opposites attrac​t. [Shio & Lu-Chan]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • opposites attrac​t. [Shio & Lu-Chan]

      opposites attract. [Shio & Lu-Chan]

      @Shio
      __________________________________________________________________
      Tessa

      Theresa war normalerweise niemand, der sich am Wochenende großartig fertig machte, um Nachmittags, oder gar Abends zu verschwinden und erst in zwei Tagen wieder zu kommen, sie war auch nicht der große Trinker oder eine Partymaus, es war einfach nicht so wirklich ihr Ding, aber es gab natürlich für alles immer eine Ausnahme, so wie es heute der Fall war.. Eine ihrer guten Freundinnen hatte Geburtstag, eine große Sache, denn es war der vierundzwanzigste Geburtstag und noch dazu die Feier zum Abschluss des Studiums! Tessa gehörte einer kleiner Mädelsclique an, die sich damals in der Highschool gebildet hatte und die glücklicherweise bis heute noch immer stand hielt. Die Mädels waren alle etwa im selben Alter, auch wenn Tessa mit ihren zweiundzwanzig Jahren die Jüngste der Gruppe war, sie studierten alle verschiedenes und waren auch vom Charakter her sehr unterschiedlich und dennoch hielten sie zusammen. Nun, Tessa war glücklich ab und zu mal was mit den Mädels zu machen, oder mit ihnen Abends zu quatschen, und dennoch hatte sie von Anfang an keiner verraten, wie ihr Leben wirklich aussah. Sie erzählte den Menschen immer die gleiche Geschichte: Ihre Eltern haben sich zerstritten, waren sehr jung und sie landete bei ihren Großeltern mütterlicher Seits, seit dem treiben sich sowohl ihr Vater, als auch ihre Mutter in der Welt und lebten ihr Leben glücklich und zufrieden, das kaufte man ihr auch ab.. Denn, um ehrlich zu sein, wie viel Mitleid würde es wohl von allen geben, wenn die Blondine erzählen würde, dass ihre Mutter an Krebs verstarb und ihr Vater sich das Leben genommen hatte? Und sie damit ganz bewusst allein in der Welt ließ? Was würde man von ihr halten, wenn man erfahren würde, dass sie in einem Haushalt mit vielen Drogen und Alkohol groß geworden war, bis sie zu ihren Großeltern gekommen ist? Dass sie in solch jungen Jahren eine riesige Summe an Schulden tilgen muss? Nein, so etwas erzählte man einfach niemandem, was eigentlich auch verständlich war!
      Es sollte also eine große Feier werden, für welche sich Tessa fertig machte, denn Stella, das Geburtstagskind buchte einen Tisch in einen der exklusivsten Clubs der Stadt, in welcher es sehr schwierig war einen Tisch zu bekommen. Normalerweise feierte die Blondine nicht viel, sie hatte das Geld nicht dazu und vor allem auch nicht die Zeit, aber wenn eine ihrer Freundinnen aus der Clique Geburtstag hatte war es eine ganz andere Sache, vor allem wenn sie sich schon um einen Tisch bemüht hatte. Nun, ganz so einfach war es nicht gewesen, letztendlich musste Stella mit einem Typen aus ihrem Kurs ausgehen, damit dieser ihr diesen Tisch hier reservieren konnte, wie sollte die Blondine da absagen? Das wäre einfach nicht fair gewesen und zum Glück hatte man es ihr früh genug angekündigt, so, dass sie etwas Geld zur Seite legen konnte, um sich die teuren Getränke in diesem exklusiven Club leisten zu können.

      Es war halb elf, als die Mädels von einer angemieteten Limousine zum Club gebracht worden waren, was ein kleines Geschenk von den Mädels zusammen für das Geburtstagskind gewesen ist. Sie hatte sich gefreut, hatte sich sogar für diesen Abend ein kleines Krönchen besorgt, bekam eine pinke Schärpe mit der Aufschrift 'Birthday Girl' von ihren Eltern und war bereit zu feiern. Der Club war mehr oder weniger voll, die Musik war schon laut am laufen und die Getränke kosteten ihren stolzen Preis, aber dennoch hatte sich Tessa hübsch für den Abend gemacht. Sie hatte sich eine enge Hose angezogen und ein grünes, lockeres Oberteil, ganz bewusst auf den BH verzichtet, weil es so auch deutlich besser aussah, aber der Rest der Mädels hatten sich in Schale geworfen. Sie hatten sich kurze Röcke und kurze,hautenge Kleider angezogen, um dementsprechend vielleicht Herren anzulocken, die ihnen die Drinks bezahlen würden, denn auf Dauer konnte man sich das hier sicherlich nur dann leisten, wenn man auch ein gewisses Budget zur Verfügung hatte.
      Die Gruppe setzte sich an den reservierten Tisch, bestellte sich etwas zu trinken ,sie waren zu acht, drei Freundinnen aus der Clique, die Tessa auch gut kannte, und vier Freundinnen von Stella, die alle durcheinander sprachen und vor allem kicherten, als hätten sie schon etwas intus. Die Musik war gut, die Blondine lauschte den Gesprächen, sprach hier und da auch etwas mit, aber sie war nicht in ihrem Element hier, hoffte nur, dass man es ihr nicht ansehen konnte. Die Drinks kamen, die Mädels stießen an, bevor ein erstes Latino Lied gespielt wurde und die Mädels der Gruppe sofort Feuer und Flamme dafür waren tanzen zu gehen. Um nicht dazu gezwungen zu werden noch peinlich auf der Tanzfläche tanzen zu müssen, was nicht so wirklich Tessas Stärke war, bot sie an auf die Taschen aufzupassen. Der Vorschlag wurde dankbar angenommen, die anderen verschwanden sofort und ließen die Blondine für einen Moment alleine, die erleichtert aufseufzen konnte. Was ist wohl falsch gelaufen, dass sie nicht genauso drauf war? Sollte es nicht in ihrem Alter normal sein? Sie wusste es nicht.. Aber sie blieb alleine an diesem großen Tisch sitzen und stocherte in ihrem Drink herum, während sie nach den Mädels sah, die unten wirklich viel Spaß hatten.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Party, Alkohol und Drogen, das war genau das was der junge gutaussehnde Phil liebte. Einfach den Kopf auzuschalten und bis in die Morgenstunden unterwegs zu sein. Nichts erfüllte ihn mehr wie das. Er kommt aus wohlhabenden Verhältnissen und schlägt nur zu gerne das Geld seines Vater auf dem Kopf. Sein Vater hat nichts gegen die Feierlichkeiten die der junge Mann jedes Wochenende vollführte, aber dennoch hatte er keinen blassen Schimmer was sein einst so strebsamer Sohn in Wirklichkeit dort machte.
      Auch heute Abend war es wieder soweit und seine Clique hat zu einer Party aufgerufen. Die Clique bestand aus ein paar weiteren Schnöseln, die sich nur zu gerne gegen ihre Eltern stellen und auch ein paar Ladies durften mit, denn das zierte die Gruppe. Bei der Wahl dieser Ladies gingen die Jungs auch nach einem bestimmten Schema vor, denn sie mussten perfekt sein. Weder dick noch eine krumme Nase durften sie haben. Manch einer denkt sie seien arrogant und eingebildet, wennn sie mit erhobenen Haupt in die Lokation eintreten.
      Ein Rauen durchführ den Raum und die Clique genoss es jedes Mal aufs Neue. Auch heute soll es so sein.
      Phil, der gerade aus der Dusche stieg, fuhr sich durch seine leicht verstrubbelten schwarzen Haare und rasierte sich seinen drei Tage Bart ab. Ein wenig Aftershave durfte nicht fehlen und dann überlegte er was er heute für ein Outfit tragen sollte.
      Noch nie in seiner ganzen Jugend trug er das selbe Outfi noch ein zweites Mal. Er hatte nicht nur einen Kleiderschrank sondern ein ganzes Ankleidezimmer und das nur für sich alleine. Er genoss eben alle Vorzüge die er als Einzelkind haben kann.
      Er entschied sich für ein Hemd in Jeansoptik, eine enge schwarze Röhrenjeans, Boots und einer schwarzen Lederjacke. Ein wenig Gel durfte in seinen Haaren auch nicht fehlen und schon schnappte er sich sein Handy und den Geldbeutel und machte sich auf dem Weg nach unten. Sein Vater war wie üblich nicht zu Hause und seine Mutter war auf Geschäftsreise, daher störte es keinen wenn er erst spät nach Hause kam. Schließlich war er schon dreiundzwanzig und kein Kind mehr den man vorschreibt was man zu machen hat und was nicht.
      Phil ging zur Speisekammer und verschiebte dort ein paar Gläser die schon seit Jahren keiner angerührt hatte. Dort befand sich ein kleines Loch in der Wand und er holte da einen Beutel Gras heraus. Er wusste das sein Vater ihn die Hölle heiß machen würde, wenn er Drogen im Haus findet, aber da er ihn eh selten zu Gesicht bekam und er die Speisekammer nie betrat, machte er sich keine Gedanken darum.
      Die Hupe eines Autos holte ich aus den Gedanken und er räumte die Gläser schnell wieder an ihren Platz, ehe er die Haustür hinter sich verschloss.
      Laute Musik dröhnte und er sah schon wie seine Clique in Stimmung war. Die Jungs begrüßten sich mit einem Handschlag und einer Umarmung. Den Ladies drückte er ein Küsschen rechts und links auf die Wangen und betrachte diese mit glänsenden Augen.
      Alle haben sich in Schale geworfen. Phil holte das Gras aus seiner Jackentasche und verteilte es an alle.
      Nachdem alle eingstiegen waren flogen schon die Korken und der erste Alkohol floss. Phil sah alle an und grinste. "Wollen wir?"
      Alle Insassen nickten und schon zogen sie sich das Gras durch die Nase. Jedes Mal aufs Neue war das ein wunderbarer Kick und lies alle so richtig locker werden. Die Stimmung war jetzt schon ausgelassen, noch ehe sie bei der eigentlichen Party angekommen sind.
      Als die Clique die Party erreicht hatten waren sie alle schon angeheitert. Jeder von ihnen zupfte sich die Kleidung noch zurecht und dann traten sie hinein. Es war heute voller als üblich, aber die Clique durchquerte den Raum bis zu ihrem Stammplatz.
      Der Vipbereich wurde nur für sie reserviert und das auch nur weil sein Vater einen Anteil an dem Laden Besitzt.
      Einen persönlichen Kellner haben sie auch und dieser nahm auch gleich die Bestellungen auf.
      Es dauerte nicht lange und schon stießen alle an. "Auf einen schönen Abend!" Die Gläser klirrten und schnell war das erste auch schon wieder leer. Die Stimmung wurde immer ausgelassener und die Mädels fingen an vor den Jungs zu tanzen und rumzumachen.
      Für die Jungs war das ein schönes Schauspiel und sie genossen es.
      Phil´s Blick ging auch immer wieder in die tanzende Meute, denn er hatte Lust sich auch heute Abend wieder eine zu Angeln, doch neben ein paar wildhüpfenden Weibern, die nach seiner Meinung gar nicht hier herein passen, war keine gut genug für den Schwarzhaarigen.
      Sein Blick ging nun durch die einzelen Tischreihen und auch dort blieb sein Blick an keiner hängen. Er hatte seine Hoffnung schon beinahe aufgegeben, als er ein Mädchen erblickte, die alleine an einem Tisch sahs und betrübt nach unten sah.
      Er zog eine Augenbraue hoch, denn er konnte sich gar nicht vorstellen wie man hier keinen Spaß haben kann. Wohlmöglich braucht sie einfach eine gute Mischung und schon wird sie fügig.
      "Entschuldigt mich kurz." Er stand von seinem Platz auf, mit seinem Getränk in der Hand lief er im großen Bogen an den Tischen vorbei in Richtung der Blonden. Dann blieb er kurz vor ihr stehen und sah sie an. Sie sah gar nicht so schlecht aus und ihr Outfit war eine gute Wahl. Er musste aufpassen das er nicht allzulange in ihr Dekoltee starrte. Er zupfte seinen Kragen richtig und ging auf sie zu. Er stellte sein Getränk auf dem Tisch ab und setzte sich vor sie. "Was machst du hier so alleine?"

