[2er RPG] I Hate You - I Love You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Alais

      Es war schön, dass Luciel meinem Vorschlag zustimme und darauf einging. Wir würden bestimmt wärmer mit uns beiden werden und vielleicht andere Streits vermeiden, weil wir uns besser kennenlernen würden. Er war natürlich nicht der Typ für Romantik, beziehungsweise er interpretierte die Romantik ein wenig anders, als es andere oder auch ich taten, deshalb war ich umso überraschter, was ich für eine Antwort auf meine Frage von ihm bekommen habe. Ein wenig rot wurden meine Wangen schon, die Antwort hätte ich so nicht erwartet, vor allem nicht die Sachen, die er an mir mochte. Ich musste schmunzeln, deshalb sah ich einen Moment lang weg und blickte erst wieder hoch, als ich dran war mit dem Antworten.
      "Ich fange lieber mit den Sachen an, die ich nicht an dir mag, dass es deutlich einfacher..", sprach ich und zwinkerte meinem Freund zu, bevor ich mich zurücklehnte und ihn genauer ansah. "Ich hasse es, wie launisch du sein kannst.. das bemerkst du vielleicht nicht, aber du bist manchmal launischer als eine schwangere Frau.. dass ist echt anstrengend und ich lerne noch damit umzugehen, aber ein wenig weniger würde mich nicht stören.. Dann finde ich es grausam, wie wenig Einfühlungsvermögen du manchmal an den Tag legen kannst, wobei meine positive Seite immer glaubt, du machst es extra, damit ich dir die Ohren zu vollheule..". Aufgrund meines Schmunzeln musste ich kurz aufhören, aber ich sprach schnell weiter: "Und ich mag häufig deine Sturrheit nicht.. Wie ein kleines Kind.. WObei das auch wieder eine Sache ist, die ich auch an dir mag.. Es ist sowohl seine Schwäche, als auch deine Stärke.. So gibst du nicht auf und versucht immer das zu bekommen, was du möchtest.. Ich mag auch deine Form von Romantik.. du gibst mir so wenig wie möglich davon, aber es fühlt sich in den Augenblicken so wundervoll an.. darin könnte ich schwimmen.. Und zur guter Letzt mag ich deinen Charakter.. Du bist zwar ein wahrhaftiges Arschloch, aber sonst wärst du langweilig, wenn du nicht du wärst.. Ich mag es, dass du mir konterst, dass du nicht einknickst und einfach immer schlechte Laune hast..". EIn wenig kichern musste ich dann schon, ich hatte meine Worte aber weise gewählt und ehrlich gemeint.
      "Ich bin mit Fragen dran.. wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Auch wenn ich zu Beginn die Frage nicht ganz ernst genommen hatte, schien Alais ziemlich erstaunt darüber zu sein, dass ich mich um entschieden hatte und nun doch bereit war ihre Frage zu beantworten. Alles was ich gesagt hatte war ernst gemeint und auch wenn ich es nicht immer zeigen konnte, sah ich Alais als meine feste Freundin und ich wollte niemand anderen als sie. Klar war ich niemand der sie mit Liebesbekundungen überhäufte, wie man es vielleicht tun sollte, aber sie sollte dennoch wissen wie viel sie mir bedeutete. Ob ihr das so ganz klar war, dass wusste ich natürlich nicht. Ich würde es aber eventuell heraus bekommen. Nachdem ich nun also sowohl die Punkte an ihr genannt hatte, die ich so wohl liebte als auch nicht mochte, war nun Alais an der Reihe mir die selbe Frage zu beantworten. Ich muss gestehen, dass ich nicht unbedingt hören wollte, was sie an mir nicht mochte. Allerdings war das für unsere Beziehung wichtig, also wollte ich mich mal nicht anstellen.
      "Nun ich weiß nicht so genau was mich nun mehr erstaunt, dass ich chronisch schlecht gelaunt bin oder du meine Romantik magst.", murmelte ich, musste dann aber doch lachen. "Nun an der Sache mit dem Einfühlungsvermögen versuche ich zu arbeiten...mehr oder weniger. Ich merke schon wenn ich Mist baue, es ist mir nur meistens egal. Aber dich verletzen wollte ich nie...", daraufhin strich ich ihr eine Strähne hinter das Ohr. "Ich gebe mir Mühe, taktvoller zu sein. Zumindest bei dir.", ich küsste ihr kurz die Stirn und dachte über ihre nächste Frage nach. "Drei Wünsch? Mh, vielleicht mehr Wünsche?", grinste ich amüsiert. "Okay, aber ich muss gestehen ich weiß es gar nicht so genau. Ich wäre gerne immer gesund und das wünsche ich auch den Menschen die mir wichtig sind. Superkräfte wären auch ganz geil glaube ich. Wobei...ja, ich glaube ich möchte die Welt sehen. Ich würde gerne einmal um die Welt reisen.", beantwortete ich dann ihre Frage nachdenklich und blickte dann zu ihr. "Okay, meine Frage. Wenn du dein Leben noch einmal komplett neu leben könntest, was würdest du anders machen?"


