[2er RPG] Burning Desire

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    • Irgendein Geräusch, ein Schnurren vielleicht, brach sich aus Carsons Kehle bahn, als er sich vorstellte, was Julia mit ihm machte.
      "Das klingt alles gut...", raunte er, "vielleicht sollten wir das wirklich mal ausprobieren. Wir sollten so viel noch ausprobieren..."
      Es war wirklich schwer, sich jetzt nicht einfach selbst zu befriedigen. Carson hatte kein Problem damit, das zu tun. Er würde es tun. Was hielt ihn eigentlich davon ab?
      "Erinnerst du dich noch an diesen Abend im Restaurant? Die Sache, die ich dir unter dem Tisch gezeigt habe? Sie ist wieder da..."
      Er lachte leise.
      "Sie ist ziemlich aufmerksamkeitsgeil..."


    • Julia stockte kurz der Atem, als Carson sie an die Situation im Restaurant erinnerte. Damals war sie erschrocken und gekränkt gewesen, weil sie dachte, dass er sie nur für eine Sache dorthin gebracht hätte. Aber wie würde sie heute reagieren? Würde sie ihre Hand dort liegen lassen, oder würde sie sogar...
      Sie erschreckte sich ein wenig vor ihren eigenen Gedanken, da sie völlig ungewohnt waren. Doch es fühlte sich nicht falsch an, stattdessen fand sie es sogar aufregend, dass Carson so sehr auf ihre Worte reagierte. Es hatte sie noch nie jemand so sehr begehrt.

      Kurz sah sie sich im Wohnzimmer um, als wollte sie sicher gehen, dass sie niemand beobachtete. Sie machte einen leisen 'Hm'-Laut, während sie überlegte, wie sie ihre nächsten Worte formulieren sollte. Sie hatte noch nie so ein Gespräch geführt und es fühlte sich alles noch sehr ungewohnt an. "Ich kann dir zwar nicht direkt helfen. Aber ich könnte dir beschreiben, was ich tun würde, wenn wir jetzt in dem Restaurant säßen. Oder wenn ich jetzt bei dir wäre...", sagte sie leise in den Hörer.
    • "Du weißt, dass ich im Büro bin?", scherzte Carson.
      Als ob ihn das aufhalten würde. Er würde Julia wahrscheinlich vor aller Augen im Restaurant nehmen, wenn sie jetzt da wären. Das Fitnessstudio war ja schon öffentlich zugänglich gewesen, auch wenn um diese Uhrzeit nie was los war.
      Ohne zu zögern legte er seine Hand in seinen Schritt. Allein das jagte ihm einen heißen Schauer durch den Körper.
      "Sag's mir", forderte er keuchend und öffnete den Reißverschluss quälend langsam, was würdest du mit mir tun, wenn du könntest?"


    • Er war im Büro? Julia schluckte. Natürlich hätte sie damit rechnen sollen, aber der Gedanke, dass der Geschäftsmann jederzeit einen Anruf bekommen oder jemand zur Tür reinkommen könnte, war ihr ein wenig peinlich. Aber da sie dieses Angebot nun schon ausgesprochen hatte, wollte sie keinen Rückzieher mehr machen.

