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Santiago verbrachte die nächste Woche mit seiner üblichen Routine. Seine Paranoia kam Stück für Stück zurück - diesmal mit einer neuen Geschmacksrichtung: Lewis würde ihm in den Rücken fallen, weil er ein Undercover-Cop war, weil er von der Polizei Immunität für seine Verbrechen angeboten bekam, weil er und sein Bruder für die CIA Zeug schmuggelten und die keinen extra Zeugen gebrauchen konnten (dass Santiago überhaupt nichts wusste, interessierte seinen Verstand dabei nicht). Bevor er jedoch so…
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Lachend setzte sich Dane auf. Seine Hände ruhten auf Ros Oberschenkeln, die wiederum auf seinen Beinen lagen. Ihm fiel auf, dass er Gefallen daran fand, wenn Ros Augen - und auch seine Haut, auch wenn das gerade nicht der Fall war - im vollen Spektrum der Farbe Blau funkelten. Es war wunderschön. Andererseits war er vielleicht auch einfach nur ein Fan davon, weil er wusste, in welchen Situationen das meistens passierte - und er dafür verantwortlich war. "Ich bin ein ganz schön schlechter Einflus…
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"Wer sagt denn, dass ich einen Abschluss gemacht habe?" gab Santi gespielt empört zurück. "Nach der Sache mit der Prügelei - und noch ein paar anderen - bin ich vom College geflogen. Ich hab meine Magie genutzt, um die Anzeigen wegen Körperverletzung verschwinden zu lassen, um meinen Eltern keinen Herzinfarkt zu verpassen und das war's dann. Ich wüsste auch gar nicht, was ich mit einem Abschluss in Geschichte hätte machen sollen. Mich in ein Museum stellen? Da brech ich doch lieber ein." Santi g…
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So lapidar wie Lewis über seine Eltern und deren Ableben sprach, musste sich Santi doch tatsächlich auf die Zunge beißen. Da war überhaupt keine Liebe in den Worten des Streuners, nur bloße Fakten. Santiago war bewusst, dass jeder einen solchen Verlust anders verarbeitete, aber er selbst konnte sich nicht vorstellen, so uninteressiert über seine Eltern zu berichten, sollten sie eines Tages nicht mehr sein. Erst recht nicht, wenn sie ein so gewalttätiges Ende fanden. Santi betete, dass seine Elte…
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Santi fragte sich, ob es funktioniert hätte. Ob der Verlust der Sehkraft Lewis seiner Magie beraubt hätte. Oder ob sie andere Wege gefunden hätte, sich ihm aufzudrängen. Er selbst hatte so eine option nicht. Seine Magie funktionierte über seine gesamte Haut. Sobald er jemanden berührte, konnte er sein Ding durchziehen. Das konnte er nicht einfach rausschneiden. "Warte mal. Dein Bruder ist jünger als du?" Santi kicherte. "So wie ihr immer miteinander telefoniert hab ich die ganze Zeit gedacht, du…
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Santiago lächelte selbstsicher, als Lewis ihm das kleine Kompliment aussprach. Der Streuner fühlte sich also so sicher bei ihm, dass er so tief und entspannt schlafen konnte? Dann machte Santi ja alles richtig. "Themenwechsel kannst du, hm?" scherzte er. Doch dann wurde auch er ernst. Seine Magie machte sein Leben ziemlich anstrengend, ja. Und auch sonst gab es so einige Faktoren, einige Entscheidungen, die er getroffen hatte, die einen solchen Gedankengang in den Bereich des Möglichen rückten. …
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Santi brummte zufrieden, als Lewis anfing, seinen Nacken und seine Schultern z massieren. Er hatte gar nicht bemerkt, wie verspannt die schon wieder waren. Naja, nach einer Woche ohne auch nur eine Sekunde Frieden und dann so ein Traum... er konnte es seinen Muskeln nicht verübeln, genauso angespannt zu sein wie Santis Nerven es oft waren. "Wenn du mich aufwecken würdest, würde das den Traum nicht beenden. Kann ziemlich gefährlich sein. Dein Körper schaltet sich zu großen Teilen einfach aus, wen…
