Stadt der Laternen - Time never stops [Runa & Sunnysongs]

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    • Stadt der Laternen - Time never stops [Runa & Sunnysongs]



      Beschreibung

      Rahmenbedingungen:
      Times never stops - das RPG hat das Ziel, genau ein Jahr lang (ab dem ersten "richtigen" RPG-Posting) zu laufen.

      Handlung:
      Wir befinden uns in einer Welt, in der Magie, übernatürliche Wesen und Götter friedlich nebeneinander leben. Friedlich ist vielleicht etwas übertrieben - zumindest tolerieren sie sich gegenseitig. Größere Ausschreitungen gegeneinander hat es schon seit vielen Jahren nicht mehr gegeben.
      Vor allem in der Hauptstadt tummeln sich verschiedenste Spezies: Vampire, Geister, Dämonen und Engel, Fabelwesen, Halblinge und Menschen leben dort. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit dieses Ortes: Egal ob Tag oder Nacht, die Stadt ist immer in Dunkelheit gehüllt. Um dagegen vorzugehen, wurden zahlreiche Laternen von den am Rande stehenden Gebäuden gespannt, sodass die Straßen permanent in ein rötliches Licht gehüllt sind und damit zu der mystisch-gemütlichen Atmosphäre der Stadt beitragen.
      Trotz des schon lange anhaltenden Friedens bilden sich immer mal wieder kleinere Konflikte, vor allem zwischen Angehörigen verschiedener Spezies. Deren religiöse Überzeugungen, Wertvorstellungen und Traditionen haben sich über all die Jahre nur gering angenähert und sind daher häufig der Grund für solche Streitereien. Eine Gruppe wurde aus diesem Grund gebildet, die Mitglieder aller Spezies in sich vereint, die als "Kulturelle Vermittler" und gleichzeitig als Art "Polizei" oder "Ordnungshüter" agieren. A und B sind beide neue Mitglieder dieser Einheit, sie kommen auch nicht aus der Hauptstadt, sondern aus weiter entfernten Gebieten, in denen stärkere Trennungen zwischen Spezies vollzogen werden. Das multikulturelle Gewimmel der Hauptstadt ist daher neu für sie.
      Gleich ihr erster Auftrag bestand darin, sich mit einer Reihe von kleineren Kriminalitäten auseinander zu setzen. Erst erscheint der Fall sehr simpel, die Täter können schnell ausgemacht werden. Als diese am nächsten Tag aber tot aufgefunden werden und ein mysteriöser Brief, adressiert an A, auftaucht, ahnen die beiden, dass sie dabei sind, etwas viel größeres aufzudecken.

      Genre:
      Fantasy, dazu Mystery und Krimi.
      Drama, Action und Romance können je nach Situation mit hinein passen.

      Rollenverteilung:
      A - @Runa
      B - @Sunnysongs


      A - Akaya

      Runa schrieb:

      Name: Akaya Nyx
      Alter: 18
      Geschlecht: weiblich
      Spezies: Dämon
      Aussehen:
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      Eigenschaften: Akaya ist ein ziemlicher Faulpelz. Ihr ist vieles egal oder gleichgültig. Sie hasst es, etwas anstrengendes zu tun und mag lieber leichtere Sachen. Wenn sie gerade nicht beschäftigt ist, schläft sie auf einem Baum
      Geschichte:
      Akaya wurde in eine Dämonenfamilie hineingeboren, die sehr streng war. Sie lebten in einem Dorf nur mit Dämonen. Wenn ein Dämon sich mit einem Menschen oder einer anderen Spezies paarte und ein Kind bekam, wurde das Halbdämonen Kind entweder abgeschlachtet oder ausgesetzt. Die Eltern des Halbdämonen Kindes wurden dann öffentlich hingerichtet. Die Hintergrundgeschichte kannte Akaya zwar, doch es interessierte sie nicht. Sie hatte einen besten Freund, der später ihr fester Freund wurde. Leider starb er bei einem Auftrag. Das War das erste mal, wo sie Trauer empfand und weinte
      Sonstiges:
      Sie kann Gedanken lesen und die Schatten kontrollieren
      Sie ist eigentlich eine Schattendämonin und könnte nur die Schatten kontrollieren, jedoch bekam sie ihre 2. Fähigkeit durch ihren verstorbenen Freund
      Hat eine Krähe als Begleiter


      B - Nisha

      Sunnysongs schrieb:

      Rolle B



      Name:


      Nisha Miró.





