Die Akademie von Angmar [JP2071 & Mau]

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    • Die Akademie von Angmar [JP2071 & Mau]

      Zu ihrem Glück schien zur Abwechslung die Sonne an diesem Tag, an dem Maylea Dashwood sich auf dem Weg zur Akademie aufmachte. Gut strukturiert, wie immer, überprüfte sie noch einmal ihre Liste, ob auch wirklich nichts fehlte. In ihrer schlichten Wohnung außerhalb der Stadt war Maylea zu Hause. Gemeinsam mit ihrer Mutter und zwei Katzen teilten sie sich eine 3-Zimmer-Wohnung. Mit ihren zwanzig Jahren war Maylea schon recht erwachsen und im Gegensatz zu einigen anderen Mädels viel vernünftiger. Drogen und Alkohol interessierten sie nicht wirklich. Ihre Aufmerksamkeit würde sie nun 5 Jahre lang der Akademie widmen. Mit gepackten Koffer verabschiedete sich die junge Frau vorerst von ihrer Mutter, bis die Winterferien an der Tür klopfen würde. Erst dann wollte Maylea wieder nach Hause kommen. Aber durch die mobile Kommunikation war es ihr auch möglich immer mal wieder per Telefon ihre Mutter anzurufen. Schließlich entfernte sie sich von ihrem vertrauten Heim und begab sich in die U-Bahn. Ein paar Stationen musste sie fahren, ehe sie wieder umsteigen musste und es per Zug weiter ging. Alles klappte reibungslos und ohne besonderen Vorkommnisse. Im Zug nahm sie Platz und holte ein Buch hervor, welches sie den Rest der Strecke vor ihrer Nase hatte. Zwar bemerkte sie die anderen Personen um sich herum, doch nahm sie keinen Augenkontakt zu ihnen auf. Jetzt schon Kontakte knüpfen entsprach nicht ihr Wesen.
      Der Zug hielt und einige von ihnen stiegen aus. Maylea verließ ebenfalls mit ihrem Koffer den Zug und ging einige Schritte, bevor die neuen Studenten per Kutsche abgeholt wurden. Das erste Mal für sie auf einer verzauberten Kutsche. Auf dem Wagen sitzend schaute Maylea sich um und hörte neben sich zwei Studentinnen miteinander reden. Es klang danach als würden sie sich schon etwas länger kennen. Vor dem Tor stoppte der Wagen und es ging per Fuß weiter. Die gesamten Koffer und Taschen wurden in einem Raum gesammelt, bevor sie alle in einem großen Saal gehen sollten. Ihren Koffer hatte sie natürlich verschlossen und mit einem Zauber verstärkt. Sicherlich würde nichts gestohlen werden, aber Maylea vertraute kaum jemanden. Auf dem Weg zum Saal wurde sie angerempelt, was ihre Laune nicht gerade verbesserte. Viele Personen waren in dem großen Raum versammelt. Für ihren Geschmack ein paar zu viele. Nach einer kurzen Einweisung nahmen die neuen Studenten auf den freien Bänken vorne Platz. Schon bald sollte sie eingeteilt werden, nachdem sie sich für die besonderen Richtungen eingetragen hatten. Es gab den A, B, C und D Block. Der Direktor der Schule, wie er sich vorgestellt hatte, ließ ihnen einige Regeln verkünden. Aufmerksam hörte Maylea diesem Herren zu. Die Personen neben sich nahm sie kaum zur Kenntnis. Ihre innere Aufregung steigerte sich mehr zu mehr.
      Angmar war freilich ein wirklich ansehnliches Schloss und laut den Zeitungen sehr beliebt bei den jungen Studenten. Langsam aber sicher wurde jede Person einzeln aufgerufen und durfte nach Vorne treten. Diesen Teil hasste Maylea gerade am meisten. Ungern hatte sie hunderte von Augen in ihrem Rücken gehabt, wenn sie gleich nach Vorne schreiten musste. Währenddessen sie noch wartete, das ihr Name vorgelesen wurde, schaute sie sich die Lehrer an. Zum Teil kannte sie einige Namen. Die Studentin informierte sich gerne und würde sicherlich als Streberin betitelt werden. Aber das spielte für sie keine Rolle, außer ihre Noten würden später stimmen. Jedoch einige Gesichter der Lehrkräfte waren ihr fremd. Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, wurde ihr Name ausgesprochen und sie eilte nach Vorne. Sie nahm den Zettel entgegen und würde dem B-Block zugewiesen. Ihre Augen schauten kurz zum Direktor, ehe sie ihren Blick auf den Boden richtete. Dabei lief sie weiter und nahm an der anderen Tischreihe Platz. Nur ein zaghaftes Hallo kam aus ihrem Mund zu den Anderen, bevor sie den Zettel vor sich anblickte und derweil im Hintergrund schon die nächste Person aufgerufen wurde.

      Ihre Anspannung legte sich langsam, nun wo sie die Zuteilung hinter sich gebracht hatte und an ihrem Tisch saß. Noch die letzten Studenten wurden aufgerufen, ehe sie gemeinsam Essen durften. Die junge Frau verspürte keinen Appetit und würde stattdessen den Raum verlassen wollen. Sie wollte sich das Schloss genauer ansehen und wäre rechtzeitig zurück, wenn sie gemeinsam zu ihren Unterkünften gehen sollten. Auf dem Zettel stand um welche Uhrzeit und wo Maylea hinmusste. Alle vier Blöcke hatten ihre eigene Unterkunft, die dann nochmal nach Geschlecht getrennt war. Das hatte sie bereits in der Broschüre der Angmar Akademie gelesen. Der letzte Name fiel und der Tisch wurde plötzlich rasch gedeckt von überaus ansprechenden Essen. Recht zügig nahm die Lautstärke zu und die Studenten konnten sich unterhalten. Maylea dagegen erhob sich von ihrem Platz und ging wie, noch ein paar Personen mehr, zum Ausgang des Raumes. Viele der anderen Zauberer waren auf den ersten Blick sehr aufgeschlossen und verschwanden in der Masse. Bis jetzt sah Maylea keine interessanten Persönlichkeiten und machte einen Schwenker nach links, nachdem sie den Saal verlassen hatte. Zwei Mädchen gingen an ihr vorbei und unterhielten sich laut lachend. Schien als würden sie Freundinnen sein, die bestimmt zu zweit auf das Stille Örtchen mussten. Jedenfalls huschte dieser Gedanke Maylea kurz durch den Kopf, bevor sie die vielen Bilder entdeckte. Alleine auf dem Flur ging sie langsam weiter und betrachtete die verzauberten Gemälde genauer. Sie hörte niemanden und ging davon aus alleine zu sein..


    • Gabriel Knight


      Mit schweren Schritten hatte Gabriel sich durch die Gänge geschleppt. Wie aus heiterem Himmel schien ihn ein gewisser Herr General sehen zu wollen. Er selbst hatte jedoch wirklich weder die Lust noch Zeit dafür gehabt. Wenn sich der Junge Magier jedoch dagegen wehrte, würden ihn wohl nur noch mehr Probleme bevorstehen. Entsprechend tat er wie ihm geheißen wurde und klopfte dann auch schon an der großen dunklen Doppeltür.
      Nachdem er hinein gebeten wurde, trat Gabriel ein. Ohne sich viel um zuschauen, stellte er sich vor den Schreibtisch an welchen eine überraschend jung aussehende Dame saß. Sie war attraktiv und hätte wohl keine Probleme damit dem ein oder anderen Mann den Kopf zu verdrehen. Nur zu dumm das sie eigentlich deutlich älter war als ihr Aussehen es scheinen ließ. Gabriel schaute diese Frau auch eher mit großen Respekt entgegen als alles andere. Schließlich war sie seine Mentorin. Der Fakt das sie gleichzeitig auch seine Vorgesetzte war, war ihm sogar viel eher egal.
      ,,Was ist das?'' fragte sie dann auch schon und zeigte dabei mit ihren Finger auf ein Dokument vor ihr.
      ,,Meine Entscheidung zurückzutreten. Ich dachte das würde daraus deutlich werden.'' antwortete er plump ehe ihn bereits einige grimmigen Augen anfunkelten. Es war eigentlich klar gewesen das es so kommen würde.
      ,,Das war meine letzte Mission. Und so wie ich es verstanden habe, habe ich nun auch die Möglichkeit das Militär zu verlassen. Ich bin nun 5 Jahre hier gewesen. Habe meine eigene Schulische Ausbildung abgebrochen um euch hierher zu folgen. Laut Regularien steht es mir zu, meinen Posten zu räumen.''
      ,,Und du weißt mit Sicherheit das ich das nicht zulassen kann. Eigentlich. Weißt du wie die Leute mich ansehen werden, wenn sie mitbekommen das ich meinen Nummer eins Schüler einfach gehen lasse?''
      Gabriel sagte dazu nichts. Felicia Rosewood war eine der mächtigsten Hexen ihrer Zeit. Der Grund das hier an diesen Schreibtisch saß war kein Zufall. Und als ihr bester Schüler besaß natürlich auch Gabriel eine gewisse Reputation. Auch wenn sie in der Öffentlichkeit nie wirklich offenbart wurde. Wenn er ehrlich war, würde er wohl sogar zurückschrecken wenn sie ihn wirklich dazu bitten würde. Allerdings schien es nie wirklich dazu kommen zu müssen. Ein seltsames grinsen erschien nämlich plötzlich auf den Lippen der Frau, was für Gabriel selbst nichts gutes heißen konnte...

