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“Ich werde dich da immer rausholen”, entgegnete Lewis leichtfertig und lächelte, als würden sie über etwas ganz Unverfängliches reden. Wenn schon jemand wusste, wie es sich anfühlte, gefangen zu sein, dann ja wohl Lewis. “Wie du mir, so ich dir. Oder sowas in der Art.” Er lehnte sich zu ihm und küsste Santiago auf die Lippen, das erste Mal seit ihrem gescheiterten Ablenkungssex. Dann setzte er sich auf. “Ich hol dir jetzt was zu trinken und wenn du bereit bist, gehen wir duschen, okay? Wir riech…
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Santiago lächelte zurück und es war das schönste Lächeln, das Lewis je gesehen hatte. Zwar war es müde und so kraftlos, als wäre selbst das Heben der Mundwinkel ein unfassbarer Kraftakt gewesen, aber es war ein Zeugnis, dass Santiago langsam wieder zu ihm zurückfand, und deswegen war es so wunderschön. Lewis erstrahlte davon und küsste ihn auf die Nase. “Komm her. Mach deinen Arm hier rüber, dann ist's bequemer.” Er mühte sich ein bisschen damit ab Santiagos Arm zu bewegen, nachdem er erkannte, …
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Eine geraume Zeit lang versank Lewis so sehr in Sorge um den Mann, dass sein Gehirn völlig kurzschloss. Santiago rührte sich einfach nicht. Oder doch, er rührte sich schon, aber er zitterte und bebte und atmete so flach, dass Lewis es gar nicht gemerkt hätte, wenn sein Atem ihn nicht an der Haut gestreift hätte. Es war so furchtbar mit anzusehen, wie der sonst so gefasste Mann völlig in sich zusammenbrach, gänzlich heruntergebrochen in einen zitternden Haufen, der nicht einmal eine Antwort zusta…
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Er sah es. Er sah es voraus. Es eröffnete sich ihm als Knoten in dem Moment, in dem er die Hand an seinen Hals legte, und es war so furchtbar, so grausam, dass Lewis einen Moment lang davon der Atem stockte. Er sah es alles, den Bruchteil einer Sekunde bevor es geschah und er wusste gleichzeitig, dass es schon zu spät war, um es zurückzuziehen. Es war eine spontane Entscheidung gewesen, ohne darüber nachzudenken. Wieso sollte er beim Sex auch überlegen, ob er etwas tun sollte oder nicht? Es war …
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Lewis spürte eine ungewöhnlich intensive Ekstase, die ihn bei Santiagos Worten durchschoss. Fuck - das war heiß. Richtig heiß. Dabei war er doch eigentlich nicht der Typ dafür, der sich gern einen blasen ließ oder jemandes Mund an seinem Arsch hatte. Wieso geilte ihn das dann genauso auf wie von Santiago hart durchgenommen zu werden? Hatte er heute wieder eine seiner Macken am Laufen? "Fuck. Echt?", keuchte er und drückte seine Finger ein Stück tiefer. Er suchte nach dem Punkt in seinem Inneren,…
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Tessa gab ein leises Geräusch von sich und Chester verharrte sofort wieder. Er wollte gehen, natürlich, aber er wollte die junge Frau auch nicht aufwecken. Sie hatten in der Nacht eine ganze Whiskeyflasche getrunken und wenn er davon noch leichte Kopfschmerzen davongetragen hatte, musste es Tessa wirklich schlecht gehen. Sie konnte sich ruhig noch eine Weile ausruhen. Grummelnd grub sie ihre Finger in seinen Arm und Chester verharrte ganz still. Vielleicht hatte er ja Glück. Vielleicht würde sie…
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"Du weißt...w-weißt doch gar nicht...hicks...was du geträumt has'. Woher willst...hicks, t'schuldige...du dann wissen, dass er schön war?", fragte Tessa mit einem Nuscheln zurück und Chester antwortete das erste, was für ihn Sinn machte: "Weil ich's im Gefühl hab. Da weiß ich das." Und er tippte sich neben Tessas Kopf gegen die Brust. "Hmhm...Ich...hicks...hab für dich gesungen..." Chesters Augen wurden ein Stück größer und er grinste bei der Erinnerung. "Ohh - ja. Ja, has' du. Aber nich' mit Wo…
