Perfect Imperfections [Momoko Sheridan & Zerome]

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    • Perfect Imperfections [Momoko Sheridan & Zerome]

      Vorstellung
      @Momoko Sheridan

      Perfect Imperfections

      Seufzend stand er zwischen zwei Reihen von Bücherregalen. Der ganze Morgen war ungewohnt hektisch gewesen und hatte ihn damit vollkommen aus dem Konzept gebracht. Irgendjemand hatte einen Stapel Bücher versucht zurück in die Regale zu sortieren und dabei wirklich mies abgeschnitten. Es wäre einfacher gewesen die Büchr einfach auf seinem Schreibtisch abzulegen. Dann hätte er sich selbst ihrer annehmen können, wäre nur für einen kurzen Moment unzufrieden gewesen bis er die Ordnung wieder hergestellt hatte. Jetzt musste er jedoch jede einzelne Regalreihe absuchen, um alles wieder korrekt herzurichten. Eine wirklich Zeitaufwändige Arbeit, doch er könnte sich sonst nicht konzentrieren. Nicht wenn er immer im Hinterkopf haben würde, dass irgendein Buch nicht an seinem angestammten Platz stand. Wie würde er es denn so wiederfinden? Alles hatte sein System und er als Archivar dieser Sammlung sollte nur zu gut wissen wo er etwas finden konnte. Wie sah das denn aus, wenn er sich nicht einmal in seinem eigenen Reich auskannte. Nein, das wäre eine Schande. Außerdem wusste er noch nicht einmal, wer sich überhaupt an den Büchern vergriffen hatte. Es waren zwar nur einige eher unbedeutende Exemplare, doch er würde sie trotzdem auf Flecken und Beschädigungen überprüfen. Normalerweise würde man ihn in so etwas mit einbeziehen. Doch in letzter Zeit kam es immer öfter vor, dass er über so etwas nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Zumindest nicht persönlich. In der Regel erhielt er einen Zettel mit den benötigten Dokumenten und Aufzeichnungen, aber das war in Ordnung. Diese Aktion jedoch... Er wusste nicht was er davon halten sollte und würde er jemals herausfinden auf wen das zurückzuführen war. Nun... Er wusste noch nicht ganz was er dann tun würde, doch es würde gewiss nichts gutes sein. Es gab schließlich Gründe aus denen er für das Archiv zuständig war und für gewöhnlich sollte sich nicht einfach irgendjemand hier bedienen dürfen. Er würde diesen Umstand wohl bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit bei der Museumsleitung ansprechen. Das konnte er so einfach nicht dulden!
      Das war jedoch noch längst nicht alles. Auf seinem Schreibtisch hatte er zu dem noch eine Notiz gefunden. Eine Notiz, die ihm seine restlichen Nerven an diesem Morgen raubten. Anscheinend war es nun Gang und Gebe alles über seinen Kopf hinweg zu entscheiden ohne ihn zu konsultieren. Eine Praktikantin. So etwas hatte er noch nie gehabt und ganz gewiss auch noch nie gebraucht. Sie war noch nicht einmal fertig mit ihrem Studium. Was sollte er also schon groß von ihr erwarten? Sie würde nur weitere Unordnung mit sich bringen und sein letztes Bisschen Frieden stören. Das konnte er so nicht akzeptieren. Er hatte dem nicht zugestimmt und er würde es gewiss auch nie. Vermutlich war das auch der Grund aus dem all das über seinen Kopf hinwegentschieden worden war. Nun war es zu spät für eine Beschwerde, denn sie würde heute bereits anfangen. Zumindest war das die einzig hilfreiche Information die er dem Zettel entnahm, das Datum des Praktikumsbeginns. Noch nicht einmal das Enddatum hatte man ihm mitgeteilt. Geschweige denn die Uhrzeit zu der sie hier aufkreuzen würde. Hoffentlich erschien sie gar nicht erst. Das würde seinen Tag um ein Vielfaches verbessern. Doch wie hoch standen schon die Chancen dafür? Sie würde gewiss gleich hier sein und ihm dann den letzten Nerv rauben. Vielleicht fand er irgendeine nicht allzu anspruchsvolle Aufgabe für sie, damit er sie so wenig wie möglich um sich hatte. Oder aber er konnte sie zu irgendjemand anderem abschieben. Wer arbeitete schließlich schon gern in solch einem stickigen und staubigen Archiv? Hier wüde es ihr gewiss nicht gefallen. Zumindest hoffte er das. Er würde einfach niemanden als sich selbst hier unten dulden können. Sie würde alles durcheinanderbringen. Alles würde aus seiner gewohnten Reihenfolge gerissen werden. Das konnte er einfach nicht. Das war ein Ding der Unmöglichkeit. Ein Praktikant in seinen heiligen Hallen... Das würde ihn in den Wahnsinn treiben.
