.
      "Nicht sehr spektakulär, ich weiß", sagte Carson, "Aber die Aussicht ist ganz gut."
      Das war sie in der Tat: Die gesamte Wand hinter dem Schreibtisch war durch eine randlose Glasscheibe ersetzt worden, die von der Decke bis zum Boden reichte. Man konnte gefühlt ganz San Francisco von hier oben einsehen. Sogar den Fluss und die Golden Gate Bridge.
      Carson führte Julia zu dem Fenster und deutete auf einen dunklen, weit entfernten Punkt.
      "Da wohnst du", sagte er, dann bewegte er den Finger ein kleines Stückchen, "Und da arbeitest du. Kannst du glauben, dass das eine Strecke von zwanzig Minuten mit dem Auto ist?"


    • Julia lächelte Dana freundlich zu, festigte jedoch unbewusst ihre Halt um Carsons Hand. Die schöne Assistentin schüchterte sie ein wenig ein. Sie war so hübsch, freundlich und talentiert, dass sie beinahe schon perfekt wirkte. Sie sah der Frau noch immer hinterher, als sie bereits im Aufzug verschwunden war, bevor sie sich wieder Carson zuwandte. Kurz dachte sie an den Mann, den sie in der Bar kennen gelernt hatte. Der gut aussehende Geschäftsmann, der sich lieber mit Escort-Mädchen umgab, anstatt sich eine an jemanden zu binden. Die einzige Konstante in seinem Leben schien Dana zu sein...
      "Dana und du...", setzte sie an und schämte sich im selben Moment dafür, dass sie den Satz überhaupt begonnen hatte. Sie biss sich auf die Unterlippe. Im Grunde war es albern, dass Carson jemanden für sich arbeiten ließ, mit dem er mal zusammen gewesen war, doch auf der anderen Seite, wäre er dazu sogar professionell genug. Und Dana und er wären ein wirklich schönes Paar... "Wenn da mal was war... oder ist... du würdest mir das sagen." Es war nicht wirklich eine Frage, sondern eher eine Tatsache, von der sie sich selbst nochmal überzeugen wollte.

      Als sie schließlich Carsons Büro betraten, blieb die junge Frau einen Moment lang stehen und sah sie mit großen Augen um. "Das ist größer als meine ganze Wohnung.", murmelte sie überwältigt. Tatsächlich gab es hier alles, was man zum Überleben brauchte, es fehlte eigentlich nur eine Küche und ein Schlafzimmer. Doch Julia froh darüber, dass Carson gelegentlich noch in sein Appartment zurück kehrte und nicht ganz in der Arbeit versank. Und sie würde alles tun, damit dies so blieb.
      "Nicht sehr spektakulär, ich weiß", hörte sie Carson sagen, während sie noch versuchte all die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Einen Moment lang sah sie den Mann völlig entgeistert an und überlegte, ob er sich gerade über sie lustig machte. Aber das schien nicht der Fall zu sein. "Es ist wesentlich größer, als ich es mir vorgestellt hatte.", war alles was sie heraus brachte. Wieder einmal wurde ihr bewusst, wie weit ihre Welten auseinander lagen. "Von hier oben aus scheint alles ganz weit entfernt zu sein.", stimmte sie schließlich zu und lehnte sich seitlich an den Mann an, damit sie ihren Kopf auf seine Schulter legen konnte.
    • Carson trat hinter seine Angebetete und legte ihr die Arme um die Hüften, den Kopf auf die Schulter und küsste sie auf den Hals.
      "Wegen Dana musst du dir keine Sorgen machen. Sie ist meine Assistentin, mehr nicht. Sie weiß das. Sie auch noch nie versucht, sich an mich ranzumachen. Sie organisiert den Teil meines Lebens, in dem ich die meiste Zeit meiner Woche verbringe, das ist alles. Für alles andere gibt es nur eine einzige Frau in meinem Leben."

      Eine Weile standen sie hier so vor dem Fenster und beobachteten, wie die Stadt langsam in der Dunkelheit der Nacht versank. Oder eher schnell. Man merkte deutlich, dass der Winter Einzug hielt. Aber hier im Büro war es angenehm warm und sie hatten einander.
      "Weißt du", begann Carson irgendwann leise, um die angenehme Ruhe nicht vollständig zu zerstören, "All das hier könnte dir gehören."


