The fallen Kingdoom (Arang & Ayona)

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    • The fallen Kingdoom (Arang & Ayona)

      Yuna

      Es war furchtbar, die schlimmste Nachricht seit langen und dabei schien alles so gut zu laufen. Wie viele Schlachten hatte ihr Werter Vater schon geschlagen und trug den Sieg davon. Er war kein Narr, der unnötige Risiken einging. Er ging jede erdenkliche Weise nach, jeden Möglichen Ausgang berechnete er, dennoch wurde er tötlich verwundet. In diesem Moment fraß sich unendliche Verzweifung in ihren Körper.
      Natürlich wurde sie darauf vorbereitet die Krone zu tragen, eine Königin zu sein, aber dennoch.. sie war nicht bereit. Nicht so schnell, nicht ohne ihren Vater an der Seite.
      Eine Träne rinnte über ihre Wange. Der Schmerz brannte sich tief in ihre Seele ein. Vor dem Kampf war es so eine schöne und Friedvolle Zeit gewesen. Voll von Hoffnung... Aber auch voll von Sünde. Es schien sich für einen kurzen Moment alles beruhigt zu haben. Doch dann kam der verehrende Schlag.
      "Prinzessin.." ertönte es hinter ihr und sie Schrack kurz zusammen. Sie ließ die Hand ihres Vaters abrupt los und wischte sich mit dem Handrücken ihre Träne weg. Das Weinen vor anderen, vor allem vor Menschen die unter ihr standen, ließen einen Schwach erscheinen. Es war unschicklich.
      "Ihr Vater sollte sich nun etwas ausruhen.. und sie.. sie sollten auch ein wenig Schlafen"
      Yunas Blick wanderte zum Fenster, es war bereits Abends geworden, die Sonne ging unter und das übliche Orange färbte den Himmel.
      "Sie haben recht, ich habe die Zeit aus den Augen verloren, ich hätte mich vielleicht mit dem Kriegsrat besprechen sollen" Die Junge Frau drehte sich um und lächelte leicht. "Ich danke dir Takeru" fügte sie noch hinzu.
      "Es ist völlig Legetim hier bei ihrem Vater zu verweilen, Der Meister der Kriege wird auch einen Tag ohne Sie zurecht kommen" Takeru, ihr Leibwächter verbeugte sich leicht. Die beiden kannten sich schon Ewigkeiten und sie Vertraute ihm Blind. Doch seit fest stand, dass sie bald Königign sein würde, ging er auf abstand.
      "Gute Nacht, Takeru" hauchte sie, als sie an ihm vorbei ging. Sie hatte ihn schon immer ganz unverholen mit seinem Vornamen angesprochen, es nun anders zu machen schien ihr Fremd.
      Die Prinzessin schaute noch einmal über ihre Schulter, Takeru war derweil an das Sterbebett ihres Vaters getreten, sie hatte gehofft, dass er sie nicht bis in ihr Gemach begleiten würde, denn sie musste zum Schauplatzes des Kampfes, sie musste sich ein eigenes Bild machen und vor allem wollte sie sehen, was mit den Dorfbewohnern geschehen war, die nicht weit vom Kampfplatz lebten.
      Sie zog sich ihren Mantel über zog die Kaputze über ihren Kopf und betrat den Geheimgang, in dem sie als Kind entdeckt hatte und dem sie heimlich gespielt hatte, wenn ihr mal wieder alles über den Kopf gewachsen war. Niemand sonst kannte ihn und es war auch besser so. am Ende des ganges hatte sie bereits ihr Pferd stehen, sie stiegg auf und ritt los. SIe bezweifelte, dass man sie sofort erkennen würde, denn bisher hatte kaum ein außenstehender sie zu Gesicht bekommen und nur die wenigsten kannten ein Gemälde von ihr.
      Es war töricht alleine los zu reiten, doch man hätte sie aufgehalten, außerdem konnte sie sich gut alleine gegen 2-3 Männer verteidigen, falls jemand versuchen würde sie zu töten oder gar zu beflecken.
      In dem Dorf angekommen lag alles in Schutt und Asche, wenige Verletzte lehnten an den Hauswänden, sie bemerkten die Reiterin gar nicht.
      Yuna stieg von ihrem Pferd und Band sich den Gürtel mit ihrem Schwert um. Die Kaputze zog sie sich noch ein wenig tiefer ins Gesicht. Es war grausam, dass die Veria Dynastie hier eigefallen war, bei all diesen hilflosen Menschen, sollte sich auch nur noch einer hier befinden, würde sie ihn töten.

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    • Während der König Dinerias blutspuckend und bereits halbtot von seinen Soldaten vom Schlachtfeld geschliffen wurde, damit man ihm nicht an Ort und stelle den Rest geben konnte, zogen sich fünf Gestalten von diesem Schlachtfeld, dass in einem Wald gewählt wurde, von ihren restlichen verianischen Kameraden zurück. Sie trugen nicht die dunklen Kettenhemden und Brustpanzer der Armee, sondern trugen nur Stoff und ein paar Lederpanzerungen an Hüfte und Schultern. Ihre Gesichter waren mit weißen Masken bedeckt, deren Gesichter die ermordeten Könige darstellten.

      Der Anführer trug die Maske des ersten ermordeten Königs, König Mika. Hinter ihm in Zweierreihe wanderten vier später verstorbene Thronfolger. Die Armee nannte sie, „Die toten Könige“, eine Truppe von Männern, aber auch Frauen die als Spezialeinheit des Königreichs galten. Niemand wagte es sich ihnen in den Weg zu stellen, oder ihnen Befehle zu geben. Sie dienten direkt unter dem König und niemand anderem. Der Anführer der toten Könige wurde zum neuen König Mika, so war es brauch, seit dieser Orden einberufen wurde und die Könige sprachen sich auch nicht mit ihrem echten Namen an, viele kannten sich untereinander gar nicht, oder besser gesagt die Identität, die sie in der Stadt hatten. Selbst der König sprach sie mit ihrer Maske an und nannte den Anführer selbst bei Ratssitzungen: König Mika.

      Die fünf verließen das Schlachtfeld mit durchgestrecktem Rücken und vor stolz geschwollener Brust, sie wirkten nicht einmal, als hätten sie gerade gekämpft oder als wären sie ermüdet vom Kampf, in dem König Mika gerade den König des Feindes beinahe getötet hätte. Zwar war man sich sicher, dass sich der König Dinerias bereits in den Weg zur Unterwelt machte, da die Verletzung tödlich gewesen war, dennoch war es ein bitterer Beigeschmack, ihn nicht vor Ort getötet zu haben. Vielleicht war es auch besser so, es würde Hoffnung auf seine Genesung schüren und die Verzweiflung, in die das Reich Dinerias fallen würde, nur noch verstärken. Wer sollte nun Dinerias Löwen in die Schlacht führen? Ein junges Mädchen, dass selbst noch nie an der Front gekämpft hatte? Die behütet in der Stadt geblieben war? Es gab Gerüchte, dass die Generäle des Feindes nicht zufrieden mit der Tochter als Erben waren und in Dineria herrschte keine Dynastie. Vielleicht würde ein Bürgerkrieg ausbrechen und die Erbin gestürzt, damit ein anderer General ihren Posten einnehmen konnte. Die Spione Verias waren zumindest schon dabei ihre Untergebenen zu bestechen, damit sie sich gegen die baldige Königin wenden würden. Ja man konnte durchaus sagen, dass der heutige Tag ein neues Zeitalter einleiten würde. Es war der erste Tag seiner Herrschaft, in der ein glorreicher Sieg errungen wurde und brachte dem Fein eine herbe Niederlage, die die Regentschaft einer jungen Frau einleiten würde, doch diese wäre nicht auf Dauer, dafür wurde er sorgen.

      Die vier niederen Könige bleiben vor dem großen dunkelblauen Zelt stehen, das mit schwarzen Vorhängen bedeckt war und mit silbernen und goldenen nähten bestickt. Es war größer als die anderen Zelte des Lagers und auf seiner Spitze prangte eine lange Stange, auf der die königliche Fahne Verias hing. König Mika schob den Vorhang zur Seite und trat in das gut beleuchtete Zelt, in der der König Verias über einem Tisch brütete und eine Schlachtkarte ansah. Zumindest glaubten die meisten, er wäre der neue König Verias. König Mika trat zum Tisch des Königs heran und reichte ihm den Unterarm, sie begrüßten sich und der König fragte hoffnungsvoll, „Hast du gute Nachrichten, Bruder?“, der maskierte nickte und sprach durch die Maske, „Der König Dinerias wird in den nächsten Tagen sterben. Er ist zäh, aber es gibt Wunden, von denen selbst er sich nicht erholen kann“ Ein breites Lächeln zeichnete sich im Gesicht des Königs ab und er klopfte nun seinem Gegenüber auf die Schulter. „HAH!“, dabei lachte er und es wirkte als wollte alle Freude der Welt aus seinem Gesicht platzen. „Der erste Tag der Regentschaft und es wurde ein großer Sieg auf dem Feld errungen und der König Dinerias ist tot.“, „FAST tot“, korrigierte ihn der maskierte. „Kleinigkeiten, die sich bald von selbst Lösen!“, beschwichtigte der König und lehnte sich wieder über den Tisch. „Ich habe mit deinem Schlachtplan noch einmal angesehen. Die Falle, die du dem König gestellt hast war….. brillant. Deine Truppen schienen zu beginn der Schlacht vollkommen harmlos und unnütz, wo sie waren, aber der Feind hat sich genau bewegt, wie du es vorhergesagt hast“, der maskierte nickte. „Der Stolz der Dinerier wird ihr Untergang sein.“, dabei stellte er sich zu seinem Bruder an den Tisch und betrachtete die Karten, zeigte mit dem Finger auf einzelne Punkte. „Ist es möglich die Truppen hier und hier zurückzuziehen, so als würde die Linie brechen?“, der König nickte und sah zum Maskierten auf, dessen Gesicht nicht zu lesen war, einer der Gründe für die Masken. „Und ein Vorstoß mit allen Mitteln an dieser Flanke. Mit allem was dort ist, es ist egal, wenn kaum noch Soldaten übrig sind, um die Flanke danach zu decken.“, nun wurden die Augen des Königs zu schlitzen, „Möglich, aber wozu?“ Der maskierte schob nun viele der Truppen der Vorstoßenden Flanke und der benachbarten Gebiete in das Gebiet, aus dem er sich sein Bruder zurückziehen sollte. „Zeige Stärke, wo du schwach bist und schwäche wo du stark bist. Ich will das Dinerias Armee einen Vorstoß zu unserer Hauptstadt wagt. Geschürrt durch ihre Wut, weil der König tot ist, werden die Generäle darum betteln uns angreifen zu dürfen. Stolz, schon vergessen? Selbst wenn die neue Königin sich dagegen aussprechen sollte, was ich ihrem strategischen Wissen abspreche, selbst dann würden die Generäle davon gelockt werden, dass unsere Linie bricht und einen Weg frei machen könnte. Wir stoßen dann seitlich vor und nehmen sie in die Falle, erschaffen einen Kessel mit den mutigsten Truppen ihrer Streitmacht und zerschmettern sie. Erst der König, dann seine tapfersten Ritter. Wenn das geschafft ist, gilt es nur mehr den Rest Dinerias zu erobern.“, nun tippte er auf ein Dorf in der Nähe der Schlacht, die das Ende des Königs zur Folge hatte. „Bring einen kleine Versorgungslinie dorthin. Wir werden das Dorf plündern und unsere Sklaven auffrischen. Es sollte keinen Widerstand geben, aber ich möchte, dass jeder Soldat, der im Wald daran beteiligt war, den König zu töten eine Belohnung aus diesem Dorf bekommt, ob Sklave, Winterdecke, völlig egal. Es wird Zeit die Moral unserer Männer ins unermessliche zu steigern.“, nun reichte er seinem Bruder den Arm über den Tisch und der König schlug ein, „Für unser Blut“, sagten sie beide, dann wollte der maskierte das Zelt verlassen. „Wohin gehst du?“, fragte der König. „Den Widerstand im Dorf brechen“, sagte König Mika ohne sich umzudrehen. Er schritt voran und seine Könige folgten ihm.


