Exchange of magical Bodys

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    • Exchange of magical Bodys

      Exchange of magical Bodys

      @_Mizuki
      Sirius
      Genervt schnaubte ich und blickte den Abgesandten mehr als säuerlich an. Ein Lehrling? War das ihr verdammter ernst?! Ich sollte mich um irgendeinen Möchtegernmagier kümmern? Das war gar nicht mein Aufgabenbereich! Schon gar nicht wenn mein zukünftiger 'Lehrling' aus einer nichtssagenden Familie stammte. Missmutig flogen meine eisblauen AUgen über die Zeilen des Schreibens und ich seufzte schwer, als ich das Siegel und den Namen darunter sah. Der Befehl stammte direkt vom Oberhaupt der wohl mächtigsten Familie der Welt, Raimound Morgane. Jenem Magier, dessen Blutlinie auf die größten Hexer und Hexen der gesamten Geschichte zurückzuführen war. Entnervt ließ ich das Schreiben sinken und scheuchte den ABgesandten fort, der sichtlich froh zu sein schien, nicht länger in meiner Nähe verweilen zu müssen. Was auch besser für ihn war: Meine Laune war gerade nicht die Beste und die Arktis schien bei weitem Wärmer zu sein als die Umgebung um meine Wenigkeit. Aber es nützte nichts. Wenn Morgane meinte, ich solle einen Schüler aufnehmen, hatte das auch einen tiefergehenden Grund - welchen würde sich erst später herausstellen.


      Stunden später wartete ich bereits in der mir zugeteilten, kleinen Bibliothek. Ein kleines Gebäude, hauptsächlich aus dem Bücherraum bestehend und mit diversen kleineren Räumlichkeiten für Alchemie, Ritual- und Kerzenmagie und eine Kammer mit Kräutern für jene Heilkunde. Alles, was man zu einer Ausbildung brauchte, wobei meine in weitaus edleren Hallen vonstatten ging. Das hier wirkte geradezu schäbig, es war allerdings auch eine Kostenfrage der Familie und mehr konnten sich diese offenbar nicht leisten. Abermals rümpfte ich nur die Nase und verschränkte meine Arme. Den dunklen Mantel legte ich genauso wenig ab wie meinen zugehörigen Hut. Ich hoffte immerhin, den Lehrling schnellstmöglich vergrault zu haben- oder ausgebildet. Wobei ich wenig Geduld zeigen würde. Das war nicht unbedingt meine Stärke, wenn es um andere Menschen ging. Für meine eigenen Angelegenheiten zeigte ich gerne genug Geduld und Ehrgeiz, um mich selbst zum Erfolg zu bringen. Aber andere... waren einfach nur eine lästige Zeitverschwendung.
      Ich musste einige Minuten warten ehe sich die knarrende Holztür ein weiteres Mal öffnete und die hereinfallende Sonne den Staub in der Luft verdeutlichte. Widerlich... Kurz den Kopf schüttelnd fasste ich meinen fremden Schüler ins Auge und erstarrte. Das sollte ja wohl ein Witz sein! Diese Kleine soll ich unterrichten? Sie- ja es war wirklich ein Mädchen- sah nicht einmal so aus, als würde sie überhaupt in der Lage sein, mit Magie umzugehen. Das unschuldige Gesicht was eher zu dem eines Kindes passte war...gelinde gesagt genauso nichtsnutzig wie sie. Zumindest war das meine Vermutung und nur sehr selten irrte ich mich diesbezüglich. Mit zusammengezogenen Brauen ließ ich nochmals meinen Blick über die Weißhaarige wandern. Ich konnte keine Besonderheit erkennen. Warum also hatte sich Morgane eingemischt und mir dieses...dieses Kind zugeteilt?!
      "Du bist zu spät.", meinte ich deutlich unterkühlt ohne jegliche Begrüßung. Sicher waren es nur zwei Minuten aber Zeit - meine Zeit- war eben kostbar.
