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  • "Ich fahre dich, also notgedrungen wir, ja," erwiderte Santiago, doch es war bereits zu spät - der Knirps hatte entschieden. Das war etwas, was er heute gelernt hatte: wenn Lewis eine Entscheidung traf, dann war sie richtig. Zu einhundert Prozent. Also warum jetzt Nein sagen? Er würde so wie so die Nacht durchmachen, also warum nicht auch ein bisschen Spaß dabei haben, während ihn seine Magie in Ruhe ließ? "Na schön. Snacks und dann Paradise. Solange ich das Auto morgen um zwölf abliefere, ist a…

  • "Bin Ihnen um Meilen voraus, Jefe." Santiago verzog offen das Gesicht, als er Jerichos verunglückte Betonung des Wortes vernahm. Seine argentinischen Vorfahren würden sich im Grab umdrehen, würde er es wagen, auch nur mit so einem Akzent zu denken. "Sobald die ihren kleinen Reset machen, löschen sie alle meine Daten selbst aus ihrem System." Jericho verschränkte die Arme hinter dem Kopf und lehnte sich zurück, ein selbstgefälliges Grinsen im Gesicht. So nervig dey auch war, Santiago konnte nicht…

  • Santiago beobachtete, wie der Knirps sich ein paar Tropfen in die Augen warf, um mit der Trockenheit auszuhelfen. Die Tatsache, dass seine Hände dabei schon fast gar nicht mehr zitterten sprachen dafür, wie schnell und gut dieser Joint funktionierte. Er beneidete Lewis ein bisschen darum, dass ihm sowas half. "Ich würde nicht unbedingt Schlachtschwein sagen, dafür hast du zu wenig auf den Rippen und bist zu hibbelig. Aber geschocktes Kaninchen beschreibt es wohl ganz gut," erwiderte Santiago. "A…

  • Santiago lachte leise und schüttelte lächelnd den Kopf. Er hatte ja mit vielem gerechnet, aber nicht mit den Worten der Pappnase. Allerdings war er nicht der erste, der nach einem Job scharf war - oder nach einer ordentlichen Portion Gewalt. Santi nahm noch einen Zug von seiner Zigarette. "Ich kann mich nicht beschweren, nein," antwortete er. "Und es sind nicht nur Frauen. Hin und wieder nehme ich diese Verehrer sogar mit für ein bisschen Spaß, aber..." Warum quatschte er mit diesem Kerlchen übe…

  • Santiago folgte den Anweisungen in seinem Ohr, genauso wie sie es festgelegt hatten. Was auch immer dieser Lewis tat - es war brilliant. Das Bild des dürren Streuners, der nur auf seinen nächsten Joint aus war, verschwamm vor seinem inneren Auge, formte etwas neues. Aber dafür hatte er jetzt keine Zeit. Er konzentrierte sich also lieber auf seine Aufgabe: Bedrohungen eliminieren. Sollte Lewis doch sechsdimensionales Schach spielen, bewundern konnte er dieses Genie später. Bis dahin war er nur ei…

  • "Nicht über den Time Square, verstanden." Die Pappnase schlug die Tür zu und verschwand in der Bruchbude. Santiago starrte auf die Pillen in seiner Hand. Er hatte schon jedes Schlafmittel auf dem Planeten genommen. Synthetisch, natürlich, legal, illegal, Placebos. Er hatte jede Strategie, Atemtechnik, Position und jedes Möbelstück ausprobiert. Sein Problem war nie das Einschlafen gewesen. Sein Problem waren die Alpträume, die ihn heimsuchten, sobald er die Tiefschlafphase erreichte. Manchmal hat…

  • Santiago ignorierte die Aufforderung für Musik. Er hatte keinen wirklich Grund dafür. Er mochte Musik sogar. Aber das hier war sein Auto - zumindest bis die Firma den Wagen morgen Mittag auf einem unwichtigen Parkplatz wieder einsammelte und eines seiner Konten mit den Kosten der Stunden belastete - und damit traf er die Entscheidungen hier drin. Er, nicht irgendein dahergelaufener Fatzke, mit dem er für einen Job zusammenarbeiten musste! Seine Blicke in den Rückspiegel hatten ihm schon verraten…

