ѕσℓ ❦ Forbidden ❦ [Uki & Saki]

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    • ѕσℓ ❦ Forbidden ❦ [Uki & Saki]

      Vorstellung zu "Forbidden [Uki & Saki]"

      @Ukizilla


      Der Tag war schön. Der Himmel klar und strahlend blau. So ganz anders, als es zu der Stimmung auf dem Friedhof passen sollte. Die Familie, ebenso wie Freunde und Arbeitskollegen waren dort. Alle gekleidet in schwarz, ebenso wie das brünette Mädchen, welches in einem schwarzen Kleid vor dem Grab ihres Vaters stand. Ihre Hände ineinander gelegt starrte sie mit trüben Blick auf den Grabstein, welcher das frische Bouquet von verschiedenen Blumen auf der frisch aufgeschaufelten Erde zierte. In geschwungener Schrift der Name ihres Vaters und das Datum eingemeißelt. Darunter ein kleines Zitat, welches sie sich für ihn gewünscht hatte.


      Noch immer konnte das brünette Mädchen nicht glauben, dass er fort war. Sie hatte immer noch im Kopf, wie er sich von ihr verabschiedet hatte und ihr versicherte, in 15 Minuten wieder zuhause zu sein. Nur fürs Abendbrot einkaufen wollte er. Wäre sie nur gegangen, so wie sie es vorgehabt hatte, anstatt mit ihrer Freundin nach Hause zu kommen.
      Sie schloss die Augen und atmete die kalte Luft ein, während sie sich langsam in die Hocke begab und eines der roten Blütenblätter der Blumen zwischen die Finger nahm. Wie hatte ihr Vater die Blumen gemocht. Zwar hatten sie in der Wohnung keinen Garten und dennoch war der gesamte Balkon voll mit den verschiedensten Arten. Wenn er sich nicht um die Blumen oder seine Tochter gekümmert hatte, dann saß er im Wohnzimmer auf dem Sofa und spielte auf seiner Gitarre die schönsten Melodien, wie Kira immer wieder fand. Ein seichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie an ihren Vater dachte, doch auch die heraufkommenden Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten, welche ihr wenig später über die Wangen liefen.

      Doch da hörte die Braunhaarige die Stimme ihrer Mutter, bei welcher sie ab nun an wohnen sollte. Bei ihr und bei ihren Bruder. Doch... für sie waren es Fremde. Fremde, zu denen sie geschickt wurde, weil sie noch nicht in dem Alter war alleine wohnen zu dürfen. Erst in gut einem halben Jahr hatte sie die Möglichkeit dazu doch auch da wurde es schwer. Noch ging sie zur Schule, wollte ihren Abschluss haben und musste sich dann eine Arbeit suchen. Mit Sicherheit würde sie noch länger bei ihnen bleiben müssen, bis sie raus geworfen wurde und das würde sicher nicht all zu lange dauern, so konnte Saya es sich jedenfalls denken. Ein leises Seufzen entwich ihr, ehe sie sich mit der Hand die Tränen aus ihrem Gesicht wischte und sich aus ihrer Hocke erhob, um zu ihrer Mutter, ihrem Bruder und den anderen Trauergästen zu gehen, welche sich in eine kleinen Gruppe zusammen gerottet hatten und über ihren Vater sprachen.
