[2er RPG] Burning Desire

    • Aus Reflex biss Carson in Julias Unterlippe, als sich ihre Fibger um ihn schlossen. Er drückte seine Stirn gegen ihre, bis er sich sicher war, genug Kontrolle über sich zu haben, um nicht gleich laut aufzustöhnen. Er küsste sich erneut, setzte seinen Daumen auf die empfindliche Knospe zwischen ihren Beinen und malte ihr gemeinsames Zeichen darauf. Er küsste ihren Hals, leckte daran, biss leicht hinein, knabberte an der zarten Haut. Die langsamen und vorsichtigen Bewegungen in seiner Hose trieben ihn in den Wahnsinn! Er wollte das Gleiche für Julia tun.
      Er bewegte seine Finger abwechselnd, immer im Rythmus der kreisenden Bewegung seines Daumens.
      "Ich liebe dich, Juliana Kinnley", krächzte er angestrengt vor Lust und Begehren.


    • Julia zuckte leicht zusammen, als Carson in ihre Unterlippe biss und ihre Finger verstärkten dabei unbewusst ihre Griff. Sie war schon zu sehr in Carsons Welt gefangen, um noch klar denken zu können. Alles was ihr im Moment noch bewusst war, war wie viel dieser Mann ihr bedeutete. Seine Stimme, seine Berührung, sein Geruch, sogar sein Atem, der ihre Haut streifte - es war alles was für sie zählte. "Ich liebe dich auch.", gab sie leise zurück, da ihre Stimme nicht mehr richtig funktionieren wollte.
      Ein erneutes Stöhnen entwich ihr, sie spürte die Wärme in ihrem Körper aufsteigen und ahnte, dass sie nicht mehr lange durchhalten würde. Aber gleichzeitig wurde ihr auch bewusst, dass ihre Jeans gerade ein sehr störendes Hindernis darstellte. Sie verlangsamte die Bewegung ihre Hand ein wenig und riss sich lang genug von Carsons Lippen los, damit sie ihm ins Ohr flüstern konnte. "Hilfst du mir aus meinen Sachen?", es kostete sie einiges an Konzentration, um einen kompletten Satz zu formen. "Oder soll ich es selbst machen? Dann brauche ich aber beide Hände."
    • Carson knurrte und im nächsten Augenblick lag Julia auf einer Hantelbank, damit er ihr die lästige Jeans von den Beinen zerren konnte. Nur Sekunden später lag er nicht nur auf ihr, er vergrub sich auch mit einem kehligen laut tief in ihr. Das hier war nichts Romantisches. Das hier war pure Wildheit, reine Begehren. Carson markierte hier sein Revier. Und das tat er nicht nur auf eine Art.
      Die Jeans zu entsorgen war ein Teil. Er schob nun auch Julias Oberteil nach oben, bis es ihren BH freigab. Auch der wich weiter nach oben. Kaum erblickte Carson die aufgerichteten Spitzen ihrer Brüste, drückte und massierte er sie bereits, ließ seine Zunge über die perfekte Haut gleiten und liebkoste jeden Zentimeter von Julianas Körper.
      Er war nicht mehr dazu in der Lage, Worte zu formen. Alles, was aus ihm herauskam waren tiefe, kehlige Laute, mal ein Knurren, mal ein Stöhnen, mal ein angestrenges Keuchen, während er Juliana, seine Angebetete, die Frau, die von ganzem Herzen liebte, so wild nahm, als hänge sein Leben davon ab. Er hielt sich, seine Gefühle, sein Begehren nicht mehr zurück. Er zeigte Julia das, was sie hatte sehen wollen: alles.