    • Tessa

      Das Lied wechselte recht schnell, aber die Mädels blieben auf der Tanzfläche und das war vielleicht auch besser so, denn nur so konnte Tessa noch ein wenig die Einsamkeit am Tisch genießen. Nein, sie war definitiv kein Einzelgänger, sie mochte es nicht den ganzen Tag in ihrem Zimmer zu hocken und alleine irgendetwas zu machen, vor allem aber auch, weil sie keine Zeit dazu hatte, in der Regel sah es deshalb auch nur so aus.. Tessa fühlte sich hier einfach nicht wohl, sie wollte nicht da unten peinlich tanzen und mit ihrem Hintern wackeln, um die Männer anzuziehen und sich Drinks spendieren zu lassen, als hätte sie das wirklich nötig, als wäre sie eine leichte Beute, sie wollte einfach keine One-Night-Stands, die sie sowieso nicht glücklich machen können, stattdessen wollte sie lieber auf ein Date gehen, jemanden kennen lernen, oder etwas viel spaßigeres machen, als es die Disco hier der Fall war. Am liebsten wäre ihr ja Kino, oder eine kleine Feier bei jemandem zuhause, aber das war immerhin nicht ihr Geburtstag, deshalb war die Blondine doch überhaupt mit gekommen.
      Sie hatte irgendwann aufgehört den Mädels beim Tanzen zuzusehen und widmete sich stattdessen ihrem Drink zu, in welchem die Eiswürfel schon fast geschmolzen waren. Er schmeckte in Ordnung, es war etwas süßliches, mit einer kleinen sauern Note, was es aber genau war hatte sich die Frau nicht gemerkt, sie würde sowieso nicht viel trinken, am nächsten Tag musste sie Mittags zu ihrer Schicht und ein Kater würde nur kontraproduktiv sein. Bevor Tessa jedoch den Drink wenigstens leeren konnte, um sich etwas anderes zu bestellen bemerkte sie einen Blick auf sich, doch als sie schon auf sah setzte sich jemand ihr gegenüber auf der leeren Bank, auf welcher gerade eben noch die Mädels gesessen hatten. Ihre Augen musterten den Mann, er hatte sich schick gemacht für den Abend, vermutlich war er hier selbst nicht alleine, wie es die meisten waren, jedenfalls war genau das hier zu beobachten, aber was wollte er ausgerechnet von ihr? Ihre Augen blickten in seine, um ihn noch einen Moment länger zu mustern, bevor ein sanftes Lächeln auf den Lippen zu sehen war. "Ich bin definitiv nicht allein hier", sprach Tessa auch schon und lehnte sich ein klein wenig zurück, bevor sie auf die Tanzfläche unter ihr blickte, auf welcher ihre Mädels am Tanzen waren. "Ich muss lediglich auf Getränke und Taschen aufpassen". Sie wollte definitiv nicht so rüber kommen, als hätte sie Interesse an Begleitung oder gar Tanzen, aber sie wollte auch nicht so rüber kommen, als würde sie hier wirklich einsam und traurig sitzen. "Jemand muss es ja tun". Das stimmte auch, vor allem weil natürlich die Gefahr auch da war etwas ins Getränk gemischt zu bekommen und das wollte definitiv keine haben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Sein Blick musterte die Frau vor ihm immer weiter und blieb an ihren rosafarbenen Lippen hängen. Er lauschte ihren Worten und nickte zustimmend. "Jo du hast da wohl Recht." Nun stand der junge Mann auf und nahm sein Getränk in die Hand. "Man muss hier wirklich aufpassen. Es gibt sicherlich genug Leute die Drogen verjubeln." Er lächelte in sein Glas hinein so das sie es nicht sehen konnte. Er war einer derjenigen der gerne hier und da etwas raucht und schon ein wenig Gras in sich hatte.
      "Sehr vernünftig von dir, aber dennoch ist es nicht zu langweilig hier einfach nur herumzusitzen? Ich bin auch nicht unbedingt der Typ der dort unten in der Menschenmasse tanzen muss, aber Spaß sollte man trotzdem haben." Er zwinkerte ihr zu und nahm einen Schluck von seinem Getränk. Sie schien in seinen Augen sehr brav und unschuldig zu sein und das machte ihn auf eine gewisse Art und Weise an.
      Er lehnte sich an das Geländer und sah zu den tanzenden Mädchen auf die sie zeigte. Keine von ihnen war sein Typ und sie schienen eh abgelenkt zu sein. "Sie scheinen ihren Spaß zu haben." Er nippte nochmals am Getränk ehe er es leerte. "Hey nimm die Sachen doch mit und komm mit zu uns. Bei uns hast du sicherlich deinen Spaß und du musst nichts bezahlen dafür. Alleine deine Anwesenheit reicht schon." Da lies er wieder sein wahres ich heraushängen und es schien ihn nicht einmal zu stören. "Und keine Sorge da sind auch Mädels zu finden, du musst keine Angst haben das dich meine Jungs auffressen könnten." Er musste leicht auflachen und stellte sein Glas bei ihr auf den Tisch. Phil´s Blick wandte zu seiner Gruppe und sah das seine Jungs schon ein paar Mädels aufgerissen haben. "Na super sie lassen mich wieder außen vor." Er verdrehte die Augen und zwinkerte ihr zu. "Na los komm." Die Drogen schienen nun entgültig zu wirken und er fasste sie an ihre Hüften und zog sie an sich. "Vom Nahem bist du noch schöner." Er drückte ihre Hüfte fest an seinen Unterkörper. Er hielt die Blonde so fest das sie sich nicht herauswinden konnte. Er kam mit seinem Kopf ihrem Hals näher und vernahm ihr Parfüm... Ehe er seine Lippen auf ihren Hals legte." "Du bist unwiederstehlich.." Leicht benebelt von den Drogen und von ihr sah er sie erregt an. Sein Blick ging auf ihr einladendes Dekoltee.. "Ich würde gerne wissen was darunter steckt.."
    • Tessa