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"Erdrosselt," murmelte Santi mit einem Schulterzucken, ging aber nicht näher darauf ein. Er beobachtete, wie sich Lewis an das Kopfende setzte. Und dann staunte er, als der Streuner ihn dazu einlud, sich an ihn zu kuscheln. Das war doch eigentlich sein Job. "Stell dich nicht so an und komm her," forderte Lewis. Santiago war zu mitgenommen, um sich zu beschweren oder gar zu wehren. Also krabbelte er zu dem Streuner rüber und kuschelte sich an ihn. Er bettete seinen Kopf auf Lewis' Oberschenkel. D…
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Santiago riss sich den Arm von den Augen und starrte in die gähnende Dunkelheit, als er eine Bewegung wahrnahm, mit der er nicht gerechnet hatte. War das der Moment, in dem er tatsächlich von einem Auftragskiller umgebracht wurde? Jetzt, wo seine Paranoia ihn einmal nicht dazu zwang, nach einem Ausschau zu halten? Dann legte sich eine warme Hand vorsichtig auf seinen Arm und mit einem Mal erinnerte er sich. Er war nicht allein. Lewis war bei ihm. In seiner Wohnung. In seinem Bett. "Hey man, alle…
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Das Küssen und Stoßen und die Hitze ihrer im Rhythmus tanzenden Körper wurden intensiver und Santis Atem wurde kurz und abgehackt. Lewis war sich der Veränderung offensichtlich bewusst, setzte sich auf und legte seine eigene Hand auch noch um ihre verbundenen Schwänze und drückte sie beide. Santi zuckte beim ersten Stoß und bald wurde Lewis schneller, um sich dem Rhythmus ihrer Hüften anzupassen. Santi vergrub eine Hand in Lewis‘ Haaren, zog ihn näher und küsste seinen Nacken. Mit seiner freien …
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Wieder einmal zeigte Lewis ihm, was er so alles mit seinem Mund anstellen konnte, und Santi war sprachlos. Er lehnte sich zurück und genoss diese sehr speziellen Talente mehr denn je und stieß leises Knurren und Stöhnen aus, wann immer Lewis ihn schluckte. "Heilige Scheiße. Du liebst das, nicht wahr?" Lewis antwortete, indem er es bis zum Ansatz schluckte, und stöhnte: „Mmmmh.“ Santi schloss die Augen wieder, spürte Lewis' Lippen und Zunge um sich und hörte ihm beim Schmatzen und Gurgeln zu. Die…
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Santi ließ sich auf den gleichen Sessel sinken, auf dem er heute Morgen noch Ausschau nach Helikoptern gehalten hatte. Er lehnte sich entspannt zurück, kam aber nicht soweit, sich irgendwelche Gedanken zu machen. Lewis hatte kein bisschen seines Elans verloren. Er hüpfte beinahe schon auf seinen Schoß. Santi schlang instinktiv einen Arm um den Streuner, damit der nicht einfach hinten runterfiel und sich den Schädel an dem Tisch aufschlug. Er lehnte den Kopf zurück, als sich Lewis zu ihm beugte, …
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Santiago hatte kaum Zeit, das Gefühl des sanften Wasserstrahls auf seiner Haut zu genießen, bevor er schon gegen die Duschwand gedrängt wurde. Er wusste, wie Lewis drauf war, wenn er scharf war, aber das hier war ein völlig neues Level an Enthusiasmus. Santi konnte nur grinsen ob des Elans, den der Streuner gerade an den Tag legte. Er ließ sich also gegen die Wand drücken, ließ sich küssen, ließ Lewis' Hand wandern. "Das war sexy. Hat mich richtig hungrig auf dich gemacht." "Was du nicht sagst,"…
