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Dominic lächelte ebenfalls, als er Thomas nachsah. Sie hatten den Knoten nicht unbedingt gelöst, aber jetzt wusste Thomas zumindest, wo er damit anfangen musste. Er fing Simon auf, als dieser ihn von der Seite tacklete, und ließ sich mit ihm zu Boden sinken, schenkte ihm diesen kleinen Sieg. Lachend rollten die beiden ein bisschen durch das Gras. Vincent hob den Kopf von dem Kopfteil seines Bettes, als er die Tür hörte. Während Thomas' Abwesenheit hatte er sich auf die Stärke konzentriert, die i…
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Dominic ließ den Mann um sich schlagen, ließ ihn seinen Frust in Worte fassen. Dann packte er ihn an beiden Handgelenken und warf ihn unter sich in das feuchte Gras. Er presste Thomas' Handgelenke gegen den Boden, setzte sich auf ihn, machte ihm eine Flucht unmöglich. "Vincent ist ein Vampir. Daran kannst du nichts ändern. Aber genau wie du ist er auch noch anderes. Ein Buchhändler. Ein Lord. Der Liebhaber eines Jägers. Instinkte sind gut, Kontrolle ist besser. Du hast einmal deinen Instinkt zu …
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Dominic grinste, dann nickte er. langsam stand er auf, streckte sich, rollte seine Schultern. "Aufgepasst, Simon. Du siehst gleich einen Jäger bei der Arbeit." Und dann ließ Dominic seine fröhliche Art fallen. Auch er war jetzt auf der Jagd, auch wenn er nicht vor hatte, Thomas irgendwas zu tun. Er betrachtete das ganze eher als Übungskampf, aber selbst die wurden bei Jägern ziemlich ernst genommen. Sicher, sein Training war in der Vergangenheit um einiges blutiger gewesen, als es die heutigen L…
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Jetzt begriff Dominic, woher hier der Wind wehte. "Simon?" "Hm?" "Gib ihm dein Messer." "Was? Warum?" "Gib es ihm einfach." Simon grummelte leise, ging aber zu Thomas und gab ihm sein Messer, das er in seinem Stiefel versteckt hatte. Es war das Messer aus Silber, das der Doc ihm vor nicht allzu langer Zeit geschenkt hatte. "Aber das krieg ich wieder," verlangte er, als er es Thomas einfach in die Hand drückte. "Tief durchatmen, Thomas," meinte Dominic und setzte sich ins Gras, spielte ein bissch…
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Nach Thomas' Bestätigung strich Vincent vorsichtig mit seinem blutenden Daumen über die beiden kleinen Löcher in Thomas Arm. Ein paar Sekunden später waren sie schon vollständig verheilt, genauso wie Vincents Daumen. Er spürte das Aufwallen von Thomas' Lust in seinen eigenen Adern, wo es sich mit der seinen vermischte. Eine äußerst Potente Mischung, wäre da nicht die Verwirrung und die Angst gewesen. Das allein reichte, um Vincents Jagdtrieb zu unterdrücken, als Thomas aufsprang, als hätte er si…
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Vincent nickte, dann fiel sein Blick zurück auf Thomas Arm. Sie zogen das hier jetzt wirklich durch, hm? Auch er nahm einen tiefen Atemzug, ließ sich Thomas' angenehmen Duft erfüllen. Er konnte spüren, wie sich das Monster an die Oberfläche kämpfte, aber er hielt es an der Leine. Dennoch: seine Augen verfärbten sich sicherlich schon, genauso wie sich seine Zähne verlängerten. Dennoch hob er den Blick ein letztes Mal zu Thomas, um sicherzugehen, dass er das hier wirklich wollte. Er hob Thomas' Ar…
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Dominic hatte absolut kein Problem damit, das Haus zu verlassen. Er hatte noch keine Gelegenheit gehabt, Simon Hallo zu sagen, also holte er das jetzt einfach nach. Er verputzte nur noch schnell seinen Apfel, dann kletterte er aus dem Fenster und verschwand in der Nacht auf dem Grundstück. Kurz darauf zogen sich Thomas und Vincent ins Schlafzimmer zurück. Vincent würde lügen, würde er behaupten, nicht nervös zu sein. Das letzte Mal war in einer Notsituation gewesen, er hatte es von vornherein nu…