      Sie musterte ihn und ließ ihn vor allem nicht aus den Augen, als ihr deutlich wurde, dass der Mann sie scheinbar genauso musterte. Was wollte er von ihr? Sie war niemand, der jetzt mit ihm mitgehen wird, um ein wenig Spaß zu haben.. Oder so zu tun, als würde sie Spaß haben, denn Alkohol trinken und sich Männern an den Hals schmeißen war einfach nicht ihr Ding gewesen, war es bisher nie, nicht so, wie bei manch anderen Frauen, die sie kannte. Ihr Gesprächspartner stimmte aber zu, dass man natürlich auf die Drinks aufpassen musste, er sprach an, dass es Menschen gab, die Drogen unter jubelten, da seufzte sie lediglich, das war ein wirklich langweiliges Gespräch. Es wurde letztendlich nicht nur langweilig, es wurde durch die nächsten Worte auch ein wenig merkwürdig, es verlief in die falsche Richtung, als der Mann davon sprach, dass es doch langweilig war hier zu sitzen. Ja, das war es in der Tat, aber Spaß mit ihm wollte sie definitiv nicht haben, nicht so, wie der Mann sich das selbst vorstellte. Das Zwinkern verriet sehr viel, er wollte vermutlich eine schnelle Nummer haben, aber dafür war doch Tessa nicht bereit, sie seufzte, wollte es eigentlich recht schnell klar machen, aber es war nicht so ganz einfach, ein Teil von ihr war angewidert, wusste genau, was sie sagen wollte und sollte, aber der andere Teil wollte den Mann schon nicht verletzen, um das schlechte Gewissen nicht mit sich tragen zu müssen. Tessa sollte mit kommen, Spaß haben, sich zu den Jungs begeben, zu denen sie auch blickte, genauso sehr, wie es der Mann tat, der sich zu ihr gesetzt hatte, aber das muddte aufhören, sie war nicht interessiert. "Ich denke nicht, dass es eine gute..", die Blondine konnte ihren Satz nicht aussprechen, da spürte sie schon die Hand an ihrer Hüfte. Das Herz rutschte ihr für den Moment in die Hose, sie wurde zu dem Mann gezogen, er hielt sie fest und sprach davon, dass sie vom Nahen noch hübscher aussah... Adrenalin schoss durch den weiblichen Körper, Tessa wollte sich wehren, sie wollte nicht weiter zu sich gezogen werden, um nicht angefasst zu werden. Für einen Moment stand sie unter Schock, er hatte sie wirklich einfach so zu sich gezogen das war einfach.. Zu fiel.. Nein, zu fiel war es eindeutig, als sie seine Lippen auf ihrem Hals spürte und anstatt Lust zu spüren, sich dem hinzugeben spürte sie eher genau das Gegenteil.
      Wie von selbst schlug ihre Hand in sein Gesicht, jedenfalls in den Part, der von ihr zu erreichen war. Zwischen die Beine konnte sie ihn nicht treten, dafür war ihre Hüfte zu eng an seine gedrückt, aber es gab noch genügend andere Stellen, die dem Mann wehtun konnten. "Entweder du lässt mich sofort los.. Oder deine Freude sammeln dich auf den Boden auf". Tessas Augen glühten vor Wut, was dachte sich der Mann nur?! "Ich will nirgendwo mit dir hin.. Ich will nichts mit dir anfangen und ich will definitiv nicht angefasst werden!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      So schnell konnte der junge Mann nicht gucken und hatte sich eine gefangen. Etwas perplex sah er die junge Frau vor sich an. "He mal langsam. Du scheinst es wohl faustig hinter den Ohren zu haben." Er lächelte sie wieder an und sah ihr ihre Wut an. "Wow das gefällt mir wenn du so bist meine Süße, aber gut wenn ich dich lassen soll dann mache ich das auch." Er löste sich von ihr und biss sich dabei auf die Lippe. "Sexy bist du alle Mal wenn du so abgehst." Er spürte deutlich wie erregt er war und zog einen Zettel aus seiner Jackenstasche heraus. "Hier. Falls du deine Meinung ändern solltest. Ich bin übrigends Phil" Er verbeugte sich noch vor der Frau. "My Lady ich hoffe wir sehen uns bald wieder."
      Schon versuchte er auf dem Absatz kehrt zu machen und geriet etwas ins Schwanken, konnte sich jedoch noch fangen und lief dann zu seiner Gruppe zurück. "Wow Mann was war das denn für ne Aktion gerade?" "Ach halt den Mund." Phil lies sich auf dem Sofa nieder und betrachtete die junge Frau von seiner Position aus.
      Sie war die erste die sein Interesse so sehr geweckt hat, das er sie gerne richtig kennenlernen würde.
      Doch sie schien ein hartes Pflaser zu sein und sich nicht gleich auf jeden Typen einlässt, doch diese Herausforderung nahm Phil gerne an.
      "Wo bleibt mein Drink!", rief er in die Runde.
      Der Abend war ausgelassen und der Alkohol floss in Massen. Die Musik lud zum Tanzen ein. Phil verlor die junge Frau irgendwann aus den Augen, doch er hoffte inständig das er sie bald wiedersehen durfte.
      Die Party war gegen 3 Uhr zu Ende, denn da schloss auch der Laden. "Wer will bei mir noch weiter feiern?", rief ein Kumpel der Gruppe zu. Die Stimmung war wirklich super, aber Phil war dieses Mal der einzigste der nicht gleich ja dazu sagte. Sonst hätte er gerne noch ein wenig weiter gefeiert, aber heute wollte er es einfach nicht.
      Er lehnte sich an die Mauer des Gebäudes und zündete sich eine Zigarette an. Sein Freund Kyle kam zu ihm und lehnte sich ebenfalls an. "Hey Alter ist alles gut bei dir? Dur wirkst so nachdenklich?" Phil zog an seiner Zigarette. "Ja alles super." "Das Girl von vorhin geht dir nicht aus dem Kopf hm?" "Nein. Nicht wirklich." "Krass. Und ich dachte du bleibst für immer ein ewiger Junggeselle." Phil stupste ihn in die Seite. "Manchmal sind es die Zufälle, die wie aus dem nichts kommen und einen den Abend versüßen.." "F**k Mann dich hats erwischt!" Phil lächelte, er wusste nicht warum sie ihn einfach so den Kopf verdreht hatte.
      "Komm doch noch mit. Wir feiern noch etwas." "Nein ich muss später noch zur Uni. Es hilft ja nichts wenn ich dauernd fehle. Mein Alter macht mir die Hölle heiß." "Ist gut. Wir sehen uns." Die Beiden verabschiedeten sich und Kyle stieg zu den anderen ins Auto. Phil hingegen lief mit den Händen in den Hosentaschen in Richtung des Anwesens seiner Eltern. Er war eigentlich froh darüber nun etwas Zeit für sich zu haben und durch die ruhigen Gassen zu laufen.
    • Tessa

      Es war eigentlich klar, dass der Abend gar nicht so schön sein könnte, wie es bei den anderen Mädels war, aber Tessa war sich nicht bewusst gewesen, dass es so ein großer Griff ins Klo werden würde. Sie fühlte sich schmutzig und auch wenn sie nur angefasst worden ist, der Kerl war viel zu weit gegangen. Irgendwann waren die Mädels zurück gekommen, da hatte sich die Blondine zusammen gerissen und so getan, als wäre alles gut und als würde sie irgendwie Spaß haben, doch nach einigen Drinks der Mädels hatte sie sich unauffällig aus dem Staub gemacht, denn länger hielt sie es nicht aus im Blickwinkel dieser komischen Truppe zu sitzen. Nun, die Mädels würden sie anrufen, wenn sie nicht nach Hause kämen, oder wenn sie Sorge um die Frau hätten, aber ein schlechtes Gewissen hatte Tessa nicht, sie fühlte sich einfach nicht so gut, da konnte auch keiner was gegen sagen.
      Die restliche Nacht aber lag sie noch wach in ihrem Bett und starrte die Decke über sich an, es war einfach nicht an Schlaf zu denken und das, obwohl morgen einer der wenigen tage sein würde, an dem die Frau ausschlafen konnte. Selten passierte das, denn während unter der Woche die Uni ging, war am Wochenende häufig die Arbeit im Krankenhaus am start, damit sich die Frau das Studium bezahlen und langsam auch ihre Schulden abtilgen konnte. Ihre Großeltern nahmen sie zwar auf, bei denen durfte sie auch wohnen, aber sie hatten mit ihrer Rente auch nicht genug, um ein Studium zu bezahlen und die Bücher zu kaufen, oder die Examen zu bezahlen. Es war hart, aber an dieses Leben hatte sich Tessa eigentlich schon gewöhnt.