    • Julia wusste nicht wie lange sie zusammen mit Carson vor dem riesigen Fenster gestanden und auf die Stadt hinab gesehen hatte. Es war ein friedlicher Moment und die junge Frau fühlte sich in den Armen des Geschäftsmannes so sichert, dass sie sich wünschte, er würde niemals enden.
      "Weißt du. All das hier könnte dir gehören." Julias Herz machte einen kleinen Hüpfer, als Carsons Stimme die Stille zwischen ihnen durchbrach. Auch wenn die Blondine wusste, dass er es nicht beabsichtigt hatte, klangen seine Worte doch ein wenig wie ein Heiratsantrag. Sie wandte ihren Blick nicht von dem Fenster ab, während sie über ihre Antwort nachdachte. Natürlich konnte sie ihm nicht einfach sagen, dass sie seine Sachen nicht wollte, da das unglaublich verletzend geklungen hätte. Aber die Wahrheit war, dass Julia gar nicht wusste, was sie mit all dem Reichtum anfangen sollte... sie würde sich nur schuldig fühlen, weil sie Carson ausnutzte und selbst nichts dazu beitragen konnte.

      "Das klingt so, als würde ich dir die Dinge wegnehmen, für die du so hart gearbeitet hast. Das möchte ich nicht.", gab sie schließlich zu, nachdem sie beschlossen hatte, dass es am Besten war ehrlich zu Carson zu sein. "Und im Grunde brauche ich sie nicht. Du musst mir nichts geben, ich bin glücklich so lange ich bei dir sein kann.", ihre Stimme war ebenso leise wie seine, doch sie war sich sicher, dass er sie hören konnte. "Das mag vermutlich seltsam klingen, aber im Grunde würde ich gerne zu diesen Dingen gehören. Ich möchte etwas sein, was ein fester Teil deines Alltags ist. So wie dein Schreibtisch oder der Aufzug, der dich in dein Appartement bringt. Ich möchte dir gehören - mehr als dass ich deine Dinge besitzen will." Julia wusste, dass das eine gefährliche Aussage war, da sie Carson so viel Macht über sich selbst gab. Doch genau so fühlte sie in diesem Moment und sie wollte daran glauben, dass er sie nicht ausnutzen würde. Und wenn sie ganz ehrlich war, gehörte sie ihm bereits...
    • [Blockierte Grafik: https://media1.popsugar-assets.com/files/thumbor/8Iv0O3Tj5a-NgIy9kcokjAoVhfM/fit-in/1024x1024/filters:format_auto-!!-:strip_icc-!!-/2016/05/18/796/n/1922283/797b9e65c87fce23_blake/i/When-You-Wanted-Blake-Lively.gif]Carson drückte Julia enger an sich und presste seine Lippen gegen ihren Hals. Das war das Schönste, was je jemand zu ihm gesagt hatte. Er wusste gar nicht wohin mit all der Liebe, die er für diese Frau empfand. Sie durchströmte ihn, war in jeder Pore und ließ ihn beinahe platzen!
      "Juliana Kinnley, Sie sind eine außergewöhnliche Frau. Kein Gegenstand, den ich besitzen will. Sondern eine Person, der ich alles zu Füßen legen will. Ich will dir jeden deiner Wünsche erfüllen, egal welchen. Ich will dir gehören, mit Haut und Haaren. Juli, mein Liebling, mir ist alles egal, solange ich dich an meiner Seite weiß."
      Er hob ihr Kinn und küsste sie über die Schulter hinweg. Er ihm wurde klar, dass er nicht nur ein Teil ihres Lebens sein wollte, sondern ein Teil von ihr. Genauso wie sie ein Teil von ihm war. Was hatte er bloß vor ihrem Aufeinandertreffen gemacht? Es schien ihm unmöglich, jemals zu diesem Zustand zurückzukehren, es würde ihn von Grund auf zerstören.
      "Du solltest wirklich hier einziehen", murmelte er und lächelte breit, ehe er seinen Kopf wieder auf ihrer Schulter bettete und aus dem Fenster sah.
      San Francisco bei Nacht sah wunderschön aus, viel besser als New York oder Seattle oder Chicago. Diese Stadt hatte genau das richtige Gleichgewicht zwischen alt und neu, grell und dunkel, Natur und Zivilisation gefunden. Deswegen hatte sich Carson hier niedergelassen. Er hatte überall Wohnungen, aber nur das Penthouse hier im Davis-Tower bezeichnete er wirklich als sein Zuhause.


