[2er RPG] I Hate You - I Love You

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    • Alais

      „Ja, wird schon schief gehen“, bestätigte ich kurz und folgte meinem Freund dann auch schon aus dem Kino. Draußen war es deutlich kälter, als es vorhin war, aber ich kuschelte mich noch fester in meine Jacke ein und dann funktionierte es auch.
      Im Auto war ich dankbar, dass Luciel eine Heizung besaß, die auch wirklich warm war. Ich erhöhte mir die Sitzheizung und genoss es wirklich, wie sie mich mit Wärme umhüllte. Es war schon fast wie in seinen Armen.. „Ich habe keine Ahnung was los ist..“,antwortete ich knapp nach Luciels Frage, nahm aber das Handy raus um Google aufzurufen. „Scheinbar ein Weihnachtsfeuer oder so.. also so etwas wie ein Osterfeuer nur im Winter.. vielleicht könnten wir es uns nachher ansehen, wenn ich lebendig rauskomme?“. Ich sah zu den Herren am Lenkrad und lächelte ihn sanft an. Vielleicht könnten wir ein wenig Zeit miteinander verbringen, aber ich würde es auch verstehen, wenn Luciel keine Lust drauf hätte. Der Verkehr zog sich wirklich hin und ich seufzte leise, als sich ein kleiner Stau bildete. „Vielleicht ist es ein Zeichen?“,fragte ich mit einem Schmunzeln und sah zu Luciel rüber.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Da ich mit Religion und Feiertagen nicht sonderlich viel am Hut hatte, war es nicht verwunderlich das ich solche Dinge wie Oster- und Weihnachtsfeuer nicht kannte. In meiner Vorstellung brannte jetzt irgendwo ein riesiges Lagerfeuer und die Leute kippten sich die Birne zu. Ob das allerdings der Fall war, das blieb abzuwarten. Jedenfalls sah ich Alais mit großen Augen an und blickte etwas fragend drein. "Was zur Hölle ist ein Osterfeuer?", hakte ich dann nach, während ich den Wagen startete und dafür sorgte, dass es wärmer wurde. Ich drückte auf den kleinen Knopf an der Seite, damit die Sitzheizung für meine Freundin anging, danach setzte ich den Wagen in Bewegung. Der schwierigste Teil des Tages stand uns wohl beiden noch bevor. Jedenfalls musste ich gestehen, dass es auch mir etwas mulmig war, meine Freundin jetzt mit ihrem Alten reden zu lassen. Es war amtlich, dass mich ihr Vater hasste. Ob es daran lag, dass ich seine Prinzessin entführt hatte oder ob er ein persönliches Problem mit mir hatte, dass würde mich wohl ein Rätsel bleiben. Außer natürlich Alais fand etwas interessantes heraus. Ich wollte sie damit aber nicht auch noch belasten, sie hatte schon genug um die Ohren. Hey, dann soll mal einer schimpfen, ich sei nicht aufmerksam! Also wirklich. Der Verkehr zog sich und während ich genervt auf dem Lenkrad herum tippte, während ich mich in den Stau vor einer roten Ampel einreihte, fragte ich mich ob ich meinen Vorsatz im Auto nicht zu rauchen, einmal ausfallen lies. Ich sah es aber schon kommen, dass ich mich hinterher über den Duft in meinem Baby bzw. den Sitzen meines Baby ärgern würde. "Ein Zeichen dafür einfach auszuwandern?", hakte ich amüsiert nach und beugte mich zu ihr, um sie zu küssen. "Warten wir es ab."


