Date me! (Lucy & Uki)

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    • Date me! (Lucy & Uki)

      Vorstellung

      @Lucy-chan

      So etwas wie Kummer weg zu trinken gab es eigentlich nicht und doch versuchten es Menschen auf der ganzen Welt immer wieder. So auch Judy. Es war mitten in der Nacht, Silvester, und dennoch war sie alleine. Überall auf den Straßen und in den Häusern feierten die Menschen zusammen, nur sie nicht. Sicher, sie hätte mit ihren Eltern feiern können, doch nach Weihnachten hatte sie keine Lust dazu gehabt. Sogleich bei dem Gedanken an Weihnachten kamen ihr die bösen Sätze ihrer Eltern in den Sinn. Sie liebten sie und doch schafften sie es immer wieder böse Dinge zu sagen. Wahrscheinlich dachten sie sich nicht mal was Böses dabei. Sie seufzte und kippte ihren Whisky hinunter, ehe sie ihren Kopf auf ihren Schreibtisch fallen ließ. Nicht mal bei ihren Online-Games waren wirklich Menschen da um sie abzulenken und aus ihrem Fernseher, den sie zu ihrer Gesellschaft an hatte, ertönte, dass es nicht mehr lange war bis Mitternacht. "Was für ein Versager ich doch bin... Mum und Dad haben Recht. Wieder alleine an Silvester." Mit ihrer einen Hand goss sie sich noch mit dem Kopf auf dem Tisch Whisky nach und verschüttete die Hälfte. Dies zeigte ganz sicher, dass sie schon viel zu viel intus hatte und doch war ihr noch nicht nach aufhören. Sie setzte sich auf und fing an mit dem Ärmel ihres Pullis die Pfütze wegzuwischen. Eher notdürftig und dabei stieß sie gegen ihre Unterlagen. "Oh fuck....", murrte sie und schob den Stapel wieder ordentlich-unordentlich in die Ecke. Wobei der oberste Zettel wieder ihr entgegen flog.
      "Grr...", knurrte sie und wollte ihn schon wieder, diesmal sicher mit mehr Kraft, auf den Stapel knallen als ihr bewusst wurde was es war. Es war das Weihnachtsgeschenk von ihren Eltern: Ein Gutschein für eine Dating-Website. Frustriert kippte sie das Glas erneut in einem Zug runter und ihr Magen murrte. Zu viel Alkohol. Was nun kam passierte nicht wirklich bei klarem Verstand und sie wusste es sicher nicht mal bis sie morgen die Mails lesen würde. Kurzer Hand löste sie doch den Gutschein ein und meldete sich bei der Website an. Ganz sicher würde am nächsten Morgen eine schöne Überraschung auf sie warten.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Noah

