[2er RPG] Burning Desire
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Julia konnte nicht verhindern, dass sie leicht errötete, als sie Carsons weiche Lippen auf ihren Fingern spürte. An diese sanfte Seite des sonst so fordernden Geschäftsmannes würde sie sich wohl nie gewöhnen. "Bist du sicher, dass wir nicht vielleicht doch auf Chase hören sollten? Ich möchte nicht, dass du wegen mir noch mehr Stress bekommst als sowieso schon.", hakte sie noch einmal nach, da sie noch immer ein schlechtes Gewissen hatte. "Andrew würde es verstehen, wenn ich ihm sage, dass ich ein paar Tage nicht kommen kann, weil es mir nicht gut geht. Wenn du ihn anrufen würdest, würde er mir vor Begeisterung vermutlich die ganze Woche frei geben.", den letzten Satz fügte sie scherzhaft hinzu und musste sogar lachen. Obwohl ein Teil von ihr nicht sicher war, ob Andrew sich nicht wirklich freuen würde, wenn eine seiner Mitarbeiterinnen die Zusammenarbeit mit seinem wichtigsten Sponsor sicherte. Auf der Konferenz hatte er auf jeden Fall nichts dagegen gehabt, dass sie Zeit mit Carson verbrachte. Im Gegenteil...
"Es freut mich, wenn du neben mir gut schläfst.", sagte sie, nachdem sie sich selbst aus ihren Gedanken gerissen hatte. "Das war mir gar nicht so bewusst, da du meistens nicht schläfst, wenn wir zusammen im Bett liegen.", sie grinste ein wenig, um zu zeigen, dass ihre Aussage nicht als Vorwurf gemeint war. Es fiel ihr nicht leicht etwas so offen auszusprechen, doch Carson zu liebe schluckte sie ihre Hemmungen so gut es ging herunter. Sie war bereit über ihren Schatten zu springen, wenn sie ihn dadurch auf andere Gedanken bringen und von den schrecklichen Ereignissen des Tages ablenken konnte.
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"War das ein Angebot?", grinste Carson.
Er wusste, dass Julia solch eine Äußerung nur selten machte, daher war er gerade nicht sicher, ob es nur ein Scherz gewesen war.
"Du wirst Andrew nicht anlügen. Du gehst morgen ganz normal zur Arbeit, so wie immer."
Und damit war das Thema vom Tisch. Carson würde keine weitere Diskussion zu diesem Thema zulassen.
Nach dem Essen - er hatte keine Lust, aufzuräumen - zog Carson seine Angebetete mit zur Couch zurück. Etwas plump ließ er sich darauf fallen und machte es sich bequem sofern das in Hemd und Anzugshose eben möglich war. Er zog Julia auf sich, küsste sie und schlang die Arme um sie. Sie war sein, er würde sie nie wieder gehen lassen, er würde sie vor allem und jedem beschützen. Innerlich machte er sich eine Notiz, dass Austin ihren Ex ausfindig und im Auge behalten sollte. Nur zur Vorsicht.

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Julia nickte unbewusst, da sie an Carsons Tonfall hörte, dass er nicht weiter über das Thema reden wollte. Im Grunde hätte sie nichts dagegen gehabt, die Woche bei ihm zu verbringen, doch er hatte natürlich Recht. Sie sollte nicht so egoistisch sein und andere darunter leiden lassen. Deshalb fragte sie ihn auch nicht, ob sie nach der Arbeit wieder zu ihm kommen durfte. Diese Woche würde für Carson sehr anstrengend werden, da wollte sie ihn nicht zusätzlich belasten. Wenn er sie sehen wollte, würde sie für ihn da sein. Leider war das alles, was sie tun konnte.
Nach dem - wie immer sehr leckeren - Essen ließ Julia sich anstandslos von Carson aufs Sofa ziehen. Ihr erster Impuls war ihn zu fragen, ob sie nicht zu schwer für sie wäre, aber da es nicht das erste Mal war, dass sie auf diese Art zusammen lagen, schaffte sie es die Frage herunterzuschlucken.
