Across the Universe [Nymeria & Zerome ]

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    • Across the Universe [Nymeria & Zerome ]

      Vorstellung
      @Nymeria

      Across the Universe

      Sie waren erst vor wenigen Stunden eingetroffen oder wohl eher aufgewacht. Die Forschung war noch nicht weit genug um dafür zu sorgen, dass die gesamte Crew einen Sprung in den Hyperraum unbeschadet überstand. Man griff also noch immer darauf zurück sie in einen künstlichen Schlaf zu versetzen bis das Schiff sein Ziel erreichte. Er übertrieb also kein Stück, wenn er behauptete, dass er sich wie gerädert fühlte. Er hatte zwar die letzten zwei tage mit Schlafen verbracht, doch ausgeruht fühlte er sich trotzdem noch lange nicht. Sein ganzer Körper fühlte sich irgendwie steif an und er war noch längst nicht wach genug um effektiv mit arbeiten zu beginnen. Außerdem hatte er irgendwie damit gerechnet in ein vertrautes Gesicht zu blicken, als er aufgeweckt wurde. Sicher war ihm auch der Android, der sie auf dieser Mission begleitete bekannt, doch er kannte ihn bei weitem nicht so gut wie Nova, die zurückgeblieben war um ein anderes Team zu unterstützen. Er wusste nicht wieso er gerade sie erwartet hatte, obwohl er doch eigentlich nur zu gut wusste, dass sie nicht dieser Gruppe angehört. Außerdem verwunderte ihn es ein wenig, dass er so enttäuscht darüber war nicht sie zu treffen, sondern jemand anderen. Er hatte ihr Gesicht nur zu gut vor seinem geistigen Auge gehabt und hatte es wohl deswegen einfach erwartet. War sie es doch schließlich bisher immer gewesen die ihn vor und nach dem für die Trainingseinheiten simulierten Schlaf geweckt hatte. Nun also in das Gesicht eines männlichen Androiden zu blicken, war ein wenig irritierend. Aber er wurde damit fertig. Hatte er doch wichtigeres zu tun, als sich darüber den Kopf zu zerbechen warum er so fixiert auf sie war.
      Zuerst einmal stand essen auf dem Plan. Zwar waren sie mit allen nötigen Nährstoffen und dergleichen versorgt wurden, doch es war trotzdem nur eine Nährlösung, die beim besten Willen nicht an richtige Nahrung heranreichte. Oder zumindest an das was man ihnen hier als richtige Nahrung anbot. Es war kein Vergleich zu dem was er von zu Hause gewöhnt war, aber immer noch besser als irgendeine durchsichte Flüssigkeit, die er aus einem Beutel intravenös eingetropft bekam. Außerdem gab es dazu Kaffee und das war im Moment wohl das was er am meisten benötigte um wieder wach zu werden. Immerhin standen gleich einige Arbeiten an, die erledigt werden mussten. Sie waren vorort in einem Sonnensystem, on dem vermutet wurde, dass es einen erdähnlichen Planeten beherbergen könnte, den man bewohnen könnte. Diesen umkreisten sie nun und würden die ersten Vorbereitungen treffen, um erste Proben zu nehmen. Sollte sich ihre Annahme bestätigen, müssten sie genug Beweise finden um das Überleben der Menschen zu sichern und um eine erste bemannte Expedition auf die Oberfläche hinunter zu wagen. Das würde gewiss noch eine ganze Menge Zeit in Anspruch nehmen und mit all diesem theoretischen Kram hatte er eher weniger am Hut. Er war Techniker und würde erst zum Einsatz kommen, wenn alle Vorbereitungen getroffen worden waren und sie die Sonde hinunterschicken konnten. Bis dahin hatte er andere Aufgaben. Das Verständigen der zweiten Expeditionsgruppe, sowie der Basis zum Beispiel, um sie darüber zu informieren, dass alles in bester Ordnung war. Er sollte sich nicht allzu sehr darüber freuen, doch irgendwie... Es bestand nur eine geringe Chance, dass er dabei auf Nova treffen würde, doch es stimmte ihn trotzdem irgendwie glücklich.
      Das Essen war beendet und alle anderen beschäftigten sich bereits mit dem was sie am besten konnten, um möglichst schnell starten zu können. Es würde sicher trotzdem noch ein paar Stunden, vielleicht auch den gesamten Tag dauern, weshalb er mehr als genug Zeit hatte um persönlich ihren Status an ihre Basisstation nahe der Erde zu übermitteln und kurz darauf die zweite Gruppe anzuwählen. Sie alle waren während ihrer Ausbildung irgendwie einander nähergekommen. Manche mehr als andere. Und nur deswegen hatten sie damit begonnen so miteinander zu kommunizieren. Es gab keinen Befehl oder dergleichen dafür, aber jeder hatte irgendjemanden den er sehen wollte. Nicht nur er selbst, sondern auch jeder andere hatte einen Freund oder sogar Familie, der aus dem ein oder anderen Grund in der anderen Gruppe gelandet war. Er tat sich damit also nicht nur selbst einen Gefallen, sondern auch allen anderen, die früher oder später gewiss zu ihm dazu stoßen würden, sobald er eine sichere Verbindung zu stande gebracht hatte, was manchmal wirklich schwierig war, wenn man bedachte, wie weit entfernt sie voneinander waren. Außerdem konnten sie sich noch nicht sicher sein, dass die anderen bereits wach waren. Ihre Reise war zwar ein wenig kürzer gewesen, doch wer wusste schon was für Komplikationen sich ergeben hatten. Versuchen tat er es trotzdem, auch wenn er seiner Meinung nach viel zu lange darauf warten musste bis sich überhaupt eine Verbindung herstellte. Das es noch länger dauerte bis überhaupt jemand darauf reagieren würde, machte das Warten nicht unbedingt besser. Ungeduldig tippte er mit dem Zeigefinger immer wieder neben sich auf die Kontrollkonsole. Warten war ein so unglaublich langwieriger Prozess an dem er beim besten Willen keinen Gefallen finden konnte. Hoffentlich war ihnen nichts passiert und sie sahen es einfach nicht sofort. Er wollte sich keine unnötigen Sorgen machen, doch mit jeder Sekunde die verstrich, wuchs das unbehagliche Gefühl in ihm. Es war immerhin eine Reise in das Ungewisse. Trotz all des Fortschritts, riskierten sie noch immer eine Menge in dem sie hier draußen waren.
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

