Die Auferstehung Kronos... [Jezz X Daisy]

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    • Die Auferstehung Kronos... [Jezz X Daisy]

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      Story

      1807 – Irgendetwas stimmt nicht im Dorf am Fuße des großen Berges Tartaros. Die Dorfbewohner werden alle vom selben Alptraum heimgesucht, die Tiere verhalten sich merkwürdig, Wildtiere verschwinden und die Wolken haben das Dorf seit Tagen in Schatten gelegt. Die Dorfbewohner wissen nicht mehr weiter, nur der immer wiederkehrende Traum gibt ihnen einen Hinweis, was nicht stimmen kann: Der Berg. Etwas ist in ihm. Etwas, was raus möchte.
      Aus diesem Grund schreiben sie an alle Universitäten Briefe und bitten um Hilfe. Niemand nimmt sie ernst, nur die junge Forscherin, die zufällig einen solchen Brief in den Händen hält, beschließt sich, dort hinzureißen. Das könnte ihr Durchbruch bei der Forschung sein! Sie könnte endlich als anerkannte Forscherin arbeiten! Doch sie hat keine Ahnung, was dort wirklich im Berg schlummert und was durch ihre Hände wieder aufersteht…

      Jezz: Kronos
      Daisy: Edda-Marie "Eddie" Milton

      Vorstellung:
      Die Auferstehung Kronos... [Jezz X Daisy]
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    • Edda Milton
      "Gute Funde! Sehr gute! Gutes Auge, ja!" Mit einem gezwungenen Lächeln nickte ich dem jungen Mann zu, der die Vasen, Tonfiguren, Teller und anderweitige Relikte zunächst in die Luft hielt, um sie ausgiebig in gebrochenem Englisch zu loben und dann achtsam in die dafür vorgesehenen Kisten zu verstauen. Es war eine freundliche Geste, dass er versuchte mir gut zuzusprechen. Und dann auch noch in einer ihm fremden Sprache doch ich... "Absolut wertlos dieser Müll. Was erhoffen sich diese modernen Forscher nur von solchem Mist. Guck mal, so einen hat meine Großmutter zu Hause.", wandte der Mann sich direkt vergnügt auf seiner Muttersprache an seinen Freund und dieser zeigte in einem schelmischen Grinsen alle seine Zähne. Unbehaglich räusperte ich mich. Herrje. Der Ausgrabungshelfer hatte mir keine Chance gelassen ihn über meine Sprachkenntnisse aufzuklären. Und ihn jetzt noch darauf hinzuweißen erschien mir schrecklich unhöflich. Würde man dann denken, dass ich sie irgendwo hingehend belauschte? Suchend schaute ich mich um, in der Hoffnung eine Ablenkung zu finden. Katerini war eine sagenhaft schöne Stadt. Groß aber nicht überfüllt. Hier ist immer etwas losgewesen aber nicht in einem Maße, das man das Gefühl bekam nicht atmen zu können. Der Hafen ganz besonders schien die Ruhe des Meeres regelrecht zu reflektieren. Mit den Augen fuhr ich die Umrisse des großen Handelsschiffes nach, das nur darauf wartete unsere Funde nach England zu bringen.
      Es waren äußerst wertvolle Stücke, die mein Vater und seine Mannschaft bei der letzten Ausgrabung gefunden haben. Keine Spur von wertlosem Müll. Ganz im Gegenteil. Es waren zwar keine Edelsteine oder seltene Erze, Waffen oder Rüstungsteile. Doch diese alltäglichen Gegenstände waren beinahe eindrucksvoller. Der modernen Wissenschaft gab es endlos viel Aufschluss darüber wie die Menschen früher gelebt haben. Es bot so viel Wissen zu erfahren mit welcher Technik der Ton hergestellt wurde und verriet so viel des Zeitgeistes die Zeichnungen darauf zu analysieren. Doch dass die Ausgrabungshelfer dem ganzen keinen Wert beimaßen war kein Unglück. Umso besser, das verhinderte Diebstähle von der Grabungsstelle.
      "Despoinída?" Mir war nicht aufgefallen wie versunken ich in die Ferne gesehen hatte. Erst, als eine Hand vorsichtig meinen Arm umgriff zuckte ich aus meinen Gedanken und wirbelte herum. "Ja? Verzeihung, wie kann ich helfen?", sprach ich aus reiner Gewohnheit den Mann mit dunkler Haut auf griechisch an, der an mich herangetreten war. "Ihr sprecht Griechisch?" Oh nein. Verlegen schaute ich zu dem jungen Mann, der wie erstarrt in seiner Bewegung inne gehalten hat, eine der Tonscherben noch immer in den Händen. "Bitte fahren Sie fort, guter Mann.", nickte ich ihm vorsichtig zu und richtete mich dann wieder ganz an den Fremden, der geduldig auf meine Aufmerksamkeit wartete. "Verzeihung", wiederholte ich mich. "Wie kann ich Ihnen helfen?" Aus reiner Vorsicht drückte ich mein kleines Täschchen enger an meinen Körper. Es war nicht unbedingt selten, dass man hier versuchte das ein oder andere Schmuckstück eines Fremden zu ergattern. "Seid Ihr Miss Milton?" - "Ganz recht, schickt Sie mein Vater?" Der Mann nickte. "Ich soll Euch zurück ins Lager begleiten. Es gibt-", er unterbrach sich selbst um sicherzugehen, dass die Packer beschäftigt gewesen sind, "es gibt wohl eine kleine Schwierigkeit." Er sprach leise und bedacht. Sehr untypisch für das sonst so expressive Volk, wie ich es zuvor kennenlernen durfte. Das bereitete mir augenblicklich Angst. Wenn Vater nun schon nach mir rufen ließ. Wurde etwa eins der älteren Stücke beschädigt? Oder gänzlich entwendet.
      "Ich habe verstanden. Sind Sie mit der Kutsche hier?" - "Nein Miss, ich kam zu Fuß." Auch das noch. Oh Himmel, ich fühlte mich gestresst. "Meine Kutsche müsste noch auf mich warten, geben Sie bitte dem guten Mann Bescheid, dass er die Pferde bereitmachen soll. Ich komme jeden Moment nach." Was, wenn es der Krieg gewesen ist? Wir haben bereits vor zwei Jahren zur Flucht aufbrechen müssen. Wenn Griechenland nun auch auf Seiten der Franzosen gewesen ist würden sie sicherlich Jagd auf Engländer machen. Das wäre fürchterlich. Rastlos und besorgt blickte ich wieder zu dem Segelschiff. Es war keines der moderneren, die Kriegsschiffe würden es ohne Probleme einholen. Mal abgesehen davon, dass es ohnehin keine Kanonen an Deck hatte. Also war es ganz gleich welches Kriegsschiff sich darauf eingeschossen hatte. Unsere mit Mühe gefundenen und zusammengesammelten Artefakte hätten keine Chance gegen einen Angriff. "Geht es Euch gut?", hakte der Ausgrabungshelfer vorsichtig nach, dieses Mal auf griechisch. "Hm?", machte ich erschrocken. "Was?" Ich schüttelte den Kopf. "Ja, ich..." Ich schaute auf die geschlossenen Kisten, die bereit für den Abtransport gewesen sind. "War das alles?", fragte ich beinahe gehetzt nach und der Mann nickte unschlüssig. "Alles, was Ihr uns mitgegeben habt." Ich nickte. "Danke, vielen Dank, sehr gut." Aus meinem Täschchen holte ich ein paar Münzen hervor und legte sie achtlos aus den Tresen des Mannes, ehe ich auf die gestapelten Kisten zutrat. Ich kreuzigte erst mich drei mal ab und dann die Kisten, ehe ich ein kurzes Gebet in den Himmel entsandte.

