Yes, my Prince [Nihal x RimaVG]

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    • Seit dem Mika diese Schachtel gefunden hatte und sein Großvater so außer sich war, konnte er an nichts anderes mehr denken. Was sollte nur so schlimmes darin sein? Wahrscheinlich war es nur irgendwelche alten Papiere oder irgend ein heiliger Staub oder so ein Schwachsinn. Er würde sie gerne auf machen und seinem Opa zeige. Ihm klar machen das er einfach zu abergläubig war und es keine Magie oder ähnliches gab. Er lag in seinem Bett und konnte nicht schlafen. Er wälzte sich bereits seit Stunden von einer Seite zu nächsten, doch die Müdigkeit lies einfach auf sich warten. Genervt stand er schließlich auf und wollte etwas für die Uni machen. Wenn er sowieso nicht schlafen konnte, dann konnte er wenigsten produktiv sein. Er grübelte über einer seiner Aufgaben als ihm wieder diese seltsame Kiste einfiel. Ruckartig stand er auf.
      "Okay es reicht. Ich schau mir diese dumme Schachtel an!" Genervt von seinen eigenen Gedanken steuerte er den Dachboden an. Er lief leise durch den dunklen Flur um niemanden von seiner Familie zu stören. Es würde zu so einer Uhrzeit nur Ärger geben wenn er jemanden wecken würde. Auf dem Dachboden machte er das Licht an und nach einer Weile entdeckte er schließlich die Box. Sie sah genauso staubig und unspektakulär aus wie er sie in Erinnerung hatte. Er kniete sich daneben und öffnete nach und nach die Papiersiegel. Sie mussten schon sehr alt so, trotzdem waren sie recht widerspenstig. Schließlich war er beim letzten angekommen als die Kiste anfing zu rumpeln. Ungläubig schaute er darauf. Was zur Hölle passierte hier? Der Deckel der Schachtel begann zu wackeln und der Boden vibrierte immer stärker. Nun bekam er doch Angst und rutschte ein Stück von der Box weg. Doch im nächsten Moment flog der Deckel auf. Ein tosender Wind erhob sich und Mika konnte nichts mehr außer das Rauschen des Windes hören. Er wollte nach Hilfe rufen doch seine Stimme wurde einfach von dem Sturm verschluckt. Er spürte wie er sich bewegte ohne Kontrolle darüber zu haben, dann ging alles sehr schnell. Es wurde dunkel um ihn und er konnte weder sehen noch etwas hören. Ein immenser Druck lag auf ihn und schließlich verlor er das Bewusst sein.

      Ein dröhnender Schädel weckte ihn auf. Langsam richtete sich Mika auf und starrte verschlafen vor sich aufs Bett. Was hatte er nur getan das er mit solchen Kopfschmerzen aufwachte? Hatte ihn jemand etwas über dem Schädel gezogen als er geschlafen hatte? Er Schreck durchfuhr ihn. Wie spät war es? Er musste zur Uni!! Er blickte zur Seite wo normalerweise sein Wecker stand und er erstarrte. Wo war sein Wecker..? Erst da erkannte das nicht nur sein Wecker nicht da, sondern das ganze Zimmer war ein anderes.
      "Was..?", begann er doch lies die Frage einfach so in der Luft hängen.
      Langsam lies er sich von dem prächtigen Bett gleiten und drehte sich ein paar Mal im Kreis um den Raum genau an zu schauen. Es war alles sehr prunkvoll und so falsch. Wie war er hier her gekommen? Oder träumte er etwa? Er kniff sich in den Arm und stellte zu seinem Bedauern fest das er scheinbar doch wach war. Vielleicht hatte er sich den Kopf einfach so fest angeschlagen, dass er sich das alles nur einbildete? Noch bevor er die Chance bekam den Raum zu verlassen klopft es an dieser. Erschrocken fuhr Mika zusammen und starrte wie versteinert einfach auf die Tür. Unfähig irgendetwas zu tun oder zu sagen.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Mit dem Lieblings-Morgentee des Prinzen begab sich Toboe wie jeden Morgen zu dessen Gemächern und klopfte pflichtbewusst an die große, schmuckvolle Holztür. Wie immer wartete er gar nicht ab, sein Prinz schlief meist noch und auf eine Antwort wartete er damit vergebens.
      Mit Schwung stieß er, das Tablet in den Händen, die Tür mit der Schulter auf und war kurz überrascht seinen Prinzen bereits wach und außerhalb des Bettes vorzufinden.
      "Guten Morgen, mein Prinz! Ihr seid ja schon aufgestanden, nehmt ihr euch meine Worte endlich mal zu Herzen?"
      Toboe kannte den jungen Thronfolger bereits so lange, wie er sich selbst bewusst war, dennoch hatte er es nie abgelegt den Prinzen mit seinem Titel anzusprechen. Es schickte sich einfach nicht. Dafür ließ er es sich nie entgegen den blonden Mann für seine Unzulänglichkeiten bei Hofe oder seiner zumal fehlenden Diszipliniertheit zu tadeln - zumindest so lange kein anderes Hofvolk zugegen war. Schkießlich war auch das sein Aufgabe. Eine von vielen.
      Routiniert bereitete Toboe den Tee auf dem kleinen Tisch am Balkon vor und begab sich dann in ein kleines Zimmer, welches sich direkt neben dem luxuriösen Bett befand.
      "Ihr habt heute keine wichtigen Termine. Heute ist eine gute Gelegenheit Eurer Training im Reiten und Bogenschießen aufzufrischen. Ihr seid bestimmt schon etwas eingerostet, so lange wie Ihr die letzten Wochen im Studierzimmer verbracht habt."
      Mit einer schlichten Garnitur aus Hose, Hemd, Wams und festen Stiefeln, kam Toboe wieder aus dem angrenzenden Zimmer und legte sie über die Lehne eines großen hölzernen Stuhles, der zu unbequem zum sitzen schien. "Das ist vielleicht nicht Euer gewohnter Aufzug aber zum Reiten solltet ihr nicht wieder die bestickten Hosen und das weite Hemd tragen. Es hat letztes Mal zu sehr beim Zielen eingeschränkt."
      Der junge Vertraute des Prinzen zupfte sein rotes Gewand zurecht und blickte zu dem Tisch, auf dem der frisch dampfende Tee stand, in Erwartung seinen Prinzen wie gewohnt dort zu sitzen zu sehen. Doch dieser stand immer noch mit im Zimmer, am gleichen Fleck wo er gestanden hatte als Toboe den Raum betreten hatte.
      Erst jetzt fiel dem rothaarigen Mann das verwirrte Gesicht seines Prinzen auf. " Fühlt Ihr Euch nicht wohl, mein Prinz?" stirnrunzelnd musterte Toboe seine Herrn und zog kurz darauf missbilligend die Augenbrauen zusammen. "Ihr habt Euch doch wohl gestern nicht noch ein paar Gläser Wein zuviel gegönnt? Bei Eurem Training werde Euch deswegen sicherlich nicht schonen!"