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    • Ciela

      Ich war den ganzen Morgen schon aufgeregt, heute würde meine Lehre bei einem großen Magier anfangen. Zugegebenermaßen bekam ich die Stelle nur, weil mein Vater sehr viele Gefallen einforderte und deshalb durfte ich es nicht verhauen, doch ich freute mich. Die halbe Nacht lag ich wach und überlegte wer es wohl sein würde. Mein Vater wollte mir den Namen erst beim Frühstück verraten, vielleicht um mich zu ärgern, so war er manchmal eben. Während wir zusammen am Tisch saßen, richtete meine Mutter das Essen an. "Ciela, ich glaube ich verrate dir jetzt langsam bei wem du in die Lehre gehen wirst, aber bitte..", er machte eine Pause und atmete tief durch, ".. gib dir Mühe und zieh das durch, es ist auch wichtig für mich.", sagte er und fing an zu essen. Etwas nervös und unbeholfen lächelte ich und nahm mir ebenfalls etwas kleines. "Es ist Sirius Crowley.", sagte er kurz und schmerzlos. Meine Augen weiteten sich und wie es kommen musste verschluckte ich mich. "WAS?", prustete ich laut und hielt mir direkt den Mund zu. "Tut mir leid, danke Vater.", fügte ich nur schnell an. Sirius Crowley, ein Name den jeder kannte. Meine Nervosität nahm riesige Ausmaße an, doch ich schloss die Augen und atmete tief durch. Ich würde das schon schaffen, vielleicht ist er nicht so schlimm wie in den Erzählungen die ich gehört habe. Ich werde mir selbst ein Bild von diesem Mann machen. Das restliche Frühstück verlief recht ruhig, vielleicht auch weil ich ziemlich in Gedanken versunken war. Ich gab meinen Eltern einen Kuss, packte mir schnell eine Tasche und verließ das Haus.

      Unser erstes Treffen fand in einer kleinen Bibliothek statt, ich fand es dort eigentlich ganz schön. Es war ruhig und trotzdem hatte man genug Platz um zu lernen und Zaubersprüche auszuprobieren. Ich fühlte mich hier immer sehr heimisch. Als ich bemerkte, dass ich etwas trödelte, legte ich einen Zahn zu und rannte die letzten Meter zum Eingang. Ich richtete meine Haare, atmete tief durch und öffnete die Tür. Bereits von weitem erkannte ich den Mann und ging lächelnd auf ihn zu, doch ich erwartete nicht, dass er direkt so reagieren würde. Schlagartig blieb ich stehen, als er mich ermahnte. Ich war doch nur zwei Minuten zu spät, was in gewissermaßen wohl auch menschlich war. "Es tut mir leid Meister Crowley.", entschuldigte ich mich und richtete mich wieder auf. "Jedenfalls, ich bin Ciela Dubois, 19 Jahre alt und ich freue mich von ihnen lernen zu dürfen! Ich verspreche immer mein bestes zu geben!", stellte ich mich vor. Ich war mir ziemlich sicher, dass er das bereits wusste, aber es war nur höflich mich richtig vorzustellen. Vor allem wenn wir jetzt eine längere Zeit miteinander verbringen würden.
      - Hurts, but I know how to hide it, kinda like it -

    • Sirius
      Mit hochgezogenen Brauen musterte ich Ciela. So war also ihr Name, vielleicht hätte ich ja doch die Akte vorher lesen sollen, die mir über sie gegeben wurde. Aber es hatte mich schlichtweg nicht interessiert, weshalb ich mich auch nicht weiter darum gekümmert hatte. Fehler meinerseits, das gab ich zu, immerhin hätte es mich vorgewarnt, dass ich einem kleinen Mädchen gegenüberstehen würde. 19? Sie sah eher aus wie 15 oder 16... Und ihre Stimme klang ähnlich hoch und naiv, wie sie aussah. Unwirsch winkte ich ihre formelle Begrüßung ab. Ob sie ihr Bestes geben würde war fraglich, immerhin waren die Zauber, die ich mit ihr erproben würde, eigentlich für eine Expertenstufe gedacht und nicht für eine blutige Anfängerin.