      Es war eine lange Fahrt zurück zum Lager. Sicherlich eine Stunde mussten wir durch den trockenen Sand der kaum befahrenen Nebenstraßen reiten, ehe ich endlich die Zelte erblickte. Der arme Mann, der um meine Sicherheit besorgt gewesen ist, versuchte mich stätig zurück in den Wagen zu ziehen, als ich mich heraus aus dem Fenster beugte. Doch erst, als ich sah, dass unsere Zelte noch standen, konnte ich mich beruhigen. Erleichtert kippte ich in die Polster zurück. So schlimm konnte es nicht sein. Ich sprang während der Fahrt hinaus und rannte auf eigenen Beinen die letzten Meter rauf und hielt erst mitten im Lager an. Ich wollte geradewegs auf das Zelt meines Vaters zusteuern. Doch zuvor kam mir ein Mann entgegen geflogen. Erschrocken sprang ich zur Seite, wodurch der schwere Körper des Mannes im Staub landete. Erschrocken kniete ich mir vor ihn. "Geht es Ihnen gut?", hatte ich gerade noch über die Lippen gebracht, als mein Vater bereits aufgewühlt und rot vor Wut ebenfalls nach draußen trat. "Das war es nun mit meiner Geduld! Entfernt diesen Mann von meinem Lager!", brüllte er rasend vor Zorn. Ich war erschrocken den sonst so nachdenklichen und stillen, aber vor allem beherrschten Mann so zu sehen. "Vater, was-"
      "Bitte! Bitte! Ich flehe Euch an, bitte!", fing der Mann an zu wimmern und stürzte sich regelrecht auf mich. Er zog mich mit in den Dreck und begann in einem Dialekt zu sprechen, den ich kaum verstehen konnte so schnell wie er auf mich einredete. Der Fremde packte mich an den Schultern, worauf ich erschrocken zusammenzuckte. "Ich... ich verstehe nicht, es tut mir leid", versuchte ich ihn einigermaßen zu beruhigen. Doch er redete sich immer mehr um Kopf und Kragen, bis er mir schließlich ein Schriftstück in die Hände drückte. Keinen Moment zu spät, denn schon wurde er von Grabungshelfern gepackt und weggezerrt. Fassungslos und auch ein wenig unter Schock saß ich noch immer auf dem Boden. Das einzige, was ich immer und immer wieder aufgeschnappt hatte waren Aussagen wie es erwacht, nehmt es weg und lasst es heraus. Was hatte das zu bedeuten? "Mädchen, steh vom Boden auf, wirst du wohl!", herrschte mein Vater mich an, als die Männer den Eindringling abgeführt hatten und wieder Ruhe eingekehrt war. "Verzeihung", richtete ich mich eilig wieder auf und klopfte den Staub von meinem Ausgehkleid. "Was um alles in der Welt ist passiert? Ich bin vom Hafen von einem Jungen angesprochen worden, der von Euch geschickt wurde. Ist etwas passiert? Ist etwas abhanden gekommen? Müssen wir aufbrechen wegen dem Krieg?" Der Mann mit dem ergrauten Haar schnalzte unzufrieden mit der Zunge und winkte mit beiden Händen ab. "Nein, nein, alles in Ordnung. Ich habe nur Meldung bekommen von einigen meiner Kollegen. Diese Verrückten sollen hier überall in der Gegend herumrennen und jeden Grabungsarbeiter belästigen mit ihrem geistesentfremden Gesuch. Ich wollte dich nicht alleine in der Stadt wissen, bei diesem Gesindel in der Nähe!"
      Automatisch blickte ich auf meine Hände, in denen ich noch immer den verstaubten Brief hielt. Ich hatte ihn ein bisschen zerknittert, da ich regelrecht Halt an ihm zu suchen schien in meiner Aufruhe. "Was denn... für ein Gesuch?" - "In diesem Dorf am Fuße des Tartaros sollen einige Geistergeschichten die Runde gemacht haben. Und jetzt hat es das ganze Dorf darauf angelegt etwas aus dem Berg holen zu wollen." Lasst es heraus, kamen mir die Worte des aufgeregten Mannes wieder in den Sinn und mit gerunzelter Stirn drehte ich mich noch einmal in die Richtung, in die er verschwunden war. "Alles nur Aberglaube", spuckte Vater in den Boden und kehrte sich bereits wieder um und schritt in sein Zelt. Schnell stolperte ich ihm hinterher und holte bereits Luft, um etwas zu sagen, als er mich jedoch unterbrach. "Hast du die Lieferung aufs Schiff verfrachten lassen?" Ich nickte. "Ja, es ist alles verstaut und wird gerade eingelagert." Der Mann mit dem glattrasierten Gesicht nickte grimmig. "Gut, wenigstens eine gute Neuigkeit." Er sprach weiter und berichtete vom Fortschritt der Ausgrabung, während ich nicht anders konnte, als den Brief zu öffnen. Er war in schneller, beinahe ungeschickter Schrift geschrieben. Auch dieses Schriftstück war schwierig zu entziffern gewesen. Aber ich konnte schließlich dem Schreiben entnehmen, dass es sich um einen tatsächlich abergläubischen Grund handelte, weswegen die Dorfbewohner um die Ausgrabung baten. Sie waren sogar bereit die Arbeiter und Schaufeln und Spitzhacken zu stellen... Das war aber eine interessante Angelegenheit. "Verzeiht Vater!", unterbrach ich ihn in seinem Redeschwall, was ihn entsetzt die Brauen zusammenziehen ließ. "Ihr denkt diese Angelegenheit am Berg ist nicht profitabel?"
      Der Mann schnaubte. "Wiese sollte ich? Wir haben keinerlei Information darüber dass an diesem Ort reiche Kultur gehaust haben soll oder dergleichen. Es sind keine entdeckten Mienen Rund herum. Generell ist kaum Leben an dieser Ecke des Landes. Der Berg hat den Namen Tartaros. Die Menschen fürchten sich vor diesem Ort. Ich verstehe nicht warum diese Dörfler jetzt erst auf den Gedanken kommen ihrem Aberglauben nachzugehen. Wenn man direkt bei der Hölle wohnt müsste man sich nicht über solche Geschichten wundern." Nachdenklich blickte ich erneut auf das Gesuch nach Hilfe. Es stimmte, Tartaros ist nicht nur die Bezeichnung eines der ersten verzeichneten Götter Griechenlands gewesen, sondern die frühen Gläubigen haben selbst den tiefsten Teil der Unterwelt nach ihm benannt. Es heißt Tartaros wäre ein schreckliches Gefängnis für die schlimmsten und bösesten Seelen, bis sie entweder reingewaschen waren und in den Styx durften oder aber auf ewig in den Qualen leiden mussten. Mein Herz fing sogleich an höher zu schlagen bei der Überlegung in einem Berg mit solchem Namen könnte etwas begraben liegen. Wie konnte Vater darauf denn nicht anspringen? "Darf ich dorthin?" - "Was?" Sein Unglaube mischte sich mit Zorn. "Was sprichst du da, dummes Ding?!" Ich schluckte und hielt den Brief erneut hoch. "Ich würde dem Ruf gerne folgen... Ich meine, Ihr braucht mich hier doch ohnehin nicht. Aber ich bin doch bewandert in allen gängigen Regeln für sichere Ausgrabungsstätten. Ihr nehmt mich doch schon so lange mit. Wäre das nicht eine gute Möglichkeit für mich mal etwas zu leiten? Das Dorf ist doch unbekannt und es will selbst die Gräber stellen. Ich müsste nur Instruktionen geben und könnte vor Ort schauen, ob die Stelle profitabel ist, oder nicht."
      "Wenn deine Mutter dich so sprechen hören würde! Das ist genau der Grund, warum sie nicht wollte, dass du mich auf meinen Ausgrabungen begleitest! Was denkst du soll ich ihr erzählen, wenn du dir bei der Grabung das Genick brichst? Oder noch besser; von den Einheimischen geschwängert wirst und mit rundem Bauch nach Hause kommst? Soll deine Mutter einen Bastard großziehen?" Er erhob seine Stimme und kümmerte sich nicht darum, ob die Arbeite außerhalb des Zeltes ihn hören konnten oder nicht. Ein Ausdruck der Grobheit, der mich eingeschnappt machte. Stur verschränkte ich die Arme vor der Brust. "Ich bin kein kleines, hilfloses Mädchen, Vater! Hier habe ich doch auch mein eigenes Zelt und werde nicht permanent überwacht. Mit Ausnahme von heute hast du mich sogar alleine in die Stadt zum Hafen fahren lassen. Und soweit ich weiß bin ich noch nicht überfallen worden." - "Was nicht ist, das kann noch werden! Hier krümmt dir niemand ein Haar, weil alle wissen, ich jage sie zu jedem Teufel, den sie sich nur vorstellen können!" Nun wurde ich selbst ein wenig wütend. Ich versuchte die Gemeinheiten, die mein Gehirn mich sagen lassen wollte herunterzuschlucken, doch sie entwichen mir dann doch. "Vater, Ihr seid ein kleiner Mann mit grauen Haaren. Deine Zeiten bei der Armee sind lange vorbei und dass Ihr selbst gegraben habt ebenfalls! Das einzige, was Euch Respekt verschafft sind Eure Waffen! Und wenn es darum geht-" Ungeniert hob ich meinen Rock und zückte eine Pistole aus einem Holster an meiner Strapse. "So habe ich auch eine! Und eines Eurer Gewehre werdet Ihr auch nicht vermissen!" Erneut wurde das knollige Gesicht meines Vaters rot vor Wut. Wir diskutierten eine Stunde ohne Unterlass und zogen gleichermaßen andere Anthropologen und Archäologen, die mit uns zusammen arbeiteten in die Angelegenheit hinein. Er gewann den alten Mr. Baxter auf seine Seite mit der allgemeinen Auffassung, dass Frauen ohnehin keiner Arbeit nachgehen sollten. Doch ich gewann den Zuspruch des deutschen Historikers Herrn Heinrich.
      Mr. James, unser Kartenleser stimmte ebenfalls meiner Euphorie zu, gerade in Anbetracht dessen, dass bisher wenig des Bodens und der Lage des Tartaros bekannt gewesen ist. Doch der einheimische Mr. Vlachos stimmte vehement dagegen weiter dieser Angelegenheit nachzugehen, sodass wir letzten Endes zu sechst im Zelt standen und stritten. "Genug!", schrie Vater schließlich und schlug mit seiner Faust auf den Tisch. "Es reicht! Er verdammt noch eins zu deinem dreckigen Berg und überzeug dich selbst davon, dass dort nichts zu finden ist!" Er gab auf, ich hatte gewonnen! Begeistert klatschte ich leicht in die Hände und schlug strahlend in die mir hingehaltenen Hände von Herrn Heinrich ein. "Nimm dir Mr. James mit, der kann wenigstens die Orientierung wahren und im Entferntesten auf dich aufpassen. Du bekommst nichts von meinen Mitteln, nimm deine eigenen Instrumente und keinen einzigen Mann überlasse ich diesem Irrsinn."