    • Automatisch schloss Julia die Augen, als Carson sich zu ihr lehnte und sie liebevoll küsste. Sofort entspannte ihr Körper sich und ließ sich anstandslos von dem Mann lenken. Sie wusste nicht genau, wie er es angestellt hatte. Nach ihrer letzten Beziehung hatte sie sich vorgenommen niemals jemanden so nah an sich heran und sich nicht mehr ausnutzen zu lassen. Und doch stand sie nun hier in den Armen eines Mannes, der die Kontrolle über alles haben wollte und es störte sie nicht. Im Gegenteil; sie war mit Freuden bereit ihm alles von sich zu geben.
      Innerhalb kürzester Zeit hatte er sich in ihr Herz geschlichen und nun bedeutete er ihr so viel, dass sie sich eine Welt ohne ihn nicht mehr vorstellen konnte - und auch nicht wollte. Ohne ihn wäre ihr Leben leer, sie hätte nichts mehr.

      "Vermutlich sollte ich das.", murmelte sie und merkte erst zu spät, was sie gerade gesagt hatte. "Aber lass uns lieber erst einmal sehen, ob es eine Woche lang funktioniert. Ich möchte nicht, dass wegen mir deine Arbeit leidet oder schlechte Gerüchte entstehen. Auch wenn dir das egal ist, für mich bist du ein wundervoller Mensch und ich möchte nicht der Grund dafür sein, dass jemand etwas anderes von dir denkt."

      Einen Moment lang schwieg sie, bevor sie sich etwas mehr zurück lehnte und etwas mehr in Carsons Umarmung schmiegte. "Weißt du... ich habe letzten Montag versucht mir dein Büro vorzustellen, aber ich war nicht mal annähernd nah dran.", gab sie zu und kicherte.
    • Ha! Da war es! Er könnte jetzt den Geschäftsmann raushängen lassen und sie beim Wort nehmen, aber das wäre nicht gerecht. Sie hatte Zweifel an dieser Sache, also würde er erst alles daran setzen, diese Zweifel auszuräumen. Es sollte ihre Entscheidung sein, nicht seine.
      "Ich habe ein Multimilliarden Dollar Unternehmen, Schatz. Es gibt weiß Gott genug Leute, die schlecht über mich denken."
      Er kicherte leise und küsste sie sanft auf die Schläfe.
      "Lass mich raten: Es ist besser als in deinen kühnsten Träumen."
      Er stich Julia sanft über den Bauch, etwas weiter hinunter, aber nicht dorthin, wo es unanständig wurde.
      "Wir könnten es diesmal live und in Farbe tun, dann hast du einen besseren Vergleich", raunte er und knabberte an ihrem Ohrläppchen, "Man sollte immer genaue Daten für sowas haben..."


    • Eigentlich wollte Julia nicken, aber als sie Carsons Lippen an ihrem Hals spürte, lehnte sie stattdessen automatisch den Kopf ein wenig zur Seite, um ihm mehr Freiraum zu bieten. "Ja, es ist wesentlich beeindruckender.", stimmte sie zu und schloss für einen Moment die Augen.
      Doch dann sorgten Carsons nächste Worte dafür, dass sich ein Grinsen auf ihre Lippen legte. Inzwischen überraschte es sie nicht mehr, wie schnell ein einziger Satz die Stimmung des Geschäftsmanns ändern konnte. "Aber Mr. Davis, ich weiß nicht, ob ich für so ein großes Projekt vorbereitet bin.", sagte sie gespielt unschuldig, lehnte sich dabei jedoch ein wenig enger gegen ihn, so dass ihr Hintern wie zufällig seine Hüfte streifte. Noch immer fand sie diese Ausdrücke eher belustigend als erregend, aber sie hatte einfach zu viel Spaß an diesem Spiel und dass es Carson zu gefallen schien, war ein zusätzliches Plus. "Es könnte die ganze Nacht dauern, bis ich damit fertig bin."