      Alter:


      20 Jahre alt.





      Geschlecht:


      Männlich.





      Spezies:


      Tierdämon (Halbling).





      Aussehen:


      In der Halblingsgestalt: Tiefschwarze Haare, Rote Augen, relativ groß (183 cm), schlank, auf Haltung bedacht, unbemüht elegant. Schwarze Katzenohren und -schwanz.Trägt eine Brille, an dessen Bändern dutzende winzige Glaskugeln und -kristalle befestigt sind, die bei Bewegungen leise klirren.


      In der Dämonengestalt: Kurzes schwarzes Fell, rote - beinah glühende - Augen. Schwarze Ballen, außer an der vorderen linken Pfote - die Ballen dort sind pink.





      Eigenschaften:


      Der Aberglaube, schwarze Katzen würden Unglück bringen, scheint irgendwo einen wahren Kern zu haben - schließlich ist Nisha der wandelnde Beweis dafür. Zu seinem Pech bezieht sich dieses Unglück aber vor allem auf ihn selbst. Nisha könnte generell als galanter Zeitgenossen bezeichnet werden, was aber letztendlich durch den ein oder anderen missglückten Annäherungsversuch an Angehörige verschiedenster Spezies zu erklären ist. Er wird von einer gewissen mysteriösen Aura umgeben, obwohl er oftmals gelassen, fast schon unvorsichtig oder leger, zu handeln scheint. In seiner tierischen Form wirkt er vor allem gelassen. "Scheint" und "wirkt", denn seine andere, aufmerksame und dämonische Seite, zeigt sich nur im Schatten.





      Geschichte:


      Eigentlich hatte Nisha nie vor, die Hauptstadt jemals zu betreten, geschweige denn der Gruppe der "Kulturellen Vermittler" beizutreten. Einige "unvorhergesehene" sowie vor allem "unglückliche" Ereignisse führten ihn jedoch an seinen jetzigen Wohnort. Über sein bisheriges Leben spricht er nur ungerne, daher ist seine Vergangenheit für sein Umfeld weitgehend ein Mysterium.





      Sonstiges:


      Es gibt nicht vieles, vor dem Nisha Angst hat - außer vor allem, was mit Wasser zutun hat.


      Nisha zieht Unglück beinah magisch an, wobei er aber irgendwie genug Glück zu haben scheint, sich aus jeder der noch so brenzlichen Situationen halbwegs heile herauszuwinden.


      Obwohl Nisha kein Interesse an Schmuck und Verzierungen hat, zeigt er an gläsernen Gegenständen ein besonderes Interesse. Die Brille, die er in seiner Halblingsgestalt trägt, hat keinen praktischen Nutzen.