      Das war mir alles gleich. Ich war einzig glücklich meinen Willen bekommen zu haben. In meinem Eifer ergriffen, brachen wir am nächsten Tag direkt auf. Vater hatte nicht gelogen, wenn er sagte er würde nichts beisteuern. Wir mussten den "Verrückten" ausfindig machen und mit ihm zu Fuß den langen und anstrengenden Weg zu ihrem kleinen Dorf erklimmen. "ich hoffe sehr du wirst nicht enttäuscht, Eddie.", atmete Flanagan James erschöpft auf, als er eine kurze Pause einlegte und sich auf seine Knie stützte. "Niemals!", lachte ich vergnügt. "Nie und nimmer. Schau nur was für ein weiter weg das ist, den dieser Mann auf sich genommen hat, um uns zu finden. Es muss sich einfach lohnen, wenn ihnen so viel daran gelegen ist." Der Mann Mitte dreißig antwortete nicht direkt, sondern seufzte schwer. "Du musst noch lernen, Kleines, dass ein Verrückter manchmal sieht, was ein Verrückter nun einmal sieht. Nicht immer zahlen solche Mühen sich aus. Sei gewarnt und wirf mir nicht vor ich hätte geschwiegen. Denn-" Ich unterbrach ihn. "Willst du jetzt wohl den Mund halten? Du bist nur so langsam, weil du ständig etwas zu sagen hast!" - "Ist ja gut, ist ja gut", jammerte der Mann und versuchte mit meinem Schritt stand zu halten. Wir erreichten das Dorf nach drei Tagen des Marsches. Alle meine Muskeln brannten, als ich endlich zusammenbrechen konnte. Die Dorfbewohner haben uns allesamt aufgenommen als wären wir ein Segen sondergleichen. Wir wurden reichlich mit Essen begrüßt und eine halbe Feier wurde in Gang gesetzt. ich konnte es mir nicht verkneifen mit frechem Grinsen Mr. James leicht in die Seite zu hauen, als wir uns an die Arbeit machen wollten und das ganze Dorf seinen Betrieb für uns stoppte.
      "Ein Verrückter sieht, was ein Verrückter sieht, nicht wahr? Wie wahrscheinlich ist es denn nun aber, dass ein ganzes Dorf der gleichen Verrücktheit anheim fällt?" Der Brünette brummte. "Nicht so unwahrscheinlich wie du denkst. Also hör auf besserwisserisch sein zu wollen und lass uns beginnen. Wir haben einiges vor uns."
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    • Kronos


      „Tu das nicht Zeus…“ röchelte ich und hustete Blut auf den Boden. Ich kniete vor Zeus und blickte auf seine Füße. Ich hatte keine Kraft mehr. Der Kampf gegen meine eigenen Söhne dauerte zu lange… Sie sind zu stark. „Wieso… Zeus?“ fragte ich kraftlos. Ich hörte nur Schritte neben mir. Poseidon trat hinzu. „Du weißt wieso, Vater.“ Stieß Poseidon hervor, spuckte das Wort Vater so verachtend hervor, wie er nur konnte. Ich ließ den Kopf hängen. Macht. Sie gierten nach Macht den ich ihnen gab. Durch meinen Tod. Meine drei einzigen Söhne gierten nach Macht. Dafür töteten sie meine Geschwister… all meine Brüder und Schwester… meine geliebte Rhea… Ich ballte die Hände zu Fäusten. Nicht meine geliebte Rhea…

      Erneut hustete ich Blut. Ich spürte, wie mein Kopf hochgehoben wurde und blickte verschwommen in die Augen von Zeus. Hinter ihn stand Hades. Auch er sah ganz schön mitgenommen aus, aber er überlebte. „Wo ist… Rhea?“ murmelte ich leise. Zeus lächelte und hob seine Hand. Blitze bildeten sich zwischen seinen Fingern. „Sie ist vorgegangen. Du folgst ihr in den Tod.“ Ich schloss die Augen, spürte nur noch einen stechenden Schmerz und verlor mich.

      Alles nur… weil Uranos ihnen Macht versprach… meine Macht. Ich versuchte die Augen zu öffnen, nach einem langen Kampf erblickte ich… schwärze. Das muss der Tod sein der Titanen bevorsteht. „Hyperion… Themis… wo seid ihr?“ murmelte ich und blickte in die Finsternis. Langsam wurde ich müde, verlor somit meine letzten Kräfte. Mit meinen Gedanken klammerte ich mich an meine Geschwister, an meine geliebte Rhea. Ich spannte meinen kompletten Körper an, versuchte mich zu konzentrieren. Ich konnte das nicht zulassen. Sie durften nicht gewinnen. Wütend ballte ich die Hände zu Fäusten und schloss die Augen. Ich werde kämpfen, ich werde meine eigenen Kinder töten. Ich spürte, wie eine Träne über meine Wange lief. Ich habe es viel zu weit kommen lassen. Sie werden dafür büßen mich und meine Geschwister getötet zu haben… Uns in den Tartaros geschmissen zu haben. „Hyperion, Themis, Okeanos, Tethys, Theia, Iapetos, Koios, Kreios, Mnemosyne, Phoibe… Rhea…” flüsterte ich. “Ich werde euch alle rächen!”

      Immer wieder sprach ich das vor mir auf, wie ein Mantra, das mich am Leben erhält. Doch irgendwann verlor ich auch diese letzten Kräfte und verstummte. Meine Gedanken kreisten noch immer um meine Geschwister, um meine Söhne und Töchter. Waren sie mit involviert?

      Ich wusste nicht wie viel Zeit verging und ob überhaupt die Zeit verging. Ich war gefangen in der Finsternis. Zuerst spürte ich es nicht, doch plötzlich merkte ich, wie es um mir herum bebte. Ich spürte die Vibrationen. Ich versuchte den Kopf zu heben, um irgendetwas zu sehen, doch ich schaffte es nicht. Das Beben wurde stärker und stärker. Mit all meiner Kraft versuchte ich mich zu bewegen, mich zu befreien, doch auch das schaffte ich nicht. Rhea... Wut stieg in mir auf. Sie quoll aus mir hervor und ich begann zu brüllen. Diese Wut erfüllte mich mit Kraft und ich riss den Kopf hoch. Mein kompletter Körper schmerzte und meine Muskeln brannten. Theia, Iapetos… Ich stieß einen erneuten Schrei aus und spürte einen Widerstand. Phoibe, Mnemosyne… Ich wurde lauter, schlug auf diesen Widerstand ein. Koios, Kreios… Ich packte etwas und riss es zur Seite. Ich holte tief Luft, hustete mehrmals. Meine Lungen fühlten sich trocken an. Hyperion, Themis… ich verlor meine Kräfte erneut. Kraftlos griff ich nach vorne, spürte etwas fremdes unter meinen Fingern. „Ich will… Rache…“ murmelte ich und spürte, wie meine letzten Kräfte mich verließen… und mir wurde schwarz vor Augen.
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    • Edda Milton
      Zu behaupten ich wäre entspannt gewesen, wäre wahrscheinlich die größte Lüge meines bisherigen Lebens gewesen. Das Herz schlug mir bis zum Hals, mir war schlecht und immer wieder versteckte ich meine behandschuhten Hände hinter trivialen Arbeiten, damit das Zittern nicht sonderlich auffiel. Die Dorfbewohner waren sehr freundlich und doch gingen sie intuitiv zunächst zu Flanagan anstatt zu mir, wenn sie Fragen hatten. Das gefiel mir nicht. Ich streckte den Rücken durch, versuchte lauter und deutlicher zu sprechen und gab mein Bestes im Entferntesten einer Führungsposition gleich zu kommen. Immerhin lehnte sich niemand gegen den Befehl einer Frau auf. Das beruhigte mich bereits immens und gab mir ein kleines bisschen Mut. Zuerst veranlasste ich, dass wir Bodenproben nahmen und die Beschaffenheit des Berges prüften. Zuvor hatte ich keinen Gedanken daran verschwendet. Aber nun, da ich vor dem mächtigen Tartaros stand konnte ich nur die schrecklichen Erdmassen erkennen, die dutzende, wenn nicht alle von uns verschlucken konnten. Ich instruierte die Männer dazu Bäume zu Fällen und Stützbalken zu schaffen. Mr. James half mir dabei ein Startgebiet abzustecken und die Männer und Frauen zu instruieren. So vorlaut ich auch gewesen bin, ich dankte letzten Endes Gott dafür, dass mein Vater mir Hilfe an die Hand gegeben hat. "Alles in Ordnung?", fragte Flanagan besorgt nach und ich wendete den Blick von unserem bereits freigelegten Stollen zu dem Herrn mit dem Haselnussbraunen Haaren. "Ja, alles Bestens.", sagte ich im ersten Moment zu schnell. "Ich habe nur gerade begriffen, was wir hier gerade tun, schätze ich..." Der Mann runzelte die Stirn. "Möchtest du abbrechen?" - "Auf keinen Fall."
      Ich kontrollierte persönlich die Sicherheit der Freilegung, rechnete alle Stützfaktoren mehrmals nach und bekam schreckliche Schrecken, bei den kleinen Erdrutschen, die wir hier und da schon einmal haben. Doch soweit lief es gut. Ich war fast bereit zu behaupten dieses Anliegen stand unter einem guten Stern. Nach unserer Ankunft hatten wir uns vier Tage mit der Planung und der Vorbereitung beschäftigt. Die ersten Schichten waren sehr hart und voller Felsen gewesen. Diese aus dem Weg zu räumen hat uns ebenfalls drei Tage gekostet. Ich protokollierte sehr genau unsere Fortschritte. Für die nächsten sieben Tage gab es kaum Vorkommnisse. Von kleinen Erdrutschen mal abgesehen kamen wir gut durch. Allerdings keine Funde bis zum siebzehnten Tag. Es war direkt morgens gewesen. Die Männer fingen an zu rufen und wiesen mich schnell zu sich. Und ich dachte ich werde ohnmächtig. Atemlos hatte ich Flanagans Arm ergreifen müssen. "M-Mr. Jones ist das... ist das ein...?" Der Mann fing an schallend zu lachen und legte den Kopf in den Nacken. "Es ist ein Knochen, Eddie. Und ein riesiger noch dazu." Ich fing an zu schreien vor Glück. "Bitte kneif mich, ich flehe dich an!" Das Grinsen in meinem Gesicht ist nicht wegzudenken gewesen, ich konnte mich nicht beruhigen. Es musste ein prähistorischer Fund sein. Wir maßen sehr genau die Fundstelle aus und ab diesem Moment badete ich in Glück.
      Mehr und mehr Knochen kamen zum Vorschein. Wir schafften es ein Menschenähnliches Bein zu rekonstruieren und einen eingestürzten Brustkorb. Es entzog sich allem, was wir von der vorgeschichtlichen Urzeit kannten. Es waren riesige... Menschen. Wir haben es nicht glauben wollen, bis wir einen Schädel fanden. Das Glück versagte uns und benommen starrte ich auf unsere drei Riesen, die wir bereits fast vollständig zu Tage gebracht haben. Ebenso benommen stand Mr. James neben mir. "Das ist ein großartiger Fund...", murmelte der Mann an meiner Seite. "Du kannst stolz auf dich sein." Wütend wirbelte ich zu ihm herum. "Was nutzt es mir? Wir werden der Fälschung bezichtigt werden. Ganz sicher. Die Kirche wird nicht zulassen, dass wir so etwas wie die ersten Menschen entgegen ihren Lehren der Öffentlichkeit preis geben." Das wusste er auch so. "Na komm, es wird spät. Lass uns Schluss machen für heute." Besänftigend legte er die Hände auf meine Schultern doch ich drehte mich aus der Berührung heraus. "Ich brauche einen Moment allein, entschuldige." Tief in meinen Gedanken versunken ging ich zu meiner Ausgrabung. Das war meine. Ich habe von Anfang an an diesen Ort geglaubt. Und jetzt soll man sie mir nicht anerkennen? Verflucht. Nicht jeder Fund war gleich Fund. Nicht jede Entdeckung war gleich Entdeckung. Ich hörte jetzt schon wie man mich mit einer Summe abspeiste, die nicht im Entferntesten dem Wert dieser Schätze entsprach. Denn sie mussten mir gar nicht viel geben. Glauben wird mir ohnehin niemand.
      "Verflucht!", schrie ich in den leeren Stollen hinein und kreischte aus Frust. Mein Echo drang noch eine Weile an mein Ohr ehe etwas anderes zurück hallte. War das ein Ächzen? Oh Gott. Schlagartig wurde ich blass, nahm mir eine der Lampen und stieg hinein. Es hat einen kleinen Erdrutsch gegeben am Ende unseres Fortschrittes. Und mir gefror augenblicklich das Blut in den Adern, als ich eine Hand in dem Schutt entdeckte. "Oh nein! Oh Gott, oh nein, bloß nicht!", fing ich an gehetzt herunter zu beten. Schnell legte ich die Lampe beiseite und fing mit bloßen Händen an die lose Erde fort zu schaufeln. "Halte durch, halte bitte durch", flehte ich ohne Unterlass. Ich schaffte es einen Arm freizuschaufeln, die Schultern und einen Kopf. Der Mann war nackt und ächzte gequält, bis er plötzlich meine Hand ergriff und ich heftig zusammenzuckte. Verwirrt hörte ich sein murmeln und erkannte entfernt das Wort Rache? Hat einer der Arbeiter versucht diesen armen Mann umzubringen? Ach du Schreck. Er wurde ohnmächtig und ich schaffte es ihn aus dem Dreck zu ziehen. "Hey, hey, geht es Euch gut? Könnt Ihr mich hören?" Ich hatte ihn vorsichtig auf den Boden platziert und klopfte sacht an seine Wangen. Auf jeden Fall atmete er noch. Das war eine Erleichterung. Ich ließ ihn für einen Moment allein und rief hinaus nach Hilfe, sodass jemand mir helfen konnte den Mann in mein Zelt zu bringen. Keiner der anderen Einheimischen wollte ihn aufnehmen oder schien ihn zu kennen. Manche schienen sogar schiere Angst zu haben und auf die Knie zu fallen. Was war hier nur los? Ich konnte ihr Gemurmel in sonderbarem Dialekt nicht verstehen und entschied deswegen ihn einfach bei mir aufzunehmen. Ich wusch den Leib frei von der Erde und dem Schutt, ehe ich ihn zudeckte und ruhen ließ.
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    • Kronos



