[2er RPG] I Hate You - I Love You

    • (Einen Collen würde sie auch sicherlich nehmen :P <3)

      Alais

      "Nein.. Beziehungsweise ja.. Es ist kompliziert",antwortete ich auf Luciels Frage und seufzte leise. "Meine Mom wollte alles so perfekt haben, wie man es in den Klatschmagazinen sieht.. SIe bestellte jährlich das Essen, ließ das Haus von Profis dekorieren und wollte, dass wir zu perfekt gestellten Fotos posierten, damit sie es ihren Freundinnen zeigen kann.. Dieses Jahr ist es zum ersten Mal seit langem anders.. Es ist so locker und ruhig..". Ein paar Erinnerungen stiegen in mir hoch, aber ich verdrängte sie schnell und sah zu Luciel. Sofort verbesserte sich meine Laune und die Gedanken an meine Mutter waren verschwunden.
      Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht stieg ich aus dem Auto raus und nahm die Äpfel mit, um sie ja nicht zu vergessen. Zusammen gingen wir über die Einfahrt zu der Haustür und bevor Luciel sie öffnen konnte zog ich ihn zu mir, stellte mich auf die Zehnspitzen und gab ihm einen süßen, leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen. "Ein kleiner Vorgeschmack auf deine Belohnung nachher",sagte ich und biss mir sanft auf die Lippen, während meine Augen seine fokussierten. "Damit du dich freuen kannst".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • (Das will ich doch schwer hoffen ;) :D )

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      Collen

      Zuerst ein unverständliches Stammeln, von Unsicherheit und nicht wissend ob sie mir die Frage beantworten wollte. Geduldig wartete ich ab, blickte sie eine Zeit lang schweigend an. Alais und Ihre Mutter, ein schwieriges Thema. Zwar versucht mir meine Freundin weiszumachen, dass sie mit ihrer Mum abgeschlossen hat, aber das glaube ich ihr nicht. Sie redet oft von ihr, egal ob sie sich über sie aufregt oder nicht und ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass sie ihre Mutter vermisst, auch wenn sie das niemals zugeben würde. Wenn Sie ihr egal wäre, würde sie nicht so oft von ihr anfangen. Allerdings ist das ein Thema, dass sie betrifft. Ich mag zwar ihr Freund sein, aber in so private Angelegenheiten will ich mich nicht einmischen, würde man es bei mir tun, würde ich zumindest an die Decke gehen. "Mh ... du sahst als gefakter Weihnachtsengel sicherlich süß aus.", murmelte ich um sie etwas aufzumuntern und stupste ihr mit dem Zeigefinger gegen die Wange. Als wir am Haus angekommen waren, nahm ich Alais die Äpfel aus der Hand und ging mit ihr zusammen in Richtung der Wohnung. Allerdings konnte ich die Türe nicht öffnen, da hatte mich die Kleine schon gepackt und leidenschaftlich geküsst. Ein wenig überrascht war ich ja doch, das gebe ich zu. Ich grinste zufrieden in den Kuss, legte meine Arme um ihre Hüfte und zog sie enger an mich. "Können wir nicht jetzt schon ´Nachher´feiern?", fragte ich sie amüsiert und hatte meine Hände immer noch um sie gelegt.