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Santiagos kleiner Moment des Friedens dauerte nur kurz an, da wurde er schon von dem Streuner attackiert. Hätte er sich nicht gerade den zweiten Alptraum des Tages einverleibt, dann hätte er dahinter wohl ein riesiges Mordkomplott vermutet. So aber grinste er bloß und lehnte sich in den ungestümen Kuss hinein. Einen Arm legte er um Lewis' Rücken, den anderen streckte er zur Sicherheit von ihnen beiden weg, damit er nicht aus Versehen noch einen von ihnen in Brand steckte. Er grinste immer noch, …
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Dane sah mit erhobener Augenbraue dabei zu, wie Ro's Hände seinen Körper hinunterwandern. Hatte der Drakin vorhin nicht noch gesagt, es sei seltsam sowas in Anwesenheit der Familie zu tun? "Ich kann mir vorstellen, dass eine Menge an Leuten gern dabei zusehen würden, wie ein so unschuldiges Lämmchen wie du etwas über die Abgründe der Lust lernt, ja." Von einem Augenblick zum nächsten schlang Dane seine Arme um Ro, stand auf, und legte den Drakin der Länge nach auf den Baumstamm und beugte sich ü…
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Seine Magie schnappte geradezu vorfreudig mit den Zähnen, als Lewis ihm zustimmte, Bryce noch heute einen Besuch abzustatten. Und Santiago... Santiago konnte nicht anders, als Lewis' Grinsen zu erwidern. Seit ihrem Bruch in die Federal hatte er keine Gelegenheit mehr gehabt, seine Magie so richtig von der Leine zu lassen. Er würde das genießen. Abendessen mit jemand anderem zu kochen war etwas, was Santiago besser verarbeiten konnte, als die Idee, jemanden in seiner Küche sitzen zu haben. Er war…
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Lewis würde darauf achten, dass ihn niemand verfolgte? Santi konnte sich nicht vorstellen, dass das viel Auswirkungen auf seine imaginären Freunde hätte, aber er würde es nicht ablehnen. Das war auf jeden Fall etwas, was er noch nicht ausprobiert hatte und er war immer offen, neue Wege auszuprobieren, um entweder seine Paranoia oder seine Schlafprobleme in den Griff zu bekommen - idealerweise schaffte er eines Tages beides. Während Lewis sich einen weiteren Joint reinzog, verschwand Santiago im …
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Anstatt auf die Frage nach dem Rauchen zu antworten, fischte Santiago sein Feuerzeug aus seinen Jogginghosen, flickte es auf und schnickte es an. "Rauch ruhig. Ich hab eine ganze Fensterfront, die ich aufreißen kann, sobald meine Magie mich lässt." Er hielt Lewis die Flamme hin, damit dieser sich seinen Joint anzünden konnte. "Ich hab dir doch gestern schon gesagt, dass du so lange bleiben kannst, wie du willst. Du musst nur mit meinen Seltsamkeiten klarkommen, das ist alles. Viel Sonnenlicht wi…
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"Soll ich dir Bilder von dem zeigen, was da alles schiefgehen kann?" gab Santi zurück, gab es aber auf. Wenn sich Lewis der Sache nicht stellen wollte, dann konnte er da leider nicht viel machen. Immerhin kannte er die Symptome gut genug, um ihn im Notfall lange genug am Leben zu erhalten, um ihn doch zu einem Arzt zu schleifen. Wenn sie beide Glück hatten, dann war es wirklich nichts. Santi konnte nur hoffen. Während Lewis telefonierte, machte er Lewis den Kaffee und fuhr die Läden wieder runte…
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"Ich würde nicht nur von Welpen träumen. Ich würde die gleiche Angst empfinden wie die Person, der ich diese Angst abgenommen habe. Mir selbst macht eigentlich gar nicht so viel Angst - vielleicht, weil ich schon so viel gesehen habe. Aber wann immer ich meine Magie benutze, um jemand anderem Angst einzujagen, nehme ich deren Angst an. Für den Traum zumindest. Es ist kompliziert." Lewis schien es langsam zu verstehen. Es war genauso kompliziert, wie Santiago es genannt hatte, aber Lewis schien d…