      Ich sah Rhea vor mir. Sie lächelte mich mit unseren erstgeborenen glücklich an. So sanft wie sie die süße Demeter hin und her schaukelte. Sie sah erschöpft aus. Meine Geschwister feierten bereits die Geburt und warteten ab, das Kind das erste Mal zu sehen. Ja, Rhea ist eine wundervolle Mutter. Ja, sie und ich… wir sind vom selben Erschaffer. Es gab keine anderen Titanen als uns und Reha und mich… uns verband viel mehr. Keiner Sprach etwas gegen uns aus.

      Rhea entblößte ihre Brust, um das Kind zu nähren, ich trat näher und legte meine Hände auf ihre Schulter, um von oben zuzusehen. Demeter blickte neugierig nach oben, bevor sie sofort begann an der Brust zu saugen. Rhea lachte laut auf. „Sie beißt mich jetzt schon.“ Flüsterte sie mir zu. Ich küsste Rhea auf den Kopf. „Sie wird genauso viel Biss haben wie du.“ Murmelte ich und schloss die Augen. Dieser Moment war perfekt.

      Erschrocken riss ich die Augen auf und blickte in grelles Licht. Sofort presste ich die Augen zu. Es war nur ein Traum. Wollten meine Söhne mich damit quälen? Mit diesen wunderschönen Erinnerungen und mich dann wieder in die Finsternis sperren?

      Auf einmal nahm ich die Geräusche wahr. Erst sehr dumpf, als hätte ich meinen Kopf unter Wasser, dann jedoch immer klarer. Als nächstes wurde ich von Schmerz überrollert. Meine ganzen Muskeln brannten, mein Kopf hämmerte, sodass ich mich kaum auf die Geräusche konzentrieren konnte. Meine Gliedmaßen fühlten sich schwer an, doch trotzdem schaffte ich es meine Hand zu heben und meine geschlossenen Augen vor der Helligkeit zu schützen.Erst langsam gewöhnte ich mich daran. Ich öffnete den Mund und wollte Rheas Namen rufen, doch ich hustete nur laut. Meine komplette Kehle war trocken. Durch das Husten riss ich die Augen auf und erkannte einen Stoff über mir, wodurch das Licht fiel. Ich röchelte nach Luft und krümmte mich vor Schmerzen. Sie ließen erst langsam nach. Erneut flüsterte ich die Namen meiner Geschwister in der Hoffnung das sie mich hören. Langsam schaffte ich es mich von der weichen Unterlage aufzustützen. Nun saß ich, trotz allem noch sehr gekrümmt. Es wird Monde dauern, bis ich meine Kräfte wieder zusammen habe. Ich hob leicht den Kopf und versuchte etwas zu erkennen, jedoch war noch alles verschwommen. Ich erkannte… Bücher und Schriften. Wo war ich? Noch immer in der Finsternis? Ein weiterer Traum meiner Kinder? Erneut überkam mir ein Hustanfall und ich krümmte mich wieder vor Schmerzen.
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    • Edda Milton
      Als ich überzeugt davon gewesen bin, dass mein unerwarteter Gast die Nacht überstehen würde, verbrachte ich die Zeit zum Morgen bei einer jungen Einheimischen, die mich einlud ein Gästelager in Anspruch zu nehmen. Am nächsten Morgen verhielten sich die Dorfbewohner allerdings sehr... fragwürdig. Ich konnte keinen Schritt gehen, ohne dass man mir dankte und vor mir auf die Knie ging. Man bot mir irgendwelche Gaben und ich fühlte mich regelrecht erschlagen und stolperte weg von ihren Gütern. "Was ist denn passiert?", fragte ich Mr. James als ich ihm entgegen fiel, auf der Flucht. "Ich weiß es nicht", antwortete der Mann selbst ein wenig besorgt. "Sie sprechen dauernd davon, dass wir es befreit haben und sie nun vor den Alpträumen erlöst sind", erklärte er mir weiter und ich schaute instinktiv in die Richtung, in die unsere Skelette lagen. Meinten sie vielleicht diese Wesen? Ich zog leicht an Flanagans Ärmel. "Mr. James, würdet Ihr vielleicht einige der Stücke zu meinem Vater bringen? Ich glaube uns sind die Arbeiter abhanden gekommen.", flüsterte ich ihm auf Englisch zu. "Generell, ich habe eine Nacht drüber geschlafen und ich möchte Vater bei mir haben bei dieser Angelegenheit. Ich weiß nicht wie wir fortfahren sollen oder wie diese Funde zu bewerten sind. Da werden er, Herr Heinrich und die anderen sicherlich die besseren Ansprechpartner sein." - "Bei allem Respekt, ich kann dich hier nicht alleine lassen. Diese Menschen waren zwar bisher sehr freundlich zu uns, doch sie sind unberechenbar mit ihrer plötzlich ausgebrochenen Euphorie! Was, wenn sie plötzlich wahnsinnig werden und auf dich losgehen?" Ich schnalzte unzufrieden mit der Zunge. "Still jetzt!", herrschte ich ihn an. "Es reicht mir mit eurem Gerede. Ich bitte Euch inständig darum meinem Vater die Funde zu bringen. Und dabei belasse ich es an dieser Stelle bevor ich den Befehl äußern muss. Wie ich das sehe, seid Ihr mir noch immer unterstellt."
      Flanagan senkte die Schultern und seufzte schwer. "Wie Ihr wünscht, Miss Miller. Ich hoffe es wird nicht zu spät sein, wenn wir wieder kommen." Ich winkte mit der Hand ab und gab ihm den Auftrag alles für den Transport bereit zu machen, ehe ich mich wieder zu meinem Zelt begab. Den Mann von letzter Nacht habe ich beinahe wieder vergessen, als er anfing elendig zu keuchen und zu husten. Schnell riss ich den Stoff beiseite. Der Mann zitterte und rang um Luft. Er hatte sicherlich zu viel Staub eingeatmet. Sogleich holte ich einen Wasserbeutel aus meinem Gepäck und eilte an die Seite des Fremden. "Hier ist Wasser. Bitte, trinkt.", sprach ich auf ihn ein und half ihm sich aufzurichten, um ihm die Öffnung an die Lippen zu halten. Nach einigen Schlücken schien er sich im einigermaßen zu beruhigen. "Geht es wieder? Könnt Ihr atmen?" Er war unter so viel Schutt begraben, er musste viel Staub in der Lunge haben und ich hatte keine Vorstellung, was da am besten helfen könnte. Erst jetzt besah ich mir den Mann genauer. Er war schlank und doch muskulös. Er hatte einen ähnlichen Körperbau wie die jungen, hart arbeitenden Männer des Dorfes. Sein Haar war pechschwarz und noch immer mitgenommen von seinem Erdsarg. Er trug sie länger als die anderen in der Gegend und ich hatte ihn bisher auch noch nicht gesehen. Ich runzelte leicht die Stirn. Irgendetwas stimmte hier nicht. Wer war das? "Soll ich... jemanden aus dem Dorf für Euch rufen lassen?" Inzwischen war ich mir gar nicht mehr sicher, ob er aus diesem Dorf stammte.
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    • Kronos