      @Runa
      @Sunnysongs


      >> May God protect you <<
    • Akaya War auf dem Weg in die Hauptstadt. Sie hatte zwar auf einen solchen Job wenig Lust, aber sie war mal wegen der Hauptstadt neugierig. Ein Magier, der als Hirte arbeitete, nahm sie auf seinem Wagen mit. Es War nur ein Holzwagen, der von einem Pferd gezogen wurde. Zudem hatte der ein Dach aus einem großen weißen Tuch, so dass man auch drinnen schlafen konnte. Genau das tat sie auch. Sie lag auf dem Boden in eine Decke gekuschelt und schlief friedlich. Dies war ihre Art. ,, Miss! Wachen sie auf, wir sind gleich da. Man kann die Hauptstadt schon sehen", sagte der Magier und Akaya öffnete ihre Augen. Sie stand auf und sah nach draußen. Sie standen auf einem Berg und konnten auf die Stadt runter sehen. Sie War wirklich groß. ,, Wow! Das ist also die Hauptstadt", sagte die Dämonin und zeigte ehrliche Begeisterung, was sehr selten war. Wenig später waren sie schon an den Toren der Stadt. Da der Magier in eine andere Richtung musste, sprang Akaya aus dem Wagen und lief zur Stadtmitte um sich die Karte anzusehen, damit sie auch wusste, wo lang sie musste. Dämonen hatten ein gutes Gedächtnis
    • Genüsslich räkelt sich der tiefschwarze Kater auf der hölzernen Bank, gewärmt von der angenehmen Mittagssonne. Seine Augen waren halb verschlossen, entspannt dämmerte er zwischen Wach und Schlaf. Während der Holzwagen unter ihm gemächlich von einer Seite zur anderen schwankte, streckte er alle vier Beinchen faul von sich, den von Fell bedeckten Bauch und Brustkorb entblößend. Im Augenwinkel registriert er eine Bewegung, unwillig zwingen sich die roten Augen dazu, offen zu bleiben sowie die Bewegung zu verfolgen, obwohl die roten Gucker am liebsten gleich wieder zugefallen wären. Die raue Hand des Hirtens, dessen Blick auf die Landstraße vor ihnen gerichtet war, streckte sich in die Richtung des Tieres aus und platzierte sich schließlich auf dessen Kopf; mit einem Finger begann er dort, einen Flecken hinter dem schwarzen Fellohr zu kraulen. Fügsam und sachte schnurrend drückte der Kater seinen Kopf in die große Hand des Fahrers, der darauf mit einem leisen Schmunzeln reagierte. So ließ es sich leben.
      "Miss! Wachen sie auf, wir sind gleich da. Man kann die Hauptstadt schon sehen" Die Worte des Hirtens schreckten den schwarzen Kater unsanft aus seinem bisher so angenehmen, aber unerwartete tiefen Schlaf auf. Die roten Augen jagten von einer Seite zur anderen, als das Tier versuchte, sich zu orientieren. Komisch, so lange sollte ich doch eigentlich gar nicht geschlafen haben. Es brauchte einige Momente, bis er sich an die merkwürdig, ja fast schon unheimlich dunklen Lichtverhältnisse gewöhnt hat. War schon Sperrstunde, musste er nun außerhalb der Stadt übernachten? Besorgt richtete er sich auf, wurde dann aber von einem Ziehen in seinen Muskeln zurückgehalten und zu ausführlichen Dehnungen aufgefordert. Wirklich schaden würde es nicht, wenn er sich etwas Zeit dabei ließ, sich in die Richtung der Tore zu bewegen, schließlich hatte er nun die ganze Nacht über Zeit. Als der Wagen weiter fuhr und das offene Stadttor erreichte, das von zwei grimmig guckenden Männern in metallener Rüstung bewacht wurde, klickte es endlich bei ihm: Die Stadt der Laternen, die in ewige Dunkelheit und Nacht gefüllt war, erstreckte sich vor ihnen. Abertausende Laternenlichter sickerten zwischen den bemoosten Steinen der Mauer, an welcher der Wagen zum Stillstand kam. Mit einem eleganten Satz sprang der Kater seinem warmen Rastplatz, streifte entlang des Beines des Hirtens und bog dann, ohne auch nur einen Hauch von Aufmerksamkeit der Wachen auf sich zu ziehen, durch das Tor.


