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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragUndine Der Regen hing schwer in der Luft, und selbst der Wind schien für einen Moment zu lauschen, als der Prinz vor ihr stand ...so durchnässt, so müde, so verzweifelt wie ein Schiffbrüchiger, der endlich Land erblickt. Seine Anwesenheit war ein Flackern, das gleichzeitig Wärme und Unruhe in ihr auslöste. Die Dunkelhaarige stand still. Das Wasser rann über ihre Wangen wie kalte Finger, doch ihre Haltung blieb ruhig, fast feierlich. Seine Stimme erreichte sie, brüchig und zugleich fest und die W…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Der Regen hatte in der Nacht nicht aufgehört. Noch immer rann er in feinen Strähnen über die Fenster des Gasthauses, als Arthur und seine Gefährten sich am runden Tisch im Schankraum versammelten. Der Duft von feuchtem Holz und kaltem Eisen hing in der Luft. Lancelot gähnte, den Trinkbecher in der Hand. "Ich sag’s ja, Arthur. Wir hätten schlimmer schlafen können." Es war fast eine halbe Woche vergangen seit dem die Gruppe Lunaris Veil verlassen hatte, drei Tage seitdem sie die Blutzinnen …
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Ich war noch dabei, das Fenster zu schließen was der Rabe heute Morgen offen gelassen hatte, als mir auffiel, dass Daikis Kragen etwas schief stand. Genauer gesagt ... - der Krawattenknoten. Ein Versuch war eindeutig da gewesen, aber das Ergebnis … nennen wir es 'kreativ'. Ein leises Lächeln stahl sich auf meine Lippen, ehe ich hastig den Blick abwandte. Wenn ich etwas sagte, würde er sich nur wieder rechtfertigen. Und das wollte ich gar nicht. Irgendwie fand ich es … charmant. Schlussendlich be…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Das Feuer war fast niedergebrannt, nur die letzten Glutadern glimmten zwischen den Steinen. Arthur saß schweigend daneben, das Schwert an die Knie gelehnt, die Gedanken weit fort ....dort, wo ihr Lachen noch zu hören war. Lancelot stieß ihn mit dem Ellenbogen an. "Du bist wirklich hoffnungslos, weißt du das?" Sein bester Freund blinzelte blinzelte verwundert. "Wie bitte?" Lance hatte ihn mit einen Male aus den Tiefen seiner Gedankenwelt gezerrt, so dass es schwer war direkt einen klaren Z…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragUndine Ach so war das also? Seine Hoheit von Eis und Schnee ward auf einmal zu Scherzen auferlegt? Hört, hört. Ihre Augen zeigten für den Bruchteil eines Augenblick, ein schelmisches Glitzern, als hätte Irgendetwas gewagt die schlafende Wasseroberfläche eines Sees in unruhige Bewegung zu setzen. "Ach? So ist das? Ich dachte ein solch begabter Wortkünstler wie Ihr sucht vielmehr nach einer neuen Muse, welche ihm inspiriert - als nach einen artigen Frauenzimmer welches sanft sein Ego streichelt." …
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragUndine Viktor redete über Titel, über Frauen, über die leeren Worte der Welt ... so ruhig, dass sie beinahe vergessen hätte, wie scharf seine Gedanken wirklich sein konnten. So edel und zugleich so gefährlich. Undine hätte lachen können. Stattdessen neigte sie nur leicht den Kopf, ließ ihn aus ihren klaren Augen nicht los. Er sprach von Menschlichkeit, von Schein, und als er dann andeutete, ihre Bitte, die Bibliothek zu sehen, sei wohl "nur zum Schein" ... eine Ablenkung gewesen - da fror etwas …