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    • Alais

      Luciel gefiel wohl der Vorgeschmack und ich grinste breit, als er mehr haben wollte. „Wir müssen das Nachher leider nachher machen“, kam es mir über die Lippen und ich lächelte breit. Einen Moment lang überlegte ich, kam aber dann seinem Ohr näher.. „Aber wenn wir gleich nichts zu helfen haben kann ich dir ja einen etwas größeren Vorgeschmack auf nachher geben“,hauchte ich ihm ins Ohr und küsste langsam entlang seines Halses, für einen kurzen Moment. „Vorausgesetzt du willst es auch“. Ich grinste breit und sah Luciel wieder in die Augen, während ich langsam wieder von den Zehspitzen wieder zurück ging. Er war deutlich größer als ich, aber es gehörte zu den Sachen, die mir an ihn gefielen. Ich mochte es,wenn der Kerl größer war.. vor allem aber mochte ich die leidenschaftliche Seite an ihm, dass durfte ich ihm bloß nicht sagen! Dann hätte ich nie wieder etwas davon..
      Langsam wandt ich mich ab und holte den Schlüssel raus, um die Tür zu öffnen. Drinnen noch es schon hervorragend und auch die weihnachtliche Stimmung war zu merken.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Bei meinem Glück wird es etwas zu Helfen geben.", brummte ich gespielt genervt und verhielt mich so, als hätte man mir das größte Unrecht angetan. Natürlich machte ich dabei nur Spaß, aber vielleicht war auch ein winziger Funken Wahrheit dabei. Hey, ich meine ich schleppe mich an diesem gottverdammten Feiertag durch überfüllte Straßen, in einen Einkaufsladen voller Verrückte und das nur um Äpfel zu besorgen. Wo bleibt mein Lob? Ich schnurrte zufrieden als mir meine Freundin über den Hals küsste, blickte sie aber vorwurfsvoll an, als sie sich so abrupt löste. "Du weißt, dass das Einsatz von unfairen Mitteln ist oder?" Kaum hatten wir das Haus betreten und wurden von meiner Mutter mit Dankesaussagungen bezüglich der Äpfel überhäuft, drückte sie mir schon eine silberfarbenen Schäler in die Hand. "Wärst du so lieb Luciel?" Erneut blickte ich vorwurfsvoll zu Alais. "Was habe ich dir gesagt?"
      Seufzend schnappte ich mir die Äpfel auf dem Tisch und schälte diese lustlos. "Nun mach doch nicht so ein Gesicht.", murmelte meine Mutter, woraufhin ich sie mit erhobener Augenbraue ansah. "Ich schäle Äpfel und ich hasse Äpfel, wie soll ich den sonst schauen?"
      Meine Mutter sah zu Alais und lächelte sie zärtlich an. "Seit du an seiner Seite bist, ist er viel umgänglicher geworden.", flüsterte sie ihr zu. "Ich kann dich hören, Mum."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Mein Grinsen wurde breit, natürlich wusste ich, dass ich unfair spielte, aber ich liebte es verdammt nochmal diesen Kerl zu ärgern! Und sogar mehr als das, es wurde zu meinem Hobby..
      Wir betraten das Haus und Luciel bekam schon die erste Aufgabe. Um nicht ganz so fies zu sein schnappte ich mir ein Messer und griff zu einem Apfel, um den zu schälen. Geteilte Arbeit ging deutlich schneller und ich wollte danach Luciel ein wenig auf andere Gedanken bringen. Als Luciels Mutter mit mir sprach sah ich zu ihr auf und grinste über ihre Aussage breit. Luciel war kein schlechter Mensch, er war einfach nur speziell, und das er sich ein wenig unter mir veränderte, dass merkte ich. Irgendwie wurde er zu mir auch immer anders..
      „Du bist ja nicht alleine mit den Äpfeln“,sagte ich und blickte zu Luciel, während mein Grinsen breit war. Kurz sah ich mich um, ob jemand uns noch zuhörte und beugte mich dann ein wenig zu ihm nach vorne. „Ich ermogel uns dann ein wenig Freizeit!“, flüsterte ich zu ihm rüber und zwinkerte Luciel anschließend noch zu, um deutlich zu machen, dass ich etwas in Schilde führte. Natürlich hatte ich Ideen, wie wir ein wenig dem Ganzen entkommen konnten, sonst wäre ich nicht ich!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Grinse nicht so.", murmelte ich gespielt beleidigt, als ich das Schmunzeln von meiner Freundin bemerkte. Alais machte sich offenbar wirklich einen Spaß aus der Situation - Gemeinheit. Ich habe einen verdammt schlechten Einfluss auf sie, eindeutig. Eigentlich bin ich ja selbst Schuld. Lustlos schälte ich den knallroten Apfel in meiner Hand und blickte mich ein wenig in der Küche um. überall war das Weihnachtsfieber im Haus ausgebrochen. Es roch nach Zimt, Weihnachtsdekorationen waren verteilt und der Baum glitzerte inzwischen so sehr, dass er bis zur Küche leuchtete. Erinnerte eher an eine Straßensperrung mit all dem Licht hier. Wetten man sieht die Wohnung durch die Fenster bis zum Ende der Stadt? Wenn mir heute jemand allerdings noch eine Weihnachtsmütze aufsetzt, ist aber Schluss! Natürlich hatte meine Mutter ihren Spaß daran und ich gönnte es ihr vom ganzen Herzen. Das sie allerdings mit Alais über mich tuschelte, war dann doch etwas zu viel des Guten. "Nun schmoll doch nicht Liebling.", lächelte meine Mutter entzückt, während sie eine Hand auf Alais Schulter hatte. "Unser Weihnachtsengel leistet dir doch Gesellschaft. Danke das du immer so gut auf ihn Acht gibst Alais.", lächelnd hatte sich meine Mutter dem Essen auf dem Herd und im Backofen zugewandt. Als sich meine Freundin zu mir setzte, grinste ich sie nach ihrer Aussage frech an. "Weihnachtsengel?´Du bist eher ein Teufelchen."


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    • Alais

      Mein Grinsen wollte erst recht nicht aus meinen Lippen verschwinde, als Luciel mich darauf ansprach. Er konnte es vergessen, ich würde weiterhin blöd grinsen und mir ein Spaß erlauben, während ich die Äpfel schälte. Ich konzentrierte mich auch mehr auf das Schälen, um mir nicht wehzutun, aber bei den Worten von Luciels Mutter musste ich wieder einmal breit grinsen. „Ich mache es liebend gerne“,sagte ich und blickte zu ihr hoch. Ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen, denn das alles fühlte sich nach einem während Weihnachtsfest an, nicht das, was meine Mutter veranstaltet hatte..
      „Ich bin ein Teufelchen in der Engelsgestalt“,sagte ich zu Luciels Bemerkung und machte ihm schöne Augen, um den Engel deutlich zu machen. „Aber nur wegen dir bin ich ein Teufel“. Ich musste daraufhin kurz lachen, aber ich wollte die Äpfel schnell geschält haben, deshalb ließ ich mich nicht ablenken. Mein Teil war auch schnell gemacht und ich blickte zu Luciel, um zu sehen wie weit er schon war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Luciel

