ƒαηтαѕу ❦ Kyria ❦ [Su-Sa]

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    • ƒαηтαѕу ❦ Kyria ❦ [Su-Sa]

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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Thor

      "Verdammt ist mir langweilig", seufzte der noch junge Erwachsene, als er in einem Krankenbett liegend seit Ewigkeiten die Decke anzustarren schien. Er fragte sich wie lange er wohl schon hier gelegen hatte. Mal von der Zeit abgesehen in der er nicht bei Bewusstsein gewesen war. Tage? Monate? ... vielleicht Jahre? Etwas erschrocken hob er die Decke an, tastete sich ab wohin er grad kam und machte ein nachdenkliches Gesicht. Allerdings konnte er, bis auf die immer noch unangenehmen Schmerzen, nichts ungewöhnliches feststellen. Er legte den Arm vor sein Gesicht und versuchte seiner Situation zumindest Gedanklich zu entkommen.

      Wenn sich Thor so umsah, bemerkte er, wie so oft, dass dies weder ein Lazarett seiner Heimat, noch die des Feindes zu sein schien. Zumindest ging er davon aus, wenngleich er nicht wusste, ob er überhaupt in ein feindliches Lager gebracht worden wäre, oder nicht auf der Stelle den Todesstoß bekommen hätte. Die Heilerinnen, die ihn ab und an besuchten waren eher schweigsam ihm gegenüber. Ob das an seiner überwältigenden und einschüchternden Präsenz liegen mag? Oder hatten sie vielleicht Order von Oben erhalten? Wirklich einen Reim auf die ganze Sache konnte er sich nicht machen, also lag er einfach nur da und langweilte sich.

      'Krieg, Krieg ist immer gleich - sagte mein Lehrer", scheinbar so oft, dass es sich in ihm festgewurzelt hatte. Hätte er seinen Lehrer jetzt getroffen würde er sich sicherlich kaum zurück halten können und zur Begrüßung eine Faust ins Gesicht schenken.

      'So ein Scheißdreck.'

      Immer wieder musste er an seine erste richtige Schlacht denken und wie ihn dies bereits zu beginn verändert hatte. Natürlich war Thor Blut gewöhnt, Gewalt und all diese Dinge wurden ihm immerhin von klein auf eingetrichtert. Aber wirklich ein Gefühl, einen nachhaltigen Eindruck, erfuhr man erst mitten drin, wenn es schon zu spät war. Freude war das erste und einzige was er empfand, in der Front bei seinen Gefährten zu stehen, das Dröhnen der Schlacht um ihn herum trieb sie alle an. Nach vorne, wo sie auf ihre Feinde trafen. Ihnen nicht unähnlich und doch so verschieden. Beide Seiten sehnten sich nach dem Sieg über die andere, bis diese auf den blutigen Leichen des Feindes triumphierend ihr Banner erheben konnten und endlich die alleinige Berechtigung für diese unsere Welt eingefordert hätten. Und Trauer, Wut, Einsamkeit, Unglaube, ein kleines bisschen Hass und Rachegelüste... waren nach der Schlacht noch übrig. Nicht mehr nur für seine 'Feinde' und er wusste nicht, wohin mit seinen Gefühlen.

      "Ich hab' doch nicht Jahrelang trainiert, geschuftet, mir den Arsch aufgerissen, diese Scheiß Priesterkacke gelernt, damit ich jetzt wie ein faules Stück Dörrfleisch auf dem Schlachtfeld zurück gelassen werde!?! Nur um dann aufzuwachen in wer weiß wo... UN DANN IST DA AUCH NOCH DIESE... DIESE...ARGH!" Wenn man es nicht schon zuvor mitbekommen hatte, würde man nun wissen, dass der junge Mann mit der Gesamtsituation sichtlich unzufrieden war. Und dann war da noch diese 'DIESE' - die auch Mikeyla Eras genannt wird - im gleichen Lazarett wie er. Sie war zwar wunderschön, ABER eine von eben genau jenen Feinden, die er beigebracht bekommen hat zu hassen. Kurz nach dem ersten Erwachen der beiden gab es schon den ersten Zoff. Sie hat natürlich angefangen, zumindest seiner Meinung nach. Worum es ging weiß er nicht mehr, musste aber sicher was wichtiges gewesen sein. Es war immer wichtig... bestimmt.

      Was war die Reaktion ihres Gastgebers? Sezierung und Pflegehaft! Er, Thor, Seziert wie ein Tier und Pflegehaft wie ein Verbrecher! Die werden noch von mir hören. Von wegen wir müssen uns vertragen und miteinander ~Freunde sein ~ oder was auch immer sie da gesagt hatten. Was sollte das bitte? Was war der Sinn hinter diesem ganzen Mist? Sollen sie mich doch lieber einfach umbringen!

      So lange im Bett zu liegen und die Decke anstarren zu müssen würde ihn irgendwann noch einmal um den Verstand bringen, wenn es nicht sogar schon begonnen hatte.

      Sein Gesicht verzog sich und äußerte sich in einem Misch aus Emotionen bei denen man lieber die Heilerin gerufen hätte. 'Und dann ist da noch diese Mikeyla ... Und diese Langeweile!'

      Mit einem Ächzen schloss er wieder die Augen und versuchte das einzige zu tun, was ihm übrig blieb, bis ihm was besseres einfiel:

      Schlafen.
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Wie lange war sie nun schon hier? Sie wusste es nicht. Doch was sie wusste war, dass sich nach all der Zeit ihr Körper sich allmählich an die Bettruhe gewöhnte und das war alles andere als gut. Doch wenn sie versuchte aufzustehen durchfuhr ein starker Schmerz ihren Körper, noch dazu gab es die Heiler, die sie immer wieder besuchten und sich schweigend um sie kümmerten, die sie zurück ins Bett drängten. Sie konnte nicht einmal aufstehen, wenn sie es wollte. Wie erbärmlich es doch für eine Kantorin wie sie war. Sicher, sie hatte die nötigen Zauber, um zu Heilen. Doch hier schien es, als hätte sie keine Kraft dazu. Dass ihr Mana gänzlich aufgebraucht wäre.
      Doch irgendwann bemerkte sie, dass Mikeyla nicht alleine in diesem Zimmer lag. Und kaum war ihr Bettnachbar wach geworfen, so fühlte es sich an, als würde sie ihm gleich an die Gurgel gehen wollen. Als müsste sie ihn auf Abstand halten. Doch da hier nichts funktionierte und sie sich sowieso nicht bewegen konnte, versuchte sie ihn so gut es ging zu ignorieren, was sich jedoch schwerer als gedacht herausstellte. Er stellte sich als einer der Gegner heraus, weswegen sie sich ihr ungutes Gefühl bestätigen konnte.
      Kaum war sie hier mit ihm gab es von Tag zu Tag nur Streit. Allein schon wenn er den Mund öffnete hätte Mikeyla ihn am liebsten eben jenigen zugeklebt. Oder besser gesagt ihn einfach gänzlich aus dem Raum geworfen. Doch sie waren nun mal zusammen hier, zu Leidwesen ihrer. Doch was war eigentlich genau passiert? Nur noch wage konnte sie sich daran erinnern.

      Sie war auf dem Schlachtfeld. Hatte die Truppen mit anderen Kantoren gestärkt und geheilt. Mit ihren Zaubern geholfen, auch wenn diese schwächer waren als die der Front. Und dann? .... Ja was dann? Sie erinnerte sich nur noch an einen lauten Knall, der direkt neben ihr ertönte. Danach wurde alles schwarz.
      Ein paar mal konnte sie die Augen öffnen. Sah um sich herum die leblosen Körper ihrer Truppen. Hörte aus der Entfernung Stimmen. Ob nun vom Feind oder ihren Leuten wusste sie nicht. Es war zu undeutlich und sehen konnte sie durch das Blut nichts, welches ihr in die Sicht lief.
      Wieder wurde ihr schwarz vor Augen, doch merkte sie, dass alles um sie herum langsam still wurde. Sie hatten sie zurück gelassen. Wohl für tot geglaubt. Wäre sie hier nicht aufgewacht, dann hätte sie wohl selbst gedacht, dass sie es nicht überlebt hätte. Und doch war sie nun hier.
      Hier in einem unbekannten Gebäude, dass sie nicht zuordnen konnte. Es war nichts, was auf die Oberwelt zurück führte. Doch war es wirklich der untere Teil? Nein, dafür waren die Heilerinnen hier zu freundlich zu ihr. Wäre sie in feindlichen Territorium, dann hätte sie das bereits zu spüren bekommen. Entweder mit Gefangenschaft, Folter oder gar schon dem Tod.
      Doch so lag sie nur hier im Bett. Neben ihr, auch wenn abgetrennt, ihr Feind, dem sie hier nichts antun konnte. Vielleicht war es auch besser so. Ihm schien es nicht anders zu gehen. Immerhin war sein Wohl etwas besser als das von der Hellhaarigen. Auch wenn sie es nur ungern zugeben würde, so hätte er - wenn er gewollt hätte - sie schon längst umgebracht.

      "Kannst du endlich mal mit deinem Gestöhne und Geächze aufhören? Ist ja schrecklich." keifte sie sogleich, als sie zum gefühlt hundertsten Mal schon die Geräusche aus dem Nebenbett vernahm. Wie es sie doch nervte.
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    • Thor

      Die Zeit verging einfach nicht. Der Kreuzritter begann schon vor Langeweile Geräusche von sich zu geben, zu ächzen und stöhnen. Warum er das tat? Keine Ahnung, vielleicht nur weil er irgendwann wusste, dass es seiner Nachbarin auf die Nerven ging. Sie beide hielten wirklich lange durch, bis es ihr dann wohl zu viel wurde und ihn ankeifte.
      "Ach halt doch den Schnabel!" entgegnete er nur kurz und demotiviert, "Als ob du dich nicht langweilst?!" Wieder seufzte er, sein Blick von Leblosigkeit geprägt schaute er Richtung Tür wo er Schritte hören konnte.
      'Na endlich kommt hier mal jemand, hoffentlich binden die mich endlich los. Und Kohldampf hab ich auch verdammt.' Als sich die Tür nach kurzer Zeit öffnete trat ein großer trainierter Mann herein. Thors Stimmung sank auf einen Tiefpunkt. "Du bist ja gar keine der hübschen Heilerinnen..." Der Mann lächelte aber nur unbeeindruckt und kam zu ihm ans Bett, "Entschuldigen sie, dass ich keine meiner verehrten Kolleginnen bin, aber vorerst müssen sie mit mir vorlieb nehmen. Sehr erfreut, Oberheiler Brent."
      "Heißt das etwa keine Heilerinnen mehr für meine armen geschundenen Augen? Wie soll ich denn jetzt körperlich und vor allem seelisch geheilt werden?" Thor war sichtlich bestürzt und spielte sich etwas enttäuscht.
      "Ich werde sie nun durchchecken und danach von dem Bett befreien, wenn sie versprechen, dass sie friedlich bleiben..." Dann blickte er kurz zur Trennwand nur um sich dann wieder Thor zu zu wenden, "...und mit niemandem Streit anfangen. Verstanden?" Sein Blick ließ keine Widerworte zu und ehrlich gesagt würde er im Moment alles dafür tun um endlich von dem ganzen Mist los zu kommen. Diesmal war es zumindest nur die Ansage friedlich zu bleiben und keinen Streit an zu zetteln. "Ich will nur endlich aus dem Bett und was essen." Nach einem kurzen Check von Thor nickte der Heiler. "Sie sollten sich noch ein wenig schonen, aber sie brauchen keine Bettruhe mehr", befand er und löste die Fixierung vom Bett. Thor rieb sich die Hände, seine Gelenke und musste sich erst einmal strecken. Die lange erzwungene Liegezeit würde ihm eher weniger gut in Erinnerung bleiben. Schmerzen bemerkte er zwar noch, aber er fühlte sich soweit recht gut. Erstaunlicherweise musste er zugeben.
      "Essen ist im Speisesaal, wenn sie den Gang runter gehen und aus dem Gebäude ist es ausgeschildert. Und denken sie an das Versprechen!" Damit drehte sich der Mann um und widmete sich der nächsten Patientin.
      "Jaja... schon gut", Thor stand auf und blickte kurz an sich herab. Keine Rüstung, keine Waffe, nur eine Art Leibchen. Er schluckte das Schamgefühl runter und verließ den Raum mit einem "Viel Glück" an seine Zimmernachbarin und einem Grinsen im Gesicht.