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Das Bett knarzte unter Santiagos Bewegungen und für einen Moment hatte Lewis die Vision, dass die Seile doch reißen und der Mann sich auf ihn stürzen könnte - was ein Gedanke war, der sein vernachlässigtes Glied zucken ließ. Zwar rissen sie doch nicht, was er immerhin auch vorhergesehen hätte, aber der Gedanke war es, der ihn weiter anspornte. Wer weiß, vielleicht konnte er Santiago so sehr aufstacheln, dass er ihn hinterher noch einmal ins Bett vögelte, so fest, dass Lewis zwei Tage nicht mehr …
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Ranea kicherte vergnügt, während Stanis sie am Feld entlang lenkte. Jetzt saß sie wirklich bei ihm, mit ihm, neben ihm und begleitete ihn auf seiner Fahrt. In ihrem Inneren vermischte sich das anregende Gefühl von Abenteuer, nachdem sie eigentlich gar nicht hier sein durfte, und ihre Verliebtheit dem hübschen Jungen gegenüber. Sie bekam davon ganz wildes Herzrasen. Auf ihre Frage hin fing Stanis an zu grinsen und das machte sie selbst ganz glücklich. Er grinste - wegen ihr. Sie konnte ihn zum Gr…
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Alptraum? Das überraschte Lewis nun irgendwie gar nicht, wenn er daran dachte, was für ein beschissenes Safeword er selbst gewählt hatte. Im Gegensatz dazu war ja Alptraum noch ganz human. "Alptraum, okay", wiederholte er zur Bestätigung, wartete aber nicht mehr länger. Ihm war heiß, er war scharf und allem Anschein nach hatte auch Santiago seinen Anreiz daran, in seinen Fesseln zu liegen. Unwillkürlich musste Lewis an seine Fesselkünste zurückdenken und fragte sich, nicht ohne einigem Interesse…
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Kaum hatte Ranea gefragt, sprang Stanis schon von seinem Wagen herunter wie ein Held aus den vielen Geschichten. In seinem Gesicht tauchte ein Grinsen auf, in das sich Ranea glatt zweimal verliebte. So hübsch war er, wenn er so grinste - und sie dabei auch noch ansah! „Deine Schwestern kommen doch ganz fantastisch auf dem Feld zurecht, oder?“, fragte er, worauf Ranea ihm glatt erzählt hätte, dass das alles dumme Gänse waren, die doch keine Ahnung von irgendwas hatten - nur wie man den ganzen Tag…
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So tief in der Nacht, vollkommen abgefüllt von einem sehr fragwürdigen Whiskey, den Owl da angeschleppt hatte, besaß Chester keinerlei Gefühl mehr für irgendwas. Seine Welt hatte sich von dem großen weiten Zirkus zusammengeschrumpft auf das Innere dieses Wohnwagens und auf Tessa, die lachte und lachte bis ihr die Tränen kam, nur um dann weiterzulachen und Chester unmittelbar mitzureißen. Er bekam schon gar keine Luft mehr in dem stickigen, warmen Innenraum, und dennoch lag das Zentrum seines Uni…
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Es war Erntezeit und um diese Jahreszeit war es in Xaltis immer am schönsten. Die Felder schimmerten Gold im warmen Sonnenlicht, die Apfelbäume trugen ihre dicken Früchte und vom Bachlauf ertönte das beständige Surren der Insekten. Die Luft war erfüllt von dem Gelächter der Kinder und den ernsten Ermahnungen der Erwachsenen und überall, wo man hinging, herrschte ausgelassene Stimmung. Denn wo die Erntezeit war, blieb das Erntefest nicht weit entfernt und wenn es dieses Jahr auch wieder so ertrag…