      Es war kurz nach drei Uhr morgens, als ihr Handy neben ihr klingelte. Ein klein wenig verwundert war sie schon, wenn sie sich aber ins Gedächtnis rief, dass die Mädels eigentlich auf der Party waren und gleich darauf auch auf das Display blickte, wer sie anrief war ihr eigentlich recht klar, dass dieser Anruf kommen würde.
      "Tess!", Stella hatte der Blondine nicht die Zeit gelassen irgendetwas zu sagen, sie fing an zu lallen, als würde sie wirklich viel zu viel getrunken haben. Tessa seufzte und setzte sich auf, um aus dem Fenster zu sehen, die Nacht war dunkel, es schien angenehm warm zu sein, der Sommer war immerhin erst mitten drin. "Wo ist der Rest?", fragte sie auch gleich schon und bereitete sich mental darauf vor, dass sie gleich wieder aus dem Haus muss. "Welcher Rest? Ich stehe hier draußen.. ich .. keine Ahnung wo ich bin". Noch einmal seufzte die Blondine und erhob sich dann aus dem Bett, um sich schnell die Hose wieder anzuziehen, die sie auf der Party getragen hatte. Ein einfaches graues T-Shirt zog sie sich noch über, sie war in ihrer Unterwäsche ins Bett gestiegen, denn viel Kraft hatte sie nicht mehr gehabt, oder eher Lust. "Sag mir, was du siehst", bat Tessa sie, während sie ihre Tasche ergriff und nach den Schlüsseln des Autos suchte. "Was ich sehe? keine Ahnung.. Aber halt.. warte.. da ist jemand!". "Stella! Du gehst da jetzt nicht hin.. bleib bitte stehen und warte auf mich". "Nein! Der ist voll süß! Heyy! Warte doch!". Tessa seufzte wieder einmal, sie konnte es nicht fassen, dass eine ihrer besten Freundinnen jetzt betrunken irgendeinen Kerl ansprach, der auf der Straße zu finden war. Sie musste sie schnell finden. "Stella!", zischte sie durch das Telefon leise, um ihre Großeltern nicht zu wecken, während sie sich Schuhe im Flur anzog. "Jetzt lauf da nicht hin!".
      Die Tür war schnell zugezogen und die Blondine stieg in ihren Wagen, der Drink, den sie den ganzen Abend über getrunken hatte konnte ja nicht so viel gewesen sein, sie fühlte sich sehr gut! Aber der war auch egal, viel wichtiger war es jetzt Stella zu finden, bevor ihr etwas passiert!!

      //Ob sie Phil da auf der Straße trifft, oder nicht kannst du dir gerne überlegen! Ich bin offen, deshalb habe ich es auch offen gelassen :) //
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Phil

      Allmählich wurde es etwas frischer und der schwarzhaarige zog sich seine Lederjacke zu und steckte seine Hände in die Taschen.
      Einige wenige Menschen waren um die Uhrzeit noch unterwegs. Manche von ihnen schienen noch hellwach zu sein, andere wiederum lagen in der Ecke und schliefen ihren Rausch aus. "Was für Versager. Nicht Mal Alkohol vertragen sie."Er mochte diese Gegend nicht gerne, da hier viel mit Drogen gedealt wird und es auch hier und da ein paar Schlägerreien gab. Doch er musste hier durch um nach Hause zu gelangen. Es war nur einmal der kürzeste Weg. Lust auf einen Umweg hatte Phil nicht, denn er wollte am Morgen pünkltich auf dem Unigelände sein.
      Dann wurde das Treiben hinter im plötzlich ganz ruhig und die Gassen immer dunkler. Manch einer könnte hier paranoit werden, doch Phil war gelassen und lief einfach weiter.
      Er blieb nur kurz stehen um sich eine Zigarette aus seiner Jackentasche zu holen und anzuzünden, als hinter ihm Schritte zu vernehmen waren. Phil steckte sich die Zigarette in den Mund und lief weiter. Warum sollten ihn andere Menschen kümmern?
      Doch die Schritte hinter ihm wurde schneller und er vernahm auch eine Stimme. Nun drehte sich der junge Mann doch um und schwups landete eine Frau in seinen Armen. "Was zum Henker? Ähm Hallo?" Die junge Frau schien ein wenig zu tief ins Glas geschaut zu haben und krallte sich an der Jacke von ihm fest. "He die war teuer. Was soll der Mist?" Die junge Frau schaute ihn nur an und lächelte. "Du büüsstt wüürtklich süß, hicks." "Auch das noch", murmelte er vor sich hin. Er hatte nun wirklich keine Lust darauf das er den Babysitter für die Frau machen muss. Schließlich wollte er doch einfach nur seine Ruhe haben und nach Hause gehen.
      Er nahm die Frau über den Arm und trug sie ein wenig weiter entfernt von der dunklen Gasse weg. "Hier ist es zu gefährlich für eine Frau wie dich." Phil setzte die Frau auf eine Bank sachte ab. Er zog seine Jacke aus und legte sie auf sie drauf.
      "Hast du ein Handy dabei?" Sie nickte nur und zeigte auf ihre Handtasche. Phil seufzte und durchsuchte die Tasche nach dem Handy. "Mist.. Akku leer. Kannst du mir sagen wie du heißt und woher und kommst??" Ihm nervte die ganze Sache nun wirklich arg, aber er konnte sie nicht einfach hier zurücklassen. "Ste..lla bin ich." Sie kicherte merkwürdig und Phil vedrehte nur die Augen.
      Sie legte ihre Arme um den jungen Mann und säuselte ihn ins Ohr. "Lass das! Hör auf damit!" Phil versuchte sie davon abzubringen, doch es sah für Außenstehende etwas anders aus als gewollt.. Phil beugte über ihr und hielt ihe Handgelenke fest.
    • Tessa


      Es schien hoffnungslos zu sein, ihre Freundin zu finden, immerhin war die Stadt riesig und Stella könnte sonst wohin gegangen sein. Letztendlich klang ihre Freundin ziemlich betrunken, vor allem nicht wirklich sicher auf den Beinen, deshalb nahm Tessa an, dass sie nicht weit gekommen sein konnte, aber was, wenn der Kerl, den sie angesprochen hatte sie irgendwo hin mitgenommen hatte? Wenn die Polizei ihre Leiche in wenigen Tagen finden könnte? Nein, schlimme Vorstellungen, die die Blondine jetzt definitiv nicht weiter bringen würden, sie musste die Augen offen halten und ihre Freundin finden, deshalb fuhr sie zum Club hin, um festzustellen, dass dort nichts mehr los war, also nach fragen konnte sie auch nicht... Langsam, aber dennoch konzentriert fuhr Tessa den möglichen Weg ab, den ihre Freundin gegangen sein könnte, auch wenn es viel zu viele Straßen hier in der Umgebung gab. Stella war anstrengend, wenn sie betrunken war, aber in der Regel wusste sie unterbewusst, wie sie nach Hause kommen könnte, jedenfalls die grobe Richtung, denn bisher war die Blondine oft genug zuhause nach dem Feiern angekommen, oft genug musste sie Tessa nach ihrer Schicht aber auch abholen und heim fahren.
      Von Stella gab es keine Spur, aber dafür erblickte die Blondine am Steuer was ganz anderes, oder eher jemanden ganz anderen, der sich gerade über eine junge Frau her machte. Sofort hielt Tessa an, bevor sie ihren Schlüssel raus holte, um sich wenigstens damit verteidigen zu können. "Ey!", rief sie zu dem Mann rüber, um die Tür zu zu knallen und auf ihn loszulaufen. Es war ihr egal, wer diese Frau war, die da bei ihm war, aber es hatte ganz sicher keine Frau der Welt verdient hier auf der Straße womöglich vergewaltigt und ermordet zu werden. "Lass sie in Ruhe!".
      Es war eigentlich schon klar, dass Tessa vielleicht keine Chance hätte, aber ihre Wut, das Adrenalin in ihren Venen gab ihr die nötige Kraft, um den Mann weg zu schubsen und gleichzeitig zu bemerken, dass es Stella war, die sie hier gefunden hatte. "Stella!",rief sie glücklich und gleichzeitig komplett entsetzt über die Tatsache, sie hier zu finden. Ihre Augen blickten dann nach dem Mann, den sie weg geschubst hatte, ihre Verwunderung war groß, als ihr Gehirn registrierte, dass es der Kerl war, der ihr schon im Club an die Wäsche wollte. Ihre Wut stieg um ein Vielfaches an. "Du Mistkerl!". Mit einer Faust schlug sie gleich auch schon nach dem Mann, um sein Gesicht zu treffen, die Blondine wollte ihn einfach verjagen. "Erst belästigst du mich im Club und jetzt willst du meine Freundin hier auf der offenen Straße vergewaltigen?!".
      "Tess..", Stella versuchte auf die Beine zu kommen. "Tess.. Er ist s..s..süüß".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Phil

