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Sie waren noch lange nicht aus dem Schneider, soviel wusste Santiago. Aber für den Moment konnten sie sich entspannen und einfach abwarten. Er stellte einen Alarm auf seinem Handy, dann lehnte er sich zurück gegen die Wand und beobachtete Lewis. Der Streuner war weitaus nervöser als er selbst. Verständlich, er war es nicht gewohnt von professionellen Killern gejagt zu werden. Was war wohl besser: ein Leben zu führen, das einen in einer solche Situation nervös machte? Oder in solch stressigen Sit…
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Ein guter Fluchtplan hing vor allem von einer einzigen Sache ab: Timing. Solange alles im richtigen Zeitrahmen geschah, konnte man vor jedem flüchten, egal wie gut aufgestellt. Santiago kannte seine Routen, seine Hilfsmittel, seine Timings. Er hatte alles mehrfach durchgespielt, war sogar schon hier in der Gegend gewesen. Er hatte aus Lewis' Unerfahrenheit mit solchen Stunts eingerechnet. Und doch rieb sich Santiago nervös den Nacken, als Lewis ein bisschen länger brauchte, als er erwartet hatte…
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Santiago beobachtete, wie der kleine grüne Balken über den Bildschirm kroch. Der Wachmann wimmerte in der Ecke, dem Sesselfurzer liefen stumm die Tränen übers Gesicht. Er ignorierte beide. Es war nicht das erste Mal, dass Santiago so eine Nummer abschob, und es war wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal. Trotzdem konnte er das Gefühl nicht abschütteln, dass irgendwas an diesem Job anders war. Normalerweise würde er das auf seine magisch-paranoiden Gedanken schieben, aber seine Magie hatte gera…
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Es war zwar schon eine kleine Weile her, dass sich Santi mit einem Einbruch hatte beschäftigen müssen - die meisten Leute heuerten ihn als Prügelknabe an - aber sowas war wie Fahrradfahren: man verlernte es nicht. Santi saß in Jogginghosen auf seinem Sofa, Laptop auf dem Schoß, Notizblock zu seiner Rechten. Er war ein bisschen old school was seine Methoden anging, aber Notizen auf Papier konnte man im Nachhinein verbrennen, also warum sollte er was anders machen? In den letzten paar Tagen hatte …
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Ins Museum einbrechen? Eigentlich keine so schlechte Idee. Die Sicherheitsvorkehrungen würden jetzt wahrscheinlich stärker als vorher sein, aber dieses Mal könnten sie nach ihren eigenen Regeln spielen. Santi hatte schon oft genug was aus einem Museum geholt - öffentlich und privat - so schwer war das gar nicht. Insbesondere nicht, wenn es nur eine Bestandsliste war und kein wertvolles Stück. "Jericho macht Urlaub. Wir mussten dich irgendwie finden und Jericho hat doch ein Händchen für Verkehrsü…
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Und plötzlich war alle Awkwardness verschwunden. Es war beinahe wie früher zwischen ihnen. Zumindest für den Moment, aber Santi würde sich nicht über ein paar Minuten Frieden beschweren, ganz im Gegenteil. Er würde das hier so lange genießen, wie er nur konnte. "Apollo hat sich noch nicht bemerkbar gemacht, nein. Ich hoffe, dass ihn das Kopfgeld eine Weile in Schach hält, damit wir uns was überlegen könnten." Santi tunkte eine California Roll in sein Dippen Sojasauce und überlegte, während er ka…
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Santi wusste nicht, ob er eine Grenze überschritt, aber es war ihm ehrlich gesagt auch egal, als er seine Hand vorsichtig auf die von Lewis legte; die gesündere natürlich. Er drückte sie leicht. "Ich kann nicht versprechen, dass ich immer da sein werde," sagte er. "Aber wenn dir das jemals passiert, während ich in der Nähe bin, dann hol ich dich da raus. Ich werd dich immer rausholen, egal wo. Darauf hast du mein Wort." Er suchte Lewis' Blick, um ihm klarzumachen, wie ernst er das meinte. Ihm wa…