  • Jericho sah kurz auf, als Lewis hereinschlenderte, fokussierte sich dann aber wieder auf die kleinen Gadgets auf dem Schreibtisch. "Ich bastel an den Sendern rum. Ist bisher nur ein Prototyp basierend auf einfachen In-Ears, aber diese Dinger hier haben ein bisschen mehr Power. Durch 60 Meter Dreck krieg ich sie schon durch, aber für den Tresor wird's wahrscheinlich noch nicht reichen. Ich hoffe ich kann die hier benutzen, dann laufen wir kein Risiko, dass jemand mithört. Die Dinger hier laufen ü…

  • Er sollte also nicht auf die Kinder aufpassen, sondern tun, was sie ihm sagten? Das war ja noch schöner. Aber für so viel Cash konnte er Ego schonmal einen Abend lang vergessen. Es war ja nicht das erste Mal, dass er nicht viel mehr als der Prügelknabe war. So gesehen klang das sogar wie leicht verdientes Geld. Sicher, die Leute, die er würde ausschalten müssen, hatten garantiert militärisches Training und waren gut ausgerüstet. Aber er musste sie ja nicht unbedingt im Kampf ausschalten. Alles, …

  • Als alle einen Schritt an den Tisch heranmachten, um ihre Elektronik abzugeben, blieb Santiago als einsame Statue am Fenster stehen. Er hatte weder Smartphone noch sonst irgendeine Technik dabei. Das konnte man verfolgen und in seinem aktuellen mentalen Zustand war das einfach zu viel des Guten. Sein Smartphone lag ganz brav in seinem Apartment, ausgeschaltet. Alles, was er bei sich trug, war seine Uhr, aber selbst die war analog - ein teures Stück, ja, aber nicht so einzigartig, dass man sie hä…

  • Was, wenn der Raum verwanzt war? Was wenn das hier irgendeine Art Test war, den sie bestehen mussten? Aber was für ein Test? Und was würde geschehen, wenn sie das Rätsel nicht lösten? Eine Bewegung am anderen Ende des Büros erweckte Santiagos Aufmerksamkeit. Die Bewegung gehörte zu einer großen Person und sie kam näher. Hoffentlich war das endlich der Boss. Wenn das noch ein Teammitglied war, dann war's das. Dann würde Santiago einfach gehen, verschwinden, und sich nie wieder auf irgendein Angeb…

  • Organisation? Die Bohnenstange, die sich gerade zudröhnte, sollte ihre Einsatzzentrale darstellen? So langsam begann Santi daran zu zweifeln, dass dieser Apollo ihm für diesen Job genug bezahlte. Sicher, es war mehr als seine normale Rate, aber dafür musste er sich auch mit ganz schön vielen Ausnahmen vergnügen: Ein Team, Taxi spielen, einen kiffenden Planer... Das nächste Ding hallte durch das unbenutzte Büro und riss seine Gedanken zu der neuen potenziellen Bedrohung. Waren das die Polizisten …

  • Das DING des Aufzugs hallte durch das Büro bis zum Konferenzraum hinüber. Obwohl es relativ leise war, als es endlich ankam, war es genug, um ihn aus seinem sehr leichten Schlaf zu reißen. Doch Santi rührte sich nicht. Er hatte noch etwa dreißig Sekunden Frieden bevor ein weiteres Mitglied dieses ominösen Teams aufkreuzte. Jericho war Beweis genug dafür, dass absolut jede Art von Mensch durch diese Glastür treten konnte. Also genoss er diese dreißig Sekunden. Die Tür ging auf und Santi bekämpfte…