      'Hoffentlich ist das Essen gut, obwohl... ich will einfach nur was essen. Nächstes Ziel - Speisesaal', führte er gedanklich aus und machte sich auf den Weg.
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Ein leises knurren kam von der blonden, als der kerl im Nebenbett mit uhr sprach. Wie gerne sie ihm am liebsten an die Gurgel gehen wollte, doch als der junge mann herein kam schloss Mikeyla die augen und atmete tief ein, zählte innerlich bis 10 um sich zu beruhigen. Langsam merkte sie, wie ihre Wut Anklang, ehe sie leise Geräusche hörte, gefolgt von Schritten und eden Worten des Mannes, den sie nicht leiden konnte. Er durfte gegen, sie nicht. Wie schwach war sie bitte? Oder hatte sie einfach nur mehrere Verletzungen abbekommen als dieser Schrank? Leise seufzte sie, bevor der Arzt zu ihr trat, sie untersuchte und Schmerzmittel gab, als sie vor Schmerz das Gesicht verzog. Doch auch ihre Verletzungen schienen nur noch nervlich bedingt zu sein, weswegen er ihr sogar riet das Bett zu verlassen, auch wenn die junge Frau sich alles andere als anstrengen sollte. Doch zwei Mal sagen lies sie sich das nicht. Das Schmerzmittel würde sein soll schon erfüllen, weswegen sie sich ebenfalls langsam erhob und tief aus atmete, als sie aufrecht auf dem Boden stand.
      "Auch für dich gilt keinen Ärger zu machen und ruhig zu bleiben. Wie bereits deinem Freund gesagt- - "Der Kerl ist garantiert NICHT mein Freund." - "Ok, dann wie auch bereits ihm gesagt, findest du Stärkung, wenn du dem ausgeschilderten weg folgst." Ein nicken kam von der Blondine, ehe sie langsam das Krankenzimmer verließ und sich mit der hand an der Wand ab stützte, um in den Speisesaal zu gelangen.
      Dort sah sie sich erst einmal um, lauschte den Geräuschen und den Gesprächen um sich herum, ehe sich sogar ein seichtes Lächeln auf ihren Lippen schlich, bevor sich ihr Magen meldete. Sie hatte Hunger. Sie hatte sich nie sonderlich viel gegessen, da das Essen hier nicht wirklich schmeckte, doch wählerisch sollte sie nicht sein, weswegen sie sich ohne grummel etwas holte, sich an einen der leeren Tische setzte und begann langsam zu essen.
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    • Thor

      Kurz nachdem er den Weg gefunden hatte besorgte der Mann sich etwas herzhaftes zu Essen, was ihm hoffentlich für eine Weile sättigen würde. Als Platz suchte er sich einen Ort an der Wand aus, wo er alleine war und den ganzen Raum beobachten konnte. Als zwischendurch Mikeyla den Raum betrat brummte er und wand sich wieder seinem Mahl zu.
      Eine Frau mittleren Alters stellte sich zu ihm an den Tisch und wirkte diszipliniert und stand gerade. Sie hatte einen schroffen Ton beim Sprechen und schien sehr kurz angebunden.
      "Mr. Thor, sie werden morgen Mittag mit ihrer Zimmergenossin im Thronsaal erwartet. Sie können sich ihr Bekleidung, ohne Waffen, in der Rüstkammer abholen. Seien sie pünktlich und sagen sie ihr bescheid, ich muss weiter." Ohne sich selbst vorzustellen, ohne auch nur die geringste Ahnung wo dieser "Thronsaal" sich befindet, befahl sie ihm sich morgen dort einzufinden. Mit ihr zusammen... Mikeyla. Sein Blick wandte sich unbewusst der blonden Feindin zu bevor er den Kopf schüttelte, "He warte... Wo.. soll das sein und warum soll ich der da bescheid sagen? Das sehe ich gar nicht ein!"
      Die Frau war schon fast wieder weg als sie sich umdrehte und ihm eine Karte überreichte.
      'Ist das die Karte dieses Ortes?' dachte er und wollte noch weiteres von der Frau wissen, die aber schon wieder weg war. "Was für ein verdammter Sauhaufen ist das hier bitte? Tun und lassen was sie wollen..." grummelnd musste er wohl wieder sein Schicksal akzeptieren und stocherte lustlos im restlichen Essen herum.