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    • Alais

      "Ich glaube, an deiner Stelle würde mich mehr treffen zu hören, dass ich chronisch schlecht gelaunt bin..", entgegnete ich und schmunzelte ein wenig. Er erklärte mir, dass er an sich arbeitete und das brachte mich wirklich zum lächeln. ich konnte erkennen, dass er es zwischendurch wirklich versuchte, besser zu sein, als er wirklich war, aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass er so toll war wie er war. Luciel war ein toller Mann, er wusste es oftmals nicht.
      Der Kuss auf meiner Stirn ließ mich aufseufzten. In seinen Armen schmelzte ich wie Butter und das wusste dieser Mitkerl auch, er nutzte es nämlich aus. Ich musste ein wenig mehr durchgreifen, mich mehr wehren, dann würde es vielleicht besser laufen, oder eher mehr nach mir laufen und nicht nach meinem Freund.
      Seine Wünsche brachten mich wieder zum schmunzeln. "ich würde auch gerne um die Welt reisen.. Wir könnten sicherlich es irgendwie zusammen tun.. Ich könnte einen Semester Pause machen und dann würden wir einfach Mal durch die Welt reisen.. Dafür würde ich auch einen Job als Kellnerin annehmen, mich wahnsinnig kurz anziehen, um anschließend von dem Trinkgeld alle unsere Flüge zu bezahlen". Ich grinste, die Idee war zwar lustig und bescheuert, aber sie war irgendwie auch ernst gemeint. Eine Reise zusammen wäre schön gewesen, sie würde uns näher bringen.
      Die Frage, die mir anschließend gestellt wurde brachte mich zum nachdenken. Die Antwort, die ich geben wollte wäre sofort: alles. Aber das wäre schwachsinnig. "ich würde dir einiges aufzählen können, aber das wäre schwachsinnig.. Wenn ich nicht alles so getan hätte, wie ich es getan habe und wäre nicht alles so passiert, wie es passiert ist, wäre ich nicht hier mit dir und ich wäre nicht die Person, die ich heute bin.. Vielleicht hätte ich mit dir früher das Gespräch gesucht, bei unserem Streit und hätte winzige Kleinigkeiten geändert, aber sonst nichts..". Ich musste lächeln am Ende, es war schön, so wie es war.
      "Ich stelle dir gerne die Gegenfrage.. Was würdest du geändert haben in deinem Leben?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "So mies gelaunt bin ich doch gar nicht.", antwortete ich amüsiert und stupste meiner Freundin mit dem Zeigefinger gegen die Stirn. Also wirklich, was man sich hier anhören musste. Natürlich war das nur scherzhaft von mir gemeint. Ich schätzte die ehrliche Natur von Alais am meisten an ihr. Lügen waren etwas, dass ich nicht ausstehen konnte. Da Stupsen nicht gerade zu rinrt guten Beziehung führte, hatte ich ihr schnell auf die Stelle einen Kuss auf ihre Stirn gehaucht. Sie war niedlich wenn sie so seufzte und ich genoss ihre Reaktion auf mich immer ungemein. Es war schön das sie es zeigte, welche Wirkung ich auf sie hatte und es erfüllte mich natürlich auch mit ungemeinen Stolz. Auch wenn ich oft gleichgültig auf die Gefühle anderer wirkte, war es mir wichtig das meine Freundin doch auf diese Art von mir dachte. Die Fragerunde entpuppte sich als äußerst gutes Mittel um sich näher zu kommen und auch wenn ich nicht unbedingt der Typ für so etwas war, empfand ich es als wichtig und sehr sinnvoll. Es würde mich Alais näher bringen und ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung, dass diese Beziehung damit auch besser funktionierte. Es war schon merkwürdig, bislang war mir so etwas nie wichtig gewesen. Wenn Beziehungen zerbrachen war es eben so, außer die Beziehung mit Rachel war es mir egal gewesen ob ich nun Single war oder nicht, Hauptsache ich hatte meinen Spaß. Richtig verliebt war ich seit dem nie gewesen.
      Nun bis jetzt. Ich war es wieder und das war erschreckend. Ich wollte das diese Beziehung funktionierte.
      "Bevor ich dich wie ein Flittchen in einer Bar herum rennen lasse, würde ich alle Kerle da drin umbringen.", antwortete ich mit den Augen rollend. "Ich würde das niemals erlauben du Vogel." Ich wuschelte daraufhin meiner Freundin durch das volle Haar. Ich Antwort auf meine nächste Frage war äußerst erwachsen und ich musste gestehen, sie dafür auch zu bewundern. Schweigend hatte ich zugehört, genickt und darüber nachgedacht. Die Gegenfrage hingegen war schwierig.
      "Ehrlich gesagt bereue ich sehr oft meinen Umzug hier her. Ich vermisse mein altes Leben ungemein. Aber es hatte auch seine positiven Seiten, immerhin habe ich dich kleine Nervensäge dadurch kennen gelernt.", antwortete ich ihr ehrlich und grinste sie beim letzten Teil amüsiert an. Einen kleinen Kuss hauchte ich ihr dabei auf die Lippen, ehe ich sie nachdenklich ansah. "Hattest du viele Kerle vor mir und hast sie geliebt?"


