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Die Frage traf mich so unerwartet, dass ich für einige Sekunden überhaupt nichts sagte. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Übernachten. Hier. In diesem Haus. Bei Alex. Mein erster Impuls war, den Blick sofort zu senken, und genau das tat ich auch. Meine Finger fanden wie von selbst zueinander und begannen, nervös aneinander herumzuspielen, während ich versuchte, die plötzlich viel zu vielen Gedanken in meinem Kopf irgendwie zu sortieren. Es war ja eigentlich ganz einfach. Er hatte…
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Für einen kurzen Moment vergaß ich tatsächlich, wie man atmete. Nicht, weil seine Worte mich überraschten, obwohl sie das natürlich taten, sondern weil seine Hand plötzlich auf meinem Oberschenkel lag. Ganz selbstverständlich. So beiläufig, als wäre es das Normalste auf der Welt. Zwei leichte Klopfer, kaum mehr als eine kleine Bestätigung für meine Worte, und trotzdem schien mein gesamter Körper diese winzige Berührung viel deutlicher wahrzunehmen als alles andere. Die Wärme seiner Finger drang …
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Als ich erwachte, war das erste Licht des Morgens bereits durch die schmalen Ritzen der Holzläden gedrungen und zeichnete blasse Streifen auf den Boden der Hütte. Einen Augenblick blieb ich noch reglos liegen und lauschte der Stille, die nur vom leisen Rascheln der Bäume und dem vereinzelten Schnauben des Wallachs draußen unterbrochen wurde. Dann erinnerte ich mich an den vergangenen Abend, an die gereinigte Ausrüstung, an Leonards Dank und vor allem an das kleine Ledersäckchen mit dem gelbliche…
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Die vergangenen zwei Wochen waren so schnell vergangen, dass ich manchmal selbst nicht wusste, wann aus einem einzelnen Besuch bei Alex etwas geworden war, das sich beinahe wie ein fester Bestandteil meines Tages anfühlte. Anfangs hatte ich noch jedes Mal darüber nachgedacht, ob es wirklich in Ordnung war, einfach nach der Schule zu ihm zu gehen. Ich hatte mich gefragt, ob ich ihn störte, ob er vielleicht Ruhe brauchte oder ob ich zu viel Zeit bei ihm verbrachte. Irgendwann hatte ich aufgehört, …
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Ich nahm das kleine Ledersäckchen vorsichtig entgegen und betrachtete es einen Augenblick, ehe ich die Schnur wieder sorgfältig darum band. „Dann werde ich es wohl morgen einmal versuchen“, sagte ich leise und ließ meinen Blick noch einmal zu den Flammen wandern. Irgendetwas an den Farben hatte mich gefesselt. Das tiefe Violett, das so unvermittelt zwischen dem Rot und Gold der Glut aufgeleuchtet hatte, dazu jene seltsamen grünen Ränder, die für einen kurzen Augenblick beinahe wie fremdes Licht …
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Seine Entschuldigung überraschte mich fast mehr als seine vorherigen Worte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er überhaupt bemerken würde, wie sehr mich seine Offenheit aus dem Gleichgewicht gebracht hatte, und noch weniger damit, dass er darauf so ruhig reagieren würde. Während er sprach, merkte ich langsam, wie sich die Anspannung in meinen Schultern löste. Ich musste nicht antworten. Ich musste nichts erklären, nichts erwidern und schon gar nicht herausfinden, was ich selbst eigentlich fü…
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Ich hatte seine Anweisung aufmerksam verfolgt und meine Finger sogleich von der Schale ferngehalten. Der beißende Geruch ließ mich ohnehin instinktiv ein wenig zurückweichen. All seine bisherige Erklärungen und Bewegungen hatte ich zutiefst verinnerlicht. Jeden Satz aufgezogen. Es war nicht kompliziert gewesen, es waren einfache Schritte und einfache Materialien, die er benutzte. Es war einfacher gewesen, als ich es mir vorgestellt habe. Es war eine angenehme Überraschung. „Das hätte ich auch oh…