      "Warum zum Teufel bin ich hier?" fluchte er laut und schlug wütend auf den Tisch. Nachdem er sein Essen weg gebracht hatte ging er rüber zu Mikeyla und blickte sie finster an. "Wir beide sollen morgen in den Thronsaal kommen. Mittags. Damit hab ich dir Bescheid gesagt... Tschüss." Mehr schlecht als recht und völlig lustlos übermittelte er die Nachricht wie ihm aufgetragen war. Mission erfüllt. Aber was zum Geier sollte er jetzt machen? Trainieren? Löcher in die Luft starren?
      Mit seiner Hand zerdrückte er die Karte in der Hand. Dann bemerkte er sie. 'Vielleicht sollte ich mir den Ort hier mal genauer ansehen?' dachte er kurz und faltete dann die Karte auf um sich einen Überblick zu verschaffen, wo er hingehen könnte. Irgendwie musste er sich die Zeit ja vertreiben. Zumindest bis morgen, bis er im Thronsaal sein sollte. Aber... warum er?
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Ruhig saß Mikeyla auf dem Platz, nachdem sie sich etwas zu Essen geholt hatte und stocherte etwas in diesem herum. Es sah nicht schlecht aus, das musste sie sich schon eingestehen, gut schmecken, war allerdings etwas zu viel des Guten. Ein leises Seufzen kam von ihr, als sie nicht umherkam die junge Frau zu beobachten, welche geradewegs auf ihren ungewollten Zimmernachbarn zutrat und mit diesem sprach. Und so wie dessen Gesichtsausdruck zu deuten war, war es nichts, was ihn sonderlich froh stimmte. Erneut schlich sich ein Lächeln auf die junge Blondine, bevor sie die Augen schloss und das fade Essen begann in ihren Mund zu schieben. Die Kraft bräuchte sie. Egal, ob es nun gut war oder nicht.
      Eine Weile saß sie alleine und schweigend am Tisch, bevor sie nach einer Weile Schritte hörte, welche auf sie zu kamen, gefolgt von dem rauen Ton ihres Zimmernachbarn. Sie hob den Blick und sah ihn an, als er mit ihr sprach und runzelte etwas die Stirn, als er ihr mitteilte, dass sie sich morgen im Thornsaal einfinden sollten. Sichtlich verwirrt darüber sah sie ihm schließlich hinterher, bevor sie den Kopf etwas schüttelte.
      Thronsaal?
      Morgen Mittag?
      Und wo bitte war der zu finden?
      Erneut seufzte sie tief und dachte langsam schon, dass dies ihr neues Hobby werden würde, wie oft sie dies schon getan hatte. Sie würde wohl nicht drum herum kommen nach zu fragen, auch wenn es ihr wahrlich gegen den Strich ging. Sie schloss ihre azurblauen Augen für einen Moment, atmete tief durch und erhob sich langsam, bevor sie ihren Teller, sowie das Glas weg räumte und den Speißesaal verließ. Mit einem kurzen Blick um sich herum hatte sie den breiten Kerl auch schnell wieder gefunden, was von seinem Körperbau her hier auch nicht sonderlich schwer war, bevor sie auf diesen zu ging.
      Gut, nun hieß es ruhig bleiben. Sie hatte immerhin versprochen sich zu benehmen, auch wenn es der Feind war, dem sie am liebsten den Kopf abreißen würde. Aber sie war auch eine Frau und wusste soetwas wie Anstand, weswegen sie ein Lächeln aufsetzte.
      "Hey, Schrank." meinte sie schließlich, neigte den Kopf etwas zur Seite und verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust. "Wäre vielleicht auch nett, wenn du mir sagen würdest, wo der Thronsaal zu finden ist, damit ich morgen dort auch hinfinden würde. Falls es dir entgangen sein sollte: Ich kenn mich hier genauso wenig aus wie du dich."
      Ihre Stimme war ruhig, auch wenn ein wenig Missmut darin zu hören war, dass sie sich normal mit ihm unterhalten müsste. Schließlich wären sie in normalen Verhältnissen jetzt schon dabei sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, bis einer der beiden starb.
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    • Thor

      Auf dem Weg nach draußen stellte sich plötzlich die Andere aus seinem Zimmer vor ihm hin. Mit einem eher gekünstelten Lächeln schaute sie ihn an und er blickte skeptisch. Was will die denn jetzt? "Was denn?" bellte er sie an bevor sie ihm ihre Situation schilderte. Immerhin blieb sie ruhig, ob er das auch mal versuchen sollte? Vielleicht ... nein, wieso denn? Aber sie hatte recht, so ungern er es auch zugeben wollte. Er senkte den Kopf entfaltete die Karte und klatschte es an die Wand. Mit seinem Finger zeigte er darauf, "Sieh dir diese Scheiße an. Da steht nichts drauf, ich hab selbst keinen Schimmer wo der verdammte Thronsaal ist. Deshalb geh ich mich jetzt umsehen und mach mir selbst ein Bild davon." Nicht nur, dass er in irgend einem Dorf war, dass er nicht kannte. Aus einem Grund, den er nicht kannte und dann noch mit unzureichenden Informationen allgemein... Das war ihm zutiefst zuwider. Und eine wirkliche Hilfe waren die Leute hier auch nicht. Hilfreich... Pah.

      So ungern er es auch zugeben wollte, er wusste dass seine Feinde keine Stümper waren. Sonst wäre der Krieg schon längst gewonnen gewesen. Dann musterte er sie zum ersten Mal richtig. Immer noch hübsch betrachtete er sie und verzog das Gesicht. "Ich bin Thor, du scheinst mir nicht so inkompetent wie der restliche Haufen hier... Wenn du willst, komm mit, aber steh mir nicht im Weg rum." So sehr es auch an ihm nagen würde, immerhin müssten sie erzwungener Maßen irgendwie miteinander klar kommen. Und im Moment hatten sie wahrscheinlich leider das selbe Ziel. Dann sah er aus dem Augenwinkel auf einem Tisch etwas liegen, was er benötigen würde und nahm ihn mit. Einen Stift für Notizen könnte nicht schaden. Als der Stift Inhaber sich irritiert umdrehte blickte Thor ihn finster an und ließ den armen Jungen sich erschrocken wegdrehen.

      Dann ging Thor an Mikeyla vorbei und wollt endlich mehr von dem Ort sehen.
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      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Mikeyla zog eine Augenbraue hoch, als sie die Worte des Mannes vor sich hörte, als diese sie regelrecht anbellte. Soetwas wie Anstand hatten die Leute vom dunklen Teil wohl nicht, aber was hatte sie auch erwartet? Unzivilisiertes Pack, wie sie fand, weswegen sie einfach nur leise seufzte und wieder ein Lächeln aufsetzte. Immerhin wusste sie, was Anstand bedeutete und das würde sie ihm auch zeigen. So einfach würde sie sich nicht auf sein Niveau herunter lassen, das konnte er sich abschminken.
      Schließlich klatschte er regelrecht die Karte an die Wand und deutete auf diese, woraufhin die Blonde ihren Blick auf die Karte wandern ließ und ein paar Schritte näher an diese heran trat. Zu ihrer Verwunderung schien der Kerl ausnahmsweise Recht zu haben. Es war wirklich nichts verzeichnet, wo sie hin müssten. Doch man konnte es ja auch vermuten, wie sie fand, wenn man sich die Karte genauer ansehen würde.
      "Na dann guck hier doch mal drauf, Großer." meinte sie und deutete auf eine der größeren Flächen. Das deutete doch sicher darauf hin, dass dort ein großes Gebäude stehen würde und damit sicher auch der Thronsaal zu finden war. Man musste eben mal seinen Kopf anstrengen, als immer nur zu meckern und zu fluchen, wie der werte Herr es hier tat.
      Als dieser jedoch zu ihr meinte, sie könne mit kommen, sollte ihm aber nicht im Weg stehen, verengte sie ihre blauen Augen und sah zu ihm. Atmete tief ein. Und tief wieder aus, ehe ein weiteres Lächeln auf ihrem Gesicht zu sehen war. "Nun, mit deiner Größe und Breite bist du wohl eher der jenige, der allen im Weg steht." sprach sie, bevor sie sich in Bewegung setzte. Umsehen wollte sie sich sowieso, wieso dem Kerl hier also nicht auf die Nüsse gehen, wenn sie eh schon nichts anderes machen konnte?
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    • Thor