Einige Minuten lagen sie still zusammen. Julia hatte ihren Kopf in Carsons Halsbeuge abgelegt und lauschte seinem gleichmäßigen Herzschlag. Es war unglaublich beruhigend, doch die junge Frau hielt sich davon ab einzuschlafen. Sie wollte die Zeit, die ihr noch mit ihrem Partner blieb, so lange wie möglich auskosten.
"Ich verstehe immer noch nicht, wieso du mich damals angesprochen hast.", murmelte sie schließlich, um sich wach zu halten. So oft sie auch darüber nachdachte, so konnte sie auf diese Frage einfach keine Antwort finden. "Es tut mir übrigens leid, dass ich damals so zickig zu dir war." Sie kuschelte sich etwas enger an den Mann, da das die einzige Art der Entschuldigung war, die sie im Moment fertig brachte, ohne sich zu bewegen.
Wieder schwieg sie einige Zeit lang, bis sie schließlich all ihren Mut zusammen nahm und die Frage stellte, über die sie schon seit längerem nachdachte. "Deine Verlobte... bin ich ihr ähnlich?" Wenn Julia ehrlich war, so hatte sie vor der Antwort ein wenig Angst. Sie fürchtete sich davor nicht gut genug für Carson zu sein. Denn sie wusste nicht, was sie tun sollte, wenn er irgendwann bemerkte, dass sie mit seiner ehemaligen großen Liebe nicht mithalten konnte. "Wir müssen nicht darüber reden, wenn du nicht willst." fügte sie deshalb hinzu, um ihm einen Ausweg zu bieten.
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Verträumt strich Carson über den Arm seiner Angebeteten. Warum musste sie diese Frage stellen? Es war vergangen, spielte keine Rolle mehr.
"Sie war nicht blond", sagte er nach einer kleinen Weile, "sie war... eigentlich überhaupt nicht wie du. Nicht im Geringsten."
Er versank ein wenig in alten Erinnerungen. Er hatte sie am College kennengelernt. Heute konnte er kaum nachvollziehen, warum er sie hatte heiraten wollen. Sie war überhaupt nicht sein Typ gewesen, weder charakterlich noch vom Aussehen. Aber er hatte sie geliebt. Abgöttisch geliebt. Nur kam es nicht an das ran, was er für Julia empfand. Damals hatte er es für Liebe gehalten. Was auch immer es gewesen ist, es war keine Liebe.
"Sie war nichts im Vergleich zu dir. Daher solltest du aufhören, dir wegen ihr Sorgen zu machen."
Liebevoll küsste Carson Julias Scheitel.

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Julia schloss einen Moment lang die Augen. Es war ihr immer noch ein wenig unheimlich wie sicher sie sich in den Armen dieses Mannes fühlte. Eine Berührung oder ein unschuldiger Kuss auf ihren Scheitel reichten aus, damit sie ihm alles glaubte. Vor ein paar Wochen hatte ihn noch alleine in einem Restaurant sitzen gelassen. Dass sie ihm nun so sehr vertrauen konnte, kam ihr manchmal ein wenig bizarr vor. Sie wusste nicht, wie Carson es geschafft hatte, doch er hatte sie gefangen. Sie gehörte ihm und Julia hatte nicht das Bedürfnis daran etwas zu ändern.
Ohne es zu bemerken hatten ihre Finger begonnen mit dem Hemdkragen des Mannes zu spielen. "Ist das nicht etwas ungemütlich für dich?", fragte sie, nachdem sie einige Minuten länger still zusammen gelegen hatten. Eigentlich hatte die junge Frau das auf ihr Körpergewicht bezogen. Erst als ihre Finger gegen weiche Haut strichen wurde ihr bewusst, dass sie den obersten Knopf von Carsons Hemd versehentlich geöffnet hatte. Sie hielt in ihrer Bewegung inne, da sie sich noch daran erinnerte, wie Carson das letzte Mal reagiert hatte, als so etwas passiert war.