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what lies beneath. [BL/HL]
Yumia - - 2er RPG Ideen
Beitragwhat lies beneath. d747b247d9213cbfa192de39c9a01359ee9aeee7.jpg “Sometimes, the truth isn’t what destroys you—it’s who you discover standing beside it.” ⚬──────────✧──────────⚬ Gesucht: Y [m oder w] | HL/BL Genre: Romanze, SoL Sonstiges: Geschichte ausbaufähig ⚬──────────✧──────────⚬ X ist ein junger Gründer eines millionenschweren Unternehmens, das innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Branche aufgestiegen ist. Trotz seines Erfolges weiß die Öffentlichkeit erstaunlich wenig über ihn. Er is…
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Seine Worte trafen mich auf eine ganz andere Weise, als ich erwartet hatte. Nicht schmerzhaft, sondern so direkt, dass ich ihnen kaum ausweichen konnte. Ich hatte tatsächlich Angst davor gehabt, für ihn irgendwann mehr Verantwortung zu werden, als ich tragen konnte. Nicht, weil ich ihm nicht helfen wollte, sondern gerade weil er mir inzwischen so wichtig geworden war. Ich wollte nicht, dass aus meiner Hilfe irgendwann eine Pflicht wurde oder dass er glaubte, ohne mich nicht zurechtzukommen. Als …
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Ich hob den Kopf, als seine Stimme die Stille der Hütte durchbrach, und sah zu ihm hinüber. Er wirkte nach der Ruhe sichtlich erholter, doch noch immer achtete ich darauf, wie vorsichtig er sich bewegte. Als er nach seiner Ausrüstung deutete, wanderte mein Blick ebenfalls zu dem Haufen aus Leder und Eisen. „Wenn Ihr Euch dabei wirklich nicht überanstrengt, können wir es versuchen“, antwortete ich und erhob mich von meinem Platz. Ich trat zu seinen Sachen und kniete mich davor, ohne eines der Stü…
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Ich schwieg einen Augenblick und sah zu ihm hinüber. „Er war streng und konnte einem das Leben bisweilen recht anstrengend machen, doch er war gutmütig, geduldig und hat mich stets unterstützt. Er hat mir vieles beigebracht.“ Damit war für mich genug gesagt, und ich wandte mich wieder meinen Kräutern zu, während seine Worte noch in meinen Gedanken nachhallten. Ich wusste sonst nicht was ich über ihn erzählen sollte. Die komplizierte Art vom alten Mann war nicht einfach zu beschreiben, mir fehlte…
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Ich konnte nicht verhindern, dass sich ein kleines Lächeln auf meinen Lippen ausbreitete, als er davon sprach, dass ich offiziell seine Vorkosterin werden sollte. „Offiziell?“, fragte ich leise und hob leicht eine Augenbraue, obwohl ich mir ziemlich sicher war, dass er meine Verlegenheit trotzdem bemerkte. „Das klingt nach einer ziemlich verantwortungsvollen Aufgabe.“ Ein leises Lachen entwich mir, und für einen Moment fühlte sich alles erstaunlich leicht an. Ich nahm mir noch ein kleines Stück …
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Ich ließ den Blick noch einen Moment auf ihm ruhen, ehe ich seine Bitte überdachte. Im Grunde sprach nichts dagegen, ihn morgen für eine Weile in den Garten zu lassen. Er hatte nun lange genug in der Hütte gelegen, und ein wenig frische Luft würde ihm vermutlich eher guttun, als weiterhin zwischen vier Holzwänden zu verweilen. Solange er tatsächlich nur im Gras sitzen und sich nicht abermals einbilden würde, er müsse irgendeine Arbeit verrichten, konnte dabei wohl kaum etwas geschehen. „Wenn Ihr…