      Und so kam es das er sich nun in Richtung Schule aufmachte. In einer Kutsche, welche er selbst das letzte mal vor knapp 7-8 Jahren bestiegen hatte. Er konnte es immer noch nicht fassen, dass sie ihn dazu gebracht hatten. Insgeheim verfluchte er gerade beide Personen dafür. Felicia genau so wie den alten Mann. Allerdings war er beiden einiges Schuldig. Entsprechend konnte er nicht anders als diesen Bedingungen zuzustimmen. Mit einen Blick aus dem Fenster, sah er bereits die großen Gemäuer. Der Mann mit unordentlichen dunklen roten Haaren, ließ dabei nur ein leichtes Seufzen von ihm. Anstelle seiner eigentlichen Militäruniform hatte er nun zum ersten mal seit langer Zeit normale Kleidung an. Einzig der schwarze Mantel dort drüber und die Augenbinde im Gesicht stachen ein wenig heraus. Doch bisher hatte ihn eh noch niemand zu Gesicht bekommen. Grund war die Lange anreise hierher gewesen.
      ,,Ich werde wohl sogar die Eröffnungszeromonie verpasst haben. Haaaa, nun gut, die ist wohl eh nichts was mich wirklich interessiert.''
      Dabei legte er den Kopf nach hinten und schaute auf die Decke der Kutsche. Die Arme dabei hinter den Kopf gelegt, konnte er nicht anders als vor sich her zu murmeln. ,,Ich als Lehrer ... was haben die sich dabei nur gedacht?''
      Es kam wie es kommen musste. Die Bedienung dafür das er dem Militär den Rücken kehrte, war sein Beitritt der Angmar Akademie. Eine Akademie die potentielle Magier unterrichten und ausbilden sollte. Ein cleverer Schachzug von Felicia, die dadurch sorgte das Gabriel noch immer in ihrer Reichweite blieb.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte er dann auch endlich seine Füße in die Hallen der Akademie gesetzt gehabt. Die Hallen schienen leer. Wahrscheinlich weil alle gerade beim Essen saßen. ,,Hier hat sich wirklich überhaupt nichts verändert. Außer das von euch noch einige mehr an den Wänden hängen.'' Dabei schaute Gabriel an die Wände zur seiner Seite, die beide bis oben hin mit vielen Bildern bestückt war. Das besondere war jedoch, dass sie sich bewegten und teils schon eher wie ein Film aussahen anstelle wie ein einfaches Bild.
      Erst dann bemerkte er eine junge Dame die sich interessiert die Bilder anzuschauen schien. ,,Hallo, junge Dame. Ich nehme an die Eröffnungszeremonie ist bereits vorüber?''
    • Maylea vertiefte sich in die bewegenden Bilder und kam erst aus ihren Gedanken zurück, als sie plötzlich neben sich eine fremde Stimme hörte. Gerade eben noch befand sie sich im Bann von diesen zauberhaften Gemälden, bevor sie mit überraschter Mimik zu ihrem Gegenüber blickt. Ihre Arme hingen entspannt hinunter, während sie in einer Hand noch immer den Zettel festhielt.
      Die junge Frau brauchte einen Moment, um seine Frage wahrzunehmen. Stand ihr gerade ein Student gegenüber oder wer war diese Person, die sie nicht kannte.
      Sein äußeres Erscheinungsbild wurde mit ihren Augen rasch überflogen und stellte sich als für sie interessant dar. "Hm..ja.", antwortete Maylea mit ruhiger Stimme. Sie wirkte etwas überrascht, als hätte man sie gerade aus einen Traum gerissen.
      "Sie sind am Essen." fügte sie hinzu und wirkte nun aufmerksamer.
      Die Kleidung, die sie gerade trug, bedeckte ihren Körper fast komplett. Nur Ihr Gesicht und Hände waren zu sehen. Der Rest ihres Körpers wurde von dunklen Stoffen versteckt.
      Eine Schwarze Leggings, ein Faltenrock und passende Schuhe für ihren Unterleib. Oberhalb schlichtes Langarm Shirt mit brauner Strickjacke.
      Ihr langes schwarzes Haar trug sie meistens offen. Ihre Augen unterstrich sie mit etwas Make-up. Ansonsten mochte sie es lieber natürlich. Nachdem sie den fremden Mann ihre Antwort gegeben hatte, blieb sie auf ihrer Stelle stehen und schaute in sein Gesicht. Jedoch schweifte sie mit ihrem Blick ab und wollte ihn nicht anstarren. "Und Sie sind?" blickte sie wieder in sein Gesicht und versuchte es mit einer Gegenfrage.
      Alleine fiel es Maylea einfacher mit Anderen zusprechen. Außerdem wollte sie wissen, wer der Mann war. Seine Stimme klang für sie sehr angenehm.
      Aber auch sein Auftreten erregten ihre Aufmerksamkeit.
      Maylea hatte in der Vergangenheit schon eine Beziehung gehabt. Zurzeit war sie wieder Single und nicht wirklich auf der Suche nach einem Partner. Sicherlich wäre es schön gewesen. Sie gehörte zu den Personen, die Zweisamkeit schätzte. Ungern besuchte sie wilde Partys, lieber mal mit einer Freundin ins Café.
      Das wäre mehr nach ihrem Geschmack. Die Männerwelt hingegen war zurzeit etwas seltsam in ihren Augen. In ihrem Alter war Maylea schon etwas weiter und konnte mit jungen Männer nur wenig anfangen. Sie wusste eben was sie wollte und was nicht. Die Grundprinzipien einer Beziehung schätzte sie. Andere wiederum sitzen lieber mit Menschen zusammen und kiffen ihren Kopf voll. Maylea nicht, sie wollte ihr Studium erfolgreich beenden. Aber vielleicht würde sie auf Angmar jemanden treffen. Jedenfalls meinte das ihre Mutter. Davon war Maylea wenig begeistert. Allerdings war sie dennoch aufgeschlossen und nicht verklemmt.
      Sie würde nun nicht etwas ablehnen, wenn ihr gegenüber ihr gefallen sollte. Aber fürs Erste waren ihre Gedanken woanders, sie wollte einfach nur wissen, mit wem sie es gerade Zutun hatte.
      Ein Lehrer in dem Alter. Daran glaubte sie nicht.
      Aber eventuell schätzte sie ihr Gegenüber auch falsch ein. Leute nach ihrem Äußeren einzuschätzen konnte sie nicht wirklich gut. Wohl möglich war er auch schon um einiges Älter als sie.
      Vielleicht wäre es auch ärgerlich gewesen. Schließlich die Vorstellung einer Lehrkraft näher zutreten, ob dies überhaupt erlaubt war.. Gewisse Gedanken die sie schon einmal hatte. Maylea dachte immer viel zu viel nach. Eine nachdenkliche Person und eine Tagträumerin dazu auch noch.
      Mit einer entspannten Körperhaltung stand sie nun vor dem Fremden und hoffte auf eine zufriedenstellende Antwort.