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    • Alais

      Ich habe lang nicht daran geglaubt gehabt, dass ich jemals eine so ernste und vor allem so eine glückliche Beziehung führen würde, denn auch wenn wir einen echt kindischen Streit hinter uns hatten, wir konnten scheinbar auch wirklich über uns sprechen und scheinbar auch erwachsen damit umgehen. Ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen und ich strahlte übers ganze Gesicht, als Luciel mir tatsächlich einen Kuss auf meine Stirn gab und irgendwie erfüllte es mich mit Stolz,dass er sonst zu allem und jeden mürrisch war, aber bei mir ganz anders sein konnte. Er war für mich anders, nur für mich und das war verrückt, aber gleichzeitig ließ es mich ihn noch mehr lieben.
      Luciel gefiel mein Vorschlag nicht, für uns Geld zu verdienen, damit wir uns einen Trip um die ganze Welt leisten könnten, aber es erfüllte mich mit Freude und Liebe, dass er es nicht zulassen würde. Ich mochte diese kleinen 'Eifersuchtreaktionen', die er von sich gab, auch wenn er sie niemals in seinem Leben zulassen würde. Er antwortete mir dann aber auf meine Frage und ich musste feststellen, dass ich für einen Moment wirklich geglaubt hatte, er würde es bereuen, mich kennengelernt und sich in mich verliebt zu haben. So richtig seine Gefühle hatte er mir natürlich nur betrunken zugegeben, aber es reichte mir vollkommen. Er reichte mir vollkommen.
      Die nächste Frage brachte mich zum grübeln, er traf es vollkommen ins schwarze. Ich dachte für einen Moment nach, bevor ich schließlich antwortete: "Ich hatte einige Kerle vor dir.. Mein letzter Freund machte genau eine Woche vor unserem kennenlernen mit mir Schluss, weil ich nicht mit ihm vögeln wollte, ohne mir sicher zu sein, dass ich es wirklich will.. Ich meine.. Jungfrau war ich zu dem Zeitpunkt nicht, aber ein Flittchen war ich auch noch nie.. Ich habe aber vielleicht vier Stück gehabt, wenn ich mich richtig entsinne.. und Gefühle hatte ich irgendwie für alle, aber im Nachhinein wusste ich, dass es nicht das war, was ich nun fühle.. Das hier ist deutlich ernster..".
      Ich sah zu Luciel und lächelte ihn sanft an, es war eine der ehrlichsten Antworten, die ich je gegeben habe über genau dieses Thema. "Ich werde keine Gegenfrage stellen, denn ich kann mir vorstellen, dass du schon immer ein Frauenheld warst und das hast du nicht verheimlichst.. Aber was mich brennend interessiert ist.. Kannst du dir wirklich vorstellen mit mir eine Zukunft zusammen zu haben, oder denkst du, dass wir.. wie soll es es sagen.. Dass ich nur für eine gewisse Zeit zu deiner Belustigung reichen werde?". Ich lächelte sanft dabei, es war in keinstem Sinne angreifend gemeint, aber ich konnte jetzt erfahren, wie ehrlich er es wirklich mit mir meinte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Wir führten das Gespräch eine ganze Weile lang fort. Ich wusste nicht genau wie viel Zeit vergangen war, seitdem wir beschlossen hatten uns etwas besser kennen zu lernen, aber ich hatte das Gefühl das ich sie nun das erste Mal kennen lernte. Was war das davor gewesen? Wieso haben wir uns nie die Zeit dafür genommen. Nein, ganz so stimmte das nicht. Es war mein Fehler. Ich hatte immer wieder abgeblockt, sobald es zu intensiv und zu nah geworden war. Das war bislang in jeder Beziehung so, abgesehen von der mit Rachel und das auch nur weil ich mit Rachel jahrelang befreundet war. Sicherlich hätte ich sie auch nicht richtig kennengelernt, ebenso wie die anderen Mädchen. Ich wollte diesen Fehler nicht noch einmal machen. Ich wollte Alais kennenlernen, ich meine richtig. Ich merkte immer mehr das ich diesen Menschen vor mir nicht kannte. Ich kannte ihre wunderschöne Hülle aber nicht die Seele darin und das war ein äußerst deprimierender Gedanke. Es war gut das wir das nachholten. Ob sie dann allerdings vor mir davon lief?
      "Oh, ich entsinne mich allerdings das ich dich schnell um den Finger gewickelt habe.", grinste ich auf ihre Aussage hin frech und neckte sie ein wenig, indem ich ihr liebevoll in die Seite stupste. "Nein, ich mache nur Spaß." ich hörte ihr eine ganze Weile lang zu, ehe sie mir eine andere Frage stellte. Eine Frage die mich doch ein wenig aus der Bahn warf.
      Das war eine intensive Frage und vor allem war auch meine Antwort darauf entscheidend. Alais stellte mir die Frage in einer sachlichen Tonlage und dieses Lächeln ...
      "Zu Beginn habe ich es wenn ich ehrlich bin nicht ernst genommen. Ich hatte meinen Spaß, du hattest in meinen Augen deinen und das hat mir gereicht. Ich war nie der Typ für eine ernste Beziehung.", antwortete ich ihr ehrlich und fuhr mir wie ich es immer tat, wenn mir Sachen unangenehm waren durch das dunkle Haar. "Ich ...sehe das jetzt anders.", nuschelte ich und blickte fast etwas verlegen zur Seite. "Ich würde mich doch nicht so Fragerunde stellen, wenn ich es nicht ernst meinen würde."