      Ich hörte ein lauteres Geräusch, so als wäre es näher als die anderen. Dann spürte ich etwas Sanftes, erst an den Schultern, dann an meinen Arm. Etwas berührte mich. Mein Blick ging zu der Berührung. Durch meinen verschwommenen Blick erkannte ich jemanden. Ich war nicht allein. Jemand war bei mir, doch ich konnte nicht erkennen wer. Mit all meiner Kraft versuchte ich meinen Blick zu fokussieren, doch ich hustete nur noch mehr. Diese Person reichte mir etwas zum Gesicht und ich griff instinktiv danach. Wasser rannte mir die Kehle runter. Wunderschönes klares Wasser. Ich nahm mehrere Schlucke und genoss dieser Erfrischung in allen Zügen. Ich war so unglaublich am Verdursten. Langsam hörte ich auch klarer und ich erkannte eine Stimme. Doch ich verstand kein Wort. Ich senkte wieder den Kopf und holte mehrmals tief Luft. Bin ich wirklich aus der Finsternis entkommen? Entkam ich selbst dem Tartaros oder befreite man mich?
      Erneut hob ich meinen Kopf und blickte auf die Person, welche ich immer besser erkennen konnte. Schräg vor mir saß eine Frau mit braunen Haaren. Sie waren sorgsam hochgebunden und nur wenige Strähnen fielen ihr in die Stirn. Ihre Augen waren auf mich gerichtet und sie blickte mich besorgt an. Ich kannte sie nicht, aber sie wirkte nicht feindselig. Doch wen kann man noch trauen? Aber eine Frau wie sie… was soll sie mir tun können? Ich blickte auf meine Hände. Sie waren rau und noch Wunden überzogen… Die Wunden aus dem Kampf…
      „Mehr…“ flüsterte ich auf Griechisch. „Wasser.“ Fügte ich noch hinzu. Meine Stimme war noch immer ein Krächzen. Wie lange habe ich sie nicht mehr verwendet? Ich war selbst von ihrem Klang überrascht. Mit einem weiteren Atemzug versuchte ich mit Schwung aufzustehen. Kaum Stand ich, durchfuhr mich der Schmerz und zwingt mich erneut zurück auf die Kniee. Der mächtige Kronos… So schwach und kraftlos. Ich blickte wieder zur Frau und fragte mich, wo ich bin. Ich kannte sie nicht. Wie weit haben meine Söhne mich verschwinden lassen? War das überhaupt ihre Absicht? Wollten sie mich nicht lieber töten sowie… meine Geschwister? Was wenn sie doch noch leben so wie ich? Ich schloss wieder die Augen. Ich brauchte Antworten, schnell. Aber mir fehlte es an Kraft…
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    • Edda Milton
      Mein Misstrauen dem Fremden gegenüber musste erst einmal weichen, als ich seinen durchaus kritischen Zustand bemerkte. Meine Fragen konnte ich ihm später stellen, wenn er soweit überleben würde. Ich wusste schließlich nicht wie lange er letzten Endes eingegraben gewesen ist und in welchem Zustand. Es gab Lehrmethoden, die einem das richtige Verhalten für einen Erdrutsch während der Ausgrabungen beibrachten. Man musste sich zusammenrollen und somit quasi eine kleine Kuhle für Luft erschaffen. Doch diese Männer hier halfen alle auf freiwilliger Basis und erhielten nicht einmal Bezahlung. Ich wäre diejenige gewesen, die ihnen solche Dinge hätte beibringen müssen. Oh Gott, eine schwere Schuld drückte plötzlich meine Schultern herunter. Sollte dieser Unfall letzten Endes sogar meine Schuld gewesen sein? Dieser Gedanke machte mich unruhig und brachte mich dazu mich zu hetzen.
      "Natürlich, einen Moment", sagte ich zu dem Mann und half ihm sich aufzurichten. Auch wenn es ihn zum husten brachte war es gut. Ich rechnete auch ehrlich gesagt damit, dass er sich noch wird übergeben müssen. Ich bereitete für alle Fälle bereits einen Blecheimer vor, den ich ihm neben das Feldbett stellte, ehe ich noch mehr Wasser für ihn organisierte. Dieses Mal schüttete ich es ihm in ein Glas. "Bitte, trinkt vorsichtig und nicht zu gierig, auch wenn das sicherlich schwieriger zu erfüllen, als zu sagen ist...", murmelte ich in meiner Nervosität ein bisschen mehr, als ich müsste. Vorsichtig setzte ich mich auf die Bettkante und schenkte ihm nach, wenn er sein Glas geleert hatte. "Könnt Ihr mir Euren Namen nennen?", hakte ich nach einer Weile nach, als ich das Gefühl hatte sein Bewusstsein könnte sich erneut zurückziehen. "Ich bin Edda", fügte ich schnell hintendran. Die anderen Menschen im Dorf kannten mich als Miss Milton. Doch er sollte sich vielleicht ein bisschen anstrengen, einen neuen Namen hören und ihn mit meinem Gesicht verbinden.
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    • Kronos