      Es machte ihr Spaß, das konnte man ganz genau sehen. Kleines gemeines Ding... ich muss gestehen, ich stehe drauf, wenn sie so ist. Ich mag diese freche Art, dieses etwas fiese. Frauen die zu allem ´ja ´sagen, sind furchtbar öde. Alais ist mein kleines Biest, jemand mit dem ich mich sicherlich auch mal zoffen kann, ohne das der andere gleich sauer ist und genau das, ist perfekt! "Du siehst aus wie ein Hamster, wenn du so grinst.", ärgerte ich sie amüsiert und stupste ihr Bein mit meinem Fuß unter dem Tisch. Ich schälte weiter die blöden Äpfel, während meine Mutter uns irritiert ansah und weiter kochte. Wahrscheinlich konnte sie sich bezüglich unseres Verhaltens, keinen Reim machen, oder sie wollte es einfach nicht. Na hey, noch sind sie nicht verheiratet und wir tun nichts merkwürdiges, wenn wir zusammen sind. Als meine Freund davon sprach, dass sie der Teufel in Engelsgestalt war und das auch noch wegen mir, grinste ich sie zufrieden an. "Ich steh drauf, wenn du so bist.", flüsterte ich ihr zu, als ich mich über den Tisch gebeugt hatte um ihr das ins Ohr zu flüstern. Ich setzte mich wieder normal hin und schälte die Äpfel weiter, keine meiner Lieblingsbeschäftigungen und ich brauchte dafür fast ewig. Verdammt, wie viele scheiß Äpfel sind das eigentlich? "Mum, wie viele verdammte Äpfel kommen bitte in das Vieh das du stopfen willst? ", fragte ich sie dann, woraufhin sie mich vorwurfsvoll ansah. "So viele bis ich sage es ist genug."
      Ich seufzte leicht. "War ja klar."


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    • Alais

      Ich verzog eine Grimasse, als mich Luciel als ein Hamster bezeichnete, um ihn weiter zu ärgern. "Und du siehst aus, wie ein Lama",sagte ich stolz und mit einem noch breiteren Grinsen. Ich könnte ihn den ganzen Tag so ärgern, das machte furchtbar viel Spaß! Noch mehr Spaß mache es nur noch, ihn herauszufordern, aber dafür hatte ich noch genug Zeit.
      Da Luciel noch ein wenig Zeit für die Äpfel brauchte, griff ich zu seinen ungeschälten Äpfel und half ihm noch ein wenig, damit es schneller gehen konnte. Er sagte mir, dass er drauf steht, wenn ich so war daraufhin konnte ich ihm nur zuzwinkern und einen Kuss schicken, bevor ich mir ein wenig auf die Lippe bis. Ich mochte es, ein wenig Zuneigung von ihm zu kriegen und nahm alles,w as er mir geben konnte. "Darfst du mir gleich gerne zeigen",hauchte ich ihm zu und blickte zu seiner Mom, ich wollte nicht, dass die Erwachsenen das mitkriegen würden. Peinlich war mir das Gespräch sicherlich nicht, aber es war etwas von Luciel und mir und das sollte so bleiben.
      "Darf ich mir Luciel gleich für einen Moment ausleihen? Ich bräuchte männliche Hilfe, bevor du ihn weiter quälst..",fragte ich mit einem Lächeln Luciels Mom und sah zu ihr, natürlich mit meinem bravsten Blick, den ich nur hinkriegen konnte. Ich konnte auch anders, das wussten nur nicht alle! "Und wenn ich meinen Bruder frage wird er mich auslachen!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Verdammter Ohrwurm dein Titel :D

      Luciel

      Ein wenig perplex blickte ich Alais schon an, als sie mich als Lama bezeichnete, bis ich dann doch anfing zu lachen. "Ein Lama? Soll ich dir jetzt etwa ins Gesicht spucken?", antwortete ich ihr belustigt und piekte ihr mit dem Zeigefinger in die Wange. "Ach komm schon, ich finde Hamster ganz niedlich. Du bist ein Teddyhamster oder so. Irgendetwas ganz plüschiges.", ärgerte ich sie weiter. Natürlich brauchte ich für diese verfluchten Äpfel eine gefühlte Ewigkeit, aber meine werte Freundin schien ebenfalls von der ungeduldigen Sorte zu sein und schnappte sich einer meiner Äpfel, um mir mit dem Schälen zu helfen. Ich streckte ich daraufhin die Zunge heraus. Als sie sich dann plötzlich an meine Mutter wendete, blickte ich beide ein wenig verwundert an. Irgendetwas schien ich wieder nicht mitbekommen zu haben. "Natürlich Schätzchen.", antwortete meine Mutter mit einem zarten Lächeln und strich Alais durch das lange Haar. "Du bist so niedlich.", seufzte sie entzückt und blickte dann zu mir. "Pass gut auf sie auf, hörst du?"
      "Sie entführt mich. Sollte sie da nicht lieber auf mich aufpassen?", antwortete ich amüsiert und blickte zu meiner Freundin. "Du hast meine Mutter schon auf deine Seite gezogen, findest du das etwa fair?" Lachend schüttelte ich den Kopf und warf den geschälten Apfel in eine der Schüsseln, in denen schon ein ganzer Stapel lag.


