Deadly Game [Lucy~ & Nyst]

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    • Deadly Game [Lucy~ & Nyst]


      Mitspieler: @Nyst

      Zur Vorstellung
      Charaktere:
      Hailey Carter - Lucy~
      Shiro Tanaka - Lucy~

      Zane Kawabata - Nyst
      Yushin Miller - Nyst


      Hailey Carter

      Kichernd saß ich in der Mittagspause. Nicht, weil mein Tag so überaus schön gewesen war. Nein, viel eher war ich damit beschäftigt ein paar Zombies in einem Spiel auf meinem Handy abzuknallen. Es bereitete mir große Freude, auch wenn ich Zombies eigentlich mochte. Aber wo gab es bitte auch ein Spiel, wo man mit Zombies großartig kooperieren konnte? Also blieb mir keine andere Wahl als sie zu erschießen. Zum Glück war ich alleine im Pausenraum. Die meisten meiner Kollegen vermieden es gemeinsam mit mir in die Pause zu gehen, ganz zu meinem Vorteil. Ich hatte definitiv keine Lust auf gezwungene Gespräche über die Kinder und Ehepartner der anderen. Verdammter Smaltalk. So etwas interessierte mich nicht. Andererseits fand ich meinen Job eigentlich sehr angenehm. Ich hatte nicht viel Kontakt mit Kollegen oder gar Kunden und war fast schon meine eigene Herrin, was meine Arbeit betraf. Als Mediengestalterin konnte ich einfach am Computer sitzen und zeichnen. Unsere Aufträge dabei konnten wir uns weitestgehend selbst aussuchen. Also suchte ich mir dann auch meist die Aufträge heraus, bei dem viel Gewalt und Blut verlangt wurde. Das war wohl auch ein Grund, warum mich die meisten mieden. Die Angst vor mir war wohl groß. Bei dem Gedanken musste ich wieder kichern. Dieser war einfach toll gewesen. Noch bevor meine Mittagspause zu Ende gewesen war und ich das Match auf meiner App beenden konnte, ploppte plötzlich eine Meldung auf. Verwirrt, dass ich unterbrochen worden war, sah ich auf den Text: "Herzlichen Glückwunsch, Du wurdest als Partner auserwählt. Bitte aktiviere die App", las ich und schüttelte genervt den Kopf. Mit einem Wisch zur Seite entfernte ich den für mich als Spam erkannten Text sofort wieder. Diese App war mir auch unbekannt 'Deadly Game'. So eine hatte ich nicht auf meinem Handy. Mit dem Gedanken, dass ich nun endlich weiterspielen konnte, begann ich weiter die letzten Zombies abzuschießen, ehe meine Pause endete. Doch schon wieder wurde ich gestört. "Aktiviere die App, damit es losgehen kann", las ich leise vor und wischte erneut den Text von meinem Handy. Ich beendete mein Spiel, da es ohnehin keinen Sinn mehr machte und machte mich auf die Suche in meinem Menü nach eben besagter App. Und tatsächlich! Da war sie gewesen. Ich war mir aber ziemlich sicher, dass ich sie nicht heruntergeladen hatte. Wahrscheinlich hatte sich ein Virus auf mein Handy platziert und wollte mich nun ärgern. "Na dann mal weg damit", meinte ich und tippte mit meinem Zeigefinger auf die Kachel, wo sich Deadly Game befand. Ich hielt gedrückt, damit sich die Optionen öffneten. Dies geschah auch, nur, dass es keine Unterpunkte gab. Ich suchte verwirrt die Möglichkeit der Deinstallation, fand aber keine. "Komisch", meinte ich und öffnete anschließend den Appstore. In dem Bereich 'Installierte Apps' suchte ich nach Deadly Game, aber es war nicht zu finden. Es tauchte nirgends auf und löschen könnte ich sie auch nicht. "Was ein Scheiß", ärgerte ich mich und sah auf die Uhr. Die Pause war zu Ende, also würde ich mich später wohl darum kümmern müssen. Seufzend ging ich zurück an meinen Arbeitsplatz und zeichnete weiter.
      Nach ein paar Stunden hatte ich dann endlich Feierabend. Ich musste zugeben, dass mich der heutige Tag doch ziemlich erschöpft hatte, da die Aufträge sich momentan häuften ich schnell hinterherkommen musste, aber dennoch meinen eigenen Standard der Zeichnungen einhalten wollte. Zu Hause angekommen gab mein Handy ein Klingeln von sich. "Mh?!", stieß ich erneut verwirrt aus und sah zu meiner Handtasche, die ich eben noch auf das Sofa legte. Anschließend folgten zwei weitere kleine Klingeln. Das es überhaupt klingelte war merkwürdig, da ich mein Handy eigentlich stets auf lautlos gestellt habe. Heute passierten wirklich viele komische Dinge, die mich nervten. Ich lief auf meine Handtasche zu und kramte mein Handy heraus. Als ich es in der Hand hielt, klingelte es ein weiteres Mal. Ich sah darauf und erkannte drei Benachrichtigungen dieser Deadly Game App. "Ach man... Jetzt muss ich mich auch noch darum kümmern", stöhnte ich, ließ mich auf mein Sofa fallen und starrte mein Handy an. Eigentlich wollte ich mir gerade etwas zu Abend machen, doch das war wohl jetzt wichtiger. Denn ich war mir sicher, würde das Handy noch einmal Klingeln, ohne, dass ich es wollte, würde es gegen die Wand geworfen werden und Geld für ein neues Handy wollte ich nicht ausgeben. Erneut versuchte ich also nun die App von meinem Handy zu deinstallieren und ging dieselben Schritte nach wie in der Mittagspause zuvor. "Nichts. Das gibt's doch nicht", maulte ich