    • Inzwischen kannte Julia Carson gut genug, um zu wissen, was ihre Worte bei ihm auslösen konnten. Allerdings war sie diesmal von seiner Reaktion trotzdem überrascht. Es war das erste Mal, dass sie ihn so wild erlebte, aber gleichzeitig spürte sie, dass er das im Moment brauchte. Deshalb überließ sie ihm die Kontrolle und versuchte sich seinen Bewegungen anzupassen, um es für ihn so angenehm wie möglich zu machen. Ab einem gewissen Punkt vergrub sie ihre Hände in seinem Haar und zog leicht daran, ohne es wirklich zu merken.
      Es dauerte einige Minuten, bis sie sich an die intensive Attacke ihres Freundes gewöhnt hatte. Danach dauerte es jedoch nicht mehr lange, bevor sie sich völlig in seinen Berührungen verlor. Wie von allein schlangen sich ihre Beine um seinen Unterleib und ihr Rücken drückte sich durch. Sie löste ihre Lippen gerade lang genug von seinen, um Carsons Namen zu stöhnen, bevor sie kam.
    • Das war es, was er gebraucht hatte, um seine Gedanken zu beruhigen. Nicht den Sex, sondern Julia. Er hatte sie gebraucht.
      Erschöpft sank er von Julia und neben der Hantelbank auf den Boden. Er lehnte sich dagegen, den Kopf auf ihren nackten Oberschenkel gelegt, und spielte mit ihren Fingern herum.
      "Danke", murmelte er und küsste ihre Hüfte sanft.
      Es war vielleicht etwas klischeehaft, das zu behaupten, aber Juliana machte ih n komplett. Er konnte klar denken, wenn sie da war, wusste, was zu tun war, fühlte sich gut.
      Carson stand auf und holte Julias Hosen und sein Tanktop. Wie der Prinz es mit Dornröschen getan hatte, lehnte auch er sich über sie und küsste sie sanft. Er grinste, als er die Knutschflecken auf ihrem Hals und ihrer Brust sah. Er hatte wirklich sein Revier markiert.


    • Es dauerte etwas, bis Julia wieder zu Atem gekommen war. Mit müden Augen sah sie zu Carson hinauf, ihr Körper war von der Idee, sich aufzurichten, nicht begeistert. Aber da ein Hantelbank auf die Dauer auch kein bequemes Bett darstellte, setzte die junge Frau sich letztendlich doch wieder auf und richtete ihr Oberteil.
      Ihre Hände fanden wie von allein ihren Weg um Carsons Hals, als sie sich etwas näher zu ihm lehnte, um ihn noch einmal zu küssen. "War das besser als dein Workout?", fragte Julia grinsend. Sie hätte nichts dagegen gehabt noch länger mit Carson hier zusammen zu sein, aber eine kleine Stimme in ihrem Hinterkopf erinnerte sie daran, dass sie eigentlich aus einem anderen Grund hierher gekommen war. "Du musst sicher gleich zur Arbeit...", sie seufzte leise. "Ich möchte nicht egoistisch klingen, weil ich weiß, dass du viel zu tun hast. Aber wann sehen wir uns wieder?"
    • "Es hatte auf jedenfall einen wesentlich besseren Effekt als das Laufband", antwortete Carson grinsend und fuhr Julia durch die Haare, um sie ein bisschen zu richten.
      Er zog sich sein verschwitztes Shirt wieder über den Kopf und wickelte die Kopfhörer auf, die sich darin verheddert hatten.
      "Wann willsr du mich denn wiedersehen?", fragte er provokant.
      Insgeheim freute es ihn allerdings, dass Juliana ihn scheinbar so schnell wie nöglich wieder für sich haben wollte.
      "Ruf mich an, wenn du heute Abend zu Hause bist", sagte er dann kryptisch und verriet nicht, warum sie das tun sollte.
      Er würde sehen, ob er dann schon den Kopf aus dem Papierkram heben konnte. Wenn ja, würde er zu ihr fahren. Wenn nicht, dann... würde ihm schon etwas anderes einfallen.


    • "Wann willst du mich denn wiedersehen?" Julia biss sich auf die Unterlippe. Sie sollte wirklich keine ehrliche Antwort darauf geben, weil sie dann wie ein verwöhntes Kind klingen würde.... "Jetzt sofort." Innerlich ohrfeigte sie Blondine sich selbst, als sie sich sprechen hörte, obwohl sie es eigentlich nicht beabsichtigt hatte. Einen Moment lang schloss sie die Augen, während sie sich innerlich selbst ausschimpfte und sich daran erinnerte, dass Carson eines Tages ihrer überdrüssig werden würde, wenn sie seine Nettigkeit ausnutzte. Er hatte sein eigenes Leben und Julia wollte ihm dies auf keinen Fall wegnehmen.
      Dann küsste sie ihn kurz auf die Wange. "Das hast du nun davon, dass du sowas vor dem Frühstück mit mir machst.", sie kicherte verlegen. "Ich brauche eindeutig einen Kaffee, bevor ich noch mehr dummes Zeug rede... und ich sollte mich vermutlich umziehen, bevor ich zur Arbeit gehe.", fügte sie hinzu, nachdem sie an ihrem stark zerknitterten Oberteil hinab geblickt hatte. Ein leichter Rotschimmer legte sich auf ihre Wangen, als ihr einfiel, dass Austin oben in der Wohnung auf sie wartete. Der Linebacker war nicht dumm... das würde eine sehr lange Autofahrt werden.