      >> May God protect you <<
    • Akaya hatte den Weg auf der Karte gefunden und beschloss über die Schatten dorthin zu gelangen. In dieser Stadt gab es schließlich genug Schatten. Also perfekt für die Schattendämonin. Sie tauchte in einen Schatten ein und während sie sich im Schatten bewegte, wirbelten ihre Gedanken durcheinander. Sie dachte an ihr Dorf, an ihre ehemaligen Aufträgen, an ihren verstorbenen Freund und so weiter. Schließlich tauchte sie wieder auf und, zum Glück, an der richtigen Stelle. Eine junge Frau begrüßte sie. Die Frau war anscheinend eine Kitsune - eine Fuchsdämonin aus dem Norden. ,, Es ist unglaublich toll, mal eine Schattendämonin zu treffen. Wir hätten auch sofort einen Auftrag, aber dafür müssen wir auf ihren Partner warten", sprach die Kitsune. Stumm nickte Akaya und ließ die Frau weiter reden. Sie stellte sich als Kiriya vor und Akaya nannte ihr kurz ihren Namen. Dann verschwand sie auf einem Baum und War nach wenigen Sekunden eingeschlafen
    • Die junge Frau, die ebenfalls von dem Wagen transportiert wurde, auf dem er in seiner Katzenform kostenlos mitgefahren ist, war nirgends mehr zu sehen. Eigentlich hatte sich der schwarze Kater vorgenommen, ihr ein Weile lang zu folgen, vielleicht auch über einen etwas längeren Zeitraum. Der Grund dafür war einfach: Frauen mochten doch flauschige Katzen und derartigen Kram, der niedlich war, oder nicht? Außerdem war sie von einer Aura umgeben, die ihm auf unerklärbare Weise vertraut vorkam. Entschlossen schüttelte der schwarze Kater seinen Kopf, das kurze Fell wippte dabei unbeholfen durch die Luft. Es lohnte sich schließlich nicht, um verlorene Milch zu weinen - oder hieß es verschüttete? Aufmerksam schlich er am Rand einer der Schleier aus rötlichen bis gelben Lichter gehüllt waren. Immer wieder musste er im letzten Moment Füßen ausweichen, die sich gefährlich auf seinen schmalen Körper zubewegten. "Uaaah!" Plötzlich riss ihn ein lauter Schrei aus seiner Konzentration. Direkt vor seinem Gesicht befand sich ein paar kristallklare Augen, deren blau vor Aufregung schimmerte. "Was bist du denn für ein Hübscher?" Ohne auch nur zu zögern oder dem schwarzen Kater die Chance zu geben, sich zu wehren, griff die Person nach ihm. Ihr Äußeres ließ die Frau zerbrechlich wirken, aber mit ihrem mächtigen Griff war nicht zu scherzen. Verzweifelt versuchte das aufgebrachte Fellknäuel, sich von ihr loszureißen. Einen Halt konnte er aber in der Luft nicht finden, weshalb er nur wie ein hilfloses Baby strampeln konnte, was die Fremde zu amüsieren schien, denn sie gab ein helles Lachen von sich. Wie durch einen Zauber beeinflusst, gab er seine Anstrengungen auf, vor ihr zu fliehen. "Wie heißt du denn, Hübscher?" Die Frage kam ihm dumm vor, schließlich war er eine Katze und konnte aus offensichtlichen Gründen nicht antworten. "Miauuu-" Antwortete er daher kurzerhand. Das Gesicht der Frau verzog sich zu einer beleidigten Grimasse. "Na gut, dann sag mir deinen Namen halt nicht." Abrupt drehte sie den Kopf zur Seite und brach damit den Blickkontakt ab; ihre kurzen rosé-goldenen Haare flatterten hinterher. Langsam wurde diese hängende Position, bei der die Hände der Frau unter seinen Ärmchen positioniert waren und sein restlicher Körper einfach in Richtung Boden baumelte, unbequem. Der Kater gab ein unzufriedenes Knurren von sich, auf das sie aber nicht reagierte. Er versuchte es noch einmal, dieses Mal ein gutes Stück lauter, aber wieder ohne Erfolg. Nach einem tiefen Atemzug gab er sich schließlich geschlagen.
      "Miss, ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich loslassen könnten." Die Verwandlung war schneller vollzogen, als die kurzhaarige Blinzeln konnte. "Ach, du bist es!" Anstatt irritiert zu sein, zeichnete sich in ihrem Gesicht Freude ab. Außerdem ließ sie den Mann, der ihr nun gegenüber stand, noch immer nicht los; ihre Hände verharrten unter seinen Achseln. "Dann kannst du ja gleich mit zur Zentrale kommen - was für ein Glück, dass ich dich so schnell gefunden habe!" Der schwarzhaarige Mann wusste zwar nicht, wer die Frau war, aber sie schien ihn zu kennen und wahrscheinlich hatte sie auch etwas mit seiner neuen Anstellung zutun. Mit einem Seufzen gab er sich nun geschlagen. "Mein Name ist Nisha. Miss, würden Sie mich nun bitte loslassen?" Ein breites Grinsen, das einen schadenfrohen Zug hatte, zog sich über das ansonst so niedliche Gesicht der Frau. "War doch nicht so schwer, mir deinen Namen zu nennen, was Nisha?" Ihre Frage wies darauf hin, dass sie irgendein Spiel gewonnen zu haben schien, von dem der Mann aber nichts wusste. "Lass uns gehen, folg mir einfach." Mit diesen Worten ließ sie ihn endlich los und bog zielstrebig in die nächste dunkle Gasse ein. Nisha folgte ihr stumm.