    • Gabriel Knight


      Geduldig wartete Gabriel bis sich das Mädchen zu ihm umgedreht hatte. Wobei, Mädchen schien auf zweiten Blick hin dann doch ein wenig fehl am Platz. Allgemein schien sein vorher benutzte Ausdruck doch recht passend. Sie hatte ein überraschend hübsches Gesicht, welches gerade zu diesen Zeitpunkt, ein wenig verträumt wirkte. Mit klarer ruhiger Stimme beantwortete sie Gabriels Frage und schien dabei ein wenig zu brauchen um wirklich zu realisieren das er überhaupt vor ihr stand.
      Hatte er sie gerade aus einem Tagtraum gerissen? Die ganze Sache war dann doch ein wenig merkwürdig, jedoch nichts was ihn wirklich aus dem Konzept bringen würde.
      Und außerdem hatte er seine Antworten ja auch bekommen.
      ,,Nun, dann habe ich wohl den stressigsten Part vom heutigen Tag gekonnt verpasst. Das kommt mir nun fast schon ein wenig gelegen.'' sagte Gabriel und schaute dabei in die Richtung des Saals in dem die verschiedensten Schüler und Lehrer gerade ihr Mahl genossen. ,,Vielleicht lass ich das Essen auch einfach direkt fallen.'' fügte er dann hinzu und schien nun wirklich nicht motiviert genug sich diesen Strapazen dann auch noch antun zu wollen. Zumal es eh keine Pflicht gewesen war, während der Essenszeiten anwesend zu sein. Vollkommen egal ob es etwas zu feiern gab oder nicht. Er hätte auch so noch genügend Zeit sich den Lehrern und Schülern vorzustellen.
      Während er so darüber nachdachte, spürte er den Blick der Dame vor ihm, wie sie ihn beobachtete. Nun vielleicht auch nicht gerade unberechtigt. Immerhin war er es gewesen der sie zuerst angesprochen hatte.
      Es war also nur logisch das sie ihm entgegen ein wenig neugierig war. Ihre Augen stoppten schließlich bei seinem Gesicht und als er ihren Blick kurz erwiderte, lenkte sie diesen auch direkt wieder ab. Diese Reaktion war schon ein wenig süß gewesen. Gleichzeitig aber auch ein wenig verständlich. Viele Leute verloren sich aufgrund seiner Augenbinde schnell an diesem Punkt, wollten aber dann auch nicht unangenehm oder unhöflich wirken. Trotz allem spürte er natürlich ihre Blicke, gewöhnte sich jedoch dementsprechend auch schnell daran.
      Als sie ihn schließlich fragte, wer er sei, bekam er ein weiteres mal die Gelegenheit in ihre Augen zu schauen. ,,Ich?'' fragte er nachträglich noch mal's und schenkte ihr dabei ein kurzes Lächeln. ,,Gabriel Knight. Ehemaliger Schüler von hier. Wenn auch zugegeben nur für recht kurze Zeit.'' Sich direkt als Lehrer vorzustellen klang für Gabriel selbst viel zu fremd als wenn er das wirklich könnte. Entsprechend tat er es auch nicht. Zumal er eh noch mit dem Direktor darüber sprechen musste, welche Rolle er hier überhaupt haben sollte. Vielleicht hatte er ja sogar Glück und brauchte nicht einmal wirklich viel machen. Dann könnte er sich sogar teils an seine eigenen Forschungen setzen...
      Auch wenn er eigentlich ein Magier war, der sich dank Felicia dem Militär verschrieben hatte, so war er gleichzeitig auch an der Forschung und Untersuchungen bestimmter Dinge interessiert. Es gab vieles was man von der Magie und ihren Funktionen lernen konnte. Entsprechend hoffte er auch, nachdem er dem Militär entkommen war, seine Zeiten eher damit verbringen zu können. Doch je nachdem wie es hier verlief, würde er wohl eher weniger Zeit für seine Nachforschungen besitzen.
      Allgemein war es fast schon töricht jemanden wie ihn an diese Schule zu bringen. Und dann auch noch als Lehrer...
      ,,Und mit wem habe ich das Vergnügen, wenn ich fragen darf?'' fragte er schließlich. Es war schon sehr wahrscheinlich das sie eine der Studentinnen dieser Akademie war. Eine Lehrerin war zumindest doch stark ausgeschlossen. Als er hier noch war, waren selbst diejenigen die auf Jung taten, trotz allem noch älter als die Dame vor ihm zu seien schien.
    • Bei seinen Worten kam die Frage auf, weshalb er nun an dieser Schule wieder war. Vermutlich Unterlagen abholen, die er vergessen hatte oder Lehrjahre nachholen, wenn er nur kurz hier gewesen war.. "Oh..Ach so." nickte sie knapp und blickte in seine Richtung. Ab und an schaute sie in sein hübsches Gesicht. "Ich heiße Maylea.. Maylea Dashwood." beantwortete sie seine Frage und klang noch neutral in ihrer Stimme. "Freut mich dich kennenzulernen." zeigte sich ein Lächeln auf ihren Lippen. Seinen Namen würde sie sicherlich nicht vergessen. Da Maylea nicht von einer Lehrkraft ausging, duzte sie ihn einfach. Bevor sie weiter starrte, holte sie ihren Zettel hervor, den sie noch in der Hand hielt. "Auf dem Zettel steht, dass ich mich bald mit den anderen treffen soll, wegen unseren Unterkünften. Ich bin eine neue Studentin dieser Akademie." richtete sie ihren Blick wieder auf und schaute ihn an. Sie ließ ihn einfach mal wissen, weshalb sie hier war und auch neu in Angmar war. Vielleicht könnte er ihr helfen, sollte sie welche benötigen. Es war immer ratsam jemanden zu kennen, der für sie freundlich erschien. Vielleicht auch mehr als das, aber da würde sie sich jetzt noch nicht festlegen wollen.
      Immerhin kannten beide nun den Namen des Anderen. Aber bei seinem Auftreten hatte er sicherlich viele Freunde oder bestimmte Bekanntschaften. Gewiss ein paar Vorurteile, die Maylea im Kopf hatte. Am Ende kannte sie ihn gerade paar Minuten und dachte schon über sein ganzes Leben nach. Jedenfalls konnte man es meinen. An seiner Hand hatte sie noch keinen Ring entdeckt. Vermutete sie jedenfalls. "Ich möchte nicht zu spät kommen. Sollst du auch in die Richtung?" fragte sie höflich nach und eventuell würden sie ein Stück zusammen gehen. Als ehemaliger Schüler kannte er sicherlich den Treffpunkt der Neuen. Maylea hoffte auf eine positive Antwort, aber enttäuscht wäre sie auch nicht gewesen, wenn er nein gesagt hätte. Bestimmt würden sie sich mal wieder sehen, war ihr Gedanke. "Ich bin im B-Block.. In welchen warst du damals?" fügte sie hinzu und schaute wieder in sein Gesicht. Hatte Maylea ganz vergessen zu erwähnen in welchen Bock sie eingeteilt wurde. Natürlich war sie auch neugierig in welchen er einst mal war. Denn er konnte ihr sicherlich einiges darüber erzählen. Für Maylea war Wissen gleich Macht. Nicht in allen Fällen, aber es war gut so einiges zu wissen.


    • Gabriel Knight


      Die junge Dame vor ihm stellte sich, aufgrund seiner Frage, als Maylea Dashwood vor. Ein Name der ihm so bisher nicht unter die Ohren gekommen war. Sie schien also wirklich nur jemand gewesen zu sein, der hier zur Schule ging. Nicht das es ihn irgendetwas anging. Wenn es so war, würde er sie wohl früher oder später wiedertreffen. Wenn nicht, dann halt eben nicht. So simple konnte es manchmal sein und wenn er eines bevorzugte, dann das nicht alles unnötig verkompliziert wurde. Schließlich würde dies nur noch mehr seiner Zeit nehmen. Zeit von der er aktuell eh nicht sicher sein konnte, wie viel er wirklich davon über hatte.
      Wahrscheinlich war die Antwort auf eben jene Frage ''keine'' gewesen. Aber gut vielleicht hatte er ausnahmsweise ja auch mal Glück.
      Als sie ihn dann urplötzlich dutzte, musste er kurz schmunzeln. Scheinbar sah er wirklich nicht aus als einer der Lehrer dieser Akademie. Aber gut, insgesamt fühlte er sich auch noch nicht wirklich so alt, als das man ihn wirklich mit ''Sie'' ansprechen musste. Zumal es doch recht amüsant werden würde, ihren Gesichtsausdruck zu sehen, sobald sich herausstellt das er eigentlich einer der Lehrer war.
      ,,Ja, geht mir genau so.'' antwortete er als sie auch schon einen Zettel aus ihrer Tasche holte und erklärte was es damit auf sich hatte. Dabei erklärte sie ihm auch schon das was er sich zwar bereits gedacht, jedoch nie wirklich bestätigen konnte. Maylea war eine neue Studentin hier und kam wohl selbst gerade erst von der Eröffnungszeremonie. ,,Ah, stimmt da gabs ja auch dieses Prozedere. Wobei es für euch Neulinge wohl vom Vorteil ist, wenn euch alles vor Ort erklärt wird. Ansonsten wirds ein endloses Chaos.'' Gabriel wusste nur zu gut wie es war, wenn man sich lieber mit anderen Dingen beschäftigte oder gar versuchte alleine klar zu kommen. Dummerweise war diese Akademie unendlich groß und viele der Gänge sahen für jemand Fremden zu verwechseln ähnlich. Er selbst hatte entsprechend gerade zur eigenen Anfangszeit Ordentlich Probleme gehabt.
      Nun wenigstens hatte er dadurch den Vorteil, diese Akademie, trotz seiner kurzen Zeit hier, doch recht gut zu kennen.
      Während er teils dabei in Erinnerung schwelgte, fragte ihn Maylea ob er zufällig auch in diese Richtung musste. Um genauer zu sein in Richtung des B-Blocks, in welchen sie wohl für die nächste Zeit unterkommen würde. Nun ergab ihre Frage ob er auch in die Richtung müsste, auch deutlich mehr Sinn.
      Gabriel beließ es jedoch dabei ohne es zu kommentieren und beantwortete stattdessen ihre zweite Frage zuerst. ,,A. Ich war damals im A-Block. Der alte Mann wird euch wohl bereits erklärt haben was es damit auf sich hat, also spare ich mir das.'' sagte er und ging dann auch bereits an ihr Vorbei in Richtung der Treppen. ,,Leider sind die Leute hier ziemlich altmodisch gewesen und werden es wohl auch immer bleiben. Wir müssen also wohl oder übel einige Treppen steigen.'' sagte er und zeigte ihr, dass sie ihn folgen sollte. ,,Ich bin für heute eh schon zu spät, also kann ich dich auch noch ein Stück begleiten. Außer du willst dich hier selber durchschlagen.'' Dabei legte sich ein kurzes Grinsen auf seine Lippen, ehe er auch schon die ersten Treppenstufen in Richtung B-Block hoch stieg.
    • Maylea schaute ihm nach und wollte keine Zeit verlieren. Nachdem Gabriel sich in Bewegung gesetzt hatte, folgte sie ihm die Treppen hinauf. Für die junge Studentin waren die Treppen kein Problem gewesen. Im Gegenteil, sie empfand sie als sehr passend zum Schloss und würde es vermutlich Schade finden, wenn moderne elektronische Gräte eingefügt werden sollten. "Ich finde diese Treppen eigentlich ganz hübsch." kommentierte sie seine Aussage und lief neben ihm her. "Nein. Es ist sehr nett von dir, das du mir den Weg zeigst." Maylea war sehr froh darüber, das sie Hilfe gefunden hatte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Gerne würde sie auch über den A-Block etwas hören, aber sie wollte keine weiteren Fragen stellen.
      Gespannt schaute Maylea sich um und behielt dabei die Treppe im Auge, die gerne schnell ihre Richtung wechselten.
      "Angmar ist wirklich schön." kam aus ihrem Mund während sie weiter gingen. Sie wollte nicht schweigend neben ihm herlaufen. Aber Gabriel tausende von Fragen stellen wollte die junge Frau auch nicht.
      Jedoch sollte er sie etwas Fragen antwortete sie ihm gerne.
      Mittlerweile lagen einige Stufen hinter ihnen und der B-Block war zum Greifen nahe. "Vielen Dank." suchte sie den Blickkontakt zu Gabriel und bedankte sich bei ihm. Alleine hätte sie sicherlich um einiges länger benötigt.
      Maylea blieb stehen und meinte sich nun von ihm zu verabschieden. Hinter der nächsten Tür waren sicherlich schon ein paar der anderen Studenten. "Vielleicht sieht man sich mal wieder." lächelte sie dezent und wartete noch einen Moment, ehe sie hineingehen wollte.
      Irgendetwas besaß er an sich, was Maylea mochte. Sie wusste noch nicht was genau es war, doch sie hoffte ihn mal wieder über den Weg zu laufen. Einen Namen hatte sie bereits.. Eventuell irgendwann auch mehr als nur seinen Namen. Aber die junge Frau wollte nicht zu viel träumen und blieb auf dem Boden der Tatsachen. Mit Sicherheit hatte er ihren Namen in den kommenden Stunden schon längst wieder vergessen.
      Am Ende würde das Schicksal entscheiden..