      Warum nur, warum hatte er ihr angeboten mit zu kommen? Beinahe schämte er sich dafür, weil sie sich sowieso schon nicht verstanden hätten und dann das... Als die Kleine ihm Vorschlug, dass das große Gebäude ja ein Hinweis auf den Thronsaal sein könne, überlegte er kurz. Was wusste sie schon? Immerhin heißt ein großes Gebäude nicht gleich dass dort das wichtigste Gebäude stand. Deswegen wollte er sicher gehen und sich selbst ein Bild davon machen, sozusagen das Dorf auskundschaften.

      "Nun, mit deiner Größe und Breite bist du wohl eher derjenige, der allen im Weg steht." Durchatmen Thor. Durchatmen und ruhig bleiben. Streiten brachte sie wahrscheinlich nicht weiter.

      Nachdem sie ein paar Gänge und ihr Zimmer hinter sich gelassen hatten traten sie ins Freie. Der Ort der sich vor ihnen erstreckte war ganz anders als er es von seiner Heimat kannte. Der Baustil war allerdings ebenfalls anders als der seiner Feinde. Sie waren fast alle komplett aus weißem Stein geschlagen und elegant geformt. Es waren keine pragmatischen eckigen Formen, sondern weiche und geschwungene, die sich in jeder Struktur wieder fand. Mit einem erneuten Blick auf die Karte konnte man ebenfalls erkennen, dass viele der Gebäude runde oder ovale Konturen jeglicher Größe besaßen. Manche der Gebäude hatten sogar zwei, selten drei Stockwerke. Über einigen Türen hingen Schilder mit Symbolen, die wahrscheinlich das Handwerk oder Geschäft im Inneren darstellen sollte, die Schrift war er allerdings nicht in der Lage zu entschlüsseln.

      Sein Blick ging zu Mikeyla die nun für ihn ebenfalls eine Fremde an diesem Ort war. Ein Blick auf die Karte offenbarte zumindest wo sich überhaupt Gebäude befinden sollten, weswegen er seine Augen wandern ließ. Vielleicht würde es helfen wenn er einfach in einem der Gebäude nach wem suchte, der ihnen die Gebäude beschriftete. Dann würde er sich nicht nur Zeit sparen, sondern auch direkt wissen, wo er was finden könnte.

      "Ey du...", sprach er spontan die Blonde an, "wie heißt du eigentlich? Ich bin Thor... Thor Grell - Kreuzfahrer." Mehr schlecht als recht versuchte er es auch mit einem gekünstelten Lächeln. "Man sollte zumindest den Namen seines Feindes kennen. Und wenn ich mit meiner Größe im Weg stehe beschütze ich damit meine Kameraden hinter mir." Beim letzten Satz zeigte er mit seinem Daumen hinter sich.

      Dann blickte der Hüne wieder auf das Dorf vor ihnen und fragte sich ob sie in der Lage wäre die Schilder zu lesen, dann könnte sie sich immerhin nützlich machen. "Sag mal, kannst du die Schilder lesen?"
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    • Auch die Blonde sah sich draußen angekommen um, die Arme locker vor ihrer Brust verschränkt und ein Lächeln auf ihren Lippen, als sie die frische Luft einatmete. Es war schön nicht mehr in dem stickigen Zimmer zu liegen und endlich die Luft einatmen zu können. Für einen Moment schloss Mikeyla die Augen, strich sich eine lose Haarsträhne hinter das Ohr und begutachtete die Bauten, welche ganz anders aussahen, als die bei sich zuhause. Noch dazu so makellos, als hätten sie noch nie irgendeine Waffe zu spüren bekommen. Im Gegensatz zu ihrem Zuhause, welches durch den anfänglichen Angriff gänzlich zerstört wurde.
      Ein leises Seufzen entwich ihr, bevor sie neben sich die Stimme des Mannes vernahm und zu diesem sah, als er nach ihren Namen fragte. Sie hob eine Augenbraue, schwieg ein wenig und seufzte leise, ehe sie die Augen wieder schloss. "....Mikeyla Eras... Kantorin." sprach sie und ging ein paar Schritte, die weiteren Worte des Mannes gar nicht wirklich aufnehmend. Es würde eh nur wieder etwas von ihm kommen, dass unterstes Niveau war. Doch als er fragte, ob sie die Schilder lesen konnte, erntete er den selben fragenden Blick wie zuvor schon.
      "....Ja? Wenn man genug gelernt hätte, dann würde man das auch lesen können." meinte sie und sah zu den Schildern. "Das ist immerhin die Sprache der Götter. Und die Sprache, welche auf Kyria damals überall gesprochen wurde, bevor das Land zerspalten wurde." erklärte sie, bevor sie wieder zu ihm sah. "....Oder interessiert sich dein Volk schon gar nicht mehr dafür? Würde erklären, wieso euch das alles so gänzlich egal war."
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    • Mikeyla Eras, wie? Eine Kantorin... Eine Heilerin, Sie? Beide waren prinzipiell von einem ähnlichen Schlag, aber das hätte er nicht erwartet. Er war immerhin bei den Kämpfern an der Front und wirkte da seine Unterstützung, sei es als Stärkung oder Heilung seiner Mitstreiter oder mit der Schwächung seiner Feinde. Aber sie war eine von denen, die von hinten die Truppe am Leben erhielt. Jetzt gab er ihr ein ehrliches anerkennendes Lächeln.

      Ah! Deshalb konnte er die Schrift zwar nicht lesen, aber weshalb ihm diese doch so bekannt vor kam. "Die Sprache der Götter, huh?" Allerdings winkte er ab und reagierte etwas verärgert über die Art und Weise wie sie über sein Volk sprach, "sag mir, was hat das mit meinem Volk zu tun, wenn ich schlecht in Sprachen bin, he? Von mir aus könnte man auch in der Sprache geschissen haben damals und es hätte mich nicht mehr interessiert."

