[2er RPG] I Hate You - I Love You

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    • Alais

      Ich habe keine Ahnung, wann ich zuletzt aus war. Es war noch nicht einmal Liam derjenige, der mich so aufheiterte, es waren unsere Gespräche. Soweit ich erfuhr, war er schwul, er fand mich bloß mega cool, seit ich nicht mehr mit den Mädels abgehangen habe. Außerdem ,das erfuhr ich noch daraufhin, hatte er genauso Kummer wie ich und schon bei der Probe den Verdacht gehabt, ich bräuchte genauso Abwechslung wie er. Das fand ich so mega süß, dass ich fast kotzen musste, aber wir beließen es bei den wenigen Bieren und wollten weiter. Liam kam auf die Idee, er könnte mir seinen Lieblingsort zeigen, an dem er gern seinen Kummer überdachte. Normalerweise war ich nicht jemand, der es mochte, wenn andere auf Alkohol fuhren,aber wir waren so gut drauf, dass es mir egal war.
      Nun, kaum eine Stunde später saßen wir auf auf einem Aussichtsturm mitten im Wald und beobachteten die Sonne ,wie sie aufging.
      "Danke für alles Liam",lächelte ich zu ihm und er erwiderte es mit ebenfalls einem Lächeln. Wir blieben dort einige Zeit sitzen, sprachen darüber, was man jetzt machen konnte, oder schwiegen und jeder dachte einfach über seinen Kummer nach. Ich hatte beschlossen, es einfach zu lassen. Mich nicht zu verstellen oder es zu unterdrücken. Ich würde es einfach zulassen und sehen, was passieren würde. Das war das Beste, was ich tun könnte. Doch eigentlich, wurde mir auch klar, was ich generell mit meinem Leben anfangen wollte. Mir schossen Ideen in den Kopf, an die ich nie zuvor gedacht hatte. Aber zunächst beließ ich sie.
      Gegen Mittag fuhr mich Liam zurück nach Hause und ich bedankte mich im Auto noch herzlich bei ihm für den Abend. Er musste fast weinen, so schön empfand er das, aber irgendwie war es typisch er, dieses übertriebene. Ich stieg aus und sah zu, wie sein Auto von vor unserer Garage weg fuhr und musste seufzen. Jetzt war ich wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als ich am frühen Morgen, nun eher gesagt am frühen Mittag wach wurde, hatte ich höllische Kopfschmerzen. Mein Kopf fühlte sich an, als würde jemand mit einem Presslufthammer dagegen hämmern. Ich stöhnte vor Schmerzen und hielt mir den Kopf, als ich die Augen öffnete. Hatte ich echt soviel getrunken? Man Rachel hat sich echt nicht verändert, die Frau trinkt mich echt knallhart unter den Tisch. Glücklicherweise hatte ich keinen Filmriss und konnte mich an alles erinnern. Ob Alais wohl mit dem Typen gevögelt hat?
      Perplex blinzelte ich. Woher kam jetzt bitte der Gedanke? Waaaah, daran sind nur diese beschissenen Kopfschmerzen Schuld! Genau, die vernebeln mir noch die Sinne. Ich brauche dringend irgendeine Kopfschmerztablette! Grummelnd schleppte ich mich aus dem Bett und durchforstete unseren Medikamentenschrank nach Medizin. Offenbar war heute niemand hier. War meine Mutter etwa wieder bei ihrem Lover? Wahrscheinlich. Fassunslos blickte ich in die leere Schachtel, als ich endlich Tabletten gefunden hatte.
      Im Ernst? Ich muss zur Apotheke fahren? Heute ist Sonntag, scheiße. Welche Apotheke hat Notdienst? Boar, das gibt es doch nicht. Seufzend warf ich mich wieder ins Bett und blickte auf mein Handy. Ob ich....
      Ach, was solls. Grummelnd schrieb ich Alais eine Nachricht:
      "Hey, hast du Kopfschmerztabletten im Haus?"