      "Natürlich kann ich dich anrufen, wenn ich Feierabend habe. Aber versprich mit, dass du dir wegen mir keinen Stress machst. Und du kannst dich auch jederzeit bei mir melden. Ich weiß zwar nicht, ob ich etwas für dich tun kann, aber ich bin immer für dich da." Julia lächelte zu Carson hinauf. Es frustrierte sie ein wenig, dass sie ihn nicht besser unterstützen konnte. Trotzdem hoffte sie, dass sie eines Tages die Freundin sein konnte, die Carson sich wünschte - und die er verdiente.
    • Carson zog Julia auf die Füße, legte seine Hände an ihre Hüften und küsste sie sanft.
      "Du kannst immer noch bei mir einziehen", schnurrte er und küsste jeden Knutschfleck, den er auf ihrem Hals hinterlassen hatte.
      Dann nahm er ihre Hand, sammelte sein Handy und seine Wasserfladche ein und ging mit ihr zurück ins Penthouse, wo gleich noch einmal unter der Dusche verschwand. Seinen Koch wies er davor noch an, Frühstück für Julia zu machen. Austin ließ derweil die Nachrichten laufen, um die aktuelle Lage zu beurteilen. Chase arbeitete bereits an der Nachrichtensperre, bezeichnete alles als Firmengeheimnis, wie er es immer tat. Es gab keinen besseren Anwalt.
      "Ich muss dann los", verkündete Carson, als er die Treppe herunter kam und sein Jackett zuknöpfte, "Wenn du Julia nach Hause gebracht hast, möchte ich mir den Brandort ansehen."
      "Geht klar, Boss."
      Carson ging zu Julia rüber und küsste sie noch einmal.
      "Wir reden später", verabschiedete er sich von ihr.
      "Und vergiss nicht, Julia ins System aufzunehmen", mahnte Carson seinen Bodyguard.
      Auch das bejahte der Linebacker wieder. Als sein Boss verschwunden war, stand er auf, in seiner Hand ein kleines Gerät. Damit scannte er wortlos den Abdruck Julianas rechter Hand und erklärte ihr, dass sie ab nächster Woche dann unbegrenzten Zugang zum Penthouse hatte. Im Aufzug müsse sie nur ihren rechten Daumen auf den Scanner legen und dann das P für Penthouse wählen. Während er das ganze erklärte, schien er immer noch kein Fan dieser Entscheidung seines Chefs zu sein. Gegenpber Julia hielt er sich aber zurück. Zumindest ein bisschen.


    • Die Autofahrt mit Austin war genauso unangenehm wie Julia es erwartet hatte. Sie wusste nicht, was sie zu ihm sagen sollte und der stämmige Mann schien auch überhaupt nicht daran interessiert zu sein mit ihr zu reden. Allgemein hatte die Blondine das Gefühl, dass er sie nicht leiden konnte. Nachdenklich sah sie aus dem Fenster und beobachtete die anderen Autos, die auf der gegenüberliegenden Fahrbahn an ihnen vorbei zogen, während sie überlegte, ob er wohl glaubte, dass auch sie seinen Chef nur ausnutzen würde. Der Gedanke schmerzte. Trotzdem konnte sie ihm seine Vorsicht nicht übel nehmen. Immerhin war es ja sein Job.