    • Gabriel Knight


      Vielleicht war es von Gabriel ein wenig unhöflich gewesen, sich einfach direkt in Bewegung zu setzten ohne dabei auf eine Antwort von Maylea zu warten. Rücksicht auf gewisse Dinge zu nehmen war eh eine Schwäche von ihm. Was wohl aber auch ein wenig seinem eigenen Umfeld geschuldet gewesen war. Wenn er eines war, dann wohl mit Sicherheit niemand der wirklich das Zeug zum typischen Lehrer hatte. Da war er sich bereits sicher, ohne auch nur eine Stunde als Lehrer tätig gewesen zu sein.
      ,,Wirklich? Nun, vielleicht tut es ja einigen der Schülern hier ja sogar gut sich mehr als nötig zu bewegen. Viele von ihnen werden dank der Magie eh früher oder später zu bequem.'' Zudem er zugeben musste, dass moderne Fahrstühle oder dergleichen wohl ein wenig merkwürdig aussehen würden. Dafür war dieses Schloss am Ende doch schon zu alt gewesen. Ihn selbst konnte es ja auch eigentlich egal sein. Wenn er wollen würde, könnte er eh relativ schnell abkürzen. Allerdings würde das mit Maylea bei sich keinen Sinn machen. ,,Nun es liegt eh zu teilen auf meinen Weg. Es wäre also merkwürdig dich einfach unten an der Treppe stehen zu lassen, oder?'' fragte er dabei kurz und blickte über seine Schulter zu ihr. Zumal es wohl eh zu den Aufgaben eines Lehrers gehörte seinen Schülerinnen und Schülern zu helfen. Und, er hätte eine Ausrede wieso er auch beim Essen nicht vorbei geschaut hatte. Wenn man es sogar so sah, dann war Gabriel gar nicht mal so nett wie Maylea ihn gerade bezeichnet hatte.
      Aber vielleicht wollte er sich das auch einfach nur einreden. ,,Die Akademie ist vor allem alt. Wenn dich solche Dinge also interessieren, hast du Glück. Schließlich wirst du große Teile deiner zukünftigen Jahre hier in diesen Gemäuern verbringen. Gerade junge Leute, die einen gewissen Forscherdrang besitzen haben wohl den meisten Spaß an diesem Schloss.'' Gabriel selbst hatte nie wirklich verstanden was es mit all dem auf sich hatte. Allerdings hatte er auch nur einen Teil dieses Schlosses wirklich erkunden können. In einem Jahr fand man noch lange nicht alle Geheimgänge, Geheimnisse oder andere seltsame Dinge.
      Schlussendlich waren sie dann auch endlich vorm B-Block angekommen. Ein Grund wieso Gabriel dann auch schon stehen blieb. ,,So wir sind da. Wenn du hier durch gehst, solltest du keine Probleme haben die anderen Neulinge zu finden.'' erklärte er als sich die junge Dame dann auch schon bei ihm bedankte.
      Vor der Tür, gab sie ihn noch ein paar Worte mit, welche ihn kurz schmunzelnd mit der Schulter zucken ließen. ,,Man sieht sich immer zwei mal im Leben. Wer weiß schon was die Zukunft bringt. Überraschungen gibt gerade an diesen Ort eh on Mass.'' antwortete Gabriel und konnte sich diese kleine Geheimnistuerei nun wirklich nicht verkneifen. Mit diesen Worten verabschiedete sich Gabriel dann auch von Maylea und drehte sich um. Sein Ziel lag ein paar Stockwerke tiefer. Zumindest wenn er es noch richtig in Erinnerung hatte.
      Maylea Dashwood. Die erste Schülerin die er in diesem Jahr begegnet war. Und wer weiß, vielleicht würde er sich ihr sogar morgen bereits ein weiteres mal vorstellen. Nur dieses mal als ihr Lehrer...
    • "Jedenfalls vielen Dank dafür." Bedankte sie sich höflich bei ihm, als er von seinem Weg gesprochen hatte. Sie hätte auch nicht damit gerechnet, dass er sie einfach an der Treppe stehen lassen würde. "Ja. Es soll einige Geheimnisse in diesem Schloss verbirgt sein." nickte Maylea zustimmend und hatte bereits von versteckten Räumen oder Gegenständen gehört, die im Schloss versteckt sein sollten. Ob diese Gerüchte stimmen, wusste sie nicht. Dennoch eine schöne Sache. Es hatte etwas Geheimnisvolles an sich, das gefiel ihr. Nachdem die Treppen hinter ihnen lagen, schaute sie zu Gabriel und nickte sachte. "Ja, das stimmt wohl. Auf Wiedersehen." verabschiedete sie sich schließlich von Gabriel und wandte sich der Tür zu.
      Bevor sie den Raum betrat, musste sie noch kurz an Gabriel denken. Als sie ihre Hand an den Türgriff hatte, verflog ihr Gedanke und die Aufregung in ihr stieg an. Vorsichtig öffnete sie die alte Tür und ging hinein, zwei Treppen hinunter, bevor sie sich in einem großen Raum befand. In einer der Ecken standen einige Koffer und Taschen. Instinktiv ging Maylea dorthin und suchte ihren Koffer. Als erstes überprüfte sie die Unversehrtheit des Zaubers. Doch zu ihrem Glück war alles in Ordnung. Mit dem Koffer im Schlepptau lief sie ein paar Meter und betrachtete den Raum. Einige Studenten waren auch schon dort und saßen auf der Couch oder im Sessel.
      In dem Raum wo sich Maylea befand, war alles sehr schick zurechtgemacht. Dunkle Töne und einige Bilder fand man auch hier an den Wänden wieder. Wie eine Sitzgelegenheit mit einem Kamin davor. Im Großen und Ganzen sehr gemütlich. Neben diesem Raum gab es auch noch zwei Treppen, die wahrscheinlich einmal für die Männer gedacht waren und die andere für die Frauen. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es in paar Minuten losgehen sollte. Bis dahin stand Maylea nur da und wartete.
      Als es endlich so weit war, befanden sich einige Studenten in dem Raum, ehe die Tür aufging und eine Person den Raum betrat. Wenig später stellte sich der Mann vor und erklärte uns einige Regeln. Als wären wir nicht volljährig und wussten nicht wie man sich verhält. Dennoch durchging er alle Regeln. Vor allem der Genuss von Alkohol auf den Zimmern war verboten. Die Raucher mussten nach draußen. Das passte Maylea recht gut. Sie selber rauchte nicht. Aber sie konnte es gut nachvollziehen, weshalb diese Regeln aufgestellt wurden. Zumal sie auch alt genug waren und nicht aus Spaß sich hier angemeldet haben. Natürlich konnten sie außerhalb tun und lassen was sie wollten. Doch Angmar war eine angesehene Akademie und sollte nicht aufgrund von Spinner, den Bach hinuntergehen.
      Zu guter Letzt durften wir auf unsere Zimmer gehen. Mit etwas Magie war der Koffer auch schön leicht geworden, um die Treppen hinauf zu steigen. Dort angekommen gab es nochmal weitere Räume. Zum Teil schliefen zwei bis drei Personen auf einem Zimmer. Nicht gerade nach dem Geschmack von Maylea. Aber es gab auch Einzelzimmer. Magie verschaffte auch hier Platz. Wenn schon ein Zelt Platz für eine Großfamilie haben kann, dann auch in diesem Schloss. Die Mädels durften sich selbst die Zimmer aussuchen. Das war Mayleas Glück. Die anderen Studentinnen kannten sich und nahmen direkt welche von den Mehrbettzimmern. Wie immer hielt sie sich zurück und bekam am Ende ihr Einzelzimmer. Mit ihrem Koffer betrat sie das kleine Zimmer und schloss die Tür.
      Erleichtert atmete sie auf und stellte ihren Koffer ab. Im Raum stand ein Einzelbett und ein kleiner Tisch, wie ein Regal, wo sie ihre Kleidung hineinlegen konnte. Mehr Platz gab es auch nicht, doch der Ausblick aus dem Fenster war unglaublich. Dafür konnte das Zimmer auch so groß wie eine Besenkammer sein. Für den Rest des Tages hatten die Studenten frei und konnten sich umsehen. Erst am nächsten Tag würde es losgehen. Maylea wollte diesen Montagnachmittag nichts weiter tun als ihre Sachen sortieren und alles für morgen vorbereiten. Schließlich musste sie schauen, wo sie als Erstes morgen hinsollte. Auf dem Tisch lagen bereits einige Bücher und Zettel. Ihr Stundenplan hatte sie also auch schon. Wie praktisch doch die Magie war....


