Versprochen (Alice & Hera)

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    • Als mein Wecker klingelt spüre ich, wie Haare in meinem Gesicht kitzeln. Ich wische mir mit der Hand über das Gesicht um die Haare zu entfernen und blicke neben mich. Ushio liegt dicht bei mir und schläft tief und fest. Schnell und vorsichtig mache ich meinen Wecker aus um sie noch etwas schlafen zu lassen. Auch wenn Ushio ein eigenes Zimmer hat, schläft sie die meiste Zeit bei mir. Das ist allein meine Schuld, denn ich hatte sie eine ganze Zeit lang alleine gelassen. Ich decke sie zu und gehe an meinem Schrank um mir frische Klamotten zu holen. "Papa?" ihre verschlafene Stimme lässt mich umdrehen und sehe sie im Bett sitzen. "Ushio schlaf noch etwas, es ist noch viel zu früh für dich um aufzustehen" ich gehe zu ihr und lege meine Hand auf ihren kleinen Kopf. " Ich werde dich wecken wenn das Frühstück fertig ist" ich gebe ihr einen sanften Kuss auf die Stirn und sie legt sich wieder hin. Schnell war sie wieder eingeschlafen und schaue sie an. Sie sah aus wie ihre Mutter aber hatte die Gesichtszüge von mir laut meiner Mutter. Ich gehe aus dem Zimmer, dusche schnell und mache Omelett und Kakao für Ushio. Dann richte ich ihr Pausenbrot und Tee für den Kindergarten her. Als ich ins Zimmer komme ist Ushio wach.
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      Sie spielt mit ihr "Mochi" den ihre Mutter Wochen vor der Geburt schon gekauft hatte. Das einzige was sie von ihr hat. Ich spüre den Klos in meinem Rachen aufsteigen und räusper mich.
      "Ushio komm aufstehen es gibt Frühstück."

      Nachdem sie gefrühstückt hatte machte ich sie sich selbstständig fertig. Sie wollte dabei alleine sein und schaute deshalb nur heimlich in das Zimmer. Ich musste lächeln als sie sich ihre Kindergartenkleidung vorbereitete und dabei ein Kinderlied sang. Dann machten wir uns auf den Weg.
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    • "Und vergiss das Shooting morgen früh nicht! Ich weiß dass du gern lange schläfst aber leider müssen wir die Bilder für das Magazin fertig machen!" rief Frau Amane mir hinterher als ich das Studio verlassen wollte. "Verdammt ist es lästig!" Knurre ich meine Antwort worauf nichts mehr zurück kommt. Gnade kennt diese Frau keine, vor allem wenn es um wichtige Termine geht. Das heißt für mich Hausarrest, wenn ich so früh aufstehen muss. Ich hasse es. Mein Nachtleben ist immer so aufregend, ständig lerne ich neue Menschen kennen und vor allem Männer. Die habe ich am liebsten.
      Ich rufe meinen Fahrer an, er solle schnell mich abholen und Heim fahren.


      Die Wohnung fühlt sich echt leer an, jedes Mal wenn ich sie betrete und das Licht anmache, fehlt mir etwas. Oft ist es Gemecker meiner Mutter, wieso ich so spät heim komme oder Vater, der dann schreit, ich sei doch erwachsen und dass sie mich in Ruhe lassen soll. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln und betrete mein Apartment. Schnell springe ich unter die Dusche und mache mich fürs Bett fertig. Es ist schon lange her, als ich das letzte Mal zu Abend gegessen habe oder allgemein selbst kochte. Dafür habe ich einfach nie Zeit und meist esse ich unterwegs. Dazu kommt noch meine strenge Diät, denn natürlich muss ich auf meine Linie achten und sie halten. Würde ich nur ein paar Kilo zunehmen, würde meine Managerin ausflippen und mich zu Sau machen. Sie ist schon ohnehin anstrengend genug. Ich seufze als ich mich auf mein großes Bett fallen lasse. Wieder mal allein. Wie ätzend.