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    • Alais

      Ich würde definitiv nicht weglaufen, wenn ich noch mehr von Luciel kennenlernen würde. So einen Mann wie ihn hatte ich noch nie getroffen und noch dazu gab es niemanden, den ich so sehr geliebt hatte, wie ihn. Er war einfach.. so ausgeglichen, was die liebevolle Art und auch dieses Arschloch in ihn angeht, es gab von keiner Seite zu viel, alles wechselte sich ab und das war phantastisch an ihm.
      Ich bekam schließlich die Antwort auf eine Frage, die ich mir schon ein wenig länger gestellt hatte, ich wollte wissen, wie ernst es ihm war und wie weit ich meine Zukunftspläne gestalten und ihn mit integrieren musste. Mein Lächeln wurde noch breiter, als seine Antwort kam und Luciel ein wenig verlegen aussah. Auch meine Wangen verfärbten sich rötlicher und ich musste mit auf die Lippe beißen, wir führten also eine wirklich ernste Beziehung. "Ich habe dir ja gesagt, dass ich mir nichts mehr selbst zusammenreimen werde, sondern fragen werde,deshalb fragte ich..". Ein wenig verlegen wurde ich dann auch und ich sank meinen Blick ein wenig, wie es wohl mit uns in ein paar Jahren aussehen wird..? "Ich weiß, du hörst das nicht gerne..Luciel..", mein Blick erhob sich wieder und ich versuchte den Blickkontakt zu ihm zu suchen. "Und du muss mir auch wirklich nicht antworten..Aber..Ich liebe Dich..". Ich hatte es ihm bisher ein einziges Mal gesagt, als wir in dem alten Theater waren, aber bisher habe ich mich es auch nicht so richtig getraut, bis jetzt. Bis ich erfuhr, dass er es wirklich ernst mit mir meinte.
      "Wollen wir.. Vielleicht eine Pause machen und ich..gehe duschen?", ich wollte die Situation für ihn ein wenig lockern und schließlich sollte ich hier schlafen, da musste ich noch duschen gehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Ja, frag mich lieber bevor irgendein Chaos dabei herauskommt.", antwortete ich meiner Freundin amüsiert. Mir war es lieber sie fragte mich Löcher in den Bauch und trieb mich damit in den Wahnsinn, bevor wir am Ende wieder in einen Streit gerieten. Mal ehrlich, meine Nerven würden das nicht weiter mit machen. Wir drehten uns nur im Kreis, wenn wir nicht lernten miteinander zu reden und vielleicht war das endlich ein erster Schritt. Vielleicht würde es diese Beziehung auf eine höhere Stufe stellen, denn ganz gleich wie ungeschickt ich mich in Liebesdingen anstellte, ich wollte diese Bindung zu Alais. Ich wollte sie mehr als alles andere und dafür würde ich mir auch Mühe geben, selbst wenn das nicht jeder sehen sollte. Nur die erneute Liebesbekundung warf mich aus der Bahn und ich blickte mir roten Wangen zur Seite. Grummelnd murmelte ich undeutlich ein "Ich dich auch." Damit konnte ich nach wie vor immer noch nicht umgehen. Dieses Gefühlzeug lag mir nicht, allein diese Fragerunde war für mich schon neu, aber es war wichtig und ich würde sicherlich auch in der Gefühlsebene einen Schritt nach vorne machen. Für niemand anderen würde ich das tun, denn bislang war mir so etwas nie wichtig gewesen. Alais aber war mir wichtig und sie legte darauf wert, also musste ich mich auch beweisen. Ich war ihr dennoch ziemlich dankbar, dass sie die Stimmung versuchte aufzulockern. "Guter Plan ... uhm... soll ich uns noch einen Film aussuchen?"


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    • Alais

      Mein Satz ließ Luciel ins Grübeln kommen, es warf ihn aus der Bahn und wie ich sehen konnte wurde er sogar ein wenig rot um die Wangen. Ich strahlte, mein Lächeln wurde noch größer, während mein Herz anfing zu Rasen. Es war ein schönes Gefühl so etwas zu hören, auch wenn der Herr es nur dahin gemurmelt hatte, Fakt war, er hatte mir mehrmals an diesem Tag bewiesen, dass er Gefühle für mich hatte und das zählte.
      Ich wollte duschen gehen und scheinbar tat es auch meinem Freund gut, dass ich das Thema wechselte. " Du kannst gerne nach einem Film schauen", antwortete ich und beugte mich vor, um seine Stirn zu küssen, bevor ich mich erhob. "Darf ich.. Mich an deinem Schrank bedienen? Ich habe nichts mit, bis auf das, was ich an habe..", ich fragte ganz vorsichtig, war mir nicht sicher, wie er es finden würde, wenn ich an seine Sachen gehe. Er könnte mir aber auch selbst die Sachen geben, wenn es ihn störte, dass ich es durchwühlen würde. Ein Lächeln bildete sich wieder auf meinen Lippen und ich griff schon einmal zum Saum meiner Oberteils, um es auszuziehen und sauber zusammen zu falten. Auch meine Hose folgte, bis ich nur noch in Unterwäsche vor meinem Freund stand und auf sein OK wartete, bevor ich duschen gehen würde..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • ++ Einweihungsparty ++