    • Gabriel Knight


      Schweigend blickte Gabriel in den Raum vor sich. Es war ein Klassenzimmer gewesen. Die Stühle ordentlich an die Einzeltische geschoben und alle nach vorne in Richtung des Lehrerpults gerichtet. Er kannte dieses Zimmer hatte es jedoch noch nie als so groß wahrgenommen. Wobei das wohl auch daran lag, dass dieser Raum in seiner Erinnerung immer gefüllt mit Schülern war. Und selbst wenn nicht, war immer noch eine andere Person bei ihm hier drin gewesen.
      In diesen Augenblick hatte er dann auch schon etwas gehört, ehe die Quelle davon auch bereits an seinen Beinen vorbei huschte. ,,Hab mich schon gefragt wann du endlich aufkreuzt.'' murmelte er während das Tier sich unweigerlich bei seinen Worten mit dem Kopf umdrehte und ihm kurz in seine Augen schaute. Es war Mimi, eine Mai Coon Katze und treue Partnerin des Magiers. Auch wenn sie ihm teils das Leben eher schwerer zu machen schien als es eh zu seien schien. Dabei war es nicht einmal so einfach sich um ein Tier zu kümmern wenn man fürs Militär tätig war. Doch wenn sie eines konnte, dann außergewöhnlich gut auf sich selbst aufpassen.
      Langsam ging Gabriel an den Tischen vorbei bis er hinten am Pult angekommen war. Doch auch dieses ignorierte er und ging Recht in Richtung einer Tür. Als er diese öffnete, offenbarte sich dahinter ein ähnlich großer Raum. Dieser war jedoch deutlich anders eingerichtet. Mehrere Tische, eine große Fläche, mehrere Regale und Schränke. Außerdem ein Bett. Eine weitere Tür schien dabei in ein, für eine Person ausgelegtes Bad zu führen. Lediglich eine Küche fehlte, und Gabriel hätte hier schon fast seine eigene kleine Wohnung gehabt.
      In der Nähe des Bettes standen dann auch schon der Koffer mit seinen privaten Sachen. Es waren nicht wirklich viele, da er einfach nie wirklich vieles benötigt hatte. Der Raum selbst schien jedoch trotz allem bereits mit allerlei Büchern und Materialien gefüllt worden zu sein. Auch dieses Zimmer war ihn nicht fremd gewesen. Er erinnerte sich einmal hier gewesen zu sein. Bevor er schließlich entschloss die Akademie zu verlassen. Langsam ging er dabei an den Regalen vorbei und ließ seine Blicke kurz über die dort stehenden Bücher schweifen. ,,Ihr hättet nicht extra vorbei kommen müssen. Ich hätte mich schon noch auf den Weg in euer Büro gemacht.'' sagte er urplötzlich und drehte sich dabei zur Tür. Ein älterer Mann stand dort und Lächelte Gabriel nur an.
      ,,Du hättest wenigstens in die Halle zum Essen kommen können.'' sagte der Direktor der Schule nur und trat dann ins Zimmer. Gabriel selbst machte sich nicht viel daraus, konnte den alten Mann jedoch auch nicht einfach so ignorieren.
      ,,Nach einer solchen Reise brauch ich nicht unbedingt die ganzen neugierigen Blicke auf mir. Das überlasse ich meinen Ich von morgen.'' Mit einen kurzen zögern, drehte er sich dann schließlich zu dem Direktor dieser Akademie um. ,,Ich weiß immer noch nicht wieso ausgerechnet ich diesen Posten übernehmen soll. Ich habe weder irgendwelche Kenntnisse als Lehrer, noch bin wahrscheinlich der richtige dafür. Und nun gibt ihr mir sogar ihr altes Klassenzimmer und Büro. War das ihre Idee?''
      Mit ihr meinte Gabriel dabei seine Lehrmeisterin, die auch die Teilschuld daran hatte, dass er nun hier war.
      ,,Nein das war tatsächlich meine. Und ich bin dir wirklich dankbar das du diesen Job angenommen hast. Du weißt es vielleicht noch nicht, aber dir wird mit Sicherheit später auffallen, wieso ich glaube das du der richtige dafür bist. Du kannst den jungen Leuten hier einiges beibringen und gleichzeitig wirst du sicherlich auch von ihnen lernen.'' Mit diesen Worten drehte sich der alte Mann dann langsam zur Tür um. ,,Ich mache dies nur, weil ich euch noch etwas schuldig bin.'' warf er noch schnell ein bevor der Direktor das Zimmer schließlich verlassen hatte und scheinbar auch direkt spurlos verschwunden war.
    • Ihre Sachen hatte sie soweit zurechtgelegt und auch ihre Kleidung in ihr Regal gepackt. Jedoch gab es eine einheitliche Uniform, daher benötigte Maylea nicht viele private Kleidungsstücke. Ansonsten hatte sie noch Sachen in ihrem Beutel gehabt. Durch einen Ausdehnungszauber hatte sie genug Platz für all ihre Dinge, die eventuell benötigt werden. Anschließend holte sie eine Box hervor, die sie von ihrer Mutter bekommen hatte. Dort drin gab es paar Leckereien von zu Hause, welche Maylea sich schmecken ließ. Der Tag war lang genug gewesen, weshalb sie sich recht früh hinlegte und versuchte ihre Augen zu schließen.
      Die Nacht verging recht schnell und die junge Studentin stand gerne etwas früher auf. Ihren Körper streckte sie und begab sich ins kleine Bad. Eine ausgiebige Dusche würde sie schon wecken. Anschließend machte sie sich zurecht und zog ihre Uniform über. Mit gepackter Tasche begab sie sich zunächst in den Frühstücksraum, der für die Studenten ausgelegt war. Viele andere Studenten traf Maylea noch nicht an, schließlich stand sie schon früh auf den Beinen. Pünktlichkeit war für die junge Frau ganz normal und außerdem hatte sie nun ihre Ruhe noch gehabt, bevor die Langschläfer hereingestürmt kamen. Recht leer fand sie den gedeckten Tisch vor und versuchte etwas zu essen. Währenddessen füllte sich langsam der Raum und Maylea sah zu nun den Lehrraum aufzusuchen.
      Mithilfe des Zettels benötigte Maylea nicht ganz so lang und stand vor der Klassenzimmertür. "Das müsste der Raum sein." flüsterte Maylea zu sich selbst und blickte auf die alte Tür. Vorsichtig prüfte sie, ob die Tür bereits geöffnet war. Der Türgriff ließ sich hinunterdrücken und mit einem knarren öffnete sich die schwere Tür. Behutsam betrat die Studentin den Raum und schloss die Tür hinter sich wieder. Es schien als würde sie die erste sein und suchte sich den besten Platz aus. Sie lief einige Schritte und nahm in der ersten Reihe Platz. Aus ihrer Tasche holte sie die benötigten Unterlagen heraus und legte diese ordentlich auf der Tischplatte vor sich.
      Ihre Augen wanderten durch das Klassenzimmer und schauten sich den Raum genauer an. Es dauerte nicht all zulange bis vereinzelt immer mal wieder eine oder zwei Personen den Raum betraten. Nicht mehr lange und die Stunde würde auch schon beginnen.
      Etwas mulmig wurde Maylea schon bei der Fülle des Klassenraumes. Jedoch hatte sie einen guten Platz vorne gehabt. Dass sie sich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren konnte. Manche Gesichter hatte sie schon einmal gesehen, doch kannte sie noch nicht die Namen ihrer Mitschüler. Gespannt wartete die junge Frau das es losgehen konnte.


    • Gabriel Knight


      Der Morgen begann wie gefühlt jeder andere auch. Seine Gewohnheiten konnte man nun mal nur recht schwer ändern. Vollkommen egal ob die Umgebung dabei eine neue war. Wobei dies ja auch nur zur Hälfte stimmte. Schließlich kannte er die Akademie und Umgebung ja. Nachdem er draußen ein wenig gelaufen war und sich für den heutigen Tag frisch gemacht hatte, kam der eigentliche Spaß. Ein wenig Zeit besaß er schließlich noch bis der Unterricht in seiner Klasse begann. Auch wenn er bereits jetzt lieber, einfach umdrehen und verschwinden würde.
      Es waren nun noch einige Minuten bis der Unterricht begann. Und allmählich schienen die ersten Studentin einzutreten. Ob sie zuvor bereits das ein oder andere mal dieses Zimmer aufgesucht hatten, wäre für Gabriel eines der wenigen Rätsel die er sich hier selbst stellte. Wobei die Akademie zwar groß war, aber sicherlich nicht genug Freiheiten besaß, ein solchen Raum die ganze Zeit nicht in Gebrauch zu haben. Wobei das Büro doch schon den Anschein hatte, über die Jahre nicht weiter benutzt worden zu sein. Aber das war auch etwas, was ihn eigentlich nur recht sein konnte. Auch wenn es sich ein wenig seltsam anfühlte, kannte er doch noch die Person die zuvor dieses Zimmer benutzt hatte.
      Die Sekunden vergingen und immer mehr der Studenten fanden sich allmählich ein und nahmen an einen der freien Tische platz. Von ihren neuem Professor war jedoch noch keinerlei Spur zu sehen. Das einzige auffällige war eine Katze. Sie war eine Main Coon und entsprechend ihrer Größe kaum zu übersehen. Vielleicht lag letzteres aber auch daran das sie seit geraumer Zeit auf einen der Tische saß und mit neugierigen Augen auf die hereinkommenden Studenten blickte.
      Dann war es soweit. Der Zeiger der Uhr über der Tür hatte angeschlagen was das Zeichen war, den Unterricht zu beginnen. Doch von ihrem Lehrer war noch immer nichts zu sehen. Das einzige was passierte, war das die Katze sich einfach bei einen der Studenten auf den Tisch breit machte, den Kopf nun in Richtung der Tür gerichtet, die zu Gabriels Büro führte. Nach knapp einer Minute der Stille öffnete sich die Tür dann auch plötzlich und der Mann mit Augenbinde und zerzausten roten Haaren trat heraus. Mit Hemd ohne Krawatte ging er in Richtung seines Pultes. Er hatte den Direktor nie gefragt ob sie als Lehrer irgendwelche Kleidervorschriften hatten. Da es ihn aber nie gesagt wurde, konnte man sich also auch nicht beschweren wenn er diese nicht ein hielt.
      ,,Ab heute werde ich euch Unterrichten. Ich bin Professor Gabriel Knight.'' stellte er sich vor und blickte dabei in eines der Bücher welchen den Studenten als Unterrichtsvorlage zur Verfügung stand. Doch einige Blicke hatten bereits gereicht damit er dieses zuklappte und zur Seite warf. ,,Ich weiß nicht wie die anderen Professoren so vor gehen, aber stellt euch schon mal drauf ein das es hier ein bisschen anders werden wird.'' meinte er dann, als sich die Tür des Klassenzimmers auch schon aus dem nichts schloss.
    • Maylea beobachtete die Katze und wartete ab. Die Lautstärke legte sich und das Geräusch einer Tür erhellte den Klassenraum. Gespannt richteten sich die Blicke zu dem Geräusch hin, ehe eine menschliche Gestalt sich zeigte. Die junge Studentin in der ersten Reihe musste zweimal hinschauen. Kam ihr das Gesicht verdächtig bekannt vor. Spätestens als sie seine Stimme hörte und auch seinen Namen vernahm. Der Name weckte Erinnerungen in maylea wach, die erst am gestrigen Tage geschehen waren. Innerlich wollte sie unter dem Tisch krabbeln und gar nicht weiter daran denken. Allerdings musste sie aufmerksam zu hören und wandte, den blick von ihm ab. Unangenehm für die junge Studentin ihren Lehrer ein Tag zuvor noch als Student angesehen zuhaben. Sicherlich sollte sie sich keine zu großen Gedanken machen, aber das passte nicht zu ihr. Maylea machte sich fast über alles ihre Gedanken. Also auch über den Vorfall am gestrigen tage. Niemals hätte sie erwartet Gabriel nun, als Lehrer vor sich zu sehen. Seine darauffolgende Ankündigung passte irgendwie zu seinem Typ. Normalen Unterricht hätte Maylea auch nicht erwartet. Jedenfalls nicht, nachdem sie einige Worte mit ihm gewechselt hatte. Keineswegs wollte sie Vorurteile gegenüber seines Aussehens äußern. Aber ein typischer Lehrer war er nun nicht. Das störte Maylea auch nicht. Im Gegenteil sein Erscheinungsbild gefiel der jungen Frau. Nur musste sie nun jegliche Gedanken verwerfen, die intimer gehen sollten. Am Ende hieß es sie würde sich bessere Noten verschaffen wollen, weil sie Interesse an ihm zeigte. Niemals wäre das der Fall, aber Maylea kannte die Gerüchte. Sie entstanden einfacher als ein fauler Zauber.
      Während Gabriel ein wenig erzählte, blieb Maylea ruhig auf ihrem Platz sitzen und schaute ab und an zu ihm. Vielleicht würde er sie sogar wiedererkennen oder auch nicht. Eventuell hatte Maylea Glück gehabt und der junge Lehrer hatte genug junge Frauen um sich herum, die er kennenlernte und sich am Ende nicht an jeder erinnern konnte. Dies war eine von ihren Vorstellungen. Etwas verspannt saß sie nun da und lauschte der Stimme von Gabriel. Wahrscheinlich machte sie sich sowieso nur unnötig Gedanken, wie immer. Nicht mal mehr zwei Stunden und sie würde ohne große Vorkommnisse den Klassenraum wieder verlassen.