      Child of Light - Igniculus & Aurora
    • Sie hatte ihren Blick auf die schiere Endlosigkeit des Universums gerichtet. Die Dunkelheit wurde von vielen Sternen erleuchtet, unter denen sich auch einige Planeten und Monde befanden, die wegen der Entfernung jedoch klein und unscheinbar wirkten. Es gab noch so viel zu entdecken. Viele der Menschen, die sich am Bord dieses Raumschiffes befanden, würden diese zahlreichen Entdeckungen nicht miterleben dürfen. Zwar versetzte man sie in einem Schlaf, der die Alterungsprozesse des menschlichen Körpers über die langen Reisen etwas verlangsamen sollte, jedoch machte sie es nicht unsterblich. Zudem war der sterbliche Körper anfällig für Krankheiten und Verletzungen konnten ebenfalls nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Während Nova die Ewigkeit überdauern konnte. Vielleicht würde ihr mechanischer Körper es zwar nicht erlauben, doch sich selbst konnte die Schwarzhaarige immer wieder auf eine sichernde Cloud hochladen und in jeden beliebigen mechanischen Körper verweilen. Jedoch musste sich der junge Androide eingestehen, dass sie ihre jetzige Hülle zu mögen begonnen hatte. Sie gefiel sich in dem Körper, der einer schönen, jungen Frau ähnelte. Wann immer sie in den Spiegel sah, eröffnete sich ihr die Frage, ob sie als Mensch auch mit diesem Aussehen und Körper geboren worden wäre. Oder ob sie überhaupt jemals als ein menschliches Wesen die Welt betreten hätte.
      Der Wecker, den sie sich gestellt hatte, ertönte in einem nervigen und penetranten Ton, der die Schwarzhaarige kurz aufschrecken ließ. Ohne diesen Wecker hätte sie höchstwahrscheinlich vergessen die menschlichen Mitglieder der Crew aus ihrem Schlaf zu wecken, so sehr hatte sie sich in der Schönheit des Universums verloren. Sie wand ihren Blick von der schönen Aussicht und begab sich in den Raum, der die Kapseln, in denen die Menschen für eine längere Zeit schlafen und reisen sollten, beherbergte. Es waren nur ein paar der Schlafkapseln besetzt, denn war die Gruppe vor einigen Tagen halbiert worden. Während ihre Gruppe die Aufgabe bekam ein Signal aufzuspüren, machte sich der andere Teil der Crew auf dem Weg einen erdähnlichen Planeten zu untersuchen und ihm Proben zu entnehmen. Es war eine wichtige Aufgabe, von der sie gern ein Teil gewesen wäre. Auch weil sie bei Faron hätte bleiben können. Eilig schüttelte sie ihren Kopf, während sie den Knopf, welcher zum Öffnen der Kapsel beitrug, betätigte. Für sie als Android war es nicht richtig einen Menschen ihrer Crew zu bevorzugen und so oft an ihn zu denken. Sie war eine Unterstützung für die Menschen. Nicht mehr und nicht weniger. Und wahrscheinlich sah er es nicht anders. „Guten Morgen“, sprach sie als der erste Mensch erwachte. Etwas verwirrt und unbeholfen sah er sie an. Wahrscheinlich war er noch gar nicht richtig wach und hatte ihre Anwesenheit realisiert. Zudem konnte der Schlaf in den Kapseln zu Übelkeit und Schwindel führen, weswegen Nova mit ihrer Gruppe sanft und vorsichtig nach dem Erwachen verfahren musste. Sie wollte sie immerhin nicht überfordern und ihnen das Aufstehen so angenehm wie möglich gestalten.
