Wir sind Nachbarn!?! (Sachiko & Maka)

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    • Wir sind Nachbarn!?! (Sachiko & Maka)

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      @Sachiko

      Hana Suzuki

      Unsanft wurde das Mädchen aus dem Schlaf gerissen, als der Wecker sie in einen neuen Tag und in eine neue Woche führte. Seufzend schaltete Hana den Wecker aus. "Noch fünf Minuten.", murmelte sie. Jedoch hörte sie kurz darauf die Stimme ihrer Mutter, welche von unten die Treppe hinauf rief. "Hana, Liebes bist du schon auf den Beinen?"
      Ein weiterer tiefer Seufzer verließ ihren Mund. //Aus den fünf Minuten wird wohl nichts.//, dachte sie und erhob sich. "Noch nicht ganz, aber fast.", rief Hana zurück. Das Mädchen mit den schwarzen Haaren erhob sich aus ihrem mollig, warmen Bett. Wie die letzten Tage und Wochen auch, glitt auch an diesem Morgen ihr Blick als erstes zu dem kleinen Spiegel, der in ihrem Zimmer stand und den sie jeden Abend mit irgendeinem Kleidungsstück bedeckte, in der Hoffnung ihre Prellungen und Hämatome würden so nciht zu sehen sein. Während sich Hana anzog, glitt das Kleidungsstück, welches auf dem Spiegel lag zu Boden und als das Mädchen sich umdrehte, zuckte sie zusammen, als sie sich selbst im Spiegel sah. Augenblicklich wandte das Mädchen den Blick ab. Dieser kurze Augenblick hatte gereicht, damit sie war nahm wie sie zugerichtet war und ihr die Tränen in die Augen zu treiben. Hana holte tief Luft und drehte dem Spiegel ihren Rücken zu und schlüpfte in ihre schwarze Strumpfhose. So konnte sie die unliebsamen Flecke auf ihren Beinen verdecken. Nachdem Hana endlich vollständig angezogen war drehte sie sich wieder zum Spiegel und musterte sich kritisch. Da das Mädchen keine unliebsamen Flecke oder Prellungen sehen konnte schloss sie ihr Zimmer auf und begab sich in die Wohnküche um mit ihrer Mutter gemeinsam zu frühstücken. //Zum Glück hab ich das Lunchpacket gestern schon vorbereitet.//, dachte Hana, während sie sich setzte. "Morgen Mama.", sagte Hana und lächelte glücklich. Auch wenn sie alles andere als glücklich war. Allerdings wollte sie ihre Mutter nciht noch mit ihren Problemen belästigen. Sie hatte mit ihrer neuen Arbeit und der Scheidung schon genug zu tun. "Morgen Schatz.", sagte Hanas Mutter liebevoll. Hana griff nach einem Toast und fing an zu frühstücken. Nachdem sie dieses beendet hatte, holte Hana ihr Bento aus dem Kühlschrank und packte es in ihre Tasche, dann drückte sie ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. "Bis heute Abend Mama.", sagte Hana und griff ihr Handy und verließ das Haus. "Bis heute Abend.", hörte sie ihre Mutter ihr noch nach rufen, dann machte sie sich auf den Weg in die Schule. Hana steckte ihre Kopfhörer in die Ohren und schaltete die Musik ein und die Welt aus. Wie die letzten Wochen auch, fiel ihr der Weg zur Schule immer am schwersten. Immerhin hatte sie ,seitdem sie Yuna Matsumoto ihren Saft auf deren Uniform geschüttet hatte, es alles andere als leicht in der Schule. Es fing schon damit an, dass aufgrund von Yunas Mobbing und ihren Schikanen, sich niemand traute mit Hana anzufreunden, aus Angst sie könnten in die Schusslinie geraten. Dabei war dieses Missgeschick nicht mal mit Absicht, immerhin war in diesem Augenblick eine Biene dabei gewesen, sich auf Hanas Hand nieder zu lassen. Ängstlich schreiend, warf Hana ihren Saft weg und dieser landete auf Yunas Uniform. Allerdings war das noch nciht genug, denn wie Hana später erfahren hatte, hatte es das Mädchen geschafft die Klassenschönheit, die auf Hideki, den heißesten Typen der Schule stand, vor seinen Augen lächerlich zu machen. Schon an dem Tag, als dieses Unglück passiert war, hatte Yuna ihr auf dem Mädchenklo gedroht, dass ihr das Ganze noch leid tun würde. //Wie recht sie damals mit dieser Aussage nur hatte.//, dachte Hana und betrat in diesem Augenblick das Schulgelände. Hana ging zu ihrem Spind und wechselte die Schuhe. Sie schlüpfte in ihre Schuhe und zuckte dann zusammen. Etwas schmerzhaftes hatte sie gestochen. Hana zog ihren Schuh wieder aus und schüttelte diesen aus. Allerdings fiel kein Stein heraus sondern eine Reißzwecke, solche die man normalerweise für Pinnwände verwendete. //Yuna.//, dachte Hana und zog ihren Schuh wieder an und begab sich ins Klassenzimmer. Hana trat einfach in das Klassenzimmer, dadurch, dass die anderen Schüler vor Yuna und ihrer Clique Angst hatten, trauten sie sich nicht das Mädchen zu begrüßen, immerhin konnte es von Yuna so aufgefasst werden, dass man mit Hana befreundet war.
      Hana ging zu ihrem Platz und bemerkte aus dem Augenwinkel wie Yuna mit ihrer Clique zu ihrem Tisch kam. Grade als sich Hana setzen wollte, um in Ruhe ihre Tasche auszupacken, trat eines der Mädchen gegen den Stuhl und Hana landete unsanft auf dem Boden. Sie verzog nur das Gesicht, sagte aber ansonsten kein Wort. Hana hatte gelernt, dass weinen, betteln und drohen nichts brachten. Im Gegenteil es wirkte eher so, als würde das Yuna noch mehr anheizen. "Steh auf.", sagte Yuna und grinste. Hana erhob sich und sah dabei zu wie Yuna ihre Tasche überprüfte. "Aha!", sagte sie und zog Hanas Handy aus der Tasche. Hanas Augen weiteten sich. Ohne groß nachzudenken, wollte sie auf Yuna losgehen um ihr das Handy wieder zu entwenden, jedoch packten die anderen beiden Mädchen aus Yunas Gruppe die Arme des Mädchens und hielten sie fest. "Oh...sag bloß, dass bedeutet dir etwas.", sagte Yuna und ließ Hanas Handy auf den Boden fallen. Doch als wäre das nicht genug, trat sie noch mehrmals darauf, bis der Bildschirm komplett kaputt war. Wütend ließ ich den Kopf hängen. "Miststück.", sagte ich leise. "Was hast du gesagt?", fragte Yuna und hielt eine Hand an ihr Ohr. "Sie hat dich Miststück genannt.", sagte Sango. "Oh bin ich jetzt von uns beiden das Miststück?", fragte sie und griff in Hanas Haare und zog deren Kopf nach oben. "Du bist das Miststück und ich hatte dir schon einmal gesagt, dass du das Ganze bereuen würdest. Ich werde dafür Sorgen, dass dein Leben hier auf der Schule zur Hölle wird.", sagte sie grinsend und gab ihren Freundinnen ein Zeichen. Diese ließen Hana los und schubsten sie nach vorn zu Yuna, diese wiederum stellte dem nach Gleichgewicht Kämpfenden Mädchen ein Bein, sodass Hana stolperte und gegen einen Tisch und einen Stuhl fiel. Als das Mädchen sich die Tränen abwischte stand sie auf und bemerkte, dass Yuna mit ihren Freundinnen an ihre Plätze zurück gegangen waren. //Der Unterricht beginnt gleich.//, dachte Hana und stellte den Tisch und den Stuhl wieder hin. über den sie gefallen war. Dann nahm sie ihr zerstörtes Handy und ging zu ihrem Platz. Kaum war Hana dort, läutete die Schulglocke auch schon den Unterrichtsbeginn ein.

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    • Hideki Zaitsu

      Hideki war wie immer zu spät dran. Morgens kam er einfach nicht in die Gänge, obwohl er pünktlich wach wurde. Sei's drum, er musste sich jetzt wirklich beeilen. Er rannte die Gänge mit quietschenden Schuhen entlang in der Hoffnung, er schaffte es noch rechtzeitig. Gerade bevor der Gong den Unterricht einläutete, schlitterte er zur Tür herein und ließ sich auf seinen Platz plumpsen. Den strengen Blick des Lehrers, der direkt hinter ihm lief, versuchte er zu ignorieren. Er wusste, er müsste in Zukunft eher erscheinen, wenn er vermeiden wollte, eine Strafe aufgebrummt zu bekommen. Die Stimmung im Klassenzimmer war irgendwie seltsam, fand Hideki, aber da ihr Lehrer direkt nach ihm eingetreten war und der Unterricht begann, hatte er nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Verstohlen blickte er sich ein wenig um. Die meisten seiner Mitschüler kannte er schon aus der Mittelschule, wie zum Beispiel Yuna. Sie war das nervigste Mädchen überhaupt, vor allem jetzt, da sie direkt in seiner Klasse gelandet war. Und natürlich hatte sie sich direkt vor ihn gesetzt. Hideki rollte mti den Augen und ließ den Blick weiter schweifen. Da gab es ein neues Mädchen, er glaubte, sie hieß Hana. Sie war in der ersten Schulwoche krank gewesen und schien nicht gut Anschluss zu finden. Erst letztens hatte sie Yuna wohl ein Päckchen Saft auf die Bluse gekippt. //Das sah so herrlich blöd aus... geschieht der Nervensäge eigentlich recht.// Hideki musste schmunzeln. Vermutlich hatte sich Hana aber deswegen einiges anhören müssen. Yuna und ihre Clique waren nicht dafür bekannt, sehr freundlich und zuvorkommend zu sein. Der Unterricht zog sich wie Kaugummi an diesem Vormittag. Wenn man ein Foto für das Wort "Langeweile" im Lexikon suchen würde, hätte man nur ein Foto der armen, gequälten Schüler auswählen müssen. Als es endlich zur Pause läutete, ging ein erleichtertes Seufzen durch die Reihen.
      Hideki schnappte sich sein Essen und war schon halb auf dem Weg draußen, als er Yuna hörte. Meistens verbrachte er seine Pause in der Parallelklasse. Arashi und Saito, seine besten Freunde seit dem Kindergarten und die wohl gegensätzlichsten Zwillinge, die die Welt je gesehen hatte, waren zu seinem Pech dieses mal dort gelandet und nicht in seiner eigenen Klasse. Yunas streitlustiger Kommentar in diesem Moment ließ ihm jedoch das Blut in den Adern gefrieren. Er stoppte mitten in seiner Bewegung, noch bevor er die Tür erreichte. "Hast du vorhin noch nicht genug bekommen?" Mit ihrer Stimme hätte man die Luft zerschneiden können, so scharf kam ihr der Kommentar über die Lippen. Hideki begann zu ahnen, dass sie der Grund für die angespannte Situation am Morgen gewesen sein musste. Langsam drehte er sich in Richtung des Tumultes um.
      Sango und Rika, die zwei Schoßhunde Yunas, hatten sich um Hanas Tisch herum aufgebaut. Das arme Mädchen saß völlig verängstigt zwischen ihnen, ihr Bento in der Hand und sagte nichts. Auf dem Tisch lag ihr Telefon, dessen Bildschirm komplett zersprungen war. //Das darf doch nicht wahr sein...//, dachte sich Hideki und näherte sich dem Grüppchen. "Darf ich mal fragen, was das hier werden soll?" Er packte Yuna an der Schulter und sah ihr direkt in die Augen. "Ich hätte gerne eine Erklärung dafür, warum du hier so ein Theater veranstaltest, Yuna."
    • Hana Suzuki