und sah mir die Benachrichtigungen an, die mich aufforderten die App zu aktivieren. "Vielleicht kann ich sie ja in der App selbst löschen... Klingt zwar unwahrscheinlich, aber ein Versuch ist es wert. Ansonsten bleibt wohl doch nur noch die Wand", schlussfolgerte ich und öffnete nun die App. Ein kleiner Schauer lief mir über den Rücken, als sich die App mit pulsierendem schwarz und rot öffnete. "Willkommen bei Deadly Game. Das Spiel um Leben und Tod. Traust du dich?", las ich den kleinen Prolog vor und zuckte mit den Schultern. "Klar du Arschgesicht", kicherte ich und drückte auf Start. Irgendwie schien mich diese App nun zu interessieren. "Bestimmt eh alles nur Datenklau", meinte ich und wartete ab. Es öffnete sich eine kleine Anmeldespalte, in welcher ich meinen Namen und ein Passwort eingeben musste. Nachdem ich das erledigt hatte, zeigte mir die App an, dass mir ein Partner zugeteilt wurde. "Dein Partner wartet schon", las ich vor und zuckte mit den Schultern. "Ich brauche keinen Partner", brummte ich vor mir her, aber ändern konnte ich an dieser Tastsache sowieso nichts. Ich klickte also nur auf Ok. "Hailey, Willkommen bei Deadly Game. Deine erste Prüfung wartet auf euch. Handelt klug und arbeitet zusammen oder ihr werdet sterben", stand nun dort und ich lachte laut los. "Wird ja immer besser", meinte ich und klickte weiter. Als nächstes wurde ich aufgefordert mir Fähigkeiten auszusuchen. "Yeah, der beste Teil", meinte ich kichernd und las mir ein paar der Sachen durch. "ZOMBIES", rief ich glücklich und wählte direkt diese Fähigkeit für mich aus. Noch dazu entschied ich mich für eine ziemlich coole Fähigkeit, die sich Hysterie nannte. "Mal schauen wie es weiter geht", meinte ich, nachdem ich mir alles ausgesucht hatte.
      Plötzlich wurde der Bildschirm schwarz und zeigte nichts mehr an. "Hä?", stieß ich aus und tippte unkontrolliert und genervt auf meinen Handy rum. War ja klar. Alles nur Dreck! Doch ehe ich mich versah spürte ich eine unerbittliche Kälte in meinem Körper. Zitternd, als stünde ich in Alaska, sah ich auf meine Hände. Irgendwie... sie wurden blasser? Durchsichtig! "Was zum Teufel?", brüllte ich. War ich unter Drogen? Es sah fast so aus, als würde ich mich auslösen. Geschockt sah ich meine andere Hand, die noch immer mein Handy umklammerte, dann spürte ich einen Sog. Mein Handy fraß mich auf. Zog mich in sich hinein. Mir wurde schwindelig und schwarz vor Augen. Was stimmte hier nicht? Träumte ich bloß? Das musste ein Traum sein.
      ....
      Als ich die Augen öffnete hämmerte mein Kopf, als hätte ich ziemlich viel getrunken. Ich fasste mit meiner rechten Hand gegen meine Stirn und blinzelte einige Male, um das Bild vor meinen Augen scharf zu stellen. Was war passiert? Der Boden unter mir fühlte sich hart an und es roch nach Schwefel. Nicht nur das. Auch der süßlicher Geruch von verwesendem Fleisch stieg in meine Nase, sodass ich fast anfing mich zu übergeben. Meine Umgebung war dunkel. Es fühlte sich an, als würden sich Steine in meinen Rücken bohren. Ich lag definitiv nicht in meinem Bett. Endlich schaffte ich es, mich aufzusetzen und schaute mich um. Eine dunkle Welt aus Bergen, Rauch, Nebel und Glut umgab mich. War das real? Ich setzte meine Hände auf den Boden und bemerkte erst jetzt, wie heiß sie sich anfühlte. Durch einige Risse im Boden etwas weiter von mir entfernt sah ich Glut, was mich schlussfolgern ließ, dass unter mir wohl Lava zu sein schien. Völlig absurd! Erst jetzt erkannte ich eine weitere Person nicht weit neben mir liegen. Sie rührte sich nicht. Ob die Person tot war? Jedenfalls schien es ein Mann zu sein. Er hatte etwas längere dunkelbraune Haare und lag mit dem Gesicht nach unten. "mh", stieß ich uninteressiert aus und stellte mich auf meine Beine. Etwas wackelig, aber es ging. Langsam taumelte ich auf den Mann zu und trat ihn, nicht ganz unsanft, in die Seite. Ich hörte ein Stöhnen. "Oh du bist doch nicht Tot, schade", murmelte ich leise und drehte mich wieder zu dieser Welt um. Verdammt nochmal wo war ich gewesen?
      Plötzlich hörte ich ein lautes Geräusch, das irgendwie wie eine Klingel klang. "Herzlich Willkommen bei Deadly Game", vernahm ich eine dunkle und raue Stimme. Die Stimme war unglaublich laut und schien fast wie aus dem Himmel zu kommen. "In dieser Welt befinden sich zwei Teams mit je zwei Teilnehmern. Eurer Ziel ist es gemeinsam das andere Team zu töten. Tut ihr das nicht, so werdet ihr hier drin sterben", sagte die Stimme eindringlich. "Es gibt nur eine einzige Regel: Stirbt euer Partner, so werdet ihr auch sterben. Haltet und arbeitet zusammen. Tötet oder werdet getötet. DAS SPIEL BEGINNT", sagte er und ein weiteres Klingeln besagt wohl den Start des Spiels. "Was zum Teufel?", knurrte ich und sah auf die komisch zuckende Gestalt auf dem Boden. Na toll, mit dem musste ich wohl zusammenarbeiten. "Steh auf, Schwächling", meinte ich ernst und trat noch einmal gegen ihn.