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Mika schaute sich bei den Worten des Mannes im Raum um. Sprach dieser gerade mit ihm? Da niemand außer ihnen im Raum war, musste er gemeint sein, aber.. sagte er Prinz..? Er wollte ihn gerade Ansprechen doch da verschwand er im Nebenzimmer. Verloren stand er da und blickte zu dem dampfenden Tee. War das für ihn? Es roch zumindest ganz gut, aber wer war dieser Mann nur. Er sprach so vertraut mit ihm als würden sie sich kennen, doch er kannte ihn nicht. Er hatte ihn noch nie in seinem Leben gesehen. Als er zurück wurde er wieder etwas überrollt. Er schaute die Kleidung an die er raus gelegt hatte und fragte sich was mit diesem Training auf sich haben sollte. Vielleicht wurde er hier auch nur auf den Arm genommen von seinen Kommilitonen. Sehr unwahrscheinlich aber doch möglich.
      "Ähm... ich... nein.", stotterte er schließlich zusammen.
      "Aber ich glaube hier liegt eine Verwechslung vor. Ich bin kein Prinz und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wie ich hier gelandet bin. Das ist nicht mein Zimmer, daher werde ich jetzt besser gehen. Ich entschuldige mich vielmals für die Unannehmlichkeiten."
      Er verbeugte sich höflich vor dem Fremden und ging Richtung Tür. Erst jetzt viel ihm auf das er nicht seine normalen Schlafsachen aus T-Shirt und kurzer Hose trug. Es waren viel feinere Stoffe die sich zwar angenehm anfühlten, aber eindeutig Schlafkleidung war. Also blieb er wieder stehen und drehte sich um.
      "Könnte ich vielleicht ein paar normale Klamotten bekommen? Damit würde ich nicht so gerne raus gehen." Er lächelte den Mann freundlich an.
      Mika hoffte inständig das er sich nun einfach umziehen konnte und dann hier raus spazierte als wäre nichts gewesen. Doch es war wichtig das er heraus fand wo genau er war und wie er wieder zurück nach Hause kam. Oder bestand doch die Möglichkeit das er träumte? Auch wenn sie hier alles so unendlich real anfühlte? Ihm fiel wieder die Schachtel ein die er geöffnete hatte. War das diese Macht gewesen von der sein Großvater ihn warnen wollte? Konnte es möglich sein das seine Angst berechtigt gewesen war und Mika der einzige Idiot war? Die Fragen in ihm schienen sich zu türmen. Doch würde irgendetwas was dieser Mann ihm antworten würde wirklich Sinn für ihn machen? Konnte er ihm überhaupt glauben und vertrauen? Wenn er nun weiter weg als erwartet von zu Hause war, so war mehr als nur aufgeschmissen.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Wie angewurzelt stand Toboe vor dem blonden Mann, der sich gerade vor ihm verbeugt hatte. Er hatte sich vor ihm verbeugt und behauptete er wäre weder ein Prinz noch wäre dies sein Zimmer.
      Ungläubig blickte er in das freundlich lächelnde Gesicht und brach dann plöztlich in Gelächter aus. "Prinz Akiyama, fast hättet Ihr mich Euer Theater glauben lassen. Eure Täuschungskünste werden immer besser. Euer Vater wäre erfreut davon zu hören. Aber die Verbeugung war doch etwas übertrieben. Stellt euch vor, das hätte einer von den tratschenden Mägden gesehen....was für Gerüchte sich dann herumgesprochen hätten!."
      Kopfschüttelnd schob Toboe seinen Herren zu dem kleinen Tisch am Fenster. "Die Kräuter sind eigens von der 1.Küchenchefin für euch gesammelt und getrocknet worden. Es wäre eine Schande und Beleidigung den Tee verkommen zu lassen.""
      Mit einer geschmeidigen Bewegung setzt sich der rothaarige Mann in den Schneidesitz uns goss etwas von dem Tee in die kleine Tasse.
      "Nun setzt Euch schon. Sobald das Wasser für Euer Bad fertig ist, wird die Magd Bescheid geben. Bis dahin können wir den heutigen Trainingsplan durchgehen."