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    • Alais

      Ich ließ die Tür ins Schloss fallen und meine Schlüssel auf der Kommode, bevor ich mich daran machte die Schuhe auszuziehen. Scheinbar war niemand zuhause, oder es waren alle am schlafen, wobei mein Vater nie so lange schlief. Vielleicht war er ja mit Luciels Mutter unterwegs und mein Bruder am schlafen, das würed einiges erklären.
      Ich wollte eigentlich hoch in mein Bett und schlafen gehen, da vibrierte mein Handy und ich sah drauf. Mein Blick wurde sehr perplext, als ich sah von wem die kam und ich schluckte schwer. Schicksal, ich hasse dich auch. Ich hasse dich sogar viel mehr!
      Ohne ihm zu antworten bewegte mich wieder zurück zu meinen Schuhen und zog sie an, bevor ich zu meiner Tasche griff. Natürlich hatte ich Kopfschmerztabletten im Haus vor allem in meiner Handtasche, ich war eine Frau! Ich fand die Packung und ließ meine Jacke zuhause, bewegte meinen Hitern rüber, bevor ich klingelte. Ich hielt die Packung schon hoch, um nicht viel zu reden, wobei mich schon Panik überkam. Scheiße, warum schrieb ich ihm nicht, dass ich ins Bett gehe und er sie sich vom Küchentisch abholen soll? Das wäre sowas von einfacher gewesen, aber nein natürlich musste ich den komplizierten Weg nehmen!
      "Stehe unten..",schrieb ich dem Herren und seufzte, es war schon recht kühl draußen. Aber ich war ja nur für kurz da.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als ich die Klingel hörte, blickte ich perplex von meinem Bett auf. Sie brachte mir ernsthaft die Tabletten vorbei? Das ist ja mal Service. Fragend sah ich auf mein Handy - Tatsache. Ich schleppte mich also mit meinen höllischen Kopfschmerzen und total verkatert zur Eingangstüre und öffnete diese. Oho, ihrer Kleidung nach zu urteilen hatte da jemand eine lange Nacht. "Danke."murmelte ich und nahm die Packung entgegen. "Brauchst du die wieder, wenn ja schneide ich mir einfach ein paar aus diesem Metalzeug heraus und du kannst den Rest wieder mitnehmen."murmelte ich verpennt und fasste mir direkt wieder an den Kopf. Boar, was zur Hölle hatte ich bitte getrunken, dass ich so einen Schädel hatte? Mein Blick wanderte zu Alais. "Wie war dein Abend mit deinem Märchenrpinzen?" fragte ich sie dann amüsiert.


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    • Alais

      Ich sah zu Luciel hoch, als er dir Tür öffnete und meine Gefühle machten sich breit. Enttäuschung und Glück wechselten sich gegenseitig ab, ich hatte plötzlich die Angst,mein Bewusstsein zu verlieren.
      "Schneide dir welche ab und gib mir den Rest bitte.. das sind die aus meine tasche, ich habe gerne welche bei mir",antwortete ich recht kühl und zuckte noch nicht einmal dabei.
      Innerlich war ich aufgrund seiner Bemerkung am kochen, aber äußerlich konnte ich deshalb nur zart lächeln. "Er ist nicht mein Märchenprinz.. er ist schwul und wir waren gestern unseren Kummer wegsaufen..",korrigierte ich Luciel und lächelte zart. Ich wollte noch eine dumme Bemerkung hinterher werfen ,ließ es aber sein. Ich würde meine Eifersucht nicht großartig zeigen, darüber würde er sich nur noch mehr lustig machen. Naja, mehr als jetzt konnte er sich sowieso nicht mehr über mich lustig machen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Mein Kopf pochte viel zu sehr, als das mir der Unterton in der Stimme von Alais aufgefallen wäre. Eigentlich fiel mir im Moment rein gar nichts mehr auf. Ich wollte nur noch eine Tablette einwerfen und mich wieder ins Bett schmeißen. Na Rachel würde ich was erzählen, dass lag garantiert an diesen bescheuerten Shoots die sie uns bestellt hatte. Was konnte die Frau auch soviel trinken? "Geht klar." antwortete ich knapp und holte mir eine der Einzelpackungen heraus und bat Alais einen Moment zu warten, ehe ich mir davon drei heraus schnitt und ihr die Schachtel zurückgab. Als ich mich nebenher nach ihrem Traumprinzen erkundigte, erklärte mir diese das er schwul war. Tja, dumm gelaufen. "Achso." kurz und knapp.
      "Nimm es mir nicht übel, aber ich werfe mir jetzt ein oder zwei Tabletten ein und leg mich wieder hin. Ich hab übelst den Kater." daraufhin wuschelte ich ihr durchs Haar und ging wieder ins Haus.