      "Du solltest nichts versprechen, was du nicht halten kannst. Und für die Zukunft erwarte ich Pünktlichkeit. Haben dir deine Eltern nicht beigebracht, dass man vor der angegebenen Zeit zu erscheinen hat?" Missbilligend drehte ich mich um und steuerte den kleinen Schreibtisch an. Ein einfacher Stuhl vor diesem würde der ihre sein. "Offenbar haben sie es nicht, war ja zu erwarten von einer Mittelsstandfamilie.", kam es noch gemurmelt von meinen Lippen, ehe ich ungeduldig auf den Stuhl verwies.
      "Ich werde dir jetzt eine Reihe an Fragen stellen um dein Wissen zu testen. Erst danach beginnen wir.", fuhr ich in Lehrmeistermanier fort und verschränkte aus Gewohnheit wieder meine Arme. Ich wartete gar nicht ihre Antwort oder ihre Zustimmung ab. SIe war zwangsweise meine Schülerin also hatte sie sich zu fügen.
      "Erste Frage: Woraus besteht die Grundessenz der Thelemischen Magie?" Innerlich grinste ich arrogant. Jene Magie war mein Steckenpferd und einer der Gründe, warum ich so gefürchtet wurde. Allerdings war es eine seltene Gabe und dem allgemeinem Volk nicht bekannt.
      "Nächste Frage: Woher kommt die bezeichnung weiße und schwarze Magie? Welche Farbe hat Magie überhaupt?" Eine beliebte Fangfrage, auch hier war ich mir sicher, dass eine Anfängerin sie nicht beantworten könnte.
      "Und zu der letzte Frage: Welchen Zauber wendest du an, wenn jemand unter einer Versteinerung leidet?" Nur mit Mühe bewahrte ich die ausdruckslose Miene und verbarg gekonnt mein kaltes Lächeln. Auch die letzte war eine Fangfrage und beine Formulierung inkorrekt, immerhin müsste ich nach einem Mittel und nicht nach einem Zauber fragen. Auffordernd sah ich die junge Frau an.
      "Und jetzt die Antworten bitte.", fügte ich an und lehnte mich selbstgefällig zurück. Sie sollte gleich merken, an welcher Stelle sie stand. Und dass ich sie entweder zur absoluten Perfektion brachte oder - und in diesem Falle wahrscheinlicher- sie brechen würde und sie die Magie gänzlich aufgab.
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    • Ciela

      Es lief mir sofort kalt den Rücken runter, als sich dieser Mann über meine Erziehung beschwerte. Ich war keinesfalls unerzogen und meine Eltern achteten stets darauf, mich zu einem guten Menschen zu erziehen und das ist ihnen gelungen. Ich hatte eine sehr liebevolle Kindheit und weiß wie man sich zu verhalten hat. Ich schluckte schwer, doch sagte erstmal nichts. "Das nächste mal bin ich pünktlich.", sagte ich überzeugt und mit pünktlich meinte ich mindestens eine halbe Stunde früher, mal sehen wer dann auf wen warten würde. Anschließend gingen wir zu einem Tisch, seinen abfälligen Kommentar bezüglich des Standes meiner Familie ignorierte ich. Dieser Typ war einfach abgehoben und bisher machte er auch keine Anstalten zu beweisen, dass er nicht so war wie aus den Erzählungen. Doch ich versuchte positiv zu bleiben. Ich richtete kurz meinen Rock, bevor ich mich vor meinen neuen Meister auf den Stuhl setzte. Ich nickte, als er ankündigte mir einige Fragen zu stellen, ein bisschen Wissen hatte ich bereits, doch als ich die Fragen hörte, entglitt mir meine Mimik kurze zeit komplett.