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Der Mann fing einfach an zu lachen. Mikas Wangen färbten sich leicht rosa, er mochte es nicht sonderlich ausgelacht zu werden. Besonders nicht in so einer Ausnahmesituation. Es gab daran nichts witziges, dennoch erschien es ihm nicht förderlich seinem Frust Luft zu machen. Er sollte höflich bleiben um sich aus dieser Situation irgendwie heraus zu winden.
      Er brauchte einen Moment um zu begreifen das der Fremde ihn eben angesprochen hatte. Er sollte Prinz Akiyama sein? Ihre Namen waren nicht einmal ähnlich. Er wollte wieder ansetzen und sich erklären, das Missverständnis aufdecken doch, als er gerade den Mund öffnete um etwas zu sagen wurde er schon zu dem kleinem Tisch mit dem Tee darauf geschoben. Es kam so plötzlich das er sich nicht einmal wehrte sondern sich nur hilflos umschaute. Er setzte sich dazu und schaute auf den Tee. Es klang als hätte sich die Küchenchefin viel Mühe hier für gemacht und jetzt da er so nah war roch er ihn erst richtig. Es traf genau seinen Geschmack und es stimmte gute Sachen sollte man nicht verkommen lassen...
      Vorsicht nimmt er daran.
      "Oh wow! Das schmeckt fantastisch!", sagte er intuitiv. Er genehmigte sich gleich noch einen Schluck und spürte wie der warme Tee ihn von innen heraus wärmte und fühlte sich fitter. Das war durch aus eine schöne Art und Weise den Tag zu beginnen. Er ließ seinen Blick aus dem Fenster schweifen und die Landschaft war atemberaubend. Noch nie hatte er etwas so harmonisches gesehen, was würde er dafür geben mit so einem Ausblick jeden Tag zu leben. Allerdings war das hier nicht sein Leben. Es war ein netter Einblick gewesen doch nun war es an der Zeit das Missverständnis aufzuklären.
      "Danke für den Tee aber ich bin nicht dein Prinz Akiyama. Ich heiße Mika, freut mich.", sagte er und lächelte ihn freundlich an.
      Vielleicht würden sie so in ihrem Dilemma weiter kommen. Doch im nächsten Moment klopfte es schon an der Tür und eine junge Frau öffnete vorsichtig die Tür.
      " Werter Prinz euer Badewasser ist nun bereit. Wenn Sie mir nun bitte folgen würden.", bat sie und verneigte sich.
      Ohne sich angesprochen zu fühlen saß Mika da und trank noch etwas von seinem Tee. Leicht verunsichert fragt sie:"Prinz, möchten Sie nun doch kein Bad?"
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Stirnrunzelnd beäugte der Vertraute des Prinzen seinen Herren, der wirkte als hätte er zum ersten Mal den Tee der Küchenchefin gekostet und dabei die Aussicht aus seinem Fenster genossen. Dabei war es ein Morgen wie jeder andere. Es war nicht einmal besonders schönes Wetter, es war etwas zu kalt für die Jahreszeit wie Toboe fand. "
      "Danke für den Tee aber ich bin nicht dein Prinz Akiyama. Ich heiße Mika, freut mich."
      Mika? Ein ungewöhnlicher Name. Toboe hatte ihn noch nie gehört und er wirkte femdländisch in seinen Ohren. Wie kam sein Prinz auf so einen Namen? Und wieder dieses sanfte Lächeln, welches ebenfalls fremd in den Zügen seines Prinzen wirkte. Irgendetwas war anders, aber er konnte nicht sagen was. Prinz Akiyama sah aus wie immer. Groß,schlank, helle Haut, goldenes Haar, klare blaue Augen. Auch wenn sein Blick anders wirkte. Hatte er wirklich nichts getrunken? Er redete zumindest so als wäre er nicht er selbst... er sagte ja sogar wortwörtlich er wäre nicht er?!
      Bevor Toboe jedoch dazu kam auf die ungewöhnliche Vorstellung zu reagieren, klopfte es an der Tür und die Magd kündigte an, dass das Bad bereit wäre.
      Seelenruhig trank der Prinz seinen Tee weiter und beachtete die Dienerin nicht. Es war sehr ungewöhnlich für ihn, schließlich ließ er es sich sonst nie entgehen, der jungen Magd mit einem anzüglichen Spruch die Wangen rot zu färben.
      Auch auf die Nachfrage des Mädchens reagierte der Prinz nicht einmal mit einem kurzen Blick. Also antwortete Toboe für seinen Herren, was an sich nichts ungewöhnliches war, jedoch war es dennoch seltsam für den Rothaarigen.
      "Er wird sein Bad nach dem Tee nehmen, meine Liebe. Nehmt doch bitte die Kleidung dort mit und legt sie bereit. Ich werde Prinz Akiyama zum Bad bringen, du kannst dich ruhig deinen anderen Aufgaben widmen."
      "Ja, Herr, verzeiht die Störung." Die Kleidung unter dem Arm und mit einer Verbeugung entfernte sie sich wieder aus dem Zimmer und schloss leise die Tür.
      Wieder blickte er seinen Prinzen forschend. "Wenn ihr nicht Prinz Akiyama seid, wer seid ihr dann? Der Name den ihr nanntet ist mir fremd und ich sollte euch kennen."