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    • Carson sog zischen die Luft ein, als Julia seine Hüfte streifte. Hätte er sich verbrannt, er hätte nicht anders geklungen.
      "Miss Kinnley...", begann er, wusste aber nicht, was er sagen sollte.
      In seinen Kopf war nur noch Julia, nur sie.
      [Blockierte Grafik: http://rs1058.pbsrc.com/albums/t411/ashsbooknook/Hot%20GIFs/kissherhip_zpsc58b353e.gif~c200]Er drehte sie zu sich herum, küsste sie mit gerade so gezügelter Wildheit und fuhr ihr durch die Haare.
      "Dann soll es die ganze Nacht dauern", hauchte er mit heißem Atem gegen ihre Lippen, ehe er sich hinunter beugte.
      Mit einer Hand zog er ihr Shirt Stück für Stück hinauf, die andere schob er unter ihren Hosenbund, den er etwas hinunter zog. Er küsste ihre Flanke, küsste sie direkt über ihrem Höschen, dann direkt darunter auf das Hüftgelenk. Er richtete sich wieder auf, drückte Julia gegen sich. Mit einer Hand schleuderte er die Akten vom Tisch, sie waren ihm egal. Er setzte Julia auf dem Tisch ab, nicht in der Lage, seine Lippen von ihr zu lassen. Er zog sich seinen Pullover über den Kopf, länger hielt er es nicht aus. Dann presste er seine Lippen wieder auf Julias. Seine Hände fuhren über ihre weiche Haut unter dem Shirt, zogen es ihr über den Kopf. Er küsste ihr Kinn, ihren Hals, ihr Schlüsselbein, die Haut zwischen ihren Brüsten.


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    • Ein leises Kichern entwich Julias Lippen, als Carson ihre Hüfte berührte und seine Küsse sie kitzelten. Sie zuckte leicht zusammen, als die Ordner mit einem Rumpeln vom Schreibtisch fielen, aber sie kam nicht dazu sich darüber Gedanken zu machen, ob sie gerade irgendwelche wichtigen Dokumente zerstörten, da Carson sie im nächsten Moment schon wieder küsste und damit alles andere unwichtig erscheinen ließ.
      Julia legte ihre Arme um Carsons Hals, um ihn etwas näher zu sich zu ziehen. "Möchtest du, dass ich unser Telefonat in die Wirklichkeit umsetze, oder hast du etwas anderes vor?", schaffte sie es zu fragen, als ihre Lippen sich für einige Sekunden voneinander trennten.
    • Carson knurrte erregt. Dieses Angebot hätte Julia ihm nicht machen dürfen. Sofort zog er sich zurück, leckte sich lächelnd über die Lippen und ließ sich nach hinten in den ledernen Bürostuhl sinken. Er legte die Arme lässig auf die Armlehnen. Sein Blick wich nicht einmal von Julia, er sah ihr die ganze Zeit in die Augen. Eine stumme Aufforderung, eine unausgesprochene Antwort auf ihre Frage. Er würde diese Frau um ihren Verstand bringen, so wie sie es gerade mit ihm tat.
      Die Beule in seiner Hose war nicht zu übersehen. Sein bestes Stück drückte gegen den Reißverschluss seiner Jeans. Es war kein angenehmes Gefühl und es gab nur eine Möglichkeit, dieses Gefühl zu ändern. Nur eine Frau, die ihm dieses Gefühl nehmen und mit etwas besseren, viel besseren, ersetzen konnte.