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    • Das ist die Idee dahinter gewesen ;D

      Alais

      Es war schon dunkel draußen,als ich einen letzten Blick in den Spiegel geworfen hatte. Das Kleid, welches ich von Luciel bekommen hatte passte wie angegossen, fast wie eine zweite Haut. Ich fühlte mich wunderschön darin, und noch schöner weil wir die letzten Stunden zusammen verbracht hatten. Nachdem ich Luciel mitnehmen durfte hatte ich ihm zu gern gezeigt, wie dankbar ich war und ich hatte das Einkaufen wieder gut gemacht, das lag wohl in meinen Pflichten! Er durfte mir dann noch ein wenig deutlich machen, wie sehr ich ihn angemacht hatte, aber der Spaß hatte leider auch irgendwann ein Ende..

      Zu dem Kleid hatte ich mir eine schwarze Strumpfhose angezogen gehabt, um nicht zuhause zu frieren und entschied mich, die Haare offen zu lassen, das gefiel Luciel deutlich mehr und ich wollte ihm unbedingt gefallen. Ich hatte immer noch nicht ganz feststellen können, was es zwischen uns war, aber es fühlte sich besser an,als ich gedacht hatte und ich wollte damit ganz sicher nicht aufhören.
      Nachdem ich zufrieden mit dem war, was ich im Spiegel sah, konnte ich langsam die Treppe runter gehen. Es roch schon oben ziemlich gut, ganz anders als die anderen Feste bisher und auch die Atmosphäre war eine ganz andere. Der Tannenbaum leuchtete und gab genug Licht, so dass das große ausgemacht werden konnte, überall roch es nach leckerem Essen und Weihnachten, während unter dem Weihnachtsbaum Geschenke zu sehen waren. Ich hatte meine auch darunter gestellt gehabt, Luciel hatte Seins aber schon bekommen gehabt, oder eher die Einladung dafür! Es lief eine ruhige Musik und die Kerzen auf den Tisch flackerten ruhig umher. Fast schon wollte ich weinen, so etwas hatten wir mit meiner Mom noch nie gehabt, aber das war das, was ich mir schon immer gewünscht hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, wie Alais mich dazu bringen konnte, dass ich mir ernsthaft ein schickes Hemd für Weihnachten angezogen hatte. Nun ihre weiblichen Argumente, waren mehr als nur überzeugend gewesen ...
      Ich bin echt durch Sex erpressbar? Das ist bitter, echt bitter. Jedenfalls hat sie mich dazu bekommen und meine Mutter konnte ihre Entzückung kaum unterdrücken. Wie ich darauf kam? Ganz einfach, sie hatte permanent Bilder von mir gemacht und geseufzt, wie lange es doch her ist, dass ich ein Hemd an hatte und das ich damit genauso aussah wie mein Vater. Nun das stimmte mich zwar froh, machte mich aber genauso traurig, demnach war ich mir nicht ganz sicher ob ich das Kompliment annehmen wollte. Jedenfalls saß ich seufzend mit einem schicken schwarzen Hemd und einer Jeans ausnahmsweise mal ohne irgendwelche Löcher und Waschungen, simples grau am Tisch und wartete mit der Familie darauf, dass Alais zu uns kam. Meine Mutter hatte sich auch echt in Schale geworfen. Für ihr Alter sah sie sowieso verdammt jung aus und genug meiner männlichen Freunde hatten damals ein Auge auf sie geworfen, war für mich mehr als nur verstörend, gruselig und eklig war. Jedenfalls hatte sie ihre schwarze Lockenpracht geglättet und so war ihr Haar sogar noch länger, bis zu den Hüften. Sie trug ein schneeweißes Kleid, in dem sie aussah wie eine Puppe und dazu rot geschminkte Lippen. Offenbar hatte das Kleid Alais Vater gekauft, welcher sie seit wir hier saßen permanent anschmachtete.
      Als Alais endlich zu uns kam, seufzte ich fast schon erleichtert auf. "Na endlich, unsere Eltern bespringen sich noch und du lässt mich allein.", schmollte ich und sah sie erst dann so richtig genau an. Sie sieht in dem Kleid wirklich unglaublich aus. Sie hatte es zwar mal kurz anprobiert, aber so heraus geputzt, sah es noch besser an ihr aus. "Du siehst scharf aus.", grinste ich ihr zu.
      "Irgh, das ist meine Schwester.", hörte ich ihren kleinen Bruder nuscheln, was ich gekonnt ignorierte.

      (Hoffe es ist okay, dass ich den Bruder etwas sagen lassen habe, ansonsten streiche ich das wieder aus =) )


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    • (Klar, ich habe gegen so etwas nichts :D)