      Ihre Schulsachen lagen ordentlich auf der Tischplatte, welche sie manchmal anschaute und nur darauf wartete etwas losschreiben zu wollen. Zunächst hörten Maylea, wie die Anderen einfach nur zu..


    • Gabriel Knight



      Mit recht gelassener Miene blickte Gabriel in die Runde. Viele von ihnen schienen wirklich verwundert zu sein, jemanden wie ihn hier zu sehen. Gabriel sah nun mal auch nicht wirklich wie der übliche Lehrer aus. Er war nun mal deutlich jünger als viele der hier arbeitenden Lehrkräfte. Dann noch sein Erscheinungsbild als solches. Zerzaustes rotes Haar, die Augenbinde, das Hemd war recht weit und die oberen Knöpfe nicht einmal zugeknöpft. Wobei das auch einfach daran lag, dass er sonst das Gefühl hatte, einfach eingeengt zu sein. Dann jedoch auch noch die Art und Weise wie er sein eigenes Pult eher als Sitzfläche und nicht als Arbeitsplatz nutze.
      Er war wohl wirklich niemand der die typische Autorität eines Lehrers ausstrahlte. Vielleicht etwas, was ihn früher oder später Probleme bereiten würde, sollte er die Schüler nicht auf seine Seite ziehen können. Aber wenn er ehrlich war, war es ihm eigentlich egal.
      ,,Als allererstes muss euch eines gleich bewusst werden. Ich bin kein Babysitter. Jeder von euch ist erwachsen und sollte entsprechend schlau genug sein um zu wissen was für ihn richtig ist. Sollte euch mein Unterricht nicht interessieren, ist es mir vollkommen egal was ihr in der Zeit macht. Verschwindet, ließt ein Buch, malt eine Blume, mir vollkommen egal solange ihr nicht meinen Unterricht und jene die lernen wollen, stört. Kommt am Ende nur nicht zu mir angekrochen wenn eure Noten auf einmal nicht euren Erwartungen entsprechen.'' begann Gabriel dabei und rieb sich dabei den Hinterkopf ehe sein Auge schlagartig in Richtung eines Studenten huschte.
      Kaum eine Sekunde später war der Stuhl des Studenten auch bereits nach hinten geflogen wodurch dieser mit einen lauten plumpsen auch direkt mit den Hintern auf dem Boden landete. ,,Ich habe auch nichts gegen Kaugummis oder dergleichen. Wagt es jedoch diesen Raum oder Möbel damit zu verunreinigen und ich lasse euch schneller auf den Boden der Tatsachen zurück kommen, als ihr gucken könnt.'' Gabriel hatte dabei nicht einmal wirklich einen Finger rühren müssen. Gleichzeitig schien es mehr als nur schleierhaft wie er überhaupt sehen konnte, was in einen der hinteren Reihen überhaupt vor sich ging.
      Just in diesen Zeitpunkt war dabei Mimi auch von dem Tisch der Studentin gesprungen und glitt dabei förmlich durch die Reihen. ,,So wo war ich stehen geblieben? Ahh. Ja.'' Dabei stieß sich Gabriel von seinem Pult ab und ging dabei auf Maylea und ihren Tisch zu. Dabei beugte er sich kurz zu ihr hinab. ,,Ich borge mir das mal kurz Miss Dahswood.'' meinte er leise mit einem grinsen und erhob sich dann wieder. ,,Die Dinge die hier drin stehen ... sind vollkommen irrelevant. Ein nettes Beiwerk die euch meist irgendwelche Aufgaben geben und Erklärungen liefern damit ihr eben jene Aufgaben lösen könnt. Nett aber Sinnlos. Das wahre Leben ist kein Buch. Und Magie ist keine einfache Formel die ihr auswendig lernt und alles ist perfekt. Ich könnte euch tausende Formeln beibringen, Kreise, Sprüche ... wenn ihr die Prinzipien und den Kontext dieser Fähigkeiten nicht versteht, werden sie euch nur bedingt helfen. Das wirklich faszinierende an all dem werdet ihr nie in diesen Büchern finden. Also gewöhnt euch schon mal daran, euch bereits jetzt von diesen Dingern loszueisen. Nutzt sie als Hilfestellung, nicht aber als Tool welches ihr einfach nur auswendig lernen müsst.'' Dabei legte er das Buch wieder an seinen Ursprünglichen Platz und blickte dabei auf jenes welches er bei sich hinten in die Ecke geworfen hatte. Mit einen Schnippen durch seine Finger war es in die Luft gesprungen und verpuffte dabei in viele kleine Papierschnipsel welche dabei langsam zu Boden fielen. ,,Ich bin ab diesen Jahr hier um euch dabei zu helfen wie ihr die verschiedensten Sprüche nutzt. Sei es zur Verteidigung, zur Vorsicht oder ähnlichen. Aber ich sagte euch ja bereits ... in diesem Raum wird euer Unterricht deutlich anders sein als ihr es bis jetzt gewohnt wart. Tut euren Rücken und Schultern also einen gefallen und lasst die Bücher in meinem Unterricht stecken.'' meinte er dann schmunzelnd.
      ,,Dann lasst uns mal beginnen. Heute jedoch belassen wir es mit dem eigentlichen Unterricht. Einige von euch werden es bereits bemerkt haben das ich gestern weder bei der Eröffnungszeremonie, noch beim Essen danach anwesend war. Der Grund ist simple, ich bin erst recht spät angekommen und habe noch keine wirkliche Zeit gefunden mir Gedanken über den Unterricht zu machen. Die Gründe dafür lass ich euch offen. Entsprechend machen wir heute daraus eine Art Fragerunde über mich, meine Pläne für euch und weiteren Kram. Fragen wie, was ist mein Lieblingsessen könnt ihr auch stellen... Es ist im übrigen Lasagne. Meine Katze heißt Mimi und ich bin langjähriger Single. Da ich mich so weit nun geoutet habe, könnt ihr eure Fragen stellen. Wenn ich euch dran nehme, nennt mir bitte vorher euren Vor und Nachnamen. Macht das bitte allgemein in den nächsten Tagen immer wieder, mein Namensgedächtnis ist auf die Menge betrachtet, echt fürchterlich.'' Dabei hatte sich Gabriel wieder auf sein Pult gesetzt und begann damit mehr oder minder den heutigen ''Unterricht''.
    • Soweit Maylea es mitbekam, saßen die Studenten ruhig auf ihren Plätzen und hörten Herr Knight zu. Seine darauffolgende Aussage gefiel der jungen Frau. Denn sie selbst teilte seine Ansicht und würde alle nerven Sägen von der Akademie verbannen. Reine Zeitverschwendung sich mit diesen Leuten die Zeit zu vertreiben. Sie hielten einen nur auf, mehr nicht. Allerdings wurde ihre Aufmerksamkeit auf den fallenden Schüler gelenkt, der nun alle Augen auf sich hatte. Schein als würde Herr Knight es auch ernst meinen was er soeben gesagt hatte. Diese gewisse Aufmerksamkeit wollte der Student sicherlich nicht haben. Eine unangenehme Situation, in welche Maylea niemals geraten würde. Ihr Verhalten war stets akzeptabel und würde sich auch nicht ändern. Jedoch konnte sie nicht in die Zukunft blicken, aber wusste Maylea genau, dass sie sich niemals was zu schulden kommen lassen würde. Überraschend nach diesem Ereignis kam nun Herr Knight auf sie zu. Angespannt und verwundert verfolgte sie mit ihrem Blick seine Bewegungen, ehe er nur nach einem Buch verlangte. Waren es doch nur paar Sekunden gewesen, die er sich in ihrer Nähe befand. Ein merkwürdiges Gefühl Gabriel nun hier zu sehen und als Lehrer ansprechen zu müssen. Vor allem seine Aussprache war überaus interessant und wie er ihren Namen sagte. In diesem Moment saß die junge Frau nur da auf ihrem Platz und blickte fast schon mit Rehaugen nur zu Herrn Knight, als er sich kurz vor ihrem Tisch befand. Seine Mimik nahm sie zur Kenntnis und hörte auch seine Worte, allerdings nickte sie nur sachte und sagte dazu nichts. Ihre Körpersprache ließ schon darauf deuten, dass er sich das Buch schon nehmen durfte. Bevor sich die junge Frau noch länger in diesen Gedankengang verlor, konzentrierte sie sich wieder auf die Gegenwart und war gespannt auf den kommenden Unterricht, der weniger aus Schriftform bestand.
      In seinen folgenden Sätzen musste sich Maylea noch gedulden, um herauszufinden wie genau er sein Unterricht gestalten würde. Stattdessen wurde es nun zu einer Art Fragerunde, wo sich alle etwas besser kennenlernen würden. Jedenfalls ging die Studentin davon aus. Mit einer nachdenklichen Mimik saß Maylea da und hätte nicht mit solch privaten Dingen gerechnet. Wahrscheinlich keine große Sache. Jeder Lehrer konnte es machen,wie er es für richtig hielt. Aber das sie gleich solche Informationen bekam. Einig erzählen ihren Bildungsweg und des Weiteren, aber seinen Familienstand bzw. Beziehungsstand. Wobei dies nicht hieß, das er keine nähren Kontakte hätte. Eventuell schätzte Maylea ihn auch falsch ein. Die Studentin machte sich derweilen mal wieder zu viele Gedanken.
      Währenddessen erhob sich die Stimme einer Studentin hinter Maylea. "Herr Knight. Waren Sie auch schon mal an einer anderen Akademie gewesen? Achja.. Ich heiße Penny Ducks." stellte sich die Blondhaarige mit ihren Namen vor und wartete auf eine Antwort.
      Die Blicke wanderten von Penny zu Gabriel und wollten seine Antwort hören.
      Maylea war dafür viel zu schüchtern und würde sicherlich keine Frage stellen. Außerdem wüsste sie im Moment auch nicht welche Frage sie hätte stellen sollen.


