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Mit einem letzten, zuversichtlichen Nicken beugte Tilda respektvoll das Haupt. Der Elf mochte nagende Zweifel an dem erfolgreichen Ausgang dieser Schlacht hegen, aber die Wirtin besaß genug Vertrauen, dass sich diese bunt durcheinander gewürfelte eines schönes Tages wieder an einem Ort versammeln würde. Für den Fall, dass das Schicksal ihnen gewogen war, besaß sie eine neue, gemütliche Taverne, in der sie alle ihr Wiedersehen feiern konnten. Und bei den Göttern, das würde ein festliches Gelage w…
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Die Angst unter den flüchtenden Stadtbewohner, die samt spärlichem Hab und Gut über den Marktplatz stolperten, war allgegenwärtig. Ein ganzes Leben in einem winzigen Beutel zu verstauen, erschien unmöglich. In die grimmigen und angsterfüllten Gesichter mischte sich beim Anblick der meckernden Halblinge etwas Neues: die Neugier. Die meisten Anwesenden hatten in ihrem ganzen Leben noch nie einen Halbling zu Gesicht bekommen. Das Gezeter sorgte für ein wenig dringend benötigte Ablenkung, ehe Tildas…
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[2er RPG] Vessels [Asuna & Winterhauch]
Winterhauch - - RPGs
BeitragBeiläufig berührte der Babylonier die taubehangenen Blätter der Sträucher zur seiner Linken. Langfingrige Hände streiften federleicht über junge Triebe und das feuchte Grüne der Flora, die sie im dichten Nebel umgab. Wie lange war es her, dass er etwas anderen gespürt hatte, als die staubigen Seiten alter Bücher und Manuskripte? Wann hatte Mortimer das letzte Mal mit ungetrübten Augen und frei die Welt in Augenschein genommen? Und obwohl er Materie in ihrer reinsten und ursprünglichsten Essenz n…
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Ein bedrückendes Gefühl von Abschied haftete dem Kuss an. Ein Abschiedskuss, der vor einer Trennung von ungewisser Dauer gegeben wurde und einen süßlich, bitteren Geschmack auf den Lippen hinterließ. Viola senkte die Augenlider bis die geschwungenen Wimpern sachte über ihre Wangenknochen streiften. Feste klammerten sich die Finger um das weiche Leider des Waffengurtes, als wolle sie verhindern, dass Andvari sich entfernte. Schweren Herzens sank die Heilerin auf den Boden der Tatsachen zurück und…
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In tausend Leben und dem Einen. Ein flüchtiges Leben, das den Fluch der Sterblichkeit mit sich trug. Die Zeit kannte keine Gnade für die Existenz eines Menschen, die binnen eines Wimpernschlages ein Ende fand. Und Viola würde warten bis zum Schluss. Betrübt senkte die Heilerin den Blick auf die geschickten Hände, die sich der Aufgabe angenommen hatte, die Stiefel fest um Knöchel und Waden zu legen. Der perfekte Sitz war kein Vergleich zu den groben Wanderstiefeln, die aus mehr fadenscheinigen Lö…
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Lieber die schreckliche Wahrheit, als eine freundliche Lüge. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte sich alles in der jungen Heilerin gegen die Illusion eines Hoffnungsschimmers gesträubt. Hatte sie nicht bereits genug im Leben erlebt, um mit der Realität umgehen zu können? Dennoch nahm Viola die Worte des Elfen als das, was sie letztendlich waren: Eine tröstliche Lüge, die einen gefährlichen Funken Hoffnung entzündete und die aufkeimende Furcht milderte. Mit einem Seufzen, das Andvaris in Schwere an …
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Für einen flüchtigen Augenblick überlegte Viola, worauf die Frage des Elfen anspielte. Die Frage ließ sich auf zwei Arten beantworten. Eine Antwort umschiffte die nagende Furcht, die Viola nie so deutlich vor einem Kampf gespürt hatte. Die andere Antwort machte jener Luft. Und die Heilerin zweifelte nicht daran, dass Andvari nicht den Sitz der Sternenstahlrüstung meinte. Der Blick der grünen Augen glitt in Richtung Feuer, das wärmend prasselte und das Gefühl von Behaglichkeit verströmte. Der Sch…