      Die fünf Könige kamen auf Pferden im Dorf an, König Mika schwang sich von seinem Pferd und nahm es an die Zügel. Seine Untergebenen erkannten auf einen Blick wie wütend ihr furchtloser Anführer gerade war und beteten um Gnade für denjenigen, der hierfür verantwortlich gemacht werden würde.

      Die Faust, die er um die Zügel des Pferdes machte, ließen das Leder der Handschuhe und der Zügel auf krächzen, als würde man auf frischen Schnee steigen. Das Dorf war niedergebrannt worden, es lag in Schutt und Asche, dabei hätten die Soldaten hier nicht einmal herkommen sollen, hätten sie sich an die Schlachtformationen gehalten. „König Nobun“, einer der Reiter ritt nach Vorn, neben seinen König, „Ja, Herr“, meinte dieser mit einer leichten Verbeugung. „Berichtet dem König, was hier geschehen ist, dass ein Wagen reicht. König Také“, ein weiterer Reiter kam hervor. „Finde heraus wessen Soldaten das waren, schleife den zuständigen Kommandanten vor den König und lass ihn vor den Augen des Königs erklären, wie er es wagen konnte den Befehlen des Königs zu wiedersprechen und die Schlächter des Dinerischen Königs ihrer Beute zu berauben. Schlag dem König vor, der Generals soll degradiert und ausgepeitscht werden. Dazu soll seine Familie eine Ersatzzahlung leisten, kann er das nicht, versklavt sie“, auch dieser Reiter sagte, „Ja, Herr“, dann ritten beide los.

      „Kommt, befreien wir die Verletzten von ihrem Elend.“, sagte König Mika, nachdem er sein Pferd angebunden hatte. „Und schenken den Unverletzten die Möglichkeit als Sklaven für unser Reich zu dienen!“, darauf lachten die beiden anderen Könige und begannen die Überreste der Stadt zu durchsuchen.

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    • Yuna

      Schon immer wurde sie abgeschottet, von der Außenwelt versteck, das einzige Kind des Königs, die Tochter, welche einmal den Thron erben würde, es war noch nicht all zu oft vorgekommen, dass Frauen regierten, man sagte solch eine Stelle immer den Männern zu, denn Frauen waren zu gutmütig und nicht hart genug. Frauen gehörten nach Hause zu ihren Kindern und nicht in die Politik. Es hatte schon oft aufstände gegeben, die ihr Vater niederschlug. Er hatte großen Vertrauen in seine Tochter und wusste, dass sie das Zeug zu einer großen Herrscherin hatte. Doch hätte sie sich nur einmal ihren Volk presentieren dürfen, hätte sie zu all diesen Menschen sprechen können, dann hätte sich jeder einzelne sein eigenes Bild über sie machen können. Doch nun wurde über sie geurteil aufgrund von Gerüchten. Es war all die Zeit einsam gewesen in ihrem aus Gold überzogenem Käfig.
      Takeru hatte sie immer aufgezogen, ja manchmal auch darüber Lustig gemacht, dass sie es als Bürde sah. Er hatte ja keine AHnung, er durfte tun und lassen was er wollte, wenn er nicht gerade auf sie aufpasste. Schon fast wie ein Babysitter. Und dabei Verband die beiden soviel, als Kinder waren sie Freunde gewesen und auch als Normalität einkehrte und es eine Zeit keine Kämpfe gab verstanden sie sich sehr gut. Er brachte sie immer zum lachen und versüßte ihr den Tag. Es war komisch, dass er sich jetzt soweit von ihr entfehrnte. Warum konnte es keinen Ort geben.. an dem es weder Schmerz noch Trauer gab? Könige und Königinnen zahlten schon im einer sehr hohen Preis für solch ein Leben, nur keiner schaute hinter die Fassade.

      Rot zeichnete die Straßen, leblose Körper vereinzelt unter Trümmern, es war nicht einfach nur eine Plünderung gewesen, Heimtücke, Wut und Hass mussten eine große Rolle gespielt haben. Rache? Wer sollte so grausam sein und jeden den er in die Hände bekam niedermetzeln? Familien auseinander reißen und deren Häuser niederbrennen. Es machte für Yuna einfach keinen Sinn. Je mehr leid sie entdeckte, desto mehr brodelte es in ihr. Sie war noch nie außerhalb der Schlossmauern gewesen und nun erblickte sie nur Leid und Schrecken. Die überlebenden keuchten vor Schmerz, einige würden die Nacht nicht überleben. Es war zu kalt und einige waren zu schwer verletzt. Die junge Prinzessin trat an eine alte Dame heran und kniete sich vor sie.
      "Was ist hier passiert?" fragte sie zögernt. Die Alte Frau war mit Brandwunden übersäht, es schien als wäre sie den Flammen gerade so entkommen, wäre sie besser sogleich lebendig verbrannt, als jetzt Hilflos nach Luft zu schnappen und mit den Schmerzen abzuqäulen.
      "Monster... Sie alle sind Monster" knurrte die Alte nur heißer. "Mögen sie alle im Höllenfeuer elendig verbrennen, so wie ich verbrannt bin" krächzte sie weiter. Jedoch eine Antwort auf ihre Frage bekam sie nicht. Die ältere Dame griff nach Yunas Handgelenk, ihr Griff war rau, die Haut ihrer Hand komplett verbrannt.
      "renn weg mein Kind, sie werden dich holen" presste sie noch aus ihren Lippen und kippte dann zur Seite. Sie war Tot. Grausam.
      "Sie werden dafür bezahlen" knurrte Yuna zu dem leblosen Körper. Sie konnte den Hass dieser Frau nachvollziehen, SO viele Seelen die schon gepeinigt waren und denoch erwartete sie noch viel größerer Schmerz.
      Yuna stand auf und ging weiter in das Dorf hinein und schaute sich um. Sie würde ihrem Volk beweisen, dass sie Würdig war diese anzuführen, denn sie liebte ihr Land. Sie liebte die Menschen und sie würde alles riskieren um die Menschen zu beschützen die sie liebte.
      Doch plötzlich vernahm die Prinzessin ein leises, kaum hörbares Wimmern. Für einen Moment, dachte Yuna, dass sie es sich nur eingebildet habe so leise war es gewesen. Doch als das wimmern erneut zu hören war rannte die Junge Frau in die Richtung. Ein kleiner Junge war unter den Trümmern eingeklemmt, er hatte ein paar schrammen im Gesicht, ansonsten schien er aber nicht groß verletzt zu sein, doch konnte er sich nicht alleine befreien. Er war nicht viel älter als drei. Bei diesem Anblick, dachte Yuna das ihr Herz vor Schmerz zerspringen würde.
      "Alles wird gut kleiner" sagte Yuna sanft während sie die Balken zu Seite schob. Der Junge musste soviel grausammen gesehen haben. Es erinnerte sie an den Tag, an dem Mann ihre Mutter kaltblütig ermordet hatte. Der Schmerz und der Hass, der in diesem Moment die überhand genommen hatte. Dieser Abscheuliche Anblick des Körpers ihrer Mutter, der wie ein nasser Lappen zu Boden fiel. Das Blut, welches sich über den Boden verteilte. Einfach nur abscheulich.
      Es dauerte eine Weile, bis alles Balken entfehrt waren und sie den weinenden kleinen Jungen in ihre Arme schließen konnte.
      Dieser presste sich an sie und vergrub seinen Kopf in ihrer Schulter. Er vertraute ihr auf anhieb. Wie sollte auch ein kleiner Junge, der so viel Schreckliches gesehen hatte und nun völlig alleine da stand auch reagieren?
      Dieser Herzzereißende Augenblick wurde aber schnell gestört als aus der Nähe gelächter ertönte und das klappern von Hufen.
      Es waren mehrere Reiter, aber Yuna konnte nicht abschätzen ob sie auf sie zu kamen oder im Befriff waren zu veschwinden.