      Das Mädchen bemerkte wie Hideki Zaitsu nur wenige Sekunden vor dem Lehrer das Klassenzimmer betrat. Leicht schüttelte Hana den Kopf. //Wie kann man erst so spät zum Unterricht kommen... Versteh ich nicht. Muss ich aber vermutlich auch nivht. Ich bin ja nicht beliebt und werde von der halben Schule angehimmelt so wie er.//,dachte das Mädchen bitter. Der Unterricht zog sich ewig hin, bis endlich das wohlwollende Klingeln die Pause einläutete. Hana nahm ihr Handy und ihr Bento aus der Tasche und strafte Yuna mit einem wütenden Blick. Wenn sie sich schon nicht körperlich gegen sie wehren konnte, dann immerhin so. Bei Yunas Frage, schluckte Hana und fragte sich, was die drei ihr nun antun würden. Das Mädchen zuckte zusammen, als sie plötzlich eine ihr bekannte Stimme hörte. //Hideki Zaitsu? Was will er denn hier.//,fragte sie sich und lauschte. //Er will mir verteidigen. Oh Gott, da weiß ich ja schon, was mir blüht, wenn Yuna und ihre Mädchen mich das nächste Mal finden. //, dachte sie und stand abrupt auf. Hana schnappte ihr Bento und ihr Handy und drängelte sich an ihren Klassenkameraden vorbei und eilte aus dem Zimmer. //Bloß schnell weg.//,davhte sie und schlug den Weg zum Dach der Schule ein. Hana suchte sich eine ruhige Ecke und aß ihr Bento, während sie ihr Handy betrachtete. //Das dürfte hinüber sein.//,dachte das Mädchen seufzend.

      Yuna

      Ich zuckte leicht zusammen, als ich plötzlich Hidekis Stimme hörte. //Er sprach mit mir.//,dachte ich und freute mich tierisch. Allerdings entging mir nicht, dass er Hana als Opfer und mich als Täter sah. "Ich?", fragte ich unschuldig und sah ihn an. "Ich mach gar nichts, ich hab Hana nur darauf hingewiesen, dass sie uns noch so oft fragen kann, aber wir geben ihr die Hausaufgaben nicht zum abschreiben.",sagte ich erklärend und klimperte unschuldig mit den Wimpern. Als Hana plötzlich aufstand, sah ich zu meinen Mädels und grinste leicht, ehe ich mich wieder zu Hideki umwandte.
      "War es falsch von mir, ihr die Hausaufgaben nicht zu geben, damit sie sie abschreiben konnte?", fragte ich.

      ~später in der Pause~

      Yuna

      "Was soll das heißen, ihr findet sie nicht?", fragte ich wütend meine Mädels. "Naja das soll heißen, dass sie sich irgendwo versteckt hat und wir nicht wissen wo sie ist.", sagte Sango. Ich fluchte. "Habt ihr auf dem Klo, auf dem Schulhof und auf dem Dach nachgesehen?", fragte ich. "Auf dem Dach nicht, nein.",sagte sie. Ich nickte. "Gut dann gehen wir dorthin, ich glaube sie ist dort.",sagte Yuna mit einem triumphierenden Lächeln.

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    • Hideki Zaitsu

      Eigentlich hatte Hideki noch mit Hana sprechen wollen, aber das Mädchen war so schlagartig verschwunden, dass er dazu keine Gelegenheit hatte. "Ich glaube nicht, dass das die ganze Geschichte ist, Yuna.", brummte er. "Es würde dir sicher gut tun, ihr vielleicht zu helfen, wenn sie Schwierigkeiten hat, anstatt ihr zu unterstellen, dass sie nur abschreiben will." Er schenkte ihr ein eiskaltes Lächeln, bevor er sich zum gehen wandte. Arashi und Saito warteten bereits vor der Tür auf ihn.
      Die beiden bemerkten seine schlechte Laune und hingen sich direkt an seine Seite. "Hidekiiii warum ziehst du denn so ein Gesicht?" Arashi wuschelte ihm durch die Haare. "Hast du dein Essen vergessen?", fragte Saito.
      "Nein, das ist es nicht. Yuna schlägt wieder über die Stränge..." Seine zwei Begleiter lachten lauthals. "Ja, das konnte sie schon immer gut." "Hey, wo wollen wir heute essen? Draußen ist es total schön." Hideki schüttelte den Kopf. "Mir wäre eher nach dem Treppenhaus, oben vor dem Dach. Der ganze Trubel hier geht mir auf den Keks." Die drei entfernten sich gemeinsam und nahmen ein wenig später auf den Stufen Platz.
      Eine Weile konnten sie in Ruhe essen, als plötzlich Yuna und ihre Mädchen vor ihnen erschienen. Hideki hob fragend eine Augenbraue. "Was sucht ihr denn hier? Willst du mir noch etwas wegen vorhin sagen?"


      Arashi Ueda

      Arashi hatte Yuna noch nie leiden können. Sie war eine von diesen Mädchen, die sich etwas auf ihr Gesicht einbildete und sonst nicht viel zu bieten hatte. Im Gegensatz dazu war Arashi vermutlich das genaue Gegenteil: klein, gemein und sehr klug. Sie hatte schon früh mit dem Kampfsport angefangen und war inzwischen ein Ass in Karate. Sie baute sich direkt vor Yuna auf. "Na, suchst du Streit?", fragte sie neckend, obwohl Yuna sie deutlich überragte. Saito schnaubte nur resignierend. Er kannte dieses Getue seiner Schwester natürlich und er hoffte, sie würde keine Prügelei mit Yuna anfangen. Im Endeffekt stünde es drei zu drei, aber mit Sicherheit würde keines dieser Mädchen sich gegen Hideki stellen, da war er sich sicher.
    • Yuna

      Ich war überrascht, dass Hideki mit den Zwillingen auf der Treppe nach oben zum Dach saß. "Ähm nein. Wir wollten nach oben aufs Dach und dort zu Mittag essen.",sagte ich und hob mein Bento hoch, welches ich in der Hand hielt. "Könnt ihr uns bitte vorbei lassen?", fragte ich freundlich.
      Als wir endlich die Treppe zum Dach erklommen, seufzte ich erleichtert. Ich wartete, bis die Tür ins Schloss fiel und sah zu meinen beiden Begleitern. "Das war knapp. Sango kannst du die Tür irgendwie blockieren?", fragte ich und das Mädchen mit den blonden Haaren nickte. Dann sah ich mich auf dem Dach um. "Da ist sie.",sagte ich und deutete auf eine Person die auf einer der Bänke saß und zu Mittag aß. Sofort machten wir uns auf den Weg. "Du hattest vorhin mehr Glück als Verstand.",sagte ich, als wir noch 10 Meter von Hana entfernt waren.

      Hana Suzuki

      Das Mädchen zuckte zusammen, als sie plötzlich Yunas Stimme hinter sich hörte. Schnell packte sie ihr Bento zusammen und sah sich um. //Ich muss zur anderen Tür. //, dachte Hana ängstlich und setzte sich in Bewegung. "Halt sie auf Mizuki.",sagte Yuna scharf. Obwohl Hana wusste, dass sie gegen Mizuki nicht gewinnen konnte, nahm das Mädchen die Beine in die Hand und lief. Grade als sie die andere Tür erreichte, war Mizuki bei ihr und drückte die Tür zu. "Wo willst du denn so eilig hin. Yuna will sich mit dir unterhalten.",sagte sie eine Spur zu freundlich. Ängstlich sah sich Hana um. Wohin konnte sie nur fliehen, es gab nur die beiden Türen zum Dach. Wie ein verängstigtes Tier sah sich das Mädchen um. Währenddessen kam Yuna immer näher. Grade als sie sich wieder in Bewegung setzen wollte, packte Mizuki sie am Arm. "Schon hiergeblieben Hana.",sagte sie. Hana sah von ihrem Handgelenk zu Mizuki. "Lass mich los.",sagte sie flehend. "Nein.",sagte Mizuki und grinste. Es wirkte fast so als würde das Mädchen das ganze genießen. "Wie bereits gesagt hattest du vorhin mehr Glück als Verstand.",sagte Yuna, die die beiden endlich erreicht hatte. "Dein Glück war das Hideki dazwischenkam. Allerdings war er auch dein Pech, denn weil du nichts zu meiner Verteidigung gesagt hast, denkt er ich würde dich schikanieren.",sagte Yuna und Hana konnte die Wut in ihren Augen sehen. "Dann sieht er wenigstens wie du wirklich bist.",sagte Hana. "Wie bitte?", fragte Yuna mit wütender Stimme. "Na warte du kleines Biest.",sagte sie und holte aus und schlug Hana. Sie traf das Mädchen in den Bauch, woraufhin diese nach hinten geworfen wurde. Fast als wäre es abgesprochen hatte Mizuki Hana losgelassen und grinste, während sie sich das Schauspiel ansah.
      " Du nimmst sofort zurück!",rief Yuna. Hana, die sich in der Zwischenzeit auf Hände und Knie gestützt hatte, sah Yuna mit tranenfeuchtem Gesicht an. "Warum sollte ich? Du bist ein verwöhntes, selbstsüchtiges, gemeines Biest. Ich hoffe, dass er dich mit dem Arsch nicht anschaut.",sagte Hana mit dem letzten bisschen Kraft die sie noch hatte um sich gegen Yuna zu wehren. Diese fand das allerdings nicht so gut. Sie holte mit ihrem Fuß aus und trat Hana in den Bauch, sodass diese nach hinten gegen die Betonwand geschleudert wurde. " Na warte, dir werd ich schon noch Manieren einprügeln.",sagte Yuna und holte immer wieder mit ihrem Fuß aus. Hana versuchte sich vor den Tritten so gut es ging zu schützen, allerdings hatte sie bereits nach dem dritten Tritt in ihre Richtung keine Kraft mehr und hoffte einfach, daß das ganze bald vorbei war. Während Yuna weiter auf das arme Mädchen eintrat, hofft Hana einfach ihr Mittagessen nicht zu erbrechen.