      "Saya, Liebes. Da bist du ja. Du sollst dich doch nicht so von allen abkapseln. Immerhin kanntest du deinen Vater doch besser als wir alle hier." sprach sie mit einem aufgesetzten Lächeln, welches sie sehr gut halten konnte und doch wusste Saya, dass es nicht echt war. Sie wollte hier schnell weg und war nur anwesend, weil es sich so gehörte, auch wenn sie die Ex-Frau wäre. "Wärst du nicht abgehauen, dann wüsstest du auch genug." murmelte die Braunhaarige und wandte den Blick ab, doch den beinahe todbringenden Blick ihrer Mutter spürte sie gut auf sich. Sie konnte sie nicht leiden, ebenso wenig wie Saya sie leiden konnte, doch musste sie aushalten, solang sie konnte. In ein Heim wollte sie nicht. "Alles was ich wusste hab ich bereits bei der Trauerrede gesagt... Die anderen Dinge sind privat und ich möchte sie für mich behalten." fügte sie schließlich hinzu und schlang ihre Arme etwas um sich, da der Winterwind doch mehr als kalt war und ihr Mantel nicht gerade der dickste war.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Noch immer wusste Naoki nicht was er davon halten sollte. Dieser Mann war immerhin sein Vater gewesen und doch konnte sich Naoki nicht daran erinnern, dass er überhaupt jemals mit im unter einem Dach gelebt hatte. Auch nach der Trennung hatte sich dieser Mann nie um ihn gekümmert oder auch nur einmal nachgefragt wie es ihm ging. Auch wenn er es nie jemanden gesagt hatte, so hatte es ihn immer geschmerzt und das Gefühl gegeben weggeworfen worden zu sein und einfach nicht so wichtig und geliebt wie Saya. Dieses Mädchen war also seine kleine Schwester von der seine Mutter ihm erzählt hatte, wobei dies eigentlich zu viel des Guten war. Erzählt hatte sie ihm nie. Immer wieder hatte sie abgeblockt bei dem Thema und irgendwann mit den Jahren hatte er aufgehört zu fragen. Und da sie wohl auch nie Interesse an ihrem Bruder oder ihrer Mutter gehabt hatte, hatte er es eigentlich aus seinem Leben gestrichen. Der Mann, den seine Mutter danach geheiratet hatte, war immerhin immer gut zu ihm gewesen und wenn man Naoki fragte, so war dieser Mann sein Vater gewesen, denn er hatte ihn geliebt wie eine und diese Liebe hatte auf Gegenseitigkeit beruht, doch auch er war viel zu früh gestorben. Naoki sah an sich herunter und sah den schwarzen Anzug und ihm entwich ein leises Seufzen. Man erwartete scheinbar wirklich von ihm, dass er was fühlte und auch einige Worte sagte, doch er fühlte nichts und hatte auch keine Worte übrig.
      Ohne es zu merken hatte er die ganze Zeit Saya angestarrt und brachte nur ein Seufzen hervor. Wieso war sie nur gut genug gewesen bei ihrem Vater zu bleiben und er hatte nichts von ihm? Naoki merkte wie Wut in ihm aufstieg und dementsprechend finster war sein Blick in Sayas Richtung. "Und die soll nun bei uns wohnen?", murmelte er zu sich.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Saya fühlte sich alles andere als wohl hier und das lieg nicht daran, weil sie lieber mit ihrem Vater Zuhause auf dem Sofa sitzen würde, als hier auf dessen Beerdigung zu sein. Das leise Schnauben ihrer Mutter hörte sie gut, bevor diese sich wieder zu den Gästen wandte und sich für ihre Tochter entschuldigte, während Saya auch gleichzeitig den giftigen Blick des Sohnes ihrer Mutter und somit ihrem Bruder auf sich spürte. Keiner von ihnen wollte sie haben, doch würde es sicher ihrem Ruf schaden, wenn sie das eigene Kind nicht aufnahm.
      Saya zog die Schultern etwas nach oben und ging ein paar Schritte, um sich von der Gruppe und dem anderen Teil ihrer fanilie abzukoppeln, bevor sie sich wieder vor dem Grabstein ihres Vater fand und zu diesem blickte. Zu den gesteckten, welche fein säuberlich angerichtet waren und der Inschrift, die eingemeiselt wurde, machdem Saya sich dazu durchsetzen konnte, um keinen Standardspruch darauf zu lesen, der keinen Bezug auf ihren Vater hatte. "Ich will einfach nur aufwachen, wenn das ein böser Traum ist, Papa." murmelte sie und biss sich auf ihre Zunge, um die aufkommenden Tränen zu unterdrücken. Dennoch schafften es ein paar von ihnen und flossen ihr Gesicht herunter, während das junge Mädchen diese sogleich wieder aus ihrem Gesicht wischte.