      Shiro Tanaka

      "Shiro, in meinem Hemd sind Falten drin. Damit kann ich nicht zur Arbeit gehen?", hörte ich die Stimme meines Freundes. Er klang erzürnt und ich wusste, was das für mich wieder bedeutete. "Ich habe es so gut gebügelt, wie ich konnte", meinte ich kleinlaut und sah verängstigt auf meine Füße. "Das nennst du bügeln?", schrie er mich an und holte zu einem Schlag aus. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bis die starke Hand meines Freundes mein Gesicht berührte und ich zu Boden fiel. Dabei gab ich nur einen kleinen schmerzerfüllten Laut von mir. "Es tut mir leid", meinte ich und schlurzte leicht. "Jetzt heulst du schon wieder?", brüllte er, nahm mich an meinen Haaren hoch und schlug mich ein weiteres Mal. Jetzt nur viel stärker, sodass Blut aus meiner Nase floss. Verdammt. Mein Gesicht fühlte sich bereits ziemlich taub und pochend an. Ich verstand nicht, warum er wegen so einer Kleinigkeit sauer wurde. Vielleicht hatte er auf der Arbeit ziemlichen Ärger oder hatte sonst irgendwelche Probleme. Erst dann schlug er mich meist. Das Blut aus meiner Nase tropfte auf den Boden und ich kauerte wie ein Häufchen Elend auf diesem. Shiro verdammt. Reiß dich zusammen. Also tat ich das auch und rappelte mich auf meine Beine. "Es tut mir leid. Gib mir dein Hemd und ich bügel es noch einmal", meinte ich schwach. Er hingegen schüttelte nur den Kopf. "Du bist so erbärmlich Shiro wirklich", meinte er etwas ruhiger und gab mir sein Hemd. Auf die Aussage hin ging ich gar nicht ein. Es brachte nichts Widerworte gegen ihn zu haben. Ich wollte, dass es ihm gut geht und dass er sich nicht aufregen musste. Wenn er schon so viel Ärger hatte, dann sollte er keinen noch mit mir haben müssen. Also holte ich das Bügelbrett und das Bügeleisen hervor und bügelte sein weißes Hemd noch einmal. Es waren wirklich nur leichte Knitter darin. Als ich fertig war, zog ich das Bügeleisen aus der Steckdose und brachte das noch warme Hemd zu meinem Freund. "Hier, mein Schatz", meinte ich und ging näher auf ihn zu. Er saß auf einem Stuhl am Küchentisch und las Nachrichten auf seinem Handy. Ich ging von hinten auf ihn zu und umarmte ihn. "Entschuldige Shiro", meinte er leise und starrte weiter auf sein Handy. "Schon gut", entgegnete ich ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Meist endete das Szenario in Sex, aber heute war er wirklich total abwesend. Er stand vom Stuhl auf, nahm das Hemd entgegen und ging Richtung unseres Schlafzimmers. "Ich lege mich schon hin", sagte er und schloss die Tür hinter sich. Nun stand ich hier alleine in der kalten Küche mit getrocknetem Blut an der Nase. Ich wischte mir dieses Blut mit einem nassen Küchentuch weg und setzte mich an den Tisch. Erschöpft atmete ich durch. Das hätte heute noch schlimmer ausgehen können. Nun nahm ich mein Handy aus meiner Hosentasche und suchte mir etwas Ablenkung. Tatsächlich fand ich eine App auf meinem Handy, die meine Aufmerksamkeit bekam. "Deadly Game", las ich verwundert vor und sah sie mir genauer an. Das war keine App, die ich mir aufs Handy geladen hatte. Von solchen Dingen hielt ich mich fern. Gewalt oder sonst irgendwas war nicht meins. Vielleicht hatte sie mein Freund auf mein Handy geladen. Komisch. Ich versuchte die App zu löschen, aber es ging nicht. Aber ich musste zugeben, dass ich mich manchmal auch etwas ungeschickt mit Technik anstellte. Da ich schon etwas neugierig gewesen war, öffnete ich die App. "Willkommen bei Deadly Game. Das Spiel um Leben und Tod. Traust du dich?", erschien mir auf dem Bildschirm. "Ohje", meinte ich etwas ängstlich, drückte jedoch weiter. Dieses Spiel sah wirklich nicht gut aus. Anschließend forderte sie mich auf, meinen Namen und ein Passwort auszuwählen. Auch das tat ich. Es war komisch, aber irgendwie weckte es meine Neugier enorm. "Shiro, Willkommen bei Deadly Game. Deine erste Prüfung wartet auf euch. Handelt klug und arbeitet zusammen oder ihr werdet sterben", stand nun auf meinem Handy und ich begann zu zittern. Es machte mir wirklich wahnsinnige Angst, sodass ich das Handy kurz auf den Tisch legte. Ich überlegte einige Minuten, nahm es dann aber doch wieder in die Hand und starrte weiter darauf. "Shiro, komm ins Bett", rief mein Freund vom Schlafzimmer aus. Er mochte es nicht, wenn ich länger wach blieb. "Ja, ich komme gleich", rief ich ihm zu und starrte weiter auf den Bildschirm. Als nächstes musste ich mir Fähigkeiten auswählen. "Das ist cool", meinte ich. Ich suchte mir ein Megaphon aus, mit welchem ich Gegner betäuben konnte und die Fähigkeiten Doppelgänger zu erstellen und Tiere zu beschwören. Als ich auf Ok klickte, drehte sich anschließend ein Rad mit komischen InitialenZ darauf. "Partnersuche", las ich leise vor. "SHIRO", rief mein Freund fast schon schreiend. "Ja kleinen Moment noch", meinte ich und beobachtete das Rad, welches allmählich stehen blieb. Es stoppte auf Z.K. "mh, was bedeutet das?", fragte ich mich leise. Anschließend stand da nur noch 'Warte auf Partner'. "Ist das ein Online Spiel?", fragte ich mich weiter. Als es nun nicht mehr weiter ging, steckte ich mein Handy zurück in meine Tasche und ging ins Schlafzimmer. Mittlerweile schien er schon zu schlafen. Ich zóg mich um und legte mich neben ihn. Irgendwie konnte ich nicht einschlafen und dachte unentwegt an diese App.