      Ich atmete tief durch, sammelte mich und überlegte. Etwas nervös fing ich an mit meinen Fingern zu spielen. Sehr schlechte Angewohnheit. Seine kalte Stimme holte mich aus meinen Gedanken zurück und ich sah ihn direkt an. "Magie besitzt keine Farbe. Da sie farblos ist, gibt es weder schwarze, noch weiße Magie. Sie ist immer neutral und je nach dem was der Zaubernde für eine Intention hat, wird sie bei guten Tag als weiß und bei schlechten Taten oder schaden als schwarz bezeichnet.", erklärte ich. Leider war es das auch schon mit meinem Wissen, aber meine Mutter hatte dieses Thema mit mir besprochen, sie setzte sich sehr viel damit auseinander und gab mir das mit auf den Weg. "Es tut mir leid, aber auf die anderen beiden Fragen habe ich keine Antwort.", sagte ich fest. Woher sollte ich das auch alles wissen? Ich war doch gerade um zu lernen hier.
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    • Sirius
      Ich stieß einen Seufzer aus. Zu schade, eine Frage hatte sie wohl beantworten können. Wahrscheinlich hatte ihr Vater ihr dieses kleine Detail beigebracht, was man normalerweise erst in den anfänglichen Studien gelehrt bekam. Soweit so gut. Ich strich mir kurz einige helle Strähnen zurück und legte endlich den dunklen, breitkrempigen Hut ab, sodass meine langen Haare wie flüssiges Silber über den schwarzen Mantel fielen. Man konnte sagen was man wollte, ich empfand es als eine Art Statussymbol, wenn ein hochrangiger Magier seine Haare lang trug. Es diente als Ästhetik konnte man meinen. Ich musterte meine 'Schülerin' einen Moment lang und schüttelte den Kopf.
      "Deine Antwort bezüglich der Farbe war korrekt. Was den Rest betrifft..." Ich machte eine spöttische Pause. "...hatte ich nicht erwartet, dass du die Antworten kennst. Die Grundessenz der Thelemischen Magie- meinem Fachgebiet- ist der Wille." Ich demonstrierte es ihr indem ich mit der Raumtemperatur spielte. Eine kurze Konzentration und die zuvor halbwegs angenehm temperierte Bibliothek wurde eisig kalt und dunkel.
      "Wille ist die Essenz welche dieser Form der Magie Kraft verleiht. Das wirst du jedoch nie erlernen, nur jemand mit Begabung beherrscht diese Fähigkeit. Neben mir gibt es nur drei weitere Magier, welche dem Mächtig sind.", sagte ich kühl und ließ die Temperatur wieder normal werden. Dabei bewegte ich nicht einmal einen Finger und grinste nur zufrieden. Ja, diese Fähigkeit war ein kostbares Geschenk und hatte für meinen rasanten Aufstieg gesorgt. Sie war jedoch genauso gefährlich, weshalb ich mir für meinen Teil jedes Verhalten erlauben durfte und einer Bitte niemals widersprochen wurde. Sollte ich diese Fähigkeit je nutzen um jemanden zu schaden würde selbst ein Schutzkreis nicht helfen.
      "Die Antwort auf die letzte Frage und mal ehrlich, Kräuterkunde ist nun wirklich das leichteste Gebiet, ist folgende: Hast du meine fehlerhafte Fragestellung nicht bemerkt? Dass ich nach einem Zauber statt einem Gegenmittel gefragt habe? Die Antwort ist Alraunen. WIe ich sehe haben wir viel zu tun. Aber genug davon, du wirst drei Bücher mit nach Hause nehmen und diese bis zu unserer nächsten Stunde durcharbeiten. Ich frage die Themen explizit ab. Jetzt möchte ich von dir einfache Zauber sehen. Fangen wir banal an, wie bei den Kleinkindern...." Was sie in meinen AUgen auch noch war, diesen Kommentar behielt ich jedoch für mich.
      "Lasse diese Glaskugel schweben und setze sie wieder ab, ohne sie zu zerbrechen. Ob du Elementarmagie oder andere dafür verwendest stelle ich dir frei." Ich wies auf eine kleine Kugel, die als Bücherstütze fungierte, und etwas gelangweilt spielte ich mit einem Füllhalter neben mir.