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    • Alais

      Ich seufzte bei seiner Bemerkung. Jap, er machte sich über mich lustig, definitiv.
      "Ja, ich gehe auch schlafen.. ",murmelte ich und nahm die Packung wieder an mich. "Träume schön von deiner Freundin",murmelte ich daraufhin noch und drehte mich um. Mist, ich wollte keine dummen Bemerkungen machen aber das lag sicherlich an der Müdigkeit.
      Ich marschierte runter ,Ohne mich wieder umzudrehen und nahm den Weg zu mir,bevor ich die Treppe hoch nahm und mich einfach auf mein Bett warf. Ich hatte mich nicht darum bemüht, mich umzuziehen oder auszuziehen. Ich wollte einfach nur weinen, schlief daraufhin aber einfach nur ein. Ich war viel zu müde von dem allen, vor allem von Gefühlen.
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    • Luciel

      Gerade als ich etwas erwidern wollte, da war sie schon weg. Perplex sah ich ihr nach und legte meinen Kopf leicht schief. Was war denn das bitte für ein Unterton? Den Kopf schief zu legen, war allerdings eine verdammt beschissene Idee und so hielt ich mir vor Schmerzen stöhnend den Kopf - yepp, scheiß Idee. Ich schloss also die Türe wieder hinter mich und warf mir direkt mit einigen Schlücken Wasser die Tabletten ein, die mir Alais vorbei gebracht hatte. Essen kam erst einmal nicht in Frage, mein Kater brachte mich gerade sprichwörtlich um und ich wollte einfach nur noch den ganzen Tag im Bett verbringen. Nun so rauchte ich schon mal nicht. Ich hatte gestern soviel geraucht, dass es mir für zwei Tage reichen sollte. Woah, ich fühle mich wie ein Aschenbecher. Katherine, meine süße Katzenprinzessin war auch nicht sonderlich begeistert und hatte sich darum auch nicht zu mir ins Bett gekuschelt. Sobald ich etwas Schlaf bekommen habe, werde ich versuchen mich in die Dusche zu schleppen. Allerdings ging mir dieser Unterton von Alais nicht aus den Kopf. War sie eifersüchtig? - Ach Quatsch, warum denn? Es war doch zwischen uns von Anfang an klar, dass wir beide das nicht ganz so ernst nehmen und sehen was passiert.


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    • Alais

      Ich lag mindestens eine Stunde schon im Bett und konnte nicht einschlafen. Nun hatte ich viel Ruhe und konnte mir Klarheit verschaffen über all das, was ich jetzt gegen und für Luciel hatte. Eines hatte ich beschlossen: Ich würde es ihm sagen. Ich würde ihm keine Szene machen oder ihn ignorieren, es war nicht fair ihm gegenüber immerhin war ich es, die das alles vergeigt hatte. Wir hatten abgemacht, keine Gefühle!
      Ich fing an stumm zu weinen und es klappte besser, als ich es dachte! Irgendwann verfiel ich in einen wunderschönen, süßen Schlaf und konnte meinen Gedanken wenigstens kurz ausweichen. Wenigstens träumte ich nichts, was in die Richtung von Luciel ging, danke Kopf, danke.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Am nächsten Morgen in der Schule fühlte ich mich immer noch wie ein durchgekauter Kaugummi. Ich werde wohl langsam echt zu alt, für solche Eskapaden - ist ja peinlich. Wenigstens waren meine Kopfschmerzen weg und flau im Magen, war mir auch nicht mehr. Dennoch hatte ich keine sonderliche Lust auf irgendwelchen Kontakt mit anderen, weshalb ich den Kopf während der Pause auf den Tisch gelegt hatte und meine Augen schloss. Warum war ich noch einmal brav zur Schule gegangen, statt heute einfach blau zu machen? Die Idioten sind doch sowieso noch alle in Weihnachtsfieber und ich finde den Feiertag nach wie vor immernoch zum kotzen. Ich verband ihn einfach mit zu vielen Erinnerungen und ich war froh, wenn diese Jahreszeit endlich vorbei war. Mit Alais hatte ich seit gestern auch kein Wort mehr gesprochen. Ich fragte mich nach wie vor, was diese Aktion von gestern überhaupt sollte. Warum war sie so zickig und schnippisch gewesen? Ich wusste beim besten Willen nicht, was ich jetzt schon wieder verbrochen hatte.