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Erst als sein Gegenüber antwortet wurde Mika bewusst das er eben angesprochen wurde. Verlegen blickte er zur Seite. Eigentlich hätte ihm klar sein müssen, dass er gemeint war, schließlich redete der Rothaarige ihn die ganze Zeit damit an. Und schließlich schien er zu begreifen. Der Stein der von seinem Herzen viel war enorm. Erleichterte seufzte er und blickte ihn dann unverwandt an.
      "Wie gesagt mein Name ist Mika und ich komme aus Osaka. Ich weiß nicht genau wie ich hier her gekommen bin... Da war bei mir zu Hause so eine Kiste die versiegelt war und als sie geöffnete habe war alles irgendwie komisch und dann bin ich schließlich hier aufgewacht."
      Mika sagte es völlig ernst doch erst als er zu ende gesprochen hatte, bemerkte er wie dämlich das Klang. Ihm würde das doch niemand glauben. Er selbst würde sich das ja auch nicht glauben. Wahrscheinlich würde er ihn nun für verrückt erklären und irgendwo einsperren. Mika musste wirklich lernen nicht immer alles direkt aus zu sprechen, sondern sich seine Worte erst mal durch den Kopf gehen zu lassen. Er nahm noch einen Schluck des Tees, der so gut schmeckte, obwohl er nicht für ihn bestimmt war. Eine Frage stellte sich ihm dennoch. Wenn er nun hier saß, an der Stelle von Prinz Akiyama, war dann dieser Prinz in seiner Stelle? Oder hatte er einfach seinen Körper übernommen? Oder gab es ihn hier in dieser Welt doch irgendwo? Obwohl er ihn nicht kannte machte er sich Sorgen um ihn. Er musste genauso verwirrt und verloren sein wie Mika. Aber was konnte er schon tun? Er saß hier fest, kannte niemanden, er kannte nicht mal den Namen von dem freundlichen Mann der sich so um ihn kümmerte.
      Gleichzeitig fiel ihm seine Uni ein. Er hätte heute eine wichtige Vorlesung die er nicht verpassen sollte, doch das konnte er nun vergessen. Zudem warteten noch andere Aufgaben auf ihn und sie alle konnte er nicht erfüllen. Ob seiner Familie bereits aufgefallen war, das er verschwunden war? Ob sie sich schon Sorgen machten? Besonders seine Mutter bereitete ihm Kummer. Sie war immer schon sensibel gewesen und nun war er ohne ein Wort verschwunden, das würde sie fertig machen. Doch Mika musste sich auf das wesentliche konzentrieren, das hier und jetzt. Er musste einen Weg finden um nach Hause zu kommen.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Nach dem Schwall an Wörtern, war der blonde Mann wieder sehr schweigsam. Seine Miene wirkte verspannt. Es musste ihm gerade ziemlich viel durch den Kopf gehen.
      "Mhm." Mehr wusste Toboe darauf allerdings auch nicht zu sagen. Osaka war ein etwas weiter entferntes, kleines Dorf. Er kannte jedoch niemanden der dorther stammte, sonst hätte er gefragt ob es jemanden gab, der dem Prinzen ähnlich sah. Selbst wenn es so wäre, war immer noch die äußerst prikäre Frage, wie Mika hier rein gekommen war und wo Prinz Akiyama steckte.
      Es würde doch alles viel besser erklären, dass der Prinz über Nacht einfach ein wenig den Verstand verloren hatte.
      Vielleicht sollte er den Prinzen zu Meister Hiro bringen. Wenn einer wusste was zu tun war, dann der alte Mann. Ihm würde vielleicht auch etwas zu der versiegelten Kiste einfallen.
      Hier im Anwesen gab es zwar viele verschlossene Truhen, aber Toboe wüsste nicht, dass eine davon jemanden um den Verstand bringen konnte.
      Auch wenn der Mann vor ihm eigentlich nicht verrückt wirkte....aber dieses seltsame Gefühl, welches ihn überkam bei diesen fremden Lächeln und diesem fremden Ausdruck im Gesicht des Prinzen... es war Toboe nicht ganz Geheuer und das machte ihn nervös.
      "Mein Prinz, wir sollten Meister Hiro besuchen. Sicherlich kann er Euch eine bessere Hilfe sein als ich."
      Der Rothaarige wollte schon zur Tür gehen als sein Blick auf das leichte Nachtgewand des Prinzen fiel.
      "Dennoch solltet ihr vorher wohl ein Bad nehmen und euch ankleiden..."

      Es hatte länger gedauert als gedacht, das Bad des Prinzen abzuwarten. Schließlich standen sie jedoch vor der kleinen Hütte von Meister Hiro, welche am Rande des großen Gartens stand. In gewohnter Manier klopfte Toboe dreimal kurz auf die kleine Holztür und trat ohne eine Antwort abzuwarten ein. Wie immer schlug ihm die warme, nach vielen Kräutern duftende Luft entgegen. Der Geruch erinnerte ihn immer an seine Kindheit, als er zum Lernen mit Prinz Akiyama hier gewesen war. Er mochte den Duft der getrockneten Blumen, Kräuter und Gewürze.
      "Benjiro Toboe du warst lange nicht mehr hier. Wie komme ich zu der Ehre des Besuches von dir undunseres verehrten Prinzen?"
      Die vertraute tiefe Stimme kam aus dem hinteren Teil der Hütte, dort - so konnte Toboe sich noch erinnern - wo Meister Hiro seine Kräutersalben und Tees zusammenmischte.
      "Prinz Akiyama hat ein paar Fragen an euch, Meister Hiro. Ich hoffe ihr habt etwas Zeit für uns."

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    • Schlussendlich war Mika jeder recht der ihm aus dieser Misere helfen konnte, aber er musste ihm wirklich abgewöhnen ihn ständig mit Prinz an zu reden. Es war ihm einfach unangenehm zudem fühlte er sich nicht ganz angesprochen. Hinzu kam das jeder sehen würde das er kein Prinz. Er war, seiner Meinung nach, gut erzogen worden, half wenn jemand Hilfe brauchte und war stets höflich, aber das langte nicht um wirklich als Prinz durch zu gehen. Da er nicht viel entgegen zu setzen hatte antwortete er nur: "Ja okay." und folgte Benjiro zu den Bädern. Auf dem Weg dorthin betrachtete er alles genau und alles war eben so prunkvoll und schön wie in seinem Zimmer.
      Es tat gut in das warme Wasser zu steigen und für einen Moment entspannte sich Mika. Er lies sich alles noch einmal durch den Kopf gehen.
      Ich hoffe nur dieser Meister Hiro weiß etwas über diese komische Kiste und wie ich wieder zurück kommen kann, dachte Mika.
      Schließlich erhob er sich aus dem Wasser, trocknete sich und zog sich die frischen Kleider an. Er tat sich zunächst etwas schwer doch hatte schließlich alles am richtigen Fleck. Diese Klamotten waren ihm durch aus fremd, aber nichts was er nicht irgendwie hin bekommen würde. Er hoffte sehr das er nichts von dem machen müsste was der Rothaarige heute Morgen aufgezählt hatte.