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    • Ciela

      Sein Seufzen signalisierte mir, abgesehen von seinem Blick, dass er mit meiner Antwort nicht wirklich zufrieden war. Aber was erwartete er? Eigentlich wusste ich es, er erwartete alles und noch mehr. Es war mehr als unangenehm ihm gegenüber zu sitzen, während er mich so urteilend ansah, aber leider musste ich da wohl durch. Ich würde die Sache durchziehen, bis zum bitteren Ende. Als er seinen Hut abnahm, fiel sein Haar auf seine Schultern. Immerhin hatte er wunderschöne Haare, wenn der Charakter schon grauenhaft war. Einen kurzen Moment lang, wollte ich mich freuen und ein kleines Lächeln huschte mir über die Lippen, bis er mich im nächsten Atemzug direkt wieder nieder machte. Ehe ich wirklich verstehen konnte was er meinte, wurde der Raum kalt. Sofort standen meine Haare zu Berge und ich rieb die Hände aneinander. Vielen Dank, dass sie mir ihre Dominanz zeigen Meister Crowley, wäre es mir beinahe rausgerutscht.
      Stattdessen holte ich schnell meinen Block und einen Stift und notierte mir seine letzten Worte, bevor ich noch dafür kritisiert werde, dass ich mir keine Notizen machte. Als die Temperatur sich sich wieder normalisierte, atmete ich etwas erleichtert auf. Ich hasste kälte, deshalb spezialisierte ich mich auch auf das Element Feuer, jedenfalls war das mein Ziel.
      Während er mir eine Frage stellte, hatte ich nicht mal die Möglichkeit einen Gedanken zu fassen, schon antwortete er wieder. Dieser Mann hörte sich wohl wirklich gerne selber reden. Im nächsten Moment klappte mir fast die Kinnlade runter. "Ist gut, das schaffe ich.", bemerkte ich nur leise an und verabschiedete mich bereits von meinem Schlaf. Die meisten Bücher waren so dick, dass man Tage dafür brauchte und ich sollte bis zur nächsten Stunde direkt drei bearbeiten. Ein leises Seufzen entfloh mir, während ich mir sagen ließ um welche Bücher es sich genau handelte und schon gingen wir auch zu meiner nächsten Aufgabe über. Gott dieser Mann ließ mich nicht einmal richtig durchatmen. "Ist gut.", antwortete ich und konzentrierte mich auf die kleine Stelle unter der Kugel. Langsam bildete sich darunter eine kleine Flamme, die nach und nach die Kugel nach oben hob. Als ich dann bemerkte, dass das Buch daneben anfing zu rauchen, war es hin mit der Konzentration und die Kugel knallte laut auf den Tisch, während ich schnell nach dem Buch griff, um es zu löschen. Klasse Ciela, jetzt hatte er nur noch einen Grund mehr dich zu kritisieren.
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    • Sirius:
      Zufrieden bemerkte ich, wie ihre vorherige Euphorie langsam den Bach hinunterging. Ciela Dubois schien langsam zu realisieren, wer wirklich vor ihr saß. Natürlich war mein Ruf bereits weit verbreitet. Der eiskalte, mächtige Magier, der sich schnell und gnadenlos an die Spitze gearbeitet hatte. Ja, das war der Ruf, den ich mir erarbeitet habe. Dass ich dafür als herzlos bezeichnet wurde, mochte in einigen Hinsichten sogar wahr sein. Ich lehnte mich zurück und beobachtete sie genau. Ich konnte ihre Magie spüren, sie...war stechend heiß wie das Feuer, welches sie beschwor. Eine Pyromanin also? Die Elementarmagie habe ich ihr ehrlich gesagt gar nicht zugetraut, das Element Feuer war auch meine bevorzugte Wahl, jedoch nur schwer zu kontrollieren. Wasser und Luft waren dagegen noch harmlos. Das Feuer war jedoch eine zerstörerische, unbändige Kraft, die man mit seinen Kräften zu formen versuchte. Dass dieser kleine Nichtsnutz hier sich tatsächlich darauf berufen konnte überraschte mich doch mehr, als ich zugeben wollte. Etwas sagen würde ich diesbezüglich jedoch nie, nur über meine Leiche!