      Wir alle fliegen hier unten...
    • Yushin Miller
      Da war er, der letzte Pfiff, des Spieles, ich konnte ihn ganz deutlich hören. Die Menge sie jubelte mir zu als wäre ich ein Gott und tatsächlich fühlte ich mich auch wie einer, schließlich habe ich gerade 4 Mal hintereinander ein Ass für mein Team geholt und uns damit den Sieg gesichert. Ich bin wahrlich fantastisch. Ich wusch mir den Schweiß von der Stirn und hob dann beide Arme in die Luft, um die Stimmung noch weiter anzuheizen. Ich sah in die Gesichter meiner vor Glück übersprudelnden Mitspieler und ja, jeder einzelne war wichtig für das Team und den Sieg, aber ohne mich..wären sie nichts. Stolz wie ich nun mal war, verließ ich den Platz als erster, noch vor diesen jämmerlichen Loosern, die nichtmal 10 Punkte gegen uns geholt haben und sowas darf sich Profiverein nennen, lachhaft. Mein Ziel war nun die Umkleide, sowie die Dusche. Ich war nie sonderlich angetan vom Gruppenduschen, daher auch mein schneller Abgang, so war ich stets der Erste und fertig mit dem Duschen bevor die Anderen hier aufkreuzten. Schnell zog ich mich aus und genehmigte mir eine schweißabwaschende Dusche, die mir nebenbei neue Energie verschaffte und diese war nötig, wenn ich heute noch das Chaos zu Hause überstehen wollte. Gerade rechtzeitig wurde ich fertig, hatte mich angezogen und den Blick zur Kabinentür gelenkt. Meine Teamkollegen kamen herein und klatschten mir alle auf die Schulter, ein lästiger Brauch, aber lieber so als das sie mir ihre Hand an die meinige legten. Widerlich! "Gut gespielt Yu! Warst heute wieder in Topform, du alter Sack" Und da war er, unser Kapitän. Man könnte sich jetzt fragen wieso ich diese Rolle nicht innehabe, doch die Antwort darauf ist recht simpel...Es würde mich ankotzen mit all diesen Typen Worte wechseln zu müssen, ich wollte einfach spielen und die anderen Mannschaften fertig machen. Verlieren war dabei keine Option! "Ja...Diese Looser hatten keinen Siegeswillen, einfach nur Jämmerlich, ich hasse Leute die aufgeben bevor sie es versucht haben" Ich schnappte mir meine Tasche und verließ die Umkleide und auch Die Volleyballhalle. Ich wollte nur noch hier weg und mich nervlich erholen, bevor ich dann den Weg nach Hause antreten würde. Auf dem Weg durch die Straßen sah ich einen Straßenmusiker, welcher gar nicht mal so schlecht war. ich setzte mich in seiner Nähe auf eine Bank, lauschte ihm und gammelte an meinem Handy. Jetzt sah ich zum ersten Mal etwas, dass mich schon verwunderte. Dort war ein Icon auf meinem Startbildschirm, welches ich noch nie gesehen hatte und mich auch nicht daran erinnern konnte, eine App wie diese heruntergeladen zu haben. "Deadly Game? Wasn das fürn Scheiß" ich öffnete das Storemenü und suchte nach der App, doch fand nichts, also löschte ich sie ganz einfach von der Startseite. Meine Gedanken fielen wieder auf den Musiker, welcher einen Song sang, welchen ich so noch nie gehört hatte. Irgendwie zog es mich an, ließ meinen Finger automatisch über mein Smartphone gleiten und ich weiß zwar nicht wieso, aber diese Deadly Game App war wieder da und wurde durch dieses Gleiten von mir geöffnet. "Willkommen bei Deadly game" schallte es mir dann in die Ohren, es war so laut, dass ich die schöne Musik nicht mehr hören konnte. Sichtlich genervt wandte ich mich diesem Scheiß hin. "Jaja, willkommen am Arsch, was soll das hier" Gott sei dank war gerade niemand in der Nähe der meine Hasstirade vernehmen könnte, aber irgendwie fühlte ich mich von diesem Spiel einfach nur hinters Licht geführt. Ich lass die Ingame Notizen und scheinbar war es ein Spiel auf Leben und Tod, musste wohl neu sein, denn ich hatte bisher nie von diesem Game gehört, aber so komisch es auch war...zog es mich doch irgendwie an. Die Worte, werde der Beste indem du alle anderen vernichtest, klangen so himmlisch für mich. "Ach was solls...Versuchen kann ichs ja mal" Ich war nun in einem Bildschirm wo ich mir irgendeine Fähigkeit zusammenbasteln konnte und die Auswahl die man bekam war ja enorm. Doch dann sah ich sie, die eine, die wie für mich gemacht war. Eine Allmächtige Fähigkeit, für einen Allmächtigen jungen Mann, es war perfekt. Ich wählte sie aus und dann ging es auch schon weiter. Partnersuche läuft. Ich verlor beinahe die Fassung, das Spiel wollte mir wohl irgendeinen Noob aufdrücken, verdammt, es war zu spät, jetzt hatte ich bereits begonnen und einen Rückzieher würde ich niemals machen. "Glückwunsch, dein Partner H.C ist bereit mit dir zu siegen oder unterzugehen. welt wird geladen, Viel Spaß" Ich verstand zwar nicht genau was ablief, aber scheinbar hatte man einen Partner für mich gefunden, ich hoffte sehr darauf, dass es kein völliger Noob war. Doch das, was dann geschah nahm mir den Wind unter den Füßen. Mein Augenlicht verschwand und es fühlte sich sich so an, als würde ich zerissen, so als zieht etwas an mir, doch ich bin zu schwer. Alles um mich herum wurde still. Nach und nach kam mein Augenlicht zurück und mit ihm auch meine anderen Sinne, welche mir verrieten dass irgendwer es wagte mich zu treten. Ich riss die Augen auf, sah eine Frau, die sich scheinbar für was ganz tolles hielt und als sie dann nach ihren selten dummen Worten nocheinmal zutreten wollte hielt ich ihr Bein fest bevor es mich traf und zog stark daran. Eventuell könnte es sie aus dem Gleichgewicht bringen, doch das war ja nicht mein Problem. Ich ließ los und stand auf, sah mich erstmal um und war verwirrt, war ich doch vor einer Sekunde noch auf einer Bank im Park, lauschte der Musik und war dabei nach Hause zu gehen. Dieser Ort hier...sah aber eher so aus, als wäre ich in einer ganz anderen Welt gelandet. Und zu meinem Übel...war ich mit dieser Ollen Zicke hier. "Na ganz große Klasse!" Stieß ich aus mir heraus und sah zu der Frau. "Wenn ich das richtig mitbekommen habe..hieß es gerade das Spiel beginnt..das hier ist also Deadly Game..und du sollst mein Partner sein...Halt dich ja fern von mir" Ich hatte absolut keine Lust auf diesen Menschen und ich würde mit meiner Fähigkeit auch allein gewinnen, schließlich wusste ich im Gegensatz zu ihr bereits was sie konnte, denn durch meine Berührung hatte ich ihre Fähigkeit bereits für mich gewonnen. Für mich sah es nach einer eher nutzlosen aus, demnach musste ich mir wohl andere Fähigkeiten zusammensuchen. Ich sah noch einmal zu Zickface2000 und ging dann einfach weg.