      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Hideki Zaitsu

      Hideki glaubte nicht ein Wort aus Yunas Mund. Als die drei Mädchen auf dem Dach verschwunden waren und kurz darauf ein Rumpeln hinter der Tür zu hören war, schrillten seine Alarmglocken. //Sie wird doch wohl nicht da oben sein...? Mit Yuna?// Hana war nirgends zu sehen gewesen in der Pause und Hideki konnte sich gut vorstellen, dass sie sich dort oben Schutz gesucht hatte. Von Schutz war jetzt allerdings keine Rede mehr.
      "Arashi, kriegst du die Tür irgendwie auf?", fragte er und sprang auf. "Ich beeile mich und gehe zu der anderen! Saito, du holst Hilfe!" Die Zwillinge hatten verstanden. Saito machte sich sofort auf den Weg, in der Hoffnung, er fände vielleicht einen Lehrer oder zumindest den Schülersprecher, um Schlimmeres zu verhindern. Arashi indessen machte sich daran, das Hindernis hinter der Tür zu beseitigen. Für eine kleine Ein-Frau-Armee wie sie spielte es keine Rolle, ob dahinter ein Mensch oder ein Gegenstand lauerte - loswerden konnte sie beides.
      Hideki rannte, so schnell er konnte. Als Schwimmer war er im Wasser natürlich deutlich schneller, aber durch sein permanentes Zuspätkommen hatte er eine beachtliche Geschwindigkeit beim Laufen antrainiert. Die Schüler auf dem Gang sahen ihm verwundert hinterher, als er an ihnen vorbei hetzte. Die Tür mochte auf dem Dach nicht weit weg sein, doch der Weg unter dem Dach entlang war etwas länger.
      Er rechnete seine Chancen aus. //Yuna wird direkt auf Konfrontation gehen. Eine von ihren Weibern steht sicher hinter der einen Tür, aber Yuna macht sich die Hände nicht schmutzig.. also muss eine Tür frei sein.// Vor seinen Augen tauchte die zweite Treppe nach oben auf. Von oben konnte er einen harten Aufprall hören. Langsam wurde er wirklich sauer. Er nahm gleich zwei Stufen mit jedem Schritt und schwang die schwere Metalltür mit seiner ausgestreckten Hand auf. Sie hatte so viel Schwung bekommen, dass sie beinahe gegen die Wand schlug, während sie aufging.
      Ein kurzer Überblick genügte: Hana lag am Boden und sah gar nicht gut aus. Direkt vor ihr stand Yuna, die mit dem Bein ausholte um zuzutreten. Mizuki stand daneben, ein hämisches Grinsen auf dem Gesicht. Dem Knallen ein paar Meter weiter zu urteilen, hatte Arashi die andere Tür geöffnet und streckte gerade Sango nieder, die kreischte wie am Spieß.
      Hideki brauchte nicht nachzudenken, um Yuna zu stoppen. Mit wenigen Schritten stand er direkt neben ihr und noch bevor ihr Fuß auf Hana treffen konnte, riss er sie an ihrem Arm zur Seite. Sie stolperte gegen Mizuki und beide sahen ihn verdattert an.


      "So sieht dein Mittagessen aus? Das ist ja abartig." Hideki stellte sich vor Hana, damit sie für einen Moment nichts abbekommen konnte. "Yuna, ich hatte wirklich keine Erwartungen an dich, aber dass du sie noch unterschreiten würdest, hatte ich nicht gedacht. Das macht mich wirklich sauer." Im Hintergrund waren Schritte zu hören. Offenbar hatte Saito jemanden gefunden, aber so wie es klang, waren auch einige Schaulustige mit auf dem Weg zu ihnen.
      //Sie dürfen sie so nicht sehen... das wird ihr ewig nachhängen." Hideki biss sich auf die Lippe, dann beugte er sich blitzschnell zu Hana herunter. "Kannst du stehen?", flüsterte er und sah ihr tief in die Augen. //Oh nein, sie weint.. sie hat bestimmt einiges einstecken müssen...// Vorsichtig griff er ihr unter die Arme, damit sie aufstehen konnte. Egal, wie sachte er sie berührte, sie hatte anscheinend große Schmerzen.


      Arashi Ueda

      Endlich hatte Arashi Sango so weit, dass sie ihr den Arm auf den Rücken drehen und sie zur Seite schieben konnte. "Schönes Spielchen, was ihr da treibt. Habt ihr keine anderen Hobbies!?" Sie manövrierte das Mädchen zu den anderen zwei Übeltätern. Saito kam mit dem Schulsprecher nach oben, sie konnte schon ihre Gesichter sehen. Ein Blick zu Hideki und Hana genügte, um zu wissen, dass diese Szene besser niemand sehen sollte. Mit einem Nicken deutete sie auf die zweite Tür, durch die Hideki gekommen war. Er verstand, was sie meinte.
      So gut er konnte, hielt er Hana auf den Beinen. Arashi starrte Saito vielsagend in die Augen und hoffte, dass ihr Bruder verstand. //Lenk sie ab! Nur kurz!//, versuchte sie ihm angestrengt zu übermitteln.



      Hideki Zaitsu

      Das Zeitfenster war klein, ja, aber es sollte ausreichen. Ohne ihre Antwort abzuwarten, zog Hideki Hana mit sich, schob sie behutsam um die Ecke und ließ die Tür hinter ihnen zufallen. "Wenn du leise bist, hört uns hier drüben niemand. Die Zwillinge regeln alles andere da draußen..." Sein Arm lag um ihre Schulter. "Ich möchte nicht, dass man dich so sieht. Verzeih mir, falls ich dir wehgetan habe." Er wagte sich gar nicht, ihr in die Augen zu sehen. Die Erinnerung an seine eigenen schlimmen Tage waren noch immer lebhaft und er wusste, wie erniedrigend es sein konnte, wenn man in seinem schwächsten Zustand auch noch im Mittelpunkt solcher Ereignisse stand.
    • Hana Suzuki

      Das Mädchen machte sich so klein sie konnte, um Yuna möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Stumm liefen ihr Tränen über die Wangen, während sie sich versuchte auf den nächsten Tritt vorzubereiten. Als Yuna ausholte, schloss Hana die Augen. Sie wollte ihn nicht kommen sehen.
      Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Hana nahm eine andere Stimme war. //Hideki? Was sucht er hier?//, fragte sie sich und öffnete die Augen wieder. Sie sah, dass Hideki Yuna von ihr weggerissen hatte, so dass das Mädchen nciht mehr nach ihr treten konnte. Durch die Tränen, die ihr noch immer über die Wangen liefen, sah sie, dass sich der Junge mit den weißen Haaren vor sie gestellt hatte. Hana wollte sich aufrichten und aufstehen. Aber bereits, als sie die Hand auf den Boden legte um sich hoch zu stützen, merkte sie, dass sie keine Kraft hatte. //Ich bezweifle, dass meine Beine mich tragen.//, dachte Hana. Sie sah, wie er sie ansah und das Mädchen wich seinem Blick aus. Hana war ihm dankbar für seine Hilfe sehr sogar, aber sie konnte sich vorstellen wie sie aussah. Plötzlich spürte sie seine Hände unter ihren Armen und spürte, wie er sie auf die Beine zog und stützte. Er zog sie mit sich und Hana wehrte sich nicht dagegen. Sie hatte keine Kraft mehr. Sie wollte nur, dass die Schikane von Yuna und ihren Freundinnen endlich aufhörte. Als die Tür ins Schloss fiel und Hideki meinte, dass sie leise sein sollte nickte das Mädchen. "Du hast mir nicht weh getan. Nicht so wie sie.", sagte Hana leise. Nun, da sie stand und ein paar Schritte gegangen war, merkte sie, wie die Übelkeit wieder zurück kam, die sie vorhin versucht hatte zu unterdrücken. Ihre Hand legte sich auf ihren Mund, während sie sich mit einer Hand an der Wand abstützte. //Er hat mir geholfen. Ich kann jetzt unmöglich hierhin kotzen.//, dachte sie und kämpfte mit sich um ja ihr Mittagessen drin zu behalten. Hana löste sich von Hideki und setzte sich auf die oberste Treppenstufe. //Beruhig dich Hana, es ist vorbei.//, dachte sie und versuchte sich selbst Mut zuzusprechen. //Ruhig ein...//, dachte sie und holte tief Luft durch die Nase. //... und ausatmen.// Das Ganze machte sie ein paar Mal, bis sie sich sicher war ihre Hand von ihrem Mund nehmen zu können ohne gleich ihr Mittagessen erbrechen zu müssen.



      Yuna

      Ich war grade dabei mich an Hana für ihre Worte zu rechen, als die Tür aufflog und Hideki mich zur Seite zog. Einen Augenblick war ich ziemlich perplex. //Woher wusste er auf welcher Seite das Dach begehbar ist?//, fragte ich mich und warf einen Blick auf Sango. //Bestimmt hat es Sango verbockt.//, dachte ich und warf Hana einen wütenden Blick zu. Dann sah ich wieder zu Hideki. Grade, als ich etwas sagen wollte, drehte er sich zu Hana, zu diesem Nichts um und redete mit ihr. //Ignoriert er mich? Ich fass es nicht.//, dachte ich und ballte die Hand zur Faust. //Wie kann er es wagen, diese dumme Ziege in Schutz zu nehmen?//, fragte ich mich sauer. Jedoch hatte ich gar nicht die Zeit lang darüber nachzudenken, denn Hideki verließ mit Hana das Dach, während auf der anderen Seite einer von Hidekis Freunden mit einem Lehrer auftauchte. //Herr Matsumoto?!? Musste es ausgerechnet der sein? Das ist der strengste Lehrer hier an der Schule, alle hassen ihn.//, dachte ich besorgt. Jedoch ließ ich mir ncihts anmerken. "Herr Matsumoto, es ist nicht so wie sie denken.", sagte Yuna sofort, als der Lehrer näher kam. Dieser sah sie nur finster an. "Yuna, Mizuki und Sango ich möchte euch beim Direktor sprechen. Sofort.", sagte er. Der Lehrer sah zu Saito. "Hol bitte Herr Tanaka. Sag ihm, dass ich dich schicke und das ich ihn unverzüglich auf dem Dach erwarte.", sagte er. "Und was dich und deine Freundinnen betrifft. ihr setzt euch dorthin.", sagte er und zeigte auf die Bank, auf der Hana zuletzt Mittag gegessen hatte. "Ich bringe euch höchstpersönlich zum Direktor. Aber das geschieht erst, wenn Herr Tanaka da ist.", sagte er. Da Sango, Mizuki und mir ncihts anderes übrig blieb, setzten wir uns und warteten.
      Es dauerte nicht lange und der Junge tauchte mit Herrn Tanaka auf. "Was ist passiert?", fragte er besorgt. Herr Matsumoto deutete Herrn Tanaka an ihm ein Stück zu folgen. Er wollte etwas abseits mit seinem Kollegen reden. "Wenn ich es von dem Jungen richtig verstanden hab, haben die drei hier oben ein Mädchen aus ihrer Klasse schikaniert. Hideki ist grade bei dem Mädchen und kümmert sich um sie.", sagte er leise und sah zu den Schaulustigen. "Ich hätte sie vermutlich auch von hier weggebracht. Niemand will gern begafft werden.", sagte Herr Matsumoto. "Ich würde dich bitten die drei mit mir zum Direktor zu bringen.", sagte Herr Matsumoto. Herr Tanaka nickte. "Ist gut. Aber vorher...", sagte er und drehte sich von seinem Kollegen weg. "Arashi, komm mal her!", rief Herr Tanaka. Er wartete bis das Mädchen vor ihm stand. "Richte bitte deinem Freund aus, der sich um das Mädchen kümmert, dass er sie sobald es zur Stunde klingelt zur Schulschwester bringen soll. Er und das Mädchen werden befreit.", sagte er und lächelte traurig. Herr Matsumoto drehte sich zu den Tätern um. "Ich und Herr Tanaka bringen euch zum Direktor. Der wird sich eure Geschichten anhören.", sagte er. Gemeinsam mit Herr Tanaka brachte er die drei zum Direktor.