      "Nun...", begann sie vorsichtig, während sie versuchte sich die Situation vorzustellen. "Erstmal würde ich dir dein Jackett ausziehen und deine Krawatte lösen." In der Realität würde Carson ihr damit zuvor kommen, doch Julia beschloss diese Tatsache zu ignorieren. "Dann würde ich dich küssen und dein Hemd öffnen. Ich würde langsam jeden der Knöpfe öffnen, bis ich es dir auch ausziehen kann. Ich mag deinen Körper, deshalb würde ich mit meinen Händen über deine Haut fahren. Über deine Schultern, deine Arme, deinen Brustkorb hinunter... du hast unglaublich weiche Haut, weißt du das? Ich könnte sie stundenlang berühren... aber nicht heute. Stattdessen würde ich meine Hände weiter nach unten wandern lassen, ganz langsam. So langsam, dass ich jeden deiner Muskeln und deinen Herzschlag fühlen kann. Ich möchte wissen, ob er schneller schlägt, wenn ich dich anfasse und ob es vielleicht sogar eine Stelle gibt, an der er besonders schnell wird."
      Julia schloss die Augen, auf einmal war sie nicht mehr in ihrem Wohnzimmer. Sondern stand einem halbnackten Carson gegenüber, der sie mit lustverschleierten Blick ansah. "Ich würde dich noch einmal küssen.", fuhr sie leise fort. "Dabei würde ich meine Hände immer weiter nach unten schieben, bis ich schließlich deine Hose erreicht habe und sie öffnen kann."
    • Auch Carson schloss die Augen. Er vergaß, dass er im büro war. Er vergaß, dass Julia nicht hier war. Obwohl er noch villständig bekleidet war - die Krawatte hatte er allerdings gelockert - spürte er jede einzelne der Berührungen, die Julia ihm beschrieb. Der Gedanke daran, dass das hier bloß eine was wäre wenn Situation war, verschwand.
      "Was machst du, wenn du sie geöffnet hast?", fragte Cason mit rauer Stimme.
      Noch hatte er sich nicht angefasst. Noch sas er nur da, die Hand auf der Innenseite seines Oberschenkels liegen. Sein harter Ständer gierte nach Erleichterung, aber noch war Julia nicht da. Sie war noch dabei, ihn auszuziehen. Also wartete er auf seine Erlösung.


    • Julia biss sich auf die Unterlippe. Soweit hatte sie noch nicht gedacht, doch Carsons raue Stimme ermutigte sie weiter zu sprechen. "Ich werde sie dir natürlich ausziehen. Auch wenn es schade ist, dass ich dafür aufhören muss dich zu küssen.", fuhr sie fort und machte eine kurze Pause, während sie versuchte sich Carsons Büro vorzustellen. Es gelang ihr leider nicht ganz so gut. "Du hast bestimmt einen sehr bequemen Bürostuhl. Deshalb würde ich dich zu ihm führen und dich dort Platz nehmen lassen. Dann würde ich dich wieder küssen. Aber nicht auf den Mund, sondern auf die Wange, dann auf das Kinn und danach auf deinen Kiefer. Ich würde meine Lippen langsam deinen Hals hinunter streifen lassen und dann dein Schlüsselbein küssen. Weil du nun sitzt, muss ich in die Hocke gehen, damit ich leichter deine Brust küssen kann.Damit würde ich einige Zeit verbringen und dann meine Zunge über deine Brustwarzen fahren lassen. Vielleicht würde ich auch kurz hinein beißen, nur um zu sehen, wie du reagierst. Aber ich würde dir nicht weh tun."

      Einen Moment lang hielt sie inne. Sie hörte Carsons unruhigen Atem durch den Höhrer und spürte, dass auch ihr Körper warm wurde. "Irgendwann würde ich meine Lippen dann tiefer wandern lassen. Ich würde jeden Muskel auf deinem Bauch küssen und mit der Zunge kurz an deinem Bauchnabel entlang fahren. Und dann...", erneut stoppte sie, da sie nun an einer Stelle angekommen war, an der sie nicht genau weiter wusste. Natürlich hatte sie bereits einen Mann oral befriedigt, aber mit Carson war alles anders. Sie wollte es für ihn besonders gut machen.
      "Dann würde ich mit meinen Händen an deinen Beinen hinauf streichen. An der Innenseite deiner Oberschenkel vorbei, bis zum Bund deiner Unterhose. Ich würde mit meinen Fingern an deinem Bund entlang fahren und zu dir hinauf sehen. Du gibst nicht gern die Kontrolle auf, deshalb würde ich dich leise fragen, ob ich weiter machen soll." Unbewusst waren ihre Finger unter den Saum ihres eigenen T-Shirts gefahren und verharrten nun auf Julias heißer Haut. "Du würdest es mir erlauben, oder?" Die Frage war nur ein leises Flüstern.