      Von unten drangen verschiedene Geräusche zu ihm hoch, vor allem das Gelächter seiner Eltern und die Musik, die sie wieder laufen ließen. Es war Sylvester und damit endete dieses Jahr, voller Arbeit und vor allem auch Enttäuschungen, doch Noah war nicht die große Partymaus, er würde diesen Abend lieber gemütlich weiter an seinem Schreibtisch verbringen, nur seinen Eltern zuliebe war er hier her gekommen, hatte mit ihnen und den Freunden, die eingeladen war gegessen, gleich aber die erste Möglichkeit der Flucht nach Oben ergriffen, in sein altes Jugendzimmer. Sowohl das, als auch das von seiner Schwester standen beide unberührt, das Haus war groß genug und auch wenn vor allem Noah immer wieder davon sprach, dass sie auch ein normales Gästezimmer aus seinem machen konnten unternahmen seine Eltern das nicht. Sie waren zufrieden mit dem, wie es war und damit akzeptierte er es auch, hatte jetzt die Möglichkeit sich zurück zu ziehen und ein wenig an dem Bericht zu arbeiten, den er in der nächsten Woche abgeben und seinem Vorgesetzten vorlegen musste.
      Die Gäste unten schienen Spaß zu haben, sie schienen es gar nicht zu bemerken, dass er sich raus geschlichen hatte, jedenfalls ging der Mann davon aus, er war sich nur nicht dessen bewusst, dass seine Schwester nur darauf wartete, bis er wieder runter kommen würde. Sie klopfte an der halb offenen Tür an, blickte hinein und riss den Mann damit aus seinen Gedanken und dem Blick auf den Laptop komplett raus. Fragend blickte er zu seiner Schwester, natürlich sollte er vielleicht lieber Zeit mit ihr verbringen, bevor sie sich bald schon bis zu dem Geburtstag ihres Vaters nicht mehr sehen werden, sie lebten in verschiedenen Staaten und durch Noahs Arbeit war es nie einfach eine Zeit zu finden, in der beide konnten. Dennoch hatte er einen innigen Kontakt zu seiner Schwester, sie schrieben sich oft, telefonierten, er bat sie auch oft genug um Rat. "Störe ich?", fragte sie und lächelte ein wenig frech, das konnte nur bedeuten, dass sie etwas im Schilde führte und ihr Tablet in der Hand konnte auch nichts Gutes bedeuten. Oh nein, hatte sie alte Kindheitsbilder gefunden?!
      Noah schloss seinen Laptop und drehte sich in dem Stuhl zu seiner Schwester um, die das als eine Einladung nahm und sich auf das Bett setzte, hielt ihr Tablet eng an sich gedrückt. "Ich habe dir doch erwähnt, dass das Geschenk nur eines, von zwei ist, nicht?", sie führte definitiv etwas im Schilde! Noah kannte sie schon vierundzwanzig Jahre, diese Frau konnte ihm nichts vor machen. Er nickte und blickte sie interessiert an, wollte vor allem wissen, was sie sich dieses Mal überlegt hatte. "Ich.. Denke es ist an der Zeit dir eine Frau an deiner Seite zu suchen, denn Jack und ich werden dieses Jahr heiraten.. und ich würde mir schon wünschen, wenn du eine Begleitung mit bringst". Oh nein, sie wollte ihn verkuppeln, verdammt, konnte er sich noch aus dem Fenster schmeißen? "Aby.. Ich brauche keine Frau", fing er an und wollte eigentlich den gleichen Vortrag wie immer halten, aber er wurde mit einer Handbewegung zum Schweigen gebracht. "Ich weiß, du denkst du brauchst keine Frau und das du ohne glücklicher bist.. Ich will aber, dass du es wenigstens versuchst.. Okay? Ich habe dich bei einem Dating Portal angemeldet, deine Beschreibung ist schon fertig, ich habe ein hübsches Bild rein gestellt, du musst nichts mehr machen, als das Tablet in die Hand nehmen und einfach nur dir die Frauen angucken, okay? Vielleicht will dich ja auch keine?", da schmunzelte seine Schwester. "Wenn es einen Match gibt, gucken wir weiter, okay? Aber tue mir den Gefallen und gib diesem Ding eine Chance!". Das Tablet wurde ihm gezeigt, gleich auch in die Hand gedrückt, da blickte Noah auf sein Profil- "Workaholic, der bereit ist sich zu ändern?!", rief er seiner Schwester nach, aber da war sie schon kichernd aus dem Zimmer.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seltsamerweise musste Judy gar nicht so lange warten. Grade hatte sie sich nach der Anmeldung auf dieser Website mit „der Garantie auf Glück“ auf ihre Couch gelegt und starrte nun an die Decke. Ihren Ärmel hatte sie halb über ihre Augen gelegt, da das Feuerwerk draußen ihr heute zu hell erschien, auch wenn es sich hierbei eigentlich nur noch um die letzten Reste handelte. Dennoch war jede Rakete auch eine kleine Explosion in ihrem Kopf, der nun schon zu platzen schön. Langsam senkten sich ihre Augenlider und kurz bevor sie ins Traumland sank wurde sie unsanft wieder geweckt.
      Ihr Handgelenk hatte vibriert oder besser gesagt ihre Smartwatch. Sie hatte eine Mail, aber ihre Augen wollten heute definitiv nicht mehr nur den kleinen Bildschirm, da er vor ihren Augen verschwamm. So zückte sie kurzer Hand ihr Handy und als Judy nun die Mail las staunte sie nicht schlecht. Keine 5 Minuten war es her, dass sie sich angemeldet hatte und schon hieß es: „Dies könnte ihr Traummann sein. Ihr Glück liegt also nur einen Klick entfernt.“
      Normalerweise ignorierte sie so was, aber heute war nichts normal. Sie klickte den Link und wurde zur Website weitergeleitet oder besser gesagt gleich zu einem Profil. Verwundet blinzelte sie, setzte sich etwas auf und fing an zu tippen:

      //Na dann... keine Ahnung was für ein Algorithmus es behauptet und an Hand welcher Daten, aber du bist angeblich mein Traummann. Der eine Mann in einer Million... ganz offen: es gibt nicht den einen und Beziehungen sind Arbeit, Kompromisse und ja... auch Liebe und ein gewisses „Etwas“.
      Gleich läufst du sicher weg oder so... aber irgendeinen Grund muss es doch geben, dass ein Mann wie du Single ist. Also falls du mir antworten willst: was ist denn dann deine schlechteste Eigenschaft?

      PS: Frohes neues Jahr und fühl dich frei mich immer mit Katzenbildern zu zu spamen.//
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Noah

      Er hatte sich einige der Frauen in dieser App angesehen, aber wenn er ehrlich war hatte er sehr oft etwas auszusetzen und das in der Regel nicht am Aussehen, sondern viel eher an ihren Vorlieben, oder den Interessen. Ein Partygänger war Noah definitiv nicht, er hatte zwar kein Problem auszugehen, aber so jedes Wochenende Party zu machen war nicht so sein Ding, vor allem, weil er viel arbeitete, aber er hatte auch ein Problem mit den Frauen, die sehr viel auf ihr Äußeres achteten. Klar, er tat es irgendwo ja auch, trieb gerne Sport und zog sich auch gerne gut an, aber er wollte keine Frau haben, die zwei Stunden im Bad brauchte, um mit drei Kilo Schminke wieder raus zu kommen. Aber der Mann hatte dem Programm eine Chance gegeben, hatte nichts gefunden und vorgeschlagen wurde ihm auch nichts, so nahm er das Gerät mit runter, als er gerufen wurde, um für das neue Jahr mit anzustoßen. Die Leute unten waren heiter drauf, ihm wurde ein alkoholisches Getränk in die Hand von seiner Schwester gedrückt, die ihm gleich auch frech zu zwinkerte, weil ihr Plan bisher voll aufgegangen war, die Musik war Laut und sie liefen alle gemeinsam in den Garten, um gemeinsam runter zu zählen und sich das Feuerwerk anzusehen. Noah war kein großer Fan der Raketen, er übernahm die Aufgabe dieses Jahr dennoch, denn sein Vater wirkte nicht gerade nüchtern genug dafür und den Abend wollte keiner im Krankenhaus verbringen müssen. Ein paar der Raketen wurden gezündet, es gab Kuchen, dieses Mal konnte sich der Mann zwar nicht nach oben schleichen, er konnte sich aber vor den Spielen drücken, die die anderen spielen wollten. Seine Eltern waren schon lustig drauf, wenn sie ein wenig getrunken haben, aber Noah gehörte nicht zu denen, die da gerne mit machten, auch wenn er definitiv keine Spaßbremse war. Er ließ sich zu einem Spiel überreden, das war's aber auch schon.
      "Ich habe was für dich!", verkündete ihm seine Schwester freudig, die sich neben ihn auf die Couch fallen ließ. Sie hatte das Tablet wieder in der Hand, kuschelte sich an ihren Bruder ran, um ihm die Nachricht zu zeigen, die er bekommen haben soll. "Es gibt also eine Frau für dich! Die perfekt passen soll! Und sie hat den ersten Schritt gewagt, um dir zu schreiben!". Ihm wurde die Nachricht gezeigt, der Mann überflog sie und allein die ersten beiden Zeilen brachten ein Schmunzeln mit sich. Es gab also noch Menschen, die wie er dachten? Die große Liebe und Liebe auf den ersten Blick gab es doch gar nicht.. "Ich finde, sie klingt fast schon nach dir", antwortete Abigail und musste nur noch breiter grinsen, sie hatte mit Sicherheit schon einiges getrunken, ihre Wangen glühten rot. "Ja, und was jetzt?", wollte Noah wissen und leerte das Glas in seiner Hand. "Na schreib ihr!", Abis Augen leuchteten auf. "Was soll ich ihr schreiben?!", er war nicht der Mann für die großen Worte. "Na das, was du denkst! Und ich hole uns noch mehr!".
      Noah seufzte, er wurde wieder allein gelassen und sollte schreiben, aber was denn? Er versuchte es, las ihre Worte noch einmal.. Ein Mann wie er? Er war gewiss nicht perfekt, dessen war er sich komplett bewusst!