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    • Noch immer lag Naokis Blick auf seiner kleinen Schwester und die Gruppe der Erwachsenen schien nur mit sich selbst beschäftigt zu sein. Eigentlich sollte Naoki seiner Mutter helfen die Leute bei Laune zu halten und doch hatte er grade ganz andere Sorgen und Gedanken. Ja, wieso war sie so viel besser gewesen als er und durfte bei dem Vater bleiben? Doch neben all dem Hass und den unschönen Gefühlen war er auch neugierig. Er war kein Einzelkind und vielleicht war sie doch nicht so schlecht wie er dachte. Der Braunhaarige war froh, dass er etwas abseits stand und es deshalb nicht auffiel, dass er dem Gespräch gar nicht lauschte. Sie ging zum Grab und wenig später sah er Tränen fließen. Erst jetzt machte er sich wirklich Gedanken um sie oder eher verstand er wie sie sich fühlte. Ihr Vater war immerhin ihre einzige Familie gewesen und wenn man so einen Menschen verlor, dann litt man nun mal. Der junge Mann beschloss zu Saya zu gehen und leise stellte er sich zu ihr und hielt ihr ein Taschentuch hin. Er hatte so viele Fragen und doch traute er sich nicht diese auszusprechen, nicht hier vor dem Grab dieses Mannes. "Du solltest lieber kommen, sonst wird Mutter böse und immerhin kanntest du ihn."
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Innerlich verfluchte Saya sich, dass sie nicht darauf bestanden hatte schnell mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Es wäre ja nicht das erste mal gewesen, dass ihre Freundin und ihr Vater zuhause waren, während sie selbst unterwegs war. Und sicherlich hätten sie einfach nur wieder zusammen angefangen zu kochen, aber jetzt... Sie gab sich die Schuld daran. Immerhin hätte sie einkaufen gehen sollen und tat es nicht. Das erste mal, dass es so fatal endete, weil sie etwas vergessen hatte. Die Braunhaarige biss sich etwas fester auf die Zunge, ihre Hände leicht in den Saum ihres Kleides gekrallt, ehe sie perplex auf das Taschentuch sah, welches ihr vor das Gesicht gehalten wurde und sie mit dem Blick dessen Herkunft folgte. In das Gesicht ihres Bruders sehend, welchen sie nur von alten Bildern kannte, die ihr Vater in den Alben behalten hatte, schwieg sie etwas, bevor sie den Blick selbst etwas abwandte und mit einem dankenden Nicken das Taschentuch an sich nahm, um ihre restlichen Tränen aus dem Gesicht zu wischen. "....Sie... kommt allein schon klar. Ich möchte die Vermutungen und Lügen der anderen nicht hören." gab sie leise von sich, damit man das leichte Zittern in ihrer Stimme nicht zu deutlich hören konnte. Sie würde sich darüber nur aufregen, wenn sie die Worte der anderen klarstellen müsste und das wollte sie nicht. Nicht hier und vorallem nicht jetzt. Sollten sie alle doch denken was sie wollten, immerhin war Saya die jenige - wir ihr Bruder schon sagte - die ihn am besten kannte. "......Und du bist also Naoki?" fragte sie schließlich und sah ihrem Bruder ins Gesicht. Er.... hatte einiges von ihrem Vater. Besonders seine Augen und seine Gesichtsform, wie sie erkannte und was ein seichtes Lächeln auf ihre Lippen zeichnete. "....Als als Baby hattest du eindeutig dickere Backen... Wie ein Hamster."
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    • Naoki wusste nicht wohin mit sich und dennoch war es grade angenehm mit Saya zu reden. Er war nicht wirklich ein gemeiner Mensch und mochte es nicht, wenn Menschen litten. Schweigen herrschte einen Moment, ehe ihre gemurmelten Worte kaum an sein Ohr drangen. Selbst mit einer ganz Fremden wäre es in seinen Augen einfacher gewesen nun ins Gespräch zu kommen. Ihr Blick machte es auch nicht leichter. Sie musterte ihn und starrte schon fast und Naoki merkte wie die Hitze in seine Wangen stieg, zumindest bis zu ihrer nächsten Aussage. Seine Augen weiteten sich und er blinzelte einige Male. „Was? Also… das denke ich nicht.“, reagierte er nun gespielt trotzig und beleidigt und grinste dabei. „Heißt es, dass du dich noch an mich erinnern kannst?“, fragte er nun vorsichtig nach und sah freundlich zu ihr rüber.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Saya entging nicht, dass es Naoki wohl sichtlich schwer viel Worte zu finden. Wie sollte es auch einfach sein sich mit jemandem zu unterhalten, den man nicht kannte? Doch als er etwas beleidigt antwortete konnte sie sich ein leises Lachen nicht verkneifen, welches jedoch schnell wieder verstummte und zu einem seichten Lächeln wurde, als er weiter sprach. "....Nein... Nein, erinnern kann ich mich nicht. Ich war wohl noch zu klein." meinte sie und richtete den Blick zu Boden. "Aber... Papa hat mir ein paar Bilder gezeigt, die er noch hatte. Immer, wenn wir auf dem Sofa saßen oder ich einfach nur schlechte Laune hatte oder traurig war." sprach sie und schloss die Augen für einen Moment. "Meistens hat er mir dann davon erzählt, wie er Mama kennengelernt hat... Wie die Jahre verliefen und wie stolz er auf seinen kleinen Jungen war, als er ihn das erste mal gehalten hatte... Aber immer wenn ich ihn danach frage, wieso ihr nicht mehr hier wart, blockte er ab. Er hat sich immer Ausreden einfallen lassen, aber ich konnte deutlich sehen, wie traurig er wurde."