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"Sushi klingt gut." Santi bog an der nächsten Kreuzung ab, um sie auf den richtigen Kurs zu bringen, nachdem Lewis ihm eine Adresse nannte. Er konzentrierte sich sehr stark auf den Verkehr, schließlich musste er sicherstellen, dass sie nicht einfach verfolgt wurden. Apollo war immer noch da draußen und er wollte immer noch ihre Köpfe haben für was auch immer sie angeblich verbrochen hatten. Ja, das war der einzige Grund, warum Santi vor sich hin schwieg und lieber die Straße im Blick behielt als…
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Es war ein kleiner Krampf gewesen, aus seiner eigenen Wohnung herauszukommen. Seine Mutter hatte gleich gewusst, was Santi vorhatte, als er den Fehler beging, gleich aufzustehen und sich seinem Kleiderschrank zu widmen direkt nachdem er auf sein Handy geschielt hatte. Rosalia di Natale erkannte es auf eine Meile entfernt, wenn ihr Sohn sich für ein Date fertigmachte. Sie war ihm sofort hinterher geeilt und hatte ihn darüber ausgequetscht, wo er hin wollte und mit wem er sich denn traf. Lachend e…
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Klar. Immer. Santi nahm einen tiefen Atemzug, gegen den seine Rippen lautstark protestierten, und ließ sich zurück in seine Kissen sinken. Lewis war am Leben, er hatte das alles wirklich nur geträumt. Geschlafen?Theoretisch Sollte er Lewis schreiben, was passiert war? Bisher hatte er seine Alpträume doch immer mit ihm geteilt. Allerdings waren es bisher nie so persönliche Träume gewesen. Wie konnte er wissen, was davon Jay gewesen war und was nicht? Nein, besser er erzählte Lewis nichts davon. S…
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"Klar..." Santi hasste diese Situation. Er hatte nie erwartet, jemandem jemals so nahe zu kommen, dass er seine eigene Magie so sehr hasste für das, was sie ihm antat. Er hatte sich schon früh in seiner Kindheit damit abgefunden, dass das sein Leben war: allein, voller Angst - für andere und für ihn. Und jetzt saß da dieser Kerl auf seinem Beifahrersitz. Er war kein Superheld, er war kein Topmodel, er war, nach allen Regeln der Kunst, nichts besonderes. Aber irgendwie hatte es Lewis geschafft, d…
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Fire and Feather [Pumi & Eari]
Beitrag"Dann musst du mich wohl ganz genau im Auge behalten." Oh, das würde Aarin. Und wie er das würde! Man musste kein Wächter sein, um jemanden beobachten zu können, so viel wusste er. Zumal es ihm dieser Dämon auch noch einfach machte, jetzt, wo er hier arbeitete. Aarin musste sich keine Gedanken darum machen, wo sich dieser Dämon herumdrückte und welche Missetaten er beging, während er auf Kyle aufpasste, weil der Dämon ja gleich hier war. Auf der anderen Seite war dieser Kerl damit auch sehr nahe…
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Es sollte sich nicht so gut anfühlen, mitten in der Nacht in einem schäbigen Diner mit fragwürdigen Hygieneregeln zu sitzen und sich über mehreren essbaren Herzinfarkten mit dem Streuner zu unterhalten. Santi war übermüdet, sein ganzer Körper ein einziger blauer Fleck, und Lewis ging es nicht besser. Sie wurden von einem superreichen Möchtegern-Bösewicht gejagt wie ein paar exotische Tiere, ohne zu wissen, warum. Und trotzdem saßen sie hier in Frieden und scherzten herum, als wären sie normal. L…