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Ein leises Kichern aus den tiefen seines Brustkorbes rollte aus Carsons Kehle, als er die Finger auf seiner Brust spürte. Selbstverständlich unternahm er nichts dagegen.
"Unbequem?", fragte er rethorischerweise.
Dann, ganz plötzlich stand er auf, wober er Julia einfach hochhob, und trug sie nach oben ins Schlafzimmer, wo er sich von Hemd und Anzughosen befreite, die er achtlos in die Tiefen des Raumes warf, ehe er sich neben Julia ins Bett legte und sie fest an sich zog.
"Ja, jetzt ist es gleich viel bequemer", raunte er und knabberte an ihrer Halsbeuge.

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Es wunderte Julia inzwischen nicht mehr, dass Carson die Führung übernahm und beschloss, dass sie ins Schlafzimmer gehen würden. Manchmal hätte sie gerne etwas für ihn getan, doch da sie wusste, dass er die Kontrolle nicht verlieren wollte, konnte sie sich am Ende nicht dazu durchringen. Sie wollte ihn wirklich nicht verärgern. Vielleicht konnte er ihr eines Tages genug vertrauen und bis es soweit war würde sie geduldig sein.
"Ja, jetzt ist es gleich viel bequemer." Carsons sanfte Stimme sorgte dafür, dass Julias Kopf auf einmal völlig leer war. Ein leiser Seufzer entwich ihren Lippen. "Das ist gut, dass du dich wohl fühlst.", sagte sie ebenso leise, während sie ihre Hände seinen Rücken hinauf wandern ließ.
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Carson kicherte.
"Weißt du", begann er und küsste Julia sanft auf die Stelle direkt vor dem Ohr, "du darfst dich auch wohlfühlen. Das ist nicht verboten. Und mir würde es besser gehen, wenn ich wüsste, dass es dir gut geht."
Er angelte nach der Bettdecke und zog sie über sie beide.
"Ich lege dir die Welt zu Füßen, wenn du mich lässt", raunte er und küsste sie.
Er war ein bisschen von sich selbst, dass er die Gelegenheit nicht nutzte. Sein Körper war eindeutig anderer Meinung, aber er würde Wort halten und dafür sorgen, dass es Juliana gut ging. Er wusste, dass ihr der Sex mit ihm gefiel, aber er wusste auch sie wesentlich zurückhaltender in der Sache war als er.
"Ich brauch dich", murmelte er leise.

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Julia erschauderte leicht, als Carsons Atem an ihrem Ohr vorbei strich. "Natürlich fühle ich mich wohl", antwortete sie automatisch und schmiegte sich noch etwas näher an ihn, als er die Decke über sie zog. Es war einer dieser seltenen Momente in denen Carson so ungewöhlich zahm war. Seine kleinen, liebevollen Gesten überraschten sie jedes Mal aufs neue. Gingen verliebte Pärchen mit einander um? Sollte das der Fall sein, so wollte Julia es nie wieder verlieren.
Die junge Frau musste sich ein wenig nach hinten lehnen, um ihre Arme von Carsons Rücken ziehen und stattdessen seine Vorderseite erreichen zu können. "Du musst mir nichts zu Füßen legen. So lange du so bleibst wie du bist... so lange du bei mir bleibst, bin ich glücklich." Ihre Hände legten sich auf seine Wangen forderten ihn still auf zu ihr hinunter zu sehen. Einen Moment lang sah sie in Carsons wunderschöne Augen und hoffte, dass er sehen würde wie ernst sie diese Worte meinte. "Ich brauche dich doch auch." ihre Stimme wurde etwas leiser, da es ihr nicht leicht fiel das auszusprechen. Das letzte Mal, als sie so etwas zugegeben hatte, war es nicht gut ausgegangen. Doch Julia wollte daran glauben, dass es diesmal anders werden würde.