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Dominic machte große Augen. "Warte, was?! Wieder von ihm trinken?! Sag bloß!" Vincent nickte und Dominic wäre beinahe mit seinem Stuhl nach hinten umgekippt, als er das Gleichgewicht beim Kippeln halb verlor. Dank seiner Reflexe fing er sich aber. "Kein Wunder, dass du so mies drauf bist! Du hast keinen ordentlichen Entzug gemacht!" Vincent hob die Augenbrauen. "Was meinst du damit?" "Wie, du weißt das nicht? Du hast das doch schonmal gemacht, als du das erste Mal umgestiegen bist!" Vincent schü…
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Vincent legte mit einem geradezu verträumten Lächeln auf den Lippen Thomas eine Hand an die Wange. "Ich liebe dich auch, Thomas Van Helsing. Mit jedem Zentimeter meines Selbst." Er küsste Thomas erneut, lange, liebevoll, und drückte ihn einfach ins Bett unter sich. Vincent hatte sich jeder weiteren Befragung durch die Polizei widersetzt und auch niemanden an Thomas herangelassen. Er hatte ihnen lediglich einen Schrieb ausgehändigt, dass sie seine Lordschaft und seine Belegschaft in Ruhe lassen s…
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"Das Leben der Menschen spielt sich eben tagsüber ab, so ist nun einmal," gab Vincent nur zurück und machte es sich an Thomas' Seite bequem. Er lag auf dem Bauch, ein Kissen unter dem Kopf geklemmt. Er war gerade so wach genug, um tatsächliche Gedanken formen zu können, aber er war bereit, Thomas zuzuhören. Der erste Ton, den der Mann anschlug, schien seine Aufmerksamkeit zu fordern. Der Bericht über Thomas Haus schien vielversprechend. Vincent hätte kein Problem damit, für die Kosten aufzukomme…
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Mit einem verschlagenen Grinsen biss sich Vincent auf die Zunge, um auch ja nichts zu sagen. Der arme Thomas litt sicherlich schon genug, ohne dass er einen seiner Witze riss. Stattdessen stemmte Vincent einen Ellenbogen in die Laken und platzierte seinen Kopf auf seiner Hand, während er brav darauf wartete, dass dieser äußerst attraktive Mann zu ihm zurückkehrte. Vielleicht gab er sich dabei ein bisschen zu sehr Mühe, wie ein Renaissance Bild auszusehen - so viel gestattete er sich aber, nachde…
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Ein wohliger Schauer rann durch Vincents Körper, ließ seine Muskeln erzittern. Sein Keuchen war halb Lachen, aber er war sich nicht sicher, was er so lustig fand, oder ob er überhaupt etwas lustig fand. Nur einen Moment später konnte er auch schon nicht mehr darüber nachdenken, denn die nächste Weller erfasste ihn und riss seinen Verstand mit sich. Er stöhnte, drückte den Rücken durch unbeachtet der Schmerzen, die das auslöste. Er drückte seinen Hinterkopf gegen Thomas' Schulter, seine Hüften ge…
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"Wer sagt denn schon Nein zu einer Belohnung für etwas so einfaches, wie sich baden zu lassen, hm?" gab Vincent nur zurück, bevor er der Aufforderung folgte und sich auf den Bauch rollte. Er brauchte einen Moment, um es sich bequem zu machen - neue Verbände juckten fürchterlich! - dann wartete er auf was auch immer Thomas geplant hatte. Er war wirklich gespannt auf was auch immer diese Belohnung sein sollte, bedachte man seinen aktuellen Zustand. Ihm fehlte doch tatsächlich ein bisschen die Krea…