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    • Unweigerlich errötete Naoki leicht als er das Lachen seiner kleinen Schwester vernahm. Sie war wirklich niedlich und irgendwie machte es ihn stolz. „Ja, bei mir nicht anders, wobei Mutter auch keine Bilder mehr von dir oder von Vater hatte und Fragen waren streng verboten.“ Er merkte selbst, dass er wie ein trauriger Hund aussehen musste und dies ausgerechnet jetzt wo es eigentlich ihr so schlecht ging. „Aber das ist nicht wichtig. Wenn es dich nicht stört, dann kannst du mir ja vielleicht mal von ihm erzählen, oder?“, fragte er nun und doch konnte er nicht auf eine Antwort warten, denn ihre Mutter kam an und stand nun hinter den Beiden. „Was treibt ihr euch hier rum? Soll ich mich etwas alleine um die Gäste kümmern?“, fuhr sie beide an, wobei ihr Blick besonders in Sayas Richtung ging. Natürlich blieb sie dabei so leise, dass niemand der anderen Trauergäste sie hören konnte. „Verzeihung.“, kam es sogleich schnellst möglich von Naoki, der sogleich wieder seiner Aufgabe hier nachging und sich mit den Gästen unterhielt. „Mach mir als deiner Mutter keinen Kummer, meine Tochter.“ Auch wenn die Wortwahl freundlich war, so lag ein eisiger Unterton in der Stimme der Älteren.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Mit einem seichten Lächeln auf den Lippen nickte Saya auf die Frage hin, ob sie ihm von ihren Vater erzählen würde. Immerhin hatte er ja auch eine echt darauf zu wissen, wie er war, so wie sie selbst es erleben durfte. Gerade als Saya den mund öffnete, um was zu sagen, sah sie zu ihrer Mutter, welche zu den beiden kam und beide Abfuhr, sodass Saya etwas zusammen zuckte. Als Naoki sich schließlich ebtcöschukdigte und zu den Gästen ging blieb die junge Frau stehen und hörte die freundliche aber bedrohliche Stimme ihrer Mutter. Doch anstatt etwas darauf zu sagen drehte sie den Kopf ein wenig zur Seite und ging schweigend zu den anderen, die arme etwas um ihren Körper geschlungen. Sie konnte deutlich merken, wie ihre Mutter sie nicht haben wollte. Und ihr ging es ähnlich. Am liebsten würde sie auch weiterhin in der Wohnung leben, in welcher sie mit ihrem Vater wohnte, doch da sie keine 18 war, war das nur ein Wunschdenken.
      Schweigend stand sie nun bei den anderen, hörte diesen zu und hatte den Blick weiterhin gesenkt. Sie hoffte einfach, dass es bald vorbei sein würde und.... das alles einfach nur ein Traum wäre. Ein Albtraum aus dem sie einfach aufwachen wollte. Auch wenn Naoki recht nett zu sein schien, so machte ihre Mutter ihr mehr Sorgen.
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    • Zu gerne wäre Naoki geblieben und hätte sich gerne noch mehr mit Saya unterhalten, denn immerhin schien seine kleine Schwester redewillig und er war sehr neugierig. Doch zu gut wusste er, dass es besser war ihrer Mutter Folge zu leisten und auch würde Saya es sicher auch bald wissen. Er gesellte sich zu den Gästen und versuchte der gute Sohn zu sein, den seine Mutter sich wünschte. Sie hatte immerhin auch genug schwere Zeiten hinter sich, so schien es ihm immer und ohne Grund würde sie es nicht abblocken von seinem Vater zu reden. Immer wieder sah er aber zu Saya und seiner Mutter hin und dann nur zu Saya, denn sie schien so verloren. Auf sie warteten auch einige Veränderungen, aber es war nun mal so, dass seine Mutter nicht ihren Job kündigen konnte, nur damit sie auf ihrer alten Schule und in ihrer alten Gegend bleiben konnte.