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    • Arashi Ueda


      Arashi lauschte aufmerksam den Worten von Herrn Tanaka und nickte. "Natürlich, ich werde es ihm ausrichten." Sie sah ihm und Herrn Matsumoto nach, als die beiden das Dach mit Yuna und ihrer Clique verließen. In Arashis Kehle stieg ein Glucksen auf. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass dieses Trio jemanden schikaniert hatte, aber durchaus das erste Mal, dass sie dabei auf frischer Tat ertappt wurden. Saito trat an ihre Seite und lächelte. "Gute Arbeit, Schwesterchen." Sie knuffte ihm liebevoll in den Arm. "Du warst aber auch nicht schlecht, Bruderherz." Bevor sie es vergessen konnte, zog sie ihr Handy aus der Jackentasche und tippte eine Nachricht an Hideki. //Bring sie zur Krankenschwester, ihr seid entschuldigt. Wir räumen hier noch auf ;3 See you l8ter, bye~//, tippte sie in ihrer typischen Art. Ihr Bruder beobachtete die Masse der Schaulustigen, die sich langsam vom Dach verabschiedeten. Er und Arashi blieben noch so lange, bis auch der letzte weg war, um sicherzugehen, dass niemand Hideki und Hana auf die Pelle rückte. "Hey Arashi, noch ist etwas Zeit, lass uns noch etwas essen.", schlug Saito vor. Seine Zwillingsschwester nickte. "Gute Idee, lass uns abhauen." Gemeinsam trotteten auch sie von dannen.


      Hideki Zaitsu

      Das Mädchen sah nicht so aus, als würde sie den Rest des Schultages noch irgendwie über die Bühne bringen können. Hideki spürte das Summen seines Telefons und sah kurz nach, warum er eine Nachricht bekommen hatte, bevor er sich zu ihr setzte. Er las Arashis Nachricht, schmunzelte ein wenig und wandte sich dann zu Hana.
      Er beugte sich zu ihr herunter und legte ihr eine Hand auf den Rücken. "Hey, wenn es dir nicht gut geht, trage ich dich runter, okay? Wir sollen zur Krankenschwester gehen, es ist alles geklärt." In seinen blauen Augen lag ehrliche Sorge und er hoffte, dass sie ihm wenigstens ein bisschen vertraute, auch wenn es für sie keinen objektiven Grund dazu gab. Nervös raschelte er in seiner Hosentasche, bis er eine Packung Taschentücher fand. Schweigend hielt er sie ihr hin. //Es gibt nichts, was ich sagen kann, um das jetzt irgendwie besser zu machen..// Versuchen wollte er es trotzdem.
      "... Yuna ist wirklich kein guter Mensch. Es klingt dumm, aber versuche, dir das nicht zu Herzen zu nehmen." Kurz musste er überlegen, denn so konnte er seine Worte nicht stehen lassen. Einem verletzten Mädchen, das scheinbar wirklich schlimme Gewalt abbekommen hatte, einen solchen Rat zu geben, war schlichtweg töricht. "Also.. was ich eigentlich meine ist, dass du dich immer an mich halten kannst, ja? Und an die Zwillinge. Wenn du nicht alleine bist, dann kann sie dir nichts anhaben, versprochen."
      Seine Hand ruhte noch immer auf ihrem Rücken und er streichelte sanft über ihre Schulter. "Wir passen auf dich auf."
    • Hana Suzuki

      Hana zuckte leicht zusammen, als Hideki ihr eine Hand auf den Rücken legte und meinte, dass er sie runter tragen würde. Sie schüttelte den Kopf und sah zu Hideki. "Wenn du mich trägst, schauen erst recht alle. Immerhin...immerhin ist noch Pause.", sagte das Mädchen leise. Als der Junge ihr die Taschentücherpackung hinhielt, nahm Hana diese dankbar an. "Danke.", sagte sie leise und man sah ein schwaches lächeln auf ihren Lippen. Hana putzte sich die Nase und steckte dann das Taschentuch ein.
      Als Hideki meinte, dass Yuna kein guter Mensch war, lächelte Hana schwach. "Das ist untertrieben.", sagte sie und sah auf ihre Hände. Als er jedoch meinte, dass sie es sich nicht zu Herzen nehmen sollte, zog Hana überrascht eine Augenbraue hoch. //Verteidigt er sie jetzt doch?//, fragte sie sich. Dann jedoch ruderte Hideki etwas zurück und meinte, dass sich das Mädchen an ihn und an die Zwilling halten sollte. Denn wenn sie nicht allein war, konnte Yuna ihr schließlich nichts antun. //Stimmt schon, wenn ich allein bin, bekommt sie mich am ehesten in die Finger.//, dachte Hana nachdenklich und seufzte. "Bist du dir sicher, dass die Zwillinge einfach so auf jemand Fremdes acht geben würden?", fragte sie und sah ihn an. In ihren Augen glitzerten noch immer Tränen. Aber trotz allem sah man, mit welchen Gefühlen sie zu kämpfen hatte. Angst. Misstrauen. Unsicherheit. Und Schmerz.
      Hana seufzte und griff nach einer Strähne ihres schwarzen Haares und wickelte sie um ihren Finger. "Versteh mich nicht falsch...Ich bin dir und den Zwillingen dankbar für die Hilfe. Aber...", setzte Hana an und stockte. //... ich weiß nicht ob ich euch trauen kann. Auch wenn ich bisher nichts in dieser Richtung von keinem von euch dreien gehört hab. So bezweifle ich, dass ich die ganze Tortur noch ein weiteres Mal durchstehen würde.//, beendete Hana gedanklich ihren Satz. Sie traute sich nicht die Worte auszusprechen. Sie wollte Hideki nicht kränken oder verletzen, aber trotz seiner Hilfe, war sie sich, vor allem was ihn betraf unsicher. Hana war so im Gedanken, dass sie leicht zusammenzuckte, als die Schulglocke erklang und die Schüler zurück in ihre Zimmer rief. Als schließlich die Glocke den Unterricht einläutete, sah Hana zu Hideki. "Jetzt sollten wir das Krankenzimmer ohne Probleme erreichen.", sagte Hana. Sie zog sich am Treppengeländer nach oben und schwankte ein wenig, jedoch schaffte sie es, das Gleichgewicht zu halten. Gemeinsam mit Hideki setzte sie sich in Bewegung, als Hana jedoch auf die erste obere Stufe trat, knickte das Mädchen um und verlor das Gleichgewicht. Vor ihrem inneren Auge sah sie sich schon die Treppe hinunter stürzen und schloss diese augenblicklich. Sie rechnete jeden Augenblick mit dem Aufprall. Allerdings blieb dieser aus. Stattdessen hatte jemand sie aufgefangen. Nicht irgendjemand sondern Hideki. Augenblicklich wurde Hana knallrot. "D-danke. Ich glaube es...es ist wirklich besser wenn du mich trägst. Vorausgesetzt, es bereitet dir keine Umstände.", sagte sie verlegen und wich seinem Blick aus.

      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Hideki Zaitsu

      Es war schwer für Hideki, den Anblick von Hanas Tränen zu ertragen. Sicher, sie dürfte es schwer haben, noch einmal jemandem zu vertrauen nach einer Sache wie dieser. Als sie ihre langen Haare um den Finger wickelte, streichelte er ihr aufmunternd über den Kopf. "Sehr sicher sogar. Die Zwillinge haben das schon immer so gemacht." Verlegen blickte er zur Seite, unschlüssig darüber, ob er ihr von der Sache erzählen sollte. //Das ist die dämlichste Geschichte aller Zeiten.. aber vielleicht fühlt sie sich dann besser...//
      Mit einem kleinen Räuspern begann er, seine Geschichte zu erzählen. "Als wir noch ganz klein waren, war ich ein ziemlich naives Kind, weißt du. Die anderen haben mich oft geärgert, weil ich so leichtgläubig war und für sie auch noch komisch aussah. Im Kindergarten hat mir ein Junge dann erzählt, dass man, wenn man einen Frosch küsst, einen Wunsch frei hat. Wie in dem Märchen, der Froschkönig, der sich auf magische Weise verwandelt. Ich dachte das wäre meine Chance, so zu sein wie die anderen, nur leider habe ich ihn falsch verstanden... ich dachte ich müsste den Frosch essen. Wie ein Verrückter habe ich nach einem gesucht und dann schließlich auch wirklich gefunden. Gerade als ich ihn mir in den Mund steckte, kam Saito um die Ecke. Ganz entsetzt hat er ihn mir direkt wieder aus dem Mund gezogen und mich ausgeschimpft, was ich da mache. Ich habe geheult wie verrückt, weil ich dachte, er hätte mir meinen Wunsch geklaut." Hideki lachte, aber seine Ohren waren etwas rot angelaufen. Er erzählte nicht gerne davon, weil es ihn an seine Unsicherheit damals zurückerinnerte. Heute war von dem schüchternen Kind jedoch nicht mehr viel übrig.
      "Arashi und Saito haben sich angehört, warum ich das gemacht habe. Dann haben sie sich angeschaut, danach mich und laut gelacht. 'Du bist doch selber wie eine Fee mit deinen weißen Haaren, wenn du zaubern willst, brauchst du keinen Frosch.' Hat Arashi zu mir gemeint. Ich war so verwirrt, dass ich noch mal geweint habe, also haben sie mich einfach umarmt. Ab dem nächsten Tag waren sie bei jedem Schritt an meiner Seite und haben darauf geachtet, dass mir niemand mehr Quatsch erzählt oder mir wehtut. Und das tun sie bis heute."
      Die Schulglocke läutete endlich das Ende der Pause ein. Hideki beobachtete, wie Hana aufstand und zu laufen versuchte. //Ob das mal gut geht...// und kaum hatte er diesen Gedanken, begann sie ins Wanken zu kommen.


      Hastig ergriff er mit einer Hand ihren Arm, bevor sie die Treppe herunter stürzen konnte und umfasste mit dem anderen ihre Taille. "Das war knapp! Wenn du nicht aufpasst, dann können wir gar nicht mehr auf dich Acht geben, du Schussel." Er konnte sie noch nicht loslassen, da er merkte, wie wackelig ihre Beine waren. Hana hatte zu viel einstecken müssen, das stand fest. Er hielt sie sachte an seine Brust gedrückt und wartete einfach darauf, dass sie ihm das Signal gab, wieder loszulassen. "Mach dir keine Sorgen um meine Kräfte, ich bin immerhin Schwimmer. Dich Fliegengewicht bekomme ich ohne Probleme getragen." Er grinste ein wenig, auch wenn sie ihn nicht anschauen konnte. Es war okay, sie brauchte ihre Zeit.