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    • Alais

      Ich sah zu meinem Freund und musste schon fast lachen, als er nach dem Osterfreuer fragte. „Es ist ein riesiges Lagerfeuer.. welches eine Möglichkeit für die Menschen ist, sich die Bäuchlein vollzustopfen und sich die Birne wegzusaufen.. also eigentlich etwas ganz lustiges!“. Ich grinse weiterhin und schüttelte leicht den Kopf. „Wir könnten vielleicht nachher hinfahren und vollsaufen und hemmungslosen Sex haben.. wenn das Gespräch gleich zu viel werden sollte“. Am liebsten hatte ich den Teil mit dem hemmungslosen Sex, aber ich wusste nicht ganz, wie es bei Luciel ankommen würde. Er beugte sich vor und gab mir einen Kuss, ich beugte mich zu gerne zu ihm rüber, um ihm zu helfen. Doch es war keine so gute Idee, immerhin wollte ich etwas mehr, als einen einfachen Kuss und vertiefte diesen, bis hinter uns jemand hupte, weil es grün wurde. Ich kicherte ein wenig und zog mich zurück.
      „Auswandern wäre doch toll! Weg von hier und von allen Problemen.. wir würden nie wieder Stress haben und nur für uns da sein.. ich würde drei Kinder gebären und du würdest das Geld nach Hause bringen.. wir würden in einem Campingwagen am Rande der Stadt wohnen und glücklich bis ans Ende unserer Zeit sein..“. Mein Grinsen war bestimmt breiter als mein ganzes Gesicht, aber die Idee war doch gar nicht so schlecht. „Das wäre doch mal ein Leben!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Natürlich fand meine Freundin das amüsant, was auch sonst. Wieso stellte ich ihr eigentlich solche Fragen? Mein Verhalten färbt langsam auf die Kleine ab. Grinsend streckte ich ihr die Zunge heraus. "Fieses Stück, lachst mich knallhart aus. Ich sollte dich laufen, oder neben dem Auto her rennen lassen. Das wäre doch mal ein Anblick.", ärgerte ich sie amüsiert, stimmte uns beide aber mit einem Kuss wieder gnädig. Der Kuss wurde allerdings intensiver als ursprünglich geplant, nicht das ich etwas dagegen hatte. Nur unsere Mitmenschen schienen das anders zu sehen, unsoziales Pack. Grummelnd löste ich mich wieder von ihr und fuhr weiter, damit der Typ hinter uns nicht noch einen Tobsuchtanfall erleidet. Als mein Blick in den Rückspiegel wanderte, wäre das aber vielleicht ganz witzig gewesen. Die Haare von dem Kerl standen jetzt schon in alle Himmelsrichtungen. "Das mit dem Sex gefällt mir. Ich färbe wohl langsam auf dich ab. Ich bin so stolz, hach du wirst ja so schnell erwachsen.", lachte ich belustigt und nickte. "Wir können später tatsächlich mal hin. Wenn es nicht so weit ist, lass ich den Wagen stehen. Ob du es glaubst oder nicht, ich fahre nicht betrunken. Meinen armen Baby tue ich das nicht an.", grinsend blickte ich zu ihr "Damit mein ich mein Auto." Auch wenn ich sie etwas sticheln wollte, sorgte ihre nächste Aussage im ersten Moment für einen verwirrten Blick meinerseits, ehe ich anfing zu lachen. "Okay, das klingt nach einem Plan. Ich bin allerdings nicht so der Camping-Typ. Wie wäre es mit einer Strandhütte direkt an der Küste, da wäre ich gleich dabei.", ich wuschelte ihr leicht durch das Haar, ehe ich mich wieder auf das Fahren konzentrieren musste. "Klingt wie in einem Disney-Film. Oh Gott, ich will aber kein Prinz sein ... höchstens die Kohle, die wäre nicht schlecht."


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    • Alais

      "Vielleicht sollte ich dich mal zwei Wochen lang nicht versorgen.. sondern mal alleine machen lassen..",entgegnete ich, als Luciel das mit dem neben dem Auto herlaufen erwähnte und zwinkerte ihm zu, damit er wusste in welche Meinung meine Aussage ging. So viel Sex, wie wir in letzter hatten, das würde ein klarer Unterschied sein, aber würde ich es selbst aushalten? Ich war doch mindestens genauso notgeil, wie Luciel.. Was tat er nur mit mir?!
      Ich musste außerordentlich lachen, als die Autofahrer hinter uns ungeduldig wurden und anfingen zu hupen. "Vielleicht sollte ich mein Oberteil hinten ausziehen? Dann beruhigt er sich",sagte ich immer noch lachend und schüttelte den Kopf, während ich nach Hinten sah. "Ich werde leider viel zu anders.. Du veränderst mich und machst mich zum bösen.. Aber irgendwie gefällt mir das viel mehr!". Ich grinste ein wenig blöd vor mich hin und beobachtete den Verkehr, der vor uns mal wieder stockte. Ich seufzte und lehnte mich ein wenig mehr zurück. "Wenn ich nachher die Kraft habe und das Gespräch nicht zu viel wird, können wir zu Fuß laufen. Es ist nicht wirklich weit weg und ich denke, für dein Baby wird es deutlich besser.. vor allem wenn wir uns beide ein wenig gehen lassen".
      Natürlich wusste ich, dass Luciel damit seinen Wagen meinte, er würde mich doch niemals 'Baby' nennen.. "Der Deal steht.. Ich besorge die Strandhütte, du schwängerst mich und lässt dir einen Bauch wachsen.. Dann suchst du dir einen schlecht bezahlten Job und wir werden für immer glücklich sein..". Ich versuchte mich damit eigentlich nur abzulenken, aber so bald fuhr Luciel vor das Haus, im welchem ich leider wohnte und parkte daneben vor seiner Garage. Ich seufzte laut und schüttelte den Kopf. "Ich mache drei Kreuze im Kalender, wenn das Gespräch vorbei ist".
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    • Luciel