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

      Child of Light - Igniculus & Aurora
    • Delia war viel zu spät aufgestanden. Das lag wohl daran das sieam vorherigen Abend irgendwo ihren Wecker hingelegt hatte und sie nicht mehr wusste wohin. Allerdings hatte sie ihn zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestellt, deswegen bestand nicht mal die Chance ihn zu finden wenn er klingelte. Sie musste also besser wann anders nach diesem Teil suchen. Sie schätzte das es im Schlafzimmer irgendwo lag, aber das musste ja nicht sein. Es gab genug Auswahl.
      Sie hatte sich also beeilt dorthin zu kommen und hatte ihr Fahrrad, mit dem sie gekommen war, am Fahrradständer abgestellt. Dabei war sie sich jedoch unsicher ob sie es jetzt tatsächlich abgeschlossen hatte. Das war in ihrem Kopf nicht so ganz hängen geblieben. Sie hatte das Gebäude betreten und sich angemeldet. Nachdem sie ein paar Unterlagen erhalten hatte, wurde sie in eine Richtung losgeschickt. Sie war eindeutig mehrmals falsch abgebogen, denn eigentlich sollte sie bereits da sein, aber in diesem Moment störte sie das gar nicht. Sie fand es hier wirklich beeindruckend. So viele coole Sachen. Sie lief durch einen Flur und drehte sie leicht im gehen. Als sie wieder nach vorne drehte registrierte sie zu spät das dort eine Tür war und lief dagegen, da die Tür nicht nachgab stolperte sie zurück und die Unterlagen verteilten sich über den Boden. Sie rieb sich über die Nase und schaute nach ob sie Nasenbluten hatte, da dies dem nicht so war wanderte ihr Blick an der Tür hoch. Hoffentlich war nichts kaputt gegangen. Aber sie erkannte auch an der Tür keinerlei Schaden. Also wanderte ihr Blick zu den Unterlagen, welche sie anfing einzusammeln. Bei einem der Blätter stockte sie. „Klar das es einen Lageplan gibt. Damit wäre ich vielleicht schneller da gewesen.“ Es war nur ein Leises Murmeln womit dies über ihre Lippen kam. Dann tastete sie in ihrer Tasche nach ihrer Brille. Als sie diese Endlich ertastete zog sie diese raus und schob sie sich auf die Nase. Damit konnte sie den Lageplan vergessen. Als sie ungefähr wusste wo sie war wollte sie schon einfach los laufen, als sie bemerkte das noch ein paar Blätter auf dem Boden lagen. Nur wenige Sekunden später waren die Blätter vom Boden verschwunden und in der Tasche verschwunden. Die junge Frau lief weiter zum Archiv.