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Eine Leichenblässe zierte Meliorns Gesicht. Es war das Erste, das Viola beim Anblick des herannahenden Bogenschützen ins Auge fiel. Welche Bestrafung die trauernde Elfenzauberin für angemessen hielt, hatte jegliche Farbe aus dem Gesicht des Mannes gewischt. Vermutlich ahnte Meliorn bereits, dass sein Schicksal unter einem schlechten Stern stand, sollte der Nachtelf tatsächlich seinen Namen ausgeplaudert haben. Beruhigend legte sie eine Hand federleicht auf den Unterarm des Elfen, der sich zu der…
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Verständnis schimmerte in den Augen der Heilerin. Mit einem abschließenden Nicken sah Viola ein letztes Mal über die Schulter in die Richtung, in der Lysandra samt ihrem Wunsch nach Rache verschwunden war. Dorynn würde sich vor Anbruch des Tages wünschen, sich den verhängnisvollen Dolch in die eigene Brust gerammt zu haben. Während Volgast die Stimme erhob, löste Viola sorgfältig die geschickt verborgenen Verschlüsse aus poliertem Sternenstahl an den Schultern der Rüstung. Flüchtig huschte der B…
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Viola gewann den Eindruck unter dem eindringlichen Blick der Hochelfe einer Prüfung unterzogen zu werden, deren Regeln sie nicht beherrschte. Der flüchtige Austausch dauerte nur wenige Augenblicke und kam der Heilerin dennoch vor wie eine Ewigkeit. Erleichterung durchströmte sie, als die Elfenzaubern ihre Aufmerksamkeit erneut auf Andvari richtete. Sie wusste nicht, wie lange sie den dunklen und unergründlichen Augen standgehalten hätte. Unter den neugierigen Blicken von Tilda und den restlichen…
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"Die Neue, richtig.", antwortete Viola. Die schönste Rose besaß sprichwörtlich auch die längsten Dornen. Die ätherische Schönheit täuschte nicht allzu lange über die spitze Zunge hinweg. Sie bekam das Gefühl erst einen winzigen Einblick bekommen zu haben. Das Lächeln im Gesicht der Heilerin wirkte wie versteinert während sie Worte sprach, die sie mit Bedacht gewählt hatte. Die Vorstellung eine Weitere in einer Reihe von Vielen zu sein, hinterließ einen ungewollt, bitteren Beigeschmack. Wie viele…
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[2er RPG] Vessels [Asuna & Winterhauch]
Winterhauch - - RPGs
BeitragDer Seeker verschränkte die Arme zu einer kläglichen, symbolischen Mauer vor der Brust. Die Silhouetten im Nebel erweckten den Eindruck von Spukgespenstern, die sich beinahe lautlos über den mit Kies bedeckten Parkplatz bewegten. Ein argwöhnisches Geräusch zwischen Schnauben und tonlosem Kichern erklang tief aus seiner Kehle, bei der wenig charmanten Begrüßung durch Anifruis. Die gesamte Körperhaltung sprach deutlich von Abwehr und einer Kluft, die sich langsam über die zerbrechliches Basis zwis…
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Viola hatte schon vieles auf dieser Reise erblickt, das ihr zuvor fremdartig gewesen war. Eine kunstvoll verzierte Holztür auf dem verschneiten Marktplatz, die durch Zauberhand mehrere Zentimeter über dem Boden schwebte, versetzte sie dabei dennoch in einen Zustand milder Überraschung. Der Anblick war schmerzlich vertraut und das sachte Zittern der Luft um das magische Gebilde herum erinnerte die junge Heilerin ein wenig zu sehr an die Magie des verstorbenen Erzmagiers. Jedoch zauberte die Gesta…