      Alais

      Mein Grinsen wurde breit,als mich Luciel ansah und noch größer, als es ihm gefiel, wie ich aussah. Ich hatte also ins Schwarze getroffen.. „du siehst auch nicht schlecht aus“, sagte ich zu Luciel und deutete mit einem fiesen Grinsen sein Hemd an. Ich hatte es geschafft!
      Mein Vater saß noch einen Augenblick in der Küche,wahrscheinlich das Essen begutachten, und ich setzte mich auf einen Stuhl neben meinen Bruder und damit genau gegenüber von Luciel, ich hatte das lieber als neben ihn. So konnte ich beim Essen immer wieder zu ihm sehen und auch meinen Vater im Blick haben, der aber wirklich gut drauf war. Ich hatte was anderes erwartet,schließlich war meine Mom nicht da, aber wie es aussah lenkte ihn Luciels Mutter richtig gut ab. Sie sah heute aber verdammt gut aus, meine Mom hatte nie so gut ausgesehen.
      Nachdem ich mich gesetzt hatte kam mein Vater samt des Hauptgastes, den er auf den Tisch genau mittig hinstellte. „Also, wenn ihr beide zusammen so kocht, könnt ihr das jeden Tag so machen!“, kam es von einem Bruder neben mir und ich konnte es nur mit einem breiten Lächeln bestätigen. Es roch und sah verdammt gut aus. „Das ist tausend prozentig besser, als das Cateringessen die letzten Jahre“, sagte ich dazu und sah zu meinem Vater mit einem Grinsen.
      „Wollen wir anfangen?“,fragte dieser und sah einmal in die Runde, bevor seine Augen bei Luciels Mom angekommen waren. Sie war nun die Frau des Hauses und gab das Kommando. Fühlte sich schon fast wie eine richtige Familie an.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Spar dir dein Grinsen, ich wurde gezwungen.", antwortete ich ihr und zog einen leichten Schmollmund, als sie mich auf mein Hemd ansprach. Ich wusste, dass das nicht unkommentiert bleiben würde, dieses kleine Biest. Ich schüttelte amüsiert den Kopf und blickte auf den Tisch vor uns. "Wen wollt ihr damit alles füttern? Das reicht ja für eine Armee.", seufzte ich und bekam von meiner Mutter nur einen kleinen Klapps auf den Rücken. "Luciel.", mahnend, was ihr nicht wirklich gelang, versuchte sie meinen Namen zu sagen, strahlte dann aber über beide Ohren, als sie die Komplimente von Alais und ihrem Bruder vernahm. "Ihr seit so süß. Ich hoffe es schmeckt euch auch.", antwortete sie ihnen lachend und führte Alais zum Tisch. Meine Mutter hatte meine Freundin schon richtig lieb gewonnen. Sie wusste zwar nicht, was zwischen uns beiden lief, aber offenbar sah sie in ihr fast schon ihre eigene Tochter. Okay, das würde dann im Verhältnis zu mir echt merkwürdig werden. Ich denke einfach nicht weiter darüber nach.

      Im kompletten Raum lag der weihnachtliche Duft in der Luft und im Hintergrund trällerte es aus dem Radio irgendwelche Weihnachtslieder. Die Texte kannte ich sowieso nur wenn ich Glück hatte bis zur Hälfte. Ich bin echt der Weihnachts-Grinch. Alais Vater verkündete mit seiner Frage dann mehr oder weniger den Beginn des Abends und meine Mutter lächelte ihn zufrieden an. "Ja, lasst uns anfangen. Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und lasst es euch schmecken.", trällerte sie glücklich.


      ღ For my lovely Warlock ღ


    • (Damit es nicht zu langweilig wird ;) )
      Alais

      Mein Vater schnitt das Fleisch zurecht, nachdem er das Okay bekommen hatte und jeder bekam etwas davon ab. Ich fühlte mich wirklich gut, mit der Musik im Hintergrund und dem wirklich phantastischem Essen, die beiden zusammen konnten wirklich gut kochen! Immer wieder sah ich zu Luciel rüber, ich mochte es ihn zu beobachten und so schlimm fand er den Abend sicherlich nicht, immerhin war nichts wirklich kitschig, ich kannte Familien bei denen es deutlich kitschiger war. Wir waren da noch sichtlich locker..
      "Ich fühle mich, wie im siebten Himmel",hörte ich meinen Bruder sagen, als er schon den dritten Nachschlag in so einer kurzen Zeit nahm. "Ich bin so froh, dass du meinen Vater nicht alleine hast kochen lassen!". Ich war erstaunt über die Tatsache, dass sich mein Bruder mit Luciels Mutter so schnell abgefunden hatte, nachdem er sich Anfangs noch mehr gewehrt hatte, als ich. "Du kannst gerne öfter kochen!". Ich musste schmunzeln und sah zu Luciels Mutter rüber, sie war eine wirklich tolle Frau und ließ uns das Monster vergessen, welches uns auf die Welt gebracht hatte.