    • Hana Suzuki

      Als Hideki anfing von sich zu erzählen und wie er die Zwillinge kennen gelernt hatte, schmunzelte Hana. Sie konnte es sich lebhaft vorstellen und ein kleines Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. //Scheint so, als hätte er in den beiden gute Freunde gefunden.//, dachte Hana. Augenblicklich musste sie an ihre Freunde in der alten Schule denken und sie seufzte. Es deprimierte sie. Augenblicklich wischte sie den Gedanken weg, als es klingelte.
      Hana stand auf und drohte zu stürzen, fing Hideki sie auf. Ihre Beine waren wackeliger, als sie gedacht hatte und als Hideki sie an sich drückte, wurde Hana knallrot im Gesicht. Noch nie in ihrem Leben, war sie einem Jungen so nah oder hatte einen umarmt. Hana schluckte und wartete. Sie war sich nicht sicher, ob ihre Beine sie trugen, jedoch wusste sie, nun da Hideki sie umarmte nicht, wie sie reagieren sollte. Ein paar Minuten blieb Hana wie angewurzelt stehen, bis sie nach dem Geländer griff und sanft eine Hand auf Hidekis Arm legte. "I-i-ich glaube d-d-du kannst mich loslassen.", stotterte Hana verlegen. Sie vermied den Blickkontakt zu Hideki.



      Nach wenigen Minuten des Schweigens, sprach Hana erneut. "Ist...ist es ok, wenn du mich auf den Rücken nimmst?", fragte Hana leise. So dauerte es nicht lange und das Mädchen saß auf dem Rücken des Jungen. "Danke...dass du mich trägst.", sagte Sie leise. Obwohl niemand auf dem Gang war, so hoffte Hana trotzdem, dass man sie nicht sah. Auf dem Weg zum Krankenzimmer, schwieg Hana. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Als die beiden schließlich das Krankenzimmer erreichten, sah die Schwester auf. "Ah, ich habe euch beide schon erwartet.", sagte sie und lächelte. "Komm, folge mir.", sagte sie zu Hideki. Sie führte die beiden zu einem Bett, welches durch einen Vorhang, von den anderen getrennt war. "Wie heißt du Mädchen?", fragte die Schwester. "Hana.", sagte Hana. "Hana Suzuki.", fügte sie noch hinzu. Die Schwester nickte. "Setz sie hier auf dem Bett ab und dann würde ich dich bitten vor dem Vorhang zu warten.", sagte sie zu Hideki. Während Hana Hideki nachsah, fing die Schwester wieder an zu sprechen. Dabei senkte sie die Stimme.
      "Hana, ich seh mir deine Verletzungen an und mache, wenn das für dich ok ist, Fotos von den Verletzungen, die dir das andere Mädchen zugefügt hat.", sagte sie. Hana nickte. "Okay.", sagte sie und schluckte. Die Schwester die Hanas Unbehagen zu bemerken schien, lächelte sanft und griff nach Hanas Hand. "Mach dir wegen den Fotos keine Sorgen. Wenn du möchtest zeige ich sie dir dann.", sagte sie mit sanfter Stimme. Hana leckte sich nervös über die Lippen. "Während ich mit deinem Begleiter rede und die Kamera hole, kannst du dich ja schon mal ausziehen, wenn du Hilfe brauchst rufst du einfach, okay?", fragte sie und drückte sanft Hanas Hand. Das Mädchen nickte und sobald die Schwester aus dem Vorhang getreten war, fing Hana an ihre Kleidung auszuziehen und ordentlich aufs Bett zu legen. Während Hana sich bis auf die Unterwäsche auszog, sah die Schulschwester zu Hideki. "Danke, dass du dich um sie gekümmert hast. Ich nehme an, du willst warten, bis ich mit der Untersuchung fertig bin?", fragte sie und griff nach der Kamera. "Wenn du möchtest, kannst du dich auf meinen Stuhl setzen und warten.", sagte sie und lächelte leicht. Dann ging sie wieder hinter den Vorhang. Als die Schwester wieder hinter den Vorhang trat, verschränkte Hana die Arme. Es war ihr peinlich, dass der Körper eines Mädchens, dass ihr Körper mit blauen Flecken übersät war. Zumal einige eine ungesunde grün- gelbliche Färbung angenommen haben. Während der Untersuchung, zuckte Hana ein paar Mal zusammen, während die Schwester sie abtastete. "Das tut weh was?", fragte sie und sah das Mädchen besorgt an. Während der Untersuchung machte die Schwester einige Fotos und zeigte sie dem Mädchen. " Verdacht auf Rippenprellung. Du musst zum Röntgen, damit eine Fraktur, also ein Bruch ausgeschlossen werden kann. Etliche blaue Flecke, auch wenn einige schon am abheilen sind. Schrammen und andere kleine Wunden.", sagte die Schwester. "Himmel, Mädchen. Es scheint keine Stelle an deinem Körper zu geben, die nicht verletzt ist.", sagte sie. Hana sah beschämt zur Seite. "Zieh dir dein Oberteil wieder über, wir werden uns erstmal um deine Rippen kümmern.", sagte die Schwester. Hana zog ihr Oberteil drüber und sah dann zur Schwester, als diese ihr andeutete, dass sie sich hinlegen sollte, tat Hana dies, wobei sie leicht unter Schmerzen das Gesicht verzog. Die Schwester deckte Hana zu und lächelte leicht. "Du bekommst gleich etwas gegen die Schmerzen.", sagte sie und trat hinter dem Vorhang hervor. Sie schloss die Kamera an den Computer an und fing an die Fotos auszudrucken. Während ihr Drucker, druckte bereitete sie die Medizin für Hana vor. Außerdem holte sie ein Handtuch und einen Kühlakku. Dann ging sie zurück zu Hana. "Hier, dass ist gegen die Schmerzen.", sagte sie und legte Hana zwei Pillen in die Hand und reichte ihr ein Glas Wasser. Dann sorgte sie dafür, dass sich das Mädchen wieder hinlegte. "Den Kühlakku legen wir auf deine Rippen. Er soll dafür sorgen, dass der Schmerz etwas nachlässt und das Gewebe abschwillt.", sagte die Schwester. Während sie sprach, bemerkte Hana wie sie langsam schläfrig wurde. So dauerte es nicht lange und Hana war eingeschlafen. Sobald das Mädchen schlief ging die Schwester zu ihrem Drucker und steckte die Bilder in einen Umschlag, dann sah sie zu Hideki. "Der Direktor bzw. Herr Tanaka hatte mich über euer auftauchen informiert und mich gebeten, dich mit zur Schulleitung zu nehmen. Sie möchten deine Sicht der Geschichte hören und ich soll meine Diagnose verkünden.", sagte sie. Ihr Blick glitt zu Hana, in dem das Mädchen schlief. "Wir möchten, dass Hana wieder Gesund ist und wenn sie soweit ist, berichtet, was vorgefallen ist.", sagte sie. "Mach dir um Hana keine Sorgen. Sie schläft. Ich hab ihr ein Schmerzmedikament und eine Schlaftablette gegeben. Außerdem schließen wir die Tür ab.", sagte sie und sah zu Hideki. "Ich verspreche dir, dass wir wieder da sind, bevor sie wach wird.", sagte sie.

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    • Hideki Zaitsu


      Hanas Seufzen klang in Hidekis Ohren ziemlich traurig. Bestimmt war es nicht leicht für sie gewesen, auf eine neue Schule zu kommen. //Ob sie früher viele Freunde hatte?//
      Eine weile standen sie still miteinander da – das Mädchen in seinem Arm. //Was mache ich hier eigentlich? Gott ich bin ein peinlicher Idiot...// Nun, da er sie aber festhielt, konnte er nicht einfach loslassen. Das Risiko, dass sie stürzte, war ihm zu groß. Als sich Hana von ihm löste und seinem Blick auswich, ärgerte er sich ein wenig darüber, wie taktlos er gewesen war.
      „Ja klar kann ich dich tragen, hüpf rauf.“ Er beugte sich nach vorne, damit sie auf seinen Rücken klettern konnte. Hideki hatte schon vermutet, dass sie nicht viel wiegen würde, aber tatsächlich war sie noch leichter, als er zunächst geschätzt hatte. „Kein Problem, du bist ja leicht wie eine Feder.“, antwortete er auf ihr leises Danke. //Wenn sie jede Pause verbringen muss, würde mich das auch nicht wundern... alleine der Stress lässt einen ja förmlich verschwinden. Ganz zu Schweigen davon, dass sie bestimmt manchmal gar nichts essen konnte...// Hideki schaute sich aufmerksam um, um zu vermeiden, dass sie jemandem begegneten. Die Chance war nicht groß, da der Unterricht wieder begonnen hatte. Letztendlich konnte man nie wissen, wer durch die Gänge schlich., also galt es, vorsichtig zu bleiben.