      Tatsächlich trat sie kurz darauf durch eine Tür in das Archiv. Das war jetzt schon beeindruckend und es gefiel ihr jetzt schon. Hier roch es durchaus so, wie sie es erwartet hatte und irgendwie mochte sie den Geruch. Auch wenn es nicht schlecht wäre mal durchzulüften. Sie konnte es ja mal vorschlagen. Sie machte einige Schritte auf eins der Bücherregale zu und strich über ein paar Buchrücken. Das war unglaublich faszinierend. Sie lächelte und steckte den Lageplan in ihre Tasche zurück. Dann viel ihr auf das ja wahrscheinlich jemand hier war. Schließlich hatte sie ja hier einen Ansprechpartner. Hatte sie sich den Namen nicht irgendwo aufgeschrieben? Ihr Blick wanderte zu ihrer Tasche. Sie hatte die Zettel einfach nur rein gestopft. Das würde sie nie finden. Also egal. „Hallo? Ist jemand da? Ich heiße Delia Campbell und bin die Praktikantin für die nächste Zeit hier im Archiv.“ Dann trat sie in den Mittelflur und sah den Raum runter, um zu sehen ob jemand raus kam der irgendwas wusste. Dabei hoffte sie inständig nicht zu hören, das es doch der falsche Raum war, aber eigentlich konnte sie sich das nicht vorstellen.
    • Er hatte sich schon fast darüber gefreut, dass ihn heute niemand mehr stören würde, hatte es doch schließlich bereits mehr als genug unvorhergesehene Zwischenfälle gegeben. Doch natürlich war heute keiner dieser besonderen Tage an denen niemand etwas von ihm wollte. Dafür war das Geräusch der Tür einfach viel zu laut. Er hatte es einfach nicht überhören können, dabei konnte man sie durchaus auch leise schließen. Warum das jedoch niemand schaffte, war ihm schleierhaft. Zumindest wusste er so immer sofort, wenn sich jemand in sein Reich verirrte. Darüber freuen tat er sich dennoch nicht. Er hatte seine Ruhe haben wollen und gehofft, dass heute einer dieser Tage war an denen man seine Existenz einfach vergaß. Er wollte weder einen seiner Kollegen, noch diese Praktikantin heute sehen. Er wollte hier nur wieder Ordnung schaffen und seine Arbeit genießen. Musste man ihm das denn immer wieder zu nichte machen?
      Es gab zwar noch einige Bücher, die noch nicht wieder an ihren Platz zurückgekehrt waren, doch er konnte sich wohl nicht für immer zwischen den Regalreihen verstecken. Schon gar nicht wenn er von hier aus nicht erkennen konnte mit welch klebrigen Fingern sich irgendjemand an seinen Schätzen zu schaffen machte. Nur weil er nicht in Sichtweite war hieß das schließlich noch lange nicht, dass man sich alles erlauben durfte. Er hoffte also wirklich für denjenigen, der es gerade wagte seinen chaotischen Morgen in einen noch tieferen Abgrund zu stürzen, dass er einen guten Grund hatte hier aufzutauchen und es besser wusste, als mit seinen Händen alles begrabschen zu müssen, denn ansonsten würde er gewiss in den nächsten zehn Minuten noch einen Nervenzusammenbruch erleiden und von dem würde er sich ganz sicher nicht allzu schnell erholen können. Was dann nur mit all den Büchern hier passieren würde? Er wollte gar nicht darüber nachdenken. Hoffte einfach, dass sich diese Angelegenheit schnell klärte und er dann wieder seinem gewohnten Rhythmus folgen konnte. Heute ging einfach schon viel zu viel drunter und drüber.
      Das es sich bei der Person um seine Praktikantin handeln könnte, hatte er nicht weiter bedacht und auch das was sie zu ihm sagte, kam nicht unbedingt bei ihm an, denn als sie mit sprechen begann, kam er gerade hinter einem der Regale hervor und erstarrte regelrecht, als er sah wen er dort vor sich hatte. Nicht nur kannte er diese junge Frau nicht, noch dazu sah sie aus, als wäre ein Farbeimer auf ihr gelandet. Stellte das Museum nun auch solche Personen ein? Was warf das bitte für ein Bild auf sie? Wer sollte sie so noch ernst nehmen? Er hatte eindeutig eine ganze Menge anzusprechen. Nicht nur, dass sich ohne sein Wissen jemand an den Archivstücken vergriff und man ihm ungefragt Praktikanten aufschwatzte, nein, nun berücksichtigte man noch nicht einmal mehr das seriöse Auftreten eines Museums und stellte jede dahergelaufene Göre ein. Das musste wahrlich ein schlechter Scherz sein. Und falls nicht... Nun... Er wusste noch nicht was er dann tun sollte, außer seinen Verstand zu verlieren, doch das war nicht unbedingt eine wünschenswerte Option.