      Der Mann hatte genug, aber immerhin hatte er etwas wichtiges erfahren was weiterhelfen würde. Die Karte, die er bisher noch in der Hand hielt, drücke er ihr zusammen mit dem Stift entgegen, "Hier, dann mach dich nützlich und schreib es auf die Karte. Und später bringst du es mir bei." Mehr als sie so freundlich zu bitten konnte er im Moment nicht und immerhin würde es ihr später Arbeit abnehmen und ihre Berührungspunkte würden abnehmen und die beiden weniger Streiten. Das würde ihr also auch helfen. So doof wie sie dachte war er dann doch nicht.
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      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Ein Schmunzeln legte sich auf Miki's Gesicht, als er sogleich wieder herum pöbelte. Was sollte sie auch von einem wie ihm erwarten? Jemanden der Unterseite. Sie waren doch alle gleich. Konnten nicht zivilisiert sprechen oder gar handeln. Das zeigte sich gerade wieder, wie er mit ihr sprach. Und er war nicht der einzige. "Komm runter, Tarzan." antwortete sie schlicht daraufhin und mit ruhiger Stimme, bevor sie wieder zu ihm sah, als Thor meinte, sie soll sich nützlich machen und es ihm sogar beibringen.
      "Geht es dir noch gut oder hast du zu viele Schläge auf deinen Schädel bekommen?" fragte sie mit halb offenen Augenlidern. "Oder sehe ich vielleicht aus wie deine Lehrerin? Bring es dir doch selbst bei. Ich bin nicht deine Amme." Ein Lächeln schlich sich auf ihren Lippen, doch die Karte nahm sie dennoch an sich. So konnte die Blonde sich immerhin eine bessere Übersicht machen.
      Sie setzte sich in Bewegung, ließ ihren Blick über die Schilder schweifen und entschied sich dafür, doch auf die Karte zu schreiben, wo sich selbes Gebäude befand. Doch beibringen würde sie ihm sicherlich nicht auch noch, wie man die Ursprache las. So weit kam es noch. "Beeil dich, Gorilla. Ich will meine Sachen wieder tragen." sprach sie und ging geradewegs Richtung Rüstungskammer.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • "Sach ma du ... Blonde. Wie viele Namen willst du mir eigentlich noch geben?" fauchte er sie etwas gereizt an, folgte ihr aber ansonsten ohne Vorbehalte, "Außerdem, woher soll ich denn wissen wie du Aussiehst? Du könntest auch ne Dirne sein so wie du aussiehst." Immerhin sah sie wirklich gut aus, mit ihren langen blonden Haaren, ihren bezaubernden Augen... und.. Dann schüttelte er den Kopf. Sie ist mein Feind! Denke ich. Sie ist eine böse Hexe! Als er aber ab und zu zu ihr hinüber blickte und sie lächeln sah, musste er sich die Frage das eine oder andere Mal wieder stellen.
      Wenn man mal die eleganten Gebäude außer acht lässt, versprüht der Ort allgemein eine sehr friedliche Stimmung. Alle Leute, die ihnen begegneten waren so derart freundlich, grüßten herzlich und gingen fast schon freudestrahlend ihren Tätigkeiten hinterher. Abschätzig blickte sich Thor um und betrachtete seine Umgebung was seine Augen schmerzen bereitete. "Würde mich nicht wundern, wenn die auch noch Regenbögen kacken und singend über die Blumenwiese tollen. Zum kotzen", anscheinend hatte er nicht sehr viel übrig für diese Art von Gesellschaft. Nicht, dass er den Frieden nicht zu schätzen wusste, aber irgend etwas musste Falsch sein mit den Leuten hier.

      Mit einem Kopfschütteln hielt er sich grimmig an die Frau neben sich und ging mit ihr an mehreren Gebäuden vorbei bis er in einiger Entfernung etwas an einem großen Gebäude sah - Ein Symbol, das auf so etwas wie eine Rüstkammer hindeuten könnte. Er zeigte darauf und fragte sie eher nebenbei ohne eine wirkliche Antwort zu erwarten, "Schätze das ist die Rüstkammer?"
      Etwas anderes ging ihm dann allerdings durch den Kopf und er nutzte die Gelegenheit um sie wieder zu ärgern, jetzt wo sie beinahe am Ziel waren. "Und wenn du sagst du willst deine Sachen... Meinst du etwa ein Kleidchen zum Tanzen, oder eine Putzfrauen-Uniform mit Handfeger und Kehrblech?" Er schluckte gespielt, "Oder bist du wirklich ne Dirne? Ich kanns echt kaum erwarten!" mit einem höhnischen Lachen tat er sein Bestes um seine Begleiterin so richtig zu nerven. Wenn er das nur lange genug aushalten würde, vielleicht knickt sie ja dann ein und würde ihm freiwillig mit der Sprache helfen.
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Und wieder begann es. Der Kerl konnte seinen Ärger wohl nicht im zaum halten. Wie das bei ihm dann wohl nur auf dem Schlachtfeld aussah? Sicherlich würde er einfach nur aus Wut und Frustration überall drauf schlagen wie ein Berserker. Allein dieser Gedanke brachte Mikeyla leise zum lachen. Es würde einfach zu gut passen.
      "Nun reg dich mal ab. Können ja nicht alle so bissig sein wie du kleiner Hund. Aber wie heißt es so schön? Hunde die bellen beißen nicht." Antwortete sie auf seine Worte hin und ging den Weg weiter. Er war ja auch ein Blitzmerker. Zumindest Bilder schien er noch erkennen zu können. Das hatte er also mit Bravour gemeistert.
      Doch als er mit ihr sprach wanderte ihr blick aus ihrem Augenwinkel heraus zu ihm, weiterhin ein Lächeln auf ihren Lippen. Sie solle eine Dirne sein? Versuchte er sie nun schon zu beleidigen, ja? Nun, dieses Spiel konnten auch beide Seiten beginnen.
      "Dirne? Nun, immerhin würden mich die Männer dann begehren, was man bei dir nicht erwarten könnte. Ich denke frauen würden dich höchstens mit Kneifzangen anfassen." Konterte sie, weiterhin ihr lächeln auf den Lippen, während sie zu ihm sah. "Und was die Kleider angeht. Die sind sicher für dich hinterlegt worden, mach dir also keine Sorgen darum, Großer."
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Thor machte eine gespielt auffällige Beiß-Geste und klackte mit den Zähnen "Bissig, Ich? ... Das einzige was ich beiße sind kleine unartige Mädchen", lachte er erwidernd. Als sie ihn weiterhin anlächelte und die Bemerkung mit der Kneifzange fallen ließ blickte er sie zuerst skeptisch an, zog eine Augenbraue hoch und war für den Moment sprachlos. Das war jetzt aber wirklich gemein! Er war immerhin ein mächtiger... eindrucksvoller Mann! Jawohl. Ihr lächeln, so abschätzig es ach gewesen war, war dennoch bezaubernd und für eine Dirne war sie definitiv zu rabiat. Wobei manche wohl auch auf so etwas stehen würden.
      "Und was die Kleider angeht. Die sind sicher für dich hinterlegt worden, mach dir also keine Sorgen darum, Großer."
      Wieder musste er lachen und er näherte sich ihr, nah ihr Kinn in seine Hand und drückte es zu ihm nach oben, sodass sie sich ansehen konnten. Dann grinste Thor sie an, "Du hast ja nur Schiss, dass ich darin besser aussehe als du. Und außerdem... wenn hier wer mit nur mit einer Kneifzange angefasst werden würde, dann doch wohl ..." Sein Atem stockte und sein blick wanderte langsam runter zu seiner Hand, die immer noch ihr Kinn hielt. "... außer... mir... vielleicht...." Verlegen ließ er von ihr ab und drehte sich räuspernd weg, "'Tschuldige." Wenn es ihm auch an viel Anstand gefehlt haben sollte, eigentlich sollte man Frauen dennoch mit Respekt behandeln. Aber war sie überhaupt eine Frau in seinen Augen? Sie war immerhin... seine Feindin? Ging das überhaupt?