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Grinsend sah Chester zu, wie Tessa vor Lachen geradezu nach Luft schnappte. Eigentlich war es ihm ganz egal, ob sie ihn auslachte oder nicht; wenn er sie so zum Lachen bringen konnte, dann würde er sich höchst bereitwillig zum Affen machen. "Ich bin vielleicht nicht der geborene Bühnenstar", kicherte sie, "Aber fürs Mist bauen, hats immer gereicht. Also, hör zu. Jake, Rosie und ich haben einmal ganz fiesen, billigen Fusel bei einem Bruch mitgehen lassen." Chester hatte zwar keine Ahnung wer Jake…
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"Und wer hat eigentlich bestimmt, was die richtige Reihenfolge ist? Ich bin schon nüchtern unter und in ganz andere Sachen geklettert...Moment, wer ist hier denn schon einmal betrunken unter einen Wagen geklettert?" "Oh wir hatten schon ganz viele Sachen", sagte Chester mit einem Kichern und hob die Hand, um an seinen Fingern abzuzählen. "Wir hatten schon unter den Wagen klettern - frag mich nicht wer das war, aber es war definitiv ein Mann, sowas ist immer eine Männersache. Dann hatten wir scho…
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Chester brach auf mit einem Lächeln auf den Lippen, während er in der Menge untertauchte und auf der anderen Seite zwischen den Zelten verschwand. So eine Dummheit, gerade an dem heutigen Geburtstag sich davonzustehlen und sich zu betrinken - aber es war genau die Art von kindliche Dummheit, die Chester so mochte. Genau die Art, bei der er sich fröhlich und befreit fühlte und den Weg fast schon mit einem kleinen Hopsen hinter sich legte. Was sollte er schon machen? Chester war nunmal ein Kindsko…
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Kassandras Sanftheit verschwand ein bisschen und zurück blieb die Göttin, die Phönixin, die Zoras mit klarem Blick betrachtete. Seine Liebesbekundung schien in ihr andere Wurzeln zu schlagen als gedacht, aber das war ihm nicht unlieb. Kassandra war schon immer eine Kämpferin gewesen, ein Wesen, die ihren Willen durchzusetzen vermochte. Das war immerhin eines der Dinge, die er so sehr an ihr liebte. „Du wirst Kriege beginnen, aber nicht nur für mich. Du wirst sie schließlich beenden, und das defi…
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Tessa beugte sich zu ihm hinüber und Chester wurde neugierig, als er das Funkeln in ihren Augen entdeckte. Das war etwas anderes, so etwas hatte er bei ihr noch nie gesehen. Nein, das war nicht ganz richtig, aber es war noch nie so sehr an die Oberfläche gedrungen. Unerklärlicherweise regte das seinen Drang an, irgendwas Unanständiges zu tun. Er grinste noch bevor sie sprach. "Ich glaube, du solltest Liam morgen ausschlafen lassen." Sie zwinkerte ihm zu - zwinkerte ihm zu! - und Chester kicherte…
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Tessa wirbelte und Chester führte und schließlich fiel sie zurück gegen ihn, wie ein frisch geborenes Rehkitz, das gerade erst das Gehen gelernt hatte. Oder eher das Tanzen, in diesem Fall. Tessa fiel und Chester fing sie mühelos auf, griff sie sich geradezu aus ihrem Fall und schwenkte sie beide herum, um ihren unabsichtlichen Schwung zu nutzen. Als er sie sicher wieder auf den Füßen abstellte, sah sie mit einem strahlenden Blick zu ihm auf, der alle Wolken am Himmel hätte vertreiben können. "T…
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Chester lachte nur. Er lachte Tessa nicht aus, oh nein, das würde er nie wagen, aber er lachte über ihre Naivität. "Natürlich kannst du tanzen! Jeder kann tanzen!", rief er ihr zu und ergriff die Hand mit der sie ihm noch am Ärmel gezupft hatte. Im Rhythmus der Musik bewegte er sie auf und ab, was natürlich ein bisschen fragwürdig aussah. "Siehst du? Schon tanzt du!" Tessa war aber resistent gegenüber etwaiger Tanznachhilfen. Noch einmal versuchte sie aus der Menge zu entkommen und Chester blieb…