      Ich hatte das Gefühl, dass es mit Alais bergauf ging. Wir stritten nicht mehr, zumindest konnte man unsere Diskussionen keinen Streit nennen. Wir begannen uns über alles mögliche zu unterhalten und ich versuchte mir mehr Zeit für sie zu nehmen, während sie versuchte nicht mehr alles so persönlich zu nehmen. Wir gaben uns beide Mühe und das merkte man. Es würde besser werden und aus meiner Sicht, ist es das auch!
      Heute war es endlich so weit das meine Einweihungsparty für die Wohnung statt fand. Endlich war sie fertig und ich hatte die armen Jungs mehr als nur eingespannt, mir weiterhin zu helfen, aber es hat sich gelohnt! Die Wohnung erstrahlte in neuem Glanz und ganz ehrlich? Ich liebte es hier! Meine Freunde aus meiner alten Schule waren so gut wie alle gekommen und die Party war schon im vollen Gange. Ich hatte extra meine Nachbarn gewarnt, dass es etwas lauter werden könnte. Glücklicherweise haben sie sich als äußerst tolerant heraus gestellt. Eine Oma wohnt mir gegenüber. So eine putzige mit weißen Locken und Blümchenkleid. Ich habe direkt Kekse bekommen und mich ein wenig wie in einer dieser Serien mit den perfekten Nachbarn gefühlt. Es war niedlich und ich hatte sie auch angenommen. Nun ... nur um dabei zuzusehen, wie Simon sie alle auffressen hatte ohne welche abzugeben. Man konnte es wirklich nur fressen nennen.
      Jetzt lag er stockbesoffen auf meinem Sofa - selbst Schuld. Allerdings hatte ich ihm schwer davon abgeraten mir auf den neuen Teppich zu kotzen, da ich ihn ansonsten vom Balkon werfen würde.
      Alais war noch nicht da, ich hatte sie ebenfalls eingeladen. Immer wieder blickte ich auf mein Handy, wenn auch ein wenig angetrunken.


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    • Alais

      "Du gehst nirgendswo hin!", rief mein Vater und wollte mich aufhalten, aber ich wollte nicht. "Ich gehe hin,wohin ich auch immer will!". ich drehte mich um und sah wütend in seine Augen, warum mussten wir das gleiche Temperament haben. "So angezogen schon einmal gar nicht!". Mein schwarzer Rock war nicht zu kurz und das Oberteil war zwar ein wenig ligere, es verhüllte aber trotzdem das Wichtigste. Was war sein verdammtes Problem?!
      "Ich habe dir schon früher gesagt, dass ich bei diesem scheiß verdammten Treffen nicht dabei sein möchte!". Mein Vater hatte ein Treffen mit meiner Mom und meinem Bruder engagiert, damit wir uns zu viert setzen und darüber reden konnten, wie es nun weiter laufen wird. Er hatte meiner Mom schnell klar gemacht, dass er mit Luciels Mutter zusammen bleiben würde, aber er wollte es mit den Kindern geklärt haben, ich seufzte laut. "Ich bin scheiße nochmal volljährig, Dad! Ich hasse meine Mutter und kann es mir nicht einmal vorstellen, an einem Tisch zusammen mit ihr zu setzen.. Ich steige jetzt ins Auto, fahre zu der scheiß verdammten Party und werde mir die Birne wegsaufen, bis ich nur noch kotze, verstanden?!".
      Ich habe ihn wohl mit meinen Worten überrumpelt, denn ich schaffte es meine Tasche zu nehmen, nach dem Autoschlüsseln zu greifen und dann rauszulaufen, er lief mir tatsächlich nicht nach. Das Auto startete schnell, ich fuhr die ersten Straßen runter, bevor ich an der Seite anhielt, um Luciel eine SMS zu schreiben:
      "Mein Dad ist durchgedreht.. Ich bin in fünfzehn Minuten da, tut mir leid.. Soll ich noch was mitbringen? Nachschub oder so?".
      Ich war spät dran, aber daran dachte ich nicht mehr, ich wollte ein wenig Spaß haben, Luciels Freunde kennenlernen und seine Meinung dazu hören, wie ich mich in Schale für ihn geworfen hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Die Party war auf Hochtouren. Die Stimmung genial, auch wenn einige bereits betrunken auf dem Sofa hingen, ein amüsanter Anblick. Ich hatte allerdings jeden gewarnt, der mir auf meinen Teppich kotzte direkt einen Kopf kürzer gemacht wurde. Glücklicherweise hielten sich meine Gäste daran, vielleicht auch aus Angst weil ich das vollkommen ernst meinte. "Trink mit mir.", rief Simon, der sich offenbar bei mir Schutz versprach, wenn er mehr schlecht als Recht versuchte ein Gespräch mit mir zu beginnen. Der Grund dafür war ziemlich einfach und ich erkannte ihn, als ich an ihm vorbei sah und schon eine torkelnde junge Frau auf uns zu kam. Blondes gelocktes Haar, strahlend grüne Augen, wenn auch total verklärt vom Alkohol, eine massive Oberweite und ein Name den man wohl so schnell nicht vergaß: Nathalia. An sich ein verdammt nettes Mädchen, betrunken aber eine echte Katastrophe. Oh und verliebt in Simon, das mal nur so nebenbei erwähnt. Amüsiert blickte ich zu meinem Kumpel. "Und den Spaß verpassen?", hakte ich nach, woraufhin er mich finster ansah. "Benimm dich einmal wie ein Freund und weniger wie ein Arschloch." fauchte er, woraufhin ich lachend einen Arm um seine Schulter legte. "Sorry Nathalia, den hier muss ich dir kurz entführen." Dankend sah mich Simon an während wir uns eigentlich nur auf das Sofa setzten, auf dem bereits Rachel saß und ihre müde Füße vom vielen Tanzen ausruhte. "Hey meine Hübschen.", begrüßte sie uns. "Ciel wo ist deine Freundin? Ich hatte gehofft mit ihr Reden zu können. Sie sah sehr nett aus.", fragte mich die hübsche Schwarzhaarige. Woraufhin ich direkt wieder auf mein Handy blickte. "Hatte wohl Stress mit ihrem Alten.", antwortete ich und tippte meiner Freundin eine Nachricht.
      ´Nur dich.´