      Zane Kawabata
      Es war ein Tag wie jeder andere für Zane. Am Vormittag ging er seinem Job im Tierheim nach, welcher ihm sehr wichtig war, denn wenn es eines gab dass er wirklich hasste, dann waren es Menschen die ihre Haustiere aussetzten, Menschen die Tieren leid zufügten, Tierquäler. Kein Tier war in dieser Hinsicht so schlimm wie die Menschen. Nach erledigter Arbeit ging es für ihn am Nachmittag in die städtische Bibliothek, in welcher er auch oft half zu Sortieren oder den Bestand an sich zu überprüfen, dafür durfte er sich kostenfrei so viele Bücher er wollte ausleihen, wobei er dies kaum tat, da er die Bücher eher hier las. Denn Zu Hause hatte er dafür oftmals keine Zeit mehr, dort warteten andere Verpflichtungen auf ihn, die er gerne übernahm, so ist es nicht, aber manchmal war es schon sehr stressig. Die Zeit beim Lesen verging immer so rasend schnell, sodass er fast gar nicht bemerkt hatte, wie die Sonne sich dem Horizont immer weiter näherte. Überrascht blickte er schließlich auf und sah aus dem Fenster und anschließend auf seine Uhr. Es war schon ziemlich spät und er musste noch mit Ghost spazieren gehen, sonst würde dieser ihm in die Wohnung machen und das war nun nicht unbedingt angenehm. Er stellte sein Buch mit dem Titel ´Die andere Welt´zurück ins Regal schnappte sich seine Sachen, verabschiedete sich bei der Bibliothekarin und lief mit schnellen Schritten nach Hause. Dort wurde er schon schwanzwedelnd von seinem Besten Freund erwartet. Quasi sofort, sprang dieser ihm entgegen als er die Haustür auf geschlossen hatte. Zane kniete sich runter und streichelte seinen Hund, kuschelte kurz mit ihm und schnappte sich ein paar Beutel, die er benötigen würde um die Häufchen von Ghost wegzumachen. Eine Hundeleine würde er niemals nutzen und er benötigte auch keine, da Ghost sehr gut erzogen war und immer neben ihm herlief und wenn mal was nicht passte musste Zane nur ein wenig lauter werden. Gemeinsam mit seinem besten Freund ging er dann zu einer nahe gelegenen Hundespielwiese, dort konnte sich Ghost austoben während sich der junge Mann eine kleine Auszeit genehmigte. Hin und Wieder brachte Ghost ihm ein Stöckchen, welches er dann wieder weg warf, nur damit er diesen in wenigen Momenten erneut bekommen würde. Zwischen diesen Augenblicken nutzte er sein Handy. Im Grunde nur um zu erfahren wie es seiner Familie ging, denn diese war ihm sehr wichtig. Vorallem seine kleinen Schwestern, die er wirklich liebte. Aber während er seiner Familie schrieb fiel ihm etwas seltsames auf. Er hatte mehrere Nachrichten von einer App erhalten, bei welcher er sich sicher war, diese nie installiert zu haben. Er zwar ein Gamer, aber Mobilespiele waren nicht so seine Wellenlänge, wobei es ein paar gab die er auch schon ausprobiert hatte. Von einem Deadly Game Spiel hatte er bisher jedoch nicht gehört und es gab auch keine Bewertungen, geschweige denn eine Informationsseite bezüglich des Spiels, kein Herausgeber, keine Anleitung, nicht einen einzigen Eintrag darüber. Es verwirrte ihn ein wenig, doch seine Neugier war gepackt, denn es hatte ganz einfach etwas..mysteriöses und das gefiel ihm. Zane startete die Applikation und wurde von einem knallbuntem "Willkommen" begrüßt, was ihm schon zeigte, dass es wohl eine Art Spaßapp sein würde, die sich selbst nicht so ernst nahm. Ein wenig Spaß kann nie Schaden, dachte er sich und klickte sich durch das Spiel. Er sollte sich eine Fähigkeit aussuchen, aber er wollte dabei keine 0815 Kraft wählen, er wollte etwas besonderes und ganz unten, ziemlich klein geschrieben stand eine Option `selbst erschaffen´
      Das klang perfekt in seinen Ohren, scheinbar machte ihm das Spiel möglich seine ganz eigene Fähigkeit zu implementieren, aber wie sollte das funktionieren. Müsste er seine Fähigkeit ins Spiel hineinprogrammieren? Er hatte davon keine Ahnung, aber er ging auch nicht davon aus, dass das Spiel sämtliche Milliarden verschiedenster Fähigkeiten einprogrammiert hatte...das wäre ja revolutionär und von solch einem Spiel müsste man doch gehört haben. Dennoch nutzte er die Möglichkeit, schrieb seine eigene Fähigkeit detailliert auf und klickte auf weiter. Es geschah nicht wirklich viel außer der Bestätigung bekam er nichts. War also doch nur ein Scherz. Ein wenig geknickt legte er das Handy beiseite und streichelte Ghost welcher sich neben ihn gelegt hatte. Doch plötzlich schallte es aus seinem Handy heraus, wodurch Ghost sich erschreckte, aufbellte und sich neben sein Herrchen stellte. Zane nahm sich sein Handy wieder zurück in die Hand und starrte verwundert darauf. "Partner gefunden? Das Spiel beginnt in 3.....2......1..."
      Plötzlich ging alles so schnell, dass er kaum Zeit hatte auf irgendetwas zu reagieren. Die Realität verschwamm vor seinen Augen und das nächste was er dann deutlich erkennen konnte, war ein Dschungel..direkt vor ihm. Er begriff nicht ganz was gerade geschehen war, aber durch seine große Liebe für Fantasygeschichten reimte er sich einfach etwas zusammen. "Kann es sein...wurde ich teleportiert? Ist das...noch die Erde?" sagte er mehr oder weniger zu sich selbst. Er sah sich ein wenig um. Hinter ihm war überall nur Wasser, daher ging er davon aus, dass er auf einer Insel gelandet war. Vor ihm der riesige Urwald. Er musste sich zusammenreißen, denn das alles war sicherlich nur eine Illusion, hervorgerufen durch diese App, das hier konnte nicht echt sein. Zane suchte dann nach Ghost, dieser war jedoch nirgends aufzufinden, also war er allein hier? Dies dachte er...zumindest bis er dann auf eine andere Person stieß, die am Strand lag. Er lief zu der Person um zu schauen, ob es dieser gut gehen würde und zum Glück..die Frau atmete noch. "Hey...ist alles Okay bei Ihnen?" Kurz nach seiner Frage erklang eine Art Sprecherstimme, so laut, dass man sie wohl auf der gesamten Insel hören konnte. "Die Partner haben sich getroffen, lasst das Spiel beginnen. Tötet oder werdet getötet!!! Viel Spaß!!" Zane sah verwirrt zu allen Seiten, es war also doch dieses Spiel..aber...es konnte...nicht...nicht ernsthaft sein.