Deshalb zog sie Carson auch noch ein Stück näher zu sich, damit sie ihn küssen konnte. Ihre Hände wanderten an seinem Kopf entlang nach hinten, bis ihre Finger durch sein Haar streichen konnten.
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"Ich soll mich nicht ändern? DNn musst du damit rechnen, dass ich dir den Mond kaufe, sobald er zum Verkauf steht", scherzte Carson und erwiderte den liebevollen Kuss Julianas.
Er kuschelte sich enger an die Frau, die sein Herz gestohlen hatte. Er legte seinen Kopf auf ihren Brustkorb und lauschte ihrem ruhigen Herzschlag, während sie ihn praktisch kraulte. Das war ein unglaublich beruhigendes Gefühl. Gedankenverloren malte er das Unendlichkeitszeichen auf ihre Flanke. Zwar hatte sich seine Hand unter ihr Oberteil geschoben, doch sie blieb da, wo es erlaubt war.
"Ich wünsche, ich könnte jeden Tag mit dir verbringen. Du solltest wirklich hier einziehen. Aber erst, wenn ich das Chaos aufgeräumt habe. Vorher hätte ich keine Zeit für dich."
Carson stellte sich schon vor, wie das Zusammenleben mit ihr sein würde. Trotzdem wusste er, dass er nichts erzwingen durfte. Juliana sollte diese Entscheidung treffen. Sie hatte ihr eigenes Leben, er sürde sie nicht daran hindern, es auch zu leben.

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Der Moment war so friedlich, dass Julia sich wünschte, dass er niemals enden würde. Carsons ruhige Stimme, sein gleichmäßiger Atem, das Gefühl von seinem weichen Haar zwischen ihren Fingern und seine Berührung auf ihrer Haut, war alles, was sie sich gerade wünschte und sie wusste nicht, wie sie jemals ohne sie gelebt hatte. Sie spürte einen Klos in ihrem Hals und nur mit Mühe konnte sie die Tränen unterdrücken, die sich in ihren Augen sammeln wollten. Carson hätte vermutlich nicht verstanden, dass sie vor Glück weinte und deshalb schlickte sie die Gefühle herunter und küsste ihn stattdessen liebevoll auf den Scheitel. Sie verstand noch immer nicht, wie sie die Liebe eines so tollen Mannes verdient hatte, doch sie würde sich bestimmt nicht beschweren.
"Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nichts dagegen mit dir zusammen zu wohnen. Ich bin gerne bei dir, weißt du?", murmelte sie leise und lehnte sich etwas mehr in seine Umarmung. "Es ist nur... es hat so lange gedauert, bis ich alleine leben konnte und ich habe etwas Angst das wieder zu verlieren. Nicht wegen dir, sondern... ach, ich weiß auch nicht." Julia wusste nicht, wieso sie das Bedürfnis hatte Carson ihre Entscheidung zu begründen. Vielleicht rechtfertigte sie sich auch einfach nur vor sich selbst, weil ein Teil von ihr am liebsten sofort für immer bei dem Mann geblieben wäre. Aber ein noch größerer Teil von ihr hatte Angst davor, wieder eingesperrt zu werden und endgültig ihre Freiheit zu verlieren. "Wir müssen nichts überstürzen. Du kümmerst dich um dein Chaos und ich mich um meines. Danach sehen wir weiter."
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Innerlich führte Carson einen kleinen Freudentanz auf. Juliana wollte also tatsächlich zu ihm ziehen! Er musste nur geduldig sein.
"Das klingt nach einem Plan. Ich werde Ausrin sagen, dass ee das mit dem System so schnell sie möglichen machen soll. Dir sollen hier alle Türen offen stehen."
Der Abend war so friedlich. Ganz im Gegensatz zu dem, was vor ein paar Stunden passiert war. Sie kuschelten einfach gnaz unschuldig. Carson genoss diesen inneren Frieden, den Julia ihm verschaffte. Slnst war er immer am denken, am überlegen, wurde von seinen Gedanken verfolgt, was auch immer er tat. Bei Julia konnte er abschalten.