      Mit einem gespielt schockierten Blick sah ich zu meiner Freundin und zog einen Schmollmund. "Grausam. Du bist einfach nur grausam, wie kannst du so etwas zu deinem herzensguten Freund sagen? Schande über dich.", antwortete ich gespielt theatralisch, konnte aber nicht lange ernst bleiben und fing an zu lachen. Das war bescheuert und ich verstand mich selbst auch nicht mehr. Seit wann war ich von einer einzigen Frau nur so besessen? Ja, ich hatte Rachel ebenfalls so nah an mich heran gelassen, ich hatte Rachel geliebt und doch war das hier etwas anderes. Sie kannte ich ewig, aber Alais nicht einmal ein Jahr. Warum fühlt es sich nur so an, als würde ich sie mein Leben an bereit an meiner Seite haben? Irgh, das war gruselig und ich hatte das ungute Gefühl, dass ihre romantische Seite auf mich abfärbte - unheimlich. Als Alais davon sprach, wie sie den Autofahrer hinter sich beruhigen könnte, schnippte ich ihr leicht gegen die Stirn. "Wenn du das tust, muss ich den Kerl hinter uns töten. Niemand starrt auf die Brüste meiner Freundin, so weit kommt es noch.", grummelte ich genervt, drehte mich um und zeigte dem Autofahrer den Mittelfinger, der mich daraufhin so schockiert ansah, dass ich lachend aufs Gas drückte, damit er nicht auf die Idee kam noch die Polizei zu rufen. Das Gespräch welches ich mit Alais führte, nachdem ich in eine Seitenstraße einbog, lief in eine ziemlich interessante Richtung. "Nun wenn man weniger nach den Erwartungen anderer lebt, lebt es sich deutlich leichter.", antwortete ich ihr grinsend. "Gib es zu, ist das nicht viel besser als die Show die du zu Beginn in der Klasse abgezogen hattest?", hakte ich noch und brachte sie dann langsam nach Hause. "Das mit dem Laufen ist eine gute Idee, aber bring erst Mal das Gespräch hinter dich. Schreib mir, falls ich dich retten muss." Ich hatte das Haus angesteuert und hielt an den Parkplätzen vor ihrem Zuhause, bevor ich das kleine Stück zu mir antreten würde. Als ich angehalten hatte lehnte ich mich zu ihr hinüber und hauchte ihr einen Kuss auf die vollen und glänzenden Lippen. "Ich werde dich retten, bedenke aber bitte das mit Querstreifen garantiert nicht stehen, also lieber kein Knast fürs Erste und was die Insel angeht. Ich werde mir garantiert keinen Bauch wachsen lassen, dazu bin ich zu eitel. Ich werde auf ewig heiß sein und du darfst die Weiber am Ende alle abstechen, die mir schöne Augen machen.", stichelte ich lachend meine Freundin und wuschelte ihr durch das weiche Haar. "Hey das wird schon okay? Wir kriegen das hin. Atme tief durch und ich rede mit meiner Mum."


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    • Alais

      Ich seufzte und schüttelte kurz den Kopf. "Ich werde ihnen sicherlich nicht nur die Augen abstechen.. Wobei, ich glaube viel besser wäre es, wenn ich mich dann an deinen Hals werfe und dir den heißesten Kuss überhaupt gebe.. Dann fallen ihnen die Augen von selber aus.. Und keine wird sich trauen dich auch nur noch anzusehen",entgegnete ich grinsend und erwiderte Luciels Kuss mit vollem Vergnügen. Ich seufzte noch einmal, ließ mir durch die Haare wuscheln und öffnete schon einmal die Tür, um meine Beine rauszustrecken. "Wenn es doch nur meine Mom wäre.. Mein Vater ist auch dran.. und er wird komplizierter und deutlich schwieriger sein, als meine Mom.. Aber ich habe einen Plan, kann nur nicht versprechen, dass am Ende alles gut sein wird..",erklärte ich und sah noch einmal zu Luciel. "Aber wenn alle Stricke reißen, haben wir noch die einsame Insel oder den Strand und die drei Kinder..". Mein Lächeln war aufrichtig und ehrlich,aber genau diese Vorstellung von uns als glückliche Familie gab mir die Kraft aus dem Wagen zu steigen und meinem Freund zuzuwinken. "Ich schreibe dir..",waren meine letzten Worte, bevor ich die Tür sanft zuschlug und meine Tasche aus dem Kofferraum nahm. Mit viel Hass und sehr viel Abneigung nahm ich den Weg zu der Haustür und griff nach dem Schlüsseln, in meiner Jackentasche. Die Haustür war schnell aufgeschlossen und hinter mir zugemacht. Drinnen herrschte eine Stille, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Die Tasche warf ich in die Ecke im Flur, die Schuhe und die Jacke zog ich aus und verfrachtete sie an ihre eigentlichen Plätze, bevor ich rein ging. Im Wohnzimmer war keiner, auch in der Küche fehle von allen die Spur.
      Meinen Vater fand ich letztendlich in seinem Büro, angetrunken und voller Melancholie. So hatte ich ihn schon lange nicht mehr erlebt, zuletzt als meine Mutter uns verlassen hatte.
      "Wir müssen reden..",sagte ich kurz und schloss die Tür hinter mir. Er sah von seinem Glas auf und betrachtete mich ein wenig verwirrt. Er hatte wohl oder übel nicht mit mir gerechnet, aber ich machte mir nichts draus, sondern griff zu einem Glas und schüttete mir ein wenig von dem Scotch, welcher auf dem Schreibtisch stand.