      Grübelnd ging er wortlos in die Rüstkammer und war darauf gefasst, endlich wieder seine Rüstung an zu ziehen. Sie fehlte ihm, sehr sogar. Ohne fühlte er sich nicht vollständig. Auch wenn es sich um die Rüstung des Volkes, seines Volkes, handelte, welches ihn verraten hatte. Welches ihn zurück ließ auf dem Schlachtfeld neben all den Toten. Unbemerkt schlich sich ein grimmiger Ausdruck in sein Gesicht.
      'Tief durchatmen Thor, tief... durchatmen', sprach er sich Mut zu und stand vor einer geschäftigen kleinen Person an einem Tisch, die die beiden Neuankömmlinge scheinbar noch nicht bemerkt hatte.
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Wie sie es sich gedacht hatte. Er war einfach nur ein Hund, der auf gefährlich machen wollte. Doch mehr als mit Worten um sich schlagen könnte er sicher nicht. Als er jedoch ihr Kinn anhab war sie es nun, welche ein wenig fragend drein blickte und zu ihm aufsah, bevor sie seine weiteren Worte hörte und leise lachen musste. Und somit hatte er seine eigenen Worte gerade selbst widerlegt.
      "Beweg deinen Hintern lieber, ansonsten dürfen wir nirgends mehr rein, weil das große Baby zurück ins Bettchen muss." sprach sie und wank etwas ab, bevor sie weiter ging. "Oh und was deinen letzten Satz angeht... In Kleidern siehst du sicherlich besser aus als jetzt, ein wenig vielleicht. Ich allerdings brauche wie es aussieht nicht einmal Kleider." sprach sie, bevor sie den Weg Richtung Rüstungskammer fortsetzte.
      Bei dieser angekommen klopfte sie kurz, wie es der Anstand verlangte, bevor sie die schwere Tür öffnete und zu dem Aufseher sah, welcher die Rüstungen und Waffen bewachte. Er hatte den Blick gesenkt und brummte leise, als er die Tür hörte. "Was wollt Ihr?" kam es recht bissig von ihm, ehe er den Blick hob und Mikeyla erblickte. Sogleich wandelte sich sein eben noch mürrischer Blick und ein zartes, unter der Kopfbedeckung kaum bemerkbares Rosa seine Wangen zierte.
      "Guten Abend. Wir sind nur hier, um unsere Kleidung und Rüstung zu holen." sprach die Blonde mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen, bevor sie auf den Mann zutrat, welcher ohne ein Wort zu verlieren nickte und in die Kammer verschwand.
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      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • "Uwääääh, Mama is gemein zu mir!" quäkte der große Mann seine Begleiterin an während er ihr in die Kammer folgte. In Gedanken versunken versuchte er sich weiter zu überlegen, wie er Mikeyla wohl ärgern könne. Langsam fiel ihm das allerdings immer schwieriger, da er es normalerweise nicht unbedingt gewohnt ist. Mit skeptischem Blick zog er eine Augenbraue hoch und sah den eher mürrischen Aufseher, der kurz angebunden nach ihrem Anliegen fragte. Gekonnt versuchte Thor die kleine Wildkatze neben sich zu ignorieren, die sich kurz darauf eher als Plüschkatze entpuppte. Arg erstaunt, beinahe geschockt blickte Thor zu der Frau neben ihm und wusste nicht recht, wer wohl die freundliche Dame neben ihn setzte und Mikeyla mitgenommen hatte. Der Kontrast bei der Behandlung war erschütternd!

      Nachdem der Aufseher hinten verschwunden war rief Thor lautstark hinterher, "Ich bekomm' das große Schwarze und sie das kleine Kurze." Mit einem gewinnenden Lächeln über seine wirklich überragende Schlagfertigkeit ließ ihn vor sich selbst erstaunen. Wirklich brillant, wie er es ihr gezeigt hat. Kurz danach kam der Aufseher und blickte die beiden musternd an. Sein Blicke wanderte von ihren Köpfen bis zu den Füßen. "Alles klar", brummelte er und verschwand wieder. Verwundert musste Thor eingestehen, dass er nicht wusste, was das gerade eben zu bedeuten hatte. Dann wieder Stille.