      Als die beiden das Zimmer der Krankenschwester erreichten, war Hideki erleichtert, dass man sie nicht entdeckt hatte. Hideki sah die freundliche Dame, die irgendwo in ihren Dreißigern steckte, und folgte ihr nach drinnen. Er setzte Hana behutsam auf dem Bett ab, das ihm gezeigt wurde. „Alles gut?“, fragte er sie zur Sicherheit und lächelte sie an. Die Schwester fragte Hana nach ihrem Namen und schickte ihn dann wieder nach vorne. Verständlich, der Teil der jetzt kam, war privat. Obwohl die Schwester fast flüsterte, konnte er sie noch hören. //Wie viele Verletzungen es wohl sind? Sicher eine Menge...// Angestrengt versuchte er, nicht zu lauschen, doch außer dem Ticken einer kleinen Uhr auf dem Schreibtisch der Krankenschwester gab es sonst nichts zu hören. Es raschelte und der Vorhang öffnete sich, als die Schwester hervortrat und zu Hideki herüberkam. „Aber natürlich warte ich.“ Was für eine Frage. Er nahm auf dem Stuhl Platz und sah ihr dabei zu, wie sie die Kamera an sich nahm. „Dankeschön.“ Sie nickte freundlich und ließ ihn wieder alleine, um sich um Hana zu kümmern. Immer wieder konnte er das Klickgeräusch des Auslösers hören. //Unfassbar... was, wenn wir nicht da gewesen wären?// Hideki wurde ein wenig übel bei dem Gedanken daran, was alles hätte passieren können. Er konnte nur hoffen, dass Yuna und ihre Wachhunde einen Verweis kassierten oder, was noch besser wäre, von der Schule verwiesen wurden.
      Erneut öffnete sich der Vorhang und die Schwester kam zurück, um die Fotos, die sie eben geschossen hatte, auch auszudrucken. Hideki entschied sich, ein wenig Abstand vom Tisch zu gewinnen, also stand er auf und ging ein Stück beiseite. Das letzte, was er wollte, war diese Bilder zu sehen. Für Hana wäre das sicher noch schlimmer, als der Vorfall selbst. Aufmerksam beobachtete der Junge, wie die Schwester die Medizin für Hana vorbereitete, einen Kühlakku und ein Handtuch an sich nah, und wieder verschwand. Er versank ein wenig in Gedanken. //Wie kann es eine Schule eigentlich zulassen, dass so etwas passiert? Als ob keiner der Lehrer je etwas mitbekommen hätte.. oder irgendein Schüler. Wie feige muss man sein, um bei sowas wegzusehen?// Die Stimme der Krankenschwester riss ihn aus seiner Tagträumerei. „Der Direktor bzw. Herr Tanaka hatte mich über euer auftauchen informiert und mich gebeten, dich mit zur Schulleitung zu nehmen. Sie möchten deine Sicht der Geschichte hören und ich soll meine Diagnose verkünden.“
      „Ja natürlich. Es ist wichtig, dass der Direktor hört, was geschehen ist.“ Hidekis Gesichtsausdruck war bitterernst, aber ein sechzehnjähriger Junge konnte auch nur bis zu einem gewissen Maße wirklich ernst aussehen. Die Schwester beruhigte ihn und versicherte, dass Hana bestmöglich versorgt worden war und sie bald zurück sein würden. „Werden ihre Eltern informiert? Kann sie jemand nach Hause bringen, oder muss sie ins Krankenhaus?“ Er wollte gerne wieder da sein, bevor sie aufwachte. Unabhängig davon, ob er etwas für ihre Situation konnte, fühlte er sich trotzdem schuldig und vor allem dafür verantwortlich, dass ab dem jetzigen Zeitpunkt nie wieder so etwas geschah. //Vielleicht kann ich sie nach Hause begleiten, wenn sonst niemand da ist... das wäre ja kein Problem.// Zufrieden mit seinem Einfall folgte er der Krankenschwester nach draußen und wartete geduldig, bis sie abgeschlossen hatte.

      Das Gespräch mit dem Direktor verlief in etwa so, wie Hideki sich das Ganze vorgestellt hatte. Das einzig Unangenehme an der Sache war, dass Yuna, Mizuki und Sango noch immer im Vorzimmer des Direktors warteten. Vermutlich würden sie von ihren Eltern abgeholt werden. Die Blicke der Mädchen klebten an ihm, als er an ihnen vorbei ins Büro des Direktors geführt wurde. Auch Herr Tanaka war anwesend. Seinem Gesichtsausdruck zu Folge war er wütender, als es Hideki es sich jemals hätte erträumen können.
      Jedes Detail, egal wie winzig, wurde ihm aus der Nase gezogen. Der Junge berichtete, so gut er konnte. Von Hanas Krankheit in der ersten Woche, dem Vorfall mit dem Saftpäckchen, von der seltsamen Stimmung im Klassenraum an diesem Morgen, der Hofpause. Seine blauen Augen ruhten auf seinen Händen, die er im Schoß gefaltet hatte. //Ich hätte eher etwas merken müssen...// Es dauerte fast eine Stunde, ehe das Kreuzverhör beendet war. Tanaka begleitete ihn wieder nach draußen und der Direktor rieb sich die Stirn. Er schien Kopfschmerzen zu bekommen, was Hideki ihm nicht verübeln konnte. Eine Sache wie diese würde Wellen schlagen, wenn er Pech hatte, sogar in der Presse landen. Das Image der Schule stand auf wackligen Beinen. Als Nächstes wurde die Krankenschwester hereingerufen. Natürlich würde Hideki warten, bis sie fertig war, damit sie gemeinsam zum Krankenzimmer zurück gehen konnten. In der Zwischenzeit teilte er sich das Vorzimmer mit den drei Mädchen, die für die Misere zuständig waren. //Eine Arena voller wütender Löwen und Gladiatoren wäre mir lieber...// Hideki lehnte sich an eine Wand, um nicht neben Yuna Platz nehmen zu müssen. //Wenn sie jetzt den Mund aufmacht, eskaliert gleich alles wieder...//
    • Die Krankenschwester lächelte. "Ja ich werde versuchen ihre Eltern zu erreichen oder einen anderen Vormund, aber das versuch ich erst, sobald Hana wieder wach ist. Außerdem muss ich dem Erziehungsberechtigten noch mitteilen, was zu beachten ist.", sagte sie und schloss die Tür ab. Sobald das erledigt war, wanderte der Schlüssel in die Tasche ihres Kittels und gemeinsam machten sich die beiden auf den Weg zur Schulleitung. Hideki war als erstes an der Reihe, dann folgte die Schwester. Sie ging zu dem Jungen und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Ich beeile mich, dass wir schnell wieder zu ihr zurück können.", sagte sie leise und betrat mit einem Umschlag in der Hand das Direktorat.

      Yuna

      //Diese kleine Schlampe. Nur ihretwegen bin ich mit den Mädels hier.//, dachte Yuna und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Noch immer saß sie im Vorzimmer des Direktors und wartete darauf, dass sie abgeholt wurde. //Ich bin ja gespannt, was unsere Strafe sein wird. Bestimmt irgendein Müll.//, dachte sie und sah überrascht auf, als die Tür auf ging und als Hideki mit der Schulschwester das Zimmer betrat und ohne ihnen einen Blick zu zu werfen in das Zimmer des Direktors ging. //Hach...er ist sooo cool.//, dachte ich schmachtend. Es dauerte eine ganze Weile bis Hideki, das Zimmer des Direktors wieder verließ und sich ganz lässig gegen eine Wand lehnte. Ich öffnete den Mund um etwas zu sagen, allerdings wusste ich nicht was und so schloss ich diesen unbeholfen wieder.


      Nach einer weiteren Stunde verließ die Schulschwester das Direktorat wieder und gemeinsam mit Hideki machte sie sich auf den Weg zurück ins Krankenzimmer. "Entschuldige, es hat doch etwas länger gedauert als beabsichtigt.", sagte sie während sie die Tür aufschloss und das Krankenzimmer wieder betrat. "Wenn du möchtest, kannst du dich zu ihr Setzen. Es sollte nicht lange dauern und sie dürfte wieder wach werden.", sagte sie und lächelte den Jungen an.

      Hana Suzuki

      Als Hana langsam wieder wach wurde, bemerkte sie als erstes, dass etwas kaltes auf ihrer Brust lag. Vorsichtig tastete sie danach und musste nach einigem überlegen feststellen, dass es sich um einen Kühlakku handelte. Vorsichtig sah Hana sich im Zimmer um. //Die Decke ist mir unbekannt.//, dachte das Mädchen und drehte den Kopf etwas. Es dauerte wenige Minuten, bis Hana klar wurde, wer da neben ihrem Bett saß. "Hideki.", flüsterte das Mädchen erschöpft. "Ah Hana. Du scheinst wieder wach zu sein.", sagte die Schwester und steckte ihren Kopf durch den Vorhang. "Ich würde gern deine Eltern benachrichtigen.", sagte sie. "Nein!", sagte Hana sofort und richtete sich auf, sodass die Bettdecke und der Kühlakku von ihrem Oberkörper rutschte. Zum Glück hatte sie ihre Bluse wieder angezogen, so sah man zumindest nicht, was man nicht sehen sollte. "Bitte, sagen sie meiner Mutter nichts davon. Sie hat so schon genug zu tun. Da kann sie es sich nciht leisten, sich auch noch um mich sorgen zu machen. Sagen Sie mir einfach, was ich zu beachten habe und ich werde es tun, aber bitte sagen sie meiner Mutter nichts davon.", sagte das Mädchen fast schon bettelnd. Die Schwester haderte sichtlich mit sich. "Aber du musst nach hause. So kann ich dich unmöglich nach Hause schicken.", sagte sie besorgt. "Dann...dann bestellen sie mir ein Taxi und dieses fährt mich dann nach Hause.", schlug Hana hoffnungsvoll vor. Die Schwester seufzte. "Ich überlege es mir.",sagte sie und verschwand wieder aus Hanas Blickfeld.

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    • Hideki Zaitsu

      Hideki war heilfroh, als die Krankenschwester endlich das Büro des Direktors verließ. Er hatte den üblen Eindruck, dass Yuna nichts aus dieser Sache gelernt haben würde, aber er befürchtete auch, dass es keine gute Idee wäre, sich jetzt in die Untersuchung einzumischen. Immerhin war auch Herr Tanaka in die Sache verwickelt und es brauchte schon eine Menge, um ein derartiges Verhör so vieler Menschen auszulösen. Alles, was dem Jungen blieb, war die Hoffnung, dass die richtigen Schritte eingeleitet werden würden. Zum Glück blieb ihm das Gerede der Mädchen erspart.
      Er löste sich von der Wand und lächelte die Krankenschwester an. Gemeinsam traten sie den Rückweg zum Krankenzimmer an. //Ob Hana wieder wach ist?//
      „Ach kein Problem, es war für eine gute Sache.“, antwortete Hideki und trat mit der Schwester zusammen ein. „Klar, danke. Ich werde warten.“ Und genau das tat er auch. Der Junge mit den weißen Haaren setzte sich neben das Bett, in dem Hana schlief. Sie sah noch immer sehr mitgenommen aus. //Wie lange sie wohl brauchen wird, bis sie sich vollständig erholt hat? Das wird ja in der Schule doppelt so hart für sie...// Ihr Atem ging unter der Decke ruhig und gleichmäßig. //Gut, dann scheint sie wenigstens ein bisschen Erholung zu finden.// Hideki ließ den Blick über ihre langen Haare schweifen. So ein sanftes Gesicht und so unschuldig. Wie hatte Yuna es fertig gebracht, dem armen Mädchen daraus einen Strick zu drehen? Naja, eigentlich eine schlechte Frage, er wusste ja von dem Vorfall. Dennoch, Hana wirkte so zerbrechlich wie eine Porzellanpuppe, wie konnte Yuna da so gewissenlos sein? Eine schreckliche Person...