      Eine Stunde brauchte ich, bevor ich aus dem Raum raus ging und die Tür hinter mir schloss. Ich hatte meinem Vater klar gemacht, dass er nicht ewig über mich bestimmen konnte und es eigentlich egal sein sollte, was ich tue, er sollte sich endlich um sein Leben kümmern. Ich hatte auf seinem Handy die Nummer von Luciels Mutter gewählt und den Raum verlassen. Er sollte sich nun darum kümmern und nicht ich. Ich tat das nächste Richtige: Ich warf meine Mutter aus dem Haus, es hörte wahrscheinlich die ganze Nachbarschaft, aber ich war zufrieden, genau wie alle anderen.
      "Ich bin fertig..",schrieb ich Luciel kurz und grinste breit vor mich hin. Es fühlte sich richtig gut an.
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    • Luciel

      Als ich Zuhause ankam, war abgesehen von Victoria niemand im Haus. Meine Mutter war verschwunden ohne mir auch nur eine Nachricht zu hinterlassen, was sehr untypisch für sie war und mich ehrlich gesagt beunruhigte. Normalweise war es mir ja ganz gleich, was sie so in ihrer Freizeit trieb, aber ich wusste das sie traurig war und wenn meine Mutter deprimiert war, kam sie oft auf sehr dumme Ideen. Ich ging durch das Wohnzimmer in der Hoffnung irgendeinen Anhaltspunkt zu finden, ehe etwas an meinen Beinen entlang strich. Als ich nach unten blickte, erkannte ich eine sehr eingeschnappte weißhaarige Schönheit, die eindeutig nicht genug Aufmerksamkeit bekommen hatte. "Vic, meine Schöne.", lächelte ich zärtlich und nahm meine geliebte Katze auf die Arme, ehe ich mein Gesicht in ihr weiches Fell kuschelte. "Entschuldige, dass ich so lange weg war." Ironischerweise bekam ich sogar direkt ein empörtes Maunzen zurück, was mich dahin schmelzen ließ. Ja, meine Katze eine ewige Schwachstelle. Wie es sich für eine Königin gehörte, wurde sie von mir durch die Wohnung getragen, während ich weiterhin auf der Suche nach einem Indiz für den Aufenthalt meiner Mutter war. Nach einer halben Stunde hatte ich aufgegeben und mich zusammen mit Victoria auf das Sofa gesetzt. "Ich frage mich ja ob das Gespräch von Alais und ihrem Alten gut geht.", murmelte ich meiner Katze entgegen während ich durch ihr weiches Fell strich und dafür ein zufriedenes Schnurren erntete. Fast aufs Stichwort vibrierte mein Handy und auch wenn ich zuerst angenommen hatte, es wäre meine Mum, kam eine ebenfalls lang ersehnte Nachricht meiner Freundin.

      ´Geht es dir gut? Sag mal ... du hast nicht zufälligerweise eine Ahnung wo meine Mum stecken könnte oder?´


      Diese Zeilen schickte ich ab, in der Hoffnung Alais würde daraus vielleicht schlau werden.


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    • Alais

      Ich war voller Stolz erfüllt und fühlte mich richtig gut, endlich das getan zu haben,was ich seit längerem schon tun wollte. Es war mir zunächst nicht klar,was sich nun anbannte, ich war eigentlich damit beschäftigt, was ich für das Osterfeuer anziehen würde, um Luciel zu begeistern. Nur ungern wollte ich, dass er Augen für jemanden anderen hätte,er sollte sich an mir nicht sattsehen können, das war mein Ziel!
      Seine Nachricht ließ mich kurz stocken und mich auf mein Bett setzen. Warum sollte ich wissen, wo seine Mutter war? Nun, sie war erwachsen und durfte damit alles tun, was sie wollte.
      ‘Ich habe keine Ahnung, mein Vater versuchte sie gerade anzurufen‘

      Ich runzelte die Stirn und wollte mich eigentlich um was anderes kümmern, aber es ging mir nicht aus dem Kopf.
      ‘Gibt es denn einen Grund zur Sorge?‘
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Zusammen mit Victoria lag ich auf dem Sofa herum, was sicherlich ein interessanter Anblick war. Warum? Nun meine Katze hatte beschlossen sich direkt auf meinen Oberkörper zu setzen und mich anzustarren. Nun vielleicht wie doch noch etwas verärgert? Lachend streichelte ich ihr durch das weiche Fell, kraulte sie hinter ihrem rechten Ohr und erntete dafür zufriedenes Schnurren. Victoria schien zwar nicht sonderlich glücklich zu sein, dass ich nebenher an meinem Handy saß, aber da musste sie jetzt durch. Alais Nachricht zu urteilen, war meine Mutter wohl auch nicht bei Ihnen. Okay, das hätte mich auch schwer gewundert. Stirnrunzelnd tippte ich in mein Handy.

      ´Ach, wird schon nichts sein. Meine Mum war die Tage nur so deprimiert und da neigt sie meistens dazu auf dumme Ideen zu kommen. Ich hoffe nur sie sitzt nicht in einer Bar und säuft billigen Rotwein, am Ende muss ich sie nämlich immer nach Hause tragen.´

      Ich nahm Victoria zärtlich von mir, woraufhin sie empört maunzte. "Entschuldige Prinzessin.", flüsterte ich ihr sanft zu und machte mich auf dem Weg zur Haustür, während ich Alais noch eine Nachricht schickte.