      Die Trauerfeier neigte sich dem Ende und bald würde es für alle heißen nach Hause zu gehen. Naoki freute sich, denn er würde immerhin endlich aus dem Anzug raus dürfen und in sein Zimmer. Hier immerhin kontrollierte ihn seine Mutter nicht immer und auch hatte sie ihm schon gesagt, dass er sich heute nicht um das Essen kümmern musste. Auch darauf freute er sich, auch weil er noch nicht wusste, dass seine Mutter es ab dem Tag zu der Aufgabe von Saya machen würde. Diese sollte in ihren Augen bloß was tun für das Dach über dem Kopf und ihren Sohn, der so gute Noten hatte, entlasten. Immerhin setzte sie in diesen so viel Hoffnung.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Als die Trauerfeier langsam zu Ende ging und sich die Gäste von den dreien verabschiedeten und erneut ihre Beileidsbekundungen von sich ließen, war Saya die jenige, die nur ein wenig lächelte und zum Abschied winkte. Sie hatte die ganze Zeit über kaum etwas gesagt. Meistens nur, wenn sie direkt angesprochen wurde und dann auch eher wenige Worte. Doch nachdem nur noch Naoki, Saya und ihre Mutter über waren, drehte sich letztere zu den beiden und setzte ein Lächeln auf, welches spürbar Naoki galt. "Dann gehen wir. Dann kannst du dich auch endlich ausruhen. Du bist ja auch schon den ganzen Tag auf den Beinen." sprach sie und ging ein paar Schritte. "Oh, und deine Sachen werden geholt, Saya. Das heißt, morgen hast du deine Klamotten, wobei ich wohl eher ein paar neue besorgen werde." Den letzten Teil sprach sie eher zu sich selbst und ließ auch nicht wirklich versteckt, dass sie es nicht gut fand, wie Saya selbst sich kleidete. In ihrer jetzigen Lage sollte sie sich doch eher so kleiden, wie es sich gehörte.
      Mit einem leise Seufzen schwieg die Braunhaarige, schloss die Augen für einen Moment und folgte den beiden zum Wagen, welcher sie zu ihrem neuen Zuhause brachte, in welchem sie sich sicherlich nie zuhause fühlen würde. Es war immerhin nicht ihre Wohnung, in der sie jeden Abend mit ihrem Vater saß. "...Solang ich meine Gitarre behalten darf." murmelte sie und schlang ihre Arme etwas um ihren Körper.
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    • Endlich neigte sich das Ganze dem Ende und Naoki war sichtlich froh. Für ihn war es ein langer und anstrengender Tag gewesen und immerhin hatte ihn so viele Leute versucht ein Gespräch aufzudrücken über einen Mann, den er ganz und gar nicht kannte. Es war ein seltsames Gefühl. Auch wenn er es vor seiner Mutter nicht hatte sagen wollen, so hatte ihn ein Gefühl der Leere erfüllt, die er nun nie würde füllen können. Sein Plan war es immer gewesen in ein paar Jahren zu dem Mann zu gehen, der ihn einfach im Stich gelassen hatte und diesen zu fragen wieso. Doch nun hatte er keine Chance mehr und würde damit leben müssen diesem Mann wohl lästig gewesen zu sein. Neid stieg wieder in ihm auf als er zu Saya sah. Diese schien wohl viel Liebe von dem Mann erhalten zu haben. "Ja, Mutter. Werde ich machen, denn immerhin ist morgen wieder Schule.", meinte er nur und folgte zum Wagen. Widerworte waren nicht gestattet und er war sichtlich froh, dass er sich auch ausruhen konnte. Über Saya machte er sich in diesem Moment keine Gedanken und da er ihre Klamotten nicht kannte würde seine Mutter vielleicht wohl schon Recht haben. Wer wusste schon wie sie sich sonst so anzog? Er stieg in das Auto und nachdem sie alle eingestiegen waren ging es nach Hause. Es würde sicher nun anders werden mit zwei Frauen zusammenzuwohnen und wenn er ehrlich war machte er sich schon etwas Sorgen wie sich wohl sein Leben verändern würde.
      Don‘t ignore that inner voice.