      //Ich würde nicht von mir behaupten, dass ich ein Traummann bin, aber ich fühle mich geschmeichelt, dass diese App das so sieht.. Meiner Meinung nach gibt es weder einen Traummann, noch eine Traumfrau, vielleicht eher jemanden, der einen selbst mit allen Macken und Problemen akzeptiert, aber ich gebe dir vollkommen Recht: Eine Beziehung braucht viel Arbeit und viele Kompromisse.. Vor allem in unserem Alter, mit jeweils einem eigenen Leben und eigenen Gewohnheiten!
      Kann ich nicht die guten Eigenschaften an mir aufzählen? Das ist viel kürzer, als die negativen :P Aber ich würde sagen, dass meine Leidenschaft für die Arbeit und meine mürrischen Launen die schlimmsten sind, wenn man meine Schwester fragt auch noch die Tatsache, dass ich in Bezug auf Frauen doch sehr oft unaufmerksam bin, aber das ist nur ihre Meinung! Was ich jedoch mit dir? Was müsste ein potentieller Partner an dir lieben lernen?
      Frohes neues Jahr auch dir und vor allem, um gleich sympathischer zu wirken meine zwei Mitbewohner.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Judy

      Immer wieder gähnte die junge Frau, denn der Abend war doch ziemlich langweilig und der Alkohol machte sie dazu noch schläfrig. Wenn man alleine war, war es immer wieder schwer sich selbst wach zu halten und so scrollte sie eher halbherzig und schläfrig durch die App. Was hier nicht für Fehlgriffe waren und wie abgedroschen die Sprüche. Immer wieder schwankte sie zwischen mitleidigem Kopfschütteln und Lachen hin und her. Noch wusste sie nicht, ob ihre Laune gut oder schlecht war, eher schwankend wie ihre Reaktion, doch ganz sicher verunsicherte es sie etwas, dass keine Antwort kam. „Menschen… zumindest ein „Kein Interesse“ wäre ja nice gewesen.“, murmelte sie zu sich selbst und ihm nächsten Augenblick erwischte sie sich dabei, dass sie doch insgeheim auf eine Antwort gehofft hatte, wenn auch nur um sich nicht grade wie der letzte Mensch auf Erden vorzukommen. Judy seufzte und beschloss ins Bett zu gehen als sie doch noch ein Signal hörte. Neue Nachricht. Sie war doch nicht alleine auf der Welt und allein der Gedanke ließ sie kurz lächeln ehe sie sah, dass es sogar von ihm war. „Heilige Scheiße…“ Schnell überflog sie die Zeilen und schmunzelte. Intelligent schien er auch noch zu sein und so erwachsen. Nur beim Bild zögerte sie. „Bitte lass es kein Schwanz-Foto sein…“ Sie hielt sich die Augen zu und klickte auf den Anhang um dabei gleich die Hand sinken zu lassen und ein „Awww“ von sich zu geben.