      Jedoch war meine Verwunderung von kurzer Dauer, als die Flammenzunge zur Seite ausschlug und eine kleine Flamme das eine Buch leicht in Brand setzte. Also wirklich, sie beherrschte dieses Element ebenso wenig bis zur Perfektion wie das lyrische Wissen. Entnervt sah ich dabei zu, wie die Kugel auf den Tisch krachte und legte zwei Finger an die Stirn.
      "Du hättest auch einfach das Element Luft nehmen können, vielleicht nicht ganz so zerstörerisch. Die Bibliothek ist zwar mickrig, in Flammen will ich sie trotzdem nicht aufgehen sehen.", bemerkte ich nur trocken und einen kalten Windzug später war das Buch unberührt wie neu in Cielas Hand. Ich positionierte die Glaskugel neu.
      "Wenn du es mit dem Feuer versuchen möchtest, bitte. Dann konzentriere dich aber auch.", belehrte ich sie und zeigte ihr meine Art, die Kugel schweben zu lassen. Dafür griff ich das Element Feuer auf, um ihr zu zeigen, wie sie es anstellen könnte. Ähnlich, jedoch weitaus kontrollierte, wie bei ihr ließ ich unterhalb der Kugel einen Flammenring entstehen. Die Zungen des Feuers legten sich heiß um das Glas und hoben es an, dabei die Kugel umschlingend ohne ihr zu schaden. Der Rest des Schreibtisches blieb unberührt, selbst das Holz, auf dem der Ring des Elementes loderte, blieb frei von jeglichen Verbrennungsspuren. Die Kugel vor einige Minuten etwas über unseren Köpfen schweben lassend blickte ich die Hellhaarige durch die Flammen hinweg an.
      "Deine Aufgabe für die heutigen Stunden. Du wiederholst es so lange, bis es endlich funktioniert. Und leg die verdammten Bücher weg, bevor du sie wirklich noch zu Asche verwandelst.", schnaubte ich nur und ließ die Kugel langsam wieder auf das Holz sinken. Die Oberfläche schimmerte leicht durch die Hitze und berühren wäre eine denkbar unkluge Idee, das Glas war kochend heiß.
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    • Ciela

      Ich hasste es. Genau jetzt hätte ich mich einfach selber Ohrfeigen können. Wieso machte ich es mir nicht auch einfacher, wieso musste ich versuchen diese Kugel durch Feuer zum schweben zu bringen? Ich schnaubte etwas genervt. Naja, nun war es nicht mehr zu ändern und ich musste damit Leben, dass dieser Mann mich gleich wieder aufs übelste kritisieren würde. Eigentlich vertrug ich Kritik sogar ganz gut, doch dieser Mann hatte einfach das Talent, alles so klingen zu lassen, als sei man das letzte Stückchen Dreck und nichts Wert. Nach seiner Bemerkung nickte ich nur leicht und umklammerte das Buch, welches wie neu in meinen Händen lag.
      Ich wollte es mir nicht anmerken lassen, doch seine Magie war atemberaubend. Wunderschön und doch gefährlich. Er beherrschte das Feuer bis zur Perfektion. Genau das wollte ich auch. In diesem Moment überkamen mich so viele Gedanken. Ich würde es schaffen, ich würde durchhalten und am Ende würde ich Sirius Crowley beweisen, dass ich eine gute Magierin bin und meine Familie stolz machen.
      Nachdem mein Meister die Kugel wieder absetzte, erklärte er mir meine heutige Aufgabe. "Verstanden.", antwortete ich überzeugt. Ich würde es schaffen, diese Kugel wird schweben und wenn ich hier Abends noch sitze. Zunächst legte ich die Bücher weg und räumte den Tisch frei. Die Kugel hatte von der Hitze einen so schönen Glanz, dass ich sie verdammt gerne berührt hätte. Aber den Gedanken verwarf ich schnell, nachdem mir in den Sinn kam, dass sie kochend heiß sein musste.