      Julia glaubte ein Stöhnen aus dem Hörer zu hören und wertete das als ein 'Ja'.
      "Wenn du mich lässt, würde ich dir die Unterhose ausziehen und dann näher an dich heran rutschen. Ich würde die Innenseite deiner Schenkel hinunter küssen, bis ich in deiner Mitte angekommen bin. Danach würde ich vorsichtig deinen Schaft küssen, Zentimeter für Zentimeter, bis ich die Spitze erreicht habe. Auch sie bekommt einen Kuss. Dann würde ich noch einmal zu dir hinauf sehen, bevor ich ihn langsam in den Mund nehme."
    • Carson musste sich wirklich auf die Zunge beißen. Er konnte es kaum erwarten, das mit Julia auszuprobieren. Allein diese kleine Beschreibung durch das Telefon reichte aus, um ihn beinahe kommen zu lassen.
      Er wollte auf ihre Frage antworten, doch es kam nur ein leises Stöhnen aus ihm raus. Seine Hand filgte ihren Worten und legte sich um seine gewaltige Erektion.
      Er stöhnte laut ihren Namen, als er heftig kam. Sein Handy rutschte weg und landete auf dem Boden. Eine Minute verstrich , zwei. Nur mühsam schaffte es Carson, es wieder aufzuheben.
      "Schatz", keuchte er, "du hast gerade einen achttausend Dollar Anzug ruiniert und deinen Mann sehr glücklich gemacht."
      Er lächelte breit und ließ sich wieder nach hinten sinken.
      "Ich will, dass du deine Hand in dein Hösschen schiebst", forderte er dann, "und daran denkst, wie es sich anfühlt, wenn ich dich lecke. Wenn ich deinen perfekten Hintern packe und dich eng an mein Gesicht drücke. Wenn meine Zunge deine warme, feuchte Spalte entlanggleitet. Spürst du das? Kannst du mich spüren?"


    • Julia wusste nicht, wie lange es in der Leitung still geblieben war. Langsam wich die Schamesröte aus ihren Wangen und sie begann sich Sorgen zu machen, ob Carson etwas zugestoßen war. War er vielleicht gestürzt oder war jemand ins Zimmer gekommen? Hatte sie etwas falsch gemacht?
      Aber all ihre Sorgen verflogen, als ihr Geliebter endlich wieder mit ihr sprach. Kurz erschrak sie über seine Aussage mit dem teuren Anzug, jedoch überwog ihre Freude darüber, dass er dieses ungewohnte Gespräch anscheinend genossen hatte. Sie konnte nicht verhindern, dass sie ein klein wenig stolz auf sich war.

      Als Carson dann erneut sprach, zuckte Julia leicht zusammen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er das selbe für sie tun würde, weshalb sie seiner Aufforderung nur zögerlich folgte. Erst als ihre Finger in ihrer Mitte angekommen waren, bemerkte sie, wie feucht sie bereits war und wie sehr ihr Unterleib sich nach Aufmerksamkeit sehnte. Sie hatte sich anscheinend so auf den Mann konzentriert, dass sie sich selbst völlig vergessen hatte.
      Doch dafür wurde ihr nun umso mehr bewusst, wie sehr ihr Körper sich nach ihrem Partner sehnte. Leise stöhnte sie seinen Namen, während sie sich ein wenig bequemer hinsetzte, so dass ihre Kleidung sie nicht so sehr behinderte. So lange Carson in diesem Tonfall mit ihr sprach, konnte sie gar nicht anders, als ihm zu gehorchen. "Ich kann dich spüren und du bist so gut darin.", hörte sie sich selbst sagen. Langsam begann sie ihre Finger zu bewegen und durch Carsons lebhaften Beschreibungen und Anweisungen dauerte es nicht lange, bis auch sie ihren Höhepunkt erreichte. Sie stöhnte auf und einige Sekunden lang konnte sie nur still da liegen und das warme Gefühl genießen, dass wie Wellen durch ihren Körper fuhr.

      "Ich liebe dich.", sagte sie, nachdem sie wieder etwas zu Atem gekommen war. "Ich wünschte, ich könnte bei dir sein."
    • Er war schon wieder hart. Julias Stöhnen reichte dafür aus.
      "Bald. Ich werde gier alles erledigen und dann können wir das wiederholen. Nur sehr viel besser."
      Er schloss für einen Augenblick die Augen und dachte daran, was sie alles tun würden.
      "Ich sollte mich umziehen gehen. Und duschen...", lachte er leise, "Juliana Kinnley. Ich liebe dich", sagte er, ehe er auflegte.
      Danach stand er wirklich auf und verschwand in seinem büro eigenen Badezimmer. Er sprang unter die Dusche und kümmerte sich um sein bestes Stück, ehe er die Reste dieses kleinen Abenteuers abwusch. Er hatte keinen Anzug hier unten, nur ein paar Jeans und einen Hoodie von seiner Universität. Dana hob nur eine Augenbraue und grinste hinter seinem Rücken, als er ihr sagte, dass sie wieder Anrufe durchstellen konnte und dergleichen.