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    • Alais

      Ich fuhr ruhig die Straßen in dieser dunklen Nacht, ich war so oder so zu spät und da konnte ich wenigstens gesund ankommen, anstatt noch einen Unfall zu bauen. Es war um diese Uhrzeit viel los, immerhin war es Freitag Abends und die meisten wollten feiern fahren. Meine Wut gegen meinen Vater war noch immer in meinem Bauch, aber ich wollte einfach nur Luciels Freunde kennenlernen und viel Spaß mit ihm haben, wir würden ein wenig trinken, uns unterhalten.. Es würde gut werden und punkt aus. Da konnte auch mein Vater nichts gegen machen, er musste mich gehen lassen, ich war schließlich volljährig und nur weil ich unter seinem Dach wohnte hieß es nicht, dass ich auch ständig um seine Erlaubnis fragen musste. Er hatte sich mit Luciels Mutter gestritten, aber da sollte er es gefälligst selbst regeln, als ich mit Luciel Stress hatte war er auch nicht für mich da.
      Ich parkte auf dem großen Parkplatz und schnappte mir mein Handy, bevor ich den Rock etwas hoch zog und mich im Autospiegel betrachtete. Luciel sollten die Augen ausfallen bei meinem kurzen Rock, es war nur für ihn angezogen.
      "Ich bin unten", schrieb ich ihm und wartete, bis er mir die Tür aufdrücken würde. Das Klingeln würde sowieso sicherlich niemand hören, wenn es dort so voll war, wie Luciel erzählt hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Bin gleich wieder da.", entgegnete ich meinen Freunden und sprang vom Sofa. "Los Romeo!", rief mir Simon amüsiert nach, woraufhin ich ihn amüsiert ansah. "Nathalia! Simon fühlt sich schrecklich einsam!", rief ich der Blonden entgegen, die daraufhin direkt zu meinem Kumpel lief, der mich geschockt ansah und mit den Lippen ein "Arschloch.", formte. Rachel hingegen fing an zu lachen. Grinsend schüttelte ich den Kopf, drückte auf den Türöffner um meine Freundin hinauf zu lassen und öffnete meine Wohnungstür um sie direkt abzufangen, sobald sie in meinem Stockwerk ankam. Als Alais dann endlich ankam, sah ich einen Moment an ihr hinunter. "Prinzessin, ich will nicht das dich andere Kerle ansabbern nur weil du so heiß bist.", murmelte ich ihr zur Begrüßung entgegen und zog meine Freundin daraufhin an mich. Ich glaube dieses Gespräch tat uns beiden extrem gut. Ich habe das Gefühl das es nun endlich bergauf ging. "Schön das du da bist. Die meisten sind schon sturzbesoffen und ich bin auch nicht mehr ganz so nüchtern, aber ich denke es wird dir hier denoch gefallen." daraufhin drückte ich ihr einen Kuss auf die Lippen, schnappte ihre Hand und führte sie zu den anderen.
      Natürlich erregte die hübsche Frau an meiner Seite direkt die Aufmerksamkeit der anderen, die sie mit einem Jubeln begrüßten oder einem ´Du bist also diejenige die ihn endlich sesshaft werden lässt´. Sind meine Freunde nicht echte Herzchen? Ich werde sie später erwürgen.


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    • Alais

      Es dauerte einen kleinen Augenblick,da wurde mir die Tür aufgemacht und ich konnte die Treppe nach oben nehmen. Mein Freund wartete schon auf mich und die Begrüßung, die ich bekam machte mir deutlich, dass mein Outfit ihm gefiel. Ich war also gar nicht ml so schlecht, was das anging. Breit grinste ich ihn an und ließ mich begutachten, bevor ich auch Luciel musterte. Er erklärte mir kurz, was Sache war und wie es bisher lief, scheinbar habe ich das Beste verpasst und würde nun die meisten nur noch betrunken kennenlernen, trotzdem erwartete ich Spaß, ganz viel Spaß!
      Der Kuss tat mir gut, vor allem nach dem ganzen Stress mit meinem Vater und der Aufregung, die sich nun langsam legte. Der Mann meiner Träume zog mich mit rein und ich begrüßte diejeniegen, die sich auf dem Weg zu uns umdrehten. Ich kannte wirklich keinen einzigen, bis auf vielleicht Rachel, die ich ein Mal mit Luciel gesehen habe. Die meisten sprachen mir gut zu, ich konnte aber sofort erkennen, wer genau zu Luciels engeren Freundeskreis gehörte. Sie waren einfach nicht zu übersehen und genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es waren auch genau die gleichen Stimmen, die ins Telefon gebrüllt hatten, als ich zu Weihnachten zu meinen Großeltern abgehauen war.
      Mit einem freudigen Lächeln begrüßte ich Rachel, die mich mit einem Schmunzeln musterte, die Herren warfen immer mal wieder einen Blick auf mein Outfit, aber ich habe mich für jemanden ganz besonderen so schick gemacht. So ging mein Blick auch wieder für einen Moment zu Luciel und lächelte ihm gut zu, ich musste noch ein wenig warm werden, aber es würde schon Spaß machen und mir sicherlich gefallen.
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    • Luciel