      Ich setzte mich aufrecht vor die Kugel und konzentrierte mich. Die ersten paar Male passierte nicht viel, eine kleine Flamme unter der Kugel, doch ich würde es schaffen. Ich gab nicht auf. Ich probierte es immer wieder und wieder. Das abfällige Schnauben von Meister Sirius Crowley ignorierte ich einfach. Und nach einer langen Zeit, sicherlich musste ich fünf Stunden lang üben, schaffte ich es. Ein kleines Feuer bildete sich unter der Kugel, drückte diese nach oben und hielt sie in der Luft. Ein sanftes und kleines Lächeln zeichnete sich auf meinen Lippen ab, als ich die Kugel schlussendlich auch wieder absetzen konnte und sowohl das Glas, als auch der Tisch keinen Schaden erlitten. Für den Mann gegenüber nichts besonderes, doch ich hatte es mir selbst bewiesen und dieser kleine Zauber festigte meine Meinung, ich würde bei ihm bleiben und lernen.
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    • Sirius

      Also wirklich, warum setzte man ausgerechnet mir eine absolute Anfängerin vor?! langsam wurde es mir selbst zu langweilig, abfällige Kommentare oder ein entnervtes Seufzen von mir zu geben. Ich hatte die Arme verschränkt und mich einem der vielen Bücher gewidmet. Zusehen war ein wahrer Krampf. Ein normaler Hexenmeister hätte sie vielleicht gelobt für ihre Fortschritte. Ich selbst hingegen lobte Ciela nicht, schon gar nicht für derlei einfache Übungen welche sie nicht einmal meisterte. SIcher, sie verbesserte sich von Stunde zu Stunde, aber es genügte noch nicht. Wie hatte mein Vater immer so schön gesagt? Lerne durch Schmerz und gewinne durch Niederlage an Erfahrung. Meine Devise, nicht anders bin ich zu einem der mächtigsten Magier geworden, welche diese Welt gesehen hatte. Durch leichte Übungen oder nette Worte hatte ich mein Ziel ganz bestimmt nicht erreicht. Und wenn ich schon einen Lehrling aufgedrückt bekomme, dann würde ich die kleine entweder dazu bringen, das Handtuch zu werfen oder - was bei ihrem momentanen Können sehr unwahrscheinlich wirkte- sie zu einer mächtigen Magierin ausbilden. Aber wie bereits erwähnt halte ich letzteres für unwahrscheinlich.
      Ich widmete mich den verstreichenden Stunden einem Grimoire, welches ich vor kurzem einer illegalen Zusammenkunft von Neumagiern entwendet hatte. Ein mächtiges Buch und ich wollte lieber nicht wissen, wie es in die Hände von solch Unfähigen gelandet war. Die Rituale darin wirkten auf mich durchaus vielversprechend. Einige versprachen die eigene Macht zu verstärken und das klang in meinen Ohren ja schon wie Musik. Ich strich mir einige hellen Strähnen zurück und warf immer wieder einen Blick auf Cielas Fehlschläge. Das Buch wirkte jedoch interessanter. Nach einer Weile ließ ich mir Mittels Magie einen einfachen Schwarztee ein und führte die Tasse zu meinen Lippen. Selbst den Afternonn-Tea verpasste ich dank der Stümperin. Warum war ich nochmal hier? Achja... Ich wurde förmlich dazu gezwungen.
      Endlich schien meine Schülerin den Bogen herauszuhaben und tatsächlich schwebte die Kugel für einige Momente über der Flamme, ehe sie diese vorsichtig wieder sinken ließ. Sie schien sich zu freuen, ich hingegen war wenig begeistert, derart lange auf ein Ergebnis warten zu müssen.
      "Du hast wirklich noch einen sehr langen Weg vor dir, wenn du für eine einfache Aufgabe derart lange benötigst, um sie zu bewältigen. Ich hoffe sehr, es wird keine Zeitverschwendung für mich...", schnaubte ich nur und erhob mich letztlich.