      "Danke, dass du mich gefahren hast.", sagte sie lächelnd zu Austin, als er einige Minuten später vor dem Frauenhaus parkte. Kurz betrachtete sie sich im Rückspiegel, doch zum Glück konnte man ihr inzwischen nicht mehr ansehen, wie sie und Carson ihren Morgen verbracht hatten. Auch wenn die junge Frau dank ihm nun ein Oberteil mit einem hohen Kragen tragen musste, um den Knutschfleck an ihrem Hals zu verstecken.
    • Carson fraß sich durch den Papierkram. Es war eine bürokratische Hölle und dann war da auch noch die Polizei, die eine Aussage von ihm haben wollte. Die abgebrannten Lagerhäuser hatte er selbst inspiziert. Es war nichts übrig geblieben. Aber Carson wäre ja nicht Carson, wenn er sich von sowas unterkriegen lassen würde. Er beauftragte sofort eine neue Suche nach passenden Objekten und regelte den späteren Umzug mit Kickstarterfirma, die vorerst in ihren Räumen weiter arbeiten sollte. Die Stellenangebote sollten sie dennoch so schnell wie möglich an die Personalabteilung von Davis Enterprises weiterleiten. Carson wünschte so wenig Verzögerungen wie möglich und wenn die Welt eines wusste, dann das Carson Verspätungen hasste.
      Mit Chase besprach er sich noch wegen der rechtlichen Handhabubg, was aber bloß ein informeller Antrittsbesuch war. Carson vertraute seinem Cousin in dieser Hinsicht zu einhundert Prozent.
      Am Abend, als ihn die Nachricht erreichte, dass Julia zu Hause war, steckte er leider noch mitten in der Arbeit. Aber wen interessierte das schon? Er war Workaholic, er konnte auch neben der Arbeit telofonieren.
      Während er darauf wartete, dass Juliana abnahm, ging er zur Tür seines Büros und sagte Dana, seiner Assisstentin, dass er nicht gestört werden wollte - auf gar keinen Fall! Er schloss die Tür und sethte sich wieder an den Schreibtisch.
      "Ich liebe dich", war das erste, was er sagte, als am anderen Ende abgenommen wurde, "wie war dein Tag?"


    • Im Nachhinein bereute Julia, dass sie sich von Austin direkt zur Arbeit fahren gelassen hatte. Denn natürlich war das teure Auto jemandem aufgefallen. "Na, hat dein Liebster dich zur Arbeit gebracht?", begrüßte sie Leah, kaum dass Julia die Tür hinter sich geschlossen hatte. Die Blondine verdrehte die Augen. "Seit wann bist du denn so neugierig?", gab sie zurück, da sie nicht zugeben konnte, dass sie von dem Fahrer ihres Freundes hierher gebracht worden war. Leahs Lächeln wurde etwas breiter, Julias abweisende Antwort schien sie überhaupt nicht zu kümmern. "Es scheint so, als wäre dein Date gut gelaufen.", fuhr sie fort und folgte Julia weiter ins Innere des Frauenhauses hinein, wo diese ihre Jacke und Schuhe auszog und gleichzeitig versuchte ihre Arbeitskollegin zu ignorieren. Leider stellte sich das als unmöglich heraus. "Und... wo wart ihr nun auf eurem Date?", hakte die andere Frau weiter nach. Julia seufzte, als sie erkannte, dass sie vor dieser Unterhaltung nicht davon laufen konnte. "Wir waren auf dem Geburtstag seines Onkels.", sagte sie deshalb wahrheitsgemäß. Sie war schon immer eine schlechte Lügnerin gewesen und Leah kannte sie leider gut genug, um sie zu durchschauen.
      Ein begeisterter Quietschton ließ Julia zusammen zucken. Sie hatte zwar damit gerechnet, dass Leah die Geschichte gefallen würde, aber auf einen solchen Ausbruch war sie nicht gefasst gewesen. "Er hat dich seiner Familie vorgestellt?", die Augen der älteren Frau glänzten begeistert. "Er muss dich wirklich mögen."