      ´Sollen wir los? ´


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    • Alais

      Ich hatte das Telefon auf mein Bett geworfen, um es hören zu aber auch um mich frei umziehen zu können. Letztendlich wollte ich definitiv nicht frieren, weshalb ich nur die Hose wechselte, jedoch in eine, die meinen Hintern ein wenig mehr hervorhob. Obenrum würde ich sowieso eine Jacke tragen, deshalb war es mir letztendlich egal, was ich da auch an hatte. Trotzdem wollte ich Luciel ein wenig den Kopf verdrehen, wenn es bisher nicht schon passiert war.. Immerhin hatte ich am Telefon was deutliches gehört: er war verrückt nach mir.
      Kurz schmunzelte ich, bevor ich mein simples und dezentes Make-Up ein wenig auffrischte. Viel mehr als ein wenig Wimperntusche und vielleicht Kayal war nicht drin, ich hatte diese Alais schon hinter mir gelassen gehabt.

      "Das werde dann wohl ich sein, wenn wir Schluss machen..".

      Ich grinste ein wenig in das Handy hinein, ich würde definitiv nicht so enden, dafür war noch immer viel zu viel Stolz in mir vorhanden und dafür wurde ich einfach nicht erzogen. Ich wurde zu einer Gewinnerin erzogen und auch, wenn es mir nicht ganz gefiel, irgendwie prägte es mich schon ein wenig.

      "Aber nur, weil mich dann keiner mehr so verwöhnt.. Wir können los.".

      Ich raste schon fast runter und griff nach den Schuhen, um in diese zu hüpfen. Eine Nacht, ein wenig Alkohol und Luciels freies Haus.. Das würde wahnsinnig viel Spaß machen, mal gut, dass ich neue Unterwäsche an hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich versuchte mir keine weiteren Gedanken zu machen und steuerte die Haustüre an, ehe ich mich dann doch entschied vielleicht etwas anderes anzuziehen. Für Alais war Weihnachten und der ganze Kitsch darum etwas Besonderes. Mich interessiert all das herzlich wenig, aber ich sollte ihr diesbezüglich entgegen kommen, nachdem sie sich heute so sehr ins Zeug gelegt hatte. Ich schickte Alais noch eine kurze Nachricht, dass ich gleich da wäre und sprintete noch einmal in mein Zimmer zurück. Victoria sah mich daraufhin etwas verstört an, als ich den Kleiderschrank schwungvoll aufmachte. "Du musst mich beraten Prinzessin.", rief ich meiner Katze zu, die erstaunlicherweise sogar hörte und meinen Schrank ansteuerte. Allerdings um sich dort drin auf einer meiner Jeans einen neuen Platz zu suchen, weniger um mir zu helfen. Grinsend schüttelte ich nur den Kopf. "Süße mein Schrank ist kein Schlafplatz." Schweren Herzens hatte ich die flauschige Schönheit aus meinem Schrank geholt, was ihr eindeutig gegen den Strich ging. Mit einem Maunzen war sie aus meinen Armen gesprungen und hatte sich wieder auf das Bett gesetzt. Ich seufzte leicht und holte mir eine schlichte schwarze Jeans, ohne irgendwelche Löcher oder Auswaschungen, dazu ein engeres weißes Shirt und darüber ein schwarzes Jackett. Ich schnappte mir dennoch meine Winterjacke und machte mich dann nachdem ich in schwarze schlichte Schuhe geschlüpft war, schnell auf den Weg nach draußen. Alais wartete bereits, was mich direkt grinsen lies ehe ich auch schon meine Freundin ansteuerte. "Wenn du nochmal vom Schluss machen am Handy quatscht, werfe ich dich in den Schnee", brummte ich ihr in einem Kuss entgegen. "Als ob ich dich gehen lassen würde."