      Die Prinzessin umwickelte den kleinen Jungen mit in ihren Mantel und eilte in eine kleine Gasse. Die Dunkelheit sollte den Beiden Schutz bieten und hier wäre es immer noch Sicherer als in einem Haus, sollten es plünderer sein würden sie jedes Haus durchkämmen aber nicht unbedingt ihren Blick auf die abgelegenen Gassen werfen.
      Sie drückte sich an die kalte Wand, den kleinen Jungen fest im Griff. Mit einer Hand streichelte sie ihn über den Kopf damit er sich beruhigte. SIe würde nicht zu lassen, dass ihm etwas passierte.
    • Es war einfach eine Schande, wie die Soldaten seines Reiches sich hier ausgetobt hatten. Schlampige Arbeit die unnützen Leid verursachte und wertvolle Ressourcen verschwendete. Er zog die Klinge aus der blutigen Brust des Mannes, der vor ihm am Boden lag und wischte sie an seiner Kleidung ab, bevor er sie wieder wegsteckte. In der Kälte hier draußen hätte er nicht mehr lange überlebt, er schnappte ihn am Kragen und zerrte den toten Körper auf die Straße und warf ihn dort auf die Mitte. Sie würden die Leichen verbrennen müssen, damit keine Krankheiten ausbrachen. Auch die anderen beiden hatte schon einige Leichen auf die Straßen gezerrt, doch nun hatte einer ‚Glück gehabt‘ „Seht was ich hier gefunden habe“, mit festem Griff hatte er das Hemd des armen Kerls gepackt, der mit ihm mitstolperte und schnell atmete und stöhnte, weil er Angst hatte was nun mit ihm passieren würde. Der Mann zwang den Gefangenen auf die Knie, wo er die Leichen seiner Freunde und Bekannten auf der Straße sah. „Holt ein Seil, bindet ihn an ein Haus. Vielleicht finden wir noch ein paar die wir mitnehmen können.“, befahl König Mika und machte sich in die nächste Seitengasse auf. Wer bei solch einem Überfall die besseren Überlebenschancen hatten, war schon ein wenig ironisch. Die Leute aus der Gosse kannten die Schlupfwinkel und wo man sich verstecken konnte, weshalb sie am Ende noch im Dorf waren, aber aus alter Gewohnheit nicht wagten die Häuser der anderen zu betreten. Sie zogen sich lieber wieder in ihre Gassen zurück, so wie auch die Frau mit ihrem Kind, die den Angriff überraschend glimpflich überlebt hatten. Sie hatte den kleinen fest an sich gepresst und streichelte ihm beruhigen über den Kopf, wie herzzerreißend. „Nimm deinen Sohn und komm mit, dann geschieht euch kein Leid“, versuchte er den diplomatischen Weg, vielleicht konnte die Sorge um ihren Sohn sie davon abbringen davon zu laufen, denn es sollte ihr klar sein, der Junge würde es nie schaffen und wenn sie ihn tragen würde, sie auch nicht. In der Dunkelheit war das Gesicht der beiden schwer zu erkennen und auch das alter der Frau konnte er von hier nicht bestimmen, vielleicht war es ja auch die Großmutter, dann würde wohl garkeiner irgendwohin laufen.
    • Yuna

      Der Junge fühlte sich geborgen, ihr Herz, welches regelmäßig in der Brust schlug, berhuhigte ihn, sowie ihre Wärme, ihr lieblicher Duft und ihre Hand, die sanft über seinen verschmutzen Kopf streichelte. "Keine Angst, dir kann niemand mehr was tun" flüsterte sie. Sie würde diesen Jungen um jeden Preis beschützen. Er würde ihr Balast sein, denn jetzt stand nicht mehr nur ihr Leben auf dem Spiel. Sie zuckte leicht zusammen als ein Mann seine Stimme erhob, es war dumm gelaufen, dass er auch die Gassen absuchte. Anscheinend wollte er um jeden Preis Blut und Leid sehen. Sie würde ihr Schwert nicht ziehen können, nicht mit dem Jungen auf dem Arm und dieser hatte sich so fest an sie geklammert, das man ihn wohl los schneiden müsste. Also stand Yuna auf, die Haare in ihrer Kaputze versteckt und diese weit ins Gesicht gezogen. Den Kopf hielt sie gesenkt. Sie schaute nur für einen kurzen Moment auf um zu erblinzeln wer da vor ihr stand. Doch mehr als eine Dunkle Gestalt mit einer Maske ließ sich nicht erkennen. Nur seine unverholene Art sie zu duzen, wüsste er wer sie war, dann wäre er vermutlich nicht so dreist gewesen.
      "Euer Mund spricht die Unwahrheit, wer solch grausame Taten vollbringt, der kann keinen Schutz gewehrleisten, es wäre töricht solch einem Mann zu vertrauen." sprach sie in ihrer melodischen Stimme. Es war vielleicht nicht klug ihm zu widersprechen, vor allem nicht in solch einer gehobenen Sprache, niemand hier würde sich so ausdrücken, doch woher sollte Yuna die gemeine Zunge kennen? Außerdem wirkte sie nicht wie jemand, der bei der Schlacht anwesend war, ihr Mantel war zwar verdreckt, durch das erretten dieses Kindes, aber sonst wies nichts darauf hin. SIe hoffte einfach, dass er sie als Zoffe oder Hoffdame abtun würde, schließlich war über die Prinzessin Dinerias nicht viel bekannt, bis auf ihre Atemberaubende Schönheit.
      Trotz ihrem gesenkten Kopfes wirkte sie anmutig und ganz und gar nicht demütig. Sie hatte nicht vor sich zu ergeben.
      "Lasst mich mit dem Jungen gehen, seine Augen haben schon genug Leid erblickt. Ihr braucht weder ihn noch braucht ihr mich" sagte Yuna dann, sie versuchte ihm wenigstens ein wenig vorzuspielen, dass er die Oberhand hatte. Männer mochten es gebraucht zu werden und fühlten sich gut, wenn sie vermeindlich großzügig waren.
      Vielleicht aber wäre es auch ein kluger Schachzug, wenn sie sich gefangen nehmen würde, die effektivste Methode jemanden zu vernichten war schon immer von innen heraus. Jedoch wusste Yuna selbst nicht wie der König aussah und das würde ihr zum Verhängnis. Außerdem konnte sie ihren Vater nicht alleine sterben lassen. Und auch wenn sie es schaffte den König zu töten, wäre auch ihr Tot besiegelt. Yuna hatte keine Erben. Geschweige denn hatte sie je mit einem Mann ein Bett geteilt. Es wäre unschicklich für eine unverheiratete Frau. Und es wäre Hochverat für eine Königing, die Legetime Erben Hervorbringen musste.
    • Der Mann bleib ungerührt stehen und wartete eine Weile, er dachte nach, während sein Schatten noch immer auf die beiden fiel. Er stand gerade da, die Arme hingen zwar entspannt von seinem Körper ab, doch wirkte er im Moment wie eine unverrückbare Statue, die Maske, die den strengen Blick König Mikas trug, bestärkte diesen Eindruck nur um so mehr. Die Frau sprach viel zu geschwollen für das einfache Volk, das Wörter wie: Unwahrheit oder gewährleisten nicht einmal kannten, oder nie verwenden würden. Ihre gesamte Ausdrucksweise, sprach nicht für jemandem aus dem gemeinen Volk, was die Frage aufwarf, was sie hier machte. Bei genauerem Hinsehen war ihr der Balg aber auch nicht ähnlich, doch bei so einem jungen Kind, konnte man sich nicht sicher sein. Es stellte sich die Frage, wer war hier wertvoll, die Frau, oder der Junge? Vielleicht war sie Dienerin und der Junge ein adeliger, vielleicht beide, vielleicht war sie auch nur ein dummes Gör aus gutem Hause, das dachte hier etwas bewirken zu können. Doch es war einerlei.
      Wie aus dem nichts, zog er sein Schwert vom Rücken und machte mit einem Bein einen Schritt nach hinten und hielt den Schafft seiner Klinge mit beiden Händen neben seinem Kopf fest, die Klinge auf die beiden gerichtet. Es war in einem Wimpernschalg geschehen und nun stand er wieder da, als wäre er aus Stein. Die Klinge tanzte und zitterte nicht leicht, wie man es bei vielen sah, weil sie Probleme mit der perfekten Balance des Stahls hatten, oder weil ihnen die Kraft fehlte, das Katana ragte in der Luft, als wäre es Teil des tödlichen Kunstwerks aus Stein, das vor dem Jungen und der Frau stand. Jeder der ein geschultes Auge für den Kampf hatte, würde erkennen, dass dieser Mann mit Maske, nicht das erste Mal seine Klinge gezogen hatte.
      „Dann vertraue auf mich als Schutzengel des Todes. Du kannst meinem Schutz vertrauen, oder eurem Tod.“, er hatte weder die Lust noch die Nerven am heutigen Tag diplomatisch mit irgendjemanden zu diskutieren. Weder das die Annahme der Frau völlig falsch war, den weder hatte er in diesem Dorf grausame Taten vollbracht, noch würden die Taten die im Krieg als grausam bezeichnet wurden, irgendetwas über die Vertrauenswürdigkeit eines Mannes sagen. Verdammt noch eines, er kannte einen Mann der… nein, dafür war jetzt nicht der Richtige Zeitpunkt. Auch ob der Junge Leid gesehen hatte oder nicht, war irrelevant. Im Krieg trug jeder Verlust mit sich, im Herzen, der Seele am Körper. Narben des Krieges durchzogen das Land schon so lange und tief, dass ein Mensch der unschuldig war unmöglich einen friedlichen Tod erleben konnte. Und der letzte, aber entschiedenste Punkt: Beide wurden gebraucht und waren relevant, um die Moral der Truppen zu erhöhen. Eine weitere Sklavendrine und ein Junge, den sie zur harter Arbeit erziehen konnten, waren besser, als eine kalte Nacht alleine, oder bei Minusgraden selbst das Feuerholz zu hacken oder holen.
    • Yuna