      courage is the magic that turns dreams into reality
    • Hailey Carter

      Der Schwächling schien plötzlich nicht mehr ganz so schwach zu wirken. Er packte mein Bein und zog daran, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mich noch auf den Beinen zu halten. Mit gegensätzliches Ziehen jedoch befreite ich mich aus seinem Griff und sicherte so meinen festen Stand. "Gehts noch?", pampte ich den Typen an. Was fiel ihm eigentlich ein? Dann fing er an die Sache hier verstanden zu haben, doch signalisierte mir sofort, dass ich mich von ihm fern halten sollte. "Bist du wirklich so blöd, wie du aussiehst?", fragte ich recht unfreundlich. "Wir sollen zusammenarbeiten, sonst kommen wir hier nicht raus", meinte ich. "Die ganze Sache hier gefällt mir wohl noch weniger als dir, jedoch muss ich gucken, dass ich überlebe und wenn es bedeutet, mit einem Typen wie dir zusammen arbeiten zu müssen... naja, dann wird es wohl so sein. Denk mal nach!", fügte ich meiner Rede hinzu. Er schien wirklich dumm und naiv zu sein.
      Er sah mich für einen Moment an und begann sich dann auf den Weg zu machen. Hatte er es denn schon wieder nicht verstanden? Wie konnte man nur so stur sein?! "Gut, wenn du meinst, dann verreck doch!", brüllte ich ihm nach und verschränkte die Arme ineinander. Ich war mehr als nur sauer und vor allem war ich verwirrt. Dieser Ort hier war furchtbar und darin eingesperrt zu sein, war noch schlimmer. Doch abgesehen davon, war es am Schlimmsten, dass ich wohl hier sterben würde, nur ein der Typ meint, nicht mit mir zusammenarbeiten zu wollen. Ich sah hoch in den Himmel und betrachtete es einen Moment. "Kann ich einen anderen Partner haben?", fragte ich gen Horizont, allerdings bekam ich keine Antwort. "Mh... das heißt wohl nein", schlussfolgerte ich und setzte mich in Bewegung meinen kollegialen Kammeraden einzuholen. "He, warte!", meinte ich genervt und holte auf. "Ehrlich jetzt. Keine Alleingänge, sonst sind wir im Arsch", knirschte ich. "Sag mal...", meinte ich und sah ihn von der Seite aus an. "Du bist Yushin", stellte ich plötzlich fest. Ich kannte ihn, weil wir einst in der selben Klasse gewesen waren. Aber viel mitaneinder zu tun hatten wir nie wirklich. "Wir haben mal zusammen auf dem Schulfest an einem Imbiss gearbeitet. Weißt du noch? Du hast mich die ganze Arbeit machen lassen", erzählte ich aus meinen Erinnerungen. "Du warst noch nie wirklich der Typ für Teamarbeit. Aber was soll ich sagen...", sagte ich und hob fragend die Hände. "Ich wohl auch nicht", beendete ich meinen Satz und sah mich um. Hier war es wirklich grau, heiß und unangenehm.
      Plötzlich sah ich zwei andere Menschen völlig wirr umherlaufen und sich gegenseitig anschreien. "Ah, Gegner", meinte ich leicht kichernd und ein Gefühl von Adrenalin durchfuhr meinen Körper. Alles in mir Kribbelte und ich war wirklich sehr aufgeregt auf das, was gleich kommen würde. Ich drehte meinen Kopf und entdeckte auf einem Stein ein Küchenmesser. Es blitzte mich regelrecht an und ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. "Jackpot", meinte ich leise zu mir selbst, lief dorthin und nahm den kalten Stahl in meine Hände. Um die Schärfe zu überprüfen legte ich meinen Daumen auf die Klinge und schnitt mir in diesen. Wieder kicherte ich und drehte mich zu den beiden um. Es waren zwei Frauen. "He, ihr da! Es gibt Ärger!", rief ich den beiden zu und lachte laut. Die Frauen sahen verängstigt zu uns. "Wir wollen- wir wollen niemanden etwas tun", meinte die blonde junge Frau. Nachdenklich legte ich meinen Kopf schief. "Aber wenn keiner von uns stirbt, dann werden wir hier wohl jämmerlich verhungern, weil wir sonst nicht von hier wegkommen", meinte ich. "Sie hat Recht. Lilly kämpfe!", rief ihre schwarzhaarige Partnerin. "ich will aber nicht!", schrie der andere verzweifelt und schien den Tränen nahe zu sein. "Dann sterben wir beide du dumme Kuh!", fluchte die andere und setzte ihren Blick nicht von mir ab. Ich erinnerte mich an meine Fähigkeit Zombies für mich kämpfen zu lassen, aber wie sollte ich die erschaffen? Ist ja nicht so, als könnte ich einfach einen X-Button drücken und schon würden sie erscheinen. Nein, so einfach würde es nicht sein. Aber bis ich das herausfinden würde, musste ich eben mit meinem tollen Messer kämpfen. Ich konzentrierte mich auf die Schwarzhaarige und rannte auf sie zu. Irgendwie schien sie sich zu erschrecken, als ich angerannt kam, als hätte sie dies nicht erwartet. Voller Euphorie ließ ich einen kleinen Kampfschrei raus und zückte mein Messer. Die schwarzhaarige Frau wollte sich verteidigen und sprang zu Seite. Mein Messer traf sie trotzdem und verpasste ihr einen schönen geraden Schritt am Oberarm. Ich drehte mich wieder zu ihr um und kicherte. Das Gefühl war überwältigend. "Komm schon, was hast du drauf?", fragte ich sie voller Kampfeslust.