      "Sie haben sich gewiss im Zimmer geirrt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir einander kennen oder einen Termin vereinbart haben. Wenn sie also so freundlich wären sich an die Museumsleitung zu wenden, ich würde meine Arbeit gern ungestört fortsetzen." Er hatte einen Moment benötigt um sich aus seiner Starre zu lösen und mit einem Räuspern seine Stimme wiederzufinden, ehe er ihr sachlich, aber dennoch irgendwie drängend antwortete. Sie sollte schnellstmöglich wieder verschwinden. Er machte sich also gar nicht erst die Mühe auf sie zuzugehen, sie zu begrüßen oder gar sich vorzustellen. Das musste ein einziges großes Missverständnis sein und er konnte nicht darauf warten bis es sich endlich auflöste und er nichts mehr damit zu tun hatte. Und bis dahin hieß es wohl einfach nur abwarten und Tee trinken. Oder in seinem Fall misstrauisch das Mädchen vor sich beäugen und dabei ungeduldig mit der Fußspitze auf- und abzuwippen. Er hatte eindeutig besseres zu tun, als irgendwelchen verwirrten Neulingen den rechten Weg zu weisen.
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    • Neu

      Sie sah einen Mann aus einer Bücherreihe kommen und ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Immerhin war hier jemand. Bei seinen Worten sah sie ihn skeptisch an. Er erschien ihr doch ein wenig unhöflich. Sie sollte ihn darauf vielleicht aufmerksam machen. Andererseits war es nicht das beste gleich am Anfang jemanden zu kritisieren. Außerdem war er bestimmt gestresst. Sollte er hier alleine sein war das bestimmt viel Arbeit für einen alleine. Auch war klar dass er sie nicht kannte, schließlich war sie noch nie hier gewesen. Aber sie hatte eigentlich irgendwie eine Art Termin. Aber vielleicht nicht bei ihm. Vielleicht war dies doch nicht das Archiv. Sie sah sich noch mal um. Eigentlich konnte sie sich das nicht vorstellen. Ihr Blick wanderte wieder zu ihm. Er schien irgendwie nur darauf zu warten das sie wieder ging, zumindest wirkte so das leichte Wippen seiner Fußspitze. Sie sah ihn wieder an und lächelte ihn an. „Nun, ich dachte das hier sei das Archiv. Ich wurde nämlich zum Archiv geschickt. Wenn es hier nicht ist, könnten sie mir dann vielleicht den Weg erklären? Ich habe auch einen Lageplan, darauf können sie es mir auch zeigen.“ Sie lächelte ihn freundlich an.Sie wand sich ihrer Tasche zu und stockte. Da sie dort so leicht nichts fand kniete sie sich hin und schüttete den Inhalt kurzerhand auf den Boden. Sie sortierte kurz die verschiedenen Utensilien auf dem Boden und räumte dann verschiedene Sachen wieder in die Tasche. Allerdings etwas geordneter.
      Als sie zu den Unterlagen kam sortierte sie diese auch grob und strich sie alle gerade. Als sie den Lageplan hatte legte sie ihn beiseite und räumte den Rest wieder in ihre Tasche. Sie stand mit dem Lageplan in der Hand auf kramte dann wieder einen Stift raus. „Noch besser wäre es sogar wenn sie es dann kurz einzeichnen könnten.“ Sie sah ihn wieder an und lächelte leicht. Dabei hielt sie ihm sowohl das Papier als auch den Stift hin. Schließlich bräuchte er diese Sachen wenn er ihr dabei helfen würde.