      Der Abend fühlte sich gut an, mein Vater war gerade dabei eine Geschichte aus seiner Kindheit zu erzählen, da klingelte es an der Tür. Ich sah verwundert zu meinem Vater, aber er war auch deutlich darüber verwundert, wer es sein könnte. "Vielleicht ist es einfach ein hungriger Fremder",sagte ich schließlich und erhob mich, da ich am nächsten war, während mein Vater über die Tradition in seiner Familie sprach, einem fremden Gast immer einen Teller vorbereitet zu haben. Ich schlenderte zur Tür und öffnete diese mit einem breiten Lächeln, voller Erwartung jemanden armen und hilflosen zu treffen, der einfach eine warme Mahlzeit haben wollte, aber mir rutsche das Herz in die Hose, als ich jemanden anderen da stehen sah. Ich erstarrte und konnte kein Wort rauskriegen, als eine Kurzschlussreaktion schloss ich die Tür wieder und ging ins Wohnzimmer. "Alais?!",hörte ich sie noch rufen, aber da setzt ich mich wieder. "Jemand hat nach dem Weg gefragt",sagte ich kurz und wollte in Ruhe weiter essen, aber mir war der Appetit deutlich vergangen. Es klingelte noch einmal und ich erhob mich, bevor mein Vater etwas sagen wollte. Wortlos verschwand ich wieder zur Tür und atmete tief durch, bevor ich sie öffnete und dem Teufel ins Gesicht blickte. "Wie kannst du deiner Mutter die Tür vor der Nase zuschlagen?!",fragte sie mich und wollte sich schon an mir vorbei in das Haus quetschen. "Verschwinde einfach..",zischte ich durch die Zähne, aber da lief sie schon rein. Ich wollte sie gerade an dem Arm packen, da ließ sie die Koffer fallen und blickte ins Wohnzimmer, wo natürlich alle am Tisch saßen. "Carol?!",hörte ich von meinem Vater, der sich hastig erhob und das Besteck fallen ließ. "Was machst du hier?". "Sie wollte gerade wieder gehen!", sagte ich deutlich und sah meine eigene Mutter eindringlich an, doch sie ignorierte es wohl. "Na was wohl?! Es ist Weihnachten! Und keiner hat mich vom Flughafen abgeholt!.. Was riecht hier eigentlich so komisch, hast du wieder gekocht? Und wer hat den Baum bitte dieses Jahr geschmückt? Oh Al, Schatz.. sag jetzt bitte nicht, dass du dieses Jahr in einer künstlerischen Kriese steckst.. Ich hatte meine Hände zu Fäusten geballt und wollte schlimmes, aber mein Vater konnte es gerade noch so verhindern..
      "Carol.. In die Küche, sofort",sagte er und zog meine Mutter mit sich mit, während ich zu meinem Bruder blickte, dem vor Schreck der Mund offen stehen blieb. Ich schüttelte den Kopf, als würden wir unsere Gedanken lesen können, während in der Küche die Tür zu ging und eine laute Diskussion zu hören war. Die fröhliche Weihnachtsmusik war immer noch zu hören, wie passend..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Das strahlende Lächeln meiner Mutter war dieses Weihnachtsfest wirklich alle Mal wert gewesen. Es ist lange her, dass ich sie so glücklich gesehen habe und ganz gleich wie ich zu diesem Feiertag auch stehe, es freut mich sie so Strahlen zu sehen. Vielleicht sprach man hier von diesem kitschigen Weihnachtszauber der in der Luft lag, oder irgendein anderer Schwachsinn den ich nicht kenne, weil ich mir weder Weihnachtsfilme noch Lieber ansehe oder anhöre. Demnach war für mich auch die Musikhintergrund ein echtes Rätsel, aber ich würde lügen wäre die Atmosphäre nicht irgendwie schön. Alle saßen am Tisch, die ganze Wohnung roch nach wirklich verdammt gutem Essen und jeder wirkte so glücklich, dass ich gar nicht schlecht gelaunt sein konnte. Vielleicht war auch das der Grund, das selbst mein Gesicht ein sanftes Lächeln zierte. Meine Mutter lächelte herzlich als sie die Komplimente bekam und strich sowohl Alais als auch ihrem kleinen Bruder so liebevoll durchs Haar, als hätte sie die beiden direkt adoptiert. "Vielen Dank ihr beiden, das bedeutet mir viel. Bitte esst soviel ihr möchtet, in der Küche haben wir noch mehr." Ein wenig erwartungsvoll blickte meine Mutter zu mir, als ich mir die Gabel zum Mund führte. Oh man, diese Erwartungen. Mit leicht geröteten Wangen blickte ich zur Seite und nuschelte ein "Es schmeckt wirklich gut."
      Eine Aussage welche sie so glücklich machte, dass sie mir direkt in die Arme fiel. Ich seufzte leicht, lächelte aber und strich ihr durchs Haar. "Du bist wie ein kleines Kind, setz dich endlich."
      Lachend hatte sie sich dann ebenfalls gesetzt und wir konnten alle gemeinsam dieses Weihnachten verbringen.
      Vielleicht ...
      Vielleicht würde ich an diesem Tag doch Gefallen finden.

      Alais Vater erzählte einen Schwenk aus seiner Kindheit. Ein wenig amüsiert hob ich die Augenbraue und konnte mir ein "Wie viele Jahrhunderte ist das her?", nicht verkneifen, musste dann aber doch lachen und hörte ihm aufmerksam zu, während ich ein wenig mit den Haarsträhnen von Alais spielte welche neben mir saß. Plötzlich klingelte es an der Tür und meine Freundin erhob sich um nachzusehen.
      Als sie allerdings so schnell zurück kam und sich merkwürdig verhielt, blickte ich sie verwirrt an. "Was ist los?", flüsterte ich ihr zu, doch da klingelte es erneut, sie verschwand und ich bekam früher als mir lieb war den Grund für ihr Verhalten zu sehen.
      Die Frau welche den Raum betrat, sah aus wie aus einer Klischee-Soap entsprungen und trug dazu noch Koffer in der Hand. Das ausgerechnet diese sorry verbrauchte Person, sich als ihre Mutter herausstellte, wusste ich nicht wer schockierter war.
      "Wer sind Sie?", versuchte meine Mutter noch herauszufinden, blickte zu Alais Vater, welcher den Namen geschockt aussprach und mit der Frau in die Küche verschwand.
      Man hörte lautes Gestreite und meine Mutter wirkte mehr als nur überfordert. Wahrscheinlich tat ihr dieser Anblick ebenso weh, aber sie war viel zu herzensgut und machte sich mehr Sorgen um die Kinder. "Geht es euch gut?", fragte sie besorgt bei Alais und ihrem Bruder nach, während ich nach der Hand von meiner Freundin griff.
      "Hey ...",