      Voller Erwartung war der Hüne gespannt darauf, wann er endlich wieder seine Rüstung anziehen konnte. Sein Blick wanderte durch den Raum und versuchte sich einen Eindruck von der Ausrüstung zu machen. Gar nicht so schlecht für so ein unbekanntes Dorf, musste er nickend anerkennen. Die Waffen waren überdurchschnittlich gut erhalten. Ihre Qualität schien nichts zu wünschen übrig zu lassen und wirkten stabil, scharf und einsatzbereit. Die Rüstkammer sah genau so aus, wie sie auszusehen hatte, schlicht und militärisch funktionell. Danach kam Mikeyla in sein Blickfeld und er schaute sie still an und stellte sich vor, wie sie wohl im Kleid aussehen würde. 'Bei ihrer Figur? Wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht', dachte er sich, davon abgesehen wie er sie bisher dazu geneckt hatte. Aber er wollte nur eines: Endlich wieder in den Farben seines Volkes sein, geschützt, gepanzert, bereit für die Front! Dann schmunzelte er in lächelte seine Begleiterin an.

      "Vielleicht fällt es ihm wirklich schwer was gutes für dich zu ..." Thors Augen weiteren sich ungläubig und sah ernst zu dem Mann, der nun doch endlich wieder gekommen war.
      'Was bei den Dienern der Unterwelt....' seine Augen starrten gebannt auf die mitgebrachte Kleidung.
      "Is' nich' dein Scheiß ernst?!" fluchte Thor beim Anblick des hauptsächlich schwarzen Waffenrocks, der mit farblichen Akzenten gespickt war die er überall in dem unbekannten Dorf gesehen hatte. Geschmückt mit dem fremden Symbol des Ortes. Sein Teil ging etwa bis zu den Knien, wie das Ihre. Dazu passendes weiches Futter für darunter und verstärkte Stiefel.

      "Das große Schwarze und das kleine Kurze, wie gewünscht", brummte der Herr als er den beiden ihre jeweilige Kleidung in die Hand drückte, sich wieder setzte und ohne die beiden eines weiteren Blickes zu würdigen mit einer Handbewegung zum gehen aufforderte. "Bitte sehr. Jetzt raus, hab zu tun."
      "Aber... meine... Sachen...?" stammelte Thor fast schon traurig als er seine neuen Kleider in Händen hielt.
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

      Es ist deine Zeit.
    • Mit einem leisen Lachen über die Worte des Größeren sah sie kurz zu diesem, die Arme weiterhin locker vor ihrer Brust verschränkt, ehe sie dem Mann hinterher sah. So wie dieser aussah würde er sowas wie Spaß nicht verstehen und das entpuppte sich sogar als Wahrheit. Kaum war der Kerl verschwunden und kurz darauf wieder zu ihnen gekommen musste Mikeyla sich zusammen reiße nicht laut los zu lachen. Der Kerl hatte wirklich keinen Sinn für Humor oder eben einen sehr ausgeprägten. Andererseits hatte er nur den Wunsch des Mannes erfüllt und ihm die Kleidung gebracht.
      "Tja, so ein Mist aber auch." kam es leise lachend von Mikeyla, bevor diese sich lediglich umdrehte und ein paar Schritte voran ging. Wenn sie hier nichts finden würde, indem sie sich umziehen konnte, dann musste sie es eben so machen.

      Draußen also angekommen sah sie sich kurz um, bevor sie leise seufzte und sich die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen band. Dies getan zog sie die Kleidung des Krankenhauses ungeniert aus, bevor sie sich die von dem Aufseher gebrachten Klamotten anzog und leise seufzte. Nicht wirklich ihre Kleidung, allerdings um einiges bequemer wie sie fand. Allein schon, weil sie nicht aus der schweren Plattenrüstung bestand.
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
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    • Immer noch fassungslos sah der Mann auf seine neue Kleidung und starrte diese an. "He Aufseher-", versuchte er Einspruch zu erheben, der ihn allerdings direkt mit einem Nein abschmetterte. Meckern schien also nichts zu bringen und vielleicht würde er seine richtige Ausrüstung morgen nach dem geplanten Treffen erhalten. Mit diesem Ding... Nein, damit wollte er wirklich nicht rumlaufen. Sein Blick wanderte seinen Körper entlang, welcher bislang wie der Körper seiner Begleiterin, in Patientenkleidung steckte. War auch nicht wirklich viel besser und irgendwie schien es luftig am Arsch zu sein...

      Das Lachen von ihr versuchte er so gut es ihm möglich war zu ignorieren. Es hatte ihn diesmal leider vollkommen erwischt und sie war nicht Schuld daran. Nein, er hatte es sich selbst eingebrockt und so war es fast eine gerechte Strafe für ihn, die sie auskosten konnte ... und natürlich auch tat. Das mit dem Ignorieren stellte sich dann doch als schwieriger heraus, als er dachte und patzig fauchte er ein "Ist gut jetzt", in ihre Richtung.

      Mit einem tiefen Seufzer folgte er kurz darauf Mikeyla nach draußen wo er sie skeptisch anblickte, während se sich unerwarteter Weise vor seinen Augen umzog. Mit seinem Blick fuhr er ihren Körper entlang, nahm jede Rundung wahr und musste dann doch erstaunt fest stellen, dass sie tatsächlich eher als Edeldirne arbeiten könne. "So viel zum Thema Anstand der Oberseite, he?" musste er lächelnd feststellen und warf seine "Kranken-Uniform" ab und stülpte sich eher widerwillig die neue Kleidung über. "Das juckt... und kratzt... und ..." er seufzte wieder und beließ es dann doch dabei. Sichtlich unwohl schritt er voran um weiter das Dorf zu erkunden.

      Kurz drehte er sich um und zeigte mit dem Daumen hinter sich auf das größte Gebäude des Dorfes, "Wollen wir mal zum Palast schauen, oder hast du einen besseren Vorschlag? Ich muss mich ablenken von... diesem Ding."
      Hier könnte natürlich ein kluger, emotionaler oder witziger Spruch stehen.

      Aber warum nutzt du nicht einfach kurz die Zeit und gönnst dir eine kurze Pause?

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