    • In den nächsten Tagen kehrte für Julie wieder der Alltag ein. Sie ging wie gewohnt ihrer Arbeit nach und irgendwann hörte sogar ihre Kollegin damit auf sie auszufragen. Da Carson noch immer sehr beschäftigt war, beschränkte Julia sich darauf ihm über den Tag verteilt kurze Textnachrichten zu schicken. Sie wünschte ihm einen guten Morgen, schrieb ihm, wenn sie zu Mittag aß, erzählte ihm von kleinen Belanglosigkeiten, die sie tat und wünschte ihm abends eine gute Nacht. Es fühlte sich gut an, dass sich jemand ehrlich für sie interessierte und jedes Mal, wenn sie eine Antwort von Carson erhielt, machte ihr Herz einen freudigen Hüpfer.
      Sie konnte es kaum erwarten ihn wieder zu sehen. Leider wusste sie nicht, wann es soweit sein würde und deshalb konnte sie nur geduldig abwarten.
    • Carson klemmte sich hinter die Ermittlung wegen des Feuers. Er wollte wissen, wer sein Eigentum anzündete. Das konnte so nicht weitergehen.
      Zwischendrin musste er sich aber auch um die normalen Tagesgeschäfte kümmern. Alles in allem waren seine Tage so lang wie immer. Allerdings pflegte ererregen Kontakt mit Julia per Kurznachrichtendienst. Hin und wieder telefonierten sie auch, allerdings nicht wie vor einigen Tagen.

      Am Donnerstag fliege ich nach Seattle für ein paar Geschäfte. Ich hoffe, du hast Freitagabend noch nichts vor. Ich würde nach der Landung gern vorbeikommen und dich zum Essen entführen", sagte Carson und sah aus dem Fenster.
      Er hatte sich gegen ein Wochenende in Seattle entschieden, weil es stürmen sollte und er dort keine Wohnung hatte. Gegen seine Hotels war zwar auch nichts einzuwenden, aber es war doch ein bisschen eintönig, immer in der Suite zu sitzen. Stattdessen hatte er sich für Freitag in einem seiner Restaurants angekündigt.


    • Julia hielt ihr Handy in beiden Händen, während sie noch einmal Carsons letzte Nachricht las. Natürlich hatte sie am Freitag nichts vor. Da das Wochenende bisher immer ihre einzige Gelegenheit gewesen war, um Carson zu sehen, hatte sie sich dieses frei gehalten. Nicht, dass sie sonst irgendwelche Termine gehabt hätte...
      Einmal mehr stellte sie fest, wie viel Freizeit sie im Gegensatz zu Carson hatte und sie fragte sich, ob er sich wohl wegen ihr zusätzlich Stress machte. Würden sie zusammen leben, müsste er sie nicht extra abholen... Die junge Frau schüttelte den Kopf und verwarf diesen Gedanken wieder. Im Moment war wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, um über so etwas nachzudenken.

      Am Freitag war Julia den ganzen Tag aufgeregt und konnte den Abend kaum erwarten, was dazu führte, dass sie sich einige scherzhafte Bemerkungen von Leah anhören musste. Doch die junge Frau freute sich zu sehr, um deswegen beleidigt zu sein.
      Pünktlich eine Viertelstunde vor der vereinbarten Zeit stand sie in ihrer Garderobe und betrachtete sich ein letztes Mal im Spiegel. Sie hatte Carson vorab gefragt, was sie anziehen sollte, damit sie ihn in seinem Restaurant nicht in Verlegenheit brachte.
    • Die Sache in Seattle war zweigleisig gelaufen und beides hatte zum Erfolg geführt. Wenn Carson ein bisschen Glpck hatte, dann hatte er bald nicht nur einen neuen Unterschlupf für die Kickstartrrfirma, er htte vor allem einen Platz im Silicon Valley für sie. Dass das einiges an Ertrag bringen würde, war nicht von der Hand zu weisen. Die Bestätigung würde er im laufe des Monats bekommen.