    • Kurz zögerte Julia. Auf einmal bereute sie, dass sie Carson dieses Angebot gemacht hatte, denn sie befürchtete seinen Vorstellungen nicht gerecht werden zu können. Doch gleichzeitig wollte sie ihm nah sein und ihn glücklich machen. Deshalb ließ sie sich vom Schreibtisch rutschen, so dass sie vor dem Geschäftsmann zum Stehen kam. Sein durchdringender Blick ließ ein heißes Gefühl in ihr aufsteigen, das sie kurz von ihrem Vorhaben ablenkte. Unbewusst leckte sie sich über die Lippen, lehnte sich dann jedoch nach vorne, um den Mann kurz auf die Lippen zu küssen. Danach folgte ein Kuss auf seine Wange, seinen Kiefer, bis ihre Lippen an seiner Ohrmuschel verharrten. "Ich habe das Gespräch nicht mehr genau im Kopf, es kann sein, dass ich improvisieren muss.", flüsterte sie. Einige Sekunden lang wartete sie, ob Carson sie Kontrolle wieder an sich reißen würde, aber als dies nicht geschah, strich sie mit ihren Händen langsam an seiner Brust hinauf und begann sein Hemd aufzuknöpfen. Sie musste sich ein wenig nach vorne lehnen, damit sie die Haut küssen konnte, die sie mit jedem Knopf frei gab. "Du hast eine unglaublich weiche Haut, weißt du das?", wiederholte sie die Worte, die sie auch zu Beginn der Woche schon gesagt hatte und meinte das sehr ernst.
    • Carson musste sich wirklich zwingen, einfach sitzen zu bleiben und nichts zu tun. Es juckte ihn in den Händen, aber zeitgleich kostete er die Vorfreude aus. Er vertraute Julia und er wollte ihr das zeigen. Sich selbst wohl aber auch. Er wollte beweisen, dass er die Kontrolle, um die er in jeder Minute seines Lebens kämpfte, auch einfach freiwillig abgeben konnte, wenn die Situation stimmte.
      "Du hast eine unglaublich weiche Haut, weißt du das?"
      Er könnte jetzt etwas dummes antworten, er hatte es schon auf der Zungenspitze. Es war nicht einmal dumm, es war einfach nur die Wahrheit, aber es könnte den Moment ruinieren. Also biss er sich auf die Zungenspitze und lehnte sich zurück. Julianas Lippen waren garantiert weicher. Jeder Kuss schickte ein heißes Brennen an sein Hirn. Seine ganze Haut stand in Flammen, aber nicht im schlechten Sinne. Wenn sich so anfühlte, wollte er jeden Tag lichterloh in Flammen stehen.
      Ganz von allein schoben sich seine Knie auseinander. Die Muskeln in seinem Rücken, die sich kurzzeitig angespannt hatten, verloren ihre Spannung und er gewöhnte sich an dieses Nichtstun, als würde sein Körper verstehen, dass es in Ordnung war, jetzt die Kontrolle abzugeben.


    • Julia spürte, dass Carsons Körper sich entspannte und lächelte ein wenig. Anscheinend machte sie etwas richtig. Trotzdem bewegte sie sich nur langsam und vorsichtig, immer wieder machte sie minimale Pause, um auf ein Zeichen zu warten, dass ihr Partner sie korrigieren wollte oder etwas einforderte. Aber erstaunlicher Weise geschah dies nicht. Stattdessen änderte Carson sogar seine Position, um ihr etwas mehr Spielraum zu bieten.
      Sie kniete sich vor ihm auf den Boden, der Platz zwischen seinen Beinen schien genau genug Platz für sie zu bieten. Während ihre Lippen seinen Bauch hinab wanderten, fuhren Ihre Finger an seinen Oberschenkeln hinauf. Der Stoff der teuren Designerhose war weich, konnte jedoch nicht mit dem Gefühl von der Haut unter ihren Lippen mithalten. Da sie Carsons Mitte nun sehr nah war, konnte sie deutlich die Beule sehen, die sich durch seine Hose abzeichnete und nach Aufmerksamkeit schrie. Doch für den Moment zwang sie sich diese zu ignorieren. Stattdessen suchten ihre Hände sich ihren Weg zu seinem Gürtel und öffneten diesen. Dann stand Julia jedoch vor einem Problem, das sie bisher nicht bedacht hatte.
      Gerade war Carson so entspannt, dass sie ihn eigentlich nicht zum Bewegen zwingen wollte. Aber dann musste sie sich eingestehen, dass seine Hose einfach ein zu großer Störfaktor darstellte, der entfernt werden musste, damit es für ihn auch bequem blieb. Inzwischen hatten ihre Finger den Knopf und den Reisverschluss geöffnet. Anstatt sich jedoch dem offensichtlichen Ziel zu widmen, ließ Julia sie stattdessen wieder hinauf wandern und schloss ihre Hände um den Bund der Hose. Sie hob den Kopf und sah zu Carson hinauf. "Darf ich?", fragte sie leise und zog leicht an dem Bund, um ihm zu zeigen, worauf sie anspielte. Auch wenn sie sich sicher war, dass er sie bereits durchschaut hatte. Sie ahnte, wie seine Antwort ausfallen würde, aber sie wollte ihm noch einmal zeigen, dass er im Grunde die Kontrolle behalten hatte und sie sich jederzeit zurück holen konnte, wenn er sich unwohl fühlte.
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