      Irgendwann öffnete sie langsam die Augen, ihre Wimpern zuckten. Erst nach einer Weile schien sie ihr Bewusstsein wieder an die Realität angepasst zu haben. Als sie seinen Namen sagte, musterte Hideki sie mit Sorge. Der Klang ihrer Stimme war schrecklich schwach.
      Schon trat die Krankenschwester zu den beiden und teilte Hana mit, dass sie ihre Eltern benachrichtigen wollte. Das Mädchen schöpfte wohl aus ungeahnten Reserven ihre Kraft, denn sie wehrte sich mit aller Macht dagegen. „Äh... also...“ Hideki kam gar nicht zu Wort, so lange Hana und die Schwester miteinander sprachen. Er saß nur daneben und fühlte sich unfassbar nutzlos. //Sie kann so wirklich nicht nach Hause... das wäre unverantwortlich. Die Schwester kann sie nicht alleine gehen lassen...//
      Hideki schaute Hana mit ernstem Blick an und erhob sich. „Warte kurz, ja?“ Er folgte der Schwester zu deren Schreibtisch. Mit gesenkter Stimme richtete er das Wort an sie. „Wäre es eine Möglichkeit, dass ich sie nach Hause bringe? Ich weiß, ich bin auch nur ein Schüler, aber sie alleine in ein Taxi zu setzen scheint mir nicht richtig. Also ich könnte mitfahren... oder ich trage sie, wenn es nicht so weit weg ist. Hana ist leicht wie eine Feder, ich kann sie ohne Probleme noch einmal tragen. Und sie wäre nicht alleine. Geht das?“ Die Schwester sah ihn etwas zögernd an, aber Hideki hoffte trotzdem, dass sie eventuell zustimmen würde.
    • Unsicher musterte die Krankenschwester den Jungen vor sich. Es stimmte schon, was Hideki sagte. Alleine wollte die Schwester Hana sowieso nciht in ein Taxi setzen. Während die Schulschwester nach ihrer Tasse griff, hörte sie Hideki zu. "Ich werde sie nciht allein in ein Taxi setzen.", sagte sie und nippte an ihrer Tasse und beobachtete den Jungen. "Und du wirst sie nicht nach Hause tragen!", sagte sie bestimmt. Bevor Hideki jedoch einen Einwand erheben konnte, hob die Schwester die Hand und deutete ihm an zu schweigen. "Ich möchte, dass du sie mit dem Taxi, was ich gleich bestelle nach Hause bringst.", sagte sie mit gesenkter Stimme. "Ich hab noch etwas zu erledigen.", meinte die Schulschwester geheimnisvoll.

      Hana Suzuki

      Hana biss sich unsicher auf die Unterlippe, als die Schwester wieder verschwand. //Sie darf Mama nicht darüber informieren.//, dachte das Mädchen nervös und sah Hideki auf, als dieser ebenfalls aus dem Blickfeld des Mädchens verschwand. //Ich sollte die Chance nutzen und mich schon mal anziehen. Ich kann nur hoffen, dass sie mich gehen lässt.//, dachte Hana besorgt und schlug die Decke zurück und schob ihre Beine aus dem Bett. Sie griff nach ihren Schuhen und schlüpfte hinein.



      Das Mädchen zuckte leicht zusammen, als die Schulschwester zu ihr kam. "Ich lass dich unter einer Bedingung mit einem Taxi nach Hause fahren.", sagte sie und sah das Mädchen vor sich an. "Hideki wird mit dir mitfahren um sicher zu gehen, dass du heil zu Hause ankommst.", sagte sie und Hana sah zu Hideki, der ebenfalls wieder an ihrem Bett stand. "Okay.", sagte Hana. Es brachte nichts zu diskutieren. Das Mädchen war froh, dass die Schulschwester es aufgegeben hatte ihre Mutter anrufen zu wollen. Da war sie mit dem Kompromiss, dass Hideki sie nach Hause brachte einverstanden. Immerhin war der Junge nett. Er hatte sie vor Yuna verteidigt und sie sogar vor den Angriffen der anderen gerettet. Die Schulschwester klatschte in die Hände, was Hana kurz zusammenzucken ließ. "Gut, da das geklärt ist, wie wäre es, wenn ihr in der Zwischenzeit in die Cafeteria geht und etwas esst? Ich bestell euch in der Zwischenzeit ein Taxi.", sagte die Schwester und lächelte. Sie eilte zurück zu ihrem Tisch und schrieb einen kleinen Zettel und faltete ihn zusammen und reichte ihn Hideki. "Gebt ihn, der Frau in der Cafeteria.", sagte sie. Hana lauschte dem Gespräch und sah dann zu Hideki. "Lass uns in die Cafeteria gehen und dort warten, bis das Taxi da ist.", sagte das Mädchen und stand auf. Sie schwankte noch etwas und griff fast schon automatisch nach Hideki. Als sie es bemerkte, errötete sie leicht und löste sich wieder von ihm. "Wenn wir langsam gehen, sollte es gehen.", sagte Hana und sah den Jungen mit den weißen Haaren an. Gemeinsam machten sich die beiden auf den Weg zur Cafeteria. Unangenehmes Schweigen machte sich zwischen den beiden breit. Schließlich räusperte sich Hana. "Du meintest vorhin, dass man dich früher geärgert hat, weil die anderen fanden, dass du komisch aussahst. Warum fanden die das du komisch aussahst?", fragte das Mädchen und sah zu dem Jungen auf.

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    • Hideki Zaitsu

      Die Schulschwester stellte sich als resoluter heraus, als Hideki gedacht hatte. Der Junge wagte nicht, ihr zu widersprechen, sondern nickte nur eifrig, als sie ihm verbot, Hana nach Hause zu tragen. „Selbstverständlich, habe verstanden!“ Es wäre ohnehin keine gute Idee gewesen, ein verletztes Mädchen so nach Hause zu transportieren, aber Hana zuliebe hätte er auch das versucht.
      Die beiden traten wieder zu Hana ans Bett und er versuchte, das aufmunterndste Lächeln aufzusetzen, das ihm gelang. Als die Schwester vorschlug, sie könnten in der Cafeteria warten, fiel ihm auf, dass er tatsächlich ein wenig Appetit hatte. Vermutlich war es das Adrenalin, das ihn so kurz nach dem Mittagessen wieder hungrig werden ließ.
      Zusammen mit Hana machte er sich auf den Weg, obwohl die Arme noch ziemlich wackelig auf den Beinen war. Sie hatte kurz nach ihm gegriffen, aber es schien ihr unangenehm zu sein, sich auf ihn zu verlassen. Hideki streckte seinen angewinkelten Arm aus, als wäre er ein Kavalier der alten Schule. „Keine Scheu, du kannst dich festhalten. Wir machen trotzdem langsam.“ Er ging erst weiter, als sie sich zaghaft an ihm festhielt und er damit sicher sein konnte, dass sie nicht fiel. Die Stille zwischen ihnen war etwas merkwürdig für ihn, immerhin kannte er Hana auch nicht wirklich. Erstaunt schaute er zu ihr herüber, als sie das Schweigen brach. „Naja, als kleiner Junge mit weißen Haaren und blauen Augen fällt man leider auf. Neben dem Durchschnittsjapaner bin ich ein ziemlicher Geist von der Erscheinung her, aber es ist ein Gendefekt. Fast wie ein Albino, aber nicht ganz. Heutzutage ist das kein Problem mehr für mich, alle glauben ich hätte sie gebleicht und trage Kontaktlinsen und finden es stylisch.“ Verlegen wuschelte er sich durch die Haare. Tatsächlich nützte ihm sein Äußeres inzwischen mehr, als dass es ihm schadete. Man steckte ihn automatisch in eine Schublade mit coolen Models oder Popstars, die genau so exzentrisch daherkamen wie er. Dabei war er nicht einmal ansatzweise so selbstbewusst wie diese.
      Die Cafeteria tauchte vor ihnen auf und Hideki sah sich um. „Hana, magst du dir schon mal einen Platz suchen? Ich muss das hier noch abgeben.“, sagte er und zog den kleinen Zettel aus der Tasche, den ihm die Schwester mitgegeben hatte.
    • Hana Suzuki

      Als Hideki ihr seinen Arm anbot, griff Hana zögerlich zu. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Cafeteria. Der Junge mit den weißen Haaren erzählte ihr, warum er früher geärgert wurde. Hana beobachtete Hideki und schmunzelte. Als sie schließlich die Cafeteria erreichten und Hideki meinte, dass er noch den Zettel abgeben musste, nickte Hana. "Mach das. Ich such uns einen Platz.",sagte das Mädchen. Gesagt getan. Hana sah sich in dem leeren Raum um und entschied sich für einen Platz in der Mitte des Raumes. Sie beobachtete den Jungen während er den Zettel abgab.

      Die Frau hinter der Theke nahm den Zettel entgegen und überflog ihn. "Ok. Setz dich zu deiner Freundin. Ich bring euch was zu trinken.",sagte sie und lächelte den Jungen an.

      Hana Suzuki

      Das Mädchen beobachtete Hideki, wie er wieder zu ihr kam. "Jetzt heißt es wohl warten.",sagte Hana und seufzte. "Was ich vorhin übrigens sagen wollte, wo du von deiner Kindheit erzählt hast. Ich glaube die anderen haben dich geärgert, weil sie neidisch waren. Ich finde dir steht dein weißes Haar und deine blauen Augen sind ein richtiger Farbtupfer.",sagte das Mädchen mit leicht geröteten Wangen. "Und ich finde nicht, das du wie ein Geist aussiehst.",fügte sie hinzu. Es dauerte nicht lange und die Frau die das Essen verteilte, brachte den beiden eine Cola und Gläser. "Möchtet ihr beiden etwas Essen während ihr wartet?",fragte sie und lächelte leicht. "Ich...ich denke ich nehme ein Stück Kuchen. Einen mit Obst oder Schokolade. Und du Hideki?",fragte Hana und sah ihren Gegenüber an. Nachdem die Frau ihre Bestellungen entgegengenommen hatte, ließ sie die beiden wieder allein. "Ich weiß ich hab mich schon bedankt, aber...ich kann dir einfach nicht oft genug danke sagen. Dir und den Zwillingen, für eure Hilfe und euer schnelles Eingreifen. Und danke, das du mich nach Hause begleitet, auch wenn du das nicht machen müsstest.",sagte Hana. Sie goss beiden etwas Cola ein und nippte an ihrem Glas. Kurz darauf dauerte es auch nicht lange und die Bestellung der beiden wurde gebracht. "Wir hatten leider keinen Obstkuschen mehr. Aber du meintest ja, du bist auch mit einem Schokokuchen zufrieden, deshalb... Hier.", sagte die alte Frau. "Danke.", sagte Hana und lächelte leicht. Obwohl ihr Tag bisher alles andere, als gut war, so schaffte es Schokolade immer dem Mädchen ein lächeln ins Gesicht zu zaubern.

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    • Hideki Zaitsu


      Hideki begab sich zu Hana, die bereits auf ihn wartete. "Es dauert bestimmt nicht lange, immerhin sind ja alle anderen noch im Unterricht." Die Cafeteria war wie leer gefegt und wirkte ganz anders als sonst, wenn die Massen an Schülern sich darin dicht an dicht drängten. Als das Mädchen ihm ein Kompliment machte, lachte er verlegen. "Danke, Hana. Das ist wirklich lieb von dir. Und das aus dem Mund so eines hübschen Mädchens." Er war es gewöhnt, dass man ihm öfter sagte, dass er gut aussah, aber bei Hana hatte es einen Unterton, der wesentlich ehrlicher klang als bei den ganzen verrückten Mädchen wie Yuna, die ihm grundlos hinterherliefen ohne ihn zu kennen. Es war ein Jammer, dass Hana so einen schlechten Start mit ihrer Klasse gehabt hatte, denn Hideki war sich sicher, dass sie eigentlich sehr beliebt sein könnte.