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    • Alais

      Mein Blick senkte sich zu Luciel, als er meine Hand genommen hatte und ich starrte seine Hand an, während sich ein angenehmes und warmes Gefühl an der Stelle verbreitete, an der Luciels Hand auf meine traf. Meine Wut war kurz davor zu verfliegen, aber die Stimmen, die aus der Küche kamen, brachten mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Tür in der Küche ging auf und ich hörte meinen Vater kurz seufzen, als er uns ansah, doch schnell bildete sich auf seinen Lippen ein Lächeln und er blieb neben mir stehen. Sein Blick ging zu Luciels Mutter, er wirkte schon ein wenig nervös. "Schatz, das ist meine noch Ehefrau..",kam es aus seinem Mund und er deutete auf meine Mutter, die sich zu uns gesellte und einen sehr gelangweilten Eindruck machte. "Carol.. Das ist (Ihr Name*), meine neue Partnerin und die Frau, die ich liebe". Er deutete meiner Mutter auf Luciels Mutter und stellte sich auch hinter sie, um das deutlich zu machen, was er gerade gesagt hatte. Ich sah zu meiner Mutter und anschließend wieder zu meinem Vater. "Freut mich..",murmelte meine Mom und wirkte eher desinteressiert, sie wandt sich lieber dem Tannenbaum zu. Sie sah aber generell nicht wirklich passend gekleidet aus, mit ihrer sportlichen Leggins und dem ganzen Schmuck an dem Körper.. Mit ihren blonden lockigen Haaren wirkte sie wirklich wie eine Puppe.. Wie passend.
      "Das ist nicht euer Ernst, oder?",fragte ich in die Runde und schüttelte langsam den Kopf, während ich zu meinem Vater sah. "Ihr wollt jetzt hier nicht auf Happy Family tun, oder?". "Alais..",sagte mein Vater und wollte mich beruhigen, aber das brachte nichts. "Nein.. Nichts Alais.. Ich werde hier nicht bei dem ganzen Scheiß mitmachen.. Könnt ihr vergessen.. Vor allem nicht mit der da!". Ich zeigte offen auf meine Mutter und schüttelte den Kopf. "Alais.. Zügel dich", hieß es von ihr, sie wollte auch nach meinem Arm greifen, aber ich machte einen Schritt zurück. "Ich kann es einfach nicht fassen, dass du das alles hier kaputt machen willst..". "Du ziehst Weihnachten mit der fremden Frau da dem mit mir vor?", fragte meine Mutter mit einem sehr eingebildeten Unterton und ich musste lachen. "Die Frau da war mir eine bessere Mutter, als du es mein ganzes Leben lang warst.. Also bitte.. Wisst ihr was, ihr könnt mich mal.. Ich werde nicht zusehen, wie du dir das mit (Ihr Name <3) kaputt machst, Dad.. Und ganz sicher werde ich nicht mit ihr in einem Haus bleiben..". Mit einem Ruck drehte ich mich um und lief die Treppe nach oben, bevor ich die Tür hinter mir so laut zuknallte, wie es nur möglich war. Schnell schnappte ich mir eine Tasche und packte das Nötigste, was ich brauchte, bevor ich die Treppe laut runter lief und in meine Stiefel reinschlüpfte. Nachdem ich die Jacke mitgenommen hatte war ich mit einem lauten Knall verschwunden.

      Währenddessen konnte mein Vater nur fassungslos dastehen und mir nachsehen, während sich mein Bruder erhob. "Du machst immer alles kaputt..",sagte er und verschwand in seinem Zimmer. Irgendwann konnt auch mein Vater den Mut finden, sich gegen meine Mutter zu stellen. "Du machst wirklich immer alles kaputt Carol.. Geh einfach am besten in deine Hälfte des Hauses und lass uns bitte in meiner Hälfte in Ruhe..", sagte er letztendlich und sie war noch fassungsloser als wir andere.

      Ich lief in der Zeit die Straße zur Bushaltestelle runter, um mich letztendlich auf die Bank zu setzen und die Jacke zuzuschließen. Es war draußen wirklich kalt, es tobte der Sturm, aber in mir kochte es innen drin und deshalb froren nur meine Beine, die in einer Strumpfhose steckten. Ich wollte einfach auf den Bus warten und zum Bahnhof fahren, auch wenn der Bus erst in einer halben Stunde kommen sollte, wenn er überhaupt in dem Sturm fuhr. Ich versuchte am Besten an gar nichts zu denken, um meine Gefühle in den Griff zu kriegen, aber es war kaum noch möglich.



      *Entschuldige, habe ihn vergessen ._.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alles gut =) Ich bin mir gerade wegen dem Namen der Mutter nicht sicher, nennen wir sie jetzt einfach mal Isabelle =)