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Santi konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Ein Neuanfang war so ziemlich das Beste, was er sich von allem hier erhoffen konnte. Natürlich konnten sie nicht einfach weitermachen, wo sie aufgehört hatten - dafür war zu viel passiert. Aber ein Neuanfang? Das würde er hinbekommen. Bevor er realisierte, was Lewis vorhatte, schlug dieser schon ein. "¡Santos y mártires!" fluchte er und versuchte krampfhaft, seine Hand nicht auszuschütteln, um den Schmerz loszuwerden. Stattdessen zog er seine Hand …
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Santi lächelte leicht, während er Lewis dabei zuhörte, wie er sich darüber aufregte, dass sich jemand um ihn kümmerte. Er erinnerte sich noch ganz genau daran, wie Lewis ähnlich darauf reagiert hatte, als er selbst das getan hatte. Er nahm es als Kompliment auf, dass Lewis es bei ihm mittlerweile einfach hinnahm - und gelegentlich sogar genossen hatte. "Ich muss mal eben Anwalt für den Bösewicht spielen: dein Bruder macht das schon richtig. Ich hab gesehen, welche Schmerzmittel du nimmst und ich…
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Santi schmunzelte. Wenn Jay so wie sein Bruder schlief, dann war das Schnarchen eher auf der süßen Seite anstatt der nervenden - und mit einer Tür durchaus auszuhalten. Kannst du Träume überspringen?Nope. Wenn ich mehr als einen hab, dann mischen sie sich, aber es ist immer die gleiche Anzahl an Ängsten. Es so sachlich runter zu brechen machte es auch nicht besser. Santi konnte sich weder an die genaue Anzahl an Soldaten erinnern, die er ausgeschaltet hatte, noch an die Nummer an Ängsten, die er…
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"Man... Da bin ich ein paar Stunden weg und du wirst schon Buddies mit meinem Bruder. Dabei habe ich euch nicht mal richtig vorgestellt." Santi schmunzelte. "Was soll ich sagen? Die Castros erliegen halt einfach meinem Charme," gab er zurück, dann vergrub er sein Gesicht wieder in Lewis' Haaren. Dieses Etwas zwischen ihnen ware gerade so seltsam, da wollte er so viel wie er konnte von dem Streuner in sich aufnehmen und nicht wieder loslassen. Und wenn es nur der Geruch von seinen verwilderten Ha…
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Fire and Feather [Pumi & Eari]
BeitragGeradezu entsetzt riss Aarin die Augen auf, als sich der Dämon schlicht auf den ihm gegenüberstehenden Stuhl sinken ließ. Dabei bewegte er sich so elegant wie eine Raubkatze, aber auf diese entspannte Art, nicht wie beim Jagen, wenn sie all ihre starken Muskeln anspannten. Wie das wohl bei diesem Dämon aussehen- Nein! Daran durfte Aarin nicht denken! Das vor ihm war der Feind! Und nur, weil er seine Hörner heute cleverer verbarg und beinahe wie ein Mensch aussah - beinahe! - hieß das noch nicht,…
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Santi brummte, ein schlichtes Zeichen dafür, dass er Lewis' Worte wahrgenommen hatte. Sein Blick huschte zur Tür, als er Zeichen dafür hörte, dass jemand ankam. Von jetzt auf gleich war Santi bereit, Lewis auf der Couch zurückzulassen und sich schützen vor ihm zu platzieren. Doch es war nur Jay, der wieder zurückkam. Was folgte, war eine Sitcom, wie sie Santi noch nicht einmal in den frühen Morgenstunden seiner schlaflosen Nächte gesehen hatte. Die Brüder fetzten sich, ohne sich wirklich zu stre…
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Santi zuckte mit den Schultern und legte den neu gedrehten Joint zur Seite. "Ich hab schon schlimmeres gesehen. Deine Wohnung zum Beispiel." Ja, er versuchte hier, lustig zu sein. Das war einfacher, als sich weiterhin in besagter Shitshow zu suhlen. Er wusste nicht, ob es funktionierte, also nippte er einfach an seinem Kaffee, während Lewis endlich - endlich! - einen Happen zu sich nahm. Santi war schon drauf und dran gewesen, dem Streuner mit der Wut seiner Mutter zu drohen. "Können wir kuschel…