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    • Alais

      Mein Handy vibrierte und ich erwartete schon eine Nachricht, wie langsam ich doch wäre, aber es überraschte mich zu lesen, dass er erst gleich da wäre. Ich machte ein wenig langsamer, lief noch einmal ins Badezimmer, um mich im Spiegel zu betrachten. Die Haare ließ ich offen, Luciel gefiel es deutlich mehr, aber ich flocht meine Haare ein wenig nach hinten, ließ den Rest aber offen. Es ähnelte ein wenig einer Prinzessin, aber die war ich doch auch.
      Draußen war es deutlich kälter geworden, die Sonne war auch schon untergetaucht. Ich vertrat mir ein wenig die Beine, stellte mich von einem Bein auf das andere und wartete auf der Veranda auf meinen Freund. Er kam auch schon bald auf mich zu und das Lächeln auf meinem Lippen war groß. Selbstverständlich bemerkte ich, dass sich Luciel umgezogen hatte, erwartet hatte ich es trotzdem nicht. Mein Herz schlug um einiges schneller, meine Wangen verfärbten sich auch ein wenig rosig, bevor er mich zu sich zog. Mein Freund war um einiges größer als ich, aber ich stellte mich liebend gerne auf die Zehspitzen, um im entgegen zu kommen.
      Das Grinsen auf meinen Lippen war groß, ich hätte auch solche Worte nicht von Luciel erwartet. Er wollte mich also nicht gehen lassen, dazu kam das betrunkene Gespräch und die Offenbarungen seiner Freunde, vielleicht sah er wirklich mehr darin, als sie dachte?
      "Als ob du mich gehen lassen würdest?",fragte ich nach dem Kuss neckend und grinste weiterhin vor mich hin. "Ich hoffe, dein Geldbeutel ist prall gefüllt, ich habe nämlich vor, ein wenig mehr zu trinken..". Ich hackte mich bei Luciel ein und zog ihn sanft mit mir, um mit ihm den Weg zum Fest zu nehmen. Wir mussten dabei durch einen Park laufen, im Winter und in der leichten Dunkelheit war es nun nicht das angenehmste, aber mit meinem Freund hatte ich doch nichts zu befürchten, oder?
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    • Luciel

      Ich kannte mich nicht so. Normalerweise war ich deutlich gelassener in Beziehungen, ließ all das nicht an mich heran und zog meinen Spaß vor allem anderen vor. Dieses Mal war es nicht so. Alais ging mir nicht mehr aus dem Kopf, immer wenn sie weg war, dachte ich an die kleine Nervensäge. Ich frage mich was sie tut und noch mehr kitschiges Zeug. Vielleicht haben meine Jungs recht und ich bin tatsächlich total verknallt, wer wusste das schon. Jedenfalls konnte ich nicht leugnen, dass es mich glücklich machte bei ihr zu sein. Mal sehen wohin uns die Reise geführt. Ein idealer Freund bin ich bei Weitem nicht, aber wenigstens konnte sie sich nicht beschweren, dass ihr Lover nicht heiß wäre. Ein wenig Eigenlob hat noch keinem geschadet und mein Selbstbewusstsein ist ohnehin so groß wie unser Heimatland. "Als ob du viel vertragen würdest.", stichelte ich meine Freundin, während ich mit ihr zusammen durch den Park lief. Die Stadtverwaltung ließ auch echt zu wünschen übrig. Die Laternen gehen schon seit Monaten nicht mehr und es ist teilweise stockdunkel wenn man durch den Stadtpark laufen möchte. Falls man nicht gerade eine Katze war, würde man wenn man Pech hatte echt gegen irgendwelche Bäume laufen und ich bezweifelte stark, dass Mutter Natur begeistert davon wäre. Mein Handy sorgte mit der integrierten Taschenlampe glücklicherweise für genug Licht, während ich zusammen mit der hübschen Kleinen neben mir durch den dunklen Park lief. Allerdings wurde ich das Gefühl nicht los, dass uns jemand beobachtete. Ob ich mir das wohl einbildete?


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    • Alais

      Ich ergriff Luciels Hand, als es mir ein wenig zu gruselig wurde und ich das Gefühl nicht los wurde, dass wir beobachtet wurden. Ich ergriff nicht nur seine Hand, viel mehr ergriff ich seinen Arm und rutschte noch ein wenig mehr zu ihm. "Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir hier nicht alleine sind..",entgegnete ich und drehte meinen Kopf um, um nach hinten zu sehen, aber es war viel zu dunkel. "Ich hoffe doch, dass du gut zuschlägst, falls ein perverser alter Mann hinter uns her ist, um mir an die Wäsche zu gehen..". Ich musste zu ihm sehen und lächelte ganz zart. "Ich habe übrigens die heißeste Wäsche an, die du jemals an mir gesehen hast".
      Mein Grinsen wurde breit und ich lief neben Luciel weiter. Nicht mehr lange und wir kamen aus dem Park raus. Das Feuer war schon zu sehen, jedenfalls stieg der Rauch in den Himmel. Wenige Minuten später war die Musik schon zu hören und die Menschenmenge zu sehen. Ich hielt Ausschau nach einem Platz zum sitzen und ergriff die Möglichkeit, als einer der umgekippten Baumstämme frei wurde. Sofort zog ich Luciel mit mir mit, wir hatten dann die Möglichkeit in Ruhe vor dem Feuer zu sitzen. "Ich hole Bier und du passt auf den Platz auf?".
      Die Menschen um uns herum waren lustig drauf, wärmten sich bei dem Feuer auf oder tanzten daneben. Das Weihnachtsfeuer hatte immer eine gute Stimmung und diese steckte mich auch wirklich an. Ich wollte viel Zeit mit meinem Freund verbringen, auch gerne trinken und Spaß haben. Das könnte ein lustiger Abend werden!
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    • Luciel