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"Meine Großmutter, die garstige Vettel, pflegte zu sagen: Die Lebenden soll niemand ins Grad reden. Und noch sehe ich keine Toten an diesem Tisch. Es sei denn Ihr habt Euch noch eine Überraschung für uns aufgehoben, Andvari." Tilda, die liebenswürdige und gleichzeitig angsteinflößende Tilda, klopfte dem mürrischen Jägersmann nachdrücklich auf die breiten Schultern. Unter der Geste schien der grobschlächtige Mann mit dem Spitzbart etwas in sich zusammenzusinken. Mit der Wirtin wollte sich niemand…
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Dankbar und gleichzeitig verwundert nickte Viola in Richtung des Zwerges. Die Heilerin war angenehm überrascht über den unererwarteten Zuspruch, den sie von Symon bekam, obwohl er ihr bereits bei der Meinungsverschiedenheit am Morgen den Rücken gestärkt hatte. Die ungehaltene Drohung des Zwerges förderte nicht den gewünschten Frieden des Gespräches - der böse Blick von Seiten Andvaris war durchaus verständlich- aber sorgte dafür das Viola das Haupt entschlossen erhoben hielt. Sie würde vor den M…
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Die grimmige Kräuterfrau ließ sich durch die Entschuldigung fürs Erste besänftigen. Marlena schlug die fadenscheinige Kapuze zurück - der Umhang hatte schon bessere Tage gesehen - und blickte in den wolkenverhangenen Himmel hinauf. Mit jedem verstreichenden Augenblick verfinsterte sich der Horizont ein wenig mehr und die Dunkelheit des anbrechenden Abends schien schneller seine schattenartigen Klauen nach den wandernden Gestalten auszustrecken als gewöhnlich. Ein böses Omen, dachte die Kräuterfr…
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Über den Köpfen der Frauen raschelten die Baumwipfel im auffrischenden Wind. Die starken Äste der kahlen Baumkronen bogen sich knarzend und ächzend unter den stürmischen Böen, während die stolz gewachsenen Nadelhölzer dem aufziehenden Sturm kerzengerade trotzten. Durch die Geräusche des Waldes, die beinahe bedrohlich in den Ohren erklangen, merkte keine der fröstelnden Frauen, dass sich schleichende Füße sich lautlos näherten. Wie leicht wäre es gewesen für einen umherstreifenden Halunken die He…
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Meliorn Sturmgeboren. Über das von Wehmut erfüllte Gesicht, dessen Blick sich gen Himmel richtete, huschte ein kaum merkliches Lächeln. Einen neuen Namen zu bekommen, erfüllte Meliorn mit Stolz. Das Gewicht auf seinen Schultern erschien ihm ein wenig leichter und das einschnürende Gefühl um seinen Brustkorb etwas weniger bedrückend. Der Elf nahm einen tiefen Atemzug der kalten Winterluft und folgte dem flatternden Konstrukt seiner Magie bis er den zierlichen Vogel aus den Augen verlor. Volgast, …
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Ecthelion. Verwunderung spiegelte sich beim Klang des vertrauten Namens im Blick des Elfen. Ein Name, geflüstert in den sanften Winden eines beginnenden Morgens und gehört von wenigen, die ein ähnliches Schicksal nicht fürchteten. Eine Stimme, die selbst eine lange Zeit nachdem sie für immer verklungen war, wie ein Echo in der Welt widerhallte. Eine Geschichte über Herzenstreue und den festen Glauben an den Wandel der Zeiten. Die Legende eines Mannes, den ein tragisches Ende ereilte, weil sich n…
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Vor der Scheune begrüßte Meliorn der graue, neblige Tag. Die Eintönigkeit der tristen Atmosphäre schlug bisweilen auf das Gemüt und doch blinzelte der Bogenschütze träge in das fahle Tageslicht, nachdem seine Augen seit Einbruch der Nacht der Helligkeit des natürlichen Lichts beraubt worden waren. Eisige Luft schlug ihm ins Gesicht und sein Atem formte sich zu kleinen, weißen Wölkchen. Meliorn sehnte den Frühling und die warmen Sonnentrahlen herbei. Die Unbarmherzigkeit der Winter im Königreich …