      Nachdem sie die gesamte Besatzung ihrer Crew, die doch sehr mager ausfiel, geweckt hatte, gab sie ihnen über den aktuellen Aufenthalt und Zustandes des Raumschiffes Auskunft. Da Nova mit dem System des Flugzeuges verbunden war, konnte sie die Daten jenes in ihren Speicherdaten aufrufen und ablesen. Wahrscheinlich war es praktisch, jedoch konnte man leicht den Überblick verlieren, da die junge Androidin mehrere Anwendungen zu laufen hatte, die alle nach ihrer Aufmerksamkeit verlangten. Doch hatte sie sich besonders auf ein Programm festgelegt. Es war ein Kommunikations-Programm, dass es ihr erlaubte Nachrichten zu empfangen und zu versenden. Beinahe schon ungeduldig bedachte sie die Anwendung in der Hoffnung, dass bald eine Nachricht oder der Versuch eine Verbindung aufzubauen von der anderen Gruppe in ihrem Postfach auftauchen würde. Vielleicht sollte sie versuchen ein Signal aufzubauen? Die andere Gruppe hatte einen weitaus längeren Weg als sie es gehabt hatten. Vielleicht waren sie auch noch am Schlafen.
      Nova konnte es gar nicht aufhalten, so schnell hatte sie das Bild ihres engsten Gruppenmitgliedes unter ihren Daten vermischt. Wäre sie ein menschliches Wesen mit einem funktionierenden Herzen, so hätte dieses mit Sicherheit einen Sprung gemacht. Jedoch war sie eine Maschine. War sie überhaupt in der Lage etwas zu fühlen oder war es lediglich ein Fehler in ihrem Code? Ihr Erschaffer hatte ihr mehrmals verdeutlicht, dass sie nicht mehr als ein verkabeltes Gerät war, das den Menschen von einem Nutzen sein sollte. Sie war nicht darauf konzeptioniert worden etwas zu fühlen oder gar Freundschaft oder Liebe von der überlegenden Spezies zu empfangen. Allerdings .. Faron war stets nett zu ihr gewesen. Sogar so nett, dass sie ihn nicht einfach als einen normalen Teamkollegen und überlegenen Menschen hatte betrachten können. Er war schon immer etwas wie ein Freund gewesen.
      Erneut suchte sie mit ihrem Programm nach einem Signal, das möglicherweise von Farons Gruppe hätte stammen können. Ihre Kollegen waren gerade am Aufstehen oder bereits auf den Weg um bereits etwas zu essen. Nach dem langen Schlaf forderte der Körper nun seine benötigten Nährstoffe und Energie ein. „Nova“, ertönte die Stimme eines verbliebenen Mitgliedes, das wohl sehr mit der Übelkeit nach dem Erwachen aus dem Hyperschlaf zu tun hatte. Ihr langes Haar verdeckte ihr Gesicht, jedoch ahnte Nova bereits das dieses kreidebleich sein musste. Während sie sich auf die junge Frau zu bewegte, die sie ebenfalls in ihrer Ausbildung kennengelernt hatte, ließ sie die Anwendung weiterhin nach einem Lebenssignal der anderen Gruppe suchen. Und tatsächlich hatte es nicht lange gedauert bis sie eine Verbindung finden und aufbauen konnte. Das bedeutete, dass die andere Gruppe ebenfalls wohlauf sein musste. Erleichterung wusch über sie als sie der Frau ein Glas Wasser und einen Behälter reichte, in dem sie sich notfalls entleeren konnte. Zudem gab sie ihr Medikamente, die gegen die Übelkeit helfen sollten.
      „A12, Nova, hier. Die gesamte Crew ist soeben erwacht und wohlauf. Wir werden bald unseren Aufgaben und Pflichten nachgehen können. Ist eure Besatzung wohlauf? Erbitte Statusbericht“, zitierte sie in ihr Programm und versendete die Nachricht sogleich. Vielleicht würde sie etwas über Faron erfahren.. Mit etwas Glück war er derjenige, der ihre Nachricht empfangen und darauf antworten würde. „Wir haben eine Verbindung zum Schwesternschiff. Spätestens in ein paar Stunden sollte ich die Verbindung soweit verstärkt haben, dass die anderen Kommunikationsgeräte ebenfalls zum Austausch von Informationen verwendet werden können“, teilte sie der blonden Frau, der es schon ein wenig besser zu gehen schien, mit. Im Allgemeinen bedeutete dies nur, dass die anderen Mitgliedern ebenfalls mit ihren Freunden, Verwandten und Partnern über die weite Entfernung kommunizieren konnten. Dies konnte die schwere Arbeit auf den Raumschiffen erleichtern. „Ich begleite dich noch zum Speisesaal“, wand sie sich erneut an die Frau, während sie in ihren Gedanken schon wieder tüchtig auf eine Nachricht wartete.