      Die Person neben mir half mir auf die Beine, genauso wie sie mir auch das Wasser gab. Sie kann nicht feindlicher Natur sein, sonst hätte sie mich einfach liegen lassen. Ich nahm das Gefäß in meine Hände und hob es erneut an die Lippen. Gierig trank ich mehrere Schlucke und schaffte es mich dabei zu verschlucken. Hustend beruhigte ich mich wieder.
      Ich schloss erschöpft die Augen. So langsam hörte ich klarer und erneut die Stimme. Sie klang sehr freundlich und verlangte nach meinen Namen. Man fragte nach meinen Namen? Wusste sie denn nicht, wer vor ihr sitzt? Ich zögerte und überlegte zu lügen. Was wird passieren wenn sie herausfindet, dass ich Kronos der Titan bin? mich töten? "Kronos." murmelte ich leise. "Mein Name ist Kronos." sagte ich zu ihr, nachdem sie sich mit Edda vorstellte. Was war das für ein merkwürdiger Name?
      Plötzlich schoss mir ein Gedanke durch den Kopf. Sie war fast genauso groß wie ich. Sie muss ein Titan sein! Aber... das war unmöglich, es gab nur mich und meine Geschwister. Erschuf mein Vater weitere?! Ich riss die Augen auf und begann klarer zu sehen. Ich befand mich tatsächlich in einen Zelt, auf einen Holztisch lagen mehrere geöffnete Bücher, Papier und Stifte waren zu sehen.
      "Wo bin ich?" fragte ich sie und blickte sie jetzt wieder an. "Wieso gibt es weitere Titanen?!" meine Fragen überschlugen sich in meinen Kopf. War sie die einzige weitere? Wo war Rhea und meine weiteren Geschwistern? Was war mit meinen Kindern? Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Fragen wurden es. Wütend schnaufte ich und ballte meine Hände zu Fäusten. Mein ganzer Körper schmerzte noch immer. Ich werde Zeit benötigen, bis das ganze Verheilt ist...
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    • Edda Milton
      Ein wenig hilflos kniete ich vor dem Feldbett und schaute aus dem Zelt heraus. Was sollte ich jetzt tun? Jemanden von den Dorfbewohnern fragen, ob man mir Auskunft geben konnte? Oder doch zuerst Mr. James um Rat bitten? Er war bei genug Ausgrabungen beteiligt. Bestimmt hat er schon einige Male mit verschütteten Menschen zu tun gehabt. Ja... Das war eigentlich wirklich keine schlechte Idee! Ich richtete mich gerade ein wenig auf und öffnete den Mund, um zu den Worten anzusetzen, dass ich ihn kurz alleine lassen musste, als er mich bereits mit einer Bestimmtheit überfiel, dass ich mich verwundert langsam wieder sinken ließ. Wie bitte was? Er berichtete mir davon, dass sein Name Kronos lautete. Direkt schossen mir die Erzählungen der Titanen durch den Kopf. Das war eindeutig ein... Name gewesen, der eine Menge versprach. Seine Eltern müssten große Pläne mit ihm gehabt haben. Auch habe ich bisher niemanden in Griechenland getroffen, der nach den Titanen oder Göttern benannt gewesen ist. Abwandlungen, sicher. Doch noch nie der reine Name selbst.
      Jedenfalls schien Kronos etwas schrecklich aufzuregen. Er verlangte zu wissen wo er war und erwähnte selbst Titanen. Ich war schrecklich verwirrt und wollte bereits dazu ansetzen ihn zu beruhigen, als mir auf einen Schlag übel wurde. Ich drehte symbolisch den Kopf in Richtung unserer Funde. Die Knochen. Die riesigen Skelette, die eine Größe aufwiesen... Als wären sie... Nein. Nein, nein, ich schüttelte heftig den Kopf und legte beide Hände an die Schläfen. Das war absurd. Dieser Gedanke war absurd und ich hatte keinerlei Beweise, außer das Gerede dieses verwirrten Mannes. Er war eingeschüttet, lebendig begraben im Tartaros. Die Bewohner des Dorfes sind ohnehin sehr abergläubisch gewesen, maßen ihren Träumen zu viel Bedeutung bei. Gott allein wusste, was sie sich einbilden konnten, wenn sie in solch extremen Situationen kamen.
      Ich ging mich wieder und räusperte mich. "Hier gibt es keine Titanen.", sagte ich hoffentlich verständnisvoller als dass ich verwirrt klang. Ich wollte nach wie vor souverän auftreten. "Keine Titanen. Nur Menschen. Und wir sind hier im Dorf... Dem... Dorf am Tartaros. Ich-..." Ich unterbrach mich, als ich Mr. James Stimme vor dem Zelt hörte und sprang sofort auf die Beine. "Einen kurzen Moment bitte.", deutete ich ihm und eilte dann hinaus. "Mr. James!"
      Der Mann ist gerade im Begriff gewesen seinen Aufbruch zu planen, als er zu mir herum wirbelte. "Miss Milton!", immitierte er meine Stimmlage, worauf ich wenig Rücksicht nahm. Ich zog ihn zu mir ins Zelt. "Mr. James, letzte Nacht hat es einen kleinen Erdrutsch gegeben und ich habe im Tunnel, diesen Mann gefunden. Komplett verschüttet", berichtete ich ihm die Situation auf Englisch. "Ich... weiß nicht... Hat er... Was soll ich machen? Ich weiß nicht, ob er vielleicht eine Gehirnerschütterung hat oder zu viel Erde eingeatmet hat. Er redet jedenfalls wirr. Er behauptet sein Name wäre Kronos und spricht von Titanen." Flanagan hob beide Augenbrauen, ehe er sie skeptisch zusammenzog und zu unserem Patienten sah. Er nickte ihm zu und schaffte es ihn auf griechisch zu grüßen. "Du sagst er ist verschüttet gewesen?" Ich nickte. "Nackt", ergänzte ich. "Die Situation ist so schrecklich skurril, ich habe schon darüber nachgedacht, ob einer der Dorfbewohner ihn vielleicht umbringen wollte. Wer betritt denn freiwillig nackt eine Ausgrabungsstätte?" Mr. James schien die Situation auch nicht ganz geheuer und er zuckte schließlich mit den Schultern. "Viel trinken, viel Ruhe. Lass ihn sich erholen, er sieht soweit nicht aus, als hätte er zu viel abbekommen. Ich werden jedenfalls Herrn Heinrich Bescheid geben. Er soll direkt mitnehmen, was er braucht, um Hilfe zu leisten." Ich nickte. "Danke." Der Mann verabschiedete sich flüchtig und warf noch einmal einen skeptischen Blick auf Kronos, ehe er sich mit ihm "du schaffst das schon" wieder an die Arbeit machte. Ich nickte erneut, mehr um mir selbst zuzusprechen und atmete tief durch. Ich drehte mich wieder zu Kronos. "Hilfe ist auf dem Weg. Mr James holt einen Arzt her. Bis dahin solltet Ihr Euch ausruhen... Habt Ihr Hunger?"
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      Die Unbekannte sah mich verwirrt an als ich ihr all diese Fragen stellte. keine weiteren Titanen? Gar keine? Nur... Menschen? Ich erstarrte. Menschen waren deutlich kleiner als Titanen. Sie gingen uns bis zu den Knien, wenn es hoch kam. Doch ihr... ihr konnte ich direkt in die Augen sehen. Sie war so groß wie ich!
      Ihre nächsten Worte ließen mich aufhören. Tartaros? Meine Kinder haben mich wirklich im Tartaros gefangen gehalten?! Wie viel Zeit ist vergangen? Dort in der Finsternis hatte ich das komplette Zeitgefühl verloren... Plötzlich verschwand sie einfach so und ließ mich im Zelt zurück. Erschöpft seufzte ich auf. Ich verstand gar nichts mehr. Ich war in einen Dorf am Tartaros? wie ist so etwas möglich?
      Auf einmal trat ein fremder Mann ins Zelt und ich blickte zu ihn. Er sah sehr skeptisch aus, innerlich bereitete ich mich aufs schlimmste vor. Er begrüßte mich kurz und knapp. Seine Aussprache war schlechter als die Aussprache der Frau. Er schien sich auch nicht wirklich für mich zu interessieren, denn seine nächsten Worte verstand ich gar nicht mehr. Sie waren auch an die Frau gerichtet. erneut bekam ich einen skeptischen Blick, bevor er wieder verschwand und mich mit der Frau alleine ließ.
      Sie schien etwas überfordert zu sein. Mir stellten sich die Nackenhaare auf, als sie Hilfe ansprach. Ich benötigte nie irgendwelche Hilfe. Doch ich merkte, dass mein Zustand ihr Angst machte. Als sie Essen ansprach, zog sich mein Magen sofort zusammen. "Ja, bring mir etwas zu essen." befahl ich und richtete mich mit den Oberkörper auf. ich spürte meine Muskeln am Rücken, wie sie sich streckten. "Und dann erzählst du mir was hier los ist. Wo ist Rhea? Wo sind meine Kinder? Und wie du mich befreit hast."
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    • Edda Milton
      Verwundert hoben sich meine Augenbrauen in die Höhe, als der Fremde in einem plötzlich recht befehlshaberischen Ton nach Essen verlangte. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich vor den Kopf gestoßen und wusste nicht recht mit diesem Ton umzugehen. Niemand - aber auch wirklich niemand - in diesem Dorf hatte bisher auch nur annähernd bestimmend das Wort an mich gerichtet. Ob Frau hin oder her, hier bin ich nun einmal die Person mit der weitreichendsten Fachexpertise gewesen. Die Menschen verließen sich auf meine Führung und stellten diese auch zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form in Frage. Wenn, dann ist man mir häufig sogar eher unterwürfig entgegen getreten. Mehr und mehr machte sich in mir der Gedanke breit ob dieser Mann tatsächlich ein Bewohner des Dorfes gewesen ist oder nicht. Und seine darauffolgenden Fragen machten mich nur stutziger und ich war mir sicher die Verblüffung müsste deutlich in meinen Zügen geschrieben sein. Dieser Mann sprach von Titanen, seinen Kindern und fragte mich nach einer Rhea.
      Ich kam nicht umhin, dass mir diese Formulierungen und Worte so vertraut vorkamen, dass ich zwangsläufig daran zweifelte, ob ich nicht eine falsche Übersetzung im Kopf haben musste und seine Worte etwas gänzlich anderes ausdrücken mussten. Ich meine, ein Kronos, der von seinen Kindern, Titanen und Rhea sprach war schon eine sehr deutliche Auffälligkeit. Hatte er sich bei seinem Unfall so sehr den Kopf gestoßen, dass er nun unter Verwirrtheit litt und das Wissen, das er hatte Durcheinander geraten ist? Ich schüttelte leicht den Kopf. Darum müsste ich mich später kümmern. Wenn ich den armen Mann verhungern ließ, nutzten mir die vielen Fragen auch nichts... Dennoch konnte ich nicht verleugnen, dass mich seine Grobheit in der Wortwahl ein wenig in meinem Stolz kränkte. "Einen Moment.", nickte ich ihm zu und verließ für einen Moment das Zelt. Ich fragte bei einer freundlichen Dame, bei dir ich öfter untergekommen war und die eigentlich immer für mich mit kochte, wenn sie Essen für ihre Familie zubereitete, nach Wechselkleidung nach. Von der Statur her ist ihr Mann zwar ein bisschen breiter gewesen, doch das dürfte weniger problematisch sein. Ich bedankte mich vielmals für ihre Hilfsbereitschaft und winkte ein wenig ab als sie mich fragte wofür ich Männerkleidung benötigte. Irgendwie fühlte ich mich nicht im Stande die Situation adäquat zu erläutern. Ich verstand sie ja selbst kaum in Gänze. Wieder zurück im Zelt überreichte ich Kronos die Kleidung. "Bitte.", sagte ich mit fast schon einer provokanten Unschuld als wäre meine Handlung das Selbstverständlichste der Welt. Noch bevor irgendwelche Fragen seinerseits kommen konnten, drehte ich mich weg und steuerte den Ausgang des Zeltes an. "Beeilt Euch, wenn Ihr noch etwas Warmes bekommen möchtet." Es war vielleicht eine Handlung in Trotz, doch ich hatte dennoch ein triumphierendes Gefühl, als ich vor dem Zelt auf ihn wartete. Mein Lager war auf einer Erhöhung errichtet worden. Nicht weit von Dorf, doch es ist mir wichtig gewesen, dass ich sowohl die Ausgrabungsstätte im Sicht hatte, als auch das Plateau, auf dem wir die außergewöhnlichen Knochenfunde zusammengestellt hatten. Mit verschränkten Armen vor der Brust sah ich hinab auf mein Werk. Unser aller Ausgrabung. Die Angelegenheit mit Kronos hatte mich ein bisschen abgelenkt, wofür ich - der schrecklichen Bedingungen zum Trotz - auch etwas dankbar gewesen bin. Dennoch ging mir die ganze Situation selbstverständlich nicht aus dem Kopf. Zumal das eine Wort, das dieser sonderbare Mann erwähnt beinahe wie eine Pflanze schien, die er in meinen Gedanken gepflanzt hatte. Immer wieder klang das Echo in meinen Kopf nach, als ich auf die gigantischen Skelette hinab sah; Titanen...
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    • Kronos