      >> May God protect you <<
    • ,, Akaya! Liebes! Wach auf! Dein Partner kommt gleich", sprach Kiriya und weckte Akaya so. Die junge Dämonin öffnete verschlafen die Augen und streckte sich. Schade, dabei wollte sie noch schlafen. Naja, sie würde bei diesem Job eh nie viel schlafen können. Was hatte sich die Dorfälteste nur dabei gedacht. Gemütlich lief sie auf einem Ast herum und sprang dann leichtfüßig hinunter. Geschickt landete sie auf den Füßen und wartete neben Kiriya. Während sie wartete, musterte sie die Pflanzen. Rosen in schwarz und weiß, Pfirsichbäume, Kirschbäume und so weiter. Es gab sogar einen Fliederbaum und ein Erdbeerfeld. Weintraube hatten man auch angebaut. ,, Ah! Da kommt er", sagte die Kitsune plötzlich neben ihr und das führte dazu, dass Akaya den jungen Mann ansah. Seine Aura verriet, dass er zur Hälfte Tierdämon war. ,, So, bitte stellt euch gegenseitig vor. Sagt wie ihr heißt und was ihr seid. Schließlich seid ihr Partner", sprach die Frau, die den Mann hergebracht hat. Akaya seufzte. Darauf hatte sie so gar kein Bock! ,, Akaya Nyx, Schattendämonin, kann aber auch Gedanken lesen", sprach sie
    • Es dauerte nicht lange, da erreichten sie den Ort, zu dem die unbekannte Frau sie führen wollte. Zufrieden stemmte sie ihre dünnen Arme in die Hüfte und richtete die hellen Augen auf die massive Tür im traditionell japanischen Stil. Das gesamte Grundstück schien von einer Mauer, die bis hoch zur Schulter mit grauen Steinen besetzt war und in mindestens anderthalb Meter weißen Putz überging, der von einer unüberschaubaren Menge an Laternen mit einem mystischen Schleier aus Rot behangen war. Abgeschlossen wurde die Wand durch eine Art kleines Ziegeldach. "Wir sind da", gab die Kurzhaarige von sich, wobei in ihrer Stimme ein gewisser Stolz mitschwang. Nisha konnte sich denken, woher dieser Ton kam: Bestimmt war die Frau eine Mitarbeiterin bei der Behörde der Kulturellen Vermittler - hoffentlich war die Frau dort 'nur' eine Mitarbeiterin. Und das Gebäude hinter diesen eindrucksvollen Mauern würde die Zentrale sein. Bevor er aber auch nur den Mund öffnen konnte, um etwas zu sagen, öffnete sich das Tor mit einem leisen knarren, das auf das Alter der Anlage hinwies. Das Grundstück sah tatsächlich großartig aus, einen solchen Ort seine Arbeitsstelle nennen zu können, erschien selbst Nisha außergewöhnlich. Ein Seitenblick der Frau streifte das Gesicht des Halblings. "Großartig, was?" Der angesprochene konnte nur Nicken, denn für Worte blieb ihm nicht genug Zeit. Seine Begleiterin hatte sich in Bewegung gesetzt und lief den langen Steinpfad entlang, der sich nun vor ihnen erstreckte. Schnellen Schrittes folgte der junge Mann; seine Geta ließen bei jedem Schritt auf den Steinen ein hölzernes Klappern durch die sonderbar ruhige Umgebung schallen.