      Er meinte es wirklich ernst, es war schon fast lächerlich wie überheblich und arrogant er sich aufführte. Solch Umgangsformen war die junge Prinzessin nicht gewöhnt und selbst bei dem normalen Volke empfand sie es eine Frechheit so zu tun als wären sie Eigentum. In ihrem Königreich gab es keine Sklaven, alle Menschen die ihnen dienten Taten es aus freien Stücken. Selbst als er sein Schwert zog und sie das leise surren vernahm zuckte sie weder zusammen noch blickte sie auf. Sie hatte keine Angst vor einem Kampf und auch nicht vor dem Tot. Der tot war stehts ihr Begleiter gewesen, lauernt und im Schatten wartend riss er alles an sich was der jungen Frau lieb und teur war.
      "Es zeigt von anstandslosigkeit und Feigheit eine wehrlose Frau und einen kleinen Jungen töten zu wollen." Sprach sie und machte einen Schritt vorwärts. Sie legte ihre freie Hand auf den Griff ihres Schwertes um es notfalls schnell ziehen zu können. Yuna hatte schon schnell bemerkt, dass dem Mann nichts an dem Leben anderer lag. Seine kalte dunkle Stimme, die adern zum gefrieren brachte, sein fester Stand und die Art wie er sein Schwert hielt. Es wäre überheblich zu behaupten, dass die junge Prinzessin ihn schnell besiegen könne, schließlich hatte sie noch nie außerhalb eines Schaukampfes oder mit Takeru gekämpft. Sie hätte auch deutlich mehr Chancen ohne ihr kleines Anhängsel oder wenn sie von weiten mit Pfeil und Boden auf ihn Zielen könnte. Die junge Frau machte noch einen weiteren Schritt auf den Mann zu, der sich nicht von der Stelle bewegte. Ihre Hand legte sich fester um den Griff ihres Schwertes.
      Doch kurz bevor sie ihr Schwert zog ertönte ein lauter Knall aus der Richtung aus dem der Fremde gekommen war. Rauch stieg den Himmel empor und er war für einen Moment abgelenkt als er hinter sich schaute.
      Ihre Chance.
      Sie rafft den jungen noch etwas höher und lief los. Trotz, dass sie den Jungen festhielt war sie schnell. Das könnte vielleicht vom Adrenalin stammen. Aber auch ihr Training machte es ihr leichter.
      Sie musste nur das Pferd erreichen und mit dem Jungen in die Nacht davon reiten, dann könnte der Fremde sie nicht mehr einholen.
      Das alles hatte jetzt mit Glück zu tun, das dieser Mann erst zu spät begriff das sie an ihm vorbei war oder es ihm sogar gleich war und er nach schaute, was dies für ein Krach war.
    • Zwar griff die Frau auf den Griff ihres Schwertes, doch ihre Art zu sprechen verriet sie hatte nicht im Krieg gekämpft. Sie wirkte nicht als hätte ihr dieser Krieg bereits etwas gestohlen, ein Vogel im goldenen Käfig, der auf der rauen Straße einem Falken ein Lied über die schöne Welt sang. Anstand. Eine schöne Tugend, doch der Krieg hatte wenig mit Tugenden der Umgangsformen zu tun. Es war immer ein Abwägen von Ressourcen, ob diese Menschen waren, Waffen oder anderer Natur. Ob die Frau und das Kind starben, war ihm einerlei, aber würden sie nicht als Sklaven dienen wäre dies eben ihre Bestimmung in diesem Krieg, einem Krieg den Vaeria nicht begonnen hatte, aber beenden würde. Bei jedem Schritt, den sie nach vorne ging, analysierte er bereits ihre Bewegungen: Rechtshänderin, die linke Hüfte hängt etwas, deshalb macht sie dort kleinere Schritte. Zudem bestätigte sie wieder ihre Unwissenheit: Sie näherte sich mit dem Schwert am Griff, anstatt es gleich zu ziehen, solange sie noch einen angenehmen Abstand hatte. Sie verkürzte diesen Abstand auch noch. Würde sie die Waffe ziehen wollen, würde sie eineinhalb Atemzüge, bis das Schwert aus der Scheide befreit war, in dieser Zeit wäre sie absolut schutzlos und würde nur einen Hieb von Oben links durchführen können. Mit diesem Wissen wäre es aus König Mikas Sicht sogar für ein Kind möglich sie zu töten, denn sie erwartete tatsächlich auch hier wohl Anstand. Den Anstand, dass er sie ihr Schwert ziehen lassen würde, bevor der Kampf beginnt.

      Sie trug also ein Schwert und wird mit diesem vermutlich Trainiert, es gab seines Wissens kaum Frauen in dem Reich seiner Feinde, die solch eine Ausbildung genießen durften. Vermutlich hatte die Frau also mehr Wert als Gefangene oder Sklavin, als der Junge. Leider konnte er ihr Gesicht nicht gut erkennen, da sie noch immer ihren Umhang trug ein weiter Faktor, der bei einem Kampf stören würde, aber ihre Identität verschleiern konnte.Doch das Kind hatte er sich bereits eingeprägt.

      Dann wurde der Boden erschüttert, ein Donnern hallte durch die Luft und zerriss die Ruhe der Welt. Bedacht auch seine Gegenüber nicht aus den Augen zu lassen, den einer hatte ja den Griff am Schwert, drehte er den Kopf ein wenig, um etwas zu erkennen. Dunkler Rauch stieg auf, als würde ein Wald in Brand stehen, während die Frau das Kind schnappte und davonlief. Zu Schade, zwei potenziell Interessante Ereignisse geschahen zur gleichen Zeit, doch er entschied, dass die Frau den aufwand nicht wert sei, sondern das Feuer sein Interesse mehr weckte. Blitzschnell stand der Mann wieder aufwärts und die Klinge war hinter seinem Rücken verschwunden. Er lief auf ein Haus zu, sprang dagegen und hechtete sich auf ein Dach, an dem er sich hochzog und von diesem die Gegend überblickte. Auf den anderen Dächern sah er auch seine beiden Kameraden.

      Selbst von hier aus war die Sicht auf den Brand blockiert. Was auch immer passiert war und diesen Ohrenbetäubenden knall ausgelöst hatte, war hinter dem Wald passiert. Die toten Könige machten sich auf den Weg zu ihren Pferden um zu untersuchen, was geschehen war.
    • Yuna

      Ohne zerstörung kann es keinen neuen Anfang geben, dass hatte ihr Vater immer gesagt. Er hatte seine Taten damit Entschuldigt. Er glaubte alle nieder zu metzeln sei die schnellste und effektivste Methode. Er war es auch so langsam Leid gewesen diesen Kampf zu führen. Er wollte nicht das sein kleines Mädchen kämpfen musste und auch der Prinzessin war der Gedanke eigentlich zuwider. Sie war der Meinung das töten immer die letzte Option sein musste.. Nein.. sie hatte stehts daran festgehalten und auch als man ihr die Mutter nahm, kämpfte sie gegen all ihren Hass an. Er brodelte in ihr. So oft bestand die Angst, wenn sie töten würde, wenn sie einmal Blut geleckt hatte und ein Stück näher an ihre Rache kam, dass sie sich in all dem Hass verlieren würde, dass sie aufhören würde sie Selbst zu sein. Denn sie war doch ein Herzens guter Mensch, Sie war Tapfer, liebenswert, einfühlsam, führsorglich und stellte ihr Leben immer an zweiter Stelle. Sie liebte ihr Volk, auch wenn sie es kaum kannte und ihr Volk sie nicht kannte. Sie liebte ihr Land so sehr, dass sie bereit war jeder Opfer zu bringen. SIe würde für ihr Land töten, auch wenn der Hass sie verzehren könnte. Sie hatte nicht vor gehabt diesen Mann zu töten, diesen Fremden der es eigentlich verdient hatte. Nur für einen kurzen Moment war das verlangen groß den Weg mit seinem Blut zu beschmutzen, doch wenn Emotionen erst einmal den falschen Weg eingeschlagen hatten, gab es kein zurück mehr. Der unmenschliche Mensch war kein Mensch.

      Die junge Prinzessin erreichte das Pferd, knotete die Zügel schnell ab und hiefte sich mit dem Jungen hoch. Ihre Kaputze war vom laufen herunter gerutscht und ihre langen Haare wehten in alle Richtungen. Sie versicherte sich noch einmal ob ihr niemand gefolgt war und ritt dann los.
      Sie hatte nicht viel ausrichten können. Doch sie hatte den Jungen gerettet. Sie hatte sich die Zustände mit eigenen Augen ansehen können und nun könnte sie dementsprechend besser handeln. Sie musste ein Bündnis eingehen, ein Mächtiges, jetzt wo sie bald die Königin war, würden die anderen Reiche nicht mehr so schnell kehrt machen. Aber sie durfte nicht zulassen, dass ein Mann über sie und das Reich bestimmete. Es würde keine Hochzeit aus Liebe sein, daran glaubte sie nicht mehr in diesen Zeiten, auch wenn dies immer ihr Traum gewesen war.
      Am Schloss angekommen herrschte schon helle Aufregung. Das ganze Schloss schien noch wach zu sein und überall herrschte gewusel.
      Eine Wache entdeckte die Prinzessin sogleich und schrie, dass man das Tor öffnen solle. das alles konnte gar nicht schnell genug gehen. Eine andere Wache kam herausgestürmt. Packte das Pferd am Zügel und führte sie in den Schlosshof.
      Yun war kaum abgetiegen mit dem Kind in der Hand, da kam auch schon Takeru angerannt. Er sah nicht gerade Begeistert oder erfreut aus. Wut und ein hauch Sorge lag in seinem Blick.
      "Wie konntet ihr nur so dumm und naiv sein" sagte er in einer etwas lauteren Stimmlage.
      "Wie kommt ihr dazu die Mauern zu verlassen, die euch Schutz gewähren, euch heimlich davon zu schleichen für nichts und wieder nichts" tadelte er sie in voller Rage.
      Er wollte weiter reden doch erblickte das Kind und ihm blieben die Worte im Hals stecken.
      Er hatte sich deutlich zu viel heraus genommen und das verärgerte Yuna, er sprach mit ihr, wie mit einem dummen Kind und nicht wie mit einer Königin.
      "Die zustände im Land sind nicht akzeptabel. Es war nicht richtig sie vor mir zu verbergen und mich nicht mit einzubeziehen. Ich komme mir einzig und alleine dumm vor, weil ich doch so unwissend war, während alle um mich herum Lügen sprachen."
      Ihre Tonlage war ehrerbitig und der einer Königin würdig.
      "Ihr habt nicht das Recht so mit mir zu sprechen, mir befehle zu erteilen. Ihr könnt mich beraten und wenn ich es für richtig empfinde beherzige ich solch einen Rat. Wagt es nicht noch einmal die Stimme so gegen mich zu erheben Hiroshi." Das war das erste mal, dass sie ihn nicht mit Vornamen ansprach und die Nähe zwischen den Beiden entfehrnte sich immer weiter.
      So wie es jetzt war würde es nicht mehr weiter gehen.