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    • Alais

      Ich war mehrmals in der Nacht wach und am Morgen fühlte ich mich noch schlimmer als zuvor. Vor allem psychisch gesehen war ich wirlich am Ende, obwohl ich mich nicht daran erinnern konnte, wann ich zuletzt wegen einen Jungen so down war. Ich musste doch maßlos übertreiben, aber warum tat mein Kopf das nun?! Es konnte doch nicht sein, dass das alles nur wegen Luciel war, mein Gott. War es eine Strafe dafür, wie ich bin?
      Nun, ich war zu fertig, um in die Schule zu gehen, weshalb ich meinem Vater schrieb, dass ich mich nict gut fühlte und deshalb im Bett bleiben würde. Ohne seine Antwort abzuwarten drehte ich mich einfach auf die andere Seite und schlief bis Mittag, um dann im Bett zu überlegen, ob ich nun Hunger hatte oder lieber weiter schlief. Verdammt, ich kam mir vor wie eines der dämlichen Mädels, die ihren Lovern nachheulten!
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    • Luciel

      Ich hatte keinen Schimmer, warum Alais heute nicht da war. Vielleicht hatte sie ja auch noch einen Kater? Naja aber eigentlich hat sie relativ fit gewirkt, wo ich sie zuletzt gesehen hatte. Naja im Vergleich zu mir, hätte an diesem Tag jeder munter gewirkt. Der Unterricht zog sich in eine gefühlte Ewigkeit und langsam aber sicher, glaubte ich das der Uhrzeiger stehen geblieben war. Wie kommt es eigentlich, dass Zuhause die Zeit rennt und in der Schule sie praktisch still steht? Gelangweilt fischte ich mein Handy heraus und schrieb unter dem Tisch eine Nachricht an die kleine Schwänzerin.

      " Hey du Schwänzer xD Du lässt mich hier echt alleine in der wohl langweiligsten Mathestunde überhaupt? Was ist passiert, Musterschülerin? Hast du nen Kater?"


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    • Alais

      Mein Handy vibierte und ich drehte mich genervt um. Ich war schon seit einigen Minuten wieder wach, mein Körper wollte nicht noch mehr schlafen. Auch wenn meine Trauer noch groß war, aber die Nachricht von Luciel ließ ich schmunzeln. Oh man was war bloß los mit mir?
      Was sollte ich ihm schreiben? Er hatte mich am Samstag auch alleine gelassen und es war ihm total egal. Warum durfte ich ihn nicht alleine lassen? Warum?

      "Du hast mich auch am Samstag alleine gelassen und ich bin nicht vor langewele gestorben..Du kriegst es hin.. Wir müssen reden, kommst du nach der Schule vorbeI?"

      Ich überlegte noch kurz, bevor ich es ihm schickte. Ich würde ihm einfach alles sagen und dann würde ich sehen, was daras werden würde. Aber es fühlte sich falsch an, es ihm nicht zu sagen und so tun, als wenn nichts wäre. Das war einfach nicht mein Stil. Ich mochte es eher die Karten einfach offen auf den Tisch zu legen, anstatt ihn selbst drauf kommen zu lassen, was los war.
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    • Luciel

      Eigentlich hatte ich mit einer ebenso bissigen Antwort gerechnet, allerdings war ihre Nachricht, anders als ich erwartet hatte. Ich runzelte ein wenig fragend die Stirn. Sie wollte mit mir reden? Ich hatte wirklich keine Ahnung worum es dabei gehen sollte. Sag bloss, sie trug mir echt immer noch den Samstag nach? Meine Güte, ich muss doch nicht permanent Zeit für sie haben. Meine Nachricht gerade war ja auch Spaß. Vielleicht sollte ich diesbezüglich wirklich mit ihr reden und das klarstellen? Aber es könnte auch um etwas ganz anderes gehen und so unsensibel wie ich eben bin, hatte ich eben keine Ahnung was es war.
      Ich schrieb ihr also zurück. Warum um alles in der Welt, hatte ich da gerade einen Zwinkersmiley hinzugefügt? Ich hasste Emojicons wie die Pest! Das war der Schlafmangel, der Restalkohol und die Verwirrung über ihre Nachricht - glasklar!

      "Geht klar, ich komm vorbei. Hab ich was angestellt? ;)"


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    • Alais

      Ich lachte bei der Nachricht, ich lachte wirklich sofort. Ich hatte null Ahnung warum und wahrscheinlich war es eher um meine Tränen zu verstecken, aber das konnte ich so nicht sagen

      "Diesmal nicht direkt. Es geht eher um mich.."