      Er wusste nicht was ihm geschieht als er plötzlich angepflaumt wurde und zur Seite geschubst wurde. "He! Jetzt mach mal halblang! Sie war diejenige die sich an mich ran machte. Ich habe sie schließlich gerettet vor den Klauen der wirklichen Biester. Du solltest mir schließlich dafür danken! Ich hätte sie auch hier lassen können und du hättest sie wohl nicht mehr so ganz zurück bekommen."
      Phil war genervt, aber richtig genervt. Wie konnte sie ihm nur so etwas unterstellen. "Ich mag zwar für dich wie der letzte Depp auf Erden dastehen, aber ich würde nie eine Frau missbrauchen."
      Er hatte sich wieder aufgerappelt und wischte den Dreck von seinen Sachen. Dann nahm er eine Zigarette aus seiner Jackentasche und zündete sie an. "Wie dem auch sei du glaubst mir eh nicht. Man sieht sich."
      Schnell verschwand er in den dunklen Gassen der Stadt und lies die beiden Frauen alleine. "So eine doofe Ziege..So eine wollte ich angraben. Widerlich.", sagte er nicht gerade leise.
      Zu Hause angekommen warf er sich gleich aufs Bett und mustete die Decke seines Zimmers.
      Sein Vater schlief bereits, denn es war mitten in der Nacht. Um 6 Uhr würde der Wecker klingeln. "Morgen wage ich es."
      Doch so kam es nicht. Es war fast Mittag als Phil endlich aufwachte und auf sein Handy starrte. "Fuck.."
      Er hielt sich den Kopf und hoffte inständig das seine Eltern nichts davon mitbekamen, das er immer noch im Bett lag.
      Auf seinem Handy befanden sich noch Videos und Bilder von letzter Nacht und von der verpassten Party.. Wie gerne wäre er doch mitgekommen.. Wenn er eh schon die Hälfte vom Tag verschlafen hatte.
      Nachdem er sich doch dazu aufgerafft hatte unter die Dusche zu steigen und sich für den Tag fertig zu machen, überlegte er ernsthaft zur Uni zu gehen.. Doch er lies es. Er hatte doch eh genug verpasst. Er stieg aus seinem Fenster und schlich sich wieder davon. Seine Eltern sollte glauben er wäre zur Uni gegangen, aber in Wirklichkeit ging er zu einem Kumpel.
      Sein Tag Bestand also wieder nur aus Alkohol und Drogen..
      "Man tut das gut. Ich brauche das heute. Gestern war zu heftig. Die Alte die ich gestern angegraben habe hatte ich wiedergesehen. Die hatte ich geglaubt ich würde ihre hässliche Freundin anfassen.. Boar die muss glaube einfach mal chillen." "Vielleicht solltest du ihr ein wenig davon unterjubbeln, damit sie locker wird." "Ich hoffe ich laufe ihr nicht nocheinmal über den Weg. Das ertrage ich nicht." "Jo wollen wir Jess noch von der Uni abholen? Dann können wir noch ein wenig mit ihr abhängen. "Klar gern. Somit war ich heute doch kurz anwesend auf dem Gelände." Phil und Kyle lachten laut und dann machten sie sich leicht angetrunken auf den Weg zur Uni.
      Das Wetter war heute relativ schön und es war recht mild. Kyle und Phil lehnten sich an dem Unitor und rauchten eine Zigarette. Ihre Blicke schweiften über das Gelände und dann blieb Phil an einer Person hängen. "Oh man da ist sie schon wieder. Studiert die jetzt auch etwa hier?" "Kann schon sein." "Die scheint mich zu verfolgen. Der zeig ichs." Phil ging schnurr straks auf die blonde zu. "He Blondie! Verfolgst du mich etwa oder was? Findest mich wohl doch so gel, das du mir immer wieder über den Weg laufen musst? Hm?"
    • Tessa

      "Arschloch!", hatte sie dem komischen Typen nur noch zugerufen und ihren Kopf geschüttelt, immerhin hatte er seine Finger schon auf ihrem Körper gehabt, gleich im Club, hatte seinen Körper an ihren gedrängt und wundert sich dann, dass man nicht darauf kommt, dass er jemandem helfen wollte? Unglaublich, dieser Mann war einfach nur unglaublich, aber in einem deutlich negativen Sinne! Er verschwand und das sollte er besser auch wirklich machen, denn Tessa hätte für nichts mehr garantieren können, stattdessen sorgte sie sich um ihre Freundin, der sie auf die Beine half, um sie ins Auto zu bringen, welches noch immer eingeschaltet dort stand. Einer der komischen Typen auf der Straße hatte den beiden was zugebrüllt, aber die Blondine war schon so auf hundertachtzig, dass sie ohne Probleme ihm einiges zurück brüllte, um zu zeigen, dass sie definitiv keine Angst hatte. Der Kerl zog sich zurück, er schien verstanden haben, dass man sich den beiden besser nicht näherte, letztendlich waren sie am Ende beide sicher im Auto und Tessa konnte ihre Freundin nach Hause fahren.

      Es war eine kurze Nacht gewesen, vor allem aber verfluchte die Frau ihren Wecker, als sie ihn am Morgen aus machte. Seit zwei Stunden starrte sie schon die Decke im Wohnzimmer ihrer Freundin an, denn sie hatte beschlossen sich einfach auf der Couch noch hin zu legen, um es nicht zu riskieren ihre Großeltern zu wecken, wenn sie ein zweites Mal nach Hause kommen würde. Durch die Aufregung war es Tessa nicht mehr möglich gewesen wirklich einzuschlafen, sie fühlte sich müde und kaputt, aber sie musste aufstehen und sich erheben, denn die Uni wartete. Stella war nicht zu wecken und vor allem nicht wirklich lebendig, aber sie schlief in ihrem eigenen Bett, sie atmete sogar noch. Theresa hatte es kurz überprüft, nachdem sie in ihre Klamotten gestiegen war, bevor sie die kleine Wohnung verließ, um mit ihrem Auto nach Hause zu fahren. Sie brauchte ihre Bücher für die Uni, ihre Sachen und vor allem eine heiße Dusche, unbedingt!
      "Tessa, Schatz, wo warst du?", die ältere Frau des Hauses war direkt aus der Küche raus gekommen, als sie die Eingangstür des kleinen Hauses hörte. Tessa seufzte innerlich, was sollte sie ihr nun sagen? "Die Mädels.. es gab einen kleinen Notfall und ich bin noch einmal raus", antwortete sie mehr, oder weniger ehrlich. Ihre Großmutter schien überrascht, fast schon entsetzt zu sein. "Geht es ihnen gut?", fragte sie besorgt, aber Tessa konnte sie beruhigen. "Ja, es ist alles in Ordnung, ich habe es geregelt, aber ich bin spät dran". Es gab noch einen Kuss für ihre Großmutter auf die Wange, dann verschwand die Blondine auch schon wieder oben.
      Eine halbe Stunde, eine Dusche und vor allem ein schnelles Frühstück später erschien sie letztendlich mehr oder weniger pünktlich in der Uni für die erste Vorlesung. Ein langer Tag, kaum Schlaf, was sollte da schon schlimmeres kommen? Oh, so einiges, vor allem dieser Kerl, der ihr schon die ganze Party und die ganze Nacht kaputt gemacht hat! Er hatte nach ihr gerufen, hatte sie gleich schon 'Blondie' genannt, wie herablassend.. Eigentlich hätte Tessa gar nicht reagiert, wenn ihre Kommilitonin, mit der sie zusammen zur Bibliothek wollte, sie nicht drauf aufmerksam gemacht hätte, dass jemand auf sie zu lief. Tessa hob ihre Augenbraue, das konnte jetzt nicht wahr schein. "He, Arschloch!", sie äffte ihn gleich nach, bevor sie belustigt schnauben musste. "Wenn du dich nicht verpisst, werde ich dir gleich deine scheiß Eier abschneiden und sie dir in dein Hals stecken!". Es kam nicht oft vor, dass die Blondine eine vulgäre Sprache benutzte, aber hier in diesem ganz besonders speziellen Fall schien es anders nicht mehr möglich zu sein. "Das hier ist ein Uni-Gelände.. Die Berufsschule steht zwei Straßen weiter, vielleicht findest du dort jemandem auf deinen Niveau". Sollte er ihr doch nur näher kommen, überhaupt kein Problem, Tessa hatte keine Angst, sie war sich auch definitiv sicher, dass dieser Hund nur bellen konnte, für beißen fehlte ihm einiges, hatte sie deutlich nach der Ohrfeige gemerkt. "Hatte dir die Ohrfeige gestern nicht gereicht?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Ein wenig überrascht war Phil ja doch als die Blonde vor ihm eine Szene riss. Irgendwie machte es ihn an.. "Süß wie du dich aufregen kannst. Hätte ich nicht von dir erwartet." Er zwinkerte ihr zu und musterte sie zugleich. "Wer weiß was noch alles in die steckt."
      Doch er wusste das sie nicht ohne war, das Hallen der Ohrfeige war noch immer zu hören und deutlich auf seiner Wange zu spüren. "Faustig hinter den Ohren hast du es ja das stimmt wohl und wenn ich ehrlich sein darf finde ich das verdammt sexy."
      Er lächelte sie nun verschmitzt an und kam ihr ein wenig näher. Er beugte sich zu ihr und hacuhte ihr ins Ohr. "Ich glaube aber dennnoch nicht das du hier irgendetwas riskieren würdest.. Denn das schadet deinem Zeugnis und meinem auch. Und für Aufsehen wollen wir hier auch nicht unbedingt sorgen auch wenn du dich so vor deinen Freunden verhälst."
      Phil löste sich wieder von ihr und wich ein paar Schritte weg. "Man sieht sich." Er zwinkerte ihr zu machte sich gezwungenermaßen auf zum Unterricht.