      Offenbar erging es nicht nur mir so, denn als Alais plötzlich erwähnte das sie ebenfalls das Gefühl hatte, dass irgendwer uns verfolgte wurde ich stutzig. Vielleicht wurde ich echt paranoid oder jetzt folgen plötzlich alle Nachwirkungen vom Alkohol, denn ich jemals in meinem konsumiert hatte. Ob ich heute nüchtern bleiben sollte? Mein Blick wanderte einen Moment hinter uns, doch war absolut nichts zu sehen. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt auch ahnen können, dass kein perverser Spinner uns beobachtete, sondern ein zierliches Mädchen, welches ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Dazu würde aber bald mehr folgen, wenn ich zu diesem Moment gewusst hätte, was Alais und mich erwartete, vielleicht hätte ich dann etwas dagegen unternehmen können ...
      "Nun ich wäre froh, wenn es nur ein Perverser wäre und kein Serienkiller oder so.", ärgerte ich meine Freundin amüsiert und trat einen Schritt näher an sie heran, als sie plötzlich von ihrer Unterwäsche anfing. Grinsend fuhr ich mit meiner Hand zu ihrer Jacke an den Ausschnitt und zog diesen etwas auf, um gespielt hinein blicken zu können. "So So."
      Da ich aber nicht unbedingt mitten in einem lausig beleuchteten Park meiner Freundin an die Wäsche wollte, lief ich mit ihr weiter, während schon ein paar vereinzelte Schneeflocken wieder ihren Weg vom dunklen Himmel hinab fanden. Schnee hatte schon etwas sehr magisches, während er so durch die Luft tanzte. Ich sah einen Moment in den dunklen Nachthimmel, an dem leider dieses Mal kein einziger Stern zu sehen war. Sicherlich bewölkt von lauter Schneewolken. Es dauerte nicht lange, da hörte man plötzlich typisch weihnachtliche Musik. Unter anderen Umständen hätte ich mich garantiert übergeben, aber in dem Augenblick nahm ich mir vor, dass Geträller zu erdulden. Nun Alais zu Liebe und weil das kleine Fest abgesehen von der katastrophalen Musik sehr nett wirkte. Ich konnte mich gar nicht richtig umsehen, da hatte mich meine Freundin direkt mit sich gezogen. Für ihren zierlichen Körper hatte sie ganz schön viel Kraft, dass musste ich ihr schon lassen. Wir fanden uns vor einem noch freien Baumstamm wieder, welche offenbar als Sitzfunktion ausgelegt waren.
      "Als ob ich dich allein durch die Menschenmenge lasse. Bleib du hier.", brummte ich dann, parkte meine Freundin auf dem Platz und kämpfte mich durch die Menschenmenge. Immer wieder mit dem Gefühl, dass mich irgendjemand beobachtete.


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    • Alais

      Es wäre alles anders gelaufen, wenn wir beide gewusst hätten, was mit dem Abend anfangen würde. Es wäre vielleicht nie so weit gekommen, aber seit dem Tag an konnte ich das Gefühl nicht loswerden, dass uns jemand verfolgte...

      Letztendlich blieb ich da und setzte mich auf den Baumstamm, als Luciel das Bier holen gehen wollte. Er konnte schon süß sein, wenn er es wollte.. Vor allem wenn er dann, wenn er nicht einen auf mürrisch und anti machen wolllte, aber auch diese Seite mochte ich an ihm. Es war so wechselhaft.. Vielleicht würde es so auch nie langweilig werden? Wobei ich zugeben musste, dass ich ihn noch nie mit jemanden so sanft umgehen sah wie mit mir.. Nun, vielleicht mit seiner Katze, die stand auch definitiv über mir, aber solange es nur die Katze war. Was hatte sie denn sonst in ihrem Leben, außer Luciel, der sie immer verwöhnte?
      Ich sah dem Herren nach, wie er in der Mange verschwand, um uns etwas Alkohol zu besorgen. Obwohl so viele Menschen um mich herum waren fühlte ich mich weiterhin unwohl, konnte aber nicht ganz sagen, was der Grund dafür war. Immerhin war ich noch nie schreckhaft gewesen, ich lief auch Nachts von Feiern alleine nach Hause, warum war es mir also jetzt unwohl?
      "Er ist schon süß..",murmelte jemand neben mir und ich spürte, wie sich dieser jemand dazu setzte. "Wie bitte?",fragte ich ein wenig irritiert und blickte zur Seite. "Was?",fragte das Mädchen neben mir und lächelte mich sanft an. Warum hatte dieses Lächeln rein gar nichts mit Nettigkeit zu tun?
      "Entschuldige bitte, der Platz ist schon besetzt..",entgegnete ich weiterhin perplex und deutete mit einer Handbewegung, dass sie sich verziehen sollte. Scheinbar war die Bemerkung nicht über Luciel gewesen, aber das Mädchen war schon ein wenig Creepy und dann verschwand sie noch! Sie war doch gerade noch neben mir gewesen.. Ich brauchte dringend ein wenig Alkohol, irgendwie sah ich Geister..
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    • Luciel

      Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich mal an dem Ausschank für Bier und anderem alkoholischen Zeug ankam. Es war eine Menge los und die Leute traten sich allein beim Alkohol holen schon gegenseitig auf die Füße. Überall wurde sich angerempelt oder angepöbelt. Ja sobald Alkohol ins Spiel kam, sank das Niveau meist drastisch. Eine etwas fülligere Dame, aber mit sehr hübschem Gesicht und großen braunen Augen hatte mir auf Wunsch zwei Glühweine gereicht mit Amaretto-Schuss. Die Tassen waren ganz niedlich mit irgendwelchen Rentieren und einer aufgemalten Schneehütte. Die Frau wünschte mir viel Spaß und schon konnte ich mich erneut durch die Menge kämpfen. Manchmal frage ich mich ja, warum die Leute so ewig vor der Bar standen, wenn sie doch einfach nur ihre Getränke abholen mussten. Als ich mich durch die Menschenmassen zwängte, nebenher jemanden ankeifte der mir auf den Fuß getreten war, huschte ein zierliches rosahaariges Mädchen mir vorbei. Ein wenig perplex sah ich ihr nach, da war sie aber auch schon verschwunden. Vielleicht hatte ich mir das auch nur eingebildet. Ich schüttelte leicht mit dem Kopf und kehrte zu meiner Freundin zurück, welche in die Menge blickte als hätte sie einen Geist gesehen. Schmunzelnd hielt ich ihr die warme Glühweintasse an die Wange. "Hey Prinzessin, träumst du?", hakte ich nach und setzte mich neben sie.


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    • Alais

      Es dauerte eine Weile, bis ich endlich Luciel erblickte und er mich auch ansprach. Noch immer war ich sichtlich verwirrt und hatte keine Ahnung, wie ich zu reagieren hatte. Hatte sie nicht gerade gesagt, dass Luciel süß war?! Der musste ich noch zeigen, wo lang es hier ging, wenn ich sie wiedersehen würde. Ich konnte nur nicht wissen, dass ich sie schon bald sehen würde und das viel zu oft..
      "Ich dachte nur, ich hätte einen Geist gesehen..",antwortete ich und lächelte meinen Freund breit an, ehe ich mir meine Tasse schnappte. Sofort erwärmte diese meine kalten Hände und der Geruch brachte mich auf andere Gedanken.
      "Glühwein anstatt Bier?",fragte ich und machte Platz, damit sich Luciel zu mir setzen konnte. Sofort kam ich ihm ein wenig näher, ich wollte ihm zwar nicht auf die Pelle rücken, aber es war kalt und ich hatte noch immer ein mulmiges Gefühl. "Und, wie findest du es hier? Zwischen all den Betrunkenen? Mindestens die Hälfte hasst hier Weihnachten, genauso wie du.. Der da zum Beispiel..". Ich deutete mit einem Kopfnicken auf einen etwas dickeren und größeren Herren, der in der Menge vor uns stand, aber nicht zu übersehen war. Sein Bart war ungepflegt..
      "Er hat wahrscheinlich Weihnachten mit Schwiegermutti, Frau und den Kindern satt.. Streit herrscht bei denen wahrscheinlich und hier säuft er mit seinen Kollegen, um ein wenig mehr Stimmung zu kriegen.. Ich wette. er vögelt eine Arbeitskollegin..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Du hast noch nicht einmal getrunken und siehst schon Geister?", hakte ich amüsiert nach, während ich mich zu ihr auf den Baumstumpf saß. Natürlich gab es weit aus bequeme Arten zu sitzen, aber irgendwie hatte es schon was. Am Lagerfeuer zu sitzen und die Wärme zu genießen, lässt einen richtig nostalgisch werden. Ich erinnere mich gerne daran, wie oft ich mit meinem Vater campen war. Ein wenig wehmütig blickte ich in meine Tasse, betrachtete das verschwommene Abbild von mir in der roten Flüssigkeit und trank schnell einen großen Schluck des heißen Getränks. Das ich mir dabei erst einmal die Zunge verbrannte, musste ja keiner wissen. Um keinen Laut von mir zu geben, habe ich mir ganz männlich auf die Lippen gebissen. Mein Blick wanderte währenddessen zu Alais. "Na du wolltest es doch weihnachtlich. Das einzig positive an dieser Jahreszeit ist der Glühwein.", antwortete ich ihr erklärend und grinste sie frech an, während schon die nächste Frage meiner Freundin folgte. Ich hatte keine Zeit für eine Antwort, den ihre interessante Ausführung zu einem älteren Herren mit schrecklichem Bart war durchaus amüsant, woraufhin ich mir ein Lachen nicht verkneifen konnte. "Meinst du? Ich finde eher das er aussieht als hätte er den Weihnachtsmann gegessen.", meinte ich dann lachend und nahm noch einen Schluck von meinem Glühwein. Dieses Mal deutlich vorsichtiger. "Aber ich bin ja fast schon richtig stolz auf dich. Du wirst langsam so gemein wie ich. Hach, mir kommen fast die Tränen.", scherzte ich lachend und strich ihr leicht durch das gefärbte Haar. "Sag mal was ist eigentlich deine Naturhaarfarbe?"


      ღ For my lovely Warlock ღ