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragUndine Undine spürte, wie sich der Name auf seinen Lippen legte ...Lady Undine ...und wie er in der Luft nachklang, als wäre er zu schwer für sie allein. 'Lady'. Ein Wort, das sie nie beansprucht hatte, das sich anfühlte wie ein kostbares Kleid, das jemand über ein Wesen aus Salz und Schaum gelegt hatte schön, aber fremd. Sie hob leicht den Kopf, ohne ihm ganz ins Gesicht zu sehen. "Ich bin keine Lady." Sie hatte weder Land noch Titel, weder Gold noch Macht. Nur Wasser unter der Haut und eine St…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragUndine Die Dunkelhaarige schwieg, als Elises Stimme erklang nicht laut, doch mit jener Kälte, die kein Sturm übertönen konnte. Ihre Worte galten Aveline, und doch spürte die schlichte Schönheit die Wellen, die durch den Raum gingen. Sie brauchte die Zofe nicht anzusehen das Zittern in deren Atem war Antwort genug. Ihr Blick blieb auf der Prinzessin. In ihr erkannte sie etwas Seltenes. Haltung, nicht nur Stärke. Kein Hochmut, sondern Würde, die man sich erarbeitet, Schicht um Schicht, wie Eis, da…
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Annalena Ich hatte nicht erwartet, dass er einfach zustimmen würde. Eigentlich hatte ich gehofft, er würde mich höflich rausschmeißen das hätte die Entscheidung für mich getroffen. Stattdessen stand ich jetzt hier, in einem halbleeren Wohnzimmer, zwischen Kartons, Staub und diesem merkwürdigen Gefühlschaos, das sich langsam aber sicher in mir festsetzte. Bis zum Schulabschluss also... Das hatten wir gemeinsam. Ich musste ebenfalls bis dahin hierbleiben und danach? Danach wollte ich es meiner Mum…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragUndine Undine erstarrte. Elises Finger ... kühl wie Marmor und doch so zart, dass selbst der Atem den Moment hätte zerbrechen können - ruhten auf ihrer Brust. Genau dort, wo die Haut dünn wurde, fast durchscheinend, und unter ihr das leise Flimmern lag ... die Spur dessen, was sie einst war. Ein leiser Laut, kaum hörbar, entwich Undine, mehr ein scharfes Einziehen des Atems als ein Wort. Sie wich zurück, rasch, beinahe erschrocken über die Heftigkeit, mit der ihr Körper reagierte. Für einen Herz…
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Ich konnte Lyra, Harfe, Piano und Geige spielen. Instrumente, die mehr Geduld als Begabung verlangten. Aber Geduld hatte ich genug… vielleicht zu viel davon. Serafin hatte irgendwann mal gesagt "Wenn du sie dadurch besser verstehst, kannst du sie besser beschützen." Also lernte ich zu spielen um den Menschen näher zu kommen, um zu begreifen, warum sie lachten, litten, liebten. Doch je länger ich unter ihnen lebte, desto deutlicher wurde mir: Verstehen war nicht dasselbe wie Fühlen. Bis gestern A…
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Ich blieb noch einen Moment am Fenster stehen, während die Sonne sich langsam über den Schulhof legte. Die Pausenglocke hatte längst geläutet, und der Klang hallte in mir nach wie ein Echo, das sich nicht vertreiben ließ. Unten sah ich eine Gruppe Schüler, lachend, laut, sorglos. Sie warfen sich gegenseitig Bälle zu, rempelten einander spielerisch an, alles voller Leichtigkeit. Für sie war die Welt so einfach ... Freundschaft, Spaß, Lachen. Dinge, die ich nur aus der Ferne kannte, als wäre ich Z…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Arthurs Verstand konnte das Geschehen noch immer nicht recht fassen. Es war einfach geschehen. Die Himmeljuwelen waren ganz von allein erwacht und schienen beinah instinktiv zu wissen, was zu tun war. Beide Steine reagierten aufeinander, ergänzten sich fließend in ihren Kräften, als wollten sie selbst Leben spenden, wo keines mehr war. Ein Zeichen der Hoffnung und ein Wunder, wenn man bedachte, wie zerstritten die Zwillingsgötter einst gewesen waren. Für den Hauch eines Augenblicks fragte…