      Unbewusst nickte Julia. Nachdem Carson und sie sich ihre Liebe gestanden hatten, konnte sie diese Tatsache nicht mehr leugnen. Einen Moment lang sah sie die andere still an. "Ich habe ihm davon erzählt...", sagte sie leise. "...davon, dass ich hier früher gewohnt habe. Und er will trotzdem noch mit mir ausgehen." Noch während sie diese Worte aussprach wurde Julia bewusst was für großes Glück sie hatte. Manch anderer hätte einen gebrochenen Menschen wie sie einfach zurück gelassen, weil er die Mühe nicht wert war. Doch Carson war bei ihr geblieben und hatte sie nicht verurteilt. Am liebsten hätte sie ihn sofort angerufen und ihm gesagt, wie viel er ihr bedeutete.
      Aber da er ein vielbeschäftigter Mann war, musste sie sich damit zu ihrem Feierabend gedulden. Und die Zeit bis dorthin schien sich unendlich in die Länge zu ziehen, was auch an Leahs bohrenden Fragen lag. Inzwischen war sie fest davon überzeugt, dass Julia und Carson für einander bestimmt waren und brannte darauf den Mann kennen zu lernen. Julia war sich jedoch sicher, dass ihre Kollegin einen gewaltigen Schrecken bekommen würde, wenn sie sich auf einmal ihrem Vorgesetzten gegenüber sah...

      Als Julia einige Stunden später endlich wieder in ihrer Wohnung eintraf, hätte sie am liebsten sofort an ihrem Telefon gegriffen. Doch sie zwang sich, zuerst ihre Sachen aufzuräumen und es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen.
      Sie schickte Carson eine kurze Nachricht, dass sie nun zuhause war und wollte sich eigentlich einen Tee kochen, während sie auf seinen Anruf wartete. Doch dieser kam so schnell, dass sie noch nicht einmal das Wasser zum Kochen gebracht hatte.
      Obwohl Julia wusste, dass Carson nicht einfach wieder auflegen würde, nahm sie das Gespräch doch eilig an, kam aber nicht dazu ihren Freund zu begrüßen, da ihr sofort ein "Ich liebe dich" aus dem Hörer entgegen kam. Ein warmes Gefühl durchfuhr ihren Körper und ein breites Lächeln legte sich auf ihre Lippen. "Ich liebe dich auch.", gab sie ohne zu zögern zurück.

      Sie ging zurück ins Wohnzimmer, um es sich wieder auf dem Sofa bequem zu machen. Der Tee war erst einmal vergessen. "Mein Tag war recht ruhig, außer dass Leah mich sehr penetrant nach meinem Date am Freitag ausgefragt hat. Ich habe ihr erzählt, dass wir den Geburtstag deines Onkels besucht haben. Aber keine Namen oder Details, mach dir keine Sorgen." letzteres fügte sie eilig hinzu, da sie nicht wusste, wie viel sie von Carsons Privatleben erzählen durfte. Da er im Moment sehr von der Presse belagert wurde, verhielt sie sich besser ruhig. "Aus irgendeinem Grund ist sie sehr begeistert von dir. Wir haben also ihren Segen.", Julia lachte amüsiert, wurde jedoch schnell wieder ernst. "Und wie war dein Tag? Bestimmt sehr anstrengend, oder? Ich wünschte wirklich ich könnte etwas für dich tun."
    • "Anstrengend ist ein relativer Begriff", antwortete Carson und überflog ein Formular, "ich habe das getan, was ich meistens tue, nur eben mehr davon."
      Er unterzeichnete das Blatt Papier und schob es in seine Akte zurück, die dann auf einem Stapel landete, der bereits den ganzen am Wachsen war.
      "Erzähl mir was über Leah. Wie ist sie so?"
      Eigentlich war es ihm egal, was Julia sagte, solange sie nur redete und er ihre Stimme hören konnte. Das konnte er allerdings auch gleich mit dem Nützlichen verbinden und Julianas Freunde besser kennenlernen. Vielleicht sollte er sie zum Essen einladen? Nein, das wäre zu viel. Oder?
      Er lauschte der lieblichen Stimme seiner angebeteten und arbeitete so gut er konnte weiter, doch seine Gedanken drifteten immer wieder zu heute Morgen zurück. Oder das Mal davor in seinem Schlafzimmer... er bekam diesen perfekten Körper einfach nicht aus seinem Koof und all diese eindeutigen Bilder sorgten dafür, dass seine Hose plötzlich zu eng war...


    • Julia zog leicht die Mundwinkel nach unten, als sie Carson so gleichgültig von seiner Arbeit reden hörte. Sie war sich sicher, dass er viel Stress hatte - vor allem seit den Vorfällen am letzten Sonntag. Und es frustrierte sie, dass sie nicht bei ihm sein konnte, um ihm beizustehen. Doch was könnte sie schon tun? Vielleicht war es also besser, dass sie hier in ihrer Wohnung saß und ihn nicht belenkte.