      Schließlich standen sie vor einer kleinen Hütte. Mika war mehr von dem Eindruck des Gartens abgelenkt und beachtete das Haus von Meister Hiro nicht wirklich. Im Augenwinkel sah er das Benjiro rein ging und folgte ihm eilig. Er wollte lieber nicht alleine gelassen werden, schließlich wüsste er nicht wie er mit den anderen Leuten hier reden sollte. Auch hier drinnen gab es so viel zu sehen und riechen das es Mika schwierig fand sich auf ihr Gespräch zu konzentrieren. Seinen Namen prägte er sich allerdings gut ein. Etwas überrascht war er allerdings, dass er nun selbst sprechen sollte.
      "Für euch habe ich immer Zeit mein Prinz. Den Unterschied zwischen den Kräutern solltet Ihr nun aber wirklich wissen, schließlich weiß man nie wann man auf solche Wissen angewiesen ist.", antwortete Meister Hiro und trat in den vorderen Teil seiner Hütte.
      Der alte Mann sah freundlich aus und strahlte etwas aus, dass Mika für eine menge Wissen interpretierte. Verunsichert schaute er erst von Benjiro zu Meister Hiro. Wie sollte er das nun am besten anfangen ohne komplett verrückt zu klingen?
      "Also...", begann er verlegen. "Ich sehe zwar aus wie der Prinz, bin es aber nicht."
      Der skeptische Blick des alten Mannes verunsicherte Mika nur noch mehr.
      "Mein Name ist Mika und ich bin heute Morgen hier aufgewacht. Wisst Ihr vielleicht wie ich wieder nach Hause zurück kehren kann?"
      Er lächelte den Mann an obwohl er wusste wie wirr das alles klang. Er war stehts darauf bedacht in der Nähe des Rothaarigen zu stehen, schließlich war das an diesem Ort der einzige Halt den er hatte.
      Meister Hiro bedachte Mika noch einen Moment mit einem prüfenden Blick und brach dann in schallendes Gelächter aus.
      "Ihr zwei nehmt mich schon wieder auf den Arm. Aber werter Prinz wenn es Euch nicht gut geht, dann gebe ich euch ein paar Kräuter mit. Macht sie in eine Tasse mit heißem Wasser und trinkt es, danach werdet Ihr euch besser fühlen."
      Dann war er auch schon wieder nach hinten verschwunden und man hörte ihn arbeiten. Mika seufzte. Warum glaubte ihm nur keiner.
      Nach einem Moment kam Meister Hiro zurück und gab Benjiro ein kleinen Beutel.
      "Ich habe drei Portionen hinein getan. Sobald Ihr das getrunken hat, könnt Ihr wie gewohnt Euren Tag verrichten. Das wird euch helfen Euren Geist zu fokussieren."
      Mika bedankte sich freundlich und trat dann wieder aus der Hütte raus. Wie sollte er denn die Aufgaben des Prinzen erledigen, wenn er nicht mal wusste wie sich ein Prinz benahm?
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Als der Prinz die Hütte verließ folgte er ihm nicht direkt, sondern wandte sich ebenfalls an Meister Hiro.
      "Vorhin hat er eine Kiste mit Siegeln erwähnt, die er geöffnet hat. Sagt euch das etwas Meister Hiro? Ich hoffe nicht, dass dortdrin etwas Giftiges war, dass seinen Verstand vernebelt hat."
      "Eine Kiste mit Siegeln? Was für Siegel waren das denn?"
      Darauf konnte Toboe nur mit den Schultern zucken.
      "Sollte er in 3 Tagen immer noch nicht wissen, wer er ist, bring ihn wieder zu mir. Du solltest darauf achten, dass die Anderen dies nicht mitbekommen. Ein Prinz der sagt, er sei nicht der Prinz sorgt nur für ungemütliche Gerüchte."
      "Ich werde mein Möglichstes tun, vielen Dank für die Zeit und die Hilfe."
      Mit einer respektvollen Verbeugung verabschiedete sich auch der Rothaarige und begab sich wieder nach draußen in den Garten. Sein Herr wartete auf ihn. Ihm war anzusehen, dass er nicht wusste wohin er gehen sollte.
      Toboe hoffte, dass die Kräuter etwas bewirken würden. Bis es soweit war, sollte er jedoch seinen verwirrten Prinzen so weit wie möglich vom Hofvolk abschirmen. Er hatte sowieso vorgehabt mit dem Prinzen reiten zu gehen. Einen entspannten Ausritt würde sein Herr wohl hinbekommen.
      "Herr, folgt mir bitte zu den Ställen. Das Training verschieben wir auf einen anderen Tag. Aber ein Ausritt wird Euch bestimmt gut tun. Ich kenne einen ruhigen Ort, an dem es sich hervoragend Tee trinken lässt, dort können wir auch die ...aktuelle Situation bereden."
      Vielleicht würde er auch etwas mehr über diesen Mika erfahren, von dem sein Prinz überzeugt war er zu sein.