Am nächsten Morgen stand Carson um halb fünf wieder auf. Er bewegte sich leise, um Julia nicht zu wecken. Nach einer Dusche besprach er sich mit Austin beim Frühstück. Der Linebacker war nicht sonderlich erfreut, dass Juliana Zugang zum Penthouse bekommen sollte. Im allgemeinen war er recht mies drauf, auch wenn er sich bemühte, das nicht zu zeigen. Er hatte dieser Tage einfach viel zu tun.
"Ich will alle Ergebnisse der Untersuchungen haben. Und ich will endlich wissen, wer meine Immobilien in die Luft sprengt!"
Carson lief auf und ab, vor dem Panoramafenster entlang, und fuhr sich durch die Haare. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Medien das ganze Ausmaß dieses Problems aufdeckten. Bis dahin musste es gelöst sein, sonst würde Carson einiges einstecken müssen, sowohl sein Image, als auch seine Aktien.
"Und bring Julia nach Hause, wenn sie soweit ist. Ich geh eine Runde trainieren."
Carson zog sich schnell im Kleiderschrank um und verschwand, ohne seine Angebetete zu wecken in sein Fitnessstudio. Er musste den Kopf irgendwie frei kriegen. Er schwang sich auf's Laufband bis seine Waden brannten und seine Lungen verzweifelt nach Sauerstoff gierten. Aber er blieb nicht stehen, er rannte weiter.

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Als Julia am nächsten Morgen aufwachte, war es noch dunkel im Zimmer. Ein wenig verschlafen blickte sie auf die Uhr und stellte fest, dass es erst halb sechs war. Normalerweise hätte die junge Frau sich noch einmal umgedreht und weiter geschlafen, doch es verunsicherte sie etwas, dass sie alleine in dem großen Bett lag. Deshalb setze sie sich auf und bemerkte, dass Carson die Kleider, die er gestern noch achtlos auf dem Boden gelandet waren, inzwischen aufgehoben hatte, weshalb sie vermutete, dass er bereits aufgestanden war. Sie machte einen unzufriedenen Laut, es ärgerte sie, dass sie so fest geschlafen hatte und sich deshalb nicht einmal von ihrem Partner verabschieden konnte. Etwas in ihr sträubte sich dagegen einfach so zu gehen.
Leider war es auch einige Minuten später noch immer völlig still in der Wohnung. Der Geschäftsmann kehrte nicht ins Schlafzimmer zurück und Julias Körper beschloss, dass auch er nun nicht mehr schlafen wollte. Auf einmal schien das Bett viel zu groß und ungastlich zu sein.
Zwanzig Minuten später machte sich eine frisch geduschte und ordentlich angezogene Julia auf den Weg ins Wohnzimmer. Sie wusste nicht genau, was sie tun sollte, bevor sie zur Arbeit aufbrechen musste, doch letztendlich beschloss sie etwas Fernsehen zu schauen und einen Kaffee zu trinken. Sie vergaß ihre Pläne jedoch sofort wieder, als sie im Wohnzimmer ankam und dort Austin vorfand, der auf dem Sofa saß und ihr mit ernster Miene entgegen blickte. "Ähm... guten Morgen.", begann die junge Frau schüchtern, während sie sich fragte, wie lange der Mann wohl schon in der Wohnung war. Auf einmal erleichterte es sie ungemein, dass sie diesmal komplett bekleidet war. Carsons Bodyguard murmelte etwas, was entfernt nach einem 'Guten Morgen' klang, bevor er sein Handy vom Tisch aufhob und einen kurzen Blick auf das Display warf. Er wirkte unzufrieden und Julia fragte sich, ob es ihn wohl ärgerte, dass er sie zur Arbeit fahren musste oder ob er einfach nur kein Morgenmensch war.