    • Gabriel Knight


      Am Ende war ihm nicht wirklich etwas besseres eingefallen, außer ihnen anzubieten, Fragen zu ihm und seiner Person zu stellen. Er konnte sich aber auch nicht wirklich ein Bild davon machen, wie weit die meisten von ihnen bereits mit der Magie im Kontakt gekommen waren. Und zumindest eine Person mit leichten Hinternschmerzen, schien seine eigenen Befürchtungen ein wenig zu bestätigen. Nämlich das es hier wirklich den ein oder anderen Dummkopf gab.
      Aber gut, niemand von ihnen konnte sich wohl wirklich ausmalen, um wem es sich vor ihnen handelte. Er war nämlich bestimmt vieles aber eigentlich eben keiner von jenen Personen die hier einen Job als Lehrer bekommen sollte. Und dennoch saß er nun vor ihnen auf seinen Pult.
      Einer der Gründe wieso er ihnen überhaupt angeboten hatte, ihm verschiedene Fragen zu stellen die er dann beantworten würde war dabei auch mehr als simple. Weil es einfach nicht viel gab, was er erzählten könnte.
      Auf die Frage einer der Schülerinnen die sich als Penny Ducks vorstellte, zögerte er dann doch kurz, ehe er ihr seine Antwort präsentierte. ,,Ich war weder als Lehrer noch als Schüler an einer anderen Akademie wie dieser. Nein Miss Ducks. Ich habe diese Akademie damals im ersten Jahr verlassen und habe mich dann anderen Dingen gewidmet.''
      ,,Sie sind direkt wieder gegangen? Wieso das? Hört sich für mich nicht gerade logisch an. Joseph Blister hier.'' Die darauffolgende Frage beantwortete Gabriel dann nur mit einen Finger vor seinem Mund. ,,Sagen wir einfach, dass ich meine Gründe hatte. Und ich habe recht schnell gemerkt, dass ich auf einem anderen Weg weit aus mehr erreichen könnte.'' Den Namen von Felicia und ihrer Ausbildung unter ihr erwähnte er dabei nicht. Auch wenn sie einen großen Anteil an seiner damaligen Entscheidung besaß. Wobei er wohl auch ohne sie von diesem Ort verschwunden wäre. Ihren Namen jedoch zu erwähnen könnte vielleicht unnötige Komplikationen und nerviges Getratsche mit sich führen. Entsprechend beließ er es dabei.
      ,,Lea Clarksen. Wenn sie an keiner anderen Akademie waren und diese verlassen haben, was haben sie dann stattdessen gemacht, wenn ich fragen darf?''
      ,,Nun ich schätze, da ich eh bereits zu viel geplappert habe, kann ich euch das wohl auch noch sagen. Die meisten von euch müssen eh schlau genug sein um darauf zu kommen, dass jemand der seinen Werdegang nicht abgeschlossen hat, nicht einfach so hier als Lehrer auf einem Pult hockt und euch früher oder später etwas beibringen soll.'' Während er da so saß und vor sich hin sprach, fuhr er mit der Hand durch sein rotes Haar wodurch dieses nur noch zerzauster wirkte. ,,Beim Militär. Die richtige Bezeichnung wäre wohl Militärmagier, auch wenn es mittlerweile wohl noch die ein oder andere Spezifikation dazu gibt. Aber das wären alles viel zu langweilige und unnötige Details die ich euch ersparen werde.'' Zumal er manches nicht einmal sagen dürfte. Auch wenn es ihm eigentlich sogar egal wäre.
      ,,Nebenbei macht es mir nicht nach. Glaubt mir das Essen hier ist deutlich besser. Allgemein habt ihr hier Lebensqualitäten die ich nie missen wollen würde. Zumindest als Schüler.'' Als Lehrer würde er wohl den Genuss von Ruhe auch nicht wirklich erleben. Allerdings konnte er das auch nicht wirklich bestätigen. Also sagte er es auch nicht.
    • Maylea lauschte ihren Gesprächen, die in der ersten Stunde den Klassenraum ausfüllten. In ihrem Fall saß die junge Frau ruhig auf ihrem Platz und schien aufmerksam zu sein. Sicherlich hörte sie die ausgesprochenen Worte, doch verschwand sie ab und an in ihren Gedanken. Zum Teil schweiften die Themen ab und es wurde über irgendwelche Theorien und bekannten Zauberer gesprochen. Während sie sich unterhielten und mit ihren Namen vorstellten, konnte Maylea einige Namen verinnerlichen. Aus dem Mund von Maylea kam keine Frage und ihren Namen kannte er bereits. Außerdem fragte auch nicht jeder etwas. Sie war nicht die einzige, die anscheinend schüchtern war oder es lag vielleicht an Desinteresse der anderen Person. Die Zeit würde sicherlich schon zeigen, welche Studenten zurückhaltend sind und welche einfach keine Lust auf die Akademie hatten. Bis jetzt waren die Studenten auch noch konzentriert und leise. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde es nicht so bleiben. Maylea musste über das Militär nachdenken, was Gabriel erwähnte. Für ihren Geschmack empfand sie Gabriel als sehr umgänglicher Lehrer. Sie dachte mehr an einer strengen und unnachgiebigen Person, wenn sie an das Militär dachte. Eigene Erfahrungen hatte sie noch nicht sammeln können, ausschließlich Vermutungen, dass ein rauer Ton dort herrschen würde.
      Langsam aber sicher verflog die Zeit und schon bald würde die nächste Stunde schlagen. Zu guter Letzt vernahm die junge Frau eine arrogante Stimme. Dieser Mitschüler zeigte wohl gerne aus welchem Hause er stammte. Eine Freundschaft mit dieser Person schlug sich Maylea schon aus dem Kopf. Wohl möglich Vorurteile, aber vergaß sie nicht sich immer ein eigenes Bild der Person zu machen. Die Persönlichkeit einer Person zeigte sich erst nach einiger Zeit. Bestimmte Situation würden es ebenfalls offenbaren können. Dennoch war sein auftreten fragwürdig gewesen. Manche Details aus dem Munde des Studenten hätte er auch sich sparen können.
      Für die Studentin schloss die Lehrkraft den Unterricht, daher blieb sie gelassen sitzen und wartete ab. Manch anderer konnte es wohl kaum erwarten den Raum zu verlassen. Es würde sicherlich seine Zeit dauern bis zum nächsten Klassenraum zu gelangen. Allerdings wusste sich Maylea zu helfen und nutzte entsprechend Magie, um den gewünschten Lehrraum ausfindig zu machen.
      Außerdem wollte sie noch Mr Knight bezüglich der Schulunterlagen etwas fragen, allerdings unter vier Augen, wenn es klappte. Diese Frage wollte sie nicht vor der Klasse stellen. Der ein oder Andere hätte bestimmt leise geschmunzelt. Doch wollte Maylea ihren Lehrer nicht missverstanden haben und daher wollte sie es genauer wissen. Egal ob die Frage überflüssig oder vollkommen egal war, die junge Frau fragte lieber zweimal.
      Hinzukommend wollte sich die Studentin bei ihm mehr oder weniger entschuldigen. Konnte sie nicht das erste Treffen mit ihm vergessen.