      Durch den ganzen Tummel hatte Yuna gar nicht bemerkt, dass der Hofarzt an ihre Seite getreten war. Er verneigte sich vor ihr. "Der König ist Tot" er machte eine kurze Pause "Lang lebe die Könnigin" rief er dann laut aus voller Seele und die anderen im Hof machten es ihm gleich.
      SIe erstarrte für einen Augenblick. Ihr Gehirn verarbeitete die Information nur langsam und alles schien in Zeit Lupe abzulaufen. Ihre Beine fühlten sich wie Wackelpudding an, als hätte man ihr den Boden unter den Füßenn weggeschnabbt.
      "Bringt den Jungen in die Kinderstube, ich möchte das gut für ihn gesorgt wird und seine Wunden verarztet werden" begann sie, sie versuchte ihre Stimme fest klingen zu lassen, aber doch steckte in ihr ein leichtes Beben.
      Der Junge schluchzte leise, als sie ihn einer Amme in den Arm gab.
      "Alles gut mein kleiner, ich bin bald wieder bei dir" hauchte sie und lächelte ihn an. Sie hätte ihn auch mit genommen, doch wollte sie nicht, dass dieser Junge, nach dem Verlust seiner Familie, noch mehr Tot zu Gesicht bekam.
      Dann folgte sie dem Arzt in das Gemach ihres Vaters.
      Sie ergriff seine kalte Hand. SIe war nicht hier gewesen, nicht bei ihm als er starb. Er musste alleine von dieser Welt scheiden, weil sie ihr Volk für den Moment an erste Stelle gestellt hatte.
      Sie hatte ihm nicht lebewohl sagen können.
      Sie biss sich auf ihre Unterlippe um nicht zu weinen, so fest das diese zu Bluten begann.
      Unauffählig holte nahm sie ein Tuch von der Komode und hielt es sich an den Mund.
      "Morgen soll die Beisetzung stattfinden" verkündete sie dem Hofarzt "Schhickt einen Reiter nach Veria und ersucht um einen Tag Waffenstillstand" fügte sie hinzu und eilte dann schnelles Schrittes in ihr Gemach.
      "Und was ist mit ihrer Krönung "rief der Pastor ihr Hinterher, der auch an das Totenbett getreten war, doch darüber wollte sie in diesem Moment nicht nachdenken.

      Nicht lange Zeit später wurde ein Reiter los geschickt, mit dem Gesuch um Waffenstillstand und dem Siegel der Königin. Er war unbewaffnet, denn es schickte sich nicht bewaffnete Männer los zu schicken, welche für einen Tag Frieden ersuchten.
    • Der Geruch von verbranntem Holz und Schwefel lag in der Luft und stach wie tausend kleine Nadeln. Noch immer loderten kleine Feuer auf der verbrannten Erde, die über hunderte Meter schwarz und verkohlt war, wie die Baumstümpfe, die sich in dieser toten Erde gehalten hatten, denn die Stämme waren als Splitter über die gesamte Ebene verteilt. „Eine solche Zerstörungskraft habe ich noch nie gesehen!“, blieb einem toten König der Mund offenstehen. Diese Männer und Frauen hatten schon vieles gesehen, aber ihnen war völlig schleierhaft, was hier geschehen war. Warum war mitten im Nichts ein kleiner Teil eines Waldes und ein gewaltiger Teil der Ebene verbrannt? Mit einem großen Knall der alles in Brand gesetzt hatte? War dies eine Waffe? Aber wieso wurde sie dann hier zum Einsatz gebracht und nicht dort, wo auch Soldaten waren? „Du wirst dem lebenden König berichten“, befahl König Mika einem getreuen, der sich mit seinem Pferd auf machte.
      Nun waren sie nur mehr zu zweit, während sie dieses brennende Feld untersuchten und nach Spuren von Reitern, Soldaten, oder etwas anderem suchten, dass in dieser Gegend für all dies verantwortlich sein könnte.

      Während der eine Bruder sich einem mysteriösen Vorfall widmete, wurde dem anderen ein Bote geschickt. Die neue Königin bat um einen Waffenstillstand. Sie verlangte nach einem Tag des Friedens, für ihren Vater. „Natürlich werden wir die Trauer eures Königreichs berücksichtigen“, sagte der König dem Boten und setzte sich hinter sein Schreibpult. „Ich habe einen Brief, den ich euch mitgeben möchte“, darinstand, dass er den Tod des Königs bedaure, den er als Feind sehr bewunderte und respektierte. Er beteuerte der Königin, dass ihre Bitte erhört werden würde, wenn ihre Soldaten entlang der Front insgesamt 35 Wagenladungen mit Nahrung an seine Soldaten überbringen würden, damit diese ebenfalls ein Trauerfest abhalten konnten.

      Es war eine unverschämte Bitte, denn an der Front war Nahrung so wertvoll wie eine Waffe. Er verlangte, dass sie ihre eigenen Soldaten aushungerte, damit sich seine den Wanst vollschlagen durften.

      In einem anderen Brief schrieb er seinen Generälen die Pläne für die nächsten Tage, damit sie sich um die Truppenbewegungen kümmern konnten.

      Dineria – Febas

      Gelassen saß Febas in dem gut gepolsterten Sessel vor dem knackenden Kamin. Das Feuerholz knisterte immer wieder hinter ihm und schenkte seinem Rücken wohltuende Wärme, während er in Händen eine Tasse Tee hielt und den warmen dampf sanft wegblies, um kurz darauf am Tee zu schlürfen. Diese wohltuenden Kräutertees waren zu solch unerfreulichen Zeiten ein wahrer Segen für seinen Magen, der sich schon seit Wochen nicht von Geschwüren erholen wollte. Der junge Mann hatte die Geschehnisse hervorgeahnt, doch wurde er nicht erhört und jetzt, musste er sich eben damit zufriedengeben, dass er recht gehabt hatte, was ihm leider nur wenig Ruhm einbrachte. Nun Ruhm würde ihm sowieso nicht stehen, denn in seiner Position durfte er diesen gar nicht haben! Je weniger Menschen von ihm wussten, umso besser konnte er seine Aufgabe erledigen, also tristeste er ein Leben in den Schatten, weil er zur falschen Zeit mit dem falschen Mann eine dumme Wette eingegangen war. Hätte er damals schon soviel gewusst wie jetzt, wäre ihm das nicht passiert, allerdings hätte er nie so viel erfahren, wie er jetzt weiß, wenn es nie passiert wäre. Ein Teufelskreis, über den er immer wieder gerne sinnierte, wenn er gerade nichts Bessere zu tun hatte, als abzuwarten und Tee zu trinken. Die Tass noch immer in der Hand ertönte das vertraute Geräusch der Zimmertüre, durch die ein verstörtes Mädchen hereingelaufen kam. Die schwere Tür fiel hinter ihr mit einem dumpfen poltern in den Rahmen und ließ alles verstummen, bis auf den Kamin der leiste knisterte.

      Die Frau war zu ihrem Fenster gelaufen und sah hinab in den Hof des Schlosses und das Reich, das vor ihr lag, bis Febas die Stille mit seiner Teetasse unterbrach, indem er sie auf die Untertasse stellte, die neben ihm auf einem Tischchen stand und sich räusperte. „Ich dachte mir schon, dass du in dein altes Zimmer zurückkommst, anstatt in deine neuen Gemächer, die Gemächer der Königin“, dabei funkelte das Feuer in seinen eisblauen Augen. Seine blonden Haare blieben bis auf einen geflochtenen Zopf von seiner Kapuze verborgen. Seine Oberarme waren athletisch muskulös und ließen auf seinen restlichen Körperbau ahnen. Seine Beine waren überschlagen, er lehnte mit dem Rücken entspannt in dem Sessel der Königin und die Arme lagen auf den Sessellehnen ruhend. Ein warmes Lächeln lag auf seinen Lippen, als er der Dame zunickte, die die Herrscherin eines der mächtigsten Reiche der Welt war.
    • Yuna