      Einen solchen Ort hätte Nisha niemals inmitten einer Stadt erwartet; wie passte diese Idylle in diese finstere Stadt? Bereits bei seinem ersten Schritt bemerkte der junge Mann die ebenso sonderbare Ausstrahlung des Ortes. Er hatte etwas andächtiges, zeitloses an sich, das sich nur schwer in Worte fassen ließ. Auf einer Seite befand sich ein penibel angelegter Steingarten, auf der anderen Seite bog der Weg ab, in einen Bereich, der von sattgrüner Vegetation eingenommen zu sein schien. Obwohl diese Pflanzen wahrscheinlich nie von Sonnenstrahlen berührt worden sind, standen sie in voller Blüte, Nisha konnte nicht anders, als darüber zu staunen; das Rot in seinen Augen schimmerte voller Faszination.
      Unsanft wurde die Aufmerksamkeit des jungen Mannes von seinen Beobachtungen fortgerissen und auf die kurzhaarige Frau gezogen, die nun erwartungsvoll zwischen ihm und einer weiteren Person hin und her blickte. "So, bitte stellt euch gegenseitig vor. Sagt wie ihr heißt und was ihr seid. Schließlich seid ihr Partner." Interessiert ließ Nisha seinen Blick über das Gesicht der Frau gleiten, die ihm soeben als seine Partnerin vorgestellt wurde. Etwas an ihr störte ihn zutiefst und als sie sich vorstellte, realisierte er augenblicklich, was es war. "Akaya Nyx, du bist also eine Schattendämonin." Sein Gesicht hätte sich gerne verzogen. Reinblüter. Trotz der Information, dass sie Gedanken lesen konnte, unterdrückte er seinen angewiderten Gedanken nicht. Sollte sie ihn doch lesen. Es würde anstrengend werden mit jemanden zusammenzuarbeiten, der Gedanken lesen konnte, vor allem, wenn sie so offen über ihre Fähigkeit sprach. Wollte sie ihn durch diese Information einschüchtern? Ein oberflächliches Lächeln, hinter dem sich die offene Ablehnung gegen die Herkunft sowie Blutlinie der Schattendämonin versteckte, zeichnete sich auf seinen schmalen Lippen ab. Was für ein unglücklicher Zufall es war, dass er mit einer solchen Art von Dämon das nächste Jahr - und sein letztes Jahr - verbringen würde. Obwohl, dachte er sich, solch eine Art von Unglück passte eigentlich zu ihm. Diese Gedanken hatten einen bitteren Beigeschmack, den der junge Mann nur schwer verdrängen konnte. "Es freut mich, eure Bekanntschaft zu machen, Akaya Nyx." Er deutete eine vorsichtige Verbeugung an und sprach weiter, nachdem er seinen Oberkörper wieder anhob. "Mein Abstammung sollte von keinem Interesse sein, daher ohne Familienname: Ich heiße Nisha." Seine felligen Ohren zuckten und der schwarze Schwanz ringelte angriffslustig von einer Seite zur anderen. "Wie du unschwer erkennen kannst, bin ich ein Halbling - ein Tierdämon, um genau zu sein." Bevor die Lage eskalieren konnte, lenkte die Frau mit den kurzen rosé-goldenen Haaren die Aufmerksamkeit der beiden Dämonen auf sich, indem sie freudig in die Hände klatschte und diese aneinander vor ihrem Körper hielt. Entweder ignorierte sie die angespannte Stimmung, sie wollte sich nicht einmischen oder die Frau interessierte sie ganz einfach nicht dafür. "Dann ist ja jetzt alles geklärt! Das hier ist euer erster Auftrag." Ohne eine Reaktion abzuwarten, drückt sie Ayaka einen großen braunen Briefumschlag in die Hand. "Ah - Nisha. Es macht dir doch nichts aus, wenn deine Partnerin die Gruppenleitung übernimmt, richtig?" Der junge Mann wollte ihr etwas erwidern, kam aber nicht dazu, denn sie hatte sich bereits umgedreht und war in dem Dunkel verschwunden.