      Aus meinem Schlaf reißt mich nicht mein Wecker. Nein. Es ist wiedermal Frau Amane mit ihrer Grellen Stimme "Guten Morgen Ren! Ich wollte sicher stellen dass du schon wach bist! Sei pünktlich! Bis später~" Schon war sie weg. Mit halb geschlossenen Augen werfe ich einen Blick auf mein Handy um die Uhrzeit zu prüfen und warf es wieder weg. Es war grade mal 8 Uhr morgens - ich verstehe ihr Problem nicht und kann mir um Gottes nicht vorstellen wie man so früh am Morgen so gut gelaunt sein kann. Es nützt nichts! Ich erhebe mich und sitze erstmal eine Weile bis ich motiviert genug bin aufzustehen. Meine ersten Schritte führen auf den Balkon, in eine Kuscheldecke eingewickelt zünde ich mir eine Zigarette an. Das ist genau das, was ich brauche um wach zu werden. Danach folgt ein Kaffee. Ohne mein Kaffee gehe ich nicht aus dem Haus. Nach der Dusche hüpfe ich in mein Jogginganzug und rufe meinen Fahrer an. Schminken brauche ich mich nicht, nicht weil ich mich von Natur aus schön finde, sondern weil sich die Mühe meinst mein Visagist macht.
      Unterwegs scrolle ich durch mein Instagram Account. Mein letztes Bild ist auf jeden Fall gut angekommen, was mich mit Stolz erfüllt. Es ist eine tolle Bestätigung dafür, dass ich meinen Job gut mache und dass meine Arbeit nicht um sonst ist.


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      An der Ampel in der Stadt blicke ich aus dem Fenster. Wie es wohl Tomoya geht? Es ist schon etwas her, als wir das letzte Mal was voneinander gehört haben.
      When your typing up a good roast you be like
    • Auf dem Weg zur Arbeit steige ich in den Bus und lasse mich auf einem Sitz nieder. Ich seufze und hol mein Handy raus. Seit kurzem hatte ich Instagram runtergeladen jedoch nicht um irgendwas zu Posten, sondern weil ich Ren endlich Ushio vorstellen möchte. Es ist schon eine Ewigkeit her das wir uns gesehen haben. Es ist auch viel zu lange her das wir geschrieben haben. Ich schaue ihre Bilder an und stelle fest, dass sie sehr selbstbewusst ist und das sie ihr Leben anscheinend wahnsinnig im Griff hat. Erneut seufze ich und öffne den Chat.

      ~Hey Ren,
      wie geht es dir?~

      Ich schau mir den Text an und lösche es wieder.
      Vielleicht denk sie das ich nur was brauch?
      Verzweifelt kratze ich mich am Kopf und pack mein Handy wieder ein.
      Dann steige ich bei meiner Haltestelle aus gehe ins Cafe und gehe gleich hinter den Tresen. Ich lege mir um meine Hüfte eine Schürze und lächle meinen Kollegen Gudon an.
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      "Guten Morgen Gudon"
      "Hey na Ushio zum Kindergarten gebracht?"
      Ich nicke und lächle denn er hat sie ziemlich ins Herz geschlossen. Wir sind seit einem Jahr Kollegen und auch gute Freunde geworden. Meist passt er auf sie auf wenn ich meine Doppelschichten schiebe und darüber bin ich ihm sehr dankbar.
      Als es Nachmittag ist packt Gudon seine Sachen und verabschiedet sich.
      "Wir gehen dann an den Spielplatz... dank meiner Kleinen kann ich einige Frauen aufreißen." Er grinst und muss dann doch lachen.
      "Hey nimm sie nicht als Köder her!" sage ich empört und gebe ihm eine Faust gegen seine Schulter.
      Als er geht beginnt meine Pause. Ich schließe das Cafe das dann zu einer Bar wird. Ich setze mich in den Hinterhof und nehme mein Handy raus. Als ich es anmache ist das Chatfenster noch offen und fange an zu schreiben.

      ~Hey Ren,
      ich hoffe es geht dir soweit gut. Ich weiß nicht wie dein Terminkalender so aussieht aber ich möchte dir gern jemanden vorstellen die dich gerne kennenlernen möchte.~

      Mit klopfenden Herzen schicke ich die Nachricht ab und starre auf das Handy.
      Ich habe Ushio aus meiner Kindheit erzählt und natürlich von Ren meiner Kindheitsfreundin und beste Freundin seit dem, will sie sie kennenlernen und nach 4 Jahren wird es mehr als Zeit von Ushio zu erzählen...