      Shiro Tanaka

      Die ganze Zeit über konnte ich nicht einschlafen und lag einige Minuten - oder waren es schon einige Stunden ? - lang wach. Ab und zu schaute ich auf mein Handy, ob mein zufälliger ausgewählter Partner nun dem Spiel beigetreten war, aber nichts dergleichen geschah. "Was eine scheiß App", meckerte ich leise. Ich sah auf meinen Freund, der seelenruhig schlief. Bei diesem Anblick wurde ich leicht wehmütig. Ich musste von ihm weg, aber wie sollte ich das schon hinbekommen? Andererseits liebte er mich und ich ihn, also wieso sollte ich gehen wollen? So viele Gedanken schossen mir durch den Kopf, doch nichts mit dem ich etwas anfangen konnte. Alles in mir war zwiegespalten und ich wusste nicht weiter. Erschöpft seufzte ich leise und schloss meine Augen. Vielleicht war es jetzt an der Zeit zu schlafen. Nachdem ich meine Augen geschlossen und mich darauf eingestellt hatte einzuschlafen, gab mein Handy ein leises Klingeln von sich. Sofort setzte ich mich auf und nahm mein Handy in die Hand. Ich öffnete die App und tatsächlich war mein Partner spielbereit. Zufrieden lächelte ich etwas. Einerseits hatte ich wirklich Angst vor diesem Spiel, andererseits würde es mich vielleicht auch einfach auf andere Gedanken bringen. "Das Spiel beginnt", zeigte die App an und ich wartete, bis das Spiel geladen war. Plötzlich wurde mir ganz schwindelig. Ich hielt meine Hand an meinen Kopf, ließ aber das Handy nicht los und versuchte gegen diesen plötzlichen Schwindel anzukämpfen. Hatte ich heute etwa zu wenig getrunken? Mein Körper begann unruhig zu werden und mein Herz raste. Was war das? Eine Panikattacke? Egal wie sehr ich versuchte dagegen anzukämpfen, es gelang mir einfach nicht. Gerade, als ich meinen Freund um Hilfe bitten wollte, begann plötzlich ein Sog an mir zu zerren. Dieser Sog kam von meinem Handy aus. Ich spürte, wie ich hineingezogen wurde. Es schmerzte am ganzen Körper. Fast so, als würde ich von innen heraus zerrissen werden. Doch Schreien konnte ich auch nicht mehr. Dafür war ich viel zu sehr hineingezogen worden. Dann wurde alles schwarz und ich verlor mein Bewusstsein. Als ich die Augen öffnete, wusste ich nicht, wie viel Zeit bereits vergangen war. Aber ich bemerkte sofort, dass ich nicht mehr in meinem Bett lag. Ich begann damit meine Hände zu bewegen und fühlte Sand und Wärme. Als ich mich dann umsah erkannte ich, dass ich mich mich auf einer Insel befand. Verwirrt setzte ich mich auf meinen Hintern und beobachtete zunächst die Lage. Das hier machte doch alles keinen Sinn! Vielleicht war ich bereits eingeschlafen und würde in diesem Moment nur träumen und noch in meinem Bett liegen. Aber irgendwie... schien hier alles so real und vor allem schien ich real zu sein. Ein junger Mann kam völlig desorientiert auf mich zu und fragte mich, ob bei mir alles in Ordnung sei. Als nächstes sprach eine zweite Stimme, die so klang, als würde sie aus dem Himmel kommen. Er kündigte das Spiel an. Also doch die App?! Ich sah zu dem jungen Mann und nickte sanft. "Ja, ich denke schon und bei Ihnen?", fragte ich nach, aber irgendwie interessierte mich das im Augenblick recht wenig. Vielmehr wollte ich wissen, wo genau ich war und wie ich wieder nach Hause kommen würde. Mein Freund würde bestimmt ziemlich sauer werden, wenn er bemerken würde, dass ich nicht mehr zu Hause war. Ich musste also so schnell wie möglich wieder zurück. Also stellte ich mich auf meine wackeligen Beine und sah mich noch einmal um. Was sollten wir tun?
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Yushin Miller
      Ich benötigte keine Hilfe von irgendeiner dahergelaufenen Braut, die es auch noch wagte mich mit ihren dreckigen Gliedmaßen zu berühren und mich mit ihren überaus hässlichen Bemerkungen zu bombardieren. Darauf konnte ich wirklich getrost verzichten und genau das tat ich auch, ließ sie einfach weitererzählen und ging meinen eigenen Weg, immerhin musste ich mir zunächst einen Überblick über den Ort verschaffen auf dem wir hier gelandet waren und so wie es schien, war es nicht nur ein Spiel. Die Schmerzen waren real, dachte ich mir, denn ich konnte vorhin deutlich spüren was sie tat und auch die Berührungen fühlten sich viel zu echt für ein Spiel an. Vor allem weil es kein VR Programm oder ähnliches war. Es war doch nur eine dämliche App auf meinem Smartphone, so viel Leistung konnte dieses gar nicht erbringen. Also war das hier eine Art Anime oder so in dem ich gelandet bin? Na große Klasse dachte ich mir und lief wutschnaufend weiter. Zu meiner Missgunst kam mir dieses Olle hinterhergedackelt, so als wäre sie ohne mich verloren, was natürlich verständlich gewesen war, schließlich war ich, ICH und ich bin der Beste. Al sie mich eingeholt hatte wagte sie es tatsächlich erneut mich einfach so anzusprechen und scheinbar war sie der Meinung, nur weil sie meinen Namen kannte und wohl auf einem der vielen Schulfeste mit mir zusammen gearbeitet hatte, dass sie jetzt etwas ganz besonderes war. Da ich nicht so sein wollte, gönnte ich ihr einen Erfolg und ließ sie an meiner Stimme teilhaben ohne sie nur zu beschimpfen.
      "Ja, ich bin Yushin, aber ich habe keine Ahnung wer du bist, aber du hast schon richtig erkannt, du bist nicht fähig zur Teamarbeit..ich hingegen..schon..kommt nur auf das Team an..Immerhin habe ich mein Team schon zu vielen Siegen verholfen...Wenn du also nicht gänzlich unfähig bist..kann das schon funktionieren..komm mir einfach nicht in die Quere"
      Ich seufzte, hatte aber nicht unbedingt viel Zeit um sie an meiner Partnerin zu verschwenden, denn dort waren sie, diejenigen die es sich zu entledigen galt. Entweder sie oder ich, da war meine Entscheidung ganz offensichtlich und so wie ich das sehen konnte, war diese Fremde, die ich wohl Partnerin nennen musste, auch in der Lage etwas zu tun. Zunächst beobachtete ich, was sich vor mir abspielte. Während sich meine Partnerin wohl um die eine Frau kümmern wollte, nahm ich es mir zur Aufgabe für die theoretische Sicherheit der anderen Person zu sorgen, was selbstredend nur ein Vorwand war um an ihre Fähigkeit zu gelangen. Ich schlich um das Schlachtfeld und berührte vorsichtig die Schulter, woraufhin sich die Dame erschreckte. "Entschuldigung...das war keine Absicht..ich weiß nur nicht was hier passiert..ich will nicht kämpfen..ich hasse Blut..und diese Gewalt..wieso bin ich hier" Ich versuchte mir dabei ein paar Tränen aus den Augen zu drücken um es glaubhafter wirken zu lassen und tatsächlich funktionierte mein Plan bestens. Nicht nur hatte ich jetzt ihre Fähigkeit, welche ziemlich interessant war, zumindest laut der Beschreibung die ich kurz lesen konnte nachdem ich 3 Skilltabletten erhielt. Diese musste ich weise einsetzen, denn so wie ich meine Fähigkeit verstand würden diese 3 Tabletten am Ende verschwinden und nur die eine, die ich durch Berührung der Leiche erhalte würde mir in den kommenden Runden bleiben. Nur bei meiner Partnerin war es wohl anders, da behalte ich die anfänglichen 3 Tabletten bis zur Nutzung. Ganz schön kompliziert, doch nun wollte ich mich erstmal der jungen Frau widmen, die sich wohl sicher bei mir fühlte. Wir schauten beiden unseren Partnern zu wie sie sich versuchten gegenseitig den Kopf einzuschlagen. Oh wie gerne wäre ich da jetzt an ihrer Stelle, aber was dachte ich denn da..ich hatte doch ein potenzielles Opfer direkt neben mir und..in der Theorie gab es keine Strafe für das Töten, es war sogar vielmehr erwünscht. Ich fing an zu lachen und stieß dann die Frau die wohl Lilly hieß zu Boden und setzte mich auf sie. In Ihrem Blick erkannte ich die aufkommende Panik, die Verwirrung. "Hast du mich tatsächlich für einen netten Kerl gehalten du widerlicher Abschaum?! Sei froh, dass du mich berühren durftest mit deinen ekelhaften Tentakeln die du Arme nennst!" ich genoss es sehr die Macht über ihr Leben zu haben, denn sie machte nicht den Eindruck als wollte sie kämpfen. Damit es auch so bleibt schluckte ich zwei ihrer Tabletten und hatte dadurch die Fähigkeit Waffen zu erschaffen, jedoch auf zwei limitiert. Es war tatsächlich wie ein Spiel, man musste sich nur auf den Skill konzentrieren und tada..geschafft. Ich hielt zwei Messer in der einen Hand und stach diese dann mit voller Wucht in jeweils eine ihrer Hände und in den Boden. Wie sie sich vor Schmerzen krümmte, wie ihre Schreie in meine Ohren drang. Es schüttete mir das Adrenalin in den Körper, es war so himmlisch. Ich legte schließlich meine Hände um ihren Hals und drückte zu, erst langsam, dann immer fester...bis das letzte bisschen Luft aus ihr gewichen war. Triumphierend erhob ich mich und kicherte in den Himmel hinauf. Endlich hatte ich es getan, mein erster Mord..und es..fühlte sich so gut an..dieses Spiel..es war wie für mich geschaffen. ich konnte ohne Probleme zu bekommen Menschen töten...Ich habe die ultimative Macht über den Gesetzen zu stehen! Ich berührte ein letztes Mal die Leiche um eine weitere tablette zu bekommen und schluckte zur selben Zeit die letzte der 3 die ich als erstes von ihr bekam, um mir daraus ein Katana zu erschaffen, das besser hätte nicht sein können. Er sah schließlich zu seiner Partnerin hinüber und hoffte, sie hatte ebenso viel Spaß wie er.