      Er zog sich im Flugheug um, schlüpfte aus dem dunkelgrauen Anzug für die Arbeit in einen, der später zum Farbschema des Restaurants passen würde.
      Pünltlich um acht fuhr Austin bei Julia vor und Carson holte sie ab. Er konnte nicht widerstehen und küsste sie innig, bevor er irgendetwas sagte. Von ihm aus könnte das Abendessen auch ausfallen, aber er hatte Hunger.

      Das Restaurant war in Naturtönen gehalten. Es war in einem alten Weinkeller hineingebaut worten, den Boden zum Erdgeschoss hatte man in der Mitte entfernt. Die Wände waren so bemalt worten, dass sie nach einem echten Dschungel aussahen und überall standen auch lebende Pflanzen herum, die man scheinbar ungehindert wuchern ließ. Die Decke war dem Nachthimmel nachempfunden und tagsüber fiel das Licht der Sonne durch die hohen Fenster des Erdgeschosses. Bei Nacht sorgte ein von der Decke hängendes Gewirr aus Ranken und Ästen, das sich bis in den Keller hinunter schlängelte, für Beleuchtung. In den Wänden waren ebenfals überall kleine Licher angebracht, die langsam blinkten und wie Glühwürmchen wirkten. Man konnte hier keinen Tisch für mehr als vier Leute reservieren, damit die angenwhm stille Atmosphäre blieb.
      Carson führte Julia durch das Kellergeschoss bis zu dem seiner Meinung nach besten Platz im Restaurant. Hier war man von all der künstlichen und echten Natur umgeben, im Hintergrund plätscherte ein kleines Rinnsal in einen kleinen Teich mit Koikarpfen. Der Tisch war gedeckt mit exotischen Blumen in deren Mitte eine grün brennende Kerze in einem Glas stand. Sogar an den Stühlen hatte man Ranken angebracht. Sie saßen unter der Galerie des Erdgeschosses, über ihren Köpfen hingen zwei der leuchtenden Ranken des seltsamen Kronleuchters.
      Ein junger Mann reichte ihnen lächelnd die Karte uns nahm Carslns Weinbestellunh entgegen. Heute würde es - in Anlehnung an die Thematik des Restaurants - etwas fruchtiger werden.
      Mit seinem beigefarbenen Anzug passte Carson überraschend gut in die Szenerie, obwohl alles um sie herum ein wenig dunkel schien.
      "Na? Bisherige Restaurants übertroffen?", fragte er triumphal.
      Er kannte die Antwort auf diese Frage bereits? Wie konnte man solch ein Kunstwerk auch nicht mögen?


    • Obwohl es nur fünf Tage gewesen waren, kam es Julia so vor, als hätte sie Carson eine Ewigkeit nicht gesehen. Nur mit Mühe schaffte sie es, sich zusammen zu reißen und sich wieder von ihm zu lösen. Am liebsten hätte sie ihn noch länger umarmt, doch da dies die Autofahrt sehr erschwert hätte, beschränkte sie sich darauf seine Hand zu halten.

      Carson hatte Julia schon an viele beeindruckende Orte ausgeführt, doch sie hatte noch nie ein Restaurant wie dieses gesehen. Staunend sah sie sich um und hätte der Geschäftsmann sie nicht geführt, wäre sie vermutlich gegen eine Säule gelaufen oder die Treppe hinunter gefallen.
      "Na? Bisherige Restaurants übertroffen?" sie konnte an Carsons Grinsen sehen, dass er die Antwort bereits kannte, trotzdem nickte sie. "Es ist wunderschön hier.", noch einmal ließ sie ihren Blick durch den Raum wandern, bevor sie wieder ihrem Partner in die Augen sah. "Ich habe dich sehr vermisst und ich bin froh, dass wir hier zusammen sind." Sie hatte diese Worte in ihrem Kopf schon ein paar mal durchgespielt, trotzdem war es ihr ein wenig peinlich sie laut auszusprechen und sie spürte, dass ihre Wangen etwas warm wurden.
    • "Ich habe dich auch vermisst", entgegnete Carson mit einem ehrlichen Lächeln, "aber ich habe dafür gesorgt, dass ich das ganze Wochende dir gehöre. Ausschließlich."
      Der junge Mann kehrte mit dem Wein zurücknund erklärte mit ruhiger Dtimem, wo der Wein herkam, welche Rebsorte verwendet worden war und wie lange man ihn gelagert hatte. Carson hörte ruhig zu und testete den Wein. Er befand ihn für gut und der Kellner servierte ihn.
      "Auf unsere Wiedervereinigung", sagte Carson und prostete Juliana zu.
      Dann warf er einen Blick in die Karte. In diesem Restaurant gab es sehr exotische Gerichte, die meisten aus Südamerika. Neben einfachen Gerichten konnte man hier auch anspruchvollere oder 'verrufene' Gerichte bestellen, so beispielsweise geröstetes Meerschweinchen, wie es in Peru anfeblten wurde. Carson hielt sich zurück; er würde heute vegetarisch essen.