      Ich war erleichtert das es meine Freundin doch noch zur Party geschafft hatte. Meine Jungs hatten mir zwar bereits eine Moralpredigt gehalten, dass es meine Aufgabe gewesen wäre sie abzuholen, aber jetzt war sie ja glücklicherweise da und die Wogen geglättet. Natürlich hatte ich doch ein etwas schlechtes Gewissen, dass sie allein herkommen musste, aber rückgängig konnte ich meine Entscheidung auch nicht mehr machen. Ich hätte es mit dem Trinken nicht übertreiben sollen. Alais war zu meiner Erleichterung nicht wütend auf mich, freute sich offenbar über die warme Begrüßung von uns allen und gesellte sich zu mir und meinen engsten Freunden auf das Sofa. Natürlich hatte Simon die Chance genutzt Alais anzusprechen, um sich so von Nathalia fern halten zu können, diese lies aber nicht locker und hing ihm nach wie vor auf Arm. Sturzbetrunken und kichernd. Grinsend blickte ich zu Simon, der wütend seine Brille nach oben schon und mich fixierte. "Grins nicht so blöde.", murrte er dann. Mein anderer bester Freund hing noch an der Bar herum und hatte erst einmal laut den Namen von Alais geschrien, als sie aufgetaucht war. Danach sich aber wieder dem Alkohol gewidmet. Besser so, der Kerl war echt anstrengend wenn er getrunken hatte. Rachel machte von allen noch den nüchternsten Eindruck, aber das war normal. Selbst wenn sie hackedicht war, wirkte sie noch absolut professionell. Mit einem strahlenden Lächeln hatte die hübsche Schwarzhaarige meine Freundin gemustert. "Du siehst fantastisch aus!", strahlte Rachel sie an und klopfte neben sich, damit Alais sich zwischen uns beide setzte. "Wir hatten gar nicht richtig die Chance uns kennenzulernen. Nochmal von vorne, ich heiße Rachel. Ich freue mich total dich kennenzulernen. Ciel ist seit er dich hat, ja richtig handzahm geworden.", stichelte sie zum Schluss gegen mich, woraufhin ich grummelnd rot wurde und zur Seite sah. "Klappe Rachel."


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    • Alais

      Mich störte es überhaupt nicht, dass ich alleine zur Party kommen musste, immerhin konnte Luciel ja seine Gäste nicht im Stich lassen nur um mich abzuholen. Ich war groß und nahm das Auto meines Vaters, er musste einfach damit klar kommen und ich war schließlich auch gesund hier angekommen. Natürlich, so wirklich bemerkte ich Luciels Bedenken nicht, aber ich hätte ihn auch nicht darauf angesprochen, hätte ich es bemerkt.
      Sie waren alle betrunken, jeder einzelne von ihnen, wie ich feststellte. Ich saß da mit meinem Bier in der Hand, wurde genau zwischen Luciel und Rachel gezogen, während sich alle unterhielten. Es wollten alle was von mir und das schlimmste war ja, dass es nicht nacheinander war, sondern gleich gleichzeitig. Letztendlich widmete ich jedem etwas meiner Aufmerksamkeit, am Ende auch der hübschen Rachel, die es als einzige schaffte normal mit mir zu reden. Ein wenig lehnte ich mich gegen Luciel an, aber mehr um sie ansehen zu können, ohne gleich meinen Kopf verdrehen zu müssen, als um wirklich mein Revier zu markieren. Ihre Worte brachten mich zum grinsen, Luciels Antwort darauf gleich noch zum Lachen. "Ich würde gerne etwas davon sehen, dass ich ihn so handzahm gestalte.. davon kann ich nämlich noch nichts sehen". Sie lachte auf meine Bemerkung hin, ich grinste selber breit und stellte sehr schnell fest, dass ich mich richtig wohl fühlte.