"Ist Carson schon wieder bei der Arbeit?", fragte sie vorsichtig, da ihr die Stille zwischen ihnen etwas unangenehm war. Austin legte das Handy wieder zurück auf den Couchtisch und schüttelte den Kopf. "Mr. Davis ist im Fitnessstudio." informierte er die junge Frau und klang dabei, als wäre das etwas völlig selbstverständliches. "Oh...", war alles, was Julia herausbrachte, bevor für einige Minuten Stille zwischen ihnen einkehrte. "Meinst du, ich könnte zu ihm gehen? Ich möchte ihn nicht stören, aber ich würde mich gerne verabschieden." Julia war sich nicht sicher, wieso sie den stämmigen Mann um Erlaubnis fragte, aber auf der anderen Seite kannte sie die Regeln hier im Gebäude nicht. Und sie wollte Carson wirklich keinen Ärger machen, nur weil sie so egoistisch war und ihn noch einmal sehen wollte. Doch da es vielleicht für diese Woche das letzte Mal war, dass sie bei ihm sein konnte, fiel es ihr schwer einfach so zu gehen.
Deshalb war sie auch sehr erleichtert, als Austin mit den Schultern zuckte und von der Couch aufstand. "Warum nicht. Mr. Davis hat sicher nichts dagegen. Ich bringe dich hin.", beschloss er.
Es dauerte nicht lange bis Julia ein Stockwerk tiefer eine Tür öffnete und vorsichtig einen Flur hinunter ging. Austin hatte sie alleine gelassen und war ins Penthouse zurück gekehrt, da er auf einen Anruf wartete. Wieso er dies nicht hier tun konnte, war Julia ein Rätsel, aber Austin hatte so griesgrämig ausgesehen, dass sie ihn nicht darauf angesprochen hatte. Vielleicht wollte er auch einfach nur in Ruhe zu Ende frühstücken.
Vorsichtig ging Julia den Flur hinunter, bis sie schließlich einen Raum erreichte, in dem mehrere Fitnessgeräte standen. Der Raum wirkte tatsächlich wie ein komplett ausgerüstetes Studio, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass hier nur eine einzige Person trainierte. "Guten Morgen.", Julia lächelte, als sie Carson entdeckte, der auf einem der Laufbänder lief. Doch ihr Lächeln verschwand schnell wieder, als sie keine Antwort erhielt. Verwirrt legte die Blondine ihren Kopf zur Seite. Der Geschäftsmann hatte ihr den Rücken zugedreht und lief in einem schnellen Tempo. Außer seinen Schritten, dem surrenden Geräusch des Laufbandes und seinem angestrengten Atem konnte Julia nichts hören.
Ein wenig verunsichert machte sie ein paar Schritte in den Raum hinein. "Carson?" fragte sie noch einmal, wurde aber erneut ignoriert. Sie zog die Augenbrauen zusammen, während sie überlegte, ob sie vielleicht nicht laut genug gewesen war. Da es ihr aber albern vorkam durch den Raum zu rufen, ging sie letztendlich auf den Mann zu, bis sie neben dem Laufband zum Stehen kam. "Carson?", wiederholte sie, während sie um das Gerät herum ging, so dass sie zu ihrem Partner hinauf sehen konnte.
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Wie weit er auch rannte, er konnte seinen Gedanken nicht entkommen. Wer war dafür verantwortlich? Warum tat diese Person das? Warum bekam er keine Drohungen oder Forderungen? Wie viel wusste die Presse? Wie viel wussten seine Leute? Wie viel wussten Polizei und Feuerwehr?
Ein Blondschopf trat in sein Sichtfeld. Was wollte Julia denn hier? Wie spät war es.
Carson zog die Kopfhörer aus den Ohren, ohne stehen zu bleiben.
"Hey", keuchte er angestrengt, "Was machst du hier?"
Er legte die Kopfhörer weg znd drosselte langsam das Tempo des Laufbandes, bis er bequem runterspringen konnte.