      Luciel

      Ich wusste nicht, wer im Moment dümmer aus der Wäsche schaute, ich oder meine Mutter. Jedenfalls versuchte Sie sich höflich zu verhalten, nickte besagter Carol zu und stellte sich ihr noch einmal angemessen vor. "Isabelle Darkbloom." Ich hatte nicht das Bedürfnis ihr meinen Namen zu nennen, weswegen ich mir die Mühe sparte und meinen Blick auf Alais richtete. Sie brodelte förmlich und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie vollständig explodieren würde. Ich konnte es meiner Freundin nicht verübeln, aber ich hoffte inständig, dass sie nichts Dummes tat. Wobei es sicherlich amüsant wäre, würde sie die Schüssel Kartoffelbrei in das Gesicht ihrer Mutter werfen. Ich würde es feiern und lachen. Die Anwesenden würden es sicherlich nicht so witzig finden, aber ich hätte meinen Spaß. Carol führte sich auf, als wäre sie die Königin des Hauses. Ich dachte ja immer, ich wäre arrogant aber die Frau übertraf mich um Welten. Was allerdings noch irritierender war, dass das größte Problem der Alten war, wie wir unser Weihnachtsfest feiern. Ernsthaft, das ist das Problem hier? Gerade als ich am überlegen war, ob ich nicht doch etwas sagen sollte, platzte der Alais-Vulkan neben mir. Ich konnte nicht leugnen, dass ich sie gerade überrascht anstarrte, aber sie hatte Recht mit dem was sie sagte. Wollten sie jetzt wirklich auf heile Welt machen? Wie lächerlich. Als Carol nach dem Arm von Alais greifen wollte, war ich aufgestanden, aber meine Freundin war einen Schritt zurück gegangen. Als sie meine Mutter verteidigte, lächelte meine Mum gerührt und wollte gerade etwas sagen, da stürmte Alais schon aus dem Haus.
      "Alais!" rief meine Mutter ihr nach und blickte flehend zu mir. "Luciel bitte, bitte geh ihr nach. Ich werde nach Dorian (das war doch der Name vom Bruder oder?XD) sehen.", sprach meine Mutter, legte die Serviette auf den Tisch und lief hektisch aus dem Raum um nach dem kleinen Bruder meiner Freundin zu sehen. Ja, sie empfand wirklich viel für die Kinder.
      Ich lief an dem Vater von Alais vorbei, blickte Carol finster an, ehe ich ihm wieder meine Aufmerksamkeit schenkte. "Klär das mit der Hexe alter Mann, sonst tue ich es und das willst du nicht.", brummte ich ihm entgegen und sah noch einmal zu Carol, die ich belustigt angrinste. "Sollte man in deinem Alter nicht wissen, wenn man unerwünscht ist? Oder hast du dir das restliche Hirn durch deine Blondierung schon weg gebleicht?", grinsend hatte ich den Raum verlassen meine Schuhe anzogen und war aus dem Haus gerannt.
      Mein Grinsen verschwand, den Alais saß nicht wie ich vermutet hatte einfach schmollend auf der Haustreppe.
      "Verdammt...",
      So schnell mich meine Beine trugen, rannte ich in die dunkle Nacht. Wo könnte Sie nur sein?


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • :*

      Alais

      Langsam legte sich meine Wut und hinterließ eine große Lücke,die sich mit Trauer füllte. Ich hasste das Gefühl traurig zu sein, viel lieber hatte ich die Wut, die mich wenigstens warm hielt, denn langsam merkte ich schon die Kälte, die sich von meinen Beinen nach oben in den Oberkörper ausbreitete. Ich zog meine Beine langsam an und legte den Kopf auf die Knie, um so viel Körperwärme zu behalten, wie es nur möglich war. Wie lange ich noch warten musste wusste ich nicht, aber ich hatte Zeit mich ein wenig um meine Gedanken zu kümmern. Ich wusste zwar,wohin ich wollte aber ich wusste langsam nicht,ob das,was ich gemacht hatte auch richtig war. Was, wenn ich erfrieren würde? Ich habe Luciel nicht einmal gesagt, wohin ich wollte und langsam breiteten sich auch Schuldgefühle in mir, ich hatte ihn sitzen gelassen.
      Die Schuldgefühle hielten nicht lange an, als jemand an mir vorbei lief und ich den Kopf hoch hob, weil ich das Gefühl hatte mich versehen zu haben. Meine Augen hatten mir wahrscheinlich ein Streich gespielt, aber ich hatte gerade Luciel gesehen, oder nicht? Er war an mir vorbei gelaufen,ob ich ihn einfach rufen sollte? Oder lief er vielleicht sogar.. weg..?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Es war zum verrückt werden. Von all dem Schnee, während dieses beschissenen Sturms sah ich gar nicht wirklich in die Ferne. Wäre sie jetzt einige Meter neben mir gestanden, wäre ich mir nicht einmal sicher, ob ich Alais erkannte hätte. Wie konnte sie nur ausgerechnet in dieses Wetter raus rennen? Warum hatte sie mich nicht mitgenommen, mitgezogen oder weiß der Teufel. Sonst wollte sie mich doch auch in jeden Scheiß integrieren und dabei haben und jetzt das? "Verdammt.", fluchte ich laut und versuchte mit der Hand einen kleinen Sichtschutz über den Augen zu bilden. Es war bitterkalt und ich hatte meine Handschuhe vergessen, weswegen meine Hände mehr Eiszapfen als menschlichen Körperteilen ähnelten. Ich wusste nicht genau ob sie nun schon blau waren oder nicht, aber selbst durch meine Winterjacke fror ich. Wäre es nicht furchtbar unmännlich jetzt zu bibbern, hätte ich es getan. "Scheiße man! ALAIS!", rief ich langsam ein wenig verzweifelt und mit der Geduld am Ende. Wenn ich sie schon nirgendwo entdecken könnte, vielleicht hörte sie mich wenigstens.


      ღ For my lovely Warlock ღ
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