      "Bis morgen hast du die Bücher gelesen und ich werde morgen selbige Übung von dir nochmal verlangen. Und wehe du brauchst wieder fünf Stunden dazu.", warnte ich die Kleine und setzte meinen Hut wieder auf. Ich hatte wenig Lust hier noch länger zu verweilen. Wie aus dem Nichts erschien mein Stab und ich ließ ihn einmal auf den Boden nieder. Flammen züngelten an mir empor und die staubige Bibliothek verschwand. Dafür nahm mein Heim scharfe Umrisse an und erleichtert, diesen Nichtsnutz endlich loszusein bemerkte ich nicht, dass ich das Grimoire auf dem Tisch bei ihren Büchern hab liegen lassen. Dafür begrüßte ich mit kühlem Nicken meinen Vater, welcher sich nach dem Lehrling erkundigte und ebenso wie ich das Gesicht verzog, als er von der Unfähigkeit hörte. Was das anging ähnelte ich meinem Vater wohl doch sehr...
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    • Ciela

      Wie zu erwarten war, hatte dieser Mann nichts nettes zu sagen, doch davon würde ich mich nicht abhalten lassen weiter zu lernen. "Ja wohl.", antwortete ich nur auf die Anweisung, die Bücher bis zum nächsten Tag durchzuarbeiten und sah meinem neuen Meister dann dabei zu, wie er aufstand und verschwand. Ich musste zugeben, dass es schon sehr spektakulär aussah, wie er ging, doch so wie ich den Mann bisher wahrnahm, diente es nur dazu seine Kräfte zu präsentieren. Erleichtert atmete ich durch, als er endgültig weg war. Langsam streckte ich mich und lehnte mich an den Tisch, während ich meine Arme ausstreckte. "Oh maaaan..", seufzte ich und fuhr mit meinem Fingern über die ganzen Bücher, bis mir eines besonders ins Auge fiel.
      Ich richtete mich auf und zog dieses zu mir rüber. Langsam schlug ich mitten im Buch auf. Ja, das war eine komische Angewohnheit, aber ich las oft erst Texte in der Mitte, ehe ich ganz von vorne Anfing. Doch die aufgeschlagenen Seiten waren interessanter als ich erwartet hatte. Ein Körpertauschzauber. Gespannt las ich mir die folgenden Seiten ebenfalls durch, bis ich bemerkte, dass ich langsam Heim sollte.
      Ich packte die Bücher ein und trat den Weg nach Hause an. Innerlich machte ich mich darauf gefasst, dass mein Vater nachfragen würde, wie der heutige Unterricht lief und eigentlich erzählte ich ihm sowas gerne, doch ich wollte nicht, dass er von mir enttäuscht war.
      Kurz nachdem ich unser Haus betrat, kam meine Mutter bereits grinsend auf mich zu. Ich lächelte leicht, doch signalisierte ihr, dass ich noch nicht darüber reden wollte. "In ein paar Minuten gibt es essen, bring deine Tasche doch schon mal nach oben.", sagte sie sanft und verschwand in der Küche. Träge schleppte ich mich in die obere Etage auf mein Zimmer und ließ meine Tasche fallen.
      Ich zog mir etwas bequemes an, legte die Bücher auf meinen Tisch und ging nach unten in die Küche, wo bereits meine Eltern auf mich warteten. "Wie lief es meine Kleine?", fragte mein Vater direkt. Hätte er nicht wenigstens zuerst über seine Arbeit reden können? Oder hatten meine Eltern sich nichts zu erzählen? "Es war durchwachsen.", erwiderte ich nur kurz. "Er ist sehr streng und ich soll bis morgen drei fette Bücher durch arbeiten, also werdet ihr mich nach dem Essen nicht mehr sehen. Schlafen werde ich wohl auch nicht.", erklärte ich und meine Eltern starrten mich fassungslos an. "Ich hörte, dass er streng war, aber sowas? Möchtest du vielleicht bei jemand anderem lernen?", fragte mein Vater besorgt, doch ich schüttelte schnell den Kopf. "Nein, das ist schon okay, ich krieg das hin.", beruhigte ich hin. Er hatte sich so viel Mühe gegeben Sirius als Lehrer für mich zu bekommen, ich wollte nicht dass seine Arbeit umsonst war. "Lasst uns doch essen, das jetzt ist unsere gemeinsame Zeit.", sagte ich sanft und fing mir an etwas zu essen zu nehmen. Meine Gedanken kreisten jedoch um das vierte Buch, welches ich mit Heim nahm.
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