"Stimmt irgendwas nicht?", fragte er und trank einen Schluck, ehe er Julia um die Hüfte griff und mit einem leisen "Komm her", fest an sich zog, um sie zu küssen.
Sein sowie so schon erhitzter Körper reagierte sofort und aus einem kleinen Kuss wurde eine wilde Knutscherei. Am liebsten würde er sie gleich hier und gleich jetzt nehmen. Er war hart wie ein Brett, es tat beinahe schon weh. Und Juliana roch so gut, schmeckte so bezaubernd...

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Eigentlich wollte Julia sich dafür entschuldigen, dass sie einfach so in Carsons Fitnessstudio gekommen war und sie hätte ihm außerdem gerne gesagt, dass alles in Ordnung war. Doch sie kam nicht dazu, da der Mann sie in seine Arme zog und seine Lippen auf ihre legte, bevor sie auch nur den Mund öffnen konnte.
Aus Erfahrung wusste Julia, dass Carson ein sehr guter Küsser war, doch irgendwie fühlte es sich heute anders an. Er war so stürmisch, dass die junge Frau weiche Knie bekam. Automatisch schlang sie ihre Arme um seinen Hals und zog sich etwas enger an ihn. Ihr Unterleib streifte gegen seinen und sie konnte fühlen, wie hart er war. Ihr Herz machte einen kleinen Hüpfer, de Erkenntnis, dass sie so etwas bei diesem Mann auslöste war überwältigend und erregend zugleich für sie.
"Ich wollte... dich einfach nur sehen.", brachte sie atemlos zwischen zwei Küssen hervor, da sie Carson ein wenig beruhigen wollte. Auch wenn er seine Frage bestimmt schon wieder vergessen hatte.
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"Und wie viel von mir?", raunte er heiser und biss zärtlich aber nicht weniger stürmisch in Julias Halsbeuge.
Er packte sie mit einem Arm am Hintern und hob sie hoch, trug sie die wenigen Meter bis zu einer der Stützsäulen und presste sie dagegen, tackerte sie mit seinen Hüften gegen den Beton.
"Reicht dir das?", fragte er provokativ, lehnte sich ein Stück zurück und entledigte sich seines Tanktops.
Schweiß glitzerte auf seiner Haut, floß hier und da in kleinen Tropfen über seinen Nacken und tropfte von seinen verwuschelten, dunklen Haaren auf seine Brust.
"Oder willst du mehr?"
Er küsste den freiliegenden Teil von Julianas Schlüsselbein, arbeitete sich ihren Hals hinauf und biss dann in ihr Ohrläppchen.
"Du weißt, dass du alles von mir haben kannst, wenn du es willst. Du musst es dir nur nehmen..."
Seine Stimme war rau, heiser, tief. Die Lust perlte von seinen Worten wie der Schweiß von seiner Haut. Ohne ihre Erlaubnis würde er allerdings nichts tun, um ihre Gefühle nicht zu verletzen. Doch es war Folter, sie nicht einfach nehmen zu können.
"Nimm dir so viel, wie du willst", sagte er durch zusammengebissene Zähne.

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Julia schnappte erschrocken nach Luft, als Carson sie einfach so hochhob. Vermutlich würde sie sich nie so ganz daran gewöhnen, mit welcher Leichtigkeit er sie regelmäßig durch die Gegend trug. Doch diesmal setze er sie nicht einfach ab, so wie er es gewöhnlich tat. Stattdessen fand Julia sich gefangen zwischen einer steinernen Säule und seinem warmen Oberkörper wieder.
"Reicht dir das?" Carsons raue Stimme ließ ihr einen Schauer den Rücken hinunter laufen und sie spürte, dass sich die Härchen auf ihren Armen aufstellten. Sie war sich sicher, dass der Mann wusste, was er mit ihr anstellte und dass er das gerade schamlos ausnutze. Und als wollte Carson sie in diesem Verdacht bestätigen, entledigte er sich im nächsten Moment seines Shirts und sorgte so dafür, dass Julias Kopf auf einmal völlig leer war. Wieso musste er aber auch so gut aussehen? Das war einfach nicht gerecht.