      Es dauerte nicht lange, bis die freundliche Mitarbeiterin, die sonst beim Mittagessen eine Portion nach der anderen verteilte, ihnen die Getränke brachte. Hana bestellte Kuchen und Hideki betete, dass sich auf diesem keine Erdbeere befinden würde, weil er sonst eher damit beschäftigt wäre, sich gegen seinen Würdereiz zu wehren, als selbst etwas zu essen oder sich mit ihr zu unterhalten. "Hm, das klingt nicht schlecht. Ich hätte gerne etwas mit Schokolade. Vielen Dank.", sagte er höflich. Die Frau entfernte sich wieder und ließ die zwei alleine.
      "Hana, du musst dich wirklich nicht bedanken. Eigentlich hätte jeder einschreiten müssen und ich finde es sehr schwach, dass sich bisher niemand um dich gesorgt hat. Alle in unserer Klasse hätten sich gegen Yuna stellen können. Ich bin ja selbst nicht besser, es ist mir bisher gar nicht so wirklich aufgefallen, weil ich in den Pausen immer bei den Zwillingen war.." Für einen Augenblick schwieg er, aber dann sah er Hana direkt in die Augen. "Also nimm es als Versprechen: wir passen auf dich auf in der Zukunft und alles, was wir dafür erwarten, ist dein Lachen, okay?" Er tätschelte ihr kurz den Kopf. //Was mache ich denn!? Sie ist doch keine Katze... ach!// Zügig zog er die Hand zurück. //Hoffentlich hält sie mich jetzt nicht für einen Freak...//



      "Und das mit dem nach Hause bringen ist das kleinere Übel oder nicht? Was denkst du, wie ich mich fühlen würde, wenn dir auf dem Weg etwas passiert? Deine Mutter wäre nicht die einzige, die sich Sorgen macht." Die Dame mit ihrem Essen kam zurück und zu Hidekis Erleichterung gab es ausschließlich Schokokuchen. //Glück gehabt!// Selbst Hana lächelte endlich. "Na dann, lass es dir schmecken!"
      Der Junge griff augenblicklich zu der kleinen Gabel und genehmigte sich ein Stückchen des Kuchens. Mit Krümeln am Mund schaute er zu ihr herüber. "Wo wohnst du denn eigentlich? Nur damit ich planen kann, wie ich danach am besten selber nach Hause komme." Meistens nahm Hideki für ein paar Haltestellen die Bahn und lief dann den Rest, da er es gar nicht so weit bis zur Schule hatte. Um die Schule herum gab es allerdings mehrere Bezirke und es konnte gut sein, dass Hana viel weiter weg lebte oder in einer anderen Richtung als er.
    • Hana Suzuki

      Hana wurde augenblicklich knallrot, als Hideki sie als hübsch bezeichnete. //Er...er findet mich hübsch?!?//, dachte das Mädchen und sah verlegen auf ihre Hände. Bisher hatte sie noch nie ein Junge als hübsch bezeichnet. An ihrer alten Schule, hatten einige Mädchen, sie hübsch genannt, aber Hana hatte bisher nie etwas darauf gegeben. Bisher hatte sie nie wirklich großen Kontakt zu Jungen gehabt, deshalb wusste sie auch nicht, wie sie auf die Jungs wirkte.
      Als Hideki meinte, dass Hana sich nicht bedanken musste, griff das Mädchen nach ihrem Glas und nippte daran. Schlagartig war ihre Verlegenheit wie weggeblasen. "Doch muss ich. Immerhin hast du gesehen, dass es nciht selbstverständlich ist.", sagte das Mädchen und nippte an ihrer Cola. "Die meisten unserer Klassenkameraden haben jüngere Geschwister hier an der Schule. Sie hätten etwas gesagt, aber ihre Geschwister waren in der Schusslinie. Versteh mich nciht falsch, ich will sie nciht verteidigen. Ich will nur sagen, dass ich sie verstehen kann. Yuna ist ein mächtiger Mobber. Sie strahlt eine Selbstsicherheit und Kraft aus, die die anderen einschüchtert. Wenn ich Geschwister hätte und diese als Druckmittel gegen mich verwendet werden, würde ich mir auch überlegen, ob ich den Mund auf mache. Was ich damit sagen will ist, dass Yuna die Klasse in einer Art Würgegriff hatte, den du gelöst hast.", sagte Hana und seufzte. "Sie hat nicht damit gerechnet, dass du dich einmischst.", murmelte das Mädchen. Sie trank erneut einen Schluck von ihrem Glas und legte dann sanft eine Hand auf die von Hideki. "Und bevor du dir die Schuld an dem Ganzen gibst. Dich trifft am aller wenigsten Schuld. Wie du selbst gesagt hast, warst du in den Pausen nicht in der Klasse.", sagte Hana und lächelte Hideki an. Dann nahm sie ihre Hand wieder von seiner und strich sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr.
      Hideki tätschelte Hana den Kopf und das Mädchen errötete. "Ok...dann nehm ich das als Versprechen.", sagte Hana und sah zu Hideki, bis dieser die Hand wieder wegnahm. Als sie seinen Gesichtsausdruck sah, kicherte Hana. "Du siehst so aus, als würdest du dich fragen, was du da grade gemacht hast.", sagte sie lachend. Es dauerte eine Weile bis Hana sich beruhigt hatte und ihren Kuchen weiter essen konnte.
      Als der junge mit dem weißen Haar sie fragte, wo sie wohnte, sah Hana ihn an. "Kennst du den großen Park? Der wo der Schrein ist? Ich wohn da ganz in der Nähe in einem der umliegenden Wohngebäude.", sagte sie. Hana aß ihren Kuchen weiter und als beide nach einer Weile fertig kamen, erschien die nette, ältere Dame an ihrem Tisch. "Euer Taxi ist da. Ich hab dem Fahrer gesagt, dass ihr gleich raus kommt.", sagte sie und Hana lächelte sie an. "Danke.", sagte sie und trank ihr Glas aus und aß, das letzte bisschen ihres Kuchens. Sobald Hideki dann fertig war, machten sich die beiden auf den Weg zum Taxi. "Ich hab die Adresse bereits von der Schulärztin. Steigt ein.", sagte der Fahrer und so dauerte es nciht lange und die beiden fuhren vom Schulgelände. Die Autofahrt dauerte nicht all zu lang. Sie bogen nach 20 Minuten in Hanas Straße ein und kurz darauf hielten sie an ihrem Haus. "So da wären wir.", sagte der Fahrer. "Danke. Wie viel macht das?", fragte Hana, aber der Fahrer wank ab. "Ist alles schon bezahlt.", sagte er. Hana runzelte die Stirn, nickte dann aber. Zusammen mit Hideki stieg sie aus. "Ähm...also hier wohn ich.", sagte Hana und sah zu ihrem Haus. Das Mädchen überlegte einen Augenblick, bis sie wieder zu Hideki sah. "Möchtest du noch mit rein kommen?", fragte sie und lächelte ihn mit leicht geröteten Wangen an.


      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Hideki Zaitsu


      "Mh, da magst du sicher recht haben. Ich hoffe nur, dass sie sich jetzt auch auf Dauer zurückhalten wird und nicht wieder in alte Muster verfällt." Nachdenklich hielt er sein Glas zwischen den Händen und drehte es hin und her. "Hast du denn Geschwister, Hana?"
      Als sie ihre Hand auf seine legte, schaute er sie verdutzt an. Dafür, dass das Mädchen ihm sonst eher zurückhaltend begegnete, war das ein großer Schritt.
      "Naja, vielleicht hätte ich trotzdem nicht immer gehen sollen. Es wäre ja auch höflicher gewesen, mich dir vorzustellen anstatt einfach abzuhauen. Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel." Er stürzte aus Angewohnheit sein ganzes Glas auf einmal herunter. Die Cola sprudelte so stark, dass es ihm in der Nase brannte und er kurz husten musste. //Ja, schön, stellen wir uns doch wie der Volldepp an...//
      Auch der Fakt, dass er einem mehr oder weniger fremden Mädchen aus seiner Klasse den Kopf gestreichelt hatte, trug nicht gerade dazu bei, dass er sich besser fühlte.
      "Jaaaa das war tatsächlich mein Gedankengang." Der Junge versuchte seine Verunsicherung wegzulächeln. Immerhin lachte Hana und das war ihm viel lieber, als Tränen und Schmerzen in ihrem Gesicht zu sehen. "Du bist eben so niedlich, dass ich nicht widerstehen konnte.", meinte er grinsend und zwinkerte ihr zu. Mit Mädchen zu flirten fiel ihm leicht, das machte er öfter. Dass ihn Hana allerdings so durcheinander brachte, dass er unüberlegt einfach Körperkontakt suchte, verwunderte ihn selbst.



      "Oh bei dem Schrein? Ich wohne auch nicht allzuweit weg. Vielleicht zehn Minuten zu Fuß. Dann sind wir ja fast Nachbarn!" Er stocherte mit der Gabel in seinem verbleibenden Kuchen herum. "Mir kommt gerade eine Idee. Wenn du nicht weit weg wohnst, wollen wir dann morgens zusammen zu Schule gehen? Was meinst du?" Hideki sah neugierig zu dem Mädchen herüber. //Dann hätte ich mal einen Grund, nicht immer zu spät zu kommen...//
      Als sie kurz darauf die Cafeteria verließen und sich ins das Taxi setzten, warf der Junge Hana immer mal wieder einen Seitenblick zu. //Scheint so, als ob es ihr ein bisschen besser geht. Das ist gut!// Er gluckste zufrieden und sah aus dem Autofenster, während die Straßen an ihnen vorüber zogen. "Ich bin noch nie mit einem Taxi gefahren, glaube ich." Hideki fiel es schwer, Stille zu ertragen und er hatte die Hoffnung, Hana noch etwas besser kennenzulernen. "Und du?"
      Wenig später erreichten sie die Wohnanlage, in der das Mädchen lebte. Hideki kam sie bekannt vor, er war manchmal auf dem Weg zum Training daran vorbeigegangen. Hana fragte ihn, ob er mit hinauf kommen würde. //Das wäre das erste Mal, dass ich bei sowas ja sage...// Manchmal nach einem Date hatte ihn ein Mädchen gebeten, mit zu ihr zu kommen aber er hatte immer abgelehnt. Nur war das hier kein Date und er machte sich tatsächlich noch Sorgen, dass sich Hanas Zustand wieder verschlechtern könnte. Er zuckte mit den Schultern. "Klar, warum nicht. Eine Weile habe ich noch Zeit." Er ging langsam, damit sich Hana bei ihm festhalten konnte, falls sie stolperte oder sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Dafür, dass ihr so übel mitgespielt worden war, hielt sie wirklich tapfer durch. "Sag mal Hana-chan... ich verstehe ja, dass du deinen Eltern keine Sorgen machen möchtest, aber warum hast du dich so dagegen gewehrt, dass sie von deinen Verletzungen erfahren? Es ist doch nur ihr natürlicher Instinkt, dass sie sich um ihr Kind kümmern wollen, wenn sie so etwas mitbekommen." Sein Blick ruhte auf ihrem Gesicht, dass er im Gehen nur von der Seite sah.