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    • Etwas verunsichert stand er im Garten und hoffte einfach nicht angesprochen zu werden. Benjiro kam nach einen Moment wieder dazu und als er ihn sah hellte sich seine Miene deutlich auf. Mika konnte nicht genau sagen was es war aber er mochte ihn. Er war so hilfsbereit und schien sehr gewissenhaft, das gefiel ihm sehr gut.
      "Reiten?", fragte er unsicher während sie bereits los liefen.
      Wie sollte er denn einen Ausritt machen? Er hatte Pferde bisher immer nur aus der Ferne gesehen, geschweige denn auf einem gesessen.
      Erst wollte er es ihm sagen, entschloss sich dann aber dagegen. Es war ihm unangenehm das zu gestehen, denn es war wieder eine Sache die er nicht konnte, die für den Prinzen aber kein Problem zu sein schien. Deshalb dachte er sich das es wahrscheinlich nur halb so schlimm werden würde. Bei den Ställen schaute er die großen Pferde an und zollte ihnen Respekt. Waren Pferde schon immer so groß?
      Benjiro wusste scheinbar genau was er tat und in Windeseile waren die Pferde gesattelt und Mika stand vor einen weißen Pferd das ihn ebenso neugierig anschaute wie er das Pferd. Offensichtlich wurde erwartet das er auf sein Pferd Aufstieg doch Mika wusste nicht wie. Er grübelte. Als Kind hatte er mal gehört das man nur von einer Seite auf- und absteigen soll. Er ging von einer Seite zur anderen und blickte dabei auf Benjiros Gesicht und hoffte etwas darin ab zu lesen das er es richtig machte. Doch das stellte sich als schwierig heraus. Dennoch erkannte er seine Ahnungslosigkeit und erklärte ihm kurz wie man Aufstieg nach zwei Versuchen saß er schließlich im Sattel. Es fühlte sich komisch an, aber es war nichts woran er sich nicht gewöhnen konnte. Langsam aber sicher folgte er dem des Rothaarige. Seine Hände verkrampften sich etwas an den Zügeln und er hoffte einfach das sein Pferd ein freundliches Gemüt hatte und ihn nicht abwarf. Doch schneller als geahnt hatte er sich an die rhythmische Bewegung des Tieres gewöhnt, sodass er anfing ihr kleines Abenteuer zu genießen.
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    • Es war schwer nicht wenigstens zu schmunzeln, während er neben dem Prinzen herritt. Oder neben diesem blonden Mann aus Osaka.
      So recht wusste Toboe noch nicht wie er ihn derzeit bezeichnen sollte.
      Aber eines war sicher, sein jetziger Herr hatte noch nie auf einem Pferd gesessen. Auch wenn er es nach kurzer Zeit schaffte nicht mehr wild hin und her zu schaukeln, war es nur der gutmütigen Seele des Pferdes zu verdanken, dass es den Mann nicht abwarf.
      "Ihr dürft die Zügel nicht so stramm ziehen und entspannt eure Beine etwas." Toboe fühlte sich wie in seinen Lehrstunden für die jüngeren Geschwister des Prinzen. Aus Gewohnheit beugte er sich zu dem Steigbügel des Prinzen hinunter und korrigierte den Stand im Steigbügel etwas. "Lasst der Dame ruhig etwas mehr Spielraum, sie wird mir schon folgen.."
      Er warf dem Mann neben sich ein aufmunterndes Lächeln zu und ließ sein Pferd in einen leichten Trapp übergehen. Trotz der angespannten Körperhaltung schien diesem Mika der Ausritt zu gefallen.

      Nach ein Weile kamen Sie an einen schmalen Fluss. Am Uferrand, versteckt hinter ein paar Kirschbäumen standen noch die Ruinen eines kleinen Hauses. Vielmehr als ein paar Balken waren nicht mehr übrig, doch sie reichten um die Pferde anzubinden und einen Sitzplatz zu bieten. Es war ungewohnt seinen Prinzen an diesen Ort zu bringen. Normalerweise kam er nur alleine her, doch daran hatte er eben gar nicht gedacht. Normalerweise bestimmte auch nicht er woher sie ritten, sondern sein Prinz. Der Rothaarige blickte seinem Herren erneut forschend von der Seite an. °Ein seltsames Schauspiel°

      Toboe half seinem Begleiter noch vom Pferd, bevor er sich daran machte etwas Holz für ein kleines Feuer zu sammeln. Das Wasser vom Fluss würde für den Tee ausreichen. "Möchtet ihr mir vielleicht etwas über euch erzählen,... Mika oder kann ich Euch ein Frage beantworten?