      ICh war vielleicht eine gute Stunde auf der Party und wollte meinen Freund gerade dazu bringen mit mir zu tanzen, als ich mein Handy bemerkte, welches klingelte. Der Name von Luciels Mutter stand auf dem Display und ich runzelte die Stirn, bevor ich hoch zu Luciel sah. "Deine Mom ruft mich an..",murmelte ich, was nichts gutes heißen würde. Sie rief mich meistens nur im Notfall an, wenn etwas los war..außerdem war es schon sehr spät,sie wusste, dass ich bei Luciel war. Ich drängte mich durch die Menge, um an ein offenes Fenster zu kommen, damit ich dran gehen konnte. Ich wollte was verstehen, die Musik war verdammt laut, aber ich verstand das Wichtigste, was sie mir sagen wollte. "Alais.. Dein Vater.. Er hatte einen Unfall, er liegt im Krankenhaus..". Ich wurde kreidebleich, es konnte doch nicht sein, dass er ausgerechnet jetzt einen Unfall hatte.. Aber Moment.. Mit welchem Wagen überhaupt?! Meine Augen suchten nach Luciel, ich wusste nicht, was ich jetzt tun sollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Die Stimmung war grandios und ich musste gestehen, dass sich auch eine ziemlich große Erleichterung in mir breit machte. Ich hatte zu Beginn ein wenig Sorge, dass Alais sich mit meinen Freunden nicht verstehen würde und umgekehrt, aber ich habe mir wohl umsonst Sorgen gemacht. Rachel und meine Freundin schienen sich bereits angefreundet zu haben, ihr neustes Hobby: Wie ärgere ich Luciel am Besten. Das ich der Leidtragende war, konnte ich glücklicherweise mit genug Alkohol überspielen, während ich nebenher Simon aufzog, der seine Verehrerin nicht los wurde. Es war alles in allem ein echt gelungener Abend. Alle lachten, die Musik war laut und sicherlich würde ich morgen den ein oder anderen Nachbarn vor der Tür stehen haben, welcher mir alles Mögliche wünschte. Aber hey, eine Einweihungsparty ohne ein wenig Ärger ist keine Party. Solange niemand die Polizei rief, war alles in bester Ordnung. Nun so weit zumindest zu meiner Theorie. Allerdings hatte ich nicht mit dem folgenden Anruf gerechnet,denn Alais erhielt. Als die Rosahaarige allerdings aufstand und mir erklärte, wer sie da anrief runzelte ich perplex die Stirn. Ich hatte zwar schon einen verklärten Blick, konnte aber sehr wohl noch die Buchstaben auf ihrem Display erkennen. Warum rief meine Mutter sie an? Warum rief sie mich nicht an, wenn es ein Problem gab?
      Als Alais aufstand um ans Fenster zu gehen, folgte ich ihr und lehnte mich an die Wand, während sie telefonierte. "Alais?", plötzlich wurde sie kreidebleich und Sorge keimte in mir auf. Es musste irgendetwas mit ihrem Vater sein, ansonsten hätte meine Mutter sie nicht angerufen und Alais so reagiert. "Was ist passiert?"


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Die Musik im Hintergrund blendete ich für den Moment aus, als meine Augen meinen Freund fanden und ich damit kämpfte nicht meine Tränen laufen zu lassen, dafür kniff ich mir auch in meinen Arm, der Schmerz lenkte es ein wenig ab. Ich fühlte mich schwach auf den Beinen und ich hatte Angst, vielleicht gleich für einen Moment umzufallen. Diese Nachricht war einfach.. Nichts für mich. Nichts für meine Nerven. "Mein Vater..", mehr brachte ich für den Moment nicht aus, ich fuhr mich übers Gesicht und blickte auf den Boden, um durchzuatmen. "Deine Mom ist total aufgefühlt und mit den Nerven am Ende.. Er ist in einen schweren Autounfall verwickelt..". Ich konnte kaum noch stehen, deshalb hielt ich mich an an der Fensterbank fest und versuchte noch einmal tief durchzuatmen. "Ich muss dahin.. Ich muss deine Mutter beruhigen.. Und.. Und ich habe die Bevollmächtigungen..ich weiß ja nicht einmal, ob er es überleben wird". Ich war schwach auf den Beinen, aber ich musste losfahren, letztendlich habe ich nicht viel getrunken, aber alle anderen waren betrunken und das nicht gerade wenig. "Scheiße", fluchte ich und fuhr mir wieder durch das Gesicht und die Haare. Warum musste es ausgerechnet an diesem Abend passieren? Ich war doch so glücklich gewesen und die Leute waren so nett, nun musste ich wirklich ins Krankenhaus und was würde mit meinem Vater werden? So sehr ich ihn auch manchmal hasste.. Es war mein Vater und ich liebte ihn ja.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Zugegeben war ich zwar extrem gut dabei und der Alkohol zeigte eindeutig seine Wirkung, aber ich bemerkte dennoch das irgendetwas mit seiner Freundin nicht stimmte. Als sie sich in den Arm zwickte, stutzte ich verwirrt und wollte ihr gerade ärgerlich auf die Finger klopfen da war Alais schon am Fensterbrett, schien mehr als nur wacklig auf den Beinen zus ein und ich konnte nichts anderes tun, als ihr hinterher zu stolpern. Ich versuchte meinen Kopf ein wenig zu klären und zu begreifen was sie mir gerade gesagt hatte. Moment Unfall? Alais erklärte mir, dass meine Mutter angerufen hatte und ihr Vater offenbar einen schweren Autounfall gehabt hatte. Okay, das war eindeutig zu viel. Ich versuchte halbwegs die Informationen zu verarbeiten, da klammerte sich meine Freundin schon ans Fensterbrett. "Okay hey, ganz ruhig.", versuchte ich sie zu beruhigen und schnappte ihren Oberarm, damit sie mir nicht zur Seite fiel. Ihre Atmung wurde hektisch, ihre Augen größer und langsam bekam ich echte Panik das sie mir zu hyperventilieren anfing. Natürlich war diese Information alles andere als einfach, aber jetzt musste ich sie erst einmal ins Krankenhaus bekommen. Hier war niemand nüchtern genug um zu fahren ...
      "Okay, ganz ruhig Alais. Wir kriegen das schon irgendwie hin.", versuchte ich sie ein wenig runter zu bekommen. Ich küsste ihr kurz auf die Stirn und drehte mich um um nach meinen Autoschlüsseln zu suchen. "Ich fahre dich.", torkelnd versuchte ich den Wohnzimmertisch anzusteuern, in der Hoffnung dort irgendwo meine Schlüssel zu haben. Moment wo war eigentlich meine Jacke? Ey, scheiße werde nüchtern Luciel!


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