    • Julia konnte nicht verhindern, dass ihr Lächeln etwas breiter wurde, als Carson ihr erzählte, dass er am Wochenende frei hatte. Doch noch bevor sie irgendetwas darauf erwidern konnte, kehrte bereits der Kellner an ihren Tisch zurück. Die Blondine war froh, dass er nicht sie nach ihrer Meinung fragte, da sie nichts von Wein verstand. Aber da Carson mit der Wahl zufrieden war, war er sicher ausgezeichnet.
      "Auf unsere Wiedervereinigung.", stimmte sie ihm zu und erwiderte seine Geste. Sie trank einen Schluck, bevor sie sich auch der Karte widmete. Allerdings war sie von den exotischen Gerichten maßlos überfordert. Am Ende beschloss sie sich, es Carson gleich zu tun und etwas vegetarisches zu essen, da sie den Fleischgerichten nicht so ganz traute.
      "Hast du denn für das Wochenende etwas geplant?", fragte sie, nachdem der Kellner ihre Bestellung aufgenommen und sie wieder alleine gelassen hatte.
    • Carson schüttelte den Kopf.
      "Ich kam nicht dazu und dachte mir, dass ich auch einfach auf Spontanität bauen kann", sagte er mit einem Schulterzucken, "Im Zweifelsfall kann uns Dana sicherlich etwas kurzfristig organisieren."
      Es war seltsam, keinen Plan zu haben, aber dennoch zu wissen, dass etwas passieren konnte. Für gewöhnlich machte Carson so etwas nicht. Er hatte einen Plan oder er blieb zu Hause.
      "Allerdings habe ich einen Plan für Ende November. Ich habe deinem Chef schon Bescheid gegeben, dass ich dich für eine Woche nach New York entführen werde. Offiziell holen wir einen neuen Spender an Bord, inoffiziell habe ich etwas anderes vor."
      Er grinste verschmitzt, als wüsste er, dass Julia ihm dafür um den Hals fallen würde. Und genau darauf legte er es ja auch an.


    • Es war ein wenig ungewohnt, dass Carson nichts vorbereitet hatte, aber Julia lächelte trotzdem. Es fühlte sich aufregend an, nicht zu wissen, was geschehen würde und sie hatte auch nichts dagegen einfach nur einen ruhigen Tag zuhause mit Carson zu verbringen. Vielleicht konnte er sich dann einmal von seiner stressigen Woche erholen... Kurz hielt die junge Frau inne, als ihr noch einmal bewusst wurde, was sie gerade gedacht hatte. Hatte sie tatsächlich gerade Carsons Appartement als 'Zuhause' bezeichnet? Es erschreckte Julia ein wenig, wie selbstverständlich ihr diese Formulierung vorkam. Eilig nahm sie einen Schluck Wein, bevor sie weiter darüber nachdenken konnte. Inzwischen war sie sich zwar sicher, dass sie Carson wirklich liebte, aber sie wollte trotzdem nichts überstürzen.