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    • Akaya wollte der Frau eigentlich auch widersprechen, aber diese War zu schnell weg. Sie seufzte. Gruppenleitung.......na toll, reicht es nicht schon, dass sie hier sein musste und einen Job ausführen musste, bei dem sie nicht pausenlos schlafen konnte. Sie hielt Nisha den Brief mit dem Auftrag hin als sie ihn gelesen hatte. Ein paar Kleinverbrecher, die sie einfangen mussten. ,, Ach ja, erwarte von mir keine befehle. Ich mag es uberhaupt nicht irgendwas zu leiten. Am liebsten würde ich mich wieder schlafen legen. Dieser Job nervt eh schon genug", sagte sie als sie los ging. Die Schattendämonin lief durch die finstere Nacht, die nur durch Laternen erhellt wurden. Eine Frau, die wohl von der Rasse Vampir war, kam auf sie zu und hielt ihr eine Laterne hin. ,, Hier bitte. Öffnen sie die Laterne dich mal", sagte die Frau. Akaya tat es und sah lauter Glühwürmchen.
    • Neu

      Die schwarzen Katzenohren auf Nishas Kopf zuckten gereizt, als die Dämonin davon sprach, keine Befehle zu geben. "Oh~" reagierte er in einem geäußerten Ton auf die Aussage "von einer so ehrwürdigen Dämonin mit reinem Blut hätte ich etwa anderes erwartet. Ich dachte, ihr liebt es, andere zu euren Füßen zu haben." Der Job war kein schlechter, und das aus vielen Gründen: Die Bezahlung war passabel, was sie aber gut machte, war der Umstand, dass Verpflegung und Behausung zur Verfügung gestellt wurden. War es also notwendig, sich so anzustellen? Der Mischling fixierte die junge Frau mit einem scharfen Blick seiner roten Augen, die aber schon wieder weiter gegangen war. Hatte sie ihm überhaupt zugehört? Sollte er ihr jetzt einfach so hinterherlaufen, als wäre er ihr Haustierchen? Schon allein der Gedanke daran, dass seine 'Partnerin' so denken könnte, jagte einen eisigen Schauer über seinen Rücken und wenn er sich in seiner tierischen Gestalt befunden hätte, stände das Fell an seinem Rücken auf. Obwohl er sich wortwörtlich dagegen sträubt, der Frau zu folgen, ging er schnellen Schrittes hinter ihr her.
      Seine Augen waren gut und so war es ein leichtes für ihn, sich in der Dunkelheit der Stadt orientieren zu können, was vor allem mit seiner Art zusammenhing. Dennoch war er dankbar für das schwache Licht, das von der Laterne ausging, das die Dunkelheit vertrieb, die ihm sonst so heimelig vorkam. Aber es qar auch das Element von Akaya, mehr sogar als das seine - und die Aussage das ließ Unwohlsein in ihm aufkeimen. Das Licht flackerte unruhig und ebenso unregelmäßig, es tänzelte über die steinernen Fassaden der Häuser und mischte sich mit den schattenhaften Formen. Als die Dämonin auf den Hinweis der Vampirin reagierte und den verschluss der Laterne öffnete, erklärte sich der Eindruck: Selbst aus der kleinen Entfernung konnte Nisha das gemächliche Flattern der Insekten wahrnehmen, was eine gewisse Unruhe in ihm auslöste - war das sein Jagtinstinkt?
      Stumm liefen die beiden Dämonen durch eine Reihe finsterer Gassen, Akaya vorne und einige Schritte weit dahinter Nisha. Letzterer hatte keine Ahnung, wo die Frau sie hin führte oder ob diese selbst eine Ahnung hatte, wo sie hin ging. Denn von dem Auftrag, den sie zu erledigen hatten, wusste er gerade noch nichts. Nur zögerlich gelingt es ihm, seinen missmut beiseite zu schieben, sodass es ihm gelingt zu fragen: "Worum geht es bei dem Auftrag."


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