      Warum.. warum war sie nicht hier gewesen, warum hatte sie nur ihrer Dummen idee Folge geleistet und war los geritten um sich selbst ein Bild von allem zumachen.
      Weil sie es Leid war, sie hatte es gehasst wie man sie behandelte, dass man mit ihr so zaghaft umging als sei sie aus Glas und würde bei der kleinsten Erschütterung zerbrechen. Alle mussten doch Wissen, dass es anders war, man musste doch gesehen haben wie Tapfer sie gewesen ist, nachdem ihre Mutter war. Wie ausgezeichnet sie jede Kampfkunst beherschte die man ihr lehrte, auch wenn sie das training gehasst hatte. Nicht weil sie das Kämpfen nur für Männer Sache hielt, sondern weil es ihr beigebracht worden war, damit sie früher oder später jemand tötete - dieser Gedanke hatte sie oft nicht scchlafen lassen. Mal abgesehen von den täglichen Alpträumen, keiner wusste von ihnen, aber doch waren sie stehts ihr Begleiter.
      Sie ging auf direktem Wege zum Fenster, auch um zu sehen ob ein Reiter los geschickt worde. Sie hoffte, dass dieser Heil zurück kommen würde, wäre Veria durchtrieben und von Grund auf Grausam würden sie seinen Kopf zurück schicken als Antwort.
      Ihr liefen die Tränen über die Wange, das alles war zuviel für sie, man hatte ihr alle genommen, keiner war mehr da. Jeden den sie liebte starb. Wenn es mit ihrem Glück so weiter ging, dann würde auch ihr geliebtes Volk niedergebrannt werden. Unterjocht von Herrschern, denen nicht halb so viel an ihnen Lag wie ihr.
      Ein stechender Schmerz breitete sich in ihrer Brust aus. Eine stumme Dunkelheit um sie herum, mit nichts mehr als die Erinnerung an ihre geliebten Eltern. Sie würden nach und nach verblassen und irgendwann würden nur noch Bruchstücke zurück bleiben.
      Und auch Takeru, ihr engster Freund, ihr Vertrauter.. Er war zwar hier bei ihr, aber doch war er Meilenweit von ihr entfehrnt. Vielleicht hatte die junge Königin auch einfach nciht ddie Kraft, die zu beschützen, die ihr etwas bedeuteten.
      Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als sich jemand räusperte. Nein, warum jetzt? Warum ausgerechnet er? SIe war hier hergekommen, weil sie die Tränen nicht mehr zurück halten konnte, weil sie mit ihrer Trauer für einen kurzen Moment alleine sein wollte um neue Kraft zu tanken. Um ihren Schützling aufzusuchen und danach die Trauerfeier vorzubereiten.
      Kraft um am morgigen Tag ihren Vater zu Grabe zu tragen. So wie es damals bei ihrer Mutter war. Mit der einzigen Ausnahme, dass sie nun ganz alleine war
      Sie schwieg eine ganze Zeit lang und stand einfach nur so da. Sie hatte Angst, dass sobald sie ihren und öffnete, die Tränen wieder frei herraus laufen würden.
      "Was willst du hier?" Fragte sie ein wenig schroff und drehte sich dann endlich um. Ihre Augen waren noch ein wenig gerötet und geschwollen von den Tränen, ihre Haut bleich und das beben ihres Körpers versuchte sie mit Mühe zu verstecken.
      "Willst du dich an meinem Leid ergötzen, willst du mir sagen das du es doch gesagt hattest, weil du doch ach so schlau bist. Du siehst den Tot doch nur im Schatten warten, weil du ein Schatten bist"
      Ihre Trauer und ihr Hass nahmen überhand, so dass sie die ganzen Etiketten ignorierte.
    • „Wettschulden“, beantwortete er die Frage seiner neuen Königin, die vermutlich nie erfahren hatte, wie oder warum Febas in die Dienste ihres Vaters geraten war. „Und du verwechselst mich mit deinem Augenstern, wie hieß er noch gleich? Taco?“ dabei sah er nach Oben weg als müsse er darüber nachdenken. Der Namen ihres Leibwächters war ihm sehr wohl bekannt, doch hielt er diesen für nicht wirklich fähig eine solche Aufgabe zu erfüllen. Die meisten Adeligen hatten eigentlich nicht den Biss für solche Aufgaben, oder die nötige Abgebrühtheit. Er selbst verließ sich nur auf die Ehre unter Dieben, die wusste man, worauf man sich verlassen konnte, wenn man einen guten Ruf besaß. Seine Geringschätzung deutlich machend griff er erneut zum Tee und schlürfte daran, bevor er ihn wieder abstellte. „Er hält dir vielleicht Dinge vor, ich bin nur da, um zu Beraten und Lösungen zu finden. Es ist, wie es ist, es bringt nichts darüber nachzudenken, was hätte sein können.“, behutsam stellte er wieder die Tasse auf den Tisch, ruhig, als würde der Tod ihres Vaters nichts weiter sein als ein Wandersmann, der die Stadt verlassen hat. Die Augen von Febas studierten die neue Königin, bisher hatte er nicht viel mit ihr zu tun gehabt, er diente ihrem Vater. Ihren Vater kannte er und respektierte er, dieses Mädchen, an das er nun gebunden war, musste er noch kennenlernen. Wie sie mit Druck umging, mit Gefahr und all den anderen Dingen die nun auf sie zu kamen.

      Bestimmt war es für die königliche Hoheit respektlos, dass er sie mit DU ansprach, aber er tat das auch beim König und haderte nicht lange, um aufzuklären, dass er diese Höflichkeitsfloskeln nicht ausstehen konnte und auch nicht akzeptierte. Dies zeigte er einmal deutlich, als ihn ein General im Beisein des Königs darauf ansprach und Febas erwiderte, „Es tut mir Leid, mein Lord. Wäre es euch lieber, wenn ich mich an die Regeln des Hofes halte und euch sage: Ihr seid ein Dummkopf und Frauenheld, obwohl ihre eine Ehefrau im Bette liegen habt, mein Lord.? Klingt dies besser als, du bist ein Hurenbock der nur Pferdeäpfel im Kopf hat?“
    • Yuna

      Natürlich brachte es nichts mehr darüber nachzudenken, was geschehen war, war nunmal geschehen. Es brachte nur noch weiteren Kummer sich jetzt zu zerfleischen. Es gab Dinge die man nicht ändern konnte.. Eine Verzweiflung aus der Es kein entrinnen gab. Wie schlecht man sich fühlte wenn man bemerkte das man nutzlos gewesen war.
      Wäre sie als Mann geboren worden wäre dies alles nicht so schwer, sie wäre schon als Bube mit in Schlachten gezogen und nicht wie eine Porzelanpuppe behandelt worden. Die Frauen waren dazu da um zu heiraten, gute Bündnisse einzugehen und somit den Frieden zu sichern. Um erben zu Zeugen. Und nicht mit Waffen herum zu laufen wie ein Mann.
      Sie musterte Febas von oben bis unten , sie hatte diesen Mann noch nicht oft gesehen. Noch nie so großartig beachtet, weil ihr Vater dies auch nicht wollte, er hatte sie auch nie persönlich vorgestellt. Im Grunde hatte ihr Vater nie jemanden vorgestellt, wenn es nicht gerade von nöten war. Vermutlich Hätte er Sie nicht mal verheiraten wolle, so wie er sie behütet.
      "Takeru ist seit meiner Kindheit an meiner Seite, ich würde ihm selbst vertrauen, wenn er mich verraten würde." Ja.. Sie vertraute ihm ihr Leben an, das heute war vermutlich sein Beschützer instinkt gewesen, auch wenn es unangebracht und beschämend war. Sie musste ihn in seine Schranken weisen.
      Außerdem war es ihr egal ob jemand Hochgeboren war oder nicht. Ihr Vater würde sie dafür Kreuzigen, er hatte es gehasst wenn man die Oberschicht mit der Unterschicht in einen Topf warf und zusammen führte. Aber das, worauf es am Ende ankam waren die Taten eines Menschen, das Herz. Keiner wurde böse geboren.
      "Und was ist so dringend, dass es nicht warten kann" fragte sie dann, blieb aber noch immer auf der Stelle stehen. Den Blick hielt sie fest auf ihm gehaftet .
    • Adelige. Welch vornehmes Volk. Einem Mann zu vertrauen, nachdem er einen verraten hatte. Die Naivität, die aus der Frau sprach, war herzzerreißend, läuteten sie doch das Ende von Dineria ein. Tja, nicht als ob Febas solche Banalitäten wie Nationalstolz etwas bedeuten würden. Sein Leben würde sich wohl sich nur wenig verändern, daher konnte es ihm ja auch egal sein, wessen Fahne am Ende auf dem Palast wehte. Der blonde spürte die Augen seiner Königin auf sich ruhen und fragte sich insgeheim, wie viele ihrer ‚Untertanen‘ sie ebenfalls bereits als solche annahmen. Für ihn war dies bloß ein Titel und Titel waren wertlos. Jeder der sich mit seinem Titel rühmen musste, um gehört zu werden, war seines Titels nicht würdig. Ob die Königin es wusste oder nicht, aber sie wurde heute in ein Haifischbecken geworfen, damit sie ich unter wahren Raubtieren, als ein noch größeres hervortuen sollte, damit sie ihr den Rang nicht streitig machen könnten. Als ob es nicht schon schwer genug wäre die alten Männer die seit Generationen neben ihrem Vater saßen bei Laune zu halten, damit sie keine Dummheiten anstellten, hatte auch Veria begonnen diese anzustacheln und zu unterstützen. Die bedeutete für Febas mehr Arbeit und wenn es etwas gab, dass er verabscheute, dann war es ARBEIT.

      Ein Pfeifen entwich Febas Lippen, „Noch keinen Tag im Amt und schon stellst du mir die erste Frage, auf die ich eine Antwort haben soll.“, er tat als würde er darüber nachdenken. „Ich würde sagen, deine Krönung. Denn ohne sie und je länger sie ausbleibt werden deine Feinde im eigenen Reich deine Machtposition untergraben“, dabei nickte er nachdenklich mit leicht geöffneter Mund. „Hmm“, meinte er dann Schulterzuckend und gönnte sich wieder ein Schlückchen Tee. „Dann solltest du treue Verbündete aus dem Reich um dich scharren, doch was ich so mitbekommen habe, hast du dir im Laufe deines Lebens nicht viel Freunde gemacht“, wieder zuckte er mit den Schultern, „Ich bin nur ein einfacher Junge vom Land, was verstehe ich schon von Politik.“, dabei grinste er über den Tassenrand, während er diese anhob und genüsslich seinen Tee einnahm, ohne Yuna dabei aus den Augen zu lassen.
    • Yuna

      Hass, das was ihr als erstes entgegenströmen würde wäre eine Welle von Hass. An ihr würden die Fehlers ihres Vaters ausgelassen, die man sich ihm Persönlich nicht zu sagen getraute. All die Schandtaten die auch er zu verantworten hatte. Er wahr in den letzten Jahrzehnten einer der größten Könige gewesen, jemanden dem man gerne folgte, weshalb man ihm alles verziehen hätte. Seine Sünden, seine Fehler klebten jetzt schon an ihr wie Pech.
      sie verdrehte leicht die Augen, als er zu sprechen Begann. Er tat gerade so als hätte sie ihn herein gebeten und um seinen Rat gefragt. Er hatte es sich hier einfach gemütlich gemacht, trank seinen Tee und störte ihre Trauer, ihren Schmerz den sie verarbeiten musste, der an ihren Kräften zerrte und sie in die Knie zwingen wollte.
      Sie war alleine, niemand dem sie wirklich vertrauen konnte und selbst Takeru, ihr ständiger Begleiter war nicht mehr da, nicht mehr so wie früher.
      Er fing an von Freund und Feind zu reden. Die Menschen verabscheuten sie nicht, weil sie adelig war, oder weil sie schlimme Dinge getan hatte, sie hassten nicht ihren Charackter oder weil sie solange verborgen blieb. Sie hasste sie alleine dafür, dass sie eine Monarchin war, eine Frau, Schwach und gebrechlich und nicht dazu geschaffen alleine zu regieren. Wie lächerlich das doch war.
      Ihr stockte für einen Moment das Atem als er über ihre Krönung sprach, ein Thema worüber sie heute nicht nachdenken wollte. Der König war Tot und es trat nun eine Phase der Trauer ein.
      Eine Krönung sollte doch ein freudiges Ereigniss sein und nicht überschattet werden vom Tot. Es fühlte sich nicht richtig an, zwar würde sie den Thron schon jetzt beteigen und herrschen als rechtmäßige Königin, doch ein Krönung musste auch warten können.