      Ich legte mein Handy zur Seite und setzte mich auf. Scheiße, ich wollte mit ihm reden aber wusste ich denn, was ich überhaupt sagen wollte? Wie sollte ich es ihm alles deutlich machen? Es war Luciel, wahrscheinlich würde er sich nur lustig über mich machen, aber das sollte er meinetwegen auch! Dann würde es mir einfacher fallen.
      "Ich habe es vergeigt..",murmelte ich um zu wissen, wie es klang. "Lustig, dass du mal nicht de Schuldige bist!". Nein, das klang viel zu blöd. "Luciel, ich habe es alles einfach vergeigt.. Wir sagten eigentlich, keine Gefühle..".
      Alles klang dämlich, egal wie ich es sagte! Ich war die mit dem großen Maul, die unbedingt damit prahlen musste, dass sie keine Gefühle kriegen würde und nun war ich die, die eifersüchtig war und ein gebrochenes Herz hatte. Zum aller ersten Mal! Nicht einmal bei meinem Ex hatte ich es, als er mich betrogen hatte und ich es mitbekam. Nie! Und ich war auch noch nie wirklich eifersüchtig und so wütend und.. Und ich kannte bisher niemanden, der Luciel auch nur etwas ähnelte.

      Seufzend ließ ich mich wieder ins Bett fallen und schob die Decke über mein Gesicht, um der Welt nicht zu zeigen, wie verzweifelt ich war. Ich würde einfach brav warten.
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    • Luciel

      Fragend blickte ich auf mein Handy und verstand spätestens jetzt nur noch Bahnhof. Es ging also um sie? Wollte sie sich vielleicht bei mir entschuldigen, weil sie so pampig war wegen Rachel? Woah, warum sind Frauen eigentlich nur so schrecklich kompliziert? Ich altere noch vorzeitig mit dem Mädchen, soviel ist sicher.
      Der Unterricht zog sich, weil ich mich permanent fragte was Alais von mir wollte, in eine unerträgliche Länge. Es war komisch, normalerweise würde mich das relativ kalt lassen. Neugieride gehörte nicht zu meinen Charaktereigenschaften, zumindest nicht im Bezug auf Menschen.
      Als irgendwann der Unterricht endete und ich mich fühlte, als hätte er sprichwörtlich eine gefühlte Woche gedauert, machte ich mich auf den Weg nach Hause beziehungsweise zu meiner Nachbarin.
      Ich schrieb ihr eine Nachricht, dass ich gleich da sein würde und stand nun vor ihrer Haustüre. Ich rauchte meine Zigarette zuende, schnippte sie zur Seite und drückte auf die Hausklingel.
      Na dann, auf in die Schlacht.


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    • Alais

      Ich wartete und wartete und wartete. Gefühlte Stunden, auch wenn es Stunden waren und ich jedes mal auf mein Handy sah. Aber ich wollte es geklärt haben, solange wir vor allem noch alleine wären.
      Ich rannte schon fast los, als ich die Klingel unten hörte und sah kurz in den Spiegel, bevor ich zur Tür ging. Ich sah Okay aus, war schon mal besser. Aber es wurde sicherlich schlimmer, als Luciel vor mir stand. Jap, es war deutlich schlimmer.
      "Hi",entgegnete ich mit einem leichten Lächeln und öffnete die Tür mehr, bevor ich ins Wohnzimmer lief und mich gegen das Sofa wartend lehnte. Ich musste mich beruhigen, sein Anblick brachte mich wieder schon fast um.
      "Hör mal.. ich bin nicht gerne das Mädchen, das dich tagelang ignorieren wird, bis du merkst, was los ist.. es ist mir lieber, ich sage es dir direkt und habe es hinter mir. Dann könnten wir uns was dazu überlegen und haben alles viel schneller rum. Okay? Aber bitte, warte mit deinem Gelache bis zum Ende. ".
      Ich lächelte ihn zart an und wartete auf sein okay. Ich bekam plötzlich langsam kalte Füße.
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    • Luciel