      "Und Andrew hat einfach so zugestimmt? Du musst gute Argumente gehabt haben.", fragte sie nach, obwohl sie schon ahnte, dass ihr Chef seinem besten Geldgeber nichts ausschlagen würde. "Oder hat er sich gefreut, weil seine Angestellte so einen guten Eindruck auf der letzten Tagung hinterlassen hat?", sie kicherte leise. Sie vergaß oft, dass Carson eigentlich weit über ihr in der Rangfolge stand. Was würde Andrew wohl denken, wenn er wüsste, dass sie etwas mit dem Geschäftsmann angefangen hatte?
      "Ich frage erst gar nicht, was du geplant hast, da du es mir sowieso nicht verrätst, oder? Aber du wirst mir vorher wenigstens verraten, ob ich etwas bestimmtest einpacken muss oder?", fragte Julia und hoffte, dem Mann zumindest einige winzige Details entlocken zu können, um ihre Neugierde ein wenig zu befriedigen.
    • "New York Ende November ist ziemlich kalt. Könnte sein, dass schon Schnee liegt."
      Mehr ließ Carson nicht durchblicken. Er mochte es, Juliana überraschen zu können. SIe staunte zwar oft über das, was Carson ihr so zeigte, doch wenn sie vorher nicht wusste, was passieren würde, war es gleich noch viel besser.
      "Und Andrew hat von mir ein paar hundertausend gute Gründe bekommen. WObei ich dich auch sicher so da raus bekommen hätte... ABer hey, für den guten Zweck zahlt man doch gern Lösegeld."
      Als ihre vegetarischen Platten kamen, war Carson wiedereinmal von den Fähigkeiten des Kochs überrascht. Er war noch relativ jung - wie der Rest des Personals hier - hatte gerade erst die Ausbildung abgeschlossen, die Davis Enterprises finanziert hatte. Und doch sah das Essen aus wie bei einem erfahrenen Meisterkoch, vielleicht sogar ein bisschen besser. Und es schmeckte ebenfalls hervorragend. So hervorragend, dass Carson den Koch zu ihnen an den Tisch bestellte, um sich persönlich bei ihm zu bedanken. Was allerdings eher darin gipfelte, dass sich der Koch bei ihm bedankte wie bei einer GOttheit, weil er dem jungen Mann diese Möglichkeit gegeben hatte.

      Der Rest des Abend verlief angenehm ruhig und Carson erwischte sich dabei, wie er sich immer weiter entspannte. Im Wagen, auf dem Rückweg, lehnte er sogar verträumt den Kopf gegen Julis Schulter und erzählte ihr von seinem ersten Schnee. Da er seine Kindheit beinahe ausschließlich in San Francisco verbracht hatte, hatte er Schnee live erst im College gesehen. Er war damals wie ein kleines Kind raus gerannt und hatte die Zunge in den Himmel gestreckt, um welche aufzufangen. Dann hatte er einen Schneemann gebaut so groß wie er selbst. Geendet hatte das Ganze darin, dass ein paar Wohnheimfreunde ihm einen Schneeball gegen den Hinterkopf geworfen hatten und er das gleiche getan hatte. Er war ein miserabler Schütze. War er immer noch. Er war froh, wenn er beim Squash den Ball traf. Golf hatte er nach nur zwei WOchen wieder aufgegeben, obwohl sein Onkel ihn immer wieder dazu ermunterte, eine Runde mit ihm zu spielen.

      Sie fuhren nicht wie sonst zum Davis Tower, sondern zurück zu Julianas APartment. Carson fischte eine SPorttasche aus dem Kofferraum und grinste breit.
      "Ich habe mich spontan dazu entschlossen, bei dir zu schlafen", verkündete er und irgendetwas ließ darauf schließen, dass er das geplant hatte.
      Die Sporttasche mit seinen Sachen drin zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass Austin ohne Anweisung gewusst hatte, wo es hingehen sollte.


    • Julia schob leicht beleidigt die Unterlippe nach vorne. Sie war nicht glücklich darüber, dass Carson ihr nicht verriet, wo sie die gemeinsame Woche verbringen würden. Selbst wenn er New York erwähnte, hieß das nicht, dass sie dort hinfahren würde. Denn inzwischen hatte Julia gelernt, dass der Geschäftsmann immer für eine Überraschung gut war.

      Nach dem hervorragenden Essen machte es Julia sich neben ihrem Geliebten im Wagen gemütlich. Während der Fahrt war sie so von seinen Geschichten gefesselt, dass ihr gar nicht auffiel, welche Richtung Austin einschlug. Erst als sie anhielten und Carson verkündete, dass er bei ihr schlafen wollte, wurde der jungen Frau bewusst, wo sie gerade angehalten hatten.
      "Bist du sicher?", fragte sie vorsichtig, während sie sich von Carson aus dem Wagen helfen ließ. "Im Vergleich zu deinem Appartement ist meine Wohnung doch winzig." Sie verstand nicht ganz, wieso Carson auf einmal hierher wollte, obwohl es bei ihm doch viel bequemer war. Aber im Grunde zählte für sie nur, dass sie zusammen waren, weshalb sie seine Entscheidung akzeptierte.