      "Mich nur kurz nach dem Tot meines Vaters, unserem geliebten Königs krönen zu lassen, wäre als würde ich auf sein Grabe spucken" sagte sie dann leicht entsetzt.
      "Und Feinde" sie zuckte leicht mir ihren Schultern "Welche Herrscher haben die nicht. Doch ich werde den Menschen Frieden bringen, koste es was es wolle!" beendete die junge Königin ihren Satz dann fest entschlossen.
      "Ich werde nicht tatenlos zusehen wie mein Volk leidet und hungert und jetzt entschluldige mich, ich habe noch wichtige vorbereitungen zu treffen."
      Sie wannte sie um und verließ ihr Zimmer. Eigentlich hätte Febas gehen müssen, es war nicht angebracht gewesen, dass die beiden alleine in ihren Gemächern sich unterhielten, wenn dies einer Mitbekommen hätte, würde die Gerüchte Küche brodeln und ihre unbeflecktheit würde in den Schmutz gezogen.
      Yuna entschied sich erst nach dem Jungen zu schauen, diese weinte noch immer, zitterte, trank und aß nicht.
      "Er ruft immer wieder nach seiner Mutter" sagte die Amme die nun an ihre Seite gertreten war. Als Yuna zu ihr rüber schaute verbeugte sie sich schnell "Mayestät"
      Die Königin lächelte nur kurz und trat dann in das Zimmer, der Junge sprang auf und lief auf sie zu und sie umfasste ihn ganz Mütterlich in eine Armung.
      Nach einer längeren Verweil dauer schob sie ihn ein Stück nach hinten und wischte seine Tränen weg, zog ihn auf ihren Schoß und griff nach dem Teller Essen.
      Sie piekste ein paar Kartoffeln auf und begann den Jungen zu füttern "Iss" sagte sie liebevoll und der Junge begann zögernd zu essen.
      "Aber Majestät, das müsst ihr doch nicht.." rief die Amme erschrocken und eilte zu den Beiden hinüber.
      Yuna machte nur eine herrische Bewegung, dass sie fern bleiben sollte und es in Ordnung war, dann fütterte sie den kleinen jungen weiter.
    • Febas


      Die Königin verließ den Raum und gähnend zuckte Febas mit den Schultern, während er es sich im Sessel gemütlich machte und weiter seinen Tee trank. Die junge Frau verhielt sich in seinen Augen zwar nicht wie jemand, denn er eine selbstständige alleinige Herrscherin über ein Land bezeichnen würde, sondern wie eine Prinzessin, oder eine Königin, die sich Sorgen um das Volk machen konnte, während ihr Mann herrschte, doch das Schöne dabei war, es konnte ihm egal sein. Sein Versprechen dem König gegenüber, nachdem sie nicht mal gefragt hatte, obwohl er die Wette erwähnte, bezog sich nur darauf sie so zu unterstützen wie ihn. Wenn sie also früh gestürzt werden würde, wäre das sogar förderlich für ihn! Dann könnte er endlich aufhören sich jeden Tag mit diesen Adeligen herumzuärgern. Dennoch, solange sie Königin war, würde er ihren Befehlen gehorchen, so wie es ihm seine Ehre gebot, seine Wettschulden. Vermutlich war er einer der Wenigen am königlichen Hof, die tatsächlich der Königin ohne jeden Zweifel ergeben war, auch wenn es in seinem Fall nicht den Verdiensten dieser zu verdanken war, hatte sie aber auch noch keine Chance bekommen sich zu beweisen.

      Bis jetzt konnte er nur von ihr behaupten, dass sie noch jung war und die Bedrohungen auf einem königlichen Hof völlig unterschätzte. Ja, jeder Herrscher hat Feinde, aber es galt diese zu überleben und die erforderte Arbeit! „Also, kleiner Mörder!“, stöhnte er, während er seine Hände auf dem Sessel abstützte und sich zögerlich und murrend vom Sessel erhob. „Hast du gehört? Die Königin findet es unangebracht jetzt schon rechtlich die Krone an sich zu nehmen und sich völlig bewusst, dass sie Feinde hat.“, er ging zum Fenster und öffnete dieses um die frische Luft herein zu lassen. Stille im Raum, der mit der kühlen Luft geflutet wurde, die Febas tief in seinen Lungen sog, „AAhhh“, meinte er und drehte sich wieder in den Raum. „In Friedenszeiten wäre eine Volksnahe Königin bestimmt wundervoll“, er ging in die Schatten des Raumes und griff in eine dunkle Ecke, hinter der er die Leiche eines schwarz gekleideten Mannes hervorzog und sich über die Schulter warf. „Für den Krieg muss sie noch etwas über sich hinauswachsen“, dann schritt er zum Fenster, „Bis dahin, kann ich euch leider keine Audienz bei ihrer Hoheit gewähren“, er stand beim Fenster und setzte die Leiche auf die Fensterbank und lehnte sie die Wand. „Deshalb muss ich dich leider bitten die alten Gemächer der Königin zu verlassen“ und mit einem sanften Stoß verließ der leblose Mann den Raum und machte sich auf schnellstem Weg auf in den Hof des Schlosses.

      Nun klopfte er sich die Hände ab und schloss das Fenster wieder, „So, dann will ich mal deinem Herrn einen Besuch abstatten um ihm für die lieben Glückwünsche für die Königin danken.“ Er trat zum Tee, leerte ihn und verließ das Zimmer.
    • Yuna

      Irgendwann war der Junge vor erschöpfung eingechlafen, seine so junge Seele musste schon soviel Leid erblicken, zu viel für ein Kind. Bei jedem Rumpeln und bei jedem Feuer das er hörte oder erblickte würde er zusammen zucken. Von Angst geprägt.
      Die junge Frau legte den kleinen Jungen in eines der Betten, strich ihr Kleid gerade und machte sich auf den Weg in die Kammer, in dem die Genäre meist debatierten was nun am sinnigsten war.
      Auf dem Weg wurde sie von einem der Ritter aufgehalten. Er verbeugte sich knapp und reichte ihr einen Brief. "Majestät, der Reiter ist zurpck gekehrt" sagte er und wartete ab bis die junge Königin den Brief geöffnet hat.
      Yuna lachte knapp auf und laß den Brief noch ein zweites mal. "Diese falsche Freundlichkeit ist doch eine Farce." zischte sie nur und Wut brodelte in ihr auf. Neugierig schaute der Ritter sie an, er hatte den Brief natürlich nicht gelesen und wartete auf eine Reaktion ihrer Seits. Sie streckte den Rücken durch und hob ihren Kopf Königlich an.
      "Vielen Dank" entgegnete sie der Wache und ging an ihm vorbei. "Ach und lassen sie bitte Takeru Hiroshi ins Besprechungszimmer kommen" sagte sie noch beiläufig ohne den Mann noch einmal anzusehen.
      Die forderung Verias war unerhhört, gerade zu dreist. Und diese gespielte Freundlichkeit die vergossen wurde, mit den Beileids bekundigungen waren gerade zu lächerlich. Natürlich würde sie nicht darauf eingehen. SIe hatte eigene Soldaten zu versorgen und der rest der übrig blieb, den stand ihrer Meinung den Menschen zu, die sonst alles verloren hatten.
      Am Besprechungszimmer angekommen, waren sich die Männer schon laut stark am Unterhalten, neue Pläne am austüffteln. Als die neue Königin den Raum betrat verstummte es, gefolgt von tiefen Verbeugungen. "Majestät" ertönte es wie eingeübt aus dem Chor.
      "Setzt euch bitte" Sagte sie und nahm selbst am Kopfende platz, dort wo immer ihr geliebter Vater gessesen hatte.
      "Ich habe Rückmeldung aus Veria erhalten, wir können nicht darauf vertrauen, dass sie unseren Schwachen Moment nicht ausnutzen wollen. Ihre Forderung haben ausmaße angenommen, die wir nicht erfüllen werden! Ich kann..." sie hielt für einen Moment inne "Nein ich werde nicht zulassen das sie uns in die Enge treiben."
      Sie blickte sich um, die Männer waren skeptisch. Kein Wunder, sie kam hier rein ohne je an einem Kriegsrat teilgenommen zu haben, ohne jeckliche Erfahrung.
      "Mein Vater, möge seine Seele in friegen ruhem" Sie brekreuzigte sich "Hat mich nie an solch einer Besprechung teilnehmen lassen, mein fehlendes Wissen werde ich schnellstmöglich aus der Welt schaffen. Ich hoffe, dass so treue Berater wie ihr es auch meinem Vater ward mit Rat und tat zu Seite steht. In meinem Herz schlägt Dineria, und ich werde so lange kämpfen, bis der Sieg unser ist."
      Sie blickte zu einem der Generäle
      "General Renaude eure Schlachten sind überall bekannt, lobeslieder schrieb man ihnen. Ihre Loyalität unanfechtbar. Ihr Lebenslauf beeindruckend. Ich möchte das sie die Position des Kriegsmeisters übernehmen.
      Ein wenig stolz funkelte in seinen Augen, doch antwortete er nicht sogleich.
      "Ich hoffe ihre Frau und die kleine Luis haben nicht all zu großen Schaden an ihrer abwesenheit genommen, ladet sie doch einmal ein und zeigt ihnen das Schloss." ihre Stimme war nett und Zuvorkommend. Mann musste den adligen immer erst einmal ein bisschen Honig ums Maul schmieren.
      General Ranaude nickte "Es wäre mir eine große Ehre diese Stelle anzunehmen" beteuerte er.
      Nun betrat auch Takeru das Zimmer, auch er war in diesem Krieg äußerst wichtig, er hatte zwar nie an der Front mit gekämpft, weil er als Yunas Leibwache nicht von ihrer Seite weichen durfte, dennoch war er einer der besten kämpfer hier im Reich. Auch bekannt unter "der Schlechter" woher dieser Name kam hatte die junge Königin aber nie nachgefragt.