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    • Gabriel Knight


      Während Gabriel seine Zeit und die der Studenten damit verschwendete, alle samt von Fragen zu beantworten, lagen seine Augen dabei immer wieder auf den unterschiedlichsten Personen. Viele von ihnen schienen es dabei gar nicht so richtig mit zu bekommen, dass Gabriel diese Situation auch zu einem ganz anderen Grund her ausnutzte.
      Die verschiedenen Reaktionen dieser Klasse ließen bereits in mehrfach darauf schließen mit was für einem Typen Mensch er es hier zu bekommen hatte. Und tatsächlich schien es hier eine wahrlich bunte Mischung aus allem zu geben. Arrogante, die ihre Zeit nicht mit solchen Blödsinn verbringen wollten. Teils sogar auch großen Noblen Hause. Wissbegierige und Aufstrebende, die keine Minute verstreichen lassen wollten. War nur die Frage ob sie dies auf Dauer auch durchziehen könnten.
      Aber auch die Schweigsamen, sich stark zurückhaltenden Jungen und Mädchen gab es hier. Gabriels blick fiel dabei kurz auch auf Maylea die eh bereits einen der am nächst liegenden Plätze inne hatte. Sie war also insgesamt eher eine Person die in sich gekehrt zu sein schien. Also doch kein Zufall das sie allein auf irgendwelche Bilder im Schloss gestarrt hatte.
      Langsam schwang sein Auge dabei in Richtung eines jungen Mannes der bereits recht aufgeregt mit seinen Mitschülern um ihn herum unterhielt, ehe er seine Hand in die Luft streckte. ,,Für jemanden der beim Militär war, kommen sie mir aber ein wenig zu locker rüber. Mein Onkel meinte immer, dass die meisten dort wie mit einem Stock im Arsch herum laufen.'' sagte der Junge schließlich mit einen breiten Grinsen.
      Gabriel schien diese Frage schon teils ein wenig erwartet gehabt zu haben, reagierte er doch recht unbekümmert darauf. ,,Gibt es diese Art von Personen nicht überall. Das ihr euch gleichzeitig nicht von meiner Art täuschen lassen solltet, hat unser Kaugummi kauender Freund ja schon bemerkt.'' antwortete Gabriel schließlich mit einen selbstbewussten Lächeln. ,,Und wie war der Name? Ich scheine diesen nicht richtig verstanden zu haben.''
      ,,Ach ja. Kallen Crow. Verzeihung.'' kam es von dem Studenten mit einen schiefen grinsen.
      ,,Keine Sorge Mister Crow. Solange sie nicht ihren Namen bei einer Verabredung mit einer Dame zu vergessen, werden sie es überleben.'' Während er sprach, war dann auch schon sein Blick auf die Uhr, die oberhalb der Klassenraumtür hing, gerichtet.
      ,,Wie es scheint, war es das nun. Die Zeit für heute ist vorbei. In der nächsten Stunde legen wir dann mit dem richtigen Unterricht los. Die Bücher könnt ihr weglassen. Die werden euch nur im Weg sein.''
      Damit hatte Gabriel den Unterricht beendet gehabt wodurch bereits die ersten Studenten sich von ihren Plätzen erhoben und in Richtung Ausgang trotteten. Manche von ihnen wünschten ihn noch einen schönen Tag, während andere noch kurz auf den Rest ihrer Gruppe warteten und dann in 3er oder 4er Gespannen verschwanden. Bis allmählich alle Personen verschwunden waren. Außer einer einzigen Ausnahme.
      ,,Ich habe mir bereits gedacht gehabt, dass du früher oder später hier auftauchen würdest. Das es direkt heute sein würde. Man sieht sich immer zwei mal im Leben. Auch vollkommen unabhängig von Magie.''
    • Eine ihrer Fragen hatte sich somit erledigt. Ungern wollte Maylea ihre Unterlagen nicht mitnehmen, doch wenn Mister Knight es wünschte, kam die junge Frau diesem nach. Bis langen kannte die Studentin nur ausführliche Schriftarbeit ganz nach dem Lehrbuch. Umso größer ihre Neugierde, wie der bevorstehende Unterricht bei Gabriel ablaufen würde. Währenddessen die anderen Studenten sich auf dem Weg aus dem Klassenraum machten, nahm Maylea ihre Tasche und näherte sich Gabriel. Aufmerksam stand die Dunkelhaarige ihm gegenüber und hörte seine Wörter. Sie unterdrückte ihr Schmunzeln, obwohl ihr danach gewesen wäre. Aber niemals hatte sie gedacht Gabriel so schnell wieder zu sehen. An ihrer Mimik lässt sich es vermuten, das die junge Frau überrascht war. "Es tut mir leid." waren ihre ersten Worte gewesen nach ihrem Wiedersehen. Besaß sie ein gewisses Maß an Höflichkeit und empfand ihre erste Begegnung als nicht passend zu seinem Standpunkt. "Ich wusste nicht, das Sie hier an der Akademie als Lehrkraft tätig sind." entschuldigte sich die junge Studentin für ihre Unwissenheit. Im Hinterkopf war es vielleicht gar nicht so schlimm gewesen, jedenfalls gab es nun einen Anhaltspunkt um ins Gespräch zukommen. Diesen Punkt nutzte Maylea und führte ihr Gespräch fort. "Ich meine gestern. Ich nahm an, Sie wären ein Student dieser Akademie." teilte sich Maylea mit und wollte ihm wissen lassen, das es nicht mit Absicht gewesen war. "Wenn Sie verstehen was ich damit ausdrücken möchte." Wollte die junge Studentin nur sichergehen, das er keine falsche Meinung über sie hatte. Zurückhaltend stand Maylea vor Mister Knight und hielt in der Hand ihre Tasche fest. Schon zu Beginn, der Stunde huschte ein merkwürdiges Gefühl durch ihren Körper. Nun wo sie ihm wieder gegenüber stand fühlte sie dieses Gefühl der Unsicherheit wieder und etwas, was sie nicht wirklich beschreiben konnte. Klangen ihre Worte ruhig und aufrichtig, wie ihren Gesichtsausdruck, der ernste Züge formte. Eine erkennbare Röte streichelte leicht über ihre Wangen. Verschiedene Gedanken, welche der jungen Frau durch den Kopf stießen. Wäre es doch alles einfacher, wenn Gabriel ein Student wäre und nicht nun ihr neuer Lehrer. Sie hätten vielleicht Freunde sein können. Maylea mochte ihn irgendwie, wobei er in Gegensatz zu ihr viel offener und selbstbewusster erschien. Wohl möglich ganz und gar stand er fest in seinem Leben und ließ sich nichts anmerken, sollte es Vorfälle geben. Ebenfalls zu seinen Gedanken, die nicht in tausende Richtungen verliefen. Maylea dachte viel zu sehr darüber nach, was hätte sein können und was wäre wenn.. Eine menge Vermutungen, die Maylea sich ausmalte. Eine Person an ihrer Seite, die ihr bei der Unsicherheit helfen könnte. Wäre es schön gewesen eine Person bereits kennengelernt zuhaben, doch musste sie in dieser Stunde feststellen das Gabriel nun ihr neuer Lehrer sein würde.


    • Gabriel Knight


      Die junge Dame schien nicht nur überrascht gewesen zu sein, ihren Lehrer direkt so früh wieder zu sehen, sondern schien auch eine gewisse Schuld mit sich gebracht zu haben. Zumindest entschuldigte sie sich direkt, worüber Gabriel dann doch ein wenig verwundert wirkte. Schließlich konnte er sich an nichts erinnern, wieso man sich bei ihm entschuldigen sollte. Als sie ihn dann erklärte wofür diese Entschuldigung gewesen war konnte er nur ein wenig schmunzeln.
      Zugegeben, glaubte er nicht, dass er mit seinen äußeren Erscheinungsbild noch wirklich einem jungen Studenten ähnelte. Aber vielleicht sah er sich auch einfach älter, als er für die meisten wirkte. Die meisten Personen die er bisher um sich herum hatte, kümmerten sich nicht um das Alter eines anderen. Wenn es um Ränge und deine magischen Fähigkeiten geht, sieht man die Altersunterschiede nicht mehr wirklich. Zumal er eine Hexe als Lehrmeisterin hatte, die ihr eigenes Alter verschleierte...
      ,,Ich verstehe schon. Ich benutzte im übrigen keine Hilfsmittel um so jung zu wirken.'' antwortete er mit einem leicht ironischen Unterton. Nicht das es ihn wirklich gekränkt hätte, dass sie ihn nicht als einen der Lehrkräfte erkannt hatte. Das war ihm ja von vorne rein klar gewesen, dass sie keinen Schimmer von seiner Identität gehabt hatte.
      Ohne wirkliche Vorwarnung lehnte sich Gabriel ein wenig nach vorne zu der jungen Dame. Insgesamt schien sie vom äußeren recht Süß und auch ihrem Charakter nach zu urteilen, war sie eine angenehme Person. Früher oder später würde sie wohl keine Probleme haben, sich hier einzuleben. Auch wenn sie vielleicht ein wenig mehr aus sich heraus kommen müsste.
      ,,Du scheinst mir keine Hellseherischen Kräfte zu besitzen. Ebenso wenig bist du wohl in der Lage in meinem Kopf zu schauen. Wie hättest du also wissen sollen das ich ein Lehrer bin?'' fragte er und gab ihr dabei einen kleinen Stups mit dem Zeigefinger gegen die Stirn. ,,Ich war ja nicht einmal bei der Eröffnungszeremonie.'' Niemand hätte wissen können das Gabriel eine Lehrkraft war, einfach auch weil er nie als solche Vorgestellt wurde. Keiner der Schüler hatte ihn hier zuvor gesehen, niemand hatte seinen Namen erwähnt und Gabriel selbst hatte es ihr ja auch nicht gesagt. ,,Du hättest es nicht mal wissen können, außer wenn ich es dir gesagt hätte. Und das habe ich nicht. Wenn dann müsste ich mich also eher entschuldigen, dich in unklaren gelassen zu haben.'' Mit diesen Worten hatte er sich auch wieder zurück an seinen Schreibtisch gelehnt und zuckte nur mit den Schultern. ,,Zumal mich gestern wahrscheinlich nicht einmal die anderen Lehrkräfte erkannt hätten. Auch wenn ich die ein oder andere Person vielleicht noch kenne, glaub ich nicht das jemand von ihnen glaubte, dass ich ab heute hier unterrichten würde. Das war schließlich eine recht kurzfristige Abmachung zwischen dem alten Mann und mir.'' sagte er zum Schluss mit einem leichten seufzen und schien wirklich keinerlei Probleme mit ihrer Art ihm gegenüber gehabt zu haben. Vielleicht sah sich Gabriel einfach noch nicht wirklich als Lehrer. Vielleicht wollte ihr auch einfach nur einen gefallen tun damit sie sich wirklich nicht schuldig fühlte. In diesen Moment wusste er selbst nicht so richtig, was er damit bezwecken wollte.