      //So, so… deine Schwester. Habe ich da auch schon etwa die Schuldige gefunden wieso du dich hier rumtreibst? Aber irgendwie beneide ich dich da: Ich bin nur Einzelkind.
      Und nun zurück zu den interessanteren Themen :D
      So schlimm finde ich die Seiten gar nicht und ganz im Gegenteil: Ich kann sie nachvollziehen. Manchmal ist es eben so, dass man sich in eine Sache (Arbeit oder Privat) so vertieft, dass man die Welt und Zeit schon mal vergisst. Geht mir nicht anders, besonders, wenn ich am PC bin oder ein Buch lese. Und wie kannst du bitte mürrisch sein bei zwei so süßen Katzenbabies <3
      Nun ja, nun kennst du also schon eine meiner schlechten Seiten, die wir ja scheinbar gemeinsam haben und sonst würde ich sagen: Ich bin sehr chaotisch und freiheitsliebend, brauche aber dennoch wen, und das macht es kompliziert. Ich denke eben, dass man als Paar auch nicht 24/7 aufeinander hocken muss und alles zusammen machen und jeden Abend Händchen haltend einen Film sehen. Man muss und sollte auch eigene Interessen beibehalten. Freiräume sind wichtig und gleichzeitig muss ich aber auch wissen, dass wenn es mir mies geht ich meinen Partner jederzeit anschreiben/anrufen kann und er da ist, auch wenn es nur wegen Kleinigkeiten ist. Das Gefühl von Geborgenheit ohne erdrückt zu werden… ach je… ich schreibe so viel und so viel Mist, der dich sicher gar nicht interessiert, aber irgendwie will es eben raus :D //

      Ohne noch mal durchzulesen was sie geschrieben hatte schickte sie es ab und wusste immer noch nicht, ob sie ihm einfach so was schreiben sollte. Mit einem Schulterzucken beschloss sie von ihrem Sofa ins Bett zu kriechen und sich Morgen dem Putzen zu widmen. Eher stolpernd kroch sie unter ihre Decke nachdem sie sich ihrer Hose entledigt hatte und schlief dank dem Alkohol auch sofort ein als die Wärme ihrer dicken Decke sie umschloss.
      Don‘t ignore that inner voice.
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      Noah

      Es war spät, aber es war auch Sylvester, oder eher schon Neujahr, da dachten die anderen nicht einmal daran schlafen zu gehen. Noah war kein Spaßverderber, er konnte Spaß haben, wenn er es wollte, aber er war auch nicht sonderlich der Typ fürs Feiern, genauso gut konnte er auch schlafen gehen und sich morgen wieder an seinen Laptop setzen können, aber seine Eltern wollten ja unbedingt, dass er mit machte und so saß er auf dem Sofa und beobachtete den Rest, wie sie schon betrunken ihren Spaß hatten. Amüsant war es auf jeden Fall, es war auch schön zuzusehen, dass seine Familie und die Freunde seiner Eltern so viel Spaß miteinander haben konnten, vor allem aber erwärmte es sein Herz seine Familie lachen zu sehen. Noah war gewiss kein Mann, der viele Gefühle zeigte, er fühlte sich nicht gut damit, aber er war tief in seinem Herzen ein Familienmensch, würde auch alles für sie tun, auch wenn er ihnen noch immer nicht gesagt hatte, was seine wirkliche Arbeit war. Es war ihm nicht peinlich, es war ihm auch nicht unangenehm Menschen mit wenigen Handgriffen auszuschalten, oder gar umzubringen, aber sie sollten sich einfach keine Sorgen um ihn machen müssen.
      Es war recht früh am Morgen, als der Schwarzhaarige seiner Schwester ins Bett half, um sie auch schon zuzudecken und ihr eine gute Nacht zu wünschen. Es war nett gewesen und die Feier hatte irgendwo auch Spaß gemacht, aber die anderen waren schon fertig und eigentlich viel zu müde, um unten noch aufzuräumen. "Mom, ich mache das", entgegnete Noah und legte seiner Mutter die Hand sanft auf die Schulter, um ihr anzudeuten hoch zu gehen. "Aber Noah, die Sachen..", sie deutete auf das Chaos. "Das können wir nachher machen, komm, du bist müde". Sie ließ sich kein weiteres Mal bitten, gab ihrem Sohn einen Kuss auf die Wange und verschwand nach oben, um sich hinzulegen. Im Wohnzimmer herrschte ein kleines Chaos, aber die Teller und Gläser waren schnell eingesammelt und die Spülmaschine eingeräumt, damit sie die restliche Nacht, oder eher den restlichen Morgen laufen konnte. Das Essen verstaute Noah im Kühlschrank, er verbrachte selbst nicht viel Zeit in seiner eigenen Wohnung, aber er räumte sie selbst auf und achtete auf Ordnung, um keine böse Überraschung zu kriegen, wenn er dann nach einer Woche wieder zurück sein würde. Das Konfetti konnte später aufgesaugt werden, die Luftschlangen auch, der Mann brachte nur eine gewisse Ordnung rein, richtete die Kissen, die Stühle am Tisch, es sah schon deutlich besser aus, so konnte er auch hoch gehen, um sich hinzulegen. Er ging an der Couch vorbei, auf welcher das Tablet seiner Schwester noch immer lag, es juckte ihm in den Fingern nachzusehen, ob er eine Antwort bekommen hatte, es würde ihn schon ein wenig erfreuen, aber ihn würde es auch nur wenig wundern, wenn er die Dame verschreckt hatte. Mit dem Tablet in der Hand lief er hoch, zog sich aus, um sich ins Bett zu legen und die Nachricht zu lesen, die mit jeder Zeile ein immer größeres Schmunzeln auf seine Lippen zauberte. Ein wenig ähnlich waren sie sich schon..