      Selbst der Professor war überrascht als er die Anwesenheitsliste aufsagte und Phils Name fiel und sich jemand meldete.
      Das war nicht wirklich üblich das er zur Uni kam. Wenn es hochkommt ist er einmal die Woche dort. Die restlichen Tage schlief er seinen Rausch aus oder gammelte am Schrottplatz herum.
      Er liebte dieses Leben einfach und wollte es nicht hergeben. Nicht einmal wenn sein Vater den Geldhahn zudrehen würde. Aber da er eh nichts von dem wahren Leben seines Sohnes weiß, brauchte dieser auch keine Angst haben und kann weiter machen wie bisher.
      Sein Vater soll leiden.. Einfach nur leiden. Ob er ihn hasste.. dass wusste er selbst nicht so ganz, aber er hasste ihn dafür das er ihn hier hinein gesteckt hatte, damit er das perfekte Leben führte welches sein Vater vorlebte.
      Doch heute war dieser den ganzen Tag zu Hause und somit war Phil gezwungen den kompletten Tag auf der Uni zu verbringen. Seine Clique schrieben ihn während der Stunden immer wieder WhatsApp Nachrichten oder schickten ihn Bilder. Er seufzte vor sich hin, denn er wäre zu gerne auch dabei gewesen.. ´Nur noch ein paar Stunden´
      Fast wäre er eingeschlafen, er spürte wie seine Augen schwerer wurden. Die Nacht war doch ein wenig zu kurz, aber er durfte jetzt keine Schwäche zeigen. Was wenn "Blondie" wieder aufkreuzte und sich über ihn lustig machte. Darauf hatte er keine Lust er musste ihr doch die Stirn bieten.
      Er raffte sich auf und versuchte sogar ein paar Notizen zu machen. Selbst der Professor war erstaunt, das er sogar ein paar richtige Antworten von sich gab wo er aufgerufen wurde.
      Nach der Stunde kam er sogar persönlich zu Phil um ihn zu sprechen. "Ich bin erstaunt das Sie heute so eine Motivation an den Tag gelegt haben. Ich hoffe für Sie das es so bleibt." "Keine Sorge das wird nicht zur Gewohnheit für Sie werden."
      Phil packte seine Sachen in die Tasche. "Schade. Ich freue mich dennoch Sie morgen wieder begrüßen zu drüfen."
      Phil zuckte mit den Schultern und verschwand aus der Klasse.

      An seinem Spind angekommen legte er die Bücher und Unterlagen weg und nun kam die Stunde in der er wieder auf Blondie stieß.
    • Tessa

      Sie war wirklicht entsetzt, dass dieser Mann es wagte so mit ihr zu sprechen, nachdem er sie eigentlich dumm von der Seite angemacht hatte. Ging er hier etwa wirklich zur Uni?! Warum hatte es Tessa nie gewusst und warum hatte sie ihn hier nie gesehen gehabt? Merkwürdig, das musste ein schlechter scherz sein, definitiv, anders konnte sie es sich einfach nicht erklären! Er war ihr wieder näher gekommen, die Blondine hob eine ihrer Augenbrauen und kreuzte die Arme vor der Brust, er sollte es bloß wagen sie anzufassen, dann würde sie es ihm schon zeigen, wie Faust dick sie es hinter den Ohren hatte, kastrieren würde sie ihn und das hier an Ort und Stelle. Sie schnaubte belustigt. "Arschloch!", rief sie ihm definitiv nach und wenn Tessa ehrlich war, dann hätte sie auch kein Problem damit gehabt aufzufallen, dem Mann gleich hier vor der versammelten Mannschaft wieder eine Ohrfeige zu verpassen, sie war erwachsen, das hier war eine Erwachsenenbildung, hier interessierte es ganz sicher niemanden, was sie in der vorlesungsfreien Zeit tat. Seinem Zeugnis schaden? Um ehrlich zu sein interessierte es sie nicht im Geringsten, stattdessen verdrehte Tessa kopfschüttelnd ihre Augen, als sich der Mann auch wieder von ihr abwandte, bevor sie sich ihrer Kommilitonin zu widmete. "Lass uns gehen", schlug sie vor, bevor diese nickte und die beiden Frauen in Richtung der Bibliothek verschwanden.

      "Was war das denn?", fragte die Brünette an Tessas Seite, kaum hatten sich die beiden an einem der Tische hin gesetzt, um das Projekt weiter zu machen, welches sie abgeben mussten. "Keine Ahnung.. Dieser Vollidiot.. Hat mich gestern auf einer Party angebaggert und hatte gedacht, ich würde gleich freiwillig mein Höschen ausziehen, um mit ihm ins Bett zu steigen". Tessa schüttelte den Kopf. "Ich habe ihm eine Ohrfeige verpasst und später hatte er sich auf offener Straße an Stella ran gemacht.. Ein Vollidiot einfach". Ihre Freundin seufzte kurz. "Davon gibt es hier wohl mehrere", stellte sie fest, bevor sie sich beide daran machten das Projekt weiter zu machen.
      Eine gute Stunde arbeiteten die beiden Frauen daran, dann war es auch schon Zeit für die nächste Vorlesung, jedenfalls für die Brünette, Tessa hatte für heute keine Uni mehr, sie musste nachher nur bei der späten Spätschicht erscheinen, aber zunächst wollte sie ihre Sachen weg bringen, ihren Spind damit füllen und ihre anderen Sachen raus nehmen. Da erblickte sie ihn und ihr Körper spannte sich automatisch an.. Tessa sagte kein Wort, sie hob ihren Kopf stolz an, er würde ihr nicht noch den restlichen Tag kaputt machen, bevor sie sich ihrem Spind zu widmete, der nicht weit des seinen war. Sie öffnete den Spind, packte ihre Bücher ordentlich ein, bevor sie nach ihrem Rucksack aus dem Spind griff, um die Sachen rein zu legen, die sie nachher zum Lernen brauchte.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Nur kurz wollte er sie anblicken, ganz kurz.. Doch aus irgendeinem Grund starrte er das Mädchen förmlich an. Was hatte sie nur an sich was ihn so verrückt nach ihr machte? War es ihre schlagfertige Art oder war sie einfach nur so unnahbar für ihn?
      Er wusste es nicht.. doch er wollte mehr aus ihr herauskitzeln.. mehr als sie warscheinlich von ihm haben wollte.
      Er spürte das sie ihn kurz ansach, aber sie tat so als wäre er Luft für sie. Phil fand das eher amüsant und schlug seinen Spind zu und kam auf sie zu. Er lehnte sich an den Spind direkt neben ihren und sah sie wieder an.
      "Du kommst nicht mehr los von mir hm? So ein Glück aber auch ich auch nicht von dir. Wir sind wie plus und minus die sich immer und immer wieder anziehen." Er zwinkerte ihr zu. "Ich weiß das du denkst das ich ein Arschloch bin, aber hey welcher Kerl ist das nicht. Aber wegen letzter Nacht ich verspreche dir von ganzem Herzen das ich deiner Freundin nichts angetan habe. Ich habe sie gerettet vor den Pennern die Nachts in den Straßen umherlaufen. Ich sage die Wahrheit und ich habe keinen Grund gehabt eine wildfremde Frau auf öffentlicher Straße anzufassen. Ich mag dir gegenüber zwar echt aufdringlich gewesen zu sein, das waren wohl die Drogen und der Alkohol, aber he ich kann auch ganz nett sein. Also gib mir bitte die Chance es dir zu beweisen.. Nur das eine Mal."
      Natürlich war es ihm nicht wirklich ernst.. Er wollte dieses Mädchen genau so benutzen wie die anderen davor auch, aber sie war besonders, das machte die Sache für ihn nicht gerade einfach.
      "Hier.. Ich lasse dir meine Nummer da. Überleg es dir ok? Ich warte auf ne Nachricht von dir."
      Er drückte ihr einen Zettel in die Hand und verschwand daraufhin wieder in die nächste Unterrichtsstunde.
      Der Tag zog sich.. Und Phil bereute es zunehmendst hier seine Zeit vergeutet zu haben.. Endlich kam der erlösende Ton und die Uni war für heute aus. Phil schnappte sich sein Handy um direkt zu schauen ob sie geschrieben hatte, doch es war so klar das sie es nicht tat. Wohlmöglich hatte sie seine Nummer eh in den nächsten Papierkorb geworfen.. Seufzend machte er sich schnellen Fußes weg von diesem Gefängnis, ab in die Freiheit.
      "Da ist er ja!!!" Das rothaarige Mädchen kam gleich auf den schwarzhaarigen zugerannt und umarmte ihn. "Wow das nenne ich mal ne Begrüßung." "Der Tag war ja ellenlang ohne dich. Los die anderen Warten schon." Sie zog Phil am Handgelenk mit zu den anderen ins Auto und schon ging der normale Wahnsinn weiter.
    • Tessa