      Zane Kawabata
      Es dauerte nicht sehr lange bis er eine gute Nachricht von der Frau erhielt, der es gut zu gehen schien und gleichzeitig fragte sie nach seinem Befinden.
      "Mir geht es soweit okay"
      Mehr konnte er auch nicht sagen, da begann scheinbar das Spiel zu starten. Da er sich die regeln durchgelesen hatte, bzw diese überflogen hatte, konnte er erahnen was sie tun mussten, aber war er wirklich dazu in der Lage. Vermutlich wäre es schlau sich erstmal mit seiner Partnerin bekannt zu machen und zu erfahren für welche Fähigkeit sich diese entschieden hatte, aber die Frau wirkte so als hätte sie keinerlei Interesse daran und würde lieber schnellstmöglich von hier weg. Verständlich, in seinen Augen, aber es gab vermutlich nur einen einzigen Weg zurück. Seine Fantasie spielte für ihn viele Szenarien durch, aber alle führten zum gleichen Ergebnis, also versuchte er es einfach erneut.
      "Entschuldigen Sie bitte...Ich weiß, es ist ihnen vermutlich egal, aber mein Name ist Zane und ich habe eine seltsame App auf dem Handy gefunden, welches eine Art Spiel sein soll..und ich durfte mir eine Fähigkeit auswählen.."
      Er versuchte ihr seinen Skill ein wenig zu erklären, alles auf einmal wäre sicherlich zu viel Information, aber die Basis hatte er ihr jetzt nähergebracht, sofern sie zugehört hatte.
      "..ja..genau...Dürfte ich auch ihren Namen und Skill erfahren? Ich vermute wir müssen uns hier gemeinsam durchschlagen, da wäre es nur von Vorteil, meinen sie nicht auch?"
      Beim genaueren Hinsehen wurde er das Gefühl nicht los diese Frau schon einmal gesehen zu haben...viel mehr..dass er sie öfter gesehen hatte, aber sie sah auch anders aus..mitgenommen..fertig...so als hätte sie zur Zeit eine schwere Zeit, aber das war nicht seine Sache, sich einzumischen..dazu hatte er nicht das Recht, schließlich waren sie nur zwei Fremde, die sich hier zum ersten Mal begegneten..oder? Dann schoss es ihm wie aus dem Nichts in den Kopf...um seine Vermutung zu bestätigen hätte er gern ihren Namen gehört, denn eigentlich hielt es dies für unmöglich. Er grübelte über die Initialien nach, die man ihm gegeben hatte, die Initialien die zu seinem Partner gehören mussten. S-T. Sie konnte es tatsächlich sein, aber war sie es wirklich. So gern er auch weiter darüber nachgedacht hätte, die Zeit fehlte ihm, denn plötzlich drang aus dem Wald vor ihnen ein menschlich klingender Schrei. Sofort stand er auf und wollte nachsehen was geschehen ist, aber er konnte die junge Frau auch nicht einfach zurücklassen.
      "Wollen wir uns das mal ansehen?" Auch wenn er ein wenig Angst davor hatte dort nachzuschauen konnte er nicht anders und da dies hier sowieso nur ein Spiel gewesen war, konnte doch nichts schlimmes passieren. im Schlimmsten Fall würde er auf der Wiese neben Ghost wieder aufwachen und sein Leben weiterführen als wäre nichts geschehen...


      courage is the magic that turns dreams into reality