Unbewusst leckte Julia sich über ihre Lippen, da ihr Mund sich auf einmal sehr trocken anfühlte. "Du weißt, dass du alles von mir haben kannst, wenn du es willst. Du musst es dir nur nehmen..." Seine Worte legten sich um sie wie ein seidenes Tuch und schienen sie einzuhüllen, bis nichts mehr existierte als dieser wundervolle Mann. In diesem Moment war er ihre Welt und sie würde ihm alles geben, was er haben wollte.
Ein leises stöhnen entwich ihren Lippen, als Carsons Lippen ihren Hals hinauf wanderten. Sie lehnte den Kopf ein wenig zur Seite, um ihm mehr Spielraum zu bieten. Gleichzeitig löste sie ihre Hände von seinen Schultern und ließ sie langsam über seine Schultern streichen. Vorsichtig bahnten ihre Finger sich ihren Weg an seinem Schlüsselbein vorbei, über seine Brustwarzen weiter nach unten. Beinahe andächtig strich sie über jede Wölbung seines Six-Packs. Als sie am Bund seiner Hose angekommen war, hielt sie kurz inne und hob den Kopf, so dass sie ihren Partner ansehen konnte. "Du weißt, dass ich alles von dir will. Und du weißt auch, dass ich dir alles von mir gebe." Ihre Finger fuhren noch ein stück tiefer und strichen dabei wie zufällig über die Spitze seines harten Schaftes.
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Carson sog scharf die Luft ein, als eine kühle Fingerspitze über sein bestes Stück glitt. Julia spielte mit dem Feuer und es schien ihr zu gefallen. Er grinste, aber es glich mehr dem Fletschen von Zähnen, wie bei einem Raubtier das sich auf seine Beute stürzten wollte. Julia hatte ihm etwas angeboten, was er nicht ausschlagen konnte.
Er griff nach ihrem Handgelenk und schob ihre Hand ganz unter den Bund seiner Shorts. Sein eigenes Stöhnen erstickte er mit einem heißen, feuchten Kuss. Zeitgleich zog er seine Hand zurück und schob sie nun unter Julias Gürtellinie. Er fand ihre Spalte mit Leichtigkeit und zögerte nicht, erst einen, dann zwei Finger in sie hinein gleiten zu lassen. Er ließ ihr gerade genug Zeit und Luft, um einmal aufzustöhnen, ehe er sie wieder in einem Kuss einfing.

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Einen Moment lang erstarrte Julia. Sie war kein besonders spontaner Mensch - das war sie noch nie gewesen. Deshalb war sie von Carsons Geste auch ein wenig überrascht und überfordert. Sie fühlte die Hitze, die von seinem besten Stück ausging. Es zuckte leicht unter ihren Fingern und schien sich ihr beinahe entgegen zu lehnen.
Ein erschrockener Laute entwich ihren Lippen, der sich jedoch kurz darauf in ein Stöhnen verwandelte, als Carson seine Finger unter den Bund ihrer Jeans schob und problemlos ihre Mitte fand. Julia ließ ihre freie Hand wieder nach oben wandern und legte sie in Carsons Nacken, da sie befürchtete, dass ihre Beine nachgeben würden, wenn er so weiter machte. Die Säule in ihrem Rücken war in diesem Moment das einzige, was ihr noch Halt hab.
Einige Sekunden lang verlor Julia sich in dem leidenschaftlichen Kuss, so überwältigt von der Situation, dass sie nicht mehr zum Multitasking in der Lage war. Doch als sie unter ihrer Hand erneut ein ungeduldiges Pulsieren spürte, erinnerte sie sich daran, wo sich diese gerade befand... Noch etwas zögerlich schloss sie ihre Finger um Casrson Glied. Leise stöhnte sie seinen Namen, während sie langsam begann ihre Hand zu bewegen.