      Alais wirkte wie ein aufgescheuchtes Huhn, als sie mir die Türe öffnete. Sie blieb nicht einmal stehen, sondern stürmte mehr oder weniger direkt ins Wohnzimmer. Mit einem fragenden Blick sah ich ihr nach, schlüpfte erst einmal aus meinen Schuhen und folgte ihr in den größeren Raum. Sie wirkte total zerstreut und bevor ich überhaupt meinen Mund aufmachen konnte um irgendetwas zu sagen, plapperte sie schon direkt los. Ich verstand spätestens jetzt noch weniger als davor. "Wow, moment." began ich dann und hob kurz die Hand, damit sie für eine Sekunde die Klappe hielt und ich das erst einmal auf mich wirken lassen konnte. "Wovon zur Hölle sprichst du überhaupt? Worum geht es hier eigentlich?" fragte ich sie dann und für mir mit der Hand durchs Haar. Eine Angewohnheit meinerseits die ich immer an den Tag legte, wenn mich etwas verwirrte und im Moment war ich mehr als nur verwirrt.


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    • Alais

      Ich seufzte und holte tief Luft, sah noch einmal zu Luciel, bevor mein Blick auf seine Schuhe fiel. "Ich habs vergeigt.. ich habs einfach vergeigt und du hast das Recht mich so viel auszulachen, wie du nur willst.",fing ich an und stoppte kurz, um mir die Worte zu überlegen,mit denen ich es Luciel sagen wollte. "Ich hatte kein Date.. der Herr und ich wollten uns volllaufen lassen, um einfach für einen kurzen Augenblick alles zu vergessen ..Ich habe dich am Samstag mit ihr im Cafe gesehen, als ich mit dem Bus gefahren bin.. und..". Ich stoppte kurz und schüttelte den Kopf. "Das ist so dämlich.. ",murmelte ich und hob den Blick zu Luciel hoch. "Und es würde mir scheiß egal sein, wenn mir nicht das Herz in tausend verschiedene Stücke zerbrochen wäre als ich sah wie du sie angesehen hast.. ".
      Ich schluckte schwer und richtete mich auf, bevor ich etwas rumlief und mir mit den Händen über das Gesicht ging. "Ich habe nicht einmal so Gefühl, als ich meinen ex mit meiner ex besten Freundin erwischt habe! Ich habe noch nie Eifersucht gefühlt oder so viel Trauer! Und ich war die, die damit rumprahlte, ich würde keine Gefühle aufbauen.. scheiße man!".
      Ich ließ mich auf das Sofa fallen und legte die Hände auf das Gesicht. "Es tut mir wahnsinnig Leid",murmelte ich. "Gib mir ein paar tage und das ist wieder weg, versprochen".
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    • Luciel

      Und wieder ging dieser Redeschwall los und ich konnte gar nicht anders als komplett überfordert zuzuhören. Worum zur Hölle ging es hier bitte? Alais holte erst einmal so weit aus und plapperte irgendetwas vor sich hin, was mich absolut nicht kümmerte und ich hatte immer noch keinen Schimmer, was sie von mir wollte. "Vergeigt? Kein Date...ey Alais, worum zur Hölle geht es hier eigentlich?" fragte ich dann überfordert, aber da die Kleine weiterhin redete, bekam ich nach ihrer ganzen Predigt endlich das zu hören, worum es hier wirklich ging.
      Gefühle, Eifersucht...
      Ich seufzte leicht "Ich muss gestehen, dass mich das nicht unbedingt wundert. Du wirkst nicht wie jemand, der solche Dinge tun kann ohne Gefühle zu entwickeln."murmelte ich dann und setzte mich auf die Armlehne des Sofas, auf welches sie sich geworfen hatte. "Ich bin nicht böse und du wirst das auch schätzte ich nicht so einfach wegbekommen,wenn du sie nach ein paar Tagen wegebekommen würdest, dann wären es keine richtigen Gefühle." antwortete ich ihr dann und nahm ihre Hände von ihrem Gesicht.
      "Hör zu, das Mädchen mit dem ich im Café saß, ist meine Exfreundin. Auch wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen bin, bedeutet sie mir verdammt viel und ich werde keinen Bogen um sie machen. Ich kann dir jetzt noch keine Antwort auf deine Gefühle geben, dass sagte ich dir ja bereits von Anfang an. Ich muss mir darüber erst einmal klar werden und schauen was ich dir gegenüber empfinde, wenn ich es weiß, werde ich es dich wissen lassen."murmelte ich dann und beugte mich zu ihr um ihr einen Kuss auf die Stirn zu hauchen.
      "Ich schlage aber vor, dass wir erst einmal diese Bettgeschichte auf Eis legen. So ein Arsch bin nicht einmal ich, dass ich deine Gefühle ausnutze."


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