      Die Fremde war deutlich verwirrt von meinen Worten. Ihre Verwirrung brachte mich fast schon dazu, an meinen Worten zu zweifeln. Irgendetwas stimmte hier doch nicht. Erst schüttelte sie kaum merklich den Kopf, bevor sie mich mit "einen Moment" alleine ließ. Ich schnaubte wütend. Von dieser Frau werde ich niemals Antworten bekommen. Vielleicht wurde ihr das alles nicht beigebracht? Diener müssen nicht alles wissen oder werden nicht weit ausgebildet. Das bisschen wissen reicht auch um Titanen oder Götter zu dienen. Jedoch sollte eine Dienerin sich das nicht anmerken lassen...
      Wenig später trat sie erneut ins Zelt und hatte mehrere Stoffe in der Hand. diese reichte sie mir. Ich konnte nichts erwidern, schon meinte sie, ich soll mich beeilen wenn ich noch etwas warmes zu essen haben möchte. Ich runzelte kurz die Stirn und blickte ihr nach. Sie kam mir äußerst merkwürdig vor. Dieses Verhalten...
      Ich ließ es aufs erste beruhen und sah mir die Kleidung an. Es waren keine normalen Gewänder, sondern merkwürdige Stofffetzen. Vorsichtig zog ich mir den Stoff über den Körper und blickte an mir herab. In solch einer Kleidung habe ich mich noch nie gesehen. Sie war eng anliegend und ich hatte das Gefühl, dass das nicht ganz meine Größe war. Aber solche Kleider habe ich bisher auch noch nie an einen anderen Titanen oder Gott gesehen. weite Stoff Hosen sind uns bekannt, aber der Fetzen Stoff an meinen Oberkörper war mir neu. Es war nicht unbequem und ich merkte jetzt schon, dass es einige Vorteile hatte. Kein weiter Stoff an den Armen, welcher immer im Weg lag bzw. hing.
      Nachdem ich mich angezogen hatte, trat ich aus dem Zelt. Sofort blendete mich die grelle Sonne und ich musste die Augen schließen. Ich blinzelte mehrmals, bis sich meine Augen an die Helligkeit gewöhnt haben. Wir standen mehrere wenige Meter von einen Dorf entfernt. selbst das Aussehen des Dorfes war mir unbekannt. die Häuser sahen meinen nicht ansatzweise ähnlich...
      ich ließ meinen Blick schweifen und sah einen Berg, das muss der Tartaros sein... dort war ich gefangen? In einen Berg? es führte eine gut ausgebaute Höhle hinein und ein paar Menschen tummelten sich dort. anscheinend war diese Höhle von Menschenhand gemacht. Mein Blick viel auf eine Erhöhung, auch dort standen mehrere Menschen. Es sah fast so aus, als würden sie das dort einpacken. Nur schwer konnte ich das dort liegende erkennen. Es sah nach Knochen aus... gewaltige Knochen.
      Sofort blieb mein Herz stehen. Riesige Knochen?! "Das ist... unmöglich..." murmelte ich leise und taumelte wie benommen darauf zu. Jemand von den Männern nahm mich war und stellte sich mir in den Weg als ich kurz davor war. Er sagte irgendetwas sehr aufgebracht, jedoch verstand ich kein Wort. Ich sah ihn an, bevor ich ihn bestimmend zur Seite schubste. Er sagte erneut irgendetwas, aber auch diese Worte verstand ich nicht.
      Meine Augen waren auf die Knochen gerichtet. Sie waren riesig... das konnten nur Knochen von... meinen Geschwistern sein. Und es waren so viele. Mein Atem beschleunigte sich und Wut stieg in mir auf. Waren sie alle wirklich Tod? "Nein... das darf nicht sein..." flüsterte ich und blickte über das Feld. Es wurden immer mehr. "Woher habt ihr diese Knochen?!" brüllte ich wütend und drehte mich um. Zuerst fiel mein Blick auf den Herren, doch dieser sah mich nur verwirrt an. "Woher?!" herrschte ich erneut. Sie können nicht alle Tod sein... und ich soll all das überlebt haben?! "Rhea... was soll ich nur ohne dich tun..." murmelte ich leise, als ich erneut zu den Knochen blickte. Ich fiel erschöpft auf die Kniee und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Wütend brüllte ich nur noch in diese hinein, bis ich keine Kraft mehr hatte und einfach kraftlos dort knieend vor den Knochen saß.
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    • Edda Milton
      Das Zelt, das sich hinter mir öffnete, veranlasste mich dazu mich herumzudrehen und ich beobachtete Kronos, wie er versuchte sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Verständlich, wenn man seinen Zustand betrachtete. Doch auch nachdem seine Augen sich an die Bedingungen angepasst hatten, wirkte er nicht, als hätte er auch nur den Hauch von Orientierung. Er schaute sich in unserem Camp um als würde er es zum ersten Mal sehen. Sein Blick wanderte wie der eines Suchenden und automatisch wurde mir ein bisschen unwohler. Irgendwas stimmte doch vorne bis hinten nicht. Er besah sich den Berg, unsere Ausgrabungsstätte, machte einige Schritte auf die Erhöhung zu, auf der ich stand und ab da war es gänzlich um ihn geschehen. Ich erkannte das Entsetzen in seinen Augen. Und da wusste ich er konnte unmöglich einer der Dorfbewohner sein. Er stürmte an mir vorbei, schlitterte die Erhöhung herab und erschrocken stolperte ich ihm ein wenig hinterher. "Kronos, nicht!", rief ich ihm zu, doch er hörte nicht. Ohne Unterlass rannte er zu den Ausgrabungsstücken. Mr. James versuchte noch sich ihm in den Weg zu stellen, doch er stieß ihn einfach achtlos von sich. Sofort eilte ich hinterher und schlitterte selbst den Abhang herunter und half sofort meinem Kollegen auf. "Was ist mit ihm? Ist er ein Verrückter?", sprach dieser sofort verärgert auf mich ein. "Nein, er...-" Sein Schrei unterbrach mich und ich zuckte heftig zusammen. Nur mit größter Mühe schaffte ich es mir ein klägliches Stöhnen zu unterdrücken. Ach komm schon! "Nein, er hat eine Gehirnerschütterung", versuchte ich schnell abzuwinken und unzufrieden mit dieser Ausrede ließ Flanagan mich davonkommen. "Sieh bloß zu, dass du ihn wegbringst. Die Dorfbewohner verhalten sich ohnehin schon komisch ohne einen Zivilisten, der die Nerven verliert." Ich nickte schnell. "Natürlich."
      "Bist du sicher, dass ich dich mit ihm alleine lassen kann? Ich traue dem ganzen nicht!" Schnell schüttelte ich den Kopf. "Bitte, das wird alles schon, ich verspreche es. Du musst Vater holen. Ich flehe dich an", bettelte ich, komplett meinen Stolz über Bord werfend, während ich immer wieder aufgebracht zu dem jungen Mann sah. "Ich mach das schon, ich bekomme das hin. Wirklich! Bitte..." Ich wartete auf ein seufzendes Nicken von ihm, ehe ich ihn erleichtert anlächelte, und mich sofort von ihm losriss, um zu dem schwarz-haarigen zu stürmen. Ich nahm ihn bei den Schultern. "Kronos, um Himmels Willen, Ihr müsst Euch beruhigen!", sagte ich eindringlich und schüttelte ihn. Ich kniete mich vor ihn und nahm seine Hände aus seinem Gesicht, sodass er mich ansehen musste. "Wisst Ihr etwas über diese Knochen? Sie müssen Tausende von Jahren alt sein. Habt Ihr irgendwelche Informationen dazu?"
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    • Kronos

      Ich spürte die Berührung an meiner Schulter und hörte ihre Bitte mich zu beruhigen. Fast schon musste ich lachen, doch meine Trauer überwog. Ich blieb weiterhin auf den Boden knieend sitzen, spürte wie ich von ihr geschüttelt wurde. Sie zu ignorieren war unmöglich, denn sie griff nun nach meinen Händen und zog sie von meinen Gesicht weg.
      Wütend blickte ich sie an, wollte sie schon anschreien was das sollte. Niemand konnte einfach so Kronos zu irgendetwas zwingend oder ohne Erlaubnis berühren. Doch mir fehlte die Kraft. Ich blickte sie einfach an, sah abwechselnd in ihre Augen, als würde ich irgendeine Antwort ablesen können. Doch sie war genauso verwirrt wie ich. Wenn nicht noch mehr.
      "Tausende... Jahre?" wiederholte ich. War ich wirklich tausende Jahre im Tartaros gefangen gewesen? Tausende Jahre in dieser Dunkelheit... "Das sind... Knochen von Titanen." sagte ich leise und versuchte dabei so ruhig es ging zu bleiben. Woher hatte sie diese? Waren sie mit mir in den Berg? hat sie mich nur deswegen gefunden?
      "Titanen sind dir bekannt oder?" fragte ich darauf hin sofort nach. Wenn das dort die Titanen Knochen sind... Was bin dann ich? Wurde ich zu einen Menschen? Bin ich nun kein mächtiger Titan mehr?
      Ich blickte an der Frau auf die Knochen zurück. Es waren viele, unmöglich viele. Erschöpft seufzte ich und blickte auf den Boden. "Bring mich hier weg." flüsterte ich und presste die Augen mit aller Gewalt zusammen. Meine Geschwister waren verstorben... Ich hatte keine Hoffnung mehr, dass nicht doch jemand noch lebt. Langsam richtete ich mich auf, sah nochmal auf die Knochen, bevor ich die Menschen um uns herum ansah. Sie waren verwirrt von meinen Handeln. Alle von ihren sprachen eine andere Sprache die ich nicht verstand. Doch je länger ich mich versuchte darauf zu konzentrieren, desto mehr dröhnte mein Kopf.
      Also wendete ich mich wieder ab und blickte zur jungen Frau. Gerade im Moment konnte sie mir am weitesten Helfen. Sie verstand wenigstens meine Worte. "Du hast ein Essen erwähnt." sagte ich und versuchte mich damit auf andere Gedanken zu bringen.
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      Edda Milton
      Der arme Mann - und in diesem Moment empfand ich tatsächlich ein wenig Mitleid mit ihm - schien aus allen Wolken zu fallen, als ich ihn von dem groben Alter der Funde unterrichtete. Dabei müsste es doch ansatzweise offensichtlich gewesen sein. Wesen dieser Größenordnung mussten weit vor den Menschen existiert haben oder aber in einem gänzlich unzivilisierten Zeitalter. Ich schaute noch recht ahnungslos zwischen unseren Finden und ihm hin und her. Gerade hatte ich mich dafür entschieden ihn wegzuzerren, als er beinahe hauchend etwas aussprach, das mir sofort Schauer über den Rücken jagte. Er wusste was das gewesen ist? Was meinte er? Titanen? War das eine einheimische Bezeichnung für etwas anderes. Wenn es riesige Kreaturen gewesen sind mit menschlichen Skeletten war der Gedanke nach den mythologischen Titanen gar nicht zu weit ab... Ich schien zu lange entgeistert, da er mich daraufhin bereits wieder ansprach, ob Titanen mir ein Begriff gewesen sind. Sofort nickte ich. "Ja... Ja natürlich." Ich war schrecklich verwirrt. Erneut nickte ich. Wir beide schienen ähnlich verwirrt zu sein. "Essen klingt gut... Kommt, ich bringe Euch wieder ins Zelt. Es ist in Ordnung, ich bringe Euch das Essen." Ich half dem Mann auf die Beine und führte ihn wieder zurück und setzte ihn dort an meinen Schreibtisch. "Ich bin sofort wieder da.", teilte ich ihm noch immer ganz neben der Spur mit und kümmerte mich tatsächlich um eine dampfende Schüssel Eintopfs. Beim Vorbeigehen hingen meine Augen wie von Magneten angezogen an den Knochen. Das Wort "Titanen" wollte mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. War Kronos etwa Mitglied einer griechisch mythologisch angelehnten Sekte, die möglicherweise Wissen zu diesen Überresten haben könnte? Ich musste es in Erfahrung bringen. Das könnte bahnbrechende Entdeckungen mit sich führen. Wobei es mir nicht gerade angenehm im Magen wurde solcherlei Gedanken zu spinnen. Es war die eine Sache gläubig zu sein. Eine andere die Grundlage eines anderen Glaubens bewiesen zu bekommen. Denn ganz gleich ob diese Titanen magische oder gar göttliche Wesen gewesen sind oder nicht... Die Tatsache, dass sie existiert haben ist genug, um unsere Weltanschauung maßgeblich zu beeinflussen.
      Seufzend trat ich ins Zelt ein und stellte den Teller vor dem schwarz-haarige ab. "Bitte", nickte ich etwas unschlüssig und setzte mich zu ihm. Ich war schrecklich durcheinander. Es fühlte sich an als würde ich in etwas hinein gezogen werden, dessen Kontrolle sich meiner gänzlich entzieht. Was habe ich da nur entdeckt. Nachdenklich nahm ich mir einige der Bücher, die um die Arbeitsfläche herum lagen. Mit gerunzelter Stirn ging ich die Aufzeichnungen zu den altertümlichen Mythologien durch und fand schließlich den Abschnitt für die Titanen. "Die Titanen sollen laut unterschiedlichen Überlieferungen die Kinder von Gaia und Uranos", sprach ich eher laut zu mir selbst und Versuchte mir einen Reim aus den Überlieferungen zu machen. Mit dem Gedanken, dass diese Kreaturen real sein sollten änderte sich einfach alles. Ich raufte mir mit beiden Händen die Haare. "Das kann doch nicht sein... Titanen... Wie viel wissen wir noch nicht von der Welt, wenn solche Kreaturen tatsächlich existiert haben?" Ich schaute zu dem Mann neben ihr. "Was genau wisst Ihr über diese Thematik?" Oder was glaubte er zu wissen.
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      Kronos

