A long awaited journey [LegendsNeverDie & Zerome]

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    • A long awaited journey [LegendsNeverDie & Zerome]

      Die ersten Schritte!

      Heute ist es endlich soweit, heute ist Tag der Abreise für Erevan und Fil. Schon in den frühen Morgenstunden hatte sich das ganze Dorf auf dem kleinen Marktplatz versammelt um ihre beiden zukünftigen Helden zu verabschieden. Der Morgentau bedeckte noch die weiten Felder die sich vom Dorf aus bis an den Horizont erstreckten, und ein paar einäugige Reh-artige Wesen waren auch noch in der Ferne zu sehen wie in aller Ruhe grasten. Ein Anblick nur möglich in einer fantastischen und magischen Welt wie dieser.

      Fil konnte die ganze Nacht kaum schlafen, nicht verwunderlich da er bald das erste Mal mit Erlaubnis das Dorf verlassen würde, und dann noch um einiges weiter reisen würde als nur der Wald zu dem er sich immer geschlichen hatte. Er brachte den Großteil der Nacht damit die Landkarte zu studieren die ihm ein Soldat aus dem Dorf als Abschiedsgeschenk gemacht hatte. Auch wenn Fil sich über die Jahre hier nicht viele Freunde machen konnte, ein Dorf hält zusammen!
      Sobald die Sonne anfing durch Fils Fenster zu scheinen sprang er auf und machte sich bereit, bereit seine ersten Schritte in ein neues Leben zu wagen. Er packte seine Tasche und checkte drei mal ob er auch alles eingepackt hatte, zog sich seine neuen Abenteurerklamotten an, studierte ein letzes Mal die Karte und bindet sich sein Buch an den Gürtel. Als er sein Zimmer verließ erwartete ihn auch schon seine Mutter und sein Bruder mit einem Festmal. Diese beiden konnten wohl auch nicht schlafen, schließlich war er der erste der Familie der das Dorf verlassen sollte. Mit einem verlegenden Lächeln, und einem kratzen des Hinterkopfs setze Fil sich. Ihm lagen Abschiede und große Darstellungen von Emotionen nicht wirklich.
      Während die 3 das Frühstück zu sich nahmen sagte Fil nur " Mom, ich werde dein Frühstück wirklich vermissen. Ich werde zusehen dass ich jeden Tag ausreichend esse ok?" und lächelte ihr zu. Er wusste es würde ihr viel bedeuten. " Und Brudi. mach dir keine Sorgen um deinen kleinen Bruder ja? Du hast mich gut genug unterricht um alleine zu überleben, außerdem ist Erevan auch noch dabei" und zwinkerte ihm zu. "Ach ich mach mir doch keine Sorgen um dich, wer würde so eine Bohnenstange schon angreifen wollen" sagte Fils Bruder mit einem breiten Lachen und nahm ihn in den Schwitzkasten.
      Das Frühstück näherte sich langsam seinem Ende und man hörte schon etwas Unruhe vom Marktplatz kommen.


      @Zerome
    • Er war es gewohnt früh aufzustehen, immerhin stand bereits vor dem Frühstück ein erstes Morgengebet an, doch heute... Heute war er noch zeiter auf gewesen als sonst. Noch nicht einmal die Sonne hatte ihm wie gewöhnlich ins Gesicht geschienen. Stattdessen hatte er fast noch die Sterne am Himmel zählen können. Er bereute es ein wenig sein Reisegepäck bereits vor Tagen zusammengesucht zu haben. Die Ablenkung hätte ihm jetzt gewiss gut getan. Schließlich wollte er niemanden der anderen so früh am Morgen wecken, weshalb er auf leisen Sohlen allein in den Tempel schlich, um für eine angenehme und sichere Reise zu bitten. Er war zwar auf alle Eventualitäten vorbereitet, doch einer Gefahr nun plötzlich so Auge in Auge zu blicken... Er war sich nicht mehr so sicher, ob er das wirklich beweltigen konnte und auch wenn es Zeit wurde, dass er es lernte, er wollte nicht riskieren, dass Fil etwas passierte. auch er hatte zwar trainiert, doch er wirkte noch immer so klein und gebrechlich. Er hatte Sorgen, dass sie zu zweit nicht mit so etwas großem, unbekannten zurechtkommen würden. Hoffentlich waren die Götter ihnen also gnädig gesonnen. Zumindest während ihrer Reise in die Hauptstadt, damit sie den Beginn dieses Abenteuers ein wenig genießen konnten.
      Seine Knie schmerzten etwas, weil er so lange in Gebetshaltung auf dem steinernen Boden verbracht hatte, doch nun war er endlich zufrieden und ging davon aus, dass ihnen nichts passieren würde. Er konnte also unbesorgt damit fortfahren das Frühstück zuzubereiten. Es war noch immer viel zu früh, um auf irgendjemanden zu treffen und es dauerte noch eine ganze Weile bis sich seine Familie nach und nach in der Küche einfand, um ihre letzte gemeinsame Mahlzeit zu sich zu nehmen. Sie glich eher einem kleinen Festmahl und war mit allerhand Nachfragen versehen, damit er auch ja nichts vergaß. Je höher die Sonne stieg, desto erdrückender schien die Luft zu werden. Der Abschied rückte immer näher. Das Frühstück war längst beendet und mittlerweile hatte er auch endlich seine Rüstung angelegt. Er war aufbruchbereit und doch... Es war schwer loszulassen. Die Verabschiedungen begannen bereits im Haus. Umarmungen, Worte, ein Versprechen regelmäßig zu schreiben. Sie waren noch nicht einmal am Marktplatz angekommen und doch fühlten sich seine Füße schwer an. Sie waren nicht blutsverwandt und doch konnte er sich keine bessere Familie vorstellen als sie. Er würde mit Freuden hierher zurückkehren, um Geschichten ihrer Abenteuer mit allen zu teilen.
      Er hatte gedacht, dass es einfacher werden würde, sobald er das Haus verließ, doch auf dem Markt noch einmal in all die Gesichter der Bewohner zu sehen, half nicht wirklich. Er musste gewaltig mit sich ringen um nicht in Tränen auszubrechen und wischte sich regelmäßig schniefend über die Augen, während er mit der anderen Hand winkte. Er hatte diesen Weg gewählt und er würde ihn mit Stolz beschreiten. Das hier war seine Zukunft also würde er jetzt gewiss nicht heulen. Er bemühte sich Fassung zu bewahren, doch irgendwie waren sie alle Familie. Sie alle gehörten zusammen, auch wenn sie eigentlich nichts verband und sie nun hinter sich zu lassen... Sicher, es war nicht für immer, doch wer wusste schon wann sie wieder die Zeit finden würden hierher zu kommen? Sie würden gewiss jede Menge zu tun haben und wer wusste schon was während dieser Zeit passieren würde. "Bereit?", fragte er an Fil gewannt und bemühte sich wirklich um einen entschlossenen und festen Blick. Er würde ihn schließlich beschützen. Schwäche würde daran nur Zweifel aufkommen lassen und auch wenn er sich diese bei Fil erlauben konnte, wollte er gewiss nicht so von anderen wahrgenommen werden. Nicht wenn er alle Schwachen und Wehrlosen schützen wollte.
      "We may die if we take a stand here. But staying gives us the chance to change our destinies."

      Xenoblade Chronicles - Dunban