      Sie hatten gefühlt die halbe Nacht über ihre nächsten Schritte gesprochen, anschließend hatte die Königign den Dienstmädchen einen Liste mit Dingen geben, die zu Beisetzung vorhanden sein sollte, was alles vorher erledigt sein musste und wie alles hergerichtet würde. Nach all den Dingen suchte die Königin ihre neuen Gemächer auf, ihre Sachen waren bereits dort hin gebracht worden. Es war ungewohnt und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Ihre Hofdame half ihr anschließend beim zurecht machen. Yuna brauchte nicht lange und sie war schnell eingeschlafen.

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    • Während die Truppen Verias ihren Vorstoß vorbereiteten, wie ihn Akeno vorbereitet hatte, hatte dieser ganz andere Sorgen. Er hatte Spuren gefunden, seltsame Spuren und seine gesamte Aufmerksamkeit würde in den nächsten Tagen diesem Naturphänomen gelten. Wie verlangt hatte ihm sein Bruder eine kleine Kompanie mit zwanzig Männern unterstellte, die das Gebiet sicherten und ein kleines Lager errichtet hatten, während er und zwei tote Könige ihre Nachforschungen anstellten. In der Asche und der brennenden Erde hatten etwas Seltsames erkundet. Zusammengefasst: Fünf Soldaten, deren genaue Herkunft gerade von einem Spurenleser ausgemacht wird, doch aus Veria zu sein stammen, waren gerade durch dieses Feld gegangen, als sie von dem Feuer erwischt wurden, doch scheinbar waren sie nicht verbrannt. Sie lagen wohl auf der Erde und kämpften um ihr Leben, doch es sah aus, als wären sie dann einfach aufgestanden und fort gegangen. Dies sollte aber unmöglich sein, nichts könnte ein solches Feuer überleben. Die Spuren führten tiefer in den Wald und nach und nach fanden die drei toten Könige, Rüstungsteile der Soldaten, manche deformiert, verkohlt vom Feuer, aber auch aufgerissen, als hätte der Bolzen einer Balliste den Soldaten zerfetzt, doch von diesen fehlte noch jeder Spur. Außerdem schienen die Fußspuren sich zu verändern, die drei konnten sich noch keinen Reim dazu machen, es war äußerst ungewöhnlich, ja eigentlich unmöglich. Einer der fünf schien eines der Beine immer mehr zu schleifen, ein anderer wurde immer schwerer und größer, der nächste Schritt so seltsam, man mochte glauben er hätte drei Beine bekommen.
    • 1 Woche später:

      Yuna

      Die beerdigung ihres Vaters war recht ruhig und geordnet abgelaufen, viele hatten das Schloss aufgesucht um Beleid auszusprechen und um zu schauen ob das Gerücht stimmte und der König wirklich tot war. Andere widerum waren einfach neugierig auf die Tochter des Königs gewesen, die neue Königin. Alles was über diese bekannt gewesen war, konnten genauso Lügen gewesen sein, Reisende tratschten gerne einmal. Viele Philosophierten über ihre Schönheit, über ihr gutes Herz und darüber, dass sie alle aus diesen Krieg heraus holen würde. Andere aber hielten sie für Schwach, für zögernt, nicht dazu im stande die Stärke aufzubringen, die es brauchte um zu regieren, die Stärke die ein Mann hatte. Selbst nachdem sie den Angriff an der Beerdigung ihres Vaters stand gehalten und sie mit bravur gemeistert hatte, sie hatte vorkehrungen getroffen. Befohlen, dass jeder Feind, der die Trauerfeier stören sollte nieder gemäht würde. Hätte es auch nur ein einziger durch die Barriere geschafft und wäre zu ihr durch gedrungen hätte sie ihn mit ihren eigenen Händen niedergestreckt.
      Sie wusste das sie über ihren Schatten springen musste, es würde viele Tote geben, viele Menschen die starben entweder wegen ihr oder für sie. Aber dies war egal, denn sie zählte jeden Toten, ob Freund oder Feind ob Adelig oder Bürgerlich.

      Und nun stand sie vor dem Spiegel. Das lange goldene Kleid an ihr zeigte ihre Position und brachte Macht zu Geltung, die Haare hatte sie sich hochstecken lassen und man hatte sie dezent Geschminkt. Sie sah Atemberaubend aus.
      Auch Takeru hatte es die Sprache verschlagen als er Eintrat. Yuna bemerkte ihn im Spiegel erst eine Weile Später, sie war viel zu nervös gewesen. Ihre Hände zitterten leicht. "Was ist wenn ich das Zepter fallen lasse" hauchte sie und drehte sich zu ihm um.
      Takeru lachte leise "Was ist wenn ihr über euer langes Kleid stollpert und vor aller Augen hinfallt" spaßelte er. Die junge Frau weitete ihre Augen und sie drehte sich wieder um. Daran hatte sie ja gar nicht gedacht, dies wäre vel beschämender gewesen.
      "Oh verzeiht" sagte er und machte einen Schritt auf sie zu.
      "Ihr seht Bezaubernd aus, Anmutig und einer Königin würdig. Ihr werdet das Meistern, ihr habt schon so einiges gemeister, wo jeder dachte ihr würdet scheitern."
      "Außerdem werde ich an eurer Seite sein, wenn ihr fallt halte ich euch" flüsterte er.
      Ein lächeln zog sich über ihre Lippen. "Danke Takeru.
      In dieser Woche hatte die junge Frau schon so einige Verbündete und Vertraute gewonnen. Die Menschen hingen an ihren Lippen und so manchen wiedrigkeiten hatte sie sich schon gestellt.
      Auf Rat ihrer Vertrauten hatte sie sogar den König Verias eingeladen und seine Brüder. Sie dürften eintreten in Begleitung ihrer Wachen, wenn sie ihre Waffen abgeben würden und sich ruhig verhielten . Sie versprach ihnen für den Tag Frieden und wenn sie sich daran halten würden, dann würde sie sich ebenfalls daran halten. Den wenn sie etwas verprach, dann hielt sie es auch. Sie würde ihnen schon zeigen, was für eine starke Königin sie sein würde und das man sie nicht unterschätzen sollte.
      Sie war gespannt ob man ihrer Einladung Folge leisten würde, sei es auch nur aus Neugierde.

      "Majestät, die Zeremonie beginnt in einer viertel Stunde, seit ihr Bereit?"
      Fragte ihre Hofdame, als sie nachdem sie geklopft hatte, eingetreten war.

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    • „Akeno! Du lebst.“, unsägliche Kopfschmerzen hämmerten an der Schläfe des Mannes, der seine Augen nur zu schlitzen öffnen könnte und seine Umgebung verschwommen wahrnahm. „Wo…“, er hob seinen Oberkörper leicht an und wollte sich auf seine Unterarme stützen, doch seinen rechten Arm durchfuhr ein Brennen durchfuhr seinen Körper und er sog zwischen zusammengepressten Zähnen die Luft ein, während er den Kopf leicht bewegte, um sich einen Überblick zu machen, doch dies lies seine Kopfschmerzen nur wie eine Wanne voll Wasser durch seinen Kopf schwappen. „Wo bin ich?“, sein Kopf stürzte wieder auf ein Kissen hinter sich. Kurz wurde alles wieder Schwarz, bevor er die Augen ein wenig öffnen konnte und seinen Bruder vor sich erkannte. „Was ist passiert?“, seine Kehle brannte, als wäre sie von Staub und Sand bedeckt, jeglicher Flüssigkeit beraubt, selbst seine Lippen waren aufgesprungen und ausgetrocknet. „Wir hatten gehofft, du kannst uns das sagen“, begann der König Verias, „Du bist seit einer Woche im Koma. Du bist mit zwei toten Königen in den Wald und allein auf deinem Pferd wieder heraus. Mehr tot als lebendig. Die Späher, die die beiden gesucht haben, haben sie tot gefunden. Die Details erspare ich dir, aber sie waren noch schlimmer zugerichtet als du.“ Akeno hielt sich mit der linken Hand den Kopf, da dies den Schmerz etwas linderte und er hoffte sich so zu erinnern, doch in seinem Kopf herrschte eine dunkle Leere, die jegliche Erinnerung verschlungen hatte. „Nein, nichts. Ich erinnere mich, dass wir in den Wald geritten sind, dass ist alles. Danach ist es dunkel.“, die Hand rutschte von seinem Kopf, „Ich bin so müde“, dann fiel er wieder in einen unruhigen Schlaf.

      Der Angriff war nach diesem Vorfall abgesagt worden, und Truppen zu diesem Wald gezogen, um alles zu untersuchen. Herauszufinden, wer dafür verantwortlich war, doch es konnte niemand gefunden werden, tatsächlich verschwanden nun immer öfter Soldaten. Deshalb hatte Veria auch weder Zeit, noch den Kopf dafür, der Zeremonie der Kindskönigin beizuwohnen, wie sie im Reich bereits genannt wurde.