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    • Mika nickte auf Toboes Anweisungen und versuchte sich so gut es ging danach zu richten, doch als er ebenfalls in ein Trap überging verspannte sich seine Körperhaltung wieder. Er war sich ziemlich sicher, dass das was er da gerade tat nur sehr wenig mit reiten gemeinsam hatte. Nichts desto trotz lies er es sich nicht nehmen sich erneut um zu sehen. Hier war alles irgendwie vertraut und trotzdem fremd. Zu seiner Erleichterung näherten sie sich ihrem Ziel und der Blondhaarige war froh von seinem Pferd runter zu sein.
      Er blickte sich am Fluss um und fand es war ein wirklich idyllischer Ort. Er blickte zu Toboe und fragte sich ob er hier wohl schon oft mit seinem Prinz gewesen war. Kamen sie immer hier um sich aus zu Ruhen oder hatte der Prinz diesen ruhigen Ort noch nie gesehen?
      Er machte sich sofort auch daran Holz auf zu lesen, hielt dann aber bei seiner Frage inne.
      "Ich weiß nicht so recht.", gab er verlegen zurück.
      "Alles hier kommt mir zwar bekannt vor, aber trotzdem ist mir hier alles fremd. Auf meine wichtigsten Fragen hast du leider auch keine Antwort. Ich muss im Vergleich zu deinem Prinzen wirklich eine Niete sein."
      Obwohl seine Worte etwas trauriges hatten, waren sie aufrichtig und er hatte ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen. Er stapelt das Holz aufeinander, das war schließlich etwas das er konnte. Er hatte schon oft ein Lagerfeuer gemacht und wusste genau was er machte.
      "Ist hier noch trockenes Gras oder Moos?", fragend blickte er sich um.
      "Und wie macht ihr Feuer? Nehmt ihr Steine...?"
      Bei dieser Frage wurde ihm erst Bewusst, dass er gar nicht genau wusste wie weit die Entwicklung dieses Ortes war. Gab es hier Elektrizität in irgendeiner Form? Bisher war ihm nichts aufgefallen, das darauf schließen lies. Aber ob ihm das wirklich fehlen würde? Wenn er für einen Prinzen gehalten wurde so hatte er wahrscheinlich jeden Luxus den diese Zeit zu bieten hatte.
      "Eine Frage habe ich aber tatsächlich an dich. Ist das ein besonderer Ort? Warst du hier oft mit dem Prinzen?"
      Es war vielleicht nicht die geschickteste Frage, doch es interessierte ihn wirklich. Dieser Rothaarige Mann der sich ohne zu Zögern seiner angenommen hatte, auch wenn es auf einem Missverständnis beruhte, hatte seine Neugier geweckt. Er hatte sich bisher nur um Mikas Wohl gesorgt, ohne, so schien es zumindest, an sich zu denken. Mika fand es bewundernswert wie man sich nur so für jemanden aufopfern konnte.
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    • Es war verwirrend dabei zuzusehen wie sein Prinz das Holz auf seine Arme stapelte und es sogar so aufstapelte, dass es für ein Feuer geeignet war. Das hatte Toboe ihn noch nie machen sehen... immerhin war das auch nicht des Prinzen Aufgabe.
      "Eine Niete? Was bedeutet das?"
      Die Sprache, des blonden Mannes war ebenfalls sehr verwirrend... Toboe seuftze leise und löste die Satteltasche von seinem Pferd. Vielleicht sollte er die kurze Zeit so tun als würde er die Person nicht kennen, welche geschäftig nach weiterem brennbaren Material suchte. Bis der Prinz wieder wusste wer er war, war das eventuell die beste Lösung.
      Interessiert reichte er ihm daher das kleine Ledersäckchen in dem sich die Feuersteine und ein paar trockenen Holzspähne befanden. Prinz Akiyama wusste nicht, wie man sie verwendete. Auch wenn es kein Hexenwerk war, die Steine im richtigen Winkel aufeinander zu schlagen. Toboe selbst hatte es sich von seinem Vater abgeschaut. Er ging die wenigen Schritte zum Fluss und füllte die Teekanne mit Wasser.
      "Eine Frage habe ich aber tatsächlich an dich. Ist das ein besonderer Ort? Warst du hier oft mit dem Prinzen?"

      "Nein...ich komme eigentlich nur alleine hierher."
      Es war ruhig, und abgelegen; fern von den befahrenen Straßen. Früher war er mit seinem Vater hier hingekommen und hatte von ihm gelernt. Auch er diente dem Kaiser. Beschützte ihn und seine Gemahlin so lange Toboe sich erinnern konnte. Wie stolz sein Vater gewesen war, als er zum Beschützer des Prinzen ernannt wurde!
      Leider war Prinz Akiyama nicht der Prinz, den sich der Kaiser vorstellte. Er war nunja...nicht besonders tugendhaft, insbesondere was Disziplin und Mäßigung betraf. Ein guter Mensch, aber kein guter Anführer. Und manch Einer machte den Einfluss eines "unehelichen rothaarigen Bengels" dafür verantwortlich. ...und jetzt war der Prinz nicht mehr bei Sinnen, zumindest nicht bei seinen Eigenen. Toboe schob die Gedanken wieder beiseite. "Es kommt so gut wie nie einer hier vorbei...es schien mir ein sicherer Ort für Eure jetzige...Situation." Fast bereute der Rothaarige seinen Einfall hierher zu reiten. Er zögerte kurz bevor er noch etwas hinzufügte...einen Prinz bat man nicht einfach so um einen Gefallen. "Ich wäre Euch verbunden, wenn ihr den Weg hierhin nicht weitererzählt. Ihr könnt natürlich so oft herkommen, wie es euch beliebt."
      Routiniert begann er die Kräuter für den Tee vorzubereiten. "Was kommt euch denn bekannt vor, vielleicht hilft es darüber zu reden?"