      Einfach nicht hin gucken und förmlich ignorieren, das wiederholte sich Tessa mehrmals in ihrem Kopf, aber sie merkte relativ schnell, dass sie angesehen wurde. Was hatte dieser Mann für ein Problem? Er sollte sie einfach in Ruhe lassen und für immer aus ihrem Leben verschwinden, so wie es bisher der Fall war, warum hing er jetzt wie eine Klette an ihrem Hintern? Verdammt, kaum war sein Spind geschlossen, schon kam er auf sie zu, um mit ihr zu sprechen, er sollte doch einfach die Klappe halten, aber statt etwas zu sagen räumte Tessa ihren Spind ein. Sie sollten sich anziehen, wie plus und minus, da hätte sie fast schon gelacht, aber nur fast, stattdessen schüttelte sie sachte den Kopf, bis er davon sprach, dass er Stella nichts antun wollte. Tessa blickte zu ihm, musterte ihn kurz, während er aber zugab, dass er ihr selbst gegenüber ziemlich aufdringlich gewesen ist. Aufdringlich klang noch viel zu nett, aber gut, er sah es ein und schob es auf die Drogen und den Alkohol. Tessa schnaubte belustigt, ehe sie ihren Kopf wieder schüttelte und den Spind zu knallte. Jetzt sollte sie ihm noch eine Chance geben sich zu beweisen. "Vergiss es", murmelte sie und schüttelte mehrmals den Kopf. "Nicht einmal, wenn du der letzte Mann auf der Erde sein solltest, lieber sterbe ich!".
      Was dachte er sich, wer er war? Er dachte sich scheinbar einiges, denn er drückte der Blondine seine Nummer in der Hand, bevor er wieder verschwand. Er konnte es vergessen, wirklich! Nicht, nach den Auftritten, die er hatte. Die Nummer wurde in die Hosentasche gestopft, bevor sich Tessa auf zu ihrer Arbeit machte. Sie war wütend, sehr wütend, aber sie fuhr dennoch mit dem Auto, parkte auf dem großen Parkplatz des Krankenhauses, um geradewegs in die Umkleide zu gehen. Er konnte es vergessen, niemals im Leben, lieber würde sich die Blondine Zähne ohne Betäubung ziehen lassen..
      In ihrer grauen Hose und dem roten Kasack machte sie sich lieber auf in die Notaufnahme, in welcher sie heute Spätschicht hatte, was man nicht alles tat, um Geld für seinen Unterhalt zu verdienen.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Nichts.. Rein gar nichts war auf dem Display von seinem Handy zu sehen. "Ich wusste es..", murmelte der junge Mann vor sich hin. Er hatte sich auf die Mauer des Schrottplatzes gesetzt und lies seine Beine baumeln und starrte förmlich auf sein Handy.
      Nach der ganzen Aktion sollte ihm klar gewesen sein das sie kein Interesse an ihm hatte und ihre Aussage in der Schule war ja wohl eindeutig. Doch warum spukte sie ihm im Kopf umher? Fragen über Fragen, doch keine Antwort weit und breit zu finden.
      Seufzend zündete er sich eine Zigarette an und dann kam ein Kumpel von ihm und stellte ihn ein Bier hin. "Darf ich?" Phil zuckte mit den Schultern. "Sag mal ist alles In Ordnung mit dir? Du wirkst heute nicht so glücklich. So kennt man dich gar nicht." "Es gibt eben auch solche tage", zischte er ihn an. "WoW chill Mann! Ich war nur höflich. Hier trink nen Bier villeicht kommst du dann wieder in Stimmung."
      Sein Kumpel sprang wieder von der Mauer hinunter und lies ihn zurück und ging zu den anderen. Von der Ferne konnte er sehen das sie ein Lagerfeuer gemacht haben und ausgiebig zur Musik tanzten. Phil öffnete sein Bier mit der Zigarette im Mund und trank einen großen Schluck davon. Auch Isa, das rothaarige Mädchen kam zu ihm und setzte sich neben ihn hin. "Ich hab dir noch ein wenig Nachschub mitgebracht. Du wirst wohl heute nicht freiwillig hier herunter kommen oder?" Er schwieg sie an. "Das nehme ich als ein nein an."
      Isa lies ihm ein paar Bierchen da und verschwand daraufhin wieder.
      Phil ertrank seinen Kummer im Bier und irgendwann wusste er nicht mehr wie viel er getrunken hatte. Es wurde langsam kühler und er sah die anderen auch schon aufbrechen. "HE wartet.. doch.." Er wollte seinen Rucksack schnappten, taschte aber immer wieder daneben und dann wollte er von der Mauer hüpfen.. doch ihm wurde ganz schön schwummrig. Die Mauer war plötzlich gar nicht mehr so klein wie es in Wirklichkeit war. Phil versuchte sich abzustützen mit der Hand doch rutschte blöd ab und landete dann auf seinem Arm auf den harten Betonboden. "FUCK!" Hörte man ihn rufen. Die anderen eielten zu ihm hin und er krümmte sich vor Schmerz und musste sich anschließend noch übergeben. "Phil!" "Wir müssen ihn ins Krankenhaus bringen!" "Schnell!" Doch alle schauten sich an, denn jeder von ihnen hatte getrunken. "Mist.. Was machen wir nur?" Phil übergab sich weiter und hielt seinen rechten Arm fest. "Wir hätten ihn nicht alleine lassen sollen." Alle sahen sich schuldig an, doch dann erreichte Isa ihren großen Bruder, der in einigen Minuten bei der Gruppe war.
      Sie schnappte ihn und trugen ihn ins Auto, eine Tüte hielt Isa ihm vor dem Mund.
      Sie machten sich zu dritt auf ins Krankenhaus und der Bruder von Isa fuhr zur Notaufnahme. "Schnell eine Liege!" Zwei Sanitäter kamen mit einer Liege und Phil legte sich vorsichtig darauf. "Er ist alkoholisiert und sein Arm scheint gebrochen zu sein. Mehr weiß ich leider auch nicht."
      Isa sah betrübt zu dem vor sich hin stöhnenden und murmelnden Phil. "Wir werden ihn mitrein nehmen und uns um ihn kümmern." Ihr Burder gab den Sanitätern noch den Rucksack mit. Isa sah ihn nur betrübt hinterher. "Ich hoffe es ist nichts Ernsteres."

      Phil wurde in die Notaufnahme gefahren und ihm wurde sofort ein Tropf angelegt. Er wurde dann zum Röntgen mitgenommen und tatsächlich war sein Arm nur leicht angestaucht. "Keine Sorge gleich wird jemand kommen und sie versorgen."
      Phil war immer noch schwummrig und ihm fielen die Augen immer wieder zu. Das war das erste Mal seit langen das er so abgestürzt ist wie heute..
    • Tessa