      "Erzähl mir was über Leah. Wie ist sie so?" Die Frage traf Julia unvorbereitet. Zwar hatte Carson sich schon nach ihrem persönlichen Umfeld erkundigt, aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass er sich so sehr für ihre Kollegen interessieren würde. Aber dann kam sie zu dem Schluss, dass er vermutlich einfach etwas Ablenkung suchte und deshalb das erstbeste Thema aufgriff.
      Deshalb erzählte sie ihm einige Minuten lang von ihrer Kollegin, die schon damals in der Bar geglaubt hatte, dass Carson und Julia ein gutes Paar abgeben würde. Leah war zwar ein paar Jahre älter als Julia hatte aber erst kurz nach ihr in dem Frauenhaus angefangen. Im Gegensatz zu der Blondine war sie eine normale Sozialarbeiterin, weshalb Julia ihr gegenüber auch zuerst nichts von ihrer Vergangenheit erwähnte. Zumindest so lange nicht, bis Leah eines Tages über ihre alte Fallakte gestolpert war. Julia wusste im Nachhinein nicht mehr genau wie es dazu gekommen war, doch irgendwie war Leah danach so etwas wie ihre erste Freundin dort geworden und behandelte sie manchmal wie ihre kleine Schwester.
      "Sie meint es gut, aber manchmal ist sie etwas anstrengend, vor allem bei Beziehungssachen. Sie steht auf Liebesromane und deshalb sind ihre Vorstellungen manchmal etwas... kitschig, oder zu rosarot, wenn man so will."

      Julia hielt inne. "Entschuldige, das ist sicher schrecklich langweilig für dich.", sagte sie, nachdem Carson einige Zeit lang nichts mehr gesagt hatte. "Ich wünschte mein Leben wäre etwas interessanter", sie kicherte verlegen.
    • "Nichts an deinem Leben ist langweilig, Schatz. Ich will so viel über dich wissen, wie ich nur kann. Und das enthält auch deine Freunde, so langweilig sie auch sein mögen."
      Carson lehnte sich zurück und drehte sich um, sodass er aus dem Panoramafenster seines Büros sehen konnte.
      "Ich wünschte, ich könnte jetzt bei dir sein", sagte er verträumt, "es gibt so viel, was ich machen würde... hauptsächlich würde ich wohl meine Hände nicht von dir lassen können. Über deine Arme streichen... die weiche Stelle direkt unter deinem Ohr küssen..."
      Er sog scharf die Luft ein, als er sich das bildlich vorstellte.
      "Selbst am Telefon machst du mich völlig verrückt", raunte er durch die Leitung.


    • Julias Augen weiteten sich etwas, als sie den ungewohnten Kosenamen hörte und sie spürte augenblicklich, dass ihr das Blut in die Wangen stieg. "Dann solltest du mir auch mehr von dir erzählen. Ich möchte auch alles von dir wissen.", gab sie sanft zurück, vergaß dann aber alles andere, was sie noch hatte sagen wollen, als Carson weiter sprach.

      Sie war an die direkten Aussagen ihres Freundes immer noch nicht ganz gewohnt, aber es war ihr zumindest inzwischen gelungen diese als Kompliment aufzufassen. "Ich fände es auch schön, wenn du jetzt hier wärst.", gab sie ehrlich zu. "Aber im Moment solltest du dich lieber ausruhen, wenn du mal Freizeit hast. Du hast so viel Stress."
      Kurz schwieg sie und kaute auf ihrer Unterlippe herum. Carsons Beschreibungen sorgten dafür, dass sich ihr Mund auf einmal sehr trocken anfühlte. Seine leise Stimme ließ ihr einen angenehmen Schauder den Rücken hinunter laufen. "Ich habe zwar an dich gedacht, aber nicht an... nun ja... das.", es frustrierte Julia ein wenig, dass sie sich gerade benahm wie ein prüder Teenager. Sie schluckte einmal und versuchte damit ihre Nervosität zu verdrängen. "Gibt es denn etwas, was du besonders magst, wenn ich es für dich mache?"
    • Carson lachte leise und tief, als er diese Frage hörte.
      "Das heute Morgen war ganz gut", raunte er beinahe lasziv ins Telefon.
      Er sollte jetzt wirklich nicht an Sex denken, aber der Gedanke daran, wie sich Julia innerlich wand, weil sie die Situation nicht kannte und sich schämte, während sie es zeitglich genoss, verhinderte, dass er an irgendetwas geschäftliches denken konnte.
      "Trägst du die Kette, die ich dir geschenkt habe?", fragre er, scheinbar zusammenhanglos.
      Er stellte sich vor, wie die dunklen Edelsteine auf Julias Brustbein ruhten und sie das einzige waren, was er sah, während er ihre Brüste liebkoste. Ihre Haut war immer so weich unter seinen Händen...
      "Ich wünschte, ich könnte dich jetzt küssen... überall gleichzeitig..."