      ~ the fate is not unchallengable ~
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      Mika kicherte über Toboes Frage. Eigentlich hätte ihm das klar sein sollen. Er musste wirklich mehr auf seine Wortwahl achten, es würde bestimmt nur Fragen aufwerfen, wenn er solche Worte benutzen würde in der Gegenwart anderer.
      "Eine Niete ist ein Verlierer. Jemand der nichts kann und nichts taug, so wie ich gerade. Ich mache dir nur Probleme und es wird wahrscheinlich nicht lange dauern bis auch die anderen bemerken das ich nicht der Prinz bin." , sagte er scherzhaft, obwohl durch aus ein ernstes Thema und Problem werden könnte.
      Er nahm das Säckchen entgegen und schaute herein. Ein zufriedenes Lächeln lag auf seinen Lippen. Es war zwar nicht ganz einfach, aber damit würde er ein Feuer machen können. Sein Opa hatte ihm als Kind gezeigt wie er mit den richtigen Steinen ein Feuer machen konnte. Natürlich war es bereits Jahre her seitdem er es zuletzt gemacht hatte, aber er würde es bestimmt noch hinbekommen. Nach einigen Versuchen gelang es ihm schlussendlich und er lies sich neben dem Feuer nieder.
      Er beobachtete den Rothaarigen nebenbei.
      "Deine Worte klingen so, als würde dir dieser Ort viel bedeuten. Ich werde niemanden davon erzählen und wahrscheinlich finde ich den Weg ohne dich sowieso nicht."
      Sein Blick richtet sich auf den Himmel und die vorbei ziehenden Wolken.
      "Die Natur um uns herum kommen mir bekannt vor. Die Bäume und Blumen kenne ich von meinem Zuhause. Es ist für mich als wäre ich in der Zeit zurück gereist. In meiner Welt gibt es zwar noch Königsfamilien, aber sie haben keine Macht mehr. Sie sind nur etwas symbolisches. Wir wählen unsere Regierung selbst und können Mitbestimmen wie sich die Zukunft entwickeln soll, daher ist mir diese ganze Sache mit dem Prinzen so fremd. Ich bin dir dankbar, für all deine Mühen, aber wenn wir hier alleine sind, ist es mir schon etwas unangenehm wenn du immer noch so höflich mit mir sprichst."
      Er schaute ihn verlegen an. Er hoffte sehr das Toboe vielleicht etwas lockerer werden würden, indem er verstand, dass Mika nicht so viel Wert auf die Etikette legte. Natürlich verstand er es das sie es vor den anderen machen musste, doch wenn sie alleine waren, gab es dafür doch keinen Grund. Es war niemand da der sie hören konnte.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

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      "Ich danke Euch"
      Er hatte das Feuer tatsächlich anbekommen, auch wenn es zu Anfang noch etwas unbeholfen ausgesehen hatte. Vielleicht hatte Prinz Akiyama es sich unbewusst abgeschaut, wenn Toboe die Steine verwendet hatte.
      Langsam ließ er sich neben seinem Prinzen nieder. Die Worte, die er sprach waren seltsam und verwirrend. Eine Königsfamilie ohne Macht. Wie war das möglich? Der König beschützte sein Volk, brachte Wohlstand, sorgte für Frieden...eine Welt ohne diesen Einfluss konnte sich der Vertraute des Prinzen nicht vorstellen.
      "Mhm..? Mein Prinz, Ihr seid Angehöriger der Königsfamilie. Es wäre eine Beleidigung, wenn ich Sie nicht anspreche wie es Euch gebührt."
      Zudem stand es unter Strafe, fehlenden Respekt gegenüber der Herrscherfamilie zu zeigen. Er konnte und wollte die Etikette nicht verletzen. Bei dem verlegenen Blick, den sein Prinz ihm entgegenbrachte, musste er jedoch etwas stocken. Diesen beinahe schüchterne Ausdruck hatte er noch nie im Gesicht des blonden Mannes gesehen. War es wegen ihm?
      "Aber...wenn Ihr es wünscht, werde ich natürlich versuchen..."
      Vielleicht brachte es ja etwas, wenn er ihm sagte, wer er überhaupt war. Was es für ihn bedeuten würde, sollte im Palast jemand davon erfahren, dass er ihn ohne seinen Titel ansprach.
      "Ich bin der Vertraute von Euch, also Prinz Akiyama. Ich diene ihm, beschütze ihn, leiste ihm Gesellschaft, spreche für ihn... . Ich werde auch für Euch sprechen solange ... Ihr in dieser Situation seid... Mika."
      Er wagte es nicht ihn anzublicken, wenn er ihn schon so ungebührlich ansprach. Stattdessen ließ er die Kräuter in das kochende Wasser rieseln.
      "Wer ... bist du in deiner Welt?"

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      Er dachte noch einen Moment über seine Worte nach. Er war also sowas wie sein bester Freund, aber irgendwie hatte es was einem Babysitter. Der versuch des Duzens brachte Mika zum lachen. Es klang so verklemmt und unsicher, das er nicht anders konnte. Er meinte es nicht böse und wollte sich auch nicht über ihn lustig machen, aber es schien ganz so als musste er sich richtig überwinden so mit ihm zu sprechen.
      "Dafür das du sonst so Selbstsicher wirkst, scheint dir das Duzen sehr schwer zu fallen."
      Er neckte nur zu gerne andere Leute. Das erste mal seid dem er hier war fühlte es sich ganz natürlich an hier zu sitzen und zu lachen. Es war sehr befreiend für ihn und er fühlte sich nicht mehr ganz so unwohl in seiner Haut. Sobald er sich etwas mehr wie Prinz Akiyama verhalten konnte, würde er sich auch bei Hof besser fühlen.
      Die Frage des Rothaarigen war allerdings nicht leicht zu beantworten. Wer genau war er in seiner Welt? Eigentlich war er einfach nur ein Student, aber seine Familie gehörte der Tempel. Dementsprechend war er eine Art Priester, auch wenn er darauf keinen großen Wert legte so wusste er wie er Zeremonien durchführte. Doch wie erklärte er das am besten.
      "Also.. meiner Familie gehört ein Tempel und ich helfe dort wo ich kann. Allerdings möchte ich nicht für immer dort bleiben, aber während meines Studiums wohne ich weiter bei meiner Familie. Wenn ich dann Geld verdiene, kann ich meinen Eltern endlich unter die Arme greifen und sie finanziell unterstützen. Aber ansonsten bin ich eigentlich nur ein ganz normaler Kerl. Kein Kämpfer, kein Gelehrter und ganz sicher kein Prinz.", sagte er lässig und lies sich etwas nach hinten sinken. Er stütze sich mit seinen Armen ab, sodass er nicht ganz mit seinem Körper auf dem Boden lag.
      "Ich hoffe das konnte dir deine Frage etwas beantworten."
      Der Duft des Tees erfüllte langsam die Luft. Sein Blick glitt zu den Teekanne über dem Feuer.
      "Meinst du der Tee ist schon fertig?"
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