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Ich wusste für einen Moment nicht, was ich sagen sollte. „Willkommen zu Hause, Moony.“ Die Worte hallten noch immer in meinem Kopf nach, obwohl Alex sie längst ausgesprochen hatte. Zu Hause. Er hatte es einfach so gesagt, als wäre es das Natürlichste der Welt, als wäre es selbstverständlich, dass ich hierherkam und einen Platz hatte. Mein Herz schlug plötzlich viel zu schnell, und ich senkte für einen Moment den Blick, weil ich nicht wusste, wohin sonst damit. Gleichzeitig stieg mir die Wärme in…
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Ich hatte ihn schweigend gewähren lassen und beobachtete lediglich seine Hände, während er den Hasen mit einer Sicherheit bearbeitete, die mir verriet, dass er diese Arbeit wohl unzählige Male zuvor verrichtet hatte. Ich selbst hätte vermutlich länger gebraucht, doch ich hatte keinen Grund, ihm dabei im Weg zu stehen. Wenn er schon darauf bestand, sich nützlich zu machen, konnte ich ihm diese kleine Aufgabe wohl lassen. So blieb ich auf meinem Stuhl sitzen, die Hände locker im Schoß, und wartete…
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Die Zeit zog sich zunächst nur langsam dahin, während ich in der Mittagspause meine Unterlagen sortierte und Seite für Seite begann, meine Notizen für Alex abzuschreiben und zusammenzufassen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, ihm nur die wichtigsten Blätter zu kopieren, doch je länger ich daran arbeitete, desto mehr fiel mir auf, was ihm vielleicht fehlen könnte. Also ergänzte ich hier noch eine Erklärung, dort eine Jahreszahl und an anderer Stelle ein paar Stichpunkte, die ich selbst hilfre…
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Cielle hatte sich im Badezimmer lange genug eingeschlossen, bis sie das Gefühl hatte, dass ihr Kopf zumindest ein wenig ruhiger geworden war. Das Gespräch mit Hannah ging ihr trotzdem nicht aus dem Kopf. Sie hatte sich nichts zuschulden kommen lassen, und dennoch fühlte es sich an, als müsste sie sich plötzlich für Dinge rechtfertigen, die sie nicht einmal verursacht hatte. Nachdem sie sich noch einmal tief durchgeatmet hatte, wusch sie sich die Hände und verließ schließlich das Badezimmer. Auf …
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Yusa betrachtete den Umschlag und anschließend den Spielplatz. Für einen Moment sagte sie nichts. Nach den vergangenen Kilometern hätte sie sich durchaus eine normale Laufpause gewünscht, doch Sagawa schien unter „Pause“ etwas vollkommen anderes zu verstehen. Bei Migis empörter Reaktion musste sie sich ein kleines Lächeln verkneifen. „Ich glaube kaum, dass wir eine Wahl haben“, meinte sie schließlich freundlich, während sie den Umschlag wieder in seine Hand zurücklegte. „Wenn wir jetzt anfangen …
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Als der Jäger von seinen Beinen sprach, ließ ich meinen Blick unwillkürlich an ihm hinabwandern. Erst jetzt bemerkte ich das feine Zittern, das durch seine Waden ging. Es war nicht stark genug, um mir ernstlich Sorgen zu bereiten, doch es verriet mir, dass sein Körper noch lange nicht wieder so kräftig war, wie er selbst es offenbar gern glauben wollte. Ich hob den Blick wieder und musste dabei deutlich nach oben sehen, um sein Gesicht zu erreichen. Im Sitzen war mir seine Größe nie derart aufge…
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Der Matheunterricht zog sich noch eine Weile hin, doch irgendwann erklang endlich die Schulklingel und beendete die Stunde. Ich packte meine Sachen zusammen, schob die Hefte zurück in meine Tasche und verließ gemeinsam mit den anderen das Klassenzimmer. Viel Zeit blieb mir nicht, denn die nächste Stunde stand bereits an. Geografie. Also lief ich durch die Flure, vorbei an den vielen Schülern, die sich in alle möglichen Richtungen bewegten, und setzte mich auf meinen gewohnten Platz. Während der …