      Es sah wenigstens so als, als würde die Frau wissen was Titanen sind. Auch wenn sie mir sehr zögerlich antwortete und das sie nur noch mehr verwirrte. Wo war ich gelandet? Der Tartaros war schon immer ein geheimnisvoller Ort... Was wenn er mit meinen Gedanken spielt? mich jetzt in diese verwirrte Realität lockte anstelle der kompletten Dunkelheit?
      Auf meine Frage mit den Essen, bestätigte sie mir das und meinte, sie wird etwas ins Zelt bringen. Ich nickte knapp und folgte ihr in das Zelt. dort setzte ich mich an den mit Papier überfüllten Schreibtisch und wartete, bis die junge Frau wieder zu mir stieß. Kurz blickte ich über die Papiere, erkannte ein paar gemalte Skizzen, verstand jedoch kein Wort.
      Kurz darauf kam sie wieder und hatte eine Schüssel mit einen Art Eintopf dabei. Ich musterte das Essen kurz, begann aber dann doch einfach zu essen. Appetit hatte ich eh keinen, nur unglaublichen Hunger.
      "Hm... danke." murmelte ich noch kurz zwischen zwei bissen. Es war ein interessantes Essen. wenig Fleisch, eher Gemüse mit einer Menge Flüssigkeit. Während ich Löffel für Löffel langsam aß beobachtete ich Edda. Sie griff nach einen Buch welches neben mir lag und schlug dieses auf. Die Worte darin schienen sie zum Nachdenken zu bringen.
      Plötzlich begann sie etwas daraus vorzulesen und nun runzelte ich die Stirn. "Die Titanen sollen?" wiederholte ich ihre Worte und hob den Kopf. und was meinte sie mit Überlieferungen? "Gaia und Uranos sind meine Schöpfer." erklärte ich ihr ruhig und sah sie dabei an. Ihre weiteren Worte verwirrten mich. Kann es sein, dass Titanen für sie nur legenden waren? Immerhin... Töteten meine Kinder alle Titanen, meine ganzen Geschwister und mich... wie auch immer ich das wirklich überlebt habe.
      "Ich weiß alles davon. Ich bin Kronos, Anführer der Titanen. Es gibt 11 weitere Titanen, alles meine Geschwister. Soll ich sie dir alle aufzählen?!" meinte ich und wurde dabei etwas lauter. Fast schon wütend aß ich weiter aus der Schüssel. Sie sprach von mir als wäre ich ein Märchen, obwohl ich vor ihr saß! Konnte es wirklich sein, dass diese Menschen uns nur für Geschichten hielten? wenn tausende Jahre vergangen waren... Aber Zeus und die anderen existierten doch noch, oder?
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      auch außerhalb der Zeiten sind Antworten von mir möglich <3
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      Edda Milton
      Ich zuckte leicht zusammen, als Kronos seine Stimme in Frustration hob und ich riss verständnislos die Brauen in die Höhe. Wie meinte er denn bitte sich in dieser Situation mit mir zu sprechen? Ich wollte mich ebenfalls ihm gegenüber aufbrausen, doch ich ließ es als er mir offenbarte, dass er ein Titan sein wollte. Nun war ich überzeugt davon, dass etwas in seinem Verständnis durcheinander geraten sein musste. Leicht räuspernd zwang ich mich zur Ruhe und erhob mich einfach von meinem Platz. Ich konnte ihn nicht einschätzen. Wenn er bereits seine Stimme erhob wusste ich nicht was passieren musste, dass seine Hand ihm folgte. Ich gewann ein wenig Abstand zu ihm und verschränkte die Arme vor der Brust. "Okeanos, Kreios, Hyperion, Theia, Themis, Phoibe, Tethys, Mnemosyne, Rhea, Iapteos, Koios und Kronos", zählte ich selbst unaufgefordert die Namen der Titanen auf. "Ich brauche Euch nicht, ich bin selbst in der Lage Bücher zu lesen, vielen Dank." Ich konnte nicht verhindern, dass sich ein leicht eingeschnappter Ton in meine Stimme schlich, doch ich atmete durch und zwang mich dazu mich wieder zu beruhigen. Dieser Mann schaffte es mit seiner befehlshaberischen und ungehobelten Art wirklich meine Nerven zu strapazieren. Es war lange her gewesen, dass ich es zugelassen habe, dass ein Mann so mit mir gesprochen hat und alles in mir sträubte sich so etwas noch einmal zuzulassen. Ich hatte mir genug verdient, um anerkannt zu werden, ganz gleich für wie wichtig ein Mann sich hielt. Aber dass dieser hier dachte er gehöre dem Göttergeschlecht persönlich an war... nicht unbedingt vorhersehbar gewesen.
      "Wenn du möchtest, können wir auch anfangen über die Kyklopen und Hekatoncheiren zu sprechen. Es wird uns nur nicht weiter bringen. Es tut mir wirklich leid dir das mitteilen zu müssen, ich habe tatsächlich ein wenig Mitleid mit dir, doch die Titanen sind mythologische Sagen. Sie fanden am meisten Relevanz in der Religion der Orphiker, von der allerdings nur noch Bruchstücke übergeblieben sind. Am bekanntesten sind sie heute nur noch für ihren Fall. Laut Mythologie hat Zeus Kronos seine Macht genommen und die Hekatoncheiren sollen einen Berg über ihre Titanengeschwister aufgebaut haben. Wobei andere Überlieferungen behaupten sie wären in den Tartaros gesperrt..."
      Ich stockte und perplex schaute ich in meinem Zelt ohne Aussicht in die Richtung des Tartaros. Eines Berges... aus dem wir... Mir wurde schlecht. Ich schüttelte den Kopf und riss mich wieder zu dem Mann herum. Noch immer schüttelte ich den Kopf. "Nein, nein, nein. Das sind alles nur Märchen. Genauso wie die ganzen Erzählungen von den olympischen Göttern. Diese Glaubensrichtungen sind schon lange ausgestorben, sie sind alle Christen geworden. Es... ich glaube mein Kopf dreht sich." Verzweifelt versuchte ich einen Gedanken aus meinem Kopf zu stoßen und mich gegen eine aufkommende Vermutung eines möglichen Wahrheitsgehaltes zu weigern. Doch diese Vermutung war... laut. Ich ließ mich auf das Feldbett fallen und schüttelte immer noch weiter den Kopf. "Nein, Kronos, das... Das da draußen müssen in der Tat prähistorische Kreaturen sein und ich verstehe die Intention sehr gut sie mit dem Titanenkult in Verbindung zu bringen. Ich meine; es scheinen gigantische Menschen zu sein. Aber das alles hat eine plausible Erklärung im Sinne der Wissenschaft. Diese ganzen mythologischen Figuren existieren nicht... Es gab einen Erdrutsch bei der Ausgrabung, ich weiß nicht was du mitten in der Nacht dort gemacht hast, doch du musst eine schlimme Gehirnerschütterung haben - was verständlich ist, ich weiß nicht wie lange dir die Luftzufuhr entsagt gewesen ist..." Ich habe vergessen worauf ich hinaus wollte. Genauso achtete ich nicht darauf wann ich angefangen hatte ihn zu duzen. Ich war so schrecklich durcheinander.
      I'll see ya in a dream.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daisy ()