  • Vorstellung ---> Fortune's Calling [Pumi feat. Codren] - Vorstellung - ღAnime-Rpg-Cityღ @Codren Santiago Di Natale hatte schon so einige seltsame Jobs erledigt. Vor drei Jahren zum Beispiel hatte er in Belgrad eine komplette Bar voller bewaffneter Schläger ausgeschaltet, nur um eine seltene Baseball-Sammelkarte zu besorgen. Als er diesen Job angenommen hatte, da war ihm aber wohl entgangen, dass er damit zum Chauffeur irgendeinen Knirps spielen musste. Hatte Santi besseres zu tun, als am Abend v…

  • Organisationen // Auftraggeber Name: Diego Garcia Geschäfte: Finanzgenie. Wird als „Zentralbank des internationalen Verbrechens“ bezeichnet. Garcia, ein selbsternannter „Visionär“, der die Menschen, mit denen er Geschäfte macht, nicht verurteilt für die Art, wie sie ihr Geld verdienen, finanziert die russische Mafia und die kolumbianischen Drogenkartelle, bewegt Geld für die Nordkoreaner, handelt mit gestohlenen Artefakten aus dem Irak und handelt mit Nuklearmaterial für den Iran. Um dies zu err…

  • Name: Jericho Alter: 23 Background: Jericho ist in einer modernen Hippie-Kommune voller semi-religiöser Köpfe aufgewachsen. Das hat Jericho zu einem künstlerischen Freigeist gemacht. Allerdings hat sich Jericho früh aus dieser Kommune entfernt, da dort alle nicht etwa irgendeinem Gott gehuldigt haben, sondern der Magie selbst - Jericho hatte nur wenig Lust als eine Art Heiliger herhalten zu müssen. Zumal Jerichos Kräfte sich in einer Großstadt sowieso besser machen als mitten im Nirgendwo. Außer…

  • Name: Santiago “Santi” Di Natale Alter: 34 Background: Santi stammt ursprünglich aus Argentinien, ist aber im zarten Alter von fünf mit seiner Familie in die Staaten gezogen. Er hatte ein recht einfaches Leben mit liebevollen Eltern. Er war weder ein Genie noch ein Idiot in der Schule, schaffte es sogar auf ein recht gutes College. Um diesen Studienweg aber zu bezahlen, musste er sich einen Job besorgen. Das ging gut für ungefähr drei Monate, bis er herausfand, dass es viel einfacher war, Geld a…

  • Der Morgen konnte ihm gar nicht schnell genug vorbei sein. Vincent hatte sich dagegen entschlossen, sich zum Sonnenaufgang von seiner Natur übermannen zu lassen, und war stattdessen wachgeblieben. Das war schlicht einfacher, nachdem er und Thomas jedes Bisschen Dunkelheit ausgenutzt hatten. Naja, beinahe jedes Bisschen. Thomas hatte ein Nickerchen abbekommen in der Stunde, in der sich die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont gekämpft hatten. Vincent hatte im Bett gesessen, an das Kopfteil gel…

  • "So so, Esther also. Sie ist weit gekommen. Diese Nacht letztes Jahr musste ich sie noch daran erinnern, mich nicht ständig Lord zu nennen oder sich vor mir zu verbeugen, wann immer sie den Raum betrat oder verließ." Vincent schüttelte den Kopf. War es wirklich erst ein Jahr her, dass all das geschehen war? War es wirklich nur ein Jahr gewesen, das er Thomas nun kannte? Ein Jahr für all das, was sie erlebt hatten? Vincent hatte Jahrzehnte mit weniger Tumult zugebracht. "Es hilft, wenn man der So…

  • Vincent rappelte sich sofort auf, als Thomas ihm den Ring präsentierte. Es war kein herausragendes, angeberisches Schmuckstück, sondern dezent in seiner Schönheit - genau wie Thomas. Vincent grinste, kam sich vor wie ein junges Mädchen, das gerade seinen ersten Blumenstrauß bei einer Teegesellschaft ihrer Tante bekam. Ohne zu zögern streckte er Thomas die Hand hin. Er kicherte, als der Ring sicher an seinem Finger steckte. Dann sprang er Thomas an, indem er seine Arme erneut um ihn schlang und w…