      //Ich würde meine Schwester gegen nichts auf der Welt eintauschen wollen, auch wenn wir unsere Liebe zueinander erst im späteren Verlauf des Lebens gefunden haben.. Ich will ehrlich sein, als meine Eltern mit ihr das erste Mal aus dem Krankenhaus nach Hause kamen, hatte ich gleich gefragt, ob wir sie zurück geben könnten, heute bin ich sehr froh, dass sie es nicht getan haben! :D
      Mich wundert es sehr, dass du meine eigentlich sehr schlimmen und verschreckenden Seiten nachvollziehen kannst, ich will jetzt nicht unhöflich klingen und bitte nehme mir das nicht böse.. Ich habe zwar die ganze Zeit ein Foto von dir, aber bist du wirklich eine Frau? Ich habe bisher keine gefunden, die sich mit irgendetwas meiner schlimmen Seite anfreunden konnte!
      Man kann auch bei so süßen Katzen mürrisch sein, wenn sie vor allem bei dem ersten Sonnenstrahl zu dir ins Bett klettern und sich auf dein Gesicht setzen, damit du ihnen endlich Futter gibst.. Meine sind verfressen und könnten nur noch essen!
      Ich muss zugeben, als ich die Zeilen las, dass du freiheitsliebend bist, aber dennoch jemanden brauchst, habe ich direkt an mich selbst denken müssen. Ich suche eigentlich keine Frau, aber gleichzeitig suche ich jemanden, vor allem jemanden, der es schätzt, wenn ich mal keine Lust habe, oder arbeiten bin. Eine Frau, die nicht dauerhaft an mir klemmt, wie eine Klette, mit der ich aber dennoch was gemeinsam unternehmen kann. Da stimme ich deinen Worten vollkommen zu! Ich arbeite viel, ich habe meine Hobbies und auch wenn ich gerne bei manchen Sachen eine Partnerin gerne hätte, nicht bei allen, ich brauche auch Zeit für mich, da kann ich die Menschen nicht verstehen, die wirklich alles gemeinsam machen..
      Im Gegensatz zu deiner Annahme interessiert mich der Mist schon sehr, vor allem kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es eine hübsche Frau auf der Welt gibt, die sich nicht an meinen negativen Seiten stört und die selbe verkorkste Meinung über Beziehungen hat.. Also nur zu, ich will mehr von diesem Mist erfahren. Vor allem aber wünsche ich dir erst einmal eine Gute Nacht und vielleicht gleich auch schon einen Guten Morgen!//

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."