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Irgendetwas ließ mich nicht los. Ich war mir ziemlich sicher, dass es nicht nur mein verletzter Stolz war. Da unten gab es etwas... was auch immer es war, was mich anzog. Ich konnte diese vertraute Präsenz noch immer wahrnehmen, wie das kribbeln in meinen Fingerspitzen. Doch ehe ich verstand was es war drehte sich Daiki um. Sein Blick traf meinen und mit einen Male konnte ich mich wieder fokusieren. Wie ein Schwerthieb der diese Fesseln verschnitt... beinah ironisch. Mit diesem Ayakashi an meine…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Lancelot war der Erste, der die Stille brach. Ein schiefes Grinsen legte sich auf seine Lippen, als er die Art sah, wie Arthur und Elise noch einen Herzschlag zu lang einander ansahen die Kälte der Halle schien sich an diesem Punkt kaum zu halten. "Wenn ich's nicht besser wüsste." murmelte er, die Hände an den Gürtel gelegt, "...würde ich sagen, unser Sonnenritter hat vergessen, dass wir mitten in einem verfluchten Grab stehen." Arthur blinzelte, sein Blick noch immer halb im Nebel, halb …
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Die Luft wurde schwerer, je tiefer sie stiegen. Der Gang hinter ihnen schloss sich mit einem Laut, der wie ein grabtiefes Atmen klang. Dunkelheit senkte sich über sie. Lebendig, wachsam, fast wie der Herzschlag des Berges selbst. Arthur spürte, wie sich die Welt um ihn veränderte dichter, lauschender, als hielte der Fels selbst den Atem an. Nur Cassians Licht zitterte dünn über den feuchten Steinen. Ein fahler Dunst kroch zwischen ihren Beinen hindurch, suchte nach Leben, das er löschen k…
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Es wäre auf jeden Fall vernünftig, wenn wir einfach gehen würden… aber das konnte ich doch einfach nicht auf mir sitzen lassen!? Der Lulatsch war der Mann fürs Grobe – die Barriere war magisch, und Magie war mein Steckenpferd. Ich stemmte die Hände in die Hüften, blähte leicht die Wangen auf und sah trotzig auf die schimmernden Runen. "Ich weiß, was ich tue." murmelte ich leise, mehr zu mir selbst als zu ihm. Sicher, ich hatte mir gerade beinahe die Finger gegrillt, aber das war reine Übungssach…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Der Weg durch die Blutzinnen war ein Marsch in das Herz der Erinnerung aber vor allem des Misstrauens. Stundenlang hatten sie geritten, über schmale Pässe, vorbei an Felsformationen, die wie Zähne aus dem Boden ragten. Der Himmel dort oben war blasser als anderswo, als hätte selbst das Licht Angst, in diese Berge einzudringen. Der Wind roch nach Eisen und uralter Erde. Arthur ritt nunmehr an der Spitze, die Hand stets am Griff seines Schwertes. Hinter ihm bewegte sich die kleine Schar in …
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Annalena Sein Blick traf mich, und es fühlte sich an, als würde etwas in mir sofort wach werden ... nicht laut, nicht dramatisch, eher wie ein leises Flackern, das erstickt werden sollte. Für einen winzigen Augenblick war alles um uns herum unwichtig. Der Regen, das Tippen der Uhr, sogar der Schmerz, der in ihm steckte. Nur dieses tiefe, haselnussbraun seiner Augen, das mich ansah, als könnte es alles in mir lesen. Als er auf einmal wegschielte, verließ mich ein Teil des inneren Fokus wieder, ab…
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❦Das Herz der Welt❦ [☾Rou✧Nim☽]
BeitragArthur Der Ritt durch die Flüsterneden Wälder war, wie Undine es vorausgesagt hatte, eine Prüfung. Nicht des Kampfes, sondern der Stille. Tagelang ritten sie durch ein Zwielicht, in dem die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit verschwamm. Die Bäume waren keine stillen Zeugen mehr; sie waren eine lebendige, atmende Masse aus Moos und uraltem Holz. Die Luft selbst schien Melodien zu weben, Lieder, die von weit entfernten Zeitaltern klangen. Manchmal sah er im Augenwinkel, wie die Schatten tanzte…