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Vincents Lächeln wurde noch breiter, als er Thomas eine Hand über die Wange in die Haare schob und ihn für einen wilden Kuss an sich zog. Er lehnte seine Stirn an Thomas', die Augen geschlossen, das Lächeln noch immer auf seinen Lippen. "Das ist der Punkt, an dem ich mich für meine seltsame Laune entschuldige," raunte er, und küsste Thomas auf die Nasenspitze. Dann ließ er von dem Mann ab und schob die Arme unter sein Kopfkissen. "Ich verrenne mich viel zu gern in Dingen. Offenkundig zählt das a…
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Unter Thomas sanften Berührungen verzogen sich die Wolken in seinem Kopf langsam. Nicht vollständig, aber der Sturm zog weiter, anstatt ihn mit voller Macht zu treffen. "Frankreich. Die Bretagne. Wunderschöne Küsten, wenige Menschen, niemand, der uns stört. Die schottischen Highlands. Wir könnten in die neue Welt reisen! Seit sie die transkontinentale Bahnlinie in 69 fertiggestellt haben, wollte ich mit der schonmal durch das Land fahren und mir alles anschauen." Er warf sich auf die Seite, um T…
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Den Kopf hob er zwar nicht, aber er wandte sein Gesicht trotzdem Thomas zu. Diesem wundervollen Mann, der ihn nicht in Ruhe ließ, egal wie mies er drauf war, egal wie schlecht es ihm ging. Vincent seufzte."Ich weiß nicht, was ist los ist," gestand Vincent offen. "Ich schätze, ich bin es einfach nicht gewohnt, dass mir meine Sterblichkeit so deutlich vor Augen geführt wird. Es ist als ob alles so viel deutlicher schlecht ist. Es passiert einfach alles auf einmal und aus Mücken werden Elefanten un…
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Vincent seufzte und lehnte sich wie befohlen nach vorn. Er schloss die Finger um die Ränder der Wanne in Vorbereitung auf das, was gleich kommen würde. Thomas verstand es nicht. Wie konnte er auch? Er wusste nicht, wie es sich anfühlte, zu wissen, dass man diese Schmerzen nicht erleiden musste. Zu wissen, dass es einen ganz einfachen Ausweg gab. Zu wissen, dass man zu weit mehr fähig war, als man sich selbst erlaubte. Er kannte den Schmerz des Hungers nicht. Er kannte den Rausch der Macht nicht.…
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Vincent zuckte mit den Schultern - und bereite es sofort. Die verbrannte Haut auf seinem Rücken spannte von Tag zu Tag mehr. Jede Bewegung zog daran und wenn er sich ein bisschen zu weit in diese oder jene Richtung beugte, raste ein brennender Schmerz durch seinen gesamten Körper, als stünde er wieder am helllichten Tag vor einem brennenden Haus. Es war nervenaufreibend. "Ich glaube schon. Ich kann das nur schwer beurteilen, aber heiß ist mir immer noch, also gehe ich davon aus, dass ich auch im…
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Vincent funkelte die Polizisten sogar noch durch das Fenster an - auch wenn er sie überhaupt nicht mehr sehen konnte, dank seiner noch immer kaputten Augen. Mit nur einem Ohr konnte er auch nur erahnen, wann sich ihre Kutsche entfernte. Viel mehr verriet ihm aber Noras Aufatmen draußen im Foyer, das er sehr wohl hörte. Kaum nahm Vincent das war, kicherte er und schlang einen Arm um Thomas. "Ich glaube, ich hätte diesen Henry beinahe dazu gebracht, sich in die Hosen zu machen," lachte er, als Tho…
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Vincent brach in schallendes Gelächter aus, kaum hatte Callaghan seine kleine Frage gestellt. Doch an seinem Lachen war nichts amüsiertes. Viel eher spiegelte sich darin all die gängige Arroganz eines Lords wider. Eines sehr angefressenen Lords. Er vollendete seine Aufführung damit, dass er sein Glas auf seinen Schreibtisch hämmerte. "Mister Callaghan," begann er und ignorierte dabei vollkommen den Rang des Mannes als Polizeichef. "Ich weiß, hier in England ist es nicht Gang und Gebe, die Polize…