      Sie hasste die Spätdienste und das nicht nur, weil sie so lange gingen, sondern auch, weil die meisten betrunkenen Jugendlichen in genau dieser Zeit auskreuzten, nicht erst spät in der Nacht, nein, sie waren in der Regel am frühen Abend schon viel zu voll und mussten in die Notaufnahme geschickt werden, weil sie sich die Seele aus dem Leib kotzten. Leider war heute irgendetwas besonderes, denn Tessa hatte schon den vierten Jugendlichen versorgt, ihm einen Tropf angehangen und sich darum gekümmert, dass er nicht die komplette Notaufnahme zusammen kotzt. Es gab nach einiger Zeit auch eine Pause, auch wenn der Blondine der Appetit aufgrund von den ganzen Gerüchen vergangen war. Sie setzte sich dennoch mit einem Kaffee in die Küche, lehnte sich etwas zurück und schloss für einen Moment die Augen, um sich auszuruhen. Der Tag war anstrengend gewesen, die Nacht sehr kurz und ebenfalls anstrengend und noch dazu hatte sie der Kerl echt nicht in Ruhe lassen wollen. Er glaubte ja wirklich, dass sie irgendwann irgendetwas von ihm wollen könnte, da hatte er sich geschnitten, er hatte ihr genug ihrer Zeit schon verdorben.
      Es klopfte an der Küche, die Tür ging auf und Tessa öffnete ihre Augen, um einen der Ärzte zu erblicken, der sie schon schuldbewusst ansah, es gab also Arbeit. "Hey, ich muss auf die Intensiv.. Kannst du in der Drei bitte einen Verband für den Halt machen und die Intoxikation in den Griff kriegen? Wie immer.. Ich geb dir die freie Hand! Du bist die Beste, danke!". Und schon war der junge Assistenzarzt aus der Tür und verschwand. Die Blondine seufzte, sie kippte sich ihren Kaffee runter, stellte die Tasse in die Spüle und verschwand wieder aus dem Sozialraum, um sich in den Raum mit der Nummer drei zu bewegen. Auf dem Weg nahm sie aus der Kammer alles für einen Verband mit, seufzte, kaum hatte sie den Raum betreten, in dem die Alkoholleiche lag. "Ich mache Ihnen gleich einen Verband", sie legte die Sachen auf der Ablage ab, die sie mitgebracht hatte, hatte noch nicht zu dem Patienten gesehen, sich aber die Unterlagen geschnappt, um sich auf den Hocker mit Rollen zu setzen. "Ist Ihnen übel? Muss ich Angst haben, dass sie mich gleich ankotzen werden?". Tessa rollte zu dem Patienten, um aufzusehen und fest zu stellen, dass es der Kerl war, den sie definitiv nicht sehen wollte. Die Kladde mit den Unterlagen fiel ihr fast aus den Händen, während ihr Blutdruck stieg sie war wütend. "Du schon wieder", murmelte sie und seufzte, verdammt, machte er es absichtlich? "Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass du meinen Korb wohl nicht gut vertragen hattest". Sie konnte nicht ein Arsch sein und ihn einfach hier liegen lassen, oder? Wollte sie dieser Arsch sein? In einem anderen Leben vielleicht.. Tessa seufzte. "Ich gebe dir was für den Kater und den Absturz.. Dann gucke ich mir gleich deinen Arm an". Sie rollte zu den Schränken mit den Medikamenten, um sich einige Ampullen raus zu nehmen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Ihm drehte sich der Kopf und er war zu schwach um überhaupt aufstehen zu können. Dieses Mal hatte er es wirklich übertrieben und das obwohl er es nicht wollte. Doch sein Kopf platzte fast von Gedanken an sie. Es machte ihn einfach kirre das sie sich nichtt bei ihm gemeldet hatte, aber wieso sollte sie das auch tun. Phil hatte es einfach versaut und das obwohl sie ihm doch recht gut gefiel.
      Nun lag er da jämmerlich anzusehen, mit schmerzverzertem Gesicht wartete der junge Mann auf die Schwester die ihn versorgen sollte.
      Mit seiner linken Hand griff er zu seinem gebrellten Arm um ihn etwas zu stützen da es ihm viel zu sehr wehgetan hatte.
      "hmmmhmm..", grummelte er vor sich hin. Die Übelkeit wurde zwar schon deutlich besser, aber eine Alkohlvergiftung war nicht das was er mit all dem erreichen wollte.
      Die Tür öffnete sich und die Schwester trat in den Raum. Sein Kopf war zur Seite gedreht und er lauschte nur mehr oder weniger ihrer Stimme, die im verdächtig bekannt vorkam.
      Zu seinem Erstaunen waren seine Gedanken doch nicht verkehrt, als sie ihn ansprach. Er sah sie einfach nur an ohne einen Spruch zu drücken oder ihr etwas an den Kopf zu werfen, wo er sowieso nur Konter bekam. Nein sein Blick war leer und er folgte ihr nur mit den Augen.
      Die Medizin wurde bereit gestellt und Phil versuchte sich etwas aufzusetzten. Doch es fiel ihm schwer und es wurde ihm schwarz vor Augen für einen Moment. Er hielt sich den Kopf als er auf dem Bett sahs und griff dann zu der Tablette um sie sich in den Mund zu stecken. Anschließend spülte er sie mit Wasser hinunter und lies sich dann wieder auf das Kissen fallen.
      Er ringte nach Worten, denn eigentlich fehlte ihm jegliche Kraft für irgendein Gespärch, doch er konnte auch nicht stillschweigend hier liegen und sie ignorieren.. Das würde die Sache keinesfalls besser machen, aber er sah eh keine Chance bei ihr, egal was er tat es war falsch.
      "Der Grund warum ich hier liege bist du ja. Nur weil ich Idiot ernsthaft glaubte du würdest dich bei mir melden. Wie dumm konnte ich auch nur sein." Phil sah ihr dabei dirket in die Augen, lies aber dann wieder von ihr ab, da er leicht Rot wurde. Es wäre wohl das Beste sie aus seinem Leben zu streichen.. Sie zu ignorieren wo es nur ging.. Das hieß weiterhin die Uni schwänzen.. Aber das würde sein Vater eines Tages herausfinden und dann würde er den ganzen Luxus in dem er lebte nicht mehr genießen können.
      Er würde ihre Anwesenheit heute das letzte Mal genießen und sie dann ziehen lassen, da sie nun wirklich kein Interesse an ihm hatte. Wozu sollte er sich noch Mühe geben?
    • Tessa

      Es hätte ihr klar sein sollen, dass sie ihn früher, oder später in der Notaufnahme betreuen wird, aber sie dachte nicht, dass sie ihn am selben Tag gleich zum vierten Mal trifft.. Was hatte das Schicksal mit ihr vor und was wollte es ihr sagen? Jetzt Mal im Ernst, hatte sie schlechtes Karma gesammelt und nun wurde sie bestraft? Oder sollte es eine Art Prüfung sein, die sie bestehen musste? Was es auch immer war, es nervte die Frau wirklich, aber gut, sie würde jetzt nicht so sein und würde vor allem jetzt nicht sehr fies werden, auch wenn sie es könnte, sie war nicht so wie er...
      Tessa hatte sich Ampullen raus gezogen, hatte etwas gegen die Übelkeit und etwas gegen mögliches Erbrechen aufgezogen, um es in die laufende Infusion rein zu packen, sie noch nicht durch war. Es kamen auch ein wenig Vitamine rein, die sie rein machen konnte, bevor sie mit dem Hocker wieder zu dem Mann auf der Liege rutschte, um ihm eine Schmerztablette zu reichen, mit gleich einem Glas Wasser. Er war ein Wrack, ein alkoholisierter Wrack, was man riechen konnte, aber gut, was soll's, jeder übertrieb mal.. Irgendwie tat er ihr Leid, vor allem mit dem Versuch sich aufzusetzen, Tessa stützte ihn ein wenig am Rücken, bevor er sich wieder hin legte und vorerst nicht mit ihr sprach, vorerst jedenfalls.. Denn während sie ein paar Sachen in den Unterlagen aufschrieb erhob er ein Mal das Wort, um ihr zu verraten, dass sie wirklich der Grund dafür war, warum er hier lag. Die Blondine blickte ein wenig überrascht auf, musterte ihn, sie glaubte es ihm nicht.. nein.. Sollte es Mitleid erregen, oder was wollte er damit erreichen?
      Ein wenig schüttelte Tessa den Kopf und musste schmunzeln. "Du gehst es falsch an", verriet sie ihm, während sie die Werte vom Monitor aufschrieb. "Du denkst, dir gehört die Welt, du brauchst nur mit den Fingern zu schnipsen und schon gehören sie dir alle.. Ich stehe nicht auf billige Sprüche, auf Männer, die ihre Finger nicht bei sich lassen können". Er war doch sowieso betrunken, am Ende würde es sich vermutlich nicht mehr erinnern. "Das ist einfach ekelig und ohne Anstand.. Warum sollte ich mich bei dir melden, wenn ich nicht an einem Proleten interessiert bin?". Sie musterte ihn kurz, legte die Kladde auf ihrem Schoss ab. Einen Moment lang schwieg Tessa, bevor sie etwas das Gesicht seufzend verzog. "Dabei wärst du sogar vom Aussehen her mein Typ". Ihre Schultern zuckten. "Aber Aussehen ist leider nicht alles", das Thema sollten sie schnellstens weiter vermeiden. "Wie geht es dir denn? Was hast du mit dem Arm angestellt?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Phil

      Genervt sah er zu ihr. Bei anderen funktionierte seine Anmache doch immer, warum ausgerechnet bei ihr nicht? Wieso fiel sie nicht auf den gutaussehenden jungen Mann rein? Schnell legte sie ihren Standpunkt klar un deutlich nieder. Doch Phil wollte nicht aufgeben, er wollte sie.
      Ihre Worte trafen ihn schon etwas und das sah man ihm deutlich an. Wie oft wollte sie es ihm noch sagen. Er hatte schon verstanden das sie von seinem Auftreten eher angewiedert war und das er ausgerechnet heute noch hier lag und von ihr behandelt wurde. Das sie eine Krankenschwester war fande er schon sexy.. Er biss sich auf seine Lippe und versuchte gar nicht mehr richtig hinzusehen, denn haben konnte er die junge Frau nicht.
      "Wie soll es mir schon gehen?" Wütend sah er ihr direkt in die Augen. Was dachte sie eigentlich wer sie war?
      "Ich bin wohl auch zu doof zum springen und über meine linken Füße gefallen." Er konnte es sich nicht verkneifen sarkastisch zu klingen, sie wollte es doch so. Verdammt sie sollte aufhören ihn so anzusehen als würde sie ihn gleich zerfleischen wollen. Sie sollte ihn anders ansehen...
      Phil konnte nicht länger liegen bleiben und richtete sich im Bett auf und setzte sich an den Rand, doch das keine so gute Idee, denn es drehte sich alles nur noch schlimmer. Er hielt sich seinen Kopf doch murmelte etwas vor sich hin. "Wenn ich doch so scheiße bin, sag mir was ich tun kann um dir zu gefallen?"
      Er sah ihr in ihre braunen Augen und und sein Blick wirkte irgendwie zerblich.