    • Julia öffnete die Lippen, aber sie brachte kein Wort heraus. Sie schaffte es nicht einmal Carson zuzustimmen, als er sagte, dass der Morgen gut gewesen war. Natürlich wusste sie, was er meinte und sie musste zugeben, dass er Recht hatte. Auch wenn sie bei dem Gedanken daran schon wieder rot wurde.

      "Trägst du die Kette, die ich dir geschenkt habe?" Die Frage traf Julia etwas unvorbereitet. "Natürlich.", sagte sie augenblicklich, sie musste nicht einmal darüber nachdenken. "Ich trage sie immer, ist dir das noch nie aufgefallen? Außer zum duschen vielleicht...", ihre Stimme wurde ein wenig leise, als ihr bewusst wurde, was sie gerade gesagt hatte. "Ich liebe sie.", fügte sie etwas sanfter hinzu. Diese Kette war ihr wertvollster Besitz und wäre sie nicht so wertvoll, hätte Julia sie vermutlich überhaupt nicht mehr ausgezogen.

      "Ich wünschte, ich könnte dich jetzt küssen... überall gleichzeitig..." Die junge Frau kicherte leise. "Das stelle ich mir schwer vor. Aber du kannst es ja versuchen, wenn wir uns das nächste Mal sehen.", scherzte sie. Sie wagte nicht zu fragen, wann das sein würde.
    • Carson warf einen Blick über seine Schulter auf die ganzen Akten, die er noch bearbeiten musste.
      "Ist das ein Angebot?", fragte er provokant und änderte seine Sitzpositiin, um den Druck ein wenig von seinem Schritt zu nehmen. Es half nichts.
      "Vielleicht werde ich auch von bestimmten Stellen abgelenkt und gebe den Plan auf. Mir fallen da ein paar ein. Drei, um genau zu sein: deine Lippen... deine wundervollen Brüste... und die beste von allen ist gleich zwischen deinen Beinen..."
      Er leckte sich über die Lippen, konnte Julia beinahe schon auf ihnen schmecken. Er brauchte sie und sie würde nicht darum herum kommen, wenn er sie wieder sah.
      "Was machst du bloß immer mit mir...", keuchte er bei all den Bildern in seinem Kopf.


    • Julia entfuhr ein erschrockenes Keuchen, als sie Carson so offen sprechen hörte. Erneut leckte sie sich über ihre Lippen, während sie überlegte, was sie auf so eine Aussage antworten sollte. Leider war ihr Kopf gerade völlig leer und ihr fiel nichts ein, was nicht kindisch geklungen hätte. Im Vergleich zu Carson fühlte sie sich sehr unreif.
      "Ich mag es, wenn du mich küsst.", brachte sie schließlich leise heraus. Ihr Herz machte einen nervösen Hupfer und Julia schluckte einmal schwer. "Ich küsse dich auch gerne, aber ich weiß nie genau, ob ich es richtig mache. Du hast dich immer so gut im Griff, dass ich nie sicher bin, ob du es irgendwo besonders magst. Manchmal frage ich mich, ob du wohl eine Lieblingsstelle hast. Vielleicht am Hals oder auf der Brust, auf dem Bauch oder vielleicht..." sie hielt kurz inne und tippte sich unbewusst mit dem Zeigefinger gegen die Lippen. "hm, tiefer habe ich es noch gar nicht versucht. Vielleicht weiß ich es deshalb noch nicht."